emZELPRElS: wochcotagi 10 W $lillitag-Soi»^ 15 W ÜRatbuiger Bettung Amtliches Organ d e s Stelrischen Helmatbundes Verlag und Schriftleitung; Martiurg «. Uadgasse Nr. ö» fernrutt 25-B'#, brschcint wöfhentlicli sechsmal als Morgenzeitung (mit Ausnahme der bann- u. 23-61, 25-6Ü. Ab }8 Qh» (6 Uhf ahendt) ist die ächrittieitung nur mt Femrut Feiertage), Bezugsp*'e}s (im vorpus zahlbar) raonatUch l^M 2.10 einechl ZustelU Nf. 38»«7 erreichbaf. — Unverlangt^ Zuschriften werden niehf HIcitfeMndt — gebühr; bei Lieferung im Streifband zuzüglich Horto; bei Abholen in der üe- Antrafen RtfcKpOi^O tteilegen. Poatacheelckonto Wien Nr. (^.60S. schäftssteile RM 2.—. — Anzeigen- und bezugsbestellungen m der Verwaltung nr. 310 !]norburo a. 0. Orou, Sreitag, 5.2>e)mi6»r i04i si. aoproono Hansö den Sowjets entrissen KUhnas Husar^nttUck dar dautschan Kriegsmarlna Im Finnischan Maarbutan 12.000 brt'-SowJettransportgr aufgebracht MM MlKlifwIttm von M 9*f«nff«n- 9#Im Kanal Aus dem l^ührertiaupiquartter, 4. Deisenibcr. Das Oberkamfnando der Wehrmacht gibt bekaaiit: Im Donezbecfceti wurden stärker^ unter bhitlKen Verhisten ftir den Qegiier abgewiesen. Vyr t^n^M) 4ohe)taft4Ni erneute Ausbnichsvafenqlie de« |-'eliides. Dm Lyfiwatfe verstörte eine Teltetrepke der ^uniMin*'3^fi und bombardierte ^•«wgrM b^ tag und N^cht. fmins^ne Truppen habetf Hmp b^tzt. ^Bai d«f U^f d^ri In dem Augcnb|icl^, als die Rolschewi- )^«OQQ Toiinifi grofi^ SQwlätlschA Vorbereitungen und ihre ßereit- n«llä'i»pspofter auf eitia d9u<«^- > Stellung beendet liatten, begann die dem- Hnnii^ Mlnanioerr« und wtirda dw^ih Artlllüriu schagartig ihr Feuer, r.agc drei MluMrffiar b^MiiMtgt. Zwei auf Lage deutscher Qranaten schlug in S«l» Venwtwibwt» (•« «latr d«r bolsthewlstischen Infantc- ■mf voji «Nunmim 89 Mwn nalllMn rie und zwischen die ebenfalls bcrcilge-dM TranMorttr In und hneh. Pan^erWampfwagen. t«n Ikn ntw dM m Bm4 bfiiiidlKhw Wie die deutschen Artjlleriebeobachler MWQ J^iiten ijlar PkwitirfHie iowl^ I feststellten, hatten die ßpUchewisten ei^Miohfip ^km leuteplNNi StUtapufikt ein. Bei einem Boegeleottt hn Kanal ver-Bnkte ein Sperrbreoher xwel bri^eohe Sohnellboote und beeohidlgte zwei wel-ere durch Volftreff^i VorpoMenlKioto crjlfen In den Kampf ein, verrenkten dn brHIscho« Kanonenboot und bescHlldlg' ten eNi Schnellboot schwer, In Norddfrik« fanden K«»tern kein» >;röwr«n {(«mpfhanÄungM ^tt, In der leH vom NovenHiar Wa l □wiiibef tehofs«fi dar iHuif ^o4ian UiHwafle und Elnhtj^ dfr (M* Kriegsmarine 44 brniiieha Plwi-/fute ab. Wtthrend dar gltlciian Zeit jcingen bn Kampf gegen Qro8bHtann(an echs eigene Flugzeuge vertoran. StO Hertlfile »Sydney« bereite von der ersten Salve der »Cormoran« getroffen Berlin, 4. Dezember tin einzelnes leertreibendes Rettungs-hoot c)e8 von der »Corniorgn« versenkten ustri^lischen Kreuzers »Sydney« wurde in der N/>ten Arienmeli)dicn über |^ines seiner »onlkstum willig einzufühlen, stro-Qesängc der )Zauherflöte« Innuber- So jst auch Mozart zwar jedcni für j^ei- wundern 5^>llte. Dem Vater aber sendet stige Werte geöfiiictcn Menschen des t^r ein satirisches Qedicht^ Abendlandes nipht hln|i ein Be^iriff son Msjtnrrpirin^ovipn 7ii.siMnde: 4ern auch ein liesitz — trotzdem gilt zugleich von ihm das Wort, das Richard Wagner Über C. M. v. Weber gesprochen hat: »Ganz verstehen kann dich nur der Deutsche!« Mozart wurde in eine Umwelt hineingeboren, die nach der Austreibung der nialigen österreichischen Zustände; Wir luihgii zwar wunig Soldaten, (•las wär cliic zu kostbare War', ilncii hahcii \\ir Tiinzcr, Kastraten und Pfaftcn in zahlloser Schar. In Paris, wo Mozart in den nächsten Monaten vergebens versuchte, die einst dem Kinde gewidmete Aufmerksamkeit auch aui den Mann zti lenken, haben SaUburger Protestanten durch den Sieg fZ"' der Gogenreformation durch ihren geist-! S ,.r Hem liehen Landesherrn weitgehond vom! J'^nalgefuhl gttuhrt. So i______ .1 Vater: -»Die l'raiizosen haben lange liehen Landesherrn weitgehond Deutschtum weggedrängt worden war:' . . , ,. , oic ^rr.r i«? auch ästhetisch herrschten in diesem so \iel lolite se a . ^ Rokoko itaJicni.schc und frmuösisdicf .h' i.p, L„uh.. u ir.i h, ,1..,, •imWicil. und liolKir g s |id sie^Uiei -lieh... Ich hitte alle luge (miH. dali ! er mir die linade gibt, dali icli hier I standliiift aushalten kaini, dali icli nitr FJnflüssc vor. Der Knabe wird in den Pariser, Londoner und Mailänder Salons j als Wunderkind bestaunt und verhätschelt, selten nur findet er in der Vaterstadt (jclegenhcit, neben italienischen und der ganzen deutschen Nation lihre und lateinischen Texten auch deutsche I zu vertonen nnisscn Zuflucht zu rremden lieh- Erst dem Dreiundzwanzigjährigen wird in Mannheim das Deutschtum als Kanipfproblem rccht zum Erlebnis{ hier fcrnt er die junge Sturm- und Drang-syniphonik der Sudetendeutschen und liiHHiiiHiiMiiUMHiiiHiitHiiiiiHHiiiiiiiiiiiiHiiiiiiiiiiiiiiiiiHiiiiiiiiiiiitniiiiiiiitinifliitiiiiiiMiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiMifMiii;;;;! Grosser Jubel In Rnnland II Helsinki, 4. Dezember. ENe Besatzung, des sowH>tlsciien Stütxpunktas HancÜ Ist von der indischen Bevölkerung nrit groUer B^eHte-rung aulxcnommen. Am Donnerstag wtifde in gaUii rinnUind icur Feier dieses neiifff groOtn Erfc>l«a6 gellaggt. „Dolcli Im Rfickai des landes" Die finnische Presse im Zeichen der Beeatzung Hangös Helsinltl, 4. Dezember. Die Be«0tzung von Hangö wird von der finnischen Presse In grQOter Aul-tnachung auf der ersten Seite mit zahl- reichen Bildern der Stadt und Halbinsel aus Kriegs* und Friedeiiszeiten ge. bra(;ht. In Leifartilieln geben die Zeitungen dar groüen Freude der ganzen finnischen Bevölkerung Ausdruck. Die Presse hebt dabei die gro^rtigen Leistungen der flnnisclien Soldaten hervor und unterstreicht erneut die sowjetischen Angriffsahsicliten, die letzt nach der Einnahme Hangös noch viel dcut-! ergrimmt an den rx- nien. Wenn nur die französische Sprache nicht so hundsföttisch zur Musik wäre — das ist was tlends, die deut-sdie ist noch göttlich dagegen. Ich em-ininde ein ganzes Feuer in meinem l-cibe... dcii Tranzosen immer mehr 'Ji.- Deutschen kennen, schätzen und fürchten zu lernen.« Als Mozait zwei Jahre später nacii Wien üoersiedelte. trat er damit auch iaumlich hl die Bewegung des auige-klärt-patriotisehen Josephinismus ein, und das National-S?iiigsf>ie! Joseph Ii. in seiner bewullt deutsciigerichteten Art gab Anlaü zu dem herrlichen Kimstwerk Die fiiitführung aus dem Serail«. Nur scliadc, dal] der wohlmeinende Kaiser alshald /um (leschmack an fremdsprachigen Huffoopern /.iirückfand! Das höfisch eingestellte Künstlervolk drehte sich mit bei dieser Wendung, und Mo- iicher werden, Sie bezeichnet den ehemaligen sowietischen Stützpunkt als einen Dolch im Rücken Finnlands und eine Pistole, die gegen das Herz des Landes gerichtet war. Nachscholiweg Im Bombenliagel In acht Wallan gagan dia iahnllnia Alaxandria - Marta Matruk Rom, 4. Dezembur Ein gröl^rer Verband italleniicher Bomber unternahm am Dienstag abendi wie ein Sonderberichterstatter deu »Po-polo di Roma« meldet, eine in acht fortlaufenden Wellen durchgeführte Bomben-uktion auf die von Alexandrien nach Marsa Matruk führende Eisenbahn, auf der d|e Engländer Tag und Nacht ihren Niichsphub aus dem Nil-Delta in das Kampfgebiet führten. Der Angriff, der um 18 Uhr tH^gann, hielt bis um Mitternacht die Boden^wehr von Marsa Matruk in Atem. Trotz der wegen des schlechten Wetters schwierigen Sicht, die die italienischen Flieger dazu zwangen, unter die sehr niedrigen Wolken zu gehen, wurde die für die Engl&nder äuBerst wichtige Bahnlinie an verschiedenen Stellen getroffen und damit dieser Nachschubweg Jesuiten Anton Klein als den Dichter jenes »Günther von Sclnvarzhurg« und Sekretär der A^annhcimer »Tcutscheii (iesellschait«: o\\'äre nur ein einziger i^atriot mit am Brette, es sollte ein anders Gesicht bekommen! I^ch da würde vielleicht das so schön aurkei-mende Nationaltheater zur Blüte gedeihen. und das uäre ja ein ewiger Schandfleck für Teutschland, wenn wir Teutschen mit Frnst anfingen, teutsch zu denken, teutsch zu handeln, teutsch zu reden und gar teutsch zu singen!« Mozart muilte erst durch drei Textbücher Lorenzo Da-i^ontes hindurch, bis ihm endlich wieder der Traum eines deutschen Opembuches erfüllt wurde: mit der Zauherflriteii -Dichtung Fma- für die englischen Truppen in Libyen für niiel Sohikaneders. War es auch in der einige Zeit unterbrochen. Obwohl die eng- Wortgv'vtaltung kuin Moi^Ierw^rk, so tische Rodenabwehr s^it dem vorherge- lv>t es doch die gröl.UiMi theatralischen hendcn Angriff sehr verstürkt worden Mögllchkriten. und Mozart hat dic^e war, konnten alle angreifenden italieni- Wit-iwr Masv hincii-Kunktes Hangö im Finnischen Meerbusen durch finnische Truppen bekannt. Hangö, von den Finnen Hanko genannt. bedeutete unter der bolschewisti 0 so 100 200 Helsinki ftmau Knrtc: Archiv srhcn Herrschaft für Finnland, was üib-ralt.ir für Spanien darstellt. Denn ebcMiso wie die Briten von den Felsen an uer spanischen Südküste eine Herrschaft über die Meerenge zwischen Europa und Afrika aufgerichtet haben, so wollten die Bolschewisten von Hangö aus den Eingang zum Finischen Meerbusen in ihre Gewalt bringen, was zugleich cias Übergewicht über Finnland wie auch über Estland bedeutete. Ebenso wie d^ Briten sich Gibraltars gegen den WilK^ der rechtmäßigen Eigentümer bemächtigten, haben auch die Bolschewisten die Notlage der Finnen im Frühjahr 1940 ausgenutzt, um ihnen Hangö abzupressen, und ebenso wie Gibraltar auch gegen das Hinterland eine ständ'ge Bedrohung (iarstellt. war es auch mit Hangö bestellt, denn die Bolschewist<;n taten alles, um durch schnellen Ausbau der Befestigungen und Fluggelegenheiten für das finnische Hinterland einen cefährlichen Zustand' zu schaffen. Hangö war für die bolschewisischen Ziele wie geschaffen. Es liegt auf einer Halbinsel, die nur durch eine schmale l.andenge mit dem Festland verbunden ist. Diese Halbinsel ist von einer Reihe von Inseln umgeben, oie geeignete Stützpunkte für die Verteidigung nach der SeeSeite hin bieten. Die Entfernung hinüber nach Estland beträgt nur 50 Kilometer, die Meerenge konnte also leicht überwacht werden. Ferner ist Hangö trotz seiner geringen Einwohnerschaft, die sich in finnischer Zeit auf 2000 Menschen belief, nach Helsinki oer wichtigste Hafen an der Südküste Finnlands. In den meisten Wintern läßt sich der Hafen von Hangö durch Eisbrecher offenhalten. Unter finnischer Herrschaft sorgte ein dichtcs Eisenbahnnetz dafür, daß dieser auch im Winter offene Zufahrtsweg dem Hinterlande zugute kam. Jetzt ist dieser Zustand durch die Befreiung Hangös wiederhergeste'lt. Die Gefahr eines Gibraltars des Nordens ist ausgelöscht, der Zuganrr zum Finnischen Meerbusen. also auch nach Helsinki und Narwn ist wieder fre' und Finnland ist in den Belitz eine«; Htfens zurür^nickehrt. pjpp fpr Ve'"='nrcrn"'> s«ino- ergiebigsten Provinz dringend braucht. Wien, 4. Dezember Reichsminister Dr. Goebbels hielt auf einem Staatsakt im Rahmen der Mozart-Festwoche am Donnerstag in der Wiener Staatsoper eine Ansprache, der zahlreiche Gäste aus dem internationalen Musikleben, Vertreter ausländischer Regierungen, des diplomatischen Korps und neben vielen Kulturschaffenden des Reiches als Vertreter des deutschen Volkes Verwundete und Rüstungsarbeiter aus allen Gauen beiwohnten. In seinen einleitenden Worten würdigte Dr. Goebbels den musikalischen Genius Wolfgang Amadeus Mozart als ein Sinnbild für die geistige und kulturelle Zeugungskraft unseres Volkes und pries das beispiellose Schaffen dieses begnadeten Meisters, dessen Ruhm durch eine Fülle unvergänglicher Werke durch Jahrhunderte sich weiter vererbt. Nichts von seinem genialen Schaffen sei in diesen 150 Jahren, seit er von uns ging, alt oder auch nur historisch geworden. Seine Opern beherrschten heute noch den Spielplan unserer Theater, als wären sie heute geschrieben, seine Symphonien erklängen in unseren Konzertsälen so frisch wie am ersten Tag, und seine Volkslieder würden heute wie damals von unserer Jugend gesungen. Man möge die Frage aufwerfen, ob ein staatliche! Festakt, der ihm an seinem 150. TfHlestag dargebracht werde, vor dem gewaltigen Geschehen unserer Tage Bestand haben könne. Der Minister bejahte diese Frage, denn Mozart Musik gehöre mit zu dem, was unsere Soldaten gegen den wilden Ansturm des östlichen Barbarentums verteidigen. Stärker als irgendein anderes künstlerisches Werk der Vergangenheit und Gegenwart sei sie in den Besitz der breitesten Massen unseres Volkes übergegangen. Dr. Goebbels wies darauf hin, daß das wohl einer der Gründe sei, warum wir zwischen der klingenden Welt, in der er lebte und wirkte, und der harten und dröhnenden Welt, in der wir leben und deren Chaos wir in Zucht und Ordnung verwandeln wollen, keinen Gegensatz empfinden. Wie kaum ein anderer begnadeter Musiker erfülle gerade Mozart die große Mission der Kunst, die Herzen der gequälten Menschen zu erheben und sie in eine bessere Welt zu entrücken. Dr. Goebbels beschrieb dann im einzelnen den kometenhaften Aufstieg dieses niusikal'schcn Genies, angefangen von dem Aufsehen, das der fünfjährige Wunderknabe in der musikalischen Welt erregte, über seine ruhmvollen Konzertreisen nach Paris, London und Italien, bis zu der vergessenen Stunde, da man ihn an einem regnerischen Dezembermorg'in in Wien in einem Armengrab verscharrtej Der Minister charakterisierte in seinen weiteren Ausführungen das künstlerische Schaffen und die fest unvorstellbare musikalische Konzentrationskraft dieses jugendlichen Genies, das in seinem so kurz bemessenen Leben der Menschheit Me'sterwerke von einmaliger Größe schenkte. Seine Opern bestimmen heute noch maßgebend das Repertoire unserer Theater. Mit besonderem Nachdruck unterstrich Dr. Goebbels die Feststellung, daß. Mozart als Beherrscher der vollendeten musikalischen Formen sich nicht darauf beschränkt hat, nur für bevorzugte Stände und Kenner artistischer Musik zu schreiben; er ist ein Volkskünstler in des Wortes bester Bedeutung. Wer weiß heute noch, daß beispielweise die Melodie zu dem Lied »Üb immer Treu und Redlichkeit« von ihm stammt. Volkstümlicher Geist lebt in seiner ganzen Musik, und viele seiner Arien gingen in den vollen Besitz unseres Volkes über. Mozarts Schaffen, so fuhr Dr. Goebbels fort, falle in eine Zeit politischer und wirtschaftlicher Zerrissenheit des Reiches. Damals habe der Künstler im allgemeinen fern von statlicher Fürsorge und Anteilnahme gewirkt. So hoch man Mozart manchmal in seinem Leben ehren mochte, er endete fast unbekannt, um durch seine Kunst in das ewige Leben einzugehen. Ihm heute unsere tiefe Verbundenheit und Dankbarkeit zu bekunden, sei uns nicht nur eine Pflicht, sondern eine menschliche Freude und Genugtuung, denn er gehöre uns und werde uns ewig gehören. Mit einer ergreifenden Huldigung für den großen Genius, dessen universale Erscheinung die Kultur des Abendlandes repräsentiere und dessen unsterbliche» Werk im Herzen seines Volkes Platz gefunden habe, schloß der Minister seine mit starkem Beifall aufgenommene Ansprache. Furchtbare sowjeflsche Verlusle \ Panierkampfwagan lutammangeschossan — Im SUdab-schnitt 100 Sow|etflugi«iiga vamichtat neu die deutschen Jäger Sieger blieben. Berlin, 4. Dezember. Unter schweren Verlusten für die Bolschewisten brachen im Donezbccken gegen die deutschen Linien geführte Gegenangriffe zusammen. Das zusammengefaßte Feuer der deutschen Artillerie zerschlug die Angriffe der Bolschewisten, die mit Unterstützung von Panzerkampfwagen geführt wurden. Die Bolschewisten verloren in diesen liarten Kämpfen 16 Pan/erkampfwagen, die brennend vor den detitschcn Linien liegen blieben. Deutsche Sturzkampfflugzeuge griffen wirksam in die Abwehr ein. Ein feindliches Kavallerieregiment, das zur Attacke anritt, geriet in schweres Abwehrfeuer von Infanterie und Artillerie und flutete nach dem ersten Ansturm in heilloser Verwirrung zurück. Vom Bombenhagel der deutschen Sturzkampfflieger erfaßt, verloren die Bolschewisten nahezu alle Reiter und Pferde. Feindliche Schützen, die in langen Ketten gegen die deutschen Stellungen vorgingen, wurden gleichfalls unter schweren Verlusten von der Infanterie und der Artillerie zurückgewiesen. Auch die Sturzkampfflugzeuge griffen mit ihren Bordwaffen in die Abwehr ein. In diesen Kämpfen kam es über einzelnen Abschnitten zu Luftkämpfen, in de- Vier bolschewistische Flugzeuge wurden hiebei abgeschossen. Während so im Donezbecken die Bolschewisten schwere Verluste erlitten, vernichtete die deutsche Luftwaffe trotz schwierigster Wetterlage irn Südabschnitt bei Angriffen von Kampf- und Sturzkampfflugzeugen über hundert Fhigzeuge und brachte zwei Mimitions-lager zur Kxplosion. Im mittleren Frontabschnitt richteten sich bei starken Schneefällen Luftangriffe vor allem gegen feindliche Tnip-penansammlungen, Panzer- und Fahr-zeugkolonnen sowie gegen Ortschaften, die mit bolschewistischen Formationen belegt waren. Dabei wurden u. a. in einem kleinen Raum fünf Sowjetpanzer zerstört. Leningrad lag bei Tag und Nacht unter der schweren Wirkung deutscher Bambeiiaiigrifie. Auf dem gefrorenen Ladogasee wurden feindliche Formationen und Fahrzeugko'lonnen durch wohlgezielte Bombenwürfe zersprengt. Auch an der finnischen Front richteten deutsche Kampfflugzeuge ihre Angriffe wieder erfolgreich auf Eisenbahnziele. Ein Bahnhof der Murmanbahn wurde durch Volltreffer weitgehend zerstört. Weitere Treffer unterbrachen nachijaltig diese wichtige Nachschublinie. Das MG.-Illest an! dem Strohsdiober Ein Balsp'al vom Mut unsarar Soldatan Im Osten, Anfang Dezember W. gehört schon von Natur aus nicht zu jenen, denen etwa das Herz schnell in die Hosentasche zu fallen droht. Er stammt aus dem Ruhrgebiet, und dort sind sowieso die Leute aus einem harten Holz geschnitzt. Der Krieg im Osten hat ihn noch viel härter gemacht. W. lag als weit vorgeschobener Posten mit seinem Maschinengewehr und seinem Schützen zwei auf einem Strohschober. Solche Strohschober, oftmals von dem Ausmaß und der Größe der landesüblichen Lehmhäuser, sind häufig in der Weite des Ostens das einzige, was aus der Ebene in die Höhe ragt. Mit Recht vermutete auch hier der Gegner, daß in diesem Strohhaufen etwas stecken müßte. So kamen am Morgen Panzer auf den Strohhaufen losgebrummt — einer — zwei — drei. Drei mittlere Kampfwagen! Dreihundert Meter vor dem Strohschober stockten sie, schössen, fuhren weiter, feuerten im Fahren, verhielten wieder, scho«?-sen erneut. Offensichtlich hatte es ihnen der Strohhaufen, den W. besetzt hielt, angetan. Immer wieder zackte das Mündungsfeuer ihrer 4,7-cm-Kanonen auf. W. blieb eisern auf seinem Strohhaufen liegen, der in jedem Augenblick anfangen konnte, lichterloh zu brennen. W. nahm sogar den ungleichen Kampf auf und schoß mit seinem MO auf die Stahltiere, die sich natürlich den Teufel darum scherten. Zwar war W's MG-Schießen wohl mehr eine Art persönlicher Jagdsport, doch beruhigte es auch wohl die eigenen Nerven. Immerhin ist es nicht so ganz ohne, von drei Panzern angegriffen und schließlich umkreist zu werden. Die Kampfwagen setzten rundweg fünfundzwanzig, dreißig Panzergranaten in und durch den Strohhaufen und schössen mit Maschinengewehren darauf. W. war nicht zu vertreiben. Nach den Panzern kam Infanterie. Die schmutzigbraunen Gestalten sprangen aus einem gegenüberliegenden dichten Malsfeld heraus, dessen welke Stau- den immer noch genügend Deckung föt die Angreifer geboten hatten. Jetzt liefen sie aus der Deckung heraus und liefen hinein in das MG-Feuer W's. Es waren schlecht gezählt zweihundert Sowjets, die in mehreren Wellen anstürmten. Bedachtsam und zielbewußt, aber ununterbrochen schoß W. Er dachte nicht daran, daß man ihn ausheben konnte. Er schoß, schoß und schoß. Der Lauf qualmte, und W's einzige Sorge war, die Munition könne ihm ausgehen. Er freute sich radezu, daß er nach den Panzern jetzt einen ebenbürtigen Gegner hatte. Soweit man eine zweihundertfache Überlegenheit noch ebenbürtig nennen kann. Zumindest aber war dieser Gegner verwundbarl Die Sowjets versuchten, selbst MG-Ne-sler zu bilden und die Deutschen aus dem Strohbunker herauszuschießen. Vergeblich! W. und seine beiden Kameraden, der Schütze zwei und das Maschinengewehr hielten aus und zerschlugen den Gegenangriff der Sowjets. An sich wäre es wohl gar nicht de# Rede wert, von diesem einen einzigen deutschen MG-Schützen und seiner unerschrockenen Kühnheit groß zu reden. Denn tausend und aber tausend andere tun Gleiches und Ähnliches. Und er selbst hält sich viel eher für einen richtigen Landsknecht als für einen Helden. Aber man muß wohl an diesem oder jenem einzelnen Beispiel den bewundernswertei? Mut und die Tapferkeit zeigen, mit denen sich unsere Soldaten im Osten schlagen, im Angriff und in der Verteidigung. Rundum krachten die Einschläge von Granatwerfern, pfiffen und heulten die Geschosse, zerplatzten die Gewehrgrana-ten. Die Finger waren vor Kälte steif. Ar Entsatz war nicht zu denken. Die Munition drohte zu Ende zu gehen. Doch W. blieb. Anderthalb Stunden lang dauerte der Spuk. Und die Sowjets kamen nicht durch. Ein einziges deutsches Maschinengewehr, weit vor den eigenen Sicherungslinien, schlug den Angriff von zweihundert Sowjets ab. Kriegsberichter W. Enz (PK) Angifflsabsiclitea vereitelt Berlin, 4. Dezember An der Einschließungsfront von Leningrad erkannten am 3. Dezember Beol>* achter der deutschen Artillerie und die vorgeschobenen Sicherungen der Infanterie bolschewistische Angriffsvorbereitungen. Die deutsche Artillerie nahm die bolschewistischen Ansammlungen sofort unter wirksames Feuer, so daß das bolschewistische Vorhaben vereitelt wurde. Artillerie des gleichen Korps nahm im Laufe des Tages erneut kriegswichtige Anlagen in und um Leningrad unter Feuer. Kasernengebäude und die «Postbc-triebe von Leningrad, insbesondere "das Hauptpostamt sowie das Telegraphen-und Telephonamt, erhielten erneut schwere Treffer, die die Benutzung dieser Anlagen für die Bolschewisten wiedef für einige Zeit unmöglich machten. Nummer 3!0 »Marburger Zeltunp;« 5. Dezember 194! Seite 3 Der deotsche Sport in Untersteier S«in L^lctonsw^g Ni d«n v#rgang«n«n 25 Jahren Vor dem WehkricK herrschte m der Untersteiermark reges Sportleben. Manche der bejahrten Volksgenossen er-zjihlen noch mit Begeisterung von den Turn-, Sport- und Bergvereinen der vergangenen Zeit. Out ausgebaute Turnhallen, Sportplätze und Berghütten waren vorhanden. Der »Frieden« von St. Oermain und die zwangsmässige Eingliederung der Untersteiermark in den künstlichen jugoslawischen Vielvölkerstaat setzten diesem Zustand ein jähes Knde. Die vorhandenen Sportstätfen wurden als deutsches Eigentum beschlagnahmt. Für die im Lande verbliebenen Deutschen gab es keine Möglich keit zu sportlicher Betätigung. Aber es fanden sich Männer, die vom sportlichen Qeist beseelt, wieder Sportvereine gründeten, deren Ziel die Lei-besertüchti'gung des deutschen Menschen sein sollte. Die Gründung wurde von den Behörden gestattet, da man vorläufig in Sportvereinen »keine besondere Gefahr« sah. Eine Wiese wurde gepachtet und am Sonntagmorgen zogen Vereinsführer und Fußballspieler mit Kalkkübein hinaus, begrenzten das Spielfeld, stellten Tore auf und das FuRballwettspiel konnte am Nachmittag stattfinden. Mit den bescheidensten Mitteln wurde begonnen, sogar die Aktiven gaben manchmal ihre letzten Groschen, nur um den Bestand des Srwrtverelnes zu sichern. So wurden bescheidene Sportplätze geschaffen, Vereinsheime eingerichtet und mit der Mitgliederwerbung begonnen. Jeder war bestrebt sein Bestes zu geben, ob am grünen Rasen oder in der organisatorischen Arbeit, Und damit begann auch der Leidensweg des deutschen Sportes in der Untersteiermark. Die Satzungen der Vereine mußtien umgeändert werden, so daß ihre Tätigkeit auf ein Mindestmaß beschränkt blieb. Das Geräteturnen wurde den deutschen Vereinen verboten. Mitglieder wurden in der laibachhörigen Presse verleumdet und auf die übelste Weise beschimpft. Fußballspieler wurden am SpielfcJd mit Steinen beworfen und mußten sich — besonders nach gegen lal-bachhörrge Vereine gewonnenen Wett-•l^ielen — auf dem schnellsten Weg in Sicherheit bringen. Mancher Volksgenosse mußte, utn nicht wirtschaftlich vollkommen ruiniert zu werden, aus dem Verein austreten. Was wurde damit aber erreicht? Die (jenieinschaft in den deutschen Vereinen schloß sich umso enger, je härter der Druck wurde. Die Erkenntnis, daß es nicht iwn die Sache des einzelnen Vereines ging, sondern um das Deutschtum im Lande, wurde wach. Oft drohten finanzielle Schwierigkelten, aber immer wieder fanden sich Menschen, die den Sinn der Leibesübungen erkannt hatten. blieb allen Widersachern zum Trotz, die deutsche Sportbewegung bestehen und zeitigte immer größere Erfolge. Die Mltghederzahl wuchs zusehends und die Vereine konnten daran gehen, vorbildliche Sportstätten zu schaffen. Wieder waren es eigene bescheidene Mittel nimmermüder Einsatz und Opferbereit-Schaft aller, mit denen Sportplätze, uymnastiksäle und Berghütten geschaffen wurden. Aktive Sportler und Amts-leiter nahmen Spaten und Krampen zur nand, schleppten Eiiirichtungsgegen-stände auf die Berge und schufen eigene Sportanlagen auf dem Boden, den wieder volkstumsbewußte Kameraden selbstlos^ zur Verfügung gestellt hatten. Neben Fußball wurde nun aiicli mit anderen Sportzweigen begonnen. Der Staffellauf »Ouer durch Marburg«, der im Laufe der Jahre vierzehn Mal ausgetragen wurde, wurde jedesmal von den sieben deutschen Läufern gewonnen, ob-^^■olll die Gegner in stärkster Besetzung, die sie aus allen Winkeln des Landes zusainmenkramten. an den Start kamen. Oft war nicht nur das Können selbst, sondern der fanatische deutsche Wille zum Sieg ausschlaggebend. Diese Erfolge deutscher Sportler konnten nicht mehr ohne Bedeutung bleiben, ihre Leistungen nicht totgeschwiegen werden. Sic stellten eine Reihe von Spitzenkönnern im Staate und behaupteten sich bei den größten Veranstaltungen. So mußte man sie zu Staats-meisterschaften einladen und bei zwischenstaatlichen Wettkämpfen an den Sta-rt schicken. Und sie stellten immer ihren Mann, verstanden ritterlicli zu kämpfen, zu siegen und auch ehrlich zu verlieren. Oft konnte man Ihre vorbildliche Haltung in der Presse betont finden. Diese Tatsache war den Maclitlia-bern im gewesenen Draubanat und besonders den ewigen lokalen Hetzern sowie den slowenischen Sportvereinen ein Dorn im Auge und ließ sie nicht ruhen. Wohl gab es unter ihnen Leute, die die deutsche Sportbewegung objektiv betrachteten und anerkannten, doch ihr Einfluß war zu gering und sie liefen selbst Gefahr, als »staatsfeindlich« angesehen zu werden. Ein neuer Druck setzte ein. Mit allen Mitteln wurde versucht, die ersprieli-liche sportliche Tätigkeit der Deutschen zu unterbinden. Der schulpflichtigen Ju-gen war die Beteiligung an Sport- und Gymnastikstunden verboten, mit dem Bemerken, daß all dies ja im Sokol betrieben werden könne. Man erfand ein Gesetz, das Mittelscliiilern untersagte, bei einem Sportverein tätig y.w sein, das aber nur auf Deutsche angewendet wurde. \Vegen geringster Verstösse wurden FußbaHmannschaften. ja sogar ganze Vereine mit Sperre bestraft, Sportler von Wettbewerben ausgeschlossen und ilire Leistungen grundlos als ungültig erklärt. Es wurden sogar Wettbewerbe ausgeschrieben, bei denen slawische Abstanntumg Bedingung zur Teilnahme war. Alles, damit nur nicht Deutsche Sieger wurden, von denen die Umwelt durch Sportberichte Kunde erhalten konnte. Es sollte eben in der Untersteiermark keine Deutscheti geben und schon gar nicht eine deutsche Sportbewegung. Da von den deutschen Vereinen der Breitensport immer mehr ge- pflegt wurde, wandten diesem die Laibachhörigen ein besonderes Augenmerk zu und bedachten da die deutschen Vereine mit allen nur erdenklichen Schikanen, Mitglieder, die eine gemeinsame Reise zu den olympischen Spielen in Berlin organisierten, wurden als Hochverräter auf die Anklagebank des »Gericlitshmes zum Schutze des Staates« gebracht. In dieser Tonart ging es weiter. Seit Beginn des Krieges wurde die Lage innner ärger und steigerte sicii ins Unerträgliche. Die blosse Mitgliedscliaft bei einem deutsclieii Sportverein war »staatsgeiälirlich« und bedingte die Verweigerung des Reisepasses. Keine Woche verging, olme dal» ein Vereinsiührer oder einer seiner Mitarbeiter auf die Polizei geriifen und dort wegen Nichtigkeiten nach allen Regeln der Kunst verhört wurde. Hausdurclisuclumgen waren an der Tagesordnung. Überall witterte man »Hitierpropaganda«. Harmlose Skiwettkämpfe wurden zu SA-(jelände-übungen, Skistöcke zu (ieweliren und Cjymnastikstunden zu staatsgefährliclieii Verschwörungen. Alle Sportstätten der Deutschen wurden als Nester der »fünften Kolonne« betraclitet. Die Schuljugend wurde vom Lehrer verhört und mußte wegen der Milglied'-icliail des Vaters bei einem deutschen Sportverein Schmähungen inul oft Mißliaiidlungcn erdulden. Aber allen Verfolgungen zum Trotz, blieben die Sportler treu und geduldig auf ihrem frosten, (ierade in diesen Tagen zeigten sje, was sie unter Disziplin verstanden. Sie waren sich ihrer Berufung bewußt, blieben untereinander eng verbunden, in der Gewil.lheit. daß die (lemeinschaft ihre Stärke war. Mit zusammengebissenen Zähnen warteten sie auf den Tag. der ihnen die Befreiung bringen sollte. Und dieser Tag ist ge-Ivonimen, der Führer hat sie heimgeholt. R e i n Ii 0 1 d J e g 1 i t s c h. Das Weiße Haus und das Staatsdepartement seien besonders unangenehm berührt, nicht nur, weil Roosevelts Hille für die Sowietunion angej^riften, sondern auch weil Stalin ein blutbesudelter Mörder genannt wurde, der gegrinst habe, während in der Ukraine drei Milli-i onen Menschen Hungers starben. j Das Blatt gibt dann nähere Lin^celhei-ten über das Interview, t.ys der Erzbi-schof nach seiner Rede dem Korrespondenten der »Baltimore News Post« gegeben liat. Darin wandte sicli der Ij/.bi-schof vor allem tiagegen, daß hohe Re-gierungsbeamtc der USA Stalin nunmehr in h(iehsten TCmen preisen. FJn eliemal"-ger USA-Bolschafter greife zur Feder und mache die größte Dummlieit, die man sieh vorstellen ktinne. »Daily News« schreibt, der Lr/.bischof habe dadurch entweder den ehemaligen Botsehafter Davis oder den ehemaligen Botschafter Bullitt gemeint, ilie beitie früher in Moskau waren. Stalin, dt'r Mörder von Millionen seines eigenen Volkes, sei nun plöt/.licli in tlcn Augen ehemaliger USA-Botsehafter ein Mann von großer Weichheit. In bitteren Worten habe der Erzbisehoi" seine Verneinung über »iuwelenbedeekte Uenldischen Kunstfonn verband. Dadurch hat er die Musik auf eine bisher nie geahnte Höhe schoben. Mozart bezaubert durch seine (irazie, seinen Melodienreiclilum, er erschüttert aber auch, wie iij manchen Szenen seines »Don Giovanni«, im Re-nuiem, er stimmt zur Andacht in seiner Missa soleninis, stimmt fröhlich in seinen heiteren Opern. Die ganze Skala aller menschlichen Rmpfindungen löst er »US, immer wieder zur Bewunderung herausfordcüiJ. Mozart war ein \\ underkind und blieb fWunder bis an sein frühes Ende. Am J7. Jänner 17vS6 wurde dem fürstbischöf-licheii Vicekapellmeister Leopold Mo-7.art in Salzburg ein Sohn Johann Chry-sostoniiis Wolfgang Theoi)liilus gebo^ren. der später Woligang Amadeus genannt wurde. Schon mit vier Jahren, bevor es lesen und schreiben konnte, komponierte das Kind. Als Wolfgang Amadeus sechs Jahre alt war, führte ihn sein Vater mit der etwas älteren Schwester auf eine Kunstreise nach München und Wien, wo die Kinder als Klaviervirtuosen auftraten. Ein Hofkonzert vor Maria Theresia schiWert F. K. Ginzkey in der schönen Ballade »Knabe Mozart in Schönbrunn« mit dem reizenden Schluß, daß der soeben bewunderte Künstler der ihm gnädig zulächelnden Kaiserin auf den Schoß springt und ihr beide Wangen küßt. Von 176.3—66 führte der Vater die Kinder auf einer großen Kunstreise durch Süddeutschland nach Paris, London, Holland und in die Schweiz. Mozart trug hier neben Improvisationen, die besondere Bewunderung erfegten, als Sänger, KIaviers.i>ieler und Orchesterdirigent nur eigene Kompiositionen vor. Außerdem ließ der Vater in dieser Zeit drei Hefte Klaviersiomaten des Knaben drucken. Im alter von zehn Jahren schrieb Mozart seine erste Oper »Apollo et Hyazln-thus«. Sein reizendes Singspiel »Bastion und Bastienne« wurde im nächsten Jahre in Wien aufgeführt. Im Alter von 13 Jahren wurde er Konzertmeister in Sateburg. Auf der nächsten Kunstreise, die ihn 1769-70 durch ganz Italien führte, verblüffte der junge Künstler durch seine Vielseitigkeit als Sänger, Dirigent, Komponist und Virtuose auf Klavier, Geige und Orgel. In Italien entstanden auch eine Anzahl Opern, die dort sowie in Wien und München aufgeführt wurden. Unwürdig, wie ein Lakai behandelt, verließ Mozart 1777 Salzburg, um in München, Mannheim und Paris, leibpr bleiben, sn überre'ch an bester Musik rlic'so'j drnmntisch unergiebige <'nd in den Fe^^e'n der opera seria ge-Werk sein mag. Die Neueinstudierunc: d'jr Wiener Staatsoper bewegt sich in einem zehn Jahre alten szenischen Rahmen von Alfred Roller, dessen strenge Stilisierung Erwin Kerbers bald pathetisch-sentimen-talc, bald realistische tastende Regie und die vorsichtig eingefügten Tänze Helga Swedlunds mit Leben zu füllen versuchen. Richard Strauß hielt sich als Dirigent an Mozarts — auch im Original verhältnismäßig starke — Orchestrierung und baute die Musik kraftvoll, weitschlditig und in dem warmen Klang auf. der dem Orchester tote Stellen der Szene ru übert)rücken ermöglicht. Die Sänger zogen sich nach Vermögen aus der Affäre. Der Schlußbeifall konzentrierte sich in ü>r Form einer Huldi^unar auf Richard Strauß, der von Anfang an demonstrativ gefeiert wurde. lohannes Jacobi # -f Christian Sinding gestorben. Der bekannte norwegische Komponist Christian Sinding verstarb im 86. Lebensjahr. Er erkrankte vor acht Tagen an akuter Darmverschlingung, wurde In einem Osloer Krankenhaus operiert und ist Mittwoch abend gestorben. Am II. Jänner hatte. er seinen 86. Geburtstag gefeiert. — Sinding, der in glücklicher Weise norwegisches Wesen mit den Aus-drucksmitteln der deutschen Neuromantik verschmolzen hat, hinterläßt ein reiches künstlerisches Erbe. Von seinen Werken sei erwähnt die Oper >Der heilige Berg« (1914); ferner schuf er Sinfonien, Klavier- und Klavierkonzerte, Kammermusik und Klavierstücke. Ins Volk — und vor allem auch in das deutsche — drang er mit seinen Liedern und Chören, deren Zahl 200 übersteigt. HifliiiiHuiiiiiiniiiiiiimititiiiiniitiiiiifiiHiimiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiim I DIE GELBEN PERLEN I I EIN ABENTEUERLICHER ROMAN | hlMNiiiiHNnil VON HANS RABL tltlllliniinHIU topvrifht by VerUe ^'norr & Hirih. MBnchtn 19*0 (28. Fortsetzung) Übersehend blickte er von seinem !:i>ielzeug auf. gerade in Betjes Augen, die sich zusammengezogen hatten. »Hat Recht, der Ray, wie?« fragte er lächelnd. Ich würde üeib>tvcrstämi'lich nie .....«, protestierte Betje und ärgerte sich, von dem Inder durchschaut ^vorden zu sein. Wirklich hatte sie den ganzen letzten Tag überlegt, wie sie es anstellen könne, heimlk:h zu sehen, was ihr offen nicht gezeigt wnrde. »Kommen Sei wohl mit dem Dings da zurecht?« fragte Mike und reichte ihr die Kamera, »Ray — er denkt immer »n alles — meint, Sie würden gern mit Ihrem Bericht Bilder \"eröffient{lic;hcn. imd Ihre eiifene Kamera ist ja wohl abgesoffen?« Bet»c nahm den kkinen Nchwarzen Kasten vorsichtig aus Mikes Hamd, manipulierte ein wenig damit und sagte: »Danke!« »Wieso?« irag-te Mike. »Haben Sie etwa —?« Sic nickte. >Ich habe, mein lunge. Sie machtet! gerade ein so wimdervoll duni-mti Gesicht. Büdunterschritt; des ge- heimnisvollen Inders treuer (iefährtc — oder so ähnlich.« Mike schob die Schultern hoch und die Hände bis zum Ellenbogen in die Tasche. »Komisch, daß ich immer Kummer mit Frauen habe. Keine ninmit mich emsr. Ob das daran liegt, dal? ich nicht angebe?« »Nein, mein Lieber. Sie könnten die toHsten Geschichten erzählen — sogar wahre; imponieren würden Sie damit doch Iceiner Frau. Wohingegen ein anderer Mann der et)en das gewisse Etwas hat, den Mund nicht aufzutun braucht, und än jedem Finger klebt ihm ein Mädchen. Sie fangen es falsch an. Sie müssen nicht auf Sex-Appell machen, sondern auf Kameradschaft. Daß man sich auf Sic verlassen kann«, unwillkürlich wurde ihr .scherzender Ton ernst, »das sieht jede Frau.« »Kann man ta:tsächlich«. antwortete Mike trocken. »Und nun will ich Ihnen unsere kleine SamtnJung zeigen.« »Sammlung von was?« »Sie werden es selbst sehen . meinte er und ging voran ins Haus. In einem kteinen Zimmer, das auf keine Weise besonders gesichert war, stand ein Schrank; auch dieser Schrank halte nichts Bemerkenswertes an sich. O'Dwyer öffnete ihn, nahm eine Schuhlade aus ihren Zügen und stellte sie auf den Tisch. Betie hob interessiert die Brauen. Wie Sand, lagen kleine Porlchcn dru'n. vrn der (iröRc eines Slcckin.i:'!-i Woptes etwa; das i ach glini'MOrt^ ;:cib- lich in ihrem Schein; Betje hatte nie gewußt, daß es gelbe Perlen gab, und fand, was sie sah, recht hübsch. Als O'Dwyer einen zweiten Schub holte, atmete das Mädchen tief auf; gelbe Perlen — immer neue gelbe Perlen, doch diese hier hatten schon Ge.sicht und Individualität; sie schwanTcten um Haselnußgröße, und jede einzelne hätte ein Newyorker Mädchen gliickllch gemacht. Betje schickte, während unwillkürlich ihre Zirngenspitze über die Lippen spielte, einen kleinen Seitenblick zu O'Dwyer; der Mann trug ein unbewegtes, fast gelangweiltes Oe-sicht. als hantiere er mit Äpfeln, während sie alle Mühe hatte, sich zu beherrsclien, und wußte, daß sie jetzt nicht sprechen durfte, crfme sich zu verraten. O'Dwyer ließ ihr ein paar Minuten, nm die gelblich schimmernde Flut ganz zu betrachten; dann hob er, mit priesterlicher Vorsicht, den letzten Schub heraus. Der war in viele klehie Fächer eingeteilt; jedes Fach war sorgsam mit satfelauem Samt ausgeschlagen, und in jedem Fach ruhte, als sei sie noch in der Muschel geborgen, eine einzelne Perle. Von diesen Perlen war die kleinste taubeneigroß, und Betje wußte, daß selbst im Schaufenster von Tiffany in der Fünften Avenue solche Köstlichkeiten niemals zu sehen waren. Nicht eine war der anderen gleich; es gab weiche, die von vollkommener, sei-densHatter Kugelgestalt waren; andere hatten barocke Formen, erinnerten an die Trauben weil^er Johannisbeeren; einige waren von einem tiefen, rötlichen Satt-» gelb; etliche schimmerten wie uralter Rheinwein; ein paar waren fast weiß, nur von einem feinsten lichtgelben Schmelz überhaucht. Das Mädchen stand, vorgeneigt, tief über den Kasten gebeugt, ohne Atem. Sie starrte gebannt und geblendet. Das waren, schien es ihr, keine irdischen Gebilde; das waren Feenträume. Tränen von Göttinnen — Plötzlich erschrak sie tief. Zwischen sie und die Perlen schob sich ein Spie-gel; und daraus grinste sie die Maske eines so im verhüllten, maßlos, sinnlos gierigen Begehrens an, daß sie kaum das eigene Gesicht erkannte. Sie fuhr empor. Mike lächelte sie an, mit der Miene ehies uralten, sehr weisen iwd traurigen Xffchens, und sagte, fast ohne die schmalen Lirt^n zu bewegen: »Nur wenige Menschen können das sehen un-d sie selbst bleiben —« Betje schlug die Hände vors Gesicht. Sie schämte sich ärger, als hätte der Mann sie nackt gesehen; taumelte rüd<-Hngs gegen die Wand, stammelte erstickt: »Nehmen Sie's weg — bitte, Mike, nehmen Sie's weg!« Erst als sie che Schranktür zuknarren hörte, wagte sie die Augen anfzutun. Mike stand halb abgewandt in d-er inzwischen geöffneten Zimmertür, »Wollen wir«, fragte er gleiclimütig, »weitergehen?« Sie raffte sich zusammen und verließ, ohne sich umzusehen, so sehr es sie im Nacken zerrte, das Zimmer. »Sic haben zu photographicren vergessen«, sagte er. Nummer 310 »Marburger ZcTtungc 5. Dezember 1941 Se!te 5 AUS STADT UND LAND Heinkehr des allei -PeUaner Stadlmhles" Ow Soklai BiU alles... ofld la? Uer kojniiiciiue bonmaK jst tür cltc Liiversieiermark wieder eui bedcuiiamer 'lag. All jeüCn von uns vvucl ci in.i der Fo«ueruiiK herantrcien, s.cli der Heldentaten unserer Väter unc^ böhne an der hront würdig ^u erwes^n. nhen Uiisaiz lür Führer und Vaieiianu als Maüstab unserer Uesinnun« zu nehmen. Wir werden Einkehr halten in uns selbst und ^u-rücküenken an das, was gewesen ist, Uns erinnern an die verKanRenen Jahre, die erfüllt waren von dem heißen Sehnen, heimkehren zu dürfen ins Reich. Doch stärker als das Gestern ergre ft das Heute von uns Besitz, die wir mit cin*ic-fü«t sina' in die gewaltige europäische Schicksalsfront gegen den Weitl^ind Bolschewismus und seine Helfershelfer. ^11 es hier an unserem Opfer fehlen. ^11 der geringe Dank, den wir unseren Helden, den verwunaeten und kranken Soldaten unserer Wehrmacht, den deutschen Müttern, die die Zukunft aes Volkes in ihrem Schoß tragen, abzustatten verpflichtet sind, mit einer kleinen Spende abgetan sein. Nein und abermals nein. Durch unsere Opferfreudigkeit am kommenden Sonntag wird die Bevölkerung der Untersteiermark erneut bekunden, wie froh sie ist, in eine neue, glückliche Zukunft hineinzuwachsen. Wir werden an diesem Tag nicht nur spenden — wir werden opfern. Mit diesem Opfer wollen wir mithelfen an der Vernichtung oes Bolschewismus, mithelfen an dem Bau einer glücklichen Zukunft, in der wir unsere Helden an al'en Fronten, unsere Frauen und Mütter und unsere Kinder geborgen wissen. Jede Oabe am kommenden Sonntag Ist ein Stein in diesem festgefügten Bau der deutschen Volksgemeinschaft, d e Träger ist des ewigen Deutschland. das uns der Führer schenkte. Der braunschweigische Ministerpräsident fiberbrachte der Draustadt eine Fotokopie des wertvollen Dokumentes Msiartirtenkn In Mirlmntr Siadtlheatw Erstaufführung des Singspiels »Die Ent-ffihning aus dem Serail«. Auch das Stadttheater Marburg läßt die Gedenkwoche an den großen Genius Mozart an sich nicht vorübergehen, ohne seinem Schaffen in würdigster Form zu gedenken. Aus den vielen Kleinodien seiner Kompositionen wählte die Intendanz das herrliche. Überaus klangreiche und farbenfrohe Singspiel, das sich im Laufe der Jahre a!le Bühnen der Welt eroberte; »Die Entführung aus dem Serail«. Dieses Spiel mit seiner heiteren Note stellt die erste Bühnendichtung dieser Art dar und weist den Weg tief hin Als im Jahre 1376 ein Mann, dessen Name uns nicht bekannt ist, über Weisung der Ratsgeschworenen der Stadl Petiau das Recht aufzeichnete, ahnte dieser Schreiber wohl nicht, daß er damit ein Dokument schuf, das nicht nur für f*ei-tau, sondern dereinst für die Rechtsgeschichte der süddeutschen Städte überhaupt von größter Bedeutung sein werde. Dieses »Pettauer Stadtrecht«, das in einem Vorwort und 195 Artikeln fast alle Seiten des städtischen Rechtswesens behandelt, ist — vom Wiener Stadtrecht abgesehen — die reichhaltigste unter allen bisher bekanntgewordenen süddeutschen Stadtrechtsaufzeichnungen. Ks fixiert die rechtliche Stellung der Stadt gegenüber den Herren von Pettau und befaßt sich mit einer Reihe von Problemen, die sich auf Gewerbe und Handel beziehen, mit straf- und zivilrechtlichen Bestimmungen, überliefert uns viel Wertvolles über die damalige Stadtverfassung, über Verwaltung und Polizei, über Rechte und Verpflichtungen des Stadtrichters und Rates und gibt uns so ein anschauliches Dild vom Leben einer mittelalterlichen deutschen Stadt. Und daß dieses Leben das einer deutschen Stadt war, zeigen Vergleiche mit anderen Stadt- und Landrechten Süddeutschlands und mit den großen mittelalterlichen deutschen Rechtsbüchern. Wir finden da fast für alle Artikel des Pettauer Stadtrechtes und sachlich übereinstimmende Rechtssätze in den übrigen deutschen Quellen. Das Pettauer Stadtrecht bildet jedoch keine Verpflanzung deutschen Rechtes auf einen neuen Boden. Das Vorwort des Dokumentes erwähnt ausdrücklich, es sei eine Aufzeichnung alles dessen, was an Rechtsgewohnheiten in Pettau sich schon seit mindestens einem Jahrhundert vorher herausgebildet hatte und lebendig geworden war. Es Ist das Verdienst des Politischen Kommissars des Landkreises Pettau, Fritz Bauer, daß die Stadt nun zwar nicht die Originaltiandschrift, die sieb in der Bibliotheic zu Wolfenbüttel befindet, wohl aber eine Fotokopie des »Pettauer Stadtrechtes« erhielt, und es war ein besonders liebenswürdiger Akt des braun-schweigischen Ministerpräsidenten K 1 a g- ges, dieses wertvolle Geschenk dem ürgermeister der Stadt Pettau persönlich zu überreichen. Eine weihevolle Stunde war es, zu der sich Im Refektorium des Pettauer Stadtmuseums Vertreter der Partei, des Staates und der Wehrmacht versammelten und in der der Politische Kommissar den braunschweiglschen Ministerpräsidenten Klagges sowie den stellvertretenden Chef ein in das reiche Gedankengut des gro- v^„v. ßen Sohnes der Ostmark. Wir sind ge- [ der ^Ivilverwaltung, Reglerungspräsiden-wiß, das die Marburger Erstaufführung ten Dr. M ü 11 e r - H a c c i u s. begrüßte dieses Werkes heute, Freitag, am 150. [ und dem Ministerpräsidenten dankte, per-iCi'i »Irt «'Urdlg ein- söolloh hieher gekommen zu sein, um dies Stadt Pettau so bedeutungsvolle rrfA/l SO j Geschenk zu üerbringen. Der Politische über die Entwicklung der Stadt Pettau sowie über die Zeugen für deren deutsche Vergangenheit und zeigte, wie die Stadt, obwohl fast seit 1000 Jahren deutsch, im Jahre 1918 gegen den Willen ihrer Bewohner unter fremde Herrschaft gekommen sei. Ministerpräsident Klagges dankte zunächst für die herzliche Begrüßung und sprach dann über die Bedeutung des Pettauer Stadtrechtes für die Entwicklung der Stadt und für deren deutsche Bewohner. Das blühende Leben, das sich unter dem Schutze dieser Rechtssatzungen entwik-keln konnte, habe auch weiter angehalten, als Innere Zerwürfnisse und Streitigkeiten das deutsche Volk und die deut-scne Volkskraft schwächten. Während all dieser Zeit habe die alte Handschrift merkwürdige Schicksale erlebt und wäre vielleicht auch verschwunden, wie so viele andere, wenn nicht ein braunschweiglscher Herzog derartige Dokumente gesammelt hätte. Dann erwähnte der Ministemräsident, daß er sich auf die Bitte des Politischen Kommissars entschlossen habe, für Pettau eine Nachbildung des »Pettauer Stadtrechtes« anfertigen zu lassen nud übergab diese in einer wunderbar ausgearbeiteten, handge- schmiedeten Truhe dem Bürgermeister der Stadt Pettau, Kam. Josef W r e s s n i g. Der Bürgermeister würdigte zunächst die Bedeutung der alten Handschrift als Beweis für die deutsche Vergangenheit dieser Stadt» sprach dann dem Ministerpräsidenten den tiefsten Dank der Stadt Pettau aus und dankte besonders der Bibliothek in Wolfenbüttel für das Verständnis. das man der Stadt mit dieser wertvollen Spende entgegengebracht habe. Hierauf überreichte er dem Ministerpräsidenten ein Bild der Stadt Pettau, eine farbige Radierung von Luigi Kasimir als Dankgeschenk an die Bibliothek in Wol-fenbüttei. Zum Schluß überbrachte Regierungspräsident Dr. Müller-Haccius Willkommengrüße des Gauleiters und Reichsstatthalters, wies dann auf die Schönheiten der wiederbefreiten Unter-Steiermark hin und dankte dem Ministerpräsidenten für seine Reise hieher. Dann wandte er sich an den Bürgermeister und erinnerte ihn daran, daß das heutige Erlebnis eine besondere Verpflichtung enthalte, mit allen Kräften das alte deutsche Pettau einer stolzen Entwicklung entgegenzuführen. 5>Und wie einst die Handschrift, deren Abbild hier in der Truhe liegt, am Aufstieg ihrer Stadt mithalf und deren Weiterentwicklung sicherte«, schloß Dr. Müller-Haccius, »so wird als Unterpfand für eine blühende Zukunft demnächst ein anderes bedeutendes Dokument in Ihre Hand gelegt werden, das vom Führer den Gemeinden des Deutschen Reiches gegeben wurde, um ihnen in freier Selbstverwaltung einen stetigen Aufstieg zu sichern — die deutsche Gemeindeordnung.« 119.400.98 RM spendete die Unterstelerniark Das Ergebnis des Opfersonntags am 9. November. — Über eine Maiic efttlülft auf )ede untersteirische Haushaltung. Nunmehr liegen die endgültigen Er-1 »onntag vorliegen, gibt ein Vergleich der gebnl.sse der Sammlung vom 9. Novem-1 Ergebnisse in den einzelnen Ortsgruppen her vor. Das Aufkommen in den fünf, '"i , Kreis Luttenberg interessante Auf-Kreisen war 119.400,98 RM, die von lli.993 Haushaltungen aufgebracht wur-! Bei der ersten Reichsstraßensammlung den. Es einfallen davon auf die Kreise: Cilli .... Luttenberg . . Marburg-Land Marburg-Stadt Pettau . . . Zu.*iatT»men Erfreulich ist dal>ei. ,>9.655.25 RM 5.484.77 „ .34.828.42 23.8.36.26 25.596.28 „ U9.400.98 RM hatten hinsichtlich des Aufkommens die besten Stufen inne: Abstal, Luttenberg und Bad Radein. Beim ersten Opfersonntag änderte sich die Reihenfolge; als erste Ortsgruppe erscheint Roßhof, dann Abstal und als dritte Ortsgruppe Bad Radein. Die zweite Straßensammlung brachte Bad Radein an die Spitze. Ober- Hinsichlich des Gesamtaufkommens der drei bisherigen WHW-Aktionen steht Abstal neben Bad Radein am ersten rcichem Maß zuteil wurden. daß nun auch radkersburg erreichte von der früher in ländliche Ortsgruppen an erste Stellen negehabten Jpiften Stufe die zweite, gerückt sind, die gelegentlich der Stra- während Luttenberg an dritter Stel.e ßen.'ianiinlunffen ungünstiger abgeschnit-ten hatten. Dies ist an sich selbstverständlich; opferten doch deren Einwohner während ihres Ganges zur Arbeit oder zum Einkauf oft mehr in den Stadt- Platz. bezirken als in Ihren eigenen. Von den städtischen Ortsgruppen erscheinen daher gelegentlich des Opfersonntags manche bedeutend tief eingestuft. Es bleibt abzuwarten, ob sie ihre Stellung am kommenden Sotmtag verbessern werden. Der Kreil loliBobni aad das RrteBsviHlerUnsverk Nachdem nun die Ergebnisse von zwei Kommissar gab einen kurzen Überblick] Straßensammlungen und einem Opfer- m. Krtegsarbeitstagiing der ZeltSchrH-ten^er dW Ottmark. Im Sitzungssaal des Gauhauses in Wien fand am Mittwoch eine Kriegsarbeitstagung der Hauptschriftleiter der Zeitschriften m der Ostmark statt. Der Leiter der Abteilung Zeitschriftenpresse in der Pres-seabteilung der Reichsregierung, Ministerialrat Bade, sprach über die Aufgaben der deutschen Zeitschriftenleiter und besonders der in der Ostmark tätigen. Das Band«l-T«rz«tt Ein Mozart-Histörchen Von Erich Limmert Mozart und seine Frau Konstanze waren celegentlicher übermütiger Geselligkeit keineswegs abgeneigt. Am liebsten verkehrte der Kompositeur in Wien im Kreise der musikliebenden Tamilie des Botanikers Gottfried von Jaquin, die Mozarts Kunst hohe Wertschätzung entgegenbrachte. Auch Jaquin, dessen Baßstimme Mozart sehr schätzte, kam gerne Hill meiner Frau in das gastfreundliche Haus des Meisters. Als einmal Jaquins Frau längere Zeit außerhalb Wiens war, lief dieser emsiger denn je zum Mozart-schen Ehepaar. Ließ sich doch die Stroh-witwerschaft mit Frau Konstanze anregend verbringen, da Mozart allzu oft über seinen Kompositionen die intimste Umwelt vergaß... Konstanze nahm das nicht weiter tragisch, Sie hatte ihre eigene Art, sich damit abzufinden. Herrn Jaquin war sie deshalb zuweilen ganz dankbar, wenn er sich um sie kümmerte. Er wußte scharmant auf ihre verschiedenen Passionen einzugehen. Eines sonnigen Nachmittags kam er bei Mozart an, um mit Frau Konstanze eine! Spazierfahrt zu unternehmen. Mozart hatte gerade dringende Aufträge zu erledigen, die ihm keine überflüssige Zeit ließen. lür saß über Tänzen für die Wiener j Rcdoiitcn, die sich nicht Iflnrier aufschieben ließen, denn an einem der kommen-, den Abende sollte sie schon auf dem llof- bali erklingen. Als Jaquin in das Zimmer des emsig Komponierenden trat, da pfiff Mozart gerade, über das Notenblatt gebeugt, eine Melodie aus seinem »Figaro«. Er erklärte dem fröhlich gestimmten Ankömmling, daß er dieses Thema in seinen eben begonnenen Kontretänzen zitieren und recht pikant mit Flöte und kleiner Trommel als Verstärkung der Streichinstrumente setzen wolle. Obwohl Mozart in Erfüllung dieser Auftragspflichtea zu Hause bleiben mußte, göflnte er seinen »Freunderiii« — wie er die beiden gerne scherzhaft nannte — die bevorstehende Spazierfahrt von Herzen und freute sich mit ihnen des schönen Wetters, das so einladend ins Zimmer strahlte. Treu und brav lag dai Hündchen an seinem Platz. Seit aber Jaquin erschienen war, spitze es auf den Augenblick, mit hinaus In die Sonne springen zu können. Wie die Männer so über dies und das plauderten, erklang die helle Sthnme Koii-stanzes aus dem Nebenzimmer: i^Llebes Mandl, wo ists Bandl?« Er wußte rasch Bescheid und erklärte dem Freund, das neue Band habe er unlängst in Prag, wo der »Don Giovanni« so gefeiert wurde, seiner Frau geschenkt und nun könne sie es In der Eile des Ankleidens wohl wieder einmal nicht finden. Man war schnell bereit, mitzumachen. Alle Stationen von Konstanzens häuslichen Aufbewahrungsorten wurden durchstöbert. Aber nirgends fand sich das Pnndl Fntilich brach jaquin aus der Tiefe j e'nes Klciderschran'-'s in ein wahres Freii-| dengeschrei aus. Er hatte das Ding gc-1 funden und hielt es triumphierend in die Höhe. Aber nun wollte er es nicht um viele gute Worte wieder hergeben. Das Mo-zartsche Ehepaar machte ergreifende Anstrengungen, das Prager Mitbringsel von dem großen Gast zu erhaschen. Dieser aber überragte die unscheinbaren kleinen Leutchen umso vieles, daß die Höhe, die es zu erspringen galt, schon recht beträchtlich war. Bitten, Schelten und Lachen ertönten um die Wette, aber alle Mühe Vvar vergebens. Da konnte das listige Hündchen das Gefoppe nicht mehr länger mit ansehen. Es sprang hutig bei, schnapptc das Bandl tatsächlich jn kühnem Sprung und überbrachte es wohlbehalten seiner Herrin. Der harmlose Scherz war rasch vergessen, als Konstanze mit dem Hausfreund ins Freie gelangte. Aber Mozart machte diese Szene emsig weiter zu schaffen. Er ließ im Augenblick T^nze Tänze sein, nahm ein neues Notenblatt und kritzelte darauf mit flüchtiger Hand einige Reime in waschechter Wiener Mundart. Es juckte ihn wahrlich, ein Terzett aus dieser heiteren Streitszene zu machen. Mozart lächelte verschmitzt in sich hinein, weil er auf eine sinnige Rollenverteilung gekommen war... Als nach Stunden die »Freunderln« von der Spazierfahrt zurückkamen, waren sie nicht wenig überrascht, als Mozart mit beinahe feierlicher Miene auf sie zutrat und iedem ein Notenblatt überreichte, über das geschrieben stand v>Das Bandel-Terzctt<. Obwohl den »Freunderln« nach der langen Fahrt die Kehle kaum nach Gesang dürstete, bestand Mozart auf seinem Wunsch, daß das frisch gesetzte Terzett sogleich in klingende Töne gebracht werde. Es hat seine spassige Wirkung auf alle drei Geneckten nicht verfehlt, als Konstanze zu singen begann: »Liebes Mandl, wo ists Bandl?« — und der Kompositeur selbst entgegnete: »Drin im Zimmer glänzts mit Schimmer!« — und Jaquim mit grimmigem Baß dazwischen fuhr: »Ei was Teufel tun dö suchn, ein Stück Brodel od'r ein Kuchen«, um sich erst zum guten Schluß mit der stolzen gemeinsamen Erkenntnis zufrieden zu ge-en: »A, das schöne Bändel, hamer a, ja! wir habens, wir habens, ja!« Anekdote Ursacb« det Beifalls Ein erfolgreicher Bühnenautor, der sehr viel Selbstironie besaß, \mrdc bei der .*>o. .lubiläumsaufführune seines neuesten Werkes beim Betreten der Lose von dem ausverkauften Hause mit Beifall begrüßt. »Was sagen Sie zu dem Beifan?€ interpellierte er den Direktor, r-kennen denn so viele Leute mein Stück noch nicht?« Die Qedenktai«! am Haus des Dichters r.ln eitler aber unfähiger Bühnendichter erklärte selbstboMißt am Künstlertisch: »An meinem Hause wird nach meinem Tode sicherlich einmal eine Gedenktafel angebracht werden.« »Ich kann dir sogar schon den Text der Inschrift verraten«, bemerkte ein Freund' »Diese Vill* ii,t fu verkaufen,« >A4ai:burger Zeitung« 5. Dezember 1941 Nummer 3H ÜK RMmnppe kMoitaiidi ii ile uHrsMcrMrii Im Rahmen der großzügigen Aufbauarbeit des Steirlscheri Heimatbundes in der Untersteiermark begannen in diesen Tagen im Amt Frauen des Steirischen Hfimatbudes auch die Vorbereitungen zur Einführung dei- Kindergruppe in den einzelnen Ortsgruppen des Steirischen Heimatbundes. In diesen Kindergruppen werden alle Kinder vön 6 bis 10 Jahren erfaßt. Den Leiterinnen des' Amtes Frauen in den Kreisführungen wurden die richtunggebenden Weisungen zum Aufbau dieser Kindergruppen schon übermittelt. Miclwmielo — Du lelwii «iiws THaien In der Reihe der Kulturfilmveranstaltungen bringt das Burg-Lichtspieltheater in Marburg ab Sonntag den von Curt Ocrtel gedrehten und mit den Prädikaten »Lehrfilm und volksbildend« au^e-zeichneten Film »Michelangelo — Das Lehen eines Titanen«. Dieser Film kündet in eindrucksvollen Bildern von Ruhm, Ehre» Liebe und dämonischem Schaffen eines der leidenschaftlichsten Künstler aller Zelten. An der Schwelle der Zeitenwende, in der rauschende Let)ensfreude die mittelalterliche Strenge besiegte, steht dieser Ge-' nius, ein Universalmensch, ein Einsamer und Großer. Sein Leben war Kampf und Dienst an der Schönheit. Seinen Weg, sein Werk und seine Zeit macht dieses Fllmepos lebendig. Sport hl Banne Marbon-Lmri Die SportkurzschulungslaKer. die in sämtlichen Standorten des Bannes stattfanden. sind nun mit der Kurzschulunp:, die am 30. November in Mahrenberg, stattfand, beendet. Die Sportwarte und Führer der Leitungsgruppen, die aus aHen Oefölgschaf-ten bei der Kurzschuluns? anwesend waren, gaben einen Bericht Ober ihre bisherige Sportarbeit sowie über die Er-foljre, die sie währemi der Sommerstwrt-arbeit in ihrer Einheit erzielt haben. Der Hauptstellenleiter II gab anschießend, einen kurzen Rückblick über die heuer im Bann erzielten Sporterfolge nnd wies daM'Uf hin, das'd^f WiiTtei''sport eben.^' erfolgreich wie der Soinmersport sein rmiß. Mit dem Rairmtumbti sowie der Oetändeausbildurvg wurde den Sport-wartcn gezeigt, wie die. Leibeserzie-» hung sowie Wehrertüchtigung in der Deutschen Jugemi im Winter durchgeführt werden soll. Der Bannlührer umriß abschließend den Zweck der Sportarbeit in der Deutschen .lugend und gab weitere Richtlinien für die Wintersportarbeit. Mit dem Flaggeneinholen und'deh'^üruß an den Führer wurde die Schulung beendet. AtaMr der Mnl- md Rlanensencle Landwirte, schützt Euren Viehbestand! Seid auf der Hut vor der drohenden Seucheneinschleppung und beachtet genauestens nachstehende Vorsichtsmaßregeln: Meidet fremde Stallungen und Höfe und alle Lokale,^ wo größere Menschenansammlungen stattfinden. Laßt keine fremden Personen Eure Höfe l>e-ireten oder gar in den Stallungen oder Ein Festtag liir die Geneiide Wirnberg Feierliche überfalle des ersten Gemeindehaus-Neubaues im Kreis Pettau An einem der vergangenen Tage war die gaazc. Bevölkerung der Gemeinde Wurm^)erg vor dem festlich geschmückten hieuen Gemeindehaus zur feierlichen Übergabe des Baues an die Gemeinde versairrmelt. Zu Beginn der Feier sprach der Bürgermeister der Gemeinde Wurmberg, P e t e k, dem Politischen Kommissar des Landkreises Pettau, Fritz Bauer, seinen und der Gemeinde Dank für die durch den Chef der Zivilverwaltung ge- gebene Hilfe des Reiches aus, die der emeinde erst den Bau ermöglichte. Darauf übergab der Politische Kommissar dem Bürgermeister das neue Amtshaus mit dem Auftrag, in den neuen schönen Räumen nach nationalsozialistischen Grundsätzen die Amtsgeschäfte zu führen und das Haus zum Mittelpunkt jener Ordnung zu machon/ die in der deutschen Untersleiermark auch im Gemein-deieben gestaltet würde. Aus der Tatsa- gen Ringens um Sein oder Nichtsein noch die Zeit und Mittel dazu findet, solche mustergültigen Bauten aufzuführen, könne die Bevölkerung ermessen, welche Kraft das Reich Adolf Hitlers besitze. Es sei eine Ehre, sich heute Deutscher nennen zu dürfen. Die Bevölkerung möge alles daran setzen, um immer mehr in die deutsche Volksgemeinschaft hineinzuwachsen. Nachdem vor dem neuen Anitshaus die Fahne gehißt worden war, besichtigten der Politische Kommissar und die Amtsträger der Gemeinde und des Steirischen Heimatbundes den s^chönen^ Neubau, an dem besonders das stilgerech^:e Standesamt überraschte. Ein kurzes, kameradschaftliches Zusammensein des Kommissars mit allen Amtsträgern, belebt durch die strammen Marschlieder der Wehrmannschaft, bildete den Abschluß der Feier. che, daß das Reich inmitten des gewalti- Scheunen übernachten. Unterlaßt den Ankauf von Rindern, Schafen. Ziegen und ' Schweinen unbekannter Herkunft und 4US verseuchten Gegenden. Vorsicht bei Futtermittelankauf. Kauft nicht in verseuchten Gegenden. Erkundigt Euch beim Gemeindeamt. Haltet Hunde. Katzen und das Geflügel von ti'en Ställen ab. Streut gepulverten Ätzkalk vor die Stalleingänge. Beobachtet täglich den Viehbestand und seinen Gesundheitszustand, Verdächtige Anzeichen. meldet sofort beim Bürgermeisteramt. Die Seuche ist anzeigenpflichtig. Wer dies unterläst, erhält bei Viehverlusten keine staatliche Entschädigung. Oegen die Maul- und Klauerfseuche erbt es keine verläßlichen Vorbeugungsm'ttel. Weist alle Geheim-niittel zurück! Viehbeaitzer. beherzigt d-e behördlichen Weisungen! Von Eurer MitnrbeH hängt r'er Erfolg einer raschen Seuchentilßun,?? ab! iHeine CljiiNii " nC Jäher Tod., Qanz-überraschend ist pfestern nachmittag im Mai burger Krankenhaus die Gattin, des, bekannten Marburger ^'acharztes Dr. Jösef Malzen, Frau Hilde Maizen, einer plötzlich aulgeiiete-nen Lungenentzündung . erlegen. Die sterbliche Hülle wird nach Graz überführt und am Samstae naciimittag in der Feuer^ialle des Krematoriums eingeäschert werden. hl. Von der Krel®stelie Marburg des Dirat^hen Rot«n Kreuiffs. Anläßlich einer Zusammenkunft nahm (kr neuernannte Landesstellenarzt des Deutschen Roten Kreuzes für die Untersteiermark. Primararzt Dr. Bouvier, Gelegenheit, dem Landrat Oberfeldführer Fritz Knaus, anläßlich der kommenden Übernahme der Kreis-steile Marburg des Deutschen Roten Krotizes durch letzteren den Mitarbei-terstab vorzustellen und zwar den Kreis-führer-Stellvertreter Dr. Tollich, Bereit-schatsführer, Wachtführer. Tschertsclre, die Bereitschaftsdienstleiterin. Haupthel-l'erin Frau Morocntti, die Bereitschafts-Ftihferin, Oberhelferin Frl. Pirclian, die Verbindungsfrau zur Frauenschaft, Berchtholcl, Haupthelferin Abtcilungslej-terin II und IV. Frau Glaser, die alle ihre freie Zeit in vorbildlicher Weise dem Deutschen Roten Kreuz zur Verfügung stellt, und Hauptheifer Josef Giber als Verwaltungsführer. Primararzt Dr. Bouvier schilderte dem Oberfeldführer die gesamte, bisher von der Marburger Kreisstellc des Deutschen Roten Kreuzes geleistete Arbeit, besonders beim Aufbau des Samariterdienstes, über die abgehaltenen Kurse'und über den Aufgabenkreis, vor dem sich die Marburger Kreisstellc für die nächste Zukunft gestellt sieht, Oberfeldführer Fritz Knaus interessierte sich lebhaft für die interne Arbeit und betonte, daß ihm gerade das Deutsche Rote Kreuz beim Aufbauwerk in der Untersteiermark die geringsten Sorgen bereitete. Am kommenden Samstag, den 6. Dezember, abends, findet in den Räumen der Marburger Kreisstelle in der'Kärntnerstraße ein Generalappell statt, an dem alle Helfer und Helferinnen anwesend sein werden und' m dessen Verlauf die feierliche Überuabe bzw Übernahme der Marburirer Kreisstelle, des Drutschen Roten Kreuzes vor sich gehen wird. m. Ein neuer Weiser durch Pettau und seine Geschichte. Im Verlag W. Blanke. Pettau, ist soeben ein schmuckes Werkchen der Heimatkunde erschienen: Ein Führer durch Pettau und seine Geschichte, verfaßt von Universitätsprofessor Dr. Balduin Saria. Das überaus ansprechende Büchlein,, das am Umschlag i die Ungartorgasse nach einer Radierung, von Luigi Kasimir und als Titelvignette i ein Stadtsiegel aus dent 14. Jahrhunderi mit dem ältesten Stadtwappen zeigt, ist mit vielen schönen Bildern geschmückt. Zunächst wird der Leser mit den klimatischen Verhältnissen und der Erdkunde der Gegend vertraut gemacht. Dann folgt eine ausgezeichnete Abhandlung Über Pettaus so weit zurückreichende Geschichte. Ein Rundgang durch die Stadt weist eingehend auf ihre baulichen Schönheiten und auf die Kunstdenkmäler hin. Schließlich wird man zu lohnenden Spaziergängen und Ausflügen an|;eregt. Besonders ausführlich ist der Mithräen und ihrer historischen Schätze gedacht. Erwähnt muß noch werden, daß sich die Druckerei W. Blanke mit der geschmackvollen Ausstattung und dem sauberen Druck wirklich Ehre gemacht hat. — In allem und jedem ein Stadtführer, der geradezu mustergültig genannt werden kann und der beispielgebend sein sollte für die ganze Untersteiermark. m. Wieder «^n Rotkreuz-Kurs In Win-dischfeistritz. Die Stadt Wiiidischfeistritz beherbergt in ihren Mauern bereits den zweiten Samariterkurs des Deutschen Roten Kreuzes, der diesmal nicht weni-zweiten Samariterkurs des Deutschen Roten Kreuzes, der diesmal nicht weniger als 56 Teilnehmer aufweist, eine Zahl, auf die die ganize Gesend stolz sein kann, geht ja daraus zur Genüge das große Interesse hervor, daß auch die Landbevölkerung in steigendem Masse der fachgemässen diesem freiwilligen Helferdienst entge-genbriuRt. Bei der Eröffnung dieses zweiten Samariterkurses richtete der Kursleiter. Assistenzarzt Dr. Schuster, an die Teilnehmer herzliche Worte der Begrüßung und verwies auf die Wichtigkeit der fachgemäs-sen Ausbildung in der Kranken- und Verwundetenpflege. Oberinspektor Pg. Glaser hieß im Namen des DRK-Ge-neralführers Dr. Berger aus Salzburg die Kurstellijehmer besonders herzlich willkonien und gab insbesondere sieiner Freude über die so stattliche Zahl der Besucher Ausdruck. Beide Redner wünschten auch diesem Kurs sowie der eingesetzten Bereitschaft vollen Erfolg. m. Unfall bei der ArbeH. Bei einem Neubau in Leitersberg bei Marburg erlitt der 40-jährige Arbeiter Georg Am-brosch aus Leitersberg beim Emporwin-den einer schweren Last durch Zurückschnellen der Windenkurbel einen Bruch des rechten Oberarmes und Schürfwunden am Gesicht, während einer seiner Arbeits'kameraden schwere Verletzungen an drei Fingern der linken Hartd davontrug. Das Deutsche Rote Kreuz brachte beide Verletzte ins Marburger Krankenhaus. Entgeltliche Mitteilungen (AiiBer VeraatvortooB der Scttrlftleltiini) * Optikfachmann? Nur E. PETELN. 0 etft 9C€tu& im Unterland ohne „Marburger Zeitung" Stittei der Erlioinng fir unsere Hfitler Die Volksgemeinschaft ist der Träger der Mutter- und Kind-Heime Leichlsiin wird doppeil iiestnn Ein Kapitel, das immer zeitgemäß ist. Täglich bringt die Tageszeitung Meldungen über Unfälle, die durch eigene Vorsicht hätten vermieden werden können und den Betroffenen und deren Angehörigen oft viel Leid bringen. Allein die Unfälle, die immer wieder bei der Benutzung der Reichsbahn bzw. der Bahnkörper der Reichsbahn gemeldet werden, sind ein Beweis dafür, daß man alle Warnungen, alle Verbotstafeln einfach nicht beachtet mit der bekannten Entschuldigung: »Mir wird nichts passieren!« Noch einmal sei auf die vielseitigen Warnschilder verwiesen, die bei Beachtung derselben jeden Unfall ausschließen sollen. ' Finger weg von der Abteiltür! Wer im Zug seine Hand zwischen Tür und Rahmen legt, ist selbst schuld, wenn er beim Zuschlagen der Tür verletzt wird. Die Gerichte vertagen ihm jeden Schadenersatzanspruch gegen die Reichsbahn. Wozu sind auch Türklinken ur»d Griffstangen fla, an dienen man sich ungefährdet festhalten kann! Erst aussteigen, wenn der Zug hält! Schon, im Frieden ist Jas vorzeitige Aussteigen gefährlich, daher verboten und dazu noch strafbar. Also aufpassen und erst, wenn der Zug ganzf zum Halten gekommen ist, die Tür öffnen und aussteigen. Wer diis rtkhf und dabei Schaden nimmt, hat keinen Ersatzanspruch gegen die Reichsbahn. Wenn der Zug einfährt, von der Bahnsteigkante zurücktretenI Wer sich vordrängt, wird leicht vom Zug oder 'einer vorzeitig geöffneten Wagentür erfaßt und hat dann die Fo'lgen selbst zu tragen. Mindestens hindert er mit seinem Drängen das rasche Aussteigen der ankommend'en Reisenden und verzögert 'dadurch sein eigenes.Einsteigen. Abtellfenster selbst verdunkein! Jeder Reisende ist verpflichtet, beim Eintritt der Dunkelheit die Vorhänge seines beleuchteten Abteils zuzuziehen und geschlossen zu halten. Zuwiderhandlungen sind in diesem Falle für alle Reisenden, vor allem für diejenigen, die die Strecken in die'Ostmark oder ins Altreich benutzen, nach den bahn- und luftpolizeilichen Bestimmungen strafbar. Niema-nd kann sich mit Unkenntnis ausreden, denn die Bestimmungen hängen in jedem Abteil aus. . 'Vorsicht an den Bahnübergängen! Ungezählte Unfälle,, oft mit Todesfolge, hätten vermieden werden können, wenn ma.i seitens 'der Verkehrsteilnehmer den beschrankten und unbeschrankten Bahnübergängen mehr Beachtung schenken WQrd«. * Nach der Machtübernahme Adolf Hitlers hat sich durch die steigende Geburtenzahl die Notwendigkeit ergeben, für die Gesunderhaltung verheirateter und lediger Mütter Heime zu schaffen, in denen sie einige Wochen vor und nach der Entbindung Aufnahme finden können. In diesen Mutter-und Kind-Heimen werden die Mütter außerdem durch bewährte Kachkräfte mit der richtigen Ernährung und Pflege ihres Kindes vertraut gemacht. Auch daran wollen wir bei der kommenden Sammlung für das Kriegswinterhilfswerk denken und mit unserer Spende dazu beitragen, daß die NSV ihre Betreuungsarbeit an Mutter und Kind weiterführen und ausbauen kann. Uild: Aivlii' ^^wmvMT SKJ »Warfmrffff THtimpr« !?. Owremüer Tf^^l Scftc 7 9$4uU iiulösi$i$ o. D«r Poglavnlk an dl« Amerika-Kroaten. Der Poslavnik sprach in der Nacht zum Mittwoch KelcKentlich der Eröffnung der Kurz-wellen-Übersee-Scndung nach Amerika über den Semliner Sender »Velebit« zu den Kroaten In Amerika. In seiner Rede sagte er» daß der jahrhundertealte Traum des kroatischen Volkes von der Gründung des unabhängigen Staates seine Erfüllung gefunden habe, zu dem auch die amerikanischen Kroaten durch ihre Organisation ihren Teil beigetragen hätten. Der Staat sei größer, als er Je in der Geschichte gewesen sei. Anschließend sprach auch Außenminister Dr. Lorkovic über den Semtiner Sender. o. Kroatien im europäischen Straßennetz. Unter der Leitung der Organisation Todt wird von kroatischen Arbeitern die Straße Agram—Varasdin—Reichsgrenze zu einer modernen Autostraße umgebaut. Diese ist ein Teilstflck der durchgehenden Verbindung Agram—Semlin, die mit dem Ausgangspunkt Ostende über Brüssel, Köln, Frankfurt, Nürnberg, Linz, Wien und Budapest kommend, den kroatischen Staat über Belgrad und Sofia mit Istanbul verbinden wird. o. Ersparnisse serbischer Arbeiter in Deutschland. Die In Deutschland beschäftigten serbischen Arbeiter haben vom 1. September bis L Dezember über 9 Millionen Dinar Ersparnisse nach Hause geschickt, o. Kulturelle und Verwaltuncsautonomle der aibanfechen Volksgruppe in Serbien. Der serbische Innenminister Atschimowitsch hatte mit Vertretern der albanischen Volksgruppen in Anwesenheit von Vertretern der deutschen Militärbehörden Besprechungen über die den Albanern in Serbien zugestandene kulturelle und verwaltungsmäßige Autonomie. In vier Kreisen werden diesen Abmachungen zufolge auch albanische Beamte eingesetzt werden, die jcdoch den Weisungen des Belgrader Innenministeriums unterstehen. In rein albanischen Dörfern werden auch albanische Schulen eingerichtet, während die serbischen Dörfer ihre serbischen Schulen behalten. In gemischten Gemeinden werden die Schulen entsprechend eingerichtet werden. Weiter wurde versichert, daß die vor dem Kriege in diesen Kreisen ansäßigen Serben an ihre Heimstätten zurückkehren könne«. o. Jüdische Apotheken gelten in bulgarischen Besitz tflier. In Sofia ist eine von der Oeneraldirektion für Volksgesundheit eingesetzte Kommission zusammengetreten, die sich mit der Verteilung der Konzession jener Apotheken beschäftigen wird, die früher in Besitz von Personen jüdischer Herkunft waren, ihrsBii aber auf Grund des Gesetzes zum Schutze der Nation entzogen worden waren. Es himdelt sich hiebei im ganzen Lande um 40 Apotheken. Die Konzessionen für diese Apotheken werden ausschließlich an Perso-sonen bulgarischer Herkunft vergeben wer-deti, WIRTSCHAFT liHttiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiHriiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiitiiiiiiiiiiiiiitniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiimiinnnniimniniinmnnnmnniinmimiiinm Olie MarMordnni geht es aiclill SPORT : Ein Ftiitfstiktt«IUHnpf der Fechterin-ii€ii wird am 18. Jänner in Magdeburg veranstahet Beteiligt sind Haimover, Köln, Hamburg, Leipzig und Magdeburg. ; Erste Maldung iUr Bres4«]. Als er-Land hat die Slowakei ihre Bereit-willigikeit zur Teilnahme an den Europameisterschaften 1942 der Amateurboxer erklärt. Der slowakische Verband wird bei den vom 21, bis 25. Jänner in Breslau stattfindenden Titelkäinpfen voraussichtlich in vier Gewichtsklassen vertreten ae'm. ; Einen srofizttgigen Werbefeklzug für die Leibesübungen führt der Sportbe-feich Sachsen im nächsten Jahr durch. Vom Jänner bis April werden in allen Teilen des Sachseniandes 3000 der Werbung bestimmte Veranstaltungen Zeugnis wn der Stärke der deutschen Leibesübungen ablegen.' : Hamburger Boxer .schlußon die Sparta aus Kopenhagen mit 12:4 Punkten. : Im Hatfenischen Boxsport wird im nächsten Jahr um eine Bruno-Mussolini-Trophäe in einem Mannschaftsbewerb gekänipft, zu dem 14 Vereine zugelassen sind. : Ungarns und ItaBens Amateurboxer stehen sich am 5. Dezember in Buda-pest in einem Länderkanipf gegenüber. : Die slowakisclie FuQballauswahf, die am 7. Dezember in Breslau . gegen Deutschland antritt, wurde am Sonntag in Preßburg in einem Übungsspiel von der zweiten Garnitur der Slowakei 5 : 3 geschlagen. : Rundfahrten im Schweizer Ra Oillervertohr, Mi 5. NÖvtlfber üra!" fö" u^d'dem Tt..PKrof!leS 1ÄoL^Bahnen übcÄYschlrold werden nach einer Verordnung des Reichs-1 ministers des Auswärtigen mit Wirkung vom I. Dezember 1941 ab vorläufig angewendet. Der deutsche Wortlaut des Vertrages und des Schlußprotokolls sind im Rcichsgesetz-blatt, Teil II, Nr. 45 vom 1. 12. 1941 bekannt gemacht. X Stand der Deutschen Reichsbank. Der Umlauf an Reichsbanknoten stellt sich nach dem letzten Ausweis der Deutschen Reichshank vom 29. November 1. J, auf 17.793 Mil-Honen Reichsmark Die fremden Gelder werden mit 2493 Millionen Reichsmark aus(?e-wiesen. Die Anlage der Bank in Wechseln, Schecks, Lombards und Wertpapieren stellt sich auf 19.265 Millionen Reichsmark. X Eine Nacbwelskartel filr Erfinder und Firmen. Das Amt für technische Wissenschaften in der Deutschen Arbeltsfront hat im Einvernehmen mit der Reichsgruppe Industrie und dem Reichsstand des Deutschen Handwerks die Errichtung einer Nachweiskartei begonnen, in die alle Firmen eingetragen werden, die an der Erwerbung neuer Erfindungen in dem Rahmen ihres Fabrikationsprogramnies interessiert sind. X Deutsch-ungarisches Kompensationsabkommen. Wie aus Buda|>est berichtet wird, beginnt Ungarn in der nächsten Zeit im Rahmen des deutsch-ungarischen Kompensations abkommens größere Posten von Textilabfäl-len nach Deutschland auszuführen. Von deutscher Seite werden dafür Baumwolle- und Vigognegarne sowie Kunstseide nach Ungarn geliefert. X Nette Stimmungen über Stückgut-Sendungen. Dieser Tage wurden die Bestimmungen der Eisenbahnverkehrsordnung über die Deklarierung von Stückgutsendungen neu gefaßt. Der Absender hat im Sinne der neuen Vorschriften die Stückgüter übereinstimmend mit den Ai^aben im Frachtbrief zu bezeich-. nen. Die Bezeichnung muß folgendes enthalten; Die Anschriften des Absenders und des Empfängers, Versand- und Bestimmungsbahnhof, Zeichen und Numhier sowie den Aufgabetag. Ist die Sendung mit Nachnahme belastet; dann ist bei jedem Stück über der Anschrift des Empfängers der Nachnahmebetrag der ganzen Sendung in Buchstaben zu vermerken (volle Reichsmarkbeträge) und außerdem in Rot ein gleichschenkeliges Dreieck mit. der Spitre nach; oben anzubringen. Die neuen Bestimmungen'erlangen mit 1. Januar 1942 ihre Gültigkeit. X Umtausch der Skoda-Aktien. Auf Grund einer Mitteilung der Skoda-Werke wird bis 29 Mai 1042 bei den Prajfer Großbanken die Aufstenipelung der Aktie von bisher 220 Kronen Nominale auf 1000 Kronen Nominale durchgeführt. Die aufgestempelten Aktien werden gegen neue mit dem Nominale von 1000 Kronen umgetauscht. Eine diesbezügliche Verlautbarung wird für die nächsten Tage erwartet. X Vor der Wiedereröffnung der Laltuicher Börse. Einer Meldung der Mailänder Zeitung »Sole« zufolge wird die Laibacher Börse demnächst wieder ihre Tore öffnen. Die Laibacher Börse wird sich in Hinkunft vor allem mit dem Holzhandel befassen. X Kroatische Zentralstelle für den^ Handel mit Oefitigel und Wild. Auf Grund einer Anordnung des kroatischen Handelsministers BSclMr Hr dn laMwM luM GirOiv. Wloterfrostschttden an ObstMumea. Eine Zusammenstellung aller' und neuer Erkenntnisse für die Ohstbaupraxis von Luckan. Gartenbauverlag Tro\^itzsch A Sohm, Frankfurt/Oder. — Die überaus interessante, 40 .Seiten umfassende Schrift enthält die Berichte über die Winterfpost-schäden aus den KatasLrophenjahre» 1870-71, 1879-80, 1928-29 und 1939-10 und vermittelt wertvolle Beobachtungen aus jener Zeit. Ihnen stehen die neuen Erfahrungen aus der Praxis und Wissenschaft unserer Tage gegenüber, die ebenfalls ausführlich geschildert werden. Der Leser findet hier viele Hinweise, die Schadensursachen an seinen eigenen Obstbäumen einwandfrei festzustellen und ihneji wirksam entgegenzuarbeiten. Jeder Ol>stbaueT und Gartenbesitzer sollte im Besitz dieser billi' gen, inhaltsreichen .Schrift sein. Das Einsäuern von Gemüse. Von Andreas Knauth, Dozent an der Volkshochschule Berlin. 40 Seiten. Gartenbauverlag Tro-TÄ'itsch & Sohn, Frankfurt/Oder. — Das Verfahren der Einsäuerung des Gemüses ist aus der Erzeugungsschlacht nicht mehr wegzudenken und der hohe gesundheitliche'Wert des auf diese Weise haltbar gemachten Gemüses läßt uns in verstärktem Maße auf das an sich alte Verfahren des Einsäuerns zurückgreifen, das den Vorteil hat, das kostbare Erntegut in beliebigen Behältern schnell und zweckmäßig in größeren Mengen als Wintervorrat einzulagern. Alle Verfahren der Milchsäuregärung und das Haltf barmachen mit Hilfe von Essig sind eingehend erläutert. Ein umfangreicher Rezeptteil gibt den Hausfrauen wertvolle Fingerzeige der mannigfachsten Verwendungsmöglichkeiten. Die preiswerte Schrift wird viele Freude finden. Robert Kratzert. FraundtlclMr Rat Ein Autor hatte einem Direktor ein ftinf-aktiges Drama in Versen eingereicht. Um sich zu vergewissern, daß sein Drama auch' wirklich gelesen würde, klebte er im fünfttin Akt zwei Seiten zusammen. Kurze Zeit darauf erhielt er sein Opus mit folgendem Schreiben zurück; »Sehr geehrter Herr! Für Ihr Manuskript haben wir keine Verwen^ dung. Gleichzeitig möchten wir Sie bitten, hei eventuellen weiteren Einsendungen doch schon die erste und die letzte Seite zusammenzukleben.« Wh Rod kl iMte kKlmT Kochrezeipte für vier Personen. Samstag: Mittag: Leberknödel mit Sauerkraut, kalter Grieß mit Marmeladesoß (25 dkg Fleisch, 5 dkg Fettst.) — Abend; Nok-kerln mit Endiviensalat (3 dkg Fettst.) • 5ionntag: Mittag: Knochensuppe mit Frl^ tatten, faschierter Braten mit Kartoffeln, gemischter Salat, Biskuitrolle (75 dkg Fleisch. 6 dkg Fettst.) — Abend: Brote mit Butter und faschierter Braten vom Mittag. Örom-beerblättertee mit Keks (6 dkg Fettst.) Le^knödeln: 8—10 Semmeln, % kg Rindsleber, 3 dkg Kernfett oder Speck, 1 Zwiebel oder Porree, grüne Petersilie, Zitronenschale, Thvmian, Knoblauch, Salz, 5 dkg Mehl, K 1 Milch. Die Leber wird abgehäutet und durch die Fleischmaschine getrieben. Das Brot wird feinwürfelig geschnitten, die Zwiebel fein gewiegt und in wenig Fett gerostet. Das enthäutete Kemfctt wiegt man ebenfalls fein, vermischt alles zusammen und würzt. Dann sprudelt man Milch und Salz ab, übergießt die Masse damit - und läßt sie % Stnd. stehen. Hemach wird das Mehl dazu gegeben, leicht vermischt und einige Zeit stehen gelassen. Man formt Knödel und läßt sie im Salzwasser etwa 10 Minuten kochen. Biskuitrolle: 14, dkg Kunsthonig, 14 dkg Mehl, 1 Ei, Paket Backpulver, Elaus-tauschmitel für etwa 3 Eier. Den Honijj läßt man zerschleichen und rührt ihn mit dem Ei % Stunde schaumig. Dann werden das Mehl, Backpulver und Elaustauschmlttel dazuge-rührt, der Tei^ messerrückendicht auf ein mit Pergamentpapier belegtes Blech aulgestrichen und 8 Minuten bei leichter Hitze gebacken. Danach bestreicht man ihn sofort mit Marmelade und rollt ihn auf. Statt Pergamentpapier kann man auch gewöhnliches glattes Papier verwenden. Kleine Rnllle lilr die lanUcInnii Wenn man keine Zitrone Im Hause hat. läßt sich der Zitronensaft beim Backen auch durch etwas Rhabarbersaft oder Apfelsaft ersetzen. » Wenn man weniger Eier opfern möchte, als das Rezept vorschreibt« so hilft man sich mit Milch. In vielen Fällen läßt sich ein Ei durch einen Eßlöffel Milch ersetzen. Wenn man weniger Fett In den Kuchen geben will, als vorgeschrieben, dann lüßt sich etwa die Hälfte der Butter oder der Margarine einsparen, indem man dafür Quark oder saure Milch verwendet. Ferner spart man Butter, wenn bei Hefe-, Backpulver- oder Mürbeteig die Hälfte des vorgeschriebenen Fetts durch die gleiche Menge geriebener, am Tage zuvor gekochter Kartoffeln ersetzt wird. Wenn der Kuchen beim Backen schief aufgeht so muß man ihn im Ofen etwas drehen, Geht der Teig trotzdem ungleichmäßig hoch, so steckt man eine Makkaroniröhre In die hochaufgegangene Stelle. Dadurch die Triebkraft besser verteilt. Wenn der Kuchen nicht aus der Fom will, so legt man ein gut feuchtes Handtuch um die noch warme Kuchenform. In hart* näckigeii Fällen setzt man irdene Formen bis zum Rand in heißes Wasser. Erst wenn alles nicht hilft, löst man vorsichtig die Ränder mit einem langen spitzen Messer von d«"* Form ab. Uefee Miliir. leilK UrM... ... daß Dein Schulkind nun ein klchier selbständiger Mensch werden soll, h^^ es nicht täglich ab, wenn es bereits den S^ul-weg kennt und mit seinen Kameraden allein nach Hause gehen kann, es wird sonst als Mutterkindchen ausgelacht. ... daß Dein Kind nicht immer recht hat. Wenn es von einem Streit mit seinen Spielkameraden oder Schulfreunden bericlitel, untersuche erst die Angelegenheit und höre auch die Gegenpartei, ehe Du die andern verurteilst. ... daß Du nicht gegen den Lehrer für Dein Kind Partei nehmen sollst. Wenn Dein Kind sich bei dir über den Lehrer beschwert, so gehe hin und spreche mit ihm. Du wirst dann erfahren, wo der Grund der Unstimmigkeiten liegt, aber mache nicht dem Lehrer Vorwürfe, denn er will das Beste für Dein Kind, auch wenn er einmal streng sein muß. ... daß eine vermeintliche »Faulheit« Deines Kindes vielleicht gesundheitliche Gründe haben kann. Kinder, die gesundheitlich gehemmt sind oder irgendwie körperlich leiden, bringen nicht die natürliche Freude am Lernen auf. Macht sich deshalb die »Faulheit« in der Schule überall gleichmäßig bemerkbar. dann gehe mit dem Kinde zum Atzt. ... daß Ordnung. Sauberkeit und Fleiß von früh an gelernt werden müssen. Halte deshalb Dein Kind dazu an, daß es sich vor dem Essen die Hände wäscht, ebenso ehe es die Schulbücher zur Hand nimmt, daß es Bücher oder Hefte peinlich sauber hält und die Schulsachen nicht liederlich herumwirft. ... daß ausreichender Schlaf die nichtigste Voraussetzung, für eine gesunde, körperliche Entwicklung und gute Schulleistungen ist. Achte streng darauf, daß Dein Kind täglich zur gleichen Stunde zu Bett geht und seinen ausreichenden Schlaf hat. Ausnahmen, die leicht tur Regel werden, sollten bei jüngeren Schulkindern keinesfalls gemacht werden. ...daß Dein Kind Spielgefährten und Kameraden braucht. Aber es soll seine Freundschaften selber schließen, sich seine Freunde selber wählen. Eltern haben zwar die Pflicht, sich um den Umgang ihres Kindes zu küiinnern, insofern als sie es vor schlech*-ten Einflüssen schützen müssen, darüber hinaus aber sollen sie ihm in seinen Freoncl^ Schäften Freiheit lassen Seite B :»M«fbur|ef Ztitungi g. Daiembcr 1941 Nummer 310 AUS ALLER WILT Wkidtr ein Flisoendor Holunder Aberglaube und •Lfgendciibildung um | unu:luckliche Schiffe Auf hoher See, unweit Gibraltar, wurdf der snanischo Kischdanipfer »Juan Jos^»« aufgebracht, dessen gesamte BcsatEuny j tot w^r. I Die Zeiten, in denen aus eincni gc-; heimnlsvollen und tragischen Unglückstall sehr schncll ein bunter Kranz von Legenden und Sagen erwuchs, sind längst j vorbei. Der Fisehdanipfer »Juan Jose«, der { in Barbate registriert war und der jetzt j in den Hafen von Tarifa eingeschleppt, wird, hat gleich nach seiner Ankunft mit einem Besuch der Untersuchungsbehür-den zu rechnen, und dann wird sich Mohl die Vermutung bestätigen, daß die Bt'sfttzungsmitglledcr nach dein Genuß vergifteter oder verdorbener Lebensmittel! gestorben sind. ! In den alten Büchern, die von den Abenteuern der Seefahrer, der Kiiimeer-fischer, der Walfänger und der Robben-fschläger erzählen, kommen v elfach Qe-SL'hichten vor, die clem Drama, das sich an Bord des »Juan Jose« abspleite, aufa Haar gleichen. Auch dort gab es Schiffe, deren Mannschaft tot in den Kajüten lag. Auch dort gab es Überwlntorungsabtei-r hingen, die bei der Rückkchr eines Mutterschiffes samt und sonders als Leichen aufgefunden wurden, obschon ihre Lebensmittelvorräte noch auf Monate ge-r reicht hätten. An die natürlichen Uria-chen des Todes dieser Männer dachte niemand. Die Möglichkeiten einer Souchr des Skorbut oder einer Vergiftung wurden nicht untersucht. Der prfmitivatp Aberglaube aber feierte Triumphe. Da wurde von einem Gottesgericht fabuliert, das die gesamte Mannschaft wegen ihres sündhÄften Fluchens getroffen hatte, da entstand die Sage von dem Kapitän, der tinen Pakt mit dem Teufel brach und zur Strafe dafür mitsamt seiner ganzen Schffsbesatzung in die Hülle fahren mußte. Wenn man der Sage vom Fliegenden Holländer nachg^eht, dann findet man, daß die Wurzeln ois in das Zeitalter der Entdeckungen und bis zur ersten Umsegelung des Kaps der Outen Hoffnung zurückreichen, fein Schiff, das in den Stürmen des Meeres seine Mannschaft verlor, ist vermutlich der Anstoft zur Legendenbildung geworden. In der einfachsten rorm lautet die Sage vom Fliegenden Holländer, daß der Füb' rer eines Schlffcs sich bei widrigem Winde vermessen habe, um das Kap ner-unizufahren, und zur Strafe dafür sei er yerdammt, bis in alle Ewigkeit vergeblich gegen einen furchtbaren Sturm anzukreuzen. Die nächste Ausschmückung der Legende bestand in der Behauptung, die Ausfahrt des gottlosen Seenionnes sej an einem Karfreitag erfolgt. Im 17. Jahrhundert wurde die f^bei schon »uf venohiedent hollandlich« Kfpltune ttbef- trageq, und iO wurden dit leefihr^r Hiärent, Focke, van der Decken und van Straten mit dem Fliegenden Hotländer In Verbindung gebracht. Alle di^ie Ent-wicklunfen hingen mit dem Aberglauben der Matrfsen rusammcn, die eine aus-gceprochene Furcht vor trelbcndeM Wracks und vor Schiffen hatten, die durch Sturm und Wellengang ihre Bc-inannnnß verloren hatten, Freilich gewährte so ein treibendes Schiff eintp unheimlichen Anblick. Es ist ein eigenlümlicher Gedanke, daß auf einem Sehi't, das lautlos und gespenstisch wie in der Sage vorbeizieht, kein Mensch und kein leoendes Wesen ist. ^'chrcckhafte Uemütrr Swlien manchm;! auf dem t'Jeck op^spens'lsche Oestalton sich bewegen, und nders helle Mondnächte verleiteten I' 'cht zu solchen Illusionen. So wuchs ius einem verlassen )n Schiff durch imirrr neue Ausschmückungen die vielgestaltige Sage vom Fliegenden Holländer. a. Dm Alter der Erde, Für die Erforschung der Erdgeschichte bieten der Wissenschaft die Schichten der Erde die wichtigste Handhabe, Einen ersten Maßstab für das Zeitmaß dieser Enlwicklung erhielt sii! bei der näheren Untersuchung "der Kohlenschichten der Erde und ihrer Entstehung. Diese entstammen den Schuppen- und Sieg<}lbäumen, 40 U'id mehr Meter hohen blütenlosen, aber mit gewaltigem Blätterwerk geschmückten Baumriesen, deren Wälder geaen Ende der Knrtionzcit von gewaltigen Y^rdkfltastro-phcn vernichtet und so dicht oon Sonutt-masscn bedeckt wurden, daß sie mangels Sauerstoffzufuhr nicht verwesen, gondern nur verknlilen konnten. Bei der Uni-wanon Nico* Dostal Sonntag: Nachmittagsvorstellung »Pie luftige Witwe«, Ahendvorstellung »Die Entführung aus dem Serail« * : TfTWWWTWW TTTTTTTTTTTTTT»WflWVWflyWy Steirisclier H»imatbund Amt Volkbildung THiATERRINO II Montag, den 8. Dezember: 96?« Christine ven Schweden 9571 ino Brunndprf PI« Rptschiidt Neue Wochcn«ch»u. Für Jugendliche xugflastrn- Vor-at«llun(r«|i i«dtn Kr«it»g um 30*30 Uhr, Samst«]; um 18 und ^'30 Uhr, SoaaUg um 15, 18 und 20*30 Uhr. UNNI BUlinUrr i«idcade 3Mnc der Frauen, die vie* nUlin L «übe« und gahea, in varschiedcnen Prci«l*geo. Beratungfitellen ZUM INOIANIB« Orai, Hftrr^ngast« 19 aebaa Cale Harrcnhol. «UMMIHOF. Orai, Sperfaw« 4 neben Luerflf. aowie WAUfNHIll, OrM, AlbracMgau« 9 Variangan Sl« Maiakart«! Med. IJniv, Dr. Hermann Worinti lau ni laivoa imm Mpor Ite tetttaerwlrta Wovt » [Heiner InzeNier Rpi. rO' taeaadaBi ?ea ItaDiriirtbrlatea «rcrdti 18 laf f*Mta »aiaeiina)