Nr. 183. Montag. 12, August ' 907.________________126. Jahrgang. Mibacher Zeitung Pränumerationspieis: Mit P o slv r rj c n du i, g: ganzjährig 3» K, balbjäbiin 15 l<. Im Kontor: ganzjährig « X. halbjährig II K. Für die Zustellung in« Haus ganzjährig 2 X. — Inserlionsgebühr: ssür llcine Inserate bis zu 4 Zeilen 5» d, gröbere per Zeile 12 l,; bei öfteren Wiederholungen per Zeile « d. Die «Laibachrr Zeitung» erscheint täglich, mit Ausnahme der Tonn» und Feiertage, Die NdminiftraNo» befindet sich Kongrekplatz Nr. 2, die Mebaltion Talmatmgasse Nr. IN. Sprechstunden der Redaktion von « bi« IN Uhr vor» mittags. Unsranlicrte Bricle wridr» nicht angenommc», Manuskripte nicht zurückgestellt. Amtlicher Heil. Seiue k. und l. Apostolische Majestät haben niit Allerhöchster Entschließung vom >_':'.. Ilili d. I. dein Haliptlehrer a>l der LehreriiliieuBildliug^ austalt in Laibach. Bezirksschliliuspektor Wilibald Zupau^i?, allläßlich der über seiu Ausucheu ersolgeudeu Überuahnie in deil bleibenden R'llhe-stand tarfrei den Titel eines Tchnlrates allerguä' digst zu verleihen gerllht. Den 9. August 1907 wurde in der l. l. Hof« und Staats' druckerei das Titelblatt, das chronologische und alphabetische Rcpcrtorium zur italienischen Ausgabe sowie das 1. Stück der italienischen Ausgabe des Reichsgesetzblattes ausgegeben und versendet. Nach dem Nmtsblatte zur «Wiener Zeitung» vom 9. August 1907 (Nr. 182) wurde die Weiterverbreitung folgender Preh-erzeugnisse verboten: Nr. 35 «MZk moö». III. Verzeichnis über die beim k. t. Landespräsidium in Laibach zu Gunsten der Abbrändler in Oberdaine, Vezirt Krainburg, eingelangten Spenden, und zwar: SammlungSergebnis der Pfarrämter: Maria Verkündigung in Laibach 15 k 10 Ii, Dole bei Littai 13 k 10 Ii, der Stadt Stein 25 Ii. Woditz 11 K 2« !>, Homec 7 X und Kommcnda 15 8 zusammen 86 X 52 1». Mit den Spenden aus den früheren Verzeichnissen per 214 Ii 28 li. im ganzen 300 k 80 Ii. MchtamMcher Heil. Ungarn. Ter Vizepräsident des ungarischen Abgeord ueteuhanses Llldivig von N ü v a i) hat kindlich seinen Wählern Bericht erstattet. Dieser einfluß reiche Politiker der Verfassuugsvartei bekennt siä> zu den im heutigen llugarii zuul Teil schon in Mißkredit gekommenen Principien Deükc^ nnd er innert seine Laudslelite daran, das; der Schlüssel des fortschrittet nnd der Eutwickluug nicht im siechte des Widerstandes, sondern in der Erfüllung der alltäglichen Pflichten des Lebens liegt. Er meint: „Damit, das; wir verkünden: wir geben von den Rechten Ungarns nichts preis, machen wir Ungarn noch nicht groß-, wir tnn dies erst dann, wenn wir uusere Bürgerpflichteu mit zielbewußter ernster Arbeit erfüllen." Vizepräsident von NüvaN bat sich eingehend über zwei fragen, die fi'ir da5 öffentliche Leben in Ungarn in der nächsten Zeit von der größten Be dentnng sind lind daher anch linausgesetzt die politischen Kreise beschäftigen, geälißert: die Verfas-sungSgarantien nnd die Wahlreform. Er glaiibt. das', die sogenannten Garantiegesetze bereite dem nächst vor die legislative gelangen lverden. weil die Regieruug in dieser Frage dnrch ihr Wort ge bunden sei nnd der>t'ö'nig auf das Einvernehmen zwischen Nation lind Kroue (Gewicht lege. Daran knüpft er noch die Bemerkung, man würde die Frage irrig auffassen, wenn mau in den Verfas-snngsgarantien ein Mittel und eine Waffe gegen^ iiber den Rechten der Kron<' erblicken lvollte. „Die ungarifche >irone und die nngarislbe, Verfassung bilden ein einheitliches (^an^-s. Die ungarisllie Verfassung gipfelt in der >lrone lmd die Macht der ^iroue kräftigt uufer Laud uud unsere Verfassung. Jene (Garantien, »velche die ungarische Verfasslmg schützeu, schlitzen auch die kouMlitioilelleu Rechte sowohl.der N^atiou. wie alich des Köuigs. Hier ist keine Rede voll der Erwerbung neuer Rechte, sou dern nnr davoil, daß die ^cation vor schädlichen Mißverstäuduisseu belvahrt lverde, deren Stachel wir auch heute uoch spüren. Ich bitte daher, au solche Garautieu zu denken, welche uuter Mit lvirtuilg der, R'egierlilig uud mit Zustimmung der ,^'rone nur eiue Besiegeluug der Harmollic darstellen, welche zwischen >tönig nnd Nation zum Wohle beider Faktoren bestehen mnß." Bezüglich der Wahlreform erklärt Herr von Nüvay, man dürfe keine übereilte ^ösnng dieser wichtigen Frage verlaugeu, da alle gros;eu Interessen beri'lcksichtigt lverden müs;teu. Er sei eiu Anhänger des allgemeineil Wahlrechtes, doch könne uiemaud das Parlament zwiugen, die Reform derart zu verwirklichen, daß sie zur Schwächung der uatioualeu >lraft führe. Er glaube, das; diese Reform in der uächsteu Zeit, uud zwar in freiem liberalen (leiste verwirklicht werden müsse, und daß die Regierung jeue ba,ld Lügeu strafen werde, die behaupten, die Regierung wolle die Reform nicht erust' er hoffe, daß schou bei dem näclssteu Znsammentreten der legislative ^'elegeuheit ge^ boteil werde, die Öffentlichkeit zumindest in großen Umrisseu zu orieutiereu, in welcher Weise die Regierung die Reform verwirklichen will. Im „Eglieterte5" beschäftigt sich der:'lbgeord ilete >iiuety gleichfalls mit den beiden letztgenannten Problemen, indem er sagt, das Land erkenne wohl an, daß die Regierung nnd die .Koalition im abgelaufenen Ialire eiue reiche gesetzgeberische Tätigkeit entfaltet haben, jedoch jene 'Aufgabeu, zu dereu Erfüllung sie sich verpflichteten, wie die Schaffung der Verfassuugsgarautieu uud die Eiuführung des allgemeinen Wahlrechten, noch immer nicht, gelöst baben. Deshalb sei da5 land verstimmt. Die Schaffung der Verfassuug5garautieu uud der Wahl-refo'rm dürfte uicht läuger hiuausgezogen lverden. Das Laud erwartet auch die Durchführung der wirtschaftlichen Selbständigkeit in dein abzuschlie-ßeudeu Ausgleiche bis zu jenem Maße. welches die Feuilleton. Der Temperamenter. Studie vvn H'^ul' Airchhoff. (Nachdruck verboten.) Die sanstabsallende Flnßböschnng ist satt' grün nnd voil der strahlenden Fri'lhuachniittagc" sonne glntwarm. Der Fischer Peter Mathes hat seine faulen Glicder darauf alisgereckt lind starrt iu deu lichtblalieu, glänzenden .vimmel. Da gehen die Wolkeu lvie schueelueiße Tralinigestalteir — ill dichten Zügen dort — da vereinzelt uud geballt. Eiuige lösen sich, werden dünn nnd lang, beginnen zu flattern, lvie weißes (^etüch im Winde hill- uud hergefegt wird. uud zerrinnen dann in winzige Fleckchen nnd Flöckchen. Mathes kaut au seinem Pfeifenstiel. „Dal is mm die heilige Nasch'," beginnt er zn philosophieren, „da hangt lilul die heilige Mntter (Gottes die Iesuswiudeln raus - ja, uiid wat >vir ^lenschell sind —" Er unterbricht sich und beginnt mit eiuer (^ri masse laugsam i'.ber beide Bauchseiteil zu streiche,,. „Übergessen hau ich mich!" seufzt er befriedigt. „Besser zuviel alv zulveuig! »»egen dat Znviel hat dor Magen immer seine Medizinen; gegen oat Zu wenig aber vergißt unser Herrgott manchmal die Arznei." — Voll der Straße herab spuckt der Fischer Iupp Heil uebeu den Faullenzer — iu weitem Bogeu. damit dessen Blick anfmerksa.m werde. Als da5 nicht wirkt, beginnt er mit Tteincheu zu werfeu-eius trifft deu Liegenden endlich auf den Bauch. Mathen reckt deu >iopf halsuiu uud blinzelt uach obeu. „Wat willste?" kilurrt er, fast ohue die Zuugc zu regeil. ,/il Bier geb' ich aus! >tomm mit!" lacht der andere breitmäulig hinunter. Mathes kopfschütitelt bloß. Die Sonne isl warm uud das Pier weit. Er guckt wieder iu deu souublauen Himmel. Iupp sieht Himmler lind wundert sich. daß die Sonne Kraft genug besitzt,, selbst durch die dickschmierigen Hoseu sciues .Mmeradeu zu, dringen. „Na adjes dann!" rnft er nnd bekommt keine Ant' wort. Da zwickt und juckt ihu der Ärger- er bückt sich, hebt vou neuem eiue Haudvoll Steiinheu auf, läßt sie aber laugsmu wieder fallen, stopft die Häude iu die Haseutascheu uud schleudert pfeifend weiter. Der Mathes besieht die weißen Wolken und besinnt sich wieder auf die Iesu5wiudelu. Wie die weiß sind! Ob er wohl je ein solch weißes Sonn tagshemd angezogen hat? Nie! Denn wenn die Maria, seine Frau. anch keine Tchlampe ist — nein, eine Schlampe ist sie nicht grad — so ist doch ihre Zunge immer regsamer gewesen als ihre Arme. Oben a ill Weg stehen jetzt zwei Mädchen lind lachen auf den Liegenden hinnnter. Die rote Els-beth ist die eine. „Rat" ueuueu sie die Leute, ob wohl sie's eigeutlich nicht ist', deuu braudfuchfig ist ihr Haar nicht. Wie dichter- schwarzer Ascheustaub Iiegt'5 darüber, daß es dunkel rotbrauu lind tief matt erscheiut. Nur wenn die Sonne drüber liegt, hat es einen satten l^lanz lvie schimmernd duuke! rotes Blut. Ihre Augen siud fast stets überlidert, als hangen sie gekuscht nnd sprungbereit der Bellte. Die Elsbeth hat die braune Auue am Arm uud damit im Bann. Willenlos läßt sich die Frisch waugige mit den hellen Himmelausleu hermn',er reu: ihre Beweguugeu folgen denen ihrer Freun diu. iiur siud sie matter, nicht so wild uud u» aebm-dia. Il,r >i'che,-n ist Beifall für dw audere. Die Rote läßt ihre Augeu ',u dein Fischer hinüberfnnkeln. „Vcathes!" ruft sie gedämpft, uud wie er nicht hört. noch einmal, hart uud grell: „Mathes!" Der Gerufene bleibt liessen- nur der Kopf beginnt sich langsam zu drehen. Die beiden Mädchen stehen unn kaum noch drei Schritte voll ihn, entfernt. „Mathes, weißt du, lvas deine Frau tut?" Eiu murmeludes lHnmzeu erwidert: „Hm, hmm!" „Weißt dn'Z Mathos?" klingt uuu die Mäd-cheustimme dicht uebeu ihm, eindringlich, nnd als hätte sie Ilugeahutes zu kündeil. Nun begiuut sich seine Znnge langsam zu regen: „Wat wird sie tun? Rackern wird sie - lvie sie mnß!" „Ha — haa," perlt ein klingendes Mädchen-lachen neben ihm anf. „Ich will dir's sagen" — geht's iu eiu boshaftes Halbflüsleru über - „schöu tut sie, Mathes karessiereu tut sie — und der Pitt, dein Jung, hat's auch schou gelernt, und du bist eiu falller Latsch!" „Dumme ^'»ret'!" knnrrt er nnd begiuut wieder ins Lichtblau zu starreu. Die Mädcheuschritte huscheu vorüber, das Gekicher zerfließt in der lveiteii schlvl'llen Stille. — Die Soune ist glntweich liiid driliqt tief ins Fleisch. Bis ins Blut saugt sie sich <''", b^...^' langsam und schwer fließt und l'eiualie >r.ol)!'Mil;, als sei schwerer, glutroter W.iu van.,. Der Ma hc« reckt lind rentt die l^ii^cr. tmnul ,ede einzeln,- Stelle ihreu Dic' Maria — und jchoiitml! deutt er dauel halblaut vor sich hiu — „die ill^d karessieren! Wo-nu't >vohl? ^iit deu Grauaugen, delleil das Elend den Glanz gestohleil hat? Oder mit ihrem Haar, das die Sorgen zerzaust und zcrsträhnt halie^? Oder gar mit ihren Gliedern, aus denen die Nat längst die rundpralle, weiche Straffheit der Jugend gesogen hat? Die Maria — uud schöutuu — haha!" (Schluß folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 183. ___________ ___________1704 12. August 1907. Zoll- und Handelsverträge erlauben. Tie elementarste F-ordernug des wirtschaftlichen Aufschwungs sei die freie Hand Österreich gegenüber. Es sei sehr fraglich, ob das Ergebnis der bisherigen Aus-gleichsverhaudlungen diesen Forderungen (Genüge leistete. Die Früchte der Arbeit der nationale,! Regierung müßten bid ,^>m Herbste reif werden, wenn nicht, so würde eine sehr frostige Jahreszeit für das Koalitionsregime folgen. Die Stimmung gefriere und sprenge jene Fessel, die die mwermengbaren 18l>7er und 1848er Principien z ufammenhalten will nud die scholl längst gesprengt worden wäre, wenn c5 nicht das der Führer, besoilders Franz Kossnths und Apponyis, verhindert, hätte. Politische Uebersicht. Laib ach, 10. August. Das „N. Wr. A." lneldet, daß für die Hälfte September der Besuch des russischen Ministers des Zlnßern, Izvolskij, in Wien in Aussicht stehe. Er werde mit dem Freiherrn von A h r c n -thal über die gesamten internationalen Fragen eine Beratung habeil, ebenso wie dies in Swine-münde zwischen ihm und Bülow der Fall geweseu ist. Auch dürfte er von Seiner Majestät dem Kaiser empfangen werden. Aus Marienbad wird gemeldet: Der ser-b ische M i n i st e r p r äsident Pasi<- äußerte sich in einem (Gespräch dahin, das; er nach abgeschlossener Kur Anfang September mit Freiherrn von Ährenthal eiile Koilfereil.', haben werde. Die Wiedcranfnahlne der Handel 5 v e r t r a g s -verhalldI n il g e n sei fiir Mitte September in Aussicht genommen. — Die Lage anf dem B alka n sieht Pasi<- jelü ruhiger an. Die bulga-rischeil Banden sind fast gänzlich vernichtet. Er hofft, das; die Mächte gegen das Treiben der Ar-nauten einschreiten werden. Sollte dies nicht geschehen, so würde Serbien hierüber bei den Mächten Vorstellungen erheben. In N u s; l a n d ist laut einer Mitteilung der „Petersbnrger Politischen >iorrespondenz" bereits mit der Festsetzung der Termine für die W a h l e n in die N e i ch s d n m a begollneil lvordell. Als erste werden die beiden Residenzen ihre Vertreter in die Neichsdnma wählen, nnd ihnen folgen die Provinzstädte. Die Wahlen in deu (^ouverneinents worden anf einen Tag angesetzt. — Die Meldnng einzelner Blätter, daß das Ministerium des In-nern für die bevorstehenden Wahlen Instruktionen zu veröffelltlichen beabsichtige, die ähnlichen Eha rakters seieil lvie die vor den Wahlen zur zweiten Ncichsdnma erlassenen, nnd manche Wählerlreise in ihren, Rechten wesentlich beschränkt würden, erweisen sich nach der genannten Korrespondenz als unbegründet. Es handelt sich nur um Ausarbeitung voil Regeln, die beim Wahlakte selbst und bei den Wahlversammlungen zu beobachten sind; so sollen zum Beispiel die Arbeiter ihre Wahlmänner nicht durch Stimmzettel, sondern dnrch kugeln wählen. Die ^ufannileustellung der Wahllisten bedarf keiner ergänzendeil Erklärung der Regieruirgsbehörden. Eine der „Pol. Korr." von nnterrichteter Seile ans Rom zngehende Mitteilung stellt gegen über der seit den Ereignissen in Easa-b lanca wiederholt verbreiteten Behauptuilg, daß Italieu, loelches durch diefen Zwischeufall in ^litleideilschaft gezogell erscheiile, sich der bewaff neten Aktioil Frankreichs nnd Spaniens in -Via-rokko in irgeild einer Forlii anschließen werde, die Versicherung entgegen, daß die italienische Regie rnng sich mit einem derartigen Plan nicht befaßt. Die (^ewaltlaten in Easablaiu'a, welchen im Dienste eines französischeil Unternehmens stehende italio nische ^laatsbürger zum ^pfer fielen, trugeil keinen solchen Eharakter, daß das Prestige oder sonstige Interessen Italiens ein gleiches Einschreiten dieser Macht erheischen wurden, wie es dasjenige ist, zn dem sich Frankreich uud Spanien, denen durch die Abmachungen von Algeciras in V^arokko eine besondere Rolle zugewiesen wurde, veranlaßt sahen. Das Vorgehen Italiens gegenüber der ma-rokkanischen Regierung wird sich im Rahmen der iil ähnlichen Fälleil üblichen Forderungen bewegen, somit über das anf diplomatischem Wege zu bc-treibeude Verlangen einer Genugtuung, der Bestrafung der an den Bluttaten in Easablanm Schnl-digen und einer Eutschädigung für die Familien der getöteten, bezw. verwundeten Italiener nicht hinausgehen. Tagesneuigleiten. (Zwei Kaiser gratulieren!) Aus Schandall wird unter dem 7. d. geschrieben: Gelegent-lich der am Ta^ge der Kaiserznfamnleilknnft auf der Ostsee am 4. d. M. inKrögis in Sachsen vorgenommenen Traltnng eines russischen Staatsangehöri.ien, des Schweizers Hartwich in Manna mit seiner deutschen Braut, sandte der Pfarrer .<5ev,drich in Krögis iin Namen der Hochzeitsgesellschaft ein Huldigungs-telvgramm nn die beiden Kaiser. Dienstag friih traf nun eine vom Kriegsschiffe „Deutschland" uiili 7 Uhr als Fnnkentelegrannu in Arcona aufgenommene Antivort folgenden Inhalts bei dein Absender in Krögis oiili „Baiser Nitolans und Kaiser Wilhelm danken für die frenudliche Huldignilg und wünschen dem jungen Paare auf seinem Lebeuslvea.e Gottes Segen. I>iu allerhöchsten Auftrage die General-adjntanten Nossilov, Plefsen." Dieser Gli'ickivnnfch beider Kaiser wurde vom Pfarrer nachträglich zum bleibenden Alldenken in die Traubibel eiil,geschrieben. — (Der Wechsel der Körpergröße.) Di'.' Größe der menschlichen Gestalt ist auch wie ihr Gewicht einem ständigen Wechsel unterworfen. Wenn man einen Menschen genan mißt, sobald er sich des Murgens ans dem Bette erhoben hat, und wiederholt diese Messnng vor deui Schlafeugehen ani Abelld, so wird iliail feststellen können, daß seine Größe mit dem vorrückenden Tage ständig zusammen-geschrumpft ist. Um 8 Uhr abends ist jeder Mensch kleiner als uui bl Uhr morgens und bei manchem Menschen handelt es sich hier um einen Unterschied von über einen Zentimeter. Im allgemeinen verliert man jedoch, wie i«n der Zeitschrift „Renaissance Litt<'-raire" ausgeführt wird, tagsüber nnr l> bis e auf dem Parkett . . . Johannes taumelte zurück. Er holte die Lampe, trng sie, am ganzen Leibe bebend, herzn uud belench tete das grausige Schallspiel. Ja, es war Gabriel Vasilijev. Oder vielmehr sein entseelter Körper. Grausen, Entsetzen packte Johannes au. Er sah sich wirr nm. Lag eine Waffe dabei? Er dnrchsnchte flüchtig das Zimmer, fand nichts. Auch eine weitere Blntfpur lvar nicht wahrzunehmen. Welch gräßliches Verbrechen war hier geschehen? Welch furchtbares Geheimnis lag hier vor? Endlich raffte er sich anf. Sollte er Lente herbei-rnfen? Er näherte sich noch einmal der unheimlichen Stätte und beflihlte den Körper. Zu retten war nichts mcln' die Leickienstarre schien bereits eingetreten zu sein. Eine wahnsinnige Angst, ein Grauen, das er nie gekannt, anch dem natürlichen Tode gegenüber uie empfunden trieb ihn fort. Er stürmte ans dem Zimmer, wars hinter sich die Tür ins Schloß und eilte von danneu. In Martws Salon rih er das Fenster a,nf. Sollte or Hilfe herbeirufen? Aber wozu Hilfe, ^ retten war doch nicht» mehr! Er wich vom Fenster wieder znri'ick. Die kalte Nachtluft »lachte ihn erschauern. Was sollw er tun? Es mußte doch etwas geschehen irgend etwas! Hastig nahm er den Hut und Paletot anf nnd lief über den Korridor. Er wollte Winters wellen, die Mägde — dann zur Polizei eilen. Aber er stand, von Grauen getrieben, plötzlich vor dem Hanse, ohne wedei' im Giebel die Lente gerufen, noch die Bewohner des Parterres heraus geklopft zu haben. Vasilijev tot Sonjas Bruder, der Frennd. der Intimns von Justus, dessen erklärter Liebling, der Bewerber nm Marthas Gnnst, nm ihre Hand, Vasilijev menchlings im Schlafe überfalleil und ermordet' Und von wem? ^oliannes eilte, bebend am ganzen Leibe, die Straße entlang. Er faßte dieses grausige Geschehnis noch gar nicht! Siebente s K apit e I. Die Stadt lag noch in tiefem Schweigen da. Nnr vereinzelt rollte da und dort ein Landwägelchen, zum Friihmarkt fcchrend, durch die Vorftadtftraßen, die Johannes ziellos durchirrte. Plötzlich fach er sich am westlichen Tore, dort, wo der Haardtwald beginnt. In der Villenstraße, die sich an desfen Lisiere entlang zieht, wolmte Herr von Eckhardt. Zufällig wnßte er seine Adresse. Sollte er ihn aufsuchen ^- ihn herausklingeln nnd ilnn mitteilen, was geschehen war. Außer dem alten Medizinalrat war der Freiherr der einzige Bekannte der Geschwister, den man in den letzten Wochen empfangen hatte. Seine Eousine war eiue Freundin von Martha — er selbst lx'faß ein warmes, aufrichtiges Interesse für das Hau5 Spener. Johannes wnßte niemanden, der mehr als Eckhardt geeignet wäre, mit ihm zusmmneu die ersteu einleitenden Schritte in dieser grausigen Angelegenheit zn tnn. Er durchmaß also rafck die Anlagen nnd tmt anf das Haus zu. Es war ein schmuckes Wolm-aebäude, in den oberen Etagen gewiß von reichen Mietern bewohnt ^ man nannte diesen ganzen Vor« stadtteil ja das „Millionenviertel" - im Erdgeschoß befall den sich aber ein paar bescheidene (Aeschäfts-lokale. Das eine derfelben ward soeben geöffnet es war eine Milch' und Vutterhandluna,. Eine alte Frau zog die Rolläden ai»f und sah sich dann gähnend und verschlafeil um. Jobannes wollte die Fran bitten, ihm die Haus-tür anfzufchließeii, oder ihn durch ihr Magazin in5 Treppenhans gelangen zu lassen. Er zögerte, denn in demselben Augenblick schlu-gen Pfeifenklang und Trommelwirbel an fein Ohr-er war so nervös, daß er zusammenfuhr. Die Musik näherte sich; es war ein militärischer TrnPP, der zu einer Übung inZ Gelände zog. Johannes blieb an der Hanswand swhen nnd ließ die Soldaten an sich vorüberziehen. Der Gesichtsnusdruck des Bildschnitzers war in der Tat immer dufterer, immer gequälter geworden, fein Ange nahm etwas schier Geisterhaftes an. Er konnte sich nicht mehr entschließen, nm Einlaß ins Haus des Freiherrn zu bitten: denn wie ein Blitz hatte sein Hirn der jähe Gedanke dmichzuckt, daß Eckhardt ja der Gehilfe des öffentlichen Anklägers war, daß sein Amt ihn zwang, die Mitteilung über ein solches Vorkommnis sofort auf dem Dienstwege an seine vorgesetzte Behörde weitcraclanaeu zu lassen. Was war es nnn aber, das ihn sofort dabei mit einem nenen, nicaekannten Schauer der Furcht überriefeln machte? (Fortsetzung folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 183. 1705 12. August 1907. (Ein Stelldi ch e i n n n d sei n c Fol gen.) Ein tragikoinischer Vorfall Hot sich nächtlicherweile in Potsdam abgespielt. Gegen Mitter-nacht durchschwirrte die stille Stadt Plötzlich das Gerücht, an, Karpfeuteiche in» Lustgarten hätte sich eiu Liebesdrama abgespielt; ein Mädcheu und ein juuger Mann wäreu in deu „Finten" untergegangen, '.vl'an alariuierte die Tchloßlvache und holte einen Arzt. Til' Wache stellte bereitU'illi.-lst Mannschaften zu»-Verfügung, und auch ein Medikus erschien ans dem Schauplätze der vermeintlichen dramatischen Handlung. Tatsää)lich wnrde deun anch ein junges Mädchen ans dem Wasser gezogen nnd aufs Trockne gebracht. Tie angestellten Wiederbelebuugsveriuchlj waren erfolgreich, nnd so tonnte die llberführun,^ in das städtische >lraukenhans angeordnet N'erden. ^I^nn rief das Mädchen ängstlich nach ihrem Bräutigam, uud da von diesem feine Spur zu entdecken wa,r, nahm man an, daß er sich noch im Wasser befände. Jetzt wurde noch die Feuerwehr herbei gerufeu, die sofort mit Windlichtern das nicht sehr tiefe Wasser absuchte. Nach einiger Zeit wunde ein schwm'zer Filz^ hnt nnd dann ein Tpazierstock gefunden, aber von dein Bräutigam selbst war vorläufig nichts zu entdecken. Nach etwa einstündiger, vergeblicher Arbeit kam ein junger Mann angestürzt nnd rief ängstlich: „Wo ist meine Braut?" Nuu stellte es sich heraus, daß dies der gesuchte Vräntigam uiar, nnd der gauze Vorfall klärte sich nun ziemlich harn,los ans. Ter Bierfahrer L. ans Potsdam hatte nach einem Stell-dichein mit seiner Braut eiue etwa>s späte Proinenade im Lustgarten unternoininen. und dabei, war das Paar wohl in etwas liebeseli.ge Stiiniunug geraten, in der sic dann von der kleinen Brücke ins Wasser gefallen waren. Ter Bräutigam hatte sich schnell wieder herauskraibbelu tonnen, war nach Hause ge-lanfen, hatte sick) trockene Kleider angezoge.n nud eilte dann wieder an die Unfallstelle, nm fich allerdings etlvas zu spät — um seine Braut zn küminern. Diese, das Dienstmädchen Karoline G, aus Berlin, befindet sich heute wieder ziemlich wohl und dürfte ohne weiteren Schaden an den Liebes-abend zurückdenken. Lotal- und Prouinzial-Nachrichten. Die Slovene« in Amerika. Von I. M. (Alle Nechtr vurbehallru.) (Fortsetzung.) Heutzutage beginnen sich nnsere Laudsleute in einem viel größereu Maßstabe in Amerika ständig niederzulassen, als es noch vor kurzen» der Fall N>ar. Dies gilt vorzugsweise von Mäunern, die ihre Fa,-milien, Frauen und Kinder nachgeschickt echalten, von Mäuuern und Frauen, die drüben hekrateir, von jüugeren Leuteu, die die englische Sprache erlernt nnd das Leben kennen gelernt haben oder in Amerika geboren wurden. Und die Zahl solcher wachst naturgemäß von Tag zu Tag. Die in Amerika ver» bleibenden Land^lente gehen ihrem Lande uud ihrem Volke noch eher verloren. Sie verfallen dem gewal tigeu Assiiuilationsvermögen des Amerikanismus, dein sogar Völker mit stärkerem nnd am meisten ans' geprägtem nationalen Bewußtsein, wie z. B. Deutsche, EZechen, Skandinavier nsw., keinen dauernden Widerstand zu leisten vermögeu. Die Kinder erlernen das Englische in der Schule und auf der Straße, wo sie sich viel mehr aufhalten, als dies in Europa der Fall ist, und vergessen im gleichen Verhältnisse ihre Muttersprache. So kommt es. daß die in Amerika geborenen Kinder und die dorthin mitgebrachten Kinder unserer „Amerikaner" sehr oft ihre Mutter spräche nur uoch zur Not beherrschen: das zweite Geschlecht hat dann schon längst vergessen, daß seine Großeltern europäische Auswanderer waren, die eine andere Sprache gesprochen. Es gibt Faktoren, die ihrer Natur nach verhältnismäßig viel dagu beitragen, die Entnationalisierung, wenigstens der Eingewanderteu, zu verlangsamen. Würde man aber systematisch nnd mit einem beträchtlichen Auswande von Nationalbewußtsein vorgehen und dabei nach dem Beispiele der Amerikaner die verschiedenen Agenten fernhalten, die nur Geschäfte machen wollen nnd aus diesem Grunde eine Entwicklung des Selbstbewußtseins, das Voll-werk gegen ihre Geschäftsgelüste, zu hintertreiben suchen, so würde mau dabei in jeder Hinsicht erfreulichere Resultate erzielen. Leider wuröe uicht einmal der Versuch eiues solchen Schrittes unternommen. Zu den erwähnten Faktoren gehören vor allem die zu sogenannten Iednotas vereinigten Unter-stützungs- und Krankenvereine, die verschiedenen Zeitungen uud — 1:,«r n«,t I<^t die s l oven i scheu Kirchen uud Pfarren. 5 Das Unglück schreitet schnell, aber wohl in keinem anderen Lande so schnell wie in Amerika. Tie zahlreichen Unglücksfälle ans amerikanischen Eiseichahnen nnd sonstigen Verkehrsmitteln sind i-ll-gemein bekannt. Tie zumeist hölzernen Hänser, die ungeheuere, wenig geregelte Verwendung von Knust' uud Naturgas sowie anderer leicht entzündlicher, gefährlicher Beleuchtung?- nud Feueruugsmaterinlien. dies alles gefährdet die Sicherheit deo Lebens in ungeahnter Weife. Toch ist diese Art der Unsicherheit sehr klein im Vergleiche znr Unsicherheit des Lebens des Arbeiters bei der Arbeit in den verschiedensten Industrien, Bergwerken, Eisenbahnen nsw. Hunderte nud Tausende fleißiger Arbeiter werden sahraus jahrein mitten in der Arbeit hinweggerafft; werden sie nicht getötet, so werdeil sie fürs ganze Leben zu Krüppeln gemacht. Es gibt kein Land, wo man so viele verkrüppelte Menschen ohne eine Hand oder ohne einen Fuß antreffen könnte, wie in Amerika. Jene, die nnr mit dem Nerlnste eines oder mehrerer Finger davonkommen, sind so zahlreich, daß dies nnr noch einen Europäer in Erstaunen und Bestürzung setzen kann. Kriege tosten nicht so viel Menfcheumaterial wie die amerikanische Industrie. In deu gigantischen Eisen gewerken in und uiu Pittoburg, Pa., wo jährlich durchschnittlich 7 Millionen Tonnen Eisen und Stahl erzeugt werden, kommt ein tödlicher Unglncksfall ans je 7<><>(>Touuen: dabei sind die unzähligen ..kleineren" Unglücksfälle gar nicht eingerechnet. Bei der Steiu-tohlengewinnung kommt ein Menschenleben auf je 5il1.l)<)() Tonnen Steinkoh!«', wovon jährlich über 50 Millionen Tonnen gewonnen werden. An diesen Ungliicksfällen sind anch unsere Laudoleute, die über wiegend schwere Arbeiten bei Eisengewerken und in Bergwerken verrichten, in sehr großer Anzahl l.x>-teiligt. Mit Nücksicht ans die so große Unsicherheit nnd die daraus entspringende verhältnismäßige Wert losigkeit des Menschenlebens in Amerika ist es selbstverständlich, daß dort eine so große Anzahl von hn-manitären Vereinen besteht wie in keinem anderen Lande der Welt. Nach Hunderttauseuden nnd Millio nen zählen die Mitglieder dieser Vereine nnd Ver bände, seien diese dann bescheidene Arbeitervereine im engeren Sinne oder die bis zu einer Million Mitglieder uud darüber zählenden großen Orden Knights of Pythias Odd Fellows und der Frei manrer, welch letztere sich von den europäischen darin nnterscheideu, daß sie eiue veiu humanitäre Gesellschaft bilden und sich nicht in dem Maße an der Politik beteiligen wie ihre europäischen Mitbrüder. Gleich anderen Nationen sind anch die Sloveneu in Amerika dein Gebote der Not gefolgt und haben Unterstützungs- und Krankenvereiue ins Lebeu ge^ rnsen, deren Anzahl, Mitgliederzahl und Wachstum außerordentlich groß siud. Wer die nachfolgenden feilen liest, wird den Slovene» in Amerika seine Bewnndernug nicht versagen können. So etwas wie ihre Unterstiihungs» und Kraukenvereiue. können die Tlovenen hierzulande uicht anfweiseu, und die ame-rilanischen Slovenen können ans diese ihre Organic salion mit Necht stolz sein. zumal es meistens nnr gewöhnliche, nngebildete, oft kaum des Lefens nnd des Schreibens knndige, dafür aber fähige Arbeiter waren, welche diese Organisationen teils mit, teils ohne Mithilfe von einigen Geistlichen geschaffen haben. Bei einigen der sogenannten Iednotas tragen die Vereine die Namen von Heiligen und diesem Umstände ist die durchaus irrige, allgemein verbreit tete Meinung znznschreiben, sie seien kirchliche Per-l'uu'. (Fortsetzung solgt.) — (Kaiser fest.) Die LokalgMlppe der t. k. Post- nnd Telegraphenbediensteten in Laibach veranstaltet aus Aulaß des Allerhöchsten Gebnrtsfestes Seiner Majestät am 18. d. M. im Koslerschen Garten ein großes Gartenfest mit verschiedenen Unterhaltungen. Das nähere Progralmm folgt. sV o m S te u er d i e ust e.) Übersetzt siud: Steneramtslontrollor Stabelj von Nischoflack nach Möttliug nnd Steueramtspraktilaut Pezdi<" vou Kraiuburg nach Vischoflack. — (Leben s re ttn n g sta g l i a.) Die f. t'. Landesregierung hat der Katharina Novtar ans Unter^Kanomlja für die von ihr mit eigener Lebens gefahr bewirkte Rettung der Franziska Iereb aus Unter-Kanomlja vom Tode des Ertrinkens die nese^ liche LebensrettnnMaglia im Betrage non ^'-' »^ 5t) 1, zuerkannt. — (Der Verband der ö ft e r r e i ch , 1 ai<'n süd slavischen L e h r e r v er e i u e) hält srinr 1l). Hauptversammlung am 24., 25. uud 20. August in Nadmaunsdorf ab. Die Teilnehmer werden am 2!, Aug. nach ihrer Ankunft (um l Uhr N Miu. uach- mittags) vom Bürgermeister sowie oom Vorsitzenden des Lehrervereines für den Bezirk Nadmannsdorf be> grüßt werden; hierauf findet eine Znsnmmentnuft im Hotel Knnstelj, ferner um 2 Uhr eine Sitzung des Verwaltnngsansschnsses im Schnlgebäude und nm !l Uhr die Versammlung der Delegation eben-daselbst statt. Abeuds 8 Uhr Unterhaltnugsabend im Hotel Kuustelj. Sountag den 25. Angnst wird um l» Uhr vormittags die Hauptversanimluug abgehalten werden; nm > Uhr nachmittags folgt das gemeinsame Mittagessen (Kuvert ohne Getränke. pro Tag nnd M i< Schulgeld pro Jahr und wohnen unentgeltlich in der Anstalt. Nähere Anskünfte erteilt die Direktion der landwirtschaftlichen Schule in Stauden, Post Rudolfswert. "- (E i n n e u e r K i u e m a t o g r a p h i n Laib ach.) In Kürze wird in Laibach ein neues Kinematographen-Unternehmen ins Leben treten, l Lokale: Großer Saal des gewesenen „Katoliski Tom".) Nach deu Vorbereitungen zu urteilen, ver-' spricht das Unternehmen etwas Besonderes zu werden. Es sollen nur Bilder der berühmten, mit einen, Kapitale von 2MX>.(K«) Franken gegrüudeten französischen Gesellschaft projiziert tverdeu. Diese Gesellschaft nnterhält Filialen in allen größeren Städten der ganzen Welt. - (Eisenbahnunglück.) Am 9. d. M. wurde auf den, Bahnkörper zwischen der Station Bischoflack nud Zwischenwässern vom Frühzugc Nr. <72l eiu Eiseubahnwageu angestoßen nnd dessen hinterer Teil zertrümmert. Ein weiterer Unfall geschah nicht. I. - (W ei n a u g ebo t.) We^eu der »miiendcil Weinernte, die in den von Elcmentm-schädcn m>,-schont gebliebenen Gegenden Nchr nul anszufailen verspricht, möchten sich die Nwinbesitze lhrer lwr^ jährige,! Prodilktc rechl bald entledigen, weshalb sie ges^iineu siud. ihre Gesaiutvorräte zu ganz ,näßigen Preisl'n abzugeben. Es ergeht soinit an alle Weinhändler und Wirte die Bitte von dieser Gelegenheit nach Möglichkeit Gebranch zu machen. Die meisten guten roten und weißen Weiue siud w den Ge-uieinden Landstraß. Hl. Kreuz. St. VarWmä uud Arch, nnr Weißweine hingegen im Möttlinger Ge-richtsbezirkc cvhältlich. . .,« ^ — (Ertrunten.) Als am i). d. M. abends fünf bei der Ziegelei des Philipp Eupanln- in Laibacher Zeitung Nr. 183. 17(^6 12. August 1ko7. Waitsch bedienstete Arbeiter im .Nleingraben badetell, ertrank der 25 Jahre alte Josef Bizjak und wurde von seinen Genossen tot aus deni Wasser gezogen. l. — (Todesfälle.) Salnstag nachts starb hier nach langer Krankheit Frau Auguste N i g r i i,, Mutter der bekannten Künstlerin Vela Nigriu ill Belgrad. Die Verblichene genoß ill! ihrem ausgedehnten Bekanntenkreise große Beliebtheit und Wertschätzung. Dao Leichenbegängnis findet heute nachmittags um 6 Uhr vom Coliseum aus auf den FriMiof znm Hl. Kreuz statt. - In Stein verschied ebenfalls Sanlstag nachts die Guts- und Bade defitzerin Frau Mark' Kezel, geb. Praschuiker. Witlve ilach dem geweseneu Landtngsabgeordneten Kczel, liach langem, schwerem Leiden, und wird heute um halb l Uhr nachmittags bestattet werden. Am Samstag nachmittags verschied hier Frau Dorotbe^i Ierobec, Mutter des Herrn Fiilanzsekretärs Pan! Ierovcc, iin 82. Lebeilsjahre. Das Leichenbegängnis findet heute nachmittags um 1 Uhr aus dem Siechen-lmnse auf den Friedhof zum Hl. Kreuz statt. i D e r ,^ i il e ul atog r a> p h Edi s o n) zeigt iil der laufenden Woche eine vielbesnchte Eerie von Anfnahmen, unter denen wir auf die Bild^r-reilien „Die Schweiz im Winter" und „Der nordische Fischer" sowie ans die kölnische Schlnßnnmmer „Jean geht anf den Markt" besonders alifmerkfan, machen wollen. — (A ll t o ln o b i l u ll f a I l.) Bei Hril^evje, zwischml Adelsberg und Präwald (Triester Reichs-straße), flihr das Automobil eilles Oberlentnants dos Illfanterieregiinellts Nr. 27 gegen einen Nad-abnx?iser. D«' vordere Teil des Gefährtes wurde zer triimmert- der Lenker flog glücklicherweise in ein Ge büsch lind kam so wit eiiler Handverstanchung davon. — s^l n s denl Zuge gestürzt.) In der Nacht alls den 8. d. wurde cms der Strecke zwischen Plallilla und Üoitsch neben deni Geleise ein schwer verletzter Mann aufgefunden, der angab, ans dem Wiener Eilzuge gestürzt zu sein. Der Schwerver-wundete wurde ill das Spital nach Loitsch gebracht. " (Le ich e u f u n d.) Salustag voruiitlags lvurde hinter dem Notsvitale all der Siidba d e h ll u n g d e s A r beit e r -fchutzes.) Iln September des Jahres 1900 ist iu Beril das internationale Übereinkommen, betreffend dns Verbot der Nachtarbeit der iil der Industrie be» schäftigten Frauen, nbgeschlosseu worden. Das Übereinkommen erstreckt sich anf alle industriellen Itnter-nchmungen, die wehr als zehll Arbeiwr beschäftigen. Das Übereinkommen ist bekanntlich zwischen ^ster-reich-Ungarn. den. Teutschen Reiche, Belgien, Dänemark, Spanien, Frankreich, Großbritannien, Italien, Luxemburg, deil 3iiederlaltden, PoNngal, Schweden lllld der Schweiz abgeschlossen worden. Österreich hat llnll einen Gesetzentwurf' ausgearbeitet, der unter anderem die Bestimmungen des Verner Übereinkommens mit den Paragraphen 95 und9l! der Gewerbeordnung in Einklang bringen nnd damit Schutz-bestimmungen für die zur Nachtarbeit herangezogeneu jugendlichen Hilfsarbeiter schaffen will. Der Gesetz-entwnrf, der den Handelskammern zur Begutachtung übermittelt wurde, soll, abgesehen voll den Bestimmungen, betreffend den Schutz der jugendlichen A» beiter, anch darin über das Vorner Ilbereinkownien hinausgehen, daß die absolute Nachtruhe für Fraueu anch iu jenen Betrieben gelteil sott, die weniger als zehn Arbeiter beschäftigen. (Für Auswanderer.) Nach dem neueu cwl 1. Juli iu Kraft getretenen Eillwanderuugsgesetze der Vereinigtell Staaten von Amerika sind von dem Eintritte in das Land ausgeschlossen: Blödsinnige, Schwachsinnige, Epileptiker, Wahnsinnige sowie Personen, welche innerhalb der letzten fünf Jahre einmal oder, wann immer dies gewesen sein mag, zwei-oder mehrmals wahnsinnig waren' Personen, welche mit Tnberknlose oder mit einer ekelhaften oder ge-fährlickx'n ansteckenden Krankheit behaftet sind' Arme fowie Personen, welche wahrscheinlich der Öffentlichkeit zur Last fallen werden, desgleichen professions-mäßige Bettler! Personen, an welchen die vorgenommene ärztliche Untersuchung ein geistiges oder körperliches Gebrechen nachgewiesen hat, das ihre Fähigkeit, einen Lebensnnterhalt zn finden, beeinträchtigen kann: Personen, welche wegen eines Verbrechens oder einrs diffamierenden Vergehens verurteilt wurden oder zugeben. rin s^lch^ begangen zn haben; Personen, welche in Polygamie leben oder zugeben, daß sie für die Einführung der Polynamio c'mw'ü'n- Anarchisten oder Personen, welche Auhänger des ge-waltsameu Umsturzes der Negiernng der Vereinigten Staaten von Amerita oder überhaupt jeder Regie rung oder jedes gesetzlichen Znstandes oder der Er-mordnng öffentlicher Fuuktionäre find oder derartiges verteidigen: Prostituierte oder Frauenspersonen, welche in die Vereinigten Staaten der Prostitution oder eines anderen unsittlichen Zlveckes wegeil kommen, desgleichen Personen, welche es vermitteln oder versuchen, Frauenspersonen znm Zwecke der Prostitution oder Zu einem anderen unsittlicheil Zwecke ills Land zu bringen' Kontraktarbeiter, das beißt Personen, welche durch Anbieten oder Verspre« ehe» voil Beschäftigung oder durch schriftliche oder mündliche, ausdrückliche oder stillschweigende Ab machnngen wegen Leitung irgendwelcher Arbeit in den Vereinigten Staaten, gleichgültig ob es sich nm gelernte oder nngelernte Arbeit bandelt, veranlaßt odor ermuntert wurden, nach diesem Lande auszuwandern, ebenso Personell, welche innerhalb des letzten Jahres schon einmal als Kontraktarbeiter zurückgewiesen wurdeu: Personen, deren Überfahrt mit dem Gelde irgend eines anderen bezahlt oder deren kommen von einem anderen gefördert wurde. e5 müßte denn sein. daß der positive Beweis erbracht würde, daß die betreffendeil Personen nicht zu den bisber angefi'chrte» anszuschließenden Personen gehören nnd daß ihre Überfalnt lm'der von einer Korporation, Vereiniguug oder Gesellschaft noch von einer Gemeinde oder einer fremden Regiernng, fei es direkt, sei es indirekt, bezahlt wordou ist. Kinder unter ! Uhr früh Tagwache: 2.) Empfang der am Vormittage mit den Zügen einlangenden Gäste: .5, > bl. Feldmesse vor dem neuen Vereins' hause um Kl Ubr vormittags mit Musik und Gesang: 4.) feierliche Einweihuug des Vereinshauses: 5.) um 8 Uhr Volksfest mit einer Tanzunterhaltung, Iur-lotterie (Haupttreffer ein Pflng nnd ein Hammel), Koriandoli, Verkaufsbuden, worin von den einliei mischen Tameu verschiedene Erfrischungen dargereicht werden, — Bei der Unterhaltung wirkt die iu der Triester Umgebung wohlbekannte Musikkapelle „Lnra" aus Hl. Kreuz bei Trieft mit. Gleichzeitig wurde seiteus des s'italuicavereiues eiu öffentlicher Leseklub gegrüudet, zu dem sedermann Zutritt hat. Auch wurde eine Volksbibliothek errichtet und dadurch eiu neuer Schritt nach vorwäl'ts für die Ausbildung der Bevölkerung gemacht. — Die Räumlichkeiten der f'italnica sind schr schön, rein und praktisch, so daß man den Ausschuß zu seinem Erfolge nur beglückwünschen kann. -^<1. — (Die Persei deil.) Ein alliäbrlich wieder« kehrendes Schauspiel am Himmel dildet die Erscheinung der Perseiden. Mit diesem Namen werden jene Sternschnuppen benannt, welche aus dem Sterilbilde des Perseus zu kommen scheinen. Dieser Stern-schnnppenschwarm ist lange »licht mehr so zablreich au Iudividuen wie zum Beispiel der zuletzt i,m Jahre 182 III zusammen, der,mit ibin fast genau auf demselben Wege iil de» weiten Himmelsrä'unien daherläuft und die Perfeiden treten daher dann am häufigsten auf, wenn dieser Komet iil seine Sonnennähe kommt oder von ihr gerade sich entfernt hat. Seit den sechziger Jahren hat der Schwärm fehr an Intensivität abgenommen, in einzelnen Jahren war er fehr schwach und wiederum ein oder mehrere Jahre später konnte man eine Zunahme beobachten. Die Zeit, iuuerhalb welcher dieser Schwärm auftritt, ist durch die Dateu 9. bis 15. August bgreuzt: in früheren Jahren fiel das Marimum der Erscheinung auf den 10., iil den letzten Jahren konnte inan aber die Beobachtung machen, daß die Nächte zwischen dein l2. uud 15. eine größere Häufigkeit anfweisen. Heuer fällt diese Zeit fast mit der Zeit des Neumoudes zusammen uud es wird daher von dieser Seite keine Störnng der Erscheinung eintreten: anch das Wetter scheint jetzt für einige Zeit anhalten zn wollen: außerdem hat man bereits in den letzten Nächten wiederholt einzelne Perseidon gesehen, so daß es nicht ausgeschlossen ist, daß sich der heurige Fall etwas schöucr als in anderen Jahren gestaltet. Die Perseiden zeichnen sich dnrch ihren rela-tiv raschen Lanf, weißes Licht nud auch dadurch aus, daß sehr viel besoudere, aber die helleren eine leuchtende Spur, den sogeuaunten Schweif, -,nrücklassen, der oft mehrere Sekuuden nachleuchtet. — (Gold«, Silber- uud Quecksilber-b e - g b a u i u O sterr eich.) Im Jahre l9M wur» den in Osterreich Golderze im Werte von 675.^54 K gewonnen, nm 81.s>69 Iv weniger als im Jahre vorher: Silbererze im Werte von l!N.^17 K, um 2l5.:M!» l< weuiger als im vorangegangenen Jahre. Der Mittelprcis für ein Kilogramm Gold stellte sich anf 3265 I< 9 I>. Diese Goldprodnktion war im genannten Jahre auf Böhmeu beschränkt. Der Mittel-Preis des Silbers war 108 X 57 1>. Anch das Silber stammte zn 9!» Prozent aus Böhmen. Der Wert der Quecksilbererze belief sich auf 2.199.112 I< und wurden diese Zlllil größten Teile iu Krain gefunden. Metallisches Quecksilber wurde im Werte vou 2.19!>.M2 l< gefuudeu. (Vorsicht mit Tintenstiften.) Der Tintenstift ist bekanntlich anilinhaltig nnd dennoch wird er vor dem Gebrauche recht oft gan^ über-flüssigerweise mit der Znnge befeuchtet. Daß dadurch Vergistuugeu eutsteheu, ist daher erklärlich. Über eine solche berichtet die medizinische Zeitschrift „Laneet": Eine Frau hatte die Gewohnheit deu Tintenstift mit der Znnge zu befeuchten nnd erkrankte nnil, wobei Schwellung der Lippen und des Zahnfleisches lilld Nlauwerden des letztereu auftrat. Zu diesen Erscheinungen gesellten sich Kurzatmigkeit und Verdannngsstörunaen, womit erwiesen war, dah das Gift in das Blut eingedrungen war. Darum den Stift nicht belecken! - (Z n r T n p h u s e pide m ie in A d ^ ls -berg.) Der Landes- und Frauen-Hilfsvereiu von. Roten Kreuze in Laibach hat über Weisnng der l. k. Laudesregierung für Kraiu eine Krankeilbaracke mit kompletter Cpitnlseinrichtnng nach Adelsberg befördern, dort dnrch mitgegebene Fachmänner aufstellen lilld der Gemeinde znr Unterbringnng vou Tnphus-kranken übergeben lassen. Theater, Kunst und Literatur. („W i e ll e r M o d e".) Für praktische Frauen, doch auch für solche, die gern die neuesten Erscheinnugen der Mode studieren, ist das nen er-schienene 22. Heft der „Wiener Mode" eine wahre Fundgrube, denn darin ist alles vertreten, was Interesse bietet: sowohl die neuesten WäMformen anf allen Gebieten, Sportkostünle, Brautkleid. Gesell schafts- und Hochzeitstoiletten, die neuesten Herbstkleider, Besuchstoile-tten, Morgeukleider. Nlusenröcke ?c. Der Haudarbeitsteil bietet iu das Wäschefach einschlagende Handarbeiten, das „Boudoir" ist wie gewöhnlich intet-essant nnd reichhaltig und dio Beilage: ,.Die praktische Wiener Schneiderin" gibt Unterricht in verschiedenen Verzierungen der Wäsche, die jeder fleißigen Frau sehr willkommen sein werden. Telegramme ies l. l. 3eleMheil-3llrle!l!l,lil!tllz.Vllrellns. Belgrad, 10. August. In Vesprechnng der neuesteu durch frenndfchaftliche Vorstellungen der Greßmächte hervorgerufenen Aktion der Pforte gegen die Banden in Mazedonien führt das Negierungs-organ „Samouprava" aus, Serbien habe stets die gegenseitige Bekämpfnng der mazedonischen Bcvölke-ruug aufrichtig bedauert und immer zur Eintracht gemahnt. Es sei bekannt, welcher Nationalität die in Mazedonien zuerst anfgetauchteu Banden angebörten. Die übrigen Nationalitäten, darunter die serbische, hall del ten nur iil Notwehr. Wiewohl durch deil tür-fischen Vernichtnngskampf gegen die Banden ein Laibacher Zeituna Nr. 183. 1?tt7 12. August 1^7. Volt, daö in s^'iüoi- M^lir.zahl dl'in sorbischen Twmnw a!lli<'hör^ schl^r,.', T^'ilnahnil' v^rdionclidl? ÄuMl-blick«.' durchixn', so löiliw sich Serok'n doch nicht den» Gefühl? dn- Grnucitllung v^rschlion^n, oci^ sich nu Ncsllltatc oor Pazifitatioiioattii.nl in d^r W«.'isv bo-kllndon worde, das; bieboi dio in unzwrift'lhafwr Woift' ^«.'dlissilii'n )caän'ichk'i^ werd>.'!i dcm<,'ntk'rt u>l,'r dcn, Nwnach ^ sorbische Vandon aus 3t o n st a n t i n o pe l . ll. August. Anßer oer bereite ^eineldeten Zirtnlarnow doin 7. d. M. hat die Pforte noch eine zweite an ihre diplomatischen Vertreter bei den Gros;niächten gerichtet, worin sie anfzählt, was sie bisher für dao nm<;edonische Insti^-lvesen zietan habe und tne, nnd ertlärt, Neforinen von nichitürt'ischer Seite nicht akzeptieren Zn könilen, Petersbiirss, 11. August, Tie znr Unter» snchlmn öe^r Zustände bei der Sibirischen Nahn einlieferte 5ioininission stellte Verilntrennn^en ini Ve-traqe von mehr alc- 5 Ito ist mit acht Mitgliedern der Verwaltung .^oren^, Japanern sowie Koreanern, nach Tschemnlvo abgereist, von wo er sich nach Tot'io begeben wird. Zum stellvertretenden japanischen General residenten wurde General Hase-gawa ernannt. N e w york. 11. August. Tie Unterbrechung der telegraphischen Verbindnng infolge von Ausständen deo Telegraphenpersonalo erstreckt fich jetzt auf eine ganze Reihe nener Städte im Westen und Süden, darunter Columbns, Milwaukee, Nashville, Memphis und Dallas. Es heißt, daß die Telegraphisten in San Francisco und Oakland sich hente der Vewe guiig anschließen werden. !M>(> Telegraphisten der Stadt Newport wollen hente eine Versammlnng ab-halten, um über die Beteiligung an dein Ausstande zu beraten. VerfalUlulungen zu dein gleichen Zwecke wel'den auch noch in zahlreichen anderen Städten ver anstaltet. Tie Telegraphisten der Western Union Compami in St. Lonis haben sich gestern abends dem A l i s st an de a 11 ssesch lossen. Verstorbene. Am 8. August. Barbara Putrich, Private, 2« I.. Bahnhofgasse 41, Illd«l-culc>8. pulm. Am 9. August. Sophie Rozmcm, Private, 80 I,, Kapitelgasse 11, ^Iki-K8lnu!z 8onili8. Am 10. August. Lucia Kocmur. Private, 71 Jahre, 'Polanastrahe 9, ^rwrionelorogi«. Neuigkeiten uom Büchermärkte. Berth. Otto, Geistiger Verkehr mit Schülern im Ge» samtunterricht. Iv — M. -^ Berth. Otto, Deutsche Er> ziehilng und Hauslchrcrbcstrebuilsscn, I( —,-36. ^ M. Ver» worn, Die Erforschung dcs Lebens, X — W. — Ernst und Gertrud Scupin, Bubis erste Kindheit. I< 4 80. — Th. .^appstciu, Eduard von Hartmanu, Einführung in seine Gedankenwelt, K 3 60. — Dr, A. Haig und Dr. A. Can-tllni. Die radikale Heiluug der Stuhlucrstopfuug und der Hamorrhoiden. wie überhaupt aller Magen» und Darmtranl° heiten, X 1 80, — Ioh. Alfred Ulsamer, Hausapotheke, alterprobte Hcilträuter, li 1 56. — I. Novicow, Die Ge» rechtigteit und die Entfaltung des Lebeus, li? 20. — Pros, Dr. Frauz uou Liszt, Der Polnacr Nitualmurdprozeß, K4 80. — Ed. Schure. Die großen Eingeweihten, 1< «. — 0. Nipp old. Die Fortbildimg des Verfahrens m Völker, rechtlichen Streitigleiten, Iv 16 80. — N. Riegler, Das Tier im Spiegel der Sprache. X 8 64, — Detlev von Liliencrou, Ausgewählte Gedichte. Vollsausgabe, X 2 40. - Dr. H. v. Kleinmaur, Zur Theorie der Tragödie, k 1 80. — Rousseau. Bekenntnisse, gbd., k 12. - Iohs. Olshauseu, Geschwiudigleitcn in der organischen und an» organischen Welt. X 5 40. — H, Voß. Der Uripruug des Donaustiles, K 21 60. — Alfred Springer, Maschinelle Holzbearbeitung in gewerblichen Betrieben, 1< A'60. Beiträge zur neueren Geschichte Österreichs Mai 1907, X 3. — I. Weis weil er, Das Schullonzert, X —-96. — 1. Speidel, Brandmalerei, X — l)0. — K. Grelliug, Das gute, klare Recht der Freunde der anthropologischen Vcr. nunfttritil, X 1 44. — Prof. Dr. O. Aertli»«, Geschichte der alten Philosophie, X 3, — H. Miehc, Batterien und ihre Bedeutung im praktischen Acben, gbd. X 1 -50. — P. Zorn, Die deutsche Reichsverfassung, gbd. L 1 50. — E. König, Die Poesie dcs alten Testaments, gbd. X 1'50. — P. Evers» heim, Elektrizität, gbd. X I 50. — W. Thompson. Von den geheimeu Kräften in uus, X 180. — H. Leuß. Aus dem Zuchthause. X 1-20.— A. Vreirhaupt, Mutterpflicht und Kiudcspsiege, gbd. X «60. — Wie sehen nnr von außeu aus? Aufruf au die Uranier von einem Objektiven, X — 90. -E. Rodend erg, Briefe an eine Freundin, X —-?2. -1. Brieger-Wasservogel, Die Liebe als Kunstwerk, X - 72. Vorrätig in der Buchhandlung Jg. v. KIeinmayr H Fed. Vambera in Laibach. Kongrehplatz 2. Lottoziehuugcn am 1O. August 1!)07. Graz: 44 89 8 34 84 Wien: 42 34 11 43 66 Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehöhe 306-2 m. Mittl. Luftdruck 736 0 mm. 3 M Z? Z<^ .s. 2 U. N. 734 0 32 2i NW. mäßig heiter " 9 U.M. 734 0 23-bi windstill 7 U, F. ! 735-4 l 18 4 SSO. mäßig theilw. heiter 11. 2U. N. ! 735-4, 291 NO. mäßig teilw. bew. 0-0 9 U. Ab. ! 739 3 ! 19 4 NW. mäßig ! bewölkt i 12.l7U. F. 7411! 18 1! Windstill j » > 0 7 Das Tagesmittel der Temperatur vom Samstag beträgt 24-8°, Normale 19 3°. vom Sonntag 22-3°, Normale 192°. Sonntag nachmittags Gewitter ini Norden, abends starkes Wetterleuchten. Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtel. Mitdenveilagen:! Für die Frauenwelt. ^ Aus der 3eit 1 für die 3eit. Ver Naturfreund. Vüchertisch. ! Monatlich 2yefte! kompletter Jalir-gang Mark 7.20. Durch alle vuch-handlungen und poftanftalten zu I beziehen. ottuciiiv^l^^^icopu?^^^^«^^.«!!«^^^^ Tu bezieken ciurck lg. v. IKlmmnM s^ le wird Montag den 12 August d. I. «m 4 Ilyr »ach' / mittaas ails dein Siccheiihauso, ''''"i"'!'"/^""^«^ den ^riedhof z,.u. Heil. 5f.^ .<«' "Mn .«.",. ^"'^^. "h!'i "S..'l.-»mcsft» wc'.deu in mehreren "^„clcs^ Laib ach, am 12. August 1W7. Amalia Ierovec, Tochter. - Paul Ierovec l. k. FmHnzsciretär, Sohn. — Kma Ierovec geb. »trulelj. Schwiegertochter. — Paul Ierovec. Enkel. Laivacher Zeitung Nr. 183. 1708 12. August 1907. Filiale der K. K. priv. Oesterreichischen Credit- j^j&^ Anstalt für Handel und Gewerbe in Laibach ¦^ >• u n » - _F « s «^ ft~- ^^jäfe^^' SS * *• aa » » « Mr. O. Alcttenlcnpitnl K. 120,000.000— *"^re Keservefond K. 63,000,000- (17t8) Kontokorrente. Kauf und Verkauf von Effekten, Devisen und Valuten. — Safe - Deposits. —- Verwaltung von Depots. — Weohselstube. \ Kurse an der Wiener Börse (nach dem offiziellen Kurslilatte) vom 10. Augnst 1907. Die notierten Kurse verstehen sich in Kronenwaliruna. Dir Notierung sämtlicher «lltien und der „Diversen Lose" versteht sich per Stixf. («eld il'llre AUgrmlinc Staatsschuld Einheitliche Reute: lonv, steuerfrei, Krone» (Mai-Nov.) per Kasse. , 85«, 9«0k delto (Iän.-Iuli) per K«sse 8,, „< ns -4 2°>,ö. W.Nuten Febr.-Vluß.) per Kasse...... 9/ -4< 9?«o 4 2"/., ü.W. Silber (ApriLOlt,) per Kasse....., 8? 3? ^7l>5 l 860 er Staatslose 500 sl. 4"/<, l >8 7tl4k7t l«SUer „ NM !!, 4«/n8> <> - »li- t»«4er ,. 100 sl. . . L4'xü> ll4t< t>^ 1864 er ,, üo sl. . . il^5-,'> ^gf.c Dom,-Psandbr. k ,2« sl. 5"/,. ül»o ^5L!»l'75 Gtaatsschuld d. i. Reichs. rale vertretenen König« reiche nnd Länder. Ostrrr. Golbrcntr, stfr., Gold ver »llssr ... 4"/, !,^ 5,- ,,4?b Ostcrr. Nenle in K»onc>iw, stsr., K'. per Kasse. . . 4"/„ z»'9< !6 i< octlv per Ultimo . . 4"/« 859« !<« fl°lllzl G.. steuerfrei, zu 10.^0 sl. . . . 4"/> - - — Franz Iosef-Vahn in Silber (biv. Lt.) . . . 5>/<,"/< !,>)?? iy h.. Gal. Kar! Ludwig Vahn (d>v. Stücke) Kronen . . 4"/^ 93 s'< »6 »l Rubolsbahn in K^oncnwährung. steuerfr, (div. St.) . 4"/„ <«k > »? -Vorarlberger Bahn, steuerfrei, 400 Kronen . . , 4"/< ?5'Il 9« 15 In Rt»al»schvldv»ls!l!l»ll!nu»ln «bLtstl«p«tl lkt»n «kliiabetli-V. 200 sl. KM. 5^ /7„ von 400 Kronen . . , . 46» - ftf« -dell« Linz-BubweiK LU<1 sl. ö. W. S. 5'///« .... ^i-- 42K--dettu Ealzbura Tiio! 200 . °. «i. S- ü°/n .... «0-- 2!» - Oclb Ware vo» Ktnatt zur Znlilung übll> nommlur Eisenbahn'ZlriolM!»' ßb!ig»tioneu. Vöhm. Westbahn. Bah» «div. Lt.) Silo. 4°/„ . . V6 4> 87 4< Ung.-galiz. Vahn 200 fl. S. 5°/° l08 - W8-. Vorarlberger Vahn Em, l8«4 ldiv. St.) Lilb. 4", . , W'sl !»7-2» Staatsschuld dcr Länder der ungarischen Krone. 4' l, "N8> Ooldrrnte per Xllfse 111» - llu ll0 4>' l. deito per Ultimo «i<> - lioiil 4",, ung, Rente in Nroneiu niähi. sNrei per Na!ie . . ül-ü» 81'7< 4 <>. dctto pir Ultimo Ui !"! ei Ž0 ijl„"/„ dctto per llasse . «1 85 81 55 Ung. Piamien-Anl. k 100 sl. . 185 5< 18? b<, betto ü 50 sl. . ,8> 5< !^,7 !„ Ihcih-«eg,-L°s? 4°/« . . . . 13»-- ,41--4°,I> unyar. Grnnbentl..Ol)lig 8^^ 92 2,' i" <, lroal. n. slllv. Grundcnll.^ ilbli«........»6— —-- Andere öffentliche Anlehe». «oln.Lllnbei.AnI. (dlv.) 4«/° »<^ S'.i 3i, Vllln.-lierceg. Eisenb.-Laüdes» «lnlehen (div.) 4'/,",,„ . , 97 öl »8 6b 5°/o Tonau-Reg,-Anleihe 1878 1<»3 - 104- Wiener Nerlehrs-Anlelhe 4°/« »ä 5s W b» detto ISl>0 4"/l, 9ü'?5> «8 7t Nnlchen der Stadt Wien . . 1U« 3> lUI ! Vürsebau-Änltben verlosb. 6°/« 8L-— 87- Nulg. Staatseisenb. Hyp.^Nnl. 1888 Gold .... 8°/° !18'85 lih'ö, Vulg. Staali. Hypothekar «lnl. 1892......»°/t 121 N< l»2-»,(, Veld Ware Pf«ubbriefe :c. Bodrnlr.,allg,bst.in5oI.»l.4»/« 9N-K 9««!, iliöhm. Hnpvthelenbanluerl. 4"/c 9ü- !"6 8ö Zentral'.Vod.-ftred.-Vl., österr.. 45I. verl. 4'/,"/« - - - !01>5U l«2 b> Zcntilll-Boo,.»red..Bl., osterr.. 65 I. verl. 4°/„ .... 9/ 5> 885' ttreo.-Inft.,«sterr..f.Verl..Unt. n.öfIentl.Arb,i»at.^,vI.4°/» i!>!'5! 9?-i><> Landcsb. d, Kön. Galizien und Lodom. 5?>/i I. rnckz. 4"/, 948» 9ö»< Mähr. Hvpothelenb. verl. 4°/, 9^ 2^ »5 lid s<,<öst!>rr.Lanbcö.Hyp..Anst.4'V>. 9«^2< 87i!<^ detto inll.2"^Pr. verl. 3»/,°/^ ^?-,« 8U b0 detlo K.'Schuldslt,. verl.2V,°/o »,7 2? ^8 25 betto verl. 4°/» ?6ic !4 ib Slaatsbahn 5U0 Fr..... Z9<> - »»4- Oiidbahn u 3°/<> Jänner »Juli 5ou ssr. lper Lt.) . . . 2?5 ?>' 29? 7l Lndbahn i» 5°/°..... I2l,-?s 121 ?f Diverse Lose (per Etücl). D»lzw»llch» fos». 3°/« Podenlredit.Lole Em, 188U 2l>« H5 264 50 dett« t. Bubap..Uastlila (Dombau) 5 sl. 20 «5 22 2k> Kreditlose 1»w sl...... 425 — 4»!'- Claru.Lose 40 sl. K. Vt. , . "l'b' 14? k>l> Osener Lose 4U sl..... 2»5 - 21«-- Valssu.Lole 4U sl. «. M. . . ^i>'°' 181^ Noten Kreuz, ost. «es. v., 10 fl. -!3 75 4»'?5 Ruten Kreuz, una. Ges. «., 5 sl. 26 - 28 - Audols.Loje 10 sl......«8 - 72'- Ealm.Lose 40 sl. ». M. . 189'— i<>5>- Veld Ware Türl. - Ultien. HlnnlPort'ßntlrnlhmnngln. «ussig.Tepl. Viscnb. 500 sl. . ^890 — 24«>> - Vöhm. «orbbahn l5N sl. . . 34,)'— 344-. Auschtiehlllder Eisb. 50U sl. «M. 2840'— 285N-- deltu (lit. U.) 2«u fl. per Ult. 1»>5»-— io«2 -Donau > Dampsschissahrt«. Ges., ,., l. l. pttv., 5oo fl. KM. 8«?— 891-- Dux.Vodeubacher Cisb. 400»r. k.'»? — .«-^i>— iferbinandö.Nurdb.iooo sl.KM. 5210 — b«2«-— llemb.. ßü» »? Lüdb. 200 sl. Eilher per Ultimo i»i ik 1522? Südnorddcutschc Berbindunglb. 200 fl, KM...... 38»-— «35-- Iramway.Gel., neue Wiener, Prioritäte.ylltien 1N0 fl. . —-— —--Ungar. Westbahn (Rllab.G«z) 200 fl. N....... »V8-— 4«2-- iLr. Lolalb..«Nlen.Vef. 20a fl. 2ü»i —------- »«ulen. Anglo.Österr. Vanl, 1»0 fl, . . »l»i 50 »l2 5> Bankverein, Wiener, per Kasse »3150 532 5» dctto per Ultimo . , . 582 — o»3— ÄodenIr..Anst. österr., 20« fl.V, 10ln— 1016- «entr..Nod..Kredb. «st., 200 fl, 536 — 540 -Kreditanstalt für Handel und Gewerbe, 160 sl., per Kasse —'— —-— betto ver Ultimo «43 72 «44 ?l> Krcditbanl allg. ung., 200 sl, . 744 - 745 — Vepusitenbanl, all»., 200 sl. , 46«-- 462 75 Eölompte»Gesellschaft, nieder» Üstcrr., 400 «Konen . . . 5,!4 — ü67 -Viro» und Kassenverein, Wiener, 2UU fl........ 454 - 45?-— Hypothekenbank, österreichische, 200 fl. 30°/u E..... «8»'— L8i - Ländcibanl, öNerr., 2«o fl. per Kasse....... -- -- detto per Ultimo . . . . 427 - 42»-„Merkur". Wechselst.»«ltie». Gesellschaft, 200 fl. . . . 6UL— «06 - »j»e!d «bail Östcrr..ung. Äanl 1400 Nrouen >?»<».. 1800- Unionbanl 200 fl..... !^3?'- 5z»- — Verlehrsbanl, all»,, 140 N. 31,2 - ü3t- - zn»»ftli»»zlnttn»t!,«»n,»n. Äauges., allg. österr., io» sl. , ,24'50 >2n — VrilxerKohIeubergb.-Ges.ioofl. /25-- 729 — Hisenbahnw.'Leihg., erste, 100 fl, 200— 2,»H — „Elbcmühl", Papiers, u. «..«. 19«— 194 — Eleltr.'Gcs., all«, ofterr., 200 sl. 4N0— 4»3- - betto internal., 200 fl. 582- 586 — Hlrtenberger Patr.», Zündh. u. Met..ssabiil 4on »r. . . 1038 - ,042 - Üicsinger Arauercl 100 fl. . . L«5 . ^?« — Montlln.Ge!ellsch,,osterr..lllpi!,c bi<7 90 i>i<8 90 .,Poldt.Hlitte", LiegelguUtahl. ss.»Ä.»E. 200 sl. ... 434 - 436 — Präger Eisen»Ind.»G«!. «tm. 1905, 200 sl...... üb??-— 2587 — Rima.Murany »Salgo.Tarjaner tzisenw. 100 sl..... 586 50 5! - l>69 — „Schlöglmiihl". Papiers., 2uofl. 340- lbo — ,,Lchodnica", U.»V. !, Petrol.» Ind., 5l>0 Kr..... bO9 - 2l3 - „Steyrermühl", Paplersabril und O..E...... 44ll— 44« - Trisailer Kohlenw.»G. 70 sl, . 26."— 2«» -lürl. Tabalre»ie»«es, 2N0 Fr, per Kasie . - -— —' dett» per Ultimo 417.'>N 4»8 5» Waffenf.'Ges., österr.. in Wien. 100 fl........ 4SS — 470 — Waggon»Leihanst»lt, allgem., in Pest, 400 Kr..... —- - - Wr. Aaugesellschast 10a fl. . . 14» b« «51-- Wienerbergrr ^iegelf.»Af»..Ve!. ?io— 718 — Devisen. Aniz« Alchltn nn> )ch« 6«^ Zürich und »llsel ... .8555 8570 Valuten. Dukaten ....... n»5 n 40 2n-ssranlen-Stücke..... i»l<< >»14 2U.Marl-Stücke...... 28-4« i!3i»» Deutsche Neichsbllntnoten . . 11? 27' lt? 57' italienische Banknoten , , 95 »>.! ?b»0 Rubel-Noten . . , , »'53 i54 von Rente», IMAiidbriefVn, PriorilHteu, Aktien, I.oNfii etc., DevlMen nn