A. 280. Mittwoch, «. December 1899. Jahrgang 118. Lllibacher Zeitung 3A"»»r«»<°nspre»«: M« Pvfiveriendung: «aüzlührla sl. lb. holblähiig fl. 7 b». Im , Klarheit über den Dreibund verbreitet wird, tvu^ ^ einiger Zeit misstrauische Blicke geheftet reck, < ""b ^ ""!" Verhältnis zu Russland ins Vun^ ^ gestellt wird; denn dies seien die Angel. Äla.? ""^"r auswärtigen und inneren Politik. Das re n """' die Rede des Grafen Goluchowstl sei ein ^ "'3endes Ereignis, das alle Zweifel beseitigt, und de5 nn- überzeugende Gewalt, welche den Erklärungen * Mnlsters mnewohnt. au« ^^ '^eue Wiener Tagblatt, constatiert, dass die l!, " ^"^e des Exposes die Aufrichtigkeit eines «H^emente der Beurtheilung nach ihrem Werte ab-Mp Staatsmannes spricht, der nach gewissen-Und ^ ""^ sorgfälliger Prüfung zu dem erfreulichen balz 3" °^^" Völkern ersehnten Ausspruche gelangt, D " ""^ "n Zeichen des allgemeinen Friedens stehen. Hl. ""swärtige Politik Oesterreich.Ungarns und ihres ^"/^ des Grafen Goluchowsli, werde durch elegante ^ecthett und vornehme Offenheit charakterisiert. Das «Wiener Tagblatt» anerkennt, dass aus der Rede des Grafen Goluchowsli die hohe Kunst spreche, die gesammelten Kräfte des Friedens zu jenen wirtschaftlichen Eroberungszügen außer Land zu führen, durch welche ohne Blutvergießen Weltreiche gegründet werden. Dem «Vaterland» erfcheint die Monarchie nach den Worten der kaiserlichen Ansprache, zu welcher die Rede des Grafen GoluchowSki den authentifchen Commentar bilde, als das Rückgrat des europäischen Friedenszustandes. Die Stellung der Monarchie sei nicht bloß eine sehr wichtige, sondern auch eine einflussreiche. Das «Neue Wiener Journal» betont, dass die Erklärungen des Grafen Goluchowski allgemeiner Billigung sicher seien. Die «Deutsche Zeitung» findet die entschiedene Betonung des unerschütterten Bestandes des Dreibundes als besonders erfreulich. Die «Reichswehr» bezeichnet das Exposs als offen und klar, vermisst jedoch die Erörterung der politischen Ursachen, welche die Pulse dieses Staates schwächer schlagen lassen. Besonders befriedigt ist das Blatt von der Thatsache, dass mit dem guten Einvernehmen mit Russland die auswärtige Politik Oesterreich-Ungarns sich in der Linie ihrer natürlichen Interessen bewege. Die «Oesterreichische Volkszeitung» bezeichnet den Freimuth als eine hervorragende Eigenschaft des Expose's des Grafen Goluchowsli, der in feinen Aeußerungen eine gefestete Weltanschauung und eine planmäßig ihr Ziel verfolgende politische, sociale und wirtschaftliche Ueberzeugung erkennen lasse. In seiner handelspolitischen Auseinandersetzung könne man den Beweis erblicken, dass er den unlöslichen organischen Zusammenhang von Staatskunst und Wirtschaftsleben vollkommen erfasst hat. Nach dem «Illustrierten Wiener Extrablatt» re-flectiere aus dem Expose' ein so schlagend überzeugendes Weltbild und eine solch meisterliche, geradezu virtuose Ausübung der schweren und verantwortungsreichen Kunst der Diplomatie, dass es schon dadurch allein des allgemeinsten und intensivsten Interesses sicher wäre. Es sei auch ein schwerwiegendes Zeugnis für den klaren Blick, mit welchen Graf Ooluchowski erfafst hat, waS unferem Vaterlandc noth thut._____________________ Politische Uebersicht. Lalbach, 5. December. Eine Mittheilung aus Constantinopel stellt den großen Eindruck fest, welchen das Expose' des Ministers des Aeußern, Grafen Goluchowski, insbesondere durch die warme Betonung des Drei-bundes einerseits und die Feststellung einer voll-kommenen Uebereinstimmung rücksichtlich der Orient« Politik zwischen den Cabinetten in Wien und Petersburg anderseits, sowohl in Iildiz-Kiosl als auf der Pforte hervorgerufen hat; die der Türlei fpeciell gewidmeten Ausführungen des Ministers wurden sehr bemerkt und bilden in Pfortenkreisen den Gegenstand allgemeiner Erörterung. Ferner stellt eine Mittheilung aus Paris die ungewöhnlich günstige Wirkung fest, welche das Exposi in französischen Regterungslreisen hinterließ und die in einer besonders warmen Aufnahme dieser Kundgebung durch die leitende Pariser Presse ihren Ausdruck findet. Wie man aus Rom schreibt, bestreitet der «Popolo Romano» die Nachricht, dass die italienische Regierung infolge des Zwischenfalles von Riva die Errichtung einer Anzahl von Vice» consulaten in Tirol, das in Bezug auf den italienischen Consulardienst vom Consulate in Wien dependiert, beschlossen habe. Es sei bloß im Interesse der Beschleunigung mancher consularischer Angelegenheiten die Bestellung eines Honorarconsuls in Innsbruck ins Auge gefasst. Dieser Plan sei jedoch schon lange vor dem erwähnten Zwischenfall in Erwägung gestanden, und von der Erweiterung desselben zur Schaffung eines Netzes von italienischen Viceconfulaten in Tirol sei leine Rede. Wie man aus Cetinje schreibt, dementiert der officielle «Glas Crnogorca» an leitender Stelle die von ihm felbst gebrachte Nachricht, dass die russische Regierung bei ihrer Gesandtschaft in Eetinje den Posten eines Militär« Attache's creiert und auf denselben den Obersten Samarokow berufen habe. Es fei allerdings ein Wunsch der montenegrinischen Regierung gewesen, dass dem Obersten Samarotow, der seit Jahren militärischer Instructor des Prinzen Mirko ist unb in dieser Eigenschaft auch noch weiter in Cetinje verbleibt, ein officieller Charakter der bezeichneten Art verliehen werde, zumal die Stellung des Prinzen Mirko als Commandant der neuen Garde nach auhenhin eine gewisse Selbständigkeit erfordert. Die russische Regierung habe jedoch erklärt, diesem Verlangen nicht willfahren zu können. Nach einer Meldung aus Rom ist zwischen dem heiligen Stuhle und der französischen Regierung nunmehr ein Einvernehmen über sämmtliche in Frankreich neu zu besetzende Bist Hum er erzielt worden. Von der Berufung des Mfgr. Mourey auf den Feuilleton. Die Kreuzer-Alpe bei Stein. Von Professor Dr. Johannes Krischaus. (Schluss.) No^. r von der Kanler - Koilna steht die Kosuta, ^"westlich erheben sich Theile der Hohen Tauern (Hoch-qrob^d Glockncrgruppe), dann folgt Storzic; überaus Tri^, 6 dehnt sich von Westnordwest bis Westsüdwest der des^ock (KutovaSp.,Rogica, Razor, Triglcw, Krn), i^s" fitzen keine Spur von Neuschnee zeigten. Evik ? ^"^ und den: Triglavstock sind einzelne Uzender Karawankcn sichtbar, daran schließen sich die ^emer-Berge, Poresen, Blegas, Nanos, Monte Hu.« ?^' Schneeberg, Gottschecr - Berge, Ustoken, 3iebpl . ""en und Menina. Im Süden lagerte noch Ki-ni l."ber einem Theile der großen Ebene zwischen sind .2' Vischoflack und Laibach; bei klaren» Wetter Etük! ^ "^ hundert Ortschaften, Kirchen sowle die sirb^ Krainburg, Bischoflack, Laibach und Stein N"' ebenso lann der Lauf der Flüsse Save, sol«, / ""^ u"d Feistritz auf große Strecken ver-ttanl ^den. Schön ist auch der Einblick in das obere stra^ )"l' "le ein schmales Band zieht die Rcichs-'"°ße du,h ^ ^ ^^ sebr k Temperatur war an beiden Ausflugstagen errr^V' " der Sonne war die Hitze fast un- "Mch. Leider hatte ich lein Thermometer mit; d« «Wetterkarte» notierte als höchste und niederste Temperatur: am 4. November Laibach 16°, 12°, Obir 9°, 3"; am 5. November Laibach 17°, 4", Obir 13°, 6°. Auf der obersten Kuppe war die Flora noch sehr entwickelt; wir fanden in Menge den Frühlings- und Wimper-Enzian, vereinzelt die Goldranunkel und die Flockenblumen. Die ausgedehnte Alpe, wo im Sommer infolge der vielen weidenden Pferde undRinder ein reges Leben herrscht, ist Eigenthum der Herrschaft Kreuz; sie ist für 80 fl. jährlich verpachtet. Vom Gipfel führt ein guter Weg, anfangs West-lich über den Almboden, dann südwestlich durch Wald am Rücken, zuletzt nördlich hinab in anderthalb Stunden zur Kirche von Kanter — der kürzeste und bequemste Zugang zu dieser lohnenden Höhe. Nach Norden fällt der GlPfel der Kreuzer-Alpe ,mr wenige Meter bis zur Einsattelung des nächsten breiten Plateaus «Molrica. ab; auf dieser Verbindungsschneide sind zwei Lacken. Nördlich von der Mokrica zieht ein langer Rücken zum Greben, der nach Osten in steilen Wänden zum Feistritzthal abfällt, gegen Westen die weite Alpenmulde I)o!^ njiv» trägt; am Rücken weiter gelangt man ohne Schwierig, teit auf den Greben, dies ist der leichteste Weg zum höchsten Gipfel, 2224 m. Der Abstieg vom Rücken in die Mulde Oolßn ^'va ist bequem, von hier fühit ein Steig durch die Rodlet-Schlucht in die Kanler zwischen Polschner und Kirche. Dieser Steig war bis vor wenigen Jahren schwer zu begehen, die Alpe ist aber jetzt im Besitze des Bauers Iervnit (Sulzbach), der 1898 durch Felssprengungen einen bequemen Weg zum Auftriebe von Rindern anlegen ließ. An der Ostseite des Greben führt ein Steig in das Almengebiet Kauca, das von Ursik aus bewirtschaftet wird. Auf der Molrica befindet sich eine Höhle, welche wegen der Funde von Knochen des lli-»u» »polvn» berühmt ist. Pfarrer Robic hat mehrere vollständige Skelette aus derselben herausgeschafft. Der Hugang ist aber nur wenigen Aelplern bekannt, und dlese halten ihn möglichst geheim, da der Aberglaube herrscht, dass diese Höhle große Schätze berge. Die Mokrica ist auch für den Botaniker äußerst lohnend, sie ist ein wahrer botanischer Garten; Freunde von Edelweiß finden diese Pflanze im Juli und August in großer Menge und in prächtigen Exemplaren. Nach etwa anderthalbstündigem Aufenthalte lehrten wir auf dem alten Wege zurück. Bei der Kreuzerhütte hielten wir noch eine längere Rast; im Walde kamen wir lurze Zeit in den Nebel, doch dieser verzog sich bald, und bei herrlichem Sonnenscheine waren wir um 2'V. Uhr in Ulrichsberg angelangt. Es war ge» rade Gottesdienst; nach Schluss desselben hatte ich Gelegenheit, den kräftigen Menschenschlag zu bewundern, der diese sonnigen Höhen bewohnt; die hiesigen Bauern sind noch ziemlich wohlhabend. Nach einer einstündigen Rast nahm ich dankend Abschied vom freundlichen Pfarrherrn; Herr Perme gab mir noch eine Stunde das Geleite, und um 5'/^ Uhr betrat ich Fischers gastliches Haus in Stein. Laibacher geitung Nr. 280.__________________2226______________________________________________6. December 1899. Bischofssitz von Frejus, die bereits als feststehend gegolten hatte, sei man in letzter Stunde abgekommen. Dieser Prälat werde somit auch weiterhin in seiner jetzigen Stellung als Uditore bei der päpstlichen Rota verbleiben. Zum Trzbischof von Havanna wird im nächsten päpstlichen äonsistorium der Secretär der apostolischen Delegation in Washington, Monsignore Sbarretta, präconisiert werden. Der neuernannte päpstliche Nuntius in Brüssel, Msgr. Granito di Belmonte, wird sich am Ib. d. M. auf seinen Posten begeben. Tagesneuigleiten. — (Drahtlose Schnelltelegraphi e durch das Telephon.) Wie die «N. Fr. Presse» meldet, ist es dem Elektriker Schäfer von der Firma Schäfer 6. Comp. in Budapest gelungen, ein System zusammenzustellen, welches eine dem Sprechen gleichkommende Geschwindigkeit im Telegraphieren ermöglicht. Ueber das Wesen der Erfindung und die minutiöse Beschaffenheit der dabei in Verwendung kommenden Schäfer'schen Platten haben sich Fachautoritäten anerkennend geäußert. Es dürfte danach diesem neuen Systeme beschieden sein, bei ganz geringen Masthühen beträchtliche Entfernungen sowohl für den drahtlosen Telegraphen als das drahtlose Telephon zu überwinden. Die bisherigen Versuche, welche in Fiume, Trieft, Venedig und zu allerletzt in Dover gemacht wurden, gaben greifbare Resultate, und englische Fachleute, welche beauftragt wurden, das System zu prüfen, riethen die staatliche Einführung desselben an. Einer der Vortheile des Systems ist, dass alle mechanischen Behelfe, wie Relais, Klopfer, Morse «. wegfallen, und da das Telephon von keinen Erschütterungen beeinflusst wird, eine Garantie geboten ist, unverstümmelte Telegramme zu erhalten. — (gweikampf mit Kehrbesen.) Das Hotel Garni «Zum Propeller» in der Herzengasse in Budapest war kürzlich der Schauplatz eines erbitterten Kehrbesen-Zweikamftfes. Als Gegner standen einander die Bedienerinnen Lidia Szabo und Veronica Schulich gegenüber; sie waren wegen eines jungen Mannes in Streit gerathen und beschlossen, die «Affaire» durch einen regelrechten Iweilamps auszutragen. Als «Waffen» wurden Kehrbesen gewählt. Die Secundanten recrutierten sich aus den Reihen der Hotelbediensteten. Es wurde beiderseits wacker auf einander losgeschlagen, bis schließlich der Zweikampf infolge einer ziemlich schweren Kopfverletzung der Schulich eingestellt werden musste. Da anscheinend die Wunde von einem Messer herrührt, dessen sich die Szabo insgeheim bedient haben soll, so sah sich die Polizei veranlasst, die Untersuchung einzuleiten. — (Elektrische Stiefel.) In der jüngsten Sitzung der technischen Commission, welche im Berliner Echuhmacher-Innungshause tagte, wurde, wie von dem Dirigenten der Fachschule für Schuhmacher mitgetheilt wird, durch den Schuhmachermeister Herrn Palalowsli ein «elektrischer Stiefel» vorgeführt. In den Absatz des Stiefels ist ein Apparat eingearbeitet, welcher, mit drei Volt Elektricität versehen, dem Träger der Stiefel das Gehen angeblich bedeutend erleichtert. Die Stiefel sind schon im Gebrauche, das Patentverfahren eingeleitet. — (Schreckensscene im Circus.) Man schreibt der «Vossischen Zeitung» aus Brüssel: Die gestrige Abendvorstellung im Brüsseler städtischen Circus, den jetzt Herr Schumann gepachtet hat, wurde durch einen bösen Unfall gestört. Der Löwenbändiger List gab seine übliche Vorstellung in dem großen Käfig und wollte eben einen kleinen Wagen besteigen, den zwei Hunde, ein Bär und ein Panther zogen, als plötzlich einer der Hunde sich ausspannte. List bückte sich, um die Zügel in Ord-nung zu bringen, da versetzte der Panther ihm mit der Tatze einen Schlag auf den Kopf. List war schwer verletzt und blutüberströmt; als er noch im Käfig bleiben wollte, schrien die Zuschauer entsetzt: «Genug! genugl» List konnte den Käfig ruhig verlassen, musste sich aber sofort in ärztliche Behandlung geben. — (Ratten in Paris.) Den Ratten wird jetzt in Paris das Leben fauer gemacht. Bei dem Baue der unterirdischen Stadtbahn werden eine Menge ihrer Zu-fluchtsstätten zerstört. Aehnliches geschieht auch bei dem Baue der ebenfalls unterirdischen Uferbahn, ganz besonders aber bei der Eindämmung der Seine und der übrigen Arbeiten an den Flussufern. Diese waren immer ein beliebter Aufenthalt der Rattenvöller gewesen, die nun getödtet werden, wo man sie nur findet. Da die Ratten als Träger von Seuchen angesehen werden, ist allenthalben der Befehl zu ihrer Vertilgung ergangen. In den Kellern, Markthallen, Schlachthäusern, Gebinde« und anderen Niederlagen, überall wird die Vertilgung der Ratten emsig betrieben; es ist ein wahrer Rattenkrieg. — (Die Kanonendame.) Aus Montataire, einer Stadt im französischen Departement Oise, wird berichtet: In dem Haushalte, den die 2l)jährige Witwe Swellebeke ihrem belgischen Landsmanne, dem Schmiedemeister Theodor Brackmann, führte, gehörten seit einiger Zeit die heftigsten Streitigkeiten zur Tagesordnung, ja, es kam nicht selten vor, dass ihr dem Truute ergebener Brotherr sich zu Thätlichkeiten gegen seine Wirtschafterin hinreißen ließ. Da war es denn ein großes Glück für diese, dass sie bei ihrer Flurnachbarin Madame Descubes, die in ihren jüngeren Jahren die Zierde eines Eircus gewesen und ihrer außergewöhnlichen Körpertraft halber von ihren College»! nur die «Kanonendame» genannt wurde, Trost und Rückhalt fand. Zwischen Nrackmann und Madame Descubes hatten schon wiederholt Auseinandersetzungen stattgefunden, in deren Verlaufe die unerschrockene Amazone dem händelsüchtigen Schmiede gedroht hatte, er möge sich vor ihr inacht nehmen; denn wenn sie sich einmal mit seinen Angelegenheiten befasse, so würde es ihm schlecht ergehen. Als nun kürzlich wiederum die Hilferufe der Madame Swelkcbeke ihrer Freundin in die Ohren gellten, beschloss diese, ein- für allemal Wandel zu schaffen. Da die Thür der Nachbarn geschlossen war, erzwann sich die Athletin durch einen kräftigen Stoß mit der Schulter den Einlass. Sie hätte nicht später kommen dürfen; denn auf seinem am Boden hingestreckten Opfer kniete der wüste Geselle und machte gerade Miene, ihm mit einem Messer den Hals zu durchschneiden. Mit einem einzigen wohlgezielten Faustschlage gegen sein Haupt entriss sie ihm seine Beute und ließ ihn durch einen wuchtigen Fußtritt in die äußerste Ecke des Zimmers stiegen. Einige weitere Voxerstöße seiner Widersacherin machten Brack» manns Arme erlahmen und ließen ihn auf die Fort-sehung des Kampfes verzichten. Vor Schmerz und Angst fast närrisch, riss er das Fenster auf und sprana. von der Höhe des zweiten Stockwerkes auf die Straße hinab. Wunderbarcrweise sah man ihn unverletzt davoneilen, und, wie Recherchen ergaben, hat er in einem nach Lille abdampfenden Zuge daS Weite gesucht. Madame Swellebele ist zwar recht übel zugerichtet, aber sie kommt mit dem Leben davon und wird dies einzig und allein der «Kanonen-dame» zu verdanken haben. — (Telephonischer Record.) Ein New' Yorker Millionär der Eisenbranche hat, wie berichtet wird, mit einem seiner Geschäftsfreunde zu St. Louis (Mlssoun) kürzlich ein telephonisches Gespräch gepflogen, das ohne jede Unterbrechung zwölf Stunden währte. Dieser Verkehr hnt den beharrlichen Sprecher die Kleinigkeit von !440 Dollars gelostet, da der Tarif einen Dollar für die M-nute beträgt. — (Länder ohne Küfse.) In China, Japan, Indien, Nirma und manchen Inseln der Südsee ist ber europäische Kuss völlig unbekannt. Junge Chinesinnen und Japanerinnen haben keine Ahnung von der Ae-deutung eines Kusses, obgleich sie auch «rosige Lippen' besitzen und hold zu lächeln verstehen. Mancher schwach' tende Chinese, mancher feurige Indier denkt nicht daran, seine Geliebte zu küssen, und die Mutter in jenen Ländern drückt ihr Baby wohl zärtlich ans Herz, berührtes aber nie mit ihren Lippen. Es ist seltsam, dass die M-wohner der Tropen in dieser Beziehung mit denen der nördlichsten Gegenden übereinstimmen. Bei den Eskimos besteht der einem Kusse am meisten ähnliche Austausch von Zärtlichkeiten bekanntlich im Aneinanderreihen der Nasen der sich liebenden Personen. Local- und Provinzial-Nachrichten. Laibacher Gemeinderath. Der Laibacher Gemeinderath hielt gestern abends eine ordentliche Sitzung ab, an welcher unter Vorsitz des Bürgermeisters Hribar 22 Gemeinderäthe theilnahmen- Bürgermeister Hribar widmete zunächst dem ver-storbenen Laibacher Bürger und Präsidenten der Handelsund Gewerbekammer Johann Perdan einen warmen Nach" ruf. Der Verblichene sei allgemein bekannt und allgemein beliebt gewesen; die Bevölkerung dieser Stadt fühle daher mit der Familie des Verewigten den herben Verlust. Die Gemeinderäthe erhoben sich zum Zeichen der Trauer von ihren Sitzen. Der Vorsitzende gab weiters bekannt, dass dtt Actiengesellschaft Siemens l Mehrkosten 70 fl. Die in der Stadt verbreiteten Gerüchte über die Höhe der Mehrlosten seien somit ebenso Übel' trieben, wie die Behauptung des Interpellanten, da!« diese Mehrlosten den Ertrag der Portalsteuer beiweitew überschreiten. . Nachdem anstelle deS Herrn Propstes Dr. Elbe" Herr Canonicus I. Suinil in die Einkommensteuer^ Commission gewählt worden war, erbat sich Gemeinde rath Prosenc das Wort zur Begründung des Dring' lichkeitsantrages, der Bürgermeister sei zu beauftraget sich namens der Stadtgemeinde beim k. l. Ministerin" dafür zu verwenden, dass anlässlich des Einlaufens de Lloyddampfers «Berenice», an dessen Nord belanntM mehrere Pcstfälle vorgekommen sind, im Triester M^ alles Nöthige vorgekehrt werd?, um jeder Gefahr der Ve' Minökinöchen. Roman von «l. «ast. (38. Fortsetzung.) XII. Am anderen Vormittag geleitete Gräfin Deljanow ihre Gäste nach der Station. Sie hatte in dem von Dmitri geführten Wagen neben Amalia Feodorowna Platz genommen, während Dofia ihrer Mutter gegenüber in den Polstern lehnte und Gregor, auf dem Rücken eines dunklen Pferdes sitzend, neben dem Gefährte her ritt. Als man den Bahnhof erreicht hatte, stand der Zug bereits zur Abfahrt fertig da. Schnell wurden Fahrkarten gelöst und das Gepäck besorgt, welches, mit der französischen Kammerjungfer zugleich, fchon vor einer halben Stunde in einem von Pholas geführten Wagen auf der Station eingetroffen war; dann nahm man Abfchied von einander, hastig und kühl, und wenige Augenblicke später dampfte der Zug mit Nmalia Feodorowna und der gefeierten Schönheit von bannen. Die Blicke von Mutter und Sohn trafen sich und tauchten secundenlang ineinander. «Ach», seufzte Martha Petrowna, «wie glücklich bin ich doch, dass ich dich nicht verloren habe!» Sie reichte Gregor die Hand, welche dieser herzlich drückte, und verlieh an seiner Seite den Bahnsteig. Von Dmitri zum kräftigen Ausgreifen ermuntert, brachten die vier Braunen den Wagen in kurzer Zeit nach dem Schlosse zurück. Auf dem Hofe angekommen, schwang slch Deljanow au» dem Sattel und verabschie« dete sich von seiner Mutter, nachdem er sie bis in ihr Boudoir geleitet hatte. Unschlüssig blieb er hierauf draußen im Flut stehen. Endlich stieg er, leise vor sich hin summend, die breite Treppe hinab. Unten am Fuße derselben stieß er auf Anna An-dreewna. «Nun, was hat es denn gegeben?» fragte er, als sie roth und erregt an ihm vorüber wollte. «Was wird es gegeben haben, gnädiger Herr?» entgegnete die Kammerfrau unwirsch. «Ich habe mich wieder einmal tüchtig geärgert, das ist das ganze!» «Aber warum denn?» forschte Deljanow. «Nun«, grollte die Gefragte, «foll ich mich etwa nicht darüber ärgern, dass sie, trotzdem ich ihr stets schroff und kalt begegne, immer freundlich zu mir ist? Da treffe ich sie foeben im Garten, und sie gibt mir die ersten reifen Haselnüsse, welche sie im Gesträuch ge-funden hat, weil sie weiß, dafs ich die Dinger, wenn die Kerne noch ganz frifch sind, ungemein gern esse. Poch das soll ihr alles nichts nützen», sehte sie grimmig hinzu, «ich werde ihr darum doch nicht freundlicher gesinnt!» «Ja, von wem sprecht Ihr denn eigentlich, Anna Andreewna?» fragte Gregor ungeduldig. «Von wem?» widerholte sie. «Ei, gnädiger Herr, von wem anderen denn wohl, als von Inna, dem Windlindchen!» Gregor Gregorowitsch lächelte. «Ich habe bereits gehört», sagte er, «dass Ihr an der Einbildung krankt, Inna sei vom Winde hier ins Haus getragen worden!» «Mit Verlaub, gnädiger Herr ! Ich bilde mir S^ nichts ein, es ist vielmehr ganz so, wie ich sagel' ^ widerte Anna Andreewna gekränkt. «Aber wenn es >Y auch gelingt, allen hier im Schlosse die Köpfe zu ^ drehen, bei mir foll ihr das doch nicht gelingen ^ nein, ganz gewiss nicht!» ., «So! Hm!» machte Deljanow. «Und die 3tM — habt Ihr sie genommen?» «Freilich, gnädiger Herr!» antwortete sie. . . «Aber ist es nicht gefährlich auS der Hand ew^ Windlindchens etwas zu empfangen?» fagte Deljanol" ernsthaft. «Ach nein, gnädiger Herr!» meinte Anna "^ dreewna zuversichtlich. «Ich weih recht gut, dass I mich durch diese Nüsse ebensogut für sich gewlN^' will, wie durch ihre freundliche Miene, aber das W^ ihr nicht gelingen. Spricht sie mit mir, oder gibt!^ mir eine Kleinigkeit, so rufe ich stets leise, aber nay drücklich, meinen Schutzpatron an, und sofort wen" sich mein Herz, das schon für sie zu erwarmen begw wieder von ihr ab!» «, «Euer Schutzpatron muss ja ein ganz H gezeichneter Heiliger sein!» sagte Deljanow und lache belustigt. ^ «Ja», eiferte die Kammerfrau, «das ist er au^ gnädiger Herr, und ich glaube bestimmt, dafs der ^ ein ganz ebenso ausgezeichneter Heiliger ist! Ruft'^ nur einmal um Beistand an, wenn Ihr der Klel". begegnet, und Ihr werdet sehen, dass er Euch springt!» (Fortsetzung folgt.). ^Lllibacher Zeitung Nr. 280.________________________________________2227______________________________________________ 6 December 1W9. Mppung der Pest vorzubeugen. Dies sei umsomehr ge-K^« °^ b" zahllosen Ratten, welche sich auf dem ^Hlffe befinden, die Pest leicht nach Trieft verschleppen onnten. Es bestehe zwar die Absicht, die Ratten zu ver-"gen, doch müsse auch wbetrcff der Kaffeeladung, die der "«gen in Tchst einlaufende Dampfer mit sich führt, aues geschehe!,, was mit Rücksicht aus die eminente wesahr geboten erscheint. Nach einigen beruhigenden Auf-"arungen des Bürgermeisters wurde der Antrag des Ge-lnemderathes Prosenc angenommen. Nach Uebergang zur Tagesordnung berichtete Ge-melnderath Dr. Stare über die Intimation des Ver-waltungsgerichlshofes inbetreff der Errichtung eines Ea-"es und einer Senkgrube im Hause der Frau Iosefine ^elan am Alten Markte. Frau Selan hat gegen die «nycheidung des lrainifchen Landesausschusses den Recurs «n be« Verwaltungsgerichtshof ergriffen. Der Gemeindete beschloss, von der Vorlage einer Gegenschrift ab« zugehen, da die Gemeinde an dem Processe nicht direct "teressiert sei. lckw ^meinberath Plan tan berichtete über die Be-d?s N ^ I Laibacher Hausbesitzervereines inbetreff » Vorganges bei der Auswechslung der Haustäfclchen. « erahnte Verein hat am 11. November beim Stadt- Wrate eine an den Gemeinderath adressierte Eingabe Vor?^' "' '"^^" Beschwerde geführt wird über das 5>a>/. ^^ Stadtmagistrates bei Auswechslung der vnustafelchen. P^ Auswechslung war mit Rücksicht auf ^^vorstehende Volkszählung infolge geänderter Numerie-wird ""Wendig geworden. In der erwähnten Eingabe Ora """ ^" Gemeinderath aufgefordert, den betreffenden tveck«?^" wegen rücksichtslosen Vorgehens bei der Aus-Ein k ^" Täfelchen eine Rüge zu ertheilen. In der das N ^^ angeführt, dafs «denjenigen, welche gegen T5f.sVla.ehen des Stadtmagistrates protestiert haben, das dass k ^"'^^ ^ bie Hauslaube gestellt wurde, ohne dasselbe jemandem übergeben worden wäre», gebt i^ °"^ ^^ Berichte des Bürgermeisters hervor-lrainisl ^^ Stadtmagistrate jedoch nur von der hat i! Sparcasse eine Einwendung zugekommen und -^ l, I ^"btmllgistrat — der Einwendung entsprechend der !^ '^"" ben früheren Zustand wieder hergestellt und be.. ?parcasse wegen des ungeschickten Vorgehens des also? " ^belters das Bedauern ausgesprochen. Wenn aeaen? ^ladtmagistrat " der Eingabe «ein Vergehen in k ^"llslcht, welche er dem Stande der Hausbesitzer werd? s ""nde schuldig sei», zum Vorwurfe gemacht Aeael ^" ^l" Vorwurf ungerechtfertigt. Bei der folae ^ ^" Häusernumerierung, welche in Laibach in-notbn ^?^"icher Häuserdemolierungen und Neubauten Eiii« ' «eworden ist, habe der Magistrat leinen woll?« l " ^ Eigenthumsrecht der Hausbesitzer machen lvel^I '°"bern habe von dem Rechte Gebrauch gemacht. 3lr «^ ^"' bas Gesetz vom 29. März 1669, R. G. Bl. sej V? ' bletet. Nach den Bestimmungen dieses Gesetzes einer y, "nde berechtigt, falls sich die Nothwendigkeit Ausw /""0"ll"2 der Häusernumerierung ergibt, die wechsluug der bezüglichen Täfelchen zu veranlassen, iede "" Behauptung des Hausbesitzervereines, dass es Wen. V^tzer f"istehe. gegen die Aufschrift auf v^', selchen Einspruch zu erheben, falls ihm die sei a. "magistrate bestimmte Aufschrift nicht conveniert, Neb« . " monströs. Die Eingabe beruhe auf unwahren crst«„ o 2"' und falfchen Prämissen. Der Bericht-des 1« .^l b°her den Antrag, dass über die Eingabe über« voucher Hausbesitzcrvercines zur Tagesordnung A»s^^"gen und das Bedauern über derlei unmotivierte '^werden ausgesprochen werde. Au«s^'"""oel°lh Dr. Tavkar erNärt, dass er selbst . "»lyussmitglied des I. Laibacher Hausbesitzervereines iraenü konstatiert, dass es dem Vereine ferne liege. fe?,",""che agitatorische Zwecke zu verfolgen. Der Re-Neap« ?"^ ^ w"t ausgcgriffen und Redner müsse sich kurl- ^^ ^^ Referenten Plantan wurde dessen An- 8 nnt bedeutender Majorität angenommen, lch Gemeinderath Dr. Starc berichtet über die Iu-die N c ^ Stadtrathes Graz inbetreffs Entschädigung für kreis H?a.ims ^es sogenannten übertragenen Wirkungs. lies seitens der autonomen Stadtgemeinden. Der l ."""berath von Graz hat den Beschluss gefasst, au die l'.'^eglerung eine Angabe um eine angemessene Bei- "NSleistung des Staates zu den Kosten des übertragenen »rlungslreises zu richten und sich mit jenen Städten, r am Städtetage theilgenommen haben, ins Einver- rynien zu setzen und diese zu veranlassen, dass sie sich t>s "wähnten Eingabe anschließen. Mit Rücksicht darauf, 's dle Stadtgemeinoe Laibach im Jahre 1898 für die "k orgung des übertragenen Wirkungskreises Auslagen im ""rage von 41.553 fl. zu bestreiten hatte, beschloss der ^emelnderath, sich der Eingabe des Grazer Stadtrathes "«zuschließen. 5 Gemeinderath Senelovic referiert über die Vor-"'Mägc des städtischen Armensonbes, des Nürgerfondes "no des städtischen Stiftungsfondes pro 1900. Der "lmenfond lveist ein Erfordernis von 28.547 fl. aus; "" Abgang per 7940 fl. soll aus der städtischen Casse ll«oe« Nürgersonb weist bei einer Einnahme von 24.909 fl. einen Ueberschuss von 7187 fl. aus. Der Stiftungsfond weist 8952 fl. Einnahmen und 8122 fl. Ansgaben, somit eine Vermbgensoermehrung von 830 st. aus. Sämmtliche Voranschläge wurden unverändert genehmigt und sodann der Bericht über die Thätigkeit der Laibacher freiwilligen Feuerwehr im dritten Quartal des laufenden Jahres genehmigend zur Kenntnis genommen. Vicebürgermeister Dr. Ritter von Bleiweis berichtet über den Sanitätsbericht des Stadtphysicates für das Jahr 1896. Da wir diesen Bericht unseren Lesern auszugsweise bereits mitgetheilt haben, glauben wir uns hier auf die Mittheilung beschränken zu dürfen, dass der Bericht genehmigend zur Kenntnis genommen und dem Stadtphysicate für dessen ersprießliche Thätigkeit die Anerkennung des Gemeinderathes ausgesprochen wurde. Der Antrag betreffs Bewilligung eines Credites für die unentgeltliche Behandlung armer Kranler mit Heilserum wurde über Antrag des Gemeinderathes Dr. Tavkar der Aerztelammer zur Aeußerung abgetreten. Gemeinderath Plantan berichtet über die Geschäftsordnung für die mit Neujahr zu errichtende städtische Arbeits- und Dienstvermittelungsanstalt. Dieselbe wurde unverändert genehmigt. Wegen vorgerückter Stunde wurde sodann die Sitzung abgebrochen; die restlichen Punkte der Tagesordnung sollen heute abends der Erledigung zugeführt werden. — Beginn der heutigen Sitzung um 6 Uhr abends. __________ — (Schwurgerichts-Verhandlungen.) Am 4. d. M. fanden unter dem Vorsitze des Herrn Landesgerichts-Vicepräsidenten Pajl zwei Verhandlungen statt, wobei Herr Staatsanwalt Trenz als Anklüger fungierte. Wie bereits gemeldet, hatte sich in der ersten Verhandlung der Schneidergeselle Felix Slabina wegen des am 20. October im Rosenbacher Walde begangenen Raubanfalles zu verantworten. Derselbe hatte aber auch zwei Tage später im Tivoliwalde zwischen Laibach und Schischla den 70 Jahre alten Privaten Franz Lelan angehalten und endlich dem Realschulprofessor Dr. Iofcf Julius Binder in Laibach, den er um Kleidung angebettelt und von dem er ein Iägerhemd, eine Iägerhose, ein paar Iägersocken und noch 25 kr. Bargeld erhalten hatte, beim Fortgehen ein Winterjaquet entwendet. Slabina wurde zu sechs Jahren schweren Herlers, mit einer Faste monatlich, ferner zu einsamer Absperrung in dunkler Zelle mit hartem Lager am 20. October jeden Strafjahres verurtheilt. Nach Abbüßung der Strafe wird er unter Polizeiaufsicht gestellt werden. —Die zweite Verhandlung fand gegen den 27 Jahre alten, zu Waldneukirchen in Oberösterreich geborenen lebigen Taglöhner, resp. Vaganten, Georg Wick wegen Verbrechens des Diebstahles statt. Wick war im September 1898 mit anderen Zwänglingen bei einem Canalbau an der Römerstraße in Laibach beschäftigt und entwich am 10. September 1898 von der Arbeit. Er flüchtete sich in einen Wald in der Nähe von Laibach, woselbst er auch die Nacht zubrachte. Am nächsten Morgen schlich er sich in das unversperrte Haus des Tischlermeisters Anton Ialokar in Podgora bei St. Veit ein und entwendete dem Schneiderlehrlinge Lorenz Rozman aus einem unversperrten Koffer Kleidungs« stücke im Werte von 16 st., weiters dem Lehrjungen Franz Brolih 70 kr. Kleingeld und dem Franz Grabner ein Paar Stiefletten im Werte von 5 fl. 50 kr. Am 12. September nachmittags verübte Wick einen Einbruchsdiebstahl im Hause des Maurermeisters Andreas Vehar in Vilerte unterm Großgallenberg, woselbst er einen Geldbetrag von 413 fl. 70 kr. entwendete. Hierauf begab sich Wick zunächst nach Vgram und dann nach Budapest; endlich trieb er sich längere Zeit in Steiermarl, Oberösterreich und Salzburg herum, wo er mehrere Diebstähle, darunter einen bei Josef Egger in Lindenthal (Salzburg) verübte. Am 2. Juni wurde Wick vom Gendarmerieposten in Hallein, nachdem er dem Josef Neureiter in Burgfried 200 fl. und eine silberne Taschenuhr sammt Kette gestohlen hatte, verhaftet und dem k. l. Bezirksgerichte Hallein eingeliefert. Wick ist aller Diebstähle mit Ausnahme des bei Egger in Lindenthal verübten geständig. Er wurde zu acht Jahren schweren Kerkers mit je einer Faste monatlich verurtheilt. Nach verbüßter Strafe wird er in eine Zwangsarbeitsanstalt abgegeben werden. —I. — (DasneueGymnasialgebäude.) Samstag, den 9. d. M., vormittags 9 Uhr wird die feierliche Einweihung des hiesigen neuen Gymnasialgebäudes stattfinden, —o. — (Der Bau der elektrischen Straßenbahn in Laib ach.) Die diesbezüglichen Arbeiten werden, wie wir vernehmen, bereits im März des nächsten Jahres beginnen und sich vorläufig auf die vier Hauptlinien (vom Südbahnhof als Ausgangsstelle gerechnet) erstrecken. Die Arbeiten werden angeblich acht Monate in Anspruch nehmen. Nach Fertigstellung der Bahn sollen zur Bequemlichkeit des fahrenden Publicums Monats- und Iahres-Fahrkarten ausgegeben werden. f. — (Per Wiederaufbau des Gräsin Stubenberg'scheu Armenhauses in der Burgstallgasse) erfolgt im nächsten Jahre. Die bezüglichen Arbeiten werden sofort im Frühjahre beginnen. ^. — (Die letzten Arbeiter), an 300 Mann sind diesertage von Laibach in ihre Heimat abgegangen Die Mehrzahl derselben stammt aus Friaul, Italien und dem Gbrzischen Gebiete. s. — (Ein frecher Dieb stahl) ereignete sich gestern um halb 6 Uhr abends in der Wohnung des kranken Herrn Fischer am llongressplatze. Ein im Vorzimmer aufgehängter Winterrock und Hut eines Besuchers des Kranken wurde, trotzdem die Hausangehörigen fort und fort hin- und hergiengen. gestohlen. Der Dieb leistete sich noch das Vergnügen, zum Austausche seinen Hut hinzuhängen. Dem Thäter soll man auf der Spur sein; dem Vernehmen nach ist derselbe ein bekannter Vagant aus der Gegend von Radmannsdorf. * (Einbruchs-Diebftahl.) Wie man uns aus Tschernembl mittheilt, wurde in der Nacht vom 28. auf den 29. v. M. in ein unbewohntes Zimmer des Josef Ramuta in Mottling eingebrochen. Es wurden daraus Effecten im Werte von etwa 20 ft. entwendet. Visher gelang eS nicht, die Thäter zu eruieren. —r. — (Vom Steiner Salonorchester.) Aus Stein wird uns geschrieben: Unser Salonorchester veranstaltete am 3. d. M. abends im Eursalon der hiesigen Badeanstalt wieder ein Wohlthätigkeitsconcert zu Gunsten des Vereines vom rothen Kreuze, wodurch das patriotisch-wohlthätige Bestreben und die Gesinnung sowohl unserer tüchtigen Musiker als auch des kunstsinnigen Publicums zum glänzenden Ausdrucke kam. Den durch künstlerische Ieichnungen der heimischen Maleralabemiter Ferdinand Vesel und Anton Kozelj ausgestatteten Einladungen leistete eine sehr zahlreiche Zuhörerschaft Folge. Dieselbe wurde durch die vollendeten Vorträge der Musikkapelle, wie es auch nicht anders zu erwarten stand, in ihren Erwartungen nicht getäuscht. Besonderen Unklang fand die «Martha»-Ouvertüre, der melodiöfe Walzer «Im Golf von Neapel» von Guardia, Ziehrers bekanntes großes Potpourri «Geistererscheinungen», ferner die reizende «Pizzicato-Polla» des Orchesterdirigenten und ein l^anz slavischer Lieder des Orchestermitgliedes I. Slorpik, welch letztere Compositionen über stürmisches Verlangen zur Wiederholung gebracht werden mussten. Den Schluss bildete der ewig junge und schöne «Donauwalzer», welcher ebenfalls wiederholt werden musste. Die vorzüglichen Ausführungen deS Salonorchefters, welches für daS sociale Leben in unserem Curorte bereits eine allgemein anerkannte Bedeutung errungen hat, lassen uns noch weitere genussreiche Abende erhoffen. — Schließlich sei an die Adresse deS sonst rührigen und zuvorkommenden Curhausrestaurateurs bemerkt, dass eS wünschenswert wäre, bei den nächsten derartigen Veranstaltungen für eine bessere Geheizung und Beleuchtung des Eoncertsaales Vorsorge zu treffen. k, * (Heilige Mission.) In St. Gotthard. Ge-meinde Trojana, politischer Vezirl Stein, findet in der Zeit vom 7. bis 14. d. M. eine heilige Mission statt. —r. — (Sanitäres.) In den Gemeinden Alten-marlt bei Laas, Rakel und Zirlnitz ist die Masern-epidemic erloschen. — In der Gemeinde Planina befinden sich noch 30 Kinder in ärztlicher Behandlung. In den genannten Gemeinden waren im ganzen 477 Kinder und ein Mann ertrankt; 4 Kinder sind gestorben. —o. — (Schadenfeuer.) Am 29. v. M. nachmittags brach in der Dreschtenne des Grundbesitzers Franz Kastelic in Obolno, Gemeinde St. Veit, Gerichtsbezirk Sittich, Feuer aus, welches im Verlaufe von vier Stunden das mit Stroh gedeckte Wirtschaftsgebäude sammt den darin untergebrachten Futtervorräthen, ungefähr 150 Eentner, sowie die zur Landwirtschaft gehörigen Gerät he, dann den Dachstuhl des Wohnhauses sammt dem unter demselben in Holztruhen aufbewahrten Getreide, circa 50 Merling, vollständig einäscherte. Auch giengen in den Flammen zwei trächtige Kühe im Werte von 120 fl., eine Kalbin im Werte von 35 fl., zwei Oechslein im Werte von 50 fl. und eine trächtige Sau im Werte von 20 fl. zugrunde. Kastelic erleidet einen Gesammtschaden von ungefähr 1500 fl., dem ein Versicherungsbetrag von 300 fl. gegenübersteht. DaS Feuer dürfte durch die aussichtslos gelassenen Kinder des Verunglückten verursacht worden sein. —ik. * (Großer Vrand.) Am 2. d. M. gegen 3 Uhr früh brach in Unter-Pölland in der Getreidelammer des Besitzers Johann Polontik ein verheerendes Feuer aus. Dasselbe hatte seinen Grund darin, dass die Tochter des Besitzers am 1. d. M. vor- und nachmittags zum Theile noch glühende Asche in der Nähe der erwähnten Getreidelammer aufbewahrt hatte. Da das Feuer an den Strohdächern und Futtervorräthen genügend Nahrung fand und das zum Löschen verwendete Wasser von den über eine Stunde entfernten Ortschaften Iggendorf und Podgora zugeführt werden musste, so wurden in kurzer Zeit acht Be» sihern ihre Wohn- und Wirtschaftsgebäude vollständig eingeäschert. Menschenleben sind nicht zu beklagen, wohl aber erlitt der Besitzer Johann Truden an beiden Füßen Brandwunden und die Besitzerin Theresia Sterte zog sich durch Herab-springen vom Dachboden ins Freie am linken Fuße leichte Verletzungen zu. Dem Besitzer Anton Sterle verbrannten drei Schweine und dem Besitzer Johann Truden ein Wb. Du V«fttzer erlitten nach vorläuftzen Erhebungen Laibacher Zeitung 3tr. 280. 2228 6 December 1899. einen Gesammtschaden von 29.710 fl. Mit Ausnahme eines Besitzers sind alle mit Beträgen von 300 bis 500 fl. bei den Versicherungsgesellschaften «Phbnix» in Wien, «Elavia» in Prag und «St Florian» in Graz versichert. Die Gesammtversicherungssumme beträgt nur 2280 fl. —r. --- (Condolenzen.) Der Leiter des Handels« Ministeriums hat an die hiesige Handels« und Gewerbe-lammer folgende Condolenzdepesche gerichtet: «Anlässlich des Ablebens Ihres Präsidenten spreche ich der geehrten Handels- und Gewerbekammer mein aufrichtiges Beileid aus. Stibral». — Auch Se. Excellenz der Herr Landespräsident Freiherr von He in hat der Handels» und Gewerbckammer anlässlich des Todes ihres Prä» sidenten seine wärmste Theilnahme schriftlich zum Ausdrucke gebracht. — (Nicolo-Abend.) Zu dem gestern vom Sokolvereine im «Narodni dom» veranstalteten traditionellen Nicolo-Abende fand sich ein zahlreiches Publicum ein, darunter namentlich sehr viel kleines Voll, das dem Erscheinen des heil. Nicolo mit Hoffen und Bangen entgegensah. Gegen 9 Uhr zeigte sich der Heilige in wolliger Höhe, um zunächst an groß und lltin eine Ansprache zu halten und sich sodann mit seinem ganzen Gefolge in den Saal zu begeben und verschiedene Gaben auszutheilen. Da wurde seitens der braven Kleinen viel gebetet; die minder artigen wurden von den Krampussen auch geholt. Als sich endlich der Vorhang hinter dem Nicolo und all den Herrlichkeiten, die auf der nett hergerichteten Bühne zu sehen waren, schloss, verlor sich das kleine Voll sehr bald; die übrige Gesellschaft aber verblieb noch lange in zwangloser Unterhaltung beisammen, die sich, danl den Vortragen des Gesangvereines «Slavec» und den Pro« ductionen des kroatischen Tamburaschenchores, sehr rege gestaltete. — (Niedriger Wasserstand der Save.) Infolge der fast regenlosen Herbstwitterung ist der Wasserstand der Save bei Littai auf ein Minimum gesunken, wie solches bereits viele Jahre hier nicht beobachtet wurde. Dies hatte zur Folge, dass sich an manchen Uferstellen, insbesondere an jenen, welche mit Schutzbauten versehen sind, Tümpel bilden, in denen in jüngster Zeit von den Fischern Fische mannigfacher Art massenhaft gefangen wurden. —ik. — (Wahl in den Ortsschulrath von Sagor.) Bei der am 4. d. M. abgehaltenen Neuwahl des Ortsschulrathes in Sa gor wurden gewählt: zum Vorsitzenden P. Weinberger, zu Mitgliedern Franz Drnovsel aus Potoskavas und Franz Drnovsek aus Kotredez. — (Gemeindevorstands-Wahl.) Bei der am 16. v. M. vorgenommenen Neuwahl des Gemeindevorstandes der Ortsgemeinde Wrußnih wurden an Stelle des erkrankten Gemeindevorsteher« Josef Krevs von Nruhnih der Gemeinderath Franz Stefanc von Ratez zum Gemeindevorsteher und der Gemeindevorsteher Josef Vrevs zum Gemeinderathe gewählt. — (Unfall.) Der an der Südbahnlinie im Wächterhause Nr. 598 nächst Littai wohnende Bahn-Wächter Josef Pregelj wollte sich am 29. v. M. zu dem um 2 Uhr 30 Minuten früh verkehrenden Lastenzuge begeben. Als er die aus dem Wächterhause zum Bahnkörper führende Stiege herabstieg, rutschte er infolge Schlüpfrigkeit derselben aus und fiel so unglücklich, dass er den vierten Lendenwirbel brach und sich außerdem eine Lähmung der unteren Extremitäten zuzog. Pregelj wurde schwer verletzt in seine Wohnung übertragen. —ik. — (Ein Rehbock mit einer Schlinge.) Auf der am 2. d. M. im Relathale von etlichen Littaier Jägern abgehaltenen Treibjagd wurde unter anderem vom Iagdtheilnehmer Herrn Ignaz I ore aus Schwarzenbach ein Rehbock erlegt, welcher am Hinterfuße eine Schlinge hatte. Derselbe dürfte sich allem Anscheine nach vor kurzer Zeit in einer von Wilddieben gelegten Falle gefangen, sich später losgemacht und die ihn festhaltende Schlinge mitgerissen haben. —ik. .*. (Nach Amerika.) Der 19jährige Be-siherssohn Anton Kic aus Bislavas, Gemeinde Honig-ftein, politischer Bezirk Rudolfswert, und der 19 jährige Arbeiter Anton Kutnar au« Recnjavas, Gemeinde Treffen, politischer Bezirk Rudolsswert, wurden vorgestern nachmittags unmittelbar vor dem Abgänge des Postzuges nach Trieft von dem Sicherheitswachmanne Alois Slanovec verhaftet. Dieselben waren im Begriffe, mit dem Postzuge nach Nabresina und von hier nach Udine zu dem bekannten Auswanderungsagenten Silvio Nodari zu fahren, um sich von dort aus nach Amerika zu begeben. Daher war gegen sie der Verdacht begründet, dass sie sich der Militärpflicht durch Auswanderung entziehen wollten. Bei den Verhafteten fand man eine größere Summe Geldes in den Rockärmeln eingenäht. Kic und Kutnar leugneten anfangs die Absicht der Auswanderung und gaben vor, nur nach Trieft reisen zu wollen; später legten sie jedoch ein Geständnis ab. Beide wurden dem k. k. Landesgcrichte eingeliefert. — (Vor Schrecken gestorben.) Wie aus Gürz berichtet wird, entstand diesertage im Gasthause des Lavrencii in St. Nndrä bei Gürz unter den Gästen eine Schlägerei. Die dabei anwesende Wirtin Maria Lavrentii njchral darüber ^ ^ehr. daft sie todt zusammenbrach. Theater, Kunst und Literatur. — («Unter Habsburgs Kriegsbanner.') Feldzugserlebnifse aus der Feder von Mitkämpfern und Augenzeugen. Fünf Bände u 1 fl., in Prachtband ü fl. 1' 50. Dresden, E. Piersons Verlag. — Was der Titel dieses bedeutungsvollen Werkes besagt, bringen die bisher erschienenen Bände reichlich: Feldzugserlebnisse aus den Jahren 1648 bis zur Gegenwart, geschildert von Theilnehmern und Augenzeugen. Aber im Titel als solchem liegt nicht das Anziehende, ja mancher Leser könnte sich vielleicht sogar abgestoßen fühlen, indem er trockene mili-tärische Skizzen hinter diesen «Erlebnissen» vermuthen würde. Allein dies ist ganz und gar nicht der Fall. Natürlich sind nicht alle Erzählungen von gleichem Werte, da eben jede einen anderen Verfasser hat, aber alle sind von gleicher Vaterlandsliebe und echt soldatischen» Geiste durchdrungen — ein Spiegel des mächtigen Elans und der rührenden Kaisertreue, die unsere braven Truppen beseelen. Geschrieben sind die Geschichten alle ausnahmslos frisch und flott, viele sogar mit feiner Eleganz und stilistischer Grazie. Diese Bände, die so viel Edles und Schönes ent-halten, sollten in keiner Mannschafts- und Officiers-Bibliothek fehlen; aber auch der patriotische Civilist wird alle diese Erzählungen mit warmen Regungen des Stolzes und der Freude lesen. Namentlich für die männliche Jugend kann das Werk nicht warm genug empfohlen werden. Nlle in dieser Rubrik besprochenen literarischen Erscheinungen sind durch die Buchhandlung Jg. v. Klein -mayr H Fed. Bamberg in Laibach zu beziehen. Oarniolio».. — Aus Adelsberg schrieb man der «Vrünner Zeitung» unterm 21. März 1782: «Alle Herrschaften in Krain habe« Befehl erhalten, binnen einem Monate ihre Aeußerung schriftlich an die Kreisämter abzugeben, in wie viel Dürfern und Ortschaften sie noch nöthig fänden, Pfarrer oder Kapläne anzustellen. Mancher Ort ist von der Psarre zu weit entlegen, so dass die Leute einen sehr beschwerlichen Weg von zwei bis drei Stunden und oft mit Lebensgefahr, besonders im Winter bei tiefem Schnee, zurückzulegen haben. — Fast täglich kommen Schiffsbaumeister von Trieft und Fiume allhier an, um Holz zum Schiffsbau einzukaufen, indem die Kaufleute von gedachten Plätzen zwei große Schiffe bauen lassen. Wie eine Eor-respondenz aus Kroatien vom 26. April desselben Jahres an die gleiche Stelle meldete, hat der Freiherr von Tauffrer aus Krain bei der obersten Hosstelle um die Erlaubnis angesucht, einen Handel mit Schiffsbauholz nach Constantinopel eröffnen zu dürfen, und vernehme man, dass Se. Majestät Kaiser Josef II. diesen Plan genehmigte und nur noch ein Gutachten der Hungarischen Hoslanzlei abgefordert habe, denselben zu sanctionieren. Neueste Nachrichten. Neichsrath. Sitzung des Abgeordnetenhauses. lOriglnal»leltgramm,) Wien, 5. December. Das Abgeordnetenhaus setzte die Budgetdebatte fort. Abg. Uorzal begann in czechischer Sprache und erklärte, deutsch fortfahrend, seine Partei wisse genau, dass die gegenwärtige Zeit eine Epoche der Unehrlichkeit und Gesetzlosigkeit sei. Er beschuldigt alle bisherigen Regierungen der Feindseligkeit gegen die Slaven im allgemeinen und die Czechen im besonderen. Das böhmische Voll habe nur durch eigene Kraft sich emporgearbeitet, Abg. UdrM beklagt sich, dass hinsichtlich des Meliorationswesens und der Flussregulierung für Böhmen gar nichts geschehe, wodurch die Industrie und Landwirtschaft stark gelitten habe. Die für diese Zwecke ins Budget eingesetzten Summen seien lächerlich klein und nützen gar nichts. Redner verweist dies» bezüglich auf Deutschland, welches jährlich große Summen zur Hebung des Wafferverlehrs aufwende. Nach dem Abg. Udrzal erklärt Abg. Funke namens der in der Obmännerconferenz der Linken vertretenen Parteien, dafs dieselben in eine eingehende Discussion des Budgetprovisoriums eingehen wollen, sie eine Beschleunigung unter den gegenwärtigen Umständen für nothwendig halten, sich aber das Eingehen auf Details der Vorlage für ein späteres Stadium vorbehalten. Abg. Groß beantragt Schluss der Debatte. Unter großem Lärm kommen zahlreiche Abgeordnete der Rechten in den Saal. (Rufe auf der Linken: Sofort abstimmen! Großer Lärm bei den Iungczechen) Bei der Abstimmung wurde der Antrag Groß mit 104 gegen 95 Stimmen abgelehnt. (Lebhafter Beifall und Händellatfchen bei den Iungczechen, großer Lärm links.) Vicepräsident Lupul gibt das Glockenzeichen. (Der Lärm hält an.) Abg. Skala ergreift das Wort, worauf Ruhe eintritt. Die Verhandlung wird sodann abgebrochen. Sodann wird der Dringlichteitsantrag Schwarz betreffs der Reform der Gesetzgebung zum Schuhe un» mündiger Kinder in Verhandlung genommen. Dieser Antrag sowie der Antrag Mengers wird einstimmig angenommen und der Antrag Schwarz ohne weitere Debatte dem Iustizausschusse zugewiesen. — Nächste Sitzung morgen. _____ Parlamentarisches. (Oriyinal'Ttltgramm.) Wien, 5. December. Der «Paragraph-Vierzehner-Ausschuss' lehnte zuerst die Streichung des § 14 !"t 13 gegen 12 Stimme» ab. Sodann wurden die Ab-ä'nderungsanträge der Abgeordneten Rösch mann und Zal linger sowie der Alltrag des SubcomM ab-gclehnt. Ueber Antrag des Abg. Ruß wurde die Ne-assmnierung der Abstimmung angenommen, worauf d>e Streichung des § 14 mit 20 gegen 12 Stimmen beschlossen wurde. Nachdem über Äutrag des Abg. Kaiser beschlossen wurde, von der Specialdebatte Umgang zu nehmen, schritt der Ausschuss zur Reftrentenwahl. D»e Abg. Funke, Pergelt und Ruß lehnten die AM ab, worauf Kaiser zum Referenten gewählt wurde, welcher die Wahl annahm. Wien, 6. December. Ein über den Verlauf der Verständigungsaction ausgegebenes Communique' verweist auf die bisherigen Conferenzen und besagt: Die gestrige Sitzung des SubcomM verlief resultatlos. In der abends stattgefundenen gemeinsamen Berathung des Cxecutiv.Eomitis der Rechteu und der älub< obmänner-Conferenz der Linien begründeten Vä'rn-reither, Lueger, Dzieduszycti, Povse und Fuchs ihre Anträge. Seitens der Linken wurden die Anträge Povse, Fuchs und Dzieduszycti, seitens der Rechten die Anträge Bärnreither, Lueger uno gleichfalls Dzieduszycki als unannehmbar erklärt. Gege" die von der Linken verlangte Abstimmung nach Club» wurde von der Rechten Einsprache erhoben; eine Ab' stimmung unterblieb. Iaworsti schloss die Sitzung nut dem Wunsche, es möge baldmöglichst zu Verhandlungen zwischen den Vertretern der deutschen und czechijche" Nation kommen. — Einigen Blättern zufolge soll die Wiederaufnahme der Verständigungsvechandlungen «w Laufe des Monates Jänner erfolgen. Dr. Hmolka f (Original-Telegramme.) Lemberg, 5. December. Statthalter Graf Pininsli erhielt heute vormittags von der l. k. Eabinets-lanzlei nachstehendes Telegramm: «Im allerhöchste Auftrage beehre ich mich, Eure Excellenz zu ersuchen, den Hinterbliebenen nach Sr. Excellenz Dr. Smolla die Allerhöchste innigste Theilnahme Seiner t. und l. Apostolischen Majestät bekanntzugeben. Kundrat.» Lemberg, 5. December. Das Leichenbegängnis Dr. Smoltas findet Donnerstag um 11 Uhr vor-mittags statt. __________ Die «Berenice». (Original-Telegramme.) Wien, 5. December. Für das morgige li>^ treffen des Lloyddampfers «Berenice» in Trieft wurden, obwohl seit dem 24. v. M. auf dem Schiffe keine verdächtige Erkrankung vorgekommen ist, seitens der Seebehürde einvernehmlich mit der Statthalterei d«e umfaffendsten Sicherheitsvorkchrungen sowohl bezügM der Mannschaft als der Ladung getroffen. Triest, 5. December. Der Agent des iisterrel' chischen Lloyd in Genua berichtet, dass mit 17. v. Vl> auf der «Berenice» lein Pestfall mehr vorgekommen ist. Der Gesundheitszustand der Mannschaft ist "'' guter; auf der Heimreise wurde daS Deck des Schlfl^ mit Kalk und Sulphat gereinigt. Der Krieg in Südafrika. (Original'Ielegramm.) . London, 5. November. «Reuters Office» meldet aus Loren^o.Marquez vom 29. v. M.: Nach einer au» dem Hauptquartier der Buren eingetroffenen Meldung beabsichtigt General Ioubert, da er bei dem Abzüge vo" Estcourt eine große Rinderherde mitgeführt HA' seine Streitkräfte um Ladysmith zu concentrieren. ^i weiteres Telegramm besagt, dass drei große Kanone» eingetroffen seien, die alsbald auf die gedeckten RäulN feuerten, in denen sich die englischen Truppen befinde"' Eine Granate scheint die Munitionsvorräthe gettoss" zu haben, es erfolgte eine Explosion. Wien, 5. December. (Orig.-Tel.) Seine Majesty der Kaiser stattete mittags der Winterausstellung '" österreichischen Museum einen längeren Besuch ab, . sichtigte sämmtliche Ausstellungsgegenstände eingeye" und äußerte sich höchst anerkennend. ... Verlin. b. December. (Orig.-Tel.) «Wolffs V"""" meldet aus Manila vom 4. d. M.: Die UcbernaY" der Karolinen«, Marianen- und Palao-Instln dur", Deutschland ist bereits vollzogen, die bisher'^ spanischen Inseltruppen sind bereits in Manila "' getroffen. ^Lawacher Inwng «ll. 280._______________________________2229_________________________________S, Dmmh« 1899, Doppeltes Vriefporto nach der Schweiz. ' nur echt, wenn direet ab meinen Fabriken bezogen!»tt. llsnnoborssg Zoiasnlabrikoii, 2üriod st. u. t. MieseM). Angelommene Fremde. Hotel ^lesnnl. tztein^'" ^ December. Ravnilar, l. l. Steuereinnehmer, dan »"" GrUnhut. Ingenieur. Laibach. — Hreljanoviö, Inten, dl,,', "gram. — Erjavec. Priester, Wippach. — Ilogar, Priester, Pra° " «n," Dr. Vez<>l, Private. Sittich. - Melon, Kfm,. ». ^.,^ Meine, Ksm., Oedenburg. — Neumann, Kfm., Fiume. N°<,U""^ Kfm.. Brunn. - Czipel, l. u. l. Oenieobcrst; 3iztch »n "^ Schneider, Reichmuth, Grüner, s. Frau, Voith, Verstorbene. Im Civilspitale. 53 c> ? ^^ November. Maria Finzgar, Nrbeitersgattin, Tubes'^"isehler. — Maria Hafner, Fabrilsarbeilerin, 22 I., ^Vorstellung. Ungerade. ^ Mittwoch den 6. December "n°lia.es Gastspiel des herzogl. meiningischen Hofschauspielers ^ Maurice Morisson. «ean oder Leidenschaft und Genie. Schauspiel in flinf Acten von Alexander Dumas. «nke gegen 10 Uhr. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. ------^höhe 306-2 m. Mttl. Luftdruck 736 0 mm. " V 8»» L ^" bl» Himmel« 8 LZ "->««.! 782 0 ,-1 2 j NO. mäßig , dewöllt , 0 0 Aale; .^^"sesmittel der gestrigen Temperatur 3 6«, Nor 5.^ «erantwoitlich« «edacteull N^l oV^ss untel^ p°ssend?z"„«^?"^" Weihnacht».Aefcheul. Ein schönes. Portrlit w?3, '"""iches Wcihnachtsgeschenl ist ein lebensgroßes ?ls schiintt/a ^''^ ^gleich als schönste gimmcrzierde und auch ^rs eian,. ""^ ^'ll^ Änbenlen (auch an Verstorbene) beso». ^°lche P°l!,.«^ """' praltischc», ewig bleibenden Nert hat. Ulapliic i« ^ l "ben nach jeder eingesendeten beliebigen Photo-^«liiert»» » ^" ^^" " Wien II., Praterstraße 6l, etablierten ^lertiat ..^"'^l'" des Herrn Siegsried Vobascher an-^ä>res in b"b Weihnachls.Nufträge baldigst zu veranlassen. ^^^Wttigen Inserate.) (4706») ^'hrig^'Ü'^^elhnachtblatalo«,), der soeben von der ^nid,.N,,L""° ^' Rechner (Wilh, Mllller). l. u. l. Hof. und erweist sU "5 ^ien I. Graben AI. herausgegeben wurde, Literatur °^ ^"" wieder, wie seit vielen Jahren, allen NachlH.""b Kunstfreunden als ein fast unentbehrliches Und KuN "^- ^llle bedeutenden Erscheinungen des Buch. Seiners? ,' bels ftlldkn sich in dem Kataloge verzeichnet. iU einen, /l Ng wurden die Novitäten des Jahres l8!)9 "lze ^«^', "werten «ufsahe zusammengefasst. Hier findet man ^ttten,,«,, ^a°l>en und lleine Besprechungen aller nennens« "sondere K ^ücher aus allen Wissenszweigen, wobei bürde M ^' ^ °"^ bie «Schöne Literatur» verwendet bUnschl ^c.^" Weihnachtsfeste die Jugend zu beschenlen in Lechners Wcihnachtslatalog be< ächter !?. 1 ^"hschlcige, un, sich in der Masse des Gebotenen bitchy , Mufinden. Spielbücher, Äufstellbilber. Epiele ! °^"" Nippsachen, Tanagrafiguren und tend« A^ " 'Kopfzerbrechen», belehrende und unterhal-erllilrt «^ ^°^ werden uns aufgezählt und lurz und bündig "chner ^ photographischen Apparate der Firma wir U,,/,t "U" ^ des besten RufeS; auch über diese finden Vien n?' '" dem Kataloge, der jedem Interessenten in N>irt> ln der Provinz ^us Verlangen gratis zugesendet (4725») (Husbeschlag für Pferde im Winter). 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Lin lie^el 3b lcr. »»«««. »,v«,l»n. «»>««»»»»» V»lk» 6»2U ein LMcll 35 kr. — /Mein-Depöt: (2476) 24 .Zzslü Ulll'HMMa" üe8 ll. ^uztoll ln IMzob. > T>le Laibacher freiwillige Kenerwehr gibt » U hiemit die traurige Nachricht, dass eS dem Allmäch. M > tigen gefallen hat. ihr Ehren- und unterstützendes M > Mitglied, den Herrn W ^ Ilohann Perdan > > Kaufmann, Hausbesitzer in Laibach ?c. ic. W D heule um '/<6 Uhr früh nach langen Leiden in ein W > besseres Jenseits abzuberufen. M > Das Leichenbegängnis findet Mittwoch den 6. De- M > cember um halb 3 Uhr nachmittags vom Trauerhause M > Kaiser Iosefs-Pla» Nr. 13 aus statt. » > Der Verewigte wirb dem freundlichen Andenken M > aller P. T. Mitglieder sowie aller Freunde und Be. M > kannten empsohlen. M > Er ruhe in Fr«ben! M > Laibach am 4. December 1899. W > Der Ansschuss. > ^3r Stephanie-^ahntropfen "st?~ v_. Einige Tropfen auf Baumwolle in dea hohlen Zahn gegeben, stillen dessen Schmer». (42»7j 52—6 ¦ Potrtega srea javljamo vsern sorodnikom. I ¦ prijateljem in znancem tužno vest, da je Vse- I ¦ mogoèni po dolgi in muèni bolezni poklical k I ¦ sebi naSega iskreno ljubljenega soproga , ozir. I I oèeta, deda, tasta i. t. d., gospoda I I Petra Mayrja I I bivSega veleposestnika in pivovarnarja I I danes ob '/i 4. uri zjulraj, previdenega s sve- I ¦ timi zakramenti za umirajoCe, v 82. Jetu nje- I ¦ gove starosti. I I Truplo predrazega rajnega se bode v sietrtek I ¦ dne 7. t. m. ob 3. uri popoludne preneslo na I I tukajSnje pokopaligèe k veènemu pokoju. I I Sv. maSe za rajnega »e bodo brale v mestni I I župni cerkvi. ¦ I Preljubljenega pokojoika priporoèamo v I I blag spomin in molitev. ¦ I V Kranji dne 6. decembra 1899. I I 4739 Žalujoèi ostali. I 16. ^vekanntmachunss. band.?« ^"""^^ des Karl Kristan. wu^° ^""es i>, Heil. Kreuz bei Littai. Vembp i ^^""^ bl's bei der am 2li. No-satzunl ! ^ "°l sich gegangenen Tag. erstn.. " be" erschienenen Gläubigern . ' ulleten Vorschlages an Stelle des ver-Dr ^"? ^oncursmasse.Verwalters Herrn niatto m"^ ^ Wurzbach zum Concurs-v »k^jerwalter H:rr Dr. Maximilian "urzbach. Advocat in Laibach, bestellt, üm i ^^"desgfricht Laibach. Abth.IIl, " ^ December !8W. Schoner tandbesitz mit 13 Joch Gruni, im Anschlüsse an das landschaftliche Bad JVeuhaus bei Cilli, ^:^ ist sogleich zu verkaufen. ^uskunjt beim Eigenthümer paul Veszther in Doberna, post Bad jteuhaus bei Cilli. (4738; 3—1 Nc. 414/99 Sklep. Dovoli se uvedenje arnortizaeijskega postopanja glede baje dne 15. avgusta 1898 povodorn požara na Päevern zgorele knji-žice hranilnice in posojiluice, registrovane zadruge z neomejeno zavezo v Zgornji Be8nici ät. 59, glaseèe se na ime Vincencij Benedièiè, v norninalni vrednosti 44 gld. C. kr. okrajno sodišèe v Kranji oddelek II. dne 24. novembra 1899. ^——^———— Laibacher Keituna Nr. 280. 2230 6. December 1999. Course au der Wiener Börse vom 5. December 1899. «««v«« oMenm «ourm»««. .. . « , . «»Id Na» Italltl'Znlehtn. »«/,, lkinheitllcke Nente !n Noten »eiz, Nai-November , , . 9s 80 »9 !»s, ln^olen verz Februar Ä^nst «9 llu 9« 40 ,, 3>lb«l »erz, IHii,,0 »l)l bC »»/, Vom.'Pfanobl, k 180 fi. 14« 90 14? «0 z«/n Oefterr Golbrcnte, fteueifrn ll« «ü ll« 8e 4/>/. blo. Rente in KronenwHbr, sleurrfrelsür»U<»>nonenNum. 99 8» 9« bt> bt». dl«. per Ultimo , . 9» 5» 99 bb >'/,''/!> »sttri. Inoestitioni.Neiil« fill X00 Kronen Nom. . . »? 10 »7 x> schreibungen. Elisabetbbahn iil G,, steuerfrei ,biv. Tt,). für 100 st. ». 4»/, ,1« - U« l« Franz'Josef»Nahn in Tilber (dw St)s, >/.»/, >«» ?o »z« b« klubolstbahu 4»/, in Kl»n«nw, steuers, (div, Zt.). für »00 »r, Nsm.........»740 »Ü4c» Vor»rlbergb«hn 4"/, l, Kronen»- steuerj,, 40« «. «voo Kl. <. XX) Kr ««»..... 9? »0 9« llb Zn «t«a«schul»»ers sl, liM, b'/,«/, von »000 st. », >», pr. Vtück . »49—«49^0 d««. Llnz'Vudwel» wo fi. ». W. b'///,........«z —»/?-. dt«. s«I,b..Ttl. »00 fl.«.«, »»/, »z^ . . z«t >. V»« kt»«t» zn» Zahlung Übernommene , »000 Vt, «00 M 4"/,...... <«?-«" !«5' Fla„^I«!e<.«,. «m, l«4. 4«,, u? ^, 93 »,, «altzlich« Karl. Uubwi« Vabn. bloerle >3tü'i!«on,. »bin »«3« 4°„ dt». dt», per Ultlm« , . vz-iy 9» 8, »,o Et E «! »oldioofl,4>/,"/„ 8»SU 84«n dto >to, silbtl lvo « . 4'/,",. «9«» l«! « tzt°, Staat« Obllg, 5 11» ?» dt«, 4»/,»/,Gcha!»lr!'gal «bl-Otil. 9»-«, »9 70 dto, Prilm N>,I l» »"'»il « U, lti» «> 160 5u bto dt°, il üo fl. «.«». i5«?^ll»9?z Theiß.««»..2ole 4-/, 1UU ft. . I,? ,o I« - Grund tntl. > «Migationtn (f«l 100 st. «M.). 4«/, ungarisch« (IM sl ». «,) . »«'« »4 t»0 4»/, lioatijche »nb Ilavonllche . --'» — — Ander« össtntl. Hnl«h«n. Doi»au.«t8'»- «nleyen b. stadtgemeinbe Wien t0«-«a l^4 »0 «üleuen b. Stadtaemeinde Wien lEllber oder Volk) . , . . I«» — i»b'— Pr«mUnl,htn . —-- «»»z ßsandbritft (ft, ioe ».). «obcr. all«»st.«n»0I,verl.4»/, »« « 9? _ bto. Pram'Tchlbv. «"/,, > ««, l,8 ,z 119 ,,, bto. dto. »°/<» » Tm, »l? « N5-- N «sterr Lanbes'hyp'A.'sl 4»/„ ß«>.. 99 _, llest un«, «anl verl, 4°/„ , . 99 <>', «au «z bto, bto 5 »» 31 tc^ z^ Pri0t1tat««Vbllgatl«nen (für NX) 9»)» Oesterr Norbwestbahn . . 10« lO» t»l> 2taat«bahn»"/n^?lc«.50«P Vt «09-0 lk?- - b!o. 5«I,^«WlI. p. louft. 118zl)l1U4« Ung '«allz. Vahn..... i«»4v los 10 4«/, Unterlr»4-> »s« "> Dtvofiienbanl. Nllg.. ll»0 sl, . "0>-. ,21 — E«c°mpte<<»el,. Ndröft. «» fl. ??»-- ?«>?-' «iro.u.llassnw,,wiener. 200fl. »»-- «?'^ Hypothelb,, c)est.. «X! fl. ».'.«/„« »V «) i0" ^ Üsnderbanl, Oest., 2 fl. . . «» ?t> »»t «» l)esteir..!M,ar. »anl, «00 fi. . »l»-— 9,i, — Unionbanl li«« fl..... »10^31!- »nl«hi«b«»l. »ll«.. »4« ll. . '«<— »7« - »«ld «ar, Altien ,on tzr»n»p«rt» Anternehnnlngen (pn stüll). «ulsia.lepl »ilenb. «» fi. . »«5« «»«6 Vül,» slordbahn l«> fl, , . »81».. >t»4' Buschtiehrndsr «til «X, fl, 2N, l««5 ««8!, bt° bto ^lit, U) «,« fl. . «1»-.«'4 D«»«» ' Dampfichisfahrt« ' V«s., OeHtrr,, b fl, «Vl, , . »42 - - «4^>- Pul.»«b,nb»ch,r!k 00fl,04k» «»5b' Lemb.'llztlnuw,' Iasst, < «iseüt»,. «esellichaft 2lX> sl, 3, . . »»^ - ««» Uloy». Ocs! , Irieft, l»«0 sl n «00 fi. «3. , 3»e »b »»»'?» Oüdbahn «X» sl, E..... «9 t>0 ?<» »0 ßübnordb, Verb..«. «0O N.«M. t9b - »»» — Ir«m»a>,«e!.,Wr..170fI.».«. — — -- bt,, 0K<,, ?ieueWr,. Pr<»» ritäl« «cüs» ton fl. . . . Il4—»15-. ll,!<,,H<,liz, fl. Silber «1>1 »0 »«1 »>> Nn«-Wtslb.(«all^a»l»»)2N<)fl.ß. üi» — 2li» «ener ««albabnen. ««..««<. -— — — I«dullri«.Acti«n (per Vtück). «augef.. »ll«. »ft., ll» ft. . . lN b0 «"4 -««ydier >", Papierf, u, V>«. »5-^ 8!» >>> ^ieNnaer Vranerei ! lo l!?ü 60 Player «tisen Ind, »ef. «XI fl, lb«3 »2«? 3alff0'I«rj, Eleinloblen «<> ft, z» — .,Ächl»aI«ühl". Paplelf. AX, fl ,4«- ik,>. «.ld «»" «risailer «ohlcnm, «ei. 70 fi. »08- »«'" Waffenf.V.ccs«,!» Wagon.Lell>,l!st,. «llg,, MPest. Nr. VaügeltMch'aft' l«0 fl , ^ ,(,,- loi- Menerberger IVel 8»,— «?" Yiverft Lose (per Vtult), «udapest.VllsMca (Dombau) . «?° ^" llrebitlose »«> fl...... ,»3 - «"«l« «larh.Lole 40 fl. CM, ... 63 °<1 "^ 4«/„D°na».Dampffch. l0Ufl,«M. ,« - lS»" vssner Lose 40 fl..... K4'<» s«'»« Pc,!fft,-L°le ^N fl, CM, . . , «— »»' Nutben ftreuz, 0,!!,Grl,»»,.I «'" «otliei, Kreuz, Uün <ües, v.. bsl. 9 70 lO'"' «ubolph^ost l« fl..... ,-- «^ ealM'Lose <0 fl, «Vl, . . . zz?i «^ Et..en°l»'Lose 40 fl, IM. . 8Ü?^ "'" Walbste!».Uose 20 sl. llM. , . 9,-^ ««^ «ewiüNIch. d, »"/„ Pr,°Schulbv, d, Vobencrebitanstalt. l. " Pari, ........ 4??l>^°2 St. V»tei»bui> ..... '- — ^ Daluten. Ducaten....... 5S«. ^'vi «».Franc«.««!«!«..... 9»'. .,?» Deutsche «eilbsbanknote» . . »»-<>». b'il Italltüüch« Baiiliwttn ... j>Ji-wJLwm-w.j>M-.i>w>>»>¦¦¦ww.nnnnnnnnnnfinnnnnnnr ¦ ¦winwn»¦ firm 1—ti^nmi--------------------------------------------------------------------------------- -------• ¦ i™^™»«^—*-*¦ »™-—n.....mimw»—¦»¦¦»-—m..... ~»m ^ E133-- VS.XL4. TT«r]«:«.^5 ^W— #~y« i#WlÄ"W^^Ä* I PliVHt-DflpÖUS (S»fft- I)''DOHit.H) ?•¦ R«n(*n, l's»H«n.rl««r«>n, ¦>rlorI(Alea< Actleii, ^Jm ~ -^lx» ^.w-^wi^^y -~. i, r '«--••L. L«H..|C.,l)»Ue.«n