Bezugspreise _$ür Hstcrreich-Ungaru ganzjährig K 4' — halbjährig K 2- ijiir Amerika: ganzjährig O. 1;25. jiir das übrige Ausland ganzjährig K 5'20 Briefe ohne Unterschrift werden nicht berücksichtigt, Manuskripte nicht zurückgesendet. Erscheint mit einer illustrierten Beilage „Wandermappe" am 4. und 19. eines jeden Monates. Bestellungen übernimmt die Merwattrmg des Hottscheer Boten in Gottschee, Hauptplatz Nr. 87. Berichte sind zu senden cm die Schristteitnng des Oottschcer Moten in Gottschee. Anzeigen (Inserate) werden nach Tarif berechnet und von der Verwaltung des, Blattes übernommen. Die „Wandermappe" ist nur als Beilage desGott-s che er Voten erhältlich. Postsparkassen-Konto Nr. 842.285. Verschleißstelle: Schul-gasse Nr. 75. Mr. 18. KotLschee, am 19. September 1905. Jahrgang II. lux Beachtung! Den geehrte»! AVnehmern, welche den Winter über in der Aremde sind, »vird der „Pole" öereitlvissigsi nachgese»rdet, sobald uns die Adresse bekannt gegeben »vird._________________ • Dom internationalen Freidenkerkongreß in Paris. Die sogenannten Freidenkerkongresse, welche alljährlich in irgend einer Hauptstadt veranstaltet werden, sind bekanntlich Versammlungen von Atheisten, 'Religionsfeinden, revolutionären Sozialisten, Anarchisten, Freimaurern u. dergl., kurzum von Leuten, denen die Ausrottung des Gottesglaubens und des Christentums, die Abschaffung der christlichen Moral, die Auslösung und der Umsturz jeder gesetzlichen und staatlichen Ordnung am Herzen liegt. Kürzlich tagte ein solcher Freidenkerkongreß in Paris. Was uns veranlaßt, desselben in unserem Blatte überhaupt Erwähnung zu tun, ist der Umstand, daß unbegreiflicherweise auch aus Gottschee an den Kongreß in Paris eine Begrüßuugsdrahtung abgegangen ist, gezeichnet von einem gewissen Erker, Lesar und Barteimer (Bartel,ne?). Vielleicht wissen diese Herren selbst nicht recht, welcher Sache sie Gruß und Beifall gespendet haben. Es sei daher gestattet, hier eine kurze Blütenlese zu bieten aus den Reden, Kundgebungen und Beschlüssen dieses jüngsten Freidenkerkongresses, an dem auch mehrere Japanesen, Neger und Chinesen teilnahmen. Ein Reichsdeutscher, derGottesleugner-Hoffman»», erklärte, das internationaleFreidenkertum werde die Kirchen nicht niederreißen, sondern sie in Volksuniversitäten umwandeln. Professor Oden de Bum der Universität Barcelona schloß mit einem kräftigen: „Tod den Kirchen!" Am ersten Kongreßtage nahm die.Versammlung eine Entschließung an, in der sie den spanischen Anarchisten Malato, Herver, und Ballina, die wegen.des Attentates auf den spanischen König in Untersuchung stehen, ihre Sympathien aussprach und deren Enthaftung forderte. Ein ungarischer Journalist forderte, auf, den nächsten Kongreß in Ungarn zu halten, und schloß mit dem freundlichen Wunsche, die Freidenkerbewegung möge zur sozialen Revolution führen und „die Klerikalen mögen samt ihrem Gotte krepieren"! Professor Fulpins aus der Schweiz forderte die Abschaffung der „niederdrückenden christlichen Moral" und erklärte unter stürmischem Beifall, der Kongreß müsse allen wahrhaft revolutionären Sozialisten die Hand reichen. Der Anarchist Paraf-Javal erklärte am zweiten Verhandlungstage nur jenen für einen wirklichen Freidenker, der keine .Autorität, kein Gesetz anerkenne. Eine Frau Petite wünschte, die Messe solle durch eine Laienfeier ersetzt werden, jeden Sonntag 20 Minuten. Sie verlangte weiters, daß die Kinder über das Werden des Menschen aufgeklärt werden sollen, damit der zwanzigjährige junge Mann nicht genötigt sei, mit weiblicher Gesellschaft ins Gebüsch zu gehen, sondern alles frei vor den Augen der Mutter tueII Ein Herr Sivok wünschte die Einführung eines Laienkatechismus statt des religiösen Katechismus in den Volksschulen. Louis Charbonneriat unterbreitete dem Kongreß folgende Resolution: „In Anbetracht, daß jeder Genosse, der die Trennung der Kirchen von» Staate ersehnt, dies Werk zunächst bei sich selbst beginnen muß, beschließt der Kongreß den Ausschluß aller jenen Aus dem Ehreuduche der städtischen Schnle in Gottschee. Bis zum Jahre 1868 pflegten die fleißigsten und gesittetsten Schüler, der Volksschulen am Schluß des Schuljahres mit Ehrenpreisen, Prämien, beteilt zu werden. Die Namen dieser Prämianden sowie die Namen der „diesen zunächst Gekommenen" »varen in das sogenannte Ehrenbuch der Schule eingetragen und wurden bei der öffentlichen Schlußprüfung in Gegenwart der übrigen Mitschüler, des gesamten Lehrkörpers, der Pfarrgeistlichkeit, der geladenen Eltern und Festgäste von» Schuldistriktsausseher (Dechant) oder vom Ortspfarrer feierlich vorgelesen. Mit Stolz erhob sich der.aufgerufene Prämerand und begab sich schnellen Schrittes zun» „Herrentisch", uin daß dargereichte Prämium entgegen zu nehmen. Jede Schule hatte ein solches Ehrenbuch, das sich schon durch seinen bunten Einband, in der Regel in Rot mit Goldschnitt, bemerkbar machte. Aber nicht nur die Namen der bravsten Schüler wurden in das Ehrenbuch eingetragen, sondern auch andere denkwürdige, die Schule und den Unterricht betreffende Ereignisse, wie hohe Besuche, usw. . . Auch die städtische Schule in Gottschee besitzt ein solches Ehrenbuch seit-dem.Jahre. 1818. Als.die öffentlichenSchulprüfungen und die dainit verbundenen Prämienverteilungen im Jahre 1868 abgeschafft wurden, hat natürlich auch dieses Ehrenbuch seinen Reiz verloren und nimmt seither nur mehr ein bescheidenes Plätzchen in der Schulbibliothek ein. Wir wollen es heute hervorholen und aus demselben einige interessante Notizen veröffentlichen, die geeignet sind uns im Geiste zurückzuführen in die gute alte Zeit. Der Schnl-distriktsaufseher, Dechant Tschinkl, schrieb am 13. Juli in das gena»»nte Buch: „Am 16tm Juli 1818 ward die Schule in der Stadt Gottschee v. Sr. Exellenz dem Hochwürdigsten Herrn Diözesanbischof Augustin bey Gelegenheit der Kanonischen Visitation dieses Deca,»ates begrüßt. Hochdieselben haben die.Schulkinder an diesem Tage größentheils und aus den meisten Lehrgegenständen selbst geprüft, und über die Fertigkeit derselben in Beantwortung der Fragen Ihr hohes für die Schüler sowohl, als für die Herrn Lehrer beehrendes Wohlgefallen geäußert. Bei dieser Prüfung haben, die von» Schüler Maximilian Lakhner aus der Stadt Gottschee und Josef Köstner v. Seele, jeder eine auf den Schulbesuch Sr. Exellenz des Hochmütigsten Herrn Ober-Hirtens berechnete Anrede deklamirt, welche Hochdieselben mit sichtbaren mtb immer auf die Herzen der gesamten Anwesenden, unter denen sich in jener Stunde auch einige Honoratioren ans denen umliegenden. Gegmden. befanden, einwirkenden Rührung in feierlicher Gruppen und Delegierten, welche nicht sofort das feierliche Gelöbnis ablegen, mit jeder Religion zu brechen und weder selbst au einem religiösen Akte (Trauung, Taufe) teilzunehmen, noch auch zu gestatten, daß von Seite ihrer Frau und Kinder irgend ein religiöser Akt (Kirchenbesuch, Beicht rcJ vorgenommen werbe." In der Nnchmittagssitzung stellte der Anarchist Paraf-Javal die Behauptung auf,'wenn einer noch an Gesetze glaube, dann sei er kein Freidenker mehr. Den zweiten Punkt der Tagesordnung bildete an diesem Tage die „Moral ohne Gott". Hiezu, führte Professor Thalamis u. n. aus, zwischen' Gott mtb der Moral gibt es einen unüberbrückbaren Gegensatz. Die Moral ist ebenso ohne Gott, wie die Orthographie (I) ohne Gott ist. Inder Schule darf fürderhin kein Wort von Gott gesprochen werden, aber auch in der Kirche darf den Kindern kein Religionsunterricht erteilt werden. Selbstverständlich ist der Verbrecher bloß ein Kranker, der durch sorgfältige Pflege zu heilen ist. — Am nächsten Tage referierte u. a. Cretois, geschmückt mit dem Freimaurerzirkel, über die „Notwendigkeit, gegenüber den Pfarrgemeinden Laien-gemeittden zu gründen und die kirchlichen Feste und Zeremonien (Messe, Taufe, Hochzeit, Begräbnisse) durch Laienzeremonien zu ersetzen". Ein Herr Alavail schlug mit großem Äetöse folgende Resolution vor: „In Erwägung, daß die Religionen nur eine Folge der Gottheit find, daß der Glaube an Gott eine Absurdität ist, daß der Glaube an die Existenz Gottes der einzige Grund des Despotismus ist, betrachtet der Kongreß als einziges Mittel, um das Unheil, welches die Religion angerichtet, auszurotten, den Unterricht ohne irgendeinen Gott." Paraf-Javal stellte als Grundsatz des Freidenkertuins den Satz auf: Ni dieu, ni maitre! (Kein Gott, keine Autorität!); man dürfe auch keine Gesetze für die Moral schaffen. Es gebe überhaupt keine Richtschnur, an die sich der Mensch halten müsse. — Der Anarchist Camille Guesnier unterbreitete nach langer Anpreisung der Anarchie. folgende Resolution: „Der internationale Kongreß der Freidenker spricht den Wunsch aus, daß das Prinzip der Anarchie von den Freidenkern der ganzen Welt angenommen und von ihnen als Endziel erklärt werde." Dabei kam es ab und zu zu fürchterlichen Tumulten; man benahm sich wie toll, alles schrie, trommelte und stieß durcheinander, unter ohrenbetäubendem Lärm raufte und balgte man sich, kurz es war manchmal ein viertelstündiger Hexensabbath, der die praktische Auslegung der „Freiheit" unter den Freidenkern gar nicht übel illustrierte. — Die gebotenen Proben, die wir der „Reichspost" im Auszuge entnommen haben, dürften genügen. Sie zeigen in wahrhaft erschreckender Weise, wohin die menschliche Gesellschaft ohne Gott, ohne Sittlichkeit, ohne die festgefügten Bande staatlicher und gesetzlicher Ordnung käme. Steuert übrigens, so fragen wir, unser Radikalismus bewußt oder unbewußt nicht ähnlichen Zielen zu, wenn er es vielleicht auch gegenwärtig dies sich selbst noch nicht einzugestehen wagt? Daß der äußerste: Flügel unserer extremen Radikalen dem Atheismus, Sozialismus, Anarchismus nicht mehr (ferne steht, beweist das Be-grüßnngStelegramm aus Gottschtze. Schämen müssen wir uns, daß sich in unterer Mitte Leute fanden, die) einen ebenso wahnsinnigen als gottlosen, wüsten und verabscheuungswürdigen Treiben telegraphisch ihren Beifall sandten und so ihre Zustimmung anssprachen. Die ^Auswanderung in Gottschee. Im vorigen Jahre erschien aus der Feder des k. k. Vizekonsuls in Chicago (jetzt in Kapstadt) Dr. Hans Schwege! in der Zeitschrift für Volkswirtschaft, Sozialpolitik und Verwaltung ein längerer äußerst spannender Aufsatz, „Die Einwanderung in die Vereinigten Staaten, von Amerika" betitelt. Darin wird vorerst mit ebensoviel Sachkenntnis als warmer Anteilnahme für das Los der Auswanderer die Tatsache der heute allenthalben herrschenden Auswanderung festgestellt und diese mit einer Völkerwanderung verglichen wie sie massenhafter in der Weltgeschichte nie stattgefunde.ii hat. Sind doch seit dem Bestände der Vereinigten Staaten rund 21 Millionen Menschen in dieselben eingewandert und entfallen von der heutigen Gesamtbevölkerung dort 10 Millionen auf Eingewanderte. Die allgemeine Auswanderung dorthin habe solche Dimensionen angenommen, daß die Mittelpunkte ganzer Volksstämme, wie der Irländer, schon von der alten in die neue Welt verlegt sind. Im weiteren macht uns der Aufsatz speziell mit der Äus-wanderung aus Österreich-Ungarn bekannt. Da erfahren wir die keineswegs erfreuliche Tatsache, daß während bis zum Jahre 1861 noch keine Einwanderer ans unserem Vaterlande in Amerika amtlich verzeichnet wurden, gegenwärtig Österreich und Italien jene Staaten seien, aus denen am meisten fortgewandert wird. Während beispielsweise die Zahl der Answandernden in Deutschland im verflossenen Jahr schon auf 18.000 herabgesunken ist, sind aus Österreich-Ungarn im Jahre 1905 allein, vom Jänner bis. Juli 275.693 nach Amerika fortgezogen. Dies vorausgeschickt, wenden wir uns nun der Auswanderung in Gottschee zu, da die engere Heimat und die in ihr bestehenden Verhältnisse vor allem das Interesse der Leser erwecken. An der Hand oberwähnten Aufsatzes sowie des daheim gesammelten und aus Amerika uns zugekommenen einschlägigen Materiales wollen wir in einigen Artikeln ein Bild der gegenwärtig im Gottscheeischen herrschenden Auswanderung darzustellen uns bestreben und der Reihe nach die Tatsache der Auswanderung, ihre Ursachen, ihre bisherigen und mutmaßlichen, künftigen Folgen auf wirtschaftlichem,, nationalem und religiös-sittlichem Gebiete erörtern. , . Die ersten Gvttscheer, welche den weiten Weg in die neue Welt wagten, stammten aus der Tschermoschnitzer Gegend. Johann Stille gleichsam für den Segen und das Gedeihen des jugendlichen Unterrichts der göttlichen Fürsehung so ganz im Geiste dankend angehört haben. Durch welchen Akt der Wert der Schule in Gottschee nicht undeutlich ausgesprochen worden ist. Dieser hohe Besuch hatte zur Folge, daß der diesortigen Schuldistriktsaufstcht ein Konsistorial-Decret v. 8. Febr. Nr. 80/20 zukam, worin es heißt: Konsistorium erledige sich mit Vergnügen des Ihnen v. Hohen Gubernium mit Decrete v. 10. Jäner 1823 Z. 16.248 bekannt gemachten Auftrages, den Schulvorsteheren in der Stadt.Gottschee über den guten Stand der dortigen Schule, welche als eine der geordneten in der Diöeese angesehen wird, die Zufriedenheit und das Hohe Wohlgefallen, zu erkennen zu geben ausgefertigt worden ist. Die nehmliche Ehre wiederfuhr der Trivialschule in Gottschee am 9. Juli 1823, wo auch Se. Exellenz der Herr Landes Gouverneur Joseph Camillo Freyherr von Schmidburg bey hoch Ihrer Landes-bereisung und in Begleitung des Herrn Gubernialrathes und Kreishauptmannes in Neystadtl dem des Herrn Praesidialsekrätars Baron v. Buffa die Schule zu besuchen geruheten. Se. Exellenz wurden am Eingänge des Schnlhauses unter dem Schalle der Trompeten und Pauken bewillkommt. Dann wurden sogleich einige. Schüler der 2 ten Klasse aus der Religionslehre, und der Kirchenkünst geprüft. Se. Exellenz auch diesmal durch Unerschrokenheit der Schulkinder, womit sämtliche Fragen beantwortet wurden, und dadurch daß der größte Teil derselben durch Handeaufheben den heißem Wunsch geprüft zu werden an den Tag legten von ihren Kenntnissen, vorhinein überzeugt, wollten so eben die Prüfung beschließen, als Hochdieselben abermal durch eine Anrede des Schülers Petsche äußerst angenehm überrascht wurden, welche Rebe zweckmäßig versaßt und v. dem kleinen Redner so wohl deklamirt worden ist, daß Se. Exellenz am Ende derselben sich des Lobspruches: Ehre dem Verfasser und dem „Dekla-manten" nicht enthalten konnten, welchen letzteren Hochdieselben großmütig zu beschenken, und seiner Zeit bei Gelegenheit sich dessen als eines bedürftigen und hofnungsvollen Knaben gnädig zu erinnern versprochen haben." Dies der kurze Bericht im Ehrenbuche der Gvttscheer Stadtschule über die beiden hohen Besuche. Ob der steißige Schüler Petsche später wirklich in die Lage , gekommen war, die Unterstützung des Gouverneurs in Anspruch zu nehmen und ob oder inwiefern dieser des talentvollen-Knaben später sich erinnert hat, davon schweigt die Geschichte. Oder ist jemandem diesbezüglich etwas bekannt? Wittine aus Tschermoschnitz, Georg Schmuck von Ribnig' Johann Schmuck von Wretzen-amd Andreas Schmuck unternahmen bereits im .Jahre 1853 die Rei'e. : Das, alte, einfache Segelschiff, welches sie bestiegen,. brauchte volle drei .Monate zur Überfahrt. Wittine kam bald heim,: doch, schon nach wenigen Tagen zog c* ihn wieder ins..Land der Dollare, wo er noch lebt, während seine übrigen Reisegenossen das Zeitliche bereits gesegnet haben. Ab und zu folgten nun auch andere Landsleute.aus den einzelnen Gemeinden des Lündchens> doch konnte vom einer eigentlichen Auswanderung noch nicht gesprochen werden. Diese begann erst ^ in den achtziger Jahren des abgelaufenen Jahrhunderts. Erst seit dieser Zeit wandelt die Lust, die Heimat zu verlassen und die neue Welt zu sehen, immer weitere.Kreise an. Und heute?. Heute gibt es im Ländchen kein. Dorf, ja kaum ein Haus mehr, aus beim nicht schon jemand übers große Wasser gezogen iväre. Im lausenden Jahre zumal scheint ein förmliches Auswanderuugsfieber die Leute befallen zu haben und und davon vor allein die Pfarrgemeinden Altlag, Nesseltal, Tschermoschnitz und Mitterdorf betroffen. Die Anziehungskraft, welche Amerika ausübt, ist. so groß, daß in .den allermeisten Fällen dahin wieder zurückkehrt, wer einmal, dort war. Daß Männer, wie ein gewisser Jakob Maußer aus Drandull, Josef Svetisch aus Grafenfeld, Georg Engele aus Mooswald und manch andere schon zum elftenmal in Amerika waren, beweist doch zur Genüge, wie beliebt dieses Land hei unserem Volke geworden ist. Um das. Bild noch klarer zu gestalten, sei angeführt, daß nach der letzten Volkszählung die Gesamtzahl der in Krain seßhaften Gottscheer rund 20.000 betrug; in Amerika aber .leben gegenwärtig nach den von uns gepflogenen Erhebungen.5059 Gottscheer, d. i. 20% der Gesamtzahl. Auf die einzelnen Gemeinden verteilt sich die Zahl der Ausgewanderten in nachstehender Weise. Es weilen heute nach dem Stande vom April I. I. in Amerika: Aus der Stadtpfarrgemeinde Gottschee 727 Personen; aus Altlag 612; Nesseltal 542; Tschermoschnitz.496; Mitterdorf 408; Rieg 400; Mosel 334; Suchen 302; Ebentcck 221; Unterwarmberg 170; Pöllandl 150; Unterlag 129; Stockendvrf 125; Unterdeutschau 120; Göttenitz 112; Masern 89; - Morobitz 72; Schill 50; diese- Zahlen sind seit April schon wieder um ein Erhebliches gewachsen. ... : Den Mut zu der weiten Reise hatten anfänglich nur verheiratete Männer und ledige. Burschen; seit 15 Jahren aber ist hierin ein völliger Umschwung eingetreten, so zwar, daß heute die Zahl der ausgewanderten Mädchen schon um die Hälfte größer ist als die der Männer. Um nur ein Beispiel anzuführen- sei auf die Ortschaft Unterloschin hingewiesen, in. welcher alle der Wiederholungsschule entwachsenen Mädchen bis aus, eines in Amerika weilen. Ihrer sozialen Stellung nach setzen sich die Auswanderungslustigen aus allen Schichten der Bevölkerung zusammen: Taglöhner, Dienstboten, Handwerker, Bauern, Bauernsöhne und -Töchter. Reisefertig wird man so schnell, als ob es sich nur um eine Spritzfahrt nach einem benachbarten Orte handelte; es heißt nur die erforderlichen Papiere - uyd das nötige Kleingeld besorgen, dann zieht man, von Eltern, Freunden und Bekannten begleitet, zur Station. Hier spielen.sich noch mehr oder weniger rührende Abschiedsszenen ab, bis der Zug zu pfauchen beginnt , und die nach der Fremde Lechzenden entführt. Die. Mutter weinte aut Perron noch eine Zeitlang, der Vater brummte zu ihr gewendet: „Alte, röhr' nicht"! und wohl aus, Schmerz über die Trennung von seinem Kinde, entfuhr ihm der. etwas derbe Wunsch: „O du verfl- Gotlicheerland! Daß du dach nie zur Welt gekommen wärest!" So geschehen anno 1902. Indessen hat sich der Auswanderungszug Laibach genähert, wo gewöhnlich soviel. Rast gehalten wird, daß die. Mädchen ihr ländliches Kopftuch mit einem städtischen Hut vertauschen, können, und nun geht's über Bremen, Hamburg- Antwerpen, Havre oder Triest zum Meer ,und auf das. Schiff., Ist..die Überfahrt von günstigem Wetter begleitet,. so verstreicht die Zeit am.Schiffe schnell; ganz anders aber ist.!es,.?wenn. trübes,,und stürmisches Wetter herrscht und die so ge-r*'f> T ' Seekrankheit den Auswanderer befällt. (Fortsetzung folgt.) Die Ursachen der periodisch wiederkehrenden Überschwemmungen im Gottscheer Tale, n. Im Nachhange zu den obigen Ausführungen sei noch eine Aufklärung über den Ausdruck „Ponor" und über die periodische Seebildung in den Karstbecken geboten, welche wir auszugsweise den am Schlüsse der Abhandlung von Dr. Gavazzi. angefügten „Allgemeinen Betrachtungen" entnehmen. Die Entwässerung des Beckens,, führt Dr.. Gavazzi aus, bewirken enge Fugen und Spalten im Gesteine am Rande.desselben oder die sogenannten Ponore (= Schlundlöcher), Nach der Lage unterscheidet' man zwei Typen , von Ponoren. ; a) Die Sohlenponore liegen inmitten des Bodens und sind entweder offen oder maskiert (gedeckt): Die offenen Sohlenponore sind trichterförmige Vertiefungen, bei denen die obersten Partien aus alluvialen Bildungen bestehen und'die untersten im Gestein ausgehöhlt sind. Sie verschlucken, wenn gereinigt, bedeutende Wassermenge,,. Die gedeckten (maskierten) Sohlenponore sind zweifach. Die einen, früher offene Sohlenponore., werden jetzt von Sand, Schlamm, Gerölle, Blättern überlagert und verstopft, so daß man den eigentlichen Schlund (die Kehle) nicht sieht. Pie anderen sind trichterförmige Schwemmlanddolinen, mit denen, derPo.ljenboden besät ist; wir können sie als Embryo eines Ponors, bezeichnen, der sich langsam bildet, b) Die Randponore sind Öffnungen im anstehenden Gestein (von Cvijic „Felsponore" genannt) der Gehänge, des Beckens, aber nur in geringer relativer Höhe. . . . Werden die Ponore verstopft oder liegen sie nicht an der tiefsten Stelle des Abhanges, sondern etwas höher, so sind ausgedehnte und langdauerndeüberschwemmungen unvermeidlich. — Alle diese Ponore sind die oberen Eingänge von Fugen, Kanälen oder Höhlen, in denen die Gewässer verschwinden, um in einem tieferen Horizonte gelegentlich als starke Quellen wieder ans Tageslicht zu treten. — Ein Bindeglied zwischen den Ponoren und den'Speilöchern sind die Estavellen, d. i. Öffnungen, welche während der Zeit der starken anhaltenden Regen als Speilöcher, dagegen, wenn der Wafferfluß aufhört, als Sauglöcher tätig sind. Dieses Raturschauspiel erklärt H anner folgendermaßen: Denken wir uns einen unterirdischen Wasserlauf, der unter dem See zieht und an irgend einer Stelle durch einen etwä aufsteigenden Gang mit dem Seebecken kommuniziert. Bei starkem WasserzUfluß kann das Wasser nicht rasch genug durch den unterirdischen Kanal nach abwärts abfließen; es muß steigen und die Öffnung wird als Speiloch wirken. Beim Eintritt niedrigen Wasserstandes entleert sich der unterirdische Kanal und die Öffnung wird als Ponor funktionieren, da jetzt das Wässer durch den abwärts verlaufenden Kanal abfließen kamt. Der Lage'nach unterscheidet man Sohlen estavellen, d.i. trichterförmige, den offenen Ponoren ähnliche Gebilde (Durchmesser 5 m bis 30 m) und Rand estav ellen, die den felsigen Randponoren ähnlich sind. Die' periodische Seebildung in den Karstbecken ist ein Produkt vieler Faktoren, welche keinen beständigen Charakter zeigen. Wir erwähnen zuerst die Menge sowie die Dichtigkeit der Niederschläge, welche Schwankungen unterworfen sind. In niederschlagsreichen Jahren liegen die Karstbecken längere Zeit ununterbrochen oder mehrmals im Jahre unter Wasser. Dazu tragen sehr viel auch die Ponore bei. Ist ihre Saugfähigkeit infolge der Verstopfung klein, so staut sich was Wasser auch in minder nieder-schlagsreichen Jahren auf und der See dauert ungewöhnlich lang. Dasselbe ereignet sich, wenn die Hauptponore über der Bodenfläche des Beckens liegen: sie verschlucken das Wasser erst, nachdem sie von diesem selbst erreicht werden. Die regelmäßige Jnundation ist an die-regenreiche Jahreszeit, ähre Dauer an die Regenmenge, beziehungsweise Dichtigkeit und Saugfähigkeit der Ponore gebunden. Praktisch scheint aus den Ausführungen Dr. Gavazzis für unsere Gegend so viel hervorzugehen, daß wir die Wirksamkeit der Ponore (Sauglöcher), seien sie nun künstlich erweitert oder nicht, doch nicht ganz uttterschätzen dürfen. Sind die Sänglöcher (Randoder Sohlenpoiiore) mit Laub, Erde, Gerolle rc. derart verstopft, daß das Wasser wie durch eilt Filter gehen muß, so wird es dadurch in seinem Abslnß stark gehemmt, und es sind in diesein Falle vielleicht selbst schon bei sonst noch ungefährlichen Niederschägen lokale Überschwemmungen zu befürchten. Auf eine absolute und sichere Wirkung der Ponore oder Sänglöcher ist freilich, selbst bei deren Erweiterung und steten Reinhaltung, kaum ztt hoffen. Wie nämlich Dr. 8mid in seinem Aufsatze „Zur Karsthydrographie" (Laibacher Zeitung vom 3. August 1905) nach der Grnndschen Annahme dartut, ist nicht der Fluß, sondern die Quelle, beziehungsweise das Karstwasser (d. i. das Grnndwasser oder noch richtiger gesagt, die unterirdisch zum Abfluß gelangenden, über dem stagnierenden Grnndwasser zirkulierenden atmosphärischen Niederschläge, welche au den Klüften des Kalkes in die Tiefe sickern, da im Kalke die oberirdische Zirkulation fehlt), die eigentliche Ursache aller hydrographischen Erscheinungen im Karste. Anch die Poljennberschwemmnngen wären demnach nichts anderes als Schwankungen des Karstwassers und nicht bloße Flnßhochwässer, wie man früher glaubte. Obwohl die Ponore durch Reinigung an Aufnahmefähigkeit zngenommen haben, konnten trotzdem Überschwemmungen uicht verhütet werden. „Die Versuche der Meliorationstechnik im Karste sind daher nach dieser Richtung hin aussichtslos. Wollte man ein immdiertes Polje trocken legen, so müßte man unterirdische Hohlräume künstlich schaffen, in die das steigende Karstwasser abgeleitet werden könnte, oder Ableitungsstollen zu bereits vorhandenen Höhlen bauen, ein ungeniein kostspieliges Unternehmen, das in Voraussicht begleitender nachteiliger Folgen (Vernichtung der Karstquellen usw.) sehr problematisch erscheint." Aus Stabt und Land. Gottschee. (Ernennungen.) Herr Friedrich Knapp, Supplent tun Staatsgymuasium in Innsbruck, ist zum wirklichen Lehrer am Staatsgymuasium in Marburg ernannt worden. — Für das Gymnasium an den sürstbischöflicheu Anstalten in St. Veit bei Laibach wurde der hochw. Herr Joses Demšar zum Präfekten und Religionslehrer ernannt. -— (P erf oitn Ina ehrt chten.) Der Herr Sauitätsrat Doktor Šlajmer, Primarius tut Laibacher Landesfpitale, ist verreist und ordiniert bis 13. Oktober nicht. — Der hochw. Herr P. O dorich Kreiner, Guardian des Franziskauerklosters zu Mitterburg (Pisiiw) in Istrien, kam in gleicher Eigenschaft nach Rann in Steiermark. Pater Roller ans der Gesellschaft Jesu, Domprediger in Laibach, wurde nach Graz versetzt; an seine Stelle in Laibach kam Pater Zen-Ruffinen ans Graz. Pater Verhove, Priester der Gesellschaft Jesu, flovenischer Missionär in Laibach, wurde nach Sankt Andräa in Kärnten zur Aushilfe gesandt und seine Stelle in Laibach mit Pater Tome besetzt. — An Stelle des Aushilfslehrers Nikolaus Verderber in Altbacher wurde mit dem Dienstanttit vom 1. Oktober der absolvierte Lehramtskandidat Herr I. Petschauer ernannt. — (Konferenz.) Die Sod. ss. C. J. des Gottscheer Dekanates hat ihre Monatskonferenz am 27. September um 10 Uhr vormittags in Göttenitz. — (Besuch.) Am 13. d. M. kam der hochw. Franziskaner-Provinzial Pater Placidus in Begleitung des Pater Odorich und eines Priesters ans Aquilect nach Gottschee, um die neue Stadtpfarrkirche zn besichtigen. Sowohl die Kirche, als auch die Stadt und die Gegend machten den besten Eindruck aus die Herreu. — (Volksschuldienst.) Herr Franz Rom, provisorischer Lehrer an der Knabenvolksschule in Gottschee, hat die Lehrer- und Leiterstelle an der Fabriksschule in Josefstal erhalten. — (Landeslehrerkonferenz.) An der Landeslehrerkonferenz, welche am 4. September in Laibach stattsaud, nahmen ans dem Schulbezirke Gottschee als Mitglieder teil die Herren: Franz ©chescharf, Oberlehrer in Gottschee, Josef Windisch, Oberlehrer in Lienseld, und Franz Gregorač, Oberlehrer in Niederdorf. — (Schwur g er ich tSv er Handlung eit in Rudolfswert.) Bei den vom 28. bis 30. August l. I. in Rudolfswert gepflogenen Schwnrgerichtsverhaiidlnngen wurden it. ct. verurteilt: der ledige, int Jahre 1889 gebotene Benedikt Kraker, Hirt aus Pöllandl, wegen Diebstahles zu achtzehn Monaten schweren Kerkers mit einem harten Lager jeden zweiten Monat (Kraker befand sich bereits aus der Flucht nach Amerika ititd wurde aus Grund steckbrieflicher Verfolgung nach der Einschiffung festgenommen); die 31 Jahre eilte, verehelichte Näherin und Kenschlerin Agnes Cimperman ans Selo, Gerichtsbezirk Gottschee, wegen Betruges und öffentlicher Gewalttätigkeit zu fünf Jahren schweren Kerkers und einem harten Lager aller drei Monate. — (Schadenfeuer in Mooswald. — Den Fuß gebrochen.) Am 12. d. M. ertönte nach 3A1 Uhr nachmittags das Feuersignal durch die Stadt und man hörte unablässiges Feuerleuten vom Turme der Kirche Corpus Christi. Von der Laibacherstraße aus sah man große schwarze Rauchwolken emporwirbeln, aus denen flackernd mächtige rote Flammen emporzüngelten. Es brannte in Mooswald. Durch die Unvorsichtigkeit von Kindern, die leider ohne Aufsicht waren und bei der Schusteritzscheu Scheune mit Zündhölzchen hemmhantierteu, geriet zuerst diese Scheuer in Brand, worauf daun noch das benachbarte Mlekuschsche Wohnhaus samt Scheune und die Scheune des Besitzers Verderber (Fitz) nebst Schweinestallungen, Feldharfe rc. vom verzehrenden Elemente ergriffen und in Asche gelegt wurden. Das Vieh konnte noch gerettet werden. Zum Glück war die Feuerwehr von Gottschee rasch zur Stelle und nach verhältnismäßig kurzer Zeit erschien auch die Feuerwehr von Mitterdorf. Die Gottscheer Feuerwehr verhütete durch fleißiges Bespritzen der Dächer der benachbarten Häuser und Wirtschaftsgebäude wirksam und mit vielem Geschick ein weiteres Umsichgreifen des Brandes in dieser Dorfgruppe („Mittle"), die Mitterdvrfer Feuerwehr übernahm die Aufgabe, ein Hinübergreifen des Feuers auf die obere Hänsergruppe des Dorfes zu verhindern. Den vereinigten sehr eifrigen Bemühungen der wackeren Feuerwehren gelang es endlich, trotz des herrschenden Windes des Brandes Herr zu werden. Leute ans der Stadt, darunter auch Studenten, Kadetten, Fräulein, sowie Bewohner der Nachbardörfer trugen in Schaffen fleißig Wasser für die Spritzen zu. Gegen vier Uhr nachmittags war der Brand gelöscht und die Feuerwehren rückten nach Hanse. Die cibgebmnnten Objekte selbst sind zwar versichert, die Ernte- und Futter Vorräte aber leider nicht, so daß die Abbrändler immerhin einen empfindlichen Schaden erleiden. — Wir können es bei dieser Gelegenheit nicht unterlassen, den Eltern dringend aus Herz zu legen, insbesondere im Falle ihrer Abwesenheit von Hause, die Zündhölzchen stets so zn verwahren, daß kleine Kinder nicht dazu kommen können. Entstehen doch jedes Jahr da und dort immer wieder Brände durch Kinder, die unverständigerweise mit solchen Zündern spielen. — Ein Unglück, heißt es im Volksrnnnde, kommt selten allein und so war es auch diesmal leider der Fall. Herr Gerichtsadjunkt O. Cernstein war ebenfalls auf dem Braud-platze erschienen, und da er des Nachmittags eine Gerichtskommission itt Mosel zu leiten gehabt hätte, fuhr er in raschem Tempo nach der Stadt zurück. Unglücklicherweise scheuten bei dem herrschenden Trubel die Pferde, der Wagen stürzte, der Herr Gerichtsadjunkt wurde herausgeschleudert und zog sich am linken Fuße unterhalb des Knies einen doppelten Beinbruch zu. Der Verunglückte wurde mit aller Vorsicht nach Hause geführt, wo ihm Herr Bezirksarzt Doktor Böhm sofort den Gipsverband anlegte. Der Unglücksfall erregte die allgemeine Teilnahme. — (Grabdenkmal.) Vor wenigen Tagen ist auf unserem Friedhofe ein Grabdenkmal zur Aufstellung gelängt, das wir wegen seines echt künstlerischen Charakters nicht unbesprochen lassen dürfen. Es ist dies das neue Grabdenkmal der Familie Frauz Röthel, welches aus dem rühmlichst bekannten Atelier Joses Linser und Söhne in Linz-Innsbruck hervorgegangen ist und auf etwa 5000 K m stehen kommen dürfte. Vor erneut Obelisken aus französischem schwarzen Marmor steht auf einem Sockel (Steinstufen aus oberösterreichischem Granit) ein trauernder weiblicher Genius aus weißem Marmor. Der edel geformte Kopf mit dem ausdrucksvollen Gesicht ist sanft nach vorne geneigt, die herabhängenden Hände sind auf dem Schöße gefaltet. Haltung und Faltenwurf der Gewandung sind von tadelloser Würde. Die Statue ist lebensvoll und gibt in ergreifender Weise unter Vermeidung alles Theatralischen, Pomphaften und Überladenen in schlichter, vornehmer und edler Einfachheit einer ergebungsvollen, stummen Trauer Ausdruck. Die beiden ebenfalls künstlerisch ausgestatteten Kandelaber rechts und links neben dem Obelisken sowie das gediegen kunstvolle Gitter, welches die Grabanlage einfaßt, sind aus Schmiedeeisen. Das einzige, was man vermißt, ist die Anbringung eines christlichen Symbols, das übrigens vielleicht noch nachgetragen werden. könnte, Das Grabdenkmal ist dermalen das schönste auf unserem Friedhöfe und würde auch dem Gottesacker einer größeren Stadt zur Zierde gereichen. Die Aufstellung des Grabmonumentes ist von Herrn Linser jun. on Ort und Stelle selbst geleitet worden. — (Über den freidenkerischen Hexensabbath) in Paris berichten wir an anderer Stelle ausführlicher. Unter dem unflätigen Wüste geradezu wahnsinniger Behauptungen, Anträge und Entschließungen sinden wir doch wenigstens ein Körnchen Wahrheit. Eine Teilnehmerin am Freidenkerkongresse nämlich erklärte sehr zutreffend: „Die Juden gebärden sich hier als Freidenker, sprechen von Abschaffung der Religion und religiösen Festen, verlangen Einführung der Laienehe, Zivilbegräbnis re, und dann laufen üe zu ihrem Rabbiner oder Pastor. Sie schimpfen nur über den katholischen Pfarrer." Das stimmt. — Aus der A. M. Weiß-fcheit „Volksmedizin für Spötter und Leugner" möchten wir bei der heutigen Gelegenheit ein paar Pillen darreichen: 1. Man schmeichelt der Mutter, wenn man die Tochter freit; man lobt das Freidenken und denkt ans Freileben. 2. Das Spöttertor steht jedem offen; wo aber immer offene Türen, da ist es selten sauber. Z. Unkraut wächst leichter und hat ein zäheres Leben als Weizen. 4 Neinsagen ist die wohlfeilste Weisheit. 5. Wäre die Wahrheit ein Bach, die Menschen hätten alle die Wasserscheu. 6. Die Wahrheit findet keine Herberge; darum wurde Christus im Stalle geboren. — (Dilettantentheater.) Zu Gunsten des hiesigen Turnvereines wurde im Saale des Hotels „Zur Post" am 10. d. M. wiederum eine Vorstellung gegeben und beifälligst angenommen, und zwar das Lustspiel „Die Hochzeitsreise" von Kistner, die komische Gesangsszene „Das gestörte Mittagessen" und der Schwank „Die Erbtante". — (Kontrollämter der Salzeinfuhr aus Ungarn.) Über Ermächtigung des k. k. Finanzministeriums vom 9. Juni 1905 werden die bei der Salzeinfnhr aus Ungarn als Kontrollämter fungierenden Steuerämter in Möttling und Tschernembl, die Finanz-wachabteilnngen in Gottschee und Tschernembl und das Gemeindeamt Tal mit 30. d. M. von der Salzkontrolle enthoben werden. r , — (Märkte in Krain vom 20. September bis zum 4 Oktober): An 21. September in St. Kantian, Zoll, Reifnitz, Obertuchein und Krainburg; am 25. in Weichselburg und Seno-setsch; am 26. in Tschernembl; am 27. in Obergras und Franzdorf; am 29. in Großlupp, Neudorf, Hönigstein, Mannsburg, Altlack bei Bischoflack, Mariatal, Lees und Gereut; am 2. Oktober in Altenmarkt, Fara, Aßling, Oberloitsch, Videm bei Gurkfeld, St. Veit bei Sittich; am 3. in St. Helena; am 4. in Zdenskavas, Möttmg und Sagor (Jnnerkrain). Witterdorf. (Teurer Handel.) Wohl nur die Befürchtung, durch die Auswanderung seiner Kinder zu guter Letzt als alleiniger Bearbeiter der Hube daznstehen, hat auch den Besitzer Johann Krobat aus Windischdorf Nr. 26 vermocht, Haus und Grund an einen Reifnitzer zu verhandeln, und zwar um den Betrag von 18.000 Kronen, wie man sich erzählt. Dieser teure Handel wird durch den Prozeß, den jetzt Käufer und Verkäufer angestrengt haben, noch kostspieliger und ein ansehnlicher Betrag der vereinbarten Verkaufssumme wird vom Prozesse verschlungen werden. — (Gefunden.) Der geistesgestörte, aus Ort gebürtige Josef Kren, über den in der letzten Nummer berichtet ward, daß er seit seiner Einschiffung in New York vermißt wurde, ist nun doch ausfindig gemacht worden. Er befindet sich in der Jrren-abteilung des allgemeinen Krankenhauses in Wien. — (Volksbücherei.) Bei der heurigen Konferenz der Lehrer des Bezirkes Gottschee wurde auch die Gründung von Volksbüchereien empföhlen, eine gewiß zeitgemäße und lobenswerte Anregung. Wir gestatten uns hier die Bemerkung, daß die Bedingungen einer schnellen Gründung ländlicher Büchereien schon vorhanden sind in der St. Josef-Bücherbrudcrschaft. Diese versendet soeben an ihre Mitglieder die Jahresgaben: Das Andachtsbuch „Die Schönheit des Rosenkranzes", ein „Gesundheitsbuch", „Bunke Geschichten", „Das Leben Jesu", dritter Band, und einen reichhaltigen Kalender um den Jahresbeitag von zwei Kronen. Daß die Bücher nicht nur für „fromme Seelen" berechnet sind, beweist die Mannigfaltigkeit der bisherigen elf Jahresgaben und beweisen vor allem die 140.000 Mitglieder, die sich aus den verschiedensten Ständen zusammensetzen. Im Gottscheeischen hat die Mitgliederzahl Heuer um fünfzig zugenommen und beträgt jetzt 453, was mit fünf multipliziert 2265 Bücher ergibt, die anregende Lektüre bilden und anstandslos jedem in die Hand gegeben werden können. Wer immer die heurigen Bücher noch wünscht, möge nur den Jahresbetrag an die „St. Josef-Bücherbruderschaft in Klagenfurt" einsenden. Der Versuch wird niemanden reuen. — (Achtung vor Agenten!) Als hier jemand durch einen Agenten, der im Aufträge der Leogesellschaft in Wien zu reisen angab, ein Buch bestellte, es aber nicht erhielt, langte über Anfrage von der Leogesellschaft nachstehendes Schreiben ein: „Ans Ihre Zuschrift haben wir zu unserem Erstaunen ersehen, daß Sie von einem gewissen Rudolf Drazdik für die Literaturgeschichte von Salzer eine Anzahlung von vier Kronen geleistet haben. Der Mann ist uns gänzlich unbekannt und offenbar ein Schwindler. Die Visitkarte, die sich derselbe ganz unberechtigt hat machen lassen, kann auch nicht als Legitimation dienen." Achtung also! Mkag. (Aus der Gemeindestube und anderes.) Bei der letzten Gemeindevorstandswahl wurden folgende Herren gewählt: AloiS Eisenzopf zum Gemeindevorsteher, Johann Kikel und Johann Gramer zu Räten. — Der Bär macht sich bei uns recht unangenehm bemerkbar. Die Kukuruzkolben scheinen seine Lieblingsspeise zu sein, denn der Schaden, den Meister Petz in den Mais-seldern macht, ist nicht unbedeutend. — Während es an anderen Obstarten fast ganz mangelt, sind Zwetschken in Hülle und Fülle vorhanden. Bei uns zahlt man per Merling K 1'60. Woroöih. (Kircheneinweihung.) Das neue liebliche Waldkirchlein auf dem Ebner Berge bei Rieg wurde am 17. September vom hochwürdigen Herrn Dechant Ferdinand Erker unter Assistenz sämtlicher Priester des Gottscheer Hinterlandes und unter außerordentlich großer Beteiligung des Volkes eingeweiht. Ein ausführlicher Bericht darüber folgt in der nächsten Nummer des „Gottscheer Boten". Höermösek. (Tod anfgefunden) wurde im Walde bei Reintal am 11. d. M. der 67jährige nach Reintal zuständige arme, verwitwete Taglöhner Paul Monte! vulgo „Montl-Pale", welchen man bereits seit 4. d. M. vermißte. Genannter hatte auch die rote Ruhr-krankheit und starb, wie die gerichtliche Kommission konstatierte, an dieser Krankheit. Die im höchsten Grade Ruhrkranken fallen in Ohnmacht und sterben bald, wenn sie nicht gerieben werden. Das dürste auch bei dem Paul Monte! am 4. d. M. geschehen sein, weil niemand in der Nähe war. Paul Monte! war von Profession ein Schuster, befaßte sich jedoch nicht mehr mit diesem Handwerk, dafür war er einer der eifrigsten Lotteriesetzer, was ihn, hätte er noch länger gelebt, ganz zum Bettler gemacht hätte. Lotteriezettel sind nämlich, wie das Sprichwort sagt, Eingangszettel ins Bettelhaus. — Die Ruhr hat noch immer nicht nachgelassen; es sind noch viele Personen in der Gemeinde krank. Zehn Personen sind an dieser Krankheit gestorben. — (Hymen.) Am Donnerstag den 14. d. M. vermählte sich der Gendarmerie-Postenführer Herr Alois Gnnde mit Fräulein Marie Sachter von Nr. 11. Herr Gunde wird sein Heim in Reifnitz haben, da er am 22. August dahin versetzt wurde. Genannter erfreute sich dahier durch sein konziliantes Wesen einer großen Beliebtheit, wovon auch seine Hochzeit Zeugnis gab, an welcher die Herren Gemeindevorsteher Hans Jonke, Postmeister Johann Lackner, Oberlehrer Matthias Kranland und der Pfarrer teilnahinen. Mejfel'tak. (Das Leichenbegängnis des Pfarrers.) Am 18. d. M. verschied nach qualvollem Herzleiden unser von uns allen geliebter und nun tief betrauerter Pfarrer Herr Josef Porupski im 45. Lebensjahre und wnrde unter großer Beteiligung seiner Psarrkinder am 15. d. M. zu Grabe getragen. Das Ehrengeleite gaben ihm besonders die Gemeindevertretung, der Ortsschulrat, der Schulkvrper mit den Schulkindern ans Nesseltal und Sichtenbach, die freiwillige Feuerwehr, seine Anverwandten und seine geistlichen Mitbrüder, von denen sechzehn erschienen waren. Den Kondukt leitete der Dechant Herr Ferdinand Erker mit Assistenz der Herren Kaplane Karl Groß und Josef Kraker. Die Trauerrede hielt der Pfarrer von Mitterdorf Herr Josef Eppich, der die Verdienste des teuren Verblichenen einer gerechten Würdigung unterzog. Besonders hob er hervor, daß der verstorbene Pfarrer während seiner 16jährigen Amtstätigkeit unermüdlich tätig war als Prediger, Katechet der Kinder und Freund der Kranken, die er gerne besuchte. Porupski war auch der erste im Dekanate Gottschee, welcher die Jungfrauen unter den besonderen Schutz Mariens stellte und dieselben in der Gründung der Marianischen Kongregation vereinigte. Für die Kirche sorgte er in vorzüglicher Weise und erfuhr dieselbe unter ihm eine ganz vornehme Verschönerung. Besonders hervorzuheben ist die Errichtung des Hauptaltars, der ein Werk des heimischen Bildhauers und Malers Michael Ruppe ist, der Nebenaltäre und des Kreuzweges. Deu christlichen Geist in der Pfarre suchte er durch Abhaltung von Missionen zu erneuern, er war mit einem Worte gesagt, ein ausgezeichneter Seelsorger. In ihm verlieren auch die Geistlichen einen liebevollen Freund und treuen Berater, auch war er ein fleißiger Mitarbeiter des „Gottscher Boten". R. I. P. — Freitag den 22. d. M. findet die Nachtraiter statt durch Abhaltung eines Seelenamtes, welches Herr Johann Karet, Pfarrer von Unterdeutfchau, zelebrieren wird. Mirterkag. (Hohes Alter.) Am 31. August d. I. ist die älteste Person unserer Pfarre gestorben. Anna Kapsch, verwitwete Auszüglerin von Gereut Nr. 2. Sie war am 17. Oktober 1810 geboren; war also nahezu 95 Jahre alt. Jetzt ist die älteste Person in der Pfarre Josef Schager, ebenfalls von Gereut Nr. 3; dieser ist am 30. Dezember 1819 geboren, steht also im 86 Lebensjahre. ■— (Weihe.) Die in der letzten Nummer unseres Blattes angekündigte Weihe der Feuerspritze der hiesigen Feuerwehr fand am 8. September nicht statt, da dieselbe behördlich untersagt wurde mit der Begründung, das Gemeindegebiet besonders aber die Umgebung sei noch nicht vollkommen epidemiefrei. Die Vornahme der Weihe ist daher bis nächstes Frühjahr verschoben. Göttcmh. (Eine Bärennachricht.) Knknrnz soll am besten in der Gegend um Brod au der Knlpa und Fara gedeihen. Trotzdem scheint die minderwertige Qualität bei uns in Göttenitz den Bären recht gut zu gefallen, denn er hat denselben bereits in mehreren Äckern verkostet. Heuer im Frühjahr streckte ein wohlgezielter Schuß aus der Hand des Herrn Peter Loser einen vierjährigen Bären nieder; wir konnten deshalb „Trarnpain-Mutter" leicht trösten, als sie Stroh hinab trug, um durch Anmachen des Feuers, wie sie angibt, den Beherrscher hiesiger Waldungen von ihrem Acker zu verscheuchen. 'Seele. (Aus der Gemeindestube.) Dem Ansuchen des Franz Köstner in Hohenegg und Alois Melz in Zwischlern um Erteilung der Gasthauskonzesston wurde Folge gegeben, ebenso die Übertragung der Gasthauskonzession des Georg Erker senior auf junior in Zwischlern bewilligt, Dem Sattlergehilfen Johann Nowak in Schalkendorf wnrde das Heimatsrecht gegen Erlag der ermäßigten Taxe von 20 K verliehen. Der Antrag des Gemeindevorstehers, eine Gemeindestraße, welche die Nesseltaler mit der Altlager Bezirksstraße verbinden, die Ortschaften Zwischlern, Schalkendorf, Seele, Klindorf berühren und beim Brunnwirt auslanfen soll, ans Kosten der Gemeinde herzustellen und seinerzeit einen Landtagsbefchlnß behufs Erklärung derselben als Bezirksstraße einzuholen, wurde mit Rücksicht ans die bereits bestehenden hohen Umlagen einer späteren Beschlußfassung Vorbehalten. WöKandl. (Kein Jägerlatein.) Was sich Reineke Fuchs Jägern gegenüber alles erlaubt, grenzt schon ans ■ Fabelhafte. A. H. ans Pöllandl ■—• nebenbei bemerkt, ein würdiger Jünger Nimrods — legte eben den Löffel, womit er das Vesperbrot einnahm, ans der Rechten, mit dem linken Auge spähte er durchs Fettster in die mondhelle Nacht hinaus. „Heute ist eine schöne, helle Nacht", sagte, er dann seiner Ehehälfte, „heute muß ich einen Hasen erlegen, ich gehe .warten“1. Er hatte kaum ausgeredet, da war das Bücy-serl schon geschultert und nach wenigen Minuten wartete A. H. auf feinem Kleeacker von sicherem Verstecke aus schon der Dinge, die nach feiner Meinung jedenfalls kommen müssen. H. wartete und harrte — aber es kam nichts. Halb ärgerte, halb verdroß es ihn, doch unverrichteter Dinge wollte er auch nicht abziehen. Also warten wir meinetwegen noch ein halbes Stündchen, länger aber nicht, dachte sich H. und stellte den linken Ellenbogen auf das linke Knie, um feinem dem Schlummer hinneigenden Haupte einigermaßen eine Stütze zu geben, in der Rechten hielt er das Gewehr. In dieser zuwartendeu Stellung überfiel unseren H. ein leiser Schlummer. Nach etwa einer halben Stunde erwacht H., schlägt die Augen auf und — unmittelbar vor dem Laufe des Gewehres hockt Reineke Fuchs, die Rute auf dem Boden hingestreckt, mit der Schnauze aber die Mündung des Gewehrlaufes beschnüffelnd. — Im ersten Momente nach dem Erwachen meinte Wariahilferftraße 56. 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