Laibacher Ieituna. .M ?O. Dinstag am 12. Inni F849. D>e ^Üaidacher Zeiluuq" erscheint wöi eiUÜch 5 M^I : D^sta^, Do>,ner,1.iq und Saiusta^. »»t' koste» sammt dein ..IUyi'iichen Blatt," >m Comptoir q^nzjähn^ y ft,, halbjährig 4 ft, 5>i kr.; für 0 e ^listclluil^ i>,s Hau? si»" jährluh äa kr. mehr ^u ,rit>>ckl''n. D>^ch die k. k. Pvtt u»le> Eoul'krl mis gedruckter Adr. sse porol'lti ganzjährig 12 ft. halbjährig 6 ss, ('»M __Iinerl o„sa^i>hr fur eiiie Svalllilzeile c>d>,'r dc>, Nciu n declelb^i, für e,i,mal>ge Elusch^ltung 5 kr., fur ci»>e zroeimallge 4 kr-, für en« i>re,mal s,e 5 kr.' lHM, I,neiate big ,2 Zeile» : ft- für 3 Mal. ___________ ______ ^^__________________________________ Hcr.togthmn Kram )t ode des Herrn Dr. v. Lchmann bei Eröffnung seiner Vortrage über das österreichische Kriminalgericht in slovenischer Sprache. Il^erufen vom hohen Ministerium des öffentlichen Unterrichtes, das österreichische Kriminalrecht in der heimathliche,, slovcnischen Sprache vorzutragen, trete ich heute mein Amt an. In der festen Hoffnung, daß Sie mich als Landsmann und Freund aufnehmen werden, rechne auch ich auf Ihre Güte und Nachsicht, Wenn in meinen Vortragen sich die Worte nicht recht fließend aneinander reihen; wenn ich mich vielleicht manchesmal unverständlicher Aus-drücke bediene; wenn ich hin und wieder zu viel den Untcrkraim'r-Dialect gebrauche, da ich in Neustadt! geboren bin ; oder wenn ich gegen die Grammatik fehle, so bitte ich zu bedenken, daß aller Anfang schwer ist, und daß es besonders schwierig ist, in den Gegenständen des höhrrn Wissens verständlich zu reden; doch glaube ich, daß wir uns nach und nach gut verstehen werden, und hoffe, daß unser gegenseitiges Streben nicht ohne Nutzen seyn wird. In diesem Glauben trete ich mit frohem Her-zen mein Amt an, und begrüße Sie, meine Herren herzlich alle zusammen. Bevor, als ich zu den Gegenständen des mir übertragenen Unterrichtes übergehe, sey es mir erlaubt, meiner kurzen Anrede no h einige Worte über die Bedeutung und Wichtigkeit der Vorträge in slovenischcr Sprache beizusetzen. Die uns von dem allcrgnädigsten Kaiser verliehene Konstitution redet nicht bloß von den Krönländern, in welche das Kaiserthum in geographischer und politischer Beziehung eingetheilt ist, sondern auch von Nationen, die in lhncn wohnen, und nach z. 5 ist Allen verbürgt, daß sie sich alle gleicher Rechte erfreuen, besonders aber des unverletzbaren Rechtes, ihre Nationalität und ihre Sprache zu wahren und auszubilden. Schon in dieser Beziehung muß Jeder, dein die Entwickelung und Bildung der Nation an, Herzen liegt, erkennen, daß die Einführung der heimathlichen Sprache in den öffentlichen Unterricht die erste Bedingung, daß dieß gleichsam die Grundlage des Fortschrittes und der freien Entwickelung im Nat!onallebcn ist. Schon in dieser Beziehung müssen wir daher dankbar aufnehmen, was die Regierung in getreuer Erfüllung der verfassungsmäßigen Bestimmungen in Anerkennung und zur Unterstützung der Nationalität befiehlt und anordnet; schon in dieser Rücksicht müssen wir daher die Errichtung einer Lehrkanzel der Rechtswissenschaft mit Vorträgen in der heimathlichen Sprache mit herzlichem Danke aufnehmen. Auf uns, die wir in eine neue Zeit getreten sind, liegt die heilige Pflicht, zur nationellen Ausbildung nach unsew Kräften beizutragen; und wenn sich auch in diesem schwierigen Streben nicht alles mit einem Schlage herstellen läßt, was wir wünschen, wenn es auch in den gegenwärtigen Verhältnissen nicht möglich ist, das auf ein Mal zu erreichen, was durch eine so lange Zeit in der Vergangenheit ver- spätet und vernachlässiget wurde, müssen wir doch anfangen und einer bessern Zukunft den Weg anbahnen. Unsere Arbeit besteht daher darin, das Feld, welches sich uns eröffnet, unermüdlich zu bebauen, zu bepflanzen, Bäume zu setzen und zu veredeln; wir haben erst die Grundmauer zu legen, aus welcher, wenn es Gottes Wille ist, ein schönes Gebäude und der Wohnsitz der nationcllcn Bildung im gemäßigten Fortschritte aufgebaut wird. In dieser Hinsicht muß daher Jeder, der es gut meint, erkennen und einsehen, daß man bei den Schulen anfangen muß, wenn man die allgemeine Ausbildung des Volkes in der That unterstützen will. Wir Slovcneu, und besonders wir Kramer stehen mit unsern deutschen Nachbarn in einer industriellen, commcrcicllen, literarischen und politischen Verbindung; deutsche Literatur und deutsche Bildung hat sich auch in unseren slavischen Ländern verbreitet, und wir, die in den Studien mehr vor-geschritten sind, haben fast Alles aus dem Deutschen gelernt; das deutsche Bildungselemcn t hat sich auch bei uns so eingewurzelt, daß es ein verkehrter Gedanke wäre, sich ihm zu cnt-sremden oder nur zu wünschen, es gänzlich zu beseitigen ; ja bei dem jetzigen Stande der sloveni-schcn Literatur würde es auch nicht von N u z-zen seyn, wenn wir das Deutsche auf ein Mal verlassen wollten, das darf nicht seyn; andererseits aber kann es auch nicht verfassungsgemäß seyn, wenn man in Hinkunft bei der sloveni-schen Nation bloß die deutsche Bildung unterstützen würde; besonders wird man für die Hebung der heimathlichen Sprache Sorge tragen müssen, neben ihr wild noch immer auch die deutsche Sprache, welche uns Slovene« wegen der früher er wähnten Verbindung in der That nothwendig ist, beibehalten werden können nach dem Sprichworte: »<<l uomil,^» v.',!t!6.« Wenn man dcm Volke Gelegenheit gibt, nrbcn der heimathlichen auch andere Sprachen zu lernen, untergräbt man dadurch die Nationalität nicht, wenn man nur nicht die fremde Sprache mit Untcrdrü'k-tung der heimatlichen so unterstützt, daß mai, sie naturwidrig zur Grundlage der Volksbildung macht. (Schluß folgt). Politische Nachrichten Laib ach, am I,. Juni. Auö einem Wiener Handlungsschrcibcn vom 9. entnehmen wir Nachstehendes: Das hiesige Börsenspiel mit auswärtigen Devisen , Gold und Silber hat endlich sein Ende gefunden. Alle Course sind bedeutend zurückgegangen, und weitere Reactionen werden in Bälde folgen, da ein jeder vernünftige Mensch vorausgesehen hat, daß ein derartiges, man muß wirklich sagen, ehrloses Treiben, keinen langen Bestand haben konnte. Besäßen unsere Geldwuchcrer eben so viel wahrhaft reine Vaterlandsliebe, als sie Egoismus zu Tage fördern, diese heillose Agiotage, auf welcher dcr Fluch des Landes haftet, würde gewiß nie so frech, wie jetzt, ihr Schlangenhaupt erhoben haben. Die «Wiener Zeitung" bringt die traurige Nachricht, daß in Wien die Cholera wieder ausge. brochen ist. Ein näherer Bericht folgt im nächsten »Illyrischen Blatte.« W i e n Wien, 9. Juni. Se. Majestät der Kaiser hat nachfolgende allerhöchste Handschreiben zu erlassen geruhet; Lieber Freiherr v. Geringer? Ich habe Mich bestimmt gefunden, Sie in der Eigenschaft eines bevollmächtigten kaiserlichen Com-missärs für die Civil-Verwaltung im Königreiche Ungarn, Meinem dortigen Armee-Ober-Commandanten, Fcldzeugmeistcr Freiherrn v. Hay nau, an die Seite zu geben, und beauftrage Sie, unverzüglich Ihre Mission anzutreten, bei welcher Sie Sich nach dcr Ihnen durch Meinen Minister-Präsidenten zukommenden Instruction zu benehmen haben werden. Schönbrunn, den 4. Juni 1849. Franz Joseph m. p. Schwarzenberg ,n. p. Lieber Feldzeugmeister, Freiherr v. Haynau? Um Ihnen die schwierige Aufgabe, mit welcher Ich Sie zu betrauen befunden, möglichst zu erleichtern, und Ihre Kraft vorzugsweise den militärischen Operationen zu erhalten, habe Ich angemessen ge-funden, Ihnen für die Civil-Verwaltung im Kö reiche Ungarn einen Mann Meines Vertrauens, den Freiherrn Carl v. Geringer-Oedenberg, als bevollmächtigten kaiserlichen Commissar, an die Scite zu geben. Dessen Stellung zu Ihnen, und weitere Instruction werden Sie aus den Ihnen durch Meinen Minister-Präsidenten zugehenden Mittheilungen entnehmen. Ich werde in Ihrem einmüthigen Zusammenwirken mit dem Frciyerrn v. Geringer einen besondern Beweis Ihres Eifers und der richtigen Auffassung Meiner Absichten in Hinsicht der in Ungarn zu lösenden Aufgabe erkennen. Schönbrunn, den 4. Juni 1849. Franz Joseph „>. p. Schwarzenberg m. z>. Der „Oesterr. Corresp.« vom 8. Juni meldet unter der Aufschrift: >>W ien , 6. Juni." Ueber die Nachricht eines hiesigen Blattes, daß die Staatsbeamten neue Uniformen erhalten, welche im Dienste stets getragen werden müssen, bemerkt ein Schreiben, das uns aus Galizien zugekommen ist: »Dcr Nutzen wäre sehr groß, wenn sich dieß nur bald bewahrheiten möchte; denn es ist der Wunsch aller treuergebenen Beamten in der ganzen Provinz. Manche Frau, die das Wahlreich noch im Köpfchen trägt, würde ihren Mann lieber aus dem Dienste treten, als in einer österreichischen Uniform amtiren sehen. Und das wäre für den Staat sehr nützlich! Uebrigens würde es auch für den Beamten, welcher auf seinen Gehalt beschränkt ist, entschieden ein Ersparniß seyn. Zwei Uniformen würden genügen, während er jetzt, um in der Gesellschaft nur anständig zu erscheinen, für Civilklcider das Doppelte, ja das Dreifache auslegen muß. Nichts desto weniger sollte aber die Ausstattung nicht karg bemessen werden; sie soll dem Stande angemessen, und dem Kaiserstaatc entsprechend seyn. Dunkelgrüne Waffenröcke, gestülpte Hüte mit schwarzen Federbüschen, silberne Portepees und 330 Epauletts würden hier mit Freuden angeschasst und getragen werden." Wien, 7. Juni. Es hat sich gestern in unserer Mitte ein Vorfall ereignet, welcher geeignet ist, großes Aufsehen zu erregen und auch wirklich die öffentliche Theilnahme lebhaft in. Anspruch nimmt» Wir halten es daher fü'r angemessen, über diesen Vorfall und über die Umstände, welche ihn veranlaßt haben, dasjenige mitzutheilen, was uns aus glaubwürdiger Quelle zugekommen ist. Ein Beamter des Ministeriums der auswärtigen Angelegenheiten ward gestern Vormittags in dem Ministerialgebäude verhaftet, und unmittelbar in den Untersuchungsarrest abgeführt. Verschiedene Briefe dieses Beamten sind in Folge der strengen Ucberwachung, welcher alle nach Ungarn gehenden Korrespondenzen, wegen des dorti-tigen Kriegszustandes, unterzogen werden müssen, aufgefangen worden, und haben den unzweideutigen Beweis seiner verbrecherischen Gesinnungen und der Verbindungen geliefert, in welchen derselbe mit den in Aufruhr begriffenen Theilen Ungarns gestanden hat. Dieß veranlaßte die Central-Militär-Untersu-chungs-Commission, die Verhaftung dieses Beamten zu beschließen, und sich dießfalls mit dem Mini-sterio der auswärtigen Angelegenheiten ins Einvernehmen zu setzen. Se. Durchlaucht der Herr Ministerpräsident versammelte sofort das gefammtc Personale des seiner besondern Leitung anvertrauten Departements, und eröffnete demselben, tief und sichtbar ergrissen, »daß erhebliche Inzichten des Hochverraths gegen einen Beamten dieses Ministeriums vorliegen, auf Grund derselben eine gerichtliche Untersuchung ein-geleitet und die volle Strenge des Gesetzes ihre An-wendung sinden werde." Hierauf ließen Se. Durchlaucht den Beschuldigten vortreten, und überlieferten ihn den zu seiner Verhaftung entsendeten Organen der öffentlichen Gewalt. So beklagenswert!) auch dieser Vorfall in jeder Beziehung ist, gereicht es uns doch zur Befriedigung, die Versicherung ertheilen zu können, daß dieser Beamte in seiner untergeordneten Stellung und bei der Dienstleistung, zu welcher er verwendet worden, nicht in der vage war, irgend ein Amtsgeheimniß wichtiger Art zu verletzen, und somit eine dem öffentlichen Dienste im entferntesten nachtheilige Thätigkeit zu äußern. (Abd. Bl. z. W. Z.) Wien, 8. Juni. Dem „Wanderer« schreibt man aus Linz unterm 6. Juni unter Anderem auch Nachstehendes: Die Ucbersiedlung jener 1200 Mann Palati-nal-Husaren, welche von Polen nach Italien befördert werden sollen, scheint nicht in erwünschter Weise gelingen zu wollen. Die erste Escadron weigerte sich in Enns entschieden, weiter zu ziehen, und wollte die Ankunft ihrer übrigen Cameraden abwarten , um dann mit größerer Kraft Widerstand leisten zu können. Der Landcschef und der erste Commandircnde von hier eilten gleich nach Enns; ihnen folgte eine Compagnie Militär mit zwei Kanonen. Die erste Escadron soll in der Gegend von Wolsing bei Steier auf der Flucht mit gespannten Carabinern durchpassirt, und bereits entkommen seyn. — Von Enns wurden 33 Mann Cheveaurlegers zur Necognoscirung nachgesandt. Das Resultat derselben ist noch nicht bekannt. Gestern Morgens kehrte indessen der Landcschef und der Commandirende wieder zurück, und man glaubte hieraus schließen zu dürfen, daß Ruhe und Ordnung wieder hergestellt sey. Allein schon um die Mittagsstunde lief eine zweite Estaffette an den Commandirenden ein, in Folge welcher derseibe alsogleich in der Caserne Alarm schlagen ließ, und neuerdings eine Compagnie Constantin-Infanterie mit einer Haubitze zum augenblicklichen Abmarsch beorderte, welcher auch schnell erfolgte. Der Herr Commandirende rcis'te der Mannschaft voraus. Es soll nämlich die zweite Escadron das gleiche Manöver, wie die erste versucht haben. Wien. Der »Correspondent« bringt nächste-hende, auch von dem ungar. Rcpräsentantenhause genehmigte Instruktionen Kossuth's an Bem in Bezug auf Siebenbürgen. Dieselben sind schon Ende April erlassen worden und lauten: 1. Daß er (Bem) den Sachsen gar keine Versprechungen mache, die Politik der Regierung nicht vorhersage, sondern ihnen nur so viel erkläre, daß ihr Geschick von ihrem künftigen Betragen abhängen werde. 2. Da sie die russischen Hilfstruppcn verrätherisch in's Vaterland riefen, so sollen sie es bewerkstelligen, daß sich jene plötzlich aus dem Lande packen, sonst wird das sächsische Volk, dessen derartiger Verrath in der Geschichte seines Gleichen nicht findet, entweder aus dem Lande vertrieben oder des Schutzes des Gese^ tzes und seiner Freiheiten verlustig und ihre Habe als Ersatz für die durch ihren Verrath und Rebellion verursachten Schaden, Verwüstungen und Kriegskosten consiscirt werden. 2. Daß er die Hauptwerk-zeuge der Hcrbtirufung der Russen gesanglich einziehe, dieselben der Verfügung des Herrn Regie-rungscommissärs unterordne, mit der Erklärung, daß sie als Bürgen für den Abzug der Russen in Gefangenschaft bleiben; wenn sich aber die gegen das Völkerrecht eingedrungenen russischen Truppen nicht plötzlich aus dem Lande entfernen, oder gar noch weiter vorzudringen sich erfrechen sollten, so müssen die an der Invasion Meistbethciligtcn vor ein Kriegsgericht gestellt und von aller Gnade ausgeschlossen mit dem Tode bestraft werden. 4. Daß er Hermannstadt bis auf den letzten Mann halten und dcn Hermannstädter Bewohnern erklären soll, daß er, wenn er von dem Feinde mittelst russischer Hilfe angegriffen werden sollte, vor allem Hermannstadt ohne Erbarmen beschießen, und aus dessen Nuincn unfern Truppen eine Brustwchr bilden wird. Daher sich die Beamten der Stadt mit Zurücklassung ihrer Familien als Bürgen ins feindliche Lager begeben mögen, um die Russen im Interesse der Aufrechthaltung der Stadt zu entfernen; widrigenfalls Hermannstadt ganz vernichtet werden soll. 5. Daß er Kronstadt, als zweiten Urheber der Her-beirufung der Russen, sich zu ergeben auffordere, mit der Erklärung, daß, wenn es sich nicht ergibt, Hermannstadt dafür büßen, und Kronstadt selbst im Falle der Erstürmung dein Raube preisgegeben werden wird. 6. In Bezug auf die russischen Gefangenen kann unsere Nation die Russen nicht als ehrenhaften Feind betrachten, weil sie wie Räuber ohne Kriegserklärung ins Land einbrachen. 7. Daß er den Rothenthurmpaß unwegsam mache. 8. Daß er sich, da die Regierung die definitive Organisi-rung des Sachftnlandcs sich vorbehält, in dieselbe nicht menge. Einstweilen aber sind alle Civilbehör-dcn untergeordnet. Vesterrcichischcs Küstenland. «!. Trieft, 10. Juni. (Correspondent) Seit zwei Tagen hörten wir abermals und unausgesetzt den Kanonen-Donner von den Umgebungen Venedigs herüber. Den Grund und die Wirkung desselben erfahren wir so eben durch einen in der heutigen Nacht mit 88 Flüchtigen hierorts ein-getroffenen französischen Kriegsdampfer »Pluto." Ich habe bereits in meinem letzten Berichte mitgetheilt, es sey von den Velagerungstruppen auf der Eisenbahnbrücke eine Batterie mit Bombenkcsseln und andern Geschützen schweren Calibers aufgeführt worden. Eine venetianischc Flotte ausgerüsteter 'j>3 ljgeoii unternahm es nun, nach übereinstimmender Aussage der Mannschaft und der Flüchtigen, genannte Batterie mit einem lebhaften Feuer anzugreifen, wurde jedoch von den gut gezielten Glühkugeln der Unsrigen fast durchgehends in Brand gesteckt. — Das Elend und die Verwirrung in der Stadt soll außer dem Bereiche der Möglichkeit einer Beschreibung liegen, insbesondere nachdem gestern das letzte Proclam des Hcldenmarschalls Ra-detzky zur Kenntniß des Volkes gelangt ist. So lange wurde seine Kundmachung von jenem Ver führcr hinausgeschoben. — Die Pupillar, Gelder und Pretiosen, den Manne - Invaliden-Fond , die Gebarung des Versatzamtes und der Sparcasse; — alles dieses ist bereits in dem Rauch der Freiheit und Unabhängigkeit aufgegangen. — Es ist denn doch zu erwarten, daß Manin in unsere Hände kommt, da ihm jede Flucht durch die sorgfältige Überwachung der Vmetianer selbst unmöglich geworden ist. Bei ihm dürfte Oesterreichs unbegränztc Milde doch eine Gränze finden; diese verlangt wenigstens der Iammerruf der beraubten Waisen, wie der in das größte Elend gestürzten niedern Volksclasse, endlich der gerechte Fluch aller verarmten Besitzer. — Ich muß noch bemerken, daß der französische Dampfer nicht, wie es in Haynau's Proclam angedroht worden, von unserer Flotte untersucht wurde, und daß sich unter dcn hier Angekommenen S. Eminenz der Cardinal und Erzbischof von Ravenna, Falco-nicri, mit dem General - Vicar Mons. Johann Morctti befindet. Die Arbeiter-Differenzen, welche am Anfange dieser Woche durch das böswillige Verschwinden der Scheidemünze hervorgerufen, und durch die verführerischen Lehren einiger stets bereitwilligen Wühler genährt worden waren, sind nunmehr vollends ge--schlichtet, und es herrscht abermals bei uns Ruhe, Ordnung und Zufriedenheit. Kriegsschauplatz aus Ungarn. Prcsiburg, 5. Juni. Die Truppenmärsche dauern ununterbrochen fort. Aus den umliegenden Dörfern gehen große Militärmassen thcils in die große Schütt und theils nach Hochstraß. — Heute früh marschirten auch einige Bataillone von Schön-hals und Khcvenhüller Infanterie nach der Gegend von Raab. Die Kricgsrüstungen sind großartig, und man ist hier auf die nächsten Tage sehr gespannt, sieht aber mit Zuversicht denselben entgegen. Unsere Schloßbcsatzung hat wieder Verstärkung erhalten. — Die Eisendcchnfahrten zwischen Preßburg, Tyr-nau und Szered werden nun wieder regelmäßig fortgesetzt; in letzerem Orte ist die Ruhe nicht weiter gestört worden. Am jenseitigen Waagufer haben die Ungarn zwar auf einem Berge Kanoncn aufgeführt; diese sind aber von so kleinem Kaliber und in so großer Entfernung, daß sie unsern Truppen ganz unschädlich bleiben. Aus Neutra berichten Reisende, daß dort die größte Aufregung herrscht. Jung und Alt ist fana-tisirt. Schanzen und Palissaden werden gebaut, Rekruten ausgchobm und Waffen gesammelt. Der hinter der Stadt liegende Berg Zombor wird mit Kanonen besetzt, und an aufreizenden Reden fehlt es auch nicht. Von dem, was in Wien oder Preß.-bürg vorgeht, wissen die dortigen Einwohner nicht das Geringste. Die Straßen von Frcistadtl und Waag-Neustadt hicher sind sicher, da hier bereits von beiden Orten Reisende eingetroffen sind. — Die Furcht vor den Magyaren ist nicht mehr groß, man sicht ein, wie sehr die vielfältigen von Seite der k. k. Truppen getroffenen Vorkehrungen den ruhigen Einwohnern Sicherheit gewähren. ' Leute, die durch Mißverständniß im ungarischen Lagrr als Spione grfangen genommen, und nach genauer Lcgitimirung entlassen wurden, erzählen von den fürchterlichen Nacheplänen, welche die Ungarn scwnieden, wenn sie (was hoffentlich nicht seyn wird) in den Preßburgcr Bezirk kommen sollten. Die hiesigen Einwohner sind unter jenen aller ungarischen Städte von ihnen am meisten angefeindet, weil sie durch Wort und That als treue Unterthanen ihres Monarchen sich bewähren. Vom Armeecommando wurde die Anstalt getroffen , daß die Truppenmärsche, wegen der drük« kenden Hitze, auch in den Nacht - und Frühstun-den Statt finden. Von Wartberg ist so eben das Erzherzog Ludwig Infanterie-Regiment, nebst einigen Compagnien Gränzer angekommen, die morgen wieder nach dem Kriegsschauplatze marschiren. 331 Baron Medjansky, zweiter Fcstungscommandant der ehemaligen ungarischen Besatzung in Leopoldstadt, die durch seine Veranlassung so hartnäckig Widerstand geleistet, ist heute durch den Strang hingerichtet worden. Das im Weich bilde unserer Stadt aufgeschlagene russische Lager fesselt hier das allgemeine Interesse. Mitrovitz, 4. Juni. 4 Uhr Nachmittags. Der griechische Pfingstmontag des vorigen Jahres ist für uns Serben ein vechängnißvollcr, ein historischer Tag, weil an demselben General Hrabovsky unser Jerusalem (Karlovitz) mit Feuer uno Schwert überzogen, und den blutigen Krieg zwischen uns und den Magyaren eröffnet hatte. Auch heute haben wir unsern (serbischen) Pfingstmontag, und wieder wird unser Jerusalem, dießmal von dem sühnen Perczel, angegriffen. So wie im vorigen Jahr an diesem Tage, so wurde auch heuer die fromme Christenheit in ihrer Andacht gestört. Soeben kommen verlaß-liche Personen voti unserem Cernirungs-Corps bei Peterwardein hier an, welche uns diese Kunde bringen. Noch vor Tagesanbruch haben die Magyaren Karlovitz, Kamenitz und Bukovitz mit einer imposanten Macht von Pctcrwardein aus angegriffen. Sie haben es dabei wahrscheinlich hauptsächlich auf Karlovitz abgesehen, doch weil hier unter Begünstigung der Positionen kräftiger Widerstand geleistet wurde und General Mamula dem Feinde in den Nucken fallen tonnte, wendete Perczcl seine Hauptmacht den andern zwei Orten zu. Erst hier ging es recht blutig zu; da das Terrain dem Feinde keine Geschützmanocuvres erlaubte, so sollten die kräftigen Arme der Honveds das Geschütz ersetzen und sie haben wirklich Wunder geleistet. Eturmcolonnen rückten eine nach der andern unter dichtem Kugel-und Kartätschenregen vorzüglich gegen Bukovitz vor. Allgemeiner Eljenruf erscholl aus ihren Reihen. Von allen Seiten aus unsern Positionen hagelte es Kugeln auf sie. Sie sielen wie die Mückcn zu Boden, ^ aber auch das schreckte sie nicht ab, sie wichen nicht zurück. Es schien, als hatte jeder von ihnen ein Gelübde gethan, entweder als Sieger zurückzukehren oder dort unter den kaiserlichen Schanzen begraben zu werden. Mitten im Kugelregen drangen sie immer wieder frisch und weiter vor und erstie- ^ gen endlich, ungeachtet allen Widerstandes, eine unserer Schanzen, wo ihnen auch einige Kanonen in die Hände fielen. Dieß geschah um etwa 7 — 8 Udr Früh. Doch jrtzt kam aus Karlovitz Hilfe herbei , die der General RaM s,hiM. ^ „nd diese eutschicd die mörderische Schlacht zu unsern Gunsten. Dcr Feind ward auf allen Puncten zurückgedrängt und bis zur Festung verfolgt. Die genommenen Kanonen, wenigstens einige davon, wurden zurück erbeutet. Die vor der Festung liegenden Meierhöfc wurden hierauf in Brand gesteckt. Das Weitere ist hier noch nicht bekannt, noch ist man im Stande anzugeben, wie groß eigentlich dcr beiderseitige Verlust ist. Klein ist er aber gewiß nicht. Aus Syrmien, 5. Juni. Von dem gestrigen Gefecht bei Peterwardein kann ich Ihnen aus ganz sicheren Quellen Folgendes mittheilen: Perczel hat die Magyaren persönlich angeführt. Er hatte 12.000 Mann im Gefecht, und 5000 Mann als Reserve m der Festung. Das sagcn die Gefangenen aus. Dte Schanze, welche die Magyaren erstiegen hatten, war von den Gradi^kanern vertheidigt und hier war der feindliche Andrang am heftigsten. Bevor diese Gränzer von, Kampfplatze wichen, erlitten sie großen Verlust. Von den Dssicieren sind gefallen Hauptmann <'oli5 und Oberlieutcnant Andraöi; verwundet wurden Oberlieutenant Arnold 5oli5 und Lieutenant Axentie Gagi^, dann Hzmptmann Zlicn. Der bekannte St. TomaäerHcld, Hauptmann Bos-ni5, der in der Nähe einen Posten vertheidigte, hat die zerstreuten Gradiäkancr gesammelt und mit Erfolg wieder ins Treffen geführt. General Rastio war mit der Unterstützung persönlich von Karlovitz gekommen, und hat zur Entscheidung des Sieges viel beigetragen. Einige Kanonen sollen dennoch in den Händen dcr Magyaren geblieben seyn. Sonst sind von Officieren noch gefallen Hauptmann Baron Matingli, vom Erzh. Leopold beider Sicilien, und Lieutenant Markovs vom Pkaner. Dcr Verlust des Feindes läßt sich jetzt noch weniger bestimmt angeben, ist aber ohne Zweifel ungleich größer als der unsrige. Das Ccrnirungs-Corps ist hinlänglich stark und dürfte den Feind in Schach halten. - Gestern war auch aus dem <''aikisten-Bataillon, unweit Pcterwardcin auf dem linken Donau-Ufer, eine heftige Kanonade vernehmbar. Die Truppen des Bans, die dort conccntrirt sind, dürften aus Anlaß des Ereignisses bei Peterwardein den ihnen gegenüber stehenden Feind bei Mo,5orin und Vilovo angegriffen haben. Da Perczel seine Hauptmacht iu Peterwardein gesammelt haben muß, so dürften unsere Truppen den geschwächten Feind bei Mo^orin und Vilovo von dort weggedrängt und dadurch Boden gewonnen haben. Indessen nächstens werden wir für gewiß erfahren, was es mit jener Kanonade für ein Vewandtniß hatte. (Südsl. Z.) Vom Fruschkagcbirge, I. Juni. Inder »Presse« wurde in Folge dcr Widersprüche, die über Stratimirovich und dessen räthsclhaftc Stellung bei den Serben circuliren, eine nähere Andeutung gewünscht. Wir sind in der Lage diese in allgemeinen Umrissen zu geben. Stratimirovich ist ein Miniaturexcmplar Kossuth's bis zum 14. Mai. Er ist der pcrsonisicirte serbische Radicalismus, der sich in allen Schichten als/Opposition gegen die Militäradministration dcr Gränze gebildet hat. Die arme Bourgoisic, dcr er in den Comitö zur Herrschaft verhelfen, wirkt aus Dankbarkeit für ihn, um ihm zur Vojwodenwürde zu verhelfen. Die Partei, die Stratimirovich repräseutirt, wirkt namentlich durch die öffentlichen Organe, durch die Umgebung des Metropolitan. Sie ist es auch, die in Bccskcrek die autonomischc, streng nationale Constituirung dcr Vojvodina durchgesetzt hat. Sie ist den Deutschen eben so abgeneigt, wie den Magyaren feind, und der schärfste Ausdruck des slavischen Föderativprincipes, welches zum Neubau der Monarchie die einzige Mögliche Basis bilden soll. Die Widersprüche dcr Nachrichten in dem Fallen und Steigen Stratimirovichs correspondircn demnach mit dem Steigen und Fallen des Einflusses, den die eine oder die andere Partei in den höchsten Regionen der Vojvodina behauptet. Mit Strati-mirovich's Falle fällt der Radicalismus, mit ihm kommt er zur Herrschast in der Form der Confödc-ration. Er hat die Nationalofficiere geschaffen und projectirt die Nationalarmce. Jeder Sieg über die Magyaren wird diese Partei schwächen und die Ge-mäßigtlilxralcn , die hier als Schwarzgclbe gescholten werden und besonders im Deutschbanatcr Regiment sehr überwiegen, stärken. — Das siebenbür-gische Puchncr'sche Corps stcht in Cscrnjez in der Wallache!, wo 8000 Türken conccntrirt sind und mit den Magyaren verkehren. Bem ließ sie bitten, ganz nach früherer Weise den Skelahandel zu eröffnen , und bietet Alles auf, um ihre Sympathie zu gewinnen. Die Waffen- und Munitionstrans-portc für die Rebellen haben zuverlässig über die Wallache! einen unbehinderten Weg gefunden. In Kamenic grassirt die Cholera auf eine furchtbare Weife. Der Sieg im öaikistcndataillon bestätigt sich vollkommen, doch wurden unsererseits nicht 8000, sondern 800 Magyaren gefangen. Viele Husaren sind übergangen. Bei Pancsova sollen sich die Magyaren neuerdings stark sammeln. Vom südlichen Kriegsschauplatz nichts Neue5. lPresse.) O a l i.; i e n. Lemberg, 2. Juni. Die »Lemberger Zeitung« vom 39. Mai erzählt in dem nicht ämtlichen Theile folgende Begebenheit: Die Gemeinde Okniany, Stanislawower Kreises, hat im verflossenen Jahre den größten Theil der ihr gehörigen Weiocgründe beackert, und fand es ihrem Interesse zusagend, mit dem Beginne der heurigen Frühlingsweide ihr Vieh auf die ihrer ehemaligen Grundherrschaft gehörenden Grundstücke zu treiben. Die herrschaftlichen Leute, welche diesen Eingriff in fremdes Eigenthum abwehren wollten, wurden mißhandelt und vertrieben. Das königl. Kreisamt, zur Abhilfe aufgefordert, entsendete wiederholt Beamte dahin, um die Gemeinde zu belehren und von weiteren Gewaltthaten abzuhalten; nachdem aber auf gütlichem Wege ni .,ts erwirkt werden konnte, mußte Militärassistenz dahin beordert werden. Auch an dieser vergriff sich die Gemeinde; ein Theil der Militärmannschaft wurde mit dcr Abstellung der auf den herrschaftlichen Gründen betretenen und gepfändeten Viehstücke nach Tlumacz abgesendet; die Escorte-Mannschaft wurde aber in einiger Entfernung von einer Rotte Bauern angegriffen, und ungeachtet die Pfandstücke freigegeben wurden, mit Steinwürfen und Holzpsiöcken bedroht; hiebei ereignete es sich, daß einem Soldaten das Gewehr durch einen von einem Tumultuanten auf dasselbe geführten Schlag losging und dcr Schuß einen Bauer, welcher eben im Begriffe war, einen Stein aufzuheben, schwer verletzte. Erst durch diesen beklagenswerthen Vorfall ward die Gemeinde zur Besinnung gebracht, und hat sich weiterer Excesse enthalten. Loml'iN-d. Venetinnilches Königreich. Die »Gazzetta di Milano« enthält nachstehende Bekanntmachung -. Da der F. M. L. Fürst Carl von Schwarzen-berg in Folge meines Befehls vom 28. April zum Militär-Gouverneur der Stadt Mailand ernannt, aber gegenwärtig zu einer andern Bestimmung berufen wurde, habe ich mich veranlaßt gesehen, den F. M. L. Grafen Wilhelm von Lichnowsky an seine Stelle zu diesem Posten zu ernennen, und derselbe wird vom 3. Juni an, seine Stelle als Militär-Gouverneur der Stadt Mailand antreten. Verona, den 1. Juni 1849. Radetzky, Feldmarschall. Verona, 3. Juni. Gestern Abends gegen 9 Uhr ist dcr Herr Minister, Ritter von Brück, aus Mestre hier angelangt und im Gasthofe »alla Torre di Londra« abgestiegen. Es scheint, daß die mit dem Vcnetiancr Parlamentär gepflogenen Unterhandlungen noch nicht den gewünschten Erfolg gehabt haben. Der Herr Minister verweilte hcute längere Zeit im Haupt-quartiere bei Sr. Excellenz dem Herrn Feldmarschall Grafen Nadetzky, und verließ gegen Abend Verona, um sich über Mantua nach Modena zu begeben. Nömische Staaten. Die „Gazzetta die Bologna« enthält folgende Bekanntmachung: In Modena herrscht in allen Classen der Gesellschaft ein rühmlicher Wetteifer, das Schicksal der im dortigen Civilspitale befindlichen österreichischen verwundeten Soldaten möglichst zu erleichtern. Sowohl die Direction des erwähnten Krankenhauses , als das gcsammte, dort angestellte Sa-nitäts - und Dienstpersonale zeichnet sich durch die unermüdlichste Fürsorge aus; die Pflege und freundliche Behandlung, welche die barmherzigen Schwestern den Kranken angedeihen lassen, ist ü'bcr alles Lob erhaben; alle Stände bemühen sich um die Wette, Wasche, Verbandstücke und Geld den ar- 332 men Soldaten zufließen zu lassen, so daß diese Braven sowohl wahrend der Krankheit, als der Reconoalescenz, sich vielfältiger Annehmlichkeiten erfreuen können. Sowohl das eigene Gefühl der Erkenntlichkeit, als auch das Ansuchen der Truppen, welche ich zu befehligen die Ehre habe, veranlassen mich, den innigsten Dank für so viel Mildthätigkeit hiemit öffentlich auszusprechen, der auch die göttliche Belohnung nicht entgehen wird, welche meine verwundeten Waffenbrüder vom Himmel für ihre freundlichsten Wohlthäter erflehen. Aus dem Hauptquartier, Villa Spada, 27. Mai 1849. Der Civil- und Militär-Gouverneur, Cavallerie-General Gorzkowski. Rom, 26. Mai. Die neuesten Verordnungen des römischen Triumvirats erklären die dcmKönige von Neapel auf römischem Gebiete gehörigen Besitzungen als Staatseigenthum, welches zur Entschädigung der durch seine Intervention veranlaßten Verluste verwendet werden soll. Ferner werden die Landleute, ohne Angabe der Ursache, aus derStadt verwiesen; die nicht Folgeleistenden militärisch in ihre Heimath escortirt. Garibaldi steht an der neapolitanischen Gränze, und würde, ohne ein ausdrückliches Verbot des Triumvirats, sich wahrscheinlich die Lust nicht versagt haben, einen kleinen Streifzug zur Vergeltung des neapolitanischen Besuches in die Gränzorte zu machen. Neue Corps werden fortwährend in Rom gebildet, und Jeder, der in Uniform einhergeht, muß diese entweder ablegen, oder sich in eine der bestehenden Legionen, einschreiben lassen. Lcsscps ist noch nicht aus dem ^ französischen Lager nach Nom zurückgekehrt. Ein Gesandtsckaftssecretär versieht seine Stelle. Ein eigenthümlicher Auswechsel verschiedenartiger Cour-toisicn hat jüngst zwischen den Franzosen und Römern Statt gefunden. Die erstern, angenehm durch das Freigeben ihrer Gefangenen überrascht, schick-' ten den Römern mehrere vollständig eingerichtete^ Ambulanzen; diese erwiederten die freundliche Gabe! durch einige Wagenladungen voll Zigarren. Nichts-' destoweniger wurde nach den letzten Nachrichten in Rom am 26. Mai Alarm geschlagen und die Stadt in die größte Aufregung versetzt. Die Ursache ist noch unbekannt. (O.-D. P.) D e u ! s ch l a n d Frankfurt, 4. Juni. Der Reichsminister-, Präsident, Dr. Grävell, hat gestern seine Entlassung genommen. Das Handschreiben des Rcichsvcr-wesers an den abgetretenen Minister Grävell, womit derselbe Letzteren verabschiedet hat, lautet nach einer getreuen Abschrift also: Mein lieber Minister Gräuell! Die an Mich gestellte Bitte, Ihnen die Entlassung als Minister und einstweiligen Präsidenten zu ertheilen, finde ich mich bewogm zu gewähren. Bei diesem Anlasse sinde Ich Mich verpflichtet, Ihnen meinen wärmsten Dank dafür auszudrücken, daß Sie Mich mit der uneigennützigsten Selbstverläugnung nach dem Rücktritte des letzten Ministeriums in den Stand setzten, ein neues zu bilden, und die Schwierigkeiten zu besiegen, welche sich damals darstellten. Ich bedauere sehr, daß Verhältnisse mich bewegen, Ihren Rücktritt anzunehmen. Mögen Sie sich überzeugt halten, daß Meine aufrichtige Hochschätzung und Meine Gesinnungen gegen Sie unter allen Verhältnissen sich nicht ändern werden. Frankfurt, am 3. Juni 1849. Erzherzog Johann m. i». Landau. Einem Berichte der »A. A. Z." entnehmen wir Folgendes: Was wir von Landau neuerlich hören, gibt uns wieder ein freudiges Gefühl nach dem vielen Entmuthigenden, mit welchem die zahlosen Beispiele von Abfall unsere Herzen erfüllt hatten. Die tausend Mann, die jetzt ungefähr noch in der Reichsfcstung sich befinden, wer-hen aus glaubwürdigster Quelle als durchaus zuverlässig geschildert. Der Ueberrumpelungsversuch hat diesen Männern ihre Stellung im vollsten Lichte gezeigt; sie sehen ein, welche Schmach man ihnen anzuthun im Begriff war, und welche niedrige Vorstellung man von ihnen hatte, daß man darandenken konnte, eine der äußersten Vorwachten auf den Gränzen des Vaterlandes mit einem Streifcorps ohne Geschütz so im Vorübergehen zu nehmen. Der Commandant, General v. Ieetze, die Officiere, die Soldaten, alle haben begriffen, daß sie auf einem Ehrenposten stehen. Die Bürger, so hören wir, sind mit ihnen, der großen Mehrzahl nach, vollkommen einverstanden. Unter den Gefangenen, welche die Besatzung bei dem Uederrumpelungsversuch machte, war einer, der als Landauer Bürger erkannt wurde. Sie können sich die Erbitterung der Besatzung gegen ihn denken. Der Commandant aber schickte den Ossicier, der den Gefangenen rauh anließ und behandelte, darin auch Nachfolge bei der Besatzung gefunden hatte, in Arrest, und beugte durch strenge Befehle ähnlichen Versehen vor. Sie begreifen, wie ein solches Benehmen das Vertrauen zwischen Soldaten und Bürger erhöhen muß. Der-selbe Gefangene hatte mehrere Briefe an Landauer bei sich, unter andern einen an einen der angesehensten und beliebtesten Männer Landau's, der von dessen bei den Aufständischen befindlichem Sohn geschrieben war. Der Commandant ließ dem Vater den Brief unerbrochen zustellen. Ueber die Motive, die bei den Pfälzern der Bewegung zu Grunde liegen, habe ich Ihnen früher geschrieben. Es stellt sich immer mehr heraus, wie sehr ich Recht hatte. Daß Landau nicht preisgegeben werden dürfe, ist eine Ansicht, die sich mehr und mehr verbreitet. Sie müssen nicht glauben, daß alle Pfälzcr sich über das verblenden was die nächste Zukunft bringen wird. Es ist so schwer nicht, aus den verbürgten Daten, welche die öffentlichen Blätter geben, den Gang der Ereignisse in der nächsten Zeit zu ahnen. Die massenhaften Truppcnzüge die von den verschiedensten Seiten her auf Frankfurt und Mannheim gerichtet werden, zeigen an, daß man zu dem Entschluß gekommen ist, mit der Revolution ein Ende zu machen. Kaiserlau t ern, I. Juni. Die Militärcommission hat das erste Aufgebot vom 18. bis 30. Jahre unter die Waffen gerufen und angeordnet, daß Einreihung und Bewaffnung desselben hier Statt finde. Es treffen denn auch stündlich Zuzüge ein, obgleich die Conscription nicht allerwärts ohne Widerstreben vor sich geht. So sprengte erst gestern Abend, wie der „Köln. Zeitung« berichtet wird, ein starkes Piket Gensd'armen zum Thor hinaus, um an einem benachbarten Orte dem Gesetze Geltung zu verschaffen. Die Polizei ist also auch hier schon nöthig. Die Conscribirten erhalten hier Gewehr, Patrontasche und Seitengewehr. Kleidung müssen sie sich selbst anschaffen, doch ist dafür keine Vorschrift, und die Armee dürfte etwas bunt werden. Auf den Rath eines polnischen Officiers, deren bis jetzt zwölf bei der provisorischen Negierung Dienste genommen, sind Compagnien von Sensenmännern gebildet worden. Allein es ist doch sehr zweifelhaft, ob damit der Sache wirklich gedient ist. Die Sense hat in den polnisäicn Kriegen einen furchtbaren Ruf erlangt, aber sie ist doch nur eine nationale und den Polen ganz eigenthümliche Waffe geblieben. Ich sah heute, fährt derselbe Correspondent fort, eine Compagnie exerciren, und wenn ich gleich nichts davon verstehe, so schien es mir doch, daß sich die Sensenträger eher unter einander den Kopf abschneiden würden, als den Preußen. Karlsruhe, den 2. Juni. Der Umschlag hat begonnen; die Herren Prätorianer befehlen und dcr L^ndcsausschuß gcho,cht! Ein Bataillon des zwei-ten Regiments (das übrigens nie den neuen Stand der Dinge ganz anerkannt hat), lag in der Umgegend von Bruchsal und sollte, angeblich auf Befehl des Reichsministeriums, mittelst eines Ertra-zuges nach Heidelberg abziehen. Mit Widerwillen gings an den Zug; in Heidelberg angekommen, sollte das Bataillon über den Neckar, um dort eine Stellung einzunehmen, weil Sigel wieder angreifen wollte. Das Bataillon erklärte: „Wir gehen nicht!« Es fand darauf ein Zusammentritt dcr Officicre und Führer d.r in Heidelberg versammelten Truppen (etwa 10.000 Mann) Statt, worauf Brentano erklärt wurde: 1) daß man Siegel nicht mehr als Oberbefehlshaber anerkenne (Siegel ist bereits hier zurück angekommen); 2) daß man nicht gegen die Reichstruppcn, namentlich gegen die Hessen, kämpfen wolle; 3) daß man die Autorität des Landesausschusses nicht mehr anerkenne, und daß eine neue provisorische Regierung gebildet werden müsse. (Ist geschehen). 4) Daß sogleich eine Deputation an den Großherzog vom Militär abgesendet werde, wegen seiner alsbaldigen Rückkehr, und daß wenigstens Prinz Friedrich komme, um sich einstweilen an die Spitze zu stellen. — Es ist nun die neue provisorische Negierung gebildet, aus 5 Personen bestehend: Brentano, Gögg, Fickler, Peter, Siegel; auf wie lange? kann ich nicht sagen. Bis diesen Abend 5 Uhr ist darüber noch keine öffentliche Bekamilmachmlg erschienen. Brentano's Einreden bei einzelnen Puncten nutzten nichts. — Nach neueren Nachrichten soll der allgemeine An--griff gegen Baden am 4. oder 5. Juni erfolgen.— In einer hiesigen Nachbargemeinde kam Befehl zum Aufbruch dctz ersten Aufgebotes; man kam zusam-i men, berieth und beschloß — ins Kartoffclhacken zu gchcn; nur wrnn die Carlsruher rufen, will die ganze Mannschaft gehen und sich an die Bürgerwehr anschließen. Von anderen Nachbargemcindcn kam die Mannschaft gestern Abend hier an, zum Theil mit ihren Mädchen, die unter Nummer und Thränen Abschied nahmen. (A. Bl. z. W.) >lto d?,to ,, 2 1)?, ,. h<> ,3>16 Oarleh.n mit Verlosung v, I. l«39, für 25y ss. 22» 3^ Wier,. Stabl,«anlll-Obl. z» 2 1,2 >i 50 Actien der österr, Donau c D^mpflchifff!,!)^ zu 500 fl, L. M .......^2 fl. i„ V. M. Lie Vösft eröffnet.« malt, »chlnst jedoch »lwas fester, V^nk'Actien waren heule l>,i c^ringem Ums,,he abermals st^rt weichend, fremde Devisrn und Valul»n h.ibln elw^s angezogen London I., 5. >2 - >?. bis 12 - ,5. Augsburg und Frankfurt 122 ^2. Maila»» 122. «lvornü H9. Der Verkehr nicht sehr lebhaft. Verleger: Ign. Al. Kleinmayr. — Verantwortlicher Redacteur Johann Hladnik Vetreid - Durchschnitts - Preise in ^iliach am U. Juni 1849. Marktpreise. Ein Wiener Mctzcn Weizen ... 5 si. I l kr. — — KlMnutz . . 3 « 20 » , — — H^ldinlcht . — .. — . — — Kurn ... 15 » 4 „ — __ Gerste ... :^ .. 20 » — Hirse ... .^ ., t7, „ „ — Heiden ... 3 » 4'/^ '» — — Hafer ... , „ 57'/« » Fremden-Hnleige der hier Augekommeuen und Absserciften. An, 8. Juni »849 Hi-, Carl Giegorulti, Doctor der Mechte, von Triest »ach Klagenfui-s. — H>. Michael Tomassevlcz, Handclöma'M. vo» Gör^ nach Wx-o. — Hr. Iosep» Olobo^hn!^, Ha!!delsi,n,!iii. »ach Wi^i. — Hr. Aino» 'Deacco, Priy^t, vo>, Tri^st nach Cilli. Am l). <^r. Fidilj Biiollcl. .ya>!^rl!3!lianl», vo» Triest „ach Wien —> Hr. Ainoi, Conie Brellibar«; --H^. Iaccb Cleui^iS Coole Sl>a>do, — lind Hr, Wil-h,Im Conte Loch's del ^astelli Saiia^aro; alIe3De> plttilte von '^er^aillo, von Wien „ach B^ga,„o. — Hr. Nicoles Chllstolides, — und Hr. Georc, Thec-torlVS; beide Negoziaincn, vo» Irsscmy ».ich Trieft. Am 10. Hi-. Robert Huyft», Handelsmann, — mid Hr. H^linich Kißerow, Kaufmann, beide von Men nach Trieft. ._ Hr, Wilhelm Malh^s, Hondl. Aqe.n, von Wien nach Mailand, — Hr. Ludwia. Heiman», Hau delsniann, —und Frau Elisal^th K>r!>, k. wiliiteinber^. Cllnslils.-Gz'niahl!!,; b»',de von Tru-st „ach Wien. — Hr. Christoph Maul, Kreisdechain und «tadtpfarrer, von Triest nach Nibtersburq. — Hr. Carl SchullZ, Docior der Med>c,n, 00» Trieil nach Gratz. Gulicnnnl - Verlautbarungen. 3 ^028 (1) Nr 11320 Currende des kaiscrl. königl. il lyrischen Guber-niums. — Feinere Freilassung aller über die Gränzen Tirols und Vorarlbergs eintetenden und über die Ulyrische Seeküste als Durchfuhrä-gut austr.tenden Waien vom Durchfuhrzölle auf ein weiteres Jahr. — Die mit dem hohen Finanz-Ministerialerlasse vom 3tt Mai 1848, Zahl 839/l". ^l., kundgemacht mit der Guber-nial-Currende vom 4. Juni 1848, Zahl 13249, für die Dauer eines Jahres ertheilte Gestaltung, daß die über die Gränzen Tirols und Vorarl-bcr^s eintretenden und über die illyrische Sec-kuste als Durchfuhrögllt austretendel, Waren vom Durchfuhrszolle freigelassen werden, wird auf em we.tercs Ia!)v ansqedchnt. - Dieses w'rd.n Folge Erlasses dcs H^Mim^ Finanzen vom 29. Mail. I., Z^hl «284/1' IVl zur allgemeinen Kenntniß gebracht. — iiaibach am 4 Juni 18^9., Leopold Graf p. Welsersh eimb, Landes - Gouverneur. Vermischte Verl utl'lnungcn. Z. 1tt2!>. (l) Nr. 2444. Verlautbarung. Vom gefertigten Bezirks-Commissariate wird hiemit bekannt gemacht: Es werde das zu Unter-schischka bei Laibach «»!> Conscr Nr. 24 gelegene Haus, bestehend aus einem Schank- und Netim-zunmer,neugebauterKüche, Speisekammer, 1 Dach-zlmmcr, geräumigen Vorhause, l Magazine, ^euer, 1 Verkaufsgewölbe, sammt anstoßenden lc., zwei Ackerpa zel- / das Ganze der D. R, O. Commenda Laibach 7'^ ^ Nr. 1«9'/, dienstbaren, am 21. Juni l. I. ^ormtttags 9 Uhr gegen gleich bare Bezahlung an den Meistbietenden im freiwilligen Wege öffentlich m Unterschischka feilgeboten wer. den. — Dessen werden die Kauflustigen mit dem Beisätze verständiget, daß die Licitationöbeding-nisse und der Orundbuchsettract am Tage der Li« citation in loco der Realität zu Jedermanns Einsicht werden vorgelegt werden, und daß das Haus , mit Ziegel gedeckt, im besten Bauzustande sich befinde K. K. Bez, Commissariat Umgebung Laibachs am 9. Il,ni i849. (Z. Laib. Ztg. Nr. 70.) Z? lU25. (l) .......' Bau-Versteigerung. In Folge hoher (Äudcrnial»Verordnung v. 21. März d/I, Z, 3271, und Kreisamts-Intimations-Verordnung <^lo. 12. Mal d. I., Z. A>14, wird bezüglich einiger bei der Localiec'irche St. Ingenuini <^ Albuini zu Karneroellach be-willigten Bauherstellungen, bestehend in Stein-platlenpstaster und steinernen Stufen, am 9. Juli d. I., Vormittags um lU Uhr bei der Vogtherrschaft Veloeö eine Minuendo - Versteigerung abgehalten werden, wobei bemerkt wird, daß die Maurerarbeiten sammt Materiale auf 70 st. 32 kr., und die Steinmetzarvcit sammt Materiale 347 st veranschlagt sind. — Unternehmungslustige werden zu dieser Licitation eingeladen. Vogtherrschast Veldes am 9. Juni 18 l9 6. U»19 (l) sir. 67tt Wiesen - Verpachtung. Zu Folge Verordnung der löblichen k. k. Camera!-Bezirks-Verwaltung in 'Neustadt! vom «. d. M., Nr. 17l2, wird am ,3. Juni d. I., Vormittags, die zur Religionsfondsherr-schaft Sittich gehörige, bei Dupplitz und Alten-dorf (»i^n-cl v^^) im Bezirke W^ixelberg liegende Tcichwiese, im Flächenmaße 7 Joch 5)6 lUl Klftr., stückweise, oder auch wohl im Ganzen, auf dre> Jahre im Orce der genannten Niese öffentlich verpachtet werden, wozu man die Pachtlustigen mit dem Beisatze vorladet, daß die Pachtbedingmsse täglich Hieramts eingesehen w.rdcn können. K. K. Neligionsfondsherrschaft Sittich am 7. Juni 1849. Z. >023. (l) Nr. 2944 Edict. Alle Jene, welche an den Nachlaß des am I I. April I. I. zu Vi^lilng^'« versiordcnen Halb-hüdll'ls Michael Alchcr, irgmd cinc Forderung, oder sonsligc Auspiche zu machen vcrmnnen, werden hie« mit eunnerl, solche bei der auf den 20. Juni d. I., sruh um 9 Uhr von dcr <;eiellistten Abhandlungs' instanz angrordncicn Tagsatzuriq mit den erso>del-lichen öicchtt'dehclsel,, l>ci Vermeidung der im Z.814 l>. O. B. aiigldeultteil Folgen «mzumcldcn. K. K. Begi'ksgelichl Umgeb, ömbachä am 21. März 1649, Z. ,030. (!) Nr. 4. Kund m a ch u n g. Mit 1. November l. I, wild die Traiteurie und der Wein- und Bier-Ausschank in der hier-ortigen bürgerlichen Cchießstatte auf ein oder mch rere Jahre zur Ausübung überlassen. Solidität, Geschaflskündigkeit und der Aus» weis eines entsprechenden Vermögens sind die Erfordernisse, welche von dem betreffenden Offe-renten gefordert werden. Diejenigen nun, welche jenes Geschäft zu übernehmen wünschen, können auf portofreie Bewerbungen, oder über persönliche Meldung die weitern Bcdingnisse bei der gefertigten Direction erfahren. Dic Erledigung der Offerte wird definitiv bis letzten August l. I. erfolgen. Direction der bürgerlichen Echützengesell-schaft. Laibach am 9. Juni 1«49. Johann Pogoreutz in Kerschbach, Bezirk Burg W. Feistritz in Steiermark, 3U Iahi e alt, welcher in Graf Attems'schen Herrschaften 6 Jahre als Kutscher und später 5 Jahre als Schaffer diente, in dcr Occonomie vollkommene Kenntniß besitzt, und sich mit guten Zeugnissen auszuweisen vermag, wünscht eine der oberwä'hnten Anstellungen zu erhalten oder als Weinschaffer einzutreten Derselbe ist unter obiger Adresse zu Hause zu finden. —-— -- ___ Der leitende Ausschuß des Wiener Kunst-uereins beehrt sich, wie in den frühern Jahren, hiemit zur Theilnahme an dcr dicßjahrigen Wirksamkeit des Bereines, zur Beförderung der bil- denden Künste durch Ast-ewEinlagen einzuladen. Der Ankauf der zu verlosenden Kunstwerke wird in der im Laufe der Monate August und Sep< temver d. I. Statt findellden Kunstausstellung bewerkstelligt werden, die Versendung der Ge-^ winnste und Vercinsblälter bestimmt im Monate October Ctatt finden. Das Uereinsblatt in diesem 18. Jahrgange ist bereits vollendet und zum Drucke bereit; der Gegenstand desselben ist: Cardinal Kolon its und Graf Btahremberg auf dem Stephans-thurme während dcr zweiten Türkenbelagerung Wlen's, nach Prof. A. v. Perg er, auf Stahl gestochen von Leop. Beyer, und dürfte nach Größe und Ausführung ein schönes G.'genstück zu dem vorjährigen Axmann'schen Blatte bilden. Indem der leitende Ausschuß hierauf auf-merksam zu machen sich erlaubt, fügt er die Bitte bci, die Einlagen mit möglichster Beschleunigung bewirken zu wollen, um bei Erwerbung der Kunstwerke in der vollen Kenntniß seiner Mittel zu seyn und derselben die größtmögliche Ausdehnung geben zu können. Die Einlagen von 5 sl. C M. pr. Aclie übernimmt die erste österr. Sparcasse in Wien, und ihre Filialen in den Provinzen, in Laibach Herr Ignaz Edler v. Kleinmayr und Herr Lam-dert Lucb'mann. Vom leitenden Ausschüsse des Wiener Kunstvereins. Anzeige. In der Stadt Stein ist ein Haus, Nr. 2tt, zu verkaufen, besteht aus 2 Stock und zu ebener Erde; der 2. Stock enlhalt 4 Zimmer und Speiö-gewölbe; der I. Stock enthält 3 Zimmer und 1 Gewölbe für Getreide; zu ebener Erde l Verkaufs ' Gewölbe mit Kellern. — Das Nähere erfahrt man beim Hauseigenthümer in Stein. Z?^Ü20. (y Kundmachung. In einem am Eaustrome, unweit der Eisenbahn gelegenen Ölte, welche sichern Nachrichten zu Folge die zu errichtende Commerzial-Straße berühren wird, wird zum bessern Betriebe einer daselbst bestehenden gemischten Warenhandlung ein Compagnon gegen sehr billige Bedingnisse aufzunehmen gewünscht. - Darauf Rfflectirende erhalten auf portofreie Briefe unter Adresse: Herrn Marco Schintitsch in Bregqe, Haus-Nr 116, letzte Post Ourkfelo, deutliche Auskunft. Z N»24. ^ Tiefgefühlten, hundertfachen Dank zollt die Unterzeichnete den edeln Menschenfreunden, deren großmüthige, vereinte Unterstützung ihrem Sohne zur nöthigigen Equipirung zu dem freiwillig erwählten, ehrenvollen Stande des Kriegers, und zu den Mitteln verhalf, seine Reise an den Ort seiner Bestimmung antreten ^u können, um nach Wunsch und Pflicht seinen älteren Was-fengefährten in Muth und Treue gegen Kaiser und Vaterland nachzueifern. Um Gottes lohnenden Segen für ihre Wohlthäter sieht mit ihm seine, dadurch in ihrer Bedrängniß hocherfreute Mutter. Laibach am 11. Juni 1849. Anna Wohinz, Professors« Witwe. 5 1N32 (1) Das Haus Nr. 117 in der Kothgasse ist zu verpachten, welches für einen Wirth, oder, wegen der Nähe des Bahnhofes, auch für die Herren Spediteure geeignet ist. Näheres erfahrt man im nämlichen Hause bei der Hauseigenchu'-merin im !. Stock. Z. 998. (3) Zimmer-Eimichtungsstücke in modernster Form und mit Schnitzwerk verziert, als 1 Sofa und 1 Armsessel mit Stahlfedersitzen IHH und Messingrädergestelle, i» mil Roßhaarpölstern und <; Mlt Gurten versehene Lehnslsscl, 1 Credenz-, 2 Garderobe- und 2 Commodekästen, I Chiffo«' niere, 2 Bettstätten, 2 Nachtkastchen, sämmtliche Piecen aus Eschenholz und politirt; ferner 2 Toi: lette-Tische sammt dazu gehörigen Tapezirungen, 3 Wandspiegel in vergoldeten Rahmen, 1 Cande-laber mit Piedesial, 1 goldlackirtes Nähtischchen, buntfarbig emaillirt, weiters noch Bettstätten, Tische und Sessel aus hartem und weichem Holze ?c. :c. nebst Küchengeschirr, werden mit Bewilligung des löblichen Magistrates am 12. und !2! Juni 1849 in den Nachmittagsstunden gegen gleich bare Bezahlung, im Hause Nr. 33 am alten Markte,! im 2. Stocke, im Versteigerungswege veräußert werden, woselbst auch die aus 4 Zimmern bestehende Wohnung bis Michaeli 1849 in Aftermiethe gegeben werden kann. Z. 946. (2) Bei I. 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Mit dem Monate Juli beginnt die zweite Jahreshälfte, mit welcher die Pränumeration auf die in Laibach erscheinende slovenische Wochenschrift »^ ovioe lc m ^t i j ukij», l- l» k u ä nl -nNl in nai-oll «kill r^6i" angenommen wird. Im Vcrlagsorte (Buchdruckerei des Herrn Blasnik am Raan) abgeholt, kostet der halbe Jahrgang sammt allen Beilagen I fi.; in Laibach ins Haus gestellt 1 st. 10 kr.; durch die Post in alle Gegenden versendet 1 si 2« kr. Alle k. k. Posten nehmen Bestellungen an, welche auch unmittelbar an die Redaction der wftVlLV gemacht werden können, ohne dießfallö ein Briefporto entrichten zu müssen, wenn an die Adresse ausdrücklich der Beisatz geschrieben wird: PräuumerationSgelder. Laibach den 8. Juni »849. ' Die Redaction der wovio«. 3. 1021. (O Avis aux Dames. Vom l. Juli l849 an erscheint in Wien ein neues Journal, betitelt: Paris und Wien. Expedition in Wie«, Graben Nr «18. Iris*) Original-Pariser Moden-, Muster und Klcitler-jflaga» /In für Damen. 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Plauum.rat.on aus^. ^^ )^,^^ ^.^^..^^ .^^ ^^^ldeten ein unabweisbares Bedürfniß, um stets m Kenntniß zu seyn von den groß- artiaen Veweaunacn welche Europa erschüttern, und die Grundlagen der Gesellschaft zu gefährden drohen. arttgm A^'^ ^. .^ ^„ Klanglich bekannt. Die Redaction wlrd, so wte blsher an den m .hrem Moaramm bekannt aemackten Grundsätzen: Achtung vor dem Gesetze und Gleichberechtigung der Nationalitäten m dem ^n g""f ,7d u bhang'i en Oesterreich auch fernerhin unverrückt fest halten, und sich besonders angcltgen seyn lassen, durch Gewinnung tüchtiger Mitarbeiter und Korrespondenten die »3aibacher Zeitung" und das »Illyrische Blatt" auf I'ne Hohe zu brmgen, und auf derselben zu erhalten, welche das Interesse unseres Vaterlandes erfordert, und die Wünsche unserer Leser zu besned.gm gmgnet lst. Die wöchentlich dreimal, nämlich am Dinstag, Donnerstag und Samstag erscheinende »Lal dach er Ze. tung" sammt dem »Illyrzschen Blatte und den sämmtlichen Beilagen und Extra-Blättern kostet: Ganziähria im Comptoir......... kalbialiria » >>..........4 » 3tt » Adresse..............^ fi. — kr. ganzjährig " mit Kreuzband........1U » - » halbjährig unter Kreuzband.........«>,_„ halbjährig im Comptoir mit Kreuzband . . . . . 5 si. — ^ Jene p. 'l. Herren Abonnenten in Laibach, welche die Zeitung in's Haus zugestellt haben wollen, zahlen dafür halbjährig 2tt kr Um ferner allen Irrungen auszuweichen, wird erklärt, daß kein Blatt ohne wirklich vorausgeleisteten halb- oder ganMhngcn Pranume« rationsbetrag verabfolgt werden kann. , ««,. . ^. ,. .< ^ ^ «, ^ Für Ankündigungen durch die »Laibacher Zeitung" werden nachfolgende Gebühren berechnet: Fur eme Spaltenzelle oder den Raum derselben bei einmaliger Einschaltung 3 kr., zweimaliger Einschaltung 4 kr., dreimaliger Einschaltung 5 kr. Fur eme Anze.ge bls inc!.i«lve 12 Spaltenzeilen ist die Einschaltunasqebühr für einmal 4N kr., zweimal 5U kr. und dreimal ! st« ^. ^ . «.. ^ .., , «l ^ . Die mit «Post einzusendenden Pranumerations «Gelder, an da« ZeitungS - Comptoir dlrect adress.rt, können unsrankirt «mfgege« ben werden, wenn auf de» Adresse des VriefeS der Anhalt alS »Zeitunsss.PränumeratlonSgeld" bezeichnet »st. Alle nbriaen Briefe und Postpakete an die Redaction und den Verlag werden frankirt erbeten und nur srankirt angenommen. Laibach, im Juni 1849 -.^. ^^^,^.^ ^«^ «». Der Verlag und d»e medacttnn der Klnbacher Fntung und des Illyrischen Blattes.