Nr. 55. Mittwoch, 9. März 1887. 106. IllhrlMk. Mbacher Zeitung. Priinumerationsprtis: Mit Pos! Versendung: ganzjährig st. i5, halbjährig sl. ?,L0. Im Comptoir: ,an,jährig sl,i i, balbjahria fl, s.,s>», ssiir die Zustellung ins Hauö ganziahrig fl, l,— Inscrtiunsgcbür: Für ll«i»e ^'üscrate bis zu >l feilen 22 lr.. «rohere per Zeile «: kr,; bei öfteren Wiederholungen Pr, Zeile 2 lr. Die „La,bachcr Zeitung" eischc-ut täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage. Die Administration befindet sich «»hnhosgassc ,5. die Redaction Wicnerftraße l5. — Unftanlieit,: »rief« nierden nicht angenommen iiu^ Manuscriptc nickt zurückgestellt. Amtlicher Weil. Se. k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 3. März d. I. dem Landes-Schulinspector Theodor Wulf in Prag den Orden der eisernen Krone dritter Classe taxfrei aller-guädigst zu verleihen geruht. Se. k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 27. Februar d. I. den Bezirksarzt, kais. Rath Dr. Robert Schoefl in Olmütz zum Statthaltereirathe und Landes-Sanitätsreferenten bei der Statthaltern m Mähren allergnädigst zu ernennen geruht. ________ Taaffe m. p. Se. k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 4. März d. I. dem ordentlichen Professor der deutschen Sprache und Literatur an der Universität in Innsbruck Dr. Iguaz Zingerle taxfrei den Titel eines Regierungsrathes allergnädigst zu verleihen geruht. Nichtamtlicher Theil Nach den Delegationen. Die Session der Delegationen ist geschlossen worden, nachdem dieselben den Ausrüstuugscredit einhellig bewilligt. Weder in der österreichischen noch in der ungarischen parlamentarischen Körperschaft gab es eine Widerrede. Alle Fractionen, welche sonst in manuig» facher Hinsicht einander als unversöhnliche Gegner gegenüberstehen und deren Meinungsverschiedenheiten nahezu bei jedem Anlasse zum Änsbruch kommen, waren in dieser Frage eines Sinnes. «Wenn wir heute schweigen», meinte der Referent der österreichischen Delegation, «so wird die Sprache der schweigenden Notierung noch beredter sein, als es die feurigste» Worte vermöchten». Aus dieser einhelligen Votierung des in Anspruch genommenen Credites darf aber mit Recht auch auf die Natur der vou der gemeinsamen Regierung ergriffenen Maßnahmen geschloffen werden. Sie ist ein Moment, welches bei ihrer Beurtheilung überall ins Gewicht fallen muss. Aus einem einhelligen Votum so vieler verschiedener Parteien, welche sonst durch diametrale Gegensätze getrennt sind, aus der Uebereiu- timmnng aller Stämme der Monarchie, kann weder die Leidenschaftlichkeit noch irgend eine Einseitigkeit, noch eine Ueberstürzung sprechen. Aus dieser Thatsache spricht vielmehr gemeiuverständlich genug die Nothwendigkeit, die Uuerlässlichkeit der in Angriff genommeneu Maßregeln, tritt auch die Ueberzeugung hervor, dass diese uur eiuer Politik dienen sollen, mit der alle übereinstimmen, einer Politik, welche die Monarchie in keine Gefahren zn stürzen geeignet, aber auch stark a/nug sein soll, von ihr alle Gefahren abzuhalten. Diese Einhelligkeit beweist die Conformität in den Ansichten sämmtlicher Parteien und Nationalitäten mit den vom Minister Grafen Kälnoky skizzierten Umrissen und Pflichten unserer Stellung, gegen welche von keiner Seite irgend ein Bedenken oder ein Zweifel erhoben wurde, noch erhoben werden könnte. Man glaube nur ja nicht, dass unter den vielen Mänueru und Parteien vielleicht keiner den Muth gefunden hätte, um seine warnende Stimme zu erheben, wenn das Staatsschiff einen Lauf einschlagen sollte, welcher dasselbe auf Klippen treiben müsste. Nicht immer verliefen die Sessionen der gemeinsamen Körperschaft so stille und vertrauensvoll wie diesmal. Nicht selten bewährten sie eine große Macht der Kritik und des Willens als berühmte Parlamente. Jene Politik iudesseu, welche Graf Käluoky als die einzige Basis all unseres Strebens skizzierte — ist die des Friedens, eventuell bei Ausbruch uuvorhergesehener Complications, der Wahrung unserer eigenen Position. Einer anderen Aufgabe kann die Politik einer in erster Linie dem Frieden ergebenen Großmacht überhaupt nicht obliegen. «Zar Sicherung des Friedens, nicht zur Anbahnnng eines Krieges, den wir alle weder wünschen noch fürchten, sind die Summen bestimmt, an deren Votieruug wir gehen.» Diese Worte aus dem Berichte des österreichischen Referenten charakterisieren am zutreffeudsten die Natur des Votums der Delegationen. Wir wünschen den Krieg nicht — noch fürchten wir denselben. Das ist die wahre, der Würde der Großmacht, dem Selbstbewusstseiu ihrer Völker vollkommen entsprechende Stimmung. Jene Worte drücken am besten die Gefühle aus. welche wir alle empfinden. Wir alle wünschen den Frieden, aber wir blicken doch getrost nnd mit Zuversicht in die eigene Kraft in die Zukunft, auch wenu diese momentan von Gewölk um» düstcrt erscheint. In jedem Falle darf man den Erfolg der außerordentlichen Delegatiuussessiou nicht in dem bewilligten Credite allein suchen. Dieser wird wohl die dafür verantwortlichen Organe der Verwaltung in die Lage setzen, nothwendige Completienmgen der Ausrüstung zu beschaffen uud all das zu ergänzen, worauf in der Epoche ungetrübter Fricdensjahre kein Gewicht gelegt wurde. Es werden, wie der ungarische Bericht bemerkte, die Maßnahmen zur Ausführuug gelangen, welche in der Selbstvcrtheidigung begründet sind. Aber diesem militärischen Resultate wird auch der politische Erfolg zur Seite stehen, welcher durch die neuerliche Mani-festierung unserer Ziele, durch ihre eimnüthige Knnd-gebung seitens aller Völker erzielt worden ist. Nach den Erklärungen des Kriegsministers und des Grafen Kälnoky, nach dem Verlaufe der Delegatioussession, welche fern von jeder ungestümen Regung nur den Rücksichten auf die Verteidigungskraft des Reiches gefolgt ist, kann es über unsere Tendenzen keinen Zweifel mehr geben. Der ganze Complex abenteuerlicher Insinuationen ist entkräftet, niemand bedroht uns und wir bedrohen niemanden. Wird nns auch fernerhin uiemaud bedrohen, fo wird auch uiemand an uus einen Gegner zu fürchten haben, vielmehr für friedliche Actionen an uns einen aufrichtige« Bundesgenossen finden. «So wie die politische Situation Oesterreich'UngarnS seit der ordentlichen Session sich nicht geändert hat, so liegt auch heute keine Ursache vor, um betreffs der friedlichen uud conservative»! Politik, so wie sie damals präcisiert wurde, eine Aenderuug ins Auge zu fassen», erklärte der Minister. Die Eigeuart der europäischen Situation und die Mächtigkeit der militärischen Mittel macht plötzliche Uebergänge aus dem Frieden in den Krieg nicht unmöglich und die Ausdehnung eines solchen Gewitters ist ebenfalls nicht im vorhinein zu bestimmen. So kann denn eine Politik keine anderen Zwecke verfolgen, als den Frieden durch das enge Verhältnis zu anderen Mächten mit den möglichst starken Garantien zu umgeben, anderseits aber auch stark zu sein, wenn dieser Bürgschaften ungeachtet ernste Eventualitäten ihr Spiel beginnen. Diesen in den Delegationen neuerlich präcisierten Zielpunkten haben beide Reichshälften durch ein ein» helliges Votum ihre Zustimmuug ausgesprochen. Nunmehr obliegt uus die Pflicht, fest in denselben auszuharren und sich durch keine Zwischenfälle von denselben ab- Jeuilleton. Der König von Rom. Diejenigen, welche, verführt dnrch die Uebelschrift dieser Zeilen, erwarten, dass ich mich des armm und liebenswürdigen Kaisersohnes bemächtigen wolle, um denselben feuilletonistisch zu verwerten — die kann ich nicht früh genug beruhigen. Nur in der äußersten Noth-läge entschließe ich mich. lehrreiche Aufsähe zu schrei-beu. die niemand liest. Es handelt sich hier ebensowenig um einen jener entlegenen uud durch die lateinischen Aufsätze, die wir in der Jugend über sie machten, merkwürdigen Könige von Rom. Obgleich ich nämlich einen Vädeler für Mittelitalien mit nur führe und solcher-gestalt über eiue Gelehrsamkeit beinahe mühelos verfüge, um die mich mancher Gymnasiast beneiden würde, will ich mich heute dennoch zu keiner wie immer gearteten Mittheilung über Numa Pompilius hinreißen lassen. An das alte Rom kuüpfen sich mir zu viel persönliche Erinnerungen schmerzlichster Art, als dass ich gelassen von diesem Eutstehuugsorte wichtiger Jahreszahlen sprecheu köunte. Nicht, als ob ich etwa mit ^ajlls Gracchus öfter Villard gespielt und verloren yattr. Nein. Auch gehöre ich zu deu wenigen Personell, oie stch der Gunst der Kaiseriu Messaliua uie rühmeu wnuwi. Als Iustiuian einsah, dass die Rechtshörer an ^ Uulversitäten im ersten Jahrgange zu schwach urWastlgt sein würden und er daraufhin das n mit einer tumultuarischen Menge. Wenn man tn ". in schon dagewesener Weise, mit einem Meer vergleichen wollte, so spielten die Gassenjungen die Rolle der Seemöven. Der Gassenjunge von Rom ist das Unbändigste, was man sich deuten kann. Gegen ihn ist der Pariser Gavroche ein gesetzter und prüder Philister. Er ist verschlagen, durchtrieben, ausgelassen, frech, roh, mit allen Hunden gehetzt, mit allen Salben geschmiert und mit keiner Seife gewaschen. Er hält sich für gewöhnlich bettelnd, hausierend, hungernd, lungernd auf einer sonnigen Freitreppe auf, wenn es zu kalt ist, oder uuter irgend einem autiken, verfallenen Triumphbogen, wenn es zu warm ist. Im Carncval aber gebietet er über den Corso; er ist Dauphin des Wmgs Pöbel. Wehe dem, der durch den geringsten auMien-den Z!g in Kleidung oder Betragen den l mmum oei kleinen Strolche herausfordert! Ein 9"^)"^ Neis . niederer Filzhut genü t. rüstung hervorzurufen. Pfiffe Gekmsch. I°hl n verfolgen den Unglückliche,., der kmu'n alten Hut sem ngm uenut. Drückt er sich nicht schleunigst um die Ecke ^o beginnen die Geschosse zu hageln, und Mr Wd es nicht durchwegs Blmmn. Und nun erst em Cylmder-hut! Der Träger eines solchen lst einfach geächtet: rechtlos, wehrlos, ehrlos! E3 ist an der Zeit oder Laibacher Zeitung Nr. 55 458 9. März 1887. wendig machen zu lassen. Wir können von dieser Basis ans nnd, gestützt auf die eigene Kraft, nur umso ruhiger den vielfachen Wendungen uud Erscheinungen der Tagesfragen zublicken, überall unseren Willen kundgebend, für die friedliche Entwirrung thätig zu sein. Wir können aber auch gegenwärtig umso sicherer sein, unsere bisherige Stellung und jenen Einfluss zu b> Häupten, der an der Bewahrung der bisherigen Ruhe des Welttheils in hervorragendem Maße mitgewirkt hat. Wir haben nie den Ehrgeiz besessen, den Ereignissen außerhalb uuserer Grenzen uuseren Willen aufzudrücken und sie nach unseren Wünschen gewaltsam umzuformen Aber die Kraft müssen wir besitzen, eine solche Gestaltung abzuwehren, welche mit den Grundlagen unserer eigenen Stellung unverträglich wäre. Noch sehen wir glücklicherweise auch diese Gefahr nirgends auftauchen. Die letzten Jahre haben uns belehrt, namentlich im Oriente, momentanen Evolutionen keine übermäßige Bedeutuug zu leihen. Von zufälligen, von flüchtigen Ereignissen daselbst, von den Gähruugs-erscheinungen eines provisorischen nud uugeklärteu Zu> standes, von allen Phasen eines langsamen Werdeprocesses können weder nnsere Hoffnungen noch unfere Befürchtungen bestimmt werden. Wollte man all diesel-ben mit in Berechnung ziehen, so wäre eine stabile und confequente Haltnng kaum denkbar. Durch all diese, wenngleich oft dramatischen und das öffentliche Gefühl tief aufregenden Epifoden können wir nur dem Leitsterne folgen, der zn einer friedlichen, den Anschauungen aller Mächte entsprechenden Herstelluug der legalen Ordnung führt. Diefem Endzwecke allein kann der Einfluss unserer Monarchie dienen, weil dieser die Hoffnung auf die Schaffung eines dauerhaften Werkes rechtfertigt. Und nach dieser Richtung sind die Völker der Monarchie eines Sinnes mit der Reichspolitik. Die Monarchie geht aus der kurzen Delegationssession gekräftigt hervor, in militärischer Hinsicht durch die ihr gebotenen Mittel, in politischer durch die Einmüthig-keit, mit der die Völker für den allgemeinen Frieden und zugleich für die Behauptung der bisherigen Machtstellung des Kaiserreiches einzutreten entschlossen sind. Die feste Zuversicht in der Erhaltnng des Friedens ist mit der Ruhe gepaart, mit der wir der weiteren Enlwicklnng der allgemeinen Lage entgegenblicken dürfen.________________________________________ Handels- und Gewcrliclammer für Kram. ix. Herr Kammerrath Johann Baumgartner unterstützt wärmstens den Antrag Luckmann, welcher nach einigen Bemerkungen des Berichterstatters stimmeinhellig angenommen wurde. Der Herr Kammerpräsident spricht dem Herrn Kammerrathe Karl Luckmann für die warme Vertretung der Interessen des Kammerbezirkes im Staatseisenbahnrathe den verbindlichsten Dank aus. XVI. Herr Kammerrath Anton Klein berichtet infolge einer Note des k. k. Landesgerichts-Präsidiums in Laibach, in der die Frage gestellt wird, welche Arbeiten ohne Schädigung des Gewerbestandes im hiesigen Oefangenhanse oder außer demselben durch Häftlinge verrichtet werden könnten und an welche Arbeitsgeber man fich diesfalls wenden solle. Der Be- richterstatter hält dafür, dass in der warmen Jahreszeit die Häftlinqe bei der Feldarbeit zu verwenden wären, da der Bedarf solcher Arbeitskräfte in der Um-gebuug von Laibach so groß ist. dass höchstwahrscheinlich alle Häftlinge Verwendung finden würden. In der kalten Jahreszeit könnte man in der Stadt einen bedeutenden Theil der Sträflinge zu Handlaugerdiensten außer dem Hause verwenden. Jene Häftlinge, welche das Strafhaus nicht verlaffen dürfen, könnten mit Arbeiten beschäftigt werden, welche die Direction der k. k. Strafanstalt abtreten könnte uud auch Arbeiteu verrichten, die dm hiesigen Gewerbsleuten nicht Schaden zufügen. Der Berichterstatter stellt den Antrag: Die Kammer wolle im obgedachten Sinne ihre Aeußerung abgeben. — Der Antrag wird angenommen. XVII. Herr Kcunmerrath Anton Klein berichtet ferner, dass die Frage, wie der Arbeitsbetrieb in den Strafe uud Zwangsarbeits-Austalten ohne Schädigung des Handwerkers, der Industriellen, der Länder und des Staates gehandhabt werden soll, seit vielen Jahren erörtert wird uud dass iu dieser Sache von Oewerb» treibenden, Gewerbevereincn uud Haudels- und Ge-werbekammern wiederholt Petitionen an die hohe Regierung, die hohe Reichsvcrtrctung und an die hoheu Landesvertretungen überreicht wurden. Iu den letzten Jahren wurde diese Frage in Gewerbekreisen sehr eingehend ventiliert und gebeten, dass in dm Anstalten Arbeiten, welche gesetzlich als handwerksmäßige be zeichnet sind, nur für die eigenen Regiezwecke oder für Zwecke anderer staatlichen oder landschaftlichen Anstalten ausgeführt werden dürfeil, dass folche Arbeiten zum Zwecke des Wiederverkaufes an den Priuatcousum, sei es iu größeren oder kleineren Massen, sei es durch Privatunternehmer oder durch den Staat selbst, nicht ausgeübt werden dürfen, dass die Arbeiter in den gedachten Anstalten zur Herstelluug solcher gewerbliche» Producte verwendet werden sollen, welche ausschließlich für Zwecke des Exportes zu verwerten sind. Der erste Theil dieses Petitums wurde seitens der hohen Staatsverwaltung bereits erfüllt, und es werden für die eigenen Zwecke der Strafanstalt die Sträflinge nicht nur zur Verfertigung der Vekleidungs-gegeustände. sondern anch der Einrichtung benützt, es werden Rohverbrauchsmaterialieu, als Tuch, Leinen, Loden u. s. w., iil den Strafhäusern erzeugt, Uniformen für die Diener der Behörden angefertigt. Auch in Kram ist diese Frage schon öfters erörtert worden, und hat sich auch der hohe krainische Laudtag mit derselbe» und dies insbesondere im letzten Jahre infolge einer Petition des krainischen Gewerbevereines beschäftigt, welche sich gegen die große Con-cnrrenz der Zwangsarbeitsanstalt wendete. Von den betheiligtcn Kreisen wurde auch die Handels- uud Ge-werbekammer ersucht, für das handwerksmäßige Gewerbe eiuzutreten. Zufolge dessen hat sich die Section mit diesem Gegenstande neuerdings befasst und beschlossen, der geehrten Kammer zu empfehlen, dafs sie sich nm Abhilfe an den hohen Landtag wenden möge. Politische Ueberlicht. (Schluss der Delegationen.) Nach Con-statierung der Uebereinstimmung der Beschlüsse beider Delcgatioueu sprach vorgesteru Graf Kaluoky im Auf trage Sr. Majestät des Kaisers den kaiserlichen Dank für die patriotische Einmüthigkeit und Opferwilliqkeit aus und dankte namens der Regierung für das Ver« trauen. Der Präsident hob in feinem Schlussworte die Bedeutuug des Votums als imposante einstimmige Kundgebung zur Wahrung der Sicherheit des Staates hervor, die wesentlich beitragen werde, das Ansehen des Reiches zu hebeu und die Huffnunq auf die Erhaltung des Friedeus bedeutend zu stärken. Hierbei bauen wir vor allem auf die Weisheit und väterliche Fürsorge des Kaisers. Dreimalige begeisterte Hoch-Rufe auf Seme Majestät folgten, worauf die Delegation für geschlossen erklärt wurde. (Kärnten.) Die Büchsenmacher - Genossenschaft in Ferlach hat in ihrer letzten Sitzung den Beschluss gefasst, dem Untcrrichtsministcr Dr. voll Gautsch für die wiederholte, thatkräftige uud erfolgreiche Unter« stützimg der dortigen Industrie durch wirksame För-deruug der Ferlacher gewerblichen Fachschule den tiefgefühlten, ergebensten Dank auszusprecheu. (Das uugarische Abgeordnetenhaus) hat vorgestern den Gesetzentwurf, der von der Erhöhung der Transportsteuer handelt, angenommen. Bei der Verhandlung über die Vorlage erklärte der Ministerpräsident nochmals, dass die Regierung nicht daran denke, iu der nächsten Sejsion eine Erhöhung der Gruud oder Haussteuer zu beantragen, dass er aber hiemit keineswegs sagen wolle, eine Erhöhung dieser beiden Steuergattungen werde nie mehr stattfinden. Auch wies der Minister die Behauptung, dass die Bevölkerung verarmt sei, abermals als unbegründet zurück; das Gruudbuch beweise vielmehr, dass der Wohlstand fleißiger Landwirte erheblich zunehme, und wer es mit dem Arbeiten ernst nehmen wolle, habe nicht nöthig, auszuwauderu. (Aus dem kroatischen Landtage.) Der kroatische Landtag berieth vorgestern den Äusschuss-bericht über den Autrag Smiciklas betreffs der Vertretung Sichelbnrgs uud Marieuthals im kroatischen Landtage. Der Refereut Eernkovic beantragte die Ablehnung des Antrages, da gegenwärtig behufs Löfung der Frage Pourparlers zwischen der österreichischen und der ungarischen Regieruug stattfinden. Der Aanus wurde bloß mit der provisorischeu Verwaltung dieser dem ehemaligen Sluiuer Grenzregimente gehörigen, vom krainischcn Landtage rcclamierten Landestheile betraut. Der Antrag des Ausschusses geht feruer dahin, die Regierung sei aufzufordern, sie möge die baldigste Lösung der Frage über die staatliche Zugehörigkeit Sichelburgs und Marieuthals bei deu maßgebenden Factoreu erwirken. Sectiunschef Stankovic drückte die Hoffnung aus, die Regierung werde mit Hilfe der ungarischen Regierung ein günstiges Resultat erreichen. Von oppositioneller Seite wurde der Comit<5-Antrag heftig bekämpft. Bevor der Referent das Schlusswort erhielt, brach der Präsident plötzlich die Sitzung ab. Die nächste Sitzung findet heute statt. (Die deutsche Militärvorlage.) Der deutsche Reichstag verhandelte vorgestern die Militär-uorlage. Der Kriegsminister erklärte, über die Vorlage sei wenig noch zu sagen. Vergessen wil, was hinter uns liegt, je größer die Majorität, umso schwerwiegen-der der Erfolg. Aennigsen wies auf den Ausfall der Wahlen hin uud trat für die rasche Bewilligung alles wenigstens hier Faschingsdienstags am Platze, unseren alten Denkoers zu modificieren, der da lautete: Schön ist ein Cylinderhnt, Wenn man ihn besitzen thut. Aus dem alten Rom sind ja manche verwogene Heldenstreiche auf aus gekommeu; aber ich sah nur einen einzigen Tollkühnen, der sich mit seiner Angströhre hinanswagte auf den offenen Corso. Ich sah ihn nicht lange. Fünf Minuten später hätte der verkommenste Bettler nicht die Kopfbedeckung mit ihm tauschen mögen. Die Menschenflut schwillt au. Von der Piazza del Popolo bis zur Piazza Veuezia drängt sich der dunkle Strom dnrch die schluchtartige lange Häuserzeile. Ueber die Köpfe empor ragen wie weiße Kerzen die hohen Stangen, an denen die Verkäufer Blumenbouquets mit Papiermanchetten tragen. Die Balköne und Fenster sind mit weißen, blauen, rothen Tüchern und mit reizenden Frauen geschmückt. . . Die ersten Masken drängen fich durchs Gewühl: Pierrots, Wunderdoktoren u. s. w. Was unsere Augen hier immerfort entzückt, ist das bunte Kostüm unter freiem Himmel. Schon vorhin, auf dem spamscheu Platz, hatte ich ein paar maskierte Leute zu den Tönen eines Tambonrins tanzen gesehen. Am hellen Tag! Zwischen hin- und herfahrenden Kutschen. Allerdings Leute aus deu unterstell Volksschichten. Aber auch ein allerliebstes kleines Paar von zwölfjährigen Kindern hatte ich in kostbar echter Hoftracht des fünfzehnten Jahrhunderts dieselbe Piazza di Spagna entlang trippeln gesehen. Und das war eine helle Augenfreude: die strahlenden Trachten im lebhaften Sonnenlichte aufblitzen zu fchen. Die Masken, die sich auf den Corso wagen, sind freilich weder echt noch reinlich. Der Gassenjunge würde das nicht dulden. Sein Muth uud Uebermuth wächst. Er kommt jetzt allmählich auch in deu Besitz von Munition. Denn die Blumenschlacht hat begonnen, und der kleine Hallunke sammelt die verlorenen Geschosse aus dem Straßenschmutz auf, oft unter den Hufen der Pferde, unter den Wagenrädern hervor. Wenn er ein kaufmä'unisches Genie hat, so verkauft er sie gleich weiter. Weuu rr aber Grandseigneur ist, so benützt er den Fund sofort dazu, einem ehrbar Vorübergehenden Hut uud Kleider zu besudelu. Das Beste, was man thuu kaun, ist, sich auf einen Balkon zu retten. Die Plätze sind zwar theuer, aber in dem Preis ist eine Versicherungsprämie für die Kleider, die man trägt, enthalten; insofeni, als man oben von den Wurfgeschosse» nicht gänzlich vernichtet werden kann. Die Schlacht wüthet. Ich bin nicht so unvorsichtig, sie beschreiben zu wollen. Ab lind zu gewahrt man eineu anmuthigen Zug vou ritterlich feinem Betragen. Wenn oben auf dem Balkon ein schönes weibliches Wesen zu sehru ist. bleibt wohl einer oder der audcre Jüngling stehen, wirft ihr einen hübschen Strauß hinauf. Sie lächelt, er verneigt sich. Vielleicht halien sie sich vorher uie gesehen? Es ist ein blühendes Stück Poesie — das oft geschriebeu worden. Und während der Jüngling noch eine Stunde lang bezaubert dasteht, trifft ihn ein anonymer Wurf. der ihu beschmutzt. Er flucht; sie oben lacht. Er war einen Moment lang lächerlich, er ist verloren . . . Die Prunkwagen tauchen auf. Einer stellt den schiefen Thurm vou Pisa dar, die Besatzung in mittelalterlich bunter Tracht. Der Wagen einer Künstlergesellschaft bringt ein lustig gebautes Monument, darstellend deu Carueval, der auf Krücken wankt. Insassen des Wagens sind Incroyables und Merveilleuses ill schwarzweiß halbierter Tracht. Ein anderer Wagen bringt ein Stück Rom in halbdemoliertem Zustande: ein baufälliges Haus, mit Ratten bemannt. Keine einzige Dame fiel bei diesem Anblick in Ohnmacht. Vor diesen Festwagen, die wenigstens zum Theile von gutem Geschmacke zeugten, neigte selbst König Pöbel gnädig das Haupt. Sie wurden nicht derartig insultiert, wie die gewöhnliche» Mietwagen, in denen neugierige Ausländer saßeu. Deun dieses Bombardement mit schmutz-qeträukteu Bouquets, hühuereigroßen Kohle- und Salz-stückeu, Gipskugeln, fauleu Orangen und dergleichen kann nicht mehr in die zierliche Kategorie des Blumen-kriegcs gestellt werden. Und wer sich in dem Wagen über die souveränen Ungezogenheiten der pöbelhaften Majestät aufhält, ist erst recht verloren. Gewitzigte Leute tragen darnm auch eine Drahtmaske vor dem Gesichte. Auf eiuem Balkon, wie gesagt, ist man besser daran. Man kann zwar nicht alle sehen, aber doch alles. Denn die Gassenbübereicn, die da unten getrieben werden, sind auf dem ganzen Wege die gleichen. Angetriebene Hüte. Geschrei, Gegröhle. Wuth der Beschädigten, Spott der Umstehenden. Nur eiuer macht dann eine ernste und gleichgiltige Miene; dem könnte der hinterrücks Allgegriffene getrost eine Ohrfeige geben, denn das war der Thäter. Nur denkt man nicht darail, fich in eine Keilerei einzulasseu und drückt sich unbehaglich fort. Von hier oben sieht das sehr komisch aus. sehr komisch. Das Misbgeschick der anderen hat ja so drollige Seiten!. . . Und wer an dem einzelnen kleinen Unglücksfalle sich satt gesehen hat, der braucht nur ins Weitere den Blick zu richten: hinauf und hinunter die lebensvolle Gasse! Da wird aus den unreinen Tönen ein großer Laibacher Zeitung Nr. 55 459 9. März l887. für die Wehrkraft Erforderlichen hin unter Betonung des StrebenS der deutschen Politik, dem Welttheile den Frieden zu erhalten. Windthorst glaubt, die Vorlage bedürfe nicht der Commissionsberathung und behält sich vor, die Stellung des Centrums bei der zweiten Lesung zu präcisieren. Helldorf sagt, dem jetzigen Reichstage erübrige nur, die Situaliou anzuerkennen und der Vorlage zuzustimmen. Richter erklärt, die Freisinnigen stehen auf demselben Standpunkte, wie vor der Auflösung; sie werden die frühereu Anträge wieder einbringen und im Falle der Ablehnung gegeu die Vorlage stimmen. Redner kündigt die Einbringung eines Antrages ans eine Reichseinkommensteuer au und tritt für die zweijährige Dienstzeit ein. Kardorff erhofft die cinmüthige Annahme der Vorlage. Die Nation habe durch die Wahlen anf die von der Regierung gestellte Vertrauensfrage geantwortet. Singer erklärt, die Socia listen seien gegen die Vorlage w«'gnl der zu drückenden Belastung des Volkes. Rcichcnsperger vertagt seine Bedenken bis zur zweiten Lesung. Da sich für die Verweisung an die Commission keine Stimme erhebt, findet die zweite Lesung der Militärvorlage im Plenum statt. Der Reichskanzler wohnte der Sitzuug bei. (Bulgar ie u.) Aus Sofia wird gemeldet: Das Kriegsgericht hat gegeu Itt Persoucn. theils Officiere, theils dem Civilstande angehürig. welche der Anstiftung der Rustschuker Empörung überwiescu wurden, die Todesstrafe ausgesprochen. Davon wurden 9 in Rust-schul hingerichtet, die übrigen zu Freiheitsstrafen begnadigt. Der gleichfalls verurtheilte Capitäu Vollmanu wurde als russischer Unterthan über Requisition des deutschen Consulates dem letzteren ausgefolgt; alle übrigeu Verurtheilteu sind bulgarischer Herkunft und hatten vor dem Kriegsgerichte ihre bulgarische Staatsangehörigkeit ausgesprochen. Bezüglich der in den Auf< stand verwickelten Mannschaft, ganz besonders des jüngsten Aufgebotes, ist die Regentschaft entschlossen, das Gnadenrecht anzuwenden; was die Anstifter be> trifft, war sie durch Telegramme aus allen Landestheilen um Anweuduug der größten Strenge gebeten. — Gerüchte von neuen Erhebungen an mehreren Punkten Ostrumeliens und Bulgariens sind im Umlauf, entbehren aber jeder Begründung. — Die Ein» berufuug des Sobranje steht nahe bevor. Tagesneiligteiten. Se. Majestät der Kaiser haben, wie der «Bote für Tirol nnd Vorarlberg» meldet, dem Schießstande in Toblach 100 st. und der Gemeinde Tisis zur A»' schaffung von Löschgeräthen 80 fl. zu spenden geruht. — (Grazer Bürgcrcorps.) Eine Deputation des Grazer Vürgercorps, bestehend aus dein Commandanten Herrn Major Fechter, Herrn Haufttmann Wagner uud Adjutanten Herrn Lieutenant Costella, wurde vorgestern vom Landesverthcidigungsminister Grafen Wclsersheimb in einstündiger Audienz auf das freundlichste empfangen, uud wurden dem Grazer Vürgercorps iubetreff der Landsturmpflicht fehr günstige Mittheilungen und Zugeständnisse gemacht. — (Hervorrufung von Hallucinationen bei Eingeschläferten.) In einem Laboratorium, iu dem sich ein Wasserhuhn befindet, versetzt de Nochas eine Person in jenen Zustand der Einschläferung, wo der Experimentator jede beliebige Vorstellung in dem Betreffenden hervorrufen kann. Ich sage zu ihm: «Der Hahn ist offen, der ganze Boden ist mit Wasser bedeckt!» Er sieht das Wasser, geht auf den Fußspitzen zu einer Stehleiter und steigt auf die unterste Sprosse derselben. Ich fahre in Zwischenpausen fort: «Ich kann den Hahn nicht schließen, das Wasser steigt fortwährend — es reicht mir bis an die Knie — an die Brust — an den Hals!" Der Eingeschläferte, bei dem die Vorstellung stärker und stärker wird, steigt bis auf die letzte Sprosse der Leiter; sein Gcsichtsausdruck verändert sich und er wird bleich; er arbeitet sich ab, athmet ,mr noch mühsam und würde wirklich ertrinken, wenn ich der Scene nicht ein Ende machen und, ihn unterstützend: «Wach auf!» commandieren würde. Derartige Versuche sind daher sehr gefährlich. Dass auch unter gewöhnlichen Umständen die Vorstellung des unvermeidlich bevorstehenden Todes diesen herbeiführen kann, zeigt folgendes von Rochas mitgetheiltes Beispiel: Die englische wissenschaftliche Zeitschrift «Lancet» hat kürzlich erzählt, dass eine junge Frau in der Absicht, sich das Leben zu nehmen, eine gewisse Menge Insectcnpnlver verschluckte, sich dann aufs Bett legte und nach einigen Stunden dort todt aufgefunden wurde. Die Analyse des im Magen aufgefundenen Pulvers, welches nicht einmal verdaut war, ergab die völlige Unschädlichkeit desselben, und der gerichtliche und ärztliche Befund schloss jede andere äußere Todesursache aus. — (Geschenk des Kaisers Wilhelm für die Königin Victoria.) Der «Manchester Guardian» erfährt aus Wien, dass dort ein Tafelscrvire auf Befehl des Kaisers Wilhelm angefertigt wird, welches derselbe der Königin Victoria zu ihrem fünfzigjährigen Regiernngsjubiläum zu schenken beabsichtigt. Auf jedem Teller sind fünf Medaillons gemalt, die entweder allegorisch die Hauptereignissc der Negierung der Königin oder Porträts der berühmtesten Männer ihrer Zeit darstellen. Das Service besteht aus 288 großen und 120 kleinen Tellern und 72 Speisegeschirren aller Größen, außer Terrinen, Saucen und Fruchtschalcn. Die größte Fruchtschalc krönt eine Statuette der Königin, während sich ringsherum, weiß auf goldenem Grunde, die Reliefporträts aller Mitglieder der englischen Königsfamilie befinden. — (Eisenbahn-Nachrichte n.) Wie verlautet, wird die demnächst zur Eröffnung gelangende Eisenbahnlinie Herpelje-Triest der Betnebsdirection in Pola zugewiesen werden, da von der Errichtung einer Betriebs-direction in Trieft vorläufig abgesehen werden soll. — (Vergiftete Wölfe.) Trotz des verhältnismäßig gelinden Winters machten sich die Wölfe in, Bezirke Nogatica in Bosnien in der unangenehmsten Weife bemerkbar, und manches Hcmsthicr fiel den gefräßigen Bestien zum Opfer. Infolge dessen wurde vom Magistrate in Rogatica eine Treibjagd auf Wölfe angeordnet, welche jedoch ohne Erfolg blieb, und schon wenige Tage darauf fielen Wölfe im Dorfe Okrugla, drei Viertelmeilen von Nogatica entfernt, ein dem Grundbesitzer Sakir Durmisevic gehöriges Pferd an und zerrissen dasselbe. Der dortige Waldhüter benutzte nun das übriggebliebene Fleisch des Cadavers, um die Raubthiere unschädlich zu machen, indem er dasselbe mit Strychnin vergiftete. Das Mittel hatte die gewünschte Wirkung, indem man kurze Zeit darauf sieben Wölfe vergiftet auffand. — (Torflager in Italien.) In Codigono bei Ferrara wurden Torstager von einer Ausdehnimg bis zu 3500 Hektar entdeckt, welche fehr gutes Brennmaterial liefern. Eine weitere Eigenschaft dieses Torfes besteht darin, dass er wegen seiner langen Fasern in Verbindung mit Wolle zu militärischen Felddecken verwendet werden kann. Aehnliche Decken werden in Mastricht her« gestellt. ^ (Missverstanden.) Tochter: «Wohin gehst du, Papa?» - Vater: «In die Wahlversammlung. Willst du mich begleiten?» — Tochter (verschämt): «Ich habe schon gewählt.» Local- und Provinzial-Nachlichten. -^(Karst-Erforschung.) In Angelegenheit der Entwässerung der Kesselthäler von Innerkram fand, wie man uns aus Wien berichtet, am 7. März eine Sitzung im t. t. Ackerbamninisteriuin statt, in welcher in Verhinderung des Ministers Se. Excellenz Herr Sectionschef Baron von Weber den Vorsitz führte. Außer den Referenten des Ministeriums nahmen noch theil die Herren Hofrath Dr. Franz Ritter von Hauer un Franz Kraus als Experte nnd Herr Wilhelm P.i ' als Berichterstatter über die bereits erzielten Erfol., Es wurde das Programm für die Arbcitssaison des heurigen Jahres dahin festgestellt, dass vorerst die im Jahre 1886 durch die Hochwässer unterbrochenen Arbeiten im Pla-ninathale vollendet werden und hierauf die Aufnahmen in der Richtung gegen Zirknitz und Laas fortgesetzt werden sollen. Ein specielles Augenmerk ist auf die gegen Norden gerichteten eventuellen Abflüsse des Zirknitzcr-Sees zu richten, deren Existenz zwar vermuthet wird, die aber bisher nicht nachgewiesen werden konnten. Ob es möglich sein wird, diese ganze große Aufgabe in einer Saifon zu bewältigen, hängt hauptsächlich von der Witterung ab, die im vorigen Jahre den Fortgang ausnehmend begünstigt hat, die aber in den Karstgcgenden selten verlässlich ist. ^ (Concert Grünfeld.) Wie wir bereits gemeldet, veranstaltet der rühmlichst bekannte österreichische Kammervirtuose Herr Alfred Grünfeld Samstag den 12. März im landschaftlichen Redontensaale ein Concert mit nachstehendem Programm : 1.) Mendelssohn: Präludium und Fuge, ll-luoil. 2. lr) Mozart: Phantasie, 0-moN; b) Beethoven: Andante aus op. 28 ; «) Vrahms: Capriccio. 3.) Schumann: Phantasie, Oäur, op. 17 (in drei Sätzen). 4. ») Chopin: Nocturne, 0 moll. op. 48; d) Mendelssohn: Lied ohne Worte (Duett); o) Moszkowsti: Intermezzo (neu); ä) Grünfeld: Barcarole Nr. 1 (neu); «) Grünfeld: Mazurka Nr. 4 (neu); Concertflügel: Bösendorfer. Preise der Plätze: Cercle I. und II. Reihe k 2 fl.; Cercle III. bis V. Reihe .', 1 st. 50 kr.; Parterre- und Gallerie-Sitze .'> 1 fl.; Parterre- und Gallerie-Entree 5 60 k.; Studentenkarten 5 30 kr. Vormerkungen bei Herrn Karl Till An der Spitalgasse, — (Gemeindera ths - Sitzung.) Der Gemeinderath der Landeshauptstadt Laibach hielt gestern abends eine Sitzung ab, iu welcher Bürgermeister Grass elli zunächst das jüngste traurige Ereignis in der Stadt Laibach, den Theaterbrand, besprach nnd allen jenen, die sich an dem Rettungswerle in hervorragendster Weise betheiligten, so der freiwilligen Feuerwehr, der Wach- und Militär-mannschaft, in wärmsten Worten den Dank aussprach. Der Herr Bürgermeister gedachte ferner der Verdienste des Zusammeuklang. Die grellen Farben, die schrillen Rufe. die wüsten Bewegungen rinnen zusammeu in ein Gewaltiges : der König Pöbel unterhält sich. Sein Machtrausch wächst und wächst. . . Dann ist plötzlich die Dämmerung da nnd die Mt. Das Geschrei der Farben verstummt, aber Ulchter, Tausende von kleinen Lichtern stammen jählings auf: dle Moccoli, die man sich gegenseitig auszublasen trachtet unter Gelächter und Jubel Noch einmal gewahrt die lange Zeile des Corso einen neuen Anblick. Unten walzt stch nur mehr ein unkenntlich duukler Haufe über d,e Straße. Denn die Civilliste Sr Majestät da unten gestattet nicht die Anschaffung solcher Wachsstöckchen zu drei Soldi. Nun hat sich der Spass nach oben gezogen. Entsinnt Ihr Euch des schalkhaften Bildchens, das Goethe davon entwirft: Kia mnmax-2klo il «ißnar ^a6l6! Und aus der Tiefe steigt jetzt brausend und grollend der Schrei herauf: Nooeoli, moccoli! . .. Rom, Aschermittwoch. Dr.TH. Herzl. (Nachdruck verböte»,) Z)ie Mlnme öes Olücks. Nomcm von Mal von Weisteuthurn. (36. Fortsetzung.) de ^^rklich?> fragte Lord Almaine. «Das würde oer lHache ja noch einen höheren Reiz verleihen. Keine N c^?^ s'ch leichter gewinnen, als die Gattin eines eifersüchtige,, Mannes.. 'Und weshalb?» fragte Helene, dabei auf ihre luwelengez'erte Hand blickend. '"lell, wenn er thöricht genug ist, mit ihr zu ha« dern, sie dann doppelt Wert darauf legt/jemanden zu finden, der ihr liebenswürdig begegnet.» Während er diefe Worte spiach, hatte sich der Graf von Almaine erhoben. «Werde ich Sie diesen Abend in der Oper sehen, Helene?» «Ja, ich werde anf eine Stunde dort erscheinen, ehe ich den Ball der Lady Eester besuche. Kommen Sie in meine Loge?» «Gewiss.» Und er beugte sich uiedcr, um die kleine Hand der Dame an seine Lippen zu ziehen. «Wohin gehen Sie jetzt?» fragte sie leichthin. «In den Club,» erwiderte er, was ihn aber nicht hiuderte, als er seiuen Wagen bestieg, dem Kutscher die Weisung zu ertheilen, nach dem Hause des Freiherrn von Vincent zn fahren. Marcus öffnete ihm die Thür; ein blitzähnlicher Vlick flog aus den Augen des Mannes hinüber zu dem Grafen, dann meldete er in vollkommen ruhigem Ton", die Frau Baronin fei zu Hause, der Herr Aaron da^ gegen nach Richmond gefahren. Und der Graf folgte dem Diener über die breite Treppeuflucht nach dem Salon, in welchem Cora allein weilte. Sie zuckte merklich zusammeu, als sie gewahrte, wer ihr Besuch sei, empfieng denselben aber doch mit äußerster Selbstbeherrschung. «Ich schätze mich glücklich, Sie zu Hause zu finden, Lady Cora.» sprach er, ihr gegenüber Platz nehmend. «Ich verfehlte Sie schon zu wicderholtenmalen, oder wollten Sie mich absichtlich meiden?» Er hatte die letzten Worte mit Nachdruck hinzugefügt, sie durchdringend dabei anblickend. Sie erröthete bis an die Haarwurzeln und begegnete stolz seinem Blick. «Lord Almaine!» rief Lady Cora mit merklicher Kälte. «Ah, verzeihen Sie,» sprach er traurig, «ich vergaß, dass, was mir grenzenlosen Schmerz bereitet.'/Ihnen gleichgiltig ist!» Cora saß in stolzer Haltung mit gesenktem Vlick; er aber bemerkte recht wohl, wie ihre kleinen Hände zitterten. «Verzeihen Sie,» fuhr er fort, «ich vergesse mich. Ihr Anblick ruft die Erinnerung an alte Zeiten in mir wach und entrückt mich dem Bewufstsein der ranhen Wirklichkeit.» «Lassen Sie uns von anderen Dingen reden, Lord Almaine,» sprach sie ruhig, «die Vergangeuheit ist vor« über uud jede Rückeriuucrung an dieselbe kaun auch Ihnen mim glich Freude bereiten.» «Unmöglich?» fragte er mit melancholischem Augen-ansschlag. «Es ist eine traurige Freude, aber doch eine solche. Es ist schon eiu Glück, zu wissen, dass der Besitz eines geliebten Wesens uns einst hätte zuthe,l werden können. Sie sind sehr glücklich, Lady Cora?» In dem einschmeichelnden Tonfall, welcher emlt einen so gewaltigen Zauber auf Cora ausiibte, kam o«e letzte Frage über seine Lippm. ^.;^^ «Sehr glücklich, ja!- erwiderte sie. "Mu.llk ck weicher gestimmt Die ticfe Trauer in d"' ^ se er Stimme berührte sie welmülhia, obwohl lhre bessere Einsicht ihr uslü terte, er spiele doch m.r Kouwd^ «Aber erzählen Sie "'ir ""» Ih«'' Re^en Lord Almaine,. fuhr sie lebhaft fort. «e3 durste dies em unterhaltenderes Thema sem, als mem H Mches Glück.» Laibacher Zeitung Nr. 55 460 9. März 1887. Landeshauptmannes Herrn Grafen Thurn - Valsassina und des Magistratsbeamten Herrn Robida. Ueber Antrag des Viccbürgerlneisters Petrieic wurde den städtischen Wachleuten Rus und Izanec eine Remuneration zuerkannt. Hierauf leisteten die in der letzten geheimen Sitzung des Gemeinderalhes in den Gemeindevcrband der Stadtgemeinde Laibach aufgenommenen Gemeinde-Angehörigen die Angclobung. Den dritten Gegenstand der Tagesordnung bildete die Wasserleitungsfrage. Vcrichterstnttcr Hribar besprach in gründlicher und ausführlicher Rede den Stand der Vorarbeiten für die städtische Wasserleitung und stellte sodann folgende Anträge: 1,) Es werde zur Ausarbeitung von zwei Alternatw-Detailprojectcn über die anzulegende städtische Wasserleitung der Concnrs auf Grund des uom landschaftlichen Ingenieur Hrasky entworfenen Programmes ausgeschrieben und derselbe in entsprechender Weise veröffentlicht. 2.) Es möge der städtische Ingenieur W i k zum Studium gleichartiger Einrichtungen nach Städten entsendet werden, welche bereits Wasserleitungen besitzen, u. zw. eventuell in Begleitung eines Gemeinderathes, dessen Aufgabe es wäre, die administrative Seite der Frage zu studieren. In der Generaldebatte ergriffen das Wort: Vicebürgermcistcr Petricic und Dr. Ritter von Vleiweis, worauf Berichterstatter Hribar und der landschaftliche Ingenienr Hrasky, welcher der Berathung als Experte beigezogen wurde, mehrere Anfragen in sachgemäßer Weise beantworteten. Der erste Antrag wurde hierauf einstimmig angenommen. Zum zweiten Autrag stellte Dr. Ritter von Bleiweis den Abänderungsantrag, es möge der städtische Ingenieur Wik erst dann entsendet werden, wenn die auszuarbeitenden Projecte bereits eingelaufen wären. Der Zufahantrag des Herrn Dr. Ritter von Bleiweis wurde angenommen. Bürgermeister Grasselli sprach hierauf, da hiemit der Gegenstand erledigt erscheint, Herrn Hrasky für seine ersprießliche Mithilfe den Dank aus. Gemeinderath Potoc-nik referierte fodann namens der Bausection betreffs der Baulinie für die auf der Vertaca zu erbauenden Wohnhäuser und beantragte: 1.) Es sei ander Baulinie, wie sie im Jahre 1874 beschlossen wurde, festzuhalten, und 2.) es sei die Herstellung des Hauptcanales nicht zuzulassen. Gemeinderath Hribar stellte an den Bürgermeister die Anfrage, ob das Bauamt nicht bemerkt habe, dass bei Errichtung der Reitschule die Baulinie um 2 m überschritten worden sei, und was weiters in dieser Angelegenheit verfügt wurde? Bürgermeister G r a s s e l l i gab zu, dass das Bauamt infolge einer gewissen Vertrauensseligkeit nicht ganz ohne Verschulden dastehe, es sei dies jedoch auf einen Irrthum zurückzuführen, indem die Baulinic bereits früher bei Aufführung des Korsika'schen Hauses überschritten worden sei. Die Anträge des Berichterstatters wurden ohne Debatte angenommen und hierauf die Sitzung um halb 9 Uhr geschlossen. — (Theaternachricht.) Sonntag den 13ten März um 10 Uhr vormittags versammeln sich im Casino-Galkonsaale die Privat-Logenbesitzer des landschaftlichen Theaters zu einer Besprechung. Die Einladungen zu dieser Besprechung sind bereits ergangen. — (Aus dem Gerichtssa ale.) Bei der ersten Verhandlung in der soeben begonnenen ersten diesjährigen Schwurgerichtssession beim Landes- als Schwurgerichte in Laibach hatte sich der 22 Jahre alte Taglöhner Johann Gospodaric des ihm zur Last gelegten Verbrechens «Nichts, was ini entferntesten mit Ihnen oder Ihrem Glück im Zusammenhang steht, könnte für mich von geringem Interesse sein,» sprach er ernst. «Ueber-dies fühle ich, Lady Cora, dass mein Benehmen einer Erklärung bedarf. Wollen Sie mir gestatten, Ihnen dieselbe zu geben?» «Es ist nicht nothwendig,» entgegnete Cora abweisend. «Mir aber erscheint es nöthig. Sie, das einzige Weib. welche ich jemals geliebt, Sie sollen nicht schlecht von mir denken. Lassen Sie mich ein einzigesmal rückhaltslos zu Ihnen reden. Ich werde dann nie mehr ans die Vergangenheit zurückkommen.» Sie antwortete ihm nicht, und er fuhr fort: «Bald nachdem Sie England verlassen, löste ich meine Verlobung mit Lucie. Ich wollte zu Ihnen eilen, um Ihuen das Herz zu Füßen zu legen, welches so lange schon nur für Sie geschlagen. Da hörte ich von dem schwere» Verlust, welcher Sie getroffen. In einem solchen Augenblick aber musste selbst meine Theilnahme Ihnen lästig erscheinen und so zögerte ich, derselben Ausdrück zn verleihen. Sie kehrten nach England zurück und ich höite, dass Sie mit dem Freunde Ihres Bruders, mit Freiherrn Alau von Vincent, verlobt wären. Ich war in Verzweiflung. Ich liebte Sie, wie Sie wussten, wahnsinnig und hatte Sie doch veilurcn. Ich sehnte mich danach, Sie wiederzusehen, und schrak doch vor einer Begegnung zurück; ja, mehr noch. Als ich eines Tages Lady Martin meinen Besuch abstattete und hörte, dass Sie zugegen seien, floh ich, deun ich konnte Ihnen nicht gegennbertrcten mit dcm Bewusstsein, dass Sie einem andern angehören — doch ich will Sie nicht tadeln.» Er schwieg, gleichsam schmerzilberwältigt. (Fortsetzung folgt.) des Todtschlages zu verantworten. Am 1. November vorigen Jahres vertrieben sich mehrere Burschen im Rayon der Stadt Stein die Langweile mit dem bekannten Glücksspiel «Fucanjc». An dem Spiele betheiligten sich u. a. auch der Angeklagte Gospodaric und der Bursche Subelj. Tagsdarauf wurde Subelj in einem Gebüsche nächst der Sftielstätte todt aufgefunden. Die Geliebte des Subclj, Maria Ulcar, meldete den Vorfall fofort im Gemeinde-Amte Stein mit dem Bemerken, Gospodaric habe ihr erzählt, dafs er den Subelj cr-fchlagen habe. Infolge dessen wurde gegen Gospodavic die Anklage wegen Verbrechens des Todtschlages erhoben. Bei der Verhandlung widerrief jedoch Maria Ulcar ihre frühere Aussage. Gosftodaric wurde mit 8 gegen 4 Stimmen von dem ihm zur Last gelegten Verbrechen freigesprochen, Maria Ulcar hingegen wegen falscher Aussage über Antrag der Staatsanwaltschaft sofort in Untersuchungshaft gezogen. — (Brandschaden - Versicheruugsanst alt.) Mit Schluss des Jahres 18W ist das uach den Statuten der wechselseitigen Brandschaden-Versicherungsanstalt in Graz auf sechs Jahre festgestellte Mandat der aus der Gesammtheit der Vereinstheilnchmcr für die Vereius-vcrfammlnng gewählten 48 Vereinsaligcordnctcn abgelaufen. Die Ncnwahlcn finden im Monate April statt. Sleier-mark, Kärnten und Kram bilden je einen Wahlbezirk; Steiermark wählt 24, Kärnten 14 und Krain 10 Vereins-abgcordncte. — (Misteriös.) Auf der Opcina - Strafte bei Trieft wurde vor einigen Tagen der Leichnam eines im bekannten Mannes aufgefunden. Nachdem am Thatorte ein Revolver aufgefunden wurde, fcheiut ein Mord ausgeschlossen, und handelt es sich hier anscheinend um einen Selbstmord. Der Selbstmörder hat vor der Ausführung der That alles entfernt, was zur Constatieruug seiner Identität führen könnte. Einige Mitglieder des Triester slovenischen Turnvereines 'I'r^öki 80K0I wollten in dem Verwundeten ihren Vicepräsidenten erkennen und versandten bereits dahin lautende Partes. Nachträglich wnrde jedoch festgestellt, dafs der tudtgeglaubte Vicepräsident sich in Laibach ganz wohl befinde und nicht die geringste Absicht hat, einen Selbstmord begehen zn wollen. — (Spenden.) Zur Unterstützung des durch den Brand des landschaftlichen Theaters geschädigten Theater» personales haben ferner gespendet: Herr Anton Luck mann 10 fl., Herr Ferdinand Neu Wirth 5 fl. — (Aus der Kärntner Handelskammer.) In der vorgestrigen Sitzung der Kärntner Handelskammer beantragte Hupfcld ein^ Petition an die Regieruug und den Reichsrath, um Abänderuug des Wehrgcsetzes in dem Sinne zu richten, dass die Auswanderung junger Kaufleute, ähulich deu bezüglichen Bestimmungen des deutschen Gesetzes, gestattet werde, weil sonst das allmähliche Entstehen österreichischer Firmen in Ostasien nnd in Südamerika behufs Hebung des Exports kaum möglich würde. Der Antrag wurde dein ständigen Comitö zur Nerathuug zugewiesen. — (Ein Wildschwein wird gesucht.) Wie man aus Windisch - Lands berg schreibt, wurde in den dortigen herrschaftlichen Revieren am Aschermittwoch eine Wildschwcinjagd gehalten, an der sich selbst telegraphisch herbeigernfene Iagdfreunde betheiligten. Mail hatte wahrgenommen, dass ein Keuler dorthin «gewechselt» habe und umsäumte den Forst mit spießbcwaffncten Banern; das Thier wurde aufgescheucht, fand aber eine Lücke in der Cernierung und entrann nach Süden. Original-Telegramme der Laib. Zeitung. Wie», 8. März. Das «Fremdenblatt» bespricht die gestrige Kundgebung der Beamten des Ministeriums des Innern für Taaffe, dessen beispiellose politische Lebenskraft im modernen Oesterreich besonders auffällt. Der Grund hievon liegt in feiner praktischen Auffassung der Politik, in der Beachtung der österreichische» Verhältnisse und der nicht wrgzudecretierenden österreichischen Eigenart. Graf Taaffe will weder als liberaler oder conservativcr, noch als deutscher oder slavischer Staatsmann gelten, sondern als Chef einer unparteiischen Verwaltung, als österreichischer Politiker, welcher das constitutionelle System in Conformität zu bringen bestrebt ist. Seit Taaffe erlangte der cunsti' tutionelle Apparat durch sichere Majorität eine vorher nicht bestandene Sicherheit Das System Taaffc hat heute noch mit vielen politischen und nationalen Trübungen zu ringen, aber allmählich wird es zur vollen Reinheit sich emporschwingen, dcnu kluge nud patrio-tische Mäßigung auch dem Gegucr gegenüber, den festen Willen, stets das Ausehen der staatlichen Autorität zu sichern, wird dem Grafen Taaffe niemand absprechen wollen. — Da3 «Extrablatt» lobt Taaffe's unerschütterliche Vaterlandsliebe, die Lauterkeit seines Charakters, den Adel der Gcsinnnng, welche Eigenschaften ihn hoch erhalten über dem Kampffeld der politischen Parteien uud welchen Eigenschaften auch seine politifcheu Gegner ungeheuchelte Achtung nie versagten. Wicu, 8. März. Die «Wiener Zeitung» ver« öffeutlicht das Gesetz, betreffend den Landwehr« und Landsturm.Ausrüstungscredit. Graz, 8. März. Von slovenischer Seite wird als Gcgencandidat Foreggers in Cilli Dr. Sernec aufgestellt. Krakan, 8. März. In Dembica wurde ein der Spionage verdächtiger russischer Gendarmerie - Wacht« meister verhaftet. Dcrfelbe wurde dem Landesgerichte in Krakau eingeliefert und gestand, dass er über Auftrag seiner vorgesetzten Behörde von Krakau bis Dembica längs der galizischeit Eisenbahn Aufzeichnungen über militärische Anordnungen gemacht habe. Budapest, 8. März. In der ungarischen Delegation überreichte uach Verlesung des Nuntiums der österreichischen Delegation Minister Kallay das sanctionierte Gesetz. Er überbringt der Delegation den Dank des Kaisers für ihre patriotische Opferwilligkeit uud dankt auch für das ihm und semen Collegen bewiesene Entgegenkommen. Unter lebhaften EljeU'Rufen auf den Kaiser wurde die Session geschloffen. Sarajevo, 8. März. Wie die «Prosvjeta» meldet, wurde dcr bisherige Administrativ Director der bosnischen Landesregierung, Baron Kntschera, zum Civil« Adlatus ernannt. Straßburg, 8, März. Die «Landeszeitung» veröffentlicht eiue Verfügung, betreffend Maßregeln gegen Vereine von französischer Richtung. Gleichzeitig ist die Auflösung der Centralverbäude der elsässischen Gesang-und Turnvereine augeordnet. Paris, 8. März. Die Gerichtsverhandlung gegen Herrn Pryramunt, Chef-Redacteur der «Revanche», flndct am 12. März statt. Mostau, 8. März. Die «Moskovskija Vjedomosü» verherrlichen das Angedenken der in Rustschuk Hingerichteten. Ihr Ehrrntod wcrde Ereignisse gebären, welche die Geschichte in Bewegung setzn: werden. Wir werden nicht vergessen, dass dieselben als Opfer ihrer Ergebenheit für Russland gefallen sind. Angekommene Fremde. Äm ?. März. Hotel Stadt Wien. Mattersdorfer, Rottenderg. Groß, Goldmann und Eutremont, Kaufleute, Wien. — Wohl, Reisender, Graz. — - Abraham, Viehhändler, Karlsdorf. — Einhorn, Reisender, Marburg. — Iallttsch und Hofmann, Kaufleute, Gottschce. — Dr. Smolc, Privatier, St. V^-it. — Majdic, Äesiher, Domzale. — Kosowiy, Privatier, sammt Sohn, Trieft, — Gmntner, l. k. Notar, Loitsch. Hotel Elcslmt. Unterberg und Frisch, Kaufleute, Wien. — Au- spart, Reis., Chemnitz. — Kardos, Reis., Siofok. — Habcrnig, Privatier, f. Tochter, Klaqenfurt. — ArscnSel, Pfarrer, Greis. — Engelsberger, Kfm., Gurlfeld. — Gornil, Pfarrer, Sanct Ruprecht. — Suetic, l. l. Notar, Littai. — Klemcncic, Privatier, Idria. — Globotschnigg, Reisender, Kramburg. — Dr. Schegula, Advoc.r »«/<> ganze 500 „ 131 75.13« ll 1»6c>'i ü"/l> Fünftel 100 „ 133'—,l38 50 lSS4c» Staatslose . . 100 „ !64'--! l««er „ . . K0 „ IS» —104 - Vomo'N«ntenscheine . . per Kt. — — — — i"/» Oest. Goldrente, fteuersrei . 108 70108»» Oefterr. Notenreute, steucrsrei . VLbo »b.?c> ung, Goldrente 4°/^ . . , . W 40 LS 55 >, Papierrcnte b°/„ . . . . 85 »o> «8 ol> , «lsenb..Ai,l.iz!0fl. o.W.S. n«50'<»- n ONdahn.Prioritäten . . U«'2s.! 9<> ?k « Etaate-Obl. (Una. Ostbahn) !iü4 -! — - " « » vom 1.18?« . ii« »c.,ii2 bo ^, Piämien°«nl. i^ioo fl. ö. W. iib7biil»25 Ihe!ß»Sitg..l.'ose 4°/« 100 fl. . . llN'30'21 70 Vrundentl.. Obligationen (für wo ft L.Vt,) 5 '/, böhmische....... 109 — — — 2'/« galizischc....... l0i io 104 ec, 0°/» Mähnsche....... 107 L5------- 0°/» niederöNerreichischt . . . 10U — 110 — 5°/, oberöflerreichische .... 105 — —'— 5 °/, »«irische....... 105 »0 — — »°/<> lroatlsch« und slavonische , ,04 50106 50 5'/, fiebcnbllraisch«..... 104—104^0 Gelb Wale 5°/° lemesei Vanat . . . .104-104,50 5°^ ungarische......104.20 10480 Andere öffentl. Nnlehen. Donau°Nea.<>Lose b°/„ l«o fl. . il4"?biiö'25 dto. Anleihe 1878, steuerfrei , 105, — 10» 50 Anleben d. ktadtanneinde «Wien 10475105 üb Anlehen d, Stadlgemeinde Wien (Silber und Void) . . . . '21 — 131 öo Präu>icn»Unl, d, Stadtgem, Wien 123 20 lL8 60 Pfandbriefe (für 100 fi.) Vodencr, aUg.öftnr,4>/,°/oV°lb. 12«'- 12650 bto. in 50 « ^ 4'/, °/o 100 4«'"090 dto. in 5« „ « 4°/» . »L bO 97— dto. Pramien-Echuldvcrschr,3°/n 100 — ic0'50 ccsl.HyPolliclenbalil i0j.5>/,°/<) 101—10175 Olsl,-u»g. Vnll Verl. 5«/« . , I0ib0i0i 80 bto. „ 4'/,°/° - 102—102.20 blc. « 4°/c> . . 88 25 S87b Una, allg, Bodencredit,Nctiengcs. ,» Pcs! ill I. I85U vcrl. b'/,°/i> —'— —'— Prioriliits'Obligationen lsilr ico fi,) Elisabeth. Ncslbahn 1, Lmissi°n ^_ ^.._ sseldina»b»»3ioldbahn in wilder g» 80 100 20 ^lanz<^<,'slf"Ba^l!.....^._____________,^ Valizische öloll« Ludwig» iUahn! >5 °n 75 Oesterr Nordweslbahn . , 1054010570 tz-i«venbuiger....... ^^ ^,^, O«ld «iLare Staatsbahn 1, Emission . . 198-—198 50 Vüdbahn k 8°/» .... .1535015450 , «^ 5°/n.....127 90!)» 20 Nng.'gllNz. Nahn.....9« 20 9l> eo Diverse Lose (per StÜ14 — Lall'acher Piiin!ien»«lnlch,20fi. 19 bo L0 5« Osencr Vose 4« fl..... 4?!l5 4??ft Palfsy-Lose 40 fl..... 42'«>N 43 5N Nöthen Kreuz, öft, Ges. v. w fl. 14 40 i4?l< Nudols-^ose 10 fl..... 19 — i»bv Salm.^ose 4« sl...... 04'üU bbüv Et,°Oenoie,^!ose 40 sl. . . . 54 — b5 — waldslcin^ose !i0 fl. ... 84 L5 55 2K Windlschgrätz^'ose 20 sl. . . 4» — 43 — Vanl.Uctien (ver Stücl). Unglo'Oefteir. «anl 200 fl. , io3'7K 104 25, Nanlvercin, wiener, 100 sl. . »5-5,0 i>« — Ädiici,«A!'.st,,Ocst.^U0fl.S.4(»<>/» ,2850^9 5,c ,f.Hanb.u.O. luosl. !z75^l,^7b l!c Lrebitbanl, Allg, Ung. llliofl. . ,84—281«! Deposlicnl'anl, Alln, 200 fl. . 171 — 178 — Lbclmpte.Gcl..«icdeiöft.50Ufl. 555 — 557- Hypolhelenb., öst.^oo ll.z!ü°/<>L. «i>-------— 1!ändcib., oft, ^uosl. V.50"/» H. !z«? 40 288— Oes!cil..1lng. «anl .... «4»'—«5> — anionbanl 20U sl.....«uS50z!UU7l iUcilchredanl, AUg, I4u fl. - 14S'—i1b0— Hili' A)ar. "(tien von Transport» Nntsrnehmungen. (per Vt«Bobcnbacher E,«<).wo fl,S. —'—------------------- LIisabeth»«ahn 200 fl. «arcf«E— -. — 2>ftnbal!!l>o,»^eihg. I. 80 fl. 40^/, 88— !)0 — „Elbemähl", Papiers, u. «.'G. «4-50 65 — Ätontan'Äüselljch., öftcrr.»alpin« «»50 l3 — ^vagcr Eiftn-Iild,,G^s, 200 sl, . i?9.— 181 — 'i-allio>Ial!, Eisciilllff. 100 sl. . i49 — lüi — Trisailer »ohlen».«Ves. 70 fl. . —-— —-— Waffeus..G., Oeft. in W. KX) fl.zig—««0.— Devisen Deutsche Plätze......«, 80 «« 85 London.........1«8'3» 1»8 70 Pari« .........50 L0 50'55 Petersburg ......._.^ ^>>». Valuten. Ducaten........g y» g.^« Francs. Stilcle.....10 14.10'«. Deutsche Äeichsdanlnote« . . ßz>8y gz gg For die Winter - Cur! Fiischc Fii>!!„!n u«n Medicinal- (nicht zu verwechseln mitTlen Fabriks-Thranen) DORSCH1 Lekertliran. «licht unb einzig heilsamst wirlend, 1 Ylasche 60 lr., doppelt yroß 1 fi., führt am Lager d>e Apotheke TmkÄcsy ntbcn dtm tlalhhauft in Lmbach. Täglicher Pustuersandt. (9?) i u Wohnung. Schöne, freundliche Wohnung, bestellend aus zwei gassenseitigen Zimmern und Küche. 1st im Coliseum ab 1. April oder zum Georgi-Termin zu beziehen. — Anfrage unJI. Stock Nr. 46._________(1U4) 3—l_ Die Filiale der Union-Bank in Triest beschäftigt sich mit allen Bank- und Wechsler-Geschäften «> verzinst Gelder irrn Ccxito-Corrertte und vergiitot likr Bnuknoten 31/« Procont gcgon ötägigo Kündigung 3'/i . , 12» o% „ auf 4 Monate fix, tiif IVnpoleou« (Vor 28/* Procont gegen 2Otügigo Kündigung S1/* „ M 3monatliche w 3Vt y, „ 6 M H lux G-iro-Conto 3 Prooent bis zu jodor Hoho; Rückzahlungen bis 20 000 sl. k vista gogen Choquo. Für grössere Botrfigo ist die Anzeige vor dor Mittagsbörso orfordorlich. Die Bestätigungen orfolgon in einem so-paraton Einlagsbüchol. 0^~ Für alle Einzahlungen, die zu immer weloher Stunde der Bureauzeit geleistet, werden die Zinsen von demselben Tage an-gefangon vergütet. 94F" I^on Inhaborn cinos Conto-Cor-reuta wird dor Incasso ihror Rimessen por Wion und Budapest franoo Provision vermittelt und ebonso ohne Provisionsbelastung Amvoiaungcn auf dioso boidon Pliitzo erlassen. Es steht don Herren Comniittenten frei, ihro Wechsel boi dor Cassa der Bank zu domicilicron, ohne dass ihnon lüefür irgendwelche Auslagen or wachsen. b) übernimmt Kaufs- oder Verkaufs-Aufträge für Effocton, Devisen und Valuten, besorgt das In-oasso von Anweisungen und Coupons gogon Vh Pfocnnt Provision; c) räumt ihren Commlttenten die Facilitation ein, Effocten joder Art bei ihr deponieren zu können, doron Coupons sio boi Vorfall gratis oinr.auBiort. (847) 12—2 Wiener Original-echter Spitzwegerich- Cztract «lit (llntcrphosphorigsainclll) Kalk-Eisen allem eräugt von V.v.Irukoo«^ Apotheker in Vl/'iou, V., Nuuäs- thurmerstrasse 113. Vo>'^!qlichel«, seit 2« I^hrc» nplobtet« »»id un->ilcl!veff!,ch<'i< Hcilüüllcl, »l'ci bcssiinieodci Uunssc». schwindsucht >r»»n. i!nngc». schwache, Vlutbrechcn N'i>ll dc, «M^ ««.Ik^o-l»»!t "WW dcö (5xtractei> i» dcr Wcisc, dase die cilii^c» Theile der L»Nsse verheilt lverlallt) ivcrden. — G'aen Vlutarmut, Ältichsucht, Schwäche, Ecrupliu» lose hilft d>,« !icchN'iv!sa,üc MU' Nlut «r2«u> »vusv ^1»«u. 'WE Husten, Heiscrlcit, «atnrrlWU' tti»ltiw«^«rl2itr»ot "W» ilncv Gesammtheit das sichctste Heilmittel silr alle Vrust- und Lungen-Leiden. Zur Beaohtung! Die bedeutenden Heilerfolge mei» »es Original-Präparates wer-den dinch die Topprlwirlunll ? des TpiMuegc. ' rich'(s^lraclrs i» Pcr<»ind»un mi» »all'l^iscn er» zielt, N'a« zahlreiche Genesene durch viele Dcml- ______^^ ' ^ ' schreiben — die im Originale zur Einsicht aufliegen — bestätige«. E« wird noch besonder« daraus aufmerlsam g>.>-»,>ilbt, meiu Präparat nicht mit dem Nomen nach älüUichl,!! z» ve>wechseln, u»d um me!» Original-Pv,vani< nnuerfälschl zu erhalten. vcrla„ae man vciu! Aülausc st^»t>' „Vp'l'wcgrlich. Extract mit tta!l(flscn aus der I'i-anolnouu.H.potkokv ln °Wl«u !Hu,!ds!h»rmc>!!ras!c ii!!», L^'Il dieser ill>er>!iiupt ccht sci», so müssen die >)icr al'sscdildeleu zwei Echul)!ua^c!! <2plim>cgellch.Pftnu^r und !,cl° liacr ssrauci^cus» au! der ^crpaclung ersichtlich sciu. Original.Prels fl. 1,w. Per Post um 20 lr, mehr silv P.nlung, Elzexannaö-Haupt-Niederlage »»d täglicher Postversandt fiir die Provinzen: rrkuoi»«,«»-^votbvk«, V^lou, «unü». tliurinerutra,»»« «lr. 1!3 (wrhin alle brieflichen B^Nelluugen z» »ichlen sind), — Depoti« bci Herrn "lp^'lbclcr U, v. TrnlacN) in Laibach und in den Äpctyclcn aller größeren Provinzstädte,(482?) 40-24 (777__3) Nr. 892. Belanntmachung. Vuul gefertigten Bezirksgerichte wird kundgemacht, dass über Johann Mazi von ' lHoricica znfolge Verordnnng des t. k. Landesgerichtcs Laibach ddto. 1. Februar 1887, Z. «79, die Cnralel ob Verschwendung verhängt und demselben Mathias Mazi von Untcrvresowitz zum Curator bestellt wnrde. K. k. Bezirksgericht Oberlaibach, am 6. Februar 1887. ____________ (1022—3s " Nr. 1509. Zweite ezec.Fellblettmg. Am 18. März 1887 nm 11 Uhr vormittags wird anf An-snchen der Fran Heß von Mottling die zweite exeentivc Feilbietung der Realität des Martin Nemanie von Bozakovo Nr. 7, «ud Einlage-Nr. 171 nnd 12 der Ca-tastralgcmeinde Bozakovo, stattfinden. K. k. Bezirksgericht Mottling, am 19ten Febrnar 1887. (1082-1) Nr. 1125. Bekanntmachung. Der diesgerichtliche, fiir den abwesenden Taliulargläubigrr Peter Nadujcie alls Bojance Nr. 20 bestimmte Real-feilbietnngs - Bescheid vom 15. Jänner 1887, Z. 167, betreffend die Realität Einlage - Z. 131 der Catastralgemeinde Weltsberg wnrde dem znr Empfang-nähme bestellten Curator ak86n>i8, Herrn Peter PcrZe in Tschernembl, zugestellt. K. t. Bezirksgericht Tschernembl, am 24. Februar 1887. ______ (1083—1) ' Nr. 997?' Dritte exec. Feilbietung. Mit Bezug anf die Edictc Nr. 4983 nnd 487 wird bekannt gemacht, dass bei fruchtlosem Ablaufe des zweiten Edietes ill der Executionssache des Herrn Martin Hotschevar von Gurkfeld gegen Herrn Dr. Inlius Fränzl Ritter von Vesteneck nnd Herrn Otto Fränzl Ritter von Ve-steueck am 31. März 1887 zur dritten Feilbietnng geschritten wer> den wird. K. k. Bezirksgericht Treffen, a« 2ten März 1887._______________^_____ ^14—1) Nr. 466. (5rec. Realitätenverlauf. Die iin Grundbnche der Herrschaft Gottschce 3iid lom. XVlII, toi. 2492, nnn Einlage-Nr. 3 der Catastralgcmeinde Klee vorkommende, anf Johann Windischmann aus Klee Nr. 2 vergewährte, gerichtlich anf 165 fl. bewertete Realität wird über Anstichen des Georg Schuster in Wien, zur Einbringung der Forderung aus dem Urtheile vom 1. Inui 186?', Zahl 2775, pr. 103 fl. 40 kr. ö. W. sammt Anhang, am 15. April nnd am 13. Mai um oder über den Schätzungswert nnd am 17. Inni 1887 auch unter demselben in der Gerichts-kanzlei, jedesmal nm 10 Uhr vormittags, an den Meistbietenden gegen Erlag des lOproc. Vadiums feilgeboten werden. K. k. Bezirksgericht Tschernembl, am 4. Februar 1887. ^(611^3) Nr?6677 Relicitation. Ueber Ansuchen des Johann Sinkovc von Gcrcnth wird im Sinne des H 9 der Lieitationsbedingnisse die Relicitation der von Franz Knnc von Gerenth laut Protokolles 6o pl'k68.13. März 1884, Zahl 2599. um 1203 sl. c. «. <:. erstandenen, dem Johann Sinkove von Gcrcnth gehörig gewesenen, auf 900 fl. bewerteten Realitäten Grundbnchseinlage - Nr. 45 nnd 44 der Catastralgemeinde Gcrcnth anf den 17. März 1887, vormittags 11 Uhr, Hiergerichts mit dem angeordnet, dass obigc Realitäten hiebei um jeden Preis hintangcgen werden. K.k. Bezirksgericht Loitsch, am 21sten Jänner 1887. (1056—1) Nr. 1068. Bekanntmachnnq. Der diesgcrichtliche, für den Execnten Jakob Perse von To'plizel bestimmte Meist-bots-Anmeldungsbeschcid vom 5. Februar 1887, Z.508,'wurde dem für denselben bestellten Curator :Ui86nti8, Herrn Peter Perse ans Tschernembl, zugestellt. K. k. Bezirksgericht Tschernembl, am 20. Februar 1887._________________ (1055—1) Nr. 1084. Bekanntmachung. Der diesgerichtliche Realfeilbietungs-Vescheid vom 15. Iäuuer 1887, Z. 179, betreffend die Realität Einlage - Z. 500 der Catastralgemeindc Tanzberg für die verstorbene Maria Svetie aus Tanzberg wnrde dem bestellten Curator adssnt,,«', Herrn Peter Perse ans Tfchernembl, zugestellt. K. k. Bezirksgericht Tschernembl, am 22. Februar 1887. (884-3)' " Nr. 4107 Bekanntmachung. Hierüber wird dein ill Amerika unbekannt wo abwesenden Tabnlarglanbiger Miko Cvitkovie vun Tribnee sowie den, verstorbenen Tabnlargläubiger Ivan Ja-kofeie sen. von CerkviZee der t. k. Notar Herr Franz Stajer in Möttlin ',um Curator aä acttun bestellt nnd ^e beil die Realfeilbietnngsbescheide vom ^ '^ten Dezember 1886. Z. 10344, zngestellt. K. k. Bezirksgericht Mottling, am 9ten Februar 1887. (1084"—2) Nr. 855. Executive Fährnis-Versteigerung. Vom k. k. Bezirksgerichte Treffen wird bekannt gemacht: Es sei über Ansuchen des Herrn Martil» Hotschevar (durch Herrn Dr. Sup-pan) die executive Feilbictung der dem Herru Dr. Julius Fränzl Ritter von Vestencck nnd Herrn Otto Ritter Fränzl von Vesteneck gehörigen, mit gerichtlichem Pfandrechte belegten nnd anf 1275 fl. 50 kr. geschätzten Fahrnisse, als: Zimmereinrichtung, Wein- geschirre, Wein, Wirtschafis- yeräthe u. s. w., bewilligt nnd hiezn zwei Feilbietungs-Tagsatzungcn, und zwar die erste auf den 21. März und die zweite auf den 12. April 1887, jedesmal von 9 bis 12 Uhr vormittags nnd nöthigcnfalls von 2 bis 6 Uhr nachmittags, im Schlosse Schneckenbuchel b Neudeg, , mit dem V'i^c ""gwrdn worden. dass die W" ^c /" d .'rst.'i, ^ilbietlttm nur um ooer uver Feilbietung abel auch unter demWen ac'aen sogleichc Bezahlung und Weg-schaff'ing hintangegebcn werden. K. k. Bezirksgericht Treftn, am 26sten Februar 1887.