^N 98. »SM^ Tatb ach er S c it ung. Dinstag ven s. December. D l l V r i e n. 3 riest, 23. Novemd». Von Corfu h«l man hier Nachrichten bis zum ü6. d. vas Crdded,«, welches in Zance so verheerend gewirkt, soll auch in Griechenland vielfach,n Schad,n angetichle« hab,n. 2uf Zanl« selbst sind über «ooo Häuf», jltstöll, dl« librigen alle mehr oder mind«r d»schäbigl rvor» t,n. D>» Cas,rne war ganz unbewohnbar g»wo»d«n, und die Garnison gezwungen, in dem dortig»« 2hea» t»r, «inem hölzernen Gebäud», Unle»tnnf» zu suchen. Del durch das Erdb,d»n vtluosacht» Schaden wird auf mehr als ein« Million ang»sch!ag«n, webei di» M«ng» Häuser, di« «n Folg« b« V»schädigung»n d«n Emstuiz brohm und um »,il«l« Unzlückifäll« zu »»»hindtln, nitdklgtriss'N lv«lb»n müssen, nicht >5l1 20201 20220 4«l»6 88301 8392U 1562 21221 21250 4l»59 89161 89180 ,608 221^1 22160 H»?1 89501 89520 5912 29951 I9»60 l»6?2 92^21 92150 2056 ^Ii0t 51120 «385 99L81 99700 ,2222 4l»ea« i»l,e60 5218 z0<2«»1 10^260 2519 5826t ,8)80 537» H7501 117520 2610 5218» 52200 592^ ti86sl 118680 2955 53361 58880 Die Verlosung d», in den gezugenen Serien «Mhaltenen Schuldverschreibungen wird am l. März t»«1 Stall haben. Frankreich. ParlS, 22. November. Die Königinn Christin« lst am 20. November um 5 Uh» in Fontain«b!eau angekommen. Sie stieg an der großen Treppe des Hofs deS Cheval blanc ans dem Wag«n, und ward von dem König, dem Kronprinzen und dem Herzog von Aumale empfangen. Di« Königinn wollte dem König die Hand, die er ihr darbot, um lhr beim Ausstelgen aus dem Wagen zu helfen, küssen; Se. Majestät ließ lhr aber keine Zeit dazu und umarmte sie. Der König bot ihr sodann den Arm zum Hln> «ufgehen auf der großen Treppe, euf denn obersten Stufen Ihre Majestät die Königinn der Franzosen und die Prinzessinnen ihre erlauchte Verwandte erwarteten. Diese erste Zusammenkunft fand in Gegen« warl «wts zahlreichen Publicums Statt. Bei ihrer Ankunft lm Palaste «ar Ihre Majestät die Koni-gwn Christin» von «iner Schwadron des 6. Drago-nlrregimentS glle'tet. General d'Houdelot, welcher st« von Marseille au« begleitete, wat ihr um einige Augenblicke vorausgefohren. (Allg. Z.) Die Pariser Abendjomnale vom 23. November, dringen den Adreßenlwurs der Depulirtenkammer, welcher am obgedachttn lag« in dieser Kammer von b«m Präsidenten vorgelesen würbe. Cc lautet folgen« dermaßen: Sir«! Wir danken Ew. Majestät, daß Sie di« Kammer vor der gewöhnlichen Epoche ihrer Versammlung einberufen haben. Vorzüglich bei großen Conjuncture»!: bei solchen, wobei die Ehr« und ba« Heil der Völker betheiligt sind, ziemt eS einem con» stilutioneUen König», sich m't den Repräsentanten des Landes zu umgeben, ihnen di« Lage d»r Ange^ legenheilen auseinander zu sehen, und ihre Mit« Wirkung in Anspruch zu nehmen. — Die Maßre« geln, welch« der Kaiser von Oesterreich, die Königinn von Großbritannien, der König von Preußen und der Kaiser von Rußland, im Einkl«ng mit der otlömannischen Pforte, ergriffen haben, um die Verhaltnlss, des Sultans und des Pascha's von Ae» gvplen zu reguliren, haben unsere ganze Sorgfalt ««tgtj Frankreich ist in lebhaft« Bewegung darüber ««rächen; <» hol. alle Phasen dieser großen Crisis mil Prio«cupalion verfolgt. Die Klugheit gebot Ew. Majestät, sich gegen alle Eventualitäten durch Vor-sichtsrüstunß»n zu wahren; «ußerordenlliche Credite sind zu» V»streilnng derselben eröffnet worden; wlr werden >i» Motive und di« Verwendung derselben würdigen. — 83»i diesem Stande der Dinge, Sire, dllftN Vi« auf unser« Mitwirkung für einen ehren-vollen F«i»b«n, «den so wie für einen ger»chten Krieg, iHhlen. W«d», Frankreich noch sein König würden je «in«» Llilben ohne Würde annthm«n; ein ungerechter Krieg, «in g«waltsam,r Angriff, ohne Ursache und ohne Zweck, lvüiden w«d«r in unstlen Sillen, noch in unseren Ideen von Civilisation und Fort« schritt liegen; also der Friede, wenn eS seyn kann, ein ehrenvoller und sicherer Friede, der vor jeder Stslung deS europaischen GeichgewichteS bewahrt, dieß lst unser erster Wunsch. Ader wenn er in der Folge auf diese Bedingungen unm3glich werden soll» te, wenn die Ehre Frankreichs es fordert, wenn sei-n« mißkannren Rechte, wenn sein bedrohtes Gebiet, oder seine ernsthaft gefährdeten Interessen es erheischen , dann, Slre, sprechen Sie, und auf ihre Stimme werden sich die Franzosen, wie Ein Mann, «rheben, das Land wird vor keinem Opfer zurück« schrecken und die Mitwirkung der Nation ist Ihnen gesichert. Wir haben die Pacification Spaniens sehnlichst gewünscht. An der Befestigung seiner constitu« tionellen Negierung Theil nehmend, würden wir m>t lebhaftem Bedauern sehen, wenn die Anarchie ein im Namen der Freiheit so muthig unternommenes Werk gefährden sollte. — Frankreich ruft Europa neuerdings die durch die Tractate so laut siipullrlen Recht« der polnischen Nationalität ins Gedächtniß 465 zurück. — Di, Befehle, welche Ew. Majestät ertheilt hab,«, damit n,u« nach den Gewässern von BuenvS-AyreS geschickt« Slreilkrafce endlich von dcr Regierung dieses Landes die Abstellung unserer gerechcen Beschwerden erlangen, sind unsereS Bei, fülle gewiß. — Unsere Armeen von Afrika haben sich abermals durch glänzende Waffenthalen berühmt gemachl. Ihr« Söhne, bl» keine Gelegenheit verab-säumen, ihsln Muth zu zeigen, haben den Ruhm und die Gefahren dieser Expeditionen getheilt. Was wir von ihrer Regierung verlangen, Si»e, ist, daß sie die Führung unserer Ang,l«g»nheit«n in jenem Lande im Allgemeinen eine« ernsten Prüfung unter» werfe, damit di, Siege unser«, Waffsn nicht un« fruchtbar bleiben, und »in» so glorreich er»»,ll», so lheucr elkaufte. Besitzung für Frankreich «in Prin. cip der Kraft und nicht ein» Ursache de» Sch«ächt,ng werden möge. — D»» Versuch von Boulogne ist nicht bloß unsinnig, «l ist «uch v«br«ch«rlsch gen,,, s»n. Gleich im Beginn durch dle ErgedFNhelt der H>ürg»r unterdrückt, ist i» durch einen feieelichen U»« theilsspruch condemni« worden; dl, V««chtigk«ll hat ihren freien Laus g«b«bt,' die gegen öi« Staats-ß'lellschaft verüble Beleidigung ist nicht ehn» Genugthuung geblieben, und di» Hoffnung der Fa«ti»n«n Hal ,on allen Seiten «in ,»l«l»ntes Dementi »lhalten. Wir werden d«S Vudgetgeseh sorgfältig prüfen. Weil die Slaalen ausgesetzt sind, unllwarlttt Lasten tragen zu müssen, ist «ine strenge S-^s/lmkeit stets nothwendig. Zu andern Zeiten »ürd« di« Hammer, in dec Unmöglichkeit, die Abgaben, die auf dem llande lasten, zu vermindern wenigstens empfohlen haben, das Gleichgewicht zwischen den Einnahmen und den Ausgaben zu erhalten. — Weil dieses Gleichgewicht sactisch geblochen ist, werden wir für die Mittel sorgen, es wieder herzustellen und zu be, wahren.— Die übrigen Gesetz«, die man uns vor. legen wird. werten von unserer Seile der Gegen, stand einer reiflichen Aufmerksamkeit seyn. Schon letzt wünschen wir uns Glück, daß wir im Stande waren, durch «in einstimmige« Volum dem Begeh, ten Ew. Majestät zu entsprechen, unsern Departs menlS, die ein Opfer der Geißtl der Ueverschwem-mungen geworden sind, zu Hilfe zu kommen. — Der Einklang der großen OewaltlN ist, wir wissen es, die sicherste Bürgschaft des öffentlichen Friedens. Die Aufrechthaltung der Ordnung im Innern durch die energische und ausdauernde Thätigkeit d«r Regierung ist das erste Princip der Kraft nach Außen. Wir sprechen den Willen Frankreichs au», wenn wir s"g«n. daß «5 Beides mit Festigkeit will. — Alt- trauen Sie auf Ihren Glücksstern, Sire, wie wir selbst auf die ununterbrochene Fortdauer Ihrer Dy-nastie vertrauen. Ein neuer Sohn ist Ihnen g«bo, ren, und dieselbe Vorsehung, welch» «ist unlängst wieder Sie mit ihrem schützend,« Schild bedeckte, wird fortfahren, Frankreich zu beschi:m»n, und selbeS vor den Uebeln der Anarchie zu bewahr««. — Sorgen Sie dafür, Sir«, daß Ihr Thron siels von «in-sichtSvollen und g»tr«utn Rathgedern umgeben s»y. Depositaire Ihrer Autorität sind sl« für der«n Aus« Übung verantwortlich; auf ihn«n ruht ganz alllln die Bürgschaft Ihrer persönlich«« Unverletzbarkeit; mög«« sie beflissen fepn, wie Si» es wünschen, die SlaatSämter b«m wahren Verdienste anzuverlrau»«; mög» bi« Rechtschassenhtit g«ehrt, möge die R«ligion geachtet rvttbtn! Geben wir der Sittlichkeit undd«m Gesetze Krafll Man hat den Menschen allzusehr d«n aueschll«ß«nbln Cultus ihr«r mattrilllln Int«r«ss«n «mpfohltn! Beleben wir in den Herzen «in« un«l« gennühig» Vaterlandsliebe, welche zu großtN Hingl-bungen b,g,ist,rt und hochherzig« Opf«r g«bi»l«t. Ehre und Val«rland! hi«rin liegt d,r Kei» jener Bürgertugenden, »elch» die Kraft d«r Völk«r und die Dautr d«r Staat,» ausmachen." — Di« Eröffnung der Discussion über obigen Adresse»snt-wurf «uld« auf Mill«och den 25. November fest» s«sttzt. (O«st. V.) H p » n i e n. Die tIacela d«Mabrid «nthält ba» «ul Marseille vom L. November datirl» Abschiedsmanie fest der Königinn Christine an dir Nation. Es lautet: «Indem ich an einem Tag voll Trauer und bit» lerem Schmerze mich vom spanischen Boden «.ntftrn« te, wendeten meine vonj Thränen benehttn Augen sich dem Himmel zu. um den barmherzigen Volt zubll.-lcn, sein, Gnade und s,ine Segnung«« über Euch auszubreiten. Auf fremdem Boden angekommen, war «s daS erst« Bedürfniß mein«r Seele, die «rste Regung meines Herzens, meine wohlmeintndeStimm« zu erheben; jene Slimme, di, ich stetS, im Glück wie im Mißgeschick, mit unaussprechlich»? Zärllitbkeit vernehmen ließ. Allein, verlassen, dem ti«fst«nKummerprtiegegeben, baß ich mich Golt und Euch, mein,m Vater und meinen Kindern mittheilen kann. Fürchtet nicht, daß ich mich fruchtlos,« Klag«n und V«schwerd«n hingehe, daß ich, um mein Vasall«« als Reger.tinn in em helleres Licht zu stellen, Eure Lndenschaflen aufaßen u>erd«. Als ich mein Vaterland verließ, um in den spanifchm Herzen «m n«ueS zu suchen, haue der Ruf 466 mlr die Geschichte Eurer großen Thaien und Eigen-schaften üderbracht. Ich wußt«, daß Ihr Euch jederzeit mit dem edelsten Feuereifer in den Kampf ge« stürzt habt. um mit Euerm Blute den Thron Eurer König, zu vertheidigen, und daß Ihr in den Tagen glorreichen Angedenkens Euch um Euer Vaterland und Europa verdient gemacht habt. Ich schwur damals, mich dem Glücke einer Nation zu weihen, die.ihr Blut vergossen halle, um die Gefangenschaft ihrer Könige zu enden. Der Allmächtige hörte mei» nen Schwur; Eure Freudenbezeigungen beweisen mir, daß Ihr ihn geahnet hattet; ich habe das Bewußtseyn, ihn gehalten zu haden. Als El'er König am Rand« des Grabes mil sterd»nder Hand die Zu» gel des Slants in meine Hände legte, n»«ndel,n sich melne Blick« abwechselnd auf meinen Gatten, auf die Wiege meiner Tochter und das spanisch» Volk, indem ich so diese Gegenstande meiner Liede in Eins verschmolz, um sie im Gebete dem göttlichen Schutz anzuvertrauen. Meine schmerzlichen Prüfungen als Mutter und Gemahlinn, während da« Leben meine« Gatten und der Thron meiner Tochter b,droht waren, konnten mich von meinen Pflichten als Koni» ginn nicht abwendig machen. Auf mein« Summe öff> neten sich die Universitäten, verschwanden «ingewur« zelt« Mißbrauche, begannen nützliche und wlise ««< wozen« Reform»«. fand»n »ndlich di«j«nig«n «in« Heimath wieder, die vergebens, im Ausland il»«nb, «ine solche gesucht haben. Spater, atS Gott meinen erlauchten Gatten zu sich berief, bemüht« ich mich, den Staat als mild« Regenlinn zu beherrschen. In dem kurzen Zwischenraum« von meiner Erhebung zu« Gewalt bis zur Berufung der Corles wvr mein« Macht ungetheilt, aber nicht despotisch, absolut» «ber nicht willkürlich, denn'mein W,lle setzle ihr Gränzkn. Als hochgestellte P,rson«n unt» b«r R«< gentschaftsrath, d«n ich nach d»m Willen meines erlauchten Gatten in wichtigen Fällen dlfragln soll» le, mir vorstellten» daß bi« öffentlich» Meinung ron wir als 5b«rsten Gewalthaberinn andere Bürgschaften verlange, gab ich fi«, und ,i»f au« fr«iem An» trieb Proceres.unb die Procuradorez dtöNeichS zufarn« men. Ich ertheilte das königlicheTtatut, und had» «S niche »erletzl; wenn Andere »s mit Füßen g.etr»t«n haben, so sind sie dafür vor Gott verantwortlich, d«r da wollte, daß die Ges«tzt h'ilig seyen. Nachdem die Constitution von 1857 von mir angenommen und Beschworen worden,habe ich , um sitnichlzud»rlltzen,da« letzte und größte aller Opfer gebracht; ich habe b,n Slept«« niedergelegt, und meine Töchter v«rlasf»n. Indem ich die Thatsachen erzähl«, welch« ml.« so grausam, Prüfungen zugezogen, w»rbe ich, wie m»l« ne Würde