Nr. 292. 'H,,«', ^,!^/^.H,e,'r»,'»".k»'" Frntag, 19. Dezember. >"">° " !^.»i°u^.:':«^^^'"'""- 1884. Amtlicher Theil. Se. f. und k. Apostolische Majestät haben mit Merhöchst unterzeichnetem Diplome dem Hofrathe und v- ö. Professor an der Universität in Wien Dr. Theodor Sickel als Ritter des österreichisch-kaiserlichen Aeopolo.Ordens in Gemäßheit der Ordexsstatuten den Nitterstand allergnädigst zu verleihen geruht. Se. k. und l. Apostolische Majestät haben mit Merhöchster Entschließung vom 12. Dezember d. I. dem Secretär der Handels« und Gewerbelammer m Nrünn Dr. Albert von Step Hani in Anerkennung seiner vorzüglichen Berufsthätigkeit das Ritterkreuz des Franz.Ioseph.Ordens allergnädigst zu verleihen geruht. Se. k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 17. November d. I. d'e Clotiloe Freiin von Simbschen zur Ehrendame des l. l. adelig.weltlichen Damenstiftks MariN'Schul 'n Nriim, allergnädigst zu ernennen geruht._________ Nichtamtlicher Theil. Reichsrath. 385. Sitzung des Abgeordnetenhauses. Wien, 17. Dezember. Se. Excellenz der Herr Präsident Dr. Smolka «öffnet um 11 Uhr 20 Minuten die Sitzung. Auf der Ministerbank befinden sich: Se. Excellenz der Herr Ministerpräsident und Leiter des Mini» st.eriums des Innern Graf Taaffe, Ihre Excellenzen ^ie Herren Minister: Dr. Freiherr v. Ziemial-'owsli, Graf Falken hay n, Dr. Freiherr vun Prazak, Dr. Freiherr v. Con rad - Eybesfeld, FML. Graf Welsersheimb, Dr. Ritter von Dunajewski und Freiherr von Pino. Se. Excellenz Unterrichtsminister Freiherr von Conrad beantwortet die Interpellation der Abgeordneten Dr. Roser und Genossen betreffs Uebrlstände an der chirurgische« Klinik in Wien dahin, dass diese Uebelstände nur auf dem mit der Klinik verbundenen Ambulatorium bestehen und eine Folge des enormen Andranges zu demselben sind; ein^ solche Ausdehnung habe das Ambulatorium erst in letzter Zeit gewonnen Und dieselbe werde in diesem Umfange weder durch d'e Interessen des Unterrichtes gefordert, noch sei sie innerhalb des stiftungsmäßigen Zweckes des Krankenhauses gelegen. Nichtsdestoweniger werde die Regie« rumi bemüht sein, Abhilfe zu schaffen. Der Plan eines Zllbaues für die Klinik de« Professors Villroth liege bereits vor, und die Regierung werde auch weiterhin der Beseitigung der Uebelstände ihre vollste Aufmerksamkeit zuwende». Die Abgeordneten Obern dorfer und Genossen intelpellisren den Landesvlrtheidigungsminister wegen der Auslegung der §§ 17 und 27 des Wehrgesetzes. Die Abgeordneten Neuber und Genossen interpellieren den Ministerpräsidenten, ob er geneigt sei, die Verlegung der Kasernen aus dem Weichbilde Wiens auch seinerseits kräftig zu fördern. Die Abgeordneten Dr. Exn er und Genossen interpellieren den Finanz« minister über die Verhandlungen mit dem Landes« ausschusse von Niederösterreich, Oberösterreich und Salzburg bezüglich der Invasions- und Innviertel« schuld. Abg. Ritter v. Iavorski erbittet sich namens ws Steuer'Ausschusses die Genehmigung, dass derselbe seinen Bericht iiber die Petitionen wegen der Zuckcr' lrise mündlich erstatten könne. Die Genehmigung wird ertheilt und der Gegenstand auf die morgige Tagesordnung gestellt. Die in der letzten Sitzung in zweiler Lesung angenommenen Gesetze werden in dritter Lesung unverändert genehmigt. Abg. Ritter v. Chlumecky beantragt zur Tagesordnung, dass in der Reihenfolge der zu berathenden Gegenstände die Beraihung über den Antrag Neuwirth wegen Prüfung der Concsssionsurkunde Tulln'St.-Pölten der Berathung des Gesetzes wegen Verlängerung des Loc^lbahngesetzes vorangehe. Dieser Antrag wird mit 158 gegen 136 Stimmen abgelehnt. Es wird hierauf die Berathung des Gesetzes wegen Verlängerung desLocalbahngesetzfs vorgenommen. (Abg. Hladil erstattet den Bericht.) Se. Excellenz Handelsmimster Freiherr v. Pino erklärt, dass die Regierung bei dieser Vorlage gar keinen Hintergedanke!! habe, sondern nur vermeiden wollte, dass zwischen dem Inslebentreten des neuen definitiven Localbahngesehes und dem gegenwärtig gel. tenden eine Lücke eintrete. Dieser Tendenz entspricht auch der von ihr in der Vorlage eingestellte Termin. Der Minister verweist auf die segensreiche Wirksam« keit des Localbahngesetzes, auf Grund dessen 1500 Kilometer Bahnen concessioniert und theilweise aus-geführt wurden, theilweise in der Ausführung be« griffen sind. Redner spricht sich entschieden gegen den von der Minorität beantragten einschränkenden Zusatz aus und führt aus, dass derselbe nur schädigend wirken und die Wirksamkeit des Gesetzes auf Null reducieren würde. (Lcbhasttr Beifall rechts) Abg. Dr. Herbst bestreitet, dass die Linie Wien-Tulln - St..Pölten als Localbahi, bezeichnet werden könne, betrachtet die Verbindung Wiens mit Tulln als ein drittes Geleise der Elisabethbahn, bemerkt, dass nur das Motiv großen Gewinnes ein Bankunternehmen bewogen haben könne, sich um den Bau dieser Linie zu bewerben. Die Nicht-Inanspruchnahme des Staatscreditrs sei nicht gerechtfertigt, weil der Staat es unter keinen Umständen nothwendig habe, sein Interesse durch eine Bank wahren zu lassen. Die Verlängerung des Localbahngesetzes ohne jede Einschriin« kung sei nach Concejsionierung der Strecke Tulln« St.«Polten gar nicht denkbar, übrigens auch nicht nothwendig, weil Localbahnen auch ohne dasselbe zustande kommen werden. Endlich sei diese Verlängerung sogar positiv schädlich, darum sei es vollkommen überflüssig, ja unzulässig, die durch das Localbahngesetz der Regierung eingeräumte Vollmacht zu verlängern. Eventuell möge das Haus die vom Redner vorgeschlagenen Einschränkungen dieser Vollmacht berücksichtigen. Die Annahme des vorliegenden Gesetze« wäre ein schwerwiegendes Vertrauensvotum für den Minister, um welches Redner ihn nur beneiden könnte. (Beifall links.) Regielungsvertreter Ministenalrath R. Wittek tritt den Argumenten des Dr. Herbst entgegen und führt au«, dass die von ihm vorgeschlagene Beschrän« lung der der Regierung ertheilten Vollmacht theils überflüssig, theils schädlich, theils mit der Tendenz de» Localbahngesetzks im Widersprüche wäre. Er empfiehlt die Ablehnung desMinoriläls'Zusatzanlrages. (Beifall.) Abg. Dr. Rieger erklärt den Anwürfen des Abg. Dr. Herbst gegenüber, dass d!e Negierung bei Concessionierung von Tulln«St.-Pv'l Temperatur und nähert sich jener des Körpers '""'mmt ferner eine beträchtliche Menge Wasserdunst ""s und laaert dafür auf die mikrostop'scheu Zotten, !?'t Etcher die Innenfläche der Nase austapezler .ft, ?! ziemliche Quantität mehr minder W'"" °tmospha. 'Her, Staubes ab. welche der Lunge durchaus mcht fraglich wäre. Alwdings gelangt zuwe'len m dleser ^>!e so vel Staub in unser Geruchsorgan, dass dieses Darnachachtung: es hat einen schädlichen Einfluss auf die Zähne. Wer weiße gähne behalten will, hüte sich davor, mit offenem Munde zu schlafen! Trocknet die Junge tagsüber, so trinkt man, trocknet sie aber infolge Offenhaltens des Mundes bei Nacht während des Schlafes, so hat man davon leine Kenntnis und thut folglich nichts dagegen. Die Zunge wird dann zuweilen hart wie ein Riemen, ts entsteht ein Gefühl der Beklemmung, welches Alpdrücken erzeugt, dann kommen Hustenanfälle, welche chronisch werden können und bei Kindern besonders bedenklich sind. Wohl ist das Athmen durch den Mund eine Gabe der Natur; allein es ist nur für Ausnahms-fälle gegeben, es hat nur dann zu fnnctionieren. wenn das Athmen durch die Nase augenblicklich unmöglich oder ungenügend wird. Das Athmen durch den Mund ist das, was bei einer Dampfmaschine das Sicherheits« Ventil; es soll da sein. aber es soll nicht geöffnet sein, Im übrigen scheint das Athmen durch den Mund bloß eine Unart des civilisierten Lebens zu sein. Die Kinder und die Wilden athmen nie durch den Mund. Geben wir nun zu, dass das Athmen durch den Mund schädlich ist, so entsteht die Frage, wie man die Leute und sich selbst zwingen kann, durch die Nase zu athmen? Die Aerzte bleiben die Antwort hierauf nicht fchuldig. Sie haben die verschiedensten Mittel, die mit mehr weniger sanfter Gewalt zur ausschließlichen Verwendung der Nase jür das Athmen nöthigen. Um nur einige von diesen Mitteln zu er» wähnen: da ist der „Contre.Respirateur", eine V'nde aus Silber- oder Platinsäden, welche um den Muno gewunden wird und das Athmen durch dlnselbcn um-de.t; allerdings ist sie für die Luft n.chl ganz u>,- durchgänglich. Etwas besser dürfte die Kinnbinde sein, welche den Unterkiefer an der Bewegung Hinbert, so dass der Mund sich nicht öffnen kann. Nicht schlecht ist auch jenes Mittel, welche« vor Jahrtausenden schon Demosthenes angewendet hat, allerdings nicht, um sich zu regelmäßigem Athmen zu zwingen, sondern um seine mangelhafte Aussprache zu bessern. Ungefährlich ist der Kieselstein im Munde indessen nicht, denn man kann ihn im Schlafe leicht verschlucken. Ein ganz bequemes Mittel zur Verhütung des Mundathmens ist noch nicht erfunden. Sicht man, mit welchen Schwierigkeilen selbst eine so einfache Kölperverrichtung wie das Athmen verbunden ist und welche Gefahren sie im Gefolge haben kann, erwägt man, welch' eine überaus schwer zu lösende Aufgabe die Erhaltung der Gesundheit ist, so kommt man leicht zu dem Schlüsse, dem so mancher Philosoph schon Ausdruck gegeben, dass nämlich das menschliche Leben nichtig, wertlos sei. Diesen Schluss sucht nun ein anderer Arzt Namens ittochard zu bekämpfen, der in einem bei derselben Glleaenheit gehaltenen Vortrage eingehende Untersuchungen über den volkswirtschaftlichen Wert des me.,schlichen Lebens angestellt und im Verlaufe derselben zu Unz über« raschenden Resultaten gelangt ist. Der Wett ^z m nschlichen Lebens, dies der Gang semer Nusführun-je nach der Zeit dem Volle den ver-lch ebenen Umständen. I" unserer Zett und be. den !wilisieiten Völkern wlrd er von vier Hauptelemenlen bed.»'«!' dem Mter, dem Geschlechte, dem Wohnorte und der gesellschaftlichen Stellung. Nach der Berech« nung Rochards hat ein Franzose im Durchschnitte einen Wert von 1097 Francs, wobei auch die Frauen u»d Kinder sowie die Gieise, die Irren und die Laibacher Zeitung Nr. 292 241tt 19. Dezember 1884. bestritten werden und es handle sich nur datum, zu verhindern, dass bis zu dem Momente, wo das definitive Localbahngesetz in Kraft tritt, eine Lücke, ein ge-setzloser Zustand eintritt. Er empfiehlt, für das Eingehen in die Specialdebatte zu stimmen und den Zu« satzantrag Herbst zu Art. I abzulehnen. (Beifall rechls.) Abg. Strudel beschwert sich über die BeHand' lung Wiens durch die Regierung im allgemeinen und namentlich mit Rücksicht auf die Tramwayfrage. Es wird Schluss der Debatte angenommen. Generalredner Dr. Herbst polemisiert gegen den Regierungsvertreter. Er wird gegen das Gesetz stimmen, weil nur unter demselben eine Concession wie die Tulln-St.'Pöltener möglich gewesen sei und weil er und seine Partei nicht der Regierung im schranken« losen Vertrauen Vollmachten ertheilen wollen, mit denen sie nach Gefallen schalten und wallen kann. (Beifall links.) Nach dem Schlussworte des Berichterstatters Hladik und einer thatsächlichen Berichtigung des Abg. Rieger wird beschlossen, in die Sp^cialoebatte einzugehen und in dieser nach lurzer Debatte bei Art. 7 das Gesetz unverändert angenommen. Cs folgt der Bericht des E>senbahn«Ausschusses über den Antrag Neuwirth, betreffend die Con> cession Tulln.St. Polten. Se. Excellenz Handelsminister Baron Pino erwidert auf die Rede des Abg. Neuwirlh bei der ersten Lesung seines Antrages; er führt auL, dass das Mini» sterium bei der Ertheilung von Concessionen nicht nach dem Namen der Concessionswerber gefragt habe, son» dern nur darnach, ob diese das leisten lömikn, wozu sie die Concession ansuchten. Die Bahn Tulln»St.-Polten ' sei eine Localbahn nach ihrer Führung, Anlage und den technischen Bedingungen. Er hebt weiter hervor,! dass die Legung des zweiten Geleises von Wien bis! Tulln nur eine Verpflichtung für den Concessions« Werber und ein Recht für die Regierung bilde. Er habe nie eine Concurrenzbahn in dem Sinne concession niert, wie Baron Korb dies aufgefafst hatte. Eine von den Abgeordneten Neuwirlh und Herbst citierte Entscheidung des Verwaltungs-Gerichtshofet ergänzt der Minister, indem er den Nachsatz, den die beiden Redner nicht citierten, anführt, um nachzuweisen, dass diese Enlscheiduug auf die Strecke Tulln St.«Polten nicht anwendbar und dieselbe keine Concurrenzbahn sei; auch irgend ein Einlösungs-Muss für den Staat gegenüber dieser Localbahn existiere nicht. Redner wendet sich sodann gegen die Beweis» träftigkeit des vom Abgeordneten Neuwirlh aus Zei« tunqsausschnitten, Vermuthungen u. dgl. aufgeführten Gebäudes von Anklagen; erklärt weiter die Bestimmung der Actiengesellschaft für Ergänzungsbahlien; er erwähnt seine thatkräftige Hilfe bei Ausführung einzelner Projecte. (Lebhafter Beifall.) Auch beleuchtet er feine angeblichen Beziehungen zur Gesellschaft für Verbindungsbahnen und zur Länderbant. (Wiederholter lebhafter BeisaU.) Dann erwähnt der Minister die Stadtbahnangelegenheit und motiviert die Nichtein-beziehung der Caution damit, dass die Wiener Stadtbahn begraben wäre um den Preis dieser ,,elen< den einen Million" für ewige Jetten. (Stürmischer Beifall.) (Bei Schlufs des Berichtes dauert die Sitzung fort.) Zur Mehrungsfrage in Laibach. (FortselMng.) Wie man nun aus dem angegebenen Nrbeits» eintheilungsschema ersieht, war der Gegenstand, von welchem hier die Rede ist, nämlich die Mehrungsfrage, der ersten Enqu6in Nein zu sagsli, aber so schüchtern, dass man dem geehrten Abgeordneten für Iqlau wohl ansah, dass er sich be-wusst wa>, eine unmögliche Sache zu verlöten. M übrigen raunte Dr. Sturm mit großer Enecaic eine osse„e Thüre ein, indem er den Erlass von Special gesetzen gegen anarchistische Bestrebungen urgierte, deN die Regierung ohnehin schon angekündigt hat. 2va-das schauerliche Bild — Wieu „nter der Herrscht Kranken, also die Richtwerte und die Lasten mit-gerechnet sind; der gesammte ökonomische Wett der französischen Nation beziffert sich danach auf etwas über 40 Milliarden. Dr. Rochard ist bei dieser Be. rechnung nicht stehen geblieben. Er hat des weiteren herausgefunden. dass der Tod der französischen Na« tion einen jährlichen Entgang von einer Milliarde, die Krankheiten aber von 708 Millionen verursachen. Diese Berechnungen, ihre Richtigkeit vorausgesetzt, führen zu sehr interessanten Folgerungen. Wenn die Krankheiten und Todesfälle in der Nationalökonomie wirklich ein «Soll" bedeuten, so käme die Verringerung derselben der Rubrik „Haben" zugute. Gelänge es also zum Beispiel, die durch Krankheit und Tod bewerkstelligte Nlandschatzung um ein Zehnfache« zu verringern, so qäbe da« sür Frankreich jedes Jahr ein Ersparnis von 165 Millionen. Rochard meint nun, das« die Verminderung der Todes« und Krankheitsfälle durchaus keine Utopie sei. All die verheerenden Volksseuchen, welche ein massen-Haftes Sterben zur Folge haben, verschwinden eines Tages. Die orientalische Pest, welche in 52 Jahren 100 Millionen Opfer gefordert hat. die schwarze Pest des vierzehnten Jahrhunderts, welche ein Viertel der Erdbevölktrung dahingerafft hat, und verschiedene ähn« liche Krankheiten des Mittelalters — sie existieren nicht mehr, und eines Tages wird es auch keine Cho« lera. kein gelbes Fieber, keine Lungenschwindsucht mehr geben. Lassen wir die Dinge gehen, wie sie wollen, so wird es vielleicht noch Jahrhunderte dauern, bis diese Krankheiten eine mildere Form annehmen und schließlich auf ein solches Niveau herabsinlen, dass sie „icht mehr Opfer fordern, als welche gewöhnliche Krankheit immer. Ruft man aber die Hygiene zuHilfe, ^etzt man diese in die Lage, durch genügende materielle Mittel auf das körperliche Heil der Menschheit mit Erfolg lossteuern zu können, dann wird diese Wen-dung zum Bessern sehr bald erfolgen. Europa gibt heute in der Fülle des Friedens jährlich drei Mil« liarden Francs für seine Armeen aus; möge es einen Theil dieser enormen Summe zu Zwecken der Hygiene widmen, und diese wird ihm das am Tage des Kampfes durch die Zahl und Kraft der Kämpfer hundertfach zurückerstatten. Einen Schritt zu dem von Rochard angestrebten Ziele glaubt der holländische Arzt Tienhove durch seine Methode der Abschließung des ersten Falles einer ansteckenden Erkrankung a/macht zu haben. Drr Genannte, welcher Oberarzt eines großen Krankenhauses ist, hat für diesen entsetzlichen ..ersten Fall" ei„ kleines Isolier-Lazarelh einrichte» lliss>>n, in welchem die ingeniösesten Vorsichtsmaßnahmen getroffen sind, damit jede Berührung mit den anst^ckungilfähigen Gegen« ständen unmöglich gemacht werde. Allein Herr Tienhove lässt es hiebei nicht bewenden. Er will, dass, sobald der erste Fall constatiert ist, der Arzt sich mit seinem Kranken einschließe und ih» »icht mehr verlass»', als bis zu seiner vollständigen Genesung oder seinem Hinscheiden. Zn diesem Zwecke hat sich der Arzt mit einem genügenden Vorralhe von Medicamenten zu versehen, während ein besonderes System ihm gestattet, Nahrungsmittel entgegenzunehmen, ohne mit dem Ueberbrmaer derselben in »where Berührung zu treten. Es lasst stch nicht leugnen, das« diese «Abschliehung des ersten Falles" sehr viel Gewinnendes an sich hat allein wenn sich jeder Arzt mit seinem ersten Fall einschließen wird, so werden bald alle Aerzte dls Ortes eingeschlossen sein. mld dann wird niemand da sein, der die übrigen Kranken pfleg?« wiirde. Herr Tienhove wendet dagegen ein, er meine nicht den ersten Fall eines jeden Arztes, sondern den ersten Fa" des Ortes; wo gibt es aber einen solchen ersten F"U, mit dem nicht zugleich auch andere erste Fälle aui" treten würden? Es geht wohl nicht an, sich so viel mit anstecke"' den Krankheiten zu befassen, ohne der Ursache all dieser Kranlheiten, der Mitroben oder Vaccillen, des näheren zu gedenken. Der Laie weiß, dass diese stäbchenför'Nl' gen kleinsten Lebewesen o«e gefährlichsten Kcanlhellen hervorrufen, aber er weiß nicht, in welcher Well eigentlich diese Msni auf den Organismus verheeren^ einwirken. Hierüber gibt uns ein Amsterdamer U">' versitätsproflssor, der den schönen Namen Stolu' (Stockfisch) führt, Antwort. Professor Slokuis hat el"^ gehend die Ernähnmgsweise der Mikroben stud>ell» « hat alle möglichen Hypoihese» a/v.üft, und es >st '^' gellingeil, einiges vo>» dem intimen L^ben zu erforsche» welches dirse unangenehmen Gäste im Körper d's^" gen führen, den sie zu ihrer Behausung erkoren hc>^' Da8 Resullat seiner Forschungen »st, dass die M'l'" ben oder Aaccillen den menschlichen Organismus, u zwar in unmittelbarer Weise das Blut. vergiflen. ^'^ Vergiftung bewerkstelligen sie dmch die chemisch'' o sehung des Blutes. Die Vlutmolelüle enthalten u"' meute. wie z. V. Eisen, Kalk. welche, so lanae '» chemisch gebunden, unschädlich sind, sobald ste !'""" infolge Zersetzung frei werden, gleich den ärgsten V>> . wirken. Die Mikroben rufen nun im Blute eme « Gährungsprocess hervor, welcher die Zersetzung Blutkörperchen und in letzter Linie die Verglstung " Blutes zur Folge hat. Eben diese Zersetzung" Bw!e« ist auch die Ursache der Fieberersche">u> g"' mit wclchen die ansteckenden Krankheiten emhelge^ Dr. 5.1 - «aibacher Zeitung Nr. 292 2411 19. Dezember 1884. der Ausnahmsgesetze zur Wahlurne schreitend — betrifft , das Herr Dr. Sturm an die Wand malte, so K?ni'lgt un», um dessen Wahrscheinlichkeit und Naturtreue zu charakterisieren, das Zeugnis des — Herrn Dr. Sturm. Der erste Theil der Rede des Abgeordneten für Iglau widerlegte nämlich den zweiten Theil derselben Rede vollständig. Dr. Sturm constatierte, dass Graf Taaffe das Wort, das er gelegentlich der Suspension der staalsgrnndgefetzlich gewährleisteten Rechte und der Einstellung der Jury gegeben habe, vollkommen gehalten und die vermehrten Machtvoll» lommenheilen der Regierung ausschließlich gegen den Anarchismus, niemals aber gegen die politischen Oppo« silionsftartkien angewendet habe. Von diesem Gestand. Nisse des Herrn Dr. Sturm sei hiemit Act genommen; es kann ja den Herren von der „Vereinigten Linken" nächstens wieder passen, das Gegentheil zu behaupten U»d von „Reaction" zu deklamieren, wir werden uns dann erlauben, ihnen das Dictum eines ihrer Führer vorzuhalten. Auch mit den Ausnahmszuständen in der Bocche di Caltaro hat sich das Abgeordnetenhaus heute zu beschäftigen gehabt und nach kurzer Debatte die Fort» dauer der Militärgerichtsbarkeit für drei Monate be. willigt. Hofrath Lienbacher als Berichterstatter und Minister Baron PraZäk hoben hervor, dass es sich Wahrscheinlich um die letzle Verlängerung handle und dass an der Sildsftihe des Reiches die Rückkehr zu normalen Verhältnissen bald zu erwarten sei. Die Strenge hat dort ihre Früchte getragen und die Bürger« "lege, die wiederholt jene Landschaften verheert, werden mitsammt ihren Folgen hoffentlich recht bald nur noch eine historische Erinnerung sein. (Zur Congrua-Frage.) Die Erwartung, dafs die Vorlage, betreffend die Regelung der Congrua, noch vor Weihnachten auf die Tagesordnung der beiden Häuser des Reichsruthes gelangen werde, hat sich wegen Andranges von anderweitigem wichtigen Ver-handlungsmaterial nicht erfüllt. Infolge dessen wurde der Termin für die Einsendung von Unterschriften auf die Massenpetition des Seelsorgeclerus in dieser An-Gelegenheit bis zum 24. d. M. erstreckt. Visher zählt d'ese Petition über 5600 Unterschriften von Geistlichen aller Grade, somit der Hälfte sämmtlicher österreichi« lcher Priester. (Aus dem Triester Gemeinderalhe.) In der vorgestrigen Sitzung des Triester Gemeinderalhes «.«langte die Resolution des „Progresso".Vereines zur ^erhandluna, welche das Regierungsvelbot des öffM-lichen Erscheinens gewisser Vereine mit Bannern zum Gegnlstande halte. Diese vom Landtage in tue Com-pelenz de« Gemeind'lalheS verwiesene Resolution wurde auf Antrag Dr. Picculis als eminent juridischen Cha-ratters der Rechtsseclion zur Prüfung und Berichterstattung zugewiesen. Nach Annahme dieses Antrages erhob sich auf der Gallerte ein unerhörter Lärm; die gegnerischen Parteien beschimpften sich, und erst nach 20 Minuten gelang es den Municipalwachen, die Gal-lerie zu räumen, worauf die Sitzung ohne weitere Störung zu Ende geführt werden konnte. Das Geschrei der Galleriebesucher pflanzte sich auf den Rath« hausplah fort, und wurden mehrere Ezcedenten ver-huflet. (Im ungarifchenOberhause) betonte vorgestern Präsident Baron Sennyey in seiner Antrittsrede, dass seine politischen Principien unverändert seien und dass er es für feine Pflicht erachtet habe, der Regierung seine politische Stellung unzweifelhaft darzulegen. Er machte keine politischen Concessionen, welche von ihm auch nicht gefordert wurden. Er beHalle sich vor, bei Differenzen seiner Anschauungen mit jenen der Regierung seine Meinung aus der Mitte der Magnaten auszusprechen. Schließlich betonte Sennyey die Wichtigkeit der Oberhausreform. Ausland. (Bulgarische Anschlussbahn.) Aus Sofia gehen der „Pol. Corr." über den von der bulgarischen Regierung vorbereiteten Gesetzentwurf, betreffend die Herstellung der durch den Berliner Vertrag vorgeschrie-benen bulgarischen Anschlusslinie an die serbischen und künftigen türkischen Bahnen, nachstehende Mittheilungen zu: Die Regierung fordert 17 Millionen Franc« zur Herstellung der Linie selbst, für das rollende Material und sonstige Anschaffungen, ferner 2 Millionen für vorläufige Auslagen zum Zwecke des Betriebes der Linie. Zur Bedeckung follen 5 Millionen dem Reserve-fond des Staates entnommen werden; inbetreff der anderen 15 Millionen soll ein Anlehen gemacht werden. Was die Herstellungsart betrifft, fchlägt der Gesetz-entwurf alternativ entweder Vereinigung in einer Hand oder Theilung in mehrere Partien vor, indem er der Kammer überlässt, sich diesbezüglich zu entscheiden. (Russland.) Unter den unlängst in Petersburg verhafteten Nihilisten befindet sich auch der Anal chisten-sührer Lopdin, der vor einiger Zeit seine Flucht auS Sibirien bewelkstelltgte und dessen Aufenthalt zu ermitteln die Behörden bisher außerstande gewesen waren. Am letzten Freitag wurden 50 der jüngst in der Petersburger Citadelle internierten Nihilisten unter starker Escorte nach der Festung Schlllffelburg übergeführt. (Zur egyptifchen Finanz frage.) Der von der englifchen Regierung acceptierte Plan für die Regelung der egyptischen Finanifrage an Stelle des von Lord Northbloot befürworteten hat — wie der „Ob" seiver" schreibt — die Billigung der continentalen Mächte nicht gefunden. Ferner will der «Observer" wifsen, dass die englische Regierung, bewogen durch den Entschluss Deutschlands und Russlands, in der egypnschen Schuldencasse verirrten zu sein, energische Anstrengungen macht, zu einer Verständigung mit Frankreich zu gelangen. Zu diesem Zwecke sei Sir James Calinichael nach Paris gesendet worden, und die englische Regierung sei bereit, die Idee, den Zinsfuß der egyptischen Schuld herabzusetzen, aufzugeben und Lord Norlhbrooks ursprünglichen Plan wieder aufzunehmen, wenn sie dadurch eine Regelung der egyptischen finanziellen Schwierigkeit erlangen kann. Dlese Mittheilung des „Observer" steht indes im Widersprüche mit den jüngsten Auflassungen der Re> gierung nahestehender Journale, wonach die englische Regierung nicht geneigt zu snn scheint, weitere Concessionen in der egyptischen Finanzfrage zu machen. (Der franco - chinesische Krieg.) 3000 Chinesen beabsichtigten, ein nordöstlich von Chu ge- legenes Dvl f anzugreifen, di? Garnison von Chu gieng jedoch dem Feinde entgegen, zerstreute ihn und brachte ihm beträchtliche Verluste bei. Auf Seite der Franzosen 24 Todte und Verwundete. (Empörung in Korea.) Ein Telegramm der „Times" aus Hongkong bestätigt den Ausbruch einer Empörung in Korea. Dieselbe erfolgte während eines Bankets bei dem englischen Consul. Ein Sohn des Königs und sechs Minister wurden ermordet oder sind in die Berge geflohen. Die in Korea wohnenden Engländer befinden sich in Sicherheit. Nuf dem Flufse bei der Hauptstadt So>enl ist ein englisches Kanonen« boot angekommen. Eine Depesche des ..Standard" aus Shanghn vom 14. Dezember sagt über die Vorgänge in So-enl, es habe am 7. Dezember zwischen Chinesen uno Japanesen ein Kampf stattgefunden und das Gebäude der japanestschen Gesandlschaft sei nieder« gebrannt worden. Der chinesische, bei der japanesischen Regierung beglaubigte Gesandte, der sich gegenwärtig in Shanghai aufhalte, sei aufgefordert worden, sich nach So enl zu begeben. (General Lord Wolseley) verließ Dongola am 13. Dezember, begleitet von einer Ehrenwache von den Truppen des Mudir. Früher hatte er noch eine Unterredung mit diesem, in der er ihn bezüglich der auf dcr Fluskstraße jenseits Merawi etwa verfügbaren Lebensmiltrl befragte. Der Mudir erwiderte, dass um diefe Jahreszeit ein Ueberfluss an Schafen, Durrah, Weizen und Geiste in allen diesen Gegenden zu finden sei. Er wiederholte auch die Gerüchte bezüglich der Zerstreuung des Feindes bei der Kunde von dem Nn-ücken der englischen Truppen. Tagesneuigkeiten. Se. Majestät der Kaiser haben, wie dus ..Prager Abendblatt" meldet, den durch ein? Feuerl-brunft am 26. September d. I. verunglückten Bewohnern der Stadt Mauth eine Unterstützung von 600 st. zu bewilligen geruht. — (Oefterre ichischeS Forsch ungsunter-nehmen in Ostafrila.) In den nächsten Lagen verlassen die Mitglieder der l k. geographischen Gesellschaft in Wien Dr, Pominit von Hardeggrr und Professor Dr. Paulit sch le Trieft, um über Kairo, Aden und Ztila eine Forschungsreise nach den Galla-und Eomali'Ländecn in der Harar-Gegend in Oftafrlka auszuführen. Der Zweck derfelben ist. das Gebiet zwischen der Südlüste des Golfes von Aden und Harar in geographischer und naturw ssenschastlicher Beziehung zu untersuchen und ethnographische, botanische und zoologische Sammlungen anzulegen. Herr Dr v. Hardegg« hat die Expedition mit den vorzüglichsten Instrumenten, wie sie bei einem derartigen wissenschaftlichen Unternehmen in Verwendung kommen sollen, ausgestattet und alle Vorkehrungen getroffen, damit die ethnographischen und naturhiftorischen Sammlungen nach der Heimat geschafft werden können Möge dem wohlvorbereiteten vaterländischen Unternehmen reicher Elfolg beschie-den sein! — (Grubenunglück bei Steierdorf.) Unter die Hinterbliebenen der bei der Gruben-Katastrophe Cm Norn im Herzen. Novell« von Jenny Piorlowsla. (Fortsehuna..) Von diesem Tage an wich von Irmgart alles W'edererwachen früheren Lebensmuthes. Nur noch selten umspielte ein Lächeln ihre schönen Lippen. Eines Morgens traf ein Brief an Miss Alson ^n. Sie erbrach denselben am Flühstückslisch. Der Alief enthielt „och etwas, da« sorgsältig in ein Blatt Apier gewickelt war. Hastiq verbarg sie dasselbe an chrer Arust und blickte auf Charles und feine Mutter. "" zu sehen, ob sie den kleinen Zwischenfall bemerkt ^ben tonnten Wiede, begegneten chre Augen benen des ""gen Baronets, und ihr schönes Gesicht erglühte unter 'kll'em Vl.ck. ^ . Ein plötzlicher Verdacht stieg in seiner Seele auf. ^as tonnte sie, die fo offen und freiherzig war, zu "^bergen haben? c, Irmgart befand sich seit vier Monaten auf Strat. M. und doch wusste Charles von «hrem inneren .^kin und Leben nicht mehr als am ersten Tage. Stet« "9 ein gewisses Etwas in ihrem Wesen, das Reue aus-zudrücken schien Es war, als wenn sie der Baronin "?t> 'hrem Sohne ein Unrecht zugefügt hätte, welches ue wieder qut machen musste. , . . c Charles' Mutter gewahrte n'cht« von seiner tiefen, «"' jeder Stunde sich steigernden Liebe zu dem schönen Mädchen. Arglos wie sie war, fuhr die Baromn ^elmehr in ihren Heiratsbestrebungen l°rt. S.e lud 7 Wschen jungen Damen aus der Nachbar^aft 3 und bestand darauf, dass ihr Sohn auch Mrs. >°" seinen Besnch abstattete und liebenswürdig ^n M's» Mary «?r. Und ohne Widerstreben gab ^U ihren Wischen '"« «nd Ulend jhr hie einzige liefe Leidenschaft femes Lebens borgen blieb. ' Ach, alles, was Charles besaß, ja sein Leben würde er freudig hingegeben haben, um Irmgarts Liebe zu gewinnen. Aber, wehe, keine Hoffnung leuchtete ihm, das höchste Glück je zu erringen. Viertes Capitel. Ein Jahr war vergangen. Wieder kehlte der Iuui mit seinen Rosen zurück, und noch war das heiligste Geständnis in Charles Leben unausgesprochen gelilirbln, noch war das Geheimnis des vön ihm so heißgeliebten Mädchens ein ungelöstes Räthsel. Eines Morgens fafste er einen festen Entschluss. Er hatte die ganze Nacht nicht geschlafen, und ihm war es. als könnte er mit diesem Fieber im Herzen nie wieder Ruhe finden. Er war gewillt, alles zu wagen und dem geliebten Mädchen Herz und Leben zu Füßen zu legen. Als er das Frühstückszimmer betrat, befand sie sich allein in demselben. Zum erstenmale halte sie die Trauera/wä'nder abgelegt, und sie sah in dem weißen Mlllltleide so schön und anziehend aus. dass ihm das Herz höher schlna, als cr sie vor sich sah. Wäre Charles, was man einen erfahrenen Welt. mann nennt, gewesen, so würde er es besser verstanden haben, den geeigneten Moment zu einem Heiratsantrag zu wählen. So, ganz und gar von der einen Idee beseelt, Irmgart zu sagen, dass er sie liebe, und sie zu fragen, ob sie die Seine werden wolle, rissen seine Gefühle ihn hin. Ihre Hand ergreifend und sie fest mit der seinen umschließend, sprach er: „Irmgart, wollen Sie mich eine Minute ruhig cmhören?" Sie blickte ihn ängstlich und betroffen an. ..Wie seltsam sehen Sie mich an?" rief s«e be-bend aus. „Was haben Sir mir zu sagrn?" «Ihnen sagen will ich, dass ich Sie l,ebe, ^>m- gart, dass ich Sie mehr liebe, als mein Leben! Ich kann nicht mehr ohne Sie seinl Sprechen Sie, antworten Sie mir: Wollen Sit die Meine werden?" Sie entzog ihm ihre Hände mit Ungestüm und rang sie in höchster Verzweiflung. ..Was habe ich gethan?" rief sie au«. „O, was habe ich gethan?" Bevor er etwas zu ihrer Beruhigung sagen tonnte, trat die Baronin ins Zimmer. „Meine liebe Irmgart." fagle sie voll mütle» licher Besorgnis, „Sie fehen gar nicht wohl au« heule Morgen!" IlMgart stammelte eine verwirrte Antwort, aber Charles sah, dasK sie lief unglücklich zu sein schien. Ihre Hände zitterten, so dass sie kaum imstande war. den Kaffee einzuschenken. Der Baronet seineslheils war nicht imstande, ein Wort zu sprechen. Was hätte er nicht darum gegeben, wenn seine Mutter eine halbe Stunde später gekommen wäre? Aber die Baronin plauderte munter und unablässig, nichl ahnend, das» sie die Krisis seine« Schicksals unteilnochen halte. Die kleine Familie sah noch am Morgentisch, als der Diener wie gewöhnlich mit den Griefen kam. Es befand sich auch einer fiir Irmgart darunter. Charles war mit dem Lesen einiger für ihn em-getroffenen Briefe beschäfliat. als ein Schrei Irmgarts lyn aufschreckte. Er blick.e auf; sie war aufgesprung/n und stand mit bleichen. zi«ernden L,ppt„ u..d traur.g bl,- ^"^„Ich"mu"^augenblicklich fo.tl" stieß sie in hef- lragte die Baronin in groß-ter Theilnahme. „Meine liebste Freundin ist trank — todtrank, fürchte ich!" versetzte Irmgart händeringend. «Ich muss augenblicklich fort!" (Fortsetzung folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 292 2412 19. Dezember 1884. nächst Anina«Steierdorf Verunglückten wurden vorgestern seitens der österreichisch«ungarischen Staatseisenbahn« Gesellschaft vorläufig 2090 fl. vertheilt. Die List« der Verunglückten weist 45 Todte auf. Die Beerdigung der Opfer der traurigen Katastrophe bot ein erschütterndes Schauspiel. Sarg an Sarg gereiht wurden sie durch Kameraden hinaufgetragen zum stillen Berzlirchhose. Welcher von der Hand der Nergleute mit sinnigen Em» blemen geschmückt ist. Der Geistliche schritt von einem Todten zum anderen und segnete die Leichen ein, worauf die Särge unter lautem, ergreifendem Schluchzen in die Tiefe gesenkt wurden. — (Schlau.) Zwei Kaufleute. Meyer und Müller, sprechen über einen Agenten, mit dem ersterer ein Ge« schüft angefangen hat und in das er den Müller gern mit hineinziehen möchte. Dieser will jedoch nur unter der Bedingung darauf eingehen. dass er den Namen des Agenten erfährt, was Meyer jedoch ablehnt, da er sein Ehrenwort gegeben, den Namen des Betreffenden nicht zu nennen. Nach längerem Verhandeln erklärt endlich Meyer: „Hab' ich gegeben mein Ehrenwort, nicht zu nennen den Namen — werd' ich dir zeigen die Photographie." Local- und Provinzial-Nachrichten. Der Central-Ausschuls der k. k. Landwirtschafts-Gesellschaft für Arain hielt am 7. d. M seine ordentliche Monatssitzung ab. Dem Sihungsprotokolle entnehmen wir Folgendes: Anwesend waren: der Gesellschaftepräsibe.nt Karl Baron Wurzbach«Tannenberg. Vicepräsident Josef Friedrich Seunig. Gesellschaftssecretiir Gustav Pirc und die Eentral.Nusschussmitglieder: Brus.Goll.Ierik.Murnik.Robiö.Souvan. Witscht und Dr. Wurzbach. Um für die diesjährige Generalversammlung, welche am 28. Jänner 1885 stattfindet, alles Nöthige vorzu-bereiten, wurde beschlossen. !n diesem Monate, und zwar den 21. Dezember, noch eine Sitzung des Central' Ausschusses abzuhalten, in welcher auch der neue Gesell« schastsgärtner ernannt werden soll. Das Secretariat wurde beauftragt, den Rechenschaftsbericht in Druck legen zu lassen und an die Mitglieder zu vertheilen. Gesellschaftssecretär Gustav Pirc berichtet: Der N^'chnungsauSweis über die Verwendung der heurigen Nindviehzucht-Subvention im Betrage von 2000 st. wurde dem hohen k l Ackerbauministerium übermittelt Aus dem Ausweise ist zu ersehen, d^ss 32 Stück r?in> blutige Zuchtthiere um den Betrag von 5280 st, 47'/, lr. (Ankclufslosten inbegriffcn) angekauft wurden Für die« selben wurden beim Verlauf an heimische Rindviehzüchter 3373 st. 85'/, lr. gelöst, der Abgang durch die oben erwähnte Subvention gedeckt, von welcher noch em Rest Von 93 st, 38 kr, verbleibt, der auf Rechnung der nächst« jährigen Subvention gestellt wird. Central.Ausschussmitglied B r u s berichtet über die Bitte des Central.Ausschusses an das hohe k. k, Ackerbau« Ministerium bezüglich der Subvention zur Hebung der Rindviehzucht in den besonders verarmten Gegenden des Feistrizthales in Innerkram, Die Schlussrechnungen des Ausstellungs'Comites der Regionalausstellung in Gurlfeld beschließt der Central« Nusschuss dem genaimten Comitö zur Ergänzung rückzu, senden. Der Dank des Morastcultur. Ausschusses für die Benützung des von der Gesellschaft überlassen,n Zimmers zur Kanzlei und für die Aushilfe in den Kanzlei.Arbeiten wird zur Kenntnis genommen. Nach Erledigung mehrerer anderen administrativen Angelegenheiten wurde die Sitzung gefchlossen und fol. gende Herren als neue Mitglieder der Gesellschaft be. stätigt: Anton Brumen, k. k. Bezirksgerichlsadjunct in Noelsberg; W. Lin hart, kl Proftssor an der Lehrer« V'ldungsanstalt in Laibach, und Franz Huzek, kl In« genieur. ebenfalls in Laibach. — (Personalnachricht) Per Commandant des 24. Landwehr Schützenbataillons. Herr Oberst Albin Schwara. hat einen achtwöchentlichen Urlaub an. getreten. — (Gemeindewahlen.) Bei der jüngst in der Ortsgemeinde St. Eantian stattgehabten Gemeindevorstandswahl wurde Josef Globernik. Grundbesitzer von Starava«. zum Gemeindevorsteher. Mathias Rohlman von Dobruikavas. Johann Vovka von Do< brava. Josef IermanZiö von Dru3> Mortiu Matko von Miölover und Mathias Povie von Nuika zu Gemeinde rathen gewählt. — Desgleichen wurden bei der in der Ortsgemeinde Nassen fuß ftattgefundenen Gemeinde, vorstandöwahl Anton Pizmaht von Nassenfuh zum Ge. meindev0lsteb/r. Johann Dolenslk jun. Von Unterlalniz. Franz Pcnca und Johann Deu von Nassenfuß. dann Anton Kovaöii von Log und Johann Saselj von Nassen-fuß zu Gemeinderäthen gewählt. — (Amtliches Verzeichnis der Novo» caten und Notare.) Die l. k. Hof« und Staats« druckerei hat den Verlag des vom k. k. Justizministerium unter dem Titel: „Verzeichnis der Advocate« und l. l No' tare in den im Reichsrathe vertretenen Königreichen und Ländern 1885" herausgegebenen, mit statistischen Ueber- sichten versehenen Verzeichnisses übernommen, welches um den Preis von 60 Kreuzer aus der l. l. Hof« und Staatsdruckerei in Wien oder im Wege des Buchhandels bezogen werden kann. — (Schadenfeuer) Nm 15. d. M. gegen 6 Uhr abends brach beim Besitzer Andreas Gabrajne in Mauniz auf dem Heuboden Feuer aus, welches das Haus. die Stallung sammt Futtervorräthen und einige Lebensmittel sowie das anstoßende Wohngebäude des Georg Gabrajne einäscherte. Der Schade beträgt für ersteren 800 fl., für letzteren 450 st., worauf beide mit 600 fl. und 800 fl. assecuriert erscheinen. — (Gele it scheine für Waffen) Das l. k Ministerium des Innern hat sich mit dem k. k. Ministerium des Aeußern in dem Beschlusse geeinigt, die bisher bestaudeneu Beschränkungen bezüglich der Elthei« lung von Geleitscheinen für Waffen» und Munitions« Sendungen nach Serbien und Montenegro aufhören zu lassen, wornach von nun an Geleitscheine zur Aus- und Durchfuhr von Waffen und Munition nach diesen Ländern auf Grund der Ministerial-Verordnung vom 1l. Februar 1860. R. G. Bl. Nr. 39. von den betreffenden Behörden ohne vorhergehende Ermächtigung des Ministeriums des Innern auszufertigen sind. — (Ein Irrsinniger in der Hofburg.) Der aus Krainburg nach Wien zugereiste Tischlergehilfe Jakob Notar wurde vorgestern nachmittags in der Hof' bürg wegen seines bedenkliche» Benehmens angehalten und auf das Polizei«Commissariat innere Stadt gebracht. Notar, der Spuren von Irrsinn zeigte, musste in die psychiatrische Klinik des allgemeinen Krankenhauses ab gegeben werden. — (Curftipendien.) Der Vcrwaltungsrath des Veamtenvcreines hat in seiner 550. Plenarsitzung vom 9. d. M. beschlossen, im Jahre 1885 aus deu Zinsen des allgemeinen Fonds 4000 st. zu Stipendien für den Eurgebrauch an mittellose, kranke Vereinsmitglieder zu verwenden. Solche Stipendien werde» 20 zu 80 fl, 12 zu 100 fl. und 8 zu 150 fl. bewilligt weiden. Ge, suche müssen spätestens am 15. März 1885 bei der Centralleitung in Wien. 9. Bezirk, Kolingasse Nr. 17. eingelangt sein, Aunst und Aitercttuv. — (Landschaftliches Theater.) Fräul. hardt» muth, beim ersten Auftreten mit lebhaftem Applaus begrüßt, spielte die Nolle der „Amalin" mit dem ganzen Fonde ihrcr dramatischen Begabung und darf diese Leistung zu ihren besten zählen. Ihre correct«! Vortragsweise wirkte gestern im Genen» satze zu vielen übrigen Darstellern wirtlich wohlthuend. Wir zweifeln nicht, dass Fräulein Hardtmuth, welche mit jeder Rolle neuerlichen Fortschritt bekundet, in nicht zu ferner Zeit auf einer strüheien Bühne ihr dramatisches Talent zur vollsten Ausbildung bringen wird. Herr Rosen war dem „Karl" physisch nicht gewachsen. Diese Rolle stellt wirklich kolossale Ansorderungcn, um ihr zu einem vollen Erfolge zu verhelfen. Vom ssrastmonologe im ersten Acte bis zur Tchlussscene ist das Vorhandenseiu unbeug' samcr dramatischer Kraft bedingt. In den kurzen lyrische» Momenten, von Herrn Nosen vorzüglich, weil mit dein richtigen Maße gegeben, ist mir wenig Zeit zur Erholung gegönnt. Herr Rosen erhielt fiir seine Vemühungen nach allen Acten lebhaften Beifall. Herr Jan da verwendete sein ganzes Können ans drn „Franz". In eine Detailtritll lassen wir uns nicht ein. Diese Rolle wird auf allcn Provinzbühnen in gleicher Weife gespielt, Mäßigung, wir mrinen in diesem Falle ein schwaches Nachlassen beim Morden der Coulissen, dürfen wir von einem „Franz Moor" nie erwarten. Auch Herr Jan da participierte endlich am Bcifallc. Die Rolle des „Kosinstu" wird nur mehr ans „Schmieren" von einer Dame dargestellt. Es ist auch keine Berechtigung vorhanden, einen feurigen, 24jährigen Jüngling, der eine Reihe von Abenteuern hinter sich hat und Mordbrenner werden will, von einer naiven Liebhaberin darstellen zu lassen. Herr Linori (der alte Moor) war entsprechend. Ueber die Vertieter der übrigen Rollen zweiten und dritten Grades schweigen wir. -- — (Die Dioskuren! litcrarischcs Jahrbuch des Ersten allgemeinen Äeamtenuelrms der üsterreichisch'Ungarischen Mon» archie, Wien, Universität«'Buchhandlung Manz) Wie so vieles sich im Laufe der Jahre zum Besseren gewendet hat, so ge« wannen auch jene litcrarischen uud fchöngcistigen Productioncn, welche zum Jahreswechsel in die Welt hinausgcscndet werden, an Bedeutung und Gehalt. Vor 40 bis 50 Jahren waren es die „Almanache", welche bei Pfautsch und anderen als Neu« jahrsgaben für die gute Gesellschaft erschienen. Der Golbschuitt, der reiche Einband und einige Stahlstiche waren zumeist das Veste an dieser schönen Wave, die als „Ins" oder „Floia" oder sonst poelisch benannt, ein paar Balladen oder Gedichte von damaligen Notabilitäten, wie I, N, Vogl, Eastclli, Scidl und andeicn als wirkliches Dichtergut enthielten und die übrigen Seite» mit höchst zweifelhaftem Mittel'Gcschreibscl füllten. Wie ganz anders geben sich nun derlei Jahrbücher! Die „Dios-kulsi," treten im l4. Jahrgange als ein stattlicher Groß-Octav» Band mit fast scchshalbhnndert Seiten in die Welt und umfassen Dichlungcn in Prosa und Versen von fast allen in Oesterreich lebenden Autoren, wir finden Reisebilder, Gedichte, Idyllen. Erzählungen, Geschichtliches, Cultur« und Literarhistorisches, Novcllcttcn, Fragmente ans Tragöoien, Lebens» bilder, lurz, eine solche Summe des Lesenswerten, dass man auch heuer wieder die „Dioskuren" unter dem Besten wird an-fuhren müssen. w«s die litcrarischcn Neujahrs.Publicationen drmgen. — Der Reinertrag des Buches ist dem Fonde zur Errichtung einer höheren Töchwschulc gewidmet. UeueftePo^ Original.Telegramme der Laib. Zeitung. Wien, 18. Dezemb,r. (Abgeordnetenhaus.) Die Regierung bringt einen NachtragLcredit für 1884 für den Umbau der ehemaligcn Vtwehlfabnk zu Zwecken der W'ener Universität ein. Per Präsident theilt unter dem Beifall de« Hauses mil, dass er zu dem bevor- stehenden Geburtstage der Kaiserin die Wünsche des Hauses darzubringen gedenke. Abg. Meznil erstattet den Belicht des Sleuerausschusses über die Petition der Gemeindevorsteher in den Bezirken Slraßnih u>d Ungarisch.Ostrau betreff« Steuereinhebung und befliß wortet den Ausschussantrag, diesbezüglich ein eigenes Gesetz zu schaffen. Abg. Mattus bekämpft den Ausschussantrag und bringt einen Antrag ein, die Regierung solle einen allgemeinen Gesetzentwurf über die Form der Steuereinhebung einbringen. Nachdem die Abg. Menger und Hanisch und der Referent für den Ausschussantrag gesprochen, wurde der Antrag Mattus abgelehnt und der Ausschussantrag angenommen. Die Verlängerung des üocalbahngesetzes wurde in dritter Lesung angenommen. Abg. Talir referiert über die Petitionen des Cen« tralvereins für die Zuckelindustrie m,d bringt den bekannten Ausschussantrag ein. Abg. Eduard Gregr erklärt es als die Pflicht der Regierung und des Hauses» der Zuckerindustrie hilfreiche Hand zu bieten. Darum musste er sich gegen den Ausschussanlrag aussprechen, denn der Ausschuss habe nur die Petition des Cen-traloereins für Zuckerindustrie berücksichtigt. Cr müsse darauf dringen, dass auch die Petition der 104 böhmischen Zuckerindustriellen der Regierung zur eingehenden Würdigung empfohlen werde. Wien, 18. Dezember. Der Vorstand der Eicompte-casse dcr niederösterreichischen Escompte-Gesellschaft, Lutas Iauner. ist seit halb 10 Uhr vormittags abgängig; das Vörsengerücht, dass er einen Selbstmord verübte, ist bisher unbestätigt geblieben. Eine Revision der Easse ergab den Abgang von zwei Millionen und sechzigtausend Gulden in Bargeld und Wertpapieren. — Auf die Ausforschung Iauners wurde ein Preis vou 2000 Mark gesetzt. Die nachmittags eifolgte Verhaftung des Escompteurs Heinrich ssufsler soll mit dem Verschwinden Iauners zusammenhängen. L'tzterer soll nicht correcle Wechsel Kufflers escomptiert haben. In der Wohnung Kufflers wurden Wechsel im Betrage von einer Million vorgefunden. London, 18. Dezember. Im britischen Hauptquartier in Korti entdeckte man eiin' Corresponded zwischen französischen Journalisten im Lager des Mahdi und der Franzosen«Elique in Kairo, wodurch der Mahdi über alle Beweguna/n der britischen Truppen auf dem Laufenden gehalten wurde. Von dieser giengen auch die falschen Gerüchte über Gordon aus. Barcelona. 18. Dezember. Eine Dynamit.Txvlo-sion im Slipgenhause eines Priva»a/bä'udeH l>ä>t<'te mehrfachen Schaden an. Es wurde niemand verletz!. 'Angekommene Aremde. Am 17. Dezember, Hotel Stadt Wlen. Breslau, Siuger, hüttig. Me., ">'d Werner. Reis. Wien. — Neumann. ,Nsm,. Sisscl. — ^dlcl von Dlicar, Rechtsprallicant, Leobcn. -Moline, Privat, Neumarltl. Hotel Elefant. Deutsch. Biruer uud Trenmaun, Kfllc.. Nie»> — Mali. Fabrikant. Ncumarktl. Gasthllf Südbahuhof. Vcnczian. Kausm, Trieft. — SpclM, Lllibach._______ Verstorbene. Im Spitale: Den 1 b. Dezember. Martin Stodlar. Arbeiter. 45 I. Üungenemphysem. — Anton Slof, Arbeiter. 45 I., Lunge"' entzündung. Den 16. Dezember. Gertraud Merhar, Inwohner!»' 56 I,. Erysipelas. Landschaftliches Theater. Heute laerader Tag): M o r i l I a. Komische Operette in dr« Acten. Nach einem Märchen frei bearbcilct. — Musil vo" Julius Hopp. Vteteorolllllische Beobachtunstcn in Laib«ud^. " -« ^V° "° " "" 65 s 7U.Mg. 731,13 ^. 0.8 windstill Schnee 22.^ 18. 2 ,. N. 733,71 -j. 2.4 O schwach bewöltt Sch"" 8 .. Ab. 737.48, — 0.8 windstill Regen Morgens Schneefall, abends theilweise Aufheiterung. t>a>»' Nebel. Das Tagesmittcl dcr Wärme -j- 0.8'. um 2.4" m'" dem Normale. ^.-^ Verantwortlicher Redacteur: I. Nagli I! Prekrasno ftožièno in novoletno flarilo! m ImT liavnokar so v naöom založnifitvu izišl» »>st jš| I Poezijß, ziožii S. Gregorüic. i |rp Drugi, pomnozeni natis. — Elegantno vezane jj^JJ ^ in z zlatim obrezkom stanejo Ü gold. y| Lji lg. v. Kleinmayr & Fed. Bamberg \L MlfX knjigotržnica v IJubljani. *$XM Laibacher Zeitnng Nr. 292 24l3 19. Dezember 1834. Course an der Wiener Börse vom 18. Dyemlier 18N4. Vtaats.Nnlehe». L""""te.......«,.<><. 8, z.« «'lberrente.......ez.»5 88-zc. ^4n <°/° «taalslo,^ . »5U st, l«5 75 1»b,5 !^" Slaat«l°I» . ll)0 » 17, 5« ,7» - l^".. ' - - «0 , 1?« 50 1/1- »«mo.ö-entens^eine . per Vl, 45— 47 — f^° l)eft. Volbre«t«, finiersrel . ,o» hll 10i — ^tfl«r. NoteilltRtl, stencrsrei . «^ «0'85 „I-. . «lseub,.«lnl. 1»0sl.«.»2.S. ,4«- i<«l« . «-»ftbah«.Pliorltltl» . . 9770 b8 — « Vtaat«.lDbl. (Una. vftb,) izo — — - « , vom U. iu?e,(>«'—;l,«eo ^»ndentl.. Obligationen (für 100 fl.2.»M.). .^»«hmischt.......l«ß5<» — - !°/'mV'^.......1°»- -- z»,°.""°sleritichlsche . . . .104 5« 10»-- l.7^r'se 5«/« 100 fl. «,<; bl> ll>« »- Pfandbriefe (fnlioufl.) »ubencr. all», sfferr, 4'/,°/« Vold ,z, z^ 1»3 — dt«. ln SO . , Echuld»«lchr.3'/» h« 50 87 — Vest. Hv^°-— veN.-un!,. Banl Verl. 5«/, . 10l 90 15» 10 l>l«. , 4>/,°/l> - l01 ,0 1^,1 30 dto. , 4°/, . , v,-55 S7 7l^ Ung. alla.Vodtucredll»>cliengeI. in Pest in 34 I veil. b'/,°/, , I«1 75 10» 50 PrlolltätS. Obligationen (für 100 il.). «lisabeth'wessbahn I. «mission ,io- . ll, 5N N«binal.b«.^orbbah!! iu Gilb. ls.l 70 !(«'— lftan^Iosc^^.'i!N..... «»> . »0'5c ^»u^ische ilall » Llidwiq » Bahn Lm. >»!>l .i"a N.S. 4>/,v» ' . »9 80 0»b» Oeftcr». «orbwe^bahn . . . .>«<» —10» 22 «lebeubülg» . . . . »»—^ i»-50 Oeld Ware Vt»«t»bahn 1. Emission . . . 188 — —'— Vilbbahn «. ,°/,......1«, — 14l> «0 » ' .. ^H......'" ^ '" « Nnss.«aUz. »ah» . . . , 9, gu »9-ec Diverfe U,se eilbttlose ,f>......l7S5«l«l)— «lllarv-Lose l«D»«HssL«se 20 fl. . . .,51., ,7^ »ant«Actie» (»er GtKH). »nglo»0efterl. Vanl zy? fi, . . ,n «5 »z 7» Ballt.«e,ellsch«ft, Nttucr «)<) fl. ..II ... Vanlverein, Wiener. !<><>«,, . . ,y^.g. ,^,... Vbncr.»«nft.,Oeft.W0ff. ^z 40»/,, „^ —^,«l'5>c, Trdt.»«nft. f. Hand u. G. i«o ss. ,,g.z,o z». iio Crbt-.Vanl «Nn, Un«. «c>o st. . „,5.. ,<>f. 5» wepoftient!., NN>1 .^ao fl. . . . ,^z .»„»50 ««compte.Gcf., !>?l-bclöft. 5!)0 st. 8,0 — Siu — Hhpothele:!b.. «ft. ,»U ft. ,5°/, i. eo-- -l «n- . käudtldanl öft. ^!!2 fl. «. 50°/,«. «b l»0 hs'b» Oeflerl.Uug. Vanl.....«8 — 860 — Nnionbanl 100 fi......,, zz 7,7z; «er!edr»l>l»^s «ll^. 140 II. . I4i'l« 147« - äre Nctie« vo« Transport. Nntenlehmnnge, fper Vtl,^), «breQt.Vllbn »«0 N, «iliin . «l»e !>i 7ü «ls?Id.ssium<«,.V2bi!l!0a «00 fi. .------..- Donan » Dampfschiffahrt > Vcs. Oellerr. 500 st. «Vl.....Kl5 — 52» - Drau.«><,f«at..Ph..Z )^oc»Il.'3 17i» »b'17»! 7li Dnf«Nobenbach««l,<«.»ooN.«, ——! —- -«lisabeth»V»hn 200 fl. TM. . . ,ü« s.« z»4— „ Linz»Vubwri» zoo N. . . «a» 75 >07 ^l^ ,Vlzb.»Ltlol.IIl.H,i»?»lN0N.S, i<>« ,5 il,?^l> is«blnanb«,Norbb. ll>oo fi. «Vl. ,5<.7^ ^Ni ssran»»Iosef«Vab!, i!o0 si. tz.'i>> «08'—!»c« ls, ss«nslircheN'VarcI^His.^o(»il.S. -.-..-»alz.<«l»Lnb»!ff<» l«>»l. TM. z»8 ^ z«3-5b Vraz«»«llach«L.<>».!i0Nfl.Gisclld, zon fl.....>__ . .-. «asch<»2»Oderb. Hilcnb.lon?. V, 148><;» 14» '<ö «enlb«t,>>L,rno>i,.»Iassv V, . . lyg-ea^lÄi, -lilllyb, öst.'Ullg., Trieft 500fl.ll^. ^1 —^57,.. Otilc«. Nl?rk»esii>, !ioa «. Si^, 171 ,5!l75'l5 blo. (Ut, «) !l0» ss. VNs)^ , ,7,z5.>'?7-^ Praz'Nux« Hisenb. 150 q. Gilb, ,5. zi, 55 7b Mudolf» Vahn !«oa fl. Silber . „l- - i»'^50 Gtebendllrger Vilenb. «00 st. E, 179 ?e iz« »5 Gtaalseilenbab,'. «>c> ss, s. ib, . !»>,? z» »ft? «0 Veld Ware Tllbbadn »00 ff. Silver ,47 ,5 «75» li»nlwa!,.Ges.,wr. 170 fl «. «, ,il,^c l,l 5« , «vr . n««l 10» «. . . :«>4 .. >«4 5, Iran»v«rt»«csell y« ^. Nnss.'gali,,. »isenb. «>n N. Vilb»r 17» — ,?»-s,, Nng. Nl»idoftbahu »UU st. Vilb« 1«8 i5 l«» 75 Ung.Vefib.s»taab.Vr«,>»00st.<3 i,z — ,7»>5<> Industrie» Act le» (per «tü. ««t>t>< und ltindbern, Vlscn. llnb V«ahl«Inb. in Wien 100 fl. . «^,— ,5.^. «isenbabuw. Vliiha. I,»o sl. 40, 50 »Hlbemiihl", Pnvlerf. «.«.»«. 58 5<, l.« 50 Vtl,nl»n. Devisen. Deutsche Olähe......e, z« «0 » 4<» ?b Petn«bur,......— — — — Valuten. Ducat«........ »-,» l« «0.»ranc»'«tu W 0 | fb Blutreinigungs-Pillen | 5 8 § r^\ 'Rolle¦fl-5kr- $8 m ^ / J^^JA Vorsendot wird nur eino Rollo. 9 W 8 1 '$Sr Irl èistilne kroglice, c. kr. priw., | fi m fr ( flŽ5«i v ökatljah a 21 kr.; joden zaroj s « äkatljanu h Ä M § V ^Bi ! ßw- 5 kr- Kazi)OöilJJV 8Ü lo Jüdon zav0J' (i M M I Diaae ansgozoichnoton Blutreinigungs-Pillen sind echt d W ö n und stets Msch zu haben in dor Anhörn-Apotheke de8 g © S ? Jul. v T?nköczy i» Laibach, Rathhausplatz ^r. 4. j A Ä CJ Jodo Rollo muss dor /yf ^^^//Jc^^ f\ Q tt K Unterschrift tragen: <>/ oooooooooooc9 Mci-pl-iff^ neuer Roman: „Die Frau mit den Karfunkelsteinen" be-tllXltL ginnt ain 1. Januar in der ^Oart«'!!]!»!!!«»1"" zu erscheinen. Im Laufe dos Jahres werden folgen: „Trudohens Hochzeit'1 von W. Heimburg. „Sanot Michael" von E. Werner. „Der Edelweisskönigu von L. Ganghofer. „Niohts ist so fein gesponnen" von Th. Fontane. — Populär-wissenschaftliche Artikel von Joh. Scherr, M. Pettenkofer, K. Vogt, G. Schweinfurt etc. Vierteljährig fl. 1,10 incl. Stempel, nach auswärts fl. 1,75 mit wöchentlicher Kreuzbandversendung. Zu Abonnements empfehlen sich (4974) 6—4 lg. v. Kleinmayr"& Fei Banterg in Laibach. J't ^.viso! |i r& Erlaube mir, moinon goohrton Kundon hiemit bekannt zu machen, dass ** \W.< ich Konütliigot bin, für Bildor, wclcho noch zu Woibnacliton fortig uua zur ^ '-sis bostimraton Zoil abjfeliosort worden nollon, ala 1-tato» AuJ«ai"«"tttB »amstag jj U den 20. d. M., und für Milder zu Neujahrs.woctoi. doi. 26. d M. in ^^» § i UngQnstige Wittorunff hat boi Momentaufnahme gar kamon Muflu». JM ijm (5151) Hochachtungsvoll ^ 11 Josef Aimer f U nhotoaraphische Anstalt, Hotel Elefant. 1