Mezngspreise jiit Vsterreich-Ungarn ganzjährig K 6 -halbjährig K 3 — jfir Amerika: ganzjährig D. 2- — £iir bas übrige Ausland ganzjährig K 6'50 Briefe ohne Unterschrift werdennichtberücksichtigt, Manuskripte nicht zurück-gesendet. Gottscheer Dote Erscheint mit einer illustrierten Beilage „Vandermappe" am 4. und 19. eines jeden Monates. Bestellungen übernimmt die Mermaltung des Kottscheer Moten in Gottschee sJir. 121. Berichte sind zu senden an die Schriftteitnng des Hottjcheer Molen in Gottschee. Anzeigen (Inserate) werden nach Tarif berechnet und von der Vermattung des Blattes übernommen. Die „Wandermappe" ist nur als Beilage des Gott-icheer Boten erhältlich. Postsparkassen-Konto Nr. 842.285. Mr. 7. Oottschee, am 4. April 1918. Jahrgang XV. ßottsclK« und die südslawische Trage. Kine Entschließung der Stadtgemeindevertretung von Hottschee. In der Sitzung der Stadtgemeindevertretung von Gottschee am 28. März I. I. wurde stirnmeneinhellig nachstehende Entschließung angenommen: „Die von den südslawischen Abgeordneten in der Sitzung des Abgeordnetenhauses am 50. Mai \ty\7 abgegebene Erklärung, in welcher die Errichtung eines südslawischen Staates gefordert wird, dem auch die österreichischen Gebiete südlich der Drau angehören sollen, sowie die hieran sich schließende, ständig wachsende, leidenschaftlich geführte deutschfeindliche Agitation in unseren Südländern haben in der deutschen Bevölkerung des Landes Arain, die seit Jahrhunderten eine der festesten Stützen des Staates bildet und auch im gegenwärtigen Weltkriege für Kaiser und Vaterland hingebungsvoll die größten Gpfer gebracht hat, schwere Beunruhigung und große Besorgnis hervorgerufen, und zwar zunächst in nationaler Beziehung, da es hiebei offensichtlich auf die Unterdrückung und Vernichtung unseres deutschen Volkstums abgesehen ist. Aber auch aus Gründen patriotischer und dynastischer Natur; denn diese wie eine wilde Hochflut hereingebrochene staatsrechtliche Bewegung läßt nicht nur eine äußerst beklagenswerte Schwächung unseres österreichischen Kaiserstaates, sondern auch eine Schädigung und Gefährdung unseres glorreichen Herrscherhauses Habsburg befürchten. Wenn sich auch diese Bewegung gegenwärtig zumeist noch in dynastischem Rahmen hält, so ist hiedurch keinerlei Gewähr dafür geboten, daß sie späterhin unter dem Einflüsse gewisser Kreise nicht immer weiter in das radikale Fahrwasser getrieben werden wird, nämlich unter dem Einflüsse jener Kreise, die auf dem Boden des Korfuvertrages stehen und die Maideklaration als ersten Schritt zur gänzlichen Lostrennung der südslawischen Gebiete von der Habsburger Monarchie betrachten. Das ist ja auch der Grund, weshalb die südslawische Deklaration bei unseren auswärtigen Feinden so lebhaften Widerhall erweckt und so freudige Zustimmung gefunden hat. Die Umgestaltung (Österreichs zu einem losen Bund kraftloser nationaler Kleinstaaten würde die Monarchie nicht nur wirtschaftlich schwächen und der finanziellen Zerrüttung preisgeben, sie würde auch deren politische Macht, ihr Ansehen und ihre Bedeutung aufs schwerste schädigen und infolgedessen sogar ihre Bündnisfähigkeit in Frage stellen. An Stelle des Glück und Segen bringenden „Viribus unitis“ würde als neuer, aber unheil- und verhängnisvoller Wahlspruch eines überspannten, durch und durch selbstischen und das allgemeine Staatsinteresse völlig außeracht lassenden Nationalismus ein „Viribus separatis“ treten — zum Verderben des Veterlandes. Was unsere Feinde sich als Kriegsziel gesetzt, aber mit Waffengewalt glücklicherweise nicht erreicht haben ---r die Zerstückelung (Österreich-Ungarns —, das würde sich sodann als Produkt des Auseinanderstrebens seiner Teile von selbst ergeben. Durch die Vereinigung Krains mit dem angestrebten südslawischen Staate würde weiters die Möglichkeit geboten, nicht bloß den Alpenländern und dem deutschen Volke, sondern auch den übrigen Teilen der Monarchie mit allen ihren Volksstämmen den freien Zutritt zur Adria abzuschneiden oder zu erschweren, wodurch dieser Lebensnerv (Österreich-Ungarns auf das schwerste getroffen würde. Ls kann unmöglich geduldet werden, das Triest, das in volkswirtschaftlicher Beziehung gewissermaßen die Lunge des Reiches bildet, durch einen staatlichen Qtuerriegel von den übrigen Ländern Österreich-Ungarns abgetrennt und der Handelsverkehrsweg nach der Adria Erschwerungen und Hemmnissen ausgesetzt werde. Die Vereinigung Krains mit dem angestrebten südslawischen Staate wäre überdies nicht nur eine Leugnung und Mißkennung der geographischen Lage unseres Kronlandes, sondern auch die Auslöschung seiner mehr als tausendjährigen Geschichte, Seite 50. Gottscheer Bote — Nr. 7. ein vergessen des Werdeganges seiner Kultur, was geschichtlich geworden ist, was in mehr als tausendjährigem Wachstum sich organisch entwickelt hat, das soll nicht einem plötzlich aufgekommenen, von den Feinden unseres Vaterlandes propagierten Schlagworte zuliebe nunmehr auf einmal schonungslos zerstört und vernichtet werden. Das Land Arain aus seinem gegenwärtigen staatlichen Gefüge gewaltsam Herausreißen hieße so viel, wie aus einem gefunden Körper ein ebenfalls gesundes Glied törichter. weife im Wege einer gewaltsamen Operation ausschneiden. Angesichts dieser Sachlage haben die Deutschen in Steiermark, Kärnten, Krain und im Küstenlande sich auf das schärfste und entschiedenste gegen solche staats- und deutschfeindliche Ziele ausgesprochen und mit dieser Abwehrbewegung erklärt sich auch die Stadtgemeinde Gottschee hiemit solidarisch. Seine Exzellenz der Herr Ministerpräsident hat nun in der Sitzung des österr. Herrenhauses am 9. Marz I. Z. erklärt, die Regierung halte beim Umbau und Ausbau unseres künftigen innerstaatlichen Lebens daran fest, daß den Völkern Österreichs im Sinne des Begriffes der nationalen Autonomie die Selbstverwaltung in ihren Siedlungsgebieten, desgleichen das Selbstbe-stimmnngsrecht insoferne zustehe, als dies mit den Voraussetzungen für die Erhaltung und Entwicklung des Staatsganzen in Einklang gebracht werden könne. Die Stadtgemeindevertretung von Gottschee verwahrt sich nochmals nachdrücklichst dagegen, daß ber der Losung der südslawischen Frage den wohlerworbenen, auf eine lange Reihe von Jahrhunderten zurückblickenden Rechten des deutschen Volkes im Süden Abbruch geschehe. Sollte aber die Schaffung autonomer Gebilde in Aussicht genommen fein, so wird mit allem Nachdrucke die Gewährung gesetzlichen Schutzes gegen jede nationale Bedrängung und Vergewaltigung auch für das deutsche Gebiet von Gottschee verlangt, und zwar durch Ausstattung dieses geschloffenen deutschen Gebietes mit autonomen Rechten. Auf solche autonome Rechte hat unser Gebiet nach seiner volkszahl, seinem Umfange und seiner geschichtlichen Entwicklung vollen Anspruch. Das Gebiet von Gottschee, das eine geschloffene geographische Einheit und Besonderheit darstellt, ist bekanntlich die größte deutsch«; Sprachinsel im Süden des Reiches. Ls zählt 18.000, samt den 6000 Auswanderern in Amerika 2^.000 Einwohner in 25 Ortsgemeinden und \7\ Ortschaften. Die Gottscheer sind ein bodenständiges Volk, das bereits 600 Jahre in seiner jetzigen Heimat ansässig ist, deren Ureinwohner ihre deutschen Vorfahren waren. Sie haben vor 600 Jahren selbst den Boden ihrer Heimat gerodet und urbar gemacht und haben sich ihr deutsches Wesen, ihre deutsche Art und Sitte rein und unversehrt erhalten bis auf den heutigen Tag. Das Gottscheer Land galt seit jeher als ein besonderes Gebiet; es bildete früher eine Grafschaft, die im Jahre \7% zum Rang eines Herzogtums erhoben wurde. Seit y06 bildet unser Gebiet auch einen eigenen Reichsrats-Wahlkreis. Auch das deutsche Volksschulwesen des Herzogtums Gottschee ist einem eigenen deutschen Schulinspektorate unterstellt. Es kann also kein Zweifel darüber herrschen, daß das Gottscheer Gebiet Anspruch erheben darf auf Gewährung einer nationalen Autonomie, sowie es andererseits sich auch bewußt ist, den durch Gewährung des Rechtes der Selbstbestimmung ihm erwachsenden Pflichten voll und ganz Nachkommen zu können." Ähnliche Entschließungen wurden auch von sämtlichen Landgemeinden des Herzogtums Gottschee gefaßt, wie wir vernehmen, wird der Deutsche Volksrat für Krain diese Entschließungen an das Ministerratspräsidium in Wien und an die Allerhöchste Kabinettskanzlei gelangen lassen. In jedem Kriegsgarten ein Gienenhans!1 Von W. Tfchinkel, Lehrer in Gottschee. Wir leben in einer ernsten Zeit. Zu den äußeren Feinden gesellt sich im Hinterlande noch die Sorge um das tägliche Brot. Längst schon sind selbst in den größten Städten die Zier- und Blumengärten verschwunden und jedes kleinste Plätzchen wird zum Anbau von Gemüse verwendet. Es liegt natürlich im Interesse der Allgemeinheit und jedes. Einzelnen selbst, neue Gebiete der Landwirtschaft zu erschließen oder bestehende besser auszugestalten. Dies gilt besonders aus dem Gebiete der Bienenzucht. Die Bienenzucht steckt in den meisten Gebieten Krams noch in den Kinderschuhen, und doch haben uns die letzten Jahre gelehrt, daß der Honig nicht mehr Genuß-, sondern Nahrungsmittel geworden ist. Mehr als 300.000 Kilogramm dieses köstlichen Nahrungsmittels gehen uns allein im Gottscheerlande dadurch verloren, daß die Bienenzucht in vielen Orten nahezu gar nicht be- i Dieser beherzigenswerte Weckrus wurde vom Herrn k. k. Landesschul-inspektor Albin Belar angeregt und es wurden die Schulleitungen sämtlicher deutschen Schulen mit demselben beteilt. Wir wünschen der angeregten, sehr begrüßenswerten Aktion im Interesse der Heimat besten Ersolg. trieben wird, andererseits bringen die bei uns im Gebrauch stehenden „Bauernstöcke" so gut wie gar keinen Honigertrag. Es gilt nun, die Bienenzucht in neue Bahnen zu lenken. Unsere Imker hätten mit dem Bauernkastelsystem zu brechen und an seine Stelle hätte der Mobilbau (Rähmchensystem) zu treten. Ist doch bei den Alberti-, Breitwabenstöcken usw. der Ertrag ein ungleich höherer, das Arbeiten ein sehr einfaches. Es ist keine Seltenheit, daß ein moderner Stock 20, 30 und noch mehr Kilogramm kostbaren Schleuderhonig in einem Jahre liefert. Bei dem herrschenden Honigpceise ist das keine zu verachtende Einnahmsquelle! Der mittelbare Nutzen jedoch, den uns die Bienen durch Befruchtung der Blüten der Pflanzenwelt verschaffen, ist mindestens ebenso wertvoll. Die Regierung der nordamerikanischen Union hat vor einigen Jahren in einem Berichte den Wert des Honigertrages der Vereinigten Staaten ans 20 Millionen Dollars, den Wert des Wachses auf 2 Millionen Dollars beziffert. Trotz dieser hohen Werte erklärt der Bericht, daß die Bienen in Nordamerika durch Blütenbefruchtung noch mehr Nutzen stifteten als durch Honigerzeugung. Faßt man noch ins Auge, daß die Bienenzucht veredelnd auf Herz und Gemüt einwirkt, daß es der Imker vorzieht, das Leben und Treiben seiner Bienen zu beobachten, anstatt im Gasthause die kostbare Zeit und sein sauer erworbenes Geld zu vergeuden, so kann ich wohl jedem, der auch nur ein bescheidenes Gärtchen sein Eigen nennt, die wohlmeinenden Worte zurufen: „Werde Imker!" Jeder Anfänger kaufe sich 3—5 bevölkerte „Bauernstöcke", lasse sich vom Tischlermeister G. Händler in Morobitz oder Trink in Laibach doppelt so viele „Albertistöcke", als er „Bauernstöcke" hat, anfertigen, lasse sich von Karl Krah in Grein a. D. Kunstwaben kommen, alles Nähere kann er jederzeit vom Schreiber dieser Zeilen erfahren. Frisch ans Werk, es muß gelingen! Öariumgi Von zuverlässiger Seite wird uns milgeteilt, daß sich in unserer Gegend Individuen herumtraben, die für densüdslawi-schen Staat Unterschriften sammeln, und zwar auch bei Landesgenossen deutschen Stammes. Den arglosen Frauen, die vom Inhalte der ihnen zur Unterschrift vorgelegten Schrift nichts wissen, wird dabei vorgespiegelt, daß es sich um eine Begehrschrift um Erhöhung der Unterhaltsbeiträge handle. Um diesem groben betrügerischen Unfuge zu steuern, empfiehlt es sich, jeden solchen vorkommenden Fall sofort beim Gemeindeamte zur, Anzeige zu bringen. Aus Stadt und iand. (Erklärung.) Die am 26. März in Gottschee vc-sammelte Lehrerschaft der deutschen Schulen im Bereiche des bestandenen Herzogtumes Gottschee hat nach eingehender Beratung aus patriotischen und nationalen Gründen gegen die Schaffung eines selbständigen südslawischen Staates Stellung genommen, sich zwecks Erhaltung der in der Sprachinsel Gottschee seit Jahrhun-L len in Schule und Haus treu bewahrten deutschen Kultur und Sprache der von der Gottscheer Geistlichkeit am 23. Jänner 1918 gefaßten Entschließung vollinhaltlich angeschlossen und der Versicherung Ausdruck gegeben, jederzeit für die in dieser Entschließung ausgesprochenen rein vaterländischen und heimatlichen Ziele mit ganzer Kraft einzutreten. Die Gottscheer Lehrerschaft. — (Verleihung der Gehetnuatswürde.) Der Kaiser hat dem Landesprästdenten im Herzogtume Krain Herrn Heinrich Grafen Attems-Heiligenkreuz die Würde eines Geheimen Rates'verliehen. — (Neue P ala st d am e.) Frau Johanna Gräfin von Meran, geb. Prinzessin von Auersperg, wurde zur Palastdame der Kaiserin ernannt. — (K. k. Fachschule für Holzbearbeitung.) Seine Exzellenz der Minister für öffentliche Arbeiten hat für die restliche Dauer des laufenden Schuljahres den Lehrer an der Fachschule für Tischlerei in Königsberg Herrn Hans Höller provisorisch der k. k. Fachschule für Holzbearbeitung in Gottschee zur Dienstleistung zugewiesen. — (Bon der Südbahn.) Der Adjunkt Herr Josef Hö-nigmann von St. Peter in Krain wurde nach Cormons versetzt. — (Vom V olk s schuldienste.) Der k. k. Bezirksschulrat in Gottschee hat die bisherige Supplentin an der Mädchenvolksschule in Gottschee Fräulein Rosa Zurl zur prov. Lehrerin an der Volksschule in Morobitz ernannt. — (Ernennung.) Herr Walter Kaucky wurde zum Postamtsadjunkten ernannt. — (Kriegsauszeichnung.) Dem Tit.-Korp. Josef Jak-litsch, IR 17, wurde die Bronzene Tapferkeilsmedaille verliehen. — (Kri e g sre i s eprüfung.) In Ergänzung unserer Berichte über die in jüngster Zeit am hiesigen Staatsgymnasium ab- gehaltenen Kriegsreifeprüfungen teilen wir mit, daß der Einj.-Frei-willige Herr Ernst Heine kürzlich die Kriegsmatura mit Auszeichnung abgelegt hat. — (Präsentierung.) Der Laibacher Gemeinderat hat den Pfarrer in Zeter und namhaften slowenischen Schriftsteller Herrn Franz Finžgar zum Pfarrer der Vorstadtpfarre Tirnau in Laibach präsentiert. — (Ein englisches Flugzeug abgeschossen.) Schon früher einmal ist es bekanntlich Herrn Oberleutnant Otto Hermann gelungen, einen Volltreffer auf ein feindliches Flugzeug zu erzielen. Kürzlich hatte der Herr Oberleutnant neuerlich einen schönen Erfolg zu verzeichnen, indem er an der südwestlichen Front ein englisches Flugzeug abschoß. — (Trauung.) Vor wenigen Tagen wurde Herr Gustav G l a d n i g g, k. u. k. Hauptmann im Infanterie-Regiment Nr. 10, mit Fräulein Hilde Riesner in Mähr.-Schönberg getraut. Unseren herzlichsten Glückwunsch I — (Todesfälle.) Am 22. März ist in Gurkfeld der Bezirksförster Herr Eduard Pfeffer er im 62. Lebensjahre einem Lungenleiden erlegen. Der Verstorbene war ein Sohn des im Jahre 1876 in Gottschee verstorbenen Steuereinnehmers Herrn Adolf Pfeffern. — Am 2. April starb hier nach längerem Leiden und versehen mit den heil. Sterbesakramenten Herr Josef Asoli, Ka-minfegermeister und Hausbesitzer, im 49. Lebensjahre. Sie ruhen in Frieden. — (Freude über die großen Siege im Westen.) Seit Tagen werden die Ereignisse im Westen mit geradezu fieberhafter Spannung verfolgt. Überall herrscht die Meinung, daß die größte Entscheidung des Weltkrieges, vielleicht der Schjußkampf im Gange ist. Wir begrüßen freudigst die Sifge über England, für das endlich der Zahltag gekommen ist. Am 30. März legte unsere Stadt zur Feier der großen Siege im Westen Flaggenschmuck an. Nun heißt es für den Endsieg nur noch bis zum letzten Mann fest und unerschütterlich bleiben. Dann wird uns allen ein rühm- und .ehrenreicher Friede sicher sein. ■— Daß auch unsere Artillerie bei der Erreichung der herrlichen Erfolge mitgewirkt hat, gereicht uns zu besonderer Genugtuung. — (Abg. GrafBarboüberdiesüdslawischeFrage.) Graf Barbo veröffentlichte in der „Neuen Freien Presse" vom 20. März I. I. einen Aufsatz über die südslawische Frage, bei der drei Richtungen zu unterscheiden seien: die großserbische, die südslawische und die großkroatische. Die jugoslawische Richtung verlange die Vereinigung der Slowenen mit den Kroaten und Serben. „Schon der Umstand, daß sich die Entente für dieses Ziel einsetzt, zeigt klar und deutlich für jeden, der nicht absichtlich die Augen schließt, um nicht zu sehen, daß die Folgen verderbliche sein müßten. Die Worte vom Selbstbestimmungsrecht der Nationen, von der Freiheit der kleinen Nationen, der ewigen Gerechtigkeit usw., welche Wilson, Lloyd George, Clemenceau und Konsorten im Munde führen, wird jeder durch Schlagworte nicht ganz irregeleitete Mensch als Grund an sich für die Kriegführung unserer Gegner nicht wirklich ernst nehmen. Unsere Gegner wissen ganz gut, daß Österreich als Föderativstaat keine aktive Politik mehr führen könnte, daß es bündnisunfähig wäre und, als eine Art größere Schweiz, nur als vorübergehend geduldete Monarchie weiter existieren würde. Im Besitz der einzigen Küste Österreichs würde der neue südslawische Staat sehr bald diese seine Macht den übrigen Teilen des Gesamtstaates fühlbar machen, da würden gar keine Präventivmaßregeln nützen. Schritt für Schritt würde eine größere Selbständigkeit und Erlangung von Vorteilen auf jedem Gebiete zum Schaden des Staatszentrums, zum Schaden der deutschen Industrie und des Handels gereichen. Die Entfremdung würde mit jedem Tage größer werden, das Streben nach gänzlicher Unabhängigkeit die naturnotwendige Folge sein. Und der letzte Schluß wäre die Verwirklichung der großserbischen Ziele. Eine angemessene Politik kann nur diejenige fiin, welche den Slowenen klar und entschieden auseinandersetzt, daß ihnen bei Verfolgung der Richtung, die sie eingeschlagen haben, jeder Erfolg versagt bleibt, weil sich die Monarchie nicht schädigen lassen kann, weder durch parlamentarische Verlegenheiten, noch auf der großen kommenden Friedenskonferenz, bei welcher dasjenige, was auf den Schlachtfeldern abgewehrt wurde — die Zerstückelung Österreich-Ungarns — nun in sie als schleichende, sicher zu Tode führende Krankheit hineinzutragen versucht werden soll. Eine Politik, aus der die Slowenen erkennen müssen, daß sie ihnen genügende Garantien bietet, um jegliche Angst vor einer Unterdrückung hintanzuhalten, aus ber sie sehen, daß man sie durchaus nicht als Quan-tite negligeable behandelt, sonbern auf ihre Staatstreue rechnenb mit 'ihnen Zusammenarbeiten will. Würben sie auf eine solche Lösung nicht eingehen wollen, bann freilich würben sie wohl deutlich zu erkennen geben, daß diejenigen, welche an ihren österreichischen Patriotismus glauben, und hiezu gehört der Schreiber dieses Artikels, in einem verhängnisvollen Irrtum befangen waren." — (Die Auserstehungsfeier) fand am 30. März um 5 Uhr nachmittags mit militärischem Gepränge statt. Am heiligen Grabe hatten je zwei Soldaten, die jede halbe Stunde abgelöst wurden, bie Ehrenwache gehalten. Die Anferstehungsprozession bewegte sich unter bem Läuten ber Glocke, betn Donner der Kanone im Kirchturme, den Klängen der Militärmusik und den Auferstehungsgesängen des Sängerinnenchores über den Hauptplatz und Auerspergplatz durch die festlich geschmückte und beflaggte Stadt wieder zur Kirche zurück. Vor und hinter dem Baldachin marschierte je eine Abteilung Artillerie, rechts und links flankierten je 4 Mann bas Allerheiligste. Die Beteiligung bes gläubigen Volkes war eine ungemein große. Das mit Tannenzweigen geschmückte Militär hatte vor ber Kirche und aus dem Hauptplatze Aufstellung genommen. Am Schlüsse defilierte das ausgerückte Militär — gegen 1000 Mann — vor dem Herrn Hauptmann Belmont und dem Offizierskorps. Die Feierlichkeit machte einen ungemein imposanten, erhebenden Eindruck. — (Einlagen in Sparkassen.) Die enorme Teuerung aller lanbmirtfchnftlichen unb gewerblichen Probullte einerseits und der Mangel an Gelegenheit zur Anlage des Erlöses sei es in Rohstoffen, sei es zur Verbesserung von lanbwirtschaftlichen Grundstücken, des Viehftanbes ober von Gebäuden hat eine überaus große Gelb« Pfiffigkeit zur Folge. Wenngleich eine stetige bedeutende Steigerung der Spareinlagen verzeichnet werden kann, so befinden sich noch immerhin große Kapitalien in Händen der ländlichen Bevölkerung, ohne daß sie nutzbringend angelegt wären. Eine möglichst weitgehende Aufsaugung dieser Gelber burch Sparkassen erscheint aber geboten, um sie dadurch den Staatskassen znzuffihren und eine weitere Vermehrung des Banknotenumlaufes ganz oder zum Teile zu vermeiden. Es sollte daher jedermann, der über entbehrliches Geld verfügt, dasselbe schon in seinem eigenen Interesse nutzbringend unb vollkommen sicher in bte Sparkasse entlegen, anstatt es zu Hause zu behalten, wo es keine Zinsen trägt unb ber Gefahr eines Verlustes burch Feuer, Diebstahl, Einbruch usw. ausgefetzt ist. — (Kunstmaler Stal je r.) Wir erhalten von Herrn Kunstmaler Hans Staljer in Wien folgenbe Zuschrift: „In der Märznummer Ihres uns so lieben Blattes waren Sie so freundlich zu fragen, ob der Maler Stalzer ein Gottscheer ist. Erlauben Sie, daß ich selbst antworte. Mein Vater, Johann stalzer, war aus Ober-Deutschau, kam in jungen Jahren nach Wien, wurde Kaufmann und starb, säst 80 Jahre alt, im Juli 1915. Er hing mit der größten Liebe an feiner Heimat und erzählte uns in solcher Anhänglichkeit von seiner Jugendzeit, daß wir schon längst die Absicht hatten, alle die Orte aufzusuchen, die ihm so teuer waren. Wie der Krieg beendet ist, will ich mit meiner Frau kommen, und wenn Ew. Hochw. es gestatten, werden wir uns erlauben, auch Ihnen unseren Besuch abzustatten. Ihr gütiges Interesse meine Person betreffend veranlaßt mich, Ihnen einige Daten mitjuteilen. Ich bin im Jahre 1878 geboren, absolvierte die Wiener Akademie der bil-benbett Künste, wo ich bei Abschluß meiner Stubien bas gtoßfe Staatsstipenbimn, den sogenannten „Rompreis", erhielt, war dann fast ein Jahr in Italien und widmete mich hauptsächlich dem Porträtfache. Seit 1909 bin ich Mitglied des Künstlerhauses und unter meinen ausgestellten Bildern und den anderen Porträts wären hauptsächlich ju nennen: die Bildnisse der Herren Erzherzoge Rainer, Franz Salvator, Friedrich und Albrecht Franj, Karbinal Nagl, Prälat Sailer von St. Florian. Pater Abel, Ex;. Graf Berchtolb, Graf Ezernin, Exz. Baron Call und viele andere Aristokraten und Berühmtheiten; die amerikanische Botfchastersgattin Exz. Penfield, Exz. Gräfin Wimpffen und anbere mehr. Seit bret Jahren bin ich eingedickt, zuerst als Freiwilliger — ba ich früher nicht gebient hatte —, jetzt schon seit längerer Zeit als Kriegsmaler. Als solcher nahm mich Exz. Gras Ezernin zu den Friedensverhanblungen nach Brest-Litmvsk mit, von wo ich eine ganze Menge höchst interessanter Skizzen unb Silber mitbrachte. Wenn Ew. Hochw. einmal nach Wien kommen, würbe es mich herzlichst freuen, wenn Sie meinem Atelier bte Ehre Ihres lieben Besuches schenken wollten. Ich bin schon feit zehn Jahren Mitglieb bes Vereines der Deutschen aus Gottschee in Wien und hatte immer meine helle Freude daran, wie alle jufatnmenhalten unb an ihrer Heimat hängen." Dem liebens-wfirbigen Schreiben waren mehrere Künstlerkarten beigeschlossen, die nach Bildern von Herrn Stalzer gedruckt wurden: Erzherzog Friedrich, Charitas, Blonde Schönheit, Guckindiewelt, Pater Abel, In einem kühlen Grunde, Flut. Wir beglückwünschen Herrn Stalzer zu seinen schönen Erfolgen und freuen uns herzlichst, daß der Stern dieses unseres heimatlichen Künstlers in stetem Steigen begriffen ist. Heil, Ruhm und Erfolg seinem künstlerischen Schaffen! Ein Blick auf die Bilder genügt, um uns zu überzeugen, daß wir es mit einem Maler von befonberer Begabung, mit einem Künstler von Gottes Gnaben ju tun haben. i — (Vom Wetter.) Nach mehreren schönen Frühlingstagen erhob sich am 22. Mürj ein heftiger Wind, der uns über Nacht Schnee brachte. Am 26. März war in der Frühe alles in eine weiße Decke gehüllt. Am 27. März trat Ausheiteruug und mit ihr Kälte ein. Es waren sechs Grad R unter Null und am nächsten Tage war's noch kälter. Dabei herrschte prächtiges, sonniges Wetter. Weiße, kalte Ostern! Sodann kam ein heftiger Schirokko, der den Schnee hinwegfegte. — (Vorträge über Bienenzucht.) Die Krainer Biene ist in der ganzen Welt auf das vorteilhafteste bekannt. Neu aber wird es vielleicht manchem fein, baß bas Gebiet von Gottschee nach fachmännischem Urteile sich für ben Betrieb einer ertragreichen Bienenzucht ganz vorzüglich eignet, besser als viele anbere Gegenden Krams. Das scheint einzelnen heimischen Imkern schon früher bekannt gewesen zu sein, betttt bereits vor etwa 80 Jahren hat der Bienenzüchter Pfarrer Georg Jonke ein treffliches Büchlein über die Bienenzucht herausgegeben, das schnlbehördlich auch d'er Lehrerschaft aufs wärmste empfohlen wurde. Und nun hat wiederum eine sehr begrüßenswerte Bewegung begonnen, die sich die Hebung unserer heimischen Bienenzucht zum Ziele setzt. Herr Lehrer Wilhelm Tschinkel in Gottschee hat im hiesigen Rekonvalesjentenhanse des Roten Kreuzes schon durch zwei Jahre eine Reihe von Vorträgen über Bienenzucht gehalten, die viel Beifall fanden und beste Erfolge erzielten. Seine früheren Zuhörer, verwundete und genesende Krieger aus allen Ländern und Provinzen unseres Reiches, haben diesen Vorträgen großes Interesse entgegengebracht und so manches aus Oberösterreich, Ungarn usw. eingelaufene Dankschreiben beweist, baß bte gebotenen Anregungen auf fruchtbaren Boben gefallen sinb. Auch für bie ehrw. Barmherzigen Schwestern würben Vorträge abgehalten und darf das Bienenhaus im Marienheim als ein nachahmenswertes Muster hingestellt werden. Nunmehr hat Herr Lehrer Tschinkel seinen für unsere Heimat so nützlichen unb bebeutsamett Bemühungen einen weiteren, allgemeineren Rahmen gegeben, indem er sich nämlich dazu entschlossen hat, im Gebiete von Gottschee eine Reihe von Vorträgen mit Demonstrationen zu veranstalten. Der erste dieser Vorträge wurde am 17. März um 2 Uhr nachmittags im Gasthause des Herrn Josef Jaklitsch in Zwischlem abgehalten. Die Versammlung erfreute sich eines guten Besuches, der Vortrag wurde mit lebhaftem Interesse ausgenommen unb es er- und Iren ner, agl, old, und-telb, i ich >ient 'eher nach nter nach nem bin aus wie ens-bte ach, nem men iefes peil, auf nem sttes lgen acht eine : ihr iften tter. den iene aber nach nen- ins. ge- nen- bte Haft sehr erer eim des ;gen nlge eger efen aus daß tuch iae- ach- hrer men Dem eine Der ags we- der er« Mrten sich sofort mehrere bereit, die Bienenzucht auf moderne Weise zu Betreiben und sich Alberti-Stöcke anzuschaffen. Ein zweiter ebenfalls recht gut besuchter Vortrag fand am 19. März im Schneiderschen Gasthaus in Seele statt. Auch dort werden sich mehrere Besitzer moderne, bessere Bienenstöcke einrichten. Hieran reihte sich am 24. März ein dritter Vortrag im Schulhause in Mitterdorf, dem insbesondere seitens der Geistlichkeit und Lehrerschaft lebhaftes Interesse entgegengebracht wurde. Sehr gut besucht war der am 25. März im Gasthause des Herrn I. Göstel in Graflinden abgehaltene'Vortrag. Nicht bloß aus der Ortschaft selbst, sondern auch aus Unterlag, Unterdeutfchau, Ramsriegel, Turn, Oberpockstein, Römergrund, Sichtenbad), Reintal und Preriegl hatten sich zahlreiche Teilnehmer eingefundeu. Auch hier wurden mehrere Bestellungen auf Albertistöcke gemacht. Es wurde weiters dem Wunsche Ausdruck gegeben, daß in dev Stadt Gottschee ein Zweigverein für Bienenzucht gegründet werden möge, an den sich sodann die Imker unseres ganzen Gebietes anschließen könnten. Belobende Erwähnung verdient es, daß am Vortrage auch mehrere Frauen teilnahmen, deren Männer im Kriege sind. Überhaupt ist es warm zu begrüßen, daß während des Krieges und der Abwesenheit der Männer in manchen Gegenden unseres Ländchens Frauen die Bienenstöcke mit gutem Erfolge Betreut haben. Die Reihenfolge der weiteren Vorträge ist folgende: am '7. April um Va2 Uhr nachm. im Schulhause zu Stalzern, am 14. April um 21h Uhr im Schulhause zu Nesseltal, am 21. April um 2V2 Uhr im Schulhause zu Mosel, am 28. April um 2 % Uhr im Schulhause zu Altlaa, am 5. Mai um 2% Uhr im Schulhause zu Ebental, am 9. Mai um. 2 Uhr' im Hause des Herrn M. Kump in Hasenfeld. Es werden also im ganzen 10 Vorträge abgehalten. Nach Schluß dieser Vorträge beabsichtigt Herr Lehrer Tschinkel, dem für seine uneigennützigen, patriotischen Bemühungen der beste Dank gebührt, einen Vortrag mit praktischen Übungen an seinem eigenen Bienen-ftaate in der Stadt Gottschee abzuhalten. Also, Gottscheer Landwirte, laßt die Gelegenheit nicht vorübergehen. Nützliches zu lernen. Der hohe Preis des Honigs ist ja eigentlich schön das zugkräftigste Aaitationsmittel zur Hebung und Besserung der Bienenzucht. Das Geld liegt zwar nicht auf der Straße, aber es lagert massenhaft auf unseren blumenreichen Wiesen und blütentragenden Bäumen. D:e Bienen tragen es fleißig nach Hause. Und wer einmal ein Imker geworden ist, der läßt nicht mehr locker I — (Verlängerung von Enthebungen.) Die mit Termin enthobenen Landsturmpflichtigen bringen oft erst unmittelbar vor Ablauf des Termines Gesuche um Verlängerung der Enthebung ein. Das Ministerium für Landesverteidigung hat nun angeordnet, daß Gesuche um Verlängerung der Enthebung zehn Wochen vor Ablauf des Termines eingebracht werden müssen. — (Der Fürstb ischof von Gurk) gegen die Unterschriftensammlung für die südslawische Deklaration. Fürstbischof Dr. Adam Hefter hat an die slowenische Geistlichkeit seiner Diözese ein streng vertrauliches Rundschreiben gerichtet, worin er sie warnt, sich an der Agitation für die südslawische Deklaration zu beteiligen. Es heißt darin u. a.: „Traurigen Herzens sehe ich vor mir die außerordentlich schlimmen Folgen in religiöser Beziehung, die eintreteu werben, wenn in einer die Leidenschaften in ihren tiefsten Tiefen aufwühlenden Frage ein nicht unbeträchtlicher Teil des Klerus als Rufer im Kampfe erscheint. Kraft der mir übertragenen bischöflichen Gewalt untersage ich jede agitatorische Tätigkeit des hochw. Klerus in dieser Angelegenheit, insbesondere das persönliche Sammeln von Unterschriften." — (Der Deutsche Priesterbund Kärntens zur südslawischen Frage.) Die Leitung des Deutschen Priesterbundes Kärntens hatte für den 20. v. M. die Mitglieder zu einer Versammlung nach Klagenfurt eingeladen, In dieser aus allen Teilen Kärntens äußerst zahlreich besuchten Versammlung wurden einstimmig folgende Beschlüsse gefaßt: 1. Als deutsche Priester begrüßen, wir die nationale Einigung und Zusammenarbeit aller Deutschen Österreichs im Kampfe für Staat und Volk. 2. Vom staatlichen wie nationalen Standpunkte aus sind wir grundsätzliche Gegner der tytf die Errichtung eines südslawischen Staates gerichteten Bestrebungen. 3. Als katholische Priester verurteilen wir jede Hineinzerrung der Religion in den politischen Kampf um Südslawien und jede die religiösen Gefühle verletzende Form der Agitation." — (Die Sommerzeit beginnt erst am 15. April.) Nach der Verordnung des'Gesamtministeriums vom 7. v. sollte die Sommerzeit in Österreich am 1. April beginnen und am 29. Sept. enden. Mittlerweile wurde im Deutschen Reiche, abweichend von der ursprünglichen Absicht, die Sommerzeit für die Zeit vom 15. April bis 16. September eingeführt. Infolgedessen wird sie auch in Österreich und Ungarn auf die Zeit vom 15. April bis 16. September verlegt. —• (Sitzung der Gemeindevertretung.) Am 28. März fand hin 5 Uhr nachmittags eine Sitzung der Gemeindevertretung statt. In den Heimatsverband wurden ausgenommen Franz Widmar und Lorenz Sorger. Dem Feldhüter Kceuzmayer wurde, die Besoldung auf 1200 K jährlich erhöht. Dem Staatsamtssekretär Karl Porupski wurde die Vorrückung in die nächsthöhere Gehaltstufe zugesprochen. Dem Deutschen Schulverein in Wien nvird eine Unterstützung von 100 K, dem Vereine Südmark in Graz eine Unterstützung von 50 K bewilligt. Zwei Ansuchen um Unterstützungen wurden abgelehnt. Ein Rundschreiben des Landesansschusses wird für die nächste Sitzung zurückgestellt, weil noch gründlichere Vorberatungen sich als notwendig erwiesen haben. Dem Johann Schufte-ritsch in Mooswald wird eine monatliche Unterstützung von 10 K und dem Franz Rom in Gottschee eine solche von 12 K monatlich bewilligt. Um die durch den Kohlenankauf für den Betrieb des Elektrizitätswerkes im ersten Vierteljahr erwachsenen Mehrkosten zum Teil zu decken, wird die Einhebung eines Aufschlages von 20% für diesen Zeitabschnitt genehmigt. Auch unsere Gemeindevertretung erklärt sich einig mit den übrigen Deutschen der Alpenländer, daß den Bestrebungen der Slowenen, ein südslawisches Reich zu gründen, der äußerste Widerstand entgegengesetzt werden muß. Eine mit Heilrufen einhellig angenommene Entschließung bringt diese Willensäußerung zum Ausdrucke. — (Anmeldung von Holzvorräten.) Nach einer behördlichen Anordnung sind Vorräte an behauenem oder gespaltenem Holze anzumelden, wenn sie mindestens 300 Festmeter Nutzholz oder 300 Raummeter Brennholz ausmachen. Die Anmeldungen sind unter Benützung der vorgeschriebenen Musterformularien nach dem Stande vom 31. März 1918 zu verfassen und spätestens am 8. April 1918 an die Holzwirtschaftsstelle in Wien I., Reichsratsstraße 11, einzusenden. Diese Vorratsanmeldungen sind sodann in gleicher Weise vierteljährlich, und zwar nach dem Stande vom 31. März, 30. Juni, 30. September und 31. Dezember jeweils bis zum. 8. des darauffolgenden Monates an die Holzwirtschatfsstelle einzusenden. — (Der Friedensvertrag mit Rumänien) wurde bereits festgelegt und wird in den allernächsten Tagen unterzeichnet werden. — (Die große Kaiserschlacht im Westen.) Im Westen tobt eine wahrhaft gigantische, eine riesenhafte Schlacht, eine Schlacht, tote sie in solch gewaltiger Größe auch im jetzigen Weltkriege noch nicht vorgekoinmen ist. Es ist die größte Schlacht der Weltgeschichte. Millionen kämpfen gegen Millionen. Auch die Anhäufung von Artillerie ist eine ganz ungeheuere und in dieser Massenhaftigkeit noch nie da gewesen. Jedermann fühlt es, es geht um alles, es kommt die Entscheidung im Weltkriege 1 Auf dem Schlachtfelde zwischen der Scarpe und der Oise hat bei Man chy —- Cambrai —- St. Quentin —- La Fere innerhalb dreier Tage, vom 21. bis 23. März, das englische Heer die größte Niederlage, welche die britische Geschichte bisher kennt, erlitten. Der Durchbruch ist gelungen, die Wucht des deutschen Angriffes schreitet seither vorwärts von Sieg zu Sieg. Am 25. März fiel Bapaume, sodann Albert, Noyon, Rot)e. Mit Albert bekamen die Deutschen den Endpunkt der Straße in die Hände, die schnurgerade nach dem kaum 27 Kilometer entfernten Amiens führt. Die hierauf erfolgte Eroberung von Montdidier war von größter Bedeutung, da die Stellung der Deutschen dortselbst bereits einer Bedrohung von Paris gleichkommt. Die Lage der Feinde wurde eine immer kritischere, ihre Front war nunmehr (29. März) bereits in 60 Kilometer Tiefe durchbrochen, die Deutschen standen bereits 25 Kilometer vor dem so überaus wichtigen Amiens. Der Geist, der die deutschen Führer und Truppen nach ihren großen Erfolgen beseelt, ist auch angesichts der ungeheueren Tragweite des Durchbruches von jeder Ueberhebung weit entfernt. Eine dankbare, fromme Stimmung liegt über allen. In der Brust eines jeden dieser bis in den Tod getreuen deutschen Männer lebt das Bewußtsein der Größe dieser weltgeschichtlichen Stunde, in der endlich Gericht gehalten wird mit dem anmaßenden Britentum, das so viel Blut und Tränen über die leidende Welt gebracht hat. Der ganze Ernst der Lage der Westmächte zeigte sich darin, daß England seine Reserven in Flandern und vor allem seine .Hilfsarmee an der italienischen Front über Hals und Kopf zurückzog und an die bedrohte Linie Bapaume-Albert-Amiens warf. Das bedeutet die Preisgabe Flanderns und des verbündeten Italiens. Angesichts der katastrophalen Niederlage der Engländer zeigten sich also schon greifbare Symptome des Zusammenbruches der europäischen Gesamtstellung der Entente. — Am' 29. März betrug die Zahl der Gefangenen bereits 70.000 Mann, die der eroberten Geschütze 1100, die sonstige Kriegsbeute war unermeßlich. Der deutsche Angriff setzte fodann an einer neuen Stelle ein. Es erfolgte die Beschießung der 40 Kilometer hinter, der Arrassront liegenden Verkehrsmittelpunkte St. Paul und Do ul len s. Die deutsche Angriffsfront, die bis dahin eine Ausdehnung von über 100 Kilometern hatte, erfuhr hiedurch eine weitere beträchtliche Verlängerung nach Norden. Die englischen Blätter erklärten, daß das deutsche Hauptziel, nämlich die Eroberung von Calais, bereits offenkundig geworden sei, Paris werde gewissermaßen nur nebenbei angestrebt. Am 30. März wurden Beaucourt und Mezieres eingenommen. Der sodann amtlich verlautbarte Stillstand an der Front hatte keineswegs zu bedeuten, daß die deutsche Offensive endgültig zum Stehen gebracht wurde, wie die Ententeblätter glauben machen möchten. Die deutsche Heeresleitung hat plangemäß das sich gesetzte Ziel erreicht. Um' die weiteren Pläne zu verwirklichen, bedarf es neuer Vorbereitungen, die in ganz kurzer Zeit beendet fein werden. Schon die nächsten Tage werden zeigen, daß Hindenburg sich mit dem Erreichten nicht zufrieden gibt. Am 1. April durchstießen zwischen der Somme und Oise die Deutschen die vordersten von Franzosen verstärkten englischen . Linien, erstürmten einige Dörfer und warfen den Feind trotz heftigsten Gegenangriffe auf Mosenil zurück. Auf der Front südlich Moreuil aufmarschierende französische Armeekorps wurden geworfen, Mesnil-Fontaine und andere Dörfer sowie Fort Renault wurden trotz starker Gegenangriffe erstürmt. Der Stillstand in der Weltschlacht, der manchen bereits etwas kritisch erschien, war also sofort überwunden, man schritt zu neuen Siegen vorwärts. Der von Clemenceau angekündigte Umschwung ist nicht eiugetreten, sondern das Gegenteil. Am 1. April wurden die Angriffe zwischen dem Luce-Bache und der Avre fortgesetzt und die Höhen nördlich von Moreuil genommen. Engländer und Franzosen, die mehrmals vergeblich im Gegenstoß angriffen, erlitten schwere Verluste. Auch die Angriffe französischer Divisionen westlich von Montdidier sowie zwischen Don Matz brachen blutig zusammen. Die Zahl der seit Beginn der Schlacht eingebrachten Gefangenen hat sich auf über 75.000 erhöht. Unter den deutschen Truppen herrscht eine siegessichere Stimmung. Sie sind froh, den abscheulichen Stellungskrieg hinter sich zu haben. „Svenska Dagbladet" schreibt: Für die Engländer ist die Gefahr einer vollständigen, nicht wieder gut zu machenden Niederlage groß. — (Eine wichtige Enthüllung des Grafen Czernin.) Unser Minister des Äußern Graf Czernin sagte in einer Rede am 2. April u. a.: Die Hoffnung unserer Feinde auf den endgültigen Sieg gründet sich nicht mehr bloß auf militärische Erwartungen und die Blockade. Die den Krieg verlängernden Hoffnungen unserer Gegner sind vielmehr zum großen Teile unfereinnerpolitifchen Verhältnisse und — welch grausame Hohn — gewisse politische Führer, nicht zuletzt im tschechischen Lager - . . Vor kurzem waren wir nahe daran, in Verhandlungen mit den Westmächten zu treten. Da schlug plötzlich der Wind um, und wie wir genau wissen, beschloß die Entente, es sei besser, noch zu warten, denn die parlamentarischen und politischen Vorgänge bei uns berechtigen zu der Hoffnung, daß die Monarchie bald wehrlos sein werde. . . Der elende, erbärmliche Masaryk ist nicht einzeln in seiner Artl Es gibt auch Masaryks innerhalb der Grenzpfähle der Monarchie... Ich erhebe die Anklage gegen jene Führer, die durch einen Sieg der Entente den Krieg zu beendigen und ihr Ziel zu erreichen wünschen. Wir werden auch diese Schwierigkeiten besiegen, bestimmt I Aber die, die so handeln, laden eine furchtbare Verantwortung auf sich. Sie sind der Grund, daß weitere Tausende unserer Söhne fallen, daß das Elend andauert und der Krieg sich fortschleppt. Graut ihnen nicht vor der Verantwortung? ... Ich appelliere an alle die, die ein baldiges ehrenvolles Ende des Krieges wollen, sich zusammenzuschließen und gemeinsam den Kampf gegen den Hochverrat zu führen... Diejenigen, weiche den Sieg der Entente erhoffen, um mit ihm ihre politischen Ziele zu realisieren, treiben Hochverrat und dieser Hochverrat ist ein Gift in den Adern des Staates und Bildet die letzte t; iegs-verlängernde Hoffnung unserer Feinde. Wenn wir dieses Gist ausfcheiden, dann ist der allgemeine, ehrenvolle Friede näher, als die große Öffentlichkeit ahnt!" — („Wir werden siegen,) wenn wir wollen, und wir müssen wollen, weil sonst der Krieg nie oder doch schlecht aufhört.'' So äußerte sich vor ein paar Tagen der Chef des österreichischungarischen Generalstabes, Generaloberst Baron Arz v. Strauße n-burg, und fügte dann weiter hinzu: „Der Krieg ist für uns noch nicht erledigt. Wir haben zunächst noch in Italien einen Gegner vor uns, der wohl in der 12. Jsonzoschlacht einen namhaften Teil seiner 70 Divisionen verloren hat, inzwischen aber mit Hilfe der Verbündeten an Streitern und Kriegsmaterial zu ersetzen wußte, was überhaupt noch zu ersetzen war. Eine ganz gewaltige Kraftprobe mit diesem ländergierigen Feind wird nicht ansbleiben können. Außerdem sind weite Gebiete im Osten und Nor d osten von uns besetzt, die viel Besatzungstruppen brauchen. Dazu die albanische Front, die Intervention in der befreundeten Ukraine, der mmtär-wirtschaftliche Ausbau der Ostfront und schließlich die selbstverständliche Tatsache, daß Franzosen, Engländer und Amerikaner ebenso unsere Feinde sind wie die der Deutschen und daß das Wort des Grafen Czernin „Straßburg gleich Triest" dauernd werktätige Geltung behalten muß I . . . Das Durchhalten im Hinterlande ist gerade angesichts unserer glänzenden militärischen Lage von größter Wichtigkeit. Auch die Heimat muß siegen wollen. Dann wird es bald ein glückliches unserer schweren Opfer würdiges und der künftigen Entwicklung gedeihliches Ende geben." — (Gute Friedensaussichten.) Der Oberbefehlshaber der bulgarischen Armee, Generalissimus Jekoff, äußerte sich: Der unvergleichliche deutsche Siegessturm hat jähen Schrecken in den Ententeländern verbreitet und auch in Washington Entsetzen hervor» gerufen. Die jetzt mit Blitzesschnelle sich ergebenden Ereignisse sind ebenso eine militärische wie eine politische Revanche. Die Siege, die unsere tapferen Bundesgenossen so niederschmetternd über Frankreich und England davontragen, sind wichtig, nicht nur oder nicht so sehr in Betrachtung der militärischen Ergebnisse, als vielmehr durch ihre politischen Folgen. Die jetzt im Westen in fabelhafter Geschwindigkeit errungenen Siege werden zum Ergebnis den Frieden haben, der sich bereits am Horizont zeigt und jedenfalls nicht mehr so weit entfernt ist, wie man vielleicht noch vor einer Woche geglaubt hat.. Denn unter den Völkern in den Staaten unserer Gegner muß unausbleiblich eine furchtbare Hoffnungslosigkeit sich breit machen, die nicht durch die theatralischen Gesten eines Clemenceau wird paralysiert werden können. Der Krieg geht seinem nahen Ende entgegen. Die Zentralmächte und ihre Bundesgenossen werden das erkämpfte Recht haben, zu iCm -ft« wie en, be- eilt in hle 'er, ihr ten are fibe sich jch zes Pf Den zu ein !s- ses »er, wir V* ch- :n- ner 'eil der 3te, ode en. ins che är- >er- nso des -el- nbe ug- ein int» 6er Der Den or- tnb ge, nk- icht ehr >el- Den >lls ner ten !s- ;en Der hte jtt triumphieren. Allen obliegt nur noch, einmütig, in Geduld und disziplinierter Begeisterung weiter durchzuhalten und mit Ruhe den ftchern Triumph unserer gerechten Sache abznwarkn. — (Großfürst Nikolai Nikolajewitsch über das Kriegsende.) Der ehemalige russische Generalissimus Großfürst Nikolai Nikolajewitsch schreibt: „Der Krieg wird im Herbst 1918 zu Ende sein, wenn das große Blutbad an der Westfront stattgesunden hat. . . Rußlands und Italiens Niederlage haben Deutschlands Chancen um 30 % erhöht." Er meint, daß sich die Aussichten für Deutschlands Sieg nun wie 3:2 verhalten. Der Großfürst ist ein großer Bewunderer Hindenbnrgs. „Er ist ein Wallenstein und Talleyraud", schrieb er über ihn in einem Briefe. — (Ein Kanonenwunder.) Als man die Nachricht von der Beschießung - von Paris aus einer Entfernung von 120 Kilometern hörte, war man anfangs versucht, dies für eine Kriegsente zu halten, aber der deutsche amtliche Bericht bestätigte, daß dieses Wundcrgtschütz tatsächlich 120 Kilometer weit trägt. Diese Entfernung entspricht etwa den Luftlinien Wien-Amftetten, Gottschee-Marburg, Gottschee-Klagenfurt, Gottschee-Grado, Gottschee-Pola, Laibach-Agram, Laibach-Parenzo, Laibach-Tagliamento. Das Aufsehen war ein ungeheures. In London rechnet man bereits damit, daß ne Deutschen bei einer Einnahme von Calais diese Geschütze gegen das britische Jnselreich verwenden können. Zuerst hieß es, es handle sich um ein von Skoda in Pilsen erzeugtes österreichisches Geschütz. Bald aber fand das Rätsel seine Lösung. Herr Krupp in Essen erhielt nämlich von Kaiser Wilhelm nachstehendes Telegramm: „Ihr neues Geschütz hat mit der Beschießung von Paris ans weit über 100 Kilometer Entfernung seine Probe glänzend bestanden. Sie haben mit der Fertigstellung des Geschützes der Geichichte des Hauses Krupp ein neues Ruhmesblatt hinzugefügt. Jch spreche daher Ihnen und allen Mitarbeitern meinen kaiserlichen Dank für diese Leistung deutschen Wissens und deutscher Arbeit aus." — In Paris, wo großer Schrecken herrscht, soll ein gefangener deutscher Offizier erzählt haben, daß das fragliche Geschütz einmal London von Calais ans bombardieren werde und daß übrigens für die nächste Zeit die Beschießung der englischen Festung Dover durch die fraglichen Kanonen von Calais aus erfolgen wird. — (Der Krainische Landesverein des k. n. k. Oster r. M litär-Witwen- und Waisensoudes) sowie für Kinderschuh und Jugendfürsorge in Laibach verfügt schon über bedeutende Mittel uni) es wurden anderwärts bereits zahlreiche Unterstützungen bewilligt. Die Gottscheer Gemeindeämter werden es demnach sicherlich nicht versäumen, ihre interessierten Gemeindeinsassen (Kriegerwitwen und Kriegerwaisen) hievon zu verständigen und den Gesuchsiellern bei der Verfassung von Bittgesuchen behilflich zu sein. Die Gesuche sind an die oben angegebene Adresse zu richten. — (Die ukrainische Einfuhr.) Ministerpräsident Dr. v. Seidler äußerte sich, daß in der Ukraine genügend Vorräte vorhanden seien, daß aber die Heranschaffung an die Bahnlinien und die Verfrachtung auf die Schiffe bedeutende Schwierigkeiten mache. In nächster Zeit seien keine großen Zufuhren zu erwarten, doch Ende Mai oder Anfang Juni könne mit größeren Transporten gerechnet werden. Witterdorf. (Gestorben) ist am 20. März die Frau des hiesigen Stationsvorstandes Katharina Oitzinger im 37. Lebensjahre und am 23. März die verwitwete, 68 Jahre alte Auszüglerin Luzia Schober in Mitterdorf 33. — (Ein reuiger Dieb.) Der verwitweten Häuslerin Turk in Neuloschin hat man vor 14 Tagen die Kuh ans dem Stalle gestohlen. Dem Diebe muß nun das geraubte Gut zu groß vorgekommen fein, um uneutdeckt zu bleiben, oder hat ihn die Reue gepackt. Nach drei Tagen wurde nämlich die Kuh im nahen Wäldchen an einen Baum angebunden gefunden. Auch beim Gastwirte Josef Sigmund haben die Langfinger vorgesprochen und Kleider, Bettücher, Fenstervorhänge fortgetragen. Einen Teil hat man ihnen — es waren Soldaten — noch rechtzeitig abgenommen. Messeltal. (Die Hauptversammlung) unseres Raiff- eisenkassenvereines fand am 19. März im Amtslokale statt. Dem vom Vorstandsobmann erstatteten Berichte entnehmen wir folgendes: Die Kasse zählt 52 Mitglieder, von denen als Darlehen K 6100 rückgezahlt wurden. K 24.633 30 sind an Spareinlagen im abgelaufenen Geschäftsjahre behoben, K 62.645 58 aber neu eingelegt worden. Die am Schluffe des Jahres von der Kasse verwalteten Einlagen betrugen K 168.163*45. Sie verteilen sich auf 393 Büchel. Sämtliche Einnahmen beliefen sich auf K 117.890*06, die Ausgaben auf K 114.81204; der Umsatz auf K 232.70210. Der nunmehrige Reservefonds beträgt K 2855*77. Die bisherigen Aus-sichtsratsmitglieder wurden wiedergewählt. Witteröuchöerg. (Krieg er tob.) Hier langte vor kurzem die traurige Nachricht ein, daß der Infanterist August Kump am 18. März in einem Kriegsspitale in Wien an Typhus gestorben ist. Er stand im 21. Lebensjahre und war ein braver, hoffnungsvoller Jüngling, den alle gerne hatten. Wenn ihn auch nichts die feindliche Kugel getroffen hatte, so starb er doch ferne der Heimat als Opfer des Krieges den ehrenvollen Heldentod. Ehre seinem Andenken I Wösek. (Die Gemeinde gegen den südslawischen Staat.) In der Sitzung am 31. März hat die Vertretung der Gemeinde Mosel einstimmig beschlossen, gegen die Errichtung eines südslawischen Staates den schärfsten Widerspruch zu erheben und alle deutschen Volksvertreter zu bitten, kraftvoll zusammenznstehen und die heimtückischen Anschläge unserer inneren Feinde auf den Bestand der altehrwürdigen Monarchie zunichte zu machen und die Angriffe gegen das Deutschtum im Süden Österreichs entschlossen abzuwehren. •— (Diebstähle) waren hier früher fast ganz unbekannt. Nun im Kriege horte man hie und da von ihnen. In letzter Zeit mehrten sich dieselben. Kleider, Geld, Lebensmittel, Honig wurden gestohlen, in Reintal wurden von einer Dorre alle größeren Stücke von zwei Schweinen genommen, in Graflinden verlor man mehrere Anzüge und Stiefel, die heute ein Kapital ansmachen. Ein junger Bursche aus Lichtenbach, früher in Otterbach, wurde mehrerer Diebstähle überführt und eingesperrt. Kaum wieder aus freiem Fuße, scheint er wieder gestohlen zu haben. Er befindet sich wieder in gerichtlicher Untersuchung. — (Bon der Schule.) Der Oberlehrer Herr Matthias Krauland, der krankheitshalber drei Monate beurlaubt war, hat am 3. April wieder mit dem Schulunterrichte begonnen. Höttenitz. (Kriegsfürsorge-Zuwendungen.) Das in Nr. 5 des „Gottscheer Boten" ausgewiesene Ergebnis der Kriegs-fürsorge-Zuwendungen der Pfarrinsassen bedarf einer Richtigstellung. Ueber Anregung des örtlichen Sammelkomitees spendeten nämlich Pfarrangehörige aus Göttenitz in Brooklyn den Betrag von 750 K für Kriegssürsorgezwecke, wovon 75 K an den Franenkronenfond nach Wien, 675 K aber durch die Bezirkshauptmannschaft an die Sammelstelle des Roten Kreuzes nach Laibach geschickt wurden. Die Summe der Kriegsfürsorge-Zuwendungen vonseite der Pfarr-angehorigen aus Göttenitz beträgt somit nebst den bereits ausgewiesenen 578 K im ganzen 1328 K. — (Mühlenverkauf.) Da sich derzeit in Kaltenbrunn eine Dampfmühle im Betriebe befindet, verkaufte Franz Naglitsch seine Wassermühle an Johann Tscherne Nr. 45 um 1000 K tmd gedenkt, sich eine andere in Moscherling, Gemeinde Rieg, anzukaufen. — (Kriegsauszeichnung.) Matthias S n m p erer, IR 17, erhielt die Bronzene Tapferkeitsmedaille und das Karl-Trup-penkreuz. — (Ans Feldpostbriefen.) Ein Fähnrich von den Kaiserschützen schreibt: „Bei der letzten Össensioe, in der wir die Welschen gründlich verprügelt, habe ich leider auch meinen Teil davon getragen. Jch wurde in ein Reservespital nach W. geschickt, um durch eine Operation Heilung zn finden, verspreche mir aber nicht viel; vorderhand bin ich noch nicht operationsfähig, laßt uns aber das Beste hoffen." Bei einmaliger Einschaltung kostet die viergespaltene Xleindruckzeile oder rren Raum 10 Heller, bei mehrmaliger Einschaltung 8 Heller. Bei Einschaltungen durch ein halbes )ahr wird eine zehnprozer tige, bei solchen durch das ganze )ahr •itte zwanzigprozentige Ermäßigung gewährt. Anzeigen. • Die Anzeigengebühr ist bei einmaliger Einschaltung gleich bei Bestellung, bei mehrmaliger vor der zweiten Lin. schaltung zu erlegen. — Es wird Höflichst ersucht, bei Befiel, lungen von den in unserem Blatte angezeigten Zirmen fich stets auf den „Gottscheer Boten" zu beziehen. Verein der Deutschen a. ßotiscbee == in Wien. ■ Litz: i., Himmelpfortgasse $tr. 3 wohin alle Zuschriften z» richten sind und Landsleute ihren Beitritt anmelden können. Zusammenkunft: Jeden Donnerstag im Wereinslokale „Zum roten Igel", I., Alörechtsplatz Nr. 2. Bei der Pferdeverwertungsstelle in Gottschee findet am 6. und 26. April l. I. jedesmal um 10 Uhr vormittags auf der Schul-roiefe, bei der Pferdeverwertungsstelle in Laibach am 4. und 18. April jedesmal um 9 Uhr vormittags in der Nufchakkaferne, im stabilen Pserdespital in Krainburg am 8. und 22. April um 9 Uhr vormittags eine Lizitation von erholungsbedürftigen Pferden statt. Zur Lizitation werden nur solche Bewerber zugelassen, welche sich mit einer von der politischen Behörde bestätigten Legitimation als Landwirte ausweisen können. Schwarze Tuchmäntel gebraucht, aber gut erhalten, zum TJmarbeiten geeignet, billig abzugeben beim Scheidermeister Rudolf Jonke in Gottschee. 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