MbllcherGMma. Nr. 131. Pr2nnmtlatlon«peel»: I« «omptol« ganzl. ft. Il, halbj. 5.K«. tt^l die »jnfttllllng in« Han« halbj. 5U li. »tit d« Post »anzj. ft. l«, halbj. fl. 7.00. Freitag, 12. Juni 1874. Amtlicher Theil. Se. k. und l. Npof'olischc Majestät haben mit Aller, höchster Entschließung oom li. Juni d. I. dem Ministe-rlalralhe im Handelsministflium Karl Ritter v. Putz-wald eine ScclionschefSst.lle in diesem Ministerium allergnädigst zu verleihen geruht. GanhanSm. p. Se. l. und l. Npostoliiche.Majtstät haben mtt Aller-htichster Entschließung vom . Ill», 1874 wnrdr ,,i der l, t. Hos- ui,d Staals-drullnei in Wien da« XXVj. Stilck des ReichSgeseUblatteS, vorlüiifil; lilo« in der denlfchcn Nnsgalir, anSgegedr», und versendet. Haasclbc enthält unter Nr. 75, die Verordnung deö Handelsministerium« vom IU. Juni 1874 betreffend die Emfllhrmig ciiisi« ncucn VctrievSreglc» MMtS für die Lifrudahntn dcr li» Reichöralhe vertretenen Königreichs und Bänder. <^Wr. Ztg. Nr. 130 vom 10. Juni.) Nichtamtlicher Theil. Vom Tage. Un dcr Tagesordnung stehen die Ergänzungs-dahlen für den böhmischen Landtag. Die ver-lossungslreuen Hlütter Wiens und in den Provinzen stimmen m der Ansicht übercin, daß das Resultat d,e-ler Wahlen auj den Gang der Relchspolllil gar leinen Einfluß üben lann. Dle ..Triefter Zeitung" bemellt zu diesen bevorstehenden Wahlen und zu der denselben vorausgehenden recht lebhaften Agitation folgendes: „Es gab eine Zeit, in welcher es schien, als ob linzig allem in Böhmen die Schicksale des Reiches und oer Verfassung entschieden werden sollen, eine Zeit, 'n welcher die Haltung der czechisch-uatioualen und Kaatsrechllichen Opposition allen dem Rc>che widerstrebenden Elementen als Modell diente, welchem man nachzustreben, wclchcs man zu erreichcn, wenn möglich zu übertreffen bemüht war. Damals wurden in Prag die NtttMtungsmaßregeln und Befehle sür Polen, Slove-"en. Tiroler, Kroaten sowie sämmtliche Klericlll'Feu-bale ausgegeben und von allm dlcsen wurde der erhal-lcnen Ordre cin beinahe militärischer Gehorsam geleistet, ^b die Ezcchen in den Landtag c>„lrlttu wcrdcn oder ^t, darüber wurden die ernsttstcn «eilarlllcl geschrie-^n, hohe Beamte zerbrachen sich über das Ja und Nein ^ Köpfe, und lein Preis wuide zu hoch gehalten, um " czeylsche Opposition zum Emlrilt m den Landtag iu bewegen, selb»! nicht cm Mlnisterwechsel. Sogar das ""zige und zugleich beste Mmel, diese Oppositlvn da-!"ch zu vernichten, indem man sie dlnch b»e dlreclcn suhlen isolierte, wurde nun zögernd bewilligt, da diese Maßregel als zu gewagt erjagen, und staatsrechtliche ""t> politische Bedenken dagegen zu sprechcn schienen. . Die bessere Einsicht siegle mdesjen und der Erfolg ^ directen Wahlen hat «n der That nicht allein alle Aiu»chlungen zu Schanden gemacht, sondern mehr noch "t Erwartungen well übertreffen. Statt dcr Ausre» °"ng, welche sich früher vor jeder czechischen Wahl aller ltlltllden Kreise bemächtigt halle, ist jetzt ein Glelchmulh Kleien, der nicht einmal durch den Gedanken an den ^'tg der Opposition erschüttert wird. So tommt es, °u die verfassungstreue Partei den in lurzer Zeit ein-letenden Ergänzungswahlen für den böhmischen ttand-! o? ^ volllommener Ruhe entgegensieht, unbekümmert, ß di ^^"'ul die Iungezechen oder wieder die Altczechen > le Sic^spalme erringen werden. Es fehlt eben für die » fischen Wahllampfe das allgemeine Interesse. Zu oft l»z ^"^ ^^ dl^"' schon an und für sich wenig ergoß-^e Schauspiel wiederholt, als daß es auf» und anregt» wlllt», oder als ov davon dle Lösung einer prall», sou!'' ^"^ gesammle Reich berührenden Frage abhängen "le Europa hat schon längst aus den czechischen Frosch-tvz "'"tieg vergessen, und waS uns anbelangt, so sind H. über die eingebildeten Schrecken einer czechlsche» m^"ung, den Landtag oder Rcichsralh zu beschicken, ««llcherweisl auch schon hinaus. In der That lönnen wir uns mit dem besten Willen für einen ^ampf nicht interessieren, dessen trübes Resultat wir zudem schon voraussehen. Auch diesmal werden die Allczechen ihre jungczechlschen Gegner schlagen. Der Streit würde jeooch an Interesse gewinnen, wenn die Jungczcchen wirtlich, crlisthast lampsen, sich auf den Slanopunlt der modernen, confti-tutionellen Idee stellen und ihre Nation auffordern würden, ihnen zum politifchm Weltlampje unt bcn at>-drren Nalionalitälttt Oesterreichs zu folgen. Dann gewännen allerdings die einzelne« Pyasen des Streites an Bedeutung und den Jungczecheu würde unsererseits Er» muthigung zutheil, ob wir gleich sicher wären, daß sie im Reichsralhe nicht an unserer Settc wirlcn, son» dern die Zahl unsercr Gegl.:i, wenigstens in staalSrecht' lichen Fragen, vcislällcn wuroen. Aoer ein solches Ziel ist der jungczcchijchen Parte» noch zu sei»,. Zu lange haben sie den altczechischcn Herren oie Schleppe nachge« tragen, zu langc dem Boltc die Palaclys uno Rlcgers als die Götter hingestellt, nuf deren nalivlinle Wcishell man schwören müsse, zu lungc der feudalen Politik gedient, als daß sie, mit der Vergangenheit gründlich brechend, ihrcr ThiMglcit eme andere, erspr»ehl»che Richtung geben und sich d:n Gestrebungm jener beigesellen sollten, welche die Forderungen der Zc»l begreifen und in angestrengter Urbett um Fottjchrill und staatliche Entwicklung alle nationalen Schrullen vergessen. Ob die Jungczcchen oder kllczecheu siegen, ob dcr Landtag beschickt wird oder nicht, ist vollkommen gleichglltig. Wenn wir von der vorstehenden Wahlagitation Notiz genommen haben, so geschah es nur, um zu sehen, wie es mit der linst so gefürchtctrn czechischcn Opposition gekommen ist. Was sie thut oder unterlühl, mag notiert, selbst despiochcn werden - eine Euscheldung aver wird sie in lelner das Reich betreffenden Angelegenheit hervorrufen, und niemand w»rd es chr mis^öunen, wcnn sie sich im ciglnen Lande uuzdlüht und stolz auf die Festigkeit ihr,r Plinzipien hinwe»st." — Vei der dieser Tage ^n St. Polten stallgefundenen land wirthschaftllchcu Ausstellung erzielte die lurze Rede Sr. Excellenz des H:rrn UckerdauunlnstelS Ritter von Ehlumctzly ftürmischeil Velsall. Der Herr Minister beaulworltle cinen ihm gewidmeten Toast mit folgendem: . „Seien Sie überzeugt, daß ich aus vollen Kräften bestrebt sein werde, mein schweres, verantwortliches n Stillstand, lein übcljpiuollndcr abcr cm stetiger besonnener Foitschritt stallfillden. Wir haben uns auch vereinigt, dem Forl>chrltle zu huloigcn und sott-schreitelide ^aildwirlhc ehrend zu elwählien, duich Plä» mien als Muster hmzuslcllen, weniger Gluckliche anzu» eisltn, gleichem Zltle nachzuslicben. Dal> ist die Ausgabe der Ausstellungen. In dieser Wcise gipftogcn, werden sie eine wahre Wohlthat sür das Kand, ein Segen sin die ivewohner. Ein Hoch den ttandwirthen, ^e so Schönes geleistet, die Pferdczüchter und ^andwlllhe leben hoch!" — Im Verlause der heurigen LaudlagSsession gelangt in der nachbarlichen Steiermarl die Frage der Eou-stiluirung von lebensfähigen Hauptgemeinden, denen die Besorgung des Verwaltungsdienstes in meh reren Oltsgemeinden übeuragen werden foll, zur Behandlung. Schon jlhl erhebt die Opposition gegen diese Vorlage ,hr okllijpfiges Haupt; die Führer der „allezeit getreuen Opposition" haben an alle Gemeindevolstünde des stachen Bandes und an die katholisch-politischen Vereine ein Memorandum gerichtet, welches nachstehende Stellen enthält: „D»e 4'Ulchsührung der Zusammenlegung winde den conservalioen Bauernstand dem Eiliftusse und der lHerrschast des liberalen Schre»b«lhums auslie,ern, — deshalb find die liberalen Herren fo sehr für dle Errichtung großer Gemeinden, wohl wissend, daß dann nicht mehr die Bauern selbst, sondern daß liberale Ve» mcmdcbeamtr das Heft und Ruder in Händen haben, die Wahlen leiten, die Beschlüsse der «kmeindeoertre-lungen, die Unordnungen der Vemeindevorfteher beeinflussen würden. Wir können also dem Plane, große Gemeinden zu errichten, m keiner Welse das Wort reden, denn die Gefahr für du Selbständigkeit des Einzelnen ift dieselbe, w«e vor drei Iahlln bei einem ähnlichen Vorschlage. Wem> wir l.un für Aufrechthaltung der jetzt gellenden, aus dem Jahre 1tt<^ helstammenden Gemeinde-Ordnung sind, wett eme andere Wahl jetzt nicht frei steht, als nur entweder für den Zwang oder für Selbstverwaltung sich zu entschelben, und »nl wir denn doch dle letzteren weit vorziehet», so blnbt dennoch nicht ausgeschlossen, daß w»r dle Mängel der bestehenden Ocmcmde - Ordnung behoben und ausgebessert sehn» möchten. Einem solchen Mangel wird begegnet durch die vorgeschlagene Dreltheilung des Wirkungskreise« in den selbstanbigeli, localpolizellichen und übertragenen. Dadurch wild es möglich, daß die politischen Behörden einen größeren Einfluß auf den pollzellichen Wirkungskreis aueüben lönnen, ohne d»e Selbständigkeit der Gemeinde zu gefährden. Daß die Polizei dcr Gemeinde ganz genommen und von den Behörden gehandhadl welde, das wülde diese Selbständigkeit vernichten ober doch schwer schädigen. Wenu wir schon em freie« Gemcinde-lcben wollen, ohne welche« cme Verfassung undenkbar ift, fo muß jede Gememoe auch jene Pflichten und saften auf sich nehmen, ohne deren Erfüllung sie eben nicht frei »>l. Eme solche Pflicht ,fl die OrlSpolize». Dennoch muß diesvczügllch d»e Regierung o»e Gewißheit haben, daß diese Polizei gut gehandhabt werde, und muß diese Handhadung ,m Interesse aller Vewobner herbeiführen lömlen. Dadurch würde hoffentlich den so zahlreichen Klagen wegen der örjenllichen Unsicherheit möglichst abgeholfen werden. Das alles »st erreichbar, wenn die OrlSpolizel als cm llgcner WlllungolrelS der Gemeinoen neben ihrem selbständigen hingestellt, und wenn der politischen Be-hölde über Hangübung der Orlspolizei das AuffichtS-rechl eingcläumt wird. Bezüglich der Ollepollzei wäre dann noch die Frage zu beantworten, ob es gut und wünschenswerth sei, daß dcm Gemeindevorsteher das Strafrecht übertragen bleibe? „Gerade diese Bestimmung hat am meisten dazu velgelragen, die bisherige Gemembe.Vrdnuns in Blllus zu bringen; denn der Gemeindevorsteher ift in ocu weitaus melsten Fällen mcht die gnignele Per« sönllchlcll jür solche Acte der Slrafrechlspflege. Die allermeisten Gemeindevorsteher dürften beistimmen, wenn die lästige Vllpfllchluilg zu «Vlrafoerhangungen und Sllasdur,.sühlUiig ihnen abgenommen würbe. Ein Ausweg müßte diesbezüglich glsuuden und eine entsprechende Aenderung m das Gemeindegesetz aufgenommen werden." Eisenbahnwesen. Die tumänlschc «ullimcr llahm die Eonvention über den Anschluß der ungarisch-rumänischen Bahnen mit sehr bedeutender Majorität an. Ungarische Blätter theilen den Wortlaut der Convention mit, welche im Wesentlichen folgende Best»«-mungen enthält: Nachdem blc Regierung Sr. Majeftitt des Kalstis von Oesterreich und Königs von Ungarn so w>e die Regierung Sr. Hohclt deS Fürsten von Rumänien von dem gleichen Wunsche, ihren betnffenden Unterthanen neue Ellcichlerungen im Verkehr zu verschaffen und die Beziehungen der beiden benachbarten Staaten zu rcgeln, beseelt waren, so beschlossen sie eine Eaiioenlion hinsichtlich der Verbindungen lhrer Eisenbahnen zustande zu bringen und es wurden durch Bevollmächtigt: folgende Artikel vereinbart: Art. 1. Ohne anderen Anfchlußlinien zu plüjudi» ciercn, welche zwischen den beiden benachbarten Ländern »m gemeinschastlichen Interesse später zu errichten wüien, und abgcsehen von dem Bahnanschlüsse, welcher bei Ihlain.Buidujtln bereits besteht, willigen beide hohe contrahierenden Theile ein, unter den im gegenwärtigen Acte vorgesehenen Bedingungen, an den nachbenannten Orenzorten ihre Eisenbahnen anzuschließen, nämlich: bei Varciarooa (Orsova) und Tömös (Preojul). «rt. 2. Nachdem die nach Ihlanl-Buldujm, führenden Eisenbahnen bereits gebaut und i» Bettlebl 9?2 sich befinden, so bestätigen beide Regierungen auf diesen Linim den ungehinderten inlernationalen Verkehr über ihre Grenzen hinaus und verpflichten sich jltzt schon, durch einm Tpicialoertrag die verschiedenen polizeilichen und zollamtlichen Mahnahmen so wie die übrigen den inttlnalionalen Verkehr beider Länder betreffenden Beziehungen zu regeln. Was die beiden anderen Anschlußlinien anbelangt, so soll n beide als Eisenbahn erster Classe ausgeführt und folgendermaßen gekaut werden: Die erstere von T'M!soar ausgehend, über Orsooa nach Turn-Seoerin als Anschluß für die von Bukarest nach Orsova führende und im Gau begriffene Eisenbahn; die zweite von Krön« ftadt ausgehend, üver den Paß bei Tömös bis nach Plojefti als Anschlußbahn für die Linie von Bukarest nach Galah. Beide Regierungen verpflichten sich, binnen Jahresfrist die Vorarbeiten betreffs des Anschlusses zu beenden und binnen vier Jahren die genannten Eisenbahnlinien in Betrieb zu setzen. Die übrigen Bestimmungen be« tnssen zollamtliche und bah »polizeiliche Bestimmungen so »ie die Handhabung der Fremdenpolizei. Politische Uebersicht. «albach, 11. Juni. Das ungarische Amtsblatt publiciert die Er« nennung des Hofrathes Hueber zum königlichen Eom-mlssär für den larlowitzer Kirchencongreß und die darauf folgende Bischofssynode. Die »Nordd. Ally. Ztg." dementiert die von mehreren Blättern gemeldete Nachricht von der Abficht der deutschen Regierung, eine Eolonie als Flotten» station zu erwerben und sagt, weder die Absicht noch das Bedürfniß dazu seien vorhanden und würde ein Eolo« nialbefitz Deutschland mehr Nachtheile als Vortheile bllngen. — Wie Berliner Blätter melden, glaubt man in militärischen Kreisen in Preußen, daß England auf dem KriegSoölkerrechts-Con» aresse inbetress der Frage wegen Anwendung von Sprenggeschossen nur geringe Concessionen machen, also den Abschluß einer EonvtMion erschweren werde. Man hat nämlich erfahren, daß die englische Regierung ihrem Vertreter bei der im Jahre 1868 m Petersburg tagen« den Eomm sslon aroße Vorsicht anempfahl, „damit die Verbesserung der H lsSmittcl des Krieges nicht gehemmt »erde, zumal gerade England darauf angewiesen sei, unter gebührender Rücksicht auf die Gesetze der Mensch, lichteit die Entw'cklung und Nnwendung der durch seinen großen Gewtlbtftelß und Erfindungsaeist ihm gebotenen Vortheile nicht zu verabsäumen." Die enalische Regie« rung berief sich damals auf eine im französischen Kriegs-Ministerium ausgearbeitete Statistik über das Verhältnis der Verluste im Kriege zu den fortschreitenden Verbesserungen der Kriegswaffen, woraus hervorgeht, daß während der großen Kriege zu Anfang dieses Jahrhundert» die Verluste m der Schlacht viel bedeutender waren, als seitdem die Präc'fionswzffen und die weittragenden Geschütze in Aufnahme gekommen sind. Dl« Auflösung der franzosischen Nationalversammlung gewinnt Aussicht. Das .Journal dls Dedals" beme,kl u. a. zu der dahinzielenden Kundgebung des linken Centrums: „Die Mehrheit für die Auflösung besteht, wie alle Will we«ß. heule in latentem Zullanu, aber durchaus bereit. Es hängt vom rechten Centrum ab, deren Bildung zu beschleunigen oder bis zu der Zeit hinauszuschleben. wo es mit der Hilfe von loyalen Verbündeten das Constiluirungswerl zu gutem Ende gebracht hat, dessen Ausfühlung es erklärt sich angelegen sein zu lassen." Am Sontag den 7. d. fand in Italien das all« jährliche Verfassungsfest statt. Der König hielt in Rom eine Heerschau über die vom Kromprinzen commandierten Truppen und die Nationalgarde ab und der Regierung kamen zahlreiche Telegramme aus allen Pro» vlnzen über den Verlauf der Feier mit Glückwünschen für den König zu. — Die Nmtszeitung von Italien ver-i öffentlicht mehrere schon vor einiger Zelt vorgenommene Personalveränderungen in den obersten Reihen der italienischen Militär-Hierarchie, die Ernennung des Generallieutenants Medici zum ersten Adjutanten des Königs, des Generalmajors und königlichen Adjutanten Vertolö'Vlale zum Generallieutenant und Commandanten des GeneralstabscorpS, des bisherigen Inhabers dieser Stelle, Generallieutnants Parodi, zum Divifionscommandanten von Genua, des Artillerieobersten Conte Votlilill di Savoulz zum Leiter der Generaldirec-tion des Artillerie- und Geniewesens im Kriegsmini-fterium, des Generalmajors Vottaco, Commandanten der Kriegsschule, zum Generallieutenant. Die Verbindung zwischen Vlloria und Miranda wurde dmch carl istische Corps unterbrochen. Die Nordarmee besetzte Loarono und Tafalla. Zwischen dem General Concha und Dorregaray fanden Verhandlungen statt wegen Wiedereröffnung und Offenhaltung der Eisenbahnen von Miranda nach der französischen Grenze. Ueber Vorschlag eines Deputierten willigte die rum änisch e Regierung ein, da« Anlei hegesetz bis zur Wintersession zu vertagen, wogegen die Kammer die Prolongation der 17 Millionen Schatzbons bis zum 30. Juni 1875 genehmigte. Oistbaumschuleu. Herr P. Gerhard Schlrn hofer. Mitglied der k. k. LandwirthschaftSgesellschaft in Wien und Vocftand der Obstbau-Section, «rgrelft im „Prall. Landw." das Wort, um die Anlage von Obstbaumjchulen neuerlich und dringend anzuempfehlen. Der genannte Fachmann sagt in seinem Aufrufe zur Errichtung von Obstbaumschulen folgendes : „Ueber den Nutzen von Obstbaumschulen wurde bereits so oft und so viel geschrieben, daß es fast überflüssig erscheint, hierüber nochmals zu schreiben, und doch sind bisher so wenig Obslbaumschulen unt> als Folge hievon lange nicht genug Obstbäume zu finden. Nuch hier muß ts gehen wie bei allen anderen Geschäften, daß Nachfrage und Anbot Hand in Hand gehen! Dies ist eine Wahrheit, die im praktischen Lcben sich niemals und nirgends beftreiten läßt. Einst hörte ich auf dem Lande einen Gastwirth sagen: „Solange ich nicht Gäste genug habe, solange kann ich gutes Bier und guten Wein nicht ausschänlcn." Die Gäste aber sagten: »Solange wir ein gutes Bier und einen guten Wein beim Wirthe nicht bekommen, solange bleiben wir lieber zu Hause." Der Wirth hatte keine Gäste und die Insassen des Ortes hatten leinen Trunk! Endlich ging der Wlrth ins Gewissen, d. h. er erkannte seinen geschäftlichen Fehler, er legte sich daher gutes Vier und guten Wein ein, und da kamen die spröden Gäste alle. Der Wirth halte seine Stube voll von Gästen und befand sich dabei ganz gut, aber auch die Gäste befanden sich nun ganz vortrefflich. Ganz ähnlich ergeht es in der ObftbaumzuHl. Tausende von Landwirthen würden sich Obstliäume taufen, wenn ihnen solche geboten wäre««, wenn sie dieselben leichter beziehen könnten, und der Vaumzlichter würde seine Bäume schnell an Mann bringen. Nachfrage nach Obstbäumen ist hinlänglich vorhanden und ist es nicht wahr, daß der Landman noch gar nichts über den Nutzen der Obsibaumzucht wisse. Der Bezug von Obstbäumen aus der Ferne bleibt jedoch immer — wer die landwirlhschaftlichen Verhält» nisse kennt, wird es bestätigen müssen — so schwer und so umständlich, daß ein Erfolg nicht möglich ist, ganz abgesehen von der leider gerechtfertigten Furcht vor Be-trug mit schlechter Waare und Uutauglichleit der aus der Ferne mühsam hergeschleppten Obstbäume. Könnte aber der Grundbesitzer in der Nähe seines Wohnortes schöne Obstbäume sehen und bekommen, wäre der Preis solcher Bäume ein anständiger, so unterliegt es keinem Zweifel, daß er sich auch solche laufen würde, und zwar um so lieber, weil er dabei die Ueberzeugung hätte, daß solche Bäume für sein heimatliches Klima am besten taugen. Es würde viel zu weit führen, alle diese Gründe anzuführen oder zu widerlegen, die der Anlage von Obst-baumschulen im We^e stehen, meistens sind Mangel an tüchtigen Obstbaumzüchtern, noch mehr Mangel an Geld die Ursache. Besonders letzterem Hindernisse wollte man in jüngerer Zeit helfend entgegenkommen. Es gab nemlich eine Zeit, und sie liegt noch nicht sehr ferne hinter uns, in der man, und nicht mit Unrecht, die Errichtung von möglichst vielen Gemeinde« Obstbaumschulen anstrebte. Man wollte dadurch den Kleingrundbesitzern den Bezug von guten, frischen, qt-sunden und für die betreffende Oertlichleit bestens lau-genden Obstbäumen ermöglichen und hledurch die Obst' zucht im allgemeinen heben. Solche Unternehmungen wurden seitens der öffentlichen Fonde auch unterstützt, subventioniert. Dies loctle und es entstanden hier und da solche Vaumschlllen; aber ihre Lebensdauer war eine nur kurze! Regierung und Gemeinden waren im slilltN Wahne, daß nur mit dem Gelde allein schon alles ge< than wäre. Die Regierung hat das ihrige gethan, sie konnte solche Baumschulen wohl nur unterstützen, nicht aber selber errichten und betreiben! Die Gemeinden aber erfuhren es leider nur zu bald, daß eS an diesem Gelde zu wenig sei, um eine ordentliche Baumschule zu errichten, noch mehr aber, um sie weiters entsprechend zu pflegen und zu betreibet,, es fehlte bald an Geld, und wo Geld mangelt, läßt sich nichts machen; dazu tam roch der Mangel an verständigen Äaumgärtnern, manches Unternehmen fing an zu stocken, und unter solchen mis' lichen Verhältnissen mußten trotz willensguten Anläufen seitens der Regierung und so mancher Gemeinden ditsl begonnenen Gemeindebaumschulen in den meisten Fällt« ein klägliches Ende nehmen. Bevor diese Baumschultll blühen lärmten, waren sie schon dahingewelkt! Nichtsdestoweniger tonnen wir uns nicht abschrecken lassen, die Errichtung von solchen Gemeindlbaumschule" ihrer bedeutenden Vortheile wegen wärmstens zu empfeh' len. In den Gemeindcbaumschulen kann die heranwacl' sende Jugend praktisch in der Obstbaumzucht ultterrich^ und so am besten für diesen national-ökonomisch so tvis' ligen, einträglichen Zweig der Landwirthschaft gcM werden; an Ort und Stelle erzogene Bäum: miO" unter allen Umständen billiger zu stehen kommen, " die aus der Ferne gebrachten, die Bäume aus sol^ ______________________ ^«B»« 'seuillelun. Die Schauspieler. Eine srzählung von Wilhelm Marsano. (Fortsetzung.) Fritz ging in dem Z-mschenacte auf die Bühne, um diese Aloant l,äher zu seyen und um sich vielleicht dadurch eher am dle Ächnllchleit zu erinnern. Er stand zwischen den Coulissen, Rosa auf der Bühne, umringt von Mlhleren Herren, dl« sich zu ihr gedrängt und die fie alle mit müder Freundllchlett behandelte. Der Kreis u« sie herum zerschmolz fast ooc Entzücken in den Slra-len dllser Sonn«. — Es schlen Fritzen, als habe Rosa« Blick einige« »ale ftütlig an ihm vorüber gestreift. Endlich grüßte fi« Mll o«eler Anmuth >hr großcs, zufließendes Auditorium und eilte der Gaidelobe zu. Sie mußte sich jedoch nicht lange dort verweilt haben, denn sie kam sogleich den Weg hinter den Eoullssen und stand plötzlich neben Fr»tz. den sie aber nlcht zu bemerken jchien. Fritz wollte Platz machen, sie danlie kalt. doch indem sie ihn stüchtlg ansah, schien ein etwas ihre Aufmerksamkeit zu flsseln. Ihr Bl,ck blieb wie nachdenkend an dem seinen haften und der Ernst, mit dem sie neben ihn getreten war. verlor sich in em anmulhlge« Lächeln, so wie man einen lieben Bekannten nach längerer Z:it wieder sieht. — Fl'h war dadurch etwas in Verlegenheit, «eil er sich dksen Wechsel nicht erliären konnte — doch Rosa rief: «Ist es md^llch — sind Sle es wirlllch, der. zwar nicht au« emem Löwerlgarten und keiner Kunigunde, aber dennoch «men Handschuh au'hod und mir den Verlorenen überreichte. — Ich hoff« und wünsche, daß er lein Fehdehandschuh zwischen uns geworden sei. Wie kommen Sie denn Hieher — welchlr Zufall regiert immer unser Zusammentreffen?" Fritz hatte sich bei den ersten Worten sogleich auf jenes unbedeutende Ereignis erinnert, das ihm aber jetzt etwas bedeutender geworden, weil es ihn mit diesem m-teresianten Mädchen in ein freundliches Verhältnis fetzte. Er nannte sich der Albani und auch den Zweck seine« Hierseins, so wie s-.ine Furcht, daß er bei lhrer Gegenwart wenig mit seinen Gastspielen zu wirken hoffe. Rosa schien zwar befremdet, doch auch erfreut, in ihm einen Kunstoerwandlen gefunden zu haben, was sie, wie sie sagte, nie geahnt habe. Spielen aber, sagt« sie, müsse «r, so lange sie hier noch sänge, sonst wolle sie sogleich fortreisen. Sie wäre ihm noch für seine Gefälligkeit Dank schuldig und sie werde sich ihm auch hier dankbar beweisen. Sie garantierte Fritzen einen günstigen Erfolg und versprach sich selbst, wie sie verbindlich tlllärte, einen hohen, goftigen Genuß von seinem Spiele. „Lassen Sie mich nur sorgen, lieber Freund", fuhr Rosa fort, indem sie die kleine Hand auf Fritzens Arm legte. „Wir beide werden sehr gut nebeneinander hier bestehen. Ich werde durch meine Bekannten hier die allgemeine Aufmellsam-leit in vorhinein auf Sie lenken und man wird Ihr erstes Auftreten gar nicht erwarten können. Noch einmal, es freut mich herzlich, daß wir als Nachbarblülhen der Kunst neben einander stehen. — ,Man wirft", fprach sie lächelnd, »unserem Stande im allgemeinen Neid und Ka-balensucht vor, wir beide wollen der Welt beweisen, baß wir elne ehrenwerlhe Ausnahme machen und uns gegenseitig an unsern günstigen Erfolgen erfreuen." Die Musik begann im Orchester. — „Ich hoffe Sie noch am Ende der Oper zu sehen", rief Rosa Fritzen zu und eilte fort. Fritz blieb in Gedanken verloren in der Ec>ul>^ stehen. Es hatte ihm die zarte Aufmerlsamleit der ^ feierten Künstlerin wohlgethan. Er, der noch ohne NaN"" in der Welt stand, betrachtete alle jene ÄusernBte"' welche durch die glänzende Entwicklung ihrer Talente s«" einln Ruf erworben, mit einer gewissen Ehrfurcht, d" da« Ziel alles Künftlersttebens ist ja diese g«'^' achtungsvolle Anerkennung der Welt. Er fühlte, daßl' Mädchen viel leichter als ein Mann durch all dlei^ Entgegenkommen, diese Huldigungen verwirrt n>"0c könne, daß bei der Weichheit eine« weiblichen Eha""" ' ihre Seele auch weit leichter diese Eindrücke in sich "" nehme und dadurch ein gewisser Stolz, der aus f" > allgemein geschmeichelten Eitelkeit entspringt, sie von !" entfernt halte, welche erst auf der Bahn auslausen, d" Ziel sie selbst, lorbeergelrönt errungen. Um so """ mußle ihn also diese« freundliche Entgegenkomme« " der Seite Rosa« erfreuen, da doch der geringe/""^ den er ihr geleistet, ihm leine Ansprüche auf ^" jr, sülligleit gab und er also den Grund derselben blo ihrer natürlichen Gulmülhiglcit vermuthen konnte, machte er sich Vorwürfe darüber, daß er sich _»" , cyc Nähe so linkisch benommen, da sie doch """7""''^ ihre zuvorkommende Artigkeit verdient, die er "" „ einige stumme Verbeugungen ausgedrückt, welche lyr ^ großen Begriff weder von seinem Geiste, noch 0 ^ Grazie und dem Anftande seiner Bewegungen u konnten. ., s,l,etid. Fritz fand die Albani im i""" «"e ''^ Das Feine in ihrem Benehmen. ^ S^alch°f 3 «^^ mit dem sie den bereit« ertamiten P^ "zen "eu° ^ und doch der Adel in jeder «ewtgung, "8 aus v ^ nere Bildung schließen. Sle sang "« "omanz Trobadour mit gewinnender, hinreißender Nnmu.Y, 923 schulen sind gewiß ftetS nur mit solchen Sorten veralt, die für das Klima besten« ftass«!,, solche Gäume 'üumcn abzuhelfen. Dieses Mittel isl die Errichtung »on hinlänglich großln Obstbaumschuleu durch Private, Großgrundbesitzer, laxdwirthschaftllche AezirlSvereine oder stNlemschattlich von mehreren Grundbesitzern, es gilt dies !ür das Unternehmen an sich ganz gleich. Jedenfalls lsnnen solche größere Vaumschulen unter allen Verhält-Mes Vobens und der Arbeit überall so sehr verschieden s>"l». Auch haben derlei zifscrmähig den hohcn Gtwmn »on Obstbaumfchulen nachweisende Druckschriften in der "lgel das EclläMS fo hoch überlneben angeschlagen, b»h niemand daran glaubt! Es muß lienligen, wei'.n solche Baumschulen wie andere Unternehmungen, endlich einen dem ausgelegten kapitale entsprechenden Gewinn abwerfen. dicS aber wer» btn sie, können und müssm siel Ein Herabdrücken des Vreisc«, durch etwaige Eoncurrenz steht wohl nicht zu befürchten, denn es währt n>ohl noch slhr lange, bis bei ber sodann noch mehr und mehr sich ausdehnenden Obst» baumzucht die Erzeugung no.i bäumen eine zu große, den Preis drückende sein wird. Ja, wenn man nur einmal solche Baumschulen — die man anfangs kleiner «trichten und nach und nach bedarfmäßia. erweitern kann -^ bestehen werden, so wird sich die Nachfrage immer Athl' und mehr, gal.z naturgemäß steifern. Den Land-ditthln muß der Bezug von Bäumen erleichtert werden, Kl müssen vom Anbote angezogen werden, und da« wer-^ sie, wenn sie solche Schulen in der Niihe sehen und Urtheilen lönnen. Einst machte ich im Hochgebirge ein: Jagd mit. H kamen die Iüger auf elnen prachtvollen, möglichst °^ln, schönen Wies.l,bo5en. Knapp am Rande deS v°chholzeS befand sich eine gut eingezäumte Aanmfchule, b°Nn streng in Meih und Glied gepflanzt wohl eine ^ll>. Million von jungen ÜlHtcnseyllngen ln üppigstem luchse standen. Unter den Schützen befand sich so ^ncher Grundbesitzer. Diese fahen sich die Vilumchen "" ^ sogar elwaS näher — sie stiegen über den Zaun, "Ul diese jungen, kräftigen, hübschen Fichten genau sehen, ^ersuchen und prüfen zu ttnnen. Dle Sache gefiel Men. sie schüttelten die Köpfe, gingen dann weiter, die ^'»d entwickelte sich sehr hübsch, es wurden einige Stücke bochtvild auf die Decke gebracht, und —die Kleingrund-,,fiher lauften sich v,ele Tausende von den gefehenen "einen Fichten, um die Lücken ihrer Wälder künstlich aus-l kochen! ,. ^xvmpiK trüliuut, sagt der Lateiner. Beispiele i'lhen. j s. Werden die Grundbesitzer in der Nähe Obstbaum, l 'Mlen hakn und sehen lvnnen, so werden sie zweifellos sich auch in Menge die Obstbäume laufen. Ja, sie werden, wenn ein Baum in der Ferne z. V. 60 kr. und sammt Transport 80 kr. losten würde, denselben in solchen naheliegenden Obstbaumschulen auch noch gerne, wenn zudem der Transport ulchts loslcle, mit 80 kr. bezahlen, eben weil sie hierbei überzeugt wären, daß sie zu, gelegenen Zelt gesunde tvaumc und solche Sorten erhielten, die für das heimatliche Klima am besten taugen. Da also lein Zweifel beslchen lann, daß die Obst-baumschulen ihre Bäume schnell und auch gewinnreich an Mann bringen lönnen, und da die Bestimmung des PreiscS in de« B5umMlcrs Handel, lic^t. so erübrigt hier nur derWunjch, oah solche größere Oostoaumschulen errichtet werden möchten! Pon den eigentlichen Gärtnern ist diefeS weniger zu erwarten, denn liefe fangen meistens unter den finanziell misllchsten Verhältnissen ihre Selbständigkeit an und müssen daher solche Culturen betreiben, die ihnen sogleich Ertrag geben, sie müssen Gemüse« ober Blumen» zucht treiben. Zur Anlage von Vaumschulen fehlt ihnen tn der Regel das Geld, und können sie nicht vier bis! fünf Jahre auf die Interessen des ausgelegten Kapital« warten, obschon diese und der Gewinn aus der Obst-baumzucht gewiß nicht unbedeutend sind; werden doch in Tirol die Früchte eines einzigen Npfelbaume« zuweilen um ^0 bis 60 fl. verkauft! Möchten doch endlich einmal einzelne landw'llh» schaftliche Bezirlsvereine auf gemclnfchaflllche «often der Mitglieder des Bezirkes oder mehrere andere Private gemeinschaftlich daran gehen, folche größere Baumfchulen im eigenen Interesse und um des allgemeinen Wohlstandes wegen zu errichten. Besonders möchten wir diese Angelegenheit den einzelnen Gioßgrundvefitzern auf das wärmste anempfehlen und an das Herz legen. Sie find doch schon in fo vielen national - ölonoun>ch wichtigen Fragen den schwächeren Kräften anerlennenswerlh vorangegangen. Sie würden in wahrhaft patriolifchem Sinne einem bisher arg vernachlässigten und doch landwirlh-schaftlich hochwichtigen Bedürfnisse abhclfen, einem Bedürfnisse, welchem der kleinere Grundbesitzer nicht selber abzuhelfen vermag." Oagesneuigkeiten. — (Kaiserliche Spende.) Se. Majestät bei Kaiser haben aus Allerhöchst ,einer Prlvalfchalule 10,000 fl. zur Berlheüung unter du buich b« U^detschweulmuug ycim' gesuchte nolhleldendc Kandbevöllerung in Gatizien bestimmt. — (Se. Majestät der »als er) wild — wie „Vvvri Közl." auS zuverlässig« Quelle erfährt — im ^aufe des Monats August mehrere Tage hindurch in Raab verweilen; es soll nemlich fur dieje Zeit eine große mil», lürljche koucenlrierung m der Gegend um vtaab mAu«sichl genommen fein, zu welcher 30 Escadronen Cavalier« und die entsprechende Unzahl sonstiger Truppen dahin beordert wurden. , — (Staatsforftdi enft.) DaS hohe l. und l. Ackerbaummisterium hat sich bestimmt gesunden, daS l. l. Oberforstamt in Neuberg, welches mit 1. Juli 1873 ins Leben gerufen wurde, um 1. Juli 1874 wleder aufzuheben und du Agenden desselben in der Art unter die Obcrsorft' ämter in Wien und Vörz zu vertheilen, daß Sleiermarl dem Obersorstamle in Wien und Kärnten jene« zu Görz zufällt. — (Neue belletristische öeilung.) Vom 1. Ollvber an foll in Wien unter der Negide von «aube, ^ das Duett mit dem Prinzen in einer so naiven s^.^ie, daß der Prinz zuletzt fast wieder Willen auS "" Nolle und zu ihren Füßen zu fallen schien, h, Obwohl sich Fritz vorgenommen, dem zweiten Acte ^ ^ au« der Frembcnloge zuzusehen, so war dennoch H "Per zu Onde und er stand noch immer fest in der schü ' Der Vorhang fi l. ein lobender Beifall durch» sch, l^ dgz Hau«. — Nosa mußte noch einmal er-"llmen und ein kaum endendes Jauchzen tönte ihr enl- ' chlff in Trieft ankaufen z» lassen, welches nnl clncr Geschwindigkeit von 7 Seemeilen per Stunde fahren und für circa 70 Personen hinreichend Raum bieten wird. — (Konferenz in Eisenbahnsachen.) A» Sonntag, den 7. Iun«, fand in Pest eine Conferenz der öfteireichisch'ungarischen Elsendahndirecttonen statt, worin namentlich über die Annahme eines neuen, einfacheren Tarif» systems, al« daS bisherige complicierte, berathen wurde. Die l. ungarischen SlaalSbahnen proponierlen, baß sämmtliche österreichisch'ungarlsche Bahnen sich dem von denselben am 1. Juni elngesuhrlen neuen Tarifsystem, daS auf der Raumbenützung basiert, anschließen möchten. Dieser Tarif bildet allerdings nur einen Uebergang zur <6msuhr»ng des wirtlichen sogenannten Wagenrau»»z.arlseS, der fich bereits bei ber Reichsbahn in Elsaß-^olhringen und mehreren suo« deutschen Bahnen al« sehr pramsch bewährte, da vorlHuftg wegen der Anschlußbahnen eine vollständige Aenderung nicht möglich wäre. ^m allgememen fand diefer Vorschlag vielen Anklang und wurde allseilig cmerlannt, daß schon der jetzige Tarif der ungarischen SlcialSdahn fttr die Handelswell manche Erleichterung enthüll, z. B. d« Tarifsätze «il ber Entfernung per Zenlnermeile feststellen. V« wurde beschlossen, auf eine weUere eingehende Prüfung deS neuen Systems einzugehen. — (AuS den Bädern.) In FranzenSbao waren bit» 5. d. M. 1001, in Witdbab-Oastein bis 2. l>. M. 308. in Ischl bis 5. d. M. 362, in Kreuzen 70, in viohttfch-Sauerbrunn blS 2. o. M. 136, in Gleichender« 401, in granz.IosevhS.Bad Tufser 48, in Krapina Töplih bis lften d. M. 258, in Böolau blS 2. b. M. 612, »n Teplitz-Schönau 2447 Kurgäste angekommen. — (Waldbrand. ) Am 30. v. M. brach, wie die „Agramer Ztg." berichtet, in de« der Herrfchaft Tarnoc» gehörigen ilUaloe Iaftrebinac (Kernel) Feuer au«, welche» sich Über einen Ftächenraum von 35 Joch ausdehnte. ^ (Wortspiel.) tzimge berliner Blätter brachten die Nachricht, der preußische Unterricht«»inifter Dr. Fall habe, als er sich jlingft in ÄreSlau aufhielt, den dortigen hurftbischos Dr. görfter besucht. Diese Nach-richt wird von der „Berl. MlgSzlg." «U folgende» Wortspiel dementiert: „Dem Fall ist eS nicht eingesallen, sich einen Förster in die Nähe lommen zu lassen." — (Ausgiebiger PcterSpf enni g.) Se. Hei ligleit der Papst empfing am 7. d. den tzalblnal.ltrz. bischof von Pari«, Monftgnore Guibeil, der ih« eine Liebesgabe im Betrage von 150,000 Franc« überreichte. 924 Locales. Aus der Landesausjchußsitzung vom 5. Juni. I. «»f die Emlad,ng des l. l. Landesprästdlu«« beglbt sich der Landeshauptmann Dr. Ritter von Kal, teneqc;er zur commlssionellen Berathung am 8. Juni nach Nudoliswerlb wegen Vertheilung der Staats» Hilfe pr. 30.0U0 fi unter die nothleidenden Unterlrainer. II. V« wulde deschlossen, im Landtage einen Antrag auf Aenderung der Instruction der Landesbuch« hall ung emzut'lmgen. III E« wurde beschlossen, bei der Landesregierung um e»nen Volschuß au« der Staatstasse für die Gehalts-bezügc der Vollslchullehrer einzuschreiten, da die Sleue'ämler noch mcht begonnen haben, die Steuerumlagtn fUr Schulzwecti emzuheben, aus dem Landesfonde aber für seu 5«m 1. Oliober 1873 neusyftemlsierle Schullehrer-gevalte schon so vlele Vorschüsse gegeben wurden, daß der genann e Fond aus den im letz'en Landtage festgestellt».« pliwnnna'maßigen Elnlünfien pro 1874 nicht mehr in dec ^H. Juni um ll Uhr vormittags im M"s^ stratOsaale abgehalten wird und wozu alle p. t. Mitglied höflichst eingeladen werden. Laibach, am 11. Juni 1874. Die Direction. Neueste Post. Peft, 10. Juni. Die lirchen.politische Eommlssl«" acclptlerte nach eingehender Debatte trotz «ine« Oege»' antrage« Zstdermyis den Verlcht des Subcomlt6 üb" die Eiollehc mil geringm Aenderungen. — Alle Se^ tionen haben schon den Wahlglsctztntwurf, zwei derselbe sogar den Incompatibililüts-Gcsetzcntwurl erledigt. Telegiaphtsyer Wechsellui«. ootn 11. Juni. PllPltr.Rcnte 6925. — Gn°er,»enV«>. Pazowsly, KreilShcim. Adler. K«'^ Severs und Rauch, Nclscude, Wie». — Varon, «anlsch«^. Froller, Rciseuder, Dresden. — Oeluhon, Holconditor vl.^ lesliil des italserö Max, Gärz. Pawesch. erzherzoallcher M' Oalizieu. — Pfeffer. OulSbcslher, OallenfelS. — Zuno. il'", itarpa und Sevastianetl. Privatier, Tricst. — ^cyma»n» ^, Oberlieuteullilt, Oudwei».-- Teuber, Vcamte. mit Frau, "^ — Pelsche, Privatier, i!aa«!. — Seligmanu, 2>ll!iichen. ^, »»»«« «>«s»»>e. Maufred Eharlolle. mit Tochter. ^ — »lein. Uezirtoarzl, Rosenberg, Väclcrmeistcr, ^c""'^ Klm.. Czalatur,!. — Iaujchneg, Privatier, 5!itlai. H"?aic». sammt Tochter. Adler, »jm., uud Nausperger, Äeismdcr. »" »ot«> ^«»»«»I»». Ovogss Marie, Deutschland. , ^ D<.»l!»««' v«n «'«». ^lioual. Arzleull' ^llleui, Haudclöm,, 5,'lttai. — Woutschur, sagor. ^.i,s, »«»»«>««,. Farlos, l. l. Feldwedel, Tricst. — Posch, l. l- ^ Vrod. ^^-> « '^ ^ Z', ' n W tt U'Mg. 737.?, >16.4 SO. f. schw. heiter ^„„ 11. 2 „ N, 738.5, -^27.4 O. schwach etwa« bew- 10 .. «b. 736,l>« i -l-19.« O. schwach zieml. heil" ^ Vormittags heiter, nachmittags Gewitterwolke» ^"5^^ Berge, Ostwiud. dann ziemlich heiter, Abendrolh. Das ^ Mittel der Wärme ^ 215". um 2 7° über dem Normale-^ Nerautwortlicher Äedocteur: Illna» v. KleinM » ^^^. ^«^»»so^^v»^,«- Wien, 10. Juni Die Vörse eröffnete fest und reagierte im Verlaufe nur rllclsichllich der Vauwerthe. Vesondere Aufmerlsamleit erregten die Acticn der Tramway' «VvlskVktllHz, schift. Bezeichnender aber für die Lage ist die constante Nachfrage, welche fllr gute Anlagewerthe zutage tritt und auch heute wieder vorhanden war. «eld Ware »tot. ) »^.. t.....6930 6940 ßedrnar.j """ (.....69 :«1 69 40 Jänner.) «i^«,«... i . . . 74 bO 74 d0 «pril. )DU»«r»l«^ . . . 74i0 Un«. «isenb>l,n.»u!. .... 9Klib 9i>50 Ung. Prämitu.Nul...... 77-77 2b Wiener «om««lal.«ul«h» . . Vb7b 36 — Aeti«» »»» »«»ke». «tld W«, «N,l»«V»ul.......138 - 12l<2b ««nlverew ....... 74 76 — «odeneredit««st«N ' . . . . —— —'— «,^it«st«U . . i , . . . «17 7b »18 - «ell> War, Treditansialt, ungar. . . . .157—15750 Tepositenbanl . . . . 12950 13050 ««cumoieanftalt......858 -^ 862 — Fran«.Vanl......2950 2975 Handel«!,»»!.......64 — 64.50 «atioualbaul......987 — 989 — Oefterr. allg. Vaul .... 44— 45 — Olsserr. «anlgestllschaft . . . 1«3 - 185 - Uniaulttlul ......98 - 9850 ««ein«b«,l.......8— 825 »irlehr«b«u»l.......80— 81- «»tie« »»» U««»4p»»t »nte««etz, «»«H«». «ell» Ware «lf»ld.«»hn.......14150 - - «arl.«ndwi,.V«hn. . . . 248 50 249-Vouau«Dampfschiff..«efellfchnft 525- 526 — «lisabetb.Weadllhn. . . . .201-20150 «ltla»»eth.V»hu lLin,.Vndu,cher Htttcke)....... --. -- 8erbin«ds««ordb»hn. . . ,080-2090-Araul.I°stPd'««hn. . . . .200 50 2015c Lemb..«zern.«3«ssY'v»hn . . . 139 — 140 - Llodd.Oesellsch.......438 — 440 — Nch«n. »«r^chh«;» < . l ^s by 177 - «eld War» Rubolfs.Vahn.....15k - 156 50 Vlaattbahu . . , . , . 317 50 31» — Gtldbahn........ 13975 140.- lheiß.Vahu.......221 50 222 - Ungarischt ««boftbahu . . .104 105 — Uugarischt Oftbahu . . . . 48 25 48 75 Irll»w25.»eslllsch......132 — 134 — B«nsesellf«>»«fte». Nllg. iifterr. «außtsellschoft . . 4b?5 46 25 Wimer Oangesellschaft. . . . 56- 56 50 «llgem. »sterr. V^merebit . . 95 — 9550 bto. <» 39 I«h«u 83 75 84- ««rlonali«ul ö. «...... 9130 915<: Un«. V<,dl««ebN..... 8550 8575 V»siv»it<»t«n «lisllbeth.«. 1. «m.....93 — 93 50 Kerd..»iorbb. G......104 75 105 — Fran».I°seph.V......10175 102 - «al. «arl,Lnb»ig.V., l. «M. . 107 50 108 - lDtfterr. «lorb»eß.«.....9650 8675 «iebenbür,» .... 79— 79bl, G^«»tz^n ... , .1V9-1VVK, ---------------------------------^l^s«" Südbahn K S',......l08^g5.7b Vüdbahn. V°u; '. '. '. '. .' 22^ ^3 Ung. 0ftb»hn......65-- ««bit.«.........lb b0 1^. . Rudolf,,«........^^ »«nlfun........b4»0 b4U Hambur,.......' IN «5 WH London........4485 44'ö" ilarl»........' «ue».en . . - b ft.'A ^ ^ ^' A, . N°pol«°u«d'°r . - ? " 85l " 1 - bb. -Preuß. ««.fsmsch'wt^^ ^'^106 - ^