, Dienstag, den 10. Februar 1324. ^c^^ l n i b « ch. " N« iUynsche k. k. kandttslille hat mit Beschluß vsm ^ «9. Jänner V. I. d'« durch den Tod des Georg Oblack ^ ''« Erledigung gekommene Bergknappen. Wertführers- ^ Stelle bey dem hierlcindigen Navigationbwesen. dem ^ Anton Praschnigg. bisherigen provisorischen Straßen- ^ Einräumer in der Station Kraxen , dann d,e durch den ^ Tod des Pau! Dtschmann erledigt« Straßenbau'AM« . fttntiN'Tttlle. dem Johann Lackuer. bisherigen pro« ^ visorischcn Straßenbau ° Assistenten in der Station Feu , ftlitz im Krainburger Straßen-Commissariate zu verlel- , <»tn. u^d ersterem die Station Littay im Neustädler Kreise. l,hte?iw al^r dic Station Prawald im Adels' berger Kreist als Bestimmungsort zuzuweisen befunden. Gemäß des eingtlanqten hohen Hofkanzleydecretes *°m '6. v.. Erh. 3k, l.M., Zahl !Y"' haben Se. k. k. Majestät mit a. l). Entschließung vom 3- l. W. geru. bet. d,m Michael Seufert, befugten Tischler in Fünf-dau« N« 95, auf 5ie Verbesserung ,>der Behandlung der Coyal.L^ck'Pclitur, wornach ditscr für allü Dschl«r° und Holzarbeiten überhaupt anwendbare Lack an der "ütürUcyen Farbe des Holmes und an d«m Spiegel' Hlsn^ dem bisherigen SchcUad ganz Mch komme, und ' diese« sowohl als alle bereits «rfundtnen Lack-Gatttm« «en an Däuer und Haltbarkeit übertreffe, alle Arbeiten «nd Geräthschaften vo« dem Ungeziefer und vor dem Holzwurm« sichere, verschiedenartige Verzierungen der«' ttlben nicht hindere, daS Abwäschen mit kaltem oder warmem Wasser, und sogar mit der schärfsten Lauge. ohne Nachtheil gestatte, endlich vor dem SchNlac! auch d't groß«« Wyhlftuheit voraus habe;« nquin 780 Kirchen und 67 Klöster. (B. v. T.) Dem Di«rio di Roma vom 24.Jänner infolge, war der heil. Valer von ftintt lehten Krankheit bereits so w^.t hccgeNeUt, dsß Se. Heiligkeit dic Deputationen mehrerer Stft. V r s s >' ! i c n. In dcn T i m ,' " ' 7. Jänner heißt «'s : „Vriefe^ aus Ä i 0 dc ^ r 0 vom 27. Nopembcr, welche das zu Auernftn t«ugelc»ufenc Schiff, the Brothers, mitaebrachtz has. enthalten Nachrichten von der größten Wichtigkeit, sowohl für Nrasilien olb für Ou« ropa; da abti die Haupt-Nachricht bloß ouf der Auts. rität eines H^üdelZschreibf^is beruht, so mochten w,v denn dsch, w>c ahlbar diese Autorität seyn mag, die Zlivetlässigkcit dieser Vorgänge nicht verbürgen. Diesen Nach?ichten zufolge, hätte d?r Kaiser von Brasilie« plötzlich und unversehens Maßregeln ergrissen, die tek n^n Zlveifel über Seine Absicht lassen. elitweKer der Kr^ne von Pertugall und seir. m lhniglichen Valer «>«< 46 «ich« Besihthum von Brasilie«, oder Sich selbst di« UnumschlHnkt« Herrschaft zu sich««. Besagten Briefen 5ufolg>, l>atte der Kaiser wenige Tagt vor dem Abgänge Ves erwähnten Schiffes, den Csngreß aufgelös't, wel^ chcr sich eben mit Verathungen über Gegenstand« von höchstem Interesse beschäftigte, j. V. mit dem Entwurf der künftigen Constitutwn Brasiliens,, dessen Artikel, wie ralt Grundsätze bekannten Mitglieder des Congreffes zu verhaften. D>e Mitglieder wären ergriffen, und an Doid «ine« im Hafen liegenden Transportschiffes gebracht worden, welches hierauf unverzüglich mit dieser eben so neuen als unerwarteten Ladung nach dem ostensiblen Bestimmungsort Havre de Grace abgesegelt sey; man befürchte aber sehr, daß es angewiesen sey, sich derselben auf einer der portugiesischen Besitzungen an de« Küsle von Afrika zu entledigen. Der Auflösung e P^tso-nen seiner Familie, welche auf der Schlanqen-Insct (am Eingänge des Hafens von Rio) verhaftet stno, nach Europa einschiffen zu lassen. Wedachter Gcu-ral'^nten» dant wird gleichfalls Paul Jordan, Ioh. Vernardo dos Reis, und Henr,que Garces vor sich laden, und ihnen den Befehl bekannt machen, das Gebieth des Reiches binnen ZaTagen zu verlassen, und sich nach einem ihnen beliebigen europäischen Hafen einzuschiffen. Se. Majestät ttelpuncte der lombardischen Vcrschwö' tung. und Niemand machte >hm den Vorrang streitig, den ihm die Partey der Verschwornen zuerkannt hatte. Di« vorzüglichsten und thätigsten Theilnehmer an der Verschwörung waren beständig um ihn. und besprachen I^lch mit ihm über die in der Lombardie auszuführenden Operalwnäplane. Nlchtg von Wichtigkeit wurde verab> reoet oder unternommen, woran er nicht Thü (einer von den invuiu^innoninizumTode Verurthcitten), der nach Mailand berufen worden war, aus seinen Händen einen Vorschuß von 4oao Lire, um sich, mittelst dieses Geldes, der Dienste zweyer Individuen zu versichern, von denen eines, nach dem Plane der Mailänder Ver» schwornen, den beabsichtigten Aufstand in der Haupt-stadt befördern suUte; und wirklich hatte sich eines dieser beyden Individuen am iZ.März nach Mailand begeben. Vin thatiger piemontesischer Emissär wurde im Fe-brun? i82l an Confalonieri abgesendet, um von ihm bestimmten Aufschluß üoer die Mitwirkung zu erhalten, selche sein? Commitlcnten von der z^omdardie erwarte-len, und dercn sie durchaus gewiß seyn wollten, ehe sie sich zu jenem Unternehmen anschickten, dessen dauerhafter Erfolq die gleichzeitige Insurrection dcr übrigen Lander Ital,cn9 vorautzseht.:. In demselben Monath üedruar sendeten dic Verschwörer in Parma 7inen »hrer Anhänger an ihn ab, um lne nöthigen Instructionen von ie, in de^cr Tapferkeit sie ein Hmdermß gegen ihre 'Vlane befürchteten,, zu ermorden; und Confalonieri «ahm an diesem Comllocte Theil. Pccchio verfügte sich Zegen den 10. März 2821 nach Piemont, versehen mit lencm Gelde, womit er den Ausdruch der piemontes<° schen Revolution befördern sollte. DerMarcheseBcnigno "^^(gegenwärtig in cc>«lilu»al:i!iin zumTode »erurtheilt), ber gie>chfülls in den Plan der gemeinsamen Verschwörung hineingezogen worden war, erschien an Confalo» N'eri'ü Bette, um vor seiner Abreise Instructionen von 'lim zn erhalten. Beyde standen von Piemont aus, wo 'ls sich während dcr ganzen Zeit der dortigen Nedellion «ufhieltcn, m»t Confaluineri in fortwährendem Brief« Wechsel, worin Pecchio ihm die nöthigen Mittheilungen Machte, damit auch er seinerseits seine Operationen in Mailand darnach lichten könnte. Die Nachricht von dem Augdruche der Revolution '^ Piemont veranlaßte das Project eines Volks-Tumult tes m der Hauptstadt, und Confalonieri beschäftigte slch damit, ,„ Gemeinschaft mit dem süchtigen Ex-General Demcesler (gcac^wärtic, üi coinumaoiani zum Tode oer> "^^ ^' ?''"r. ^er Schuldigen, welche von Sr. Ma< :eslät z^ ^,it ixx Mantuanel Verschwörung vegnadi' 2«t woiöen waren. Während dieser Schlag in Mailand vorbereitet wur» de, ging ein mordbremntischeZ Schreiben auo ditler Stadt an Philipp Ugoni von Breocia ad, worin die Vrezciarn'l Verschworn«n aufgefordert wurden, sich auch dort zu empören. Philipp Ugoni erkannte keinen andern Übern, als Consalmneri, und glcich nach Abhaltung der ersten, durch das Eintreffen jenes Schreibens i„ Vreg, cia am 17. März in Her Frühe veranlaßten Zusammen» kunft begüb er sich nach Mailand, reiste die ganje Nacht hindurch, und war am 18. Morgens am Bette des kran» fen Confalolncri, um von ihm diejenigen Aufschlüsse zu erhalten, deren seine Geuosscn, die sogenannten italic» niscken Födetitlen, bedurften, um dem ihnen gegebenen Impulse Folge zu leisten. Mehrere der Verhaftet«^ gestanden, daß sse von Confalonieri in das Complott aufgenommen, und von ihm angetrieben worden, den Ausbruch der Verschwö« rung, in deren Geheimniß er sie einweihte, durch die That, und ^öthigenfalls auch durch Gcld vorzubereiten. Philipp Ugoni, nach Mailand berufen, erschien da» selbst gegen den 2^. Februar 1821 mit seinem (gegen« wattig verurtheilten) Freunde Tonelli. Beyde gingen Abends zu Confalonieli. Hier entwickelte ihnen Confa-lonieri den Plan d^t Verschwörung, deren Mittel er als sehr mächtig schilderte, und rühmte die Vortheile jener italienischen Föderation, die er ihnen, als in Mailand bereits ausgebreitet und organisirl, darstellte. Er las beyden eine Schrift, die er über jene Organisation be» saß. vor, und forderte sie dringend auf, selbe auch in ihren Provinzen zu verbreiten, wobey er ihnen verschie» dene Instruktionen über die zweckmäßigste Art und-Weise, dieses zu bewirken, und über diePersonen, an welche sie ihre Anträge zu richten hätten, ertheilte. Dabey blieb er jcooch nicht stehen , sondern erzeigte sich anch thätig bey der Errichtung einer Nationalgarde» um eine bewaffnete Macht zu organisiren, welche den l3mfall der piemontesischen Revellen beschleunigen und unterstützen sollte. Die Nommal«Organisation dieser Garde war voll» ?ndet. Dcr Commandant, der General-Quartiermeister, viei Obersten, vier Majors, mehrere VataiUons-Chefs, und viele Capttäne und Officiere waren ernannt, und auch für Waffen war gesorgt wsrden. C'ä war indessen viel daran gelegen, daß diese Gard« vor 0 ' Einbruch der rebellischen Truppen errichtet wülde, um solchergestalt bereit zu seyn, den Nebelte» den ihnen zugedachten Beystand ^u leisten; man suchte deßhalb, wiewohl vergebens, die Behörden selbst über daä Bedürfniß einer solchen Garde, unter dem Vor» wände der Aufrechthaltung der Ordnung, zu täuschen. Und Confalonieri hatte auf diesen Fall, mittelst einer vc^'äutcn Person, dafür gesorgt, daß dlc Wahl auf diejenigen Individuen gefallen seyn würde, welche in den geheimen Zusam^enkünfttn der Verschwornen de» zeichm t worden wan4, und die der Föderation bereit« angehö'ten. Die Icrsä",^v ,. fühltu,, daß ie Correspondenz wurden vorgeschlagen und ernannt. D-'r Vorsitz >>: dieser Junta ward, ohne Widerspruch, d>'!N C»nfaloui?ri üdertrag^n. Sie sollte sich nn Augen» blick der feindlichen Invasion dlr höchsten Gewalt bc» inachtiqen, und dann auf die tauglichsten Mittel sinnen, da-Z gesummte V^ik in das Interesse der revolutionären Sacke zu ziehen. Da aber dir Gang der Ereignisse v«el zu langsam für Confalomen's ^lnuche war, so verabredete er mit P.iilavicini, der früher von ihm in d,e Moderation aus-F^'.smm>'n worden war, und nnn verurtheilt ist, daß l/yse?er sich nach Piemont verfügen !>Ute, uin die Ve-Vo^unZcn drl Gebellen und die Invasion der Lombardie zu detreiben; PnUavicini begab sich auch wirklich, in Ge> sellschaft des, gl^chf^ls iitiurtheitten, Eajelan Castillia, »,ach Piemont, und beyde machten dort wiederhohlte und dringende Vorstc^ungen zu odg/dachtem Zwecke. Di» jidoch Coi'.faloüieri verau« sah, daß eine unzei-tige Vxpediüon, mit scdw^.llen Kräften unternommen, die Plane 5er Verschworen vereiteln, und überdieß »on Se'ten ber österfeichilchen Truppen/ die eb«n zufarn« mengezoqsn wurden, einen kräftigen Widerstand finden «urde, so sch'Hte er f,n Schreiben an den General der, AebeUcn, worin, er idm rietd, nichts aufs Gcradewohl zu waqen, uno vor Allem nicht mit schwachen Militär« Mitteln m d»c Lomdar'^ie einzurücken, ihm aber zu alei? Ger Zeit di? ^«sicherung ertheilte, daß die yienionseftiH« Hrmee, w^in sie in bedeutender Starke etfchi^e, eine gute Aufnahme daselbst finden würde, und üb?r aUe der Stadt 'ind dem L^nde zu Gebothe stebenden Mittel Verfügen tö-inte. Während sich di- ^syenwen Dekörden mit??Hchfor-sKungen übi^r Confalonierl's Handningen dsfcd>'ft!qtcn, hörte dieser r.ickt auf. an di- V-rlw^tln im '? ^-lH^ bischen VvtM^ften abzuschicken, und sich mtt j^ncn planen n, beschäftigen, welche die itiliemschen flucht- ' Iinge in Genf und '^lusamn, iu tün^iqen p^l>lisch.'n Nmwälzunaen entwarfen. D^e Berührung, in die er ' fväterkin, n!»ch U ^terdrücknug der Rttioliltionen von < Neapel und Pum^nt. mit e«n m fremden Neilindt« kam, und dii Vriefi' einige feiner ausgewanderte« Zreunde bothen ihm eine ncue ?^eihe von Machinationen dar, Vie in der Schweih angesponnen wurden, vorzüg* lich zur Unterstützung der Umtriebe, wodurch die >rl Frankreicl: wuchernde Factiou einzelne 2lufstände in die» sem Königreiche, wovon man nachher die versuchten oder begonnenen Explosionen entdeckte, anzustiften trachtete; sie stärkten ilm auch durch die Aussicht auf eine bessere Zukunft, welche seine Freunde hegten. Im Octo!)er i8s! erhielt tl tu' Schre den von dcm ssüchtl^en und verur-theilten Joseph V,smara, worin dieser ihn auffordett?, sein Augenmerk abermahls auf.j.en< Bemühungei: zu richten, womit dir Paney der Verschwörer neuerdinz« von jenem Lande aus die unlängst lerrissenen sssden wieder anzuknüpfen suchtin, um in emem guiistigeren Augenblicke den Triumph der revolutionären Tache m Italien zu befördern; und zwey ncck verderbli^en Einfiuß a^iübend, so oiele P'rsonen i» seine lichtscheuen Umtriebe verstrictte.so viele Individuen zum Verbuchen anrechte, ft vlele Familien in Kammer .7 und Vetrnbniß stürzte, und nahe daran war, den Num seines Vaterlandes zu verursachen; — dieser Mensch, weit entfernt, im 3aufe der Untersuchung irgsnd eiüe Neue au cen Tag zu legen, zeigte vielmehr ohne Unl^l'.lß eine unüberwindliche Verstocktheit in siinem V^vreHf«. deßen er mit einer Art von Ruymrcdlgceic vollkoinme« geständig war. Fremden-Anzeige. Angekommen den «.Februar »Z34. Herr Vincenz Grisi, Oe^'Nster, von Wirn. Dcn.^. H-.THeodor Necker, schweih. Eonsulin Triest, mit Gattinn u. Tochter, v. Trief! n. Wien. — D>e HO-Aga Vtkim u. Sul'miti Deva. Handelsl., türk. Unter» thanen. beyde von Trieft nach Wl>n. Den 4. Herr Johann Poßcr, Handelsmann, mitVa» lentin Casyih , vo'n Klagenfurt nach Trieft. Den 5. Herr Mathias Stephan Versluys, Güter« besitzer, von Wien nach Triest. W « ch s e l c » r s. ?.lm 5. '^bru^ wu? zu Wien der Mittelprels der Wtüatsschuldversäir'iöinlgen zu 5 pEt. ,n CM., 85 ,/« ; Darled. mit Ve"l.v. I. 1820, für ,oe» ss.inC.M. ,23 V'i; detto detto v. I. 1821, für 20a fl.inCM. 2,0?/»; Wiener Iladt-Vanco^Obl. zu 2 i/s pCc.inCM. 4o i/s; Conv. Münze vCt. 2^9 7/^. ^ Bank'Actiel, pr. Stück 9IZ t/5 m CM- Ignaz Aloys Edl. v. Hikwmayer. Verleger und Nkdaeteur.