LmbacherMMtung. Nr 27«. Pliinnmerallonsprtis: Im Comptoir ganzj. fi. l i, l'albj. st. ü.üo. Fill die Zustellung ms Hau» halbj. 5<» lr, Vtit der Post ganzj. ft. l5, halbj. fl. 7.50, Freitag, 2. December i»»l«rti°n»«ebühr bi« >0 ZtlllN : l«»l»«ll., lm. »o ti., 2m. i fi.; l°nft pi. gtlle l». 6 ll., »«.«ti., 3m. 10 lr. «. l. w. Inn«ftempel jtbe«m. 30 tr. 18? U. ^intllchel Theil. Se. k. und t. Apostolische Vtajestät haben mit Aller-bilchster Entschließung uom 27. November d. I. das Statut für die landwirthichaftlich - chemische Versuchs-station zu Wicu zu genehmigen und den Professor Dr. Ignaz Moser zuin Vciler dieser Versuchsstation aller-ünädigst zu ernennen geruht. Der Iustizmiuister hat nachbenaunten Bezirksgerichts-Adj,u,i^lcn im Vembcrqer Obcrlandcsgerichtssprcngel die angesuchtc Ui'licrsctzung in gleicher Eigenschaft au andere Dicustm'tc bewilligt: dein Johann Neu mann in Nad-wor„a »nch Kolomea, dcin Emilian Woloszynski in Woynilmv „ach Äurslyn, dem Miecieölaus Neichan lu Dolina nach Woynilow und dem Dionys Polansti ^' Sanok nach Grodct. Der Iustiznlinister hat folgende Auscultanten zu Vezirk^crichtsadjniictcu im Vembcrgcr ObcrlandcsgcrichtS-sftrc»qcl ernannt: den Wladimir Olinski für Doliua, den Alfred Ritter u. Zawadzli für Rawa, den Eduard Nitter v. Hiitscha für Nadworna und den Wladimir Vuczacki für Sanot. Nichtamtlicher Theil. «politische Uebersicht. Laibach. 1. December. Aus P c sl wird der „Pr " unterm 29. November ^schrieben: In der Delegation des Reichs» lalhcs dauert jene „stille Woche," welche sich rcgel-^a, am Äeamne ihrer Tliäligl^t cinsl^lll. fort. Das Studium der Vorlagen bildet gegenwärlia, die vornclim Ochste Aufgabe der Delegirlen und insbesondere der Re» s, Gunsten des FricdcnS führen soll. Es sind '" der That in dilser Richtung Verhandlungen in, Zug/ ^'d es dür,tc auch gelingen, eine Einignng zu erzielen. A'cselbc wird sich aber blos auf die Stellung dcr ?leich«ralhs-Delegation zu der erwähnten Frage be. UU»lcu uud tcincrlei Einfluß auf die Ziffcru des ^udgels üben; dcnn die Herren Rcchbcrg und Consor. ,'' werden sich nimmcrmchr zu jenen Abstrichen herbe,, "ne», welche die deutsche FricdenSpartei trotz dcr Nknenioärtigen Eomullca!io»en vornehmen zu können 8lll»,l)t. Au« Vcrlin wird officiös angcdentct. daß bis -'"'tte December die Bcralhuni über die Vcifass.mg be-^'d'gt sci„ uud die Rcich?tagS-Scssion geschlossen wcr-°en durste. Der Landtag soll alsdann cinbcrufcu werden, U'N dcn Credit auf scchs Mmwtc zu bewilligen. ,.,., I" Paris siod in den lctzlcn Tagen Experimente '"" «cuartigcn («eschül^cn (theils Mörser, theils Kano« . " "ach dem System Polhcy) gemacht worden, die ^U' litfricdigcud auefielen; ihre Tragkraft reicht dem ^rnelilncu nach 8000 Mctcr wcit. Die Erzeuger hoffen ."N'cre hundert solchcr Ocschützc in den ersttn Tagen ^° "ächslm Monals liefern zu lönnm. - Die Strauße. ^. "'arc und Büsfcl dcr Pariser Menagerien sind nun "''"lls ein Opfer der Nahrnngs"°urgelcg<, welches vor oem AnSbrnche des ttriege« von der Pariser Regierung dcm londoner Enbincte zugeschickt wurde und morin es hieß, stlanlrcich wcldc im Falle drS Sieges tcinc Gcbiclsablretungen verlangen, sondern die links« rheinischen Gebiete zu rincm nenlralen Staate zu gestalten suchen. Das Nolhbuch über die päpstliche Cnril und über dir römische /rage. In ihsin 'Äl'ztthungtn zur päpstlichen Euric ist die l. und l. Rcgicrung in dcr «bgclaufcnen Epoche zu einer wichtigen Entscheidung gelangt. In Folge dcr Geschliissc des vatikanischen Concils hat sie erklärt, daß sic das unter anderen Voraussetzungen abgeschlossene Concordat nicht mchr als für sie verpflichtend anzuerkennen ver» möge. Die Actenstüctc. welche sich aus diesen Entschluß beziehen, sind zum Theile bcrlils bekannt. Das Ministerium dcs Aeußern hat den darin dargelegten Motiven leine weiteren Auseinandersetzungen hinzuzufügen. Die Nothwendigkeit dcr Revindication dcr vollen Freiheit dcr inneren Gesetzgebung ist seit langem in so enlschiedcner We>sc hervorgetreten und hat sich insbesondere gegenüber dcn Voigängen im Concil mit solcher Dringlichkeit gellend gemacht, daß ein Bedürfniß erneuter Rechtfertigung der Hinfälliglcits-Erllärung dt« Eoncoroales nicht vorliegen lanu. — Ein anderes unlängst eingetretenes fol' glinciches Ercignih hat die historische Stellung des Papst-lhums verändert. Die weltliche Herrschaft dcs Papstes in Rom und im römischen Territorium ist nach dem Abzüge dcr französischen Garnisonen den vom Köniae Victor Emanuel im Namen dcr nationalen Wünsche Italiens geführten Waffen erlegen. Die hohen Deleaa. lioncn haben vollen Grund zu fragen, welche Haltung die Rcglcrung Oesterreich-Ungarns gegcnnver dieser so wichtige Interessen berührenden uud in ihren Folgen so wenig zu iMrsehcndcn z'talaslrophe beobachtet hat. Die l. und l. Regierung hat mit allen anderen Mächten, so-! wie mit den Gemäßigten allcr Parteien den Wunsch ge, thrill, daß dcm Conflicte zwischen dcr weltlichen Papflgewalt uud dcn nationalen Bestrebungen Italiens durch dcn Einfluß der Zeit und durch friedliche Mittel eine versöhnende Vösung vorbehalten sein möge. So oft sie geglaubt hat. daß die Keime einer solchen Versöhnung gelegt wcrden könnten, ist es ihr als Pflicht erschienen, sich für dieftn Zweck angelegentlich zu interfile,,. Sie hat dies noch in dcm Augenblicke g'lhan, als sich her« ausstellte, daß die von Italien gegenüber dem französi» scheu Kaiserreiche eingegangenen Verbindlichkeiten ihren Wcrth nach jeder Richtung hin verloren hatten. Sie hat die von ihrem Willen völlig unabhängigen Umstände lief beklagt, wclchc zuletzt dennoch eine gewaltsame Lösung des größten moralischen Problems dcr Gegenwart herbeige^ führt h,,bc,l. ?lbcr sie hat unter dcn Verhältnissen unse> rcr Zeit niemals daran bcnlcn können, zu thun, was Pius IX. sclbst nicht von ihr verlangte: die französischen Bataillone durch österreichisch-ungarische ;u ersehen, um durch Gewalt aufrecht zu erhalten, was sie lieber nicht durch Gewalt zerstört gesehen hätic. Die päpstliche Ncgicrung hat ihr nur den Wunsch ausgesprochen, die Regierung Sr. Majestät dcs Kaisc-S und Königs möge kundgeben, daß sie die Invasion des römischen Gebietes mißbillige. Auch diesen Wunsch hat sie jedoch versagt, weil sie sich nicht für bcrufcn gehalten hat, eine fremde Rcgicruug. die den Nothwendigkeiten ihrer ?age gehorcht zu haben glaubt, zu tadeln und durch einen voraussichtlich erfolglosen Schritt zugleich ihr eigenes Nnfchen und die erfreuliche Gestaltung ihrer Beziehungen zu Italien zu gefährden. Die Besitznahme Roms hat die Fragen nicht abgeschlossen, welche Staaten und Gesellschaft in Europa bezüglich dcr künftigen Stellung des heiligen Paters, bezüglich dcr internationalen For. un'lirung seiner Souvcranclatsrechlc bewegen. Diese Fragen harren dcr Ordnung, und der österreichisch'««' garischcn Monarchie wirb dabci. kraft dcs allgemeinen Gewichtes ihrer Stimme, kraft ihrer speciellen Bezichun» ! gen zu der Entwicklung dcr katholischen Kirche, und nicht in letzter Linie der ungetrübt bewahrten freundschllfllichen Beziehungen zur italienischen Regierung, eine hervorragende moralische Theilnahme nicht versagt sein. Die k. und k. Regierung hc>ffl in den hohen Delegationen Billigung der politischen Richtungen zu finden, die sie in dcr Frage dcr Occupation Roms festhielt. Sie ist sich bewußt, das Interesse der Monarchie nicht einen Augenblick lang aus dem Auge verloren zu haben. Das Klaglllchl gegen Richter. Dcm Abgeordnctenhliusc ist ein Gesetzentwurf vorgelegt worden, welcher das Klagerecht der Parteien wegen der von richterlichen Beamten in Ausübung ihrer amtlichen Wirksamkeit zugefügten Rechtsverletzungen regelt. Die ,.N. F. P" schreibt hierüber: Dieser Wesetzcnl. wurf dünkt uns wie die Taube mit dem Oelzweige einer friedlichen, ordnungsmäßigen Thätigkeit des Reichs-rathS. schwebend übcr dcn sündflulhartigen Gewässern immerwährender BeifasfungSkrislN. Jedes Zeichen, bah dcr Reichsrath zu einer fruchtbaren, d n Stualsorganie-muS festigenden legislatorische» Thätigkeit berufen wird, wirkt wie eine Erholung nach dcn Aufregungen des leidigen VcrfasfungsgezanlcS. Der erwähnte Gesetzentwurf ist ein solches Zeichen, das um so freudiger be» giüßt zu werden verdient, als es der Ausführung einer Vcrfassungsbestimmung gewidmet ist. Der neunte Nl-tilel dcs Slaatsgrundgcsehes über die Ausübung der richterlichen Gewalt setzt fest. daß „dcr Staat oder dessen richterliche Beamte wegen dcr von dcn letzteren in Ausübung ihrer amtlichen Wirksamkeit verursachten Rechtsverletzungen außer den im gerichtlichen Verfahren vorgczeichneten Rechtsmitteln mittelst Klage belangt werden können." Dieser Grundsatz soll nun seine Ausführung durch das neue Gesetz empfangen. Durch dasselbe wirb eine mächliae Veränderung in dem Verhältnisse von Rechten und Pflichten zwischen dcm Staate und der Recht suchenden B.oülterung ein« treten. Bisher ist der Staat nur in sehr beschranktem Mliße für das Verschulden seiner Beamten haftbar. Einzig und allein für die Ersatzansprüche, welche aus dcr Verletzung oder Vernachlässigung der Amtspflichten hinsichtlich dcr Verwahrung dcr den landesfürslllchen Ocrichlsbehörden oder deren Abgeordneten oder den lan» dcsfürstlichcn Steuer- und gerichtlichen Dcpositenümlern gesetzmäßig übcrgebenen Vcrmögcnsctiaftcn abgeleitet wer» den, haftet unmittelbar der Staatsschatz. Im Nebligen ist nur gegen den richterlichen Beamten eine Ersayfor« derung für durch sein Verschulden zugefügte Veschüdi» gungcn mittelst dcr Syndicatsllagc zulässig. Der Staat war nach Uebernahme der Rechtspflege von dcn Patrimonialgerichten weitaus weniger gerecht gegen die Parteien, als früher unter der Herrschaft der Dominialgerichte. Während die Dominien als Träger dcr Iustizgcwalt für das Verschulden ihrer Beamten haftclen, nahm der Staat als nunmehriger Träger der Iustizgewalt eine solchc Haftbarkeit nicht oder doch nur innerhalb unverhällnißmäßig enger Gren» zen auf sich. Nur im Gnadenwege ließ sich der Glaat zu einer Ausdehnung seiner Haftung herbei. In l>e< sonders rücksichtSwürdigen Fallen ist nämlich die Frage, ob der Partei dcr durch t>aS Verschulden richterlicher Personen zugefügte Schaden, ungeachtet dem Staats» schätze keine Haftung obliegt, aus dcm letzteren zu ersetzen sei, mit Rücksicht auf daS Ergebniß deS Synoi» calsoerfahrcns und die Vcrmögensoerhältnisse der Schuld« tragtnden von dcn Ministern dcr Justiz und der Finanzen im administrativen Wege zu oe> handeln und zu entscheiden und bei entgegengesetzten Meinungen die kaiserliche Entschließung einzuholen. ES scheint uns nicht zweifelhaft zu sein. daß der Staat dadurch, daß er sich dcr Haftungspfticht für die von ihm bestellten Beamten entzog, ein großes Unrecht wider die Parteien verübte. Oenn sowie dic Dominien für die von ihncn bestellten Mandatare Haftelen, zum Theile sogar mit einem auf den Herrschaften grundbüchcrlich sichergestelltsn Pfandrechte, so hätle auch der Staat die Verantwortlichkeit für seine Bevollmächtigten, die Beamten, auf deren Auswahl und Bestellung das Publikum keinen Einfluß hat. übernehmen sollen. Die neueste Vorlage ist daher berufen, ein lang» jähriges Unrecht wieder gut zu machen und d»S richtige Pflichtenvcrhältniß des Staates zu der Bevölkerung r Bürge, sondern als „Bürge und Zahler" erklärt ist, was nach der Terminologie des bürgerlichen Gesetzbuches einen wesentlichen Unterschied begründet. Wird der Ersatzanspruch aus einem das Recht der Harlci verletzenden Beschlusse eines Col-lcgialgcrlchtes abgeleitet, so tonnen die schuldlragcndcn richterlichen Beamten allein oder zugleich mit dm ötaate nur oann mittelst Klage belangt werdea, imnn di selben dem Klager im Wege eines strafgcrichtlichcn Verfahrens bekannt geworden sind. Diese Bestimmung hängt mit der Organisation der Gerichte zusammen, welche die ^ innere Procedur, die Ädstimmnng als Gchcimmß dchan« ! dclt. Dieses Geheimniß muß durch eine strafgerichtliche Procedur zerrissen sein, wenn ei» Enlschädignngsanspruch! aus dcn Porgängen bei der collegialen Berathung abgc- ^ leitet werden soll. Für diesen Fall einer ans dcr collc-gialcn Geschäftsführung entspringenden EntschädigungS» fordcrung haften alle Stimnnührer. welche für die be- ^ lrcsscnde Entscheidung gestimmt haben. W^nn iedoch der Beschluß auf einer unvollständigen oder unrichtigen^ Darstellung deS Sachvcrhaltes von Zeitc eines Bericht-! erstattelS beruht, so sind die Slimmführer, insoferne! ihnen nicht die Außerachtlassung der ihnen gesetzlich ob-liegendcn Sorgfalt zur Last füllt, von allcr Haftung frei. Richterliche Beamte im Sinne des Gesetzentwurfes^ sind die bei den Gerichtshöfen und den Bezirksgerichten! zur Ausübung deS RichtcrumteS oder sonsl zu gericht-^ lichen Amtshandlungen angestellten Staatsbeamten. Den-selben werden in Betreff der Anwendung dieses Gesetzes ^ gleichgestellt d>e zur Ausübung des Richteramles be»! stellten fachmännischen Beisitzer der Handels». See- und' Berggcrichle, dann die bci den Gerichten zur Vornahme gerichtlicher Amtshandlungen angestellten Diener und die ^ bei den laudessürsllichen Steucrümlern angestellten Staatsbeamten und Diener bezüglich ihrer AmlShand^ lungen mit gerichtlichen Depositen' und Waiscnacldern. Dagegen sind die Beamten dcr Staatsanwaltschaft als richterliche Beamte nicht anzusehen. Die Ausdehnung der Haftungspfllcht auf alle Personen, welche gericht» liche Functionen zu üben haben, ist vollkommen zu bil< ligen, da durch untergeordnete Personen, zum Beispiel durch Amlsdiener, of/ ein sehr großer Schaden verursacht werden lann und manche moralische Antriebe dcr Pflichterfüllung gerade bei dem Hilfspersonale minder wirlsam sind. In welchem Moße und Verhältnisse und mit welchen Regreßwirkunaen ein Ersatz angesprochen werden lann, ist nach dcn Vorschriften des bürgerlichen Gesetzbuches zu bcurlhcilcn. Die Haftung eincS richterlichen Beamten für den Schaden erstreckt sich auf dessen Vorgesetzten nur dann, wenn auch dicscr sich cuier Ver» letzung dcr Amtspflicht schuldig gemacht hat. oder wenn «hm eine solche Haftung durch besondere gesetzliche Vor» schriflen auferlegt ist. Für die Klage zur Geltend-machung des Ersatzanspruches ist derjenige Gerichtshof zweiter Instanz zustündig, in dessen Sprengel das Gericht seinen Sitz hat, von welchem oder von dessen Ge> diensletcn die Rechtsverletzung ausgegangen ist. Wird der Ersatzanspruch aus einer Verfügung des Präsidenten oder aus einem collcgialgerichtlichcn Beschlusse desselben Oberlandesgcrichtes abgeleitet, welches für die Klage zu ständig ist, so hat der Oberste Gerichtshof auf Anlangen des Klägers oder Gellaalen ein anderes Oberlandesgericht zur Verhandlung und Entscheidung zu delcgiren. Zur Vertretung deS beklagten Staates ist die Finanz-Procuratur an dem Sitze des ProceMrichtcs berufen. In der Klage hat die Parlei die Thatsachen, durch welche sie sich in ihrem Rechte verletzt erachtet, sowie den Gegenstand und Umfang des erlillencn Schadens zu bezeichnen und in Betreff des angesprochenen E---satzeS ein bestimmtes Begehren zu stellen. Die Beweis miltel hat die Partei nach Thunlichtcit beizubringen oder zu bezeichnen. Ist die Klage gegen einzelne schuld-tragende richterliche Beamte gerichtet, so wird zur Be» gründung derselben gegenüber jedem Beklagten der Nach' »eis erfordert, daß der Rechtsverletzung die Uebertre-tung einer Amtspflicht von Scitc des einzelnen Bc-llagten zu Grunde liege. Wird die Klage gegen den Staat allein erhoben, fo genügt der Nachweis, daß die Rechtsverletzung nur durch Ucucrlretung einer Amtspflicht von Seite richterlicher Beamten desjenigen Ge< richte« erfolgen lornitr, von welchem die Amtshandlung ausn.ea.ana.en ist. Unsere Aufgabe lann es nicht sein. das ganze Verfahren ,n allen seinen Details zu verfolgen. Uns ge nügt es. zu conslaliren. daß dicscr Gesetzentwurf der Ausführung cmer wichtiger. Vtf°ssungs - Benimmung gewidmet lst und daß er das Pflichlcnverhällniß des Staates zu den Rechtsparteien auf «ine neue und richtige Grundlage stellt. Wir wünschen nur. daß der Reichsralh in den Verfassungswirren Muße genug ! finde, diesen Gesetzentwurf seiner Berathung zu unter-z'ehen. i Parlamentarisches. (Budgetausschuß der Reichsrathsdele« gation.) Als Nachtrag zu ihrem von uns am 30. No-vember mitgetheilten Berichte über die Sitzung des Budgetausschusses am 28. November fügt die „Reichs-ralhs^Eorrespondenz" noch folgende bemertenswerthe Ergänzung an. Eine Anfrage an die beiden anwesenden Finanz« minister, ob es nicht in der Absicht der Regierung liege, durch eine Gcsammtopcration, nämlich durch die Auf< nähme einer Gesammtstaatsschuld dcn sich herausstellen' den Mehraufwand zu decken, wird von den Herren Mi-nistern entschieden verneint. Bezüglich des im früheren Berichte erwähnten Out-^Habens von l 5> Millionen an die Ncichsccntralcassc, wel-! ches vom cislcithanischen Finanzminister in Form von ^ Quotcnabfuhren bereits hereingebracht wurde, gab der ! letztere die Aufklärung dahin, daß dieses Guthaben da^ durch entstanden sei, daß in den Jahren 1868 und 18 Allerdings entsteht nun dadurch, wie dem Ausschüsse mitgetheilt wurde, für dcn gemeinsamen Finanz-minister die Verlegenheit, daß derselbe zur Bestreitung der nolhwcndiacn Arirceauslagen für die nächste Zeit nicht die erforderlichen Mittel besitzt und deshalb vom ^isleithllnischen Finanzministcr einen Betrug von 4 Millionen Gulden als Vorschuß beansprucht, welche Anfor> derung jedoch von letzterem abgelehnt wird. > In Betreff dcr in den Auseinandersetzungen des Finanzministers erwähnten 8 Millionen durch den zu erlvartenden Mehrertrag an Steuern im Jahre 187l ist hervorzuheben, daß bei diese», Ansätze durchaus nicht irgend ci»e ncue Stcucrcrhöhnng in Betracht gezogen wurde, sondern daß die sichere Aussicht auf eine» fol^ chen Mehrertrag an Steuern sich auf factiscke, in dem heurigen Frühiahre gemachte Erfahrungen gründet. Ferner wurde im Ausschusse anch die Frage vcn-lilirt, wie dic Miltel herbeizuschaffen sind. um den durch den vorgeschlagenen Rentcnoerlauf sich ergebenden Mehr» aufwand an Zinsen zu decken, und ohne in dieser Be> zlehnnli einen bestimmien Beschluß zu fassen, wurden mehrere Stimmen lanl. welche ans eine Erhöhung der Zucker» und Branntweinsteuer hinwiesen. Die nächste Sitzung des GudgelanSschusscs findet am 30. d.M. um II Uhr Vormittags stall. Tages' ordnung: Besprechung des Kriegsbudgets. Die Delegirten Freiherr o. Giooanelli lmd Dr. u. Demel sind in Pest angekommen. Die Affaire Krosch. Die „Wr. Nodpost." schreibt: Die ZeitungSbeiichlc über die am 25. d. M. bei dem Wiener ^andesgerichlc stattgefunden! Hanptucrhandlung, betreffend einen das Ab leben deö verhafteten Arbeiters Joseph Krosch besprechen, dcn Arlilcl in dcr Zeitschrift „Vollswillen." haben einzelne Journalstünmen veranlaßt, das Vorgehen dcr Ge richte, welche dicscn Untersuchungs^efangenen von Rei» chenbcrg nach Prag halten abführen lassen, einer scharfen Kritik zu unterziehen und dasselbe als ein inhumanes zu bezeichnen. Diesen Va>würfen gecicnnbcr erscheint es wohl am Platze, die gerichtlich erhobenen Umstände, unter welchen jene Abführung erfolgte, der Oeffentlichlcit nicht vorzuenthalten. Joseph Krosch wurde, wcil des Verbrechens dcr öffentlichen Ocwallthäligkc't beinzichligt, vom Kreide richte Neichcnbcrg am 23. Jänner d. I. in Unlersn-chungShafl genommen, da sich aber sein Vungcnleiden mehr als gewöhnlich fühlbar macht?, dcr besseren Pflege wegen am 20. Februar an daö SlcphanS - Hospital in Neichenberg abgegeben Am 2. März wurde vom Vandcsgcrichle Prag beschlossen, daß gegen denselben, da er auch des Verbrechens dcr Störung der öffenllichen Ruhe beschuldigt war, das Strasucrfahrcn bci diesem ^andeSgerichle ^, führen sei. Obgleich dcr Untersuchungsrichter in Prag bcrcilS am 9. März den Beschluß gefaßt ha<ci günsliacr. winmcr Witterung. Nach der Aussage des escortircndcn Gendarmerie« Wachtmeisters war es so warm. daß stellenweise daS Waggonfcnstcr giöffnet wurüc. Krosch war so tiäftig, daß er nicht blos ohne alle Unlcrsiiitznna, gehen, ein» und ausilcigen, iondern auch anf der Fahrt wiederholt, Wein, Bier nnd andere Nah' rlmqsmlltel genießen und fast ohlie Unterbrechung rauchen lolinlc. Im Wa^on bediente er sich der für ihn vorsichls-weise lnitg^iummencn Wolldecke, beklagte sich wähnn» deS lianl/n WcgeS wedcr üncr Kalte, noch über Mal!ist/ tcit und äußerte im Gegentheil, daß ihm die Fahrt wohlthue und cr sich besser fiihle. In Prag angckomiiien wurde cr wieder in das (Yefungeuhansspital aufgenommen und aller jener Pflege theilhaftig, die sein Znsland erheischte. Sein Ableben erfolgte am 10. Mai. Er untcrl"« seinem ^nncicnlelden, wclchcS nach dem Ansspruch: des GerichtöarzteS schon längere Zeit bestanden hatte u»!» von dem Krosch sclust bci seiner gerichtlichen Vcrneh» mung am 23. Jänner sagte, daß cs ocrcils acnt ae» worden sci. Die unbefangene Würdigung diescr Thatsachen dürfte wohl genügen, die gegen die Gerichte erhobene Beschuldigung dcr Inhumanität auf ihren wahren Werlh zurückzuführen. Alieggchronik. Aus Versailles vom 2l. November wird der ..Weser-Ztg." geschrieben: . . . „Der bereits seit acht Tagen erwartete Ausfall der Franzosen hat, wie gesagt, bis jetzt nicht stattsschabt; die Forts schweigen seit einiger Zeit beharrlich. Die Franzosen kommen jcdcn Morgen gegen K Uhr gewöhnlich, am häufigsten bei den Forts Vanvres und Montrouge, mit drci oder vier Bataillone" heraus und allarmircn unsere nuf Vorposten schwer g^ plagten Truppen. Ein Angriff findet nicht statt, so«' dcrn, nachdem dcr Feind auf etwa «00 Schritt Distanz dcn gerinnen Nest von Kartoffeln anögcgrabcn hat, geht cr, ohne einen Schuß abzufeuern, in die Forts hinein-Interessant ist die Wahrnehmung, daß die Franzosen jeden Morgen dieselben 18 20 Stück Ninduich de>l Vaicrn vorführen, uin zu zeigen, daß dcr Vorrat!) »och nicht ausgegangen sci. Dic Naicrn crtcnncn die Nindcr' an der ihnen schon bekannten Physiognomie, und haben ihnen den Namen „Gala-Rinderhccrdc" beigelegt. Da-gegen findet dcr Austausch der Zeitungen zwischen den Vorposten auf eine sehr collcgialc Weise statt, ^ant gegenseitiger Verabredung wirst man sich die Journale, an einen Stcin gebunden, gemüthlich hinüber und her« über, ohne auch nur einen Schuß während dieser M' schäftigung abzufeuern. Ich hattc gestern cine Nummer dcs „Figaro" vom 18. in meinen Händen; derselbe spricht sich in einem längcrn Artikel cntschieocn für dcn Abschluß des Friedens aus. er beschwört dic Männcr dcs 4. September, ihre curulischcn Sessel zu verlassen und cinc Nationalversammlung auszuschreiben, ja cr rälh sogar Trochu ab, einen nutzlosen Ausfall zn machen, da Paris jctzt nicht mchr auf Hilfc von dcr ttoirc-Armce rechnen könne." Aus Tours wird der „Daily News" unterm 23. November tclcgraphirt, daß General Bourbaki sich über seinc Abberufung vom Commando dcr Noro.Armce sehr, verletzt fühlt. Er hat erklärt, keinen Befehlshaber-postcn mchr annchmcn und nur noch als ^citcr cines Frciwilligcncorps kämpfen zu wollen. Gambctta ist nach Lc Mans gegangen. Nancy, 20. November. Es sind jctzt nähere Nachrichten über den Ucbcrfall in Chatillon sur Seine, daS noch zum Bereich des General-Gouverneurs von Lothringen gehört, hier beim General' Gouvernement eingelaufen. Von ortslnudigeu Führer" geleitet, hat sich cinc Truppe von 800 Franctirenrs, die von Menotti Garibaldi, dem Sohne dcs Generals Ga° ribaloi, commandirt wurden (cs ist letzteres jedoch n'cht constatirt), durch die dichten Gcbirgöwälocr nach Eh"' tillon und somit in dcn Nückcn unseres Hccrcs geschlichen-Ein Commando dcs westfälischen ^andwchrbataillmis U"''" und die zwcitc Schwadron dcs fünften westfälischen 3tt' serve Hußarcnrcgimcnts unter dcm Major v. Alveilslebc» voul Negimcnte dcr Gardes du Corps bildete dic Vc-satzung von Chatillon und versäumte im Gefühle der Sicherheit wohl etwas zu sehr die nöthigen Vorsicht^ maßregeln. Plötzlich in der Nacht dringen die Franc- 19ft.? tireurs in den Ort ein, überfallen die Hußaren einzeln m den Ställen und Quartieren und hauen nach verzweifeltem Widerstände die meisten zusammen, bevor die Schwadron sich noch zu sammeln vermag. Die Infan» teric, die in sirvßcrcn Quartieren lag, vermag sich unter geringeren Verlusten zu sammeln und m geschlossener Ordnung und uittcr fortwährendem Feuer dcn Rückzug anzutreten, wobei sie weiter nicht verfolgt wurde. Unser! Verlust an Todten, Gefangenen und Schwerverwundcten! belauft sich auf 120 Mann uud 70 Pferde. Der Major! v. Alvenslcbcn ist durch vier Säbelhiebe in die Brust' nach wüthender Gegenwehr actöotct, zwei andere Hußarcn«! Officicrc sind sehr erheblich verwundet worden. Nach! Chatillon sind schon neue preußische Truppcncommandos' auf dem Marsch, und ist die Mitschuld seiner Bewohner bei diesem Ucbcrfall nachgewiesen, so wird der Ort hart dafür büßen müssen. Bon der Loire und der Sa rthe. Wachen-lUlsc,, schlcil't ii, fer „ss. Zlg." übcr dcn weiteren Bor» Marsch dcr u^lcr dcil, Olicrbefchle dcs Hcizogs von Vlccklcuburg slehcnden Armcc. Wachenhusen erzählt unter anderili iiber dcn Sturm auf das Dorf Torcay: Auf dcm rechten Flügel der Division ging daS 2 Nalnllon u»d das Füsilier - Bataillon vom 94. Ne Mieul gcgcu die Nord- und Nuroostspitze des Waldes vo» Chaicauntuf vor. Das letztere, in Compagnie» i Eo!o!u>rn llue>cluandcr gezogen, marschirtc mit dcm rech-lc>' Flügcl u!, Fonlailic vorüber, in welchem eine fran-jüsis^c Cauallcric - Patrouille bcotiachlcl wurde. Das Vula,>lmi schwenkte von hicr nich liul« und ging in der Richtung auf das Dorf Torcay vor. OaS ersle Äatcüllon nvcinclste direct in der Direction von Clelou auf Toicay. Eorüi lausend Schrill nordöstlich von Tor» cah stieß t>,e 9. Lompannie dcs Füsilicr-Oat«illons nnl be
  • f Torcay zniuctwlifcnd. Dir ubrigcn Compaguicu dcil ^nt^ill», s waren maischen mit dcn imDoif' und im Walde l>o>warls aufsicslllltcn Massen in eiu Fcuer arf^cht grl^hc!', in wclchcS »ach Kuizcm auch lnc drei ^"«»pa^uicu d>S e,stcl, Bataillons cil'gsiffcn. Dieses Gefecht gewann oll'bald eulc uu^ewöhulichc Hcfti^lcit, und wurde namentlich von französische ^citc so libhafl ulilcrhaltcn, daß cin Bo>dringet, im Walde l>!N„ül,lich war. Eist nach und uach ncwann unscr Feiicl die Obeihaud uud geslalttte den Angriff mit dcm B^ jonncl. drr von der 3, Compagnie des 2. Bataillons lind von der l0. Compaqule dcS Füfilier-Balailloiw °l>f die vorliegenden Wcil^ftnccllcn mit großer Elnrgie ausgeführt wurde. Hier siod — daß ich'S offen gcslehc "- Sccncn dcr Erbttlerung im Kampfe von Seiten drr Ul'srigcn geschthen, die ,iur dnich die Dauer dcs Kric^ gcs und die Schusucht >,ach dcr Heimat motivirt wcr^ den lün, en (! !) ui'd wcun ich dcn Geist (!) unserer Tnipvm richiig bnirlheilc, so w»d in Kurzem von Par» bou kcinc Nedc mchr sein. Kuz vor diescr Altane hattc die ncuntc Compa-a»ie i-aö stcncr imDoife lllic, wältig und war, von dcr ^ordseitc in dasselbe eiudiinaend, bis an die südliche ""d südwestliche Gic",zc deS DoiftS vorgedrungen. Gleich' icitig alt^lnrlc d>c 12. üomp'üuie dcn ,w^sll>chcu Aus-?"'ig dcs DolfcS, u»d dcr Fcmd, «uS allca slincu Po-unf!, gcworfc,,, zog in nordwestlicher Richtung ab. 'lch l,och cimge Zcit durch T'laillcurS dlckcud m,d so ^"s Gefccht auf^dcut'. ^ , , Dcr l,.utc f^est.lllc Verlust beS 94. RcgimcntS! °"-iW 10 Todte m,d 28 Verwundete. D^r Fnnd hatte, ^ 'uzwische., crmittcll ist, 56 Todte un 120 Vcr wl'l'dclc. zwei Officicre und n^cu Cnpitau. Unter ui'sc° lm G^fullencn sind der Fähnrich v. Bülow und der "lce^lDni^l Fülbrin^r. Ein Schleiß» der ..Ii'dcpcndancc bclge ant, " '" ie I, g ^„, ^4 d. Ät. lmldcl: ..Dlr Kampf l,al bcgon-'^"' Dic Kanoncn d°,",cisichc>t. daß uuscrc Truppen 300 "'lange»« nemacht hat'c»; man hatlc selbst luhauptct. « seic., 500; bis jctzt l,a!)c ich abcr nur 5 gcsehc,,, ,/^ir „nch dc> C'ttidclic a^fühit wu'dci,. lH,:, M^m, «>7 Hau. u,rsichc.t mir, däß a.n 20 v. M. 20.000 ""uyeu !n diese Stadt sji'gcrückl, an 2l. abcr w'ed.r "^zogcn si„d, l.m nach Tcranicr zu marschiren. Das do!^ «""b 'st 'll U.'rnhc, da die Zuck^lsicbcrcitn in sa,N ^'' ^'^- ^u>e Deputation wurde nach V<5. scv. U^"°t' mn anzuf.agen, ol) i>u Falle einer Gc> ' vmg dcs Bandes die Sicdcrcicn ihrr Thälialeit ein. lcu müßten. Dle Deputation wu'de schr gul empfan. gen und ihr bedeute!, dak ,'^lcr ^alnicali«,, fein H'n^I dcruiß in den Wc,i «.I^l weldeü wül-do. Im Oise-Oc. paltcmcnt arbeite» übii^e,iS die Hucke»siede.'eicn und die Ä^enleu der preurischeil IlUelidlnilureu t^uftn ihr Fa-bric^ t mil l'aarcm l^cid- m,f." i — Ihre Majestät die itaiserin Karoline N u-,guste haben dcn Abgebraunie» zx ^chlabnung in Steier« i-.mrk 5)00 st., der Gemeinde Nassereul in Tirol zu User-schuhbaulen 400 fl., der Kinderbewahranstalt zu Waidho-fen an der ^)!)l'ö orisch in« Leben gcrufeueu Houorar-Consularämler kann daher auch nur erst nach crfolgter verfassungsmäßiger Bewilligung des erforderlichen Zuschusses geschritten werden, den das Ministerium des Acußern in dem auf mindestens 10.000 st. zu veranschlagenden Betrage ansprechen wird. Nebstdem ergibt sich die Nothwendigkeit einer besonderen finanziellen Vorlage für die so dringlich gebotene Durchführung der auch im Schooße der Consularenquöle befürworteten Organisation des Kanz. lcidicnstes bei den l. uud l. efscctivcn Consularämlern. Besonders dringlich erweist sich die in Rede stehende Maßregel rücksichllich der bei dem t. und l. Generalconsulate in Bukarest, dann bei dem l. und l. Consulate in Iassy und auch bei anderen Consularämlern im osmanischen Reiche für den Äanzleioienst verwendeten l. und k. Unterofficiere so wie rUcksichtlich der dcm Civl'lstande ungehörigen Kauz. leibeamlen mehrerer vielbeschäftigten Cousularämter in der Levante und im Poncnle zumal jener in Alcrandrien, Lou-stantinopel, Salonich, Scrajevo, Genua und Leipzig. Diesem dringenden Dienslesbedürfnisse kann nur durch eine allgemeine Reorganisation dcs Kanzleidienstes bei den k. und l. effective»! Consnlarämtern abgeholfen werden, welche das Ministerium des Neußern in dcr Art durchzuführen gedenkt, daß das verwendete Kanzlcipersonalc gleichwie das eigentliche Consularcorps einen zu einem großen Ganzen vc'lschnwlzeucn und dcn Dicnstesverhältnissen entsprechend gegliederten Vcamtcnlörver zu biloen und aus zwei Classen mit steigenden talegoricmäßigen Bezügen und der graduellen Vorrücklmg in diesen nach einem für jede derselben festzustellenden ConcretalstatuS zu bestehen hätte. — (Heuer noch zcitgemäß!) Vor hundert Jahren, gerade im Jahre 1770, erließ das Pariser Par, lament (diesen Namen führten damals die Gerichtshöfe Frankreichs) folgendes Edict: „Wer irgend einen männlichen Unterthan Lr. Majestät mittelst rother und weißer Schminke. Essenzen, künstlicher Zähne, falscher Haare, spanischer Baumwolle, eiserner Schnürleiber, Reisröcke, Schuhe mit Hacken, oder falscher Hüften in die Bande der Ehe lockt, wird wegen Zauberei verfolgt und die Helral wird für null und nichtig erklärt." — (Eine Begnadigung.) Der „Phare de la Loire" hat aus dem Lager von Conlie bei Mans sol. genben Brief vom 18. November erhalte».- „Der Ehef-Oeneral ermächtigt mich, diefe Depesche an Sie zu richten. Heute ist ein für die Arme« der Bretagne unvergeßlicher Tag. Ein durch den Kriegshos zum Tode derunheilter Mann wurde um 2 Uhr, im Momente, da er erschossen ! werden sollte, begnadigt. Dieser Mann balle ein sehr schweres Verbrechen gegen den Lager-Commancanten, General Le Bourdec, begangen. Seit seiner Verunheilung hallen sich die Almoseniers und Generalstabs-Officiere für ihn verwendet. Der General Keralry blieb starr bei der Verurtheilung. Deshalb waren alle Lagertruppen um 1 Uhr versammelt, um der Execution beizuwohnen. Um 2 Uhr war Alles dazu fertig. Der Verurlheille erwartete in Be» glcilung von zwei Almosenicrs den verhängnißvollen Moment. Er zeigte um so größere Entschlossenheit, als er auf leine Begnadigung rechnen konnte. Zur bezeichneten Siunde ward das Todesurlheil abgelesen. Die Tambours schlugen an ' bei einem zweiten Trommelfchlage sollte Alles vorüber seiu; die Tragbahre stand bereit, das Grab war gegraben. Es war ein schrecklicher Augenblick. Als das Zeichen ge« geben war, trat Keratry vor, ließ Einhalt thun und sprach mit zitternder Stimme: „Ofsiciere und Toldalen der bre-tonischen Armee! Einer von uns, der sich eines Suborbina-lions'Verbrechens schuldig gemacht, ist durch den Kriegshof zum Tode verurlhcilt worden; ich habe ihn begnadigt; bei jedem künftigen Falle aber wird ein ähnliches Verbrechen unabänderlich gebüßt werden. Ich hoffe, daß das gegebene Beispiel genügen werbe, jedem Ungehorsam gegen die Kriegsgcsehe und die Befehle der Führer zu steuern, und daß ihr mir sUr meine Gnade durch eine erprobte MannS-zucht danken werdet. Um die Gerechtigkeit gegen Alle auf-rechlzuhalten, hebe ich alle anderen Strafen auf." Diese Worte wurden mit lauten Ncclamalionen und dem Rufe: «Es lebe Keratry!" begleitet. Die Officiere des General, staves, die um Gnade gebeten hallen, waren tief gerührt. Dann defilirten alle Truppenkörper und riefen, trotzdem man ihnen Schweigen geboten halle, aufs neue: „Es lebe Keralry!" Am Abende dankten die StabSofficiere dem General, dessen Begnadigung auf die Truppen einen großen Eindruck gemacht hatte. — (Aberglaube.) Elwas mehr Aufklärung der polnischen Landbevölkerung wäre fehr wünschenswerth, wie nachstehender, von der „Ostd. Z." mitgetheilte Fall zeigt, welcher dem Untersuchungsrichter in Kempen vorliegt: In Nistupice lebte ein Ehepaar glücklich im Besitze eines ge. funden Kindes und halte außerdem das Kind der Schwester der Frau bei sich. Da kommt eines Tages diese Schwester, wahrscheinlich von religiösem Wahne ersaßt, und bringt den Eheleuten den Glauben bei, die Kinder seien vom Teufel besessen, der aus ihnen ausgetrieben werden müsse. Die Austreibung geschieht vermittelst Schlägen, und da die verblendeten Leute das Schreien der Kinder für Aeußerungen des Teufels hallen, so wird mit der Austreibung forlgefahren, bis die Kinder, cin fllnf- und ein einjähriger Knabe, todt sind. Bei der gerichtlichen Untersuchung stellte sich heraus, daß die Kinder durch die fürchterlichen Miß. Handlungen schrecklich entstellt waren. — (Thorwald sen.) Ein Freund der „Presse" schreibt: Lassen Sie mich gefälligst bezüglich der Thor-waldsen'Feier in Ihrem Blatte erwähnen, daß Thorwald, sen weder in Kopenhagen noch im November geboren ward. Er ist an Bord des Schiffes geboren, auf welchem feine Eltern die Ueberfahrl von Island nach Dänemark mach, ten, wahrscheinlich im September 1770. Man hat nie den Taufschein Thorwaldscn's gefunden, so fleißig man auch in Kopenhagen danach gesucht hat; indessen hat man das betreffende Schiffsjournal feinerzeit wohl absichtlich ignorirl. So lange Thorwaldsen berühmt ist, haben die Dänen sich bemüht, die Welt glauben zu machen, er sei rn .ttopen» Hagen geboren, — eine liebenswürdige Unwahrhasngteit, die man ihnen wohl verzeihen mag. Durch seine Geburt auf dem Ocean gehört wohl Thorwaldscn der ganzen Welt und nicht Dänemark allein, ebenso wie seine Werke der ganzen Welt gehören. Daß dcr dem Valer libergebene Schiftslaufschein, der in keinem Kirchenfprengel registrirt war, wegkommen konnte, ist begreiflich, denn Thonvald» fen's Eltern waren arme und dabei unordentliche Veule. Der Vater war ein außerordentlicher Trunkenbold und lraclirle die Mutter auf das Unangenehmste. Sie werden den Tausschein wohl zu profanen Zwecken benutzt haben. Vertel Thorwaldsen selbst kannte das Datum und den Ort seiner Geburt nicht; er wußte nicht einmal, ob er Berlhold oder Barlholomaus oder Albert hieß. — (Amerikanischer Schwindel.) Ein neuer amerikanischer Schwindelversuch macht in London viel von sich reden. Eine Newyorler „Firma" hat gedruckte Cir-culare an verschiedene Personen in England geschickt, in denen si.' falsche Sovereigns vfferirt, „welche ausdrücklich für Circulation in Großbritannien gemünzt sind, in Gewicht Farbe, Klang und Widerstandsfähigkeit gegen alle Säure« proben so exact gearbeitet sind, daß sie die besten Sachverständigen täuschen und daß ihre Entdeckung fast außer dem Äcreiche der Möglichkeit liegt." Der Preis dieser Waare deren beigefügle Lebensbeschreibung stark an das Romantische streift, ist fehr billig. 20 Stück für 2L. und bei größeren Posten angemessener Rabatt. Um Entdeckung zu vermeiden sollen Bestellungen auf diese Sovereigns an em Tabatgeschäft im Broadway. New'Yorl gerichtet und der Brief so abgefaßt werden, als ob man eben so viele Pfund Tabak bestelle. In dem letzteren Vatz scheint uns fast der Hase im Pfefs" zu liegen, denn es wäre nicht unmöglich, daß ein schlauer Van!«, der gerne schlechten Tabak für gutes Geld verkau.- 1984 fen möchte, dem englischen Publicum diese goldene Falle gestellt hat. Uebrigens wird wohl schwerlich jemand so dumm sein, auf diesen Leim zu gehen. — (Der Sängerabend), welchen der Männer, chor der philharmonischen Gesellschaft gestern in der Ehr» feld'schen Restauration zu Ehren der Mitglieder des Beelhouen-feiercomilß's veranstaltete, war ein sehr auimirler und genußreicher. DaS Programm der Vortrage war ein sehr ge» wahltes, von feinem Geschmack zeugendes und wurde mit Präcision und Verve durchgeführt. Wir erwähnen, da es uns nicht möglich, alles Schöne gebührend zu würdigen, ' nur Mozarts Bundeslied, Kreuhers Niesenglelscker (Quartett). Beethovens Lieder, von hm. R ll d inger, dem geschätzten lyrischen Tenor unserer Bühne, mit gewohmer Brauour gesungen und mit rauschendem Beifall aufgenommen, end-! lich dcs verehrten Musitoireclors Herrn Neoved reizen-dcs „Ständchen." Die Pausen würzten sinnige Toaste. Es brachle unter anderen Herr Deschmann ein Hoch den Freunden und Pflegern der classischen Kunst, welche Laibach den unvergeßlichen Genuß der Beethovcnfeier verschafft und das Verständniß classischer Musik so in weite Kreise getragen, sinnig anspielend auf den Argonautenzug, den auch Orpheus, dcr Sänger, mitgemacht, dessen Tönen der Wald und feine Bewohner horchlen, und der in dem Genius Beethovens sich wieder verkörperte. Spät trennte sich die durch edlen Kuustgenuß gehobene Gesellschaft mit den angenehmsten Eindrucken dieser gelungenen Beethoven-Nachfeier — (Be n efice-A nze ige.) Zum Benefice unserer jugendlichen Liebhaberin. Frl. Georgine Mitscherling, wird morgen „Richclieuö" erster Waffengang und Souppö's hier sehr gern gesehene und seit längerer Zeit nicht gegebene Operette: «Zehn Mädchen und kein Mann" aufgeführt. Tie Bencficiautin ist eine so fleißige und verwendbare Schauspielerin und die Wahl der Stücke ist eine so glückliche, daß wir ihr wohl ein gefülltes Haus prognosti-ciren dürfen. — (Slovenisches Theater.) Zur gestrigen sechsten slooenischen Vorstellung in der heurigen Saison halte sich ein äußerst zahlreiches Publicum eingefunden, das in gedrängten Reihen Parterre, Sperrsitze und Galerien füllle. Galt's ja doch dem Geburtsfeste Presern's, des flo-venifchen Dichterfürsten. — Eben dieser Charakter der ge» strigen Vorstellung war es mm, der uns das Wegbleiben des Prologs unangenehm vermissen ließ. Die Darstellung deö Lustspiels „?0pr<^ miiti," das an und für sich lein Interesse bietet, war eine ganz hübsch gerundete; Frl. Bruß (3ofie) wühle durch ihr heileres, lebhaftes Spiel das Publicum auch diesmal zu gewinnen, wie nicht minder auch Frl. Supanc (Gräsin Zaleska) die lleine, nicht eben dankbare Nolle, recht gut zur Geltung brachte. Herr Noli (Vo-lemir) macht sich in ältern Rollen unstreitig am besten; Herr Ieloönik, . Drcember. Vallonuachricht aus Paris. 3Q. November Abends: Geste,,, haben die Offensiv Qvrrationrn begonnen, der Bahnhof von Ol,oisy wurde erstürmt. Dir Franzosen überschritten heute die Marne auf acht Vriicken und brhauvreten Abends die Positionen; morgen Forts.tzllna. der Schlacht. Lille, !ttt Novembe'.. Die Prrußcn räumte» plötzlich Amienü, und zogen eiligst gegen Paris zurück. England und die Pforte, die beiden Mächte, welche in erster Linie bei der Orient Frage interessirt sind, haben dcit von Versailles aufgehenden Confcrenzvorschlaa. cuMnommen. Die Confercuz wird in London zusammentreten und lediglich den cincn durch die Note des Fürsten Gortschatoff vom Al.Octooer angeregten Streit« fall in Vcrathung zichc». An einem giiilslilM Ergebnisse dicscr (5oi,ferenz uä ll^e scheint man in den diplomatische!. Kreiselt nicht zu zweifeln, da die Pforte laut gestrigem Telegramm die Moliilisirmtg der Reserve (der Redifs) wieder eingestellt hat. Die Berliner „Provu^ialcorrespoi'dcl^" vom 30>'len November schreibt: Die Pmttll^Frage a/ht immer eltt-schicdencr einer friedlichen Vösuna, col^egen. Dcr von uliscrer Ntgicruug cnlSgegallgcne Coxfcrcl^vuischlag zur Eröiterung di scr Frage hat zunächst die Zustimmung NußlandS und Englands gefunden. Nach der zu er-wai'lcnlxu Zustimmung dcr üdligen Mächte wird die Eunsercnz unvcrweilt in London zusammentrete». Vei her versöhnlichen Stmnmmg aller Belheiligtcn ist an einein friedlichen Ausgangc der Acsprcchmlgcli faum zu zweifeln. Ein l'otldc>ncr Telegramm des Amsterdamer „Hat,-delsblall" bezeichnet dic „TimeS'^Nachlicht von einem Bertragsabschluffc zwischen dem Koma. von Preußen und Napoleon als verflicht; aber die Verhandlungen feien ihrem Ende nahe, der Friede werde bald abgeschlossen sein. Eussenie geht nach Wilhelmshühc, mn den Aerlrag zu untelzeichne,,. Dem „Wdr." wild aus Brüssel gemeldet: In diplomatischen Kreisen versichert man, der Krieg werde tnmicn 14 Tagen beendigt sein. In Paris beginnt sich öohlenmcuigcl ein;uslelle». Dic Privatpersonen erhallen lein Gas mehr. Aus Versailles. 29. November telegraphitl dcr König an die Königin: «Prinz ssnedrich Kcirl meldet.-Oas gestrige Gefecht war eine Niederlage des «roßten Thcilcs dcr Loirc ^lrmce, von der das gallic 20. Eoipö, wahrscheinlich auch daS 18. und Theile des 15. und !<>. Corps da waren, nnch den sralizösischen Äugabcn, 70.000 Mlum. Da« 20. fochl ganz. dic anderen th.il'i weise. Der Feind licß 1000 Todte auf dein Schlacht ! fcl^ soll ilber 400l) ^lcsslrle haben. Er verlor 1tt00^ gesunde Gcfangcnc. dic fich stündlich mcyren; feit! Oc-sammtoerlnsl belragl wolil 7000 Mann. Gcncial Anicl« lcs soll blcssirt s^ili Unftr Bcrlust ist 1000 Mann/ worinttcr w.niq Offiricre." ! Fcrner tilgen fosgendc Telegramme vnr: VersaiUee«, 29. November. Dcr bei Amicnö geschlagene Fcino flicht in voller Auflösung, von diessti' tigen Truppen verfolgt, gegen Norde,,. In seilten Per' schanzmigen wurden noch 4 Geschütze vorgefunden. In Folgc des siegreichen Ka^pfcS dcS 10. Armtt' corps am 28. v. hat der vor demselben befindliche Gcg' ner den Nückzug weiter fortgesetzt. In der Nacht vom 28. zum 29 Nov inb.r so wie am Monicu dcS 29. Noocmbc hefligeS Geschliffen,r aus den P,,rifcr ^ulll!; ml.« Pirig fulg'l!cn^'H^Y l>nd daS fechte A>m»lcosps, ll'icl^citiq tlcinerc Auffalle, linlir andclkn gc,^n das fünfte Äüueeco'pS, und D>mmlstrat'l>nen a„ v rschiede» licn Zlellcn, TXr Feiüd wurde ül^r^ll sicar,ich zlMlck-grschlagcn. M^hü'sc hui'deit Geflogene >>cfinden sich >>l linse,cn Händen. Dc>- dicSseiliic Vc,l»st ist 7 Off'cn'lt und llwa 100 Mann. Bc!flNllli<. 29. Noucmticr. Dic g^nzc Bldculima des vu„ Tlirilcu d»,r zwell^n Am«. blsoüdl'sS vom ^'l)nl«'l! Ai'mreloivs ^lstelN bis i'l'ch Ei„t,!l! dci' Dlül' l^lhcit q»l cfclt^l, Gefechtes hat erst heut? mit S ch,',l) it f.'st.^ül'lll wcldcn können, Dcr lNöhle The,l dcr fciüd< lichen ^oirc Ai'mcc hat c,nc volliländ'^e Nirdeil sie eililt^i. i>r Feind li<ß uc^e!» 1000 T>'dle auf drul Lchlacklfcld; l^00 l,nv.,wu»detc G'f.nign'c, die sich Nn>,dlich Mlhicn, sii,d i» Uüs.rcl! Hand.,', Wi>- vl,!orei> cin Gcschutz. »achdeu, Pfcrdc nnd Gd^innig dc^s.lbt^» qciödtl,! w^n,i>, und nich: gan; l(X)0 Mmm au Todle» l'nd Veiwnndete,!, worunter vclhällnlßnlußi.l lveoige Of' ficicre. AuS Noucu vo> stcind an. N^ch eixem ciliiticite» zi' oll.n Scilln und vc.lur 8 Officiere ui,d 50 b ö 60 Man,s uii Todlen, licß 100 Gcfan^ne, I Ka"cme, v>>lc Pfcrde, 3 Minillionöl^rllN in ln,srren Hä»dc'!. Wir t)atlcn 5> Tl'dt.' »nd 15) Velwundete. AuS Vlü»chcn, 30. Novembc», wild dcr „Pr." tllc^rafthiit: Gl„e!0.l v, d. Tann mcl5»t Heilte tclc-^rophisch tin siegreiches Gefecht gegeil Theile d>r ?oi,e' Äimcc; es wurdcn muellich 700 Gefangene gcm.'cht. Telegraphischer ^.ccl,selco,,r« vo»! 1. Drcenidrr. 5>prrc. M>'lallic,»cs 5«. ^ , .^p^rc M>ri< mil Mai-»nd Novrm^r-Zilism 50, — 5prrc, Nulioiial-Anlchm l)5,ua - 1^0,-r Staat«.Alilchcn !)2. - . - - Pai,sactic» 7^» Errdit-Actiin ^5l.l>5). — ^,ndon 123 50. K>!!,rl 121.5.0. -- K. l, Mlluz-Dllcalcn 5.85. - Älaplilloud'or !>.94. Theater. bl-lilr zum rrstru M^lc: Dle Ncni,l,c»tHtochter Opcl i» 4 Äclru u. Driiizclli. ^li ll Mg 327'!« ^ 1.«" "N, mäßig hcitci ^ 1,2 „ 3l, 327..,« — I.« ^. ftn.r' »Hsu,;,, blw.! t),l<0 !l»„ Ab. 327.«5 > — 4.., N, mäßig slcliirichcll i Kalter, wlüdigrr Tag. Vormittags hsilrr. Später ^liiK'hml'ode V^uüllmil,. in den Mpm Schilr^l-siölirr. Alieiidrolh. ' Mondhof-KlcrilmhcUc Ncicht. DaS Tagcömillrl dcr Wäline — 2 ij", »»' >, „ ,» c, y r, 3 Höchst beachtenswerth 8 für alle dil jcüic,!'!!, welchr lirnricit sii,d, auf sine solidr li,id Cn'olss vllspl^chlüd^ Wnse dcm Olücte dir Hemd zu tiir'ni, > ist dic iü! hc>l!,gl» Nlaitc elschicncm- ?li,i,uli« dr«< Hallst« D lfotf<'iiMi<'Mcr «fc Co. in lliniailMM-K. i.iNlli'Ni'i'rtl^t "^r„, Ä). Nuv^ulirl-. Dic Völse war »i h«t,>',n Gladc g>schcijtc,lc>ö. Hiällsc drs gro^'ü Publ'ciiüic, findcil d^i« hciaiiliahliidlil .uihlci«schl»sscs wcqlli" nnd da ,n qiHllru zl»Ntfl,»Ul^tl^z. ^apllalisirllilqcil ülft der Iäili'slcüüpoi, wieüc^ Vclc>!ilc>ss»!iss gcdni wild, ülir iü spärlichc», Mcch^ slall. Di,' glosjt' Lp^ülnüo, si,hl sich schon da'dül'ch cin^^ t>^,li1hlillS !)!'-raubt nnd anderscils durch dir Ilusichtthril dcr politlschlN ^,'agc voi. wcitgchcndcii Eiissag^mculö aliqchaülü; sic friert momciilcul. Wao als„ cm Mschaslril zu Siandc lomutt. nducirt sich a»f dic Bcfticdil»uu>, dc« gcriugfiigi^i, lffrcliuen Tag^licdarse« nnd da« Epicl der lleiucii Conüsss. Dirs,' dri^n Faclorc» ucrmochlru hcutr mir niibcdcilttiidr ^ariallolü-i! zu dcwirlrii und ist dahcr vie heutige Hurstal)flle inil wlixgeü Aiisnalimcn cin zicinlich trrnrs Edcxdild dcr gestrigen. H. Allgemeille staat^schulv. siir 100 ft. Eillheillichc Staatsschuld zu 5 p.l SUbcr . . 1li)25 11975 Böhme» . - - - zu 5 pH« 94.^. ^ ^. Oulin«! - , ' ' " ^ " 72 25 ?'2'?5 si!''t>er-Oestcrre,ch. . ,. 5 .. W.— 97. .. OberOeftt'neich . . « b ,. 95— 97 _ Sieben^rae« . . - « " ,' /425 74,75 V.,e',rniul' > - " ^ ' 92'" 94- U^rV.....'" ?« 25 7« 50 t). Actien vun Banti«stitu«en. j Otld Wall's Anglo-üstcrr. V°»l »bgest . . 193 — 193 50 Auglo-ungar. Vaul . . , . 78.50 79.50 Baulvcrcin.......197.- 199,- Bodcn-Cvcditanftall ..,.—- —.— Crcditallslalt f Hnudel n. Gew, . 24^.25 248,50 Lrcdilallstalt, allgciii. uugar. . 82. - 82 50 EscllMPte-Ooscllschaft, u, ü. . . 8^>. 895. Franco-iisterr. Banl ... 94.50 9475 Ol-inrallicml.......8^.50 84 50 Handelsbank...... . !'7.50 98. -, Natilmalbant. . . 72? — 7^9 — ^ Niederländische Äanl . . . .222—^22 50 Becetiiichant...... , 87.50 88.50. Prrlehrsbanl.......12?.— 128.— ! «». »Uctien von Trallsportuoterneb^ i MUllste». f^^n . '87." '87 50 Lemberst.-H^n.-Iassylr-«^:, . 189.50 190,- l.'l°yt,, üst>rr....... 3i5_Zji7__^ Omnibus........ —. .. .._..,. Nudolfh.Vahn...... 161.- I62'- S'ebmbllrgcr Äc^Ii» . , , , l<^ — '.<;5.— ! Slaatlübahii....... 375.. 377. . Südlillhi!....... 177.30 l??50 tölld-norbd Verbind. Vahn , . 166.- 167.- Thül^Bahn...... . 225.— 225,50 Tlamway........ l^:,,_ 169.50 «. Pfandbriefe (sur 100 fl) Aüc;. c!fi >öad.n-llrc>dit ^'lusllll! («eld Waare »erlnskar zi, 5 plöl. n, Äilbei- 107. — 107 50 dd.-Ered.-A„ft. zu 5'/, p 50 102 -Oefttrr. Nordmeßbah« . . . < 2.80 '.'3 20 ! «ä'lt, W> e sirlimb. Bahn in Silber v<-rz. . 87.__ ^7.50 Slnat<,b, O. 3"/.. ü /M)Fr. „l. Em. 13l. - 135.-Sttdb.G, ^'/««500Fic. .. , . 1H 2,', H1,?5 Sildb,-G.« 2«<0fl.z. 5"/„ siir 100 st. fts.,. 8« 5l) Vliob.^ullö 6",, (18?<.».-?4) « 500 ssrcs......234 - 236.— llllcz, Ostbahlt....., 84.7.) «5 -- l^. Privatlose (Per Si,»ci.) Eri-diianstall s. Handel ». Grw. tZ^ld Wan^ zu 100 fl. 0 W......15825 158 ?5 RudolflStismnc, zn 10 fl. . . 14 — I-'''-" '^Vfct>sei l3 Men - Grid Waare ÄngObu'g ji'.r 100 fl s:ldd. W. 103 60 103 8" Franken >1,M. 100 si. d^ttu 103.80 1"4 Hu»ul,llrg. slli l<)0 Murt Vlll.co —.- —-"'.' <