poStnina pIsLana V xolovini. Nr. 7. Erscheint jeden 1., 10. und 20. 10. (25.) Jahrgang. MReeMw E s «W Organ der Gottscherr Deutschen. Bezugspreise: Jugoslawien: ganzjährig 30 Din, halbjährig 15 — Din. D.-Oesterreick: ganzjährig 6 Schill., halbjährig 3 Schill. Amerika: 3 Dollar. — Einzelne Nummern 1'50 Dinar Koeevje, Donnerstag, den 1. März 1928. Briefe ohne Unterschrift werden nicht berücksichtigt. — Zuschriften werden nicht zurückgeslellt. — Berichte sind an die Schriftlettung zu senden. — Anzetgen-Aufnahme und -Berechnung bei Herrn Carl Erker in Kočevje Unseren Landsleuten aus dem Gott- scheer, Tschernembter und Nudolfs- werter Bezirke. Wir bringen heute die von der Bezirksschul¬ behörde in Gotischee ausgearbeitete und von der Obergespanschaft bestätigte Anordnung zur Kennt- nis unserer Öffentlichkeit, nach welcher der ge¬ nügend bekannte und zum Schutze des deutschen Schulwesens in Krain vom Unterrichtsminister hinausgegebene Erlaß im Gottscheer Gebiete zu deuten und auszuführen ist. Eine Kritik dieser Durchführungsverordnung behalten wir uns für die nächsten Nummern vor. Heute möchten wir nur darauf aufmerksam machen, daß nunmehr alle Kinder, die zwangs¬ weise in slowenische Klassen gesteckt wurden, wieder in deutsche Klasse» eingereiht werden, wenn ihre Eltern bei der Schulleitung eine diesbezügliche schriftliche Erklärung bis 10. März abgeben. Des¬ gleichen muß an jenen Schulen, wo bisher keine deutsche Klasse mehr war, eine solche wieder ein¬ gerichtet werden, wenn die Eltern das Verlangen stellen und zwar haben dieses Recht auch Eltern aus gemischten Ehen, wenn die Sprache in der Familie gottscheeisch oder deutsch ist. Es liegt also jetzt nur an den Eltern, soll in Stalldorf, Reuter, Wertschitz, Schäflein, Maierle, Skrill, Diesenbach, Obergras und Suchen wieder eine deutsche Klasse erstehen, wie eine solche für Stockendorf, Unterdeutschau und Morobitz schon bestimmt ist. Da heißt es rechtzeitig den Mund auftun und nichts versäumen. Die an die Schulleitungen hinausgegebene Durchführungsverordnung hat folgenden Wortlaut: „Um den nationalen Minderheiten die Mög¬ lichkeit zur freien kulturellen Entwicklung ihrer Sprache und Gelegenheit zur Erlernung der Staatssprache zwecks weiterer Unbildung und praktischer Notwendigkeit zu bieten, ordne ich im Zusammenhänge mit dem ministeriellen Erlasse vom 25. November 1927, Zl. 79.413, und dem des Obergespans vom 14. Februar 1928, Zahl 1060, für alle deutschen und doppelsprachigen Volksschulen folgendes an: 1. An einklassigen Schulen mit unge¬ teiltem Unterrichte (drei Abteilungen) ist in der ersten und zweiten Abteilung deutsche Unter¬ richtssprache. Doch hat die zweite Abteilung (3. und 4. Schuljahr) wöchentlich vier slowenische Unterrichtsstunden. Die dritte Abteilung (5. un^ 6. Schuljahr) hat slowenische Unterrichts¬ sprache bei wöchentlich drei deutschen Unterrichts¬ stunden. Einklassige Volksschulen mit geteiltem Unter¬ richte in vier Abteilungen haben in der Unter¬ gruppe deutsche Unterrichtssprache. Die erste Ab¬ teilung der Obergruppe hat zwar auch noch deutsche Unterrichtssprache bei wöchentlich vier slowenischen Stunden, doch soll darauf gesehen werden, daß sich die Schüler eine möglichst große Kenntnis des Slowenischen aneignen, um in der zweiten Abteilung dem Unterrichte, der slowenisch erteilt wird, folgen zu können. Deutsch wird in dieser Abteilung drei Stunden wöchentlich unter¬ richtet. 2. Zweiklassige Volksschulen haben in der ersten Klaffe deutsche Unterrichtssprache mit wöchentlich vier slowenischen Stunden; in der Obergruppe wird slowenisch unterrichtet bei wöchentlich drei deutschen Stunden. 3. Dreiklassige Volksschulen haben in der ersten und zweiten Klasse deutsche Unter¬ richtssprache, doch hat die zweite Abteilung der zweiten Klasse wöchentlich vier slowenische Stun¬ den. Die dritte Klasse hat slowenische Unterrichts¬ sprache, bei wöchentlich drei deutschen Stunden in ihren beiden Abteilungen. 4. Vierklassige Volksschulen haben in der ersten, zweiten und dritten Klasse deutsche Unter- richtssprache mit wöchentlich vier slowenischen Stunden in der dritten Klasse. Die vierte Klasse hat slowenischen Unterricht mit wöchentlich drei deutschen und einer serbokroatischen Stunde. 5. Fünfklassige Schulen haben bis ein- schließlich der dritten Klasse deutschen Unterricht, bei vier slowenische^ Stunden in der dritten Klasse. Die vierte und fünfte Klasse ist slowenisch mit wöchentlich drei deutschen und einer serbokroatischen Stunde in jeder Klasse. 6. Sechsklassige Volksschulen haben bis einschließlich der vierten Klasse deutsche Un¬ terrichtssprache. In der dritten und vierten Klasse sind nebstbei wöchentlich vier slowenische und dazu noch in der vierten Klasse eine serbokroatische Stunde. Die fünfte und sechste Klasse ist slo¬ wenisch mit drei deutschen und zwei serbokroatischen Stunden. Einklassige Schulen mit doppelter Unter- richtssprache sind als zwei einklassige Schulen mit ungeteiltem Unterrichte zu betrachten, wie unter Nr. 1. Die slowenische Gruppe hat Vormittag, die deutsche Nachmittag Unterricht. Wenn aber die Zahl der Schüler in einer Gruppe 15 nicht übersteigt, können die slowenische und deutsche Gruppe gemeinsam unterrichtet werden, und zwar so, daß die eine Gruppe direkt, die andere in¬ direkt beschäftigt wird, wie dies in Ebental der Fall ist. Ebenso können zwei Gruppen bzw. Ab- teilungei. mit gleicher Unterrichtssprache zusammen¬ gezogen werden, wenn sie zusammen nicht mehr als 30 Schüler zählen. Die Wiederholungsschule behält (erhält) slo¬ wenische Unterrichtssprache. Die Lehrstunde für Sprachunterricht ist so aufzuteilen, daß eine halbe Stunde slowenischer, eine halbe deutscher Sprach¬ unterricht erteilt wird. Die halbe Stunde Sprach- unterricht wird bei den Mädchen in einer Woche slowenisch, in der anderen deutsch erteilt. Alle in Betracht kommenden Schulen sollen möglichst bald die überarbeiteten Stundenpläne, die^rtwa mit vorliegender Anordnung nicht im Einklänge stehen und die Änderungen in der Zahl der Kinder vorlegen, welche sich wegen des Selbst bestimmungsrechtes der Ellern aus gemischten Ehen ergeben. Als Unterrichtsbücher dürfen nur solche ver¬ wendet werden, die vom Unterrichtsministerium genehmigt und für die betreffende Gruppe ent¬ sprechend sind. Ich bemerke, daß an allen Schulen darauf zu sehen ist, daß die Schüler die Staats¬ sprache erlernen, was ihnen selbst, als auch deren Eltern in jeder Hinsicht nur nützen kann. Der Lehrerschaft empfehle ich beim Unterrichte sowohl den Schülern als auch den Eltern gegenüber rück¬ sichtsvoll zu sein. Ich hoffe, daß hiemit die Frage des Minder¬ heitsschulwesens dieses Gebietes zur Zufriedenheit der betreffenden Eltern gelöst ist; anderseits aber werden die Schüler wenigstens teilweise mit der Staatssprache bekannt werden. Ich ersuche, mich auf allfällige Schwierig¬ keiten und die infolge dieser Verordnung neu ein¬ tretenden Veränderungen aufmerksam zu machen und hievon ehebaldigst Bericht zu erstatten. Loger m. p." Haushaltungskurs für Mädchen. Wie bereits in der letzten Nummer unseres Blattes mitgeteilt wurde, findet vom 20. März l. I. an durch zehn Wochen zum erstenmale in Gottschee ein Haushaltungskurs für Mädchen statt. Solche Kurse sind anderswo schon seit langem bekannt und beliebt. Die Teilnehmerinnen betätigen sich da nicht nur praktisch in der Küche, sondern erhalten auch Unterricht im Nähen, Schnitt¬ zeichnen, in der Buchhaltung und Unterweisung über Gesundheitspflege. Dieser erste Kurs ist für Mädchen aus der Stadt bestimmt. Für die Mädchen vom Lande, welchen wegen der Frühjahrs, .it die Anteilnahme jetzt nicht möglich wäre, wird im Spät¬ herbst ein Haushaltungskurs veranstaltet werden. Diejenigen Mädchen, welche am jetzigen Kurs teilnehmen wollen, sollen sich in den nächsten Tagen bei der landwirtschaftlichen Filiale melden. Scrte 2. Ia^r — Nr. 7 Zweite Generalversammlung -er Spar¬ im- Darlehenskasse in Gottschee. Donnerstag den 23. Februar fand im Gast- Hause des Herrn Viktor Petsche unter zahlreicher Teilnahme aus Land und Stadt die zweite Jahres- Hauptversammlung der Spar- und Darlehenskasse in Gotlschee statt. Der Obmann, Herr Alois Kresse, eröffnete nach Feststellung der Beschlußfähigkeit die Ver¬ sammlung, begrüßte die Erschienenen und gab den Bericht über das abgelausene Geschäftsjahr wie folgt: „Sehr geehrte Vollversammlung! Die Spar- und Darlehenskasse in Gottschee hat ihr zweites Geschäftsjahr hinter sich. Der Rechnungsabschluß zeigt das Bild einer beispiellos raschen Entwicklung, die die kühnsten Erwartungen weit übertroffen hat. Der diesjährige Rechnungs¬ abschluß liefert uns den Beweis dafür, daß die neue Sparkasse vom Vertrauen der gesamten Be¬ völkerung getragen wird. Er ist uns aber auch ein Beweis, daß unser Volk nach den Jahren schwerer wirtschaftlicher Erschütterung wieder zu¬ rückgefunden hat zu den altbewährten Grundsätzen der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit. Die wirtschaftliche Funktion, die unsere neue Sparkasse zu erfüllen hat, ist ja allgemein bekannt. Sie soll dem Landwirte, dem Gewerbetreibenden, dem Kaufmann«, überhaupt allen Ständen unserer Bevölkerung stützend unter die Arme greifen und im Bedarfsfälle möglichst billige und rasche Kre¬ dite gewähren. Diesem Zwecke vermag unsere An¬ stalt, dank der so erfreulichen Entwicklung, heute schon voll und ganz nachzukommen. Zur Erläuterung dieser Tatsachen seien nach¬ stehend einige Daten aus dem Rechnungsabschlüsse wiedergegeben. Der Gesamtumsatz betrug im Jahre 1927 .... Din 76,612.846'68 gegenüber dem Vorjahre . „ 23,8 61.08204 somit mehr Din 52,751.764'64 Die Zahl der Mitglieder hat sich von 143 im Vor¬ jahre auf 285 mit 366 Anteilen — somit auf das Doppelte erhöht. Einlagen auf Büchel und im Kontokorrent mit Ende 1926 Din 2,335.336'30 und mit Ende 1927 . . . „ 9,335.015'62 mithin Zuwachs im Jahre 1927 Din 6,999.679'32 Die Darlehen gegen gründ- bücherliche Sicherstellung, Wechsel und sonstige Dek- kung betrugen mit Ende 1926 Din 982.326'60 und mit Ende 1927 . . . „ 2,256.520'97 somit im Jahre 1927 ein Zuwachs von Din 1,274.194'37 Stand der Kontokorrentkre¬ dite mit Ende 1926 . . Din 582.511'20 mit Ende 1927 „ 803.611'80 daher ein Zuwachs von . Din 221.100'60 Bei verschiedenen Geldinsti- tuten wurden eingelegt: Stand Ende 1926 ... Din 644.988'80 Stand Ende 1927 . . . „ 6,198.615'29 ergibt einen Zuwachs von Din 5,553.626.49 Stammanteile Ende 1926 Din 2.150'— eingezahlt wurden im Jahre 1927 „ 1.530- ergibt Stand Ende 1927 . Din 3.680'— Der Gebarungsüberschuß im Jahre 1927 beträgt Din 60.974'04 Außer den bereits eingangs erwähnten Aufgaben soll die Sparkasse aber auch öffentlich-gemein¬ nützige Unternehmungen nach Möglichkeit fördern. Jahresabschluß für das 2. Geschäftsjahr 1927. Soll Keschäftsgeöarmrg. Kaben Mermögensstand. Aktiva Passiva Stand der Mitglieder. Ende 1926 verblieben 143 Mitglieder mit 215 Anteilen. 1927 Zuwachs 144 Mitglieder mit 153 Anteilen. 287 Mitglieder mit 368 Anteilen. Entfertig t 2 M itglieder mit 2 Anteilen. Stand Ende 1927 285 Mitglieder mit 366 Anteilen. Alois Krauland m. p. Amtsleiter. Daß sie dieser Ausgabe bereits nachgekommen ist, ersehen wir ebenfalls aus dem vorliegenden Rech¬ nungsabschlüsse. Mit 9000 Din konnte die neu ins Leben gerufene Landwirtschaftsfiliale unter¬ stützt werden. Dem Gauverbande der Gottscheer Feuerwehren wurde eine Subvention von 1000 Dinar ausbezahlt. Weiters hat der Vorstand in seiner Sitzung vom 22. Dezember 1927 auch für das Jahr 1928 der Landwirtschaftsfiliale monat¬ lich eine Subvention von 1000 Dinar und dem Gauverbande der Gottscheer Feuerwehren für das erste Halbjahr 1928 eine Unterstützung von 2000 Dinar bewilligt. Die Spar- und Darlehenskasse in Gottschee blickt also auf ein Jahr segensreicher Tätigkeit zurück. Das zarte Bäumchen, das vor anderthalb Jahren von einigen beherzten Männern gepflanzt wurde, hat sich, getragen vom Vertrauen der ge¬ samten Bevölkerung, unerwartet rasch entwickelt. Wir können stolz darauf sein. Unsere Sparkasse zählt heute zu den angesehensten Geldinstituten gleicher Art in Slowenien. Möge sich unsere Anstalt so weiter entwickeln zum Nutzen und Frommen unseres Volkes, zur Förderung seiner Landwirtschaft, des Erwerbes und zur Hebung seiner Lebensbedingungen." Herr Jakob Povse erstattet sodann den Bericht des Aufsichtsrates. Der Reingewinn von 60.974'04 Dinar wird gemäß Z 12 der Statuten dem Reservefonde zu¬ geteilt, der sich dadurch auf 70.324'04 Din erhöht. Der Revisionsbericht über die am 21. Sep¬ tember 1927 stattgefundene Revision durch den Verband wurde mit Befriedigung zur Kenntnis genommen. In den Vorstand wurden folgende Herren ein¬ stimmig gewählt: Alois Kresse, Dr. Hans Arko, Dechant Ferdinand Erker, Josef Hönigmann, Hans Hönigmann, Matthias Rom, Dr. Georg Röthel und Wilhelm Wolf. In den Aufsichtsrat wurden alle früheren Herren einstimmig wiedergewählt und zwar: Jakob Povse, Mitterdorf; Alois Hönigmann, Altlag; Pfarrer August Schauer, Nesseltal; Peter Lackner, Gvttschee; Johann Meditz, Unterdeutschau; An¬ dreas Jaklitsch, Schwarzenbach ; Franz Braune, Rieg; Johann Schweiger, Oberwetzenbach; Franz Zurl, Morobitz; Matthias Maußer, Ebental; Johann Widmer, Moos und Viktor Petsche, Gottschee. Herr Dr. Hans Arko wies mit kurzen Worten auf die wirtschaftliche Notwendigkeit der Anstalt Jahraanq X. hin, was sie in dieser Hinsicht schon geleistet und welche wichtigen Aufgaben sie noch zu erfüllen haben wird. Über Antrag des Herrn Robert Ganslmayer wird dem Vorstande und dem Aufsichtsrate für die bisherige uneingennützige Arbeitsleistung die An¬ erkennung der Generalversammlung ausgesprochen. Er dankte als Bevollmächtigter der Land¬ wirtschaftsfiliale für die bisher gewährten Unterstüt¬ zungen und berichtete kurz über ihre bisherige Tätigkeit. Aus Stadt und Land. Hottschee. (Das neue Ministerium,) welches wir seit einigen Tagen wieder haben, zählt auch den Obmann des jugoslawischen Klubs Dr. KoroZec zu seinem Mitgliede, was allenthalben mit Genugtuung ausgenommen wurde. Dr. Ko¬ rošec hat als Innenminister eines der wichtigsten Ministerien übernommen. Mögen die in ihn ge¬ setzten Erwartungen voll erfüllt werden. — (Quertreibereien.) Wie wir erfahren versucht man es da und dort, die Eltern davon abzuhalten, ihre Kinder in die deutsche Klasse einschreiben zu lassen. Dazu bemerken wir, daß niemand sich einschüchtern lassen, sondern entschieden auf seinem Rechte beharren soll. Der deutsch- Untericht für unsere Kinder ist wichtiger als alles, was man etwa dagegen vorbringt. — (Allen Feuerwehren) diene hiemit zur Kenntnis, daß sämtliche Geschäftsbücher, die laut den Verbands-Satzungen von jeder Feuerwehr geführt werden müssen, in der Buchdruckerei Pavlicek in Gottschee zu haben sind. Auch sind ebendort Sammelbogen für Spenden in Druck gelegt worden. — (GroßesAufsehen) erregte vor einigen Tagen wiederum die Gottscheer Tracht anläßlich eines Trachtenfestes in Laibach. Von den Gottscheern erschienen in unserer alten Tracht die Frauen: Marie Vavken, Josefa Stalzer, Vika Jantschigoj, Emma Eckert, Christine Engele, Regina Vavken, Rost Wutti, Emma Hönigmann und Maria Kajfez, die Fräulein Hilde Engele, Traube Peteln und die Herren Franz Händler, Gustav Tscherne und Josef Jvancic. Auf allgemeinen Wunsch wurde der Polstertanz getanzt. Da unsere Tracht, unsere Sitten und Bräuche in den Laibacher Künstler¬ kreisen großes Interesse erweckt haben, so beabsichtigt man, wie wir hören, im kommenden Sommer in Gottschee ein Trachtenfest im großen Stile zu veranstalten, zu dem Vertretungen vom ganzen Lande erscheinen sollen. Diese Absicht wäre nur zu begrüßen, damit unsere Sitten und Bräuche nicht in die Vergessenheit dahinsinken, sondern wieder frisch aufleben, wodurch das Volksbewußt¬ sein lebendig bleibt und geweckt wird. — (Konkursverhängung.) Das Kreis- gericht in Rudolfswert hat als Handelsgericht über das Vermögen des Weingroßhändlers und Großindustriellen Herrn Anton Kajfez in Gottschee den Konkurs verhängt und gleichzeitig mit den Agenden des Konkursmasseverwalters Herrn Dok¬ tor Stephan Rajh betraut. — (Die Wildschweinevertilgung.) Über Einschreiten unserer Herren Abgeordneten Skulj und Eppich wurde die hiesige Bezirkshaupt. Mannschaft beauftragt, die nötigen Schritte zur energischen Bekämpfung dieser Schädlinge umge¬ hend einzuleiten. Als ersten Schritt behandelte man die Neuwahl des Ausschusses zur Vertilgung der Wölfe. Dieser Ausschuß nahm jetzt auch die Vertilgung der Wildschweine in sein Programm auf. Da in diesem Ausschüsse einzelne Jagdpächter mitfungieren, die für eine Schonung der Wild¬ schweine sprechen, so wird den Gottscheer Land¬ wirten mit diesem Ausschüsse keine Gewähr ge¬ boren, daß den Wildschweinen wirklich energisch zu Leibe gerückt werden wird, da die bisherigen Gorrfch^er Zeitung — Nr. 7. Jagdmethoden unsere Leute in diesem Glauben bestärken. Daß übrigens auch der Ausschuß als solcher selbst nicht gerade alles gut heißt, was einige Herren des Ausschusses (diese sind in erster Linie Jäger) beabsichtigen und zu tun pflegen, das be¬ weist der Austritt der Herren Richter Savelj und Sekretär Bizal aus diesem neuen Ausschüsse. Sie konnten in dieser Hinsicht ihre Ansicht nicht mit der jener Herren identifizieren, welche nicht an eine durchgreifende Bekämpfung der Wild¬ schweine denken und deshalb traten sie aus. Diese kurze Beleuchtung der Sachlage genüge daher allen jenen Gottscheer Jägern, welche wirk- lich einen tadellos funktionierenden Ausschuß zur Wildschweinvertilgung wünschen. Nachdem auf diesen Austritt am 4. März Neuwahlen stattfinden, so werden alle Interessenten hiemit aufgefordert, bei dieser Wahl zu erscheinen, damit Herren ge¬ wählt werden, die in allererster Linie an eine rücksichtslose Vernichtung der Wildschweine be¬ dacht sind. Der aus der Türkei vorübergehend zurückgekehrte Herr Prof. Dr. Hans Ganslmayer teilt uns in dieser Angelegenheit mit, daß man in der Türkei die Wildschweine, die dort eine schreckliche Land¬ plage geworden sind, dadurch gänzlich ausgerottet hat, daß man einige junge Schweine einfing und dann mit dem Bazillus der Schweineseuche impfte und wieder ausließ. Die Folge davon war eine verheerende Seuche unter den Wildschwei¬ nen und ein restloses Eingehen derselben. Man nahm also dort nicht auf „führende Bachen" und andere weidmännische Momente Rücksicht und solange in dieser Wildschweinefrage der weidmännische Standpunkt vorherrscht, können unsere bedrohten Bauern nicht an eine Milderung hoffen. Deshalb einen neuen, rücksichtslosen Ausschuß wählen. — (Kirchenkonzerte.) Programm für die kirchen-musikalische Aufführung am 4. März 19-8 in der Dekanats- und Stadtpfarrkirche in Gottschee. Um 11 Uhr feierliche heil. Messe, bei welcher zur Erinnerung an den 100. Todestag Schuberts dessen G-dur-Messe für Soli, Chor und Orgel gesungen wird. — Graduale Griesbacher, Offerto¬ rium Dr. Witt „Perfics". Eintritt frei, freiwillige Beiträge für eine neue Orgel. Nachmittag pünktlich um 3 Uhr. Anbetung der heiligst Eucharistie: 1. St. Premrl : Eucharistische Nr. 2. E. Hoch¬ reiter: „Komme bald". 3. P. H. Sattner: „O Jesus mein". Verehrung der seligsten Jungfrau Maria: 4. P. A. Niedrist: „Gruß an Maria" Duett. 5. Dr. F. Kimovec : „Abendliet". 6. P. H. Sattner: Duett „Gegüßt", aus dem Oratorium „Assumptio". 7. Dr. E. Bunc: „Erinnere dich". 8. P.H. Sattner: „Du Makellose". Lieder aus dem Kirchenjahre: 9. P. H. Sattner: Weinachts¬ lied. 10. A. Foerster: „O, was habe ich dir getan". 11. A. Jobst: Osterlied. 12. P. H. Sattner: Schlußchor aus „Assumptio". Eintritts¬ preise: Sitzplätze 12 und 10 Din, Stehplatz 5 Din, Studenten 3 Din. Der Reinertrag ist dem Ankauf einer neuen Orgel gewidmet, — (Zurück zum Schwabentum.) Aus Budapest wird gemeldet: Vierzig schwäbische Ge¬ meinden im nordwestlichen Teile Siebenbürgens die unter dem ehemaligen ungarischen Regime magyarisch geworden waren, ersuchten die rumä¬ nische Regierung, die deutsche Sprache in ihren Schulen anstatt des Magyarischen als Unterrichts- spräche wieder einzuführen und dort, wo die Mehrheit der Bevölkerung deutsch ist, konfessionelle deutsche Schulen zu errichten. Die rumänische Regierung hat dem Ansuchen stattgegeben. — (Den Optanten zur Kenntnisnahme.) Dem gemeinsamen Gesuche um Zuerkennung der jugoslawischen Staatsbürgerschaft für alle jene Jünglinge aus dem Gottscheer Gebiete, welche die Option vor einigen Jahren wohl bei der Bezirkshauptmannschaft in Gottschee, aber nicht Seite 3. bei der österreichischen Regierung angemeldet haben, hat das Ministerium keine Folge gegeben. In der Erledigung wird bemerkt, das jeder einzelne bittlich werden muß. Zugleich wurde behördlicherseits darauf hingewiesen, daß es sich empfiehlt, mit solchen Gesuchen bis zur Annahme des neuen Staatsbürgergesetzes zu warten, da der Geschäfts¬ gang nach diesem Gesetze weniger umständlich sein wird. Vorderhand also abwarten! — (Aus Amerika.) Aus allen Gebieten der Vereinigten Staaten laufen Berichte über eine Arbeitslosigkeit ein, wie man sie da seit 1916 nicht mehr erlebt hat. Es sollen bereits 8 Millionen arbeitslos sein. Die Folge davon ist eine schrecklich zunehmende Bettelei. — (FirmungimGottscheerDekanate.) Im Monate Juni wird sie Heuer stattfinden und zwar Sonntag den 10. Juni in Gottschee, am 11. in Mitterdorf, 12. Ebental, 13. Altlag, ^4. Unterwarmberg, 16. Nesseltal, 17. Unterdeutschau, 18. Unterlag, 19. Mösel, 20. Banjaloka, 21. Fara, 22. Osilniz, 24. Rieg, 25. Morobitz, 26. Juni in Göttenitz. — (Der heurige eucharistische Kon¬ greß) soll als katholischer jugoslawischer Reichs¬ kongreß dem Vernehmen nach zu Pfingsten in Neusatz abgehalten werden. — (Die vierte Grabkammer Tut- ench-Amons geplündert.) Bei der weiteren Erforschung des Grabes Tut-ench-Amons wurde die vierte Grabkammer geöffnet, auf deren Er- schließen man mit Spannung gewartet hatte, Es zeigte sich jedoch, daß die Kammer geplündert war. Trotzdem fand man zahlreiche wertvolle Gegenstände dort, u. a. eine goldene Kette und goldene Ohrringe, die vom Großvater des Königs niedergelegt worden waren. — (Die,Nibelungenwoche'in Worms.) Die Stadt Worms plant, wie in der letzten Sitzung des Wormser Verkehrsvereines mitgeteilt wurde, die Abhaltung einer Festwoche, in der die reiche geschichtliche Vergangenheit der alten Ni- belangen esidcnz in künstlerischen Veranstaltungen großen Maßstabes gefeiert werden soll. Die Vorarbeiten sind bereits begonnen worden, so daß es nicht ausgeschlossen ist, daß die „Nibelungen¬ woche" schon im Jahre 1928 stattfinden kann. Witterdorf. (Trauung.) Josef Perz aus Rain 16 wurde am 19. Februar in Suchen mit Juliana Miklitsch aus Mittergras 13 getraut. — (Gestorben) ist am 22. Februar im Alter von 72 Jahren die verwitwete Josefa Eppich, ehemals Besitzerin in Obrem 21. Alttag. (In Kanada verunglückt) ist der Besitzer Max Eppich aus Altlag 20. Am Neujahrstage wurde er dort von einem Pferde derart geschlagen, daß er auf der Stelle tot blieb. Eppich hinterläßt die Frau mit drei minderjährigen Kindern. Er war erst 32 Jahre alt. (M e s s e rstiche;) und zwar in den Rücken, erhielt ein Kohlenbrenner in Winkel am Faschings¬ dienstage von einem wild gewordenen Tiesenreuter Burschen. — (Gestorben) ist am 23. Jänner der pens. Lokomotivführer Andreas Hoge aus Altlag 121 im Alter von 82 Jahren und am 2. Februar Anton Pust aus Weißenstein 21 im Alter von 70 Jahren. — (Getraut) wurde am 30. Jänner Adolf Högler, Neulag 7, mit Johanna Hoge, Neulag 5, und Franz Susmelj, Altlag 46, mit Paula König, Schönberg 2 ; am 6. Februar Otto Petsche, Altlag 36, mit Paula Fifolt, Altlag 29. Seele. (Spendenverzeichnis.) Zur An- schaffung einer Feuerspritze für die Ortschaft Seele spendeten mehrere unserer Landsleute in New Jork folgende Beträge: Alois Hutter, Alois Köstner, Paula Testin, Johann Testin, Sophie Stampfl, Franz Samide, Geschwister Jonke, Matthias Tscherne, Stephanie Kraker, Johann Flack, Lo- Seite 4.Gottscheer Zeitung -- Nr. 7. Jahrgang X. renz Schober, Josef Köstner, Franz Hönigmann, Franz Kresse (sämtliche aus Seele) je 5 Dollar; weiters spendeten: Anna Schneider Zwischlern, Matthias Siegmund Mitterdorf, Josef Kren Ort je 5 Dollar; Karl Köstner Brooklyn 10 Dollar; Josefa Testin und Anna Kikel, beide aus Seele, je 3 Dollar; Johann Schneider, Lorenz Tomitz, Albert Tomitz, Josef Kresse (alle vier aus Seele) je 2 Dollar; desgleichen je 2 Dollar: Josef Wittreich Klindors, Helen Perz Schalkendorf, Maria Stampfl Hasenfeld, Louis Köstner Mitter¬ dorf, Josef Dulzer Schalkendorf, Louis Marn Lienseld, Josef Kropf Schalkendorf 40, Karl Kump Brooklyn, Frank Wittreich Klindors; je 1 Dollar steuerten bei: Anton Kropf Schalken- dorf 63, Frank Kobola New Aork, Josef Perz, Adolf Novak, Franz Dulzer, Josef Jaklitsch, Johann Flack (sämtliche aus Schalkendors), Alois Jaklitsch Klindors, Josef Jaklitsch Obrern, Frank Köstner Hohenegg, Johann Köstner Hohenegg, Louis Krisch Lienfeld, Georg Pvtre Brooklyn, Frank Koschier Seele, Matthias Högler Göttenitz, (sämtliche in Amerika) und Friedrich Povse Miüer- dorf. Summe 144 Dollar. Allen Spendern und den Sammlern Alois Hutter, Matthias Tscherne und Franz Kresse sagt herzlichen Dank die Ort- chaft sowie der vorbereitende Ausschuß. Alltag. (Faschingskränzchen.) Am 12. Februar stellte die neugegründete Altlager Musik¬ kapelle bei der Abhaltung des Feuerwehrfaschings¬ kränzchens zum erstenmal die Musik. Erst vor zwei Monaten entschlossen sich musikliebende Bur¬ schen und Männer, die dem Untergange geweihte Altlager Musik zu heben und kauften aus eigenen Mitteln die hiezu noch fehlenden Instrumente. Mit einer Zähigkeit wie noch nie ging man ans Werk. Innerhalb dieser kurzen Periode hat man es soweit gebracht, daß man selbst öem anspruch¬ vollsten Tänzer in jeder Weise nicht nur entspricht, sondern man geht daran, auch klassische Werke einzustudieren. Warum soll es uns auf dem Lande vorenthalten sein, Werke von Wagner, Weber, Verdi usw. kennen zu lernen, wenn Kräfte vor¬ handen sind, die bisher noch nie und wer weiß wann wieder zur Verfügung stehen. Durch Musik wird nicht nur der Geist gebildet, sondern auch das Rohe geglättet. Wir gratulieren den uner¬ müdlich Lernenden zu ihrem Erfolge und bitten auch die beim Lernen in Mitleidenschaft gezogenen Nachbarn um Nachsicht. Göttenitz. (Sterbefall.) Am 9. Februar starb hier der Besitzer Johann Tscherne Nr. 43 im Alter von 63 Jahren nach mehrmonatiger Krankheit. Beim Begräbnisse des Genannten beteiligte sich die hiesige Bevölkerung fast voll¬ zählig. Er ruhe in Frieden I Schwarzenvach. (F euerw e h rkrä n z chen.) Das in den geräumigen Lokalitäten des Gast¬ hauses Jaklitsch stattgefundene Feuerwehrkränz¬ chen nahm einen sehr gemütlichen Verlaus. Küche und Keller der Wirtin boten Vorzügliches und das Reinerträgnis war sehr zufriedenstellend. Der Vereinsausschuß sagt den opferwilligen Spendern aus der Stadt Gottschee, allen Besuchern und Gönnern, die zum Gelingen das Ihrige beigetragen haben, herzlichen Dank. Graz. (Vom Verein Gottscheerland.) Die diesjährige Hauptversammlung des Vereines fand am 7. Februar in den Räumen des Gast- Hofes zum „Kleinen Steirerhof" statt. Nach Be- grüßung der sehr zahlreich erschienenen Mitglieder erstattete der Obmann des Vereines Herr Prof. Dr. Othmar Herbst den Tätigkeitsbericht über das abgelaufene Vereinsjahr. Der Verein, der gegenwärtig aus 162 Mitgliedern (gegenüber 140 im Vorjahre) besteht, war bemüht, seinen Zweck vollauf zu erfüllen. Nicht nur die geselligen Abende jeden ersten Dienstag im Monate im „Kleinen Steirerhos" waren stets recht gut besucht, sondern es hat der Verein auch für die wirtschaftliche Hebung der Heimat nach seinen Kräften gesorgt. Vor allem war es die Hausierfrage, welcher der Verein sein besonderes Augenmerk zuwandte. In dieser Hinsicht hat sich besonders Herr Dr. Anton Jaklitsch große Verdienste erworben. Der Verein hat außer Graz auch einige größere Orte Steier- marks für oie Hausierbewilligung an Gottscheer gewonnen, so daß dermalen 21 Hausierer ihr Geschäft ausüben dürfen. Es hat der Verein daher dem Referenten in dieser Angelegenheit, Herrn Dr. Anton Jaklitsch, seinen besonderen Dank zum Ausdruck gebracht. Auch andere wirtschaftliche Kleinarbeit, wie die Verbreitung der Gottscheer Zeitung (96 Stück gegenüber 91 im Vorjahre), den Verkauf des Gottscheer Kalenders (160, im Vorjahre 128) hat sich der Verein angelegen sein lassen. In diesem Belange hat sich besonders der Schriftführer, Herr Adolf Hönigmann, sehr verdient gemacht, der alle seine Obliegenheiten mit Liebe und Eifer erfüllte. Auch Herrn Hönigmann wurde der Dank der Versammlung ausgesprochen. Herr Hönigmann wurde mit Ende des Jahres 1927 zum Bahnbeamten nach St. Veit a. d. Glan er- nannt. Wie sehr der Verein über dessen Ernen¬ nung erfreut war, so bedauerte er doch wieder lebhaft das Scheiden dieses Mitgliedes aus dem Vereine, denn Herr Hönigmann war nicht nur ein vortrefflicher Schriftführer, sondern auch ein angenehmer und gern gesehener Gesellschafter. Die üblichen Berichte der Ämterführer wurden mit Befriedigung zur Kenntnis genommen und ihnen die Entlastung erteilt. Der Verein hat ferner in dieser Vollversammlung den Primarius des Barmherzigenspitales, Herrn Medizinalrat Dr. Walter Linart, in Würdigung seiner Verdienste um die Vereinsmitglieder und Landsleute zum Ehrenmitgliede des Vereines einstimmig und unter lebhaftem Beisalle der Anwesenden ernannt. — Die Wahl der Ämterführer und des Ausschusses hatte nachstehendes Ergebnis. Wiederoewählt wurden die Herren: zum Obmann Prof. Dr. Othmar Herbst, zum Obmannstellvertreter Ferd. Lobisser, Kaufmann in Graz, zum Kassier das Ehrenmit¬ glied Landesbeamter Hans Michitsch, zum Schrift- führer wurde neu gewählt an Stelle des ausge¬ schiedenen Herrn Hönigmann der Rechnungsrat Johann Schneider. In den übrigen Ausschuß wurden noch gewählt die Herren: Gendarm. Bez. Jnsp. Drenig, Oberstleutnant Karl Eppich, Dr. Anton Jaklitsch, Oberdirektor Kresse, Gend. Jnsp. Hans Schleimer und Friseur Josef Wolf. Die Wiederderwahl des Obmannes wurde von der Versammlung freudig begrüßt und demselben für seine umsichtige und ruhige Leitung des Vereines vom Herrn Bankbeamten Josef Putre im Namen des Vereines der Dank für sein bisheriges Wirken ausgedrückt. Nachdem der Mitgliedsbeitrag für das neue Vereinsjahr wie bisher mit 2 Schilling festgesetzt wurde, schloß der Vorsitzende die Ver- sammlung, worauf anschließend die Mitglieder und Gäste in geselliger Unterhaltung noch längere Zeit in bester Stimmung verblieben. Wien. (Unserem Ersuchen), die Bezugs- gebühr für 1928 in vorhinein zu entrichten, ist leider nur ein Teil der Bezieher nachgekommen. Wir bitten daher unsere Landsleute nochmals, den Betrag von 6 Schilling ehestens einzusenden, damit unser einziges heimisches Blatt nicht Schaden leide. — (Gottscheer Kirtag.) Der diesjährige Gottscheer Kirtag in Wien hat sich seinen Vor- gängern in jeder Beziehung würdig angereiht. Diesmal gaben Masken dem Kränzchen sein be¬ sonderes Gepräge. Viel bewundert wurde ins¬ besondere ein fescher Wiener Fiaker vom echten, reschen Schlag, mehrere Pieretteu, ein strammer Häuptling vom Stamme der Mragarindianer, eine Gräfin Mariza und eine mollige Kostlerin. Die so verkleideten Damen stachen geschmackvoll ab von einer als Gast erschienenen, sehr mangel- haft bedeckten Najade, die geradewegs den kalten Fluten der nahen Donau entstiegen zu sein schien. Sonst boten Masken und Trachten ein färben- freudiges Bild und vom ersten Walzer bis zum letzten Fox herrschte lustigste Faschingsstimmung Als Gäste konnten wir begrüßen H. Sektions- ches Wenedikter mit Familie, General Ranzinger, Min.-Rat Dr. Fleisch mit Gemahlin, Frau Dr. Röthel-Nostis, Privatier F. Miklitsch Laibach, akad. Maler Fritz Royka u. v. a. Besonders zahlreich waren wieder Inhaber und Vertreter von Wiener Großfirmcn erschienen und auch die Presse war diesmal durch H. Dr. L. Ring, Schrift- leiter der Volkszeitung, vertreten. Viel zu früh für die vielen Tanzlustigen fand der auch nach dem Urteil der erschienenen Gäste sehr gelungene und gemütliche Abend um 1 Uhr nachts sein Ende. Die Bemühungen des rührigen Ausschusses haben sich, wie wir hören, auch fi¬ nanziell reichlich gelohnt. — (Hauptversammlung.) Die dies¬ jährige Hauptversammlung des Gottscheer Ver- eines in Wien findet Sonntag den 11. März um 8 Uhr abends im „Weingartl", Getreidemarkt 5, statt. Da diesmal die Neuwahl des Ausschusses für die nächsten drei Jahre vorgenommen wird, ist jedes Mitglied zu erscheinen verpflichtet. Nach Erledigung der Tagesordnung Unterhaltung mit Vorträgen und Musik. Brooklyn. (S t e r b e fall.) Am 24. Jänner starb nach kurzem Leiden an Lungenentzündung in seinem 52. Lebensjahre unser Landsmann Josef Wenzel. Am 27. Jänner wurden seine sterblichen Überreste unter zahlreicher Beteiligung auf dem St. Johns Friedhöfe beigesetzt. Der Verblichene war ein musterhafter Gatte und Vater, allen seinen Landsleuten ein treuer Freund, dem Öster¬ reicher Männer-Krankenunterstützungsverein aber tzinkagenstand am 31. Jänner 1928 10,224.055'02 Am übernimmt Anlagen auf Küchel unll in laufender Rechnung ru denen velllngungen. gewährt Varlehen gegen Sicherstellung llurch wechsel oller vMtheir billig unll schnell. Säuerliche krellite r°/°. wechsellrrellite io<7->, kontoirorren io°/°. Zpar- unä varlekenskassL, x Hekdverkehr 78,000.000 — Ain kulante kontokorrentbellingungen für Kaufleute. kostenlose Durchführung ller Intavulation unll Stempel. W freihelt für llie Sehulllrcheine. > « karsartunllen von halb o bis ir Uhr an allen Werktagen. Jahrgang X L^isÄcrl Zeitung — Är. 7. Seite 5. als Altobmann ein steter Ratgeber und Förderer. In großen Massen hallen sich daher am Borabend des Begräbnisses die Mitglieder dieses Vereines an seiner Bahre eingefunden, um ihm durch eine Leichenfeier noch die letzte Ehrenbezeugung dar¬ zubringen. Er ruhe in Frieden. — (B e a m t e nw a h l.) Sonntag den 8. Jänner fand die Beamtenwahl des Österreicher Männer- Krankenuntcrstützungsvereines statt. Gewühlt wur¬ den: Adolf Schauer Obmann, John Hutter Vize- obmann, John Kusche Rechnungsführer, Franz Reitter Kassier, Ferdinand Novak Sch.iftführer, Alois Fink, Alois Duffek, Gottfried Tittmann Vertrauensmänner. — Das gleiche erfolgte Sonntag den 15. Jänner beim Goitscheer Kranken¬ unterstützungsverein. Die Beamtenwahl ergab fol¬ gendes Resultat: Josef Deutschmann Obmann, Andreas Schmuck Vizeobmann, Josef Schneller Rechnungsprüfer, John Krische Kassier, Joses Bartelme Schriftführer, Josef Brinskele, Josef Dovjak und John Meditz Vertrauensmänner. — (Den Bund fürs Leben) schlossen Sonntag den 29. Jänner Adolf Schauer aus Oberwärmberg Nr. 11 und Frl. Resi Kosar aus Kummerdorf Nr. 10. Als Trauzeugen fungierten Rudolf und Pauli Kosar, Bruder und Schwester der Braut. Unseren Glückwunsch! — (Großer Bauernball.) Samstag den 4. Februar vuanstaltete der Goitscheer Kranken¬ unterstützungsverein s.inen jährlichen Bauernball im Brooklyn-Labor-Lyzeum. Der Verlauf sowie der Erfolg des Balles war ein glänzender. Die Zahl der Anwesenden halte 3000 weit überschritten. Für die glänzende Unterhaltung hatten Otto Molters Orchester, die Gotlschcer Musikkapelle und der Goitscheer Ziehharmonika-Klub gesorgt. Allerlei. Amerika und die heurige Leipziger Messe. Aus Leipzig wird berichtet: Zu der heurigen Messe haben sich amerikanische Einkäufer in einer derart hohen Zahl angeineldet, wie sie bisher noch niemals verzeichnet werden konnte. Bis heute haben fast 3000 amerikanische Einkäufer sich angemeldet. Ihr Hauptinteresse richtet sich in erster Linie auf Modeartikel, Textilien, Kleider und Stoffe, sowie auf die verschiedensten Gebrauchs¬ Mitteilungeu der landwirtschaftlichen Filiale Gottschee Die Kanzlei der landwirtschaftlichen Filiale befindet sich vom 1. März an in dem Hause der Frau Porupski am König Peter Platz und hat den Eingang in jener Gasse, welche neben diesem Hause zu den Maierhöfen führt. In einem der Maierhöfe befindet sich auch das Magazin. Kunstdünger ist eingelangt und wird während der Amtsstunden jeden Montag und Don¬ nerstag auch ohne vorherige Anmeldung abge¬ geben. Die Preise find: für je 1 KZ Kalisalz 1'80 Din, Superphosphat 1 Din, Knochenmehl 1'20 Din, Kalkstickstoff 3 Din, Tomasmehl 1'55 Din, und Kunstdüngermischung Nitrofoskal 1'90 Din. Der Anmeldetermin betreffend die Bestellung von Saatgetreide, Saathafer, Kartoffeln, Klee- und Grassamen, sowie Obstbäumen wurde bis 15. März verlängert und können später einlangende Anmeldungen nicht mehr berücksichtigt werden. Unsere Viehzucht. (Schluß.) Wir wollen uns jetzt den vorhandenen Kühen und Kalbinnen zuwenden und untersuchen, was wir davon im Lande überhaupt haben und woraus wir unsere Zucht aufbauen könnten. Da finden wir vor allem noch den sogenannten Unterkcainer Schlag, welcher in die Gruppe des Kleinviehes zu zählen ist. Am St. Marxer Rindviehmarkt in Wien hat dieses Vieh die Bezeichnung „Beinlvieh". Dieser Schlag ist überall im Bezirk zu finden, besonders stark ist er aber im Kulpa- und Üabranka- tal, im Kostlerischen und im Hinterland verbreitet. Daß wir auf „Beinlvieh" unsere Zucht nicht aufbauen werden, ist selbstverständlich, und müssen wir im Gegenteil gegen dessen Fortentwicklung an¬ kämpfen. Als zweite Gruppe kämin die Vertreterinnen verschiedener durchgezüchteter Rassen, die entweder zufällig ins Land kamen oder Rückschläge, bezie¬ hungsweise Nachkommen nach Stieren solcher Rassen sind, die bei uns stehen oder einst standen, in Betracht. So finden wir viele weiße Kühe, welche die Rassekennzeichen der Mariahoferrasse wagen, dann rotgefärbte, welche denjenigen des Pinzgauer Viehes entsprechen, solche mit dem Typus der Murbodner, Lavanttaler, Simentaler und anderer Rindviehrassen. Auch möchte ich in diese Gruppe all das Fleckvieh, welches in vielen Stallungen anzutreffrn, mit Rücksicht auf seine Größe aber nicht in die Gruppe „Beinlvieh" einzureihen ist, einbeziehen. Unser Wunsch ist, daß aus solchen Kühen keine Kuhkälber gezogen und keine Stierkälber geschnitten werden. Die dritte Gruppe wäre das gesamte Grauvieh, welches nicht die Rassenkennzeichen der Montavoner besitzt. Von diesen Kühen können die Kuhkälber weitergezogen werden, wenn erstere viel und fettreiche Milch geben. Die Stierkälber sollen aber kastriert werden. Die vierte Gruppe hätten jene Kühe zu bilden, welche den für das Montavoner Vieh aufgestellten Rassekennzeichen entsprechen. Von diesen können auch die Stierkälber gezogen werden, wenn sie sich körperlich sehr gut entwickeln und die Milch, leistung der Mutter eine zufriedenstellende ist. Gerade so wie für die Stiere wünschen wir auch für jene Kühe, welche der dritten und vierten Gruppe angehören, lichte, luftige, trockene und zugfreie Stallungen, Reinlichkeit in diesen und bei den Kühen selbst, denn auch diese sollen gestriegelt, gebürstet und, wenn möglich, gewaschen werden. Eine schmutzige Kuh ist das Zeichen einer schlampigen Wirtschaft. Der trächtigen Kuh gebe man gutes und reichliches Futter, damit sie sich selbst und der Embryo gut entwickelt, man sorge für gutes Trinkwasser und bei solchen Kühen, die nicht zur Tränke getrieben oder auf die Weide geführt werden, für häufige Bewegung im Freien. Zum Schluffe eine ernste Mahnung. Der Goitscheer sagt: „Wenn ein Kalb über ein Jahr alt ist und sich brünstig zeigt, so führt man es zum Stier." Hiebei bedenkt aber der gute Mann nicht, daß ein Rind zur vollen Ent¬ wicklung drei Jahre braucht. Wenn man nun eine so blutjunge Kalbin, solange sie im Wachsen ist, zum Stier führt, so wird sie unbedingt im Wachstum zurückbleiben und auch in den veranlagten Leistungsfähigkeiten zurückgehen. Bevor das Tier vollkommen entwickelt ist, braucht es alle Nährstoffe, welche es aus dem dargereichten Futter aufnimmt, zum Aufbau: des eigenen Körpers. Wird aber das Tier vorzeitig trächtig, so raubt der Embryo im Mutterleibe diesem jungen Muttertiere zu seiner Entwicklung jene Nährstoffe, welche es selbst unbedingt benötigt. Sowohl das Muttertier wie auch der Embryo können sich bei der Teilung der Nahrung nur kümmerlich entwickeln und bleiben daher im Wachstum sehr zurück. Eine noch un¬ entwickelte Kalbin zeigt ein kleines Euter, weil die Milchdrüsen, die Gewebe u. a. noch nicht voll¬ kommen entwickelt sind, und wenn daher eine Kalbin in diesem Alter schon trächtig wird, so gegenstände. Es sind Vertreter der größten ame- rikanischen Warenhäuser darunter. Auch mehr als 50 amerikanische Firmen haben sich als Aussteller angeineldet. Man sieht, daß Amerika den indu¬ striellen Fortschritt Deutschlands emsig verfolgt und ihn auch entsprechend zu würdigen versteht. Der Fernsprechverkehr zwischen Deutschland und Amerika. Der vor einiger Zeit aufgenommene Telefonv.rkehr zwischen Deutschland und Amerika entwickelt sich langsam aber stetig zu einem wert- vollen Hilfsinstrument für die Wirtschaft und die Presse. In der ersten Woche wurden 47 Ge¬ spräche zwischen den beiden Staaten geführt, bei denen durchwegs die Verständigung sehr gut war. ZU verkaufen. Haus, Grund, Äcker und Wiesen, Farnanteile, Wal¬ dungen, Wirtschaftsgebäude in Neufriesach 3. Auch ein Berganteil in der Nähe der Stadt Gottschee ist preiswert zu verkaufen. Anfragen bei Kaufmann Röthel, Pod- zemelj bei Gradac, Post Lrnomelj. Herausgeber u. Eigentümer: Josef Eppich, Stara cerkev Schriftleiter: Alois Krauland, Koäevje. Buchdruckerei Josef Pavlicek in Koäevje. müssen die zarten Milchdrüsen, die kleinen Blut' gefäße, um das zur Welt gebrachte Kalb nur Halbwegs mit Milch zu versorgen, derart arbeiten, daß diese Organe infolge Überanstrengung und Überreizung in dec Entwicklung zurückbleiben und daher später niemals mehr das leisten können, was sie leisten könnten, wenn sie genügend Zeit zur vollen Ausbildung gehabt hätten. Wenn die einzelnen Organe sich durch zu frühe Zucht¬ verwendung. nur schlecht entwickeln können, so ist es selbstverständlich, daß darunter der gesamte Organismus in Mitleidenschaft gezogen und klein bleiben wird. Kommt noch dazu, daß der Stier und die Kalbin schlecht gehalten, gefüttert und gepflegt waren und der Stierhälter ein gewissenlosser Mensch ist und den Stier vor der erlaubten Zeit zur Zucht verwendet, so kann es passieren, daß aus der Verbindung der beiden zu jungen Tiere trotz Reinrassigkeit der Eltern ein wertloser Schwächling entsteht, und wir sind abermals dort angelangt, wo wir heute uns befinden — beim Beinlvieh. Goitscheer, euer heimisches nutz¬ bringendes Geldinstitut im Ländchen ist die neue Zpar- und Darlehenskasse in Gottschee. Unsere Kühe sind im allgemeinen frühreif, was auf einen Schwächezustand, hervorgerufen durch unzureichende Fütterung und Pflege der Stiere und Kühe, wie auch auf seinerzeitige Inzucht zu- rückzuführen ist. Werden sie nach mehrmaligem Rindern nicht geführt, so kann der Geschlechtstrieb erlöschen. Es wird uns deshalb nichts anderes übrig bleiben als entweder die Kalbinnen doch frühzeitig zum Stier zu führen, sie dafür aber von frühester Jugend an und während der Träch- tigkeitsdauer sorgfältig zu pflegen und so zu füttern, damit das Tier alles zuin Aufbau des Körpers Notwendige reichlich erhält, oder aber in die Brief¬ tasche zu greifen und kräftiges Montavonervieh aus anderen Gegenden einzuführen, um auf diesem die künftige Viehzucht aufzubauen. Schlagen wir den letzteren Weg ein, so sind wir nach 10 Jahren bestimmt am Ziel, gehen wir aber den anderen, so werden wir es nach 30 Jahren auch noch nicht vollkommen erreicht haben. W. A. Seite 6. Gottscheer Zeitung -- Nr. 7 Jahrgang X. L- ftainsr 6aMsu; rum SckönauMberl Kt'ZV Telepfton Im eigenen Hause. : Drei Minuten vom xl» tlL z,.,z Jakominiplatz.: Vorzügliche Weine.: Rei- .. ' ' ninghauser Bier.: Heimische Speisen.:Herr- SthötläUgäZZe 41. 'licver Sitzgarten. : Reine, möbl. Zimmer. Haben 5le scvon Hustvadl gettstten Mr aas kommende frübjabr? Damenmäntek, -Kleider und -Blusen in einfachster bis zur feinsten Ausführung. Kinderkleider -Mäntel und Spieldosen in reizenden Mustern, nach neu¬ esten Modellen und Schnitten. Jegliche Art von Wäsche tür Damen und Kerren in jeder Preislage und auf das gediegenste ausgeführt. Sämtliche Modeneuheiten in Kandtaschen, Strümpsen, Kleiderschmuck, Kra¬ watten und Taschentücher«, sowie sämtliche einschlägigen Ärtikel, bietet Ihnen billig und gut bei kulantesten Zahlungsbedingungen nur OoIfpkH6Lk^L21M bedecken. Verlangen 8ie N«8ter und Otkert von der Oampf-2iegelfabrik: „8081^" Vl^KOVci. Ickten 8ie auf die starke „L08IT". Hamburg Amerika befördert ikre ?s88s§iere über 8AA18l_fK0 nacb KAblAOA 8E8UI-0 „ 8AM80K0 „ ?MU. Alle Informationen erteilt bereitwillig8t und §rati8 NsMdrirA-Lmeriks Unis, Vertreinns Ljubljana, kLo!oc!voi-8ka u?!ea 30 oder üenerslvertretunx j. 6. vruskoviL, Zagreb, 8 cs8ls I>ilr. 3, 8owie die Vertretungen in 8eograd, Split, Osijek, Sudoties, Sombor, ?an- Levo, Vei. 8eekerek, äibenik, NetkoviL, Naksrsks, OruL, 8itolj und vol. Lendavs. WWWWWWWWWWWWWWWWWWWWWWWWWWWWWM»WWWWM»MWWWWW Ltdnüns 6-rpodarrka danka d. d., Ljubljana W filssle ßrvVLV^L, (in ä^n Räumen äer Nerkantübank) 8 Z-ntrale: Ljubljana. Filialen: Celje, Djakovo, Hocevje, Maribor, Novisad, W Aktienkapital und Reserven: über 16,000.000 Dm Sombor, Split, 8ibenik, Sarajevo. M Einlagen: über 250,000.000 Din. D Verkehr: über 11.000,000.000 Din. Expvsttur. Bled. An- und Verkauf von Valuten und Devisen Kinkagen in taufender Rechnung und auf Sparöüchel Wechsek-Kskompte. Lomöardierung von M zu Tageskursen. gegen günstige Verzinsung. Wertpapieren. D Höerweisungen ins Zn- und Anstand rafchest und SiMgst. Kutanteste Durchführung alter öanktechnischen Operationen. L»NN!«W8^»»N»WM»»NMNW!LM«UUUUWM«»U8LMM»