--------______________________________-—---------,-----------------— ^f'.'. s' l__________________,________________________________________________„ ^T^. t^(^i?. halbvoll, Htltd« Post 8«nzl"'lb,h'l»,.fi.' 50, o^^^»-«;^ H.^. ^^^«^^H.. " ^i.>cl,c<.^'^' l„» .^.ll< 3 n, ^<^^^F. Amtlicher Theil. Se. k. und l. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchst unterzeichnetem Diplome dem Bürgermeister der Stadt Korneuburg Franz Johann Kwizda den Adelstand mit dem Ehrenworte «Edler" und dem Eradicate „Hochstern" allergnädigst zu verleihen lleruht._____________________ Nichtamtlicher Theil. Die finanzielle Lage Ungarns. Der Budgetausschuss des ungarischen Abgeordnetenhauses hat seine Berathungen über den Staats-Voranschlag für da« Jahr 1886 beendigt und vorNestern seinen an das Plenum zu erstattenden Bericht festgestellt. Nachdem der ungarische Finanzminister dielmal das Budget ohne ein erläuterndes Expose vorgelegt hat. ist der Bericht des Budgetausschusses umso beachtenswerter, als er in seinen allgemeinen Betrachtungen eine kritische Erläuterung der Finanz, läge Ungarns enthält, welcher bei allem den Nusstkl> lungen des Grafen Szapary entgegengebrachten Wohlwollen eine gewisse Selbständigkeit nicht verleugnet. Der Bericht c'onstatiert vor allem, dass da« Bild der ungarischen Staatsfinanzen, wie sich dasselbe in dem Staatsvo, anschlage des Finanzmimsters widerspiegelt, kine Verschlechterung der ungarischen Finanzlage nicht ergibt. Er conftaliert ferner, dass der Ausschnss da3 ^nnahmen-Prälimmare im großen ganzen als reell Pfunden und dass er sich nur veranlasst gesehen habe, bas Ausgaben-Präliminare, insbesondere durch Er-höhung des Goldagios um ein Procent gegenüber den Ansätzen der Neuerung, zu corrigieren, und dass endlich trotz dieser Erhöhung des Ausgabenbudgels und anderer Modificationen in den Ansätzen der priili-minierten Einnahmen und Ausgaben sich die Bilanz um rund eine Million günstiger stelle, als sich dies Nach dem vom Finanzminifter vorgelegten Voranschlage ergeben würde. Trotz dieser beruhigenden Constatierungen, aus denen der Bericht zu der Conclusion gelangt, dass die Lage der ungarischen Finanzen leinen Nnlass zu irgend Welchen Besorgnissen bietet, lässt derselbe dennoch in dem Programme, welches er als Directive für die einzuschlagende Finanzpolitik Ungarns entwickelt, keinen Zweifel darüber auskommen, dass sich der Budget« ausschuss des unganschen Abgeordnetenhauses des Ernstes der Situation im vollsten Maße bcwusst ist. und dass er sich keiner Täuschung darüber hingibt, welcher Anstrengungen es bedürfen werde, damit die in Ungarn auf Herstellung dcr Ordnung im Staatshaushalte gerichteten Bemühungen nicht auf halbem Wege Schissbruch leiden. Es ist unstreitig, dass Ungarn in dem gewiss löblichen und aller Anerkennung würdigen Streben, seine nationale Wirtschaft nicht nur zu entwickeln, sondern zu möglichster Selbständigkeit emporzubringen, ein Tempo eingeschlagen hat. welches der Leistungsfähigkeit der Bevölkerung nicht immer und überall volle Rechnung trug, dass der von einer gewissen chauvinistischen Tendenz nicht ganz freizusprechende Eifer, das Communicationswefen in die Hände der Staatsverwaltung zu bringen, mit allen Mitteln eine nalio-nale Industrie in Ungarn zu schassen, in der Absicht, sich von dem österreichischen Vrudnstaate wirtschaftlich möglichst rasch zu emancipieren, eine Finanz, und Wirtschaftspolitik etabliert hat, welcher der Volwulf nicht erspart werden kann, dass sie den ordentlichen Eimlahmsqmll.n nicht die gebärende Rücksicht an-gedeihen l,eß. Die sichtbaren Folgen dieser Politik haben nicht lange auf sich warten lassen, und sie treten zutage in den finanziellen Resultaten der ungarischen Staatsbahnen, in der Etkennlnis, dass es denn doch kein so leicht und so rasch zu lösendes Problem ist, aus dem Nichts eine nationale Industrie hervorzu< zaubern; endlich und in marlantcher Weise in der Aüspannung der Leistungsfähigkeit der ungarischen Steuerträger, welche eine Vermehrung der Steuerlast als eine von vornherein ausgeschlossene Eventualität erscheinen lässt und die namentlich angesichts der krisenhaften Depression, unter de^tn Drucke die ungarische Landwirtschaft seufzt, doppell schwer empfunden wird. Es ist daher begreiflich, dass das von dem Budget-auLschusse des ungarischen Nbgeordnetrnhauscs ent« wickelte Programm in Bezug auf die Einnahmen nur von einer „Erhaltung der Entwicklung der Einnahmen" spricht und sich damit, wie anerkannt werden muss. auf den Boden der realen Wirklichkeit stellt, ohne sich Illusionen hinzugeben, aus denen es nur ein schmerzliches Erwachen geben würde. Einen umso größeren Nachdruck legt der Budgetausschuss auf die Nothwendigkeit strenger Sparsamkeit in den Ausgaben. Es ist dies eine Forderung, welche, wenn sie auch spät erhuben wird. doch nicht zu spät kommt. Dass sich die ungarische Reg,erung der Elkenntnis von der vom Budgetausschusse hervorgehobenen Nothwendigkeit einer die Sparsamkeit zur Richtschnur nehmenden Finanz« Politik nicht verschließt, geht aus der Energie hervor, mit der sie die Reorganisation der Staalsbahnen in Angriff genommen hat und welche, wenn sie eine rationelle ist, zur Verbesserung des ungarischen Budgets nicht unwesentlich beitragen könnte. Aber auch auf anderen Gebieten müsste eine einschneidende Einschränkung der Investitionen platzgreifen, die alle Anforderungen, welche die Grenze des Unumgänglichen überfchreiten, auf das unerbittlichste zurückweist. Die finanziellen Begünstigungen, welche die ungarische Regierung neuen Industrien zugewendet hat. sind bisher mit den erzielten Resultaten nicht im Verhältnis gestanden; es wird sich daher empfehlen, die Entwicklung der ungarischen Industrie ihren natürlichen Fortgang nehmen zu lassen. Freilich würde auch die größte Sparsamkeit bei Aufstellung des Budgets von geringem Nutzen sein, wenn nicht einer Forderung genüge geleistet wird, ohne welche eine Ordnung des Staatshaushalts illu» sorisch bliebe: die strenge Respectierung der Ausgaben« budgets des Staatshaushaltes, die Vermeidung von Überschreitungen. Die Bestellung des Staatshaushalts durch das Parlament verliert jeden realen Wert, wenn neben den Correcturen, welche die thatsächlichen Ergebnisse an den Einnahmen vornehmen, auch die festgestellten Ausgaben nicht eingehalten werden, wie dies der jüngste ungarische Rechnungsabschluss für das Jahr 1384 in so empfindlicher Weise zeigt. Der Weg, den Ungarn zur Herstellung einer geregelten Finanzwirtschaft eingeschlagen hat. ist klar vorgezeichnet, und der Bericht des Budgetausschusses zeigt, dass die Majorität des ungarischen Parlaments, und mit ihr auch die Regierung, über denselben einig sind. Aber noch eine Erkenntnis von nicht zu unterschätzender Bedeutung tritt in dem Berichte des Re< ferenteu Herrn von Hegedüs hervor: die Erkenntnis von der Nothwendigkeit, der Herstellung der Valuta eine besondere Aufmerksamkeit zuzuwenden, als einer Action, welche allein die Ordnung de» Staatshaushaltes zu einer dauernden zu gestalten vermöchte. Ungarn smfzl unter der Zinsenlast seiner Goldschulde», einer Last. welche mit der Steigerung des Goldagios wächst. Nur die Herstellung der Valuta auf Grundlage der Doppelwährung könnte Ungarn von diesem drückenden Alp befreien. Wir freuen uns, dass im Schoße des ungarischen Parlaments endlich die Ueberzeugung von dem Feuilleton. Der Hüttenbesitzer. Auf Schloss Beaulieu im Jura wohnt die Markise de Veaulieu mit ihren zwei Kindern, Octave Und Elaire Die letzlere gilt al« die Braut chres Cousins, des Herzogs Gaston von Vligny, der m.t 'hr aufgewachsen, die ganz? Ne'gung des Mädchens Wvonnen hat. Die diplomatische Carriere welcher er Nch gewidmet, hält ihn als Attache der französischen Gesandtschaft in St. Petersburg zurück, und Cla,re "artet mit Sehnsucht auf Nachrichten von chm d.e s«on seit Monaten ausgeblieben. Die Llebe des stolzen Mädchens sucht nach Gründen der Entschuldigung sur dies lange Stillschweige", indes sie nicht dle Nahlhelt "hnt. warum sich G'sto« sern von Beaulleu halt. dieser, der ihm bestimmten Braut vollkommen unwürdig, weilt seit Wochen in Paris, während man chn an der Neva vermuthet, und hat. m Kenntms des ""günstigen Nusganges eines Processes, welchen dle Marquis« de Beaulieu wegen emes großen Erbes m England fühlt und mit dessen Verlust auch d.e re.che Mitgift Claire's verloren ist. den medrlgen Entschluss »Fasst, sie aufzugeben. Ja, durch enorme Verluste ,m ^Pielclub auch in der Gefahr, seme Ehre zu beflecke«, h" er die Hilf« sines lächerlichen Bourgeo's, emes ^vorgekommenen Chocoladefaln »kanten. Moulmet. nlcht geschlagen, welcher den Herzog aus der Verlegen-^it reißt und sich damit einen Schwiegersohn erlauft. 7°ston« Heirat mit Athinais Moulinet »st eme be. Mossme Sache schon in dem Momente, u, welchem der fsste U^ beginnt und Elaire noch chren Jugend« leund u„d Bräutigam in Beaulieu erwartet. Dlc Ve-'^schuft ist aus der Terrasse versammelt, als der Se- cretär der Marquise, der alte Bachelin. die Nachricht von dem Verluste des Processes und Gastons Nufent-halt in Paris, der Baron de Prefout, der N^ffe der Marquise, die Nachricht von Gastons Verlobung bringt. Die Marquise, welche bei dem stolzen, hochfahrenden Sinn ihrer Tochter fürchtet, dass diese erschütternden Botschaften allzu ties auf Claire wirken möchten, versichert sich des Stillschweigens ihrer Vertrauten, des Neffen und des Secrelärs fowie ihres Sohnes Octave, und beschließt, den Verlust ihres Vermögens und den Verrath des Herzogs vor ihrer Tochter geheim zu halten. In diese schwüle Atmosphäre des Hauses Aeau« lieu tritt nun der Mann ein. welcher zum Helden des Dramas bestimmt ist. das sich innerhalb der Mailen des Gutes Beaulieu abspielen soll. Es ist der Guts« Nachbar der Marquise, der reiche Bergwer.ksbesitzer Philipp Derblay. Seinem Freunde, dem Secular Aachelin, hat er e2 anvertraut, wir sehr er Claire, die stolze Herrin des Schlosses Beaulieu, vergöttere, ohne jemals, der einfach tüchtige, darum bescheidene Mann. an die Möglichkeit gedacht zu haben, die Ari« floklatin. die einstige Herzogin de Bligny. sein nennen zu dürfen. Dennoch zieht ihn ein unerklärlicher Zauber immer wieder in den Bereich der Stolzen, an die er es kaum gewagt, zuweilen ein schüchterne« Wort zu richten, die ihn in ihrer wegwerfenden Weise wohl als den Fürsten der Schmiede zu henenn?n liebt. Diesmal kommt Derblay, um seine au2 dem Pensionat zurückgelehrte Schwester Susanne dir von «hm ve» ehrten Marquise vorzustellen. Bei Gelegenheit dieses Besuches ist es auch, d^ss die Marqmse durch Va^ chelin von der Liebe Derblay's zu Claire erfährt und Anlas« nimmt, ihrer Achtung für den tüchtig schaffen« den Mann Ausdruck zu verleihen. Der Baron de Prefout hat indes auch noch die weitere Nachricht gebracht, der reiche Moulmet habe auf Drängen seiner Tochter, dass zu adeligem Vermögen auch adeliger Besitz gehöre, das alte aristokratische Schlofsgut Varenne, das an Veaulieu angrenzt, angekauft und werde in Kürze diese seine Besitzung besuchen. In der That ist es die wohlberechuete Absicht Athenais', der Plebejerin, wie sie sich selbst Nennt, dadmch Rache zu nehmen an der Aristokrat!« Clair?. die sie im Pensionat, in hem sie gemeinschaftlich erzogen worden, ihxe niedere Abkunft nur allzu oft habe fühlen lassen. Athenais mit ihrem Vater erscheint denn auch auf Schloss Veaulieu, und um ihrer Feindin das Messer ins H?rz zu stoßen, kündigt sie der nichts ahnenden Claire ihre Verlobung mit dem Herzog Gaston de Vligny an. Vernichtet sinkt Claire ihrer Mutter in die Arme, die sie gutmüthig tröstet, sie werde noch zu wählen haben unter den Männern, es gäbe ihrer, die Geist und Herz ihrer Claire zu schätz?» wussten, wie Herr Derblay.... Krampfhaft klqmmert sich Claire an diesen Namen, der in ihr Ohr gellungen, — sie fordert Derblay zu einer Unterredung auf, m welcher sie dem selig Ueberraschten ihre Hand anträgt und ihn dem ankommenden Herzog Von Bligl'y als--------ihren Verlobten vorstellt. In der Zeit bis zum Trauungstage überkommt Claire mit ganzer Wucht das Bewusstsein dessen, was sie gethan. Sie hat einem ungeliebten Manne — einem unwürdigen Jugendfreunde, einer nichtswürdige» Pen-sionatsgenolsin zum Trotz — ihr Leben, ihr alles hingeworfen; und dieser Mann, der wissen musste, dass dies nur ein Opfer des Slolzeö, des Trotzes ist. nimmt es an — und ihm soll sie nun angehören? Das kann ihr Herz nicht ertragen. Sie hasst diesen Mann, sie verachtet ihn, er soll ihr Gatte heihen vor Laibacher Zeitung Nr. 289 2374 18. Dezember 1885. unabweislichm Bedürfm'isse einer Regelung unserer Valuta sich Bahn bricht, dass man sich in Ungarn in dieser Frage mit der in deu maßgebenden Kreisen der österreichischen Reichshälfte seit längerer Zeit erkannten Bedeutung der Valutaherstellung für die beiderseitigen Finanzen begegnet. Es ist dies aller^ dings eine Frage, deren Lösung eine schwierige, von so manchen Vorbedingungen abhängige ist; aber die erste derselben, die Einigkeit zwischen Oesterreich und Ungarn, scheint uns wenigstens angebahnt und näher -gerückt. Politische Uebersicht. Inland. (Aus den Landtagen.) In dem Maße, als die auswärtige politische Lage ihren gefahrdrohenden Charakter zu verlieren beginnt, wendet sich die öffentliche Aufmerksamkeit wieder in erhöhtem Maße den Fragen der inneren Politik zu. Selbstverständlich sind es die Landtage, welche gegenwärtig das Gebiet der inneren Politik beherrschen. Eine interessante Meldung geht der „Pol. Corr." aus Lemberg zu. Danach hat der Schulausschuss des galizischen Landtages bezüglich del Antrages Romanczuls, betreffend die Einführung der ruthenischen Sprache in den Volks- und Mittel» schulen, Beschlüsse gefasst, welche über das Muß der vom Landesausschusse beantragten Concessionen wesent« lich hinausgehen. Der Schulausschuss hat drei Resolutionen beschlossen, welchen zufolge die Regierung auf« gefordert werden soll, in Gemeinden mit mehr als 3000 rulhenischen Einwohnern neue ruthenische Volksschulen zu gründen, ferner ein neues ruthenisches Gym« nasium in der hiefür geeignetsten Stadt zu errichten und schließlich den Unterricht der polnischen und ruthe-Nischen Sprache in den Mittelschulen als obligaten Lehrgegenstand in der Weise einzuführen, dass nur über ausdrückliches Verlangen der Eltern den Schülern an polnischen Mittelschulen das Rulhenische und Schü« lern an ruthenischen Mittelschulen das Polnische erlassen werbe. (Böhmen.) Der Abgeordnete Plener hat im böhmischen Landtage seine Rede in einer Weise begründet, welche die Vermuthung aufkommen lässt, der ausgezeichnete Vertreter der Egerer Handelskammer habe den Abgeordneten sür Tetschen copieren wollen. Wenn nun auch der Abdruck dem Originale nicht entspricht, so kann ein redliches Wollen doch kaum in Abrede gestellt werden. Ob auf diese Weise der Sache gedient wird. welche der Obmann der Linken des böhmischen Landtages in erster Linie zu vertheidigen hat, lassen wir dahingestellt. — Der Erzbischof von Prag, Graf Schönborn, hat in derfelben Landtagssitzung einen Antrag eingebracht, welcher die Förderung des Unterrichts in der zweiten Landessprache zum Zwecke hat. Derselbe lehnt sich an den vom Grafen Heinrich Elam-Martinih im Vorjahre eingebrachten Gefetzentwurf an, zeigt aber die Tendenz, dem Geiste des Staatsgrundgesetzes noch mehr Rechnung zu tragen, als es Graf Clam ohnehin gethan. (Der Kärntner Landtag) hat in feiner vorgestrigen Sitzung das Gesetz über die Armenversor» gung in den Gemeinden mit Einschluss der Stadt« gemeinde Klagenfurt, ferner ein Gesetz betreffs der Verbauung des Laaser Wildbachgebietes im Gaillhale angenommen. (Kroatien.) In der Dienstag'Sitzung des kroatischen Landtags benutzte Graf A. Sermage, ein eifriges Mitglied der neuen Sieben-Grafen- oder auch Zivkovic-Partei, die General-Debatte über das Budget, um Ungarn den Fehdehandschuh in aller Form vor die Füße zu werfen. Graf Vermag?, der nicht immer so dachte, ist endlich zu der Einsicht gelangt, dass Ungarn sich an Kroatien fort und fort schwer versündigt hab?, dieses der ungarischen Staats-Idee zuliebe auch wirtschaftlich zugrunde richte und dass es hiebei von der gegenwärtigen Landesregierung bestens unterstützt werde. Graf Sermage kann denn auch nicht umhin, Ungarn, für das er keine brüderliche Gesinnunghege, und selbstverständlich anch der Landesregierung feierlich die Freundschaft zu kündigen. Die Kriegs» ertlärung des Grafen Sermage hat übrigens auch ihre ernste Seite; sie bekundet, dass in den Reihen der kroatischen Magnaten eine Spaltung eingetreten ist und dass selbst extreme Tendenzen fortan auf einen Rückhalt in der Sieben»Grafen°Partei rechnen können. Ausland. (Zur Schlichtung des st>lbisch«bul-garischen Conflictes.) Wie die ..Pol. Corr." erfährt, sind die Mitglieder der internationalen Mi» litär>Commission vorgestern zu weiteren Vorbesprechungen in zwangloser Form zusammengetreten, in welchen die verschiedenen auf ihre Mission bezüglichen Punkte übereinstimmend geregelt wurden. Infolge der seitens der fürstlich bulgarischen Regierung eingelaufenen Er« klärungen steht der Inangriffnahme der Aufgabe der Commission kein Hindernis mehr im Wege. Die Commission trat gestern die Reise an ihren Bestimmungsort an. Die Inftructionen der Mitglieder wurden in einer Besprechung der Chefs der Wiener Botschaften in Uebereinstimmung gebracht. (Frankreich.) Im französischen Ministerrathe wurde beschlossen, den Einberufun^s-Termin für den Congress auf den 29. d. M. festzustellen, selbst wenn inzwischen eine Ministerkrisis ausbrechen sollte. Es gilt für ausgemacht, dass in letzterem Falle Clemenceau zur Bildung des neuen Cabinets berufen werden wird. Clcmenceau soll erklärt haben, dass er hiezn bereit sei. — Die Tonling« Commission beschloss, einen Credit von 19 Millionen anstatt der von der Regierung ver« langten 75 Millionen zu beantragen, bestimmte jedoch keine Räumungsfrist. Man berechnet jedoch, dass die bewilligte Summe einer dreimonatlichen Frist entspreche. (Die schweizerische Bundesversammlung) hat zum Bundespräsidenten für das nächste Jahr Dr. N. Deucher und zum Vice-Präsidenten N. Droz gewählt. (Aus dem Fürstenthum Liechtenstein.) In dem «Liechtenftein'schen Landesgesehblatt" vom 21. November präsentiert sich das Fmanzgesetz pro 1886, in welchem, „mit Zustimmung" des Landtages natürlich, die gesammten Landes'Ausssaben für das Jahr 1886 auf die Summe von 69 394fl. 90 kr. festgesetzt sind; für deren Bedeckung sind die mit 69 845fl. festgesetzten Einnahmen des kleinen Fürsten-thums bestimmt, so dass sich ein erfreulicher Ueber« fchuss von 450 fl. 10 kr. ergibt. Das Erfordernis weiöt unter anderem nachstehende Posten aus: Für Administration und Gerichtswesen 18 302 fl,. filr Land.-Lcultur 26 040 fl.. für Schulzwecke 10 252 st. Die Kosten für den Landtag, nämlich die Diäten der Abgeordneten und die Bureau°Auslagen, sind mit 600 fl. beziffert. Ein spottbilliges Parlament! Del' größten Theil der Bedeckung bilden in Liechtenstein die Zolleinkünfte im Betrage von 44562 fl. Gercgeli sind diese Einkünfte in dem zwischen Oesterreich und Liechtenstein geschlossenen Staatsvertrag, wonach ci» Driltheil des Ertrages der in Vorarlberg und Liechtenstein stattfindenden Verzollungen vorweg für Oesterreich« Ungarn zurückbehalten, die übrigen zwei Driltheile jedoch nach Maßgabe der Bevölkerung von Vorarlberg und Liechtenstein zwischen Oesterreich und Liechtenstein getheilt werden. An Steuern werden von den glück' lichen Liechtensteinern alles zusammen 11800fl. ge< zahlt. Von einem Nachtrags-Erfordernis oder yar einem Militär-Budget ist in dem gesegneten Lande keine Rede. Tagesneuigkeiten. Ihre Majestät die Kaiserin hat zur Nnschaf" fung eines Gewinstgegenftandes für die zum VaM' eines Asylhauses zu veranstaltende Lotterie des Asyl' Vereines der Wiener Universität den Betrag vo" 100 fl. zu spenden geruht. Se. Majestät der Kaiser haben, wie die „Linzer Zeitung" mittheilt, der Feuerwehr in Oster-nülilhinss im Bezirke Braunau 80 fl. zu spendet' geruht. __________ — (Combinierung des Post- undTele« g la phendie nstes.) Die vor einigen Jahren übel Anordnung des Handelsmillistets Freiherrn v. Pino i'> Angriff genommene Combinieruug des Post« und Tele» graphendienstes ist nunmehr beendigt und hat in del Durchführung des Principes dieser Combinierung auch in der Centralleitung seinen Abschluss gefunden. Infolge dessen tritt mit 1. Jänner 1886 eine neue Referats' Eintheilung in der Post- und Telegraphen-Section ein Uls D,partements-Vorsiände wurden bestellt die Herren -Sectionsrath Dr. Adalbert Hofmann, Oberinspectol Mociz Klein. Mtnisteiialrath Alexander Varges und Ministerialrath Dr, Ritter Nrunner v. Wattenwyl; fitt drei Departements wurde die Leitung bis auf weiteres übertragen: dem Postinsvector Alfred Freiherr« von Lilicuau, dem Postrathe Dr. Nudolf Neubauer und den' Ministerial«Secretiir Dr. Anton Hoffmann Ritter vB Ostenhof. An Stelle des letztgenannten Herrn, der bi^ her dem Präsidial-Nureau angehörte, wurde Ministerial-Secretär Dr. Ernst v. Kürber berufen. — (Ueber die japanischen Frauen) lesen wir im „Globus": Als das Allerunfeinste an einel Frau gelten breite Husten. Während unsere Damen alleS Mögliche thun. um durch Einschnürung der Taille und Verbreiterung der Hüften selbst durch künstliche Nachhilfe das zu erzielen, wa8 sie eine schöne FigUl nennen, bindet die Japanerin einen breiten Gürtel lB die Taille, um den Aorsprung der Hüften möglichs' auszugleichen, und die Aermste, die von Natur eine schlanke Taille mitbekommen hat, wattiert den Gürt" mit Papier, um diesen Fehler möglichst zu verdecke" der Welt, aber nicht vor ihr. Als Derblay mit be-bendem Herzen bei seiner neuvermählten Frau eintritt, als er ihr zum erstenmale allein gegenübersteht und alle seine Sinne ihn drängen, sie in seine Arme zu schließen, da tritt ihm Claire schroff entgegen und erklärt ihm, niemals die Seine werden zu wollen, ja sie bietet ihm als Preis ihrer Freiheit ihre — Mit« gift an, von deren Verlust sie keine Ahnung hat. Da bemächtigt sich Stolz und Groll des schnöde zurückgestoßenen Derblay, und in gerechter Manneswürde ruft er ihr zu, dafs sie für ihn nicht mehr in der Welt sei, und dass kein Funken Mitleid für sie in ihm auskeimen würde, wenn er sie auch auf ihren Knieen im Staube vor sich sähe. Wir erhalten nun im dritten Acte ein erschüttern« des Bild dieser Ehe. die in den Augen der Welt eine Reihe glücklicher Stunden, für Claire und Philipp die Hölle in sich birgt. Gaston mit seiner Frau Athe> nais, welchen Derblay als den Verwandten seiner Frau sein Haus nicht verschließen zu sollen geglaubt, er-scheint häufig dort, Athönais, um sich an der ver-hassten Rivalin zu rächen durch die Eroberung von deren Gatten; Gaston, der mit dem Scharfblick detz Schuldbewussten, welcher sich vor sich selbst zu ent° schuldigen bestrebt ist, gemerkt, dass der äußere Glü-ckesschein der Ehe Clairens nur trügerisch sei. um in niedriger Weise den Tröster zu spielen. Claire, welche Derblay's sittliche Größe kennen und ihn selbst lieben gelernt, leidet furchtbar unter der doppelten Qual der Eifersucht und verschmähter Liebe, alle ihre Versuche. Philipp merken zu lassen, was in ihrem Innern vor-ftehe, prallen ab an der strengen Kälte seines Wesens; ja. er weist des von ihm verehrten Octave's Bitte um die Hand der geliebten Schwester Derblay's gegenüber der vermittelnden Claire ab, um nicht die Bande zwischen ihm und Claire's Familie fester zu knüpfen. Ein furchtbarer Kampf zwifchen Stolz und Liebe entbrennt in ihrem Inneren, zu dem sich die bitterste Reue und die Verachtung ihrer selbst gesellen, als sie erfährt, dass sie Derblay als ein armes Mädchen geheiratet, während sie ihm in der Hochzeitsnacht jenen entsetzlichen Schimpf angethan. In diesen Widerstreit ihrer Gefühle, als alle ihre Geister aufgewühlt sind, tritt nun Athenais, die Derblay zum Tanze ah. zuholen kommt; eine gewitterhafte Scene zwischen den beiden Frauen entspinnt sich, am Schlüsse deren Claire den Herzog auffordert, feine Gemahlin aus dem Saale zu führen, da sie ihr sonst die Thüre weisen würde. Gaston, nachdem er Derblay gefragt, ob er für feine Gattin eintrete, und dieser es bejaht, führt Alhenais fort — und das Duell zwischen den beiden Gegnern ist unvermeidlich. Claire, in schrecklicher Angst um das Leben ihres Mannes, den sie heißer und heißer lirbt, verbringt die ganze Nacht im Streite zwischen Stolz und Liebe. Sie möchte sich demüthigen vor dem geliebten Mann»', um ihn zu bestimmen, sein Leben zu retten, aber ihr Stolz bäumt sich auf dagegen, dass er, seinem Worte getreu, sie wegstoßen würde von seinen Füßen. Am Morgen endlich, brvor Derblay zum Duelle hinausfährt, kommt sie zu ihm. um ihn zu bitten, zu beschwören, ihn unter Liebkosungen zu bewegen, dieses Duell zu vermelden. Allen, Derbwy bleibt sich treu bis zu Ende, er windet sich aus »hrer Umarmung und gehl. Aber Claire ist entschlossen. Sle eilt hinweg, und als die beiden Kämpfer im Wäldchen, die Pistole in der Hand, sich gegenüberstehen und auf das Commando d,e Schüsse krachen, da stürzt sich Claire zwischen die Geaner, und den geliebten Mann mit ihrem Leibe d.ckcnd, sinkt sie. von Gastons Kugel an der Hand verwundet, zu Der« blays Füßen nieder. Durch dieses Zeugnis opfel" muthigster Liebe ist denn auch der Bann gebrochen, der die Herzen Claire's und Derblay's gefangen stt" halten, und der tiefbeleidigte Mann kann dem Wei" verzeihen, das sich auf folche Weise entsühnt. Dies ist in knappen Umrissen, die zwar <"' äußeren Geschehnissen nicht allzu reiche Handlung des Schauspiels. Welches gestern im landschaftlichen Thea"' über die Bretter stieng. Ein mit tieftragischen il)t^ tiven gesättigtes Lebensbild, dessen sittliches Palb^ und der Hauch echter Poesie, die über ihm ausgegoss<" ist, demselben einen der ersten Plätze in der neuere)' dramatischen Literatur anweisen. Nicht als ob W> blind wären gegen einzelne Unzulänglichkeiten be Stückes; wenn es auch, wie wenige, nicht allzustv seinen Ursprung aus einem Romane verräth, so?^ es dennoch nicht ganz die epischen Eierschalen von "^ abgestrrist. Derblay's Charakter ist uns zur Ze". "' Mlt dem Anerbieten von Claire's Hand die ents««' bende Wendung in seinem Leben eintritt, mehr auso Erzählung des alten Vachelin, aus der Freundschal' welche ihn mit Octave verbindet, bekannt, als dai wir selbst unmittelbaren Einblick in sein Inneres s. wonnen hätten. Daher der Eindruck, welchen au^ Perblay's tiefe Neigung zu Claire nicht zu Hebens mag, dafs der Mann, wie er uns im Laufe des Vl mas erscheint, kaum die Hand Claire's angenomm haben könnte, ohne sein Wesen zu verleugnen. o° sich Rechenschaft geben müsste von den Motwen, " sie zu diesem Schritte gelriebe,,. Auch die geistlsse ^m , welche den zweiten vom dlitlen Acte trennt, ubervl" kein zuverlässiger Steg. und wir müssen den M"'?' welcher m Clane d.n Abscheu. o?n sie ihrem wa'^ entgegenbrachle, durch Hass und T'otz znr Liede " terte, mehr verständnisvoll ahnen, als dass lvn » Lalbacher Zettnng Nr. 289 2375 18. Dezember 1885. Auch sonst schätzt der Japaner an seinen Frauen volle 3orm durchaus nicht, schon die capitolinische Venus erscheint ihm plump und unschön, eher findet die Medl-cterin Gnade vor seinen Augen, noch viel mehr aber Tizians schlafende Venus in der Dresdener Nallerie, Eigenthümlich ist auch der Gang der Frauen. Japanische Damen stehen oder gehen nie ganz aufrecht; je mehr sie feine Manier und höfliches Benehmen zeigen wollen, um so mehr drücken sie ihre weibliche Bescheidenheit durch leicht gebeugte Haltung aus. Die Knie sind etwas gebeugt, der Oberkörper leicht nach vorn geneigt. Der Gang ist darum sehr unschön und die abscheulichen Etelzschuhe lassen ihn noch unschöner erscheineu. Auch « Nahme des heißgeliebten Mädchens dem von seiner Leidenschaft hingerissenen Delblay als tragische Schuld anzurechnen, die durch die Qualen, welche dieser Schritt 'M Gefolge hat, gesühnt wird, eine Läuterung, die da« lautere Gold auch seines Charakters von allen Schlacken der Härte und trotzigen Selbstbewusstseins reinigt, an dem Derblay im Grunde nicht weniger krankt als Claire. Und darin erblicken wir denn auch den Vorzug v"n Ohnets Drama. Nicht der scenische Effect, nicht der schlagende Esprit dcs Dialog« allein sind es, auch nicht die scharfe Zeichnung lebensvoller Charaktere. Welche den dichterischen Wert eines Stückes aus» Wachen; das können auch Routiniers de« Theaters, Wie Sardou. Das Letzte, wenn schon alle die vor-angeführten Bedingungen erfüllt sind, ist der sittliche "ehalt dcs Werkes, der seinen Wert entscheidet. Jenes "lte Wort drs Aristoteles über die Aufgabe der Tra. Me: Furcht und Mitleid zu erwecken und dadurch d»e Leidenschaften zu reinigen, bleibt eben ewig jung "nd wahr; aber freilich nur echte Poeten, wie Augier. >'ud imstande, e« wahr zu machen, und täuschen wir "ns nicht. g.l)ört auch George Ohnet zu diesen Be-NNadialen. .*. „Am 21. Jänner 1885 ist der Landtagsabgeordnete Karl RudeZ, Ritter des Franz. Josef. Ordens, auf seinem Gute Feistenberg aus dem Leben geschieden. Derselbe war seit 1370 bis 1877 Landtagsabgeord-neter der Unterkrainer Städte und Märkte, seit dem Jahre 1883 gehörte er aber dem krainischen Landtage als Abgeordneter des Landgemeinden «Wahlbezirkes Goltschee«Reifniz.Großlaschiz an. Der Landesau«schuss hält es für seine Pflicht, dem Andenken dieses vom reinsten Patriotismus beseelten und wegen seines bie« deren Charakters und seines humanen und wohlthä« ligen Sinnes hochgeachteten und allseitig beliebten Abgeordneten in diesen tiefgefühlten Worten den Nachruf zu widmen." Referent beantragt, den Bericht des Landesausfchusse« inbetreff der Personalien zur Kenntnis zu nehmen. Den Vorsitz übernimmt der Landeshauptmann-Stellvertreter Ava.. Grasselli. Es meldet sich zum Worte Landeshauptmann Graf Thurn. Redner sagt: „Wie es dem hohen Landtage bekannt ist, haben die landschaftlichen Beamten und Diener vor einigen Tagen eine Pmtion dem huhen Landtage überreicht und ge beten, es mögen ihre Gehalte erhöht, ihre finanzielle Lage verbessert werden. Ich habe mir zum § 10 des Rechenschaftsberichtes de« Landesausschuss-'s da« Wort zu dem Zwecke erbeten, um die betreffende Petition dem hohen Landtage wärmsten« zu empfehlen. Es ist wohl selbstverständlich, das« ich als Chef der land« schaftlichen Armter in erster Linie für die Wohlfahrt der landschaftlichen Beamten und Diener ein Interesse habe und dass ich wünsche, dass die in Landesdiensten Stehenden glücklich uud zufrieden sein würden, denn die Zufriedenheit fördert die Arbeitskraft und schafft einen Zustand, in welchem die Arbeit mit Freuden geleistet wird. Der der Petition beigelegte Ausweis beweist, dass die Gehalte unserer Beamten und Diener im Ver« gleiche mit den Gehalten der Landesbeamlen und Diener anderer Länder geringer sind, trotzdem die Beamten und Diener in anderen Ländern hie und da Personalzulagen und Quartiergeldbeittäge genießen. Die Differenz in der Besoldung wäre eine noch grö< here, wenn man die Gehalte der LandeLbeamlen in Böhmen, Mähren oder in Niederösterreich in Vergleich ziehen wollte mit den Gehalten unserer Landesbeamten und Diener und auch von Ländern, welche in ihren finanziellen Verhältnissen unserem Lande nahezu gleichgestellt sind, so Schlesien und Kärnten, um nur diese zu erwähnen, wo den Beamten des Landes und den Dienern weit größere Gchalte bewilligt sind. Soweit ich es beurtheile, befinden sich die lrai-nischen Landesbeamten der niederen Kategorien, aber auch theilweise jene der höheren, mehr oder weniger in finanzieller Noth. Unter 24 Landeibeamten sind 23 verheiratet, haben Familie, vicle Kinder, die sie zu erziehen und zu versorgen haben. Kleidung, Wohnung, die Lebeu«mittel und die Heizmaterialien find seit Jahren im Preise gestiegen, sowie überhaupt alle Be« dürfnisfe für die Hauswirtschaft. Die LebenLverhält' nisse in der Landeshauptstadt sind, was wohl niemand leugnen wird, viel kostspieliger als auf dem Lande. Sind die Verhältnisse normal, dann findet der Landes« beamte, besonders der geringer besoldete, sehr schwer sein Auskomme»', tnfft jedoch den LandeM'amten nur ein Unglücksfall, z. B. Krankheit«, oder andere Un< glücksfälle, dann gelangt der Landesbeamle in Schulden, deren er bei seinen beschienen Einkünften nicht mehr los werden kann. Man dürste bei dieser Gelegenheit anführen, das« der Landesausschuss doch jedes Jahr 600 st. an Geldunterstützungen für die Landesbeamten bewillige. Allein, meine Herren l 600 fl. für die zahlreichen Beamten der verschiedenen Kate« gorien, die Diener und Zmangshauswärter (zusammen sind es 43 Personen), sind wohl sehr bald vertheilt. Das Normale bestimmt aber auch, dass nur denjenigen Beamten Unterstützungen zu bewilligen sind, welche dazu infolge von Krankheit oder Unglück ein Anrecht haben. Was aber die Remunerationen betrifft, dürfen solche nur denjenigen Beamten bewilligt werden, welche eine außerordentliche Arbeit geleistet haben, welche nicht in deren Wirkungskreis gehört, oder für eine Arbeit, welche für das Land besonders wichtig und nützlich war. Weiters bitte ich das hohe Haus, zu berücksichtigen, dass es bei den landschaftlichen Dienste«, stellen nur ein geringes Avancement gibt. Der Status ist eben klein, deshalb ein geringes Avancement, die Beförderungsaussichten ungünstig. Betreffend die Ge« schäftssphäre, haben sich die Agenden in allen Zweigen der Verwallullg vermehrt und sind umfangreicher geworden , davnn können sich die Herren Abgeordneten durch die Stückzahl bei dem Einreichungsprotololle. die von Jahr zu Jahr zunimmt, überzeugen. Auch haben, mit Ausnahme der zwei Beamten des Bau« Amtes, die landschaftlichen Beamten leine Commis« sionen. womit einige Beneficien verbunden wären. Nun komme ich auf einen Umstand zu sprechen, worüber ich meine subjective Meinung zum Ausdrucke zu bringen mir erlauben werde. Die Beamten der Buchhaltung sind wiedelholt eingeschritten, dass ihnen die gleichen Amlsstunden vorgeschrieben würden, wie den Cassrbeamten, und zwar von 8 Uhr f,üh via 2 Uhr nachmittags. Für den Dienst, glaube ich, hätte diese Aenderung der Amlsstunden der Buchhaltung nichts Nachtheiliges, weil die landschaftliche Casse und Buch« hallung korrespondierende Aemter sind und bei gleich« zeitiger Amtierung manches im kurzen Wege abgethan werden könnte. Durch Gewährung der Nmtsstunden von 8 bis 2 Uhr könnten die Beamten der Buchhaltung durch Nebenbeschäftigungen sich ein Nebeneinkom-men verfchaffen, selbstverständlich dürften solche Nebenbeschäftigungen der DiensteLpragmatik gemäß auf da« Dienstesverhältnis keinen nachtheiligen Einfluss üben und müssten mit der Stellung der Landesbeamten vereinbarlich sein, unbeschadet auch der Bestimmung der Dienstesinstruction, das« die Beamten, wenn es die Geschäfte verlangen, auch außer den Amtsstunden sich verwenden lassen müssen. Bei einer Aenderung der Amtsstunden der landschaftlichen Buchhaltung wäre der § 28 der Dienstespragmatik entsprechend zu modi-ficieren. Ich weiß nicht, ob der hohe Landtag geneigt sein wird, schon in dieser Session in eine Regulierung der Gehalte der landschaftlichen Beamten einzugehen, oder ob der hohe Landtag sich bestimmt fühlen dürfte, eventuell den landschaftlichen Beamten provisorisch einen Theuerungsbeitrag zu bewilligen. Falls sich der hohe Landtag vorläufig zu einem Theuerungsbeilrage ent« fchließen würde, würden die Theuerungsbeiträge. von den fixen Bezügen berechnet, für das landschaftliche Hilfsamt. LandeLbuchhalwng. Landescasse. Landesbau« amt bei 5 pCt. rund 2031 fl.. bei 10 pCt. 4062 fl., bei 15 pCt. 6093 st. betragen. Dabei ist der Theue« rungsbeitrag als ein gleichmäßiger ohne Rücksicht auf Gehaltsabstufungen veranschlagt. Es lässt sich erwarten, dass die finanziellen Opfer, welche das Land durch eine eventuelle Zubesserung der Bezüge bringen würde, die Beamten durch eine noch regere Thätigkeit einzubringen bemüht sein werden. Was die Conduite und die Amtsthätigkeit der Herren Landesbeamten anbelangt, kann ich mich im allgemeinen nur lobend aussprechen; die Herren Beamten beobachten Subordination und das Decorum und erfüllen ihre Pflichten mit Eifer, Ausdauer und Gewissenhaftigkeit. Ich beehre mich, die dem hohen Landtage unterbreitete Petition der landschaftlichen Beamten und Diener der Würdigung und Berücksichtigung des hohen Haufe« zu empfehlen." Hierauf wird 8 16 des Rechenschaftibetichtes des Landesausschusses zur Kenntnis genommen. (Schluss folgt.) — (Hohe Gäste in Miramar.) Man berichtet au« Trieft, dass Ihre Majestät die Kaiserin in den ersten Tagen des kommenden Monats zu kurzem Aufenthalt in Miramar eintreffen werde. Für den Monat Februar wird die Ankunft der Kronprinzessin Stephanie, welche, wie es heißt, in Miramar einige Wochen zubringen soll, erwartet. — Die Kronprinzessin hat daS Protektorat über das Seehospiz von Grado angenommen und gestattet, dass dasselbe ihren Namen führe. — (Promotion.) Herr Albin Suyer. Advo« caturs-Concipient in Laibach, wurde vorgestern an der Wiener Universität zum Doctor jun8 promoviert. — (Postalisches.) Dask, k. Handelsministerium hat an alle österreichischen Postämter eine allgemeine Verordnung gegen die mit politischen Devisen und den Porträts nationaler Parteiführer verfehenen Correspon« denzkarten erlassen. In dieser Verordnung heißt es. dass die durch die Privat Industrie hergestellten sowie die postamtlich aufgelegten Correspondenzkarten nur auf der Rückseite ausgedruckte, jedoch nicht aufgeklebte oder eingepresste bildliche Darstellunzen enthalten dürfen, welche weder politisch- demonstrativen Charakters noch sonst nach der Verordnung vom 22. September 1869 unstatthafter Natur sind. Alle Corresponoenzkarte» ohne die vorgeschriebene Bezeichnung in deutscher Sprache oder mit vorschriftswidrigen Zuthaten sind unbedingt von der Postbeförderung, beziehungsweise von der Ve« stellung auszuschließen. Die Post. und Telegraphen« Dlrectionen haben die Revision«.Organe anzuweisen, den Vollzug dieser Anordnung mit aller Sorgfalt zu überwachen. — (Von der Straße.) 12.4 Grad Celsius unter Null — so viel zeigte gestern morgen» da» Thermometer — kann man auch bei pessimistischer Anschauung keine schreckliche sibirische Kälte nennen. In der That begegnet auch der weiße Gast nirgend« einem büjen Worte, und wenn es auch gerade nicht über« schwängllche Freude ist. mit der man ihn begrüßt, so empfängt man ihn doch wie einen alten Bekannten, der zu nicht unpassender Stunde die Schwelle übertritt, mit recht freundlicher Miene. Man lässt ihm zu Ehren das Feuer im Ofen tüchtig flackern, gießt dem Gaste zuliebe einige Schalen Thee mehr auf und schaut ihm, in den welchen Schlafrock gehüllt, mit der Cigarre im Munde behaglich zu. wie er mit kunstgeübtem Finger auf die Fensterscheiben herrliche Vlumen malt. Auch draußen ists nicht gar so unbehaglich. Auf den Feldern hat die liebevolle Natur die Saaten mit einer lristallreinen Decke gegen alle Unbill geschlitzt, und die Bäume im Walde sehen aus wie jener berühmte Baum im Märchen, der ein silbernes Kleid bekommen. Auf der geraden Straße freilich, wo sonst der Wagen leicht dahlnrollt oder das Dampsros» Pfeil- «llibach?"> Privat. Sors. Verstorbene. Den 16. Pezember. Maria Kraltt, Arbeiters-Tocht". 5 I„ Deutsche Gasse Nr. 9. Fraisen. Den 17, Dezember. Johann Vregar. Aufseher«' Sohn, 4'/, Monate. Deutsche Gasse Nr. 6. Atrophie. Mal'» Urbcr. Fabrils-Arbciterin. 26 I.. Karlstädterstrahe Nr. 14. Uungcntuberculosc. Im Spitale: Den 15. Dezember. Maria Slalar. Inwohners' Gattin, 82 I,, U»r»»luu3 gonilig. — Josef Hribar, Taalöliuel» 37 I., chron. Lungentuberculose. — Paula Schräm, Londuc" teurs'Tochter, 17 I,, chron, Darmlatarrh. Lottoziehnug vom 16. Dezember: Brunn: 30 87 54 13 14. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. 7 U. Mg. 745.28 —12.4 NO. schwach Nebel ! 17. 2 . N. 741.86 - 3.8 NW. schwach bewölkt 0,l>1 9 . «b. 741,84 - 3.4 > windstill bewöllt ! Morgens Nebel, dann trübe; seit nachmittags AlmahA der Kältc. Das Tagesmittel der Temperatur — 6.5°, um 5/" unter dem Normale. ^, Verantwortlicher Nebacteur: I. Naglit. Soeben erschien in unserem Verlage Aurzgefasste Geschichte Krams mit besonderer Rücksicht auf Cnltur-Entwickluug von August Dimitz. 10 Bogen 8«. Preis broschiert 80 lr.. elegant mit Golosh" gebunden 1 fl. 50 lr. Der geschätzte Herr Verfasser hat uns mit vorlicaendA Werfe mit einer übersichtlichen, zusammenfassenden, nichts A!,'^ tiges übergehenden und die Cultur-Entwicklung sorgfältig be"' sichtigcnden, objectiven Darstellung der Geschichte unsere« <°"l!" . Heimatlandes beschert. welche jedem Vaterlandsfreundc l gewiss willkommene, hocherfrculiche Lecture sein wird. Laibach. November 1885. Jg. u. Kleinmayr k Fell. Hlamlittg. Masismb I : 75M), Preis per Vlatt 5,« lr.. in Tnsche"!"»«" ^ auf Leinwand gespannt Kl> lr. 3g. n. kleimMlir H «. «amlierg» zl„Man,llun>be«ente.......»»'»» 8» b^ l»»4cr <°/, Vtaatslose 250 fl, 127 75. lzuzo l«l!o« 5 "/„ ganze 500 „ l3 < 00 I4a- l«N0cl5°/» Fünftel l00 ,, K0 — 140 «> l8«4ci Staatslose . . INN ,. i?o — 1705« l^tt „ . . 50 „ !S? 75 !S8 b0 5°mo.«cntenscheine . per Kl. 4? - —-- ^'/» vest. Voldrente, ftl ierfre! . io»l<»i«»3« Elften. lNolenrenle, ft^uers«, , 10b — i«w Ib llng. Volbrente 4 °/n .... 9985100 — „ Papi«ren<« 5«/, . . . . »1 ?b »1 90 .. mährische......10k»5 - — » °/<> nieb,,röfterreichische . . . 107 «> 108 »s> l°/, »I'eröNerreichische .... I0!i2b IN« 25 « "/<> Neirifche.......104 - — — b°/o lvoalifche nnb slavonische . il,2 — '04 — V» siebenblllnische ... . 102 80 103 80 Gelb Ware b°/„ Temeser «anal .... iu2 — lo» -5°,, unnarifche......102 ?b 108 25 Andere öffentl. Nnlehen. Donau.Meg'vole 5°/» 10N fl. . 11» »s. 11<»>?5 bto. Anleihe I«78, steuerfrei . 105 — 1U5 kl» Nnlehen d. Etablgemeinbe N!icn iu2 eo 103 — Anlehen b. ktabtgemeinde Wien (Silber unb Gold) .... — — — — Prämien.Nnl.b.Slabtgem.Wiel, 1«5 7« 126 «/,»/» . I0l 4» 101 8s. bto. „ 4°/» . . »9— 99 80 Nng.allss. Nodencreb!t«Nctiengef, in Pest in I. 183» verl.b /, »/» . 100 — luo 50 Oesterr. Norwestbahn .... 108 ?u i<>4 I« Silbenbilrner......»8 «0 99 — Geld Ware S5 8c> ,, ^5«/"......13» 75 !»< »0 Nng'galiz. Vahn.....99 80 100 «0 Diverse üofe (per Stllcl) Crebitlose 100 fl...... 18050 ISl — «llary.Lofe 40 st..... 41-t.u 4« — 4 °/, DonaU'Dampflch. 100 fl. 114 — ilk — ?aibacher Prämien»Nnlehen »off 2» «5 2« 76 Osener üole 40 st..... 48 50 4< 2^ >l.'°le «<> 1»,— Nudolf-^ose 1U st..... 18-75 1x50 Salm-Lofe 40 st..... k« s,U K7 — St..O<:noi«,Lose 4« fl. ... k»'2b «87« walbsteiN'i!ose Ü0 fi..... 2» bU 80 — Wlnblschgräh.Vose 20 fl. . . , 88 26 887« »anlNctit« (per Stils) Nnglo'lDefterr. Nanl 200 st, . . I04'«!i 105'— lvanlveicin, wiener, 100 st. . . I0b'80 105 «« Vdncr.'Nnst., Oeft.2N0!I,S. 40<>/„ <25..<>0 «2N — Lrbt.'Nnst, f. Hand. u. G, isnst. 2»5'8N 2«l> «^ ^ bilbanl, «lug. Una. 200 fl. . 2l)9 60 »a« — DeposXenb. Allg, 200 ft. . . , ion 60 191 6« Lscompte-Ges. Nied«öft.50N N, 609 — 578 — hypl,thelenb.,oft. 200 fi, 25°,"«. 6«'— 68'— Fänberbanl, öfl,, l00fi. «.50«/»«,, 105 2« 105 «< Ocfter,»Nng. BanI . . . . .86» — «70 - Unionbanl 100 st......78 — 78 6< !U«rlehr?l>an! Ällg, »40 fl 14« —!l4« b< Gelb Ware Actien von Transport» Unternehmungen. (per Stilck) Albrecht«Vahn 20a fi, Silber . — — -.— .,öld»ffi»m,«Nahn 200 st. Silb. i8««a 184 — ! , ssia-Tep. Eisenb, 200 fl. HVt.----------------! ^ö hm Nordbahn 150 ft: . . . —>—----- Wcstbahn 20U fl. , . .---------------- 8 uschtiehrader Eisb. 500 fi.LVl. 795 - kna — „ <>>l tt) WO ft. . ,87 2b 188 25 v onau « Dampfschiffahrt« » Ges. Oefterr. s.00 N. «M. . , 470 — 47« -Liau.«!f,lnrni>w,«Iaf!y Hisen» bahN'Vesell. 2UN ö. w. . . 22« — 227 — t!loyd,üfi.«ung., Trieft 5M)st.CM. «8« — 6»8 — Oefterr, Nordweftb, 200 st. Silb, is» 26 ,»9 76 bto. (lN. N) 200 st. Sllbe, . i«3 76 ,«4 — Prag.Duler Elsenb. ibUft. Silb. 84 — 8b — Mudolf'Vahn 20« st. Silber . . 185 2» >»6 ?« Siebenbüraer «isenb. wo fi. . lul ?z ,8« 25 Staatselsenbahn 2«0 ft. «. w. - «7? 26 277 50 V«ll! W^»e Vübbahn 2<>0 ft. Silber . . . 184 60 134 7l Süd.Norbb>>Uerb..«.2oafl.veihg. I.80n.40> —,-____ ,,c»n!b>". Papiers, u. V,'V. «z-50 ««'__ Montan'Äcsellsch, öfterr..alpine ««80 «4 «0 Präger Lisen-Inb.-Ges. 200 ft. _.— __.^. Salgo»Tarj. «tlsenrass. 100 1. . »4— 8450 Wassenf..»./ Ölst in W. 100 st. ,«, ». .., _ l«5 l2« 10 Pari«.........«'«» 49 »?, Plttrsburg.......-------— — Valnten. Ducaten........ »98 » — 20'ssrance»Vt2 . «1 «6 «1 »^ ^ Frische Füllung von ^ j lVlellieinal- ^ ^ Leliertsuan. ^ 2 Echt und heilsamst wirlend, ^, « 1 sslasche «« lr.. doppelt strotz 1 st^ ^ ^ führt am Lan« d.c ^ ^ Ntl't» dtm Nnllihause in ?aibach. 3 ^ (4600) 7 « ^(4903-2) ' Nr, 195??, Bekanntmachung. Vom k. k. städt.-deleg. Bezirlsgcl ichte ®rfsgcuppe itaisiarii ifas ifeuffdicii SdluCoetcins L becfytt fid), afle Jj. t, (Siimicr unb ftrcunbc beg deutschen ^inöergarferup i ju bet am 23. fcejemfcer urn 5 ttljr afrcubS bnjclbft pa&r'fdje«' ^)ou8) ou T üccnnftatlenbeu ' JJj Widjst eiiijitlabcn. (5043) ______ [ ^^*f#>- . fc*o Fleisch-Extraet ^ vnP/ffi^cond, Fleisch-Bouillon^ y /¥| \s\^^^^ zur sofortigen Ht>rstc-lliiiiK einer nuhrlialtün, vorzüglichen cd mLfi§ »rf\ /| * _d^^ Fleischbrühe ohnu jedon weitoron Zusatz; g; (T^ £'// ^^^^Idan verlftufffi nur oi-htc fL61IllI16riCll sehe Fleisch-Präparate t ^# ^^*^^ bei dem Corrcsiionilcnten der (!oinpii(?nie Kcininorlch: | *^\^^^ Herrn Theodor Etti in Wien. t*> I' ¦ ¦ " I Jür fltriffliflmn I A empfiehlt (4948) 3—2 U, T am (ioitörc^ra^ im ^aufc ftifdjcr fein Saget berfc^iebenartiger ?? J eigener lafiticafion. » Ut» redjt ftafiTrciffjrn 3»iprud) bittet JDftistcr. fx (4953—2) Nr. 8681. Bekanntmachung. Vom k. k. Landes- als Handels-gerichte in Laibach wird bekannt gegeben, dass in der Rechtssache des Ernst Ieuniker, Handelsmann in Laibach (durch Dr. Sajovic), gegen den unbekannt wo befindlichen Simon Delonardo, Krämer in Hrase bei Adelsberg, derzeit unbekannten Aufenthaltes, letzterem Herr Dr. Pfefferer, Ndvocat in Laibach, als Curator n.ä aotum aufgestellt und demselben die Klage äs i>rao8. 8. November 1885, Z. 8086, zugestellt worden ist. Laibach am 5. Dezember 1885. (4990—3) Nr. 7541. Erinnerung an Simon Haude und Valentin Stercin. resp. deren unbekannte Rechts» Nachfolger. Von dem k. k. Bezirksgericht? Sleln wird dem Simon Hände und Valentin Stercin, resp. deren unbekannten Rechts» nachfolgerli, hiemit erinnert: Es habe wider sie bei diesem Gerichte ttorenz Eizar von Nasotiiö (durch Dr. Carl Schmidinger in Stnn) auf Verjährungsanerlennung und Löschmigs-bcwilliqunq von Satzposten aus den Schuldscheinen vom 1. April 1819 per 100 fi. Coi'v.-Miinze und 14. April 1830 per 250 fl Metallmünze die Klage (ls pra68. 22. Oktober !885, Z. 7541, überreicht, woriibrr die Verhandluligs-Tagsatz'Mg auf den 23. Dezember 1885, vormittags 9 Uhr, Hiergerichts angeord« ^net wurde. Da der Aufenthalt der Geklagten diesem Gerichte unbekannt und diselben vielleicht aus dm k. k. Erbland n abwesend sind, so hat man zu deren Vertretung und auf deren Gefahr und Kosten den Herrn Franz Fischer von Stein als Curator aä kcttim bestellt. K. k. Bezirksgericht Stein, am 13ten November 1865. j4y T&IL nM* ^ *«wolt»{«n $^»t«w*« »ofi3oU* ctu»fü(t.tM.«g- «, FBbritgieiohen. » I tf I i-H © ^ s ^J 3) « ,x=a he to s«i 11 I