^ 4S. »844. V lpoNRR««^ ^,»ÄroIl» l8«N0l^t«. Vil,26 «lütt' l6 V 1^082! »ill nmu lmcha, V tv<>j<> «pomlin pH«»»" ^n « iu «nalal^nill 6ni; v« ni N6l>«/.n«n, ^llnr v ^r»ui lssni. Littli ^6 «ln li « lx)n»l^v»lu liil i;«illn /.llll>v«l'lllcn lii! v«Il^än! l)<^ll2» «ll'»ll!»'^U lN0»llll i« <>!)^Ilt, I^i o<1 !i»il»«»ni llc» ll^e li l)i! v,l6l; Krgll.sl'kl v s)l),ll)i «nplMil li I'vot. Villil li ^«llllllko, I^« H'or«, Villi! li Ml'no l>«I>" Itich'äiil'k n; ^i'^/.Il«» ni rnnj«n<> nnjfllo l«r»^. Viäil povlull li, ^nl< il lx^'o llllai^'« , l<^ Iil-lllol.iul^ll li villil lillüi-j«? — 6 l^l'/.»,n olx^illinl li pm-l'lwl lloins,. i>i6«I» mnntti m lw-.^ ,sil)il2, l>6 l« P6rn«l!l si « lioMll Pttl'ttl; V 8«lnlii äainäxlli v prslll'u^i ll«8li6>i, Xi ll.jo ljiiliil p^s^l'Lllnn V6l' xlias; V l^ri a/.ll^tj« so uallli l'Inv«Ii, 'i'6l'^a »lllov^icn ni ^poull v s^olninj nnj «nivi! Vaterländisches. Die Wallfahrt der Taubstummen aus den heil. Berg bei Görz am 24. Juni 1844. (Fortsetzung.) Da der Weg auf den heil. Berg sehr steil u»,d 3 — 4 Stunde» lang ist, da wir seither mehrere sehr kleine Zöglinge erhalten haben, und da diejenigen , die man der Schwäche wegen hatte zu Hanse lassen wollen, untröstlich gewesen waren, so wollce man vorher eine Probe - Ercursion machen , um die Kiafre der Kleinen zu versuchen. Es galc den Gras Neuhaus'schen, mm Herzog Blacas'schen, über 2 Stunden entfern.-tcn Park unter St. Maurus an dem rechten Ufer vom öisonzo (Soncius, Isnitz): eme groteske, romantische, auch durch Kunst verschönerte Gegend, welche aber leider mcht so viel besucht wird, als sie es verdient. Bei der größten Hitze, zwischen 2 und 3 Uhr, brach nun die ganze Karawane dahin auf. Freude lächelte auf jedem Gesichte. Man lagerte sich im Scharren, die Kleinen schäckerten, Alle hatten vtel zu sehen und zu deuren^ Auf den schönen, mit reifem Weizen bedeckten Peu-ma-Feldern wurden die zeltigen Maulbeeren vorübergehend fleißig aufgeklaubt :c. Als man aber, auf dein sehr steilen Wege aus dem Bache Peumiza herauf gekommen, eine schief liegende Wiese erreicht hatte, strömten einerseits die Knaben andererseits die Mädchen 194 dahin, um sich auf derselben zu belustigen. Die Mädchen löseten Blumen und liefen und hüpften freudig quer hin und her über die Wiese. Am andern Theile der mit Eichbäumen bewachsenen Wiese wimmelten die Knaben; einige liefen und sprangen umher, andere schlugen ein Nad, standen auf dem Kopfe, machten Sprünge und Burzelbäume oder wälzten sich wie ein Cylinder oder spitziger Kegel über die Wiese hinab.— Nun hies; es: weiter! in den Park. Man steigt auf einem steilen Wege wieder bis zum Flusse hinab, und wird von dem, von den verschiedensten Gattungen Laubholze und Gesträuche beschatteten kühlen Parke aufgenommen. Die schöne ruinenartige Natur, die vielen durch Kunst verschönerten Gänge, Grotten, Felsenbrüche. Ruheplätze :c. zu beschreiben erlaubt der Raum dieses Blattes nicht. — Nach vielen geraden und krummen, Quer- und steilen Gängen verlies; ich nicht ohne Wehmuth diesen Ort, an welchem ich vor mehreren Jahren mit meinen vier vollsinnigen Zöglingen so viel Vergnügen genossen, und wir stiegen mit der sich nie genug sehenden Schaar aus dem dunklen Walde auf der östlichen Seite, gerade den» sehr langen Dorfe Salkan gegenüber, auf die Ebene hinauf, wo Ruhebänke unter Pappelbäumen uns aufnahmen; von wo aus über den uuten herabeilenden Fluß, über die Wehre und die gräfi. Coronimsche Mühle, über Salkan und dessen große ebenen Felder u. s. w. eine sehr romantische Aussicht sich darbietet. Wie ein schmales weißes Band zieht sich jenseits der steile Weg auf den heil. Berg hinauf. — Wlr hatten wohl eine kleine Erqmckung unter die Karawane vertheilt, —aber: „woher B>od nehmen für so Viele?" — Die Sonne hatte sich schon sehr geneigt, und es war Zeit die Heimkehr anzutreten. Am Rande der St. Maurus-Ebene, von welcher immerzu Felsenbrüche in den darunter liegenden Park verfallen, schlenderten wir gegen das gräfi. Neuhaus-, nun Herzog Blacas'sche Schloß, welches die Ebene domimrt. — Ein von der Frau Verwalterinn den Taubstummen dargebrachter Korb voll Kirschen wnrde der hüpfenden Schaar preisgegeben und selbe mic Jubel alsogleich, so zu sagen mit Stein und Stangel, verzehrt. Jedoch hatten alle Taubstummen aus den schönsten Kirschen sich lange verkettete Ohrengehänge gemacht, welche ihnen bis über die Brust herab reichten, und in schöner Harmonie mit den durch Hitze und Bewegung noch mehr gerötheten Wangen standen. — Hüpfend und schäckernd, fragend und auf-merkend wurde nun der Weg heimwärts fortgesetzt. Die früher erwähnte Wiese mußte nun wieder in Con-tribution genommen worden. Die auf dem steilen Wege gegen Peumiza hinab eilenden Knaben, denen nachzurufen fruchtlos ist, wurden durch Pistolenschüsse, von welchen später Erwähnung geschehen wird, zurückgehalten. — Wie große Augen machten Alle, als wir an den Bach herab gekommen waren, und sie emen großen Korb Proviant erblickten! Ich hatte hinlängliches Brod, Wein und Käse als Jause vom Hause zu bringen angeordnet. (Die Regiments - Oeconomie erlaubt derlei Auslagen nicht.) Ein Schaff Wasser von der nahen Quelle wurde gebracht — und nach der nöthigen Abkühlung wurde Wein mit Wasser gemischt (Brod und Käse hatten sie sogleich erhalten) unter die Durstigen vertheilt. An dem niedern Hofgemäuer des freundlichen Bauernhauses uud an dem grünen Rande der stellen Straße hingelagert verzehrten nun die muntern Taubstummen, das Brod in einer und den Käse in der andern Hand haltend, den Eichhörnchen ähnlich, ihre Jause, und machten (einige zu fleißige) Zusprüche bei der den Wein wässernden Kellnerinn (Instituts-Wirth, schafrerinn). Diese Restauration elect7isirte die ganze Schaar; die Hände und Finger wimmelten in den Ge-berde» Gesprächen, Worre» Lallen und freudige Stimmen wurden allerseits vernommen. — Doch derlei wonnige Scenen können wohl gefühlt aber nicht beschrieben werden. — Der Tag neigte sich zu Ende und wir hatte» noch eine Stunde W.ges. Der Aufbruchs-Schuß geschah (denn die Knaben hatten sich etwas zerstreut) und nun rannten diese fast wildschäckernd den Weg hinab zum Bache Peumiza, und dann hinauf auf die große Peuma - Feldebene. Bescheidener zogen d»e Maochen mit dem Generalstab nach. Ein Paar der Jüngsten, und derlei Gänge noch nicht gewohnten Mädchen schienen aus Müdigkeit, oder ob des besagten Zuspruches, schwere Füße zu bekommen, ohne jedoch den raschen Marsch zu hemmen. Froh ünß MUiiter wurde das Institut bei schönster Sommernacht erreicht. (Fortsetzung folgt.) Aus dem Seeleben. Ich will versuchen, das Leben auf unserem Schiffe während des Sturmes im Meerbusen von Mexico zu beschreiben. Wir hatten den Wind so ziemlich von vorn, wodurch die Wetten sich gegen das Vordertheil des Schisses hoch aufthürmten; dieß machte, daß unser Fahrzeug die Bewegung annahm, welche der Seemann »stampfen« nennt, d. h. es bohrte mit der Spitze in die vorn aufgechürmten Wogen, um sich einen Weg zu bahnen, was ohne großen Widerstand nicht geschehen konnre. So wurde denn das Vordertheil des Schiffes bald emporgehoben, bald schien es in den Grund bohren zu wollen; wir saßen nun natürlich auf den prächtigen Polstern in der Kajüte, wie auf wilden Rossen, die sich bald bäumen, bald hinten ausschlagen. 195 Auf dem Verdecke »mißte man jeden Augeublick nach einem Gegenstände greifen, um sich fest zu halten-Ueber uns der graue Himmel, um uns, so weit das Auge reichte, die wildempörten Meereswogen, eine schwarze Gebirgsmasse, wo der Schauin auf dem Gipfel jeder einzelnen Welle den Alpenschnee ersetzte. Dann und »vann blickte ein Delinquentenqesicht aus der Kajütenthüre auf das Verdeck, um sich zu überzeugen, ob wir noch oben wären. Solchen Augenblick scheinen die schadenfrohen Wellen vorzugsweise wahrzunehmen; in einem Nu schlug eine von ihnen gegen die Nader und überschwemmte den Neugierigen mit Salzwaffer. Dann hörte man es eiligst die Treppe hinabpoltern, und das Gelächter der Matrosen übertönte das Donnern des Meeres. Verfügen wir uns in die Kajüte (Schiffszimmer), so gewahren wir lebende Bilder, über deren Anblick Hogarth außer sich von Entzücken geratheu wäre. Wir versuche», zu gehen, verlieren aber durch die tollen Bewegungen des Schiffes das Gleichgewicht, und werden nach dem entferntesten Winkel der Kajüte geschleudert, und zwar in der possierlichsten, lacherlichsten Weise, die man sich nur denken kann. Bevor es uns gelungen ist, wieder auf die Beine zu kommen, hat das Schiff der Bewegung einer andern Woge nachgegeben, und wir rutschen, schnell wie der Blitz, nach der entgegengesetzten Seite, wo wir mit den Köpfen gegen einander fahlen, und «n einem Gewirre von Stühlen, Hüten, Band- und Hauben schachteln die Beine himmelwärts strecken. Die Zeit dcs Mittagsessens ist herangenaht. Alles, was nicht feekrank ist, findet sich in der Kajüte ein; der Capitän, der die Honneurs an der Tafel macht, im schwarzen Anzüge und weißen Manschetten, führt, oder balancirt vi.-lmehr zive» Damen zu den Ehrenplätzen neben sich auf das Sopha. Die Uebrigen klimmen auf ihre Stühle; endlich hat Alles Platz genommen. Auf dem Tische liegt ein Aufsaß, eine Art Rahmen, mit tiefen Höhlungen, um Teller, Schüsseln, Flaschen und Gläser hinein zu stellen. Der Steward (Oberrichter) tritt mit der Suppe hereiu, sein dienstbarer Geist, e»n Negerknabe, folgt mit den Kartof. feln, andere Di.ner folgen mit den übrigen Gerichten. Kaum befinden sich diese Dinge auf der Tafel, uud die Diener haben sich an unsere, Stuhllehnen augeklammert, s» macht das Schiff einen ungeheueren Saß und Alles qeräth m Unordnung. ^_ Die Dienerschaft liegt über einander, wie die Häriu-ge, in emem Winkel der Kajüte! Die Erbsensuppe l'uht dem Capitän traulich im Schooße, eine der Da- men umarmt eine Schinkenkeule, ein Dritter drückt den Braten zärtlich an's Herz, ein Paar Hühner fiie-gen einem Vierten an die Ohren, der Budding einem Fünften ln den offenen Mund, die Uebrigen liegen in der Sauce, und die Kartoffeln rollen gemüthlich am Boden umher. Der Eine suchr seinen Teller zu r.cten, ein Anderer greift nach Messer und Gabel, wieder Einer, im Fallen begriffen, hält das gefüllte Glas empor, wahrend er sich mit der andern Hand an o>m Stuhl des Nachbars anklammert. Alles ist in Ver-wirrung, es ist, als wenn das alte Chaos zurückkehren wollte! Beim nächsten Rollen des Schiffes fliegen Steward und Dienerschaft, starr vor Erstaunen, abermals mit ausgestreckten Armen in einen andern Winkel; endlich stehen sie auf ihren Beinen, wie Statuen, da sie es nichr »vagen, sich zu bewegen. Teller, Schüsseln, Messer und Gabeln krachen zusammen in der Unordnung des Augenblicks; der Steward und seine Helfershelfer kriechen auf allen Vieren , um sich der tanzenden Kartoffeln zu bemächtigen, die in Gesellschaft mit fliegenden Hühnern und laufenden Kugeln über ihre Füße hüpfen. Für einen Augenblick wird es ruhig, die zerstreuten Theile des Mahls sind glücklich eingesammelt, und Diejenigen, die ihren Appetit nicht verloren haben, beginnen zu essen. Einige Vorsichtige setzen sich in einen Winkel der Kajüte auf den platten Boden und nehmen die Teller zwischen die Beine, sich nun vollkommen sicher wähnend. Doch schnell finden sie sich zu ihrer Verwunderung in der entgegengesetzten Richtung wieder, und zwar in den lächerlichsten Stellungen. Einige lachen, andere weim-n, wieder welche schimpfen , doch Alle stimmen darin übereil», daß es für einen hungrigen Magen nichts Trostloseres gebe,,, als ein Mittagscssen zur See bei stürimlchem Wetter. 1844 Verzeichniß XI. der vom historischen Provinzial-Verein in Kram erworbenen Gegenstände. (Fortsetzung.) 54. Von Sr. fürstlichen Gnaden dem Hochwür-digsteu Herrn Anton Alois Wolf, Fürstbischof von Laibach: M0(!lltmn, 9Ullwlit9t6 , et.jl,88U K6l»i88l'll,i pl'ill- <5!pi8 k'6r6inllNlIi opi8eopi I^Hl)go6N8i'8, ot Oo^ IMll8, 2 XÜ6ll!)»l'^ 6l<>. 4. I^»l)»ei 1706. d) liittlillk I.ÄliN06N86 9po!lii ^086ll 6pl8«<1pl I^Äli.1<'.6N8!8 ßt ooinitis 66 ?6l922Ü8 6to. 4. I^adgei l?67. 196 o) Itil«l»i6 ^0M3N,IM ?au^l V. ?ont. ^lax. M88»1 e^illlm. 8. V6N6liis 1740. Volf, prinoi-z>i» st 6pi8eopl t.2l)ae6N8i8 6t«. 4. I^»liNCl 1844- «) Orlln eultll» llivini pulilici in 6io6e68i I^»lia-«:6N8i prN8eript,i8. 8. ti»l)aei 1827. i°) t^ltugl6 NoiNÄNlllN U8il)U8 l!i(16C68608 I^nl)»c6ll" 8l8 2<:«<)MlN()69tlIlN iUI«tttl'it2t6 r6V6r6n6>88imi 6^0rli XVI., mit dem Schreibe» an den wohlehi würdigen Caratelerus der DiöceS Laibach 5. November K844. Verleger: Ignaz Alois Edler v. Kleinmayr.