EINZELPREIS: wochentags 10 Rpt 13 Rpl Samstag'Soniitag 1. Sflatturatr aeitung Amtliches Organ des Vertag und Schriftleltung: Marburg a. d. Ürau, Badgasse Nr 6 Fertimf. a^u^-v' '® T. <® V" '"' "i* i'chHÄldtüng nÄ vSSi bjTi. 1 u"?*® Zuschriften werden nicht rückgesandt — Bei Anfragen Rückporto beilegen. — Postscheckkonto Wien Nr. 54.60a Steirischen Heimatbundes Erscheint wöchentlich sechsmal als Morgenreitung (mit Ausnahme der bonn» u. Feiertage). Bexugsp'eis (im voraus zahlbar) monatlich RM 2.10 einschl. üustell-n®' Streifband luzügllch Porto; bei Abholen in der Ue- scnäftsstelie RM 2.—. •— Anzeigen- und Berugsbestellungen in der Verwaltung. Utr. 283 Tltor&uro 0. P. iOrou, TRontao, lo. 0tot>emt»rr 1941 81. ^albrßang Der Führer sprach in München Der Krieg gegen den Bolschewismus — ein Abwehr- und Schicicsalsicampf, an dem ganz Europa teilnimmt Die Gefaiir im Osten gebannt! N«M«ng«dOTkf«l«r d«r alten MarscM«rar vom 9. November 1925 Im Beisein Adolf Hitlers München, 0. November ^ch im heurigen Jahre versammelten sich «n dem feschichtUchem 9. No-veniMT, an dem vor 18 Jahren die ersten Blutieuj^en der nationalsozialistischen Hewefting \hn Treue lu Adoif Hitler und ihre leidenschaftliche Sehnsucht nach einem neuen Deutschland der Ehre und Größe mit ihrem Leben bezahlten, die äi-testen Mitkämpfer und Kameraden des Führers hn LöwenbrüukeMer zu München, um der toten Helden der Bewegung zu gedenken. Wieviele freudige Händedrücke und strahlende Augen beim Wiedersehen eines alten Haudegens aus der ersten Kampfzeit! Wieviel liegt zwischen damals und heute, wieviel allein zwischen 1940 und 1941! Wer von all den Männern hälte vor einem Jahre ahnen können, dnft der Bolschewismus uns in den Rücken fallen wollte, aber vier Monate nach unserem Gegenangriff milllärlsch vollkommen zer-^rhagen sein würde, dnR Seite an Seite mit uns Kameraden aus ganz Europa kämpfen würden, um dieses »Paradies der Hölle« restlos auszubrennen? Die Stunde rückt vor, die Spannung Weichst. Mit vielen Reichsleilern und Gauleitern, Reichsministern und anderen hohen Persönlichkeiten sind inzwischen von den bekanntesten Männern des 9. November 1923 Amann, Esser, Fiehler, Krick, Ley und Schwarz erschienen. DI« Blutfahn« lUHt «In Fanfaren! Die Versammelten erheben sich von den Sitzen, die Blutfahne. treue Rcßleiterin bei dem Marsch vor 1*8 Jahren, zieht ein, Ehrfürchtig erheben die alten Parteigenossen die Rechtc zum deutschen Gruß, sie haben ftie Fahne Hentschlands nie sinken lassen, haben immer wieder getrommelt und zum Sammeln pt'blasen, scharfen Mann um Manu um sich, erst wenige, dann Immer mehr, Tausende, Himderttauscnde, Millionen, Iiis endlich das deutsche Volk erwaclile und die Größe der Stunde spürte. Gr'm-ininger, wie Immer, trägt das heilige ("eidzeichen in den Saal, Offiziere der Waffen-## mit gezogenem Sdbel flankieren das Banner, das hinter der Redner-';anzel Aufstellung nimmt. Fiebernde Unruhe, freudige Erregung •t in allen. Es wird kaum noch gesprochen. Blicke zum Eingang — da — der Madenweiler Marschl Wirklich — der Führer ist dal Auch heute, während noch der Kampf 'in Osten weitergelit, ist der Führer ge-li'ommen. Die Parteigenossen Wagner, Himmler und hohe Offiziere der Wehr-niacht begleiten ihn. Er ist aus seinem Inuptquartier zu seinen alten Getreuen gekommen, zu ihnen, die schon seit vle-cn Jahren an Ihn glauben. Vulkanart'g fiitlMdt sich aie Spannung und ein Be-leisterungssturm hebt an, als der Führer iurch das Spaller se'ner ältesten Kame-'.'Hien schreitet. Gau'eitcr Adolf Wagner begrüßt den llhrer. Er gcoenkt des Opfers der Kameraden des 9. November 1023 an dor c'idherrnhallc, der Gefallenen des Welt-ir'eges, des jetzigen Krieges una dabei nsbesonclere derer aus den Reihen der J'ten Kameraden. l^arte','.^cno^sen, ruft Adolf Wagner aus tcr Führer da' ?^in nclr; E'lio von Hctirufen ifitwortct ihm. »In Eurem Namen dank? ich ihm, daß er in dieser Stunde zu uns gekommen ist. Wir freuen uns, mein Führer, daß Sie so frisch und gesund unter uns sitzen!« Wieder hebt ein Heilrufen und Händeklatschen, ein Jubelsturm an, der nicht verebben will. »Wir möchten nur wünschen, daß Churchill, Roosevell und Stalin aas sehen könnten!« Adolf Wagner erinnert daran, daß der Führer in seiner letzten Rede allen alten Kämpfern aus dem Herzen sprach, als er verkündete, aus diesem Kriege als noch fanatischerer Nationalsozialist zurückzukehren und erst recht zur letzten Konsequenz das Parteiprogramm durchzuführen. Nichts werde die alten Kämpfer veranlassen können, in Ihrem Fanatismus, in Ihrem Glauben und in ihrer Liebe nach- zulassen. Inmier werde die Partei für Adolf Hitler kämpfen. »Wir wollen, daß das Vertrauen des Volkes auf die Partei und das Vertrauen aes Führers in die Partei gerechtfertigt wird. Wir waren immer bei ihnen und werden ininier bei Ihnen sein, und unser Volk nehmen wir mit uns una sehen in Ihnen, mein Führer, unser Vorbild und unser Beispiel!« »Gewaltiges tragen Sic. Sie führen Volk und Partei. Sic führen die stolze Wehrmacht, Sie tragen das Reich. Wie könnten wir in unserem Leben und unserer Arbeit ein besseres Vorbild haben? Darum bitte ich Sie im Namen d^r alten l^artc.genossen: (iebcii Sie uns aueh in der Zukunft Arbeit, stellen Sie die Partei vor Aufgaben, wo sie es für nötig hallen. Die Partei wird diese Aufgabe erfüllen, im Blick auf Sie, ini Glauben an Sie und in der Liebe zu Ihnen.« Mit herzlichen 2u6timniungskunüge-bungcn unterstrichen die Kampikamcra-den diese Bitte des üauiciters des Traüi-tionsgaues, (Fortsetzung: auf Seite 2) Jalta genommen Wieder sechs britische Hendelsschiffer darunter ein grosser Tanicer, mit lusammen S8.000 brt verseniit A u s d c in F ü h r e r h u u p t q u a r 11 c r, 9. November. Das Oberkommando der Wehrnvacht «ibt bekannt: Auf der Krim setzten die deutschen und rumänischen Truppen die Verfol-gunf gMcWagenen Feindes entlang der Sildostküste und auf der Halfeinsel Kertsch erfolgrslch fort. Jalta wurde genommen. 1 /*!* ^ britische VersorgunRSschlffahrt war die Luftwaffe In der letzten Nacht besonders erfolgreich. Vor der englischen und schottisciien Ost-v'f " KampHlugzeuge aus üeteitzügen heraus sechs feindliche Han- üclbsciiiffe, darunter einen grollen Tanker mit zusammen 38.000 brt. Im Seege-biet der Faroer wurde bei Tage, ein kleinerer Frachter durch Bomi)enwnrf vernichtet. Slurikarapfflugzeuge belegten in der Nacht zum 9. November die naienanlagen von Dover mit Bomben schweren Kalibers. Es entstanden mehrere ausgebreitete Brände. Bei Ver^pelien, am gestrigen Tage die besetzten Licblete am Kanal anzugreifen, erlitt die britische Luftwaffe wieder schwere Verluste. Jäger schössen In heftigen Lufkümpfen 23, Flakartillerie zwei feindliche Flugzeuge ab. Britische ßomber unternahmen In der letzten Nacht Angrltfe auf Westdeutschland. Die Zivilbevölkerung hatte einige Verluste. Neun der angreifenden Flugzeuge wurden abgcschosscn. Die Südküstc der Krim hat hcrrlich gelegene Kur- und Badeorte, aber Jalta nimint '^n ersten Platz unter ihnen ein, Es liejrt an einer breiten Bucht des Scliwar/en Meeres in einer reizvollen ^^mgehiinK, Schon in der Zarenzelt war .Talta nelien Peter^hunr und Moskau eine de; nieistKenannten Städte, weil das ^lort trelegene kaiserliche Scli'oll Liwadn für melirere A^onate des Jahres die ■^zwe'te Pesic'"-?'« war. Die Sow^iets haben aus den nrnefitvollen P.ilästen. Knr-iKui'iern und Villen eine Serie von »Er-liolnngslieiiuen« jrcmBcht und Jalta zum »Kulturzentruin der Sowjetunion« erlio- ben. Die nvjetischen Arbeiter haben aber von den Herrlichkeiten der Krim nichts zu sehen bekommen: neben einigen >Stachanow<(-Kon2essio^sschulzcn hatte 1 ur die Sowjet-Bonzokratie Zutritt zu den Schönheiten der Krim. Jalta war, wie der OKW-Bericlit meldete, das Ziel deutscher BnnibenanRriffe, Dabei ging es aber ülcht etwa um die Frliohmgs-heinie, sondern um die Hafenanlagon, die von den Sowjets benutzt wurden, um die von der Krim flüclitenden Truppen abzutransportieren wscHes Smsf^ cHmWcs Karle; Archiv J)U JmjKC Deutschlands Ostsieg sprengt die Bk)ckade »Die Chancen stehen für Deutschland«, schrieb kürzlich der amerikanische MilitärsachverstUndlge Baldwin in der USA.-Zeitschrift »Life«, »und wenn die Deutschen in der Sowjetunion siegen, würde Deutschland klar und voll-stündig die Grenzen des euriiipäischeii Kontinents gesprengt haben, und die britische Blockade würde in diesem Fall zur Farce.« Der amerikanische Verfasser rechnete England^ ferner vor, daf.! es im Begriff ist, die Schlacht im Atlantik und im Mit-telmeer zu verlieren, und dal.i es vor dem Verhungern und der Invasion nur gerettet werden köfme durch die »Scliiel.!-hilfe« der USA. Die englische IVoduk-tion liege wesentlich unter der deutschen, die Zahl der britischen Kriegsschiffe sei heute weit geringer als im Weltkriege (376 gegen 738) und aulJer-dem hätten damals noch die Seestreitkräfte der Allierten zur Verfügung gestanden. Deutschland habe hundert Häfen in dem gewaltigen Küstenbogen von Spitzbergen bis zur Biskaya. GroB-brifannlen dagegen könne kaum einen der Häfen an seiner Ostküsle südlicli von Schottland und keinen Hafen an der Südküste noch wirklich benutzen. England »atme« nur noch durcli Cjlasgow, Liverpool und die Häfen des Bristoikanals, und sogar diese seien von Bomben gezeiclmet und weiter verletzlich. Für uns sind diese amerikanischen Ansichten zwar aufschlußreich, aber keineswegs überraschend; höchstens in der Beziehung, dali hier einmal die Wahrheit gesagt wird. Wir sehen die Latje Ensrlands so wie sie ist. Die Erfolge der deutschen U-Boote lassen erkennen, dall die britische Admiralität keine grund-sätzliche Verliesserung des Geleitschutzes erzielen konnte. Sie hat immer noch kein tiexenmittel gegen die massierten Angriffe der U-Boote gefunden. Das ist für die britische Versorgungsschiffahrt verhängnisvoll, die nicht nur das Mutterland versorgen, sondern auch die in Ubersee stehenden Truppen und den Jiowletischen Bundesgenossen beliefern soll. Das sind Ansprüche, denen sie auf die Dauer nicht gewaclisen ist. Ihre Verluste halten sich weiterhm auf der Höhe der sclilimmsten Monate. Dazu kommen noch die Verluste und Beschädigunpn der britischen Kriegs-.^chiffc, die sich im Oeleitscliutz ununterbrochen abnutzen. Es wirft ein bezeichnendes Liclit auf die Lage in England, wenn das USA.-Marineamt mitteilte, daö sich zur Zeit 31 britische Kricgsschife zur Reparatur In nordamcrlkanischen Werften befinden. Darunter sind nicht nur die beiden neuen Flugzeugträger »lllu-strious« und »Fo-rniidable«, die im Mit-tclmecr schwer beschädigt wurden, sondern sogar mehrere Schlachtschiffe, so z. B. »Rodney«, »Malava«, »l^esolu-tion« und »Warsplte«. Letzteres niuUte sogar seineu Weg quer durch den I'azl-fik in einen nordamerikanischen Pazifikhafen nehmen. Die Veröffentlichung dieser Liste war der britischen Admiralität sehr unangenehm. Wenn sie trotzdem eriolgte, dann vernnitlich aus Gründen dej Innentwlltik in USA., wed Rcosevelt seinem Volk die GröCe der Notlage Englands vor Augen führen will. Vielleicnt Setfe 2 »Marbursrer Zeitung« 10. November 1941" Nummer will er auch zeigen, wofür die Milliarden ausgegeben werden, die e-r dem amerikanischen Steuerzahler zur Rettung Englands abnimmt. Daß Deutschland mit seinem Sieg im Osten auch die britische Blockade wieder durchbricht, ist bei dem engen Zu-sannnenhang der Ereignisse natürlich. Die schärfste Waffe Englands war früher die Blockade. Heute ist sie stumpf geworden. Das Vertrauen Englands auf diese Waffe ist durch die bisherigen Kriegsereignisse widerholt worden Trotzdem bleibt das wichtigste'Ziel, die wirtschaftliche Fesselung und l'-inkreisung Deutschlands, bestehen. Nachdem man In England die Stärke der deutschen Autarkie erkannt hat. bekämpft man sie oline Unterbrecliune. Die britische Wirtschaftszeitschrift »Einaticinl News«, deren. Herausgeber jetzt Informationsminister! Ist, fordert die völlige Vernichtung der deutschen Industrie und fügt iiinzu, Deutschland müsse von seinem Handel nach Osten und Südosten für alle Zeit abgeschnitten werden. Deutschland müsse vom Überseehandel abhängig bleiben, damit diese Lebensader ihm jederzeit durch eine Seeblockade abgeschnitten werden könne. Wir kennen dieses britische Ziel schon seit langem. Es ist innner dasselbe. Deutschland und die übrige Welt sollen abhängig bleiben von der Weltwirtschaft unter englischer Führung und von der briti.schen Seemacht. Das Deutsche Reich weil] die Bedeutung der eigenen \'ersorgimg, aber auch die des Überseehandels zu schätzen. Es ist niciit gewillt, sich nach dem Kriege in Europa ab-schicHen und ersticken zu lassen. Es ist Ziel der deutschen Politik, die britische Seeblockade zu brcchen und damit die Abhängigkeit des europäischen Überseehandels von der britischen Seewillkür ein für allemal zu beseitigen. Der deutsche Überseehandel der Zukunft wird deshalb unter dem Schutz der deutschen Kriegsmarine stehen und nicht den Angriffen anderer Seemächte preisgegeben sein. Demi auch dieser I Krieg hat uns wieder die grundlegende! Bedeutung einer starken Seegeltung fürl die UnLibhängigkeit und freie Entwicklung unseres Volkes gelehrt. Ohne eigene Seemacht gibt es keine freie Schiffahrt' und keinen freien Überseehandel. Die Flagge deckt den Handel, das ist eine alte Erfahrung, die wir beherzigen werden. Darum gilt es, die Erkenntnis von dem Wert der eigenen Seemacht im deutschen ^'olk weiter zu wecken und wachzuhalten. Schwerste Verluste der britischen Luttwaffe In weniger als 24 Stunden Ubof 50 Flugzouge verloren Berlin, 9. November. In den Mittagstunden des Sonnabend versuchte ein gemischter Verband britischer Flugzeuge über dem Kanal in Rieh, tung des besetzten Gebietes einzufliegen. In heftigen Fuftkämpfen iirt Raum "von Calais schössen deutsche Jäger nach bisher vorliegenden Meldungen 18 Flug:-zeuge ohne eigene Verluste ab. Die Nacht zum 8. November und Jer gestrige Tag selbst werden nach den jetzt vorliegenden Meldungen zu den schwärzesten der britischen Luftwaffe zu rechnen sein. Der britische Nachrichtendienst gesteht — wenn auch unfreiwillig — den totalen Mißerfolg des letzten Nachtangriffs auf das deutsche Reichsgebiet ein, wenn er selbst den Verlust von 37 Bombern meldet. Seine bekannte Zurückhaltung bei solchen Zugeständnissen rechtfertigt die Annahme, daß die tatsächliche Einbuße der Briten bei diesem ziel- und planlosen Angriff auf die deutsche Zivilbevölkerung noch größer ist. Dazu wird bekannt, daß auch iiber schwedischem Gebiet ein Britenbomher brennend abgestürzt ist. Zusammen mit den im Laufe des strigen Tages nach bisher vorliegenden Meldungen in Luftkämpfen an der Kanal-küste von deutschen Jägern ohne eigene Verluste abgeschossenen 18 Peindfhig. zeugen steht fest, daß die britische Luftwaffe in weniger als 24 Stunden über 50 Flugzeuge verlor Das bedeutet aber auch, daß die Briten neben dem Verlust wertvoller Flugzeuge den Ausfall von mindestens 2fK) Mann fliegenden Perso. nals erlitten haben. Bei der Schwere des Schlades, der England in wenigen Stunden durch die deutsche Abwehr beigebracht wurde, müßte es sich klar werden, daß England mit dem Verlust von ! "0 Flii'^f/nisen die unverantwortliche Vernichtung von einigen Menschenleben und die Zerstörung friedlicher Wohnhäuser in deutschen Städten wahr, lieh teuer bezahlt. Der Führer in München RillerhrRuzfrSger gefallen Berlin, 9. November. Bei siegreichen Kämpfen des Infanterieregiments '»(iroüdeutschiand« im Osten fiel, nach viermaliger \'erwuii-dung, der Ritterkreuzträger Oberleutnant Karl Hänert. Bei Brjansk traf ihn die Kugel eines verborgenen feindlichen Schützen. Generalleldmarscliall Heitel aus Bukarest ahgereisi Bukarest, 9. November. Der Chef des Oberkommandos der Wehrmacht, (leneralfeldmarschall Keile], hat Samstag* um 19 Uhr Bukarest im Sonderzug verlassen, Staatsführer Marschall Autonescu gab am Nachmittag für den (ieneralfeldmarschall einen Teeempfang im Ministerium, an dem die Alitglieder der rumänischen Regierung, die rumänische (jeiieralität. die Oberbefehlshaber der deutschen Wehrmacht-inission. der deutsche (iesaiidte Freiherr von Killinger mit den Waffenatta-chees und Mitgliedern der (iesandt-schaft, der italienische Gesandte und \ertreter der italienischen Wehrmacht und weitere Persönlichkeiten teilnahmen. Anschlielkmd geleitete der Marschall seinen Gast zum königlichen Bahnhof, wo wieder eine Elirenkom-pa^mie mit Fahnen und Musik aufmarschiert war. Tschechische Sadoiagebandi! in Wien unschädlich gemacht i Berlin. 9. November. , Der Reichsführer ff und Chef der deutschen Polizei teilt mit: Am 6. No-1 vember wurden J(i Mitglieder einer von der Geheimen Staatspolizei in Wien' ausgehobenen tschechischen Bande er-' schössen, die in Verbindung mit der im' Protektorat standgcrichtlich verurteil-, ten Widerstandsgruppe stand. i Die Bande hat in Wien und Umgebung durch Brandlegungen versucht, die Le-bensmittelvpr.soTgung der Bevölkerung zu gefährden. (Fortsetzung Als nun Adolf Wagner den Führer bittet, zu sprechen, brausen wie Sturmwogon cer Mecresbrandung Heilrufe um Heilrufe auf. Sie wollen und wollen kein Ende nehmen, diese Kundgebungen der WiC-dcrschcnsfreude, der Liebe una Verehrung, der Dankbarkeit und Hingabe, de ein einziger Schwur der Treue sind. Adolf Hitler spricht zu seinen Getreuen Scharfe Abrechnunj; mit dem jüdischen Weltfeind Lautlose Stiile legt sich über den Saal, nachdem die alten Kämpfer jhren Führer mit einem Jubelsturni ohnegleichen begrüßt hatten. Langsam formen sich üle ersten Worte von des Führers Lippen. Kurz und treffend zeichnet er im Eingang seiner Rede seine mehrfachen vergeblichen Bemühungen um einen Ausgleich mit den Mächten, cie des Reiches Untergang wollten. Mit lebendigen Farben schildert er dann den beispicl'os siegreichen Verlauf oieses Krieges. Schöpfend aus der in den Jahren des Kampfes erprobten Erfahrung, kam sodann der Führer auf aen ewigen Feind der Völker 5.u sprechen, auf den ewigen Juden. In keinem Kreise durfte der Führer auch so tiefes Verständnis für diese Probleme erwarten wie hier vor seinen alten Kanipt-genossen. Mit tiefer Erschütterung vernahmen sie, welch schwere Sorge den Führer schon zur gleichen Stunde des vorigen Jahres bedrückt hat, als die Welt noch meinte, zwischen dem Reich und seinem östlichen Nachbarn wäre alles zum üuten geregelt, zu der Stunde, als ihm schon von Monat zu Monat mehr erkennbar geworden war, daß sich diesem internationalen Juden im Bolschewismus em furchtbares, drohendes Instrument zur Verfügung gestellt hatte. Riesengroß erhob sich noch einmal vor den Augen seiner Hörer die Gefahr des gigantisch gerüsteten Bolschcw Isums, die nunmehr gebannt und zerschlagen wurde durch ues Führers hellsichtige Wachsamkeit und blitzschnelles Handeln. Vielleicht wird niemals ein Mensch das wirkliche Ausmaß der Schwere dieses Entschlusses ermessen können, den der Führer in letzter Erkenntnis und höchstem Verantwortungsbewußtsein faßte und den er auch in dieser Rede als den schwersten seines Lebens bezeichnete. Gemeinsame Front der europäischen Völker Umso glänzender hebt sich vor diesem dübter bedrohlichen Hintergrund die meisterhafte politische und strategische Vorbereitung des Abpehrkampfes ah, an dem heute ganz Europa teilhat. Mit stolzem Bewußtsein spricht der Fuhrer von dieser gemeinsamen Front der europäischen Völker, die es gegen diese Hunnen der Neuzeit aufzurichten gelang. Immer wieder unterbricht seine Rede stürmischer Beifall, wenn er die einzelnen Abschnitte dieser politischen und militärischen Entwicklug aufzeigt. Scharf und schneidend ist auch des Führers Abrechnung mit Maulstrategen des We. stens, dencchte Hoffnungen der Gegner Mit beißendem Spott zerpflückt der Führer im weiteren Verlauf seiner Hede die mancherlei vagen und törichten Hoffnungen der Gegner, die glauben, die deutsche Kampfkraft in der Heimat oder in den besetzten Gebieten unterhöhlen zu können. Er stellt demgegenüber seinen unbeugsamen Willen und die deutsche Fähigkeit, die Wehrkraft nicht nur des Reiches, sondern von ganz Europa zu entwickeln. Niemand weiß besser als diese Kämpfer, welcher stählernen Härte tmd welcher Konsequenz dieser Mann fähig ist, wenn es gilt, ein Ziel zu verfolgen, ein Vorhaben durchzusetzen. Auch die Gegner, so meint man, sollten gelernt haben, daß einem Adolf Hitler mit derart lächerlichen Versuchen nicht beizukommen ist. Mit verächtlichen Handbewegungen, die man gesehen ha. ben nuiß, und mit Argumenten, die man aichj vergißt, fertigt Adolf Hitler, der nie in seinein Leben Furcht gekannt hat, das läppische Unterfangen gewisser Ameri_ kaner ab, mit Drohungen und Plänen einer gigantischen Rüstung In Deutschland Angstträume zu erzeugen. Kalt und nüchtern weist der Führer darauf hin, daß er mit seiner Rüstung nicht erst in diesen Monaten beginne und daß er das gewaltige Pnstungspotential des Reiches seit Beginn des Krieges um ein Vielfaches gesteigert habe. Beifall und wieder Beifall unterstreicht seine Erklärung, daß er sich auch in seinen Ideen, in sei. nen Plänen nicht zu wiederholen pflege. Hart und kompromißlos bestätiRt der Führer im weiteren Verlauf seiner Rede als der Oberste Befehlshaber der deut- lichen Wehrmacht das Recht eines jjeden deutschen Schiffes, sich zu verteidigen, wenn es angegriffen werde. Das Lebensrecht des deutschen Volices All die alten Kämpfer, die hier gebannt den Worten ihres Führers lauschen, sie verstehen zutiefst die Bedeutung der Sätze, in denen Adolf Hitler wie schon so oft vom Lebensrecht und Lebenskampf des deutschen Volkes spricht, dieses VoL kes, das auf den Schlachtfeldern des Ostens den anderen Völkern des Kontinents voranschreitet. Sie alle fühlen erneut die Verpflichtung, die Ihnen mit deti neuen Perspektiven, die dieser große gegenwärtige Kampf eröffnet hat, auferlegt ist. Mit innerer Bewegung horchen sie den erschütternden Worten^ in danen sich Adolf Hitler am Schluß seiner Rede zu den alten Kainpfparolen der Bewegung bekannte, zu den Toten des 9. November, zu den Toten des Weltkrieges, deren Opfer nunmehr seinen Sinn erhält, und zu den Gefallenen dieses Krieges. Das stolze Wort »Und Ihr habt doch gesiegt«, es gilt nicht nur für die Toten des 9. November, es gilt für alle GefaU lenen, die im I.aufe eines kämpf, und opferreichen Vierteljahrhunderts für Deutschland fielen. Garant einer besseren Zukunft Als der Führer, dem die innere Bew^ gung sichtbar anzumerken war, mit dieser Ehrung der Toten schloß, war keiner im Saal, der nicht bis ins Letzte seines Herzens gepackt und hingerissen worden wäre von der Größe dieses SchicksaU. kampfes, det> der Führer so tief zu deuten verstand. Sie alle wissen, daß er die Seele dieses Kampfes ist, der Garant fü*" eine bessere Zukunft, die nicht nur für Deutschland, sondern für ganz Europa ersfritton werden muß. Die ganze Liebe der alten Kämpfer schlug dem Führer aus den jubelnden Treuekundgebungen entgegen, nachdem er geendet hatte. Das Sieg-Heil, das sie ausbrachten, kam ans übervollem Herzen, aus dem Bewußtsein, daß mit ihnen ein ganzes Volk seinem Führer dankt. VorstoB ani die Landzunge Rertsch Sowjetische Reiterdivision vernichtet Führerhauptquartier, 8. November. | britischer Zerstörer durch Bombenwurf versenkt Das Oberkommando der Wehrmacht^ Feind flog in der letzten Nacht an gibt'bekannt vielen Stellen in das Reichsgebiet ein. »Bei den Verfolgungskämpfen auf der Durch Bombenwurf auf Wohnvierte, u. Krim vernichteten deutsche und rumäni- a. auch in der Reichshauptstadt, hatte die sehe Truppen am Südhang des Jaila- Zivilbevölkerung geringe Verluste an gebirges eine sowjetische Kavallerie- Toten und Verletzten. Die angerichteten division. Bei der Enge zur Landzunge Schäden sind unbedeutend. Demgegen-Kertsch wurde eine zehn Kilometer tiefe;' (iber hatte die britische Luftwaffe beson_ neuzeitlich ausgebaute Stellungszone. ^ers schwere Ve'-Ius:«. 27 der angreifon-durchstoßen. Die Verfolgung des hier clen Bomber Mder deutschen Abgeschlagenen Gegners ist im Gange. ' wehr zum Op^v.« Die Luftwaffe vernichtete in den Ge. wässern südlich Jalta einen Transporter von 8000 brt. Ein rumänisches Unterseeboot .versenkte im Schwarzen Meer sowjetische Transportschiffe von insgesamt 12.000 brt. I Im Atlantik versenkten Unterseebof^te Islands Regieronq schon wieder zurOcIigetreten Der »Segen« der Besetzung durch Engländer und USA-Soldaten Berlin, 9. November. Die amerikanische Agentur Associated vier feindliche Handelsschiffe mit zusam_ Press meldet aus Rc5''kjavik, daß die Is- men 2^.00(1 brt. An der britischen Nordostküste griff die Luftwaffe bei Tage mit guter Wirkung die Dnckanlagen in Blyth an. hi il^r letzten Nacht bombardierten stnike ländische Regierung unter Ministerpräsident Jonasson zum zwpiten Male innerhalb von 16 Tagen zurückgetreten ist. Die Ursache des Rücktritts ist die .^blclmuflg der (lesctzcsvorschläge, die Kampfflicgerverbäfldo in Ost- und Süd-j -sländischen ^ebenskosten zu beschrän-ostenglnnd verschiedene Hafenanlnt^en,'ken. Mit anderen \\orten: Es handelt besonders in Sunderland. Vnlltreffrr m'sich um die ^Schwierigkeiten, in die Is-Werftrn und Vprsorgungsbctriehm riefen Jand durch die Besetzung der Engländer heftige Explosionen und aiisgehreil'^tr, und Soldaten der Vereinigten Staaten Brände hervor. Ostwärts Aberdcen wurde I geraten ist Ummer »Marb'irrsrer TTeltuTis:* TO. November t<)4f Seite 3 TlUdectcäcAüg. und (MtäÜos Vom Schicksal der Marburger Denkmäler Marburg, 9. November. Im Marburger Stacltpark hatte der dcutsclio Turnverein dem Vater des Turngedankens Ludwig Jahn im Jahre 1913 in Dankbarkeit einen Gedenkstein errichtet. Ein Block aus Bachcrn-Qranit mit dem Bildnis des deutschen Freiheits-Isänipfcrs sollte die Nachwelt an das "Wirken dieses großen Mannes erinnern. Es war ein trauriges Schicksal, das dieser Gedenkstein einige Jahre später auf sich nehmen mußte. Man besudelte ihn wiederholt mit Tinte, verunstaltete das Bildnis durch Steinwürfe und Revolver, schüsse und dachte nicht daran,* es einfach zu entfernen. Man wollte den Deutschen Marburgs und des ganzen Unterlandes wohl vorführen, daß nicht nur die lebende deutsche Generation, sondern auch die verehrungswürdigen Gestalten deutscher Geschichte, die von den neuen panslawlstischen Machthabern allen Deutschen zugedachte Schmach Uber sich er. Rehen lassen müßten. Man entfernte den Stein auch späterhin nicht, nein, er sol'te, nachdem man endlich das Bildnis be?ci. tigt hatte, das Wahrzeichen deutscher Ohnmacht bleiben. Im Jahre 1028 brachte man am selben Gedenkstein eine Inschrift an, die dem Gedenken an die »Maideklaration« des Dr. Koroschcl? gewidmet war. In bombastischen und größenwahnsinnigen Worten pries man die Tat des unversöhnlichen Deutscheii-feindes und schilderte die l.agc der Slowenen in Italien und Kärnten in den düstersten Farben. So oft irgendeine der zahlreichen panslawistischen Hnßkund-Rcbungen stattfand, zogen die .i-iutsch-feindlichen -Hetzer unter wüstesten Schmährufen gegen die Dcutschji vor diese Tafel. Das Denkmal des Erzherzogs johann erlitt ein ähnliches Schicksal. Wir ?ind zwar keine Freunde der HabsburLtLT, wir waren es nie. Doch hat gernde Fr/herzog Johann sich um das Wohlergehen der untersteirischen Bevölkerung ernsthaft iMid erfolgreich bemüht. Die Untcsteior-ir.firk und vor allem ihr Landvolk hat alle Ursache, diesem menschensreundliclien Prinzen ein dankbares Angedenken zu bewahren. Aber ruch sein Denknnl wurd.-verstümmelt. Das Gewehr, das d». • d\< Jäger dargestellte Prinz jolutnn führte, wurde entfernt, >U!n zu zeige'!, daß man die Deutschen Marburgs entwaffnet Ifit-r, dann -.^erbrach und entfernte man den Stock und ließ den verstümmelten Prinzen wie mit gefesselten Händen auf dein vernachlässigten Sockel stehen. Ein armseliges Zeichen der Kultur, von der die laibach- und belgradhörigen A^achthaber damals soviel redeten. Und wie erging es dem Denkmal Wilhelm von Tegetthoffs, des großen Sohnes der Stadt Marburg? Auch dieses mußte der Zerstörungswut von Fanatikern weichen. Zuerst entfernte man die historischen Schiffskettcn, die aus der Schlacht von Lissa herrührten, dann verunstaltete nian die Büste, schließlich entfernte man den Sockel und schämte sich nicht, auf diesen Sockel in Egidi eine Statue des •»Generals« Majster aufzustellen. Die Büste Te.^ei thoif-; und die Erz. statue des Prinzen Johann warf man dann später in den Museuiushof. Man interessierte sich wohl für die Bergung jüdischer Grabsteine und für die Konservierung ganz uninteressanter Gebrauchsgegenstände panslawistischcr Hetzer, aber mit den stummen Zeugen einer früheren Zeit ^""ieb man Schundluder. Noch im vorigen Jahre lagen die Reste dieser von der deutschen Bevölkerung Marburgs aufgestellten Denkmäler neben einem Kehrrichthaufen und einer Kalk, grübe im Museumshof, der am nördlichen Teil der Burg straßenseitig gelegen war. Dort konnten sich die Passanten und die Schuljugend täglich selber überzeugen, wie man Denkmäler großer Männer be. handelte. Das Blatt der Deutschen in der Untersteiermark, die »Deutschen Nach-richten'<, verabreichten damals den hiefür Verantwortlichen einen kräftigen Denkzettel, worauf man die Büste und die Statue wenigstens von der Straße entfernte. Auf dem Kalvarieiiberjj: hatte für die initerstciri'scheii Gefallenen verganKctier Kriege ein ehemaliger Offizier fvon Sie-beneichcn) einen Gedenkstein setzen lassen, der von sieben Eichen umgeben war. Auch dieses l'Jeiiktiuil wurde beschmiert. besudelt und verstümmelt. Niemand trug dafür Sorge, daß die Reste des Denkmals wenigstens in anständiger Weise beseitigt wurden, wenn man schon die Erinnerung an die Tapferkeit der untersteirischen S^i'daten austre-merzt haben wollte Als man überall daranging, die (icfal- Wie die Pansiawisten in Rann liausten Mit Prügeln, Geld- und Arreststrafon gegen d(e heimatfreue Bevölkerung der Umgebung In Rann an der Save, dieser südlichsten Stadt Großdeutschlands, die schon immer ein Bollwerk des Deutschtums gegen den Balkan war, prallten die völkischen Gegensätze stets härter als in den anderen Städten und Märkten der Unler-steiermark aufeinander. In den Mauern Ranns herrschte seit je der deutsche Gedanke. Er bestimmte die Kultur und das ganze Leben der Bevölkerung. An die Mauern Ranns brandete aber auch durch Jahrhunderte die byzantinisch-slawische Flut, hier brach sich der aus dem Südosten heranstürzende Strom asiatischer Horden, die gegen das Herz Europas, gegen Deutschland, anrennen wollten. So, am Schnittpunkt zweier Welten gelegen, war Rann schon immer eine kampfumtoste Stadt gewesen. Aber gemeinsam standen die Bürger der Stadt mit den heimattreuen Bauern der Umgebung gegen alle Feinde des Reiches zur Wehr. Nichts störte durch Jahrhunderte diese natürliche Lebensgemeinschaft, bis dann auch in Rann panslawistisch eingestellte Advokaten und serbenfreundliche »geistliche Herren« die Menschen gegeneinander hetzten und grenzenlosen Haß säten. — Bis zum lahre 1880 gab es in Rann keine nationalen Kämpfe. Noch um das Jahr 1885 gingen die Bauernburschen der Umgebung mit den Kindern der Stadtbürger gemeinsam in die Schule. Es war selbstverständlich, daß sie deutsch unterrichtet wurden. Einige Jahre später beauftragte der Advokat Dr. G. Srebre, vom Stadtpfarrer getreulich unterstützt, die Errichtung einer Schule mit slowenischer Unterrichtssprache. Von diesem Tage an begann die Scheidung der Geister. Es begann ein harter politischer Kampf, in dem um jeden Menschen, jedes Haus, jeden Grundbesitz, ja sogar um den letzten Ruheplatz am Friedhof gerungen wurde. Die ersten Bannerträger der national-slowenischen Idee in Rann waren der Advokat Dr. Srebre, seine Konzipienten Agresch und Schetinz, der Arzt Dr. Schmiermaul, der Jurist Dr. Raslag, der Fleischhauer Klauscher, der tschechische Friseur Josef Holy, der Advokat Dr. Benkovitsch und schließlich der erste slowenische Bürgermeister in Rann Dr. Ludwig Sticker mit seinen Getreuen Dr. Vinko Hndelist, Josef Poteko und dem Gemeindesekretär Lukesch. Diese panslawistisch eingestellten Männer gründeten in Rann neue Vereine, so im Jahre 1890 die »Citalnica«, 1895 die Posojilnica und 1004 den Sokol. Durchwegs ausgesprochene Kampfvereine. Sie griffen sofort in den politischen Kampf ein, der hart und brutal geführt ' wurde und in dessen Verlauf es zu Slra-ßenkämpfen kam, wie sie kaum eine Stadt der Lintersteiermark aufzuweisen hat. Als eines Tages im Jahre 190.t die Feuerwehr einen Sonimerausflug auf den Hausberg der Ranner veranstaltete, wurden die Mitglieder auf dem Heimwege von Sokoln überfallen. Die Deutschen wehrten sich redlich ihrer Haut, gingen zum Angriff über und jagten die Sokoln in die Flucht. Auf beiden Seiten gab es Verletzte. Im Jahre 1890 wurde der »Narodni dom« erbaut.-An der Einweihung nahmen Sokoln aus Krain und Istrien, Tschechen und Serben teil. Gegen den österreichischen Staat und gegen alles Deutsche wurden geschwollene Brandreden gehalten. Als die Sf)koln genügend aufgehetzt und alkoholisiert waren, wurden sie auf die Deutschen losgelassen. Fensterscheiben wurden zertrümmert, lYauen imd Kinder tätlich angegriffen und verletzt, die Männer blutig geschlagen. Durch die Stadt wälzte sich die aufgepeitschte Sokolhorde und sang das berüchtigte Hetzlied »Grom in peklo«. Unentwegt ging der Kampf weiter. Die Deutschen wehrten sich verzweifelt, griffen an und behaupteten ihre Positionen. Sie wanderten, von »österreichischen« Richtern verurteilt, in Gefängnisse, zahlten Geldstrafen und wurden einem unerhörten wirtschaftlichen Boykott ausgesetzt. Wie frech die Serben freundlichen Kreise im Rann der X'orkriegszeit waren und wie sicher sie sich im Schutze des »österreichischen Staates« fühlten, beweist wohl am besten, daß sie zu ihren Sokolfesten Flugzetteln mit drei Totenkreuzen und folgendem Aufruf vcrteihMi konnten: »Kommt alle, damit wir wie Laub und Gras sein werden, daß wir die deutsche Brut ersticken. Besucht nur unsere Geschäfte und Gastwirtschaften. Meidet die Deutschen und Abtrünnigen wie: Franz Matheis, August Paidasch, I'ranz Warletz, Hans Dengg. Adolf Gab-ritsch, Adolf de Costa, Josef Zöhrer...« Noch knapp vor Beginn des Weltkrieges, am 28. Juni 1914, fand in Rann ein großes Sokolfest statt, an dem Starosta Dr. Ludwig Sticker erklärte, es werde nicht mehr lange dauern, bis die Serben den Boden von Rann betreten werden. Nach dem Weltkriege begann für die Deutschen in Rann ein wahrer Leidensweg. Es wurden wie überall in der Untersteiermark alle deutschen Vereine aufgelöst, das »Deutsche Haus« weggenommen und die Deutschen an Fjgentuni und Leben bedroht. Ka- VersanunlungeH in derllntersteiermark Heute, Montag, finden im Rahmen der Versammlungswelle des Stei rischeu Heimatbundes in den Kreisen Cilli, Lut-tenberg. Marburg-Land und Pettau in nachstehenden Ortsgruppen Versammlungswellen statt: Crlachstein (Süiienberg), Beginn .^0 Uhr, Redner Kam. Vogl; F.rlachstein (Lemberg). Begimi 18 Uhr, Redner Kam. Vogl; Erlachstein (Wobau), Beginn 18 Uhr, Redner Kam. Löschnigg; Erlachstein (Birjowetz), Beginn ^0 Uhr, Redner Kam. Löschnigg; Leutsch (Roßberg), Beginn IS Uhr. Redner Kam. Bleyer; Laufen (Thörberg). Beginn 14 Uhr. Redner Kam. Kutlich; Laufen (Planina). Beginn 19 Uhr, Redner Kam. Kullicli; WernSee (Logerofzen). Beginn .'0 Uhr, Redtier Kam. Dipl. Ing. Nemetz: Wernse© (Lukafzen), Beginn 18 Uhr, Redner Kam. Dipl. Ing. Nemetz; Pöltschach (Studenitz), Beginn 15 Uhr. Redner Kam. Geischeck; * WlndiSchielstrUz (Rittershurg), Beginn 19 Uhr. Redner Kam. (lebauer; Winterdorf (.lanscliendorf), Beginn 17 Uiir, Redner Kam. St roß; W^nterdorf (Swednizen), FBeginn 17 Uhr,^Redner Kam. Dr. Wessely; Winterdorf (.lubanzen), Beginn 17 Uhr. RcJner Kam. (joschnigg; Wurmberg (Grujina), Beginn 17 Uhr. Redner Kam. Scliarner; Wurmberg (Wurmberg), Beginn 17 Uhr. Redner Kam. Reich: Wurmberg (Kart^chowin). Beginn 18 Ulir, Redner Kam. Scharner: Wurmberg (W'urmbacli). Beginn Uhr. Redner Kam. Reich: Wernsee (Alt-Neudorf). Beghm iO Uhr, Redner Kam. Dr. .Moor; Pragwald (Pragwald). Beginn 17 Uhr. Redner Kam. Paidasch; Die deutschen Kinder wurden angespuckt und angerempelt, wer auf der Straße deutsch sprach, verprügelt. Als im Jahre 1919 die Mutter des meraden Zöhrer auf dem Totenbett drang eine Hf)rde slowenischer Nationalisten in die Wohnung ein, bescliimpftc die 1-amilie und warf vor dem Fenster einige Handgranaten. Um das Ende des so ereignisreichen Jahres 1919 gemeinsam zu begehen, fan-j den sich einige Deutsche von Rann im Gasthaus Klabutschar zu einer Gemein-schaftsfeier ein. Bereits um 10 Uhr drang der Ge-meindesekret/ir mit seinen Kumpanen in das Gastzimmer ein, und mit vorgehaltenem Revolver wurden die L">eutschen gezwungen, das Cjasthaus zu verlassen. Doch sie gingen nicht heim. Auf dem nahe der Stadt gelegenen Eislaufplatz des verbotenen Turnvereines erwarteten sie Mitternacht. Und als vom L'hrturm der letzte Glockenschlag verhallte, klang trotzig und gläubig das Kampflied der Rannef Deutschen: »Wenn alle untreu werden« in den sternenklaren Nachthini-mel auf... Und dann kam die »Orjuna«, diese be-rüchtigste Mordorganisation, iler alle nationalslowenischen Kreise der Stadt angehörten. Der Terror wurde nun unerträglich. Auf die deutschen Sportler, die Kamerad Paidasch im Sportklub Troja gesammelt hatte, wunle geschossen. Veranstalttmgen des Vereines gewaltsam gest(>rt und einzelne Mitglieder blutig geschlagen und verprügelt. Als dann der l'ührer im Jahre 1933 die Macht übernahm, da kannte der Haß und der Geifer der Ranner serbophilen Kreise keine Grenze mehr. Das Häuflein iler aufrechten Deutschen wurde immer kleiner, aber sie hiellen dem Druck stand. In Wort und Schrift verbreiteten sie die Idee des l'ührers. .Mit der heimattreuen Bevcilkerung erwarteten sie den Tag der Befreiung, aber bis es dazu kam, mußten sie noch viel durchstehen. Es wurde gehetzt und geschürt. Deutschen und deutschfreundlichen tersteirer wurtlen ohne Unterlaß schmäht und verfolgt. Am geh.ässi^stcii gegen den l'ührer und das Reich waren einige F>auen, in ihrer Art wahre Min-tenweiber. Der geistige Lührer der serbophilen Slowenen in Rann war ein gewisser Bozo Srebre, der auch das Kulturamt in der Sokolführung leitete. Die deutschfreundlichen Bauern, die aus ihrer Zuneigung zum l-ührer kein Hehl machten und in Hitler den l'.rlöser sahen, wurden schwer mißhandelt. Einem Bauern aus Brückl wurden wegen des Hitlergrußes die Zähne eingeschlagen, ein anderer in Lotsch bekam aus demselben Grund zwei .Wonate .Arrest. Andere wurden im Gemeindearrest blau imd blutig geschlagen und wieder andere zu hohen Geldstrafen verurteilt. So war die Befreiimg lier l'nlersteier-mark aus serbischer Tyrannei eine wahre Erlösung für die schwer geprüfte Bevölkerung des Kreises Rann, und niemand empfindet die Heimkehr ins Reich dankbarer als diese .Wenschen. die mit unerhörter Zähigkeit ihr Deutschtum behaupteten und nun im sicheren Schulz des Großdeutschen Reiches neuen Aufgaben entgegenharren. 1'. Paidasch, Die i;n- lenen des Weltkrieges zu ehren und ihr Gedächtnis späteren Generationen zu erhalten, glaubte man auch hi Marburg Irgendetwas tun zu müssen. So schuf man endlich für die Melden, die ilire Heimatliche mit dem 'lod besiegelt hatten eine armselige Laterne. Keine Inschrift, irarnichts gab Kunde von den teuren Toten ... So sah es in der L^ntersteiermark mit der Denkmalpflege aus. Das war die kulturelle Einstellung jener Leute, die das untersteirische Volk an Laibach und F^elgrad verraten »md verkauft hatten. Wohl ar m«n in A^arburg z. B. bemüht, ein AAuseum zu schaffen, das »beweisen« sollte, wie »serbisch« und »krainerischx die Untersteiermark seit je gewesen; aber das wirklich Untersteirische, tlie l>-innerung an das HeUlentum iler Bevöl-kertmg dieses Lamles, die wahre und ehrenvolle Vergangenheit trat man mit Füßen, zerstörte und vernichtete sie, wo und wie man nur konnte. Nun ist der Spuk der 20 Jahre hinweggefegt, nun wird auch auf diesem Gebiet wieder gutgemacht^ werden, was Haß und zügellose Zerstörungswut zugereister imd verhetzter Flemente verbrochen hat. Dr. 1-ranz Brandstetter. In iiini Tagen 80.000 brt versenkt Auch die rumänische L'-Boot-WaHe erfolgreich Berlin. 9. November Während die deutsciie L'iitcrsecboot-waffe im Kampf gegen die britische \ er-sürgungsschiffalirt mit der heute gemeldeten Versenkung von sechs feindlichen Handelsschiffen innerhalb von fünf Tagen wiederum eine N'ersenkungszificr von über Sü.ODO brt erreicht hat. melJoii runiänisciie Untersecbtjole ihren ersten Erfolg im Schwarzen .Weer. Mit der Vernichtung von sowjetischen Transportschiffen von zusannnen l-'.t»i)0 bri nimmt die runu'inisclic Unterscebootwaife an den Vernicfitungsschlägen gegen die aus den Häfen der Krim fliehenden Bolschewiken tapferen Anteil. Auch die erfolgreiclien Operationen der deutschen Doiuinflottille hatten die Zusammenarbeit mit der rumänischen Kriegsmarine zur \'eite weniger für sich selbst als für die Gesamtheit des europäischen Konlinents, Neben dem grandiosen politischen Kampf habe das deut- sche Volk Kraft, Ruhe und Geistesfreiheit genug, um sich auch den kulturellen Fragen zu widmen und auch auf diesern üeb'ete ein neues europäisches Leben zu beginnen. Fernandez schließt mit den Worten, die ihm ein auslandischer Teil-« nehmef der OeutschlaTdreise zum Abschied sagte; »Wir befinden uns auf der Schwelle einer neuen Welt. Mögen vflr Bevorzugte uns ihrer würdig erweisen.* WIRTSCHAFT iiiiiiiiiiiiiiMiiiiiiiiiiiiiiiifiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiitiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiniiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiimiiiiniiiniiiiiiiniiiiiiilirni i. ^1-. 1__ ____ „Eiserne Spaikonten" ia VorberenuiiD Das »Eiserne Sparen« stellt eine völlig neue Methode des Sparens dar. Während hcispielswe'sc öas Gcfo'gschaftssparen das ebenfalls eme neuartige, erst seit wenigen Jahren gepflegte Sparmethode darstellt — bisher nur in etwa 20.000 Betrieben gepflegt wurde, wird das Eiserne Sparen bald so gut wie jecen Betrieb erfassen. Es liegt auf der Hand, daß die Einflihrun"' dieser S'^armcthode in Hun-dertausenden von Betrieben mancherlei technische Vorbereitungen erfordert, mit denen sich die Sparkassen und andere Kreditinstitute abgenb'icklich beschäftigen. Betriebsführer und Kreditinstitute werden sich in die Arbeit, die das E'serne Sparen mit sich bringt, teilen. D:e Betriebsführer werden oie Sparbeträge, die der Gefolgsmann eisern sparen will, vom f.ohn oder Gehalt einheba'ten und auf das Eiserne Sparkonto einzahlen. Den Sparkassen und sonstigen Kreciitinstituten ohlienrt CS. die Eisernen Sparkonten e'n-zurichten,Eiscrne Sparbücher auszustellen und die sonstigen Voraussetzungen zu schaffen, um den E'sernen Sparverkehr ztt'ischen Gefo'gsninnn, Betrieb und Kre-citinstitut zu erleichtern. Technisch dürfte sich dieser Verkehr in der We'sc abspielen, daß der Gefolgsmann, der eisern sparen will, seinen Antrag beim Betrieb schriftl'ch e'nreicht. Hierfür wird es wahrscheinlich ein besonderes Erklä- technische Durchführung des Eisernen Sparens wird eine Durchführungsverordnung enhalten, die in Kürze erscheint. WlrlwlMllsnoliieii X Die Steiermark, das zweitgrößte Wein" baugebiet des Reiches. Durch die Rückglie,* dcrung der Untersteiermark ist das steirische Wcinhaugcbiet auf 30.000 ha vergrößert worden. Damit verfügt die Stciermaric über die zweitgrößte Rehflächc In Qroßdeutscli-land. Sie wird nur vom Weinland im Reichs-gau Niederdonau Ubertroffen, das rund 'll.OOCI ha groß ist. X Errichtungflverbot für Hohlglasbetriebe. Der Reichswirtschaftsmlnister hat durch Anordnung im Deutschen Reichsanzeiger Nr,( 258 die Errichtung von Hohlglasbetrlebeü oder die Ausdehnung bestehender Betriebe bis zum 31. März 1944 von seiner Einwilligung abhängig gemacht. Die Anordnung tntd am 1. Januar 1942 in Kraft. X Kroatien führt die MQchmarktordnunfl ein. In Agram wurde eine Handeltgemein^ Schaft für Milchwirtschaft gegründet, der alld Molkereien, Milchgenossenschaften usw. ai^ gehören müssen und die den Handel mit Milch und Milcherzeugnissen in ganz Kroatien regelt. Die neue Handelsgemei.ischaft hat die Milchverteilung zu organisieren, Einzugsgebiete für die Molkerelen und Oenos-sens^aften festzulegen und den kroatischeji Milchmarkt umfassend zu regeln. Sic üben wacht auch die Milchpreisbildung und wird gegen den spekulativen und illegalen Milch«» Handel energisch einschreiten. _uäkßL Sädösitti wanrsL'rit-'miicii cm ucawiiutii,» i-mm- wwww-w <--------— rungsformular geben, cas der nefolgs- o. Uibreglment »Dr. Ante mann nur mit Namen, Wohnung, Hone leibregiment »Dr. Ante Pa des Sparbetrags und Zeitpunkt des Spar-beginns auszufül'en braucht. Eine Durchschrift des Formulars bekommt der Qe-folgsmann als Belcß. eine zweite Durchschrift behält der Betrieb, während o'er Antrag selbst zur Sparkasse wandert. Die Sparkassen werden für das Eiserne Sparen wahrsche'nlich neue Sparbücher in vereinfachter Form ausstellen. Die vom Betriebsführer einbehaltenen Eisernen Sparbeträge werden von ihm laufend an oie Sparkassen oder sonstigen Kreditinstitute überwiesen und dort zunächst auf einem Sonderkonto gesammelt verbucht. Jeder einzelnen Überweisung dürfte eine Aufstellung, wie die eingezahlte Summe auf die E'sernen Sparkonten o'er Gefolgschaftsmitglieder' zu verteilen ist, nicht beigefügt zu werden brauchen. Um Arbeit zu sparen, ist daran gedacht, eine solche Aufstellung nur nl'c drei Monate zu verlangen und auch die Übertragung ins Eiserne Sparbuch nur al'e drei Monate vorzunehmen. Nähere Vorschriften Uber die Pavelitsch«, Daü leioregimcnt »ur. miic Pavelitsch^ dessen Errichtung der Poglavnik auf die Bitte des Marschall Kvatemik hin genehmigte, wird cm Traditlcnsreglment sein, in das die Angehö-« rigen gefallener Freiheitskämpfer, die mit dem Poglavnik seinerzeit ins Ausland^ emigrier^ teiv, Ustaschen und jene Weltkriegst^neh^ nier, die mit dem Marla-Thereslen-Ordeii oder der Goldenen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet wurden, aufgenommen werden. o Zur B»retnlgung der kroallsehen Sprache. Der Poglamik ernannte cino Kommission, die «ur Bereinigung der kroatU sehen Sprache Vorschlage auszuarbeitcrt hat, die dann vom Unlerriclitsministcr zii gonehmigon sind. o. Des ungarischen Abgeordnetenmandat» für. vertustlg erklärt. Der zuständige Aus-Schuß des Abgeordnetenhauses hat den wegen l.andesverrata ausgebürgerten Führer der Klelnlandwirtepartei, Tibor v. Eckhardt, seines Abgeordnetenmandats für vorlustig erklärt. . 0. Bulgarisch« Mädel »tudiereii den BDM« Am Freitag begaben sich 215 weibliche Angehörige der bulgarischen Staatsjugend, die sogenannten Branik-Mädchcn, nach Deutsche land, um die Arbelt im BDM kennenzulernen. Wieder hatte Lens, dieser erschrek-kend große Mensch, einen von unten kommenden, hingegebenen Hundcblick; er störte s'p: soviel Bewunderung wirkte belästigend. Sic wiederholte die Frage, die er überhört zu haben schien. Er fuhr zusannnen, stürzte sich kopfüber in einen Vortrag über Vulkanismus und Korallen, dem zeugenden Paar, dem fa^t alles feste Land hier seine Existenz verdanke und das zugleich für immer neue Überraschungen im Fahrwasser sorge. EU-'tje ließ währenddem Ihre Augen wandem. Was sie bisher nur gewußt hatte, verstand sie jetzt: daß all diese Inseln, wie lange sie auch der Krone Hollands gehörten, immer noch Kolonialland waren. Kolonialländer litten stets an Fraucnmangel: die bloße Tatsache. mit einem weißen Mädchen für Tage, ja Wochen' zusammen ?.u sein, brachte diesen schweren, selbstsicheren Mann aus der Fassung. Und anscheinend nicht nur ihn! Gegen das dem Achterdeck zugewandte Geländer der Brücke lehnte, sie wußte nicht, seit wann schon, van der Stappen. Er gab s'cli den Ansdieiti. nichts zu hören, doch sie war überzeugt davon, daß er jedes Wort erlauschte. Ganz gut. dachte sie und begann sT>ieIerisch mit Lens' IFlfe eine Jackfruclit zu schälen, Sie lachten viel dabei. Plötzlich fuhr Lens auf. ■ Mein Gott«, stammelie er. »ich habe <,'anz vergessen, daß andce Leute auch cv;«?on iT'Ö-lifeti — ich mnfl Ka"''iin ablüscu!« Er veiucigi« iich übcrbiürzl, kl-omni eilfertig auf die Brücke. Was er nvit van der Stappen sprach, verstand l^etje nicht. Auch ohne Worte war der Tonfall deutlich genug. Über allein Sprechen war Lens kaum da/{u gekommen, ein paar Bissen zu essen; van der Stappen dagegen stopfte, um nicht reden zu müssen, solche Mengen in sich hinein, daß Djokjas, des Javaners, Augen aus den Höhlen traten. »Ich bin stolz«, gurrte er endlich, »daß der Herr mir soviel FJire antut.« »Ehre antut? Wieso?« knurrte van der Stappen. Fr bemerkte die Schüsseln, in denen mächtige I^irtionen fehlten, schob klirrend den Teller zurück. »Ehre antut?« wiederholte er. »Ein Schlangenfraß war das!« Er erschrak, wollte sich hei dem Mädchen entschuldigen, sah verblüfft ihr lachendes Gesicht und verstummte. »Das war das erste, ehrliche Wort, Kapitän«, sagte sie. »das Sie heute gesprochen haben. Wollen Sie "das nicht beibehalten?« Er war versucht, einzustimmen und verbot slch's. »Warum reisen Sie nicht mit Thomas Cook and Son?i Man würde Ihnen in anständigen Autobussen alle Aussichten auf Bali zeigen, die Im Reisehandbuch ein StenicTtcn haben Oder, wenn Sie lieber mögen, könnten Sie auf Sumatra oder Bornen ein Nashorn schießen, am Ende ear einen Orang. Stintt dessen stiften Sie auf einem ehrlichen, f»re-^ki-^on. v.*itikcndcn rrr'nvnkahn Un-iricdeii uiid Vei'whrunit, zwingen ihm einen Kurs auf, der nicht utigefährlicll ist--Warum tun Sie das alles.'* Was, zum Henker wollen Sie auf Ihren verdammten SchildT>ad-lnseln?« »Wenn ich gefunden habe, was Ich suche, Kapitän«, antwortete Betje und hob mit dem vergnügten- Lächeln, das ihn allmählich rasend machte, die blanken runden Schultern, »werd ich s lli-nen zur Begutachtung vorzeigen. Aber vorher möchf ich nicht darüber .sprechen — ich hab' solche Angst vor Ihrer schlechten Meinung«, schloß sie mit übertriebener Kindlichkeit. Van der Stappen schlug auf dem Tisch einen Tromtnelwirbel. »Wissen möcht' ich bloß«, murmelte er nach einer Pause, »woher Sic die Saclie mit der Haifischschwanzflossenschuppe gewußt haben. Wirklich hellsehen können Sie doch nicht — oder?« »Natürlich nicht«, gab sie offenherzig zu. »Es war ein Trick dabei. Alle Magie ist Trick. Wußten Sie das nicht?« »Doch, natürlich —« Er war etwas verwirrt. »Aber mit Tricks erreichen, was man offen nicht erlangen kann, ist das fair?« »Durchaus — da Sie ja wußten, alle Magic sei Trick.« Vor dieser primitiven tmd schlagenden Logik schnappte er nach Luft. »Verraten Sie mir den Trick?« fragte er endlich. »Wenn Sic versprechen, Ihre Zi'sage trotz'lem zu halten — und keinen Kraclt un^utangeu,« Numiner 285 »Mtrftwrrer Zeltim?« 10. November IMl Seite 5 AUS STADT UND LAND ininiitiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiumitiiiiiiiiiituiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiitiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiituiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiH Bingeschrenkier Rralfpostmkehr Für Reisen an der Bahnlinie die Eisenbahn Wegen des eingeschränkten Kraftpostverkehrs werden alle Volksgenossen, deren Wohnort an einer Bahnlinie ge'egen ist, oder deren Reiseziel mit cr die Rüben zur Landstraße zurück, Cr stieg auf das Rad. nahm das heulende Kind und versetzte ihm noch eine Maulschelle, denn das Kind hatte zuhause keine Ruhe gegeben und bei dem Transport der Ziejre unbedingt dabei sein wollen. Die Frau hatte ihm auch von der Mitnahme des Kindes, wie eingangs erwähnt, dringlich abgeraten, aber er hatte gesagt, sie wisse eben nicht, wozu ein Mann imstande sei An dieser seiner letzten Äußerung wurmte ihn etwas, er wußte nur nicht, was. Das Gefühl seiner Ohnmacht diesen drei Gewalten gegenüber, die er nicht unter einen Hut bringen konnte, brachte ihn auf. Der Abend war paradiesisch, aber sein Herz war voller Zorn gegen die Macht, die Ziegen, Fahrräder und Kinder gemacht hatte. Verlang«! Überall dl« »MARBUROEft ZEJTUNG** Sefte 5 ►Marburcer Zeitunr« 10. November 1941 Nummer 285 schichte, der Erzeimungssclilacht, der VerbrauchslcnkunK und der Marktord-n-uTiff und einer grolien Maschinenschau wurden auch von dem im Kreis Pettau stark vertretenen Weinbau verschiedene ehrreiche Statistiken iiezeifft. Eine Tafel erläuterte, da» im Bereich des Wein-ba^intes Pettau 175 Rehschutzwarte ha Reben betreueTi. Auch eine land-wirtschaftliclie Faclibuchausstellunjf war angeschlossen und fand trotz vorhandener sprachhcher Scliwierigkeiten ijroßcs Interesse und große Kauflust. Diese Ausstellung zeigte, daß die landwirt-schattliche Bevölkerung dieses Kreises sehr interessiert an den landwirtschaftli-? cnen Problenien ist und jede Oelegen-neit zur Weiterbildung freudigst begrüßt. „AtnIUMiabra" im Marboroer Sfadifbeafer Gastspiel Rudolf Winterns Freitag abend hatte sich die »iühne des Alarhurger Stadttheater^ einen ^-mn.'risrhen .Salon« verwandelt. Rudolf •Wintern -".essen Name heute keines Kommentars mehr bedarf — konnte nach mehr als ^watrzimähri-ger Ahwesetiheit die Marhi!rj.'or wieder be-jrrüßcn und er tat dies nilt aufrichtiger rreude, l>aR ihn die Untersteirer nicht ver-RESsen hatten, zeigte der stiirmisjic Beiffll der ihn empfing. »Die Kinder, sie sehen es gerne —« so kann man den Satz ein wenig abgewandelt hter gebrauchen. Denn wir all.- werden ja bei den verblüffenden Kim.ststtirken moderner Zauberei wieder zu staimcnde.i Kindtm, die sich gerne wundern imd mit einem erstaunten >Ah!« das Verschwinden eines Vo-gclkähgs samt Insassen quittieren, >Meine Harbietungen haben nichts mit Geistern^ Dämonen oder dem Jenseits zu tun —so erklärt (ächelnd Winterri, der der gleiche liebenswürdige Plauderer geblieben ist, der er vor zwei Jahrzehnten war, »die TciifeC die mir helfen, sind bloß meine /ehr. Finger!vS l'nd mit diesen seinen zehn T-iuftlsf'iigo'-n leistete er wieder Ungewöhnliches. Älachte aus dem Pik.As eine Herz-Dame, ließ die gewünschte Karte aus dem Paket, das iu ein Rierkriigel gesteckt war. auf Kommandr, emporsteigen, stopfte mit einem Handstreich ein von einem Unbefangenen in das geborgte Seidentaschentuch einer Zuseherin geschnit. tenes Loch, zauberte in eine jungfräuliche Zitrone einen vorher gekennzeichneten Zweimarkschein, kurz, er ließ in diesen drei vergnügten Stunden ein ganzes Zaubereich erstehen. Oft hörte man einen erstaunten Ausruf! »Aber nein!« Winterris Lächeln aber sagte: »Aber ja! Es geht doch alles mit ganz finfachen Dingen zu! Seht doch mehr auf meine Mände — weniger auf meinen Mund!« Die vielen Besucher dankten dem F.xperi-mentator begeistert. Der Dank galt auch dem Stadttheater, das den luitcrsteirischen Volksgenossen diesen netten Abend vermittelte. Ifans Auer. Sie dienen dem Leben! Scriwesternarbeit in der Untersteiermark Mütterberatung in CMi Aufnahme: Ebner Für das Wirken und Schaffen einer Frau gibt es in unserem deutschen Sorjjchguf keine schönere Bezeichnung als die beiden kleinen Worte »Mutter« und »Schwester«. Sie beide umfassen jenen kostbaren Schatz mütterlicher Liebe tjnd' Opferbereitschaft, den jeder von uns kennen und schätzen gelernt hat, den unsere Dichter begeistert besungen und unsere Meister in ihren erhabenen Kunstwerken verewigt haben. Neben der Mutter, die im selbstlosen und enlsagungs-vollen Aufopfern sich in ihrer Familie immer wieder aus starkem Herzen heraus verschwendet, steht die Schwester, die die jüngeren Geschwister schützt und behütet und ihre täglichen k'einen Freuden und Lc'den des Daseins teilt. Die Worte Mutter und Schwester — in ihrem tiefsten Wesen lebensverwandt — umfassen all die Sorgen und Oofer. wie sie eher« nur eine Frau zu tragen und zu geben vermag. Nun kann aber nicht jede Frau im höchsten S'nn des Wortes Mutter sein. Darum hat es eben immer Frauen gegeben, die ihre Liebe und den Drang zu höchster Pl.ichterfüllung über den Kreis der Familie ausdehnten auf das ganze Volk, ujn als Schwester in e nem erweiterten Sinne des Wortes dem lebendigen Leben zu fiie-nen. Kleine tbronik m, Vofi der Universität Graz. Zum Direktor d'er Medizinischen Klinik der Reichsuniversität Graz wurde Professor Dr. Ferdinand Hoff aus Würzburg er-^.annt. m. Todesfall, in Pobersch bei Marburg verschied Samstag früh der dortige Bäckermeister Michael M e i z e n o -witsch. m. Erste standesamtliche Trauung in Unterbüheln. Der Landarbeiter Franz Brumen aus Wresnitzen und die Näherin Maria Kokot aus Gorischnitz haben am 2. November als erstes Brautp.'iar Im Standesamt Unterbüheln die Ehe geschlossen. Als Zeugen waren für den Bräutigam der Landarbeiter P r e a t z aus Podgorzen, für die Braut der Besitzer Josef Kokot aus Warowetz anwesend. Der fcicrliche Trauakt wurde durch Amtsbürgermeister Josef Lach im festlich geschniöckten Trauungssaal vorgenommen. Der Standesbeamte betonte den F.rnst -und die Wichtigkeit 'der Ehe Im nationalsozialistischen Staate und sprach den Wunsch aus, daß diese erste standesamtliche Trauung ein beispielgebender Anfang für alle kommenden Ehe-schl'eßungen sein möge. m. Neuordnung in den Kata^tralge-tneinden der Untersteiermark. Von zuständiger Seite wird mitgeteilt, daß sich im Zuge 'der Neuordnung der Landkreise das Katastralschriftgut der Katastralge-meinden dos Gcrichtsbezirkes Gonobitz nicht mehr in Cilli, sondern beim Kat-a-^tralamt in Marburg befindet, während das Schriftgut der Gerichtsbezirke Oberburg und Sohönstcin vom Kafastralamt in Marburg an das Amt in Cilli abgetreten wurde. m. Die MilchabUeferungspflicht. In einer Bekanntmachung des Politischen Konim'Psars der Stadt Marburg im heutigen Anzeigentc=" wird noch einmal auf die restlose Ablieferung der M Ich an d e Mo'ker"! Marburg hingewiesen und darauf aufmerksam gemacht, daß e'n? d'-rekte MT'r'''ab"'^-'""ru'^'T an den Ve.b"f»»i- Vorschriiten nicht beachtet, hat neben der Beschlagnahme der Milch noch strenge Bestrafung zu erwarten. m. Schulungen für den Hilfsd'enst. In dieser Woche hielt das Amt Frauen im Steiriscben Heiiiiatbund Schulungen sowie auch Kreisstabs- und Ortsstabsbesprechungen in den Kreisen Marburg-Stadt, A^arburg-Land und Pettau ab. Sic standen unter dem Motto »über uns allen steht der Befehl: Du sollst im Dienste deines Volkes deine Pficht tun«. Die Frauen stehen dem Hilfsdienst aufgeschlossen gegenüber. Sie haben d e Aufgabe erfafit und sind bereit, überall zu-7Ugreifen und helfend ihre Hände zu rü!i-rcn. Diesmal wurden sie hauptsächlich in der Zusammenarbeit mit dem Amt Vo ks-wohlfabrt und dem Deutschen Roten Kreuz geschult. m. Große landwirtschaftliche Ausstellung in Cilli. In der Zeit vom 16. bis 20. November findet in mehreren Rclumen des Deutschen Hausos in Cilli eine grofte landwirtschaftliche Ausstellung statt. Die Ausstellung, die vom Ernährungamt vorbereitet wird, umfaßt alle Zweige der Landwirtschaft und bringt u. a. viele neue, zweckdienliche Arbeitsvorgänge, die besonders dem untersteirisclie.i Hauern von großem Nutzen sind. in. Aus dem fahrenden Zug gestür/^t. Der neunjährige nauernsohn Anton l.c-witschar, gebürtig aus (lurkfcld. fiel aus dem fahrenden Zug und blieb mit lebensgefährlichen Verletzungen bewußtlos am Bahndanmi liegen. Der Knabe wurde mit dem näclistlolgcnden l'crso-nenzug nach Marburg gebracht, um ins Krankenhaus überführt zu werden, di^cli erlag er unterwegs den erlittenen schweren Verletzungen. m. Brandstiftxinjr rus Rache. D e in Oberwurz, Kreis M.'rburg an der Di'au, 'ebende 31 Jahre alle Hesitzer^i AAarin Knser, die mit ihrem Gatten in" Stre t Übte, zUndete im Juli iluen gerne ns;i-men Besitz an, (ier n cderbrann'e. Sie wurde nuptnehr vlaijsansweis Nn. 208 des Beauftragten des Reichskommissars für die Fe-Ftijjunj; Deutschen Volkstums, Marhiirjj a. d. Drau, lautend auf den Namen Josef Krainc« AuBenlieamter, wird zufolge Verlustes für ungültig erklärt. Der Stabsführer des Beauftragten des Reichs, kommisars für die Festigung Deutschen Volktunis, Alarliurg a. d. Drau ff'Sturmbannführer W. Laforce, Amtliche Mi teHunia Im heurigen Winter werden verschiedene Kraftpostlinien zeitweilig oder gänzlich wegen Unhefahrbarkeit der Straßen eingestellt werden müssen. Es wird daher empfohlen, vor Beginn einer Fahrt beim Ausgangs- oder Endpostamt ülier die Alöglichkeit ikr Beförderung Erkundigungen einzuziehen Lür Schäden, die ans der Nichteinhaltung der im Fahrplan angugchenen Ankunfts. und Abfahrtszeiten entstehen, sowie für die Erreichung von Zugsanschlüssen haftet die I )eutsche Reichspost n i c h t. K752 REICHSPOSTDIREKTION GRAZ. CiiCi" vcri:o^en isi. Wer die erlassenen»zehn Jahren schweien Kerker verurteilt. Amtliche Mit eilung Wegen des eingeschränkten Kraftpostverkehrs werden alle Volksgenossen, deren Wohnort an einer Bahnlinie gelegen ist, oder deren Reiseziel mit der Eisenhahn erreicht weiden kann, dringend aufgefordert, zu Fahrten die f:isenliahn zu heniitzen. damit die nnderen Volksgenossen, die nur auf die Kraftpost angewiesen sind, die A^iiglichkeit hallen. mit diesem Verkehrsmittel an ihr Ziel zu gelangen Die Lenker der postkraftwagen sind angewiesen, Zusteigende auf die Benützung der Eisenbahn zu verweisen und gegebenenfalls von der Mitfahrt im Interesse der an den Zwischenlialtestellen wohnenden V lksgenossen von der AUtfahrt auszuschlietU-n. Fahrten mit der Kraftpost sind auf das Mindestmaß zu beschränken, da diese vor-m'hinlicli dem Arbeiter-, Berufs- und Schülerverkehr dienen soll. Fahrgäste, die üic Kraftpost aus persönlichen (jriinden benützen, müssen gegenüber Berufstätigen unbedingt zurücktreten. Den Anordnungen der Lenker ist unbedingt Folge zu leisten. Unbegründete Anzeigen wegen Nichtmitnahme wollen tunlichst vermieden werden. «752 nErCMSPOSTirr?EKTION GRAZ. Nummer ?8S »Marburger Zeitung« 10. Novemt»er IWT 5c!te 7 TUSG Leibnitz mit 10:2 (3:1), während sich der GAK seitens des führenden Kap-fenberger Sportklubs eine 6:0 (2:0)-Niederlage gefallen lassen mußte. II. Vorrunde um den Refciisbundpokal Ostmark-EH besiegt Oberschlesien mü 5:0 — Die übriKen Ersebnisse Nur noch vier Sodeier von der zuletzt gegen Budapest erfolzreichcn Wiener hußball-tii waren nach don Absagen von Schmaus, Probst, Resser, Binder und Neunier übriggeblichen und dennoch wurde Oberschlesiens Fußballauswahl im Kampf um den Reichspokal am Sonntag in Wien vor 18.000 Zuschauern mit 5:0 (4:0) glatt niedergespielt. -Es war ein Erfolg des jungen Wiener Angriffsauin-tetts, das in seiner bunten Besetzung eine Halbzeit lang prächtig aufspielte, aber nach dem fünften Treffer kurz nach Seitenwechsel höchst unproduktiv wurde, sonst hätte der Sieg eiin noch größeres Ausmaß annehmen können. Die übrigen Ergebnisse lauten: In Breslau: Nordmark—Niederschlesien 3:0 (2:0). In Berlin: Berlin-Brandenburg—Ostpreußen 0:0. In Fulda: Kurhessen—Sachsen 4:3 (1:1). In Karlsruhe* Niederrhein—Baden 3:1 (2:0). In Stuttgart: Mitte—Württemberg 6:4 (3:2). In Köln: Köln-Aachen—Bayern 4:3 (3:2). In Bochum: Niedersaohsen—Westfalen 4:1 (0:0). 2:0-Sieg der deutschen Hochev-AnswaU Ungarn in Budapester Länderkampf geschlagen E>ie deutsche Hockey-Nationalmannschaft hat am Sonntag den Bann gebrochen und im fünften Länderkampf gegen Ungarn den ersten Sieg auf Budapester Boden errungen. In der Bilanz zeigt sich nach diesem 2:0-Sieg bei drei Siegen und zwei Unentschieden auf einem Torverhältnfis von 8:1 eine klare deutsche Überlegenheit. Auch dieses Spiel zeigte namentlich in der ersten Hälfte die klar zutage tretende Überalcgenheit der kampfstarken deutschen Elf. Nach dem Seitenwechsel kamen auch die Ungarn wiederholt durch, aber die deutsche Abwehr vereitelte jeden gegnerischen Erfolg. Vierstldtelainpl der Sdiwim-neriniieii Im Magdeburger Wilhelmsbad standen sich am Sonntag Leipzig, Magdeburg, Dessau und Gera mit ihren Auswahlmannschaften im Vierstädtekampf gegenüber. Die Schwimmerinnen aus Dessau kamen in dieser Begegnung auf 1123.40 Punkte, wurden jedoch distanziert, da sie, entgegen den Bestimmungen, ihre Schwimmerinnen mehr als dreimal an den Start geschickt hatten. So kam Leipzig in den Besitz des Ehrenpreises des Magdeburger Oberbürgermeisters vor Gera und Magdeburg. m : In Wien siegte im Bercichsspie! Ad-mira gegen Floridsdorfer 3:2. : Im Rugbyspiel der beiden spielstarksten deutschen Bereiche Niedersachsen und Berlin-Brandenburg in Hannover kamen die Niedersachsen mit 33:8 zu einem überlegenen Erfolg. In Sofia gewann die Deutsche Schule den Staffellauf »Rund um' das Schloß« vor dem französischen Gymnasium und erwarb damit die Anwartschaft auf den Pokal des bulgarischen Unterrirhtsmini-sters. : Gradjanslci nach Budapest ©ingeladen. Oradjanski wurde vom ungarischen Meister Ferencvaros zu einem Oasts'piel am 21. November nach Budapest eingeladen. Die Agramer antworteten mit einem Gegenvorschlag für den 14. Dezember und wollen eine Woche vorher Ferencvaros in der ktoatischen Hau-pt-sladt empfangen. AUS ALLER WELT a. Granatsplitter 25 Jahre unter dem Auge. Hin Weltkriegskämpfer in Eisen-berg (Thür.) hatte im Jahre 1916 eine Verwundung durch Granatsplitter erlitten, die seinerzeit nicht wieder enlfernt werden konnten. Em jetzt vorgenommener chirurgischer Eingriff befreite den alten Soldaten von drei Splittern, die sich unter dem rechten Auge festgesetzt hatten und bereits das Augenlicht zu gef.ihrden drohten. a. Dl« polen lebten von deutscher Arbeit. Warthbrücken, im östlichen Teil des mittleren Warthelandes, besitzt ein Elektrizitätswerk, das im Jahre 1916 von deutschen Truppen erbaut worden ist. 25 .Tahre lang haben die Polen diese Anlage benutzt, ohne auch nur das geringste zu ihrem Ausbau zu tun. 25 Jahre hat das provisorische Werk seinen Dienst getan, ein Beweis für die tadellose Arbeit unserer dama.ligen Feldgrauen. Verlautbarung Verteilang der LebenimittelkarteB fflr die Zelt vom 17. Noveniber bii ez "nber 1941 OO.Friarfi^ fttr Marburg-Stadt In der Zeit vom f2. bis einsKhllesslleh 15. Mov m er 1941 von 8 bis 13 Uhr und von 15 bis 18.30 Uhr werden vom städtischeji Ernährungfsamt, Abteilung B, .Lebensmittelkarten für die 30. Periode verteilt. Jeder Hiushaltsvorstand ist verpflichtet, die Karten für sich, seine Angehörigen, Dienstleute und Untermieter gegen Vorlage einer Legitimation und der ausgelüllten Stammabschnitte der Karten tür die 29. Periode an den unten angeführten Verteilungsstellen zu beheben. Marburg — Innere Stadt; 'l ag der Verteilung VerteilungsstetU I. Schmkierer-gasse 6 Verteilungsstelle II. Schmiderer« gasse 6 Verteilungsstelle III. Pfarrhofgasse Nr. 11 Vcrtc*;!n!V{ llc IV. Pfarrhof gasse Nr. 11 Verteilungsstelle V. Luthergasse Nr. 12 Verteilungsstelle VI. Luthergasse Nr. 12 Verteilungsstelle VII. Klosterg. 10 Madcnen Volksschule 12. XI. Adolf-Hitler-Platz Copetti gasse Draugasse Färbergasse Frauengasse Schwarzgasse Untere Herrengasse Grabengasse Badgasse < Bubakgassc Sackgasse Wildenrainergasse Carnerigasse ReiserstraBe Tegetthoffstraße Nr. 1—35 Wittenbauergaaae HamerlingstraBe Humboldtgasse Kriehubergasse Rudolf-Putfgasse Schlachthofgasse Kärntnerstraße Nr. 1—40 13. XI. Domplatz Hrnst.Gol!-Gasse Flößergasse Lendplatz Öttokar-Kern-8tock>Gasse Rathausplatz Edm.-Schmidt. Gasse Kaiser-josefstraBe Schillerstraße Schlossergasse Mühlgasse Brandisgasse Goethestraße Parkstraße Tegctthoffplatz Tegetthoffstraße Nr. 36—83 Kadetzkygasse Gaswerkstraße Khislgassc Kopernikusgasse Norbert-Jahn. Gasse Schlachthofgasse Tappeinerplatz Wieiandgasse Kärntnerstraße Nr. 41—85 14. XI. • Apothekergasse Domgasse Kaserngassc Lederergasse 47er-Platz Burggasse Emil-Gugel-Gassc Augasse Gerichtshofgasse Günther-Prien- Gasse Quergasse BeethovenstraRe Kaiserfeldgasse Viktringhofgasse Meilingerstraße Nr. 1—40 Spinnerei gasse Am Stadtpark Bahnhofstraße Bismarckstraße Petakgasse Röckenzanngasse Fischergasse Heugasse Kärntnerstraße Nr. 86—172 Lendgasse Uferstraße 15. XI. Allerheiligengasse Schmiderergasse Seitzerhofgasse Theatergasse Wiesengasse Brunngasse Luthergasse Obere Herrengass« Schulgasse Webergasse Hu go-Wolf gasse Nagystraße Burgplatz Horst-Wessel- Straße Kokoschineggstr. Sophienplatz Domkogelgasse Mellingerstraße Nr. 41—109 Kapschstraße Landwehrgasse Malthesergasse Mothergasse Roseggergasse Anzengrubergasse Duchatschgasse Gabelsberger. Gasse Schlagetergasse Schmidplatz lag der Verteilung Verteilungsstelle Vllf. Klosterg. 10 iVlädciien Volksschule Verteilungsstelle IX. Feldgasse 2 Magaalenen-Schule Verteilungsstelle X. Feldgasse 2 Magualenen-Schule Verteilungsstelle XI. Feld gasse 2 Magdalenen-Schule Verteilungsstelle xn. Feldgasse 2 Magdalenen-Schule Verteilungsstelle XIII. Triester-Straße 4 Verteüuiigsstelle XIV. Triester-straße 4 12. XI. Hebbelgasse j Kepplergasse ' Tauriskerstraße Dietrich-Eckartstraße Urbanigasse Unter-Rotweiner-Straße Wolfgangstraße Gellertgasse Ghegagasse Heizhausgasse Preglgasse Schützengasse Windenauer-Straße Nr. 1—65 Perkostraße T riesterstraße Arthur-Mallygasst Josefgasse 13. XI. Gabriel-Hackig. GamserstraBe Grillparzergasse Klostergasse Langergasse Ratzerhofgasse Satigasse Hans-Scheum. Platz Theodor-Kömerg. Asylgasse Brunndorferstr. Eisenbahngasse EngcrthstraBe Gneisenaugasse Ciründelgasse Wattgasse Brüder-Grimm- Gasse Hotschewargasse Windenauer-Straße Nr. 66—140 Eduard-Lind- Gasse Gornikgasse fosef-Kainz-Gassc Loserstraße Prinz-Eugen-Gasse Händelgasse Poberscherstraße Reichsstraße Bancalarigasse Berggasse Forstnergasse 14. XI. vAozartstraBe Hans-Sachs-Gasse Andreas-Hoferg. Gottschalkstraße Ober-Rotweinerst! Pucheltgasse Scheffelgasse Brahmsgasse Eschenbachgasse Kantgasse Lissa gasse Otto-Ernst-Gasse Reitergasse ühlandgasse Hnilitzkagasse Lenaugasse hindenburgstraße Nr. 1—50 15. XI. Arndtgasse Brucknergasse -ranz-Keilgasse T umergasse Weinbaugasse Znaimergassc Blüchergasse Heizhaus, Kämt-nerbahnhof und Vorbahnhof \\'aldgasse Fröbelgasse Magdalenengasse Mstozzagassc Eichendorfgasse Keltengasse Bahngasse Narvikgasse Friednch-L. Jahn-Platz Hermann^fisse Kirchei^latz Kurze Gasse Lessingstraße Richard-Wagnerst Hindenburgstraße Ni. 50—61 Werkstättenstr. Marburg — Süßere BeaslrRe Bninndorf: 12.-15. X. Gams: 12., 13. und 14. XI. 15. XI. Kötsch: 12.-15. X. Leitersberg: 12.—15. X. Lembach: 12.—15. X. Pobersch: 12.—15. X. Rotwein: 12.—15. X. Vier Verteilungsstellen: In der Knabenschule in Brunndorf Drei Verteilungsstellen: Eine Verteilungsstelle Im Heimatbundsaal, Gams Im Gemeindeamt I. Verteilungssfelle: II. Im Gasthaus Retschnik, (Gemeindeamt) für die Ortschaften Oberkötach, Pivola, Reka, Rogeis, Roßwein, Unterkötsch und Wochau Im Gasthof Schtruzl, PettauerstraBe I, für die Ortschaft Dobrava I. Verteilungsstelle: II. Im Gasthaus Wombek für Kartschowin Im Gasthof Stern, Tegetthoffstraße 11 für alle übrißen Ortschaften I. Vertellungsstelle; II. Im Gemeindeamt für Lembach Im Gasthaus Tomsche, Pickerndorf, für die Ortschaften Pickerndort und Eichendort I. Verteilungsstelle; II. III. IV. V. VI. VII. ,1m Gasthaus Riedl, ZwettendorferstraBe 27. Im Gasthaus Krenn, Fraustaudnerstraße 24. Im Gasthaus Papesch, Dammgasse 22. Im Gasthaus Löschnigg, Fraustaudnerstraße 22. Im Gasthaus Roßmann, Richard-Wagnerstr. 16. Im Gasthaus Marin, PettauerstraBe 34, Thesen Im Gasthaus ßoschitscti, PettauerstraBe 91 (nach bisheriger, ortsühliclier Einteilung). Eine Verteilungsstelle Im Gemeindeamt Marburg «. d. Drau, den 13. Oktober 1941< 6876 Das Wirtschafts- und Cmährung»ajiit B der Stadt Martwri; a. d. Drau 5citt 8 »Marbufrger Zeitung« 10. November 1941 Nummer 28v=i Stadttheater Marbnrg a.d. Drau Heute, MontaK, den 10. Nov., 20 Uhr Ringvorstcllung für die Wehrmacht MONIKA Operette in drei Akten von Nico Dostal Kein Kartenverkauf Morgan, Diiii*taji, den 11. Nov., 30 Uhr Ga&tspiei des Steirischen Landestheaters Vroni Marttitttr Schauspiel in 3 Akten von K. Franchy Mittwoch: »Mailame Butterfly«. nonii«r«4Äg: Ringvor^teHtm^ für die HJ. »Der Vo}i:eniätid{er«. Freitag: »Der Waff^nsobtniod«. Samstag: »iHonlkatc. Sonntag: Nachmittagsvorstellung: »M»d«ni« BitHvrffy«. Abendvorstellung: »Monika«. 8729 Verordnungsund Amtsblatt des Chefs der Zivilverwaltiing in der Untersteiermark von Nr, t bis Nr. 48 erhilttlch im Verlage der Marburger Orutkarai Narfrifrf «. cf. Orait. 6 IN CILLl bei der Geschäftsstelle der »Marbur-ger Zeitung«, Adolf-Hitler-Platz 17, Buchhand-uing der CilHer Druckerei IN PETTAU bei Georg Pichler. Aufnahme ständiger Bezieher bei beiden obangeführten Vertretungen und bei der Geschäftsstelle in Marburg Bezugspreis: F?M 1.25 monatlich. Der Bezugspreis ist Im vorhinein zahlbar. Wir bitten sofort nach Erhalt der Zahlkartcn um die Überweisung der Bezugsgebühr, damit die regelmäßige Zustellung nicht unterbrochen werden muß. Kleiner Anzeiger llinillinililllllllhmininniiiiiriiihiiiVi/iiliMiiliiihiiAiii i«4lei Wort kosici lü Rui j» f»ttK«^Kkto woti In Dtr WortDT«!« «tH bll '0 19 Buchstab^k I« Wort Mllirctbaii» (KMa«ortl 3? ?!>< titl SftlleimfiBch»» V Rot. Po» Zuaendann von Kennwonbrielen werdes SO Itof Porto l>«reeh«iet ^itseWen-ÄfltraWutilcHhif* Am Tt** wor Cnehefnen am l€ Uhf »Kt#!« «tnkii w» tttfi 4#» UhcH ja «Ii»'«««' RrielmnrkpBl inif»cnnniniefl Mtn(le*f»ehBh» 'dr ein^ Anri»!»» PM f lfgBsiiufdeiii9 Atitovtdkanlsteninfft- u.id Spritzlackierungswerkstätte, komplett eingerichtet, in Oberradkeraburg, Ist wegen Todesfalles zu verpachten, Anzufragen bei Frau Maria Pukschitsch in Oberradkers-burg, Untergries 8746.1 TrMchtig« Küh« bei Gasthof »Zur Traube« zum Verkauf eingestellt. Mild. 8745-1 iutau4eiiat9tuAi Katrfe Ombenhoh, Fichte, Tanne. Kiefer, Faaerholi, SchwftftHnge. M Plauts, Kärntnerstraße 3. 7488-3 Pferdefuttermuscheln, 2 Stück (womöglich aus Stein) und 2 Stück eisfrne Heukörbe su kaufen gesucht. AntrSge mit Preis unter »Pferdestall« an die Verw. 8738-3 Kaufe Stutzflügel oder Pianl-no und Radio. Unt. »Pianino« an die Verw. • 8736-3 Persianer Kragen, Muff oder auch Stücke, Icann schadhaft sein, zu kaufen gesucht. Unt. »Th. 100« an die Verw. 8732.3 Schwarzer Kleiderkastofi zu kaufen gesucht. Unter »Gut erhalten« an die Verw. 8731-3 Zu verkaufen ein Kasten, ein Bett und eine Psyche, Anzufragen Garns 133, von 16 Uhr weiter. 8757-4 Simmentalerkühe, hochträchtig und mit Kälbern, a»is allerbesten Vorarlberger Zuchtge-biet sowie Braunviehkühe ab Freitag, den 7. November verkauft Anton Hermann in Marburg, TegetthoffstraRe 38, bei Gasthof Wlachowitnch. 8603-4 DER CHEF DER ZIVrLVERWALTUNO IN DER UNTERSTEIERMARK _Dcf Politische Kommissar des Landkreiges Marburg (Drau). Zs.: S 117/2 Marburg a. d. Drau, den 6, November 1941. ßetrifft: Ungültigkeitserklärung. Belcanntmactiuni;! Fs werden folgende Bezugscheine, auf die Gemischtwarenhandlung Grahor in haal, Gemeinde Zellnitz a. d. Drau lautend, für ungültig erklärt: Bezugschein A Nr. H1/.507 vom 8. 10. If>-41 für 35) kg Kaffezusatz, ,, Nr. 5454 vom 25. 9. 1941 für 150 Stück Finheitsfeinsoife und „ Nr, 5454 vom 25. 9. 1941 für 150 Pakete Waschpulver. Gez. Töscher. DER POLITISCHE KOMMISSAR DER STADT MARBURG AN DER DRAU ____Ernährungsamt BeNanntmachuiifl Aus gegebener Veranlassung wird erneut auf die plakatierte Anordnung Nr. 15 betreffend Einzugsgebietsregelung der Molkerei Marburg und Milchablieferungspflicht hicgewiesen. Sämtliche Milchcrzeuger des Hinzugsgebietes sind danach verpflichtet, die in ihrem Betrieb gewonnene Milch an die Molkerei Marburg bezw, die von dort bestimmten Sammelstellen abzuliefern. Fs ist beobachtet worden, daß diese .Anordnunsj noch nicht allenthalben eingehalten wird. Deshalb wird hiermit letztmalig vor direkter Belieferung der Verbraucher durch die Erzeuger gewarnt. Die an die Molkerei oder ihre Sammelstellen abliefernden hrzeuger müssen mit Milchlieferungs-Karten (zu beschaffen von der Molkerei Marburg) versehen sein, die «tcts nützuführen sind. Verstöße ziehen Beschlagnahme der Milch und Bestrafung nach sich. Der Leiter des Ernährungsamtes Im Auftrage: Nltzsche. Elserner Tischsparl ird (nm^ weg^en Platzmangels zu verkaufen. HawHk, Kokoschl-neggallec 19. 8733-4 Verkaufe Stutzflügel, t Paar Ski, 6 Tische, mit Marmor platte, Billard. Färbergasse 7 ___ , 87.3S-4 Schöner, schwarzer Tisch, 4 Setsei günstig zu verkaufen. Pei^ostraße 8, 8759-4 Romane- Wissenschaft, Klassiker, alte Drucke, jugend-bücher, alles über Steier. mark usw. Anträge unter »lede Art und Menge« an die Verw. 875fl-4 iuHiieieH 0isi$dd Suche gufrnöbliertes, gemUt* liches Zimmer in CIIH. Separ. Eingang und Plieftwaaser bevorzugt. Zollinspektor Bo-belka. fesenkogasse 1.3, Zimmer 21. 9 Möbliertes Zimmer, mit separ, Eingang, im Zentrum, sucht iuhiger Marburger. auf Dauer. Inter »Technik ^8« an die ^erw. »73(Ve Zimmer mit Küchenbenützung, im Zentrum, eventuell teilwei. •e möbliert, bis 15. November 1941 gesucht. Zuschriften unter >Widibus 29196« an die Verw. 87.33-6 SMttaatmthi Hotelstubenmiidchen, Volksdeutsche, sucht Stelle. Geht auch auswärt«. Antr. unter »Hotelatubenmödchen« an die Verw, 8751-7 OiitM SiefUk Vor Elatlellune vo» ArbelU-kräftro muB e Zvttimnifiiif de« tii9liitili|ieD ArbeilMml»» einf[eholt wcrdcB. Ein Lehrjunge für Gemischtwarenhandlung wird aufgenommen. Anzufragen hei E, Gillich, Marburg, Triester-Straße 4. 8654-8 BUAG-KfMO . eranii H»uteU 18"0. ?lUbj Der Terra-Film ^rleaemann Bach Gustaf Qründgent, Eogefi KMpfer, Lina Lossen, Lone Koch Pär Jugendliche unter 14 Jahren nicht xugelatsen! 8937 Kulturfilm! Neueste deutsche Wochenschaul KULTURFILM • SONDERVORSTELLUNGEN: Montag, Dienstag und Mittwoch, 13.45 Uhr; REINBKC PUCHS Für Jugendliche zugelassen! Neueste deutsche Wochenschau! BSPLANADB Kemruf 25-29 l^eute 16 18*30, 21 Uhr Die Wien-Film zeigt PAULA WE8SELY Ein leben lang Kulturfilm; Neue Ufeton-Woche Nr. 5H2 Ewiges Werden Ptir Jugendliche flicht zugelassen! bl4C Bekannte süddeutsche Fabrik feiner Parfümerlen und kositietiseher ErzeugnlMe »neht für den Bezirk Untersteiermark Vertreter der einschlägigen Geschäfte, wie Drogerien, ParfÜ-merün, Friseure, schon für andere Erzeugnisse besucht, gegen Provision. Herren, welche diesen Voraussetzungen entsprechen und bei der erwähnten Kundschaft gut eingeführt sind, werden um ausführliche Angaben über Position und über ihre Vertretung gebeten. Angabe von Referenzen erforderlich. Angebote unter »Vertreter 6024« an die Verwaltung des Blattes. R74P kette Bedienerin, für mehrere Stunden täglich, wird aufgenommen. Dr. Platzer, Kloster-ßasse 12-1. 8734-8 Herren-SchneMerin wird sofort aufgenommen. Schncf-derin Supanitsch, Färbergasse Nr. 3. 8739-8 Kanclelkraft, mit perfekter Kenntnis der deutschen Spra. che, Stenografie und Maschinenschreiben wird sofort aufgenommen. Adresse in der Verw, «737-8 Braves, reinliches Mädchen, für einig» Stunden Hausarbeit, welches stricken und sticken kann, gesucht. Unter »Guter Haushalt« an d. Verw. 8741-8 Schmcrzerfüllt gibt allen Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß Ihr innigstgtliebter Gatte, Herr Hiclael Meizeiowifsck Bäckermeiiter am Samstag, den 8. November 1941 um 4.30 Früh nach schwerem Leiden verschieden ist. Daa Lei chenbegängnis des unvergeBHchen Dahingeschie denen findet am Montag, den 10. November 194! um 16 Uhr von der Leichenhalle in Pobersch fliif statt. Die hl. Seelenmesse wird am Dienstag, den 11. November 1941 um 6 Uhr früh in de Magdalena-Kirche gelesen werden. 8743 Die tlettranemde Qatthi Hilde. Bauhluaa: Nc I010'41 Im Handelsregister A III 315 wurde am 4. November 1941 bei der Firma Wortlaut: Brüder Golobi^ Sitz: Cilli Betriebsgegenstand: Gewerbe des Handelsagenten mit Landesprodukten folgende Änderung eingetragen: Infolge der Beschlagnahme des Vermögens der Firma wurde mr diese der Wirtschafter Herr Karl Socher in Cilli, Graf.Ulrichs-Weg 9 bestellt. _ j Firmazeichnung: Brüder Golobli. _ Mfiaäti fl# ' Der Wirtschafter zeichnet die Firma, indem er unter die f mwtm^ rggmoir pirmen-Stamplglle die Wirtschafterbestellungsstamplglio aut- drückt und eigenhändig seine Unterschrift mit Vor- und Zu-MHmen beisetzt. Der Chef der Zivilverwaltung in der Untersteiermark Der Beauftragte für die Durchführung einzelner rechts sichernder MaßnaJimen; Maler, und AnstreichergehUfc wird auf|:enommen. Jutersch-nig, Gerichtshofgasse 15. 8744-8 Entlaufen deutscher Schäfer hund mit Halsband und Mar ke, 5 Monate alt, hört auf den Namen »Rolf«. Abzuge-ben gegen Belohnung Tau-riskerstraße 36. 8756-9 8676 gez. Dully Bescfi/uss: Nc 1009/41 Im Handelsregister A III 139 wurde am 4. November 1941 bei der Firma Wortlaut: Franz Dobovifnik Sitz: Cilli Betriebsgegenstand: Gemischtwarenhandlung folgende Änderung eingetra5en: Infolge der Beschlagnahme des Vermügens der Firma uurde für diese tier Wirtschafter Herr Eriui Blechincer in Cilli bestellt. Firmazeiclinung: Franz Dobowitschnik, Manufakturwaren. Iiandlung, Cilli. ... irtschnfttr zeitlniut die Firma, Indem er unter die rinin.n-St