Laibllcher Zeitung. Nr. 184. Plänu me ration spici l: ^lüi Honiptolr gailzz. sl. !l, halt». N. 5.5». Für dieZuft!llllii<; ins Ha»« balbi.50ll. Mit bl.', Vost,iallzj.ft. 15, halbj.fl.?.5<<. Mittnwch, l2. Augnst Insert ionsgebühr bt? lo Zeilen: llna! N» lr., i!m.»»sr., »«!,l fl.;sl'»fi pr. .^cile lm. «lr., ^m,l.- . 3m. lU lr. u, s. w. ^iilcrlioiicfteilip^l !<.'tcl»in. «» l». 1888. Amtlicher Theil. A»cr Minister dcs Innern hat im ncncn Organis-">l>s dcr politischcii Behörden für das Köuiqrcich Dal' "Mien mm »int.- I. zu Stattha ltcreicoucipi stcn: dm Statthaltcrcisccrctär Eyrill Bortolotti unter ^orbchalt dcs ihm gebührenden hi'hcrcn Dicnstcharakters, ^» qniescirtcn Ssntthaltercisecrctär Bernhard Eosta-'"osscti, die Statthalterciconcipislen Anton Krckic "»d Dominik Ealvi, dcn Statthaltercitranslator Franz '^'rchzuayer, cndliä) dcn niedcröstcrrcich. Statthaltc-^lronccptsprarlicanteli Theodor ^ce; 2. zu Bez i l kscommissärcn : den Viecdclcgaten Julius Freiherrn v. Sonrdcau, ^e Krciseomissarc erster Classe Dr. Jakob Piui uud mc,»; Colombani, den Statthaltcreisccrctär Johann . Uxardo und den Prätor Matlnas Vnlat, sämmt-^ nntcr Vorbehalt des ihncn gebührenden höheren "'c>'stcharakters, dcu ^ Krciscommissär Petcr Mariu -°bic, dcu Finanzconcipisten Blasins Klcciach, dir ^latthaltei eiconcipistcn Constantin Galasso, Richard ..edcil uud Peter Freiherr» L j u b i b r a t i c v. Trc-^nc, dcu Statthalterei-Hilfsämterdircctious-Adjliucteu Manuel Budisavljcvi? v. Prcdor, die Prätnrs-^l'tn'tcu Bernhard v. Zainagna und Joseph Ma-!,'"ssi, dcu Prätnrsactnar Dr. Joseph Nagy, dauu ^ Eonccptspracticantcn Joseph Addobatti und Alois ^«rcati. Nichtamtlicher Theil. Flicdl'Uö- un> AriegNlachrichtclt. n. . Die Anwesenheit der Königin von England iu ^>s scheint zu ciucr großen Fricdcnsmanisestalion aus' ^ Mt zu werden, wie denn überhaupt das Wort se>!^ gegenwärtig in keiner officiösen Knndgcbung W» ^^ Königin vou England hat in ihren llntcr-I,.^'"^cu mit der Kaiserin Eugenic dringend die Er-t^ ">!g ^cs Friedens befürworlet. Achnliches wird be-^ ^ich ^^,, ^.h Stanley behauptet, der eine lange Icn ^^^'"3 uut dem Minister der auswärtigen Angc-d,c!^!^" schabt hat. In einem längeren Artikel über »in, ^ ^^' Königin uon England spricht die „'iT'pi-^, , nationale" die Vermnlhung aus, ^ord Stanley, "" vorigen Jahre so wirksam für oie Nentralisi- rnng Ln^cmbnrgs aufgetreten, werde seine Ncise in Deutschland dazu b.'uützcu, um die Idee eines europäischen Eou-grcsseS zu verwirklichen. Dagegen behauptet das „Journal oc Paris," die frauzüsischc Alliauzbcwerbuug habe sich nicht auf Holland, Vclgicu und die Schweiz beschränkt. Nach diesem Glatte hätte sich die kaiserliche Negierung vor allem au Spanien gewandt nnd u'on diesem sür den Fall eines Krieges volle Mitwirkung zugesagt bekommen. Bleibe Italicu neutral, wolle es Rom besetze», wo uicht, Z0-40.000 Mann in Tüditalicn ausschiffen. Aber anch mit Italien stehe mau auf bcssevem Fuße; Herr u. Äcust habe sich sehr rcscrvirt ausgesprochen. Oesterreich sei zn sehr vun scincr Neuorganisation in Anspruch genoiumcu. England sei durchaus llicht so gcgcu die vou Frankreich vertretenen Allianzen, die mit Belgien würde man im Gegentheile jenseits des Canals als eine Garantie für die Erhaltung des belgischen Vc-sWandes ansehen. (Das „Jourinil dc Paris" mag diese Nachricht allein vertreten.) El'glll dir UuMil'UNg Polcns. Die bekanntlich großpreu'^ische, daher polcufciudlichc „Weser Ztg." beginnt einen Artikel-Eyklns gegen die ^lnssifieirnng Polens. In dem ersten Artikel wird gesagt ! „Wir haben seit einem halben Jahre deu russischen Pertilgungökricg gegen die Polen sorgfältig verfolgt nnd wollen unseren Lesern aus der zuriickgehaltencu Geschieht, einzelne Bilder iiber die russischen Maßregeln vorführen, Maßregeln, die meist das Aussehen asiatischer Härte nnd Nachsucht an sich tragen und unbestritten in der Geschichte beispiellos sind. „Wir mögen viel gesündigt haben," sagte uns ein polnischer Edelmann, „aber eine so mongolische, grmisame Vehandlnng haben wir nicht verdient!' Und wohl hatte er Recht. Bisher hat sich überall in der Geschichte nur daö Gesetz vollzogen, das; ein cnlturlich höher stehendes Volk das niedere absorbirte, hier versucht es ein ticferstehendcs umgekehrt uud ohne vor den roheslen Mitteln zurückzuschrecken. Hieriu liegt eben stillschweigend das unfrei-willige Eingesiändniß, daß deu Nusseu die Waffe der Eultur gegen die Polen nicht zu Gebote steht. Sie werden ihr Ziel auf dem Wege roher Vergewaltigung der Muttersprache der Unterdrückten, die für jedes Voll das heiligste Bcsitzthum ist, uichl erreichen/' In dem Artikel werden hierauf alle in letzterer Zeit zur Nnssificiruug Polens unternommenen, unseren Vcscrn bekannte» Schritte aufgezählt. Zniu Schlüsse heißt es: „Wir glauben nicht, daß auf diesem Wege wirtlich dauerndes zu er- reichen ist, weil er den Kricgszustaud verewigt, den Haß uur noch steigert, während Versöhnlichkeit, Eultnr und crzwungcuc Ächtung vor ihr, uicht aber Furcht, den Russen die Assimilirnug der Polen allein möglich macht. Das gauze Strebe» der Nnsseu, die eultnrlich unbestreit^ bar tiefer stehen als die Poleu, widerspricht einem gc-schichllichen Gesetz und hat keine Hoffnung anf bleibende Erfolge!" Zur Eroberung lion Mgdnla." Jerusalem, 1>>. Juli. Als im lctzlvu dänischen Kriege die Preußen sich nntcrfiengen, das friedliche Son dcrbnrg zn beschießen, erhob im englischen Parlament der edle Vord Shaftcsbury seine Stimme, um seiner hohen Entrüstuug über diese „Barbarei" Ausdruck zu leihen, obschon znr gleichen Zeit ans Japan die Nach richt eingelaufen war, daß, um die Ermordung eines einzelnen Engländers zn rächen, eine Stadt von ^0.000 Einwohnern durch dic Vandslente des Gelüfteten in Brand gcschossen worden.. Der Engländer hält sich ein-mal vor aller Welt berufen, die Handlungen anderer Völker vor das untrügliche Gericht "seiner Meinung zn ziehen, uud es kommt ihm in seiner Eelbstvcrgötlernng selten in den Sinn, daß die nicht immer lauteren nnd lobcnswcrthen Beweggründe seiner Handlungen, und diese selbst, von andern ans ^icht gestellt und gerügt werden dürfen. Welche furchtbare Feindschaft sich der treffliche John Stnart Mill durch seine Anklage des Statthalters von Jamaica aufgeladen, ist bekannt, uud sciuc Uuerfchrockeu-heit dem Moloch der öffentlichen Meinung gegenüber ist nicht genng zn bewundern. Eo hat er iu jüngster Zeit dcu Muth gehabt, über die Einnahme von Mag-dala zu intcipellireu — ist ihm denn zn Ohren gekommen, daß Theodoros sich entleibt, weil er den „wortbrüchigen Feinden uicht iu die Hände fallen wollte?" Sir Robert Napiers Brief über diesen Punkt läßt eine Krilit zu - die aber in diesen Zeilen nicht beabsichtigt ist — derselbe Bericht aber schweigt begreiflicher' weise iibcr Thalsachen, welche einer ganz anderen sittli-chcn Entrüstung und öffentlichen Rüge werth sind, als die Ereignisse von Sonderburg und Tranteuau. Au die Gräucl des dreißigjährigen Krieges erinnern die von englischen Trnppen verübten Scheußlichkeiten bei 5er Eroberung der abyssiuischcn Bergvcsle! " Nchüliche Stimme» sind schiichtcnl in dcr englischen Presse laut ^'wordcii. 3>r Voewm-f, daß General Napk'r dml iliixig !lil'l)d»v dc» Vnlmg gebrochen hab.-, scheint jcdcnfcM grnüdluc« zu smi. ^oi,l«.u nnd lcinc Dichte»sm-slen. ^on Wllbclm Aitter v. 5'l'iisch, ^lsc,!'"^ uicin früherer Feslbcricht^ den allgemeinen »ir>^" Turnwg in Weimar sich als Vmwuif gcuom-«» t'^ ^^ -s nachträglich noch jener Pietät Ncchnnna, ^"Nli ^ ^^ i^^ ^'""' ^"' Menschenwürde, Men-l!t>»ci^ ">,d ^i^'l,c warmfühlendes Herz au jener knust-^>i ^ '^ Stätte empfinden muß, an welcher die größ-^ffci/ ^"tscher Zunge ihre unsterblichen Werke gc-^^lnw. s s" den Grundstein dcr Einigung, des Sich-^,1 ^ '^'hlcns deutscher Geister mit icgeu halse», dc-^>1 »,!^i s^. und herzerfreuende Wirkungen wir unter r^>h^ ^'^tigsteu, den gemeinsamen Geistes- und Bru-Mn s^ l'ekuudeudcu Gestaltungen, wic z. B. bei dem ^s^'"'NgvM» ^nthcrsesle, dem allgemeinen deutschen ^'w ,!,.'" drillen deutschen Bnndcsschießcn in Wien , „ Bo, ?/'ll"'t begrüßten. N ">g a'."""' in Dcntschlandö Gauen sich znr Stunde ,,,'Wt '.aM"a."'dcu Jubelhallc, von jenen begeistc-! ^tu,,? "' ""st- und Brndcrgrnßen, unter welchen "e, dclits,? "m"' ^" verschiedensten Zonen Deulsch-do« ^'^ Bl?st '^"' ^b bic Hände schütteln, von jc-belt ^'l Ial! "'^^'^! anschwellenden Sang und ^ied, ^' ""b ,^!s ' Ul oic ^üftc Deutschlands hinaufwir-V^des ? .^"' kurzen Augenblicken die Fellen des ^ - "schüt '"^"' öslcn'cichischcn Kaiserstad! in allen ^"^ vi^,-,^'' b'c vaterländischen .^crzeu angenehm 5 „> "'^ ten Flngclschlass österreichischen n»d "' l^.' und l?o d. Bl. deutschen Patriotismus gewaltiges uud schwungvoller gestalte» hals, von all' dicfcn erMicuen und erhebenden Gcfühlserregnngcn, von all' dssstn bcgeisternngcrfnlltcn Vcaustrebungen ucucr, im manigsaltigsten Gestaltilngs-Wechsel ab uud zu stets nuftanchcnden. echt deutschen Zielpunkte sällt ja ein ? öwcn a n < he i l u>oral i scher Urheberschaft auf unsere Geonnkcnhcroen Deutschlands zurück. Gerade iu dem stillen, reizenden Weimar haben dieselben ihr wclteroberndcs Wirken entwickelt, die leuchtende Fackel der Aufklärung gewaltig geschwungen nnd damit die Herzen des dcnt'chcn Volles znr Begeisterung für der Menschheit edelste u»d erhabenste Güter entzündet, sie zum Bewußtsein einer Stam-m e s g e n o sseuschaft c r,v eckt, die früher cug gc-gezogcueu Gesichtskreise der Dculschcn zur unendlichen Peripherie des W cltb ü r g c r t h n m s erschlossen. Ist es daher nicht ein schuldiger Tribut, wenu wir gerade in diesen Tagen, wo die Wogen dcntscher Begeisterung wieder in höherer Brandung sangen, das deutsche Vied in schärscrcu Acccutcn auf's neue wieder erschallte, in jcncr unbcgränztcn Verehrung nnd Dankbarkeit gerade jener gcistesgcwaltigcn Männer in bescheidener Kürze wenigstens gedenken, welche jene Bewegung mit schaffen geholfen haben uud zn deren Erinnerung uns ja eben die Betrachtung des deutschen Turntagcs, dessen Schöpfung zum Theile anch 'in ihncn wurzelte, dic natürlichstc und glücklichste Ucbcrgangsbrückc bildet! ? Beginnen wir unsere Nnndreisc durch das liebliche Weimar selbst. — Die Stadt, reinlich, hübsch, breit nnd sonnig, ist malerisch auf die fruchtbaren, mit reichem Eulturwcchsel im? besonders ausgedehnten Gehölzen unterbrochenen Matten Thüringens hmgewmfcn. Kein betäubendes Ge< rassel, kein Mcuschengctümim'l, wic ferne losende Bran- dung, schlägt au des Wanderers Ohr. Ncbcrall vielmehr Nnhc nnd Stille, als die wahren Symptome des friedlich ruhigen nüd gcmcsfcncn und dcnnoch gastlich zuvor kommenden Eharatters dcr Weimarer, wclchc vielmehr i» patriarchalischer Schlichtheit und Gntmüthigkeit ihr heiteres, familiäres Dasein fristen: in dieser wohlthuend antiken Nuhe der Sladtbevölkernng wähnt man ein Stück älterer Eultuiqeschichte, wic geweihte Sendboten jener classischen Zeit, in welcher Weimars Heroen von dort ans ihre beuchten in alle Welt erstrahle» ließen, an sich herantreten nnd gebieterisch ihren Pictätstribut einfordern zu scheu. — Zwar ist die dortige?uft nichts we» nigcr als vom Pcrrülenstaube frei, allein eben in dieser nngcsuchtcn Einfachheit, welche in Wort nnd Gebcrdc sich abspiegelt nud besonders bci der schönen Welt nicht durch jene modegeflügelten Bazars — Manien vcr-nnslaltet erscheint, findet man ein befriedigendes Ge^ geugewicht gegen jenes Anwehen einer gewissen Ncliquicn Atmosphäre. Eiu kurzer Spazicrgang führt den Wanderer durch alle Haupttheile der Stadt, in dessen Innern, ränmlict» ziemlich zusammengedrängt, die Denkmäler und Wohn-l,ünser Herder'S, Wicland's, Schiller's nnd Goethe's stehen. Ersterer hat sein Denkmal auf dem Stadt-platze, zunächst seinem eigenen Wohnhnnsc, der noch immer gleichem Zwecke dienenden Superintendent»!-. Sein Bild, aus Vrou;c, ist von edler Gestaltung; im Costume ftiucr Zeit lcr starb I8W) dargestellt, hält cr sein, gewissermaßen vom Denken etwas gebeugtes P>v ttiarchengesicht voll Niche, Milde uud geistlicher Würde iu forschender Stellung, als fordere er Philosophie nnd Weltgeschichte, deren inniger Verschivislernn,-, ja cbcn sein Hanptslrebcn galt, gebieterisch in die Schranken. Seine Rechte hält dcu im reichen Faltenwnrf entfließenden Mantel in seinen oberen Theilen znsainmcl^ 1302 Ohne den geringsten Verlust war die nicht aus Hindu, sondern aus Europäern gebildete Sturmcolouuc auf dem Felsen aufkommen. Den König fand man in seinem Blute liegen, Officierc umdrüngteu die deiche; nicht lauge hielt das Staunen an; einer fieng au, vom Hemde des Gefallenen ein Fetzchen loszunißcn und es zum Andeute» mit Thcodoros' Blutt zu tränkn, also-bald tl)aten cs ihm dic anderen nich, uud bald lag der König wie ein zerlumpter Bettler da. Die Truppen verbreiteten fich ülicr die Äurg, die Raublust erwachte; mau suchte zuerst nach der Schatzkammer, fand auch bald Schmuck und Kostbarkeiten; wilden Thieren gleich rissen sich dic Soldaten um die Schätze; Goldbarren, ja selbst Kronen wurdcu zerschlagen; was sich zertrümmern ließ, wurde bald tlcin gcmacht, selbst Bücher wurden zerrissen, Mobilicn zcrstückt, das Brauchbare ward eingesteckt, das Zurückgebliebene verwüstet. Damit nicht zufrieden, machten sie sich an die Todten; deichen wurden aufgegraben, ihrer Binden entledigt und untersucht, darnach auf die uacktc Erde hiugeworfcu; selbst die Leiche des Abuua ward herausgerissen und ihres goldenen Kreu;cö, das auf der Brust gelcgcu, beraubt. Die Wuth steigerte sich mehr uud mehr; mau überfiel dic iu großer Anzahl auf dem Felsen verwahrten, meist vornehmen Frauen uud Mädchen, riß ihnen die silver nen Halsketten, Arm- uud Iußspangen weg, ja selbst die Kleider vom Lcibc, und weidete sich in viehischer Lust au dem Anblick der wehrlosen Gcschövfc, an welchen nun Schandthaten verübt wurden, die nicht zu nennen find. Die königlichen VorrathShäuscr, iu welchen der Honigwein aufbewahrt war, wurdcu von dcu Offi-ciercn in Beschlag genommen, die sich daran gütlich tha-ten und uur als schwer Betrunkene davon abließen . . . und so wäre leider noch manches auzufühivu, aber cS sei an dcm Berichteten genug. Die Kunde von den am Tage nach dem höchsten Fest dcr Christenheit vollbrachten Scheußlichkeiten hat beim nbyssinischen Volt einen für die Engländer höchst ungünstigen Eindrnck hinterlassen; das hat nicht vicl geholfen, daß die Festung dem Fclsbodcn gleich gcmacht worden, es werden in Jahresfrist und für Mcnschenaltcr hindurch Hundertc von lebenden Zeugen dcr moralischen Niederlage von Magdala im Lande sein. ViS jetzt halten die abyssini-schcn Ehronikcn von ähnlichen, nur von Mohamcda-nern verübten Unthaten berichtet; wie traurig ist es, und beschämend zugleich, daß nun dasjenige Volk solcher Gräuclthatcn beschuldigt wird, welches sich doch am weitesten fortgeschritten glaubt, und sich so gern mit seinen hnmancn Gruudsätzcu brüstet? (A. A. Ztg.) Einc Tragödie in Nochinchina. Mit dcr ncns-stcn Post ist aus Eochinchina dic (telegraphisch signalisirtc) traurige Nachricht eingetroffen, daß dcr 25 Mann starke französische Posten von Rach-Gia, an dcr Grcn;c dcr Colonie, von einer Bande anamitischer „Rebellen," die mindestens l000 Mann stark war, überfallen, nnd bis anf cincn einzigen Mann niedergemacht worden ist. Dic „Rebellen" waren nm drei Uhr Nachts nnvcrmuthct durch ciuc schlecht versperrte Thür ins Fort ciugcdruugcu und hallen dcr znm Theil noch schlafenden Garnison dcu Garaus gcmacht. Der Lieutcuant nnd einige Soldaten setzten sich mnthig, aber vergebens zur Wehr. Der einzige Ucbcrlcbcndc entschlüpfte unter dem Schutze der Nacht und barg sich in dem nahen Gestrüpp. Sofort erging von dem Gouverneur Cochiuchiua's dcr Bcfchl, die Rebellen zu züch< tigcn und aus dcr von ihncn eingcnommeucu Stellung wieder zu vertreiben. Ein aus Franzosen und Eingebor-neu gebildetes Expeditionscorps brach auf, unter dem Befehle des Frcgattcncapitänö Ansart und vertrieb den Feind am 21. Juli aus Nach-Gia, nachdem derselbe bci-uahc sämmtliche Waffcu uud viele dcr Scinigen verloren hatte. Auf Seite der Franzosen wnrdcn zwei Soldaten verwundet und ein Eingeborener getödtct. Der Fall steht, wie der „Monitcur" versichert, ganz vereinzelt dar, uud nach wie vor herrscht iu dem übrigen Laudc vollkommene Ruhc. (?) Die eingcborncn Milizen sind überall freiwillig zusammengetreten nnd liefern an die französischen Behörden dic versprengten Rebellen ein, die sic cinzufangcn Gelegenheit haben. Oesterreich. Wien, 10. August. (Das Agramcr Gene- ral commando) wurde aufgelöst, Gablcuz erhält eine andere Bestimmung. Prag, 10. August. (Die Vertreter des feudalcu Adels) habcn durch cm Circularschrei» beu die Partei aufgefordert, den Landtag nicht zu be-schicken. /- Trieft, 10. August. (O r i g. ^ C orr.) Der Herr Statthaltcrcichcf hat bereits alle LandcSbchördcn cmpfangcn; anch dcr Mnuicipalralh m <'<>l'i><,,',> mit dem Podest!» Hcrrn Dr. Porenta an dcr Spitze, machte vorgestern dein Herrn FML. o. Möring seinc Aufwartung. Der Herr FML. nahm die Stadträthc herzlich auf, richtete au sie schmeichelhafte Worte, versicherte, die Rechte dcr italienischen Nationalität vollkommen an< erkennen zn wollen, fügtc abcr im entschiedenen Tone hinzu: daß er nic und nimmer duldcu werdc, daß jcuc Rechte Scparationsgedankcn crzcugcu würden, die in keinem Falle sich verwirklichen tonnten. Nachdem die Herren sich verabschiedet, wurde Stadlralh Hcrmet ersucht, behufs einer besonderen Unterredung bcim Hcrrn Statthaltcrcichcf zurückzubleiben. Die Uutcrrcduug dauerte längere Zeit; w e l ch c n Gegenstand aber oiefclbc betraf, darüber verlautet kein Sterbenswörtchen. — Dic Stadträthc Ritter Tomasini uud Oberstaatsanwalt von Pagliaruzzi sollcu ihr Maudat uicdergclcgt habeu. - Anläßlich dcr Geburt des Kronprinzen von Griechenland wurde gcstcru Vormittags in dcr hiesigen griechischen Kirche ein feierliches Tcdenm abgehalten, welchem anßer den Vertretern der gricchischcn Colonic auch die Eonsulu von Griechenland, Nußland und Dänemark, viele Eapitänc hellenischer Fahrzeuge, zahlreiche Mitglieder dcr gricchischcn Eolonic, sowie der Herr Baron Rc-uoltclla, welcher soeben mit dcm griechischen Erlöserorocn ansgezcichnct wurde, beiwohnten. Am Nachmittage fand aus dem glcichcu Anlafsc im „!!<>!. l » Staate. Uebrigens bestehen die Unterhandlungen, vo» denen dcr Minister gcrcdct hat. Graf Sartigcs ul>d Cardinal Antonclli hatten, wie versichert wird, bereif im vorigen Monat Bcsprechuugcu darüber. In Pal>6 gcht man von dcr Ansicht ans: der Papst verkenne dic ullercigcnsttn Interessen der Kirche, wenn er, in eiiw' Zcit dcr Transattion wie die gegenwärtige, daran dcnle, den Staat irgendwie von dcm Concil auszuschließen Und was antwortete man hier? Man denke nicht dal' an, die Fürsten vor den Thoren zu lassen, möchte abc» vor allem audcru wissen: ob diejenigen, welche dcü> Concil beizuwohnen wünschen, alles das zu ihrer Pftlw zu macheu gcucigt scieu, was die Souveräne dcS ^> Jahrhunderts zur Wahruug dcr Privlcgicn der Kir^ als Oblicgcuhcit ansahen. Bei aller Schroffheit dn Gegensätze wird man sich verständigen, denn dcr Ci'w muß alles daran licgcu, daß die Beschlüsse des Con^ iu Frankreich angenommen und als Grundlage des kl»'!' tigen öffentlichen und kirchlichen Rechts angesehen ^ den. Hier glaubt mau. daß dic übrigen katholisch^ Mächte, Italien inbcgriffcn, denselben Wcg gehen >""/ den, auf wclchcm Frankreich vorangeht. Iu dcr gw während sich ans seiner Linken eine halbgeöffnete Papierrolle herabsentt. Im südlichen Stadttheilc ist Wi eland's Slatnc. zienllich fcrn feinem, in des Theaters nnmiltclbarcr )iähc gelegene« Wohnhaufc postirt. An deren Aublick fesselt sich unfehlbar der Eiudruck des Heitern, dcr gehobenen Munterkeit; dicsclbcn schneidenden Gegensätze, welche Herder's und Wicland'ö Werte in Anlage, Form und Geist anscinandcrhaltcn, spiegeln sich getrcn in dcrcn Bildergilsfcn wieder. Während Herder's Standbild die Stirnfalten des Bcschancrs unwillkürlich wie zum zwingenden Denken zusammcuzicht, glättet selbe unbewußt der Anblick Ni eland's zum heiteren, tändelnden Oedantenspiclc; ja, cö scheinen dcm Erze gleichsam jetzt nnd jetzt die lieblich neckischen Oberon'schcn Phan-tasicgcstaltcn in Fleisch und Blut zu entspringen, nm des Beschauers Sinn im munteren Reigentänze zu umstricken. Mit Schwung hält die Rechte dcn Griffel, als werde sie gleichsam vom himmclstürmendcn Sonncn-flngc seiner humoristischcn Phantasie unwiderstehlich mit nach oben gerissen; aus dcr breite«' Stirne spricht Geist, aus den Augen Witz, auS dem Ensemble dcr Gcfichts-züge die heiterste Bonhommic. Täglich, ja nahezu stündlich führte mich mein Weg am Thcaterplatzc vorüber, und stets und neu fühlte ich die Ferse an dcn Boden gewurzelt, wenn mein Blick auf die Bruderstatue dcr bcidcu deutschen Gcistcstarya-tiden zu weilcu kam. Eine schönere Leistung hat die Sculptur- und Gnß-llinst kaum auszuweisen, und es kann als ciuc besonders glückliche Fügung bezeichnet werden, daß die Kunst gerade dem größten Dichtei paare deutscher Zunge ihre schönsten, erhabensten Blüthen gespendet hat. In Schiller'S Wohnhause zeigt man einc Doppcl- statuc Rauch's iu Gips geformt, welche die beiden sich nmschlnngen haltenden Dichtcrdioscnrcn: Goethe und Schiller im cmtiM Eostüme darstellt. Ihr ent gegen entwarf Rictschcl jcnc Dichtertypcn in ihres Zeitalters Tracht. Dcr gcsuudc Geschmack siegte nnd Rietfchcl griff mit seinem Eutwnrfe durch. So kam jenes Denkmal zn Stande, einc Zierde Deutschlands, einc Frcnde nnd Augenweide dcr Menschheit. Der Guß stellt die bcidcu Dichtcr im edlen Wctttamvf dcr Bescheidenheit dar. Goethe, mit seinem Iupitcrhauptc, frei und kühn, uicht ohue Bcig efch mack eines fcharf acccn tuirtcn „Ich" in die Welt hineinschauend, legt seine linke Hand anf die rechte Achsel seines Gcnosscn und sucht mit dcr Rcchtcu dcn Lorbccr-tranz in die Hand Schiller's zn drücken. Dieser jedoch verhält sich abweisend und hestct in halbvorgctrctcucr Stcllnng, wie das Symbol ewiger Gcdantenjugcud, muthig uud lustig den Blick ctwaS mehr nach oben, als snchc er seinen Ruhcpnntt im Reiche dcr Ideale, um sclbc auf dcm iu seiner,Linlcn getragenen Papierc dcm Lcbcn zum Nutz uud Frommen dcr Mcuschhcit zu vcr-schwistcrn. - Goethe, mit seinen cifengchauenen Gc-sichtslinicn, gekrönt von c'ner olympischen Stirne, umwallt von einem üppigen, schönlinigen Haarwuchsc, seine markigen Körpcrformcn in ein aristokratisches StaatS-klcid gebannt, vertritt die realistische Gedankentiefe, das hcrcmsforderudc Siegeöbcwußtsein dcr' Wahrheit; ihm znr Seite ruft Schiller mit seinen scharf pointirtcn Gcsichtszügen, nach rückwärts fiichendcm Scheitelhaarc. länger gezogenem, offenem Hälfe, seinen gestreckten, in bnrschikose Bürgcrtracht gegossenen Gliedern, offen uud frei das: „Seid umschlungen Millionen!" in die Welt hinein, als wollte er sie an sein hochgcschwclltes, mcn-schcnlicbcndcS ftcrz drückeu. ^ Den Gedanken so in das Erz 'zu bannen, cs so zuin Dollmetsch der tiefsten, reinsten Mcnschcncharaktcristit zu machen, ^ räth fürwahr des künstlerischen Schaffens nreigei'!" ^ göttlichen Bernf! — .^ Dcr nächste Touristeubesuch gilt in dcr ^, Schiller's Hause. Dcr Magistrat Weimar^ ^ dasselbe käuflich cnvorbeu, defscu crstcu Stock, die ,^,, maligc Wohnung von Schiller's Familie, dem 60" der Schillcrstiftung zur Disposition gestellt, die ^" erdigen Localitätcn jedoch an Hcrrn Lobc mit der <.< pstichtung vcrmietbct, dcn Fremden Schiller's 2^ nnd Stcrbcstüttc zu zeigen und für dercn IntactlM ^ entsprechende Obsorge zu leisten. — Schiller'S Al^ >.. Schlaf- nnd Sterbezimmer befinden sich im zweiten ^ ^. Daruutcr scssclt zumeist Herz und Sinn daS lc^ Malerei und Einrichtung sind vollständig sslcich6 ,'s ben. Unter letzteren fällt dcr historische Ofen, S^^ kleines Qucrclcwier (Spinctt), die, italienische """^sse" ten zumeist behandelnde Bilder-Garnitur ""d . ,cy' uackt hölzcncr Arbeitstisch vorweg in's Augc. ^'^-chel, tcrcm, mit einem durch ciuc Kurbel, in recht P'" ^„lte jetzt nie mehr antrcffbarcr Weise, aufdrehbar"'^^0-verschen, liegt ein Originalbricf Schiller'S vo'N l'- el bcr 1782, an seine Schwester gerichtet, in ""^lcl mit schöucn, rührenden Worten nnd in "'^^iil> Diction von ihr und dcn übrigen Gliedern scl"" ^ s^ zur Zcit Abschied nimmt, als er sich bcmuM ,sM Stuttgart heimlich zu verlassen, um den verlculM . ^ bei Hof gegen ihn gerichteten Anschlägen zn " ^^ e>" zu cutsiichen. Ebenfo ziert die benachbarte 2^,1^ von Schiller's Hand gelegentlich dcr erste" ^ ^^e' geschriebener Theaterzettel zu Wilhelm ^eu. , sc>> schon ein Gyps-Aoguß vou Schiller's ScY^ M herrliches von Hofrath Iagemann angefcrtlg ^ a morbrustbild, seine Thectassc, Tabakdose "- '-^H regende und interessante Zuthaten, so g'p" 1363 men Druckerei dcs Quiriuals wird inzwischen fleißig an dcii! Satze der Vorlagen für das Concil gearbeitet. Vrlssrnd, 4. August. (Ernste Beweg uugcu >n Epi rus und Thcssal icn. — D ic griech ifchc Opposition und Bnlga ris. — Der türkische Gesandte hier.) Die Welt spricht viel von den bulgarischen Banden, die, mit geringer Ausnahme, fast gänzlich aufgerieben und zersprengt find, und bekümmert nch gar nicht lim die Vorgänge in Epirus und Thcssa-ucn, wo zwei ziemlich starke Banden, trotz zweier Ge-fechte, die sie mit Halim Pascha zu bestehen hatten, den Vodcu bchanptct haben, und gut organisirt, wie sie sind, jedenfalls der hohen Pforte uicl zu schassen geben werben. Eine Bande zeigte sich auf deu Anhöhen bei Oxias, und stieg darauf iu den Engpaß von Klakonion herunter. Da erreichte sie der Muschlr Abdi Pascha, und lieferte ihr ein Treffen. Das Terrain war für dic Entwicklung der regulären Truppen (Albauesen) sehr uu-gnnstig und diese mußten mwcrrichtetcr Sache abziehen, nachdem sie 7 Verwundete nnd !) Todte auf dem Schlacht-fclde zurückgelassen. Gegen den 1l'>. Juli faßte beim Dorfe Nantina der berüchtigte Nizo Stellung, nnd hatte "üt ciner ziemlich großen Truppe uutcr dciu Befehl dc" Opfern Nciz Aga einen Strauß auszutämpfcu. Der Vandcuchcf wurde zwar gcfaugcn genommen, aber die Insurgenten bchnuplcten doch ihre Stellung, trotz der ^entheiligen Versicherung der officiöscu „Turqnic." ^ll c^istirt zwar noch eine dritte Bande, die auf ciueni geraubten Schiffe bei Mazoniata im Prcocscr Kreise Endete, aber trotz der eifrigen Nachsnchungen, die der ^cneralgouvernenr Ahuied Nassim Pascha anstellen ließ, konnten diese Insurgenten noch nicht entdeckt werden, wahrscheinlich organisircn sie sich im geheimen in den Do'rfcvn. Das find unerquickliche Dinge für die Pforte, "nd es läßt sich begreifen, warum diese 18,000 Mann ^nippen in Thessalien nnd Epirus conecntrirt werden. ^>u Constantinopcl beschuldigt man die griechische Oppo-Mion, welche die Banden geworben und über die Grenze ^schickt haben soll, um den Vnlgaris, welcher der helle-"'scheu „großcu Idee" wenig Rechnung trägt, unmöglich ^l Macheu. Ob diese Beschuldigung gegründet ist, lass' A dahingestellt sein. — Der türkische außerordentliche gesandte uerläßt heute Belgrad, uachdcm er eine zwci-^timdige Coufcrcnz mit der Regentschaft gehabt. Er ^t allen Grund, mit seiner Aufnahme hier zufrieden z» sein. Hassesneuisskeiten. Verhaft««», dcs Fürsten Kaiageorssievics. Ueber die Vc> hastung des Fürsten Alexander Kara- ^lqilvics in Pcs! weiden von den dortigen Alältern unterm ' August folgende nähere Mitheilungen gemacht: . Heute Nachmittags 5 Uhr wurde der serbische Exsürs! ^lezander Karageorgievics in Folge Beschlusses des Pester °dti,che„ Eriminalgcrichlcs nnd ans Grund lines ordnungs- . u'a, ausgefertigten Vcihastungsbefchlcs duich den sud< .^uirtcn Obcrsladldauptmann Herrn Karl Polgar, wclcher von ^>M (iriminalgcrichlc-bcamlcn begleitet war, in seiner Woh- ""i> >n der Hochstraße verhaftet und nach der Karls- ^lnc gd)^ich^ ,Do für ihn benils ein Zimmer hcracrich- ^l war. ^ Der Fsilft steht unter militärischer Bewachung. Schon l 14 Tagen hat daö Eriminalgcricht auf Grund der Unter» Z^chtuug ^,^ Gefühlswelt dcs Besuchers bei dem ^'ullek von Schiller's Sterbebett, in welchem ^, ""' ^ Mai 1,^0s> seine große Dichterscclc aushauchte; ^ ^?l)r ciu crhabcucr Nlomcnt, welcher nnter den jetzi-^, ^^gcuosscu uur inchr in den matten, verschwommenen l) .^eu scincr noch lebenden Tochter Emilic Gleichen ^lm ""'' ^""^l vor der Seele schwebt. Daö enge linisp , "l' Elches dereinst die geweihten Reste des s,^' '^geisterten Mannes umschloß, grinset dem Vc->n d! -!^ ^lM'cr ^cdc jetzt entgegen und beherbergt nur ^ain^? oder jenem schattigen Winkel einen verwelkten ^iuc,- > ^'^""ilc Pietät den Manen Schiller's weihte. Atari, ^'^bcn birgt die höchst sinnige Inschrift der Seemann, jetzigen Fran Nicmann: "Um dich zu preiscn, wir ich'6 mrilie, ^ , Müßt ,ch, wie Dn, cin Schiller sei»." ^en^" 'st der Zutritt zu Goethe's Wohnhaus den sclbcs lmwchrt. Die deutsche Bundesregierung, welche ferine >" ^^ueingutc gauz Deutschlands machen wollte, von ^N s^" ^rbeu Goethe's die sehr bcdcutcudc Summe l>en ^,', Thaler; die Erben spauntcn ihre Fordcrun-llNglciH , ^ ^lbc gegenwärtig bereuen sollen - noch ^^'ch b"<- "'^ ^^ Verhandlungen zerschlugen sich. n^dcv^lW kleinliche Vcranlassnng. welche hier r^" sich? "' uur selbst zu kleinlich dünken würde, fan-l "^schaft^ ^'^^ Goethe'S, deren einer bei der Gc-'lh l'csli,,.'" ^"liu, der andere in Weimar lebt. plötz-" 3tt,^ ^ zum Merger und Verdruß der Mitwelt H?"' und n" ^"^ll in Goethe's Hans uud Garten 5^ehru„„ "' ^ unerbittlich abzuschneiden. — Gleiche '^'l Parkes'! ^'^ ^em Besuche dcs in dem licblich-^lbeitölia . ^"'uar's malerisch gclcgeueu Sommcr- (Fortsetziiiis! fol^t) suchungsacten line Bewachung beS Efflitslen für nothwendig eracktet und wurde dersdde in der That iVichcr durch lDigaoe der sladlischen Licherhnlsbehörre >» unauffälliger Weise im Äu^D gehalten. Alezaooer Kaiageorgievics hat seither nur 'i»mal einen kurze» Spaziergang i» der Stadt gemacht, wodci er natürlich bewacht war; a/stlln Abends wollte der (5'jfülsl — welcher eine Handtasche mit sich fschitc — aber« mals ausgehen, wurde jedoch von oern wachehadenden slüd-tischen Commissär gljragt, wohin ct gehen wolle? Der Cfsürsl gab an, »ine Piemrnade in die Stadt zu machen, worauf der CommisjÜr bemerkt»', dafz er ihm in diesem Falle auf dem Fnßc solgcn werde, ssaragculgi^oicv wollte dies nicht zulassen imd zo,) es vor, in seiner Wohnung zu kleiden. Fast täglich hielt der EMrsl eine lange Unterredung mil dem hiesigen Aouocalen Herrn Alexander Funtak, dem rc die Vertheidigung seiner Sache vor dem Gerichte üdcllragen hat. Betannllich lag tie Absicht vor, den slädlÜchen Cri-minalobeifiscal, den Untelsuchnngsrichter uno einen der serbischen Sprache knndigen Gelichtsactuar nach Belgrad zu entsenden, um doit C'rhcbungen für das hier dulchzujllhiende PloM'0erfahren zu pflege',. Von dieser Mission ist man spatVr abge^ai,gln und ist dafür der Pcäsioei't eines se>-biscden Gerichtshofes, Heir ^azarievic^, vor einigen Tagen hier .ingctrosfen, der sich mit d,m städtischen Criminalgerichte ruclsichllich des Procisscs in dem Fiustenmorfte in Velbin-dung ges.tzt hat. Wahrscheinlich ist die Verhastung des Effllcslen Karagkorgievics in Folge dei, A>,w.scnh.it des Hecrn ^azauevics und des gestrigen Promenadevclsuches ein Act dlm 1s. August dieses Jahres tlitt nnc Sonnei'sin-slerniß ein, welche duich glückliches Zusammentreffen der Umstünde zu der wichtigsten wird, die jemals die historischen Zeiten gesehen. Dic Umstände, deren seltenes Zusamnun» treffen dic bevorstehende Erscheinung zu einer so ausgezeichneten machen, sind folgende: Bekanntlich wandeit die Erde nicht in einem Kleis?, sondern in einer Ellipse um die Sonne und lommt derselben im Laufe eines Jahres zeitweise einmal näher und nach sechs Monaten wieder ferner als sonst. Wenn sich die Clde in ihier Sonnennähe hefindlt — was in unseren Zeile:, im Monat Jänner der Fall ist — so erscheint natürlich die Sonncntugcl etwas vergrößert.' wenn die Erde in der Ton« nenferne steht — im Monat I»li — eischeint die Sonnen-lugel etwas vertleincrt. Nicht minder bekannt ist es, dah auch die Nahn des Mondes um die Erde eine Ellipse ist. Der Mond ist bei seinem Umlauf in jedem Monat einmal der Erde etwas nähcr und einmal etwaZ entfernter. Die Folge hiervon ist, daß für unser Auge auch die Mondtugel einmal etwas grohrr, einmal etwas kleiner als in der mittleren (intfeli'ung erscheint. Dieser Umstand hat einen wesentlichen Einfluß auf die Größe und die Dauer r>on Sonnenfnistcrnissen. Die Sonnenfinsternisse cutstehen dadurch, daß der Mund, nxnn er in slinem Laufe gerade zwischen Erde und Sonne steht, uns ein Stück oder gar den ganzln Umfang der Son»cukugcl verdeckt. Da lommt es denn sehr darauf an, wie nahe oder wie entfernt iu solchcm Momente j.der der zwei Himmelskörper von der Eide ist, und wie groß oder wie klein der eine oder der andere erscheint. Ist uns in solchem Momente die Sonne am nächsten »nd rcscheiiN uns als g>oße Kugel, während der Mond in der Erdferne sich befindet und jline Kugel tlein erscheint, so vermag die Mondkugrl unter leinen Umständen die ganze Eonnenlua/l zu vlrdccken. Es bleibt günstigsten Falles immer noch ein Stück Eonne»-ra»o sichlhar, so daß die Fmstcrniß nur eine liiigsülinige ist. Dies z. N. wird am 11. Februar 1809 der Fall sein, weil da die Sonne wegen der noch starken Nähe groß. dagegen der Mond fast in der stärksten Erdferne stehend, nur als llnne Kugel ecschmit. Wenn aher das Umgekehrte stallfindet, wenn in der Zeit liner Eonnenfinslernib die Sonne in r.'r größten Ferne, der Mond in der gröhlen Nähe zur Erde ist, so verdeckt die Mondtugel die ganze Sonnenscheihe und auch noch ei» Stück über den liiaud hinaus und die Finsterniß ist eine totale und lang andaucuidc. In unsere» astronomischen Lehrbüchern wiid man die Angabe finden, daß folch' eine Finstcrnih an süns Minuttn dauern lann, was man schon als das höchste Zeitmaß einer solchen betrachtete. Dir Sonmnsinstelnih jedoch, welche am 18. Augusl onses Jahres eintreten wird, g punlt dcs Mondes und der Mittelpunkt der Sonne in ciner gnaden Linie liegen. Der Schitlen des Mondes läuft daher über den Aequalor der Elde hin. Dies adec hat eine dreifache Folge, welche zusammenwirkend das Naturphänomen zu einem höchst glänzenden macht. Die erste Folge hievon ist, daf; dcr Schalt.',, des Mon' des die möglichst größte Strecke auf dec Erve durcheilt, da der Acquator der gröhle aller möglichen Kreise auf dcr Erdkugel ist. Die zweite Folge ist, dah ein Äeabachter, drr sich zur selben Zeit der Finstelnih auf dem Aequator befindet, dem Monde ein Stück näher ist, als auf jedem anderen Punkte der Erde und ihm al>o die Mondtugel noch größer als sonst wo erscheint. Zwar »st er auch der Sonne um dasselbe Siück näher, und dies vergrößert denn auch den scheinbaren Durchmesser der Sonnenlugel: allein die Sonne, die an 20 Millionen M.ilcn entfer»! ist, wird durch di.sc geringe Annäherung des N^obachtcrs nur unmerllich vergrößert, während aus den Mond, der nur 50.000 Meilen entfernt ist, dies Stückche» Annäherung schon sehr beträchtlich wirkt. Eine leichte Rechnung zeigt, daß die vergrößernde Wirkung aus die Mondlugcl 400mal stabler ist, als auf die Sonncnkugel, weil uns der Mond a„ 400mal näher ist als die Sonne. Da aber die Größe der Verfinsterung von ocr scheinbaren G,öhe der zwei Himmelskörper abhängt, so folgt daraus, daß die Verfinsterung für den Äcobachter, der sie über sich im Zenitt, siebt, auch dusch oi'scn Umstand wesentlich ve>stärkt wiid. Die dritte Folge wirkt aber in gleichem Sinne. Die Finsterniß nämliH nimmt wie der Lauf dcs Mondes ihrcn Weg von Westen nach Osten über die Erdoberfläche. Die Erde selber, wclcke sich gleichzeitig um ihre Axe dreht, läuft gl.ichfalls denfelbe» Weg von West nach Ost und rennt gc-wisscrmassen der Finsterniß nach, wodurch die Zeitdauer der Finsterniß sich vergröbert. Da aber am Aequator der Erde dics.s Nachrennen am allergrößten ist, wird auch hierdurch oic größtmöglich«' Zeitdauer rcr Finsternis» erzi'lt. Dieses merkwürdige Zusammentresfen günstiger Um« sländc bewirkt, dah die Zone der totalen Ve,finsterm^ i>, der Länge cimn Naum von fast 2000 Meilen und in dec Vnite einen 3laum von 30 Meilen einnimmt. Die Dauer oer Verfinsterung steigt an Orten, wo das Phänomen die höchste Stufe e^icht, bis auf 0 Minuten 50 Secunde», eine Zeitdauer, wie sie glcich groß in geschichtlichen Iahrtau^ senden nicht volgrlommen ist und in allen bcnchmtrn Fin-slrrnissen nächster Jahrhunderte nicht statt haben wird! — Se. t. k. apostolische Majestät sind Sonntag Morgens von Ischl in Laxenburg angekommen. — Se. Majestät der Kaiser haben dcr reformirten Gemeinde zu Tokay zu Kirchen- und Schulzwcckei» 400 GuI» deu ullergnädigst zu bewilligen geruht. — (Pc r so n a l >i a ch r ich t.) Se. Excellenz der Herr Reichskanzler Fr richtcr Joseph Po trato, für Kronau den Äczirlsgc-richtodjnncten Franz Vcrbic, für ^aas den Bezirks-richter Joseph Wcrdowaz, für Lack den Aczirlsrichtcr Georg Lcvitschnig, für Littai den Bczirtsrichtcr Joseph ^ogcr, für Mottling den Vczirt'sgcrichtöad-jnnctcn Gustav Elöncr, für Äiaffcnfnß dcn (ÄcrichlS-adjunctcn Peter Veuizhnit, für Ncumarttl den Bc-zlrtölgcrlchtsadjnnctcn Dr. Joseph it c r st ein, für Obcr-^aibach den Bczirtsrichter Alois M nlIey, für Planina den Bczntörichter Anglist Urbaö, für Nadniannsdorf den ÄczirkSrichtcr Joseph ^ach, für Ratschach den Ve> zirtsgcrichtöadjnnctcn Anton Na ab von Naben an, für Reifnitz den Vezirksrichtcr Valentin S ch n stcrschitz, für Sciscnberg den Äczirlsrichlcr Johann ^ ape ine, für Stein den VcznkSrichtcr Johann Elsncr, für Treffen den Be^irkörichtcr Franz Olnachcn, für Wcixellmrg den Bczirtörichlcr Johann Roth, für Wippach den Bezirksrichter Nikolaus Mooö. — Ueber den in unseam gestrigen Blatte erwähnten Fall drdamllichei Nobhlil einiger Lanoleute zu Nvbica, wo» durch c'xigc l. l. Officiere detroffen wulde», sind wir in der Laq,', nachstehendes zu derichten: Am 2. d. nach 10 Ubr Abcnbs dcgaben sich 5 bis (i Heiren Ojfieiere der zu Vil, O'tsgcnllinde Ialsche im Bezirke Stei», slationitten FußballelieNr. 10 des 7. FeI0arlillelie-3iegimeulS von Man»s.^ durg in der Nichlung »ach Vi>. Bei Nodica in der Nähe eines Seiltinvrgl's wulde» zwci lms»r Helre», die einige Echiille vun den übrigen zutückgcblicdcn wann, von zwei Individuen mit Stcine» beworscn. Die An^rujer, obwohl augenblicllich veisolgt, lonnten, da sie eiligst sich entfernten, nicht stl,ichl werde", daher alle Heircu vetlint ihlen Weg soitselzlen. Vald hieraus wurden sie von 5 mit Stangen und Prügeln vlislhcn!,' Bauern ohne ugend ciiu' Ptla>,!assung überfallen. Die Angegrissenen setzten sich liäslig^I zuc Mehre und, von ihren Seilemvafjen Gebrauch machend, jagten sie die Angreifer, wovon einige leichte Verleljungen davontrugen, in die Flucht. Das stlajgelichllichc Velsahten gegen dic UebclthÜler, von denen mehre bereite eruirt sinl, wurde sojort cing leitet. Di<' Veranlassung di.ses in» hoh.n Grade lxllagcnöwe'ilhcu Vorsalles und der gewallthliligen Angiisfc jencr Bursch.» soll mulhmahlich darauf zurückzuführen se-i«», dal) einer dcr in Vir slalionirlcn l^ffincie Abend» zuvor mehrere Bauerübu, scheu, welche in dcm znnächfl den Ossicielswohnuugen b,si»dlich zur Ver-hülung lüns'.iger solcher Voitcmmnisj..' gelrosfe» worden, und wic uns weiter milgelhlill wiid, hat über hilhete Veranlassung 5er g» sammle Gemeinde-Ausschuß von Iarsche d^n Herrn Stalionseommandanten von Vir in Gegenwart dcö l. t. Herrn Veziriehauplmanns daü liefe Bcdaueru uno die Mißbilligung übel diesen Voljall ausgcdlüclt nnd die Versicherung abgegeben, daß es feine angclcgenllichsle Sorge seiu werde, dergleichen Ausschreitungen lünflighin vvlzu-beugen. — (FNr i» itra > n geborene dlinde jti :>» der) werten mit Veginnn des nächsten Echnljahiiv sicl?en PlÄtze der Freiherr v. Flubnig'scheu Stiftung im Linzcr Vlin-denttziehungsinslilute frei. Die aufzunehmende» blinden i!in< der (btidnlei Geschlechtes) müssen sonst gesund iein und das 7 LlbenKjahr vollendct, i/roch das 1^!. noch üicht übeischiit. len haben. Veweibung n um linen dieser Stiflplälze sind bi« 5. September durch dl> bltclfscnoe Stadlhauplmannschaft (in Laibach du'ch den Magistrat) an die l. l. Landlsregit-rung einzureichen. — (Die philharmonische Gesellschaft) wurde zu dem am 6. und 7, September in Marburg stattfindenden steirischen 5ängl'rbundcö:Fest>,' eingcladen. — (Todesfall.) Güstern ucrfchicd nach langem Leiden, zugezogen dmch einen Sturz vom Wagen, der hiesige allgemeiü betannte und geachtete Hotelbesitzer Josef Saller in einl»» Alter von 58 Jahren. Derselbe hat sich aus deu dürftigsten Veihältnifjc',» emporgeschwungen, erbaute an der Stelle des früheren Wiilhi>haujeö zum „Molen" das prächtige „Hotel Elefant" und machte sich »lament lich um die Cultur des Morastbodens fehr vrr^i^ut, indem er denselben mit BHumen beflai,zte. Seine Besitzungen geben das beste Zeugiuß seines umlinildlichcn Fleißes uno seiilec nicht unbedeutenden landwulhichastlichtN Kenntnisse. — (U n gl ü ckö f al l.) (5ine vorgeslern Abe»ds vou Waitsch lücttshiende Gcsellschasl von 4 Damen und cinem Herrn irurde von einem eigenen Unglücke bitioffen. Während der Wagen dcr Vezahkmg der Mautbglbühr weg.n a» der Trirster Linie stehen blieb, brach ploklich der moise^e Maulhschrai'ten, stürzte quir in ocn Wagei, , oellclttr den HeilN und «in Flüulei» nicht lioerhkblich und zertlümmerle' den Wageu. Die Übligen Per'vüen blieb,« unverlrlzt. Ueber oen Vorfall wurde eine gcrichlliche Unlelsuchung ringeleilet. — (Im Bade K r l! v i n a - T üvl ik) sind nach der lllzten Curlisle bis zum ^.August 1,^60 Curgüste ein-getroffen. — (Aus dem Grazer Markte) kommrn die GiietVn hen.r in solchen Massen zum Ve'ilaus,', daß su> nicht genug Käufer sinocn, sondern geradezu am Malllplah in Häufchen liegen gelassen werden. — (^plosion.) Am 8. d. M. f'üh ist die Pul> !verstaubslamvfl> des Anton Koppel zu Werndorf, Gemeinde Kalbdorf, Acz. Umg. Grcz, ,jpludir Kluatsllnlchll. 84.80. - Baukactien 731. — Creditactim 212.W - i,^n>>ün 113 60. - Sillier 11135 - tt. l Dn^ülcn 5.37. Das Postdampfschiss ..Holsatia," Capital, Ehleri«, welches am 22. Inli von Hamburg abgegangen, ist am 3. Augnst wohlbehalten in Ncw-Aork angekommen. Das Postdampffchiff „Safonia," Capitän Kier, ging am 5. August vollbesetzt von Hamburg vii, South' ampton nach New-Zort ad. Handel nnd Golkswirljschasttliches. Handelsallsweisr. Dir „Austria" ueläffrnllicht die Ta-dcllcn über den emswärlia/n Waeurlwcrlehr Ocstnrcicht! in dc» Ätonaton Iännrr eiiischllchili Mni 1^,',«. Gegenllber der gleiche» Periode de'ö PnrjahreS zeigt sich ein sehr erfrrnlichcr Anfschlruüg de^ Vcrtechrs, namenllich i» der Einfuhr. Nicht so günstig 9/-ftaltcte'ii sich die Ergelinissc brr WaarenauÄsiihr. indrm von deM Wlllhc de-r Oei'cüNlninichransfuhr prr .'i7/l5)!».<,><;7 fl. dn' Wrrlh si!r die 2,'llhvanc«f!ihr an Getreide- und Feldfrilchten allein llber 36 Millionen l'clräg! Werden jedoch die (Ilgclinisse der Waarcü-anßfiihi in den Monaten April und Mai 186t-, nach Ani" übrigen Ärlllcl eine- Welihsleigerung von 6 Millionen Gulden- Hlraillburss, 10, Angnst. Anf dem heutigen Markte s!ul> erschienen: 70 Wagrn mit Getreide, 2 Wagm N'il Heu und Tlroh nnd '.» Wagen mit Holz. Durchschnitts-Preise. ft^ ll. si. ^. Weizen pr. Mchen 5 35 Butter pr. Pfund , — 35 Koru „ 3 10 Eier pr. Stillt . . — U Gerste „ - - Milch pr. Maß . — 1" Hafer „ 1 W Nmdfleisch pr. Pfd. — lv Hmdfruchl „ ,. — Kalbfleisch „ —^0 Hridcu „ 3 70 Schwnnefle'isch „ — 2N Hirse „ 2 90 Schöpsenfleisch „ — l» Knturntz „ 3 50 Hähudcl pr. Stuck — 22 Erdäpfel „ 1 90 Tauben „ — 1^ ! linsen ,. 3 84 Heu pr. Zentner . — "" Erbse» „ - — Stroh „ . — 5<1 Fisolen „ 4 4« Hulz, hartes, pr. Klft 5 ^. Nindsschmalz pr. Pfd. — >47 — weiche. „ 3 »" Schweineschmalz „ »42, Wein, rother, pr. Eimer 6 "^ Spcct, frisch, „ — 38 -- weißer ,. — "" Spcct, ge'ränchrrl, Pfd, — 42 ^ ^ludolfswerth, 10. August. Die Durchschnitts-Preise stell' !ru sich anf dem hrutigen Marttc, wie folgt: Wrizru p?r Mcheu 4 70 ! Butter ftr. Pfund . — ^ Korn „ 2 90" Ei^ pr. Stück . . - l< berste „ 2 60 Milch pr, Maß . - ^ U' Hasrr ,. 1 40 Rindfleisch pr. Psd. - , A HMfrucht „ 3 40 Kalbfleisch „ —," Heiden ., 2 80 Schweinefleisch „ —! 77 Hirse „ 2 60 Schöpsenfleisch „ -^! ^ Knti'rntz „ 3 10 Hähndcl pr. StNcl -^ ^« Erdäpfel „ - — Taubeu „ - U linsen „ — — Heu pr, Eeutner . 1 ^ Erbsen „ — - Stroh „ . l! "" Fiselen „ 5 70 Holz, hartes, pr. Klft. 6^ Nindsschmal; pr. Psd, — 45 — weichet», „ -^ i Schweineschmalz „ - ^ 45 ^ Wein.rc,lhcr, pr. Eimer 5 ^ Speck, frisch, „ — ^ — ^! — wcißrr ., ^ !/" Speck, gcränchert, Pfd. — 36 ! ^ltt'lt'lillNli^slsie ^roliachlllllssell ill ^mtimli. 3 i^^-U ^! ^ ^z 6U. Mg. 326 !,o -j-12,9 windstill Nebel j ^ II. 2 „ N. 325,91^21.^ O schwach heiter "'"" ,0 „ Äb. 325.»? l 14.e windstill sternenhell I Nachts ganz heiter, Morgenncbcl, Unlerlagö leichtes <^^ woll längs dcr Alpen. Nachmittag schwach bewegte l'nft. S'" schnuppen. DaS Tagcsmittel dcr Warme um 0'3" über Normale. Verantwortlicher Redacteur: Ignaz v. Kleinmarjr.^ Dürsenbrnchl. '!U^u, 10, August l)öl>r aufgcnümmen. Devisen und Valnteu blieben unucrändcrt. Geld flüssig, ^s)" gcriugfllgig. ______________________________________________________________ ^__""<... Veffentliche Schuld. ^. dcs Staates (für 100 st,) Geld Waare In o. W. zil iipCl. für 100 st 5.5.75 b5 «5 dcttou.I1««!«; .... 59.10 59.20 dcllo rückzahlbar (^) . . . 94.25 94.75 Silbcr-Anlchm don i«64 . . 69.-- 70,- Silbcranl. 1865 (Frcs.) rüchahlb, ill 37 I. z» 5 pCt. für 100 fl, 71.25 72.— Nat.-Anl. mil Iän.-Coup. zu 5"/„ 62.70 62.«0 „ „ Apr.-Coup. .. 5 „ 62.60 62,70 Metall iqucL . . . . „ 5 „ 58 35 58.50 delto mit Mai-Coup. „ 5 „ 58.70 5)«.«0 detto.....„ 4^„ 5225 52 50 Mit Verlos, v. 1.1839 . . . 169 50 170.50 „ „ „ „ 1854 . . . 78.— 78,50 „ ,. „ I860 zu 500 st. 81.40 84,50 „ „ „ „ 1860 „ 100 ., 93.25 93.50 „ „ ,. „ 1864 „100., 95,25 95 35 H» 242.— 244.— Wi.'N.DamPsm.-Actg. . . . 370.— 380.— Pestcr Kettenbrücke .... 438.— -l42 — Anglo-Austria- Baut zu 200 st. 164.25 164.75 ^rmbcrg Czeruowiher Acticn . 184,— 184.50 Bcrsichcr.-Ocscllschaft Donau . 258 - 262.- Pfandbriefe (für 100 st.) National- 1 baut auf > verlosbar zu 5"/., 96.10 98.30 C. M. 1 Nationalb, aufö.W.vcrlosb.5 „ 93 30 93 50 llug. Vod.-Ercd.-Aust. zu 5'/, „ ',2..- 92.— Mg. öst Bodcu-Crcdit-Anstalt verlosbar zu 5"/, iu Silbcr 100.50 101.— Uuse (pr. Sttlcl.) l5rcd.-A.f.H,u.G.z.100fl.ö.W. 136,25 136.75 Don.-Dmpfsch.-G.z.100fi.CM 94.- 94 50 Stadtgcm. Ofcn ., ^0 ,. o. W. 31.- 32,— lHstcrhazu z» 40 st. CM. 168.— 173.— Salm « 4^ „ „ . 3?.— 38.— Palffy zu 40 N, CM. ill.- ^>d Clan, ,. 40 „ .. . 32 50 ^ St. GcuoiS „ 40 „ „ . 31. ' ^l."" Windischgrätz „ 20 „ „ . 20.- ^ Waldstriu „ 20 „ „ . 21.-- .5.5^ Kcglovich ,. 10 „ „ . 14.50 ^^' Rudolf-Stiftung 10,. ,. . I"'' ' Wechsel. (3M^ Augsburg für 100 st südd. W. "4,40 ^ ^ Fraulfurt a.M. 100 st. dctto 94.." ^g.go Hamburg, flir 100 Marl Vaulo 83 >" .^.75 London für 10 Pf. Sterliug . N3 b" ^.1" Paris für 100 Franks . . . ^" Euurs der Geldsorte» < Gelb ^gg ll- K. Müuz-Ducateu . 5 fl. 38 lr. ^ ^ 9 " Napoleousd'or . . 9 „ 8 ,' ^ " 32 " Nu,s. Imperials . 9 « 30 « ?"<;?? 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