Nr. 280. Freitag, 5. December 1890. 109. Jahrgang. Mlmcher Zeitung. ""«Mri, st. i,/halbj«hr!« fi 5 «>. Für b!e gustellung in« Hau» «llnz,«hrw fl. l. - Iusertio»««b»r: ssür """» Hn,»r°t. bl« »u 4 Ze! en llb lr.. «Meie per «eile »lr,- bei »lter.n Ü!ederb°Iun»en p« Zelle » lr. Die «Lnibachei geilung» erscheint täglich m!t «lu«nahme der Tonn. und Felerta« Die «dmlniAl«»«»» befindet sich b!« l» Uhr vormittag«, — Unftanrierte Vriese werden nicht anyenvmmen und Manulcrlpte nicht zurückgestellt. Amtlicher Weil 5„ Ee. l. und k. Apostolische Majestät haben mit 5"thöchslem Handschreiben vom 26. November d. I. U" g'irchisch katholischen Bischöfe von Großwardein. 7"Ml Pavel, die Würde eines geHelmen Rathes "lllei allergnädigst zu verleihen geruht. Nichtamtlicher Wil. Der Staatsvoranschlag pro 1891. ^rizinal-Telegramm bcr «Laibach« Zeitung». -» Wien, 4. December. h 9n der heutigen Sitzung des Abgeordnetenhauses den ^ FinanMinister Dr. Ritter von Dunajewsli z," Ewatsvoranschlag für 1891 ein und begleitete Halben mit einem ausführlich»»« Expose ein: Das 'l'animterfordernis «st mit 564,473 940 fi veranschlagt; 1°x""ber dem mit dem F.nanzgesehe für das Jahr tt° ? bewilliqten Gesammtcred'te von 546.303.035 fl. ^" sich zifi.slnählg ein Mehrerfordernis im Vettllge ^ Bei dieser Vergleichung muss jedoch nicht nur in lwn ^ aezogen werden, dass das pro 1690 prälimi. 5,^" Elsordernis durch die mit speciellen Gesehen be h«b. '" Nachtragscredite per 825.000 fl. eine Er. Mck^ "^l,"" h°t. sondern es müssen auch jene h Zusenden Posten bei der Vergleichung ausge!chieden stell Ü' ^cht nur in den einen der belden in Rede ^Mdkn Voranschläge Aufnahme gefunden haben, in lj. Oberen nicht. Es erscheint nämlich in dem vor. senden PMiminare für da« Jahr 1691 — einer y/'"'on des Abgeordnetenhauses entsprechend — die Grlfl!!^ brutto Gebarung jener im Elgenthume von ^"lchaften stchrnden Bahnlinien zur Darstellung sckal.^ ' ^lche vom Staale für Rechnung dieser Gesell. ^'lt"l betrieben werden. Hss_^" der Art der Präliminierung des effectiven bNtftt ?'^^ dieser Bahnen, d. i. der aus Grund der Galan.- Betrieb«.Präliminarien sich ergebenden lt^'evorschüsse, ist km,e Aenderung e.folgt; dasselbe dlNtin ^ ^^ lil"' 'ln Voranschlags-lTapilel: «Sub. ^Nd- " Verkrhrsanstalten» nachgewiesen. Eine d'e -« "ll der Bilanz wird nach dem Gesagten durch be,/. ?"erte Prälimiuierung nicht herbeigeführt, da die kt,sj, H" Vrdeckuna«. und Erfordrrnisposten sich com. pl° /a«' ^" fragliche Erhöhung des Präliminars bl^".^1 beläuft sich auf 10.461.800 fi. Eine zweite ^^urchlllufend? Post e,scheint beim Post, und Lelegraphenwesen eingestellt, indem auf Grund eines dort neu eingeführten Verrechnungs'Schemas ein Er« fordermsbetrag von 450.000 fi. für Anschaffung von Baumaterial!'n. Requisiten, Werkzeugen zur Errichtung und Instandhaltung der Telegraphen, und Telephon. Leitungen — gleichzeitig jedoch derselbe Betrag als Bedeckung aus der Rückvergütung für die zur Ver» wendung gelangtet, oder an Parteien abgegebenen derlei Materialien :c. veranschlagt erscheint. Es haben sonach Erfordernis und Bedeckung pro 1391 eine nicht efsc» tioe. bloß rechnungsmäßige Erhöhung um 10.911.800 fi. erfahren. Anderseits erscheint das Erfordernis pro 1890 durch die auf Grund des Meliorations Präliminars erfolgte Einstellung eines Brtrages von 531.335 fl. belastet, während in dem gegenwärtigen Voranschläge die analoge Einstellung mit Rücksicht auf die Landtags Verhandlungen noch nicht stattfinden tonnte. Auch durch dies?" Umstand wird die Bilanz des Voranschlages, da es sich nur um eine durchlaufende Post handelt, nicht berührt. Nimmt man die Eliminierung des Betrages >uon 10,911.800 fi. aus dem präliminierten Ersorder nisse pro 1891 und von 531.335 fi. aus jenem pro 1890 vor und belaste man anderseits das Jahr 1890 mit den früher erwähnten Nothstandscrediten zu» sammen im Betrage von 825,000 ft., so stellt sich die Steigerung des C> fordern,sfes pro 1891 gegen das Vorjahr mit 5,902 778 fi. heraus. Die ersten fünf Capitel des Voranschlages weisen durchwegs nur minderei hebliche D'fferenzen gegenüber den analogen Positionen des vorjährigen Budgets auf. Der Aufwand sür die NeitraaMlstuna. zu den gemein« samen Angelegenheiten wnrde mit jenen Summen ein. a.est'llt, welche nach Maßgabe der mit Allerhöchster Entschließung vom 27. Juni d. I. sanctionierten D-le-gationsbeschlüsse auf die diesseitige Reichshälfte ent« falle«. Der mit dem Deleqationsbeschlusse III für das Jahr 189l bewilligte Nachtragscredit per 1,389.000 fl. ist jedoch hierin nicht inb.griffen. da d,e von diesem Nachtragscredite aus die im Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder entfallende Quote per 952 854 ft. bereits im laufenden Jahre über Verlangen der ge. meinsamen Regierung dem gemeinsamen Staatshaus, halte zur Verfügung gestellt worden ist. Gegenüber dem im Jahre 1890 für die ^eitragsleistung zum ge-nmnsamcu Aufwande bewilligten Credite per 99.767.000 Gulden ergibt fich ein Mchranspruch von 2.460.000 fl. Das Erfordernis des Ministeriums des Innern beziffert sich um 655.000 ft höher als im Vorjahre. Von diesem Mehrerfordernisse entfällt ein Thellbetrag von 74.000 fl. auf den Etat der politischen Verwal-tung infolge einer Stellenvermehrung im politischen und Sanitätsdienste. Der Aufwand sür die öffentliche Sicherheit erscheint um 34.000 fl. hd>r eingestellt, zum gröhlen Theile infolge der beabsichtigten Vermehrung der Sicherheitswache in Wien. Im Etat des Straß»«, baue» ist ein Mehrerford^rnis von 111.000 fl. für neue Straßen und Brücken, dann für die gesteigerten Erhaltungsauslagen bei bestehenden Straßen vorgesehen. Eine namhafte Steigerung von rund 343.000 fi. hat der Aufwand für den Wasserbau erfahren, indem für die Regulierung der Donau bei Linz und am Struden, dann für die Regulierung der Moldau im Nachbilde von Prag bedeutende Mehransprüche gestellt werden. Für die bevorstehende Volkszählung endlich ist ein Mehrerfordernis von 150.000 fl. vorgesehen. DaH Mi-msterium sür Landesvertheidigung erscheint mit einem um rund 547.000 fl. erhöhten Nufwande eingestellt, und zwar durch Mehreinstellungen für die Nutbildung von Ersahreservisten, für die Neusystemisierung von Vezirksfeldwebeln, für die Erfordernisse an Naturalien. Brot und Fourage zu Zwecken der Landwehr, endlich auch infolge der durch Sicherheilsrücksichten gebotenen namhaften Vermehrung der Gendarmerie und der Militär»Polizeiwache. Per Voranschlag des Ministerium« für Cultus und Unterricht weist ein Mehrerfordernis von rund 806.000 fl. auf. welches mit dem Theilbelrage von 178.000 fl. auf die Auslagen der Eentralverwaltung.' mit 164.000 fi. auf den Lultusetat und mit 463.000 fi. auf das Untlllichts'.vesen entfällt. Die Erhöhung des CuUuHetatz ist im westntüch'N eine Folge des Gesetzes vom 13. April d. I.. betreffend die Ausbesserung der Congrua der römisch« und griechischkatholischen Hilfs-Priester und d'r Gebürsrichtigstellungen bezüglich der Dotations. Ergänzungen der Seelsorgea/ist!icht>it auf Grund der neuen Durchführungsverordnung vom 20ften Jänner 1890. Von den Mehransprüchen des Unter-richtsetats en'fallen 110.000 fl. auf die Hochschulen. Das Mittelschulwesen erfordert um 192 000 fl. mehr. mSbesoudere deshalb, weil eine weitere bedeutende Ver. mchrung des Lehrerpersonales beabsichtigt wird. Für das industrielle Vildungswesen ist ein Mehraufwand von 102.222 fl. vorges hen. welcher in der Hauptsache auf die fortschreitende Ausgestaltung und Erweiterung der zum Theile erst in den letzten Jahren ins Leben gerufeneu Anstalten zurückzuführen ist. Im Etat des Finanzministeriums ergibt sich per Saldo ein Mehrerforderrns von rund 555.000 fi. Von den Auslagen der eigentlichen Finanzverwaltung haben »iaHbrull »erboten Feuilleton. Verstoßen «nd vercassen. «oman von »mile «lchebonrg. (158. Fortsetzung,) 'bl"tw b°ben ihr das alwdings versprochen, aber b'etber °Ulin dürften Sie doch nicht von Pans "glommen s,in?. . ^., htttn ^!^'g und allein ihretwegen bin ich m,t diesem , hergekommen!. .^ . "ttl, in '" blickte die Bäuerin von Oenevlsoe auf Veiter. ^ckliMlich?. rief sie dann. «Nnn. die Arme wird "tl'chV""' S»e wiederzusehen; hat sie doch unauf-^llsaol ^"" gesprochen, und ich glaube, sie denlt > ss/V an «ichts anderes, als einzig an Sie. seit-- ^r K. gesehen hat. Es ist unbestreitbar, dass seit lht ^lunde eine ganz merkwürdige Wandlung M't Men V«angen ist. Fast hat es den Anschem. als ^lts. !vem umnachteten Geist einen Strahl des ^«geführt!. ^'«An ""d Tochter hatten Mühe. sich mcht zu ^ttin^l "'"""n sich doch. Fräulein., fuhr die «< °,s°«. 'da!« S^ an unsere arme Fremde d.e z llminiert, als im Vorjahre. Im Etat der Staatsschuld erscheint ein Mindererfurdernis von 417.000 fi. ein« gestellt. Dasselbe beruht darauf, dass das Z nsenerfor« dernis für die diesseitige Schuld infolge der durch das niedrigere Agio sich ergebenden Verminderung des Münz- verlustes um 890.000 fi. geringer sich stellt, als '" Vorjahre, wogegen der Zinsenaufwand fiir die au< gemein Staatsschuld mit Rücksicht auf den ZuwaH» von TllgungKreute um 35.000 fl., ferner auf MM der betreffenden Tilgungspläne das Erfordernis 1" Staatsschuldentilgung bei der allgemeinen SlaatsschM um 393.003 fl. und bci der diesseitigen Schuld un> 44.663 si. höher beziffert erscheint. . ,. Die gesammteu Staatseinnahmen sind m" dem Betrage von 566.759.572 fl. gegenüber der !" das I"hr 1890 präliminiertm Bedlckungtsurnme p« 548.820006 fl. um 17,939.566 fl höher vel' anschlug!. Wenn mau jedoch bei dieser Vergleichung o« schon bei Besprechung des Erfordernisses eröletten durchlaufenden Posten außer Anschlag briM, ergibt sich die effective Erhöhung der Bede« mlt 6.496.431 fl. Die Einnahmen des Finanz«««'' steriums erscheinen um 4,434.538 fl. höher v/M' schlagt, als im Vorjahre. Hievon entfallen auf dle ^ retten Steuern 1.096.000 fl. Die Gebäudesteuer w schließlich der 5proc. Steuer vom Ertrage h""^' ' steuerfreier Gebäude wurde m,t Rücksicht auf ^ Zuwachs an steue, Pflichtigen Objecten einerseits UN" auf die aus der Novelle vom 1. Juni 1690 zu g^ wärtiqende Einbuße anderfeils im ganzen u 421.000 fi. höher eingestellt. Bei der Erwerbs«"" wurde ein Plus von 53.000 fi., bei der Emlomme" steuer von 259.000 fi. prällmwiert. .., Hiebei ist zu bemerken, dass bei den beiden ley genannten Steuerarten der Stand der laufenden ^ schre,bung und die Emzahlungsergebmsse d«r ley Jahre an sich eine erheblich höhere PräliminlerlM gerechtfertigt hätten. Um jedoch gegen eine "W« ungünstige Einwirkung, welche die im Laufe des Y rigen Jahres in einzelnen Ländern eingetretenen ^ mentarereignisse allenfalls auch noch auf den Ste" ertrag des Jahres 1691 ausüben tonnten, die w"^ gehendste Vorsicht zu üben, wurden nur dle ob»S Mehreinstellungen vorgenommen. Es wurde " j^ dle El Werdsteuer, bei welcher die Netto-Einzahlung Jahre 1889 11.420.161 fl. und die current "^ schrelbung zu Anfang des Jahres 1690 11.4i7.3b4 '' betrug, nur mit 11.156000 fl. und die Eintönig steuer, bei welcher die Netto-Cinzahlung im ^ 1889 26,822.211 fl. und d,e currente Vorsch«^ desjellien Jahres 25.937.569 ft. betlägt, nur " 25.593.000 fl. eingestellt. ^ Was die Grundsteuer anbelangt, so wurde Bedeckung mit 35,673.000 fl.. johin gegenüber 1«"" für welches Ic.hr 35.310.000 fl. prällminicrt tv"' um 363.000 fi. höher prälllmniert. Mit Mctstcht ^ gewöhnliche Abschreibungen wegen Elemental!^ line sens und nut Rücksicht auf das 9. Zrh"t" .^ restlichen Steuererhöhung anderseits, würde zwar ^ Jahre 1891 eine Netto-Einzahlung von 35.931.^" zu gewärtigen sein. Mlt Rück,icht auf die HoeutllM' dass im Jahre 1891 nebst den bereits abgerech" Grundsteuer-Abschreibungen noch aus anderen ""'"^ (insbesondere wegen der durch die Phylloxera, ^ lnfulge der in einigen Ländern durch die ausg^ey ,^ Überschwemmungen und zahlreichen Hageljchla^ ^, Jahre 1890 verursachten Schäden) namhaftere V^. steuerabschrelbungen ergeben sollten, wurde d»e ^.^. steuer im ganzen um 258.211 fl. geringer veranlA « Nach Abzug dieses Betrages von der vorbrze^ , ^ Summe per 35.931.211 fl. verbleibt der präl'U"'"^ Betrag von 35.673.000 fl. Hiebei kam noch " ^ tracht, dass schon im Jahre 1890 aus Anlass or^ diesem Jahre vorgefallenen Ueberschwemnmngen ^ Hagelschläge in den betroffenen Ländern ^""0,^ ^ Abschreibungen im Grsammtbetrage von 691/> ^< realisiert worden sind. Uebrigens lst auch bei "^^ den-l, Steilergattungen die mögliche Rückwirkung ^, Ereignisse auf die Zahlungsfähigkeit der Steuers " gen in Betracht gezogen worden. .. ,j,lelll Die Äedlckuug des ZullgrsälleS '.oird m« ^l, um 1.560.000 st. erhöhten Betrage oeransch aA ^ welcher Erhöhung 976.400 fl. auf die orwntllche'^ diesseitigen Voranschläge nur eine durchlauseno bildende» Zolleinuahmen, 583.000 fl. auf die " ^. ordentlichen Einnahmen aus dem Mü'M'wlNl' ^ fallen. Letzlere Mhrrinstellung ergibt sich -^ "^„bes, niedrigen Annahme des Agio — infolge des U>"!^^t) dass die Einzahlungen in effectivem Golde aus ^ der Gebarungsresultate des Vorjahres vedeuteuo ^ angenommen wurden als bisher. Von 5"N " _ «lit Abgaben erscheint zunächst die VerzehrungM" ^ einem Mehrertrage von 1.957,400 ft- elng^'^^llel. sil.d zwar die Einnahmen aus der Brants ' ^ welche für das erste und zweite unter der w«" ^„r a/glnwärtigen Ärantweinsteuergesetzes ^v^ulld ^ m,t je 32.375.000 ft. eingestellt waren, aus "^i"''' bisherigen Elsuhrungen. dle eben bei !"'"' ^ ei^ nierungen fehlten, mit einer geringeren O^!, . hos gest.llt. als in den Vorjah.en. I'ld sftn be"^« ^ Hrqebnis der ersten 10 Monate dieses Iahces ss ^t Hoffnung, das« das Mit 1.375.000 ft. ge""g"tt ^ PriMmmare drs Jahres 1801 durch den «rsow holt werden wlrd. UaUmchn Zettung Nr. 280. 2337 5 December 1890. Dagegen konnten bezüglich aller übrigen Ve» zehrungzsteuern höhere Erträgniszissern angenommen werden; die bedeutendsten Steigerungen weisen die auckersteuer mit 2 231.200 fl.. die Wein« und Most-'teuer mit 333.580 fl., die Viersteuer mit 835 500 fl. und die Fleisch« und Schlachtviehsteuer mit 198.500 fl. °uf. Diese Annahmen erscheinen in den letztbekanntm Aedarungsresultaten begründet. Der Minderertrag der Pachtungen um 365.300 fl. entsteht daraus, dass das Aoersum bei Trieft wegen Einführung der allgemeinen ^erzehlungssteuer mit Ende Juni 1691 entfällt. Gleich. Ms auf Grund der Gebarungserfolge werden höher veranschlagt die Einnahmen aus dem Salzgefälle um ^-«85 fl., ans dem Stempelgefälle um 429.500 fl. Vein, Tabalgefälle wird die Bedeckung um ^'M.200 fl. höher präliminiert. wogegen auch das Vfotdernis. wie bereits erwähnt, um 491.800 fi. höher ""gestellt erscheint, so dass sich die Netto-Bilanz Wstiger um 511.400 fl. gestaltet. Die Erhöhung des "llotdernisses betrifft in der Hauptsache die Tr-Mgungs. und Anschaffungskosten und ist eine natur. Mße Folge der continmerlichen Steigerung des ^baluerschleihes. Es betrugen nämlich die Tabak« iMeih-Einnahmen in den ersten zehn Monaten M 64,640 695 fl.. 1869 66.421.874 fl., 1890 ^/.975 454 fl. Für diese Periode übersteigen sonach ^Einnahmen des Jahres 1890 den Erfolg des Mes 1889. das bereits vollständig unter der Ein-soling her lstzten Preiserhöhung vom Jahre 1888 2 "" 1.553.580 fl. und den Erfolg des Jahres ick, ""' 3.334.759 fl. Die bisherigen Tabalver-?eH'Ergebmsse des laufenden Jahres berechtigen zu "" «rwartung. dass die pro 1890 eingestellten Ein-'"Wen im vollen präliminierten Betrage einstießen cnnl ' ^ ber Fortschritt in der Erhöhung des Tabak-""'."Ms unverkennbar die Signatur einer stetigen,^ Mgen Fortentwicklung an sich trägt. Hierin liegt aber "y eine Gewähr dafür, dass die Mhreinstellung von 5""° einer Million Gulden in der Bedeckung beim ^'gefalle pro 1891 den Grundsätzen einer vorsich-«en Präliminiermlg entspricht. ^, Den eben ermähnten und einigen anderen minder yebllchen Mehreinstellungen stehen mindere Annahmen Wenüber bei der allgemeinen Cassenverwaltung mit ll/l^xc ^ - bei den Taxen und Oebüren von Rechts« 79?^ mit 246440 Gulden und beim Lotto mit alln ft. Di^ Verringerung der Bedeckung bei der ..Feinen Eassenverwaltung ist zum überwiegend Whtei, Theile eine Folge des Nbfalles der im Vor-tz„ / angestellten außerordentlichen Einnahme aus dem fab > ^ ^^ ^^'"' ^^ Wiener-Nenstädter Llicomoliv. Kai« ^'^ ungünstigere Annahme bezüglich des Er» die 3,- " Gebüren »st durch die Rücksichtnahme auf ^."'llungen des Gesetzes vom 31. März 1890. zum H ng.cn Theile auch durch einzelne minder günstige ^."ungsresultate veranlasst. Die Lotw-Einnahmen dem '^"o ^shalb niedriger eingestellt, weil die mit von ! citierten Gesetze eingeführte 15proc. Gebür lwn > Lottogewinsten auf die Höhe der Spielein< «'n eine Rückwirkung üben dürfte. Me, «^ ^edtckung deS Handelsministeriums erscheint «lX °'" "l" 17.161.774 fi.. beziehungsweise nach la»l.3'°""a der bereits wiederholt erwähnten durch-Hoe" Posten per 10.911.800 fi., effectio um Tbpi, ^ ^ sl- hliher eingestellt. Der weitaus größte y"M dleser Mehreinstellung entfällt auf die staatlichen del?« "selten, von welchen das Staalseisenbahn. lllll^ "'^ "«er um 4.660400 fl.. die Post^ und Tele-lhHenanstalt mit e.ner um 1.000.000 st. erhöhten ^/^""g eingestellt erscheinen. Die Einnahmen des Kch """N'steriums beziffern sich — wenn die mehr. bey, gähnte durchlaufende Post: ^ Einnahmen aus tdj^'"elioralionsfonde' ""ßer Combination gebracht lve^ ^ um 853.751 fl. höher, als ihm Vorjahre. Es dlicti. """"ich mit Rücksicht auf die Preis- und Pro-llnd ^ ^"hältnifsc die Einnahmen der Staatsforste ah Domänen um 181.470 fi. höher präliminiert, ilbria ^"anschlage pro 1690. wogegen sich bei den «>n? ^"waltungszweigen oes Ackerbauministeriums ^tac.^'^all von 88.536 fl. ergibt. Im Etat der llaa, ^"lt> "gibt sich eine Minderbedeckung ,m Be-Nli>?^ " 3.634.961 fl.. weil die Auegabe von Tll-.» ^esammterfordernis für das Jahr 1891 wird bedkck."' ^'trage von 564.473 948 ft., die Gcsammt-tikt^l'g Mit 566.759,572 fi. veranschlagt, es resul-K"°!i «"^ ein Ueberschuss von 2.285.624 fl. Im deiniz^be für das Jahr 1890 wurde das Erfor. ^8^V 546.303035 fl., die Äeo.cümg m,t ^?^)6 fi. bez.ff.rt. wonach ein Ueberjchu s m, ^H"°n 2.516 971 fi. resultierte. Der letztere dlllH?us5 hat jedoch eine wesentliche Beeinträchtigung Lehrer " """and erfahren, das« aus AnlasS des m ft L ändern anfqetretenen Nothstandes außerhalb °^",?'2 des Staatsvoranschlages, d '. m.tte s be. men zu gründen. Ich habe daher die vorerwähnte BedecklMgspost: «Erlös aus den für Tilgungen an der allgemeinen Staatsschud auszugebenden Rente.Obligationen« nicht mit den nach dem Belaufe des Tilgungserforder, nisses pro 1891 sich ergebenden Betrage von 10 Mil« lionen 625 650 fl.. sondern um den mit Beruhigung .ius laufenden Einnahmen heranzuziehenden Betrag von 4 Millionen Gulden niedriger, nämlich mit 6.625 650 Gulden in das Budget eingestellt. Bei der Verglelchung der Präliminarien 1890 und 1891 müssen demnach diese vier Millionen Gulden zu Gunsten des letzteren Jahres in Anjchlag gebracht werden, und es stallt sich hienach dieses Präliminare thatsächlich um 4593,653 Gulden günstiger, als jenes des Vorjahres. Wenn man jedoch in eine nähere Untersuchung der Natur der ein« zelnen. in den fraglichen beiden Budgets enthaltenen Posten eingeht, zeigt es sich. dass jene Auslagen, welche nicht einen Bestandtheil der laufenden Gebarung bil» den, sondern einen mehr exceptionellen Charakter tragen, in dem gegenwärtigen Voranschlage einen bedeutend geringeren Betrag ausmachen, als die ähnliche Be-lastung des vorjährigen Präliminares betrug. Nimmt man die übliche Berechnung bezüglich des vorliegenden Voranschlages vor, so kommen folgende Erfsrdernisposten aus dem Präliminare pro 1891 auszuscheiden : 1.) Staatseisenbahnbau 450.000 fl.; 2.) Be-theiliqung des Staates am Baue von Privatbahnen 500000 fl.; 3.) Herstellung des zweiten Geleises auf der Localstrecke Wien Tulln 186.000 fl.; 4.) Triester Hafenbau 976,000 ft. ; 5.) Antheilquote der diesseitigen Reichshälfte an dem Erfordernisse für die neuen Gewehre des Heeres 1.372.000 fl.; 6.) Antheilquote der diesfeitigen Reichshälfte an dem außerordentlichen Erfordernisse für die Einführnng des rauchlosen Pulvers 1715 000 fl.; 7. Beschaffmig der neuen Gewehre für die Landwehr 3.250 502 fl. ' Diesen exceptionellen Er-fordernisfen im Gesammtbetrage von 9.449.502 fl. ist nur eine geringfügige Einnahmepost, und zwar die , Beitragsleistung von Interessenten zum Staatsbahnban mit 41.000 fi. gegenüberzustellen. ' Wnn demnach der erübrigende Betrag von 9 408 502 fl. aus dem Präliminare 1891 ausgeschieden wird. so resultiert ein Ueberschussbelrag von 11.694.126 Gulden. Gegenüber dem für die regelmäßige Gebarung des Jahres 1890 veranschlagten Ueberschusfe in dem aufgeführten Betrage von 15.515.993 fi. erscheint derselbe um 3.821.867 fl. ungünstiger, hingegen bei Berücksichtigung der früher erwähnten Verminderung dcr Bedeckung aus der Tilgungsrente um 4 Millionen Gulden um 178 133 fi. günstiger. Politische Ueberficht. (Aus dem Abgeordneten ha use.) Das Abgeordnetenhaus des Reichsrathes hat seine Thätigkeit gestern wieder aufgenommen. Der im Hause wieder erschienene Präsident Dr. Smolka wurde, wie man uns telegraphiert, von den Abgeordneten lebhaft begrüßt. Dr. Smolka daukte für den warmen Empfang. Unter den Regierungsvorlagen seien erwähnt die Handelschiff-fahrts-Convention mit Egypten; die Vorlage, betreffend dasRccruten-Contingent pro 1891; das Gesetz, betreffend die Einquartierung der bosnisch-hercegooimschen Truppen und die Indemnität für die Auslagen an» lässlich der Überschwemmungen im Monate September. Hierauf folgte das Finanzexposi. über welche« wir in einem ausführlichen Telegramme an leitender Stelle berichten. (Die deutsche Partei in Mähren.) Der anlässllch der letzten in Brunn stattgefundenen Ver-sammlung der Vertrauensmänner der Deutschen Mäh. rens signalisierte Bruch zwischen den Deutfchliberalen und den Deutschnationalen ist nunmehr auch formell eine vollendete Thatsache. Die Führer der deutsch, nationalen Fraction veröffentlichen eine Erklärung, in welcher sie ihren Austritt aus der Parteileitung motivieren und gleichzeitig ihr nationales, politisches und wirtschaftliches Programm entwickeln. (Die Lage in Böhmen.) In einer Wiener Correspondenz des «Pester Lloyd» wirb die Kund. qrbung des Clubs der deutsch böhmischen Landtag«. Abgeordneten einer eingehenden Erörterung unterzogen. Dass in diesem ernsten Actenstücke die Landesailsstel. lung als das Friedensfest bezeichnet, aber gleichzeitig die Beschickung derselben wie eine politische Frage be-handelt werde, sei etwas recht Missliches, lasse sich aber mit der Zwangslage erklären, in welcher sich die Führer der Deutschen befanden, die den Ausstellern die nö» thigen Weisungen ertheilen mussten; dass aber die Organe der deutsch.liberalen Partei über diesen Um. stand stillschweigend hinweggehen, sei nicht zu rechtfertigen. Der Artikel erinnert dalan. dass das Gesetz, durch welches für Aenderungen der böhmischen Landes» ordnung die qualificierte Majorität gefordert wird, nicht von der jetzigen Regierung, sondern von den Deutschen gemacht wurde, dass demnach bezüglich dieses Hinder-nlsses der Ausgleichsaction das Ministerium Taafie außer jeder Verantwortlichkeit stehe. (Nieder österreichischer Landtag.) Wie gemeldet wird. ist eine Vertagung des niederösterrei. chischen Landtages während des bevorstehenden Sessions^ obschnittes des Reichsrathes nicht in Aussicht genom. men. Der Landtag soll vielmehr bis zur Beendigung der Berathung über die Vereinigung der Vororte mit Wien versammelt bleiben. Um den Abgeordneten, welche auch dem Reichsrathe angehören, es zu ermöglichen, den Verhandlungen beider parlamentarischer Körperschaften beizuwohnen, soll an den Tagen, an denen der Reichsrath Sitzung hält. im Landtage nur eine Abend-sihung stattfinden, an anderen Tagen jedoch eine Tagesund eine Abendsitzung. (Iur 2 age in Unga rn.) Wie uns aus Buda. vest gemeldet wird. waren die extremen Elemente innerhalb der gemäßigten Opposition allem Anscheine nach mit Ersolg bestrebt, dem Plane einer Fusion mit der liberalen Partei entgegenzuarbeiten, so dass derselbe nimmehr als definitiv aufgegeben betrachtet werden kann. Aller Wahrscheinlichkeit nach ist nächstens wieder ein heftiger Kampf gegen die Regierung zu erwarten. Die liberale Partei wird jedoch von dieser neueren Wendung nicht überrascht, da sie dieselbe vorherrschen und sich auf den bevorstehenden Kampf vorbereitet hat. (Von der Familie Karag jorgjevic.) Einige serbische Blätter veröffentlichen einen Brief des Secretärs der Prinzen Peter und Arsen Karagjorgjeoic, worin allen Freunden der fürstlichen Familie mitge« theilt wird, dass die beiden Prinzen mit Einwilligung der Metropoliten von Serbien und Montenegro die kirchliche Feier ihres Familien- und Hauspatron« vom Clemenstage auf den Tag des Apostels Andreas verlegt haben. Der Andreastag war bis 1878 auch der Tag der Feier des Landespatrons von Serbien, bis diese Feier auf Wunsch des Königs Milan durch die Feier der Unabhängigkeitserklärung Serbiens erseht wurde. Auch ist es. seit 1868 die des Mordes in Topcider angeklagte fürstliche Familie Karagjorgjevtt in die Acht erklärt wurde, da« erstemal, dass in einem serbischen Blatte eine Erklärung mit der vollen Nen-nung des Prätendenten Peter Karagjorgjevic veröffentlicht wird. (DerGroßherzog vonLuxemburg) wird am 7. d. in feierlicher Weife den Souveränitäts-Eid leisten. Unmittelbar darauf wird derselbe durch außerordentliche Vertreter mehrerer europäischer Höfe und Staaten zur Uebernahme der Regierung beglückwünscht werden. Erst nach diesen außerordentlich.«« Beglück-wünschungs Missionen wird die Ernennung ständiger diplomatischer Vertreter in Luxemburg stattfinden. (Die Parnell-Frage) ist noch immer in der Schwebe. Nachdem eine vorgestern vormittags ab-gehaltene Sitzung des irischen Clubs nach langen und sehr ernsten Debatten, ohne ein positives Ergebnis herbeizuführen, geendet hatte, wurde abends eine neue Zllfammentretung des irischen Clubs veranstaltet, die abermals zu keinem Ergebnisse führte. Der Vorschlag Nolans, es möge die Emscheidung, ob Parnell in seiner Obmannsstelle verbleiben oder zurücktreten soll. für so lange vertagt werden, bis von Irland aus eine Antwort auf Parnells Appell erfolgt sei, wurde ab« gelehnt. (Aus der serbischen Skupsti na.) Der Gesetz-Ausschuss der serbischen StuMna beabsichtigt ' weitgehende radicale Aenderungen des PressgeseyeS vom Lelbscher Zeitung Nr. 280. 2333 5». December 1890. Jahre 1881, wogegen aber der Minister des Innern und ein Theil der Skupstina Stellung nehmen wollen. Die Opposition in der Skupstina interpellierte wegen der Auslieferung des türkischen Mädchens, das nach Serbien geflüchtet und das Christenthum anzunehmen bereit war. (Die russische Regierung) theilte mit das« künftig der massenhafte Uebertritt über die Grenze seitens der galizischen Landbevölkerung zu Feldarbeiten in den nächstgelegenen Gouvernements Russisch-Polens verboten werde. Als Ursache wird Verdienstmangel der dortigen Bevölkerung angegeben. (Die Einverleibung Helgolands.) Im deutschen Reichstag? begann vorgestern die erste Lesung der Helgoland.Vorlage. Minister Böttcher kündigte an, die Insel werde am 1. April 1691 Preußen einver. leibt werden. Die Anlage eines Kriegshafens daselbst sei noch nicht entschieden. (Labinetskrise in Brasilien.) Aus Per-nam cco wird gemeldet, dass unter den brasilianischen Ministern ernste Meinungsverschiedenheiten entstanden find und der Rücktritt mehrerer Minister wahrschein« lich sei. Tagesneuigleiten. Ihre MajeM die Kaiserin hat dem Prä' fldenten der Wiener Polizei'Direction zur Betheilung jener Unterstützungswerber aus dem Wiener Polizei» layon, deren in letzterer Zeit eingebrachte Unterstützung«, gesuche auf Allerhöchsten Befehl von dem Secretariat Ihrer Majestät demselben zur eigenen Würdigung und Erledigung überlassen worden sind, die Summe von 600 Gulden au« »llerhöchftihrer Privatcasse übergeben lassen. ________________ — (Hosnachricht.) Man meldet un« aus Trieft unterm Vorgestrigen: Ihre Majestäten erschienen einige Minuten vor der sür 6 Uhr 15 Minuten abends festgesetzten Abfahrtszeit des Separat Hofzuges auf dem Perron des hilfigen Bahnhofes. UllerhSchstdieselben richteten an den Statthalter und an den Seebezirks-Eommandanten, die fich dortselbst eingesunken hallen, einige Worte. <3e. Majestät der Kaiser reichte den genannten Functionüren die Hand. Da« Kaiserpaar bestieg sodann den Salonwagen und erwiderte, als fich der Zug in Bewegung sehte, die ehrfurchtsvollsten Grüß« der Anwesenden in huldvollster Weise. Im Gefolge Ihrer Majestäten relsten: Oberstbofmeister Baron Novcsa, Flügeladjutant Fregatten Capita« Sachs, Oberstlieutenant Baron Saar, Hofrath Klaudy; seitens der Südbahn die Oberinspectoren Schüler und Thomas. — (Die Heilung der Tuberculose.) Vor-gestern herrschte, wie man uns aus Wien mittheilt, in der Nufnahmskanzlei fowie auf den Kliniken und Ab» theilungen des allgemeinen Krankenhauses ein Andrang von tuberculösen Patienten, wie solcher bislang in den Annalen des Spitales noch nicht verzeichnet worden war. Bis halb b Uhr nachmittag« waren bei 70 tuberculose Patienten in Spitalspflege genommen worden. Der rie» fige Kranlenstrom ift wohl eine Folge der Publication des Obersten Sanitätsrathes. Seitens der Direction soll die Vertheilung der Koch'schen Lymphe an die Kliniken und Abtheilungen heute erfolgen. — (Rache einer Betrogenen.) Die zwanzig» jährige Zofe der Baronin Podmaniczly in Gomba im Budapest« Comitat Namens Hermine Hering hat den Wirtschaftsbeamten Arpao Ferenczy im Schlafe er« schössen. Ferenczy hat ihr die Ehe versprochen, das Mild» chen glaubte jedoch Grund zu haben, an der Treue Fe« renczy's zu zweifeln. Sie schlich sich während der Nacht in dessen Zimmer m d schoss dem Ferenczy aus einem Revolver in« Auge, dass er sofort todt blieb. — (Gefchenl des Papstes.) Aus Rom wird geschrieben, dass das prachtvolle Mosailbilb, welche» seine Heiligkeit der Papst für die Konigin'Regentin Maria Christine von Spanien in der vaticanifchen Mosaik-Fabril herstellen lässt, seiner Vollendung ent« gegengeht. Das Bild stellt die Madonna mit dem Kinde nach dem Gemälde eines spanischen Malers dar. — (Curiose Scheidung.) Der seit langem schon verehelichte Bürgermeister von Pau in Frankreich hatte in den letzten Tagen seine und die Verwandten seiner Frau zu einem Diner geladen. Die Geladenen hatten sich in großer Anzahl eingefunden. Veim Dessert nahm der Gastgeber das Wort zu der Erklärung, er lebe mit seiner Frau in schlechtem Ginvernehmen und so hätten fie beide sich zu einer friedlichen Trennung entschieden. Da die Frau eine gleichlautende Erklärung ab» gab, so händigte ihr der Mann die am Vermählungstage empfangene Mitgift ein. Dann trennte man fich und jeder der beiden Theile kehrte zu seiner Familie zurück. — (Raubmord.) Ein Viehhändler au« Salz» bürg wurde, wie aus Villach gemeldet wird, in der Nacht zum !18. v. M. im Walde zwischen Batlendorf und Göriach ermordet und eine« Betrage« von mehreren tausend Gulden beraubt, «urz nach verübler That wurde der Mörder, ein l»ng«i Einwohner «öriach«. ermittelt und verhaftet. — (Rentable Jagd.) Bei Elscnberg, so er, zählt ein deutsches Blatt, wurde diesertage eiue große Treibjagd abgehalten. Das erfte Treiben hatte 71 Stück Hasen zur Strecke gebracht, worüber sich die Schützen nicht wenig freuten. Eben schickte man fich zum zweiten Treiben an, als ein Gerichtsvollzieher aus der Vildstäche erschien und die erlegten Hasen im Auftrage eines Gläubigers des Iagdpächters pfändete. Die Jagd wurde sofort eingestellt. — (Raub im Eisenbahnwagen.) In dem vorgestern früh von Nizza in Toulon eingttroffenen Zuge fand man eine ohnmächtige, elegeante Dame g/knebelt und an Händen und Füßen gefesselt. Zur Besinnung gebracht, gab die Dame an, von zwei nachts eingestiegenen Herren überfallen, ihrer Schmucksachen und einer Barschaft von 16.000 Francs beraubt worden sein. — (Neues Mittel gegen die Hunds» wüth.) Wie aus Bukarest berichtet wird, theilte Pro» fessor Babes im dortigen bacteriologischen Institute seinen Hörern mit, dass er ein Mittel und ein Verfahren entdeckt habe, das auch dann nütze, wenn sich die ersten Symptome der Tollwuth bereits zeigen. — (Ondticel in Wien.) Man berichtet un« aus Wien: Franz Ondtitek hat hier heute vor vollständig ausverkauften, Hause im großen Musiluereinssaale gespielt. Der Enthusiasmus war unbeschreiblich. Ondtiiel gibt noch ein viertes Concert. — (Kindermund.) «Mama, ich sehe eben ein graues Haar bei dir!» — «Das kommt davon, liebe Else, weil du mich so ärgerst!» — «Mama, musst du aber die Großmutter geärg?rt haben, die hat ja lauter graue Haare!» Vocal- und Prouinzial-Nachrichten. Der Verein der Aerzte in Arain hielt jüngst in Olgenwart von zehn Mitgliedern eine Monatsoersammlung ab. Nach Verlesung und Genehmigung des Protokolls der vorhergegangenen außer' ordentlichen Generalversammlung theilte der Vorsitzende, Regierungsrath Professor Dr. Valenta, mit, daf« Herr Stabsarzt Dr. Theodor Orgelmeister und Herr Regimentsarzt Dr. Anton Hartschk dem Vereine al« Mitglieder beigetreten seien, sowie dass die t. k. Landesregierung die in der letzten Versammlung beschlossene Statutenänderung zur Kenntnis genommen habe. Sodann erbat sich Regierungsrath Dr. Keesb acher das Wort und beantragte eine Resolution zu Ehren des genialen Forschers Dr. Robert Koch in Berlin und die Absendung eines die Gefühle der Bewunderung und der dankbaren Anerkennung dem gefeierten Arzte ausfprechenden Telegramms* Hierauf theilte Lanbesausschussbelsiher Dr. Vo 6 njal dem Bereine mit, dass endlich alle Schwierigkeiten, welche fich dem Neubaue des Civilspitales in Laibach entgegen» gestellt haben, beseitigt feien und dass der Landtag den Neubau beschlossen habe, mit welchem im nächsten Früh» jähre zu beginnen ist. Das Krankenhaus wild nach den vom Architekten Kuno Waidmann in Agram verfassten Plänen im Pavillonsystem erbaut, und sind vorerst folgende Pavillons in Aussicht genommen: 1.) sür die medicinische Abtheilung mit 100 Netten, 2.) sür die chirurgische mit 110 Betten, 3.) für die dermatologisch' syphilitische mit 56 Netten, 4.) für die Gebäranstalt sammt Hebammenschule und gynäkologischer Abtheilung mit 26 Betten, b.) für das Inftclionsspital mit 22 Betten und endlich besondere Pavillon« für das Administration«, gebäude, in dessen erstem Stockwerke sich die ophthalmo-logische Abtheilung mit 24 Betten befinden wird, für das Koch» und Waschlüchengebäude sammt den Ubicationen für die barmherzigen Schwestern und für das Leichenhaus sammt Seciersaal und dem palhologisch.anatomischen Museum. Die Gesammllosten des Neubaues sind mit 320.000 fl. präliminiert, welche in folgender Weise gedeckt werden: 1) durch den Erlös für die gegenwärtige Spitalsrealilät mit 120.000 st.. 2.) durch den Veitrag der lrainischen Sparcasse mit 60.000 st., 3.) durch den Beitrag der Stadt Laibach mit 36.000 fl. und 4.) durch den Beitrag des Landes mit 100.000 fl. Der Baugrund im Ausmaße von 50.000 Quadratmeter liegt fehr günstig, so dass die Gebäude nach allen Seiten freistehen werden. Der Untergrund ist Schotter. Der krainifche Landlag hat durch diesen Beschluss, wie seinerzeit bei der Notierung des Sanitätsgesehes. bewiesen, dass er die Wohlthaten eines geregelten Sanitätswesens zu schätzen weiß und für die im Geiste der Jetztzeit herzustellenden Humanität«' anfialten auch große Opfer zu bringen bereit ist. Per Verein nahm diese Mittheilungen mit größter Befrie« bigung zur Kenntnis und votierte über Antrag des Vorsitzenden dem Landlage den Dank des Vereines. Ueber Antrag des kais. Rathes Primararztes Dr. F>, x wurde auch dem Reserenten für Sanilätsangelegenheiten im Landesausschusse, Herrn Dr. Vojnjal. dessen Bemühungen imd zielbewusstem Vorgehen, wie seinerzeit die Einführung * Bei dem allgemeinen Interesse an Kochs epochemachender Entdeckung haben wir Resolution und Telegramm bereits in der Nummer vom 27. November im Wortlaute gebracht. Anmerkung d« Redaction. des Sanitätsgesehes, so jetzt die glückliche Lösung der Kranlenhausbaufrage hauptsächlich zu verdanken ist, der Dank des Vereines ausgesprochen. Kaiserlicher Rath Dr, Fux stellte ein dreimonatliche« Kind mit einer faustgroßen Geschwulst in der Kreuz» gegend vor, bei welcher die Diagnose, "b faotu» in saetu, Hydrorrhachis oder eine Cyste sich erst rch die Operation darstellen lässt. Ferner stellte er einen ?0jährigen Mann vor. bei welchem wegen heftiger Neuralgie der rechten Backe und be« Unterliefers der Unterliefernerv in der Lade des Unterkiefers aufgesucht und resecicrt wurde, besprach dann die anatomischen Verhältnisse diese« Nerven und die Operationsml'thod!'. Anknüpfend erwähnte er eines Falles/ von sehr heftiger Ischias, die dem Kranken das Leben unmöglich macht?, so dass der Kranke selbst auf die Operation drang. Die Dehnung des Nerven, ber in der Hinterfläche des Oberschenkels aufgesucht und blohgelegt wurde, bewerkstelligte vollkommene Heilung. NeqimentSarzl DrThurnwald besprach die F"t' schritte in verschiedenen Zweigen der mrdirinisch'chilur" gischen Wissenschaft, wie sie auf dem zehnten internationalen medicinischen Congresse in Berlin zutage traten. Specie« die großartige Ausstellung, alle Gebiete des mebicinischen Wissens umfassend, wollte ber Vortragende de« nähere« auseinandersetzen, alles übergehend, was aus ben Z"' tungen und medicinischen Fachschriften bekannt wurde. Der Vortragende besprach zunächst die Forlschritte aus de» Gebiete der Deslnfeclionspraxis, demonstrierte in Ab' bildungen die neuen Apparate verschiedener Firmen u"b deren mehr oder minder zweckmäßige Einrichtung. Weiter wurden unter anderen die ausgestellten Instrumentarien und Verbandstoffe besprochen, des preußischen Feld' Formationsbestecks Erwähnung gethan, die auf den deutschen Kliniken jetzt so beliebten Lorfmoospappen zu Verbänden demonstriert und deren verschiedenes Verhalten zu Carbol und Sublimat vor dem Auditorium praktisch erö tert. D>e erste Hilfe auf dem Schlachtfelde konnte der Vortragend« an österreichischen, deutschen und französischen Verbände" demonstrieren, bezugnehmend auf die verschiedene Vorliebe für Sublimat und Jodoform. Nicht blcß sür Milital' ärzte, sondern auch Spitalsärzte des Civil« inle«^" war die Besprechung der Passageren Untelkünste sür Kran« und Verwundete mit Demonstration von Abbildungen de verschiedenen Baracken ber Firma Dicker in Kopenhagen, unter Betonung ber großen Fortschritte, welche auf dieft Gebiete ber Kranlenunterlilnfle gemacht wurden. ^^ Wichtigkeit dieser Unterkünfte bestehe speciell in deren «"< Wendung bei Infectionskranken al« Isolierspitäler «n Isolierpavillon«. Schließlich demonstrierte der Vortragen" noch einige wertvolle Bücher, welche er als Mitglied de IVIII. Section de« Congresses zum Andenken an de Congress beim Abschied in Berlin erhalten hatte, untt^ anderen photographische Abbildungen von Spitals-^' ' richlungen enthaltend, welche sich zur Nachahmt empsehlen. An den mit allseitigem Veifalle aufgenommene" Vortrag schloss sich eine lebhafte Discussion an. in lvel«? — theils interpellierend, theils einschlägige Erfahrung mitth ilend — die Doctoren Vosnjak, Fux, Valenz Prohinagg und Kee«bacher eingriffen. Der R^st .^ Tagesordnung musste wegen vorgerückter Stunde aus demnächst stattfindende ordentliche Generalversam"" « verschoben werden. — (Allerhöchste Spende.) Seine M^t der Kaiser haben zum Echulerweilerungsbaue in V tederschitsch eine Unterstützung von 200 fl. a«s " Allerhöchsten Priuatcasse zu bewilligen geruht. ..^ — (Dr. Holubs Vortra a..) Vor einem l" nicht sehr zahlreichen Publicum hielt gestern abends bekannte Afrilareisende Dr, Emil Ho lud im landjcy^ lichen Redoutensaale einen zweistündigen, höchst ' ^ essanten Vortraa. über die Buschmänner, die Sitte" Gebräuche der Betschuana, die Gründung des A^av Reiches und die Kriegsfübrung ber Amatabele. 3" ' selnder Weise schilderte der Vortragende die verM^ Stämme Afrika'« und kennzeichnete das Wesen der ^h, tragende schloss seine Mittheilungen unter de»" Hastesten Veifalle der Anwefenden. Nestel' — (Die Vierproduction in "^„iste< reich.) Der Verzehrungisteuerauswei« des 3"""ä die riums enthält ausführliche statistische Daten ""«ah" Viererzeugung. Nach diesem Ausweise betrug '" r'le" 1869 die Zahl der im Vetiiebe gestanden^ «ir Ae 1S02, da« ist um 40 wemger als im Vol»aY Ualbacher Zeitung Nr. 280. 2339 5. December 1890. ^'"erzeugung betrng in Oesterreich auf dem offenen Lande l.906.759 Hektoliter und in den geschlossenen Ztädten ."»0.993 Hektoliter; in Ungarn 503,271 Hektoliter, «wnlnun 13,441.023 Hektoliter, das ist um 298.594 vmoliter mehr als im Vorjahre. In Krain wurden ^ /" «enannten Jahre 45.317 Hektoliter Vier produciert, ""° zwar am offenen Lande 36,983, in der Stadt Lai. «cl> 8324 Hektoliter. Die Steuervorschreibung hiefilr be« "g 100.089 st. Von der Gesammtproductioi, in Ouster, .'h per 12-9 Millionen Hektoliter entfallen 7 6 Mil-'"en auf zehngradige Wllrze. 1 '88 Millionen Hektoliter y.' tlMadige Würze, 1'97 auf zwvlfgradige Wilrze und «° Millionen auf drelzehngradige Wilrze. Aus diesen /!? geht hervor, bass die Production von minder» " atllgem Bier zugenommen hat, während die höhergradlge ^"ie einen mäßigen Ausfall zeigt. Von der ungarischen ^ duction Per 503.271 Hektolitern entfällt nahezu die ^'« auf breizehngradige Wilrze. Ium Schlüsse führen ^ "och die ProductionSziffeol der größten Brauereien 42-! i producierten in Niederösterreich: Schwechat Üiw? Hektoliter, St. Marx 381.330. Liesing 253.939, Al'eldors 206,048, Otlakring 159.900, Nussdorf 159.760, ^""n l55.816, Simmering 116.544. Schellenhof ß,I, ' Iedlersee 100.030 Hektoliter; in Salzburg: H enhausen 109.200 Hektoliter; in Steiermarl: Graz. liM 183.500 Hektoliter, Graz Actlenbrauerei ^., ' ^ Böhmen: Pilsen, bürgerlich 363.040, Hen?"""i 161.000. Smichow 106.311; in Ungarn: VesM H Dreher 144.646 und Steinbrucher Actien- '"'chllft 120.690 Hektoliter. Ik g"" (Ernennung.) Die k. l. Central-Commission Ith """ll» und historische Denkmale hat den Vollsschul« ^ Herrn Konrad Lernologar in St. Veit bei " lu ihrem Korrespondenten ernannt. ^ T'(Vezirlslrankencasse Laibach.) In ^ Maufenen sechzehnmonatlichen Verwaltungsperiode 18g" eingenommen 20,235 st. 50 kr., verausgabt kr i° ^ ^6'/, kr., es verblieb somit Ende Novem« ^a? "n Cassarest von 1300 st. 53'/, kr. Die «>>e^ ""theilen s^ nachstehend: An erkrankte Mit-k l Wurden 8826 st. 90 kr., den Aerzten und für !°nsli "trole 2020 fl. 39 kr., für Medicament«: und l^ Ue Heilmittel 1497 st. 94 kr., an Spitalsverpflegs. «8 l, ^^l fl. 54 kr., an Veerdigungeloslen 612 fl. ^' °" Verwaltungslosten 3661 st. 80'/, kr., für tl^ (^us ^^ Oerichtssaale.) «ei der l" n,/""Handlung der lausenden Schmurgerichtssess,on 3>l, "'"ch hatte sich der 58jährige Vagant Lorenz bohl« . °"b Großlalschna des Verbrechen« des Dieb« ^bstM """^Worten. Der Angeklagte, welcher wegen »>^ ^ "lcht weniger als oierzehnmal bereits abgestraft ^ner kurze Ieit darauf dem Vesiher Lorenz ^elbn^'" ^"bsmerecje mehrere Wäschestücke und ein — , MUr Geschwornen bejahten die ihnen vorgelegten Hlol,l Uen einstimmig, und der Gerichtshof verurtheilte ?'l tw, ^" lünf Jahren schweren Kerlers, verschärst '"kll,7 ^^"°»e monatlich. — Vei der dritten Ver« M h"« war der Nauernbursche Ioh. Nabergoj aus Metc,..' 'pp"ch des Verbrechens des Todlschlages angellagt. '^l»l, zu ^"e am 17. August b. I. in einem Streite >"! den « " ^l"l mit einer Heugabel einen Schlag °b t>e« ? "erseht, welcher nach sieben Wochen den ""« di. «.sehten zur Folge hatte. Der Angeklagte leug-!!"l" ^^, ^t. seinen Bruder zu todten; er wollte nur 'ebei un , 9 des verstorbenen Bruders parieren und habe ^".^ücllicherweise dem Bruder eine lödlliche Verletzung ^lllbtr? Die Geschwornen verneinten einstimmig d»e ^t«^' und der Angeklagte wurde infolge dessen vom !^rle m . freigesprochen. - Die am 2. d. M. durch, llz ^"Handlung gegen den Besitzer Franz Korencan > N°?"b Wegen Verbrechens der schweren lörper-?l>Üten bung endete mit dem Freispruche des An. >>en ^Bri der in geheimer Sitzung durchgeführten Ms ^ Verhandlung wurden die Schuhmachergeh'lfen ^btech^"e und Matthäus Koder aus La.bach wegen "ltl^'n« der Nothzucht zu je 18 Monaten schweren , ^. ""schärft allmonatlich mit einer Faste, verurtheilt. ^'^« frisierter E ivi l geometer.) Die ^""ch ^"»ierung hat dem herzoglichen Forstingenieur blich ,« s"lung der Tuberculose.) Aus Verl.n ^inis^, I^phiert: Die heute erschienene «Deutsche veröffentlicht einen Artikel au« 3^l'^'" Institute des Professors Koch über das 3,Thilt """ der Diphtherie« und Letanus-Immunität ^ i" Inle,., "" dem Artikel geht hervor, dass es bei ^z« "^"'Krankheiten gelungen ist, sowohl lnftc.erte ^uen als auch gesunde Thiere derartig vor« zubehandeln, dass fie später nicht mehr an Diphtherie, beziehungsweise am Tetanus erkranken. Alle in dieser Hiusicht an verschiedenen Thieren wiederholt gemachten Experimente waren von gleich gutem Erfolge. Ferner enthält das Blatt verschiedene Berichte über die An. Wendung der Koch'schen Heilmethode in zahlreichen Fällen von Lungen' und Halsleiden sowie von tuberculösen Er» krankungen jeder Art, bei welchen fast durchwegs die von Koch beschriebenen günstigen Reactionswirkungen sich er« geben haben. — (Todesfall.) Wie wir soeben vor Schluss der Rebaction erfahren, ist der Tirnauer Pfarrer Herr Franz Karun heute nachts nach längerer Krankheit gestorben. — (Iur Volkszählung.) Oesterreich. Deutsch, land, Frankreich, Italien und die Schweiz haben aus Nnlass der bevorstehenden Volkszählung Verträge abge. schlössen, denen zufolge sich diese Staaten gegenseitig ver. pflichten, jene Ergebnisse der allgemeinen Volkszählung, die sich auf die fremden Staatsangehörigen beziehen, dem betreffenden Staate im Actenmateriale mitzutheilen, so dass jeder Staat über seine in ler Fremde weilenden Ungehörigen genaue Kenntnis erhält. — (Personalnachricht.) Der Reichsraths, abgeordnete Prof. Franz Sullje wurde in Anerlen-nung seiner Verdienste um das Zustandekommen der Unterkrainer Bahnen zum Chrenmitgliede der Gemeinde St. Michael'Slopitsch ernannt. — (Von der Lehrer»Vildungsan st alt.) Der UnterstühungSverein für dürftige Zöglinge der l. l. Lehrer-Bildungsanstalt zu Laibach hält am nächsten Sonntag, den 7. d. M,, um 11 Uhr vormittags im Con» ferenzzimmer der benannten Lehranstalt (Resselstraße Nr. 10, 1. Stock) seine diesjährige ordentliche Haupt» Versammlung ab, wozu alle Mitglieder und Gönner des Vereines geladen sind. — (Deutsches Theater.) Im Redoutensaale findet heute auf vielseitiges Verlangen eine Reprise des Schauspieles G Scaria 1 fl..M. Uschnigg50 tr. und Kaller 50 lr.; vom Zemeind^nte Unterloitsch «esanmult die H«ren I°^ Smole 1 fl M Pttric 50 lr., Thomas TolaM 1 fl^. 3>-- ^."° oU ".. An,mi Degleric, 40 tr.'und Ialob Tersar 40 lr.d.e Frauen Anna Sorrö 50 lr.. Maria Mihevc 20 lr., Anna Frank 20 kr. und Maria Fabjaniiö 12 lr. Kunst und Aitevatuv. — (Das neue österreichische Gesetz über den Markenschutz.) Das unter diesem T'tel'm Verlage und Wcrlchen von Dr. Theobor Schul off, das °us den .Juristischen Blättern, vo" Jahre 1890 ist. en.hält eine ausführliche und sch°r 4 22 4 80 Milch pr. Liter . . — g------- Hafer » 3> 9 3 15 Rindfleisch pr. Kilo — 60------- hlllbsruch» '-------5^20'Kalbfleisch » —60------- Heiden » 4 71 5 61 Vchweinefleisch » — 58------- Hirse » 4 55 5 51 Schöpsenfleisch » —36------- Kukuruz » 5 20 5 27 Hähnbel pr. Stück — 45------- Erdäpfel 100 Kilo 2 41-------tauben » — 16------- Linsen pr. Heltolit 10-----------Heu pr. M.-Ctr. . 1 ?g------- Erbsen » 10-----------Stroh » . . 178------- Fisolen » 6-----------Holz, hartes, pr. Rinböschmalz Kilo — 90------- Klafter 6 80------- Schweineschmalz » — 68-------— weiche«, » 4 40------- Speck, frisch, » — 54-------Wein,roth,,100Lit.-------24 — — geräuchert « — 66-------— Weiher. »-------30 — Angekommene Fremde. Am 3. December. Hotel Elefant. Adler, Wien. — Prinl, sabar. — Dubulovit, Dalmatien. — Planinrc, Pudob. — Mleluj. Nltenmarlt. — Waschiza, Ingenieur, Gurtfelb. - Vermcmn, Reisender, und Fischer, Kfm.. Budapest. — Kurz von Goldenstem, Reisender, Graz. — Singer, Agram. Hotel Stadt Wien. Harrich. Frigcl, Pregel, Landecker, Pcibil, Schwarz, Wreda. Hock und Kohl, Kaufleute, Wien. - Gras Welsersheimb, Gürz. — Glboöonit, Krainburg. — hribel, Ksm,, Vrünn. Hotel Sildbllhnhof. Laßer, Rumänien. — Muli, Stein. — Vlo» boomt, Trieft. - Marbeck, Mell. Gllsthof Sternwarte. Pasoletto, Privatier. Linz. — Zor, Con« cipient, Graz. — Wurzdach, Gutsbesitzer, LandprnS. Gllsthof Kaiser von Oesterreich. Kosir. Förster, Weißenfels. — Aumann, Steueramts-Udjunct, Gurlfelo. Verstorbene. Den 28. November. Maria Malaverh, Aettlerin, 66 I., Petersstrahe 79, Marasmus. Im Spitale: Den 26. November. Johann Zagar, Arbeiter, 42 I., ?l»tti^8i8 pulmonum. kottozichung vom 3. December. Prag: 5 59 73 89 19. Meteorologische BeolwchtllMl! m Laibach. "" 7"ÜM^"?31."2" ""<^6^"NO7schwach gewollt ! 4 2 » N.' 732 0 62 NO. schwach i halb heiter ! 0-00 9 . N. 732 7 1'6 NO. schwach j halb heiter , Angenehmer, sonniger Tag. — Das Tagesmittel der Tem» peratur 2 8", um 1'9° über dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: I. Naglic. 2340 Course an der Wiener Dorse vom 4. December 1890. «°«b ,»«0« » » Fünftel 100 fi. i4^«z«4«»K ,««4«s Vt»at«l°se . . loo fi. i7l» z»^ ,?9 - . » , . »0 fl. ,7« bl, 179 - ^»/, DoM'Vfdbi. k «oft. . 1<»?»144?l» 4«/»0»ft. «tzoldrent». sttunfrei . in? «o ,<»? 5s i),N«rr, Notenrente. fteu«fr«< - ,<»-oz I"9»l «arantterte «Uen»»»»' «> Neuerfrel . ,z»—li«»o 5ianz.,Io!ep!, Marl . lo» — 1' 8 ?«' !«tt« für 20a Marl 4" „. . . i,z — 118 7» !f,anz.3°<«ph.«al,n «». i»»4 . ss »u »? - «ororlber,« Vabn »mlfl. 1884 «, ?b »3 ?!l an«, «oldnnte 4° » ... «b« K0 l<« ?s, «tto Papiecrentf b°,, ... »8 5^ «9 ?b lln«, Eisnlb,.«lnl.lcX)st.«.W.E. ,ll»0<» l«4 — ^to. dto, cunml. Stück» . . > ««'— «e 70 »to, OstbabN'PrioritätlN . . — — — — ,t«. Tt»ai«^)bliaat. v.J. «7« !l«o 5l< lll-»b «to. Weinzehent.Nbl.Hb. lOvfi. «9'5U — — »t«. «ri». «nl. ^ loo fi.».«. lz«?z l«s?b hto. dt«. k bvfi.«,W, 18»7b l8»?b rb«<ß'«a.'L°!s 4", lo« «l, ,«« «o!,,8 «0 «eld «a« Gnmzentl.'OblllllltUmeu (für loo fi, «M.), b«/„ «all,,llbe...... ,04. _ ll»4 «0 5°/, m«br». V/^ nt,ber0ft,rrebanl lvj. bO°/. ,^-_ w. ,° ^ft.'M,«. «hanl »esl. 4>/.'/. . llK,50lu<5ft oen« » 4«/, . . «g »n < Vallzliche Kllll«Ludwig»Vadn 5». llu»» «X! «, O, «>/,», , 9«.HO ^._ Veld Ware Oesterr. Norbwestbahn , . ,<,^ p«r «Itült) «rtbltlos« 100 fi...... «84 »0 ^'i 50 Llary'Lose 40 fl...... 54'«!» «5'«5 4°,„ Tllnau'Dllmpftch. 1 fi. , >2«>'—Xzg-— Laibicher Pläm.'Anlfh »0 ft, z.,— 34 — vfenel llose 4« fi..... 8« 75 WlnbUch'Vrätz.Lol« »0 fi. . __.^ _._ »e»..Och. d. 8"/, Pr«»..Vchulb. nessck d, Nodencrebitanftal» »?— 29 — ««mf. Netten (per Otü«, Vanlueiein. 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