^234. Montag, 12. October 1896. Iahrgaill, 115. Mbalher Zeitung. a"'M,A 3 ? p"l«: ^^ Plistvcrlrlldu»!,: aai^jiihrlg fi, l5, hallii^irig ft, ? ba. Im Lomptvir: lls>m>^> i ' ""'l^Uilin ft, ü5>0, ssiir dir ZustsN»»!, i»« Hau« nanziälir!!, st, l, — Insertionssstbür: Für ''"'"N'r b!« ^» 4 Zcllsl! !i.'> lr,, größerr per ^rils N fs,: br! Uf!,'!'!'!! Wisdrrholüügs» vrr Zrilr 3 fr. Die «UlllbXstt,» rrllbr!'« tilstlich, mit «««nabms der Vonn» und geleNagt, Die »bwlnlftratto» befindet N<» Ion««s«vlah Nr. 8, die Uitbnltton Vahnbosgn^e Nr, l5, Eplechftimben der Redaction voi, 8 l><« li Uhr vormittal,» Unfranlierre Briefe werden nicht angenommen, Manuscripts nicht zuiüsgeftellt. Amtlicher Theil. ^ Se. k. und k. Apostolische Majestät haben mit "uerhuchst unterzeichnetem Diplome dem Generalmajor "^Ruhestands Siegmund Kraus den Adelstand lm dem Ehrenworte «Edler, allergnädigst zu verleihen All r^^ k' und k. Apostolische Majestät haben mit ""erhöchster Entschließung vom 23. September d. I. ,"etgnadiqst zu verleihen geruht, und zwar: Allerhöchst-M?«./ußerordenllichen Gesandten und bevoNmächtigten ?Ü< Alois Freiherrn Lexa von Nehrenthal «»Moßkleuz des Franz Josef-Ordens, dem k. uud l. ^""consul zweiter Classe Karl Ritter von Goracuchi v n n 3^ ^' ""^ k. Lcgationssecrrtür Grafm Duglas t^.^yurn und Valsässina. und zwar beiden f^'/'' den Orden der eisernen Krone dritter Classe, ^r den k. und l. Viceconsulu Gustav Trojan und !,/," LiPPert von Granberg und den von w ^tschafts'Mache's Dr.Alexander Musulin ^ n Gomirje und Dr. Julius Szilassy von I°<,l t? und Pilis das Ritterkreuz des Franz ""!«!'Ordens. Hn°^k. k. und k. Apostolische Majestät haben mit df^ Wster Entschließung vom 23. September d. I. ^!' "^d k. Kanzleirathe Nicetas Ja lob das Nanli !"z des Franz Josef-Ordens und dem k. und l. allttVttetär Karl Grepbdas goldene Verdienstkreuz «"ndigst zu verleihen geruht. H,. Der Ackerbauminister hat die Bergbau - Eleven ^. Rotk^. Dr. Theodor Rudl, Dr. Kasimir '«Nan Midowicz, Franz Friedrich und Anton 7"eßl zu Adjuncten im Stande der Bergbehörden plannt. Nichtamtlicher Theil. Die Rede des Herrn Fmanzmiuisters. h Die Rede des Herrn Finanzministers Dr. Ritter vu? plinst! bei der ersten Lesung des Staats« Zuschlags wird vou mehreren Blättern gewürdigt. Die «Presse» schreibt: Die erste Lesung des Staatsvoranschlags hat schon in ihrem Verlaufe sich dadurch besonders bemerkenswert gestaltet, dass sie dem Herrn Finanzminister Gelegenheit bot, nochmals in klarer und überaus wirksamer Weise die Grundsähe zu entwickeln, von denen derselbe bei der Aufstellung des Staatsvoranschlags, bei der systematischen Regelung der Investitions Frage ausgegangen ist. Das markanteste Princip, welches in dem Budget für 1897 zur Durchführung gelangt, ist jenes der genauen Präliminierung von Einnahmen und Ausgaben. Wir können stolz sein auf die Errungenschaften der Herstellung des Gleichgewichts im Staatshaushalt. Allein eine Vorbedingung für die Aufrechthaltung dieser Errungenschaft, für die Sicherung dieses kostbaren Schatzes ist das Bestreben, bei der Budgetierung der Wahrheit so nahe als mög» lich zu kommen ... Die Daten, welche der Herr Minister hinsichtlich der seit dem Jahre 1890 vor-gekommenen Überschreitungen vorführte, sind in der That drastisch und begründen in vollem Waße die Nothwendigkeit einer streng nüchternen Präliminierung. Unter Berücksichtigung dieses Grundsatzes erscheint auch die Steigerung der Ausgaben um 26 Millionen in einem anderen Lichte. Denn wenn man erwägt, dass von dieser Summe 4-7 Millionen auf die Sanierung des Budgets entfallen, weitere namhafte Beträge eine Cons> quenz von Beschlüssen des Parlaments sind, die Tilgunq der Staatsschuld aus dem Budget bestrittm wird, so verbleiben eigentlich nur 5 Millionen, welche dasjenige enthalten, was den Zwecken des culturellen Fortschritts gewidmet ist. Und da wird man denn doch von einer beunruhigenden Steigerung der Ausgaben umso weniger sprechen können, als die Mehrausgaben vou 26 Millionen ihre Bedeckung in den Reserven finden. Dass der Herr Finanzminister die Investitionen in eine geregelte Form gebracht hat, ist nur mit leb-haftcr Genugthuung zu begrüßen, und wenn der bisherige Investitionsaufwand um etwas vermehrt wird, so lann dies im Interesse der wirtschaftlichen Entwickelung nur gebilligt werden. Ein streng nüchternes Budget, Bestreitung des Tilgungsbedarfs aus den Staatseinnahmen, systematische Regelung der Investitionen und Bedeckung derselben durch eine niedriger verzinsliche Rente, das sind Vorzüge des Budgets, welche einen so bedeutungsvollen Fortschritt in der österreichischen Finanzwirtschaft darstellen, dass Oesterreich allen Grund hat, sich desselben selbstbewusst zu freuen. Das «Fremdenblatt, bemerkt: Die Frage des Investitionsfonds wurde von sämmtlichen Rednern beleuchtet, ohne dass irgend jemand zu dem von publi-ciftischer Seite aufgeworfenen Verdachte gekommen wär?, es verstecke sich dahinter ein Deficit. Der Herr Finanz» minister, welcher nochmals alle die Gründe darlegte, dic ihn zu dieser von allen Parteien des Hauses freudig begrüßten Neuerung veranlasst hatten, konnte infolge dessen mit umso größerer Entschiedenheit gegen die Unterstellung auftreten, als ob ein Deficit vorliege oder als ob er ein solches gar zu verschleiern trachte. Er bemühte sich. über die Principien, die ihn bei der Aufstellung des Budgets geleitet hatten, die erschöpfendsten Auskünfte zu geben, indem er durch zahlreiche Belege die Mittheilungen seines Expos«! sorgfältig ergänzte. Das «Extrablatt» sagt: Unanfechlbar widerlegte der Herr Minister die bisher noch von leiner Seite im Parlamente, wohl aber außerhalb desselben aufgestellte, wenn auch unbewiesen gebliebene Behauptung, dass das Investitions-Präliminare nur dazu diene, ein Deficit zu verschleiern. Vor ganz Oesterreich, vor ganz Europa protestierte der Herr Minister gegen eine solche Unterstellung, da es thatsächlich kein Deficit gebe. daher auch nichts zu verschleiern sei. Diese energische Zurückweisung fand auch im Hause allseitig lebhafte Zustimmung. Das «Neue Wiener Tagblatt» hebt hervor, der Herr Finanzminister habe detailliert die Grundsätze erörtert, nach welchen die Ausgabm zwischen dem Staats-voranschlage und dem Investitionsanlehen ausgetheilt wurden. Der Rücktritt Lord Roseberys. Der Rücktritt Lord Roseberys von der Führerschaft der liberalen Partei Englands erregt die Auf-merksamkeit der Wiener Presse. Wenn auch die persönlichen Motive, die Lord Rosebery bei seinem Entschlüsse geleitet haben mögen, nicht auheracht gelassen werden, wie beispielsweise die Rivalität, die sich zwischen Sir Feuilleton. 6'ne Keller Bergfahrt vor hundert Jahren. Von Flor. Hintner. V. brr fz?,?^ ^ ^ Griutovec im orographischen Sinne bart am ? ?W'lunde nicht ist, welchen Graf Hohen- jeder b^' ^' 1793 unter den Füßen hatte, erkennt "sten Nli3^""l d'esen, Gebiete Vertraute auf den 300 wp . " Grintovec nimmt die um mehr als °ln all?r^ ."^"" Vrana nichts von der Aussicht, Hochwarl, ??" gegen Kärnten. Jeder, der auf dieser über die m^' ' ""'b. dass man mit Leichtigkeit ^hl abpv - ^^'""^' srcilich nicht nach Kärnten, ^vonisH,.. w stelnsche Unterland und zum' kroatisch. ^ Amsi^""äaebirge hinsieht. Die Kolna raubt ^lt. a^ ^"^m^oec allerdings ein gutes Stück '"Us nicht ^O'"'e über ihre' Gipfel lenkt eben- 3" Tri^«^ harnten, sondern genau westwärts ^ermar,?°l ""^ ^nen Nachbarn. Ein «in der '^n qar V/"? Berg. vollends lann dem Grintovec "."trächtiae,. ^ ^ Fernsicht gegen Kärnten be- ?'^ ein ^ .?'"'sch'n diesem Gipfel uud Kärnten "N 1347 N" ^mscher zg^n lieqt. Die Höhe w > der Graf erreicht haben will, M'chen Gr^ ^ trigonometrifchen Messung des fHenwart d"^^°"^ ^em Jahre 1823. Da Graf C.^ niederschn.k '^""""""gen «ft 1837 oder 3' "us d". übertrug er ganz einfach diese ^""licheu a, ?" ^'" ''" Jahre 1793 erreichten bZ "n A' ,«? ". Dass der damals gemessene Ä>e,Kon "e"! k'^el ist. als der 3on ihm ^""g haben "e Hohenwart schlechterdings leine Geht so mit zwingender Logik hervor, dass der Graf einen Gipfel gewonnen haben muss, dem gegen Kärnten zu rin Stück von Steiermark vorgelagert ist, so ist man damit der Lösung der schwebenden Haupt-frage: «Welchen Berg hat Graf Hohenwart bestiegen?» erst einen Schritt näher gekommen. Dr. von Böhm * sieht in dem von Hohenwart betretenen Berge die Velika Planjava (Baba), meint aber doch, dass sechs Stunden für den Aufstieg von Stein etwas wenig seien; «doch konnte man», beschwichtigt er sein kritisches Gewissen, «bis Streine und noch ein gutes Stück in die Feistritz hineingefahren sein.» Interesse an der Sache und eigene Erfahrungen in diesem schönen Alpengebiete drängen mich, die mit» getheilte Ansicht Dr. von Böhms näher zu prüfen. Um der Lösung unserer Frage methodisch näher zu kommen, erscheint es mir geboten, den Weg unseres Touristen im einzelnen zu verfolgen. Nach dem obigen Berichte war es «ein ganz anderer Weg als das erstemal», der von den Bergsteigern eingeschlagen wurde. Diese Worte haben nur einen Sinn, wenn damit das erste Wegstück vom hinteren Feistritz. Thale gemeint ist; dass der Grus über dm Weg bis zum Feistritz-Ursprung schweigt, ist erklärlich, weil er schon anlässlich seiner Tour vom 6. Juli uns über das Wissenswerteste unterrichtet hat und, wie aus seinen, unsrer Be-schreibung angeschlossenen Winken hervorzugehen scheint, wahrscheinlich «im einspännigen Wägelchen bis zwei Stunden in die Alpe» gefahren ist. Für diese Auf-fassung spricht auch der Umstand, dass die Gesellschaft schon in einer Stunde die Region deK Krummholzes hmter sich hatte was wohl von dem so recht ins Mark des Gebirges hineinschneidendm Feistritz - Thale aus, aber * .Die Erschlirhung der OMlpen», Vt>. 3. S. 629 ff. (Eeparatabbruck S. 1U ff.). weder von Stein noch von Streine auS nach irgend einer Richtung hin möglich ist. Thalrunsm, wie die von der Putzpulverfabril gegen Dol hinaufführende ober der Bela-Graben und andere können aus dem gleichen Grunde nicht in Betracht kommen, da alle diese Made weit hinauf von stattlichen Nadel» und Laubwaldungen in Schatten gelegt werben. Aber auch vom heutigen Steiner-Sattel.Wege, beziehungsweise dem durch das Freithof-Thal sich hinaufziehenden Steige werden wir mit zwingender Gewalt weggedrängt, da der auf diesen Pfaden Wandernde mindestens zwei Stunden von Hochwald und Latschen begleitet wird. Wohl aber ist dies an mehreren Stellen möglich, wenn man innerhalb deS Uröiö-Hofes in nördlicher Richtung bergan strebt. Selbst wenn man diefer Zeitangabe eine zwingende Beweiskraft absprechen wollte, weist uns die Beschaffenheit des eingeschlagenen Weges in eine dem Thalschlusse beträchtlich näher gelegene Bergregion. Der Graf spricht vom «Gebrauch der Fußeisen, des Bergstockes», von «Klettern», »engen Passagen», «Riesen», «Kämmen von derbem Kalkstein», wo die Steigeisen abgelegt werden müssen; in die Schuhe fällt ihm Sand, er bedarf der sorgsamen Beihilfe seiner Begleiter, und der anstrengende jKniebeißer-Stng heischt wiederholte Rast. Gleichwohl steht er nach sechs Stunden* auf der Spitze seines vermeintlichen«Grmtouz». * Es ist lcineswegs aussscmacht, dass die Zeiianssllbe sich auf den We« von Stein bezieht; der Graf löimtc auch, wie bei der früher erwähnten, in der Wald' und Krummholzregwn aufgewendeten Stunde, nur den Anstieg vou der Thalsohlr im AiM haben. Iin ersteren Falle lommt Hohenwavt um 9 Uhr, im letzteren gegen !1 Uhr aus seinem Gipfel an. Man bemerlte, dass der Graf daselbst bald vom Mittagessen spricht, was um 9 Uhr ein wenig versrüht ist. Laibacher Zeitung Nr. 2.84. 2010 12. October 1896. W. Harcourt und ihm entwickelt hat. so ist doch die Mehrzahl der Wiener Blätter geneigt, den wahren Grund für den Rücktritt des bisherigen Führers der liberalen Partei Englands in dem Gegensatze zu suchen, in den er mit Bezug auf die orientalischen Angelegen^ heiten, speciell die armenijche Frage, mit Gladstone gerathen ist. Lord Rosebery, so wird ausgeführt, sti bei aller Verurtheilung der Verfolgung der Armenier seitens der türkischen Regierung dennoch stets für eine umsichtige auswärtige Politik Englands eingetreten, die sich nicht in unlösbaren Widerspruch mit den übrigen europäischen Mächten stelle. Gladstone hingegen plai-diere selbst für ein isoliertes Einschreiten Englands. Das seien schwer zu vereinbarende Gegensätze. An diesen Sachverhalt knüpfen mehrere Wiener Blätter des weiteren die Hoffnung, dass Lord Salisbury, welcher gleichfalls bemüht sei, die leidenschaftliche Parteinahme des englischen Volkes zugunsten der Armenier in ruhigere Bahnen zu lenken, durch die Absage Noseberys an die rücksichtslos türlenfeindliche Politik Gladstones eine wesentliche Stütze erhalten werde. Diese Eventualität wird von der hiesigen Presse mit Befriedigung aufgenommen, da dadurch ein Anschluss Englands an die mit Bezug auf die Türkei bestehende Entente der continentalen Mächte erleichtert werden würde, was nur im Interesse des allgemeinen Friedens wäre. Die «Times» weist auf den Wechsel in den Gesinnungen Harcourts von einst und jetzt und seine Differenz gegen Gladstones Anschauungen hin. Dem Einverständnis mit Russland stimmt »Times» vollinhaltlich zu und glaubt, dass auch Russland sich dazu werde bereitfinden lassen. Der «N. Fr. Pr.» wird aus London telegraphiert: Während die radicalen Blätter unter Führung des Daily Chronicle die Parole von der Concentration unter Harcourt und dem festhalten an der armenischen Agitation ausgeben, scheinen die gemäßigteren Elemente von der Richtung der Daily News in Verlegenheit. Sie müssen entdeckt haben, dass Lord Rosebeiy viel degoutierter ist, als sie anfangs glaubten, und haben trotz ihrer fortgesetzten Anspielungen auf Harcourts «Intriguen» nicht den Muth, seine Kandidatur offen zu bekämpfen. Die «monistischen Journale anderseits erwägen die Möglichkeit, dass ein Theil der Partei sich um Rosebery scharen werde. Allgemein wird zugegeben, dass Rosebery geschickt handelte, indem er die arme« nische Frage als Gelegenheit benutzte, um seine lange und vielseitig geschwächte Position als Parteiführer aufzugeben. Er wurde nach Gladstones Rücktritt einem fettigen Ministerium vorgesetzt, welches uicht ihm die Portefeuilles verdankte, wie fönst die neuen Minister dem neuen Premier. Jene Minister waren nicht Männer nach Roseberys Wahl, ein Erfolg ist daher fast unmöglich gewesen. Politische Ueberftcht. Laib ach, 10. October. Der Budgetausschuss trat in seiner vorgestrigen Sitzung in die Specialdebatte über die Regierungsvorlage, betreffend die Regulierung der Beamtengehalte, ein. Referent Dr. Beer stellte den formellen Antrag, dass die neue Gehaltsregulierung mit dem 1. Juli 1897 zu beginnen hätte und erörterte die Art und Weise, wie hiefür die Deckung zu finden wäre Für das erste halbe Jahr solle die Deckung aus den Cassenüberschüssen genommen werden. — Abgeordneter Dr. v. Fuchs gab im Namen seines Clubs die Erklä- 'img ab, dass derselbe in die Berathung und Er-edigung dieser Vorlage nicht eingehen könne, bevor die 8edeckunqsfrage gelöst, aber auch die Gebürenerleich' erunqsnovelle für bäuerliche Besitze von der Regierung ingebracht sei. — Abg. Dr. Barcuther erinnerte an ?in in der römischen Republik bestandenes Gesetz, das )en Consuln verbot, die Rogation eines für die Ve-lölkerung günstigen Gesetzes von der Annahme eines )ie Bevölkerung belastenden Gesetzes abhängig zu nachen. Auf eine solche lex salura war eine hohe Strafe gesetzt. Wenn der Finanzminister römischer 3onsul wäre, würde er dieser Strafe verfallen sein. — Hinanzminister Ritter von Bilinski machte gegenüber )em Antrage des Referenten auf die Höhe der Erfor-)ernisse aufmerksam, die hier in Betracht kommen. Es ;ehe nicht an, die Bedeckungsfrage nur für ein halbes 3ahr in Erörterung zu ziehen. Gegen die Bedeckung )er Erfordernisse aus den GebarunaMberschüssen müsse sich die Regierung auf das entschiedenste aussprechen, and müsse, wie bereits in den Vorlagen zum Ausdrucke gebracht wurde, nachdrücklich betont werden, dass die Deckung lediglich und ausschließlich aus der erhöhten Vrantwein- und Viersteuer gefunden werden könnte. — Ueber die Anträge des Berichterstatters wurde auf Antrag des Abgeordneten Dr. Barcuther namentlich abgestimmt. Dieselben werden mit 16 gegen 7 Stimmen angenommen. — Die Verhandlung wurde sodann ab-zebrochen. — Die nächste Sitzung fand gestern abends statt. Der Immunitäts-Ausschuss hielt vorgestern abends eine Sitzung, in welcher der Dringlichkeitsantrag des Abg. Dr. Pacak, betreffend die Zeugeu« Mcht der Abgeordneten, in Verhandlung gezogen wurde. Zu der Sitzung, welcher der Herr Iuftizminister Graf AleiZpach beiwohnte, war auch der Antragsteller Dr. Pacak geladen. Iustizminister Graf Glrispach ver-Heidigte das Gutachten des Obersten Gerichtshofes und brachte dem Ausschusse drei Grundsätze zur Kenntnis, auf Grund deren er sich eine Gesetzesnovelle, die ge' schaffen werden müsste, denke, und zwar: 1.) Ein Abgeordneter dürfe nur mit seiner Zustimmung über den Inhalt seiner Rede einvernommen werden; 2.) wenn er sich weigere, Zeugnis abzulegen, nur mit Zustimmung des Hauses; 3.) in Ehrenbel'idigungs-, Ver« leumdungs» und Ehebruchsachen auch ohne Zustimmung des Hauses. Hierüber entwickelte sich eine lebhafte De» batte, an welcher sich die Abgeordneten Eugen Ritter v. Abrllhamowicz, Dr. Pacak, Dr. Pergelt, Dr. Funke, Dr. Nitsche, Dr. Ferjancic, Kulp sowie der Herr Iustizminister betheiligten. Mehrere Mitglieder des Ausschusses sprachen sich für den ersten und zweiten Grundsatz mit einig'n Abänderungen aus. Die Majorität des Ausschusses hielt jedoch an dem Grundsatz«? fest, dass die Zeugnispflicht eines Abgeordneten nur mit Zustimmuug des Hauses zulässig sei. Ueber Antrag des Abg. Ritter von Abrahamowicz wurde ein dreigliedriges Subcomitö gewählt, um dem Ausschusse präcise stilisierte Anträge vorzulegen. In dieses Comitö wurden unter Cooptation des Antragstellers Dr. Pacal die Abgeordneten Dr. Ferjancic, Dr. Funke und Ritter v. Abrahamowicz gewählt. Auf eine Bemerkung der «Kölnischen Zeitung», dass wohl ein Defensivoertrag zwischen Frankreich und Rufs land bestehen möge, erwidert das dem Fürsten Bismarck nahestehnde Hamburger Blatt, daran sei nicht recht zu glauben. Für den Fall eines neuen deutsch-französischen Krieges würde Russland in demselben zunächst gar nicht Partei nehmen, sondern den Verlauf abwarten. Seine Einmischung würde erst dann 'tattsinden, w?nn die Ergebnisse des Kampfes die dauernde Zchwächung eines der beiden kriegführende!, Mlche vahi schcinl'ich machten. Die russische Politik würde eine Me Ueberwältigung Deutschlands durch Frankmcy ebenso wenig mit ihrem Interesse verträglich finden, vie ein Ausscheiden Frankreichs aus den Elementen )es europäischen Gleichgewichts. Das Blatt schließt: Wenn überhaupt eine russisch^frauMsche Interessen' Gemeinschaft für die Petersburger Politik in BetrM komme, so richte sich dieselbe nicht sowohl gegen Deutsch' land als gegen England, die einzige Macht, mit der tttussland zur Wahrung seiner eigenen Interessen w Conflict gerathen könnte. Dem «Figaro» zufolge hätten der Kaiser und d>e Kaiserin von Nussland versprochen, im nächsten Frühjahre wieder nach Paris zu kommen und daselbst incognito gegen 20 Tage zu verweilen. Die Blätter constatieren, dass der Enthusiasmus der Menge bis zum letzten Augenblicke der Anwesenheit des Ka'ser/ paars im Zunehmen war. Beim Abschiede rirf d«e Menge dem Zaren zu: «Auf Wiedersehen!» Die «St. PetersburgerZeitung» schrey Es ist für den Frieden Europas genug, dass o«e Franzosen die ehrliche Absicht, Frieden, bedingungslos Frieden erhalten zu wollen, bestätigen und betheuern. Und dass es ihnen — der französischen Regierung un° dem französischen Volke — gegenwärtig' Ernst um ihren friedlichen Absichten und ihrer bedingungsloien Freundschaft ist, wollen wir ihnen gern glauben. Gern würden wir ls sehen, wenn nach verrauschtem Fe>^ jubel die Negierung der Republik unerschüttert un° unangefochten, wenn ihre Politik und ihre p""^ mentarische Partei stark und friedlich und ihre P"' des Grists bliebe, der sie eben beseelt. Die ViM" sehnen sich nach Frieden, und in Frankreich muss :na> es wissen. Nach einer der «P. E.» aus Belgrad zugchend" Meldung wird in dortigen gut unterrichteten Krnje" die Nachncht, dass in den Beziehungen mit Cetinje eu" Trübung eingetreten sei, als gänzlich unbegründet oe zeichnet. Der kürzlich iu Belgrad gewesene monte negrinische Minister des Aeußern, Herr Vutov'»., >, vom Könige Alexander huldvoll empfangen n"d ' einem Familiendiner zugezogen worden. Auch mit t>e^ Ministerpräsidenten und Minister des Auswärts Herrn Nuuakovic, habe Herr Vukovic' in der freu"!' schastlichsten Weise verkehrt. Der serbische Gesandte > Paris, Herr Garasanm, trifft in den nächsten TM' in Belgrad ein, um in seiner Eigenschaft als "" sidcnt der Skupschtina der für den 17. d. M- "' beraumten Eröffnungssitzung derselben beizuwoh" Die Skupschtiua wird mit einer Thronrede ?roM^ werden, in der auch der Begegnung des Königs Alel"" mit dem Kaiser Franz Josef in Orsova gedacht lver^ wird. ^, Wie aus Sofia gemeldet wird, steht das"" garische Kriegsministerium mit dem k. und k. Kl' u Ministerium in Wien in Unterhandlung behufs ue lassung des in der k. und k. Armee eingeführten ra"^ losen Pulvers für die bulgarische Infanterie. . ^z Ueber die letzten Vorgänge in der Türke» .^ gemeldet: Ein IrM ordnet an, dass von nun an Bosporus zwei Torpedoboote zu sta"^'Z i» haben. Das Depot der Befestigungen am Bospor" ^, Natoli Kavak wurde vor einigen ^^M< Etienne-Gewehren ausgerüstet. Eine officielle ^ theillmg besagt, dass Armenier, welche """. .«e» wandern wollen, sich verpflichten und G^"'^ ^niel, müssen, niemals wieder zurückzukehren; jeneAcn^^ Unerbittlich Oericht. Roman von F. Klinck. (11. Fortsetzung.) Vor zehn Jahren! Welch einen Eindruck die Worte auf Frau Hartner machten! Ihre leicht gefärbten Wangen erblassten. «O!» kam es leise über ihre Lippen. Der junge Freiherr war erschrocken. Er glaubte, Frau Hartner wanken zu sehen, und bot ihr hilfreich seinen Arm. den fie, mit einem dankbaren Blick auf ihn, annahm. «Verzeihen Sie mir!» flüsterte si>. «Vor zehn Jahren! Es war, als ich so plötzlich meinen Gatten verlor!» Die drei Menschen waren in den Garten getreten — Frau Hartner, von der Erinnerung überwältigt, der junge Freiherr in einer Verlegenheit, die seinem offemn, geraden Wesen durchaus fremd war, Lora, gequält von dem Vorw!'rft>, dass sie unbedacht gehandelt, indem sie Herrn Gruners Warnungen außeracht ge» lassen hatte. Hier, am Ausgange des Parkes, waren die Wege schmal und von Buchsbaum begrenzt, so dass nur zwei Personen nebeneinander gehrn konnten. Den Augenblick, in welchem Lora um eine Biegung des Weges schritt, «N« ^<" h°"^r. chrrm Begleiter voller hast zu Nach emlgen weiteren Minuten sah der junge Mann die Farbe in die bleichen Wangen seiner Begleiterin zurückkehren. Er athmete tief auf; er fühlte sich uamenlos erleichtert, mehr noch, als Frau Hartner jetzt mit einem wehmüthigen Lächeln um den Mund zu ihm aufblickte und sagte: «Ich bitte nochmals um Verzeihung, wenn ich Sie beunruhigt habe. In der Erinnerung an jene Zeit liegt für mich eine große Schwäche. Sie werden das begreiflich finden. Möchten Sie mir aber jetzt nicht die Erklärung der Worte meiner Tochter geben?» In kurzer Zeit war nunmehr die Unterhaltung in Gang gebracht, welche Frau Hartners höchstes Interesse erregte. Obgleich eine Reihe von Jahren seit dem Tage verflossen war, an welchem sie auch noch von dem Verlust ihres einzigen Kindes bedroht gewesen war, machte die Eröffnung von jenem Vorgange doch einen tiefen Eindruck auf sie. Ihre Augen waren mit lebendiger Theilnahme auf das Gesicht dcs jungen Mannes gerichtet, der sich eifrig bemüht zeigte, seinen Antheil an der Rettung ihres Kindes zu übergehen, und sichtlich ungern bei diesem Punkte verweilte. Es war in der That seltsam, wie schnell und herzlich eine Bekanntschaft geschlossen war, die Heinz von Hohenlandau noch am Morgen desselben Tages als eine Unmöglichkeit bezeichnet hätte. Der verstorbene Freiherr hatte sich nicht viel um die Nachbarn gekümmert. Längere Jahre hindurch fah er Herbert Grüner bisweilen bei sich, odtr stattete er demselben gelegentlich dann und wann einen Besuch ab. ^ ^ dessen reiche Kenntnisse geschätzt und nicht s^"" Alldem Anerbieten, die wertvolle Bibliothek des F ^, besihers, als welchen man Grüner betrachtete, z nutzen, Gebrauch gemacht. ^ Mlh Später aber waren diese Besuche nach u' ^z eingestellt worden; die unerklärliche AbneM^ ^ Sohnes gegen Herbert Grüner hatte ohne Zwei, ^ Vater beeinflusst. In der Hartner'schen ""^ .^ war der alte Herr nie gewesen. Nicht, als ov ^ an Theilnahme für die unglückliche Witwe E' sA". hätte. Im Gegentheile! Kaum einer der ^" ^e die sich seinerzeit beeilt, der beklagenswerten u ^f" Theilnahme zu bekunden, hätte ein tieferes " ^eN richtigeres Mitgefühl für dieselbe an den ^ " können, als der alte Herr es empfunden ^"r- ^ n''v Ihr dasselbe auszudrücken, waren aber o ^^ UmDnde nicht günstig gewesen. Monatelang' ^ ^s Hariner durch das Uebermaß von Schm"ä ZA Krankenlager gefesselt gewesen; später haue ^. ^, gefühl den Freiherrn benimmt, ihr fern zu ^frisch^ befürchtete, die EriunerungcN an ein Le'd """ „g gc das nur durch die Zeit und äußerste VY lindert werden konnte. . ^l)N ^ .M So hatte es geschehen können, U2/M^g" vergangen Nieren, ohue dass eine 2vle zwischen Heinz und Lora stattgefunden. (Fortsetzung folgt.) jacher Zeitung Nr. 234. ____________________________ 2011___________________12. October 1896 "He befits allsgewandert sind und binnen längstens ^'Monaten nicht zurückkehren, verlieren die otto-namsche Staats - Angehörigkeit; Armenier, welche mit ! "den Pässen zurückkehren, werden nicht eingelassen, "ll mmenier. die seit 20 Jahren fort sind, und auf «Wieder des armenischen Comite's finden vorstehende Fügungen keine Anwendung. Fremde Armenier °"t>en nicht mehr naturalisiert. — Aus Phi« .PPopel wird gemeldet: Nach Berichten aus Con« "nrmml wurden in Stambul Placate aufgefunden, «welchen die Entlassung des Marine, und Polizei-wird. Tagesneuigleiten. Bas russische Aaiserpaar in Frankreich. >n <5^* russische Kaiserpaar ist, nachdem es lack 3. ^"" großartigen Irupftenrevue beigewohnt, "^ «armftadt abgereist. h..^°ber den Aufenthalt der russischen Majestäten in ,°Mcs wird noch berichtet: Im Augenblicke der An« Ha "" Majestäten giengen die beiden Pferde vor dem bcauM^l Nnanzministers, welche der Kutscher un- 20 Nf^ ^^" 5°"e. durch und stießen ungesähr dlwn« ». ,k" nieder. Sechs Personen wurden verwundet, "°" drei ziemlich schwer. Cy^" zu Ehren der russischen Majestäten veranstaltete EintM « "" "" ^ Uhr. Per Kaiser reichte beim der N «s.^ den Saal Frau Faure den Nr«, während llnen «l« ^" Kaiserin sührte. Das Concert nahm hast .? senden Verlauf. Sarrah Bernhardt trug meister« ^ 'ne von Sully Prudhomme verfasste Scene vor. l°lnilch, "^ ""d Iugcre sangen ein Stück aus einer be« No, "l Quelln erheiterte da« Auditorium durch arie » ^^ ^°" Monologen. Delanas sang eine Opern» Oloß'n^ sachlich führten bl« Solotünzerinnen der sank,, n ""^ Charaltertänze auf, die vielen Veisall ^itN«! ^^ Uhr 15 Minuten nacht« verließen die "leuchte/" schloss und begaben sich durch die prächtig hiiM,.^ Straßen unter stürmischen Ovationen des '""«zum Bahnhose. liebtnz". 5°^l und die Kaiserin verabschiedeten sich in ^°lllu, l ^" W"se von Frau Felix Faure. Kaiser lvNl^' ^°ch dem Präsidenten feine besondere Ne-^ ul,^? über die Nufrechthaltung der Ordnung trotz ^lic^,""n Andrangs und über die Haltung des °"s ^ "us. Der Kaiser ersuchte den Präsidenten, RlisH ^ U^^s^ h^ Polizelpräfecten zu beglück« lifß^ in. ""^ Kaiser Nikolaus als Präsident Faure Alfi„h"' Lause de« «bend« Erkundigungen über da« !°l,cn ., °" drei durch den Wagenunfall verletzten Per« "nzlshen. dey, ?'l Spannung sah die französische Bevölkerung lil, ^inlspruche deS Kaisers beim AbschiedSdheuner ^itärlager zu Chalons entgegen. "°chs<^" Ende des Dijeuner« brachte Präsident Faure hHendm Toast aus: «Emre Majestät find im bltl y!°' Uns nach einem Besuche zu verlassen, der in Hnk^, "len unserer zwei Länder ein unauslöschliches ^sliH Unterlassen wird. Wie das Leuchten einer ^?" Vorbedeutung wird die Erinnerung an die »>!l 5^l dige Anwesenheit Ihrer Majestät der Kaiserin ^le ?> ^s"che verbunden bleiben. In Paris wurden °ccia^"°lestät von der Nation in ihrer Gesammtheit !°lbe„ >^" ^herbourg und Chalon« von jenem Theile ^- leider ^ ^" Herzen Frankreichs am theuersten ist ^lden «*"lnee und seiner Marine empfangen. Hier flitzt ^".Majestät von der französischen Armee ^i, N,, ledem der heutigen Gedenktage ihrer glor- " EMÄ""»"h°it tauschen die französischen Seeleute !^ unb lUsi!^ ^"" luWlchen «rudern Herzlichkeit«. "' im N^lickwllnsche au«. Ich bitte Euere Majestät . Ihre L °?" der französischen Armee und Marine, 3°lchllttetl!^' 3"^ ^«macht dle herzliche Versicherung U trink« «..? Freundschaft entgegennehmen zu wollen. U^weln m d" "fische Armee und Marine und K >« un^ c?.^" ^"" Seiner Majestät des Kaisers ?>na' K ^ ^!'"" d" Kaiserin Alexandra ^ Prasst . '"^''"laus stieß mit seinem Glas an h°,> 'Vel u.,s""^°"" °" und erwiderte: <. ^ «7. .^"7" im Hafen von Cherbourg i" > heu Ä!"'^"l '"nztjsische Escadre zu be- ^>, da^Ver^' ^" ^'^'"^ I^ ^nes Land ^t?>l zu s^"^Wn. da« imposanteste militärische H°" au de ^' »"dem ich der Rcvue über die ^ I'ch lann stl^^^lichem Uebungsfelde beiwohnte. n un ^ cht und .rinle auf da« Wohl be« ^>,ch" l8erl»use ..^"iösischen Nepublill» ? Giist°^ ''"Toastes brachen die anwesenden ? H ^ V 5tt r w^ige Hurrah-Rufe aus. ^' A.""« dem ^?"i ^°"e Kaiser N.lolaus, als V" fichllich« ^ " fuhr. dem Denkmale Gam- "^' ^«tät den militärischen Gruß er. «Figaro» meldet, der Kaiser habe in Oambetta die Verkörperung des hartnäckigsten, verzweifelten Widerstand« -rblickt. Der Gruß bedeute eine moralische Cr«uthigung lllr die gulunst. — (Allerhöchste Auszeichnung.) Seine Majestät der Kaiser hat, wie «Troppauer Zeitung» meldet, dem Troppauer Männergesangverelne in An-erlennung seine« künstlerischen, humanitären und patrio. lischcn Wirkens die große goldene Wahlspruch-Medaille zu verleihen geruht. Der Bürgermeister von Troppau Herr Dr. Rochowansli wurde seitens de« Herrn Leiters der Landesregierung ersucht, dieses Ieichen Allerhöchster Huld dem Vereine anlässlich der im laufenden Monate stattfindenden Feier seine« fünfzigjährigen Bestand« zu übergeben. — (Fürst Bismarck.) Die «Volkezeitung» vernimmt von angeblich zuverlässiger Seite, dass Bismarck« Gesundheit gegenwärtig viel zu wünschen übrig lasse. Die Einwirlungen de« Greisenalters sollen sich immer fühlbarer machen. Außer seinem alten neuralgischen Gesichtsleiben quäle den Fürsten neuerdings große Schlaflosigkeit, die ihm die Nachtruhe raube; er müsse daher oft bis mittag«, zuweilen auch nachmittag« im Bette bleiben. Unter diesen Umständen halle die Umgebung mit peinlicher Sorgfalt alles fern, wa« den Fürsten an-greisen oder erregen könnte. Da ihm das Gehen schwer werde, seien die Spaziergänge eingestellt worden, und der Fürst beschränke sich auf eine ein» oder zweistündige Spaziersahrt, die nachmittags i« Sachsenwalde unter-nommen wird. — (Gin Orlan in England.) Von allen Seilen laufen Meldungen über einen furchtbaren Sturm ein, welcher besonders hestig im irischen Meere wüthete. Bei Holuhead ist ein Schoner untergegangen, wobei drei Personen umkamen. Das Leuchtschiff bei Danubsrock auf der transatlantischen Route in der Nähe von Holyhead ist verschwunden; man befürchtet, das« die au« zehn Mann bestehende Besahung ertrunken ist. An der Insel Slomer bei Milforbhaven ist ein große« Schiff gescheitert und dessen Mannschaft ertrunken. Au« allen Theilen Großbritanniens berichten Depeschen über Ueberschwe«. mungen. — (Todesfall.) Cardinal Nuggiero ist am 9. d. früh in Rom gestorben. Local- und ProvinM-Nachrichten. Feierliche Eröffnung des «Narodni Dom». Unter großer Betheiligung auswärtiger Gäste, die au« den verfchiedensten Gegenden zusammengeströmt waren, um bei der Eröffnung des «Narodni Dom» zugegen zu sein, fand am Samstag und Sonntag die Feier der Eröffnung eines der prächtigsten Gebäude Laibachs, jene de« «Narodni Dom», statt, womit ein langgehegter, lebhafter Wunsch des slovenischen Volles in Ersüllung gieng. Ueber die Bedeutung des «Narodni Dom» brauchen wir un« nicht auszubreiten. Ein Haus, zu dessen Ausbau ein ganze« Voll jahrelang beigetragen, um für sein ge« sammtes geistiges Leben ein eigenes Heim zu gründen, ein solches Hau« spricht eine deutliche Sprache von Opfer, freudigleit und nationaler Begeisterung, es zeugt von der angelegentlichsten Förderung der Künste, die ja in dem neuen Hause eine Pflegeftätte finden sollen, e« redet endlich von rauschenden Festlichkeiten, die da Zeugnis ablegen weiden von dem lebhaften socialen Treiben und frisch pulsierenden Leben in unserer Landeshauptstadt. Am Vorabende der eigentlichen Festlichkeiten, Samstag abends, wurde seitens des dramatischen Vereins zu Ehren der anwesenden Gäste eine Feftvorftellung veranstaltet. Das Theater zeigte eine von seinem sonstigen Aussehen ziemlich abweichende Physiognomie, da die Räumlichleiten zumeist von auswärtigen Vesuchern beseht erschienen. Man lauschte mit großem Interesse vom Anfang bis zum Ende, man gab seinem Äeifalle zu wiederhollenmalen mit Be« geisterung Ausdruck. Die Vorstellung wurde durch die prachtvolle, von Herrn Kapellmeister Frisel dirigierte Ouvertüre au« Smelana« «Libuia» eingeleitet, woraus ein von Anton Funtel verfasster Prolog zum Vortrage gelangte. Herr Regisseur Inemann brachte die Dichtung formvollendet zur Geltung und «zielte damit verdientermaßen stürmische Anerkennung. «luch der darauf folgenden, für die Elöffnungsfeier vom Herrn Kapellmeister Fcisel eigens geschriebenen Quadrille nach slovenischen Volksliedern lauschte da« Publicum mit lebhafter Theilnahme und ehrte den Com-poniften, der dieselbe persönlich leitete, durch reichen Beifall. Sodann wurde das anlässllch der Vleiweis. Feier 1878 verfasste Gelegenheitsstück «Loriw Novic-c;. ge-geben. In gewissen Beziehungen eignete sich dasselbe sehr gut auch für diese Gelegenheit und erzielte, dank dem hübschen gusammensplele der Damen Slavöeva und Danilova und der Herren Verovsel und Danilo, einen beträchtlichen Erfolg. ^ ^ . . Als letzte Programmnummer gelangte der dritte «ct au« Parmas Oper «Urll, ^ias ctHuki. zur Uuj' sührung. Das Publicum benutzte mit Vergnügen die Gelegenheit, um den soliftischen Kräften auf offener Scene warme Ovationen zu bereiten. So wurden Herr Nolli, Fräulein Oevillova, die sich auch als eine brillante Coloratursängerin entpuppte, und Herr Binder, der namentlich sein Trinklied fehr hübsch vortrug, auf das lebhafteste acclamiert. Die bunten Figuren des Kolo er« freuten sich allgemeiner Anerkennung und brachten dem Chore einen separaten Applaus ein. Nach dieser Vorstellung, welcher unter anderen auch Herr Landespräfident Baron Hein sammt Frau Gemahlin beiwohnten, begab sich der größte Theil des Publicums in den «Narodni Dom», wo sich in der glänzend erleuchteten Turnhalle ein sehr lebhafte« Treiben entwickelte. Da das ansang« geplante Gesangsconcert aus verschiedenen Gründen unterbleiben musste, executierte die Militärkapelle allein ihre Programmnummern und stürmisch verlangten Zugaben und brachte dieselben auf da« vortresflichfte zu Gehör. Das Kaiserlied in der bekannten Weftermeyer'schm Ouvertüre wurde vom gesummten Publicum stehend angehört und mit raufchendem Beifall aufgenommen. In feierlich erhebender Weise wurde sodann gestern der «Narodni Dom» eröffnet und der Benützung übergeben. Um 11 Uhr vormittag« versammelte sich in dem mit vornehmem Geschmack ausgestatteten großen Saale ein zahlreiches distinguiertes Publicum. Dem festlichen Acte wohnte auch Herr Landeshauptmann Detela sammt Gemahlin bei. Nachdem der Vorstand des «Narodni Dom »-Verein« und der »Hltalnica», Dr.Vleiweis R. v.T rstenisli, die Anwesenden begrüßt hatte, trug Herr Gangl einen selbstgedichtelen schwungvollen Prolog unter großem Bei» falle der Versammlung vor. Herr Dr. R. v. Vlei-wei« entwickelte sodann in lnapp?n Umrissen die Ge« schichte der Entstehung des «Narodni Dom». Von der Nothwendigkeit der Errichtung eines eigrnrn Vereins« Hauses, in dem das nationale und sociale Leben sich kräftigen und zu neuer Blüte erheben solllk, waren alle slovenischen Kreise schon in längst verwichs«?« Zriten überzeugt, doch wurden erst im Jahre 1649 die rrften Versuche unternommen, die slovenische Gesellschaft ohne Unterschied der Partelschattierung in einem eigenen Hei« zu vereinen. Eine sest-re Gestaltung mit ganz schöne« Elfolge nahm die Idee im Jahre 1860 an, da im Viranl'fchen Hause vorzüglich gelungene Veranstaltungen das slovenische Public«« erfreuten. Von dieser Zeit an fand die Idee der Gründung eigener Vereinshäuser nicht nur in Laibach, sondern i« ganzen Lande eine kräftige Förderung und damit auch da» nationale sociale Leben einen mächtigen Aufschwung. Rebner schilderte nun lnrz die Entstehung de« zu Ende de« Jahres 1870 in Laibach in« Leben gerufenen «Naroonl-Dom»»Verein«, de« e« durch die opferwillige und unermüdete Thätigkeit seiner Vorflanbsmitglieder, durch die begeisterte Theilnahme patriotisch gesinnter Damen und Herren aus der Gesellschaft nach Ueberwindung zahlloser Schwierigleiten gelang, einen Fond zu. sammenzubringen, mit de« der Bau de« «Narodni Dom» in Angriff genommen werben tonnte. Redner hob hlebei die großen Verdienste de« ersten Vorstand« de« Verein«, Dr. Mosches ferner des Bürgermeister« Hrlbar und de« lais. Rathe« Murnil u« den Ersolg der Effeclenlotlerie hervor und schilderte die ersprießliche Thäligleit der übrigen Mitglieder be« Vorstands, der Herren: Duffs, Gogol a, Lah, Mali, Gustav Pirc. Plantan, Pleterinik. Ferdinand Sou van, Dr. Starö undSubic, rühmte die großmüthige Beihilse der Gemeinde Laibach, die große Nltion des Kreuzervereins und anderer Unternehmungen und gedachte de« liebenswürdigen Entgegenkommen« de« Professors Wagner durch Uebernah«e der Oberaufsicht über den Bau. Da« Gebäude sei nun fertig, e« harre jedoch be« Verein« bis zur gänzlichen Vollendung de« Werles noch große Arbeit, e« seien noch viele Schwierigleiten zu überwinden. In dem feierlichen Momente, da er nun den «Narodni Dom» für eröffnet erkläre, sprach Redner den innigsten Wunsch au«, er möge eine Vlätte werden, wo alle Slovene«Vaterlandsliebe und Einigkeit zusammenführe. Die Versammlung stimmte den Ausführungen de« Herrn Redner« beifällig zu. Herr Landeshauptmann Otto Petela betonte in seiner Ansprache, dass der «Narodni Dom» ein erheben» des Denkmal nationaler Einigkeit und Vaterlandsliebe bilde und neuerlich den Beweis erbringe, dass sich der Krainer jederzeit durch Liebe zu seiner Heimat auszeichne. Der Landeshauptmann schließt mit dem Wunsche, es möge der «Narodnl Dom» der Nation und dem Lande zur Ehre gereichen. Die Versammelten nahmen diese Ansprache mil großer Begeisterung aus. Vereinssecrelär Lah verlas zum Schlüsse die mit sorgsamem Fleiße zusammengestellte Geschichte des Vereins, die er in zwei Abschnitte theilte, nämlich in die Geschichte der finanziellen Nctlonen, bestehend in Sammlungen, Veranstaltungen, Unternehmungen u. s. w., und in die Ge« schichte des Baue» de« Vereinihause«. In auMilichsler Weise wurde in der Geschichte dtr groß'.n Verdienste alltt Vetheilizten gedacht. Laibacher Zeitung Nr. 234. 20/2 12. October 1896^ Den finanziellen Actionen gelang es, die Summe von 104.000 fl. aufzubringen, indes der Vau sammt und sonders 220.000 st. lostete. Zur Deckung musste ein Darlehen von der städtischen Sparcafse aufgenommen werden, und es wird sich daher auch fernerhin die Nothwendigkeit ergeben, an die Opferwilligleit der Vevöllerung zu appellieren. Der Vorsitzende gab bekannt, dass 50 Begrüßungstelegramme und mehrere Zuschriften eingelangt seien, sprach den Anwesenden seinen Dank aus und schloss sodann die Versammlung. Um zwei Uhr nachmittags fand in der Turnhalle» des «Sololvereins» ein Vanlett zu beiläufig zweihundert Gedecken statt. An demselben nahmen Vertreter aller Gescllschaftsschichten, neben Gästen aus der Stadt und vom stachen Lande auch solche aus den benachbarten Ländern und au« Kroatien theil. Die Tafelmusik besorgte die hiesige Regimentslapelle unter persönlicher Leitung des Herrn Kapellmeisters Frisel. Die Reihe der Trinksprüche eröffncte der Vorfitzende des «Narodni Dom», Hcrr Dr. Ritter v. Vleiweis, mit einem schwungvollen Toaste aus Seine Majestät den Kaiser, den er als liebevollen Vater aller österreichischen Völker und als hochherzigen Wohlthäter der im vergangenen Jahre so schwer getroffenen Landeshauptstadt pries, woraus er ein mit brausendem Jubel aufgenommenes dreimaliges «Slaoa» auf den allgeliebten Herrscher ausbrachte. Die Kapelle intonierte die Vollshymne und sämmtliche Feflgäste erhoben sich von ihren Sitzen, um nach Schluss den hehren Sang neuerdings stürmisch zu acclamieren. Nun folgten in rascher Reihe diverse Trinksprüch». Dr. R. v. Vleiweis, neuerdings das Wort ergreifend, taaftierte auf sämmtliche Gäste, insbesondere aus die Vertreter der Kroaten, Bürgermeister Hribar auf die Zukunft des slovenischen Volles, die kroatischen Delegierten Dr. Ruzii, Dr. Trinajftiö, Ialcin und Doctor Pototnjal auf da« einträchtige Wirken. Dr. Sernec aus das Wohl der Landeshauptstadt und deren Bürgermeisters, ferner Dr. Tavcar auf die Familie Kolnil, die den Bau in der werlthätigslen Weise gefördert hatte, und namentlich auf Frau Kotnil von Oberlaibach, wobei er noch den Wunsch aussprach, es möge im Laufe dcs nächsten Jahres ein für die ganze Nation bestimmtes Volksfest veranstaltet werden, fohin Nbgeocdneter Lenarcic aus die Nusschussmitglieder! des «Narodni Dom» und endlich Director Subic auf den Bauleiter Professor Wagner. Gegen 6 Uhr fand das glänzende Bankett seinen Abschluss und die Gäste zer-streuten sich, um sich abend» wieder in dem groß?n Saale zu dem von der Laibacher Aitalnica veranstalteten Festballe zusammenzufinden. Cine Stunde vor Beginn dcs Feftballs versammelten sich über Einladung des Herrn Bürgermeisters Hribar nebst mchreren Mitgliedern des Laibacher Gcmeinderaths die hervorragendsten auswärtigen Gäste zu einer geselligen Zusammenkunft im Hotll zur «Stadt Wien». Nachdem Bürgermeister Hribar in zündender Ansprache dieselben begrüßt hatte, wurden etliche Reden gehalten, die, mit großem Beifall aufgenommen, insgesammt die Verdienste des Herrn Bürgermeisters um Laibach, die Eröffnung des «Narodni Dom» und überhaupt die culturellen Bestrebungen des slovenischen Volles zum Gegenstände hatten! Um 8 Uhr sand in dcM großen Saale des «Na« rodnl Dom» der glänzende Feftball statt. Die prachtvollen Damentoiletten erregten allgemeine Bewunderung. Es ist ganz selbstverständlich, dass man sich mit außzrordent« lichen« Elfer dem Tanzvergnügen überließ. Die erste Quadrille tanzten an 70 Paare. Unter den anwesenden Dignitären bemerkten wir die Herren: Hofrath Schemerl in Vertretung des Herrn Landespräsidenten, Landeshauptmann Detela, die Obersten Ritter von llavallar und v. Nietsche, Finanzdirector Hofrath Plachky, Hofralh Dr. Raciö, die Landesausschüsse lais. Rath Murnik, Dr. Schaffer, Dr. Tavcar, Bürgermeister Hrlbar, Handelslammecpräsident Perdan und noch eine ganze Reihe sonstiger distinguierter Theil-nehmer. Zu bemerken wäre noch, dass die heimischen Eomponiften, die Herren Hoffmeister und Parma, dem «Narodni Dom» für diefen Abend je eine Composition, und zwar ersterer eine Polonaise, letzterer eine Mazurla zueigneten. Veide Musikstück? fanden die beifälligste Aufnahme. Wir find mit unserem Berichte zu Ende. In den knappsten Umrissen versuchten wir ein annähernd getreues Bild der zweilägigen Festlichkeiten zu liesern. Der «Narodni Dom» ist seinem Zwecke übergeben; mögen nun die zahlreichen Wünsche und all die verschiedenen Hoffnungen, mit denen man den Gau des stolzen Hauses begleitete, in Ersüllung gehen, möge der «Narodm Dom» dem slovenischen Volke thatsächlich «ine Heimstätte werden, wo dasselbe in unentwegter Treue an der Verwirklichung seiner Ideale auf dem Gebiete der Kunst und Wissenschaft, an der Förderung seiner culturellen Interessen überhaupt «beUen würde! —u— vrnd^ ^rVn^" °n ?n° 5« i ch t.) Der Herr Landes-T»5e o<,v«^ """ ^ Vft«n nachmittag, auf «inige — (Schulerweiterung.) Der k. l. Landes» fchulrath hat die Eröffnung einer Parallel-Abtheilung zur ersten Class- der hiesigen I. städtischen Knaben-Vollsschule und hiefür die Bestellung eines Nushilsslehrers bewilligt. — 0. — (Zur Rebencultur.) Laut einer uns zugehenden Mittheilung hat das l. l. Ackerbauminifterium die Errichtung einer Pflanzstätte sür amerikanische Reben nunmehr auch in der Nähe der Stadt Rudolsswert genehmigt. —o. * (Tod durch Verschüttung.) Am 2. d. M. um 5 Uhr nachmittags grub der Arbeiter Franz Zupancic von Weindorf, polit. Bezirk Rudolfswert, Vater dreier bereits erwachsener Kinder, aus dem Baugründe des l. k. Vezirleingenieurs Thomas Valka von Rudolfswelt Felsen aus dem Erdreich. Da die Stelle dort ungesähr zwei Meter tief und beinahe senkrecht abgegraben erschien, wollte er die Erde bei einem bereits übe» hängend n Felsen, der locker war, ungeachtet ertheilter Warnungen, austoben, stellte sich zu diesem Behufe unter ein Fclsftück und begann zu arbeiten. Plötzlich stürzte der Stcinblock sammt dem Erdreich auf ihn herab, und begrub den Unglücklichen. Zupancik wurde in das Civilsftital nach Kandia übertragen, wo er nach drei Stunden den erlittenen Verletzungen erlag. —r. — (Sanitäres.) Ueber den Verlauf der in Langenfeld und Vudanje, Bezirk Ndelöberg, herrschenden Scharlachepidemie geht uns die Mittheilung zu, dass solche in Langenfeld als erloschen betrachtet werden kann, da sich dortselbst nur noch vier kranke Kinder am Wege der Besserung befinden, während sich in Budanje die Kranlenzahl noch auf drei Männer und elf Kinder beziffert. Im Verlaufe der letzteren Iit trat in den Ortschaften Sturia und Zapuz?, ebenfalls im Ndelsbcrger Bezirke, die Ruhr auf, an welcher derzeit noch neun Personen krank find. — o. * (Deutsches Theater.) Mit der ganzen Hartnäckigkeit, mit welcher der alte Eato sein berühmtes Zerftörungs'Anathem aussftrach, haben wir seit vielen Jahren am Anfange und Schlüsse jeder Saison aus das Verderbliche der Alleinherrschaft der Operette hingewiesen, immer wieder mit Schärfe hervorgehoben, wie segensreich und veredelnd aus Geist und Geschmack gute Opernaufführungen wirken. Zum erstenmale wird im neuen Kunsttempel jüitcns der deutschen Theateruntcrnehmung mit lünst' lerischem Ernste der ehrliche Versuch gemacht, den Spiel-plan durch die Aufführung von Opern zu ergänzen, und der Versuch, die einzig richtige Nahn, die zu einer Rück-gesundung des deutschen Theaters sührt, verdient von vornherein die warme und rückhaltlose Unterstützung aller Theaterfreunde. Und nach menschlichen Berechnungen müssen die Opern-Vorstellungen in diesem Winter gut ausfallen, denn die gestrige erste Aufführung von Kienzels «Eoangelimcmn» war von einem überraschend«!« Erfolge begleitet, der umfo mehr ins Gewicht fällt, menn einem die Schwierigleiten fo recht zum Bewusstsein lommen, die mit dem Studium eines so schweren Wertes bei wenigen Proben verknüpft find. Ohne die Verdienste des Dirigenten des Orchesters und dcr ausübenden Künstler zu schmälern, müssen wir offen bekennen, dass der groß? Erfolg in erster Linie dem Dichtercomponiften Kienzl zu verdanken ist, denn seiner geistvollen Schöpfung, deren Hauptelemente die Wagner'sche Muse bildet, deren Dichtung von tief ergreifender Wirlung ist, galt vornehmlich die Begeisterung des Publicum«. Freilich wäre das Werl nicht zur Geltung gelommen, hätte es nicht die liebevollste Unterstützung durch alle Vetheiligten gefunden. Indem wir uns eine eingehende Besprechung vorbehalten, berichten wir vorderhand, dass unter den Künstlern die Damen Weiß und Stifter und H:rr Reich in den Hauptrollen, die Herren Lamberti, Velgerund Trautmann in kleineren Rollen mit bestem Erfolgt wirlten und die Vertreter der Hauptrollen reichen Beifall ernteten, der allerdings auch der trefflichen Leistung dls Orchesters und Chores sowie der wirksamen Inscenesrtzung galt. Das Theater war ausverkauft und sollte es eigentlich bei der heutigen Wiederholung der wunderschönen Opel wieder sein. ^. — (Die Generaldirection der l. k. priv. Südbahn-Gesellschaft) hat kundgemacht, daf,' wegen Uebcrfüllung der Lagerräume bis auf weiteres die tarifmäßige lagerg/ldfreie Frist sür ankommende Magazins frachtgüter in der Station Görz auf 48 Stunden noucierl wurde. — («Ungarn während des Millenniums.») So betitelt sich der zweite Vand des unter der Direction von Julius Laurcucic herausgegebenen Prachtmcrls 8 Debatte geführt wurde. In dieselbe griff auch der Y Finanzminister Dr. Ritter von Vilinsti ein. ... Das gauze Gesetz wurde schließlich in der Fa^» des Abgeordnetenhaufes auch in dritter Lesm'g schlössen. Die von der Commission beantragte ^ solution auf fchleunige Inangriffnahme der ^I^ des Steuerstrafverfahreus wurde nach längerer ^ „ mit 31 gegen 28 Stimmeu angenommen. ^,^,Z wurde das Gesetz, betreffend die Betheilung ^ an dem Ertrage der Linienverzehrungssteuer, oyn ^ batte in zweiter uud dritter Lesuug angenommen, ^ Anzahl von Commifsionswahlen vorgenommen sodann die Sitzung geschlossen. Parlamentarisches. ^ Der Budgetausschuss nahm unverändert "" ^ haltsscala der drei unterste» Rangsclasseu d^' ^^ beamten mit drei Gehaltsstufen, jedoch die Vo"" ^, in die höhere Gchaltsclasse nach je vier in o ^ treffende« Raugsclasfe vollstreckten DienstMe' ^ writers das Ausmaß der Fuuctwnsgebüreu "a^ z-Regierungsvorlage, endlich für die drei untersten ^Z« classen in die Pension einrechenbare Dlen! ^< Personalzulagm von jährlich 100 nach 16 "' «.M teren 100 Gulden nach 20 m derselben NaM ^ vollstreckten Dieustjahren. Das Gchtz, bettesse" ^ provisorische Regelung der Bezüge der Staat» wurde unverändert angenommen. Das russische Kaiserpaar in Darmst«^' (Oiiniiilll'Telsgrlliumc,) ,.h !>l^ Darmstadt, 10. October. Der Kais" " ^ Kaiserin von Russland sind um 9 Uhr fruy Abgetroffen und auf dem Bahnhöfe von der »"^a^" lichen Familie empfangen worden. Auf dem » ^ Wege bis zum Palais wurden den Gästen!"' Aab° Menge enthusiastische Ovationen bereitet. " ist festlich gefchmückt. ssisHe K< Darmstadt, 11. October. Das ruM^e paar und die großherzoglichen Herrschaften """ ^fah" im Laufe des gestrigen Nachmittags eine ?p ^F'e" nach dem Schlosse Kranichslein, wo der Thce el""^M wurde. Abends brachten die vereinigten ba""^Mte" Gesangvereine auf dem großen, taghell ^M Luifenplatze vor dem Kaiserpaare, den groM« ^O Herrfchaften und den anderen Fürstliche "^<, auf dem Balköne des Palais erschienen, "'" ^ t>e dar, an der sich 3000 Sänger belheillgten- ^ W selben brachte der Beigeordnete Köhler " HW die russischen Majestäten aus. Ewe " ef^ Menschenmenge hatte sich zur Serenade e> Paris, 11. October. (Orig.°Tel.) P^' Sch<^ richtete an den Kriegsminister folgen^s F ^ 'Ich bi'te Sie, die Worte, welche ich 3^"' ^i'l' Kaiser von Russland gewechselt habe, ö" ^ !' „g der Armee zu bringen ^e Truppen,^ Ihrem Obercommando und unter d" s^l «^'l ihrer Chefs an der Revue von boten den imposantesten Anblick. Ich uve' g^ee die herzlichsten Glückwünsche und danle ^ Namen des Landes.. ^ , >^er OlM-üs^ London, II.October. Canterbury ist vormittags während oe» ^^ld, vom Schlage getroffen worden; er sta ^ ^, dem man ihn ins Pfarrhaus gebracht "^ ^ ^„i London, 11. October. (Or'g-^ ^luMi^^te parke von Arbeitern veranstaltete ^N f d,e ^"s" eine Rioll'tion an, es sei ein ^"„ Oolg^''^^ zugunsten eine« gemeinsamen energlM^,,^M'. fF Mbm, wodurch die Fortsetzung ^^"g ^M^ bades verhindert werde. D>e .^9''^ « <,B begeisterten Unterstützung der ^""f „dett >'" versichert; unter der Menge vr> Armenier. ^ Laibachrr Zeitung Nr. 234. 2013 12. October 1896. Angekommene Fremde. Hotel Elefant. s yp,..?"' ^' September. Meineche, l. l. Regierungs'Vaumeister, ^l «' Vreslau. — Dr. Wrlinwald, Advocat. Agram. — CZ: Gamier, Trieft. - Schuster, Ing.; Breitach, Slavnil, ^',,'"'5 -^enfeld, Wagner, Beisser, Geisser, Nreuer, OroSzlany, omerhof, Cer.N), Lustig, Lobnig. Heller. Me., Wien. - Possi, N iis'l'/'^' ^ b^as, Kfm., Gr.-Kanizsa. - Lindner, Slrzy. 3 "'Kflte-, Berlin. - Weiß. Kfm., Prag. - Mesek, Kfm., 5" 5>°lh^ ^ Keil, Ksm,. Berlin. - Orasel, Besitzer, Stein. -'»UN, t. u. I. Oberlieutenant, Görz. .^,,,,^ ^. October. Lenarcic, Landtags. Abg., s. Gemahlin, nw ' ^""te. Oberlaibach. — Majdic, Mühlcnbesiher, s. Ge. D " "'«rainburg. — Vilhar. Privat, s. Tochter. Prczid. -Fri?.,. ' ^oslgrundbesitzer. s. Familie; Hodnil, Besitzer. III.» C,2' ^?r. Triuajstic. Dr. Kriz. Dr. Cepelka, Pisino. -'Dr. i W.n <.-^°^' s. Gemahlin, Nndolfswcrt. — Dr. Mayer, ^ ^. w "' Dr. Scrnec, Mvocat: Dr. Declo, Dr. Sulljc. CM. st^",''""^^ Dr. Powcnjal, Dr. Ialcin. Ngram. — Goelen, M, ^'^cr. Neumarttl. - Kraft, l. u. l. Oberst. Klagenfurt. W - . """' Kslte.. Altennmrlt. — Dr. Kotnil, «aas. — An, '<> . ?ch< Mcl. s. Gemahlin, Nfl!«/"est - Fischer. Ksm., Budapest. - Sperling, Kfm., ^ ss .s ^. Ianlnil. Kfm., St. Marcin. — Töpfer. Kfm,. Linz. Kilt.'- ^ r - '' Santoll. Pitfchmann, Gottlieb. Vlümel, Felder. Lteti,' M ""' Architect, Wien. — Gruden, Besitzer. Idria. -"l, «snl., Graz. Hanöestheater in Aawach. ^ Vorstellung. Außer Abonnement. Gerader Tag. Montag den 18. October Der Evangelimann. Oper in drei Acten von W. Kieuzl. "sang halb 8 Uhr. Ende gegen 10 Uhr. ' Vorstellung. Im Abonnement. Ungerader Tag. Mittwoch den 14. October Goldene Herzen. Vosse mit Gesang in vier Acten von C. KarlwciS. ^Me zu obiger Oper sowie Musilalien daraus l"r Clauirr und Gesang sind vorräthig in der Buch-yandlinic, Jg. v. Kleinmahr H- Ied. Vambera, <^^"navessplatz. Wl'kswirtschastliches. Lalbach, 10. October. Auf dem heutigen Markte sind er» schienen: 4 Wagen mit Getreide, 7 Wagen mit Heu und Stroh, 12 Wagen und 1 Schiff mit Holz. Durchschnitts-Preise. Mit.» Mg,.. Vill > Mgz,. fl!li. fi.!,r, fi. lr. fi, li, Weizen prMeterctr, ?7l) 7 80 Butter pr. Kiw ..—7«------- Korn » 6 15 6 20 Eier pr. StUck . . — 3------- Gerste » 5 80 K — Milch pr. Liter. . — 10------- Haser » 6,50 6 50 Rindfleisch pr. Kilo — 64—j-Halbfrucht . —!-----------Kalbfleisch »-60------- Heiden » 8 50 8 !,0 Schweinefleisch » -60------- Hirse » 0 20 6^— Schöpsenfleisch » -36------- Kukuruz » 5 10 5 20 Hähndel pr. Stück —45------- El Kapsel 100 Kilo 2 10-------Tauben » 17------- Linsen pr. Hcltolit. 10-----------Heu pr. M.»Ctr. . 2 40------- Erbsen » 10-----------Stroh » .. 170------- Fisolen » 9 -------Holz. hartes pr. ! Mindsschmalz Kilo — 94------ Klafter 6>80------- Schweineschmalz . — 76------ — weiches, » 5------- -Epecs, frisch . -70------ Wein,roth.,10(» Lit.-------24-— geräubert » — 72------ — weißer. » -------30 — Lottoziehung vom 10. October. Linz: 7 13 30 37 65 Trieft: 12 55 88 87 81 Meteorologische Beobachtungen in Laibach. « «2 DZl^ 3" «>"v de« Himmel« ^«Z ^ 730-8 > 14-2 > SW. schwach ! Regen j 0-7 Das Tagesmittel der Temperatur vom Samstag und Sonntag 13 7« und 15 9", beziehungsweise um 2 3" und 4 7" über dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: Julius Olzm wandten, Freunden und Bekannten die traurige V Nachricht von dem Ableben unseres innigstgeliebten > Söhnleins l Karl Meiringer D welches im zarten Alter von 26 Monaten heule in > ein besseres Jenseits abberufen wurde. » Das Leichenbegängnis des allzufrüh Dahin- > geschiedenen findet Montag, den 12. d. M., nachmit-D tags vom Trauerhause Schlossergasse Nr. 10 aus > auf dem Friedhofe zu St. Christoph statt. > Laib ach am 10. October 1896. > Die tiesbetrübten Eltern. I -;-.-••¦,- . —-j Apotheke Trnköczy, "Wien V • .&jyüv:Mjj \ Doctor v. Trnköczys i&JOyyt Balsani | ^BBV^mSSa^ m. nebenstehender Engel- g" ^SwPj&ßJ&W |S|' Sohutzmarke , welche ¦jBHv/|^^*w»; behördlich geschützt ist. ^ f^fe'Sjm Kraft und Wirkung g, y$!MM cokrI dieses uralten Volksheil- §. -^/jra ^j £ )§l mittels sind bekannt. Als g £? W^ ^ ^ /%Il Magentlnotur etc. vg '& Appetit erregend, stärkend ^ jSBteJtfJfft'jj?P\w etc., ist in den meisten ©" ÜbHK|)|^^(| Fällen mit gutem Erfolg B ^—^m^^m erprobt. ^ 1 Flasche 10 kr., 12 Flaschen 1 fl., 6 Dutzend S franco Post nur 5 fl. - verkauft und versendet mit umgehender Post nach ^ allen Richtungen der Welt die £ Apotheke Trnköczy in Laibach * neben dem Rathhause C wohin ausschließlich alle Postbestellungen zu richten sind. (8R6O) ff Apotheke Trnköozy in Graz o Course an der Wiener Börse vom 10. October 1896. "°ch^ oss^n C°ur«biale ,^, »1!'/^«' »tenlc »n Noten "^ I. lb»'— 1b« - ."l Etaatülu!? . , 10« l. iz«>b0l8i-2ü 5°, „, „ . . 5N ft. IWÜ0 <»!!><> » <>°M..Vldbr. l^ li!U sl. . . 157'— 1b? 75 l°/° l>^' »oldrrnts, Neueifrr« 122 4« 122 «o p/° "°st, Now!«!!tc, steucrfrel —-— —-- se>..i^"tlwki'W «„steutr,,'... tzt. j«""enw,steucrl,(dw. '" «r.,, 8„<> ^ y^ W io iuo.. «m / "'^lenl...Actlln. ^^'«'ls»».B,i!<.<. N,«W 2,7.^ ^^,^. «tld W»«^ «»« Gtaall znr Z»hl«n> ttberuvwwen« <«fe«b.>Vrlor.» Villgationrn. El!!abtll>bc»hn »M» u. um«» Vl. l»r »u<» M. 4»/o..... 116 80 l,7 8« V!lll»n, 4<>« U.200N «». »WM, 4°/«...... 121 - 1»l »0 ssran,, Iossph-V., ». iu«i, unu fi. V, 4"/„ . sg-eo iou «l> Vuiailberger V»hn, «m. 18»4, . 4°/o (b«v. St.) S., f. I0U ft. N. 99 4U INN 40 U»g. «oldrente 4°/« per lasse 121 95 1221b bto dto, pcr Ultimo .... 121-95 122 1b bto, Neiite in Kronenwlhi., 4°/„, steuerfrei <ür20NN'ro»cnNom. 9»'3!i 99 b« 4°/n dto, dto. per Ultimo . . 8930 89 50 dt0.Lt.«.«ll./,"/, 101'— lN2'— dlo. Etlllltl-Obllg, (Un«, ONb,) v, I. 1»?e 5°/,..... 121 — 122- bto.4'/,°/o2chanlleglll.MI.°Obl. lou-— 10090 dto. Präm,°«nl. ll KM fi. 0. W. 1bt»bN 158Ü0 dto. dlo. !l 50ft. ». W, 153-50 10450 Xhe'Nltg,.L°!e 4°/, 100 fi. . 188 — 13850 Grund»«!!.«Vbllgatlon»« «ur INN ft, EM.), 4"/n lroatlsche und slllvunlichc . 97-30 98" 4°/, ungarüche <10<» fi, g.W.) . 8?Ib 881« Ander» 3ss»nll. Hnl»h»n. LonauMcg.-Lose 5°/„.... 128 75 128'?5 bto. .«»leiht 187» . . 108 — IN Prämien Aul, d, Ewbtgm, Wien IS« 75 IN7-75 Vösscbl», Unlel,l-n, v>r!ueb, b"/„ l0I 50 - -— 4"/„ «Tain» llandel-Nnleben . »8 25 98 50 »tlb «are ßsanddrits, (für 100 fi.). «oocr.oll«. est.inkNI.vl,^/,«. — — -.».. dt«. „ lN ÜO „ 4»/, »9 45 100 45 dtv. Vrani.Vchlbv. »«/», l. o,o l<>1 — bto. btu, 5»>ji!l,r. „ 4°/, . , loo-io IU1-— Eparcosie, l.«ft..3«Ä. s»'/,°/, vl «l-ho ^_ Irlorillt»»Gbligalion»» (für 100 fl.). sserdlüllnbl-Norbbllhn Ewlltsbabn....... 22« 25 223 5« Eüdbllhn K 8°/»..... l71'40 172 40 bto. l> b»/,..... 128 4« 128 40 Ung.-gllKz. «ahn..... 107 50 108 50 4°/„ Unterlralner «ahnen 8S l>0 100 — zivns» zas' (per Etiick), «ubllpest.Vllstlica (Vombau) . «75 7 — llrebitlose 100 fi...... i»? — 198 — «llary-Lole 4<> fi. «M. . . . 57- 58- 4«/„D°nall.DllMpflch lONfilM. 142- 146'.. Ofener U°!e 4« >l...... b9'— «--. PalffwLose 4<> fi. CM. ... 58 25 59 25 Rothen »reuz.Oesl.Vtlv., 10«. 18— 18 70 Rothen ssreu», Ung.Vcsv. 5 fi. 10- 10 80 «ubolph Uole 1<» st..... «'— 24- Valm-liole 4N fi, «M. . . . ?o— 71 — El.'«e!,l!<«-U°It "» si- «M . 71-25 7175 Walbstein Lule 2« fi, «M, . . SO'« «2-- Uinbüchgrüh liole 20 fi. «»r» (per Stück). «naIoOefi. Vanl »00 fi. «0»/,». 154 bv 155 «, »anlverein. «iener, 1«nft,,0,N„»<»Ofi,V.40»/, 447 —4b0 — ,, »oo'fi. . »»9 — 400— Depoftlenbmil, «lllg., l«U0 st. . »86 — 237 50 ««co«Ptt.tI.. Mbröft,. blxi fi. 7?» — 78N - Viro'U. «assenv., Wiener, 200«. 280 — 280 75 HNPotheN, ,0efi.,»00 fi.2b°/, ». 85— 8650 Uänberbant, vest,, 200 fl. , . 249 — 24» 50 0efterr..un„<,r. v»nl. »00 fi, . »»8 — »43 — Uülonbanl 200 fi...... 28» 50 28450 Vtrlehrlbanl, «ll,,. 140 fi, . 1?8'— 180 — Artien osn tzl«n»porl» Knt»ln»hmnng»n (p«l Stück). Mb«chl.«»hn 200 fi. Gilbn . — — —-. «ujfig.Tepl. Eüenb. UNO fi. . . 1S68 1674 Vohm, Nordbahn 150 fi, . . 2?« — 27? — Vulchtithrabtt ltis. 500 fi. IM. 149« I49S dto. dto, (M, U) 20« fi. . 538 — 540— Donau» Dllmpfjchlssahrt« > »«>., vefterr,, IM, fi, «M, . . . 501 — 50» — Dur Nobenb»cheri°rdb. ic«Xi fi.«M. »400 3407, 2emb.» llzernon), -Iassy > enb.. VtltllMft 2l»0fi, s. , . . 28<> —287 — Lloyd, vest.. Iriest, 500 fi. «W. 412 — 41« - vtfttrr. Nordtveftd. 200 fi, V. . 27» — 273 50 bto, bto. (M, U) 200 fi. V. 277-50 27» 50 Prag D»ler«ist»°. 150fi.G. . 84 25 »5 — Slalltzelienbahn 200 fi. E. . . 363 50 »«4 — Lübbllhn «<»<> fl. E..... 10U-— 100 50 Lilbnordb. «erb.»«. 200 fi. «wl. 21«, — 21« 7t» Tramn>ay.«el.,wr.,17l>fi.e. W, 477 — 480 — dt». »m. 1887.200 ll, , . . —>— — — »tld W» 102 25 Ung.^aliz, fi. «öilbn 207 50 208 Ü0 UN8.Wefti,iUa2b'«rllzM»l>fl.E. 208— ..-. Wien« lioc»lb»hnn>.«5t. >V»1. «0 «2 — zn>nllrl,'ßctl»n (per Ktüll), Vaugel., »Hg. Ost., «00 fi. , . 88 50 80 — »«l^iel «len. und «sl«HI-Inb. in Wien 100 fi..... «o-Li» »0 75 , ,.«lbem>!hl", Pllpleri. u. «. ». 54— 55^ Lieftnger Nrauerei 100 fi. . . lI4 l»o 11s, 50 Montun Velelllch., Oefi. .»IHinl 88 10 »3 S0 Präger »1rn<5nd..<»s1. ,00 fi. ««8 .-«?<.» Valäo-Illij. Vteinlohln, SO fi. 585 — 590 — „Vchloßl«ül)l". Papiers., 200 fl. 20« — «o7 — „Vtevrer«.", Papieri. u. V.-«. 167-50 ,«»l.0 lrisailer Kohlen».. «e>. 70 fl. 154-^ <«__ W»ffenl.-«.,v,ft.il! Wlen. WOft. »0».^, °^.__ «agaon.Ueihanfi.. «lllg., in Peft, ^U fi......... 498'— 505'— wr. !l........ 118-8,» »20 05 P»l«»......... 47 «2^ 4? 6?!, Tt. Vetersbur,....... ^ —-1 Daluten. Ducalen....... 5 6» 5 71 20°Franc»>Vlücke . . . . 8 54 8 55 Deut!che «, !i« < »«„ x ^ 3-3 St. 5895. v Oklic- lenc :!?üriaiye tirjatve Janeza Do-Baseli ': * raPi"oi.nega proti Antonu %dovi kovifie štl4 iz plaöil-" ^^povelja 26. marca 1896, fit 2062, IJra*ha n» ftof- ,8e dovüli «v«»nna 'JiSfavln» i 5 gldl cenJenega zem- "n m odredi narok na £ «ovembra in na ^krwohirbra1898' •SOc^f:U „ 7-U- uri dopoldne, pri lem *emljisße P"»lavkom, da se bode to PO(i cenitir Ugem roku oddalo tudi n!ku. "*o vrednost najveöponud- t^tv!e'erfbeni P0K0ji' zem]Je- ^° tukai n ln cenilni zapisnik c aj na vpogled. 8|- ^Ä^*08 v Skofjiloki ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------• ------------------------- '--------------------------------------------------I Geprüff und anempfohlen vom I>r. Hager in Frankfurt a. d. Oder, vom Prof. Dr. E. itoKNoni, Director der ersten medicinischen Klinik der Universität in Koni, vom Prof. I>r. «n»W*» Director des Spitales S. Maria della Consolazione in Rom, vom Prof. Dc Renxi, Director der ersten (jgfŽ5&% medicinischen Klinik der Universität, in Neapel, vom W* mm Senator Prof. Scmmola, Director der therapeu- W ~|H tischen Klinik der Universität in Neapel und von jjj ffl vielen anderen hervorragenden Aerzten; die «SEall JHttffPtt - "77/tpfiir Ifcäil /11-^-——. J^^——- I'l^rll äesApothekers FieeoliinLaibaeh j II^JDiMI regelt, die Functionen der Verdauungsorganc, stärkt { ^mfcWk den Magen, fördert die Verdauung und die Leibes- | I '^fil ^»"8- (504)40-37 \ 1: 1=-------^sM —= Ein FläBohohen koitet 10 kr. =- (j (4370) 2-1 Z. 24491. Kundmachung. Die erledigte landscliaftliche Bezirki-Thlerarzten-Stelle mit dem Amtssitze in Frastlan im Gerichlsbezirke Franz in Steiermark mit einem Jahresgehalte von (500 fl. ö. W. kommt sofort, und zwar vor-lfi.ufig provisorisch, zur Besetzung. Die definitive Bestätigung erfolgt nach zweijähriger zufriedenstellender Verwendung unter Einrechnung der provisorischen Dienstzeit. Bewerber um diese Stelle, jedoch nur diplomierte Thierärzte, haben ihre Gesuche unter Nachweisung der Befähigung und der bisherigen Verwendung, ferner unter Anschluss des Geburtsscheines im vorgeschriebenen Dienstwege bis 25. October 1. J. an den Bteierm. Landesausschuss einzusenden. Schließlich wird kemerkt, dass die Bewerber um diese Stelle nebst der deutschen auch der slovenischen Sprache mächtig ' sein oder sich verpflichten müssen, die Kenntnis derselben sich binnen l'/2 Jahren anzueignen. Graz am 1. October 1896. Vom ateiermärkisohen Landesaus&ohme.