Freytag/ den 2/,. December 162.4. ^'^^/ Wien, den i3. December 182^. ^ie-^oskanzley hal die durck die Pensionirung des Ios. Tdl. >', Natl)sch,ller s>l'digte steyensch'sär!,th!itiische Gu« delnial ° Sccretars-Stelle, dem ersten Kreis ^ Commiffar bey d^m Gratzer-Kreisamte, Ä'nccnz N'ttcr ?. Glau^ «ach, in BerüWchtigung seiner vieljahtlgen lift'gen Diensttciftuug, zu verleihen befunden. Gesten Abends nach halb 9 Uhr wurden wirplöh-l'ch durch mehrere sehr heftige Blitze, von ziemlich nahen DonntlschsHgen beglettet. überrascht. Während desGe« witters, das ungefähr 10 Minuten dauerte, schneyte es stark, und das Thermometer sank auf den Gefricr-punct herav. ^ Citier der Streiche dieses Gewitters hat m den Thurm l'cr Kirche zu H e i l i g e n sta d t eingeschlagen; «>n Theil derselben ist ein Naud der Flammen geworden, S t e y e r m a r k. Die Gräher-Zeitung vom n. December meldet: «Am 6. d. M. beehrten Se. fürstl. Gnaden, unser ver. ehlterFürftbischofNom anuS düö Kloster und Hospital der darmherzigen Brüder mit Ihrem erfreulichen Be« suche, der diesem Orden die rührendsten Beweise des Wohlwollens und der Liebe für seinen religiös wohlthä» tigcn segensreichen Beruf zurückließ. Se. fürstl. Gna« den wurden unter dem Geläute der Glocken vom sämmt-l>che>i Clerus des Ordens an der Kirchthüre empfangen, «nd nachdem Dieselben die ehrfurchtsvoll dargebrachten Schlüssel berührt, gingen Sie in die festlich beleuchtete Kirche bis vor den Hochaltar. Nach verrichtetem Gebethe und empfangenen h. Segen mit dem H?chwür0!gsten, besuchte der verehrte K>rchenhirt das Krankenspital. segnete die Kranken , besah die übrigen Abtheilungen des Hauses und auch das Nefectorium, wo auZ Seinem hirtlichen und väterlichen Herzen an daS versammelte Ordfnspersonale eine Rede entströmte, d,e slch über den Geist des Ordens, über Pfiichr und Stälkung im schweren Beruf, und über Lohn und Segen des Ver-di«nfteeumditli>d) v,n Algier sey im Nahmen des Königs der Nie» Verlande durch den niederländischen Conful und den Ve» fehlähaber der niederländischen Brigg Pelikan, welche die Erklärung des Königs nach Algier übcrbracht habe, Folgendes eröffnet worden : »Die niederlanDlsche^c.^e« ',rung fty keineswegs gesonnen, den Anmaßnnqcn dcs ^Deyö von Algier Genüge zu leisten, weßhalb der mc° ^dcrländifche Admiral innerhalb 24 Stunden eine uü^i-^wunden« Erklärung darüber verlange ob man ^, ,als i.n Kriegs-Zustande mit Algier befindlich anzuft. „hen habe oder nicht."-Auf d.cfe feste Erklärung gjyg de« Dey vöU,g vyn seinen frühern Forderungen ad, uno > 4l9 willigte ein, den im Jahre »3i6 abgeschlossenen Frieden nochmahls zu ratificiren *). Die Vesorgniß, welche man zu Amsterdam und in der niedrigen Gegend zwischen dem Y und dem Racine hegte, daß im Norder Lekken «Deiche, den das seit so vii'l.'n Tagen in außerordentlicher Höhe davor stehende Wasser beynahe durchweicht hatte , ein Durchbruch entstehen und dadurch diese Landstrecke sowohl, als die Stadt Amsterdam selbst :c- überschwemmt werden möchte, ist noch nicht ganz gehoben. Das Wasser ist noch immer nicht genug gesunken. Jene Besorgniß ist um so gegründeter, da das Wasser im L.'ck zu Wyk bey Duursttde 27 Fuß höher stand, als die W-Merhöhe zu Amsterdam gewöhnlich ist. Spanien. In der <3 toile vom 7. December heißt es: »Die französischen Truppen haben M a d r i d am i. Decem« der verlassen. Bloß elnePrigaoe, nähmlich ein Schwein herregiment und ein französisches Regiment sind zurück geblieben ; letzteres erwartet nur die Ankunft des Schwci-herregimentes, das bis jetzt zu Nayonne lag, um ebenfalls abzumarschiren. <3s scheint ausgemacht, daß das Hauptquartier am 2a. oder 21. December zu Vitto, ri a eintreffen wird. Das einstweilen zu Madrid verbliebene »2te Linienregimentwiro am ». Jänner m Vtttoria erwartet. Es sind bereits mehrer« Transporte auf dem Wege nach Frankreich durch Tolosa gekommen. Vier Regimenter kehren übclPenhus nach Frankreich zurück. Das ungefähr Z?S Mann starke ,3te Husarenregiment wird am 27. December zu Perpignan eintreffen, und am 29. nach Laon aufbrechen. Das erste leichte, ungefähr 1057 Mann starke Regiment wird am 28, December zu Perpignan eintreffen, und am 5o. nebst seinem Depot nach Montpellier abgehen. Dag »,te ungefähr ilL5 Mann starke Linien > Infanterieregiment, wird am 29. sammt dem 2aa Mann starken Depot zu Perpignan eintreffen. Das 4oste Linien - Infanterieregiment, /ooc» Mann stark, wird am 1. Jänner zu Perpignan eintref» M *) Die Zeitung von Barcelona enthält eine Ve-M kÄnntmachung des niederländischen Consuls daftidst, Hrn. de la Haye, vom 2ä. November, lautend' „Der das niederländische Geschwader im Mittclmee« commandirlnds Eontreadmiral kündigt mir durch De« pesche aus Mahon vom itt. Zcovember an, daß in Folge der von Sr- Majestät dem Konig der Niederlande ergriffenen Entschließung der Dey von Algier auf seine Forderungen verzichtet habe, und den i8»6 zwischen Holland mro Algier unterzeichneten Friedensvertrag neuerdings ratificiren wolle, was ich dein Handelsstande dieser Stadt zu eröffnen mich beeile." fen. Das Depot, ^00 Mann Nark. den Tag vorher. Diese beyden Regimenter sind zur Reservedivision be< > Itimmt. w,Iche unter dem Commando des Generallieu» ! tcnalilß Baron o.Nottembourg, Commandanten der Osl' ' Pyrenäen > Division steht. Das 19. leichte, R''g!ment, ' das ;u Seu d'Urgel liegt, wird daselbst ein Bataillon zurücklassen, und als Besatzung nach Mont Louis abg« ! hen, und am 5i- D^ember daselbst eintreffen. Das > inte leichte, das zu Peiplgnan lag, wird am 26. De' cember nach Valence aufdrehen. DaS 2te Linienregi' me»t< das zur Ncservediviswn gehörte, wird m>l seinem Depot von Perpignan in den Tagen vom 19. bis 25. > December nach Lyon marschiren. DaZ Zte Linienregiment von derselben Division wird aus dem De;n der Divi' sion, der Ostpyrenäen, deren Commando ssch. wie es scheint, bis nach 2eu d'Urgel hin eistrecken wird." Rußland. Der österr. Beobacht«» vom »5. d. M. theilt folgen» des Schreiben seines Cvrrespondenten aus St- PeterZ' bürg vom 2?. November,^über die daselbst Statt gesun» dene große Überschwemmung mit: In meinem letzten Schreiben vom 23. habe ich Ih' nen die Hauptumstände des Unglücks gemeldet, welches diese Hauptstadt am 19. d.M. betroffen hat. Der d^ durch angerichtete Schaden ist, selbst wenn man dle dar» über circulirenden Angaben von den in dergleichen Fäl' len gewöhnlichen Übertreibungen entkle.idet, noch immer äußerst beträchtlich. und fällt größtentheils der Krone zur Last. Die Zahl der Umgekommenen wird selbst b>^ sehr übertrieben; ich glaube bestimmt versichern zu kön' nen, daß sie drcytausend nichtübtlsteigt; immer ein ent' sehliches Unglück! Da gestern die Newa leider Eis zu tleiben anfins' so ist die Verbindung mit dem andern Ufer des Flusse unterbrochen und das Einlaufen der weiteren Belichte der Generäle Benkendorf, KamarowSki «nv D e p re« ad 0 w i tsch dadurch verhindert worden. ^^ sterer hatte zu Waßiliostrow bedeutende Quantitäten Drot vertheilen und das große Vörsengebäude zur Aui' nähme von Zooo Unglücklichen ohne Obdach herrichtn lassen. Der sogenannte Galeerenhaf gange«, weil jeder erwartete, daß ein baldiges Sinken l erfolgen würde, aber die Flutl; wuchs bis Nachmittag» ' um 2 Uhr und zu der schreckensvollen Höhe von »5 Fuß ! Über den ^gewöhnlichen Wasselstand an, w?hey der Sturm ! Mit stets vermehrter Heftigkeit und die Wellen auf da« furchtbarste tobten. Der Anblick war entsetzlich ; Schiffe, ' von ihren Ankern gerissen , wurden aufs Ufer geworfen; ' Menschen trieben auf Brettln umher, ohne dnß ihnen. ' zu helfen stand, und versanken; ganze Breterhäuser l wälzte der Strom mit reißender Schnell« anfwärts; l große Barken mit Holzvorräthen bedeckten den Strom ' wit ihrem Inhalte und ihren Vretern; die Brücken, ? welche die vordere Insel mit Ven anderen Stadttheilen l verbanden, waren weggerissen und zerschmettert; um« ' herireidende menschliche Wohnungen, Havsra'th, Pa» ' pier« vollendeten das Bild der Zerstörung. Auf unserm l Hofe schwammen unsre armen Pferde, ohne daß wir ihnen helfe?, konnten. Als um 2 Uhr das Wasser feinen - höchsten Stand erreicht hatte', bedeckte eH 5 hjs 7 Fuß e hoch fast alle Stadttheile. Jetzt sin^g es an zu fatlen, und <«st Abends um 1» Uhr waren die Trottoirs wieder frey-Mithin ftlllte sich erft am hlgenden Tage da° grausen. . 42a «olle Vild der Verchustung ganz vorunfern Augen dal. In die Souterrains gedrungen, hatte das Wasser dort alles umgeworfen und zertrümmert; fortgeschwemmte hölzerne Häuser. Boote. Schiffe, lagen in den Stra. ßen oder hingen hall) auf den Geländern der Kajen; dit Straßen waren überdeckt von Bietern, Brennholz, Hausrat!), so daß viele ganz unzugänglich geworden; Mauern und Gartenplanken waren niedergestürzt und fortgetrieben , und weinende Menschen, die thcils die Ihrigen, theils ihre Habe verloren , durchirrten die Trum» mer. Viele Kaufleute haben großen Verlust, indem manche Waaren gänzlich verdorben sind. Besonders la» gen an der Vötfe für i3 Millionen Nudel Zucker, wo» von wenigstens die Hälfte geschmolzen ist. Brot istfM nicht zu haben, indem alle Backöfen'ha-hin sind. ssTe Ladung Zucker, Salz, Mehl, wenn man sle herschicken könnte, würde jetzt großen Vortheil bringen. In vielen Kellern sind die Stückfässer zerschlagen und es wird Wein mit Wasser vermischt aus demselben herausgepnmpt. Der Galeerenhafen, an dem fast lauter hölzerne Häuser stan» den. ist fast ganz zerstört, und von vielen Dörfern in der Gegend keine Spur mehr. — D>e Zahl der umge^ kommenen Menschen wird verschieden, von 2 bis 8aoo geschäht; der Verlust a,n Eigenthum über ic)oMiU!o,nen Rudel. Zwey Dampfdoote au5 dem Kronsladter NnegZ, Hafen lagen mitten in der Stadt n'cht weit vom Thea» terpla^. L's sind für eine Million Häringe wcgge. schwemmt. Weniger haben die Hanf» und Ohlbaracken gelitten, weil sie etwas höher l>egen. Große Block Ma> hagonyholz liegen nutten >n den Straßen, welche man jeht beschäftigt ist, von, den Brettln und umgc^ol,fen,en Häusern zu »einigen." ^2 - ,^o^-"«.^ch,uz Vermischt« ?t»chrichte^ ' -' ««^ Boxkämpfe ynter Männern gehören in EliglanV, wie bekannt, zu den National-Belustigungen; allein Boxereyen zwischen Frauenzimmern sind dermahlennoch «ine Seltenheit. Ein solches Duell fand lürzlich i/j, England Statt. Zwey eifersüchtige, also, wie es sich'von selbst versteht, im höchsten Grade erbitterte Damen, forderten sich regelmäßig auf einen Zweykampf—nicht mit den gewöhnlichen Waffen ihres Geschlechtes, den Näg«ln —sondern mit Armen und Fäusten heraus. Die Duellantinnen erschienen, jede mit zwey Vecundantin' nen versehen, auf dem bezeichneten Plahe, und boxten slch in <3egenw«t einer ungeheuren Menge von Zu» schauern, welche dieses seltsame Schauspiel von allen Gegenden h«rbey gezogen hatte, so nach allen Reg^n der edlen BopkuW. daß selbst erfahrene Boxer de" Muth und die'Aesckicklichleilder Heldinnen anstaunten. Beyde hatten beynahe leinen Athem mehr, als man sie endlich aus einander brachte. Aber sie haben stH schon das Wort darauf aegeben, sich . sobald ihre Kraft« hergestellt sind, auf's Neue zu boxen, und wehe dann demjenigen, der es wagen möchte, unter den boxenden Schönen und ihten Sccundantinnen den Friedenestifter ';u machen')'was' bey ^s^üenzimmern schon gefährlich 'st, ftldst Irie'nn'strslch bkoß beydtn Haaren gefaßt h^be«. ' ^ ' Folgendes ,»32,. ^s«gland ^ci^lt ,1261^57, W^lcS 717.^0 ^ Sch0l!la:,d 2.095,^56 Eimuolmer; in der ?Irmcc un>? M^rilK dienei, '5,9,^00 Man^i ; zusammen.' 1 i,39i'63i. Irland >,äl)lt 5,^01,827, und die Inseln m den di'tt!sckic"> S^'n tia 5u,L ^mwohuer.,, Dütalsumm e: 2^280,900 Mensche, ,. . „,,,,^^ s,^ ^, ^ i',^ ^^1''^V im'd e nM'n^e t g c. Angekommen den 20, December il»H^' Hclr.F^rd!„i,nd Michel, k. baicrisch. C^pitän, r^ Trieft nach München. — Hr. Johann Wvlf, Handelö' mann, u. Grätz n. Trieft. >'- Adgereist den 20. December ill2^. ? ^ Herr, Ignaz Freyherr u.,^l,lmer. Particulier, w>t Frau ^reyinn «>. Röiu^evsunn,. v. Aiätz n. Triest- ^ Hr. Gregor Tomizza, The^log^ p. Wi^li n. Trieft. '^. ,^,^ ^Curs ,vo m 16. De ce m ber 1624. ^iaMschuidve'rschreibungen zuS v.H. fin TM)9^^^ .Verloüte Obligationen u. Ära-(^^ r'.H^ß ^ »^ ,lial ' ^-von Tyrc'l ...... ^zu4 u^H ^ ^" szuZ 1/20H, ^ " — Wlen. Stadt«Danco-Obl. zu , 1/2 v,^. (in C.M-) ^ '/^ Obligatlonen der allgem. und ^., ungar. Hofkammer zuZ v.H. (in C. M^) 63 V . detto detto zu2 v.H. (in C.M.) ^^ .^ . ^ (Ararial) (D'"es" Obligationen d zui vH.^ — , ^ ob der(3ns, von Vöh / ^u 2 1/2 v.H.l 52Z/'6 mcn, Mähren, Schief zu 2 i/z o.H>> — "" sien/Steyermark.Kärn- zu2 o.H.l 419/^" ^ ten, Krain undGörz. ^zu » 2/?zvH.j — ^ Bantactien pr. Stück »i5i in E- M» IK»«z Aloy« Nl. ». »leinmay«, V«rl«gel und N«dact«m.