Nr. 292. Mittwoch, 22. Dezember 190«. ! 28. Jahrgang. Mbacher Zeitma Vrzn«mrl«tionsprelK: Ml P°stver!end»»n.- ganzMril, »0 K. l,albiäl,rin ,K X, Im »ouloi: «""zjnlilin « ll. halbjührig li li. ssür d!« ZjusteN>i,!g in« Haus ganzjährig li k. — Insertionbgebühi: ssNr lleine Insrrale b<« zu 4 Heilen bO l,, größer? per jjeile l»l,; be< öfteren Wieberdulungsn ver Zeile 8 k. Nil' «Lml'ncwr ^ilunss' rrichruU lössl'ch, mi< Äuinadmr der 3mm- u»d ^eienagr, ^'s Ndminislratio» befinde« sich Millusiöstrußr Älr, 20: die Nrbaition Vtilloilöstrahe Nr. «<>. Sprechstunden der «edalül», uui, X die ,v Ubr vnimilwgi, Unsrantierle Briesr werben nick« nngenommen, Vlanuskriple nickt zurültgelleM, Telephon-Nr. der Redaktion 52. Amtlicher Geil. Keine k. und t. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom ^<». Dezember d. I. über einen vom Minister des kaiserlichen und königlichen Hauses und des Äußern erstatteten aller-untertänigsten Vortrag allcrgnädigst zu ernennen geruht: den außerordentlichen Gesandten und bevollmächtigten Minister in Eetinjc Otto ,Freiherrn Kühn von Kuhnenfcld unter Abberufung von diesem Posten zum außerordentlichen Gesandten und bevollmächtigten Minister am königlich portugiesischen Hofe; den außerordentlichen Gesandten und bevollmächtigten Minister Maximilian Frciherrn von G agcrn zum außerordentlichen Gesandten und bevollmächtigten Minister bei der schweizerischen Eidgenossenschaft; den mit den: Titel und Charakter eines außerordentlichen Gesandten und bevollmächtigten Ministers bekleideten Hof- und Ministerialrat im Ministerium des kaiserlichen und königlichen Hauses und des Äußern Maximilian Frcihcrrn von Äicgc-leben zum außerordentlichen Gesandten und bevollmächtigten Minister; den Militär-Bevollmächtigten bei der t. und k. Votschaft in Konstantinopcl und bei den t. und l. Gesandtschaften in Athen und Eetinjc, Generalmajor Vladimir Freiherrn Giesl von Gicslingen zum außerordentlichen Gesandten und bevollmächtigten Minister am fürstlich montenegrinischen Hofe und die mit dem Titel eines Legalionsrates zweiter Kategorie bekleideten Legationssckretäre erster Kategorie Dr. Leon Frei Herrn de Vaux und Doktor Friedrich Grafen Sz-'P^ry von Sz^par, Mura-Szombat und Sz6chy-Szigct zu Legationsräten zweiter Kategorie. Nichtamtlicher Geil. Die neue Geschäftsordnung. Die „Neue Freie Presse" sieht in der Samstag nachts im Abgeordnctenhausc beschlossenen Geschäftsordnung einen schweren Schlag gegen die Minoritäten im Parlament, deren Tod und Leben jetzt dem Willen des Präsidenten anvertraut ist. Ein neues Blatt der Geschichte beginne für die Deutschen. Den stärksten Einfluß wird die Änderung aber auf die Verwaltung haben. Nun wird die geforderte Parität in der Verwendung und in den Zentralstellen durchgesetzt werden. Nach dem neuen Jahre werde eine Krise ausbrcchen, die eine viel tiefere Bedeutung haben dürfte als das frivole Lüstcln mit der Rekonstruktion. Das „Frcmdenblatt" schreibt: Der Optimismus des Freihcrrn von Bienerth ist gerechtfertigt worden. Wir dürfen hoffen, daß der relonvaleszentc Parlamentarismus rasch zu voller frischer Kraft kommen wird. Niemand hat mehr Ursache und mehr Recht, sich dessen zu freuen, als die gegenwärtige Regierung. Dem Abgeordnetenhaus können die besten Freunde nur wünschen, daß es sich die Selbstachtung dauernd bewahre, die es wiedergefunden hat, und wenn es diese nicht verliert, wird es auch die allgemeine Achtung wiedergewinnen, in- und außerhalb Österreichs. Abgeordneter Dr. Steinwender führt im „Neuen Wiener Tagblatt" aus, die Teutschfreiheitlichen seien unzweifelhaft im Rechte gewesen, wenn sie sich gegen das „Taschenspielerstück" wehrten, mit dem die Geschäftsordnung geändert wurde. Man hätte in streng gesetzlicher Weise zur Ordnung und Arbeit kommen sollen. Man muß aber die Dinge nehmen, wie sie sind und ausnützen, was ausnützbar ist. Die „Zeit" erklärt, die Lex Kramer werde eine künftige politische Majorität nicht bilden helfen, da Deutsche und Czcchen in einer dauerhaften Regierung nicht zusammcnsitzcn können, so lange die nationale Verständigung nicht erfolgt ist, und zu dieser habe der Antrag Kramür nicht einen Hand-strich beigetragen. Aber wenn die Gcschäftsordnung»-resorm in zwei Tagen improvisiert werden konnte, warum sollte dies beim nationalen Ausgleich nicht möglich sein? Die „Österreichische Volkszeitung" sagt, die freiheitlichen Deutschen stehen wieder einmal allein; aber auf die Dauer werde das deutsche Volk in diesem Österreich nicht zu majorisieren sein. Das „Neue Wiener Journal" betont, daß ein Ncunmillionenvolk von solcher kultureller und wirtschaftlicher Bedeutung wie die Deutschen in Österreich, durch eine Geschäflsordnungsreform im Ernst nicht gefährdet werden könne. Erweist sich diese Reform wirtlich als eine Maßregel für die Demokratie gegen die Demagogie, dann ist ihre Annahme ein historisches Datum von der segensreichsten Bedeutung. Das „Illustrierte Wr. Extrablatt" sagt, man dürfe hoffen, daß die Reform mit ein Anstoß sein wird, um die nationalen Parteien zu einem loyalen Ausgleich zu bringen. Die Bäume des Herrn Kramür werden nicht in den Himmel wachsen. Das „Tentsche Vollsblntt" erklärt, die Slavische Union habe die taltische Einheit der deutschen Volksvertreter im Parlament zerstört, den deutschen Block gesprengt. Es liege nun an der christlichsozialen Partei, im arbeitsfähigen Hanse die unaufschiebbare gesetzliche Sicherung der Deutschen und des Staates vor slavischen Angriffen herbeizuführen. Die „Reichspost" verwahrt die Ehristlichsozia-len gegen den Vorwurf eines Verrates am Deutschtum und erklärt: Will man schon von Verrat sprechen, so kann das Wort nur jene deutschen Volksvertreter treffen, die sich dem Willen der großen Mehrheit der deutschen Abgeordneten nicht gefügt und gemeinsam mit den Ezechischraditalen gegen die Parlamentsbefreiung gestimmt haben. Das „Vaterland" meint: Nur ein Jahr lang dem Kranken Ruhe vergönnen, vielleicht wird er Feuilleton. Extravagante Moden. Paris, die große Modeschöpferin, hat in die-jem Jahre ihren' Ehrgeiz noch nicht befriedigt mit den Modellen zart duftiger neuer Abendroben oder in kühnem Linienschwung entworfener Hüte; die ersten großen Gesellschaften haben eine Fülle aparter Neuheiten erscheinen sehen, die von einzelnen Führerinnen der Mode in stillem Grübeln ersonnen wurden und nun von den elegantesten Frauen der Seincstadt voll begeisterten Eifers aufgenommen sind. Nur wenige dieser Schöpfungen umschiffen die Klippe auffälliger Extravaganz, aber eine zweifellos praktische Neuerung ist das neue Korsett, das von eleganten Schönen als ein wahres „Ei des Kolumbus" gerühmt wird. Im Gegensatz zu den bisher gebräuchlichen Miedern wird das neue Korsett an der Vorderseite geschnürt, so daß die Trägerin ohne allzu große Umständlichkeit den Sitz bequem selbst regulieren kann. Wo früher tue Verschlußhaken angebracht waren, in der Mitte des Vorderteiles, sitzt jetzt die Vcrschnürung; die Verschluß-Haken sind etwas nach links gerückt und begleiten als Parallele den Lauf der Verschnürung. Zugleich bringt das Korsett eine wesentliche Erleichterung gegen die bisher getragenen stangenrcichcn Mieder; die Zahl der Fis'chbeine ist nach langwieriger Erwägung und erschöpfender praktischer Ausprobung auf ein Minimum reduziert. Das Fischbcin sitzt nur noch im Rücken; außerdem laufen zwei Stangen an den Seiten und am Vorderteil herab. Der Körper genießt in dieser Art der Umschnürung relativ große Bewegungsfreiheit; von den Hüften aufwärts ist die Beweglichkeit fast gar nicht behindert, während doch zugleich die Sehnsucht der modernen Modedame crsüllt ist, die ihre Gestalt mit dem Zeitgeschmack, der die Schlankheit der Formen zum Idol erhoben hat, in Einklang setzen will. Weniger praktisch, aber zweifellos originell, sind die neuen Schuhmoden, die der Geschmack der Pariser Modeführcrinnen der Welt schenkt. Der fußfreie, in dieser Saison übrigens ungewöhnlich kurze Straßenrock hat der Fußbekleidung naturgemäß erhöhte Bedeutung gegeben und die Phantasie der Modedichter versäumte diese Ehance nicht, um neue Möglichkeiten zu erschöpfen. An Stelle der einfachen glatten Lederschuhe, die man bisher zu sehen gewohnt war, trippeln jetzt allerlei seltsame Fcllschuhe über die Boulevards. Während man früher für den Winter fellgefütterte Stiefeletten wählte, trägt man jetzt Schuhzcug, bei dem die Behaarung nach außen gearbeitet ist. Meist wird ein sauber gearbeitetes Kalbfell verwendet, in der Art, wie man es noch bisweilen bei den Überzügen altmodischer Truhen findet; die verschiedenen Farben der Felle geben zu allerlei Abtönungen reiche Gelegenheit. Ein Zyniker wollte zwar entdecken, daß diese Art von Bekleidung den zierlichen Damenfüßen eine bittere Verwandtschaft mit natürlichen Ticrhufen verleihe, aber die graziösen Pariserinnen fühlen sich über solchen Verdacht erhaben und haben die neue Mode mit Emphase aufgenommen. Übrigens sind nicht alle Stiefel ganz aus Fell gearbeitet, man hat auch andere Fassonen ersonnen, in denen die unteren Teile aus zartem Leder gearbeitet sind, das man in der Farbtönung entweder auf das Leder abstimmt oder zu pikanten Kontrasten ausnützt. Mit den neuen Fellschuhcn sind auch neue Strümpfe aufgetaucht, die nur zu diesen übrigens sehr grazil gearbeiteten Pclzstiefletten getragen werden. Sie stimmen bis etwa eine Hand breit über das obere Tliefclende hinaus genau init der Farbe der Fellhaare übcrein; dann aber wechselt überraschend und unvermittelt die Farbe, an das Schwarz, Braun oder Braungelb reiht sich ein meist zarter, matter, lichter Farbton, der häufig durch allerlei reizend gearbeitete Phantnsiemuste-rungen, bisweilen auch durch Stickereien, unterbrochen wird. Eine weitere Neuheit sind Glanzlederschuhe, die an den Fußspitzen einen leichten ringförmigen Besatz von Fuchspelz zeigen. Für Abendgesellschaften ist neben dem Tanzschuh ein hoher, außerordentlich leicht gearbeiteter Stiefel in Aufnahme gekommen, dessen Schaft und vorderer Fußteil durchbrochen gearbeitet ist. Die zahllosen Öffnungen im Leder sind von zarten Bordüren, bisweilen von buntem, aber diskret getöntem Steinschmuck umrahmt und lassen überall den Strumpf durchschimmern, so daß lein Gefühl der Schwere entsteht. Eine eigenartige Neuerung ist auch der Abend-mantel aus zartem durchsichtigen Stoff, der zwar seinen Zweck, Wärme zu spenden, kaum erfüllt, in seiner duftigen Schmiegsamteit aber und in dem zarten Faltenwurf reizend aussieht. Die leichtesten durchsichtigsten Gewebe werden dazu verarbeitet, meist Seidenchiffon. Um diesem zarten, schlcierarti-gen Gebilde Sitz und Halt zu geben, wird dei un° tcre Teil, der Rand, und der obere Abschluß am Halse reich mit möglichst schweren Bordüren und Besätzen geschmückt. Freilich eignet sich dieser Da-menmanicl wenig zum Schutze gegen winterliche Nachtluft und er wird nur im Theaterfoyer von Damen getragen, die ihren wärmenden Pelz w Automobil zurücklassen können. Laibacher Zeitung Nr. 292 2666 22. Dezember 1909. dann genefcn. Das ist heute Haupt- und Kernvor-schrift des aufrichtig beratenden Parlamentsarztes. Die „Neue Zeitung" sagt, es sei noch keine Zeit zum Jubilieren, im Gegenteil, man wird gut tun, die Entwicklung der neuen Verhältnisse im Abgeordnetcnhause noch aufmerksamer denn je zu verfolgen. Die „Arbeiterzeitung" hält es für ein wertvolles Zeugnis der Kraft des demokratischen Hauses, daß es die Reform allein vollbrachte. Die Sozial-dcmokraten haben nichts aufgegeben, indem sie auf die Obstruktion verzichten, haben aber das Parlament gleichsam neu erobert, indem sie es der drohenden Gefahr, dein Untergang entrissen. Laib ach, 21. Dezember. Aus Nom wird berichtet: In den Äußerungen der vatikanischen ilreise über das Ableben des Königs Leopold der Velgicr gelangt allgemein die Anerkennung zum Ausdruck, daß die Haltung dieses Souveräns hinsichtlich der Beziehungen zur Kirche und zum Heiligen Stuhl beständig von tadelloser Korrektheit war. Während seiner langen Herrschaft beobachtete er die Pflichten eines konstitutionellen Königs in gewissenhaftester Weise und die Katholiken seines Landes hatten, ob sie sich an der Macht oder in Opposition befanden, immer Anlaß zur Befriedigung über die staatsmännische Weisheit und Mäßigung des Königs. Auch alle Päpstlichen Nuntien, die seil 1805) in Brüssel tätig waren, hoben in ihren Berichten an den Vatikan seine Klugheit und seinen Takt hervor. Was den neuen belgischen Herrscher betrifft, so ist man in vatikanischen Kreisen fest überzeugt, daß König Albert an der Tradition seiner beiden Porgänger festhalten und der Kirche sowie, dem Heiligen Stuhl gegenüber eine durchaus korrekte Stellung einnehmen wird. Man hegt auch die Hoffnung, daß die gegenwärtig in der Hecresfragc gespaltene katholische Partei in Belgien es verstehen wird, in ihren Reihen den Geist der Einigkeit und der Tisziplin aufrechtzuerhalten, der eine Hauptbedingung ihres Verbleiben» im Besitze der Macht bildet. Nach einer Meldung aus Sofia verlautet in unterrichteten Kreisen, daß König Ferdinand bei seiner Rückkehr nach Bulgarien abermals in Belgrad einen kurzen Aufenthalt zu nehmen und den: König Peter einen Besuch abzustatten beabsichtigt. Tiefer Besuch würde, wie man betont, gleich den beiden vorhergehenden, lediglich als Symptom der Besserung der beiderseitigen Beziehungen zu betrachten sein. Nie man ans ^tockholm schreibt, hat sich das besondere „Verteidigungskomitee" für den Bau von Panzerschiffen ausgesprochen, die erheblich grüßer und stärker sind als die jetzigen zwölf, welche die neue schwedische Flotte bilden und eigentlich nur für die Defensive berechnet sind. Diese Panzerschiffe haben ein Deplacement von rund 5000 Tonnen und sind so gebaut, daß sie überall zwischen den gefährlichen Schären, welche die Küsten Schwedens umgeben, durchfahren können und somit imstande sein werden, einem etwaigen Feind unangenehme Überraschungen zu bereiten. Die vom Verteioiguugskomitcc in Vorschlag gebrachten Panzerschiffe sollen stark genug sein, um für An-griffszwccke verwendet werden zu können. Sie dürften ein Deplacement von 7000 bis 8000 Tonnen erhalten, was ihnen ermöglichen würde, sich in offener See selbst mit einem überlegenen Gegner in einen Kampf einzulassen; gleichzeitig dürften sie aber so gebaut werden, daß ihnen die Möglichkeit bleibt, zwischen den Schären einen sicheren Zufluchtsort zu finden. Am 3. d. M. fand im russischen Neichsrate eine kombinierte Sitzung der Finanzkommission und der Commission für Dirigierung der Gesetzentwürfe statt. In der Sitzung wurde das von der Rcichs-ouma gebilligte Gcsctzprojckt über die Beschränkung der Besitzrechte ausländischer Untertanen im fernen Osten behandelt. Die Konnnission wies darauf hin, daß das Gesctzprojckt in der Regierungsfassung unannehmbar gewesen sei, da die Regierung die Beschränkung speziell für die Chinesen und Koreaner projektierte. Die Ncichsduma hat aber das Projekt dahin erweitert, daß allen ausländischen Untertanen das Recht genommen wird, irgend welche Immobilien im fernen Osten zu kaufen oder zu pachten. Die Kommission, die die in Rede stehende Frage behandelte, findet, daß dies dem russischen Abkommen mit Japan und anderen Mächten widersprechen würde und daß daraus für Rußland Komplikationen entstehen könnten. Tagesneuigleiten. — Wne dichtende Familie.) In der Familie des Dichters Edmond Noslcmd scheint das poetische' Talent sozusagen ^-ideisommiß geworden zu sein. Außer dem ^amilienhaupt, Bossen mit ebensoviel Spannung als Hiellame erwartete Tierkomödie „Chanatecler" min end. lich bestimmt am 24. Jänner das Licht der Rampen erblicken soll, ist cmch seine (Gattin unter ihrem Mädchennamen Nosemoude (Gerard als lyrische Dich. lenn tätig und der Öffentlichkeit seil Jahren belannl. Und mm tritt anch schon der älteste Sproß dieser Kiinsllerehe, der achtzehnjährige Herr Manriee Rostand, mit den Ellern in Wettbewerb und beglückt die Well mil ausfallend formvollendeten Versen, nm die sich die französischen Zeitschriften bereits zn reißen beginnen. Der junge Maurice war ein literarisches Wnndertind: er dnrfle sich schon vor fünf Jahren, als Dreizehnjähriger also, in den „Annales" gedruckt sehen. Er bewältigt henle anch die schwierigsten metrischen /formen spielend nnd mil der Leichtigkeit des geborenen Vers» talents. Gleichwohl dürfte die Behauptung, daß sich die ^amilienmitglieder im Hause Rosland untereinander überhaupt nur noch in gereimten Versen unterhalten, elwaS übertrieben sein. Was freilich werden soll, wenn nun auch Rosland junior sich eine Dichterin zur Lebens» gesährtin wählt, darüber mögen unsere Deszendenz» thcoretiler einstweilen ihre Mutmaßungen anstellen ... — wechselnd unaufhörlich derart gegen die Pforte schlugen und stießen, so daß die Lords sich in ihren Deballen lanm oersländlich machen lonnlen. Kurz nach süuf Uhr aber hörte der Skandal aus, es blieb eine halbe Sluudc lang still und stumm, und als die Lords, erleichtert aufatmend, den Vesehl gaben, die Tür zu öffnen, stürzten die sich der gelungenen Kriegslist sreueuoeu Amazonen herein, drängten die Soldaten zurück, nahmen auf der Galerie die besleu Plätze ein uud gabeu durch ebenso ungenierte als geräuschvolle Äußerungen deutlich zu erkennen, wer von de» Rednern ihren Neifall hatle uno wer nicht. — lDie Japaner als Fleischcsscr.j Die Anhänger des Vegetarismns werden mil Bedauern hören, daß die japanische Regieruug große ^uchlaustallen geschaffen Hal, um genügeud Fleisch zn gewinnen znr Eruährunq der Soldaten, die bislang fast ausschließlich Reis und Fisch erhielten. Die neue Maßnahme ist nur ein Glied in der Keile von Bestrebungen, die daraus abzielen, die Körpergröße der japanischen Rasse zu steigern. Die, japanischen Ringer, die sich seil jeher mil fleisch ernähr» ten, a.elten im Lande als Riesen, früher war die fleisch' nahrung in Japan streng verpönt und nnr manche Adelige genossen manchmal die fremde Delikatesse. Aber in den letzten fünfundzwanzic-, Jahren hat sich der Fleischkonsum immer mehr gesteigert und überall sieht mau jetzt kleine ^'leischläden. Die Änderung der Er» nährungsweise, so berichtet die „Nature", 'macht sich bereits liemerkbar! die Arbeiter, die heute vorwiegend fleisch essen, sind »veniger l'leich und zugleich muslulöscr wie früher, ebenso die Kulis, deren Körpergröße sichtlich zugenommen hat. Dagegen sindel man unter oen Hand-Werfern, die noch heule ausschließlich Pflanzenkost genießen, wie früher, ausfällig viele kleine Männer, deren Körperhöhe nicht einmal l,55 Meter erreicht. — Mn Walilscherz.j Aus Anlaß des gegenwärligen Wahlfeldzuges in England bringen die „Daily News" Christoph TchulzcS Brautschau. Eine heitere Geschichte mit ernste»: Hinter^rnnde von G. Fischer.MarlaraN (Kl. Fortsetzung.) , Äachbruct uecbolc,, Er bewegte grüßend die Hand gegen den Fa-briksbesitzer, desfen kräftige Gestalt an einer Biegung des Weges noch einmal sichtbar geworden, und der freundlich zu ihm zurückwinktc: „Weißt du denn, was ich weiß? Hast du gesehen, wie sie mit dem anderen, dem langen, schlappen Kerl in der Ecke flüsterte? Wie er etwas Weißes, wie ein Zettelchen in. ihre Hand gleiten ließ und leise ,auf morgen' sagte? Hätte davor dein kindlicher Glaube auch standgehalten? Und der andere ist verheiratet, seine Frau — o, Pfui — dreimal Pfui —" Heinz stampfte wie außer sich den Boden, dann atmete er hoch auf, fuhr mit der Hand über die Stirn, hinter der es rot pulsierte, und wandte sich zögernd zum Gehen. „Ein Mann mit einem Kinderherzen. War es möglich, sich so lange Glauben und Vertrauen zur Menschheit bewahren zu können, und dabei doch ein ganzer Mann zu bleiben?" Er hätte ihn erst küssen mögen, den alten Herrn, als er mit dem vollen Vertrauen des Un-gctäuschtcn von ihr gesprochen, und dennoch hatte er sich eines hochmütigen Mitleids nicht erwehren können, über den Alten, dem ein Menschenleben eine so geringe Erfahrung gebracht, daß sie sich in der Plumpesten Weise hinter das Licht führen ließ. Er lachte kurz und spöttisch auf, es war ein yartes dachen, wie es aus einem gedrückten, verbitterten Herzen kommt. Nm Ausgang der ANee blieb er einen Moment stehen und bllcktc scharf prüfend zur Veranda hinüber. In der linken Ecke derselben saß Kathi. Tie hatte von einer Seite des Kaffeetisches die Decke zurückgeschoben und schrieb, anscheinend ohne aufzusehen. In der tiefen Nachmittagsstille konnle man das Kritzeln der über das Papier hinfliegenden Feder hören. Sie schrieb, an wen? An ferne Freunde, an Esther? Die tonnte sie alle Tage sehen. Vielleicht an ihn? Seit zwei Tagen war er ja nicht hier gewesen. Ein fremdes, nie gekanntes Gefühl, das er für Neugierde hielt, legte' sich ihm wie Krallen um das Herz und trieb ihn, mit wenigen, fast unhörbaren Schritten über den Play vor dein Hause zu eilen. Schon betrat er die Verandatreppe, da knarrte eine Stufe unter seinem Fuß. Kathi blickte empor und stieß einen Schrei aus, im nächsten Augenblick hatte sie das Schreibpapier zusammengerafft und in dein neben ihr liegenden Buche geborgen. Betroffen verharrte Heinz am Eingänge dec Veranda und starrte zu ihr hinüber, wie sie kreidebleich und heftig aimend das Buch an die Brust drückte, während die spitzen Fähnchen sich fest in die Unterlippe gruben und ihr glühendes Auge fast drohend dem seinen begegnete. Der junge Mann hatte den Kopf zurückgeworfen und lachte überlaut: „O, über die ungeprüfte Tugend! Nein, mein Herr Fabriksbesitzer, schonen Sie Ihren Kopf, ich fürchte, Frau Esther hat nur zu gelehrige Schüler." Kathis Augen hatten sich staunend geweitet: „Ich weiß nicht, was Sie damit sagen wollen", fagic sie mit bebender Lippe, „ich weiß nur, daß das, was Sie sich erlauben, weit über das Maß dessen hinausgeht, was sich ein Herr einer Dame gegenüber hinausnehmcn darf. Ich habe Ihnen meines Wissens keine Veranlassung dazu gegeben." Sie war an ihm vorübergeschritten, ohne sich umzusehen, und verschwand im Hause. Heinz blickte ihr starr nach, ohne sich zu rühren, dann lachte er gezwungen: Sie verstand es gut, sich mit dem Mantel des Stolzes, der reinen Weiblichkeit zu umgürten, ja, wenn er das gestern nicht selbst mit diesen seinen Ohren gehört hätte, er hätte ihr geglaubt, ach, wie gern, aber ihr Schreck bei seinem Plötzlichen Erscheinen, ihre Aufregung hatten sie verraten. Für ihn war sie abgetan. Er ballte die Hände und griff in die Luft, als schüttelte er etwas: „Du, du, weißt du, was du mir getan?" Er hielt Plötzlich huchatmend inne, wie ein Schwanken war es durch seine Gestalt gegangen, jetzt wußte er, was an ihm gerüttelt, die ganze Zeit, seit er hier war, was ihn umhergcworfen, ihn hin-und widcrgezerrt zwischen Freud und Schinerz, zwischen hochgehcndster Erregung und schneidender Bitterkeit. Er vergrub das Gesicht in den Händen und fiel wie vernichtet in dem nächsten Sessel in sich zusammen: Ihm war geschehen, was er nie für möglich gehalten, er liebte, ohne achten zu können. Im Gartensaal wurden Schritte laut, im nächsten Augenblick strömte die Familie auf der Veranda zusammen. Der Oberamtmann hielt gähnend die Hand vor den Mund: „Gewitterluft," sagte er, und zeigte auf einige Wölkchen von blendender Helle, die sich über den Wipfeln des Parkes langsam in die Höhe schoben; „heute setzt es 'was." Man reihte sich um den Tisch. Hilgendorffs flammendes Auge suchte Kathi. Sie sah blaß aus, und an den Augenlidern rötete es sich so eigentümlich, hatte sie geweint? sFlirlschuna. folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 292. 2667 22. Dezember 1909. eine nette Erzählnng, dir von der erheblichen Schlag sertigkrit eines Parlamentskandidaleil rühmliches Zeng. nis ablegt. Ein Politiler, der eine Versanlmlung ad» hielt, war eben mit seiner »vohlüberlegten Wahlrede zu Ende, als ihnl aus der Menge cm Kohlkopf zugeworfen wnrde. Schnell gesaßt nnd bereit, diesen Streich nicht unerwidert zu lassen, hob der Bewerber das Kohlhaupt ans und, es in der Hand haltend, so daß die Versa,»-melten es seheil tonnten, sagte er ruhig: Einer unserer politischen Gegner scheint seinen Kopf verloren zu haben. Wal- und Promnzial-Nachrichtcn. Hyllicnischc Fragen. II. Ventilation. Unter „Ventilation" versteht man den Ersah schlechter Lust in Innenräumen durch gute Lust. Um die Grundsätze der Ventilation zu verstehen, muß man die Beschaffenheit der Lust in Innenränmen, die Art und das Maß ihrer Verschlechterung lennen. Die Luft in Innenräumen seht sich ans der von außen eindringenden Luft, aus der vom Noden iu das Haus aufsteigenden Luft, aus der Ausatmungslnst der Bewohner, aus den Hautausdünstungen der' letzteren, aus den Zersetzungsgasen organischer Substanzen, die frei herumlagern, aus Verbrennnngsgasen und unter Umständen aus Aburtgasen sowie aus Oasen iudustriel-lcr Unternehmungen zusammen. Die Luft der Innen» räume ist stets reicher an Kohlensäure als die alnio» sphärische Außenlnst' sie ist reicher an organischen Sub» stanzen, an Stanbbeimenglinge» nnd Mikroorganismen namentlich palhogener Arten. Niemals hat die Binnen» lust Ozon, dagegen fast regelmäßig Ammoniak. Die Verunreinigung der Lust in geschlossenen Räumen besteht der Hauptsache nach in der Abnahme des Sauerstofsgehaltes u»d in der Zunahme der Kohlen-säure sowie der Mikroorganismen des Staubes usw. und ist um so stärker, je größer die Ursachen der Ver» unreinigung und je geringer die Fakturen wirken, welche die Luft verbesseril. mehrung des Staubes mit seinen Mikroorganismen, der die Schleimhaut der Atmungswege reizt, nnd bei den daraus resultierenden katarrhalischen Erlranknngen die Einnistung von Krantheilserregern begünstigt. Wenn der Kohle'nsäuregehalt der Luft 4//, errcickt, kann der Mensch in einem solchen Raume uicht mehr leben. Dieser Zustand wird erreicht, wenn wir uns in einem ge>' schlossenen Raume doppell so viel Stunden aushalten, als Naumlust in Kubikmetern auf eine Person ent» fallen. Wenn wir jedoch in nnseren Wohnräumen länger aushalten, ohne einen Nachteil für unsere Gesundheit sofort zu spüren, hal'en wir dies der Durchlässigkeit der Wände dieser Nänme zuzuschreiben. Dieser Luft» Wechsel erreicht dann eine bemerkenswerte Größe, wenn die Außen» und Innentemveralur beträchtliche Uuler» schiede ausweist oder das Hans starken Winden aus» gesetzt ist. Ein mäßiger Wind von vier Meter Geschwin» digleit in der Sekunde drückt ans die Hauswand mit 1 Kilogramm auf den Qnadratmeler und ist imstande, durch eine Wand von vier Meter Höhe nnd sechs Meter Länge mit zwei großen Fenstern stündlich 96 Kubil» meter Luft zu treibeil. Selbstverständlich ist diese Durch» lässigkeit von dem Materiale und der Dicke der Wand abhängig. Die Luslbewegung in geschlossenen, aber von porösen Wänden umgebenen Räumen hängt von den Druckdifferenzen zwischen Innen, und Anßenlusl ab. Man kann aus einem Zimmer nur dadurch die schlechte Luft entfernen, daß man sie durch andere frische Außen» lufl ersetzt. Ist das Zimmer warmer als die Außenlnsl, so dringt durch den Fußboden und am unteren Teil der Wänor die Lust ein und tritt iu ebensogrußer Menge durch den oberen Teil der Wände und die Decke ans. Zwischen beiden Teilen in der Mitte liegt eine Zone, worin Luft weder ein. noch austritt. In dieser neutralen Zone befindet sich die innere Lust mit der äußeren in Gleichgewicht. Die entstehenden Gewichtsuuterschiede zwischen der Lufl oberhalb und unterhalb der neuiraleu Zone sind die Kräfte, die den Luftwechsel betreiben. Unterhalb der neutraleu Zone ist der Druck der äußeren Luft stärker als innen und ist am Fußboden am größten. Oberhalb der neutralen Zone ist aber der Druck der inneren Lust dem Drnck der äußeren Luft überall über. legen. Es strömt daher unten die kalte Luft durch den Fußboden, die Mauern ein, um oben am „leisten durch die T)ecke zu eulwcick^n. Ist jedoch die Außenlust wärmer als die Innenlust, so tritt gerade der um« gelehrte Fall eini Es strömt von oben warme Luft ein, nm unten zu entweichen. Ein Kubikmeter Luft von 0 Grad Celsius ist um 0,088 Kilogramm schwerer als ein Kubikmeter Luft vou 20 Grad EelsiuS. Es wird daher die Luft ein Meter unterhalb der neutralen Zone mit einer Kraft von (1,088 Kilogramm per Quadrat, meter von außen nach innen, und ebenso stark ein Meter oberhalb dieser Zone von innen nach außen getrieben. Wenn wir annehmen, daß ein Naum vier Meter Höhe und eine Fläche von 36 Quadratmeter be. sitzt, so steht der Fußboden, resp. die Decke unter einem Ventilatiousdruck voll 2 X 0,088 Kilogramm Quadrat, meter. Es entweicht daher durch die Decke bei der ge» wohnlichen Dnrchlässigteit <4) und der Temperatür, disferenz von 20 Grad Eclsius stündlich gegen 25 Kubi!-meter warme Luft, währcud ebensoviel kalte Luft durch dell Fußboden zuströmt. Beim Gemäuer beträgt in diesem Falle der Luftaustausch vier Kubikmeter' pro Stunde. Daraus erklären sich zahlreiche, täglich beobachtete Erscheinungen: Der lalle Zug im Winter beim Ge» mäner, der dumpfe Kellergeruch im Erdgeschoß bei durchlässigem Boden, im Sommer der üble Geruch der Hansflnren und die Belästigung der oberen Stockwerke dnrch die warme Luft, die vom Dachboden abwärts stiömt. Um nun den hygienisch bedenklichen Übergang von Luft aus einem Stockwerk in das andere peratnrunterschied bewirkte Luftwechsel nicht statt, und es wirken nur die Wände. Damit die Luft auf die Dauer hinreichend rein erhalten werde, ist die Znfuhr frischer Luft, die je nach Alter nnd Beschäftigung der Bewohner stündlich 20 bis 70 Kubikmeter per Kopf betragen uniß, zn bewirken. Es ist deshalb nötig die natürliche Ventilation dnrch regelmäßiges, häusig wie. derholles und langandauerndes Offnen der Fenster zu verstärken. Man schafft dadurch nicht nnr die schlechte Lufl, fondern auch, was fehr wichtig ist, die Stanb» massen alls den Zimmern ab, namentlich wenn man einen kräftigen Luftzug bewirkt. Ebenso lehrt die Er» sahrnng, daß üble Riechstoffe, die bekanntlich Möbel, stoffen, Vorhängen, Betten usw. anhaften, nicht an» oers als durch kräftige Zugluft zu beseitigen sind. In den modernen Häusern findet man häufig dunkle Vor. zimmer und Korridore, in die nicht nnr Wohnränme, sondern auch Speiselammern, Aborte, Wohnzimmer und Küchen münden. Diese Nänme ohne direkte Be> lenchtung werden fast nie gelüstet. WaS Wunder, wenn in den Wohnzimmern trotz ausgiebiger Lüftung stets ein eigentümlicher Geruch herrscht! Es ist deshalb n». bedingt nutwendig, daß diese Nänme durch kräftigen Luftzug gelüftet werden. Am besten ist es jedoch, wenn sie überhaupt gemieden werdeil, denn lein Ranm in der ganzeil Wohnnng wird so viel benützt und begangen als gerade der Vurraum oder das Vorzimmer und dieser Nanm wird gewöhnlich in bezug aus Hygiene am sties» mütterlichsten behandelt. Wen» diese sogenannten toten Winkel nicht regelmäßig gelüstet werden, so ist so eine Wlchnnng nie frei von' Staub und den üblen Riech» flösse» zn halten. Namentlich gilt diese Negel für die Korridore der Schulen und der verschiedene» Ämter. Obzwar die Korridore mit vielen Fenstern versehen sind, ist doch selten zu bemerken, daß sie offen gehalten würden. Nach Schluß der Schule oder der Amtsstu». den werden gewöhnlich nur die Zimmertüren auf» gemacht und, ohne einen Lnstzug zu bewirten, die Räume gereinigt. Was Wunder, wenn in diesen Räu» men, wo so viele Menschen den ganzen Tag gezwungen sind zusammen zn bleiben, eine eigentümliche Luft herrscht, die gewiß nicht für die Atmung und die Ge» snndheit der Inwohner vorteilhaft genannt werden kann. Die Menge Lnfl, die beim öffnen von Fenstern nnd Türen die Zimmer durchstreicht, ist ungemein be» trächtlich. Dringt sie »nr mit einem Meter Geschwindig» lcit pro Sekunde eiu, so streichen, stündlich dnrch ein mittelgroßes Zimmer mit zwei Fenstern 3000 bis 4000 Kubikmeter Außenlust, also in zehn Minuten 500 bis 600 Kubikmeter. Schon das letztbezeichnete Volumen ist groß genug, um selbst eine recht schlecht gewordene Luft so z^l verbessern, daß sie wieder allen Forderun. gen genügt. Man sollte deshalb stets von dieser Art Lüstling in öffentlichen Gebäuden ausgiebigen Gebranch machen, namentlich in Schulen nach jeder Unterrichts» stunde, für Arbeitsräume während jeder Mahlzeilpause — selbstverständlich mit Rücksicht auf die Jahreszeit. Die Korridore in den Schuleil und Ämtern sollen aber stets sowohl im Sommer als auch im Winter ansgicbig gelüstet und gereinigt werden, damit verdorbene Luft nicht in die Wohnräume, refp. Aufenthallsräume und Schlilzininier dringt, sundern umgelehrt die schlechte Luft dieser Räume durch die Feilster der Korridore entweicht, deshalb soll in den Korridoren stets eine offene Ventilation in der Form eines um seine hori» zontale Achse drehbaren oberen Flügels angebracht sein. Ist bei jedem Fenster ein solcher Flügel oben nnge. bracht, so wird der Zweck einer ausgiebigen Luftcrneue. rung erreicht, ohne irgend eine Belästigung zu ver» nrsachen. Leider wird ans diese einfache Lösung der Ventilation sasl leine Rücksicht genommen, weil eben bei diesen Bauten nicht der Päda-!gog, resp. der Beamte, Arzt und Archi« t'elt vereint an die Lösung der Aufgabe gehe n. (Fortsetzung folgt.) Ernennung im Unterrichtsministerium.) Wie uns aus Wien gemeldet wird, hat Seine Exzellenz der Minister für Kultus und Unterricht den Landesregie-rungsselretär der trainischcn Landesregierung Doktor August Ritter v. Banniza zum Ministerialselretär im Unterrichtsministerium ernannt. — ^Ernennung im Finanzministerium.) Seine Ex» zellenz der Finanzminisler hat den Ministerial'Vi^e» selretär Dr. Karl « avnil zum Ministcrialselretär im Fina»zmi»isterinm ernannt. * lslbhaltunq von Hciltursen für stotternde ilinber in Wien im Jahre 1U10.j In der Zeit vom 13. Fe» binar bis 20. März 1910 werden an der l. l. Lehrer» bildungsanstalt und an drei öffentlichen Volksschulen in Wien Hcillursc für stotternde Schullinder von Volks, schullchrern abgehalten werden. In diesen wird die Heilung des obbezeichnete» Sprachgebrechens nach der bewährten Methode des Professors L/-on Berquand durch dessen unmittelbare Schüler mittelst alleiniger Anwendung pädagogischer Maßnahmen und Sprech» übnngen durchgeführt, und es können nnch mit Znstim, ulnng des hohen k. l. Ministeriums für Kultus und Unterricht, sowie des l. k. n.»o. Landesschulrates, meh» rere an Volksschulen der österreichischen Kronländer an» gestellte Lehrer an diesen Kursen behufs Erwerbung der Kenntnis dieser Methode nnd Elnführnttg in deren praktischen Betrieb unentgeltlich teilnehmen. Lehrer, welche sich an diesen Instriiflionstursen zu beteiligen ge» deille», haben sich zur Anwesenheit während der ganzen fünfwöchentlichen Dauer des von ihnen zu besuchenden Kurses zn verpflichten, weil nur in diesem Falle ein voll» kommenes Eindringen ill das Wesen der angewendeten Methode möglich ist und die Befähigung zu deren rich, tiger Anwendung gewonnen werden kann. sNur in be» sonders berücksichtigmlgswerte» Fällen könnte eine vierwöchentliche Teilnahme an einem solchen Kurse — Nachsicht der Anwesenheit während der letzten Kurs» Woche — zltgestanden werden.) Die Anmeldung der be» absichtigte» Teilnahme hat seitens der Lehrer im Wege ihrer Schulleituug beim t. k. Bezirksschulräte Wien bis spätestens 31. Jänner 19l0 zu geschehen, worauf die Zuteilung der Angemeldeten an einen der Knrse und die Einberufung im kurzen Wege durch direkte Ver» ständigung des betreffenden Teilnehmers selbst erfolgen wird. Da nach den bisherige» Erfahrnngen noch niemals eine Anmeldung zurückgewieseil werden mußte, sondern Plätze für alle angemeldete» Lehrpersonen vorhanden waren, so tann jeder Angemeldete auf Zuweisung sicher rechnen. Um jedoch den Schwierigkeiten, welche sich aus dem mitunter vorgekommenen Ausbleiben einzelner An» gemeldeter und den Kursen Zngewiesener wegen Nicht» erhaltnng des erbetenen Urlaubes für eine zweckmäßige Verteilung der Kursteilnehmer an die verschiedenen Knrse ergebe» habe», zu begegnen, können nnr A»mel-dliiige» solcher Lehrpersone» berücksichtigt werden, welche den erforderlichen Urlaub zum Besuche der Instrultions-lurse von ihrer vorgesetzten Schul behörde erhalten haben, was entweder durch Beilegling des Urlanbsdolu» me»tes selbst oder durch Bestätigung der Talsache durch die Schulleituug auf dem Anmeldlingsschreiben nach^ zuweisen ist. " lAus dem Vollsschnldicnste.j Der t. t. Nezirts-schulrat in Gnrlfeld hat an Stelle des krankheitshalber beurlaubten Lehrers Herrn Karl Pobh die absol. vierte Lehramtskandidati» Fräulein Viktoria Svetet zur Cupplenlin an der Volksschule in Haselbach be» stellt. — Der k. l. Bezirksschulrat in Gotlschee hat an Stelle der krankheitshalber benrlaubten Lehrerin Frau» lein Julie Lackner den bisherigen Aushilsslehrer in Unlerskrill Herin Iobann S u m p e r e r zum Sup. plenten an der Vollsscyule in Obergraß nnd den absol» vierten Lehramtskandidaten Herr» Heinrich Ritter von T u r z a u s l i zum Supplenten an der Volksschule in Unter,lrill bestellt. ^. * lKunst.qcwerblichc Fachschule in Laibach.) Seine Exzellenz der Minister für öffentliche Arbeiten hat den Lehrer a» der l. l. limstgewerbliche» Fachschule in Lai-bach Herrn Johann Bernot definitiv im Lehramte bestätigt. —?. — sDie Seife wird teuerer.) Die nun seil Monaten andauernde, beträchtliche Steigung der Rohstosfpreise veranlaßte die Seifenfabrilanteu, die Preise für Seifen nm 4 bis 6 X per 100 Kilogramm zu erhöhen. Die Preiserhöhung tritt sofort i» Kraft. — l der Zahl — welche alle bedeutungsvolle» Ereignisse aus dem Leben und Wirken der Heldin Johanna d'Arc von ihrer ersten Jugend an, ihre Visionen, ihre einzig dastehende kriegerische Betatigung -hicbei besonders wirkungsvoll die Befreiung von Orleans — bis zu den letzten Szcuen vor ihrem lra-gifchen Tode umfaßten. Anch wurden interessante Denk» mäler der bildenden Künste, welche die Nachwelt der Heldin geschaffen, unter anderem deren Altarbild in der Basilita des hl. Pelrus, gezeigl. — lDaö Wetter in Gottschce.j Nach den zwei schöllen Tagen vom >6. und 17. d. Ät. erhob sich neuerdings der Südwesl uno brachte ein für diese Jahreszeit ganz ungewöhnliches Wetter, heftige Stürme und Gnßregen, welche letzteren so ausgiebig und anhaltend fielen, daß sie Hochwasser befürchten lassen. Die Niederungen sind bereits überschwemmt und es bedarf nur mehr wenig zu eiuer allgemeiuen Überflutung. Tie Tcmperalnr be» trug in der letzten Woche durchschnittlich ^8 Grad Cel» si«s, der Barometerstand 735, Millimeter, ohne daß Anzeichen einer Besserung vorhanden wären, denn es regnet mit kurzen Unterbrechungen fort. Die Prognosen, die einen kalten Dezember vorhersagten, erwiesen sich als irrtümlich. Tas Gnte daran ist, daß die armen Lcnte bisher Holz sparen konnten, was bei den uu> erschwinglich hohen Preisen dafür gewiß nicht unter-schätzt werden darf. Tic Schlittschuhläufer, Rodler und Wintersportliebhaber kommen aber heuer gegenüber dein Vorjahre nicht auf ihre Rechnung. * s^adenfeuer.j Aus unbekannter Ursache entstand vorgestern nach 9 Uhr abends im Laden der Modistin Minta Horvat am Jalobspiatze ein Feuer. Da die Modistin nicht in Laibach anwesend war, mußten die eisernen Jalousien mit Gewalt entfernt werden. Eino dichte Rauchwolke strömte der Feuerwehr entgegen, die nach einstündiger Arbeit den Brand löschte. Der Schaden beträgt über 400 K, ist aber dnrch Versicherung gedeckt. *' Mn Ganssfeucr.j Vorgestern gegen 2 Uhr nachts geriet auf dem Gaugi' des Hauses Nr. 2 in der Neu» gassc eine mit Asche gefüllte Kiste in Brand. Das Feuer wurde durch Hausleute gelöscht, ohne daß die herbei» qeeilte Abteilung des Feuerwehr, und Nettungsvereines In Aktion getreten wäre. * sEiil Tchlosserstrcik.j Gestern vormittags traten die Arbeiter des Schlossermeisters Josef Weibl in der Slom^ekgasse in den Ausstand, weil der Dienstgcber einen mißliebigen Arbeiter nicht entlassen wollte. * Mne Vrdabrutschunq.j Bei dem am Schloßvcrg stehenden Hause der Fleischselchcriu Maria Ahlin ist diesertage infolge der heftigen Regengüsse Erdreich in ciner Länge von 30 Metern abgerutscht. Hievon wurde durch die Polizei sofort das städtische Vauamt verstau- d!gt. * lVon der Ttraße.j Als vorgestern abends der 37jährige Knecht Josef Vrhuvce ans Villichgraz in be» ranschtem Zustande einen Steinkohlenwagen durch die Pre^erengasse lenkte, schlug er „lit der Peitsche so vehc-ment um sich herum, daß er mehrere Passanten traf. Auch mißhandelte er seine Pferde. Von einem Sicher-heitswachmannc zur Rede gestellt, wurde er rabiat, wor. auf ihm der Wachmann die Verhaftung ankündigte. Da ließ Vrhovee seinen Wagen stehen und lief gegen die Wiener Straße, wo ihn ein zweiter Sicherheils» Wachmann anhielt. Der Knecht stieß ihn von sich und flüchtete sich durch die Schellenburggasse auf dcu Kongreßplatz, wo er endgültig festgenommen wurde. Vrhovec, der bei eiucm hiesigen Spediteur bedienstet war, ist ein wegen Betruges und Tiebstahles schon ab-gestraftes Individuum. Er wurde dem Landesgerichte eingeliefert. — lWetterbcricht.j Die Depression über Mittel-curopa hat sich nach Nordosten verschoben,- ein neues llcincs, aber tiefes Minimum, in desfen Zentrum unsere Gegenden gestern gelegen waren, hat sich über Nord-ltal,en entwickelt. Alle Alpenlnuder meldeten gestern mleuswe Nndcrschläge in Form vom Regeil oder Schnee. Nie Temperaturen sind allgemein bedeutend ge allen Der Rcacn. vermischt mit Schnee, dauerte ae ern fallender Temperatur und kalten nordöstlichen Winden bis nachmittags an Nachts hciterte fich der Himmel faft vollständig auf; in der Stadt bildete sich Bodennebel. Die Tcmperalnr sank bis hente früh bis 0,8 Grad Celsius. Der Luftdruck steigt seit gestern rapid. Binneu 24 Stnnden hat er nm 7 Millimeter zugenommen. Die Beubachlungs-staliunen meldeten gestern: Klagensnrt 2,0 sRegen), Görz lO,6 sRegen),'Triest 12,8 «Regen), Pola 13,0 sRegeu), Abbazia 12,0 sRegen), Agrnm 5,8 sRegen), Sarajevo 12,2, Graz 0,9 sSchnee), Wien 1,6, Berlin — 2,0, Paris 2,8, Neapel 14,6, Petersburg 0,6 Grad Celsius' die Höhenstationen: Sonnblick —6,6, Säntis —4,9 sSchnee), Ceminering —3,0 sSchnce). — Es ist veränderliches, unbeständiges, wechselnd bewölktes Wetter mit Temperaturabnahme und nördlichen Winden zi> gewärtigen. Die Ausstellung des kroatischen Künstlervereincs «Mcdnli<>. (Schluß.) Als Porträtist tritt nns Vlaho Bukovac in mehreren Llgelnälde-Arbeilen entgegen Nr. 59), die Verzweiflung lNr. 63), dar, letztere etwas unklar, da man der Darstellungsweise nach die Person ebenso als Verkörperung des Zornes oder dergl. all nehmen könnte. Hiebei ist der Moment, in welchem diese Per» sonifilalionsobjetle zur Darslellnng herangezogen sind lnalnentlich im „Eingebildeten Kranken" und der „Ver. zweislnng") ein zn gesuchter, was der Schöpfung einen theatralisch pathetischen Charakter verleiht. Der Künstler steht sehr unter dem Einflnsse von Stuck nnd Vöctlin. Man vergleiche diesbezüglich „Luzifer" lNr. 61) ü la Stuck, die „Kranke" sNr. 59) ^ la Stuck, und „Der lustige Faun" lNr. 62) in der Manier von Stuck und Vöcklin. Marintoviä repräsentiert sich nichtsdestoweniger als geniale Kraft voll charakteristischem SchasfenZver-»lögen und wirksam angewandter Plastik. Sein indivi. dueller Wert tritt im Porträt seines Vaters lNr. 60), dem allen Manne lNr. 55) und dem Selbstporlrät ehr ähnlich ist. Laibacher Zeitung Nr. 292. __________________________2669___________ ______________________________22. Dezember 1909. Der Schweinezucht wird von feiten der l. l. ^and» wirtschastsqefellschasl eine besondere ^orderiln^ z„teil. Durch s,e wurden im Laufe des Jahres 1908 lll rein-rassiqe ,'iilchtsch>vei,le, darunter 54 Eber und 57 Züchtel, axqelaust und um erniäßiqte Preise an die Züchter absieqebeii. ->'. Theater» Kunst und Literatur. lTlovenischrs Theater.) Der qestri>> Abend brachte die Erslausfiihrnnq des dreialliqeu Original, dramas „KlNo V,-l,i,>lalo ringt einen schweren ^ailips, endlich entschließt er sich, das Vergehen Vranlooi.'' in einer Versammlung schonuugslos aufzudecken, »veil ihm die Wahrheit und das Wohl des Volles über alles geht. Seine Ver-lobte Slcwla ergreift für den Adoptivvaler Partei und droht ihm mit der Lösuug der Verlobung, wenn er von seinem Vorhaben nicht abstehe. Sie hält ihm vor, Vran-loviä habe nnr dadnrch im Amte bleiben können, daß er die Weisung ^ajbens ausgeführt. Wäre er nicht aktiv geblieben, so hätte er auch nicht die Mittel gehabt, für il)n, Kalo, zu sorgen uuo ihn erziehen zn lassen. Aus 5l'alo wirken diese Worte niederschmetternd, da Vranlovtt-' Schuld auch aus ihn übergreift. (5r bricht in sich selber zusammen. (5r hält sich, nachdem ^ajben vor der mächtig angewachsenen Volksbewegung die flucht ergrissen,'nicht'mehr für wert, eine Mirerrolle zu übernehmen. (5r erklärt unmittelbar vor einer ab-zuhaltenden Voltsverfammlnng, daß alle seine Äemü-hungen, all seine Ideen nur eiu Traum gewesen; das Voll brauche andere Führer. (5r ist vernichtet, zumal ihn seine Verlobte ohne Hoffnung aus eine Aussöhnung verlassen hat. — Abgesehen von einigen ermüdenden längen, die sich indes ohne Echwierigleiten beseitigen ließen, hat Tristans Drama in seinen beiden ersten Akten einen starken Aufbau, der vom Pnblilum durch lauten Beifall gewürdigt wurde; der Schlußall hin-gegen ist innerlich schwach, weswegen er den ^uschaner enttäuscht. Nat Vranlovw hat allerdings die betreffen-den Schriftstücke über den Verlaus der Wälder verfaßt; aber er tat dies nicht aus eigener Initiative, sondern über Weisung feines Vorstehers. Wir betrachten dies keineswegs als eine Schuld, wenigstens nicht als eine so schwere Schuld, daß er dafür sein ganzes ^ebeu be-mäkelt dastehen müßte. Überdies! Was halte denn dieser Waldverlaus für Wirkungen, daß sie angeblich das ganze kand zu spüren bekommt? (5in Abgesandter der Bauern erzählt, daß die Bevölkerung nunmehr in den Waldungen leine» Nanin ^mehr fällen, leinen Zwe,g mehr auflesen dürfe. Das ist für den betroffenen Teil der Bewohner sicherlich ein Schlag, aber der, der ihn herbeigeführl, verdient dafür leineswegs als ein Ver° räter 'an der Vollsfache dahingestellt zu werden. Und anch ein Mann von der strengen Rechtlichkeit eines römischen (5ato brauchte sich darüber leiue >olche Skrupel zu machen, daß infolge des Verlaufes der Wal-düngen mm anch seine ^hre befleckt sei, weil nnr dnrch die '„Iudasgrofchen" seine Ausbildung möglich geworden war/Und eben da der angebliche frevel des Adopliv» Vaters so verzeihlich, »veil so gering ist, braucht >tato nicht an sich selber zn verzweifeln und die Vergangen-heil eines anderen sür seine eigene vernichtete Zukunft verantwortlich zu machen. Anders würde sich vielleicht die Sache stellen, wenn der Verlaus der fraglichen Wal° düngen tatsächlich einen schweren Nachteil für das ge° sam'te Volk nach sich gezogen Hütte. Da gäbe es einen chweren Konflikt für Kalo, der so unermüdlich dem Täler nachspürt: es entstände mit Recht ein schmerzlicher Kampf zwischen Kindesliebe und Pflichtgefühl, in dem letzteres unbedingt fiegen müßte. Dies köunte aber »m so eher geschehen, als Vrankovu- selbst seinen, Adoplivsohne ausdrücklich die Vollmacht gibt, gegen chn schonungslos vorzugehen. Dem Mhrer Kalo würde es lein vernünftiger Mensch nachtragen, daß er nnr da-durch seine Ausbildung genossen, »veil sein Vater durch einen frevel" am Volt'svermögen im Amte geblieben. Schade also, daß der Autor leiue bessere Lösung für sein Drama gefunden hat, das lm sonstigen reich an zutreffende» Sentenzen ist uud, »me bereits betont, eine tüchtige weslaltnngslrasl verrät. — D,e Vorslel. lnng selbst'war ganz vorzüglich vorbereitet worden uno das' Personale tat redlich seine Pflicht und Schuldigkeit. In erster Reihe ist diesmal Herr V u h u s I a V zu nennen, der die Rolle des Vorstehers Lajben m,t grober Küustlerschasl durchführte. Seiue treffliche Maske, !,e», abgemessenes Spiel, seine reservierte, hiebei aber scharf Pointierte Sprechweise, die auch in sprachlicher Hinsicht nichts zu wünschen übrig ließ, erhoben seine Leistung Hu einer der besten, wenn nicht zu der besten überhaupt, oie uns dieser hochbegabte Darsteller bisher geboten. Herr N u <: i 5 gab den Kato markig und bestrebte sich nach seinen besten Kräften, deu Seelenlonflitt glaub» würdig zu machen. Vorzüglich gestaltete sich namentlich seine Begegnung mit dem Vorsteher, wo er von impo» liierender Haltung war. Auch im dritten Akte verstand er e^ seiiler dumpfen Verzweiflung beredten Ausdruck zu verleihen, ^ran N o r 5 t n i l o v a verkörperte mit echter Leidenschaftlichkeit die in Kato verliebte Tochter des Vorstehers jowohl in den Szenen mit ihm selbst als mich mit dessen Verlobten Slavka, die von Fräulein Wiuterova einfach, aber ausdrucksvoll, mit hin» gebeuder Liebe, aber auch mit unerbittlicher Eut« sagnng ausgestalte! wurde. In deu sonstigen Rollen stellten die Herren Verov^el, Nullet, Da» il i I o , Slrbiu ^ ek, M oIet und Oro m charal» teristische Gestalten aus die Bühne. — Das Theater war namentlich in den Logen schwach besucht. Der Autor nlußie nach dem zweiten Alle auf der Bühne erscheinen, »m lebhafte Beifallsbezeigungen in Empfang zu neh. men. —n— Telegramme des k. k Telezraphen-Korrespondenz-Burcaus. Rcichsrat. Zitzung dcs Abgeordnetenhauses. Wien, 21. Dezember. Tas Abgeordnetenhaus be-endele die erste Lesung des handelspolitischen Ermäch-ligungsgesehes uud die Vorlage, betreffend die Vieh. verwertuugszeulrale, »vorauf beide Vorlagen den betref» fenden Auslcl)üsfen zugewiesen wurdeu. Die Agrarier bekämpften die erstere Vorlage unter Hinweis auf die Schädigung der Landwirtschaf'l und der ^Viehzucht, wäh-rend die industrielleil Vertreter wärmsleuö für enge Handelsbeziehungen mit den Balkanslaalen eintraten, was anch im Interesse unserer gnlen auswärtigen Be-ziehnngen gelegen sei. Das Haus erledigt sodann in rascher ^olge in allen Lesungen mehrere auf der Tages-ordllung stehende liandelspolitische Vorlagen, darunter das Handlungsgeyilsengeseh, den Ladenschluß im Haudelsgewerbe, die Unfallversicherung für das Ban-gewerbe, ferner die Ler Ofner sowie ein Gesetz, belres. send die Regelung der allmählichen Erhöhung der Halls-zinssteuer und der 5 ^igen Sleuer in der Stadt Trieft und im Territorium von Trieft, die in allen Lefungen angenommen wurden. Der ezechische Agrarier H o I l) begründet gemäß der ueueu Geschästsorduung am Schlu§ der Sitzung einen Dringlichteitsantrag, welchen er, nachdem er hiezu gesprochen halte, zurückzog. Nächste Sitzuug morgen. Parlamentarisches. Wien, ^". Dezember. Der landwirtschaftliche Aus-schuß hat die Vorlage, betreffend die ^ördernng der Viehzucht und der Viehverwertnng, der Volkswirtschaft-liche Ausschuß mit ^? gegen lü Stimmen das Handels-politische Ermächtigungsgesetz angenommen. Dementis. Wien, 21. Dezember. Das „^remdenblatt" jchreibli Ein slovenisches Blatt meldet, Ministerpräsident ^rei-Herr von Nienerth habe in der Absicht, die Slavische Union zn gewinnen, mit den Führern der einzelnen Parleien Unlerhandlnngen, insbesondere auch wegen Ernennung eines südslavischen Lanosmannminislers gr-sühn. Wie wir erfahren, haben derlei Verhandlungen nberhanpl nichl stallgesundeu, daher diese Nachricht jeder tatsächlichen Grundlage entbehrt. Wien, 21. Dezember. Das „^remdenblatl" meldet: Von kompetenter Seite wird erklärt, daß die Meldung von der Errichluug einer Parlamentswache jeder tat-sächlichen Grundlage entbehrt. Diese Idee ist bisher überhaupl uichl zur Sprache gelummen. Schneestilrmc. Libau, 21. Dezember. Seil mehreren Tageil wiilel hier ei» orkanartiger Sturm, dem schon mehrere Fischer zum Opser gefallen sind. Eine an ein Boot gebundene Leiche wnrde von deu Wellen aus Land gefpüll. Ein hier eingetroffener russischer Dampfer hat auf seiner Hahrt fünf Mann eines gesunlrneu deutschen Schoners gerettet. Petersburg, 21. Dezember. Ein heftiger Schnee, slurm Hal das Wasser der Neva derart aufgestaut, daß dasselbe anderthalb Meter über den normalen Stand gestiegen ist. Unter dem Drucke des Wassers ist die Eisdecke all mehreren Stellen geborsten. Kanonen>chüsfe machten die Bewohner auf die drohende überschwem-mungsgesahr aufmerlsam. Die Donau-Adria-Nahn. Salonichi, 21. Dezember. Die französischen Inge-nieure, denen das Studium der Trasse der Donau-Adria-Bahn in Albanien obliegt, mußten wegen der feindlichen Hallung der Arnauten bei Nerauua ihre Albeilen nnlerbreck)eu. Sie lehrten nach Konstantinopel zurück. Dr. Eoot. Kopenhagen, 21. Dezember. Die Kommission zur Prüfung der Papiere (5oots hat ausgesprochen, daß in deu ihr zur Untersuchung übergebencn Papieren lein Beweis dafür vorhanden sei, daß Dr. Cool den Nord-pol erreicht habe. Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtel. EINE ERKÄLTUNG öffnet in vielen Fällen allen ernstlichen Krankheiten die Tür. Scotts Emulsion jedoch verhindert, erfolgreich ihre Weiterentwickelung. Die Reinheit ihrer Bestandteile, ihre Leichtverdaulichkeit sowie ihre Nähr-f kraft, haben unter Ärzten, Hebammen, Eltern und Patienten für Scotts Emulsion den Ruf als zuverlässigstes Mittel gegen alle Arten Brust- und Halskrankheiten erworben. (.4211) 4-3 Scotts Emulsion wird allerseits als unübertreffliche Echt nur mit dieser Musteremulsion bezeichnet. Marke — dem Fischer -aUGaranfezeichen Ppgjg sjgp QsiQIH31f 1QSCh€ Z H SO ll. desSCOTTschenVer- " rahrciis! In allen Apotheken käuflich. Verstorbene. Am 19. Dezember. ssrunziSta Sterle, Besitzerin, 75 I., Rosengasse 41. Am 2t' Dezember, Matthias Spreißel, Lolomotlv-führer d. R., 7« I., Tabor d. Am iil, Dezember. Maria Besel, »rämerin, «7 I., Preöerngasse !i0. Im Zivilspitale: ?lm 19. Dezember. Maria Brinovar, Bergmanns» «attin. 47 I, Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehöhe 30K 2 m. Mittl. Luftdruck 736 0 um.. 3 Z!? k" 3l3^ 17 ii^u7Nl^728 6! 3 0 S, schwach Regen ' 9U. Ab. 7^5 I ! 3-2! NW. schwach ^ brwültt ^2> 7 U. F. j 738-0 0 2 windstill heiter j30'4 Das Tagesmittel del gestrigen Temperatur beträgt 3'b», Normale -2 2'. Seismische Berichte und Beobachtungen der Laibacher Erdbebenwarte fnrn^inidrt vox dss llrnin ^l'Nlwljs l^??), . Dezember gegen Itt Uhr Neben in Iud rnburg. Vodenunruhe: Mäßig start, zunehmend. _______________________________'.ri7»i) 42 -3f> Etektroradiograph „Ideal" (im Hotel „Stadt Vlieo"). tF'rog'xa.ra.x». (1986) vom 22. bis 23. Dezember: 1.) Dorferlebnistw (nach der Natur). — 2.) Ein außergewöhnlicher Zweikampf (komisch). — 3.) Das afrikanische Pompeji (interessant und belehrend, nach der Natur). — 4.) Lily Boheme (ein prächtiges I>rama, lange Projektion). — 5.) Ein ernster Knabe (komisch). Am Freitag finden keine Vorstellungen statt. Zn Weihnachten nenes Programm, Kinematograph Pflthe (frDher Edison). FVf)Kramm ^i^) ?om 22. bis 23. Dezember: 1.) Die Belagerung jon Port Arthur (au« der Zeit des Jtussisch.Japanischen Krieges). Ein Unglück in den Bergen (Drama). - Ein großer Brand iu Paris (nach der ?EtUÄ."i; 4\DCr Kö^Dicker Hauptmann (die ErlÄÄ des Schuhmachers von Köpenick . - 5.) Ein neugierig?« Dienstmädchen (komiBch). u™&vngm Üaibacher Zeitung Nr. 292.___________________________________2670_________ ^_^____________________22. Dezember 1909. Neue Erscheinungen auf dem Büchermärkte. Stoy E., Tabellen zur Verechnuug hölzerner Träger, L 1 50. — Schürer v, Waldheim Vr. Fr.. Die richtige Lebensweise. «3—. — Rothfuchs T>r. I., Bciträqe zur Methodik des Unterrichts an höheren Schulen. K 5 40. — Roschkowsti W., Lehrvroben und Entwürfe aus allen Unternchtsgcbietcn der Pollsschule. l< 3 60, — Offner Dr. M,, Die geistige Er» müdung. X ^16. — Feuer bach L., Das Wesen des Christen-» tums. l^ l 20. — Darwin Cb,. Reise eines Naturforschers, X l 20. — Vredt Dr E, W,, Sittliche oder unsittliche Kunst? X 2 l6. — Reinmöller Dr. I., Die Pflege des Mundes und der Zähne, li —60. - Herrmann Dr. W.. Die Grazer Straßenbahnen und ihr Verhältnis zur Gemeinde, X —80. — Nothnag cl Hofrat Prof. Dr. H., Das Sterben. K 2--. — Leonhardt Prof. Ed., Frauenberufe in Österreich, ein Rat» geber für crwcrbsuchende Mädchen und Frauen. X 2-—, — Johann Schroth. Der Natmarzt u. dessen Tcnimcllur, X 1' — .— Gicht und Rheumatismus, deren Heilung durch die Schrothsche Heillur, li — 80. - Mader Dr. M.. Die Schrott,-.slur. X -'80. — Curtis A. M,, Ianardcna. 1< 18". — Moot M. W.. Die logische Dreieinigfeit, X 120. — Besänt A,, H.^P. Vlavatsty und die Meister der Weisheit. X 1«0. — THeiuser I., Frauenartieit in Österreich. X 4'—. — Kommerell Dr. V, . Kirchner Dr. R. E,. Die Kraft des Geistes, eine Anleitung znr Erweckunq schlummern. der Fähigkeiten. X 1-92, - Halbe M., Der Ring des Lebens, ein Noocllenbuch, X A 60. — Lag erlös Selma, Ein Stück Lebensgeschichte, X 4 20. — Leder H., Das geheimnisvolle Tibct.X264. — Ziersch W., Wider die Welt, Roman. X 4 «0. - Kaufsmann Friedr., Deutsche Grammatik, X 3-—. -Horneffer A, Mensch und Form. X 4 80. Vorrätig in der Buch». Kunst-nnd Musitalienhandlung Jg. v. Kleinmayr H Fed. Namberg in Laibach, iltongreszylal) 2 Danksagung. Der Aussohuß des Wohltätlgkeitsvereines der Buohdruoker in Krain erlaubt sich auf diesem Wege allen jenen, dio durch Bchünij Gewinste, Geldbeträge oder auf welche Art immer zum vollen Erfolge der heurigen Weihnachtsfeier des Vereines beigetragen haben, den innigsten Dank auszusprechen, und bittot alle P T. Gönner des Vereines, diesem auch in Hinkunft ihre Gewogenheit bewahren zu wollen. Laib ach, am 21. Dezember 1909. Landcstheater in Laibach. 39. Vorstellung, Ungerader Tag. Heute Mittwoch de« 22. Dezember zum erstenmale: Im Klubsessel Lustspiel i» drei Auszügen von itarl Rocßler und Ludw. Heller. Anfang halb ,^ Uhr. Ende 10 Uhr, I5»r:!vill. «tucliuru llll» un» vnrii«-ssoncl« no,w«t« Ilucklnlculoiu von vr. H. Ootlrsr, V»H«n» ^lVlan, >v«Iol>«« llio««r im luterc»»« lim«n ,im80ngt uncl sinrt«flc:i vu^vnclot. N„o ?o8tllUl-to mit ^8Luciol8 ^liüülft. (425>1 ll) Unsere Abonnenten machen wir darauf aufmerksam, daß unsere diesjährige vorzügliche Weihnaohtsprämle, so lange der Vorrat reicht Die besten Seeromane für Erwachsene und für die lugend ------- von Kapitän Marryat _____ Neue illustrierte Pracht-Ausgabe in zwei eleganten Prachthändon zum außergewöhnlich billigen Proiso von K 5'— in unserer Haupt-Kxpodition , Filialen und bei unseren Austrägern erhältlich ist. — Dio Werke sind überall mit großem Ueifall aufgenommen. In uiiserer Haupt-Expedition liegt eia Exemplar zur Ansicht ans. Buohhandlung (4177) 11 lg. v. Kleinmayr & Fed. Bamberg Laibaoh, Kongreßplatz Nr. 2. Kurse an der Wiener Dörse (nach dem offiziellen Kursblatte) vom 2l. Dezember l909. D>»> notierten N^>',> uerstelim slcli in nrl?„e!!w^l,rl!nl >lnd d« ,,."tsr,f>! Unse" versteht !icd ver Gtticl. Nllgemeine Staatsschuld. Einheitliche Rente: 4°, loiinei. steuerfrei, llroinn ,Mai ^ov,) per Nu,»c - »51«!»^ 3> detio ^>ü»,i..I»ii) per Kassr »5 1^ »HZ" 4 z«,'„ v. W. Note» «ssebr, slu«. per lkass......»9 - sä »l, « »"/„ ö. W. Silber (Aprll Oll. per jlasse......s«'l<1 U» 3> »8»i0ei Staatsloie ü«, st. 4°, :?!i 1« >7K l<< l »SUel ,, «0<» fl. 4»/, 2»75«^<>Ät>0 l8S4er ,. 100 fi. , . 3«» ^3f> »8«4cl ,. 50 fl. . l,ll-»- «»s>- Dom. ^fllNdbr, tl lW s!. b" „ 2«^ 7l')? 5>n ,i? ?> l^sterr. Rente in Kroiienw. stfr., per Nasje.....4 ,, «!,,?> Äb »t> dl'ttu per Ultimo , . 4°/ 9l> 1K »b »t, Oft, Iiivestilioiis^Rentf, ftfl.,. Kr. per Nassr . , 5'/»"/ b0 «^ ?« lis»nt>llhn'3<»!>t»schnli> ««sch«/,»/„ i,S - >zi-''' «aUz. Karl Uubwig-Val,!, (diu. stücke) Kronen . . , 4U und z»uo« »rul»»!! , . 4"/, sb
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Orundentl.'Oblic,. »? !»5 <»4 2s> ^"„, lroat. ü, illlv. Grtirntl.-^l!!, V4 - !'.»> ändere öffentliche Anlchen. ^iosn, 1!ande^A»i. (di»>.) 4«/., S'i-?» »3 ?o,o.> 4'/,«/,, , . W 4« 100-40 ,"/„ Tonan Reg. Anleihe l«7« >08- - - üttrin'r Nerlehrs-^'N. , <",^ 9,«>-s>5 »6 f>5 i>cllu 1W»1 4"n «5 4c> !>« 4» ,>>nichsn der Stadt Wie» , . Kw'M ll!i-»<> delto (N. odcv O,) I«'.4 ltO'5" !ii >^< deltc (1«»4).....«»1b «4> 5 detlo (Gas) t>. I. 163« . «k »»> ««'^ detto sEIeltr.) v, I. i!Xw »e- «<; 'ic' detto sInv,-Ä,)r,,I,l!»02 9« 45 »7-4s Äörlel>ai!-Nnlehel> verlosb. 4"/„ se ^5 97 '<>?> iliuWcke Etaatsaiil. v. I. t««! f, 100 Kr. p. lt, , , 5«/„ l l' <<', detto vcr Ultimo , , b"/„ n>i ,5 101 «?> Bu!a, Ltaats-Hypothekar )>nl, >"!»/,'V« »!> iib 9» 25 Pfandbriefe ufw. Buwi!sr.,al1n,i>st,i,5 Ü«' ViNiüi, Hl^orhclenli, verl. 4"/^, 9? — !>7'k>o s!c!,!ral-B,)d.-Nret',.Bl., Derr. «I, uorl.....4'/,",° il<2".'l> l delto «^ I, uer!. , . .4"/,, tze-7K S7-7<'> ,^red.-Ilisl., niters , s.Vcrl.-Unt u. öffentl. ?Irli, Kal. ^. 4",, H4 1»> 95>io Landebb, d. ttü», Gali^ien und Ludum, 57>/, I. rüilz. 4"/,, Z4~ 9b> Mähr. Hypothelrilli, uerl, 4"/^, »Sbn 2? 5>n '.!i,'ijsieir Landes Hyp.-Anst.',",, W-'^ü »?> ^ dettu int!, i!"/<, ^l.uerl. 8'/,"/« 8? ?b »«-?b beno tt, Zchuldich. ucrl. 2>/,"/c «7'k^ «tt'bO dl-l!o «>'r>.....4",',! »«- N7». Öslerr.-unnar, !i>anl 5«> Iahrr verl, 4'Vn i>, N..... »«-So Lö-ü" detto 4>V„ Kr......L»-«l »« »n Hpar!.. l> «isenbahn-Prioritati». Obligationen. Öslerc. vior»we!td. ^00 !I, 3, , «03-70 l«4'?<> -lllatjibabn i<>0 ssr..... ZUs, -.- ?üdl>alin ä :^„, Iäiinrr Iilll .',00 Hl. 40 1L1'4L Diverse Kose. griiiuzliche jfos». 3"/^ !l>odenl''edil-Lo!e Em, ift«o ilx^ Lnu - l'ctto Em. l«l»U zl74-5><> ü^'i 5>< b"/n Tonau Nenul -Lo,c «10 '?, 27« l»5 2»<4"llp,-BasillIa lln)l< !i, -.'415 8«>l5 ftreoitluk' 100 f!...... s.34'- 544- llUaro-Lllk 4<^ si. NÄi, , . . ülik'— ^ll>- i)se»r! Lose 4« sl...... —'- -.-- !-alslv-L°le -M >!. «M. . . , 232^ >^!ü» z>«,lz, ust. Ge,, v, U) fl, s>4'- S«- -nDir» Krmz, una, Ge>, n. ,', fi, ns 75 40-7^ !!uduN-Lu!e 10 !1..... 70'- 7«'- valm-Luje 40 ll. KÄ?l . . . 274' 2I-4-^»rl. (j..^.Ä»l Hram.-llblig. 400 str. per tlc>ss>- , , . »i9-5<> LU2-5<> oetil' vcr Medio , i0 Wiein'r «o " .-Lose ». I 1«74 c.3« - K4»-Hew. Sck. d. >l/^ Präm, Ncküld d. Nodr ü .Alis«, Gm, 1«»ü 97 K0 ll!l 50 Altien. ^lun»p«lt','Innn9en. AüffiN-Tepliyer <öi!l'»u. 500 fl. !i,4N' «,«0 . !iiüh>»isck,e «oidl',,1'!' l50 ll, , -— -— 'N!! 5>00sI,itM ^ü«« ' 200 fl.-prr Ult. «L8^ 9?» — Donau - Tampsschiftahrlö - We,'., l., l, l. priu., 500 fl, KM in»l>>.- in»« Tux-Äl'drnuachcr V.-Ä, «»0Kr s>«5>— 5<«U ,^1'rduiaiws-Nordl,. 1000 sl ilM. 54>'N>- 544,) -Nalch"» - Oberdergec Eisenbahn 2U«!l. E.......5K!» «e^- Leinb,-Czern,.Illsil!'Vijl'Nbal!» «esellichafl, 2NN fl. 3, . öke--- bü«--lüNd, üsl., 3r!rst, 5,»N !!,, ,Ui>.'i. bili - b4ü — jdsterv Nurdw^stbahi, !il»o il, S, ------- — - t^iw (üt,, li) «ou sl, E. p. U!t, — -PillU'Nux/rEisl'nl!, Ums!,abäst, 2^« 22? f>f> -:»aa»«ei!ei!l', !in«s>. T. ps' Ult. ?4f,- 74« Küdbalni ^o<) fl, Eilbcr per Ult. l Lz» »0 izg ««» Lüdnorddeulschc BcrbintMügöli, Ü00al>n (Roal'-Gra,^ 2<«> fl. S.......40«-- 40»'. - Wr. Lolalb.-Vllliei'Vlj. l<"0 sl. 22'^ 2«o-- Vanlen. i>!ngw't!)Ncrl, Van!. »li0 sl. . 813 bo 3l4 lw Banluerei», Wirn^r p^r »assc — - dettu per Ultimo »4^ ?l> 54»! 75 Vudcnlr.-wist. ösl,, »00 Kr. . <<44'^ l>i>« ^e>nr,.Vod.'»redbi. oft,, 200 sl. K7« l.75-nrediianslal! für Handel und Oew^roe. 320 Kr., per Uc.sj> bettn per Ultimo 071 »0 «, nrrdill-anl, una. alla,, W<> sl. ?«4 - 7«K — Dcpcsitcnbanl, alla., !as,clwerein, Wiener, i!«<> fl. , . . . . 4«4 4««- Hl,putl>rlc!ibanl. 0st. 200 nr. 5'V, 3llu- 325 üänberbanl, öfterl,, ^lU« fl., per Kas!e ....... -^ - detto per Ultimo 503 ?U ^»4 5w ,,Merl,ir", Wechfelsinb.-Altien- Ve!cN!chail. l!«0 sl. . , , «37- «4^-- i?s«- ii>> >1»lu»l!a»l, bölimilche 10« fl. . »s>ij üü !il>zzo Herlehröbani. allq. I4«fl.. , 35»- üs>, h» Int,nstl!t>!lntelN»!>«ungen, Kaiigelellsii,,. allq, «st., in« sl. 2<)s> . z»^ i;« Vruler^ulilsiiderad-Gr!, toofl. 757 hy ?58 do Tisenbllhiwerletirtz.Alisll,«. ßst., .,„ WUfl........ 452 _ 45« _ Eisenbahnw-Leih!,., erste, 100 sl, 2^. leo»- — .ltlbemühl^, Vapicrf, u, 3<..G. U'0 !'!........ I«?-.- .'^-^. 6!eltr,-(Y<-s,. a,!g, öst.-rr,, ^oofl. 401— 4>4-— ^leltr^sjeseNjch, lnteni. »00sl. —- »i)ß . Ü!el,l.-Welellsch., Wr, in Liqn. 24z ^ »b« — >)irtt!,!,erg« Pa!r,-, Zünd!,, u. W«.-Fabril 4>«>nr. . . i,»n-. n«»--. ^icsiuger Vraiierci 10» sl, . . ^. ?»4-.l> '/Z5 ,-A.-(«. 200 fl..... ,.,Z- b,7 - UvanerVissn.Indlistrll'.Gcselisch. „ "»"il........ ^«z». <««-— »Nma- Murui», - Salao-Tarlanrr Eifenw, 100 ?l . , . ,> <^i ., «52 — ^alao-Tarj. VteiiiiMen in« ss. L2!,-- OllS-- ,,2ch!Ü!ilm>ihl", Papiers,,800fl, 8m> - 3^-,,Tchndnicc!", «. V. s. petrol.- Induslrir, 5<>c> Nr. , . 527 . 5,4 2ü ,,Etel,rerm!!lil".Pap,ers.u,V.W. 445. 44!, 50 Tlifailcr Kuhk'NW-G, 70 ?I. . Noi'- 805-lürl, Tabalreqir-Grs. i!0«> ssr. per Kasse . , . , ^». —-— dcitu per Ullimo . . . !»«»< — «?0 — Waffenf.-Uc!. usterr,. ,00fl, , «82- 68!»-— «r. VaunesrNschaft, 100 fl. . , i?»-- i',3 50 Wiexcrbernr j',ieaeli,'«ll,.<»es. ?2ß'-^ ?.>!4-— Devisen. ^NI^ »chltn u»>! zchlck», '^msierdam....... I98'?n >9«90 Deutsche Äanlpläye . . , . ii?-»» ,1« <»k Italienische VanlplHyl- , , , 9s»-1^" "f> 30 London....... 24l-15 "4>4K '^ari«......... »5'b?'' «^«'» ^». PeteiLdnra...... 254-bO 2.'^-«^ Enrich »iid slalel..... 9K z?» 9k»!>o Valuten. Dutate» . ..... ii-»L ii'-ii lio-^lanlen-Etiicle..... 19 ,4 19-,? -^»-Marl-Tiüsfe...... !i!»-Kö Uü-ü»! Dentjche -«eichebanlnote» , , i,?-8n ,1«-- ^talienilchc Bllülüoten , , , 95 <>5 Ub»N Nnbel-Nltten , , , , «»54 li-f>b' von Rente„?";a.rdbHefen"fpr.oritftten. n J. C. MiAVer Q Pslwrt-Depots (Safe-Deposits)I Aktien, Losen etc., Devisen und Valuten. -J- Bank. l|ricl Wechslergeschäft "g" ""«» eig.n.m VmehluB der Ptrt.i. I loü-VersIcherurn. 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