^TTlVAlHH^H, Ztr. 287. PlanumeralionSpleit!: lim Eomptoii ganzj. ft. n, >>/ilbj. si. 5.5N. Für die Zustelln»») in« Hau« halbj. > > lr, Mit dcr Post ^»zj. si. I5>, I^albj. fl. 7.5.(1, Freitag, 16. December 3«seltion»«eb fi.; sons! Pi. Zeile im. lr. u. s. w. Insertion«stcmpel jebc»m. »Oll. 187«. Ailltlklxr Theil. Se. t. uud l. Apostolische Majestät haben mit Aller-höchster Entschließung von, 0. December d. I. den gräflich Hoyos'Sftrinzcnstciu'schen Forstdirector Johann Newald zum Director der Forstakadcmic in Äiariabrmn, und Professor der Dimslemrichtung an dieser Lehranstalt allcr-gnädigst zu ernciil'cn geruht. Pctrin« m. ^. N;chta,ntlicher Theil, Se. l. m,d k. Apostolische Majestät dcr Kaiscr habcu der Gcin>'mdc 3t. Nupprccht in Unlcrlrain cinc Unlcislüljung von 5)(X) fi,, >md zwar davon ZOO si. zur Verlheilung an die dnrch das letzte Brandiniglück Bc-lroffencn und 200 ft. znm Wiederaufbau dcr Schule aus Allerhöchstihrcu Privatmiltcln, allcrcMdigsl zu sprn-den geruht. Politische Uebersicht. Vaibach, 15. December. Dic in Piug erscheincnde „Politik" »nelbet, „die österreichische Reciicrung hade an die französische Regie rung der Nalionalverthcidiglina, 80.000 Pfcrdeauslüstu»-yen, d. i. Sättel, Zäume u. s. w. vertäust lind seien bereits vorgestern Abends 8000 Sättel nach Trust abgeschickt lvordcn. Dieselben scicu von zwei Beamten dcS Minislerimüö Oaniliclta übeinommen worden." Die ,.Wr. Abdpst." is, ermächtigt zn erklären, daß an dieser Mit-lheilung lein wahres Woü ist. Die ministerielle Bcrlilier „C>orresp," spricht vo» dein bisher u n tc r b l ic l, c n e n B o n, b a r d c ,n c n t von PariS und fordert Berlinue,, in die Lcilmia, dec< HcercS, welche im rechten Augenblicke das Erforderliche zur Sicherung des KriegSerfolges nicht unterlassen werde. Die Correspondenz bestätigt, daß die Regierung des Nordbundes wegen der neulralitätswidrigcn Haltung Luxemburgs den Mächten und der tturcmburger Regierung erklärte, sich die volle Freiheit der Entschließung vorbehalten zu wollen. Der preußische Landtag wurde gestern eröffnet. Die Thronrede weist zunächst auf den glücklichen Verlauf des Krieges hin, hebt den alles durchdringenden Patriotischen Geist hervor und bemerkt alsdann, die Regierung halte es für ihre Pflicht, den Staatshaushall fur 1«71 möglichst frühzeitig vorzulegen. Die innere Reformgesetzgebung werde die Rierung nach dcr Rückkehr des Friedens wieder aufnehmen in der Zuversicht, daß der versöhnende Geist, welcher in dieser Zcit mächtig er-lvachter Vaterlandsliebe die sonstigen Gegensätze ausgleiche, auch diese Ausgabe erleichtern wcrde. In München wurde dcr Dcputirletilammer gestern dcr Gündnißvertrag vorgelegt und einem besondern Ausschüsse überwiesen. Der Kriegsminister verlangt 41 Millionen für die Erfordernisse des Heeres bis Ende März. Ehe noch die londoner Eonferenz zusammen > tritt, haben, wie aus Pest geschrieben wird. bereits die Verhandlungen in Con st antinovel zwischen dem russischen Botschafter General Ignatieff und dem Groß' vezier am 12. cine derartige Wendung genommen, daß wahrscheinlich der Confercnz bereits der Abschluß eine»! besonderen Convention zwischen Rußland und dcr Türkei, das Schwarze Meer betreffend, zur Kenntniß gebracht werden kann. Bestätigt sich diese Nachricht. so wäre es dann leicht möglich, daß diese Londoner Confercnz N'cht nur einen ebenso friedlichen. sondern auch einen ebenso schnellen und geräuschlosen Verlauf nehme, wie bie don 1807 Über die Luxemburger Frage. s ^ Wie die ..Opinionc" erfährt, ist die römische Municipalität amtlich verständigt worden, daß die An< 'unft des Königs Victor Emannel in Rom auf ben 8. Jänner anberaumt sei. Der Gesetzentwurf über die Verlegung der Hauptstadt nach Rom liegt nun im Wortlaute vor: "verfügt, daß die Hauptstadt des Reiches binnen scchs Monaten rom Tage'der Datirung des GcscMtwuchs «" Ncrechnet nach Rom verlegt werden soll; die Kosten °er Verlegung sind mit 17 Millionen ^ire veranschlagt: behufs der Gewinnung der für den öffentlichen Dienst "lllhigcn ^o.-alilälcn ist der Regierung bezüglich dcr in Aom vorhandenen, moralischen M'vcrschaflc» gchörcüdcu "auwerle das Expropriationsrecht eingeräumt; die er» propriirtcn Körperschaften sollcn im Vcrhällnissc zum Neinerträgnisse des ihim, entzogenen Objectes durch fünfpcrccntigc Staatsobli^alioncn entschädig werden. Sehr umfangreich ist der Gesetzentwurf bezüglich dcr künftigen Stell»!^ dcs Papstes. Seine Person wild a!s geheiligt mid unverletzlich erklärt; in ganz Ilalicn wcrdcn ihm lvmaliche Ehren erwiesen und der ihm von dcn katholische Mähten zugestandene Vor-rang wird ausrecht erhult^,. Der Papst kann seine Palastwache behalten; er behält seine Eivillistc im Betrage vc», ''>,225>.0OO ^irc, die ins Vuch dcr öffentlichen Staalöschuld als perpctuirlichc und uiwcränßerlichc Rente auf dcn Namcil des heiligen Stuhles eingetragen wird und in keiner Weise belastet wcrdcn darf; außerdem bleiben dein h. Vater in völlig gebührenfreiem Besitz die Paläste dcs Vaticans und St. Maria MaMorc mit allen Annexen an Gebäuden, Gärtcu und Terrain, fcrncr dic Villa von Castel Gan-dolfo mit allen Dcvcndcnzen; alle diese Paläste und Orte stehen nicht unter italienischer Jurisdiction, auch jeder andere vom Papst bewohnte Ort wird sich zeitweilig solcher Immunität erfreuen, ebenso die Räumlich keilen, in denen ein Conclave oder ein Concilium abgehalten wird. Auf Verlangen wird die königliche Regierung die Freiheit dcs Conclave's und dcs Concils mit bewaffneter Assistenz sichern. Dic als immun bezeichneten Orte darf kein italienischer Beamter behufs der Ausübung einer amtlichen Function betreten, falls nicht der Papst oder dessen eventueller Stellvertreter es gestattet oder fordert; selbst Verbrecher können ohne vorgängige Erlaubniß des h. Vaters nickt von dort weggeholt werden. Daö Expioprialionsgeietz findet keinerlei Anwendung auf die päpstlichcn Bcsitzthümer und in den aus« schlichlich vom h. Stuhle abhangenden Aemtern dürfen lcmcrlei Nachsuchlmncn oder Beschlagnahmen von Docu» imclttlü :c. ro>nc»oil,mel> »erben. In dcr Ausübung seines geistlichen ÄmlcS und den damit zusammenhängenden Publicationen darf der h, Vater in leiner Weise beirrt oder behindert werden Entsprechender Begünstigungen sollen sich auch die Cardiliä'le :c. erfreuen. Der h. Sluhl kann ohne Ingclcnz der italienischen Regierung mit dcr gesummten katholischen Welt correspon-dircn und im Vatican eigene Post« und Telegraphenämter errichten; die aus diesem Amte entsendeten Telegramme werden auf Slaatöloslen crpcdirt. Päpstliche Repräsentanten und die beim h, Stuhle accieditirten Vertreter auswärtiger Mächte etfreuen sich! aller Prärogative und Immuniläten diplomatischer Agenten. Seitens des Staates findet leine Ingcrenz in die Ausübung dcr ycistlichen Autorität des Papstes statt. Concilien. Capitel und andere geistliche Zusammentretun-gcn finden ebenfalls ohne Ingerenz dcr l. Regierung statt, ebenso die Ernennungen zu geistlichen Würden; die Würdenträger müssen jedoch in der Rea.rl italienische Unterthanen sein, um nuf die Temporalien Anspruch machen zu können. Der Eid, den die Bischöfe dem König schwören, das kiaottwm rsßium und das l. Exequatur sind in dcr Regel aufgehoben, ebenso die apostolische Lcga° tion in Sicilien. In Rom bestehende geistliche Erziehungsanstalten hängen nach wie vor nur vom Papste ab. Nach telegraphischen Nachrichten hat dcr Kammerausschuß l'rreits beide Gesetzenlwülfe ansicnommen. Er verlangt, daß die Verlegung der Hauptstadt nach Rom am 1. April erfolge. Pllllllmntlllisches. (Budgetausschuß der östcrr. Delega-t i o n.) Sitzung vom 12. December. Deleg. Dr. Banhans rcfcrirt über Titel 13, „Mi-litärgeographisches Institut," und beantragt, die von dcr Rcgicruug verlangte Snmmc per 3^1.525 ft. ab-züstlich der abgelehnten Gagencrhöhungcn einzustellen. Dcleg. Dr. v. Figuly wünscht Auskunft über die Thätigkeit des militär geographischen Institutes; dieselbe wird vom Kriegsminister gegeben. Der Antrag des Referenten wird bei dcr Abstimmung angenommen. Dr. v. Figuly refcrirt über Titel 5>, „Militiw bildnnaMnstaltcn," und beantragt dic Bewilligung von 97«..'l22 ft. gegenüber dcr Fordcrima. dcr Regierung von 1,080.705 si. An der hicrauf erfolgenden Debatte be theilissten sich von Seite dcr Regierung dcr Herr Kriegs minister und General Bechmann, dann außer dem Re ferenten die Delegirten Dr. van der Straß, Freiherr o. Pascotini und Dr. Sturm. Dcleg. Freiherr v. Pascotini nimmt den Antrag der Regierung auf. Deleg. Dr. Banhans beantragt die Bewilligung von 1,007.750 fi. abzüglich dcr Gagencrhvhungcn. Deleg. Dr. v. Flguly modificirt scinen Antrag auf 1,020.322 ft. Bei der Abstimmung bleibt der Antrag der Regierung, resp. des Dclcg. Freiherrn v. Pascotiui in der Minorität; der Antrag dcs Dcleg. Dr. Banhans wird angenommen. Dr. Banhans referirt über Titel 14, „Militär-Sanitätswcsen," und beantragt die Einstellung von 3,034,« 15) fl. gegenüber der Forderung der Regierung von 3,100.230 fl. Deleg. Dr. o. Grocholeli beantragt 3,100.lXX) fl. An der Debatte hierüber betheiligten sich General-Stabsarzt Hassinger, Sectionschef Früh, Deleg. Dr. Vrestel und Deleg. Dr. Rechbauer. Bei der Ub-stimmung fällt der Regierungsantrag mit einer gegen alle Stimmen, der Antrag des Deleg. Dr. v. Grocholski mit fünf gegen alle Stimmen; der Antrag des Referenten wird angenommen. Der Referent Dr. Oanhans regt die Frage der Stcllnug der Aerzte in den Spitälern und bei der Truppe an; an der sich hierüber entwickelnden Debatte betheiligten sich General-Stabsarzt Hasfinger, Oberstlieutenant Horst und Freiherr v. Gablenz. Der «Referent beantragt nachstehende Resolution: „Das Ministerium wird aufgefordert, dem Sani' lätspersonale bei der Truppe und bei den Oeneralcom-manden eine möglichst systemmäßige Stellung, wie solche die Intendanten haben, zu verschaffen." Zu dieser Resolution spricht der Gen»»l«Gtab««Ht Hassinger und Sectionschef Friih. Di« Resolutim» »kd angenommen. Deleq. Dr. Banhans referirt iiber Titel ltt, „«t< litärstrafanstalttn," und beantragt die «moeraxdeM W»» stcllung des von der Regierung verlangten Betrages per 09.095 st. Der Antrag wird angenommen. Derselbe Referent beantragt zu Titel 17, „Verschiedene Auslagen," die Einstellung von 190.000 ft. aeaenüber dein von der Regierung begehrten Betrage von 214.670 fl. An der hierauf stattfindenden Debatte betheiligten sich die Delegirten Dr. v. Figuly, Dr. Nechbauer, ferner Sectionschef Früh und Deleg. Freiherr v. Oablenz. Dr. v. Grocholsti beantragt, die Beschlußfassung dahin zu vertagen, ois von Seite des Reichskanzlers die Erklärung vorliegt, ob er dem Kriegsminister die Summe von 20.000 fl. zum Zweck militärischer Informationen zur Disposition stellen könne. Bei dcr Abstimmung fällt der Antrag des Deleg. Dr. v. Orocholski; der Regierungsantrag fallt mit vier gegen alle Stimmen, der Antrag des Referenten wird angenommen. Kriegschronik. Wie a»s den Pariser Vallonbriefen — fte reichen bis zum 5. December — hervorgeht, herrschte in der Hauptstadt fortwährend Gegeisteruua iiber die angeblichen Siege, welche Paris vor seinen Mauern er» rungen haben soll. Im Nachstehenden theilen »ir die verschiedenen Gerichle mit, welche man der Hauptstadt zukommen ließ: Militärische Gerichle, Der Gouverneur an den General Schwitz, 2. December 1870. 1 Uhr 45 Minuten Nachmittage. Plateau zwischen Champigny und Pillers, 1'/4 Uhr. Heute Morgens bri Tagesanbruch von enormen Streitlraften angegriffen, sind wir seit mehr als sieben Stunden im Kampf. Im Augenblick, wo ich Ihnen schreibe, gibt uns der Feind nochmals die Höhen zurück. Veim Durch-schrciteu dcr Tirailleur-Linie von Champigny bis Vrie wird mir die Ehre und die unbeschreibliche Freude, von den Acclamationcn der dem heftigsten Feuer ausgesetzten Truppen begrüßt zu werden. Wir werden ohne Hweifel wieder angegriffen werden, und diese zweite Schlacht wild wie die erste einen ganzen Tag dauern. Ich weiß nicht, welche Zukunft diesen glorreichen Anstrengungen der Rcpnblit vorbehalten ist, aber ich schulde ihnen die Gerechtigkeit, zu sagen, daß sie sich inmitten van Helm» suchuugrn aller Art um das Vaterland wohl verdient gemacht haben. Ich füge hinzu, dnß dem Ge»eral Ducrot d'e Ehre dieser beiden Tage angehört. General Trochu. Dcr Gouverneur an den General Schmitz (für die Regierung). Paris - u»S Nogent. halb il Uhr Abend,. Ich komme um 5) Uhr sehr ermüdet in meine Wohnung zurück. Diese zweite große Schlacht ist viel entscheiden- 2070 der, als die erste. Der Feind griff uns bei Tagesanbruch l„it frischen Truppen und seinen Reserven an; wir tonnten ihm nur Gegner entgegenstellen, welche vom Tage vorher ermüdet waren, eine unvollständige Aus-rüstung hatten und von den kalten Winternächten, die sie ohne wollene Decken zubringen mußten, erstarrt waren. Aber der eistaunenswerthe Eifer der Truppen! hat überall ausgeholfen; wir kämpften drei Stunden,! um unsere Stellungen zu bewahren und fünf, um die ^ des Feindes zu nehmen, aus welchen wir die Nacht j zubringen werden. Dieses ist die Bilanz des harten! Tages. Viele werden ihren Herd nicht wiedersehen, ^ aber diese Todten werden der jungen Republik von 1870 , eine glo>reiche Seite in der Geschichte des Landes be^ reiten. General Trochu. k. 8. Die Regierung hat heute aus Amiens vom 20. November folgende Depesche erhalten: „Bourbati an Trochll: „Unsere Truppen sind marschbereit. Ich habe Artillerie und Canallerie mit mir. Ich werde Instructions befolgen. Keine Preußen zwischen Amiens, Veauvaiö. Chantilly und Gisors." Trochu rechnete also noch am 3. auf die Noroarmee. Paris, 3. December, Abend °. Heute Morgens fiel in unseren Positionen tein bemerlenswerther Zwi-schensall vor. Bei Tagesanbruch begannen die Preußen eine -lieihc uou VorpostcneAngriffen, welchen eine kurze Kanonade voranging. Die Ruhe stellte sich aber schnell bei unseren Marne-Stellungen ein. Aoron setzte sein Feuer fort, um die Transporte zu belästigen, welche der Feind fortwährend in der Richtung von ChelleS erhielt. Die Preußen hatten gestern bedeutende Verluste. Nach den Berichten der gemachten Gefangenen wurden ganze Regimenter niedergeschmettert. Dcr heutige Tag ist der Verbesserung d?r Lage unserer Truppen gewidmet, welche die strenge Kalte, die sie mit großem Muthe ertragen, erheischt. Die Armee des Generals Ducrot bivouakirlc heute Nachts im Bois dc Vincennes; sie qinq am Tage über die Marne zurück und concenlrirte sich auf diesen» Punkt, um ihren weiteren Operationen Folge zu geben. Ungefähr 400 Preußen, darunter eine Gruppe Ossiciere, wurden heute gefangen nach Paris abgeführt. Gestern um 5 Uhr, als Geneial Trochu sich in sein Logis am Fort Rosny zurückbegeben wollte, begegnete er bei Ronccray in dcr Nähe von Champagny den Marsch»Compagnien des 25). Bataillons der National-gaide. Der General hielt folgende Ansprache an diese tapfere Truppe: „Meine Herren! Ich habe Euch eine gute Nachricht mittheilen. Zeit heute Morgens 7 Uhr hatten wir Hunderttausend auf dein Halse, die ich mit einer jungen Almee bekämpfen mußle. Zum zweiten male wurde die alte Armee auf allen Punkten zurückgeworfen. Ich spielte ein schreckliches Spiel und ich würde es nicht gespielt haben, wenn ich nicht hinter mir die moralische und militärische Kraft der Nationalgardc fühlen würde. Einen Augenblick hielt ich es für nöthig, Euch in die erste Linie zu bcrufm: aber nochmals: die junge Armee hat die alte geschlagen. Ihr könnt es in Paris sagen." Diese Ansprache wurde mit Jubel begrüßt. Außerdem hielt Trochu noch zwei andere Ansprachen, die eine an dos 125., die andere an das 126. Marschregiment, üder die er Revue abhielt. Er sagte ihnen: „Ihr habt Euch gut geschlagen. Zusammen werden wir Frankreich retten." — 4. December. Heute erschien eine Procla» malion der Regierung, worin die Bevölkerung aufge» fordert wird, die Zahl dcr Betten anzugeben, welche sie für die Leichtverwundeten den Militärbehörden zur Ver-, fügung stellen könne. — Der Minister des Acußcrn cr< i hielt folgendes Schreiben: Paris, 3. Debember. Herr Minister! Ich habe die Ehre, Sie von fol' genden Thatsachen in Kenntniß zu sehen, welche sich gc^ stern zwischen 10 und 11 Uhr Abends lici den Vorpo^ sten zu Champigny zutrugen. Vom General Ducrot er- ^ mächtigt. begab sich eine Ablheilung dcr Ambulanze der! Presse auf diesen Punkt, wo sich Verwundete und Todte! befinden sollten. Da;n bezeichnet, mich als Parlamentärs zum Feinde zu begeben, rilt ick dorthin, von einem Fah-5 nenträger und einem Trompeler begleitet. Die Aerzte,! die Brüder der christlichen schule (nnsere Träger) war^ ! teten in einer kleinen Entfernung. Einige Flintenschüsse ! wurden abgcfcnert und der französische Cammandant gab ! das Signal zum Einstelle,, des Feners. Diesem Befehle ! wurde sofort Folge gegeben und cin vollständiges Schwel' gen trat auf unserer Link' ein, Ii, diesem Augenblicke und bei hellem Mondschein, mclchcr die Genfer Fahne zu sehen gestattete, ließ ich die vier Aufrufe, wie eS dcr (Aebrauch will, geben. Da ich fürchtete, daß man sie nicht gehört, ging ich gcqcn die feindlichen Linien vor und ließ sie wiederholen. Anstatt dcr Antwort, welche diesen Anfrufen unter cinilisnlcn Völkern immcr wird, wurden wir mit lebhaftem l^ewehrfener empfangen. Wollen Sie lc. Marie Bernard Bauer, apostolischer Protonolar. Der Postdienst in allen Gemeinden vor Paris, die vom Feind? nicht besetzt sind. ist anf Befehl Trochn's eingestellt worden. Dem General Renault ist dcr Fuß abgenommen worden. Die Generale Paturel nnd Äois» sonnet (Letzterer ist zweiter Ober Commandant der Artillerie) und Oberst Villicrs sind am 2. verwundet worden. Der Oberst de Granccy (von den Mobilen dcr Cötes d'or). der Oberst Vignerol und alle Bataillons-führer der Mobilen dcr Illc ct-Villaine wurden gctödtct Graf dc Ncvcrlc, Adjutant deS Generals Ducrot, ist ebenfalls gefallen. Derselbe lj.üle mit 143 Mann Elite-Truppen eine Reihe gefährlicher Missionen übernommen. Von diesen 143 kamen nur 5» Mann zurück. 5. December. Das ojficiclle Journal kündigt henlc Morgens an. daß die Truppen über die Marne zurück« gegangen sind und im Bois de VincenncS lagern. Der Plan. dessen Ausführung seit vier Tegen auf so kräftige Weise in Angriff genommen wurde, ist also in eine neue Phase getreten. Gestern gingen unsere Truppen in voller Ordnung und ohne vom Feind belästigt zn werden, über die Marne. Die auf so mnthige Weise von unserer jungen Armee ertragenen Strapazen erheischten eine kurze Ruhe. Die Kälte ist vicl strenger anf den Hügeln, als auf dem stachen La^de und innerhalb dcr Wälle von Paris. Man hatte den ganzen Tag gelämpft und man mußte vermeiden, daß man, wie am 2,, unerwartet ai'-gcgrisfen werde. Deshalb war cs unmöglich, zu schlafen, was anch wegen dcr Kälte gefährlich gelesen wäre, da man wahrscheinlich nicht mehr erwacht sein würde. Einige Journale behaupten, daß wir Champigny aufgegeben. Dieses ist nicht der Fall; wir haben uns dort festgesetzt. Die Verluste deS Feindes am 2!). und 30. November und am 2. December sind so beträchtlich, daß cr seit Beginn dcs FeldzugeS zum ersten male eine Armee einen Fluß überschreiten ließ. Man muß dies Faclnm hervorheben, denn es heiligt die Bemühungen einer Armee, die vor zwei Monaten nicht bestand. Die Armee, die sich in voller Sicherheit befindet, schöpft in einer kurzen Ruhe neue Kräfte. Es sind Cadres zu vervoll- ständigen und man nimmt mit größtem Eifer die Um« gestaltung gewisser Theile ihrer Organisation vor. Der Gouverneur bleibt an dcr Spitze der Truppen und sorgt selbst für alle Bedürfnisse derselben. 5>. December, 11 Uhr Morgens. Die Zahl der ge^ machten Gefangenen beträgt 800. Heute Morgens hat kein Gefecht stattgefunden. Es scheint, daß die Preußen in größter Ucberrafchnng sind. Sie hatten leinen solchen Widersland erwartet und sind besonders erstaunt über unsere so zahlreiche und wohlangcwendcte Artillerie. Noch einige Tage, wie die vom 29. nnd 30. November nnd 2. December, und der Feind wird gänzlich dcmoralisirl sein. Die Quantität Pulucr, welche unsere Trnppcn am ^rcita^ verschossen, soll 100,000 Kilogrammes betragen. Im Durchschnitt sollen 25)0 Kanonenschüsse per Minute abgefeuert worden sein. Am Sonntag verhafteten unsere Truppen in Ehampigny mehrere Individuen beider Ge« schlechter, welche den Preußen Berichte lieferten. Bei den gefangenen und todten Preußen fand man viele Briefe; alle drücken das lebhafte Bedauern auS, Weih» nachten nicht zu Hause zubringen zu könne». Alle be» klagen die Fortsetzung des Krieges. Der merkwürdigste Brief wurde bei einem Lieutenant gefunden. „Was mich erschreckt," schreibt derselbe, ..ist. daß wir nach Veendi» gung dieses wilden Krieges noch ciinn zweiten, schreck» lichcren Kampf zu bestehen haben wcrdcn." Es bestätigt sich. daß cin Theil der Armee deS Prinzen Friedrich Karl am Kampfe thcilgcnommen, m,d diß die Preußen 120.000 Mann stark uns gegenüber standen. Ans dem deutschen Hauptquartier i» Versailles, tt. December, wird dem „P. St. A." gemeldet: Was die lctzlcn Voraänge imierhalb der Cer-nilNNsjSlmie von Paris anbetrifft, fo bewahrheitet sich die Nachricht, daß die Franzosen ihren Rückzug mil größter Hast antraten, im vollständigsten Maße. Offi' ciere verschiedener deutscher Truppenlheilc, die sogleich, nachdem der Feind die Stellungen anf dein linken Mari'e-Ufer verlassen hatte, das Terrain rccognoscirten, fanden noch in großer Anzahl Leichen französischer Soldaten, die nicht foltgeschafft worden waren, darn»lcr mich met,-rcre Officicx',, selbst solche höheren Grades. Nur in einem Punltc halten die abziehenden Tnippcn eine voisich' tige Ucbcrlc^lmq gezeigt Der Feind war anch diesmal, wie bei dcu früheren Ausfälle», nicht in der Lage gewesen, Cavc,llc>ic zur Verwendung zn bringen. Dagegen mußten zur Äesp^nnnn^ der (Heschilhe einige hnndtlt Pferde mit hinaus a»fiihst werden. Virlc dcisell'en wa->en durch deutsches Grematenfener, das wieder bei mehreren Gelegenheiten, so bei dem Stnrm der Wiirtts,n< bergcr auf Mont Meröl) und bei der Attaque dcs 2. Corps auf Champigny feinc Wirksamkeit anf d.ls A"S« gczcichnelstc bewähren konnte, gelobtet. Es fand sich "»m daß die Franzosen, rhe sie in die Foils zuriickuingcl', die besseren Köivertheile dcr gefallenen Thiere vom RnMpst actrcnnt halten, um sie als Nahrungsmittel zu stt< brauchen. Uelierhunpl f^ind man frisches Fleisch in t>en Tornistern der französischen Gefallenen nnr wc«M, ^csalzencs dagegen und Speck noch in größerer Menge. Mit Genauigkeit hat ferner conslatirt wcrdcn können, daß von der AcsatznngSarmcc allein drei Corps gcge» dic Marncscilc dirigirt worden sind. Es war die Kern-tr»ppe, über welchc das Vcrlhcidigungs»Comil> „Nicht kälter als alle die letzten Tage," entgegnete dieser, „aber vielleicht haben Sie sich zn leicht angez^ gen!" Als man die Sache näher untersuchte, fand sich, 207, und vieler Gefangener lassen es als ziemlich sicher er» scheinen, duh General Ducro! verwundet worden ist. Die neuesten Nachricht?» aus Lyon. die bis zum 30. November lcichcn, mlhallen wenig Nissenswüldi^es. Die Zeitungen bcs'l'äfligen sich mit der neugcbildcten Armee und drücken die Hoffnung aus, daß diese besser Sland l,allcn weid,', uls das kaiserliche Hccr, Ucbcr die Bewegungen dcr an der ^oire operirenden deutsche» Truppen war man übrigens in fianzösischen Kreise» nicht schlecht unterrichtet. Man wußie z. V, schon am 27. November, daß dcr Frldmarschall Prinz Friedlich Karl sein Hauptquartier in PilhivicrS halle M'd dc>ß größere Colonncn üb^r Neuoille l!»' Monlaigis gcgen Beaune« I" Rolande vorrückten. Immer klarer tritt Üd'igens Zulage, welche außer' gewöhnliche Aüsliengnna/» der RcgiernngsauSschuß in Tours gemacht Hal, um diese französische Südarmee zu formiren. Es bestätigt sich nicht nur, was bereits fiühcr hcrvoig-hclicn wurdc. daß alle südlichen Departements haben li.'.lrmM müssen, dicse Truppen zu schaffen, sondern es isl auch jetzt erwiesen. daß man bei ihrer Zusammensetzung alle Beschränkungen, die bisher für den Kriegsdienst i:i FlanNcich grollen haben, außer Acht gelassen. (5s liegt cm Decrct aus Tours vom 22. November vor, welches die bisherigen Unterschiede der Dicnstclassen, nach welchen erst die unverheirateten Männer und nur in zweiter lliuie die verheirateten oder die Witwer, dic Familie blitzen, herangezogen wurden, aufhabt und die ganze männliche Bevölkerung von 2l bis 40 Jahren gleichmäßig für den Kriegsdienst vcr» Pflichtet. AuS dem Hauptquartier des Groß her« zogs vou Älecklcnburg schreibt Hermann Vogel unter dem 3. December: Es ist eine große Fermc, in der sich heute daS Hauptquartier des GroßhcrzogS von Mecklenburg befindet. In cincin Halbkreis vor uns la> gert die Armee. Zahlreiche Wachtfeuer erleuchte» den Horizont. Die meisten unserer Truppen feiern heute wieder im Bivouat den errungenen Sieg. Wic ich erwartet und gestern geschrieben, wurde die gestern Abends abgebrochene Schlackt heule fortgesetzt, und zl!>ar auf einem weit größeren Terrain als gestern nnd mit bedeutend mehr Streillräflen. Außer dcr Armee drS GroßhcrzogS war das 9., 3. und 10. Corps engagirt, während gc> slern nur die Armee des Großherzogs an der Schlacht lheilnahm. Zunächst noch ein paar Notizen über den Nchrigen Tag. Die Schlacht bei BazochcS les Haulcs war vcrhällüißmäßig blutiger, als die bei Worth, auch schlugen sich die Soldaten dcr Republik weit besser, alo dic des Kaiserreiches, verloren aber nichtsdestowenigei 5000 Mann und 16 Geschütze. Dic Zahl ihrer Todlin ist gleichfalls groß. Noch heute lagen über 200 lcichcn auf dem Schlachtfeld. Die Verluste auf deutscher Seite an Todten und Verwundeten find gleichfalls bedeutend. Außer den Baiern litt bcfonders wieder die 22. Dim sion. welche bei Lumcau und Poupri kämpfte. Aus dcr Stellung bei Lagny wurden die Franzofen um halb 0 Uhr Abends geworfen, als auch die mecklenburgische Brigade, daS 59. und 90. Regiment mit einbegriffen, sich am Kampfe bclhciligte. durch deren Vorgehen dic Franzosen zum Rückzog von dem Kirchhof, den sie besonders hartnäckig vertheidigten, gezwungen wurden. Der heutige Tag begann mit der Besetzung Ar-tenay's durch das 9. ArmcccorpS. Es entspann sich sodann ein heftiger Artillerickampf znnächst bei Creuzy und Bucy le Roi, der sich am Nachmittag auf ein Terrain von mindestens zwei Meilen ausdehnte. Auch heilte hielten die Franzose» wieder guten Stand. Ihre Granate» thaten freilich wmig Schaden. Verderblich wirkten ihre CdassepolS. Die Angriffe dcr feindlichen Infanterie auf unsere Batterien wurden zwar zurück' geschlagen, doch erlagen mehrere Artilleristen den wohl» gczicllen und w.'illragendcn Geschossen. Gegen Abend fand ein Rückzug dcs Feindes auf der ganzen Linie statt. Ueberall verfolgte ihn unfere Artillerie und schließ» lich griffcn noch, von Südostcn kommend, das 10. und 3. Armcccorps in die Schlacht ein. Die Infanterie war, fo weil ich gesehen habe, wenig engagirt. DaS 3. Bataillon des 75. Regiments nahm das eine Stunde von hier gelegene Dorf Domzy und hielt, von Artillerie unterstützt, dasselbe gegen wiederholte Angriffe der Marine-Infanterie. Die 22. Division nahm Che-uilly, das an der großen Straße nach Orleans, dritthalb Meilen von dieser Stadt liegt. Morgen, so hofft man allgemein, wird Orleans wieder in unfercn Händen fein. Ich werde dort auch hosfent» lich Ruhe finden, Ihnen das großartige Schlachlbild. dem ich heule geschaut, z» schildern. Heule hatte ich Mühe, diese wenigen Zeilen zu schreiben. Ich befinde mich in einem Seitengebäude dcr Ferme. Das einzige Meudlcmcnt dcs Zimmers ist ein Tisch. Bündel von ungedroschenem Stroh bilden die Sitze. Von demselben Material sind die Betten bereitet, auf denen bereits meine Ziinmcrgcnosscn, mehrere Officiere von den schwarzen Todlenkopf-Hußaren — darunter der Oberst des Regiments — im gefunden Schlafe ruhen. Die Division Stollberg hatte seit dem 9. November den anstren» gcndsten Dienst. Die Osficierc versicherten mir, daß sie seit jenem Tage keine Nacht aus ihren Kleidern gekommen. Da ist eS kein Wunder, wenn man sich endlich nach Ruhe und Erholung sehnt. Jeder hofft denn auch, daß die nächsten Tage eine Entscheidung bringen werden. Uc b er d ic j ü u gst en S chl a ch te n an der ^oire berichtet dcr Correspondent der „TimeS" in TourS: „Die französischen Verwundeten in den Kämpfen am 2. und 3. d. werden auf 15.000 geschätzt. Bis jctzt sind keine Bericht.,- über die Verluste vcröffent« licht worden, aber zweifelsohne sind dieselben scnr ernstlicher Natur, zumal ans französischer Seite. Der Kampf scheint ein sehr grimmiger gcwcscn zu sein. Ein Offi> cier, der nicht zum ersten male im Feuer gestanden, sagt, daß er nie zuvor eine solch' heftige Kanonade ge-hött habe. Zuletzt konnte man weder ttwaS fehen noch hören, so dick war dcr Rauch, so hüllisch das Getöse. Die Granaten kamen wic Hagel, tiefe Löcher in die halbgefrorene Erde schneidend. Die Metzelei war fürchterlich. Die Preußen waren sehr start in Cavallcrie »üb machten guten Gebrauch davon. Zuerst brachten sie die französische Infanterie durch ihr Artilleriefeuer in Unordnung und dann fielen sie über dieselbe mit schweren Caoallcricmassen her. Sie machten wiederholte und furchtbare Chargen, einmal fogar mit nicht weniger als 3000 Mann Cavallcrie. Die Fremdenlegion soll fürchterlich gelitten haben, die päpstlichen Zuavcn decimirt sein. Der Rückzug scheint wirklich in guter Ordnung bewirkt worden zu sein. und es wird behauptet, daß die einzigen vom Feinde erbeuteten Dinge die Schiffs-lanoncn vor Orleans sind, die vorher vernagelt worden waren." Ueber den Kampf vor und um Orleans (am 4. d.), über den bisher sehr wenig bekannt geworden, schreibt ein Correspondent dcr „Augsb. Allg. Ztg." auS Orleans: Nach den Resultaten dcr Kämpfe vom 3. December war der General-Felbmarschall Prinz Friedrich ssarl spät Abende nach Arlenay zuiückgcfchrt. wohin da« HauplPlarticr diiigirt worden nar. Die Truppen bezogen in ihil,n Stellungen Bivouaks. Das Reaenwetter, welches sich am Abend eingestellt hatte, war gegcu Mor» ^en einem starken Froste gewichen. Der Angriff de< Feindes wurde in der Frühe dcs 4 December fvltge» setzt. Das 9 Corps, zu welchem sich der (Henellll-Fel> marschall in Begleitung seines Stabes Moiren« 7 Uhr begeben tptte, rückte vor, und bekam aus dem Walde starkes Feuer; der rechte Flügel desselben, da« zweite Bataillon dcs RegimcnlS 85, halte ein heftiges Gefecht, Compagnien dcs ersten Bataillons nahmen einige Pacht-Höfe rechts an dcr Waldes! isiilrc. General v. Glumentbal drang im Waldc bis auf die Höhe von Cercottes vor und griff umfassend und mit großer Aravour diefe start befestigte Stellung an. Hier hielt das 15. französische Corps Stand, cin äußerst lebhaftes Gefecht entspann sich, die Franzosen sctzlen den preußischen Anstürmen kräftigen Widerstand entgegen, aber namentlich das Regiment 3tl war in seinem Angriff so zäh und beharrlich, daß der Fcind endlich seine Stellung aufgab, und leine Positions« gcschützc im Stiche licß. Die Einnahinc von Cercotte» war der Glanzpunkt dieses Tages, die Frucht dcr unüber« trefflichen Hallung des 9. Corps unter dem General v. Maustein. Während die 35. Brigade um Cerroltes kämpfte, ging das linke Flügcldetachemenl, die 36. Vri-gade, bis eine deutsche Meile über St. Py6 hinaus, wo eS die Wege stark vcrb>>rricadirt fand. Auf dem rechten Flügel unserer Aufstellung war der Großherzog zwischen der alten Chaussee von ChartrcS und der Straße von Chateandun vorgerückt, und halte den Feind allmlllig gegen Orleans geworfen. Auch der Cavallerie-Division des Prinzen Albrecht (Vater) war Gelegenheit gegeben, einige glänzende Malen zu machen. Auf dem linken Flügel war das 3, Corps mit geringem Gefechte von Loury bis St. ^mip gekommen. Die französische Dioi« sion, welche dem General v. Hartmann gegenüberstand, wollte sich auf Orleans zurückziehen, stieß dabei auf ein linleS Mgeldctachemcnt des 3. Corps und halt« mit demselben cin kleines Gefecht zu bestehen, in Folge dessen dic Frcm;osen bei Fay-aur-logeS gegen Chateauneuf llNsVMN. Am Abend standen unsere Truppen nördlich, weft« lich und östlich um Orleans; den Franzosen blieb nur noch eine Strecke als Rückzugslinie üblig, die nach Süden, welche sie auch in der Nacht einschlugen. Am 4. gegen Morgen rückte dcr Grohhcrzog von Mecklenburg-Schwcrin in Orlans cin, um 5 Uhr das 9. Corp«, etwas später das 3. Corps, das beim Eindringen in die Stadt im östlichen Theile derselben noch ein leichtes Gefecht zu beslchcn halle. Die Brücken, welche über die ^oire führen, wurden sogleich besetzt. Am 4. wurden zur Verfolgung tics abziehenden Feindes Caoallerie und die Avantgarde dcS 9. Corps m drei Richtungen nach Gien, Vicrzon und TonrS entsendet. Die Zahl der Gefangenen wächst mit jeder Stunde; am Abcnd des 5. waren e« be» reits an 10.000. So ward Orleans, bereits aufgegeben, durch die 2. Armee unter dem Oberbefehl dcs General-Fcldmar' schalle« Prin^cn Friedlich Karl siegreich wiedergenommen. Am Abcnd deS 4. hatte dcr General-Feldmarschall sein Hauptquartier in dem nämlichen Dörfchen Eercotte« auf« geschlagen; am Mittag deS 5. December zog der Prinz als Sieger in Orleans ein. Bern, 9. December. Wie man aus dem an dcr Iuragrcnzc in dcr Nähe von Dclsberg gelegenen daß Sully nichts an halle als sein Uebcrtlcid. Me linlcrllcider hatte er vergessen. Fast bis zur Lächerlichkeit achtsam auf semen An-äug war der Natnrforschcr Buffon Es war sein »rößtcs Vergnügen, sich in glänzende kostbare Stoffe zu kleiden, Spitzen und Juwelen zu tragen. Sem V°ar kräuselte er mit besonderer Sorgfalt und trng eS, wenn tr arbeitete stets in Papillotcn. — Auch dcr cngllsHc Dichter Pope kleidete sich als Dandy und sein ungeheurer Haarbeutel, sein zierlicher Dcgcn uud die übcr-lricbcn großen Manschetten gaben seiner kleinen ver-llümmlen Gestalt das Ansehen eincS geputzten Affen. ^ Voltaire fchwärmtc ebenfalls für elegante Toilette und putzte sich in der auffallendsten Wc.se. -Petrarca besaß einen ledernen Uebcrwnrf. auf den er beim Spazierengehen Gedichte schrieb, wenn «hm Papier oder Pergament fehlte. Dieses Kleidungsstück w.urde noch im Jahre 1527 vom Cardinal Sadolet als eine kostbare Reliquie aufbewahrt. Diderot, dcr be.ühmteste der ftanzösischcn E». cyclopädislcn. zeichnete sich durch die bis znm äußersten aetriebenc äußere Vernachlässigung seiner Person aus. Er reiste einst von PcicrSburg nach Pans in Schlaflock und Nachmützc uud g'"g '" diesem Auszüge ganz "ngtnirt iu den Straw, dcr Slädlc spannn, wo ein Aufenthalt stattfand. Man hielt ih» "icht selten für wahnsinnig. Ein Freund, der Diderot c,n,l besuchte, f°nd ih,, in Thränen „Um Gottes Willen, was haben Sie. was ist Ihnen begegnet?" fragte cr erschrocken. — ..Ich weine über cine rührende Gcsch'chic, die s daü Oclächter nnd den Hohn dcr spolllustigen Pariser leinen Moment in di'scm eigensinnigen Festhalten an der Vcig "sscnhcit ine machend Auch Jean Paul, der ^icbling der Fra>,rn, gad bekanntlich wenig auf die äußere Erscheinung. Mit offener Viust, ohne Halbluch und Hut, in abgcttaacncm Rock nnd mit ungepiitzlen Slirfeln durchwanderte er dte Ningcgcnl, von Bayieulh. Einmal wurde er sogar die» scS uncioilisirlen Ansehens wegen von einem Gendarmcn als Vagabund cnrctirt, u,id nur die Dazwisch.nluüfl de« Gouvrnems dcr Stadt rellele den Dichter aus den Händen dcs dicnstcifrigcn Gcamten — Der nachmali-ssln Königin voi> Wüittemlicra, damaligen Gsvßfillslin Kall).nina Panlowna, d,c ails dcr Dnrchreisc dn'ch Bayreulh den Dichter zu schcn verlangte und ihn, da er nicht in dcr Stadl z» finden war, in ihcem Wagen von d.l Nolllmn^lti hulen licß, stillte sich der Gcfeicile ebenfalls m dicscm gänzlich vcrnachlässiglcn C^slllm vor, wurde n!l,r dcsscnungrachlcl lwn der Mstin mit Freund lichleit übcrhäufl. Der Dichlcr Houng sch'ieb seine ..Nachtgedanken," während er cincn Todlenschädcl, der ihm zugleich als Vcuchlcr diente, vor sich aus dcm Tische halte. Zu« weilcn ging cr Nachts zwischen den Gräbern eines Kirchhofes spazieren, um sich zu Gedanke» über die Vergänglichkeit alles Irdischen anzuregen. — Iouy dichtete viele seiner Tragödien in einer Allee, an deren beidcn Cnden sich eine Bank, und auf jeder Bank Papier und Bleistift befanden. — Die Production«« fähigltit 3 esage ' S, Verfassers des berühmten Roman« Gil Blas, hing von der Sonne ab. lir erwachte, wenn das Tagcsgeslirn am Himmel erschien, und je höher sie stieg und je heller sie leuchtete, desto reicher flössen die Gedanken ihn» zu. Sank die Sonne, so nahm auch die Kraft feines Geistes ab. Ein Gegenstück zu besage war der französische Hi> storiograph Mezerey. Dieser konnte nicht bei Tages« licht arbeiten, sondern schrieb immer selbst am Tage bei Kerzenlicht. In seinen Gemächern herrschte fortwährend das tiefste Dunkel, und wenn Freunde ihn besuchten, so leuchtete er ihnen selbst am hellen Mittag bis zur Thüre. Ihm ähnlich war Anne Louis Girooet, ein französischer Maler und Dichter zugleich. Seine Begeisterung erwachte deS Nachts. Er sprang dann plötzlich auf, ließ dic Hängelampe in seinem Atelier anzünden, setzte einen breitrandigen Hut auf und malte nun feine trefflichsten Gemälde. — Der ^ustspieloichter ^oui» Benoit Picard schrieb seine Comödien im Nett. — Der Dramendichter Charles Etienne eilte, wenn die Begeisterung ihn überkam, nach Hause, schickte Frau, Kinder nnd Diener fort, schloß Thüren und Fenskr. laben, legte sich ins Bett nnd machte im tiefsten Dunkel Verse. - Mrs. Radcliffe begeisterte sich zu ihren Schauerromanen, indem sie ein Souper von halbrohen, reichlich mit gebratenen Zwiebeln garnirten Beefsteak« einnahm. - Gluck trank Champagner, wenn er com> ponirte. sScdluh solgt.) 2072 RoM!,b.!rg meldet, haben sich vorgestern deutsche Truppen auch i>, dieser Richtung dem Schweizergebietc genähert. Nah? a« 1000 Maun haben Ober- und Unter-Miinspach und die Umgebung von Ferrette besetzt. ^ — (Zur Karolinenthaler Affaire.) Die „Wr. Ztg." meldet: Gestern (11. d. M.) ist der Referent flir die administrativen Angelegenheiten beim böhmischen Landesschulralhe, Statthaltereirath Dr. Grohmann, auf telegraphische Weisung deS Herrn Ministers für Cultus und Unterricht in Wien eingetroffen, um an den Berathungen theilzunehmcn, welche die rasche Beseitigung der der Durchführung der neuen Schulgesetze in Böhmen noch entgegenstehenden Schwierigkeiten zum Gegenstande haben. — (Das am 10. d. M. in der Wiener Hofburg auögebrochene Feuer) ist mit Recht als eine ernste Mahnung an die furchtbare Gefahr bezeichnet worden, von der die in der Hofburg befindlichen unersetzlichen Schätze der Natur, der Kunst und des Wissens bedroht sind. Gerade einige Tage vor dem Feuer — schreibt die „Oesterr. Corr." — war der Aan der neuen Museen, in denen diese Schätze ein gesichertes Obdach finden sollen, wieder Gegenstand einer Vcralhuug in einer unter dem Vorsitze Sr. Durchl. des ersten Obersthofmeisters FUrsten zu Hohenlohe abgehaltenen Konferenz. Die Vorarbeiten für den monumentalen Bau machen so rasche Fortschritte, als sie die Größe der Aufgabe zuläßt. Der Conferenz lagen einige wichtige Delailfrageu vor, welche noch von compelenler Seile flir die Architekten Hasenauer und Semper zu lösen sind. Mit dem Bau der ncuen Museen steht, wie wiederholt erwähnt, der Bau eines neuen Hofappartements und des neuen Hofburgtheaters in unmittelbarer Verbindung nach cincm einheitlichen Plane. Auch an die Nothwendigkeit die» ser Bauten hat da« Feuer wieder lebhaft erinnert. Ihre Majestät die Kaiseriu Carolina Augusta fragten, als bei dem Ausbruche des Feuers Allerhöchstere Vcfehle wegen einer Räumung der Appartements :c. eingeholt wurden, vor allem mit größler Besorgniß, wie weit die Hofbidliothek gefährdet sei, und stellten Allerhöchstere sämmtlichen Ap» partements zur Berfüguug, um darin die Echätze derselben in Sicherheit zu dringeu, wenn sich diese Unterbringung bei wachsender Gefahr empfehlen sollte. ^ — (Feuerbercitschaft.) Gleich »ach erhaltener Kunde von dem in der t. k. Hofburg zu Wien ausgebro--chenen Brande lelegraphirte der Obercommandant der Pester städtischen Feuerwehr, Graf Edmund Szcch^uyi, an das Wiener Central-Feuerdepot, daß die dortlge Feuerwehr voll-sländig in Bereitschaft stehe, um nölhigenfalls zur Ablösung der Wiener Feuerwehr unverzüglich mittelst Separatzug nach der Residenz zu fahren. Da inzwischen das Feuer in der Hofburg gelöscht wurde, erfolgte aus Wien eine dankende Antwort für die angebotene Theilnahme. Die Pester städtische Feuerwehr stand bis zum Eintreffen der Antwort die ganze Nacht über vollkommen marschbereit. — (In Pest) wurde, wie der „Morgenpost" von dort berichtet wird, eine Näuberbaude entdeckt. Dieselbe machte die Straßen von Pest nach Pilis und Monor bis Aldertirsa seit acht Wochen unsicher und beging Ttraßen-raubmorde in Menge. Ter Anführer der Baude wurde jüngst in der Nacht in seiner Wohnung in der Kerepeser-straße überrascht, und fand man in dem nämlichen Haufe drei Spießgesellen desselben, fowie Waffen und Pulver. Ein sofort angestelltes Verhör führte zum Geständnis; und'der Aufenthallsangabe der übrigen Näuber, welche in derselben Nacht in Pest und Ofen aufgefunden und verhaflet worden sind. Der Anführer der Bande hat sich im Gefängniß entleibt. — (Osta sia tis che Expedition.) Nach eben eiügetroffenen Berichten aus Singapore vom 7. November befindet sich die Corvette „Erzherzog Friedrich" auf der dortigen Nhede, um verschiedene Ausbesserungen vorzu» nchmen; sie dürfte Ende November die Heimreise (durch den Sucz-Caual) angetreten haben, so daß ihrem Ein-liessen in Trieft bis Mitte Jänner entgegengesehen werden lann. Der „Friedrich" bringt ein? Anzahl interessanter Thiere für die kaiserliche Menagerie in Schönbrunn mit, welche in verschiedenen Theilen des malayischen Archipels gesammelt und in Singapore dcponirt worden waren, um dort von der Corvette auf ihrem Heimweg in Empfang genommen zu werden. — (Grabschändung) In der Nacht vom 9. zum 10. d. wurde zu Leitersdorf in Schlesien die Familiengruft der Freiherr v. Nolsberg'fchen Familie erbrochen und sämmtliche Särge eröffnet, da die Diebe offenbar Geschmeide bei dcn Leichen vermutheten. Ter Einbruch qe< schah mit besonderer Gewalt und Frechheit, oa die Grab-capelle unmittelbar an der Kaiserstraße liegt. — (In der Zeche Neu Iserluh») bei Elder-feld fiel am 12. Abends ei» schreckliches Unglück vor durch schlagende Wetter. Gerüchtweise verlaute! von ö8 Todten und über 20 Verwundeten. ,H9 i ,-- l <- ,5 — (Verfassungsseier.) Wie alljährlich wird der constilulionelle Verein cmch heuer eiue Verfassungsfeier veranstalten. Dieselbe soll ai» nächsten Mittwoch, den 21. d. M. stattfinden. — (Die gestrige letzte Opern v 0 rstellung) war schwach besucht. Ilolows „Tlradclla" mit seiuer leichten, heiteren Musik üble jedoch seiue gewohnte Wirkung, und fast alle Darsteller, vor Allem Frau Frantenberg und die Herren Lafontaine, Rüdinge r und Eisen-bach wurden wiederholt gerufen Das Publicum wollte damit offenbar nicht nur seinem Beifall über die gelungene Darstellung, sondern auch seinem Bedauern über das Scheiden der Künstler und Künstlerinnen, welchen wir so viele angenehme, anregende Stunden zu verdanken haben, Ausdruck geben. — (Programm) zum heutigen Concert der philharmonischen Gesellschaft: 1. Ludwig van Beethoven: CoriolanOuveiture, 2. u,) R. Wagner: „An dcu Abcndstern" aus der Opcr „Tannhäuser" und d) F. Schubert: „Aufeulhalt," beide gesungen von Lafontaine. 3. Ioh. Hummel: Erster Satz cms dem ^-inoii-Concerle für das Clavier mit Orchester. 4. H. Ernst: ,,^'ir koußi'oi«," für die Violine mit Begleitung t>cö Pianoforte, vorgetragen von Herrn Oscar Mding. 5. Max. Bruch: „Normannen- ^zug." für Barilonsolo, einstimmigen Männerchor und Or->chester- das Solo wird gesungn von Herrn Lafontaine. > 0. C. M. U. Weber: „Aufforderung zum Tanze," instrn» menlirt von Hector Berlioz. 7. Anton Neoved: „Nächtlicher Gruß," Barllonsolo mit Mänucrchor; das Solo wird gesungen von Herrn Lafontaine. 8. Fr. Schubert: Ouvertüre zur Oper „Alfonso und Estrella." (OriMal'TelearlNlüll drr „Laibackcr Zeitung.") > N3 ien, «.5. December. Die Antwort des Neichskauzlers auf das <5zechc»»memurandum verweist die Unterzeichller auf den verfassu„ssS< mäfiine« N3e«,, und stellt das Memorandum an 3licster zurück. Ü^zii^lich d^s Schwergewichtes der Denkschrift, der Poutuöfrasse, habe die böhmische Vlatiou gleiches Interesse mit allen österreichischen Stämmen, daß der Vertrag ein Vertrag bleib«/. In der Accentuirung des Gegentheils liege eiue politische Manifestation zu Gunsten Nuftlands. Solches Vorgehen verdiene den schärfsten Tadel. Veust erinnert an die Vtäfti«uug der Negierung anläßlich der Vlostauer Neise der Gzechenführer; die Versöhnlichkeit habe ihre Grenzen. Kein Staat könne gestatte,, , daß Parteien sich in ^ einer Nichtung bewegen, die V^nst, um nicht ein auf den itippeu Tausender schwebendes härteres Wort zu gebrauchen, nur als Preis-gebuug des üandes bezeichnet. Der eingeschlageneu Nichtung der Ozechenfuhrer miisse energisch begegnet werden. ihr unablässiger Kampf gegen Gesetz und Monarchie könne nur zu schmerzlicher Enttäuschung führen. Havre. 14. December. In Honfleur ist die französische Truppenmachl wachsend, in der Umgegend sind leine Preußen. Havre lst wohlgerüstet. General Moignart rückt mit W.000 Mann drn Havre bedrohen-den Preußen entgegen. Aus Nordwestcn sind große Truppenförper zur Loire Armee abgerückt. Bordeaux. 14. December. Die vor Havre den Angriff vorbereitende preußische Armee trat am 14. d. plötzlich hastigen Rückzug an. Ariisscl, 14. Decrmbcr. Die Nachricht von der Cinn.ihmc La Fne'ö war verfrüht, Faidherbe passirte La Fcre ohne anzugreifen. Petersburg, 14 December, Ein kaiserliches Manifest verordnet für 1871 die Aushebung von 6 Ne» cruten per Tausend. Der BubgetauSschuß der Ncichsrath5dclegation beendigte am 14. t». das Ordinarium des ssriegsvoran< schlages und erledigte die 5 ersten Titrl dcö Efü'aor-dinariumS, Vergütung der KriegSschädcn. Nachtragslosttn für Donallmouitors, Verlegung der Truppcnkörper in die Ei'gänMigSbezirl»', Anschaffung der Geschütze und Haudfiucrmaffcn, Fcstungsbaulcn. Im Ganzen wurden gcgcn 2'/2 Millionen abgestrichen. Der AlN'amer Landtag vertagte sich am 14. d. bis nach Nclijahr. Nach einem Telegramm aus dem Haag 14. De< ccmlici- erklärt..' dcr llöni^ vo» Holland, er weide »>c-malö scme Zuslimmul'g zur Abtretung von Luxemburg gcbcn. 'Angekommene Fremde. Am 14. December. ! Stadt Wie». Die Herren: Edcr, Reisender, von Wien. ^ Vcimti, Student, von <3ra;, Jäger, Kfm,, uon Wllrttcin» ! berg. — O^dlshausen, Ingenieur, von Radmannsdors. — ! Gratz^n, Ingenieur, vu„ Ouerlraiu. Just, Kfm.. uo» Wien, ^ — Eiid'iünann, Kansin., uon Wie». — Werner, Kaufm., von . Wicn. - Ätally, Handclsin,, von Nenmailtl, - Schach, jtfm,, vo» Wien. (5lef<»»t. Die Herren: Heinrich, Ingenienr, von Kraintmrg. - - Kn„t, I„ssc!!ieur, von Krainlnirg. — Nuhaczcl, Ingenielir, von Kraindiirg. - Rauaö, I»cie»ienr, von Krailibnrg - Lülvinqer, Ksi»,, von lKiosot — Schneider, von Dalmatic». ! — Nodale. Kfm., von Tricsl. - Dc Milay, von Franlieich, ! -- W.issiior, Inqeini'iir, vnn Wien. — Panlus, Incienieui', , uon Wien, — Schmidt, l. t. Hanvtma»», von kack, ^ Der- ^ bit, t. l Bezirlshanfttmami, von Kraiuburg — Hilbeny. I„- ^ gcnicnrölElevc, von Präivald. Theater. Heule.- Nnr M,,tter. Lustspiel in ^ Alten. ^Morgen: Zum Vortheile des Schauspieler« Albert Puls: Egmout. Trauerspiel in 5> Acten von Güthe. ! ! ': i "" «H "'' ! "________^5 , 10„ Ab. 'j2ßlh bew.j ! Thanwetter anhallcnd, der Schnee start llbgeschmolzen. Nach-miüaB theilwrise gelichtet, die Alpen niollenfrci, hinter denselben !,a»z heiter. Das Tagcsmittcl der Wtume -s-5 3°, um 6'2" llber dem Normale. Vl'ra>l!>ucrl!ichcl Nedactenl: Ia.naz v. K l c, n m a y r. > Höchst beachtenswerth 3 , fiir alle diejenigen, welche geneigt sind, auf eine solide und ! Erfolg versprechende Welse dem Glücke die Hand zi, dielen, ^ l> ist dir im heutige,, Blatte erschienene Amionce des Hauses D I««,««,,« >«M«^ ««. ^». il, »N,,»l,„^^ Vttl tNbrll^l ^'1" '^ - «""'^' ^' ,^"''' '"«' ^»ir w.eder menic, Deschasligt. ,MlS ^,j ocn mmmmanen ^erhlllt„>ss.n gllnj in der Nalnr dcr Sache licql—Die Tam^vl'r.illMM zi'«'l^N^N^^. ha,cht nach ^t.ft n»d l)e..mcht,^e stch hente emeS relat.v nnl.rgemdnett'» Ol)^ctei<, der z,i emitürenden nenen Aci.e» der Wiener HYPothelencasse Ne^ tt'.^l und Geqnern des Pap.er,.'« er^.g.en tmm,l„.°,e Sccne., uuo stylen Wechsel de<. Cnrs.s. W.hrfcheinlich i.n Znjammenhange mi. diesen M.ndvern fa,d in zien ch 'in e N . "^ ^d^^^ d r -?,^ , . ^3^ ^""""'^ ""^' ^" '"""^ ^lf'ct von nicht unmerseller Äeoen.nng. Act.m der Pr.aer E.scmndnstr.e-Gefeüschaft, stand ebenialls ,m Vorderarnnde des Zer >rs nn/^^ Z,>4 b.s 60^ handelt. D.e der Speculation gewohnlich als Olij.vt dienenden Papiere, Anglo. <5re°tt. N,.ion,c. gingen etwas hüher. lilielien aber ohne reae". msa^ Ebe o wa^n ^..?e> wird« enva? °'e^^ '^""^' """"'^ °"" "" ^'^' ^^' ^halten, jedoch nnr wenig i.n ««lehr Dev,sen verwohlflilten sich um em G^rmge« Vm ! Ü?Z0 M^u°.i"7ma3V^^^ H. Allgemeine Ttaat^schulo. Für 10U sl. Hiüheitliche Staatsschuld zu 5 M.: in Noten verzins». Mai-Novcmber 56 20 56 30 ...... Fcbruar-Außllst 56 20 5t)30 „ Vilber „ Iänuer-Iuli . 65 35 65.45 .. „ „ April-October. 65.20 65.30 Tteoeralllehen rückzahlbar (>) -.— —.— ^!, v I, 1«8« . . . . ' 339.-240.— « „ 1«54 (4 "/,) ,n 250 n, »7.50 8^.- « 1««>0 zu 500 st . . 82.— li2,25 " „ 1><60 zu WO fi. . . ,0,<50 104.50 .. „ !«64 zn WO st. . 112.80 113.20 ^'uat«-Dolniw.'!l-Pfundkr,efe zu l.i0fl. ü,W. m Silb« . . N9 25 119.75 «. Wr..ud:. Oell> Woave Analoösterr. «anl abgest , I9.l — 193.50 Auglo-unliar. Vaul . . , . 79.s>0 «0 50 Vantvercitt ....... -.— .— Budrn-Oreditanstalt . , , . — — »iredilanj'.all f Handel ,1. Gcw . 247.25 247 5> tzredilanslllll, allgem. ungar. . , 81.25 8175 ^«compte-tt^selischllft, n, ü. . . ^85. «90, Fiauc-u-osterr. Baul . . , . 97.50 98. - Gencralbant.......84 75 85 - Handelödan!.......100.— 100 5C ^'alionalvaul. , , . 732 — 733.— Niederländische Bant .... 2^825 22650 Vercinskanl.......92 50 93.— Vcrlehrsvanl.......131.— 132.- «». Actien vo» Transport»l«tc»lleh: Nlunge«. O<>ld Waare Alsüld-Fiumllner Bahn . , .168.50 169.- Blihm. Wcstbahn.....240.-242 — Carl^'ndwig-Bal,u.....240.- 240,50 Doullu-Dampsschifff. Ocsellsch. . 539— 541-EMadelh-Westbalm. , . .215—215 50 Eüsabeth-Weslbahn (Linz - Bud- weiser Strecke) ..... i«2.- 183. ^ ss^..nd«.N°tdbahu . . . .2037 2042.-FUnfl'rcheu-Uarc,«-Val,u . 157.— 159 — Ho'.s, W2ar<> l ^r«'!',-^c,l,!,^.^as>^ . . . ;88 — ,89 — i'cmbirg-T?^n..3affyer-Vahn . 19l>.— 190 50 l'lliyd, ttsterr....... 320— 322 — ^ ^>:nuiliuö........__. -____^ lttndolss-Vahn . . . . ^ ' I62!— 163.— ^ Aic'ueüliOraer Vahn . , . , 165 -^ 166'— Staatabahn.......378,— 379.— ^tdbahn.......179.80 180.— ! niio-ullrdt, Verbind. Bahn , .168.-169 — ' ^heiß «ahn.......226.- 227.- ! ^'"lmway........173 - 173.50 «. 'vftlndbriefe (für 100 st) ! 'l'.'a. ^t B»dm-(lredit yllistall Oeld Waare' nerloökal zn 5 pCl. in Silber 106 50 107 — ! dlu.in33I.ri!ch.zu5pEt.inl 5 PCt........W ß,) ^^ ^s)! !lug. ^od.-Lrco.-Nust. zu 5'/, pCl. 88 75 89.25 lß'. z5eioritätHobli«,atimlen. « 10!) st. ö, W, tsrld Waare ^lis.-Wrstb. iu S. verz. (I. ämiss.) 93 — 93 25 FerdinllndK-Hordb. in Sill) uerz. 104.50 105, ! iFrmu'Iosephs-Bllhn .... 93.40 9370 't^ 3an^'«,t,W.B.i. S.v-'rz.! Am. 10150 I0!i-- lOeftlrr. Nordweftbahn , . . 92.50 92 80 tt)slb W> i< Siebrnb. Bahn in Silber verz. . 86 75 87. - Staatsb. G. 3°/, ä 500Fr, „I. Em. 134— 135.- Sildb. G. 3',, i. 500 ssrc. „ . 113 - 113 50 Sudb.-O. ü 200 si. z. 5"/„ für 100 fl. 88 - 88 50 Glldb.-Äous 6«/, (187^—74) ^ -''W Frcs......234-- 235.- Ung. Ostbahn......84.75 85^- «. «privailoss (per Slllck.) Kreditanstalt f. Handel u. Gew. Gell, Waatt zu 100 fl. ö W......,6250 163.^ Nudolf-Stiftun« zu 10 ft. . . 14 - 15--" ^.'e'' Gr!»' Waarc «. il/ilwz-Dnsaln . 5 fl. 88 fr. 5 st. 89 tr. ^llipolcoued'or . . 9 „ !>3 ,. 9 ,. 9^j " Vcrcinslhlller. . , 1 ., 82j „ 1 . s3 „ ! 5^>b7l . . '21 ,. 90 .< 122 ., 20 « Kraiuische GruudentlllstuugS - Obligationen, Pll» ! natnotirung: 86.— Oeld, — Waare-