Nr. 287. Samstag, 15. December 1900. Jahrgang 119.
OMcher
Zeitung.
p»««n«tr<»t<°n»ple»e: M!t Postvelsendul,«: aanzjHhi!» 80 li. halbjährig «5 li. Im Comptoir: ganz. ^ D«e «Lolbncher Zeitung» erlchrwt täglich, mit !Nu«»llhme d« Tonn- ,mb sseierlu», „i, »^».«».»..., «. « ^
iührig »« x. haiWhrig ll X. ssüi dl/«ustel1«n« ?»« H°„« ganzjährig » K, - Iusertionslltbiir: Für slelne » stch «longi^plah Nr. », die Medactlon D°lmatl„.«asst «r. 6 Sprichslunben ^r N^.?n ^«'!'^?. ^«^"
In,ei»tt bl« «u 4 Zellen d« k. «Hhe« pe? Zelle « b; del Ulteren Wleberh°lun«en per Zelle « d. ^ vormltt»««. Unfranllertt «rille werben nicht angenommen. Ü»än.,,cr
"Nlck von Ed. Beaufort in Prag, Selbstverlag.
Nr. 49 ««ov« l.i»ly» vom 8. December 1900.
Nr. 144 «^,kokö I^ty» vom 8. December 1900.
Nr. 10 «Trautenauer Echo» vom 8. December 1900. . ^ «Die Rächerin, ein Pariser Roman von Dubut de La» W' "^'^' """ ^"^"'^ Wechsler, Leipzig. O. Grallauer,
Nr. 29b «62»8».
Nichtamtlicher C^heil.
Ungarisches Abgeordnetenhaus.
Budapest, 13. December.
... Das Abgeordnetenhaus verhandelte die Indemni-^«Vorlage. Im Laufe der Debatte bellagt sich Ugron ?ber das ungenügende Hervortreten der Individualität ^ ungarischen Hauses, die Monarchie spiele im Drei-^ndeine untergeordnete Rolle. Deutschland müsste du
übermäßigen Forderungen der Deutschen Oesterreichs dämpfen, damit die deutsch-czechische Aussöhnung zustande komme. Die Armee sei noch immer die Stätte germanisielender Bestrebungen. Wenn der Hass zwischen den Völkern fortdauere, sei der Zerfall der Monarchie unaufhaltbar. Redner plaidiert für ein felbständiges Ungarn.
Hierauf ergreift Ministerpräsident v. Szell das Wort und erklärt gegenüber Ugron, dass Ungarn auch innerhalb des Rahmens der Ausgleichsgrsetze seine wirtschaftlichen, culturellen und staatsrechtlichen Interessen vollständig wahren lönne. Solange die Opposition an Stelle der Ausgleichsgesetze nichts Besseres stelle und nicht nachzuweisen vermag, dass Ungarn sich dem Osten gegenüber allein, von Oesterreich losgerissen, behaupten lönne, solange beharre Redner auf seinem weniger phrasenreichen, aber reellen Standpunkte. Das ist leine zweifelhafte, sondern eine sehr klare Politik (lebhafter Beifall), und wenn in Oesterreich die Verfassung gewissermahen automatisch eine Zeitlang stillstehen sollte, wären auch dann die Ausgleichsgesetze nicht abzuschaffen, sondern provisorisch und übergangsweise hätten die vom Redner jüngst gegenüber Kossuth citiertenVerfügungen in Kraft zutreten. Was seit ZZIahrcn in Ungarn geschehen sei, sei nicht im Interesse des Ausgleiches geschehen, sondern zugunsten Ungarns, das, am Anfangsstadium seiner Entwickelung stehend, die-selbe weit besser auf dieser sicheren, als auf der von Ugron so berückend geschilderten, aber unreellen Basis förderte.
Ugron habe viele Einwände gegen den Dreibund und Deutschland vorgebracht und hieran die Bemerkung geknüpft, dass wir uns von Deutschland ausnützen lassen und dass der Dreibund unseren Interessen nicht entspreche (Bewegung auf der äußersten Linken). Hierauf erwidere Redner, dass die Regierung und die Majorität des Parlamentes sich stets zur Auffassung bekannt hat, dass der Dreibund sowohl für Ungarn als wie für die Monarchie vortheilhaft sei.
Der Dreibund, dieser Friedensbund p»r ox> oslionoo, ist in hervorragender Weise geeignet, die Interessen der Monarchie und Ungarns zu sichern, go eigneter als eine andere Allianz. Es ist absolut unrichtig, dass der Dreibund nur den Interessen Deutschlands dient und dass Deutschland uns gewissermaßen nur aus Gnade in denselben aufnahm. Dieser Bund ist ein Bund der gleichgestellten paritätischen Interessen
in der Weise, dass jeder Compaciscent entsprechend seinem Eigengewichte an der Parität theilnimmt. Der Dreibund ist nicht nur im Interesse Oesterreich-Ungarns, sondern auch im Interesse Deutschlands gelegen; Interessengegensätze bestehen leine und werden in absehbarer Zeit auch nicht bestehen. In dieser Interessengemeinschaft liege die Kraft und Existenzberechtigung des Bundes. (Lebhafter Beifall rechts) Ist etwa dieses Bündnis schuld daran, dass wir, was die überseeischen Beziehungen betrifft, nicht die Rolle spielen wie Deutschland ? Jeder Staat besitzt in der Reihe der Völker eine solche Position und ein solches Gewicht, auf welches er infolge seiner inneren Consolidation Anspruch hat. Meiner Ansicht nach würden wir im Falle eine« Bruches mit unserer letzten Politik weniger Bedeutung in Europa haben, als wie der ungarische Staat und als wie die Monarchie; unter leinen Umständen kann die große Wichtigkeit dieses Bündnisses in Frage gestellt werden. Selbst im Falle, als sich die Idee Ugrons verwirklichen würde und wir uns auf die Basis der Personalunion stellen würden, selbst in diesem Falle könnte man es nicht ignorieren, dass ein auf gegen« seitiger Unterstützung beruhendes Verhältnis mit Deutsch, land unseren Interessen am besten entspricht. Der Vorwurf Ugrons ist ungerechtfertigt, dafs Ungarn Deutsch, land und dem deutschen Capitale zuliebe sich gegenüber Capitalien englischen oder französischen Ursprunges unfreundlich verhalten habe.
Dem Abgeordneten Molnar gegenüber, der feine Klagen über Härte der Verwaltung wiederholt hatte, führt der Ministerpräsident an der Hand von Daten aus, dafs er in allen angeführten Fällen radicale und rasche Abhilfe geschaffen habe. Er müsse im übrigen die Art und Weise Molnars, vage Beschuldigungen zu erheben, zurückweisen. (Langer, anhaltender Beifall und Eljenrufe rechts und links. Rufe: «Abstimmenl» Lärm.)
Die Debatte wird geschlossen und die Indemni« tätsvorlage als Grundlage der Specialdebatte an« genommen.
Politische Uebersicht.
Laibach . 14. December.
In der «Narodna Politila» wird die Stellung des conservative« Adels zu dm czechischen Abgeordneten besprochen. Das
Feuilleton.
Ein lieber Junge.
Von Union Tschechow.
^ Iwan Iwanitsch Laplin, ein junger Mann von Mnehmem Aeuhern, und Anna Semjonowna Zam-„Ma, ein junges Mädchen mit niedlichem Stumpf« ?'chen, stiegen die steile Böschung des Flussufers l "ab und setzten sich dort auf die Aanl. Die Ban! stand z,?t am Wasser inmitten des dichtesten Buschwerks !""8er Weiden, ein herrliches Plätzchen l Man konnte ." s'tzen, verborgen vor der Welt, und wurde nur °l? be" Fischen und Wasserspinnen gesehen, welche senden Blitzen gleich über das Wasser huschten. U lungen Leute waren mit Angelruthen, Handnetzen, „Mchen mit Regenwürmern und anderen Erforder-N ?! lür den Fischfang ausgerüstet. Nachdem sie sich
^ hatten, begannen sie unvcrweilt zu angeln, k 'Ich bin glücklich, dass wir endlich allem sind», in 3 ^aptin das Schweigen, nachdem er sich vorsichtig s" der Runde umgesehen hatte. «Ich muss Ihnen mel U ", Anna Semjonowna. Ich habe Ihnen sehr mel zu H- Als ich Sie das erstemal sah - bel Ihnen « " - da habe ich begriffen, wozu ich lebe, ver-Vl"' welches mein Ziel ist, daS ich mtt emsiger, ^lcher Arbeit zu erreichen hoste. - Es muss da Ne^nz gewaltiger Kerl anbeißen. - Als ich Sie lKn. liebte ich zum erstenmale, liebte mit Leiden. U . Warten Sie noch mit dem Ziehen; er muss i^f, besser anbeißen. - Saaen Sie mir. Theuerste.
^ "H« Tie an. ob ich hofftn dars. mcht auf Ihre
Gegenliebe, ich bin derselben nicht würdig und wage gar nicht daran zu denken, sondern, ob ich hoffen darf auf . . > Jetzt zlchen Siel»
Anna Semjonowna hob die Hand mit der Angelruthe, fchnellte diese in die Höhe und stieß einen leisen Schrei auS. In der Luft erglänzte silberweiß und grün
ein Fisch.
«Ein Barsch! Nur schnell! Ah ... mein Gott, er hat sich losgerissen!»
So war es auch. Der Barsch hatte sich von der Angel befreit, strebte in weiten Sprüngen durch das Gras seinem heimischen Elemente zu, und .... verschwand im Wasser.
Aus der gemeinsamen Jagd nach dem Fische hatte Laplin ganz zufällig Anna Semjonownas Hand erfafst und ebenso zufällig seine Lippen darauf gedrückt. Sie wollte ihm die Hand entziehen, doch da war es bereits zu spät, denn ganz zufällig fanden sich die Lippen der beiden und vereinten sich zu einem Kusse. Das war völlig unerwartet und absichtslos geschehen. Diesem eii-en Kusse folgte ein zweiter, vielleicht noch mehrere, dann Liebesvcrsicherungen, Schwüre. Glückliche Augenblicke! Auf dieser Erde gibt es indessen lein voll-kommenes Glück. So war es auch in diesem Falle. Ihre Blicke wendeten sich dem Flusse zu, und sie erstarrten. Im Wasser, das ihm über die halbe Brust reichte, stand ein Junge. Es war Kolja, ein Schüler des Gymnasiums und der Bruder Anna Semjonownas, Er stand im Wasser, betrachtete die beiden und lächelte boshaft.
«Ah .... ihr küsst euch?» sagte er. «Das ist ja recht nett! ... Ich werde es Mama sagen!»
l55„ ^ ^' dass Sie als zunger Mann von
Ehre . .» stammelte Laplln verwirrt. «Zuträaereien
sind erbärmlich, niedrig und gemein. Ich seh" allo
voraus, dass Sie als anständiger junger Mann .
«Geben Sie mir einen Rubel, und ich will
chweigen»^ sagte der anständige junge Mann, «sonst
'^°^'! b<°"l einen Rubel aus der Tasche und reichte ihn Kol,a. Dieser hielt den Rubel in der zur Faust geballten Hand fest, stieß einen langgezogenen Pftff aus der se.ner Befriedigung Ausdruck ^eb n N sich Kt"3 nichr. ^ zurückgebliebene °Paar
c. l?? "5^" Tage brachte Laplin aus der Stadt ftlr Kcha Farben und einen Spielball mit, und die Schwester gab ,hm alle ihre Pillenschachteln. Dann mu ste man ,hm auch Manchettenlnöpse mit Hunde-köpfen darauf zum Geschenke machen, weil er solche wünschte. Dies ließ sich der liebe Junge ganz gerne gefallen. "
Um aber noch mehr zu bekommen, verleate er sich auss Beobachten. Wo Laplin und Anna <^mjc> nowna waren dort war auch er. Nicht einen Auaen. blick lieh er sie allein. "
«Der Schlingel!» knirschte Lapkin wüthend mit den Zahnen. .So klem und schon em so großer Böse. "'^>V ^>l°"" und soll je aus ihm werden? .
Wahrend des ganzen Monats Juni lieh Kolja die unglücklichen Liebenden ihres Lebens nicht srob ?". "^ drohte fuhr zu beobachten fort und sor. wte Geschenke; alles war ihm zu wenig, und zum Schlüsse machte er ogar Anspielungen au, eine T°,A"
Laibacher Zeitung Nr. 287. 2380 15. December 1900.^
Blatt ist bemüht, den Eindruck abzuschwächen, welchen die Nichtunterfertigung d.'s Antrag s des Abg. Dvorak durch den Großgrundbesitz bei den Czechen hervorgerufen hat. Das Blatt verweist auf das Vorgehen des Adels in der letzten Zeit. namentlich auf dessen Verhalten während der czechischen Obstruction, und auf die beiden letzten Rcden des Fürsten Loblowitz und sagt, es sei kein Grund zur Befürchtung, dass der conservative Adel seinen bisherigen Standpunkt ver» lassen werde. Alle Hoffnungen, welche man auf gegnerischer Seite aus dem Mangel der Unterschriften der Großgrundbesitzer auf dem Antrage Dvorak ziehe, werden sich als nichtig erweisen.
Der in der Drey fus«Affaire vielgenannte Oberstlieutenant Picquart hat in Hinblick auf die bevorstehende Abstimmung über die Amnestie-Vorlage ein Schreiben an die Deputierten gerichtet, in dem er mit allen ihm zugebote stehenden Kräften gegen seine Amnestierung protestiert. Nach dem Geständnisse Henrys, schreibt Picquart, sind von allen gegen seine Person gerichteten Beschwerden nur zwei nebensächliche Thatsachen geblieben: die Affaire Boullot und die Geschichte mit den Brieftauben, die in keiner Beziehung zu dem Dreyfus-Handel stehen. Der Cassa« tionshof hätte mit Entscheidung vom 3. März 1899 diese Angelegenheiten von den anderen geschieden, und bilden daher diese angeblichen Vergehen nur den Vor« wand, ihn (Picquart) in die Amnestierung aller mit der Dreyfus - Affaire in Verbindung stehenden That« fachen einzubeziehen, wodurch er schwer geschädigt werden würde. Unmöglich, schließt Picquart sein Schreiben, kann das höhere Interesse der Republik mit den höheren Interessen der Justiz und des Rechtes im Widersprüche stehen. Sie sind untrennbar, und wenn die Republik in den letzten Jahren Prüfungen zu überstehen hatte, die sie gefährdeten, fo geschah das deshalb, weil die zu ihrer Vertheidigung Berufenen das Unrecht begiengen, anzunehmen, sie könnten sich derselben Aushilfsmittel bedienen, für welche die anderen Regimes nur zu zahlreiche Vorbilder geliefert haben.
Aus Madrid schreibt man, dass die spanisch-marokkanische Commission die Arbeiten zur Grenzbestimmung für die spanischen Besitzungen bei Ceuta beendet hat und dass hiebei den vom spanischen Gesandten Ojeda geltend gemachten Recla-mationen vollständig Rechnung getragen wurde. Das Zusammenwirken der beiderseitigen Vertreter habe zu einem Austausche von Höflichkeiten und aufrichtigen Erklärungen Nnlass gegeben, welche nicht ohne Wirkung auf die weitere Erhaltung der freundlichen Beziehungen zwischen den beiden Ländern bleibün dürften. Die maroklanifchen Mitglieder der erwähnten Com» mission haben sich behufs Berichterstattung an den Sultan nach Fez begeben.
In Portugal sind vor einigen Tagen zwei Aenderungen im Cabinet erfolgt, über deren Ursachen erst jetzt nähere Berichte vorliegen. Finanzminister d'Andrade hatte durch seine Resormvorschläge, die eine gerechtere, gleichmäßigere Vertheilung der Steuern bezweckten, in einflussreichen Kreisen Miss« stimmung erweckt, die sich noch steigerte, als er auch die Staatsbank umgestalten und ihren Wirkungskreis auf die Colonien ausdehnen wollte. Da er auch im Ministerrathe bei feinen Plänen auf Widerstand stieß,
reichte er seine Entlassung ein und erhielt in Fernando Mattozzo einen Nachfolger. Gleichzeitig schied auch der Minister für öffentliche Arbeiten Pereira dos Santos wegen Kränklichkeit aus dem Amte, und an seine Stelle trat der Chefingenieur der portugiesischen Nordbahn Manoel Vargas.
In den Vereinigten Staaten Amerikas machen sich bezüglich des Baues des Nicaragua Can ales gegenwärtig zwei Strömungen geltend. Die eine, an Zahl schwächere, an Einfluss jedoch stärkere Partei, die seit dem Kriege mit Spanien Sympathien für England hat, möchte den Canal auf Grundlaa/ eines anglo-amerikanischen Einvernehmens bauen, wäh» rend die andere Partei ihn auf die Basis von internationalen Verträgen zu stellen und eventuell ohne Englands Zustimmung ausgeführt zu sehen wünscht. Dieser Gegensatz zeigte sich auch ii, der Debatte, die am verflossene« Samstag im Senate über den sogenannten Hay Pauncefote« Vertrag abgefühtt wurde, fo dafs amerikanische Blätter schon jetzt der Meinung sind, der genannte Vertrag werde in der Volksvertretung zu Falle kommen.
Tagesneuigleiten.
— (Eine hübsche Geschichte) ist dem Prinzen Rupprecht vonNaiern passiert, der sich als Iagdgast des Freiherrn Gottfried von Roten han in der Heubacher Gemarkung befand. Prinz Ruftprecht schoss ausgezeichnet: eine Anzahl Hasen, das einzige Reh der Strecke, ein Nebhuhn, einen Nusshäher und einen Grünspecht. Dies alles sah ein Treiber von Nentweins-dorf, der sogenannte «Waffelschmied», mit an und platzte plötzlich heraus: «Ihra Majestät, Si sinn a rachter Räuber. Sie schießen olles zamm. Sie hält'n nei auf China g'hört!» Prinz Rupprecht lachte tüchtig und sagte, auf den Scherz eingehend, im unverfälschten fränkischen
> Dialect: «Ja, sie ham mich net gabrauch' könn'!» worüber noch mehr gelacht wurde, als über die Rede des Treibers.
! — (Wer war der erste Radfahrer?) Dr. I. Menrad fchreibt den «M. N N.»: Es handelt sich um leinen Kalauer, wie er aus dem bekannten Ovid-
Verse gemacht Worden ist: »i rot» äofuerit, tu poäe e»rp«
'viaill (fehlet Dir etwa ein Rad s-Wagens mache zu Fuß dann den Weg!) — sondern um eine ernsthaste Anekdote, die, bei einem alten Autor vergraben, noch von ' niemand ans Licht gezogen wurde. Der römische Schriftsteller Hyginus, Freigelassener und Bibliothekar des Augustus, hat außer Fabeln auch vier Bücher über ^Astronomie, d. h. über Bedeutung und Entstehung von ! Sternbildern und »sagen, hinterlassen. Er berichtet über ! Triptolemus, dem die Griechen in Verbindung mit Ceres die Verbreitung des Ackerbaues zuschrieben, folgende interessante Notiz (Vuch II, Cap. 14): «Ceres hieß ihn, der zuerst sich eines einzigen Rades bedient haben soll, um im Laufe rascher vorwärts zu kommen (<^>li primu» Iw-
miillim uu» rat» älLltur U3!l» nu eursu morki'Ltur),
Getreidelörner überall vertheilen.' Natürlich handelt es sich hier ebenso um ein griechisches Phantasiegebllde, wie bei der Flugmaschine des seligen Dädalus. Aber es ist doch denkwürdig, dass der weitschauende hellenische Geist, der auch auf technischem Gebiete manches Staunenswerte geleistet hat, sich mit der Idee des Fahrrades allen Ernstes beschäftigte!
— (Eine heldenhafte Spanierin.) Wie man aus Madrid schreibt, gibt sich dort gegenwärtig warme Theilnahme für das Schicksal einer Frau kund, die sich in den letzten Kämpfen der Spanier auf den Philippinen geradezu als Heldin bewährt hat. Es ist dies die Witwe nach dem Lieutenant Briceno Anwtegul, der, nachdem er sich in Silang mit einer kleinen Truppe gegenüber einem numerisch weit überlegenen Gegner mshrere Tage lang gehalten hatte, gefallen ist. Seine junge Frau, die sich an seiner Seite befand und während der Kämpfe mehrfache Schuss- und Hiebwunden erhielt, fand dann bei einem mitleidigen Philippiner Zuflucht. Später wurde sie, da sie einem tagalischen Priester, der Zpanien in ihrer Gegenwart geschmäht hatte, ins Gesicht schlua, zum Tode verurtheilt und sollte erschossen werden. Es gelang ihr jedoch, sich zu flüchten, und nach M>' beschwerlichem und gefahrvollem Umherirren konnte sie in ihr Vaterland zurücklehren. Es besteht nun die Absicht, der von allen Mitteln entblößten heldenhaften jung" Frau, deren Leib narbenbedeckt ist, eine außerordentliche Staatspension zu erwirken. Die Infantin Donna Isabella sowie der Kriegsminister bekunden für die Witwe Nriceno die lebhafteste Theilnahme, und es ist nicht ZU bezweifeln, dass die Cortes ihr die zu verlangende Pension bewilligen werden.
— (Die guten Freunde.) In Paris stiege« vor einigen Tagen in einem Hotel der Rue de Vleul" Colombier zwei elegante Herren ab, von denen sich einer als Varon v. Elloff, Major in der deutschen Armee, u"0 der andere als Sen nor Salles y Gardor, Major in del spanischen Armee, in das Fremdenbuch einschrieben. Slt schlössen sich bald einander an und führten unter achwn^ vollem Schweigen der anderen Hotelgäste eingehende nm»" tärische Unterhaltungen. Am Montag erschien nun der Deutsche auf dem Polizeicommissariat und strengte eme Klage an, weil ihm 4000 Francs aus seiner ReisetaM entwendet worden seien. Er machte auch seinem sp""^ Kameraden von diesem Diebstahle Mittheilung, der M slinerseits erklärte, dass auch er bestohlen worden p' Der angebliche Varon v. Elloff forderte darauf den edlen Granden auf, die Sache gleichfalls bei der Polizei i" Anzeige zu bringen. Iu diesem Zwecke begaben sich be» zusammen in das Commissariat. Der PolizeicommM fand ihre Bekundungen rccht eigenartig und ließ k'. Untersuchung über ole beiden Fremden eröffnen. Aur^ geschicktes Ausfragen aller beider und discrete M^ forschungen gelang es ihm schließlich, die «Majors' ^ dem Geständnisse zu bringen, dass sie sich gegenseitig 77 bestohlen hätten. Der angebliche Clloff ist ein öster«»^ scher, der Sennor Salles y Gardor ein levantlniia? Abenteurer. Um ihr schönes Freundschaftsverhältnis "^ zu stören, wurden beide zusammen in das Depot über»«? ,
— (Ein heldenhafter Hund.) Vor elnl^ Tagen wurde ein Hund, der in Afrika eine große l« gespielt hat, in London mit großen Ehren vom «AM nach der Stadt transportiert. Der Hund hat way« der Belagerung von Mafeking die Hammel- und ^ Herden in musterhafter Weise gesührt und zusa«""^ gehalten und sich so als echter Held erwiesen. Um Hund vor den feindlichen Kugeln zu fchühen, hatten v die Soldaten einen Panzer aus Eisen und Kupfelpl" verfertigt.
uhr. Was wollte man thun? Wohl oder übel musste man ihm eine Uhr, wenn auch nicht geben, doch wenigstens versprechen.
Einmal nach Tische, als Waffeln aufgetragen worden waren, fieng er plötzlich zu kichern an, blinzelte listig mit einem Auge und fragte Laplin: «Soll ich e« fagen... Wie?»
Laplin wurde purpurroth und biss statt in die Waffel in feine Serviette. Anna Semjonowna fprang vom Tifche auf und lief in ein anderes Zimmer.
In dieser Lage befanden sich die jungen Leute bis Ende August, bis zu dem Tage, an welchem Lapkin in aller Form um Anna Semjonownas Hand warb. War das ein schöner, glücklicher Tag l Nachdem Lapkin mit den Eltern seiner Braut gesprochen und deren Einwilligung erhalten halte, eilte er in den Garten, um Kolja zu suchen. Als er ihn gefunden, fehlte nicht viel, und er hätte vor Freude geweint. Er fasste den lieben Jungen an einem Ohre. In diesem Augenblicke kam Anna Semjonowna herbeigelaufen, die gleichfalls Kolja fuchte, und bemächtigte sich seines anderen Ohres. Man hätte sehen sollen, wie freudig die Gesichter der beiden Liebenden strahlten, als Kolja zu weinen anfieng und bat: «Meine Guten, Besten, Theuersten, ich werde es nicht thun.. . werde nichts sagen . . . Verzeiht mir ... au, au l»
Die beiden waren es sich bewusst und haben es Pater einander gestanden, dass sie während der Zeit. l«t sie sich liebten, kein solches Glück, leine so un-getrübte Freude empfunden hatten wie in dem Augenblicke, als sie in süßer Uebereinstimmung der Seelen den Ueven Jungen beutelten.
Mohanrnreö Müllers Mandat.
"S^ßeN dem Viersalon aus wiederum weiter durch die ^.^c-schlendernd, blieb ich vor der Auslage emes " ^ ladens stehen und trat dann in den Laden P^ ^ um aus reiner Langweile irgend ein llemes laufen. ^„,e bie
Ich fragte die fehr HMche juM D^ h„ hinter dem Ladentische stand, ob vielleicht "M»" ^„, am Triefee belegenen Sägemühlen vorhano ^ einerlei, in welcher Ausführung. Ich that 0^ u^ eigentlich nur. um überhaupt etwas z" s"ge>- sich bestimmte Absicht verband ich damit "Ht, " ghlett natürlich auch meine Gedanken mit den «?au beschäftigten. . . ^ "^
Die junge Dame warf mir, me »cy , ^ hM bemerkte, einen prüfenden Blick zu und emgeu ^Me, in verbindlich artiger Weise und mit elnei ^: die angmehm und sympathisch an mem ^ ^ ^oN-
«Gewiss, Sir, sogar ein recht Mm""^-gierlcs Album photographischer Aufnahmen " am Cries«. Hier ist es.»
Ich blätterte in dem Mum.
Laibacher Zeitung Vtr. 287.______________________________________2381______________ 15- December 1900.
Theater, Kunst und Literatur.
— (Das Wiener Goethe-Denlmal.) heute mittags findet in Wien in Anwesenheit Seiner Majestät des Kaisers, sämmtlicher Mitglieder des Herrscherhauses, aller Minister und Hofwürdenträger die Enthüllung des Goethe-Denkmals am Ausgange der Vlbrechtgasse auf den Ring statt. Auf persönliche An« ordnung des Monarchen wird sich die Enthüllung be-londers festlich gestalten. Der Monarch hat den Wunsch geäußert, dass alle Functionäre bei diefer Feier im Frack «scheinen. Unter den fremden Ehrengästen werden sich befinden die Vertreter der czechischen und ungarischen Akademie der Wissenschaften, ferner Professor Erich Schmidt von der Goethe-Gefellschaft in Weimar, zwei «ertreter des deutschen Hochstiftes in Frankfurt a. M., ber Director der Londoner Goethe-Gesellschaft lc. Seine Majestät der Kaiser hat dem Schöpfer des Goethe« Denkmals Professor Helm er, das Comthurlreuz des 3ranz Iosef'Ordens verliehen. Die gleiche Auszeichnung "hielt auch der Director des Goethe-Mufeums in Weimar.
— (Aus der deutschen Theaterlanzlei.) beute gelangt die Müller'sche Operette 'Der Hofnarr», kezt von Julius Vauer, zur Aufführung. Bei der hohen ^elieblheit dieses Werkes dürste dasselbe gewiss auch herein zahlreiches Publicum finden, umsomchr, als die Operette seit Wochen aufs sorgfältigste vorbereitet wird ""d ganz neu in Scene gesetzt ist. Die Hauptrollen werden von den Damen Frau Wolf-Selehly, Frau-ein Eckerth/Fräulein Kittel und Fräulein Vurg Wie den Herren Pistol, Rochell und Schiller llesplelt. Ueberdies ist nahezu das ganze Perfonal in Oberen und kleineren Rollen beschäftigt. — Für Montag «ht das beliebte Lustspiel «Comtesse Guckerl» von Schön-Mn und ttopell-Ellfeld am Repertoire. — Splelplan für ^ übrigen Tage der kommenden Woche: Mittwoch «Der Alobecandidat», Freitag «Gasparone» und Sonntag «Die Huppe».
2 — (Ein neues Nationaltheater in "«ba pest.) Aus Budapest wirb gemeldet: Der Minister ^ Innern hat beschlossen, an Stelle be« alten ein neues Atlonaltheater mit einem Kostenaufwande von fünf "Mionen Kronen errichten zu lassen. Mit dem Baue foll "N Sommer begonnen werden.
^- (Das jüngste Conservatoriums-"ncert in Prag) war, wie wir in der «Neuen «Malischen Presse» lesen, wieder eine Probe von der fMn Leistungsfähigkeit der Prager Musikhochschule, ""«r anderem kam Beethovens 5 äur Elavierconcert ^ l zur Aufführung. Den Clavierpart hatte Herr Aof. Karl Hoffmeister inne. Die Kritik bezeichnet zNrn Hosfmeister als einen trefflichen Musiler und fein-"""gen. technisch gereiften Pianisten. .„ ""('In Liebes ban den».) Nach Balins japa-Mem Roman «Kumona Tayema Ama Yo No Tfuli» ck« ^" ^lner regnerischen Nacht durch einen Wollenriß Anende Mond) mit Autorisation ins Deutsche über-,"gen hy„ H^z Werner. Preis geheftet 1 k 80 l>. jUUgart, Deutsche VerlagSanstalt.) — Gin echter japa-l^" Originalroman, au« der Ursprache ins Deutsche ^ 'Kennen Sie die Mühlen vielleicht aus eigener hin^"""6' Miss?, warf ich fragend in der Absicht ?"' dle Dame zu einer kleinen Unterhaltung mit mir ^"locken, da der Eindruck, den fowohl ihre Per-bock -" °ls auch ihre zwar geschäftsmäßige, aber Un? ^ederum durchaus feine und ladylike ganze Art da,,, "se. sich zu geben, auf mich machte, mich felbst di^ verlockte, war am Ende auch nur der Wunsch,
lu«lo5 »»or»
in der 3o»nkir Reiches.
Madrid, 14. December. Nach einer sA^ ^ Debatte über die Eheschließung der P"H '^ des Asturien nimmt die Kammer die Verhandlung ^, Gesetzentwurfes, betreffend das Ueberemlon" ^l den Inhabern der äußeren Schuld, auf «no M« den Gesetzentwurf des Deputierten B"°" «nonB" glaubt, die Regierungsvorlage werde heute an» »«den.
Laibacher Zeitung Nr. 287.___________________________________2383__________________________ , 5 December 1900.
Angekommene Fremde.
Hotel Grajzcr.
h, Nm 15. December. Slolfa, Casütier, Sesana. —
M Holzhändler. Wiillan bei Cilli. — Holmann. Inspector;
Mer. Kfm.. Ora^. — Pibroy, Collant. «osego, Evaruso. gad»
!7,' Vattistelli, NaM. Aaostini. Tedelchi, Kaufleute; Penca,
l Mt, trieft. — Provisani. Nefurale. Kaufleute, Udine. —
Ml, Piivat, Tuhcl — Degbeni. Kfm, Uaibach. - Schlosser.
^-. Prag. — Nalhauser, Oberingenieuc, Ungarn. — Hödl,
.»llmiister; Nurgstaller. Vrückenmcister. Villach. — Herde,
z°M«, Kaufleute, Innerlrain. - Millus, Kfm.. Görz. -
^. Nfm., Vrünn. — Fleischer. Mm,, Wien. >
Hotel Elefant.
^ Am 14. December, v. Moline, Privat, Neumarltl. — öl"' ^- u- l. Oberst. Klagcnfurt. — Km'stely, Besitzer, Ober-°!°« ^ Hoffmann. Privat; striinzel, Kohn. Harlnig, Breu» !tz""' iiengi,el, Brand. Manner. Mordo, Frirdmann; Roth. tzH Schwarz. Blau. Me,. Wien. — Orundner. Privat; ^">rt. Ltempler. Mnistro. Laher. «edner. Kflte., Trieft. — ^«/ Ianos. f, Frau. Kleinberaer, Kflte.. Budapest. — Schwartz, Ü^Kflte,, Gr-Kcinizsa.
Verstorbene.
^^" ^. December. Maria Lampiö, Köchin. 52 I., ,,^N 6. c^seinnmk u»l>ri. — Maria Pajsar, Fabrilsarbei« ' " I., Ieran-Gasse b. Tuberculofe.
Im Civilspitale.
bl c^«Ül l 1. December. Katharina Cerl. Taglühnerln, ^< Marasmus. — Urfula äiler. Inwohnerin, bil I., ?»-'"» intest, et vikrr»w««l eicklr.
Im Siechenhaufe.
!.!^m iz. December. Peter Ienlo, Inwohner, 80 I., ^^",U8 Laußi-kßnk «en. p^ä. ,. H.mme>. ^ß
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Bei Kinderkrankheiten,
welche so häufig säuretilgende Mittel erfordern,
wird von ärztlicher Seite als wegen seiner milden
Wirkung hiefür besonders geeignet:
mit Vorliebe verordnet: bei MapenHÜure. Scro-pheln, Rhadiitis, Drüsenanschwellungen us. w., ebenso bei Katarrhen der Luftröhre und Keuchhusten. (Hofrath von Löschners Monographie über (IV) Giesshübl-Sauerbrunn.) (431) 3 .
Niederlage bei Herrn Michael Kastner und Feter LaBsnik in Laibach.
Ursprungsort: Uiesshübl -bauerbrunn, Eisenbahnstation.
Cnr- und Wasserheilanstalt bei Karlsbad. Prospecte gratia
and franco.
(>z«c^MiöVH-i^
Eingesendet.
^n jünaster Zeit verfielen einige hiesige Ollstwirte wegen Vrantweinschanles einer Äbstrasung durch den löbl. Stadt» maaistrat obwohl dieselben sich auswiesen, dass sie die bezügliche Tare beim l I, Hauptstcueramte entrichteten.
Ob dieser behördlicherseits auferleglen Strafe wurde die ge< fertigte Genossenschaft verdächtigt, es ^i die betreffende Anzeige von ihr erstattet worden, bezw. sie habe dlese Nbstrafung ver«
°"^ll,n allen derar und fein, j^W^ JH* W^^^x^
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Nach Wabl: 1 ) Wirncr Wasssssl von F Winter, L) Wi'nei iMichfrmadel von I, Hrnmrrle, » i Vlllgrnds Bub«'!! von I, Sirala, 4> V Ilanmr vo» I, v, Schwarzrnfrld, ü ) ^ivr Sist^s iirppslm ier t>o» W, Hnmpc!, K) Fiv^ Ä7or! 7 ) »iadla!)rfr? ssrsüde» von I. Panrr, «,) Tchü^hl,»«! a»! ds», Patschirluscl vmi Vl, Hlalmlll, 9,) T>i> Nlilnsmrdaillf von R Schäffrr, 10,i Lrrichlachl bei i.'is« »cue V>lr>srb»ch vo,> I. Kozcll,, 1!j) Drr Kallstriiiliruch von O, v, ttlmpf. 14,) Wn« gibl's Neues von k, Be»e!ch. (428^ lN—^>
Veterln -dlätetliohe« Mittel für Pferde, Horn vleh und Sohafe. Seit 50 Jahren in den meistfj» Stallungen im G^braucli hei Mangel an Fresolust, schlechter Verdauung, zur Verbesserung der Milch und Vermehrung der Milchergiebigkeit der Kühe. Preis: «/, Schachtel K I 40, '/, Schachtel 70 h. Echt nur mit obiger Schutzmarke zu beziehen in allen Apotheken (1648) und Droguerien. Haupt-Depot: 20—12
Franz JToli. KAviascln,
k. u. k.Ö8t.-ung., königl. rumän. u. füretI. bulg. Hoflieferant KREISAPOTHEKER. KORNEUBURG bei WIEN.
Tieferschüttert geben wir Nachricht, ba^s unser innigstgellebteS Tüchterchen
Stefanie
im zarten Älter von 3 Jahren heule verschieden ist.
Das Begräbnis findet morgen, den 16. December,
um 4. Uhr nachmittags jvon der Todtenlapelle aus statt.
Laib ach am 15. December 1900. (4674) Familie Beb«.
Lmbacher gnwny Nr. 287 2384 15. December 1900^
Course an der Wiener Börse vom 14. December 19l)9. ««ch d«« oMellen «our^a««.
Die notiertm lourse verstehen sich in Kronenwährun«. Dle Notlerun« sämmtlicher «ctien und der »Diversen Lose» versteht sich per Etücl. ^
Allgemein, Klaalsschuld. ""d «»«
«inheltl. Rente in «oten Mal»
siuvember p, «, 4 2" „ . . . 98 35 8» 5s
ln?«ol,ssebr, Nu« pi.C.4»»/, 98^0 »8 4»
„Lllb Iän..I»li pr,«.4»"/« 98„. 9» 2»
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1»«0er ,. «X) ft. 4°/» i85 ,85 ?,
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»8»4«r „ 100 fl. . i!»8 50 zoci l>0
blo, ,, 50 fi. . . ,98 i>o 20 , zu
Vo«.»Pfandbr, ^ 1»N ss. 5°/, . zgg ,5 ,99 z,.
zlaat»schuld del im Klich«»
rnlh» n»rtr»l»n»n Hänig«
reich» und zander.
Oefterr «olbrente. stfr., INNfl.,
p« «asl».....4°/„ i,8 40«1»»o
dto Rente in ldronenwHhr., ftsr.,
per «asia . . 4°/„ 98 50 88 70
dto. dto dto. per Ultimo 4°/, 9» 4z «, 8,1 Vefterr.Inveftit<«n».««nt« .ftsr..
V«r «alia »'/,"/„ »405 84^^
Eiln»d«>,»«ta«»»lldulb»er' lchrelbn»«e».
»Ilwbethdahn ln «.. steuerfrei,
zu «4,00« Kronen . 4-/, 111-75 11« 25 Dranz - Joses' «ahn in Tllber
(dlv 2t.) 5'/.°/,, 119 50 18« »0
«ubolttbahn ln ltronenmHhr.
steuerfrei (dw Gt) , ,4»/, 94 «a 9» «0 Vurarlbergbahn ln KronenloHhr.
steuei^r 4 ^» «»«e»t»». <«le«».'»«/„...... 115-60 114 »0
«tlllabethbahn, 400 u. «U0U M.
4°/„........ 11»— 11« b«
.>ranz Joses««.. Em. !8»4. (dlv.
3t.) Ollb.. 4°/. , . St»'4» W 40 «alizliche «ail«Ludnlg»«ahn,
(dlv, Ol) sill,. 4°/. , 84«0 »K4« «orarlbera« «ahn. »m. »»84
(dlu. Et.) Gill,.. »°/, . . . 9Ü — S5 70
ztaat,schuld der z«nd«l der ungarischen Krone.
4°/„ UN«. Volbrenle per «affe . 1«? — ll? «n
dto. bto, per Ultimo , 11? ll? «u 4«/» dto. Rente ln »ronenwähr.,
steuerfrei, per »assa . . . 92-^5 92 »k>
4° ° dtu. dto, dt« per Ultimo . 9« «5 8»! llb
Ung. Ot.«« dtl> Olaat«°l)bli«. (Un«. vftb.)
U. g, 187«....... 1,7 KO ,,8-
dto. Kchantie,lll-«blö!.
dto Pram..«, ^loosl, —«oa«tr. <> <«7 üN
dtu, dto, k bN sl. —900«r. is« .v> in? k»c>
Ihei^Ntg.'L«se 4° „ . . ,88 3"'40 3>
4»/» ul^zar. VrundtnU,«Oblig. 9140 -»4^
4»/« lroat. und Illlnml. dett» 9» b
Ander« Hssenli. Anlehen.
»°,» Dl»!,au'«ea.'0 8»-^0
bto, bto (1«88) , , . . 95- 85 W
OörlebauNnlehen, «rl<>»b. »°/„ ion'50 >ui »0
4°. lfi-llin,'- Lande« «nleben 9?»«> - -
«eld Ware Pfandbrief» »tl,
«odcr. alla.eft.in K0I.verl.4»,, 98 75 94 75
N>ofterr,2ande«'Ht»p.'«nft,4»/„ 9SS0 87-6» O«N.»unu. Van! 40>/^«hr, veil.
4«,„........ 98 — 89 -
dto. bto. »0aicaffe.l.°st.,«N3.,v«l.4<>/, 98«5 99«t>
Gis»nbahn»Iri«rltzl»« Gbligationen.
F«dlnllnd«Mordlml,N 9
«iibbahn k 8«/„ verz. IHnn.»Iul< 338'4N 334 4«
dto, k ü°/,..... 118'80 »»0 40
Un«.»gal!z, Nahn..... <04-»5 1«5'»K
4°/, Untlltnlin« Vahnen . 99 bo »00
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(per Truck), «N,l»«i
N»n«zi»»llche L»l«.
Oud»p,°VaftIlc» (Dombau) » ft. «890 «4W
trebitlose 100 fl...... 4'<» 50 4<>!i-5«
Ilarlj'Lllie 4l> sl. «Vl, , , ,41» ,4»
Osener Lose 40 fl..... i»z> 1^5
Palffv-llole 40 fl, «M, , , ,45 14«
>«llth»n^tuz. Otft.»«s.».,»0sl. 45- - 4?
., <> un«, .. „ 5fl, », «z »«»5
«udolph-Lole IN fl..... 59- «I
ölllm-Lose 40 fl..... 179- <8>
Zt, Venoll-Lol« 40 fl. . , , ««3-—»05 50
«albfteinLolt »0 fl. . . . —— — «ewinstfch. b. »»/1, Pr.-Gchulbv,
d Vobencrebiwnft, Vm, 1889 «'— 51 -
UciluaHe? iios, l» — »»--
»eld War,
«etien.
Hran»P»ri»Ant»»» nehmnngen.
«ufflg.!epl. Elsenb. 500 fl. 3100 »115 «au» u. V«trieb»«Vtl. f. »übt
etrakenb, in Wien lit. X . »5» 75 »>i4
bto. bto. dto. U». N . , »45 »46-
Whm. Siordbahn 150 fl. . , 42« 480-
Vujchtiehraber E«. 500 fl. »M, 3"X» 8«««
dto, bto, (lit. »> 200 fl. . 1,»8 11Si Donau > Dllmpsschlffahlt» > Vel,
oetterr.. 500 fl, «M. . 75» - ?6«
D»i «obenbacher «,«« 40ft Kr, «»3 — »-
sserblnaxd« Nordb, l<««»fl,«W «,85 »»«0 Uemb, «lzeroow, Iufsy-ltisenb,
»eselllcha« AX» fl, V. . , 583 - 535 —
Uloyd. vest,. Ti-ieft, 5N0fl.«M 818-8,1
Oeftt«, NorbweNb, »00 fl, N 457' 459
bto. btv, (lit. ll) »00 fl. V 4«5 - 47,
«raa-Duzer «lsenb, 100 fl. abgfl ,7? . 179 50
«taat«t«enbahn »00 fl. O. . ««4 — »«5
Hüdlmhn »W fl. «, , «in - III'
Vüdnorbd, Verb.»«. »00 fl. «M »73 50 375-Irammay V«l, steueWr,. Prir
ritüt« Actien 100 fl. . 19? — 199
Un«.-«ll!.»N0fl. Vilbtf 411- 4l» -
an8-W,Nb.(U»ab°»raz)»0Nfl.V 417 — 418
Wlenn- liocalbnhnen^ct..»«!, — —
z»nk»n.
«n«lo>0tft. Vanl 1»N fl. . «71 — »7» —
Bankverein, Wiener. »00 fl. 4«l> — 4«l«
>Uodcr..2nst.. Oest.. »00 fl. T 885 — 888 Irdl.-«lnft, f. Hand. u,<». IS» fi. — .
dto, bto per Ultimo . «?« 50 873 50
Treditbanl, Ally, un«., »00 sl. «?g »«>
Dtvofilenbanl, «ll«,, »lX» fl, 4»? — 4»8
««comPte-Ves.. Ndröst., 500 fl ,500 1505
«iio'U.Taffenv.,Wiener, »nosl 4»n-- 4»5
HlW»th«tl,..0eN.. »0N<1 30°V« «98 —»00 »5
Uäntxrbanl. vest.. »00 sl. . . «0«'^ "^
0esterr.-un«ar. Vanl. «00 sl. . >"l' »«"
Unlonbanl 20N fl..... """»«—
«erlehribanl. «ll«.. 140 fl. »«5 ' '"
zndullri»'Dnt»l« nehmunz»».
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ln Wien ,00 fl..... '6?- !«»-«
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Ulestngsr Brauerei lNO fl. , . »"' ?I>.-
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