^U0. Freitag, 15. Mai 1903. 122. Jahrgang. Macher Zeitung. ^'»^^"usprlls: M^ " u!« ^>l 4 ^,,„ z,^) ,, ^^^ne per ^ils 1-^ k, l>ri utter?!, Wiebechulunt,.» p<>, ^tilc « k. D>e ,La,bacher Zeitung, erscheint tH«l«ch, mi! U«önal,ine der Sunn- und sseicr, Oprechftniwe!! be,, «edlNIion l>u,i U liiö IU Uhr l'miüiUa^, Unsniüiieile Vliese wrrden »ich! ün^enuiiüxe», Wa»»itliple »lcht z»riiclaes, Amtlicher Teil. °llef^?^ k. und k. Apostolische Majestät geruhten «"Udlgst '" vorleiheil - chej "" ^"lotaliimjm Kalnillo Troll, Sektions-Hitt^' ^uustmunl sür Landesverteidigung, da3 ^-^^ des Leopold-Ordens mit Nachsicht der '^'^"laß der provisorischen Neorganisation d?5 -"Uiist^riums fi^. Landesverteioigung a" ernennen: Äläl,^ Obersten ^anz Prawdik Edlen von ^8M "^'' ^' Status der Offiziere in Lokalanstel h^ ^,!^komplett im Landwehr-Infallterieregi-^>l„ s. 'un Nr, 1< zluu Sektionsckjef im Ministe- '"Lmidesverteidigung: >»^ ^i Qh^teil Viktor Krebs von Stur nl > ^ss^' ^berlomplett ini Generalstabskorps, zuin ^Dberstleutnante: lkyi^bur von Belnay, des Landwehr-Uhlanew 8>^z ' ^l'. 1, bei Neberkomplettsühruna inl No An^^'" Vorstande des Departements IV-«^ llc>n Moss au er, übertomplett im Land-»«t,t>. ^'"nterieregllmmt Pilsen Nr. 7, zum Vor-"^Departements I; ^ Majore: ^°!5 ^alla, des Landwehr °Infanterieregi ^^ '^"luu 3^. 1«;, bei Neberkonlplettführung im z>.! ' Hum Vorstande des Departeiilents VII! -^hr.^f Pista^ek, überloinplett im Land-stl^usclntrrieregiment L^nwerg sir. 1!), zum Vor ^^Departements III; lU^ /^ Erb st ein, des Landwehr - Infanterie-lllig "'^ ^roppau Nr. 15, bei Uebertoiuplettfiih ^>r>lty /^^'gitnent, zum Vorstände des Departe° - °^Ians/'» ^ " azer, inl Status der Offiziere in '"N!^^nents VII- den General-Auditor Gustav Falk zum Vorstände des Departements V; dm Oberstabsarzt erster Klasse Dr. Anton Stenzl zum Vorstande des Departements VI; den Generalintendanten August Ritter K a s ä> n i k von Weinberg zun> Vorstande des Departements X; die Landwehr Obe^'mwndunten erster Kl'asse: Matlhin.s Neichl zum Vorstände des TX'Parto ments X! und Karl N ä d l h a m in e r zum Vorstande des Departements XII in diesen« Ministerium; anzuordnen: die Uebernahme des Oberstleutnants Ferdinand Pirn er Edlen von MarienHort, im Status der Offiziere in Lokalanstellungen, übert'omplett im Landwehr-Infanterieregiment Czernowih Nr. 25 tÄruppenvorsiand im Ministerium für Landesver teidigunc,, auf sein AnsuclM in den Ruhestand und demselben bei diesem Anlasse den Orden der Eiserneu Krone dritter Klasse mit Nachsicht der Taxe zu ver leihen. Seine k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster EntsaKehung vom 10. Mai d. I. den Statthaltereirat der Statthalter« iu Zara Richard Malniö zum Nate des Verwaltungsgerichtshofes allergnädigst zu ernennen geruht. Koerber m. p. Den 12. Mai 1903 wurde in der l. l. Hof. und Staats drullerei das Titelblatt, das chronologische und alphabetische Reperloiium zur böhmischen Ausgabe des Neichsgesehblattcs voui Jahre 1902, sowie das XXIII.. XXX. und XXXI, Stl'ni der polnischen Ausgabe des Reichsgesetzblattes vom Jahre 1903 ausgegeben und versendet. Nach dem Amtsblatte zur «Wiener geitung» vom 13. Mol 1903 (Nr. 109) wurde die Weiterverbreitung solgenber Preß-erzeugnisse verboten: Nr. 5 und 6 «1^» 8ivolu«iouo social«» ddlo. London, 1. und 29. Dezember 1902. 3ir. 74 «1^« r<-vvil n0«I»Ii»t« »nlU'llliißt« » Nr. 36 «Egerer Nachrichten» vom 6. Wonnemonds 1903. Nr. 36 «FalleuauKijuigSberger Voltszeitlina» vom tlteu Wonnemonbs 1W3. Nr. 36 «Neudccker Nachrichten» vom 6. Wonnemonds 1903. Nr. 36 «Graslchcr Nachrichten» vom 6. Wonnemonds 1903. Nr. 33 «Deutsche Voltszcitung. vom 24. April 1903. Nr. 30 «Il»Mm2lli» vom b, Mai 1903. Nichtamtlicher Teil. Die Reise des Königs Eduard. Man schreibt aus London: Es unterliegt keinen« .'Zweifel, daft die jünssste Neise des Uönia.s (lduard ein bedeutsames Kapitel in der neuesten englischen Politil bildet. Sie hat reiche Erfolge getragen, die, ansschliefzlich auf die persönliche C'inwircung des Bönigs znriicl^usühren sind, wie auch der Plan der ganzen lvahrt durchaus seiner Initiative entsprungen ist. (5S hat sich um leine politischen Altionen, m>> leine Abschlüsse von Verträgen oder Allianzen gehandelt, sondern es galt nur allgemein, cilte ^reund^ säMsverhältnisse zu trasligen, vorübergehend ge-störte Beziehungen wieder .umi früheren Stande zu-riuszuführen und neu zu beleben, manche Mißver" ständnisse endgültig zu verscheuchen, die weder in< Iitteresse, des englischen Volkes noch seiner Nachbarn, noch des allgemeinen europäischen Friedens lagen. AN dies ist in vollständig besriedigender Weise er-reicht worden, und es sonnte auch nur auf diese, Weise gelingen, nicht dnrch einen Depescheuwechsel und son-stige diplomatische Mittel gewöhnlicher Art, sondern durch deu Einfluß rein persönlicher Momente. Der Besuch des ilönig^ hat an die Gnps'mdungen der ^ia tionen appelliert; er lr>ußte iu seine^i Antworten auf Adressen und Ansprachen, wie in seinen Reden auss glücklichste den Ton anzuschlageu, der den weitesten Widerhall finden mußte. Das durch Mißverständnisse und Entstellungen herbeigeführte Mißtrauen gegen England ist geschwunden. England steht fortan nicht mehr isoliert, sondern in aufrichtigem, freundfchast-lichem Verhältnisse zu den. anderen europäischen Na tionen. Es ist nur natürlich, daß dieses Verhältnis dort zu einem besonders engen und harmonischen auszubaueu sein wird, wo die geographis«,^ Lage dies im Interesse Großbritanniens begünstigt itnd Feuilleton. Der Klassiker bei Tisch. ^slronomische Slizze von Ht>. L». Oall. D, (Schluh.) ^che/ ^tschc' ^^ ^ ^^ ^^ ^^^ ^^^ °°n ^ °ls rr ift ^ ^5 ^^^. größere Torheit, als ^ den ^"^'beit der Zunge, verächtlich zu sprechen '^^^^agl^ nnt einer gewissen Absicht!ichleit auf ^^ vo, '/^lMa'Mr herunterzuftinlinen. Wenn '? ^ «! ben deutschn, illassikern Gastrosoph war s ^cht^«^ ^^ster Vedeuwng, so doch bestimnü ^r t>^ ^ " eth e. Der böse Leiuuund behauptete !^rat'sr" Christiane Vulpius voruelunlich deshalb >s^/^ zoi'il sie so vorzüglich siir die Bedürfe ^ Ee?s -""«^^ Zu sorgen verstand. Oft klagte die !>"3 S >l ^ ^"^ I"^' ^" fie noch nicht die Mutter 'e Hniti, !^ ^"^ ^^^l' ll"r daran denlen durfte, , ^ Herri Olympiers zu werden, luie schwer ö' ^brntt ^cheimrat seine Zunge" zu befriedigen 5 ^Nti ^"" hatte beftändig zloei Vücher m«f detu ! ^sch"?" Müllers Kochbuch" und „Der elegante ?ll Huotl, c ^ran^ois le Goullou. Iu dem letzteren l" ^r >I '."an die Eiuleitllng gefchrieben haben. ^ sch s^ hat der Hrantfurter Patrizierfohn offen- s^ll fur ^'^^ fugend eine ganz au.sgepräg^ N<-i. V^ndc ^>.^ ""^ "^"^ Regeln der Aesthetik ver^ "> »tat li!"^ b" ^^'^ "^ ^"l ^"^ gelegt. Die ln ^N > r""^ kochte ganz vorzüglich: es mag sl> k ^rn' , ?^ '"cht allein die Lust zum fabulieren, ^ -0lu? ^ ^^' Verständnis fiir ein gutes Gericht llgann "'! ^" Sohn übergegangen ist. Als " "! Leipzig studiertt', vei-sorgte sie ihn jede Woche mit den von ihm so sehr begehrten „Schwartenmagen". Auch in Weimar durfteil diese nicht fehlen. Charlotte von Stein verstand zwar eine verlockende Vrcrtwurst zu bereiten, der sie durch Beimischung von feingehackter Zitronenschale und einem Schusse Wein einen ganz wunderbaren Beigeschmack verlieh. Aber so innig anch das Verhältnis zwischen dein jnngen Staatsmanne und Poeten und seiner geistvollen ssreuudin sein mochte, eine»: Wernmtstropfen enthielt der Becher der Freude darum doch: der Schwartenmagen, den Goethe seinem „Gold", seinem „Engel" bw aufs eiuzelste schilderte, wollte Charlotten nicht gelingen. Am besten aß Goethe, solange Christiane lebte. Später, als seine Schwiegertochter Ottilie das Hauswesen leitete, scheint der Magen des Olympiers nicht gerade, in guten Händen getuesei: zu sein. Freilich saß Frau von Goethe lieber im, Salon am Stickrahmen oder redigierte ihre, Zeitung, „Das Chaos". Sie klagte oft. daß er so mäkele und über das „mise-rabele Essen" in den größten Zorn geraten könne. Da> gegen war Goethe die lchte Zeit seines Lebens in dieser Hinsicht durchaus gut versorgt. Er hielt viel auf Spargel und Blumenkohl, Forellen und Hechte. Aus Leipzig kamen regelmäßig Lerchen, ans Teltow die kleinen märkischen Rüben. Er blieb Gastrosoph bis zum letzten Atemzüge. Den, Tode nahe, bestimmte er noch die einzelneil Gänge, des MittagstisäM, verlangte, zum Frühstück kaltes Geflügel, aß davon und schloß die Augen zum ewigen Schlummer. — Wele der führenden Geister begnügen sich übri gens uicht damit, ihren fertiggestellten Lieblings» gerichten ganz weidlich zuzusprechen — der Volksmund würde sageu: „sie führten eine gute Minge!" — nem, sie traten mich an den .Kochherd und berei-ttten recht und schlecht die Schüsseln selber. De>- ältere Dumas war ein Meister der Kochkunst. Das Werk, das er darüber geschrieben, ist ganz wider Gebühr in Vergessenheit gelangt; lver es liest, muß entzückt davon sein, wie glücklich der Autor die leidige, Ma-geufrnge durch die Champagncrperlon seines Geistes auch Leuten, denen Esseil und Trinken höchst neben» sächlich sind, als schmackhaften Msen aufziüischen versteht. Anch Beethoven spielte in dm Tagen der znnehmenden Taubheit nicht selten den eigeneil Koch. Man sah ihn auf dein alten Naschumrkt in Wien Grünzeug mrd Gemüse einkaufeil', aus den großen Taschen seines schlichteil braunen Rockes guckte ein Laib Brot hervor uud in der Hand trug er ein Stück Fleisch, das er selber erftauden. Ostmals lag auf dem Klavier lieben den Partituren, in denen die unsterb" licheu Schöpfungeil des großeil Meisters eben entstan» den, ein Kochbuch, wo er sich gleichzeitig daniber belehrte, wie er Krapfen zu backen oder ein Rebhuhn zu braten habe. EineS Tages wandelte ihn sogar die Liist an, mehrere Freunde zu einer Mahlzeit eiilM-laden, die, er selber hergerichtet. Mit nicht geringer Neugierde stellten sie sich ein. Beethoven, die Schlaf-mutze auf dem Kopf und eine Schürze vorgebunden, war noch in emsigster Geschäftigkeit bei seineil Töpfen mit» Häfen am Kochherde. Nach ziemlich langem Warten begann er endlich die Speisen aufzutragen: „eine dicke, fchwarze Vrühe, in der unförmliche Klumpen herumschwammen, eiu zähes Stück Rindfleisch, ferner rohes Gemüse, verbrannten Braten und eineil Pudding, der wie eine alte in Trail gekochte Mütze aussah". Di« Freunde blickteil mitleidig drein: kaum daß sie einen knappen Bissen herunterwürgen konnten. Mit umso besserem Appetit sprach Beethoven, dcn Schüsseln zn; er wurde nicht inüde, jede diese»' als Laibacher Zeitung Nr. 110. 958 15.Mi^M3^ erfordert. Besonders Frankreich und England sinö als Nachban: auf beiden Seiten des Kanals auf einander angewiesen nnd es ist daher begreiflich, daß die Pariser Tage des Königs von dein englischen Volte, speziell dem Handelsstande, mit lebhaftester Genugtuung begrüßt worden sind. Sie haben die letzten Spuren der alten Spannung verwischt und es wird von jetzt ab weder an der englischen, Regierung, noch an dem lmglischeu Volle liegen, wenn je wieder eine Trübung eintreten sollte. In London besteht der feste Vorsah, eine solche, Wendung nicht wieder eintreten zu lassen. Es ist schon fast zum Ariom erhoben, daß das beiderseitige Interesse ein noch engeres Zusammengehen verlangt. Es taun zum Schlüsse nicht nachdrücklich genug betont werden, daß dank dein Takte des Königs der glückliche Erfolg sich ohne die geringste Spitze nach einer anderen Richtung erreichen ließ. Man hat daher nirgends Anlaß, sich dnrch die be« zeichneten Vorgänge verletzt zu suhlen. Der König wird selbstverständlich auch andere Staaten besuclfen nnd er wird diese Reisen mit umso günstigeren Hoffnungen unternehmen, als er ans befriedigende Ergebnisse der jüngsten Reisen zurückblicken kann. Der eng' lisä)e Herrscher wirkt auf diese 91 rt in höchst aner-teunenvwerter Weife au der Befestigung des allge meinen Weltfridens mit. Politische Uebersicht. Laibach. 14. Mai. Anknüpfend an die vorgestrige Rede des Abge ordneten Dr. F. Abrahamowicz im Abgeordne ° i e n h nnse , bezeichnet „Die Zeit", welche darüber llagt, daß das österreichische Parlament „dem Maras^ mnö verfallen sei" und überhaupt nicht mehr arbeite, als einziges Vesserungsmittel, daß das Parlament aus eigner Kraft mW iiler alle Hindernisse l, nwv",, sich owe eignie Majorität schaffe. — Das „Deutsche Vollsblatt" macht zur Hebnng der Parlamentstätig' feit den Vorschlag, es möge dnrch die Geschäftsordnung bestimmt werden, daß denAb geordneten nnr für jene Tage Diäten ausbezahlt werden, an denen sie sich in die im Vnreau des Hauses aufliegende Prä senZliste eintragen und an den Sitzungen der Aus-schüsse, denen sie augehören, teilnehmen, mit einem Wort, an denen sie ihre Pflichten erfüllen. — Das „Fremdenblatt" nieint, daß die Anregungen des Herrn v. Abraliamowicz einer gesteigerten Parlamen-tarischen Tätigkeit nnr förderlich fein können, nnd hofst, daß sie trotz der Zwischenrufe der Alldeutschen und der Sozialdemokraten im Hanse eine ernste Beachtung finden werden. Das „Neue Wiener Journal" führt aus, das Abgeordnetenhaus habe durch die Erledigung des Ge-setzes, betreffend die Aufhebung der Di e n st -lautionen, W.000 kantionspflichtigen Beamten einen großen Dienst erwiesen. Es sei ein Beweis für das mod<°rne Empfinden der gegenwärtigen Regie-nmg, daß sie diesem laugjährigen Wunsche der Beamtenschaft Rechnung getragen habe. Das Vlatt gibt der Erwartung Ausdruck, daß dieser sozialpolitifck>e Akt der Negierung bloß ein Glied in der Kette lvei- terer Aktionen zur Modernisierung der Bureaukratie bilden werde. — Auch andere Blätter begrüßen die Annahme der erwähnten Vorlage. Aus Ealonichi wird berichtet, daß die Behörden für die Bewachung der Stadt die weitest gehende Sorgfalt entwickeln. Es werden die ein-gehendsten Erhebungen gepflogen, nm festzustellen, daß nicht irgendwo eine Tynamitniederlage bestehe. Sowohl von Seite der Kriegs- als der Handelsschiffe wird gleichfalls die strengste Kontrolle geübt. Ohne einen Geleitsbrief des Konsuls darf sich niemand an Bord begeben und der Schiffsmannschaft, wird eo nicht erlaubt, ans Land zn gehen. Waren mro Lebeno-mittel, die an Bord gebracht werden sollen, werden vorher anfs genaueste untei-sucht. Besondere Vorsicht wird bei der Untersuchung der an Bord gelangenden Kohle angewendet. Bekanntlich haben sämtliche französische Bischöfe mit Änvnahme jener von Bourges, Nonen, Digne, Avignon nnd Elba dem Ministerpräsidenten Eom-bes angezeigt, daß sie die Ausführung der beiden Verordnungen, betreffend die nicht bewilligten Ka-pcllen und die Ausschließung der Mitglieder der nicht genehmigten K o n gregatione n von der Kanzel, ablehnen. Von informierter Seite wird nun mitge-Kilt, daß der Heilige Stuhl das Verhalten der Bi-schöfe, welche dem Rundschreiben des Ministerpräsidenten Widerstand entgegensetzen, in vollem Umfange billige. Man hält im Vatikan die Verfügungen der französischen Regierungen für Verletzungen oe.5 Konkordats, wenn auch nicht dem Wortlante, so doch dem Sinne nach. Die päpstliche Diplomatie glaube mit ihren Zugeständnissen bis an die äußerste Grenze gegangen zu seiu und es sei nunmehr der Augenblick gekommen, sich den Forderungen der repnblikanischeu Regierung entschiedener zu widersetzen. AuS Nostow a. Don wird gemeldet: Eine Be-kanntmachung des Stellvei'treters des Herman nnter-richtet du» Bevölkerung über die Maßnahmen, weIH)e zur Wahrnng der öffeutlichen Ruhe angeordnet wur-den. Veranlassung hiezu boten die täglich erscheinen-den Ausrufe des Komitees der d o nischen s ozi a I -demokratische n P artei, dnrch die am 1. Mai lluordnnngen entstanden. Umlanfende Gerüchte be Häupten, die Agitatoren besäßen Waffen und Tyna^ mitkästäM. Mit den letzteren hätten sie in einer Ver-sammlung am 24. April Persuche angestellt. Den russischen Vertretungen im Anslande ging eine Zirkularnote Lambsdorffs, die Man-d s ch urei betreffend, zu. Es wird darin nusgefühi-t, daß Rußland bemüht sei, Handels- und Verkehre wege in der Mandschurei zu schaffen, so das Land zu erschließen und Ordnung und Ruhe zu stäken: im Interesse Chinas, Rußlands und aller anderen Mächte, die durchaus von diesen Wohltaten nicht ausgeschlossen werden sollen. Natürlich sei die Räumung von Niutschwang von der Erledigung der obigen Ausgaben abhängig, aber Rußland habe die loyalsten Absichten. Gleichzeitig wird bekannt, daß sowohl Ja-pan wie Amerika und England über die Mandschurei sich völlig beruhigt haben. Tagesueuigteiten. ^ — (Operativer Ersatz eines 3'"^^ In der letzten Sitzung der Gesellschaft für N°lurm" ,^ Heilkunde i,t Dresden stellte Dr. Hänel nach "'"'" ^. des „Schwäbischen Merkur" ein achtjähriges A"°^^< bei dem er den zum großen Teile verlorengegangene ,^ finger der linken Hand durch Ueberpflanzuilg °" Mel Zehe ersetzte. Das Nagelglied und der größte Teil ^° ^ll gliedeö des Zeigefingers fehlten vollständig. "/^ ee« nahm nun die Operation in der Weise vor, ^"^sD Fingerstumpf anfrischte. die Zehe bis auf die ^ ^ ^ durchtrennte und hierauf den Knochen, die ^tM" ba»b Haut zusammennähte. 6s wurde alsdann ein Gip ^ angelegt, der gut ertragen wurde. 16 Tage nach ^ . ^l tion wurde der letzte Nest der Haut durchircnnt "" . .^ sich. daß die Zche vollkommen angeheilt war. ^H^F in der Folge keinerlei zlreislaufstörungen. Die ^ ^^ fahigleit des Fingers wurde gut, allerdings blieb me ^ lichleit des Endgelenles gering. Die Nervenleitung ^ gegen vollständig hergestellt. Berührung, Druct. SM, peratur-Unterschied wurden deutlich empfunden. ^cM — (Darauf Pfeif' ich!) Eine drolligeres! von Loubets Afrilafahrt erzählt der „Gil Alas - ^-der Präsident eine Seereise antritt, müssen in st'ne ^ wart Versuche mit der drahtlosen Telegraphic gl"^ li< den. So befand sich denn auch auf der „Ieannr-d , ^! dtn Präsidenten nach Algier brachte, ein MarcoM-"^ ^s Während der Fahrt von Marseille nach Algier lM ^ dcm Miitelmeere ein furchtbares Unwetter, und ve ^^ d^nt lieh mittelst drahtloser Telegraphic nach 4" K' graphieren: „Paris, Elys^e. Meer sehr stürmisch- " ^,^ luohl. Unbesorgt. Bitte — Antwort!" Neugierig wa" ^ auf Antwort. Plötzlich begann der Marconi-NPp°^,„ ruhig zu werden. Alles eilte herbei und unter a"" A Schweigen der Anwesenden gab das Instrument ^i wort: „Darauf Pfeif' ich!" (5« m^'u ""d«^ ^ harschte peinlichcStille. bann aber brach ein h""'"' P^ lächter los. und der am herzlichsten lachte, >"<" ichl "^ d'.-nl selbst. 5^crrn Loubels Depesche war natürlich "^ ^l Paris gelangt, sondern unterwegs von einem °." ygide^ coni-Apparat aufgefangen worden, und ein w'^s^b^ Journalist, der sich auf einem der Begleitschiffe M ^ hi< unter der Eeetrantl)eit stark zu leiden hatte, nay» Freiheit, jene Antwort zu geben. Aa^ — (Gefahrvolle' Neise n.) Auf ei"" ^, ^ der Baltischen Nahn wurde ein russischer Bauer e"i ^ ^n unter der Lokomotive auf dem Verstärtungskreuz ^,ü Nessel tragenden Nahmens sah. Nach seiner «uS1«" ^ e-,- seinen gefährlichen Sitz in Nasil bestiegen un° ^ tigte. nach St. Petersburg zu fahren, wobei er ^'^ '^b< Fahrten nachts auf dem ganzen mssisäM EisenbaY" .^ ^ wrrtstelligt zu haben. Er hat so die Fahrt auf der.'' ^^ Bahn bis Tomsl gemacht und war wieder M ^' g I^tzt habe er die Absicht gehabt, eine Reise nach^" ^ !ü maä)en. sehe aber zu seinem großen Bedauern, f" ^F auf einige Zeit werdc aufschieben müssen. In 1^ .^ »l! hoffe er 'aber, in nicht ferner Zukunft feine ÄbM '^ wirklichen und sich bestimmt ohne Billett bis na« ^ e-durchzuschlagen. Für seine Neise durch N"hla"° piii^ etwa ein Jahr gebraucht und sei zu semer eigenen -" jot"" rung nirgends bemerkt worden. Es wurde k'".^ Ml aufgenommen und der tühne Reisende dem Genu der berühmte Gast anderen von seiner Koniposition abgab. Für Trüffeln schwärinte der Schöpfer des „Barbiers von Sevilla" geradezn. To äußerte er einst gegenüber einem musikkundigen Freunde: „Die Triiffel ist der Mozart alle,' Edelpilze. Ich kenne in der Tat keinen besseren Vergleich .mm ,Don Inan' als die Triiffel. Beide haben das miteinander gemein, daß man, je mehr inan davon genießt, desto mehr Nerz und Gefallen daran findet." Ven lebenden ihr Recht! Wiener Oiiginal°Noumn von N. Hottner>«rese. (29. Fortsetzung.) Er schlenderte mißmutig hinter den drei Voranschreitenden her. Cäcilie Mlth hatte sich schnell noch mit einigen liebenswürdigen Worten bei ihren Gästen entschuldigt. Nun fiel dw Tür hinter ihnen in5 Schloß. „Ich wollte Ihnen nur meinen Dank sagen, Gnädige, für die Bereitwilligkeit, mit der Sie selbst zugestehen, diesen anonymen Brief an, Martha Herrmann geschrieben zu haben", sagte Reinhold, sobald sie, allein waren. „Nun weiß ich es wenigstens be-stimmt, wer der Hetzer war in dieser ganzen Tragödie." Er legte sorgsam die Fragmente jenes Briefes auf dein Tisch zusammen. Mit einem raschen Blicke überflog Röder die Zeilen. „Pfui", sagte er, „wie gemein." Fränlein Mnth starrte wortlos ans die Papier stückchen. Also das war eine Falle geweseil! Und sie wcir hineingegangen! Der dumme Bries! Jetzt erst erinnerte sie sich sein«' ganz genau! Und sie war schon so froh gewesen, daß niemand bei Gericht de5 Briefes erwähnt hatte, denn sie wnßte es wohl: Wenn del-' artiges au die Oesfentlichkeit kam. bewiesen lverden konnte, dann war es schlimm. Etwas wie eine blinde Wut kam über sie. Dunkel-rot vor Zorn stand sie dn, „Wie kommen Sie zu dem Briese?" fragte sie heiser vor Allsregung. „Durch einen Zufall. Uebrigens ist mir d? ^,'i Wisch ebenso gleichgültig als jener Vertrag, "^^ Herr v. Stägemann Ihnen gab, um Ihre - „^ nach seiner Heirat mit Rosa Wettborn festH"^ ^"" sicher zu stellen. Die Sache an und für M ! ,^ ^ von Belang. Nur fiir den Fall, daß eine NeM Prozesses Hochberg durchgesetzt werden kann- „Eine Revision?" schrie sie entsetzt. „ g? „Für diesen Fall ist mir Ihre, vor ,MU gebene Anerkennung dieser Zeilen wichtig-^ Fräulein Muth war jäh erblaßt. I" "'^. i^ regung vergaß sie alle die angelernten t^'"" ,gicu, eigenste Natnr kam zum Vorscheine. Aber.^ -^ wundern, wenn just Sie diese Sache all ".h./' Glocke hängen. Durch dieseu Brief würden ^ I^' die Richter auf eine neue Idee kommen, auf , z>> daß Martha Herrmann vielleicht ihren Li^. ^5 fällig getroffen und ein wenig geholfen hm l>^ das nicht sehr naheliegend, wenn man eim" ^s^ daß Martha von allein unterrichtet war dnM ^,'!, Brief? Und die schwere Krankheit, alle.s wa"' nicht wahr?" „I)'"' Reinhold Ottmmin sah verstört zu der <^ iil'er. Röder trat an seine Seite. ^liero^ „Nein", sagte er, „das Faktum, daß H"^ ' ^, Mord beging, der Hauptbelveis steht fest: Ta-.'^ ^» Das Haar! Neinhold atmete auf. Er W ^ da er von anderen kippen all die FollU'rlNw ^ ^ nahm, die er felbst tansendmal erwogen, ^ .^, ^ Fassnng verloren. Ev traf ihn wie ein ^!^','^ Cäcilie Mnth ihm all dies so sicher ins ^'"^, Sie sah ihren Erfolg und fuhr "nb.^ ^ !^ fort: „Und Martha Herrmann war doch ""' ^ Sie, Reinhold, selir viel, Ich glanbe, Sie nn" j ^KcherZeitung Nr. 110. 959 15. Mai 1903. ^ Wtok, ' '" Südafrika gefunden wurde. Der Stein hat Ü«l«i ^"° besonders vorzüglicher Konstruktion. !^> ein s '^ " " " «Andrang" macht), darüber er, ^n^ ^ lieber Freund" (oder auch liebe Frau. ^''N l>iif,s?)' "sollen Sie mir einen Gefallen tun und ?"t ^W ^ Trinkgeld verdienen?" — Natürlich allge- ^bla3""'^' ""b dann fährt der Auftraggeber fort: ^Mchsls^,^ morgen" (ober heute oder übermorgen), ?ble Aass l)zeitig nach dem X,-Theater, warten Sie bort. I ^ "hi b l?°^"l wird. aber halten Sie sich dazu. damit ^tM., l)eranlommen, und laufen Sie mir so und !" ^ U^ ^ - - - Ich stehe auch um diese Zeit an der Ecke ^ ink >,' ^aters. da holen Sie sich das Geld und ^ !ii^ss ^ karten ab. Aber bitte um Ihren Namen und «hnli^ " Sie mir auch sicher sind." — Auf diese ? "lit w^- ^'^ werden die Verabredungen getroffen. ' ""Nen w Ausnahmen finden sich die Agenten und .° llatiiil^ ^'6 pünktlich am Theater ein und machen d^btn ^ U"b überzeugend Andrang, daß die Vorüber- ! ^ H ^ ,""^ ^'^' '^"p^ schütteln und die Kunde von '^ ' überraschender Anziehungskraft durch die Stadt ^»H^^ gesunde Rindvieh.) Der Berliner >An/^ä'hlt folgendes Geschichtchen aus der Wahl- ^lu^'^" Simmcrn schloß ein Redner in einer Ver ^ bi^'^ ^tede mit folgenden Worten: ..Auf dem Huns-"n ist „^" !?" "" gesundes und kräftiges Rindvieh, das '"'" Ixw'l ^ und Klauenseuche. Darum wählen wir ' ^ ,^^" ^llen Abgeordneten wieder." ^Lt: ^^hö'r.) Amtsrichter: ..Wie leihen Sie?" — l°>o^^?ch?" - Nichter: „Ja. Sie!" - Zeuge: >"?' ^aUunfaden." — Richter: ,.Wo sind Sie ge-!"' Ich^ ^"^' "^r? Ich?" — Richter: ..Ja. natürlich ^°'"i ckl« ^ch hier bloß mit Ihnen!" — Zeuge: ..In ^^^'.. ^ ^llch<": „Wie alt sind Sie?" — Zeuge: "lvtt^ c^ ^'^l (wütend): „Nein. ich!" — Zeuge: ^/^n so ungefähr 43 Jahre alt sein!" ^lal- und Provmzial-Nachrichten. !,'chtz^, ^^llennu ngen beim Obierften Ge-"'lIl>t!H^.'^ Der 5^ofrat beim Obersten Gerichts- und ,? ""d k, ^^°r.s Zohar wurde zum Senatspräsiden-^ H "/ >«at beim Oberlandesgerichte in Trieft Mat-^^ss... °"ec zum Hosrate beim Obersten Gerichts-^<^bhoft ernannt. !^t^.----------- !^ Nicht? ^ ^.^ ^" ^aon vergaffte? Sie werden ^Il,?„ Mädchen in eine so peinliäjo Assure ^einkl? ^"^^ Wst schnreickBnd. "Ei>, ^ttinann wandte sich schnell ab. '^. ^b«. ^" "^ "leine Geliebte", sagte er leise, ?2"c K« ^ babe sie geliebt mit aller Glut mein« ! ^. w. ^ .^^ lst lvahr. Mehr nicht. Unli lvehe i^^ttl a,.!!" ^^ ^' loagen, dilrch giftige Verlenin-^'e>i! ^^ ""ch "neu Stein ans die Unglückliche zu .-, Ct s^^^" würde ich sofort gegen Sie vorgehen." ^en ..""' so drohend, daß Cäcilie Mnth sich «-- ^ 6r ^ nach d,^ Süden." ^Nlich ^''^lte noch allerlei. Dann verneigte n sich ^ Und /''ännnler traf er die amerikaniMn Da^ ?^^s^ ^ v^nbredetni für den nächsten Tag eine °e»N Gol^ur. ^enn Verlassen der Wohnung bot l^ ^l^ lvin?^^^."^ bereits seineir Arm. il7 Hond .!; ""nhold und Ioachiin verbindlich nn't h? ^t/ I"' "lbschi^sgnlß Hi«. Die beiden hatten ^ ^>lildn ^ ^ ^" »"ollen, einen Dienst erwiesen. 5»i ^otz^ ,, " nuch in lchwr Stnnde der Ältm au5 l>. ^ r.,"'ld tonnte sich zudem noch ganz ans den ihr die Schuld zuschiebend. ^'cl>ti!, '"'ach nolnngenl Eino fabelhaft Instige Ge- (Fortsrtzung folgt.) — (Sitzung des t. k. Lanbesschulrates für Krainvom 7. Mai 1903.) Ernannt wurde zum Oberlehrer an der I. städtischen Knabeiwoltsschule in Laibach der bisherige provisorische Leiter dieser Schule, Lehrer Jakob Dim nil. — Auf ihren bisherigen Dienstposten wurden definitiv angestellt: der provisorische Lehrer in Etnlg, Franz P e t r i <), und die provisorische Lehrerin in St. Veit bei Wippach, Maria Bole. — Verseht wurden die Lehrer Martin I u d n i 5 von Dornegg nach Adelsberg. Franz Mercina von Senosetsch nach Wippach. Josef Petriö von Unterdeuischau nach Kerschdors sowie die Lehrerinnen Amalia Kotlu 5 cl von Wippach nach Ober-Loitsch und Gertrud Zemljan von Tomizelj nach Vrunn-dorf. — In den Ruhestand wurden übernommen die Oberlehrer Matthias Arlo in Vigaun bei Zirknih. Leopold Vo5io in Sairach und die Lehrer Stephan Virl in St. I-alob an der Save und Mlstav Gros; mann in llbeljslo. — Ferner wurde die Erweiterung der vieitlassigen Voltsschule in Laserbach auf fünf Klassen, die Befreiung mehrerer Uebungüschüler und Kinbergartenbesucher vom Schulgelde und die Verlegung der Landeslehrertonferenz ill die Hauptferien 1904 beschlossen. — Entschieden wurde über den Rekurs der Gemeinde Höttitsch, betreffend die Regulierung der Schulsprengel von Littai und St. Martin, über den Rekurs der Gemeinde Auersperg in Netreff der ilosten für die sachlichen Erfordernisse der dortigen Schule, über die Rekurse von Lehrpersonen in Angelegenheit deö Anspruches auf Dienstalterszulagen sowie über das An-slichen der Insassen des Schulsprengels Preiganj um Schulbesuchserleichterungen. Weiters wurden die Anträge wegen Besetzung mehrerer Lehrstellen an hierländischen Mittelschulen, wegen Ernennung eines provisorischen Mittelschule lehrers zum wirklichen Lehrer und wegen Beförderung von Lehrperfonen an hierlänbischen Mittelschulen und der hiesigen l. t. Lehrer- und Lehrerinnenbilbungsanstalt beschlossen. — Mehreren Zöglingen der hiesigen Lehrer- und Lehrerinnen-bilbungsanstalt wurden Staatsstipcndien verliehen, einige Disziplinarangelegenheiten betreffs Vollsschullehrer erledigt und schließlich die Berichte, betreffend die Inspektion einer Mittelschule und einer Volksschule, zur Kenntnis genommen. — (K. t. Vrüfun gs-Kom m is sion für S ta atsrech nu n gs - W i ssen schaft.) Die Anmeldungen zu den Prüfungen aus der Staatsrechnungs^ Wissenschaft im Inni-Inli-Termine 1903 »oerben am 0,/«.. !>. und 10 Inni in der Zeit von 9 Uhr vormiltags bis 1 Uhr nachmittags im Rechnungsbepartement der l. t. niederöfter reichischen StattlMerei (1. Bezirk. Herrengasse Nr. 11, 1, Stock) entgegengenommen. Beginn der Prüfungen: 10. Juni. Die vorschriftsmäßig instruierten Gesuche um Nachsicht vom Besuche der öffentlichen Vorlesungen find bis längstens ^. b. M. bei der t. l. niederösterreichischen Statt-halterei einzureichen. — (V ollsschu ldienst.) Da die Lehrerin an der Mädchenvoltsschule in Rudolfswert, Fräulein Hedwig R o -zina, krankheitshalber bis zum Schlüsse des Schuljahres wieder beurlaubt werben muhte, wurde zur Supplierung derselben Fräulein Marie Detela in Rudolfswert bestellt. —«— — (Der Schulausschuß der gewerblichen Fortbildungsschule in St. Martin bei Littai) hat sich bei der am 7. b. M. abgehaltenen Sitzung nachstehend konstituiert: Leopold H o st n i l. Gemeindevorsteher (Obmann), Bartholomäus öerne, Oberlehrer (Obmann-Stellvertreter). Wenzel Arlo, Handelsmann (Kassier), Anton 2 logar, Pfarrdechant, und Anton V e r-blljs, Schmied (Rechnungsrevisore) und schließlich Franz Knafliö, Lederfabrilant (Ersatzmann des Anton Alogar). —ik. — (Gewerbliche Fortbildungsschule in Gurkfelb.) In den Ausschuh diefer Schule wurden für die nächste Funltionsperiode folgende .Herren gewählt: vom lrainischen Landesausschusse Dr. Georg Puölo. t. l. Notar, von der Handels- und Gewerbetammer Anton I u -govic. Bäcker und Realitätenbesitzer, von den Gelverbe-treibenden Lorenz Glogoväel. Tischler, und als dessen-Ersahmann Johann Sterle, Schmied. aNe m Gurl-feld. Zum Vertreter der Unterrichtsverwaltuiu; wurde der Herr l. l. Nezirtshauptmann Josef Ore«el ernannt. Ale Vorsitzender fungiert der Gemeindevorsteher. Herr Dr. Thomas R o m i h. —o. __ (Ausstellung von weiblichen Handarbeiten.) Wie man uns mitteilt, wird die von einigen hiesigen Damen angeregte Ausstellung von weiblichen Hand. arbeiten unwiderruflich am 20. Juni eröffnet werben. Bisher wurden dem Damenlomitee bereits zahlreiche, herrliche Arbeiten, darunter auch hochinteressante alte Stickereien eingesandt; weitere Arbeiten sollen, schriftlichen Zusicherungen zufolge, noch einlangen. Alles in allem verspricht die Ausstellung ein schönes Bild heimischen Fleißes und heimischer Kunst zu bieten. — Es wirb nochmals ersucht, die zur Exposition bestimmten Arbeiten zuversichtlich bis längstens 15. Juni einzusenden, da fohin ein Ausstellungskatalog verfaßt lverden soll. — Die Ausstellung findet bekanntlich im ..Mestni Dom" statt. — (Stimme aus dem Publikum.) Wir erhalten folgende Zuschrift: Im Interesse des Besten, was wir Laibacher haben, unseres schönen 5t5kawalves. bitte ich um Aufnahme folgender Zeilen: Die Roheit der Jugend nimmt in einer Weise zu, die uns für die Zukunft die schönsten Flüchte erwarten läßt. Waren es früher das WctterlMschen mit seinen Instruinenten und die erbarmungslos zerstörten und zerschnittenen Bänke, an denen sie ihren Heldenmut übte, so ist es jetzt etwas noch viel Wertvolleres als die Instrumente - nämlich unsere schönen alten Fichten an den Wald' weaen die fast sämtlich angebrannt sind und dadurch dem Waldfreund einen Anblick bieten, der ihm die Wege verleidet. Wenn wir nicht im Laufe der nächsten Zeit lauter kranke Bäume statt unseres schönes Waldes haben wollen, so muß da sehr energisch eingeschritten werden. Streifuirgen durck die Polizei oder die Gendarmerie frühmorgens oder am Abend würden die Uebeltäter bald finden lassen, eine exemplarische Bestrafung — wie schade ist's doch in solchen Fällen um die abgeschaffte Prügelstrafe! — müßte die Lust zu weiter?!'; Waldfrevel zerstören. — Freilich wäre es notwendig, die angebrannten Stämme entweder zu fällen ober, wo der Schade noch nicht so groß ist. die Brandfläche durch einen iiallanstrich zu decken, weil sonst das herausfließende Harz und das gute Beispiel zu immer neuen Experimenten verführen. — Eine herzliche Bitte ergeht auch an unsere Lehrer, insbesondere an die der Lchrlingsschulen, die Knaben diesbe züglich über den angerichteten Schaden, aber auch über dir daraufstehenden Strafen zu belehren. — Es ist ja traurig und beschämend zugleich, wenn Fremde derartige Zustände kritisieren und der Einheimische sich täglich aufs neue darüber ärgern muß! — (Leichenbegängnis.) Nie bereits gemeldet, starb am 8. d. M. in Videm der dortige Postmeister, (ij<>. meindevorstehcr. Obmann des Qrtsschnlrates und Feuer wehrhauptmann Herr Johann Novak im Alter von 48 Jahren an Herzlähmung und hinterließ eine Witwe mit drei Kindern. Herr Novat war bis zum letzten Augenblicke in allen seinen Funktionen äußerst tätig. Dank seiner Be-mühung tani zum Zwecke des Baues einer fünfllassigen Volksschule eine Effekten-Lotterie zu stände, welche von der Regierung taxfrei bewilligt wurde, wodurch dir Gemeinde-mitglieber bedeutend entlastet werben, zumal der Bau des ncuen Schulhauses 4.'-!.000 X losten wird. Nach dem Vor schlage des .Herr» Novat sollte die Grundsteinlegung am II). d. M., verbunden mit einem Fcucrwehlfeste, unter Mit Wirkung der Musikkapelle der Vürgergarde von Landstraß, stattfinden. Die Grundsteinlegung hat zwar stattgefunden, jedoch ohne Musiki aus dem Feucrwehrfeste ist leider ein Trauerfest geworden. Das am 10. d. M. nachmittags statt gefundene LeickMbegängnis des verstorbenen 'Herrn Novat war das beste Zeugnis der allgemeinen Achtung und Verehrung desselben und der Würdigung seiner Verdienste. Dem vom Herrn Dechanten Nwlar und vier Geistlickien geführten Leichenzuge folgten meherere l. t. Beamte aus Gurtfelb und Rann, die Eisenbahnbeamten von Vibem, eine zahlreiche Vertretung des Lehrkörpers, die Mitglieder der Gemeinde Vertretung und des Ortsschutratcs von Videm. mehrere Gemeindevorsteher dcs Bezirkes Rann, die freiwislügei, Feuerwehren von Vibem, Rann, Gurlfeld, Lichtenwald, Reichenbnra,, Ratschach, Haselbach und Wisell, die Bürger garde von Gurtfeld, die Gendarmerie von Reichenburg, die Finanzwache von Rann und Gnrlfeld und mehrere hundert Personen aus der Umgebung. — (Ge mein de vorstandswa hlen.) Bei der am 22. März vorgenommenen Neuwahl des Gemeindevm standes der Ortsgemeinde Et. Anna wurden Anion Kavar zum Gemeindevorsteher, Peter Klemenc und Franz Mali, alle in St. Anna, zu Gemeinderäten gewählt. — Bei der am 22. März vorgenommenen Neuwahl des Gemeindevor stanbes der Ortsgemeinde Laalr wurden Johann Plahutnil in Potot zum Gemeindevorsteher, Josef Trobev^et in Laalv und Matthias Parwur in Potot zu Gemeinberäten gewählt. — (Zur Volksbewegung in Krain.) Im politischen Bezirke Nadmannsdorf (29.448 Ein wohner) wurden im I. Quartale l. I. 83 Ehen geschlossen. Die Zahl der Geborenen belief sich auf M7, jene der Ver storbenen aus 285. Darunter gab es 142 Kinder im Alter bis zu 5 Jahren; ein Alter bis zu 50 Jahren erreichten A7, bis zu 70 Jahren 36. von über 70 Jahren !'.7 Personen. Todesursachen waren: bei 12 angeborene Lebensschwäche, bei 61 Tuberkulose, bei 37 Lungenentzündung, bei 9 Masern, bei je 4 Diphtherie und Keuchhusten, bei 3 Typhus, bei U Gehirnschlagfluh, bei 5 organische Herzfehler, bei 4 bös artige Neubildungen, bei allen übrigen sonstige verschiedene Krankheiten. Verunglückt sind 4 Personen (1 durch Dyna' miterplosion, 1 vom Baume erdrückt, 1 durch Sturz aus dem Wagen, 1 durch Sturz vom Dachboden). Ein Selbstmord Mord oder Totschlag kam nicht vor. --^o. — (Schwurgerichtsverhandlungen in Rudol fs wer t.) Die II. Session des Schwurgerichtes i» Rubolfswert wurde auf 3 Tage, u. zw. auf den 25., 20. und 27. d. M. angeordnet. Hiebei werden sich zu verantworten haben: am 25. Mai der 32 Jahre alte, lebige Franz Ho ,'evar aus Unter Mladat!5, Gemeinde Trii^, Bezirk Gurt feld, wegen Brandlegung; am 26. Mai der 23jährige, 1e dige Johann Ihnn aus Muljava. Bezirk Liltai, am 27. Mai der 65 Jahre alte, verehelichte Anton Slui^t aus Ratschach, Bezirk Gurlfelb, und am selben Tage der 15jährige Franz Znpaiwi,/ aus Ainödt, Gemeinde Tövlih bei Rudolfswert, alle drei wegen Sittlichteitsdelilte. —«— — (Ein dreihundert Jahre altes amtliches Buch.) In der Registratur der l. l. Nezirtshaupl Mannschaft in Rubolfswert erliegt ein über 300 Jahre altes, noch recht gut erhaltenes Protokoll der Herrschaft Gotischer, worin die täglich vorgekommenen Klagen und Veschlverden der Untertanen genauestens verzeichnet sind. Das Buch tränt die Aufschrift: „Vormertprotokoll über die täglichen Klagen nnd Beschwerden der Untertanen der .Herrschaft Gottschee im Jahre 1597" und ist mit einem Pergamentumschlage versehen, welcher mit gothischeil Buchstaben in der Größe von ungefähr ^ Zentimeter in roter, fchwarzer und blauer Farbe bedruckt erscheint. —o— — (Vergebung der Teilstrecke Podbrdo -Görz der Nochein er Nahn,) Die Vergebung des Baues der Teilstrecke Podbrdo-Görz der Wocheiner Nahn ist auf Grund des Ergebnisses der Offertverhandlung nunmehr erfolgt. Der Bau der Teilstrecke von Pobbrdo bis Canalr (die ersten fünf Lose) wurde der Firma N e d l i ch und Verger. jener des südlichen Teiles von Eanale bis Görz (Lose 6 bis 9) dem Konsortium Sard. Lenassi H> Komp, in Görz übertragen. Laibacher Zeitung Nr. 110. 960 15.MaN90^. — (Promotion.) Herr Viktor Pavliöel, Auskultant beim l. t. Landesgerichte in Laibach, wird heute mittags im Festsaale der Wiener Universität zum Doltor der Rechte promoviert weiden. — (Außerordentliche Generalversammlung des Lehrervereines für den Schulde z i r l Abelsberg.) Gestern um IM/2 Uhr vormittags versammelte sich eine stattliche Anzahl von Lehrerinnen und Lehrern im Schulhause in Adelsberg, um den Vortragen des Oberlehrers K. (I) e s n i l über „Zeichnen und Schreiben" und jenem des Oberlehrers R. Horvat über „Formale Stufen des Unterrichtes mit besonderer Rücksicht auf das diesjährige Referat anläßlich der Aezirlslehrerlonferenz", beizuwohnen. In Verhinderung des Herrn Vorsitzenden Martin Zarnil eröffnete dessen Stellvertreter, Herr Oberlehrer <) esnit, die Versammlung, der die Wichtigkeit solcher Versammlungen betonte und sodann den Vorsitz dem ältesten Mitgliede des Ausschuffes, Herrn Ant. Slala, übergab. — Sodann referierte Herr (lesnil über das oben angegebene Thema, welches eine lebhafte Debatte hervorrief, an der sich fast sämtliche Anwesenden beteiligten. Dem mit Beifall aufgenommenen Referate folgte jenes des Oberlehrers Herrn Horvat. Auch dieses Referat rief eine überaus rege Debatte herbor, in welche sämtliche Anwesenden mit anerkennenswertem Vifer eingriffen. Darauf erfolgte dic W?hl der Delegalcn für dil zu Pfingsten stattfindende Generalversammlung des Lehreiverbanbes in Lichtenwald. Als solche wurden über Antrag des Herrn Oberlehrers Nud. ' Horvat folgende gewählt: Karl <^! esnil. Frl. M. Dov -gan, Lud. Fe t tich - Franlhe i m , Gustav K orbar und Anton S la la. — Die überaus interessante Versammlung, die für jeden Beteiligten manages Nützliche bot. nahm mit einem vom Vorsitzenden auf Se. Majestät den Kaiser ausgebrachten dreifachen „2ivio!" ihr würdiges Ende. —c.-Ii. — (Die Generalversammlung der Laibacher freiwilligen Feuerwehr) lckrd am 17. d. M. um 9 Uhr vormittags im ..Mestni Dom" abge. halten werden. — (Weidmännisches.) Herr Adolf P e r l e s aus Laibach erlegte in der verflossenen Woche in seinem Jagdreviere den 150. Auerhahn. —ik. — (Der Gesangsverein „Lira") in Stein veranstaltet morgen abends um 8 Uhr im Hotel Fischer einen Gesangsabend zu Ehren seines Obmannes, Heun Ianlo Pohlin, anläßlich dessen Ernennung zum Ehrenmitgliede, — (Eine Demonstration von sloveni-sch« n Studenten in Wie n.) Wie uns aus Wien gemeldet wird, beschloß eine gestern dortselbst abgehaltene Versammlung von slovenischen Studenten eine Resolution wegen Errichtung der slovenischen Universität. Hierauf veranstalteten die Teilnehmer an der Versammlung vor der Redaltion der „Neuen Freien Presse" eine Kundgebung wegen der in der „Neuen Freien Presse" erschienenen Artikel des Hofratcs Professors Dr. Iagi « und zertrümmerten einige Fensterscheiben mit Steinwürfen. Die Studenten wurden durch die tmgeschrittrne E'ch-rheilswach': Zerstreut. " (Von der „Eleltrische n".) Der M'^cht Vilt.'r 8imavc aus Domöale fuhr gestern nachmittags m>it einem schwerbeladenen Wagen durch die Gruberstaßc. An der Kreuzung der Gruber- und der Karlstädteistraße rollte der Wagen mit großer Geschwindigkeit aus die Karlstädterstraße, weil der Knecht nicht bremste, und wäre beinahe mit einem Motorwagen der eleltrisclM Straßenbahn zusammengestoßen. Nur der Geistesgegenwart des Wagenführers Johann Vene ist es zu verdanken, daß dies verhütet wurde. -' (L e i che n fu n d.) Heute früh um -^7 Uhr wurde am Franzenstai gegenüber dem Philipphofe die Leiche eines Offiziersdieners aus dem Laibachflnsse gezogen. Die Leiche dürfte jene des Qffiziersdieners Gottfried Prügger sein. welcher seit dem 30. v. M. verschollen ist. Sie wurde in die Totentammer des Militärspitales überführt. — Ob ein Selbstmord ober eine strafbare Handlung vorliegt, werden die Erhebungen bartun. " (T o't aufgefunde n.) Die 07 Jahre alte Ae-dienerin Johanna Schwitz wurde gestern vormittags in ihrer Wohnung in der Salendergasse tot aufgefunden. Man vermißte sie im Hause schon vier Tage, dachte jedoch, daß sie sich aus dem Hause entfernt habe, weil man ihre Wohnung versperrt fand. Erst gestern früh schöpfte man Verdacht, daß sie vielleicht in ihrer Wohnung gestorben sei. und verständigte hievon die Polizei. Diese ließ die Wohnung aufsperren und fbnd tatsächlich die Schwitz tot im Hette auf. Der herbei gerufene Arzt konstatierte, daß sie bereits vor drei Tagen einem Herzfchlage erlegen war. " (Versuchter Selb st m o r b.) Der Buchbinder-gehilfe I. Nagar warf sich vorgestern abends in der Nähe der Station Weichselburg in dem Momente auf das Eisenbahn-geleisc, als ein Zug herannahte. Der Maschinführer bemerkte dies rechtzeitig und hielt den Zug an. öagar. der angeheitert war, wurde festgenommen und der Vehörbe übergeben. — (Vcre i'n sbildung.) In Großlaschitz wirb der Verein Xnwüöllo «lovonnko i/o!)l'n/.ovu!u(i äi-u^v« gebildet werben. —r. — (Viehbiebe.) Vor dem Schwurgerichte in Cilli wegen Verbrechens des Diebstahls, bezw. der Uebertretung gegen die Sicherheit des Eigentums angeklagt, befanden sich: der 32jährige Schustergehiife Franz Zor aus Ober-Iar^e, der 41jährige Knecht Michael Hribar aus Dom/.ale und der 29jährige Taglöhner Johann Zabret aus Jar^c. alle vorbestraft. Franz'Zor war in der Zeit vom 11. bis 26. März d I. beim Schuster Vartholomäus Pcinit in Qberburg bedienstet und stahl demselben beim Verlassen des Dienstes drei Röcke und zwei Hosen im Werte von 72 X; dann stahl er dem Besitzer Franz Golob in Preserje, dem Primus Krinec. dem Anton 2argi und dem Alois Zajc (sämtliche in IarZe) im Vereine mit Hribar und Zabret je eine Kuh im Werte von 140 bis 200 Iv. wobei er in die Stallungen eindrang, wählend die beiden anderen vor dem Hofs warteten. Drei Kühe ließen sich nicht treiben und liefen angeblich zu ihren Ställen zurück. Die vierte, dem Golob entwendete Kuh. tiieben sie nach Tersain und boten diese dem Lulas Recelj zum Kaufe an, welcher Kauf jedoch nicht zu stände kam. da Recelj nur 10 X auszahlen konnte und den Rest erst am nächsten Tage erlegen wollte. Hiebei trat Hribar als Unterhändler auf. — Zor wurde zu sieben Jahren, Hribar zu sech,? Jahren und Zabret zu fünf Jahren schweren Kerleis verurteilt. — (Weiche Eier.) Ein Arzt des Marine-Hospitales zu Volosula in Japan, Herr Konosule Sudsuli, hat in der von Professor Mendelsohns Heransgegebenen Monatsschrift. „Die Htranlenpflege" ein Rezept für die beste Art, weiche Eier zu lochen, veröffentlicht. Daß ein Arzt sich mit einem solä)en Küchenthema beschäftigt, ist infofern begreiflich, als die Eier für Kranke ein fehr wichtiges Nahrungsmittel bilden, aber gerade in weichgelochtem Zustande vielen bald überdrüssig werden. Dr. Sudsuli hat herausgefunden, daß man durch eine geeignete Art des Kochens das Gelbe deö Eies ziemlich fest. das Weiße aber noch halb flüssig erhalten kaun und baß beide Teile des Eies unter diesen Bedingungen vielen besser schmeckten als bei gewöhnlich gelochten Eiern. Nach genauen Untersuchungen nämlich hat der japanische Arzt festgestellt, daß das Eiweiß bei 03 Grad halbflüssig, aber erst bei 77 bis 78 Grad fest, bei 82 bis 83 Grad voll ständig hart wird; das Eigelb dagegen wird bei 65 Grad dicklich, bei 67 Grad zäh und weich, bei 76 bis 77 Grad völlig hart. Man erhält das Ei in jenem Zustande, weun man es 30 bis 40 Minuten in Wasser von 68 bis 70 Grad liegen läßt. Das Verfahren ist alfo etwas langwierig, aber man kann darauf verweisen, daß man auch viele andere Speisen nur zur Erzirlung besseren Geschmacks länger locht. — (Verloren) wurde gestern nachmittags auf dem Wege vom Hotel „Stadt Wien", Pre^rengasse, Marienplatz und Spitalgasse eine goldene Krawatlennadel mit Brillanten in, Werte von 300 X. Theater, Kunst und Literatur. — (Willi Themls landwirtschaftliche Tabellen.) Von der Bnchbrnckerei - Genossenschaft in Korneuburg wurden große Wandtafeln herausgegeben, die in zwar kurz abgefaßten Abschnitten, jedoch in einer gemeinverständlichen und übersichtlichen Weise die verschiedenen Lanbwirtschaftszweige behandeln. — Dermalen sind drei Wandtafeln erschienen, von denen Tafel 1 in 20 Abschnitten das Vorgehen bei neu hergestellten Weingärten und die Behandlung der Reben vom amerikanischen Mutterstocke bis zum vierten Jahre im Weingarten veranschaulicht, während Tafel 2 in ebenfalls 20 Abschnitten den Schnitt der Veredlungen vom vierten Jahre an sowie sämtliche Frühjahrs-nnd Sommecarbeiten bespricht. Tafel I behandelt hingegen die Saat und Pflege verschiedener Kleesortcn und stellt ziffernmäßig die Menge des pro Hektar notwendigen Samens und pro Hektar gewonnenen Futters sowie die Menge der durch verschiedene Kleesorien dem Boden entnommenen Nährstoffe dar. — Wegen ihrer Uebersichtlichleit dürften die Wandtafeln sowohl für die lehrbedürftigen Weinhauer und Viehzüchter als auch für den Schulunterricht an allgemeinen Volksschulen von praktischem Nutzen sein. l?. (?. — (Di r e t t i o n s we ch se l im Prager Nation a l t h e a t e r.) Wie „Narodni Politila" meldet, wird der Direktor des Nationaltl)eaters in Prag, Herr Schmo-ranz, zurücktreten. An seiner Stelle soll sein Vorgänger Direktor Hubert wieder die Leitung des Instituts übernehmen. Der derzeitige Dramaturg Herr Iaroslaw Kwapil wird die Direktion des neu zu erbauenden N'ationaltheaterS ill Brunn übernehmen. — (Pcrosi.) Wie der „Reichswehr" mitgeteilt wird. ist Perosi auf Einladung des Benediltincrstisles Seckau zum Ordcnsfeste erschienen. Er spielte während des Pontifital-amtes die Orgel und erwies sich hiebei auch als virtuoser Organist. Am Nachmittage spielte ei auf dein Klavier einige Stücke aus seinem noch unvollendeten Oratorium „Das jüngste Gericht". Perosi war auch in Warschau, wo er zu wohltätigen Zwecken sein Musikwerk ..Moses" dirigierte. Von einem amerikanischen Impresario sind ihm 50.000 Franken angeboten worden für eine Tournee »ach Amerika, welche er c.der ausschlug, da cr Gastspielreisen nicht zu unternehmen erklärte. — (Die Musik der Rothäute.) Ein amerikanischer Komponist und Musilschr ist steller, Frederick Burton, benutzte seinen langen Aufenthalt in Ontario, um die In-dianermusil, und speziell diejenige des Qjibwaj-Stammes, zu studieren. Bei ihren Festen führen sie ihr Drama „Hiawatha" auf. das durch Longfellows Nachdichtung bekannt wurde. Burton hat eine Kantate mit gleichein Titel geschrieben, die den Rothäuten so gefiel, daß sie ihm dafür einen Häuptlingstitel verliehen. Auf diese Weise tonnte er seinen Musikstudien unter ihnen obliegen. Ihre Tonkunst zerfällt in zwei Teile: lyrische und zeremonielle Musik. Die Rhythmen sind sehr kompliziert; dagegen haben die Indianer nicht die Fähigkeit, den Dreiviertel- oder Sechsachteltakt zu begreifen nnd danach Tanzschritte zu machen. Ein einziger unter ihnen, den man den lveisen Kabaosa nennt, ist dahin gelangt, eine Terz höher singen zu können als die anderen unisono singenden Genossen. Er erklärte, daß Harmonien im mehrstimmigen Gesänge den Indianern beizubringen sein würben, da seine Kinder die haimonisierten Melodien der Weißen leicht auffassen und wiederholen. Daraufhin machte Nurton ein kurioses Experiment. Nachdem er eine indianische Melodie genau notiert hatte, richtete er sie für ein Volal-quartett ein und ließ sie während eines Festes singen. Die Leute waren enthusiasmiert, tanzten, applaudierten und nm-armten die Sänger, worauf sie den Komponisten baten, sic ihre also harmonisierte l)eimatlichc Melodie zu lehren. Die Indianrrtonleiter hat nur fünf Töne. Burton sammelt jetzt die belanntesien Melodien. Seine Arbeit 'st "'"'°^zW' als bei dein drohenden Aussterben der Indianer o ' ^. nis dieser kulturhistorisch merkwürdigen Mus" > loren sein würde. s„h z» Die hier besprochenen und angezeigten V"^ hel« beziehen von I g. v. K I e i n m a y r H Fed, " a Buchhandlung in Laibach, Kongrehplatz 2. Geschäftszeituny ^ — (Viehmartt.) Auf den am 12. d. ^'^ü"' l a ck abgehaltenen Viehmarlt wurden etwa M ^ ^< Ochsen. 130 Pferde und über 150 Stück SäM"^^ trieben^ Da es an fremden Nieyläufern nicht s"1 h^s^ die Lnibacher Fleischhauer sowie jene aus der ^mg ^< eingefunden hatten, l^errschte alsbald eine «ge .^ Leider war bei dem wider Erwarten so geringe" > ^ die Auswahl eine schwierige, und es konnten ^'^ ,, M fremden Viehläufcr ihre Bedürfnisse nicht decke,'. ^ ^ ochsen wurden zlvei Waggons aufgeladen und ^>: Bahnhöfe in Grohlack verfrachtet. Da sonst eme " , '.' größere Anzahl Vieh aufgetricben zu werden p>^ scheint nur die regnerische Witterung am M"^" ^ des geringen Auftriebes gewesen zu sein. "" «5,^ nnd zugleich größte Viehmarli im Jahre findet aw ' g bekannt unter dem Namen Ialobimarlt, statt, ^ Oleiue Nachrichten. ^ In Zara hat sich der auf S. M. S. ..SMl"^,° geschiffte Linienschiffüleutnant Alois Ritter v. ^ ^ erschossen. Er stand im 42. Lebensjahre nnd hätte Platzlommando in Spalato übernehmen sollen. ^,,1' In der medizinischen Gesellschaft in Berlin "°^ Aerzte Dr. Danelius und Dr. Sonnenfeld ^"^'^^ einem neuen Heilmittel gegen Tuberkulose. Es M ^ i< Abgüsse von Blüten einer australischen Eukalyptus stehen. . Mlelt". Ein New Yorker Arzt. Dr. Kuna. soll ein ^> ^, deckt haben, einen Hund aus tobähnlichen, Zusta" ^s^' ins Leben zurückzurufen, indem er eine Ocffnu^ .^^ den Rippen macht nnd das Herz rhythmisch p"^ M^ ^ zeitiger Einspritzung von Salzlösung und lim! ^,, mung. In 23 Fällen soll dies bei Hunden gelunst" ^' In der Näl)e des Kriegshafens von KarllM" ^„ 1500 Steinlugeln und 20.000 Schleudcrkugeln a«« .l ^iü ter Erde gefunden. Man hat es hier gewiß "lit,"" ^s!^ tionsniederlage der im Jahre 146'von Scip^ ^ ^ punischen Stadt zu tun. Auf einigen Kugeln "n^ ^hl Buchstaben des punischen Alphabetes aus d' ^l ^ haben das bindende Versprechen abgegeben, sol'" ^F" Aufrechterhaltung der Ruhe und Ordnung in "^ einzustehen. Die mazedonische Bewegung. ^ Konstantinopel, 14. Mai. In den letz^' ^l lam es zu einigen Zusammenstößen mit Banden schat Series. Ausstand. ^, ii Tifli 3, 14. Mai. Die Zeitung „Kalotas" ""^ amtlichen Teile vom 10. d.: Um 10 Uhr morge^ ^, sich in den Hauptstraßen Gruppen von Arbeitern c! ^ deren Zahl sich bald auf mehr als tausend bel"'-^^,, Mittag schickten sich mehrere hundert Arbeiter a"'^^', Eolowinsli-Prospett zu ziehen. Die Polizei sch"" ' ^l P und bewirkte, daß in zehn Minuten die Ruhe '^ M. gestellt war. Bei dem Zusammenstoße wurden ^ss^ festanten verhaftet; davon wurden W wieder f"^,, l^ übrigen mit der .haft bestraft. Schwere Verletzt bei dem Zusammenstoße nicht vor. < ----------------- . .M^ Prag . 14. Mai Der ehemalige MerbauM'N'' Ledebur ist abends gestorben. . h i^.g Budapest. 14, Mai. Heute abends !<" ^«. Ofener Hofburg unter Entfaltung großen Pompe-bei Hof statt. Tel,-^ Budapest. 14. Mai. Das ungarische ^^, Nur. meldet aus Kronstadt: Die hiesige 6""^^ hat auf Antrag von 41 ungarischen Stadtver" ^A lnauchten deutschen Sprache auch in der "l.M,^ Sprache zu führen. Infolge Zustimmung del ' ^" Stadtverordneten ist dieser Beschluß einst'"'"-' ^ worden. „„„fe !^ San Franzisto. 14. Mai. 3"'/", s< gestrigen Rebe führte Präsident Roosevelt aus. ^ ^ ^l Weg. den Frieden zu bewahren, sei, zu zeigen, "H, für/den Bau weiterer unb besser?! Nriegsfch'ffe 1 -. jacher Zeitung Nr. 110. 961 15. Mai 1903. Neuigkeiten vom Buchermarkte. ^.^ seltner Arthur. Das Schloß am Moor, « 4 80. Üll/'^ln. N. v., Und sie tommt doch. K «. — Frapan« w^°" Ilse. Arbeit, l( 6. - Kleinschmidt A.. Ortho. <°u?t ^'tl'erstoffe in Aussahform. li 3-«4. — Rosenberg. !chm ^.^lg. Der Hofrat erzählt, ic 3-60. - Klein, ^d f "'. Deutsche Stilllbunaen. l( 4-80. — Rats H. O., ^t^ ber Emsamleit. «240. — Norberg L., Nur Ü z!^" l°b. X 3-60. — David I. I., Der Übernang. 5»u^' ^ David I. I., Am Wege sterben. X 3 60. — tti N^"^ey E., Im Schatten. X 2-40. — Mackay I. H.. ^3?'^' ^ 1-80. — Schoepp M., LoS von Verlin, H'lt^'. ^ SpandowPH., Tyrann ich. k 4-80. — Technische b » » ^ "ber Malerei, pro Quartal « 2-40. - Vuchmann ü,,^'«lallbulgstimmen. 1/1. pro Quartal k 4-80. — Her. btM,^.'th.. Deutsche Aussähe. X 3-36. - Eyhell E.. Le-^tl>/» «."to Manneöherz. li 2 40. — Matthes N., Mignon ^ins.X"^ X 3 60. - Echwarhtopff. Dr. P,. Die ^o!^""» der Religion, li 120. - Schwarhlopsf. ^ll ^ ^> NirMe. der Antichrist, X 1 20. — Seidel ^elm siebente Schuljahr, k 6. — Bay, Baronin ^i'8n "" Die Sphären zwischen der Erde und Sonne, ^ssf'^ Clem. Dr. W.. Die GaUenfteinlianlheit, l^ 1 20. ^l°uei. Dr. I.. Die Gicht, ll 1-98. ^«r< ^' ^- de, Die Volksschule dcr gulunft, «1-80. ^bi.^llldt O.. Die industrielle Geflügelzucht im Groß. !k ^"betrieb, k 3. - Pilh P.. Eine Wolle von Zeugen l ^. ^lbel .«1b6. — Land st einer K.. Joses Nichner. ^' ^ Falier M., Ein europäischer Krieg, «1-60. ^°'"l. Dr. U.. Lehrbuch der Urologie. Lief. 1, X 2-40. ""»»«>.," ll., ?be LteruLl ^vom^n. « 1'92. — Hasert T.. ^" der Natur. « 2 40. — Hasert C.. Antwortender ^2, Was ist Christus? X 1. -^Ml,/.. ^' M., Wann bedarf eine Nslrollexio utsri der !'blt«d 2? li—'60. — König. Dr.. Qhrenuntersuchungen ^il ch.^"sschule. «--80. - Rolosf, Dr. M,, Genügt "^Iuw,'?^ Analyse als Grundlage sür die therapeutische Be. , »ad" Mineralwässer? «1-20. ^en ^lle N., Der Buddhismus in unserem modernen Geistes, ww! ! i ^- ^ Hesse. Dr. H., Die ostasritanische Bahn-?ikt>e D- -^ Jan son Art., Die Gartenpflege. « 3. — Mtch^-'Türkischer Dolmetscher, « 2 40. — Wander O., ^1""buch. l( 1 80. - Albert L., Cnglisch.deutscher >l i,^Mr.«i.^ ^. Albert L,, Französischer Dolmetscher. ^Nl.I^ Nlaschte P.. Spanischer Dolmetscher. «1-80. z>It//Ner A., A« alle Weg zum alten Gott. « 1-44. -^" Iw««'^ schlaflose Nächte. « 4-60. — Fontäne Th.. ^NNd ^i'g bis dieißig, « 9 60. — Fontane Th.. Frau ^f-gefunden. Xraini8cke Xun8t^vedean8talt 8ternvartzH88e 2, II. 8taclc. — ^«»»tellunzl von tle^voben Mgz«.. UarN.>M«z«> Preis " Preis Wnzen pr. c< . .-------l? l() Butter pr. k^. . . 220------- Korn ...-------14 «0 Eier pr. Stück . . — b — — Gerste ...-------14 50 Milch pr. Liter . . — 13------- Hafer . . .-------14 80 Rindfleisch l» pr.kß 1^32------- Halbfrucht ...---------------Kalbfleisch , 140------- Heiden ...-------18 Schweinefleisch » I 50------- Hirse, weih ...-------l8 - Schöpsenfleisch » — 90------- Kukuruz, alt...-------lb — Hähndl pr. Stück 1 50------- Erdäpfel » . . 5 60-------Tauben » » — 40------- Linsen pr. Liter . - 25,-------Heu pr. c, . . . . 7 30------- Erbsen » . — 3b-------Stroh ...... 6 50------- Fisolen . . -24-------Holz.hart.,pr.Kbm. 7 50------- Rindsschmalz prkß 2 40-------—weich,. » 550------- Schweineschmalz » 1 80-------Wein. rot., pr. HItl.--------------- Speck, frisch » 170-------— weißer, »--------------- — geräuchert » 1 80------- Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehöhe 306 2 m. Mittl. Luftdruck 736 0 mm. Z z? W R M"b de.'Vmel« W <. L Ü73i. ^39 3^ 12 9 N. schwach ! bewölkt '' 9 » Ab. 741-7 112 N. schwach j bewölkt Ibl 7 U.F. > 743 2 > 9 6> NO. schwach I halb bewölkt j 9 2 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur 11 3", 3lor< male: 13-9». Verantwortlicher Nebalteur: Anton Fu «tel. PM^ Meicage. '^Wtz Unserer heutigen Nummer (Stadtaustage) lieg! ei» Inhalts-Verzeichnis von Vteelami» Unterhaltunasvibliothel bei; diese Bände sowie jene vo > VieclamÄ Universalbiblioihel sind zu beziehen von Jg. v. Kleinmayr k Fcd. Bambergs Buchhandlung in Aaibach. (2010) Kurse an der Wiener Börse vom 14. Mai 1903. Na« d«« oweien Kursblatt« Die notlerlen Kursr verstehen sich in KronenwHhlung, Tie N»«lerung sämtlicher Alticn und der «Diversen Lose» versteht sich per Stück. ^""N'zl°nl»schnld. «"b ^"" z^K"'in N°.en Mal. "b,^'"ug pr,n.4-L"/<. lan 4ü^ou «.i >!^l " ->W sl. 4«/„ lü»-üU 154'ül) ,^l " llX, I, 4°/„ l83-»5 185'»ü ^tz »« ^ l, . .»49 —Lü»'- !,..^">««'^ ^Ul' "<3K»''wz.,ch.. ,pf' - . 4°/« lN, IN l0, 3U ^^i»z ' ' ^'^' ^°'^ ^^^ ^lbahn,»^- - 4°/° ioo,o lol-iu ^>h» ^"..Ultlen. «eld Ware »o» Gtaat« zur Zahlnn, kbernommenl Elsend.»Vr - lUl — «urarlberger Bahn, »m, »884 ldiv. Et.) Hilb. 4°/i> . . 100 ,b !0l 15 ziaal»schnld d»l zänd»r b»r ungarisch»« Krön». 4°/l>ung, «oldreme per Kasse , 1»1'2» lit 4K dt°. bti>. pri Ultimo .... illl'Ab till 45 4°/° btll. Rente iu «runenwähr., fteuerfrei, per Kasse . . . S» iib S» 75 4°/^ dt°. bto. dto. per Ultimo , S3 b0 »S 70 Un«. Vt..e!k-Nea,.Lost 4°/» .... ,ü? — 1b8 -4"/« ungar. Vrunbentl.-Obllll. 89 liu 100 W 4°/, lioat. und slavon. betto 89 uü'««'Lü And«r» Vss»nll. Anl»h»n. b°/„ Donau Reg.°N»lelhe l8?« , lO«'?5 10? ?l> »nlelien der Ltab! «ürz . . S8-75 I00'?ü «nlehen der Stadt Wkn . . . 104 «z 105«b dto. bto. (Gilder ob «old) 124-50 1L5-5« bto, bto, (I8S4). . . . 98 90 99 90 dtll, dlo. (18S8). . . . 100— INI' VllisebauOülehen, verloöb. 5°/« 9ö'?b 100 50 4»/» «rainer Uandt«««nleb,en . »9 ?ü —- Veld Ware ßsandbri»s» »tt. Vodlr. alla,»st.inb0I.verl.4<>/« 99 80 inauo N.-üsleri.Ii«nde«-Hyp.'Uns!.4°/° 100 w iul'10 Oest.'Ung, Van! 4O'/Mr. veil. 4°/».........101 05lN2 0b dto. dto. «Mr. verl. 4°/» 101 05 lo, 05 Epartassr, l,üft.,S0I.,verl.4°/!, INI — «>< «o Vis»nbahn«pri«rlt8t„ Vblizatian»n. Ferdinand« Nvrbbahn «m, 188» l0U zu ,«,5« Oesterr. Norbwestbahn . . . 1<>9 70 nu?0 Vtaatsbahn....... 445 ü<> — .. Tübbahn 0. S°/,v«r,.3a>m.»IuU »,0 75 3iz> ?z dto. Kb"/,...... i«ü 10 l«,-io Una,°galiz. Vahn..... l«8?0i<)8?l) 4",» Untertrainer «ahnen . > 0»b0l0>öa zlv«rs» z«ft (plr Vtüil). «««»»»«licht Los«. »°/« «obenlredlt.Lose «m. t»«0 -- ..-^ 3"/» ., „ «m. 18SS «3 - z?« hu 4°/, Donau'Dampssch. l00 sl. . —-— —--. ü°/, Do«au°«egul.'Lose . - - »?? — ,«0 — N«vtrzln»l üü no „ „ una. „ „ üll. ll? — zg__ »udvlfUose 10 fl...... «»'— 7^- » alM'Lllfe 40 fl...... «»7 — »8S »0 <»t,-«enoi«Lose 40 sl. . . . »70-—3»u - Wiener «omm,-Luse d. 1.1«?4 441 — 44« — «ewlnstsch. d, 3°/»Pr.'Tchuldv. d, Vndenlrrbltanst.. <«0' ü4»ü' bto. bto, Mt. U) 200 fl. 1020' 103Ü' DvnauDampfschisfllhrt««Gesell. vestcrr,, 500 sl. KM. , . . 857 — 8«N - Dul'Vodenbacher , Elsenb.« Vesellschast 200 fl. B. . . . 574 — 578 - Uloyd.llelt., Trieft, 500 fl.KM. 7L3 - 72? - Oesterr. No-dwcstbah» 200 sl. E. 43« — 4«U — dto. bto. (M. U)20U sI.O. 433'—484 50 Prag'Duiei «isenb. 100 fl, abgN. 20a — 204 — Ltaa««isenbal)N 200 fl. O.. . «8ä 75 «84 75 bübbahn 200 fl. E..... KL üü b? 25 Lübnorbb. »erb,«V. 200 fl, «M. 410 - 414 -Iramway'Vef,, VttueWi.,Prlo' riläts'Nltie» 100 fl. . . . b5 - «; — Ung.-a,aI!z.«ll!,'llb,2 275-50 Äanluercln, Wirnei, i!0U sl. . 4«6'40 487-4U «obtr.°«nst,, 0est., 200 fI,lK. . »«u - W2 50 «rdt.>>«»st.f Hand. u.G, 1»U fl. — — - -— dto. bto. per Ultimo . . «72 — «73 - Kreditbllnl, Mg. »na., 200 sl, . 73« — 733 — Drpostt>>!lbanl, Ulla., 200 fl. . 42«-— 42?'— EiÜompWHel., Ndrüst., 400 X 517 —51U'- Elro-u-Kasfenv., Wiener 200 l. 435 — 438'- Hhvothelb., Oeft.. 200fl.lla°/,!t.f ,85'- 197-- »elb!Ware Uänderbanl, Oest., 200 fl. . . <,N ü0 t<< s>0 0rsterr.«ungar. Vanl, 600 fl. . lnl»ussrlt'Zj!n<»r' «hmunz»n. Vaugtf., «Mg. «st., 100 ll. . . 131 — 185'— «knybier «lf,n< und Gtahl.Ind. in Wien 100 sl..... — — — — Eisenbahnw-lleiha,Erste, laofl. L0b — 20ö Ü0 ,,Elbcmühl", Paplerf. u. V.-V. 124— 125 — Lieslüger Brauerei 10« fl. . . 3»? — 3U3 — MmUan^Gesellsch., 0eft.>alpine 3»7 5»388 5a Präger Vlsen-Ind.-Ves. 200 sl. ie«o ,k«8 Talgo-Iarj. Ttelnlohlen 100 fl. 585 — 5Ztft.lnW Pari«......... 85 »d i>5. 3? Tt. Pettt«bur«...... z«lut»n. Dulaten........ 11 32 ll 5» 2N-zranc« Etillle..... IS Nh l»0» Deutsche «e!ch«banlnoten . . 11/12 11? 3» Italienische Vanlnuten . . . 85-30 »5-4? Rubel. Noten...... 2 55 2 5» krlvllt Depot» <3»t«vep«»lt») »«»!««»> »»» l« l!«!«»«,!» l!««l« ll» l«l «< «l «ll» ll»»», ^llll 8W8l»g. Kl, ll. lüil! 13113, Mer M zzmzkg ^. K55cllänlc öes Mncliener fr2N2l5l«ner ^«lkll,.« ^^'^^ kueil var'/Ü8U«ttß» «l»l«erd^«l' »,U8 ä»r Ll-lUwroi lv08l«i-, Un^y^ ^Uoll l«ru«rllin »unzoselKmkt vsirll, no^viu «elit« «totrl«l,vo, l^t» H.^nl,„lzH ^^H z,trl»nl»ol»v Il«o^^«wv. ^norlrannt ^Uobol (2Ul1)2—l (1897) 3—3 ^158/3 1. Edikt, Vum t. f. Bezirksgerichte Ratschach wild hiemit bekannt gegeben, daß beim l. k. Steueramte Ratschach als dies-gcrichtlichen Depositenamte das Spar-tassebüchel Nr. 69.7«2 per 24 fl. ^ 48 X, lautend auf den Namen Franz Sloporc, feit mehr als 30 Jahren un-bchoben erliegt. Der unbekannt wo befindliche Eigen-liimer dieses D.posiwms, beziehlmgs- weise dessen Rechtsnachfolger, werden auf« gefordert, sich wegen Behebung desselben binnen einem Jahre, fechs Wochen und drei Tagen so gewiß Hiergerichts unter Beibringung der notwendigen Legttimationsurkunden zu melden, widrigens nach fruchtlosem Verlaufe dieser Frist das Sparkasse« biichrl als heimfällig erklärt und für den Fiskus an die Staatskasse übergeben werden wird. K. k. Bezirksgericht Ratschach, Abt.!, am 5. Mai 1903.