LMcher Nr. 1W. Pränumtl«tion«prt<«: Im Comptoir »anz>. fi, li, halbj. fi, l»5». ssür die Zustellung in» Hau« haldj. 50 lr. Mit der Poft «anzt fl, l5, haldj, ? bu. Montag, 13. Mai. Ins«rt"t beruhigend und hat leinen Grund, an der Anf-^gtcit derselben zu zweifeln. Die Regierung könne x>"lh wesentlich fördernd in die Vcrständignngs-M)u»t)l!ingeil eingreifen, doch in crstc Linie seien die ^liluucnsnmnner 'd^- beiden Völtrrgruppcn zn stellen. ">e (irörtcriuigen zwischen den Vertrauensmännern . "den nm so früher zll einem Ergebnisse führen, mit ie s ^^n- Illusionen dieselben begonnen werden, und M "^ beiden Seiten die Ueberzeugung wurzelt, ^ brr Verständigungswunsch ein aufrichtiger ist. tzlMlin sollte er nicht auf deutscher wie auf czechischcr ^ljleich ehrlich gemeint sciil? Verfassungsrechtliche .lmiiüciite tonnen nicht mehr Gegenstand der Er-„^ung sein. Nnr concrete Wünsche köuucn auf' ^" uud erfüllt werden. Zu cuustatiereu sei, daß dein l'^' gullstlgcrc Phase m dciu Verhältnisse zu B^, ^'chen eingetreten ist, daß der Wunsch in der H?3 "6 lM' die Vertrauensmänner nlüchtcu dem ^igilngszicle nlit Kraft uud Ausdauer zustreben. vo^^ln gleichen Gegenstände schreibt die „Presse" N^l, ^. M.: „Von czechischcr Seite werden dm wii',. ^"''gnl über die Beschickung des Neichsrathes, lllll!,!! ^ ^^ Anregung von den czcchischcn Partci- liissp !^bsl ausgegangen ist, immer mehr Hinder- s'H,.u»l) Schwierigkeiten bereitet. Die Sprache der Uüd ^" Partciblälter wird immer hcraussurdcruder ^ Utuheuder. und das wohlwollende Entgegcnlo»i< ^,' sowol dcr Rcgicrung wie der V^fassungspartei '^ nnr niit gebieterischen Fordernngen und Bedin- ^c>l beantwortet. Dabei werden von czcchischcr Seite n/^ bic erst einzuleitenden Verhandlungen bereits Michten verbreitet, welche den Stand dcr An- ^^nheit ganz anders darstellen, als er ist, und ^ ^angc'der Dinge tendenziös vorgreifen. Die ^,,. cituilgeu für die Verhandlungen zwischen Dclc- ^cls'!s ^^ Vcrfassniigsftartei in Aohmen und der ^iel,? Parteien si„d noch lange uicht so weit gc- ^ia., '"'^ Siegers Blatt es darstellt, das bereits die 'ku der deutscheu Delegierten nennt, die selbst aber uoch nichts davon wissen. Für ebenso voreilig halten wir es, wenn sich das altczcchische Blatt von Wien aus ankündigen läßt, die Thronrede znm Schlüsse der Reichsrathsscsfion werde „eiueu markanten Paffus bezüglich der Versündigung mit Böhmen enthalten". In dieser Beziehung mögen die czcchlschen Politiker doch vorsichtig sein und den Versuch uittcrlasscn, die Wege nud Mittel der Verständigung so zu anlicipicren, wie sie sich dieselben deuten. Sie verwahren sich grgcn den bedingungslosen Eintritt in den Reichsrath.' schreiben aber sowul dem Grafen Taaffe, wie der Verfassungs-partci prremvtorisch vor, was diese zu thun haben, wenn sie die czcchii'chen Abgeordneten für den Reichsrath gewinnen wollen, ^o lesen wir zum Beispiel in der .^Politik" am Schlüsse eines Artikels, der sehr schroff jedes Nachgeben von czechischer Seite verweigert : „Wir anerkennen den guten Willen des Grafen Taaffe, wir sind von demselben überzeugt uud wissen wol selbst, seine bisherige passive Förderung einer Verständigung zn würdigen, aber Gras Taaffc muß sich von dem fixen Gedanken dcr Vcrfassungspartei emancipieren." Ferner läßt sich die „Politik" aus Wien schrcibcu: „Iu jenen ernsten politischen Kreisen, wo Politik gemacht und nicht blos über Polltik gefaselt wird, in den Kreisen der leitenden Männer aller Parteien weiß man recht gut, daß man dcr böhmischen Opposition Concessionen machen muß, wenn man sie sür irgend eine politische oder parlamentarische Cooperation ge» winnen will." Die czechischen Parteiführer mögen sich aber auf solche Versicherungen des „Muh" dcr Eon^ ccssioneu nicht allzu schr verlassen, denn sonst könnten sie schließlich doch jene EnttäusHuilg, die sie dcu entschiedenen und unbeugsamen Vertretern des Vcr-fassnngZstaudpuulteä schon so zuversichtlich profezcicn, selbst erleben. Noch gebieterischer als die „Politik" gc-berdrt sich der „Pokrot", der in polterndem Tonc folgende „czcchische Antwort" nach Wien adressiert: „Wir ergeben uns nicht und begeben uns nicht unserer Rechte, sind vielmehr bereit, für dieselben in einen ncucn Kampf, selbst in einen heftigeren uud längeren einzutreten. Durch Drohungen werdet Ihr uns nicht einschüchtern, durch Strafen nicht brechen und durch uufruchtbase Verfprcchnngcn nicht verlocken. Gebt uns Beweise Eurcr aufrichtigen Versöhnlichkeit, schafft uns giltige und bindende, Bürgschaften, daß Ihr wirklich nnjcre gerechten Forderungen zu befriedigen entschlossen seid." Die czcchischeu Politiker, die in so anspruchsvollem Tone mit den Factorcn reden, auf deren Ent« gcgenkommcn sie rechnen, haben eben schon wieder vergessen, daß das Zustaudctommen einer Verständigung nur iu ihrem Interesse und Bedürfnis liegt, und daß mir sie den Schaden eines abermaligen Scheiterns dieser Versuche haben würden." Dem gcgcnübcr fehlt es in Böhmen uud Mähren jedoch nicht an Stimmen, wir nennen hier den „Naiincc". den „Mulmcan". den „Obcan", den „Svo-bodny Obcan", den „Arousek" u. s. w., welche für ein uubedingtes Ausgeben der Passivität und den Eintritt in das Parlament plaidieren, von der Ueberzeugung durchdrungen, daß die Ezechen im Neichsrathe allseitig das größte Entgegenkommen finden werden. Parlamentarisches. In Abgcordnetcnkreisen verlautet, daß die Rei chs -rathswahlen sofort nach Schluß der Session, welcher dem Vernehmen nach schon für den 17. d. M. in Aussicht steht, ausgeschrieben werden sollen. Bei der Festsetzung dcr Wahltage wird selbstverständlich daraus Bedacht genommen werden, daß alle nöthigen Vorbereitungen bis dahin getroffen sein können. Zu denselben zählt in erster Reihe die Anfertigung der Wählerlisten, gegen wclchc beim Großgrundbesitze eine vicrzehntägige, im übrigen eine achtläglge Reclama-tionsfrist offen steht, die Entscheidung über sämmtliche Neclamationen, die Zustellung der Legitimationen an die Wähler, die Vornahme der Wahlmänncrwahlen in den Landgemeinden :c. Da die Beobachtung dieser Formalitäten einen längeren Zeitraum, ungefähr sechs Wochen, in Anspruch nimmt, würden die Wahlen, falls dicfelbcn gleich nach dem Scfsiunsabschlussc ausgeschrieben werden, Endc Juni oder Anfangs Juli stattfinden. Im Fortschrittsllub erstattete am 7. d. M. Dr. Kopp den Rechenschaftsbericht über die Thätigkeit dieses Klnbs im Lause dcr Session. Dieser Bericht ist eme Art politischen Testaments, welches der Fortschliltsklub vor den Reichsrathswahlen ab-znfassen bereits früher beschlossen hatte. Das umfangreiche Elaborat wnrdc einstimmig angenommen und von den Wiener Blättern am Freitag publiciert. Nach Annahme des Rechenschaftsberichtes berieth der Klub über das Programm dcr O ccnpationsgegnel, welches zustimmend aufgenommen nnd inzwischen bekanntlich ebenfalls veröffentlicht wurde. Die Budgetkommission des Herren-Hauses hat heuer ebenso wie im vorigen Jahre für Feuilleton. ^lcra oder auf dunklen Wegen. Rumnn von Ed. Ullgucr. (Forlschunss.) /V?^ soll es denn bedcnten?" fragte Lady Wolga. '»sW. ,^ tonnte sich Miß Strange im Garten zu ^ Stunde nlit Umarmung und Küssen?" "^!"w" uicmandem!" rief Lord Kingscourt ernst. !, ,,Ä?"lha>n irrte sich - " "eiüij^er Nexa gestand zu, sich vou jemandem ge-k' ,U ^"'' bm sie nicht nennen wollte." Fc h'^r. Mylady. sie kennt niemanden in England. ^ lrlnc Verwandten hier. und ihr Vater ist in ,s?ikkt !'0- Sie ist seit ihrer frühesten Kindheit >Im!^l '" England gewesen. Die Beschuldigung d, L, .^'ch, - unerhört." " H>c,/ ^ulga fünfte nnd befahl dem eintreten, br. lj^s ' ^ady Marlham zu rufen. c»!f ^dh ""lgscourt kannte die feindselige Gesinnung ^' dak k""'" rinc banne Vurahnnng stieg in ihm L>, "k".wmilte nicht. '^>bru > S'e mir die Persönlichkeit dcs Mannes ^l'^^'lM. V^^kham?" fragte er rafch. ^r. al, ^" "icht genau fchcn können, da es . ' "er ich s^ ^^ ^ ^.^ ^^. ^h ^^^, Bart trug," entgcgncte die Gefragte; „und es schien mir, als fei er juug und hübsch." „Das ist eine sonderbare Geschichte," sagte der Graf, nachdem die Sache hin und her besprochen war; „aber ich gebe Ihnen mein Ehrenwort, Lady Wolga, daß Miß Strange nicht im stände ist, etwas Unrechtes zn thnn. Ich glanbe nichl. daß ein Mann ihre Lippen küßte. Nur ihr eigenes Geständnis würde mich überzeugen. Ich kenne sie so gnl. daß ich selbst dem Zeugnis eines Engels gegen sie nicht glauben würde." Ein inniges Lächeln erheiterte Lady Wolga's Züge. Sic reichte ihre Hand dem Grafen, welcher sie ergriff und warm drückte. „Doch nach dem halben Geständnis, welches Alexa vor mir machte, ist es nothwendig, daß sie ihr Geständnis vervollständigt," sagte Lady Wolga nach kurzem Schweigen. „Ich muß wissen, wer dieser Mann war uud weshalb er uicht ins Haus kam. um uach ihr zu frageu. Es ist Ihre Pflicht, Lord Kmgscourt. mit ihr in' diefcr Angelegenheit zn sprechen. Sie ist uu. erfahren in der Welt. sie reifte allein von Griechenland nach Paris. Vielleicht hat sie auf der Reise den Manu kennen gelernt, der ihr dann gefolgt ist. sie hier aufgcsncht hat und sie nun bedrängt. Viellcicht ist er ein Verwandter von ihr. Genng, es ist klar. daß Miß Strange des Rathes cincs Freundes bedarf, und ich würdc ihr gern helfen, wenn sic sich mir nur offenbaren wollte." „Ihre Befürchtung, daß jcncr Manu Alexa zufällig auf der Reife kennen lernte, ist nicht unwahr, fcheinlich. Lady Wolga," sp^ch der Graf bcfurgt. „Ich will die Sache mit ihr bei der ersten Gelegen» heit besprechen. Wenn jemand gewagt hat, sie zu belästigen, soll er erfahren, daß sie nicht ohne Beschützer ist." Bald daranf verabschiedete sich Lord Kingscourt und ritt nach Mont Heron zurück. Er sah Alexa vor dcr Tischzeit nicht wieder. Nach dem Essen begab sich Lord Monthcron in die Bibliothek und ließ sich den ganzen Abend nicht wieder fehen. Mrs. Ingestr-l'. welche sich noch immer unwohl fühlte, zog sich ebenfalls zurück, nachdem sie einige Musik, stücke angehört halte. Alexa wollte ihr foigen, aber ihre Wirtinn bat sie zu bleiben. Somit waren die Liebenden allein. Es lag eine Unruhe in Alexa's Wesen, welche Lord Kingsconrttz Aufmerkfamkeit nicht entging. Er rückte seinen Stuhl dem ihrigen näher und erzählte von scincr Unterrednng mit Lady Wolga; er sprach von dcr gegen sie erhobenen Bcschuldiguug und der Vermuthung der Lady Wolga inbetrcff des gc-hcilnnisvollcn Besuchers. „Ich wünsche nicht, mich in dein Vertrauen zu drängen," sprach er zärtlich, „und ich würde die ganze Sache nicht erwähnt habcn, wcnn ich nicht befürchtete, daß jemand, drn du auf dcr Reife von Griechenland nach Frankreich kennen lerntest, dich zu belästigen suchte. Lass' nicht falfche Zurückhaltung dich abhalten, mcincn Schutz zu beanfpruchen." „Ich würde deine Hilfe anrufen, wenn ich irgend-wie belästigt würde." „So lst da3 Ganze eine Täuschung?" fragte der Graf. Alexa zögerte. Sie konnte die gegen sie erhobene Beschuldigung nicht in Abrede stellen, und ste sagte sich. daß drr Graf ein Recht hatte auf ihr Gertrauen, uud doch konnte sie ihm die Wahrheit nicht sagen. „Wir sind noch nicht mit einander verlobt. Alfred." sprach sie sorgenvoll. „Ich W'gc an zu zweiseln. bah das zwischen uns stehende Hindernis jemals beseitigt werden wird. Ich muß dir gestehen, daß Lady Marl-hams Anklage auf Wahrheit beruht: Ich trennte mich 92N die einzelnen Abschnitte des Staatsvoranschlages Fach-> referenten bestellt und zugleich einen Generalberichterstatter mit der Aufgabe betraut, den Budgetverhandlungen des Abgeordnetenhauses zu folgen, um die Kommission in den Stand zu setzen, unbeschadet der Gründlichkeit, die Berathung des Staatsvoranschlages und des Finanzgesetzes in kürzerer Zeit, als dies sonst möglich wäre, zu bewältigen. Dadurch ist die Kommission in der Lage, schon wenige Tage, nachdem das Abgeordnetelchaus die Berathung des Staatsvoranschlages abgeschlossen, ihren Bericht vorzulegen. Die Kommission stellt am Schlüsse des eingehenden Berichtes den Antrag: Das Herrenhaus wolle dem Finanzgesetze und dem Staatsvoranschlage für das 8ahr 1879 nach dem von dem Abgeordnetenhause an« genommenen Entwürfe die verfassungsmäßige Genehmigung ertheilen. Oesterreichischer Neichsrath. 454. Sitzung des Abgeordnetenhauses. Wien, 9. Mai. Der Ackerbauminister Graf Mannsfeld übersendet 80 Exemplare des Gutachtens des Forstrathes Fiscali und des Oberforstmeisters Hoydar über den Wirth« schaftlichen Stand der Staatsforste von Niepolomice. — Der Ersatzmann der Grnndstenerregulierungs-Central-tommission, Statthaltereit'ath Ritter v. Nenpauer in Innsbruck, zeigt mittelst Zuschrift an, daß er sein Mandat zurücklege. Das Haus geht hierauf zur Tagesordnung über. Die beiden Gesetzentwürfe, betreffend das Graf Potocti'sche Fideicommiß und das Graf Thun-Hohen-stcin'sche Pecuniar-Fideicommiß, werden ohne Debatte in zweiter und dritter Lesung beschlossen. Wolfrum berichtet über zwei noch rückständige Resolutionen znm Staatsvoranschlag. Die erste, von Dr. Ritter v. Wittmann angeregt, lautet: „Die Re-gicrnng wird aufgefordert, der lHnbvcntionierung ausländischer Schiffahrts-Unternehmungen aus Staatsmitteln der andern Reichshülfte ihre Aufmerksamkeit zuzuwenden und für die Wahrung der dabei in Frage kommenden Interessen der diesseitigen Reichshälfte Sorge zu tragen." Dieselbe wird ohne Discussion angenommen. Die zweite, ursprünglich von Ritter v. Schönerer vorgeschlagen, wird vom Ausschuß in folgender Fassung beantragt: „Das Abgeordnetenhaus splicht wegen der durch den Hulzlieferungs-Vcrtrag von Niepolomice herbeigeführten Schädigung des Staatsschatzes sein Bedauern und zugleich die Erwartung aus, daß die Regierung wirksam Sorge tragen werde, um ähnliche Vorkommnisse künftig hintanzuhalteu." Ritter v. Schönerer findet diese Fassung zu milde und beantragt eine andere, in der die entschiedene Mißbilligung ausgedrückt wird. Freiherr von Scharschmidt sowie Referent Wolf rum verthei« digen jedoch die Resolution des Ausschusses, welche auch bei der Abstimmung angenommen wird. Ritter v. Prostowetz referiert über die beiden Gesetzentwürfe, betreffend die ansteckenden Thicrkrank-heiten und die Rinderpest, worüber die Generaldebatte eröffnet wird. Der Regierungsuertreter, Sectionschef Kubin, gibt einen geschichtlichen Rückblick auf die Entstehung von einem Manne im Garten zu Clyffebourne, wie sie es beschrieb." „War der junge Manu dein Bruder, Alexa? Oder war er ein sonstiger Verwandter?" fragte der Graf niit erwachender Eifersucht. „Nein, nein! Ich kann dir nicht sagen, wer er war, Alfred; vielleicht komme ich nie in die Lage, dir Aufklärung über da? Geheimnis geben zu tönuen. Ich darf dir nicht die Wahrheit sagen, und sollte ich auch deiue Liebe und Achtuug verlieren." Sie erhob ihre blauen Augen offen zu ihm, welche wol tiefe Bekümmernis, aber auch ihre Unschuld und Seelengröße ausdrückten. Der Graf hatte nie an ein von ihr begangenes Unrecht geglaubt; und dieser Blick sagte ihm, daß er sich nicht in ihr täuschte. „So bewahre dein Geheimnis, Alexa," sagte er sanft, „aber wenn du meiner Hilfe bedarfst, mußt du nicht zögern, sie in Anspruch zu nehmen." „Und du vertraust mir noch?" In seinen Augen las sie die Antwort. „Es mag ein Tag kommen, an dem ich dir alles erklären kann," sagte sie mit einem dankbaren Blick. „O, Alfred, wenn du mir noch vertraust, ungeachtet des Scheins, welcher wider mich zeugt, dann will ich muthig weiter kämpfen." Sie blieben noch ein paar Stunden beisammen in vertraulichem Gespräch. Der Graf erkundigte sich nach Mr. Strange, und Alexa zeigte ihm den letzten Brief ihres Vaters, der von Athen datiert war und nichts auf ihre Mission Bezügliches enthielt. Der Allblick des Briefes beseitigte den letzten leisen Gedanken des Grafen, daß jener Mann, mit dem Alexa spät abends im Garten zu Clyffcbourne angetroffen sein sollte, ihr Vater gewesen sein könnte. (Fortsetzung fslgt.) der Vorlagen. Schon im Jahre 1875 hat die Regierung eine Vorlage eingebracht, über welche jedoch das Abgeordnetenhaus zur Tagesordnung übergegangen ist. Gleichzeitig wurde die Regierung aufgefordert, drei Vorlagen einzubringen, von denen sich die eine aus die Desiufection, die andere auf die allgemeinen Senchen-vorschriften und die dritte auf die Rinderpest beziehen sollten. Die Regierung ist dieser Aufforderung nicht nnr nachgekommen, sondern sie ist weiter gegängelt und hat die Vorlage vom Jahre 1875 einer vollständigen meritorischen Revision unterzogen. Die Negierung hat sich bei ihrer Arbeit der Mitwirkung der competentesten fachmännischen Kräfte versichert. Der Regierungsvertreter geht nunmehr zur Bcsprechuug der Detailbestimmungcn der beiden Gesetzentwürfe über und hebt insbesondere hervor, daß die Indolenz und die Gewinnsucht es nöthig machen, strenge Strafbestimmnngen in das Gesetz aufzunehmen. Was das Rindcrpestgesetz betrifft, so habe die Regierung in demselben die Eontnmazanstalten aufrechterhalten, weil dieselben, gewissenhaft gchandhabt, geeignet sind, die Rindcrpestgefahr für Oesterreich zu vermindern. Regierung und Ansschuß haben sich in dem Prinzipe der Grenzsperre geeinigt, sowie auch über die Bestimmungen zur Durchführung derselben, zu welchem Zwecke vor allein die Bewilligung größerer Geldmittel erforderlich ist. Was die Grenzsperre anbelangt, so müsse hiebci vor allem auf die Bezugsquelle» der Rußland benachbarten Provinzen Galizien und Bnkowina, sowie auf die Frage der Approvisio-nierung der großen Städte Rücksicht genommen werden. Es seien mithin Übergangsbestimmungen von längerer Dauer nothwendig. Die Regierung schlage einen Zeitraum von fünf Jahren bis zur Absperrung der Grenze vor, weil sie glaubt, daß bis dahin die Mittel ge» funden sein werden, um die durch Absperrung der Grenze entstehenden Ausfälle ill dem Viehbezuge auf andere Weise zn ersetzen. Der Ausschuß schlage aber nnr ein dreijähriges Uebergauqsstadium vor und darin liege die einzige Differenz. Redner spricht schließlich die Erwartung ans, die Legislative werde ein ebenso gutes Gesetz votieren, als die Executive bemüht sein werde, die Gesetze auch gewissenhaft durchzuführen. (Beifall.) Dr. Krön aWetter spricht gegen die beiden Gesetze, von denen er sich keine andere Wirkung ver» spricht, als die Verthenerung der Fleischpreise. Die Rinderpest stamme nicht allein ans Rußland, sondern bestehe schon seit vielen Iahrhnnderten an verschiedenen Orten und könne auch iu Oesterreich originär vorkommen. Er verwirft entschieden die Grenzsperre gegell Rußland. Ritter v. Iaworski vertheidigt im großen und ganzen die beiden Gesetze im Interesse der Landwirth« schaft. Da Rußland nnd Rumänien die Hauptbezugs-quellen für Steppenvieh sind und mit demselben stets die Einschleppung der Rinderpest droht, so sei die Grenzsperre vollkommen gerechtfertigt. Stendcl wendet sich im Interesse der Consumentcn gegen die Gesetze. Dr, Ritter v. Edlmann empfiehlt die Annahme derselben, da der Staat der Viehsanitätspflegc eine große Aufmerksamkeit schuldig sei. Die auswärtige Concurrenz in Eerealien schädigt den heimischen Ce-realienmarkt; znr Entschädigung dafür muß die österreichische Viehzucht exportfähig gemacht werden. Die Debatte wird hier abgebrochen. Nächste Sitzung morgen. Vorgänge in Frankreich. In einer am Vorabend der Sessions - Eröffnuug stattgehabten Versammlung der Vorstände der drei republikanischen Senatsgruppe n wnrde einstimmig beschlossen, dem Antrage auf Rückkehr der Kammern nach Paris keine Hindernisse in den Weg zu legen. Mit Rücksicht anf die beginnende Session hat im Pariser Elysee unter Grevy's Vorsitz eine Mimsterraths'Sitzung stattgefunden, um definitiv über die Haltung der Regierung den beiden Kammern gegenüber schlüssig zu werden. Ueber das Resultat dieses Conseils ist noch nichts bekannt, doch sollen nach allem, was in politischen Kreisen der französischen Hauptstadt verlautet, Waddington und die meisten seiner Eollegen dafür sein, daß die Regierung der Intransi-genten-Partei von der äußersten Linken leine Zugeständnisse machen dürfe. Dies bezieht sich nicht nur auf die Wahl in Bordeaux, deren Giltigkeit eventuell von der Tribüne herab durch die Regierung bekämpft werden dürfte, sondern auch auf die Frage der Rück« kehr nach Paris. Das Ministerium ist dafür, daß die Kammer ihren Sitz nach der Hauptstadt verlege, aber nur uuter der Bedingung, daß es vollständig über die Polizei verfügt. Der radicale Pariser Mu< nicipalrath wünscht jedoch eine genane Controlle über das Polizei-Budget, also auch über die Pulizeiver-waltung auszuüben. Die Regierung wird daher Kieser Forderung entgegentreten und von der Verweigerung derselben ihre Zustimmung zu der Rückkehr nach Paris abhängig machen. Anf diese Weise hofft das Kabinet, bei den gemäßigten Republikanern wieder einen festen Halt zu gewm!,en und die Erinnerung an frühere Schwankungen zu verwischen. "— Die Angelegenheit der Wiederverleihung d" Ehrenlegion an die amnestierten Communards ours« demnächst acut werden. General Vinoy, der GM-meister der Ehrenlegion, hat bereits dem Prästdenm Grcvy diesbezüglich'einen Besuch gemacht. Aus "M Berichte des Äudgetausschusses ergibt sich, daß " Zahl der wegen Theilnahme an dem Aufstande w Commune aus deu Listen der Ehrenlegion gestricheim Individnen 45 beträgt, wuzn noch 65 Inhaber Militärmedaille kommen. ^ Bekanntlich ist in Frankreich vor kurzem A Gelegenheit der durchgreifenden Veränderungen, welcy in den großen Corpztommandos erfolgten und oc Rücktritt'des Marschalls Mac Mahon herbeiführt", durch ein Dekret des Präsidenten der Republll o°» für die französische Armee neue Institnt von Gene^ inspectenrs ins Leben gerufen worden. Es wurden i nächst drei solche Posten geschaffen und den Oene^' Deligny, Herzog von Anmale und Felix Doual uvc tragen, von denen der letztgenannte vor einigen ^ gestorben ist. Der „Montteur de l'armce" veröffeim ^ nun in seiner Nummer vom 7. d. folgenden " p des Kriegsministers, welcher die Functionen, ^ ^ dieser neuen Charge verbunden sind, näher besi"? .^ „Die Generalinspecteurs der Armeccorps werdenvu von dem Minister ernannt, nm sich von dem St" der Truppenkörper vom Gesichtspunkte der Ausvnou^ und Mobilmachung sowie aller sonst auf die ^ theidigung des Landes bezüglichen Dispositionen ^ überzeugen. Die ihnen anvertraute Beaufsichtigung streckt sich auch anf die im Artikel 14 des Ge>ev vom 24. Juli ! 87'i erwähnten militärischen V"w" tungszweige und Anstalten. Zu diesem Behufe Y°^ sie eingehende uud unvcrmuthete Inspections Truppenkörper, der Hauptquartiere, der Rekrutu'» ^ der Festungen, Magazine, großen Anstalten "- ^» je nach den besonderen Weisungen des Ministers , zunehmen. Sie wohnen den großen Manövern ^ oder zweier Armeecorps sowie den Manövern . selbständigen Kavalleriedivisioncn ihres Amlstrclses ' Sie leiten die zwischen zwei benachbarten Corps c dinierten Manöver. In den Corps, welche ste "'^ cieren, prüfen sie eines oder mehrere Regiments ,i jeder der drei Waffen (Infanterie, Kavallerie, M'U^ eingehend. Sie vereinigen alle General- und ^>^^ rap'porte ihres Amtskreises und leiten sie mit 1 Vemerknngen an den Kriegsminister. BestillUlU' ^ über die Theilnahme der Generalinspccteurs ^M-Herstellung der Befördcruugstabcllcn werden ^ behalten." Zur Situation im Orient. . cf In der vom russischen General Obr"l> ^„ diesertage in Philippopel verkündeten Pro claw« .^ des Zaren erklärt Kaiser Alexander, daß ^ ^, entschlossen sei, den Bcrliner 33 ertrag ""' hie zuerhaltcn uud iu der Erkenntnis, daß die I ^ Bulgaren von den russischen Waffen erworbenen .^ nur durch die Ausführung dieses Vertrages 9" hie leistet sein können, seinen Truppen befohlen A^Al Näumnug ihrer Provinz zn beginnen. j^M fpricht weiter von der neu einzuführenden Org^ ^, und hofft, daß die Bulgaren feine Erwartungen ^ fertigen uud keinen Anlaß geben werden, daß "Ml beschuldige, den Frieden und die Ruhe comp""^ hcs zu haben, welche für iyr und ihrer Brüder " ^hiit Fürstcnthums Wohl uneutbehrlich siud. Er "'^» weiter der ihnen gewährleisteten Civilrechtc, ^ j„jsM tenen Autonomie, des zum Haupte ihrer Ad» ^^e, tion erhaltenen Religiunsgrnosscn, sowie der ,^ ^ü welche sie bisher nicht besessen, und schließt »' ^il Worten, daß ihr Glück nunmehr in ih"" A fter-liege. Weiter führt er aus. daß er die AbstE' .^e" jcnigen nicht billigen könne, welche, durch b ^t dnrch den Berliner Vertrag geschaffene SitlM'" elbefriedigt, auf Umwegen mit Gewaltmitteln ^^F reichen möchten, welche mit den Beschlüssen de ^ nicht übereinstimmend seien. Deren MsführU'^F ohne den Willen uud die Bewilligung der ^ ein unüberlegter Act, welcher neue Leiden " ^o Land bringen könnte. Die Bulgaren m»M. 5,^, ohne Furcht für ihre Zukunft in Frieden.0" ^ genießen, welche ihnen für ihr neues HeM wurden. ^ 2^ General Obrutschcff erklärte weiter ""A Oc' lesnng der Pruclamatiou, daß der Sultan ^) setzung des Balkan nicht für eine 'N'lltlNM .^ dc wcndigkeit erachte, daß es aber von der ^>" /- ^, Bulgareu abhängen werde, zu ""Huten, gM solche zn einer politischen Nothwel.digkeit " ^ v die Frage, betreffend die eventuelle A^Mpe^ Ichtim an nnd Burgas durch lurllM ^ssl wird nach der „Pol. Korr." noch MscY ^ Pfo" binetten verhandelt; indeß glaubt man, t>a,j Ueb' im Interesse einer ungestörten Vermittlung ^„stit^ ganges von der russischen Occupation ^^stru»^' „ rung des autonomen Gouvernements ^ g,,,M, zeitweilig von dem ihr zllstehendenvltag V> Besetzungsrechte abzusehen gcnelg 5""/ On" Rumelioten könnten also mit diesen " ^enN d' qenschaften offenbar mehr "^ selbe auch die extremen Parteien arg entlad 92, U m'Vr ""'«er auf die direkte Unterstützung ihrer MoMestrebuilgen Vonseite Rußlands gehofft hatten. ^,°g, man diese Illusionen, in denen die Unions-?"H gewiegt, so ist es immerhin begreiflich, wie der „Pol. Korr." ge-ln^! ^^' "einen deprimierenden Eindruck ae-2.^!" ^"" hoffe jedoch, daß sie sich den ^"Worten des Zaren fügen und vorerst Ruhe und Mng halten werden. Damit stimmt denn freilich ^gleichzeitig Meldung nicht, daß in ganz Bul-^ '' neue Geldsammlnngen zur Wiederbelebung des ""A'schen Aufstandes veranstaltet werden, «en .m^"l"""ll ^j^,,,,^ inzwischen ihren Fort» 3' ^^ „Pol. Korr." aus Tirnovo gemeldet wird, ltod n ' ^" ^" vierzehn Infanterie- und zwei h^rteregimentern sowie in den zwei Artillerie. Wen der bulgarischen Miliz bisher eingetheilten ?^«, Illstructionsoffiziere den Befehl erhalten, füglich ^ ihrem russischen Truppenkörper ein-2"' ^ russischen Offiziere, welche in der bnl-Gs?^ ^^'ö fortdienen wollen, müssen aus dem ^ «^ Heeresuerliande austrcten. Aus Blltarcst wird ^/'presse" mitgetheilt, daß die Russen in Ost-^"'m und Bulgarien ihre Militärgericht.' auft ,^ ^u und ihre Verpflcgsintendanzen aufzulösen be- Kagesneuigkeilen. Viz"" (Zur Erinnerung.) Der Landstraßer Ij^^Gesangverein hat beschlossen, jenen nnvergeß-z^'Moment, als Sc. Majestät drr Kaiser am Schlüsse ihy, ^zuges ^us dem Festzelte herabcilte, unter die H» iuiubrludcn Sänger trat und tiefbewegt nebst dein ^Mrmeister »titter v. Newald auch dcni Ehormeistcr ^ ''^>l Danl aussprach — durch ein von einem h:jagenden Künstler Wiens z,l verfertigendes Bild, ^,^>chnnng, znr bleibenden Erinnerung anfnehmen l!j/^''l und den Vorstand ermächtigt, die betreffenden M '^ereillc Wiens und Umgebung einzuladen, daß fic A« ^ A"tragc anschließen. Dieses Bild soll anf ty^^hischeln oder photographischem Wege vervielfältigt ^n°^ Mc 3 da,nes Oaribaldi.) Italienische Iei- ^c. ^aiigencn zahlreichen Nachkommenschaft bereiten Ncih/ ^aridaldi besitzt von drei Frauen sechs Kinder. A^Nd s^,^ ^^^ ^ La-Plata begegnete Garibaldi Eiit ^' selche ihren Mann verließ, um Garibaldi nach lviirk ä" fulgrn, Aus dieser Verbindung mit Annita ciotl " Onribaldi brei Kinder geboren: Menotti, Ri^- 3la>!' "'^ Signora Canziu. Annita starb im Walde von ^N"a. als Garibaldi im Jahre 1849 aus Rum nach H slanzösischcn Expedition flüchten mußte. Diese drei der? ^ also illegitim. Im Jahre 1859, während >» k'"p"gne in der Lombardei, begegnete Garibaldi hes/Au, cincin j"ugcn Fräulein, der Tochter des Mar- ^abe ^"'"'"udi. die ihrem Vater, der sich im Gencral- !hast /^ Patrioten befand, die unüberwindliche Lciden- Wtz ^ Garibaldi gestand. Die Folge dieses Gestand- »OH . ^ar jh^ Vermählung mit Garibaldi. Unmittelbar !>l,z^^„^^emonie machte die junge Frau ihrem Gemahl t«^ ^^udnis, daß nicht er, sondern einer seiner Adju- !chaft 's ^ur Confriini, der Gegenstand ihrer Lciden- ^Nli» ^'^ blch sie zu einer Lüge die Zuflucht ge- >>i j. ^' um den Zorn ihres Vatrrö zu beschwören, der lin,>!"^ wiederzusehen. Aus dieser diesmal legitimen ^kchttz ' 3. wnrdc ein Knabe geboren, welcher nach dem ^ °: ^»i: I^t, ii.'tt<>r <^li(;nl nui»t,i:^' a^inuu^mt, ^i'«^ rechtliche Sprosse und einstige Erbe Gari- ^ihas^ ^"ch der Schlacht von Aspromonte zog sich ^ a ^"f Caprera zurück, wohin ihn seine Tochter, ^^"ziu. begleitete. Sie hatte kurz vorher einem s,^e^ ^eben gegeben und nahn, daher eine Amme. ^ .3rancesca, mit sich, die den Grncral während Misch/"Mlkhcit mit aufopfernder Hingebung pflegte. ^z" beni Pflegling und der Pflegerin entstand ein s. !h!e > krhciltüis, und eines schönen Morgens über- l'e ^. l ranccsca den General mit der Nachricht, daß Äe,, Futter fühle. Garibaldi ließ Signora Canzio . "ge ^ " theilte ihr den Sachverhalt mit. Von diesem l^tet wurde FranceSca als zur Familie gehörig be- 3"l>er ^ "us diesem Verhältnis hatte Garibaldi drei ktlliö ^ ,^"l"l noch zwei am Leben sind: Clelia und H ^ !^^en Vater jüngst nach Nom begleitet haben. Mscr !>"^lcht aus Ncu-Calc d onien.) Der ^>t»leh ''^'llaru" erhält von seinem Korrespondenten in ^chz .legende Details über die vor einigen Tagen t^ ^e/lr gemeldete Flncht mehrerer Verurtheiltcn '^^.^lledonicn: „Die am U,. Februar aus Te< i>, ^, NnH ^^ten elf Sträflinge find in Brisbane (Qneens. ^ >^ e.nrr Fahrt von fechszchn Tagen, welche fie H, ^eil ? Legierung gehörigen, vollfonunen aus- W^ diesl. "ppruvisionierten ^""^ machten, gelandet. ^e x>sl^iichtlinge. ein ehemaliger Schulmeister. ""»urge über die Boussole, Bei der AuSschif« fung drängte sich eine große Menschenmenge, welche stets eine gewisse Bewunderung für kühne Handstreiche hegt, um die Ankommenden, ohne sich viel darum zu kümmern, Wer denn eigentlich diefe Leute seien, und veranstaltete allfogleich eine Sammlung, um den Flüchtigen zuHilfe zu kommen. Diefe nahmen aber diese Zeichen von Sympathie sehr kühl entgegen, wnS sich daraus erklären lassen mag, daß sie bald nach ihrer Ankunft ein Wechsel-Hans aufsuchten und dort einige Rollen Napoleond'ors gegen englisches Gold umtauschten. Die Flüchtlinge erzählten, daß sie anderthalb Tage nach ihrer Entwcichung stets in Sicht des Landes blieben, wodurch ihre Angst keine geringe war. Da sie aber gar nichts sahen, das sie sonst beunruhigt hätte, und nachdem ihnen lein Schiff zur Verfolgung nachgesendet worden, beruhigten sie sich bald. Anf ihrer Ucbcrfahrt begegneten sie einer englischen Goclettc. welche ihre Vorräthe bereitwilligst ergänzte. Ihre Flncht war scit drei Monaten vorbereitet. Man kann sich das Gelingen eines derartigen, von elf Männern ersonnenen Complots, welche sich in einem Militär-Hafen ein vollständig ausgerüstetes und mit Vorräthen versehenes Boot verschaffen konnten, nnr durch eine merkwürdige Fahrlässigkeit des Ueberwachnngspersonalcs erklären. Nach einem zweitägigen Aufenthalte in Brisbane theilten sich dir Flüchtlinge in zwei Banden und wrn-dcten sich dem Innern der Kolonie zu." fokales. Studie zur Urbarmachung des Laibacher Morastes. Von A. T. (Schluß) Zur Trockenlegung eines Morastes gehört es ferner, auch den Untergrund desselben genau zu untersuchen. Vei dem Laibacher Moraste ist mm dieser Untcrgrnnd Lehm, folglich Wasser undurchlassend, sonst gebe es eben keinen Morast. Man muß aber auch den tiefer liegenden Grund untersuchen, vielleicht stößt man doch auf eine Wafscr durchlassendc Erdart. Ist dks der Fall, so wird es zur Trockenlegung des Morastes viel beitragen, wenn man Löcher gräbt, die das über-fchüssigc Waffer aufnehmen und es den unteren Schichten zuführen. Das ist eine Arbeit, die gleich im Anfange, bei der Anlage oberirdischer Kanäle, nicht zu unlrr-lasscu ist. Im Nothfälle könnte dies auch fpätcr noch geschehen, und werden diese Sauglöchcr gewiß dic Entwässerungsgräben sehr wirksam unterstützen. Vei alledcm bleibt aber die Hauptsache beim Lai-bachcr Moraste die Entfernung des Torfes. Bci nns wird dies hauptsächlich durch das Brennen bc-wirkt. Durch das Verbrennen des Torfes wird, wie einleuchtend, eincsthcils die Schichte, die den cmbau» fähigen Boden deckt, beseitiget, andercnthcils wird durch die Verbrennungsprodultc des Torfes dic Düu-aung des nuu der Kultur verfallenen Bodenl eneichl. Auch kann der Torf dnrch Schneiden entfernt werden. Diese Methode ist aber viel zeitraubender und müh' famer als die erstere. Der Brennwert!) des Torfes ist ohnedies em geringer, und es entgeht dadurch dl'm künftigen Kuiturpflanzenbestande ein prächtiger, nicht genug zu schätzender Dünger. Das schnelle Beseitigen des Torfes von der Morastflächc ist somit die Hauptaufgabe der Trockenlcgungsarbeiten, da der Torf clgcnllich den Boden zum Morast macht. Ob die Beseitigung des Torfes vielleicht nicht noch anf eine ausgiebigere und weniger die Umgebung belästigcudc Art, wie das bis jcht'hier geschah, erreicht werden kann, wäre in Erfahrung zn bringen. Vielleicht gibt es praktische Torfschneidl'> Maschinen, welche die Entfernung des Torfes fchnell und billig ermöglichen. In Frankreich sind auch neuerer Zeit Sümpfe und Moore der Kultur anheimgegeben wor-den. Gewiß ist das dort auf eine rationelle Art ge> schehen. Vielleicht ist in Frankreich ein dem unseren analoger Fall der Entsumpfung vorgekommen, und die Erfahrungen, die man dafclbst geinacht hat, könnten uns zustatleu kommen. Es wäre aber darauf zu sehen, daß iu der That nur ein ganz analoger Fall in Betracht gezogen werde. Zwischen Morast und Morast gibt es eben große Unterschiede. Es gibt z. B. vom Wasfer fo reich imprägnierte (im übrigen fehr fruchtbare) Aodenflächen. daß das überfchnfsige Wafser jede Pflanzenvegetation erstickt l^0lli>llo 'iwho in Kroazien). Auf folchem Terrain handelt es sich nur darum, das überschüssige Wasfer zu entfernen. Ist dieses geschehen, so ist sofort der Boden anbaufähig. Beim Laibacher Moraste ist das aber anders. Da muß neben dem freien auch das dem Torfe adhärierende Wasfer entzogen werden, und letz. leres kann nur mit dem Torfe zugleich beseitigt werden. In jetziger Zeit, wo die Industrie es sich znr Aufgabe gemacht hat, alle möglichen, früher gar nicht beachteten Stoffe znm Gegenstande ihrer Verarbeitung zu machen, wäre vielleicht eine chemifche Analyse der festen Verbreunungsprudukte des Torfes empfehlend werth. Bekanntlich haben alle nassen Niederfchläge eine, wenn auch sehr geringe Menge von alkalischen Salzen in sich gelöst. Könnte nicht möglicherweise die Torf. schichte in die und zum Theil durch die diese Niederschlage passieren, diese Salze festzuhalten trachten? Gewiß wird das in irgend einem Grade der Fall sein. In trockener Witterungszeit, in der die Torfschichte Gelegenheit hat, auszutrocknen, hinterläßt das verdunstete Wasser sicherlich einen bedeutenden Bruchtheil dieser festen Bestandtheile im Torfe. Diese werden in den winzigen Zwischeniäumen. welche die einzelnen, den Torf bildenden, abgestorbenen Wnrzelchen und Stängelchen bilden, haften. In wie hohem Maße dies der Aall ist, müßte die chemifche Analyfe zeigen. Wenn es stch nun ergeben follte. daß die3 wirklich der Fall ist, könnte da nicht das im Torfe ohnehin fchon enthaltene kohlensaure Kali Veranlassung bieten, aus dem Torfe Pottasche zu gewinnen? Sollte sich dies al« lncrativ erweisen, so würde die Entsumpfung des Morastes rapid vor sich gehen und der Zweck der Kultivierung des Moicistes bald erreicht werden. Das hier Gesagte dürfte vielleicht manchem absurd erscheinen, jedenfalls aber hat der Gedanke die Theorie für sich. Piaktischc Versuche haben den Theorien und Hypothesen bekanntlich schon oft eine solide Grundlage verliehen, darum soll durch das Gesagte nur ein Punkt angedeutet werden, der möglicherweise die Entsumpfung des Morastes befmdert. Alles, was auf die fchnelle Herbfiführung dieses Zweckes gerichtet ist, soll in Betracht gezogen werden, und zur Discussion hierüber anzuregen, ist die Aufgabe diefer Zeilen gewefen. — (Aus dem Landesausfchusse) Der krai-nifchc Landesansschnß beschäftigte sich in seiner Sitzung vom 6. d. M, mit folgenden Gegenständen: Der Bericht des Landeshauptmannes über den huldvollen Empfang der Landcsdeputation in der Huldigungs- und Beglück-wünschungsaudienz vonfeitr Ihrer Majestäten am 22, v. M. wird mit lebhafter Freude entgegen- und in den Rechen-fchaftsbericht an den Landtag aufgenommen. — Wegen Aetiviernng der Eleonore Freiin von Schweiger-Lerchen-feld'schen Zustiftung für das l. l. adelige Fräuleinstift in Krain wendet man sich an die k. k. Landesregierung. — Die Restzahlung per WO fl für die mit der Thier» gartenrealität mitverlanfte Wiese an der Save wird dem Verläufer Herrn Valentin Krisper angewiesen. — Ueber die Erncnnnilg des Sccundararztes Dr. Icloväek zum Sanitätspratticanten bei der k, k, Landesregierung wird mit letzterer das Einvernehmen gepflogen. — Die Auskünfte des Landcsausschusses in Klagenfurt über die Organisierung, Negie nnd Wartung der dortigen Irrenanstalt wurden der Direction der hiesigen Landes-Wohl-thätigkeitsanstaltcn zur Berücksichtigung bei ihren bezüglichen Vorschlägen für die Studenzer Irrenfiliale mitgetheilt. — Die Rückzahlung eines bci der niedcrösterreichischen Escoinptegesellschaft in laufende Rechnung gegebenen Kassc-bestandes per W.OOO st. wird zur Kenntnis genommen. — Ueber das Ansinnen des Landespräsidiums um Schaffung gesetzlicher Normen über die Dienstes- und Personalverhältnisse der Landcsbedienftrten und Vollsschul-lehrcr in Krain in Fällen der Mobilisierung ihres Truppenkörpers werden Erhebungen bei den übrigen Landesansschüssen eingeleitet; — ein zweites Ansinnen, dnrch gesetzliche Verminderung der Mitgliedcrzahl der Schulaufsichtsorganc und Beschränkung ihrer Zureife zu den Sitzungen den Kostenaufwand hiefür zu vermindern, lehnte der Landesausschuß angesichts der Schulgeschnovelle vom l». März 1tt?9 ab. — Ueber eine Beschwerde gegen die Straßenvertheilung der Gemeinde Großzalna wird die Ergänzung der Erhebung verfügt; — bezüglich einer Concurrenz zur Nanos - Wegrrhal-tnng in der Untergcmrinde Gradische die Competenz der autonomen Behörden zur dirt fälligen Entscheidung anerlamil, und mit vorläufiger Aufrechterhaltung dieser bis zum I, 1875) bestandenen Concurrenz die Gemeinde Wippach znr Erhrbung der mittler-weiligen Aenderung der Concurrenzfactoren aufgefordert. — Ein Recurs gegen die Bauverweigcrung der Ge» meinde Göteuiz wird abgewiesen; — die unverhältnismäßigen Erhöhungen der Grndarmcriemiethen in Lai» bach und in Tschernembl veranlassen die Beschränkung der Vertragsgenehmigungen auf ein Jahr und eine administrative Rücksprache zum Zwecke billigerer Disloca-tionen. — Die Landeskasse wird ermächtigt, die Fructifi-cieruug von Stiftungsgeldern dnrch Anlauf cisleithani-fcher Staats- nnd Grnndcntlastungspapiere, sofern sie unter ihren Nennwerthen bcfchafft werden können, ohne vorläufige Anzeige an den Landesausschuß zu bewirken. — Das Untcrstützungsgesuch eines Frcquentanten der Kunstgewerbeschnle in Wien wird ab- und an den Landtag gewiesen. — Eine Bewerbung um 3000 si. An» lehen aus dem Kalister'schen Stiftungsfonde lann ob Mangels der genügenden Sicherheit nicht berücksichtigt werden. — Löhnungsvorschüsse für zwei Aufseher der Zwangsarbeitsanstalt und einen Hauptschubführer werden bewilligt, ein viertes derlei Gesuch abgewiesen. — (Todesfälle.) Gestern Nachmittag wurde die am 9. d. M. in Laibach durch ein schweres Leiden nach kaum zweijähriger glücklicher Ehe ihrem Gatten im jugendlichen Alter von 25 Jahren entrissene Sta-tionschefgattin Fran Hermine Edle von Schuppl-Sonn-walden. gebornc Edle von Höffern zu Saatfeld, Schwiegertochter des Hrrrn RegierungsratheS Dr. Ritter von Schöppl'Sonnwaloen. unter zahlreicher Begleitung aus allen Gesellschaftskreisen zu Grabe getragen. — In Rudolfswerth verschieb am 9. d. M. ,m 83. Lebensjahre die Kreisbuchdruckerswittwe Frau Marie Tandlei 922 geborne Wirth, Mutter des Musitalienhändlers Herrn Konstantin Tandler in Graz. — (Auszeichnung.) Unter den für ihr Verhalten im bosnischen Occuftationsfeldzuge nachträglich decorierten Armee»Angehörigen befindet sich auch der durch das silberne Verdienstkreuz ausgezeichnete Wachtmeister Anton Malavasic des Militär-Fuhrwesenscorfts. Derselbe, ein geborener Oberkrainer, soll sich um die Eruierung und Festnehmung der drei Mörder des Hußarenoberlieutenants Grafen Chorinsky anläßlich des Ueberfalles in Maglaj sehr verdient gemacht haben. — (Unsere Stadtlaftelle.) Die hiesige städtische Musikkapelle unter Leitung ihres Kapellmeisters Herrn I. Zörner konzertierte vorgestern abends zum ersten male in den neu eröffneten Lokalitäten der Casino-reftauration. Leider war der Besuch der Soiree kein so zahlreicher, um das aus 24 Musikern bestehende Orchester seine Rechnung finden zu lassen, und mußte sich dasselbe mit dem lebhaften Beifallc begnügen, der ihm für seine sowol in Streich- als Harmoniemusik ganz an< erkennenswerthen Leistungen von den Anwesenden gespendet wurde. Wenn wir mit diesen Zeilen auf die weitere Folge von Productionen der städtischen Musikkapelle hindeuten, so geschieht dies mit dem Wunsche, zu einer vielseitigen und kräftigeren Unterstützung dieses unter den gegenwärtigen Verhältnissen für unsere Stadt geradezu nothwendigen Institutes anzuregen. Nach dem Bescheide, welcher dem Ansuchen der Laibacher Gemeindevertretung um Verstärkung der hiesigen Garnison im Kriegsministerinm zutheil wurde, ist keine Aussicht auf eine baldige Hieherverlegung eines Feld-Infanterieregiments vorhanden, wir werden somit die Annehmlichkeit einer guten Militärkapelle voraussichtlich noch durch längere Zeit entbehren müssen. Daß wir unter diesen Umständen daher allen Grund haben, den thcil-weisen Ersatz, den unsere verhältnismäßig ganz tüchtige städtische Musikkapelle für diesen Mangel bictet, zu erhalten und durch materielle Unterstützung zu fördern, liegt zu fehr auf der Hand, als daß dies erst eines Nachweises bedürfte. Daß eine Landeshauptstadt ohne eine organisierte Kapelle auf die Dauer nicht bestehen kann, ist evident, gibt es doch so zahlreiche Anlässe und Festivitäten, bei denen die Mitwirkung cmcr Kapelle geradezu unerläßlich ist. Ebenso klar ist es, daß unsere, von oer Stadtgemeinde bekanntlich gar nicht subventionierte „Stadt"-Kapelle nur dann zusammengehalten werden kann, wenn ihr auch in den Sommermonaten ein dauernder mähiger Verdienst ermöglicht wird. Wir glauben daher nur im allgemeinen gesellschaftlichen Interesse zu sprechen, wenn wir hiemit dem Wnnsche Aus« druck geben, die Productionen der genannten Kapelle, die vorgestern nencroings einen erfreulichen Beweis ihrer Leistungstüchtigkeit und ihres eifrigen Vorwärts» strebens gab, mögen in Hinkunft zahlreicher als bisher besucht werden, lassen wir das Bessere nicht zum Feinde des Guten werden. — (Die Generalversammlung des Lai-bacher Volksküchen Vereines) fand gestern in den Lokalitäten der alten Schießstätte in Anwesenheit zahlreicher Mitglieder statt. Es gelangte der Rechenschaftsbericht über die Thätigkeit des Vereins zum Vortrage, und wurden die Wahlen des Ausschusses vorgenommen. Einen detaillierten Bericht über die Versammlung tragen wir nach. — (Loitscher Feuerwehr.) Eine Deputation der neu gebildeten freiwilligen Feuerwehr in Loitsch, bestehend aus dem Hauptmaun, Steigerleitmann und dem Spritzennleister, erschien gestern in Laibach, um sich bei der hiesigen freiwilligen Feuerwehr über die Han« tierung der Löschgeräthe zu informieren. Die hiesige Feuerwehr veranstaltete zu diesem Zwecke nachmittags Abtheilungsübungeu im Hofraume des Magistratsgebäudes. — (Siechen Hauslotterie.) Die Ziehungsliste über die am 15. v. M. im landschaftlichen Nedoutensaalc ftattgefuudene Gewinstverlosung der zugunsten des Lai- bacher Siechen» und Mädchen-Waisenhauses veranstalteten Effektenlotterie ist diesertage in, Druck erschienen. Exemplare derselben sind an der Pforte des Siechenhauses zu haben. — (Neuer Fahrplan auf der Rudoljf-bahn.) Am 15. d. M. tritt auf der Kronprinz Nudolf-bahn ein bis inclusive 14. Juni d. I. giltiger veränderter Fahrplan in Wirksamkeit. Die die oberlrainische Strecke der Rudolfbahn berührenden Abänderungen desselben haben wir bereits vor längerer Zeit bekanntgegeben. — (Bleiberger Union.) Die vorgestern in Klagenfnrt stattgefundene Generalversammlung der Actionäre der Bleiberger Bergwerksnnion beschloß auf Grund des Geschäftsberichtes pro 1878 die Vertheilung einer 3perz. Dividende, d. i. 30 st. per Actie. Die Einlösung des Coupons erfolgt vom 1. Juli d. I. an. — (Waggonfabrik.) In der letzten Sitzung des Kreditorcnansschnsses der Grazer Waggon- und Maschinenfabrik wurde die Einstellung des Betriebes mit Ende Mai sowie der eheste Verkauf der Fabriken bei einer einzigen Feilbietung befchlossen. Neueste Post. Wien, 10. Mai. Der Kaiser nahm das ihm von England nnd der Repnblil Nicaragua angebotene Schiedsrichteramt, betreffend eine zwischen beiden schwebende Streitfrage, an. Wien, 10. Mai. Das Abgeordnetenhaus ging in seiner heutigen Sitzung mit allen Stimmen gegen zwei in die Spezialdebatte über die Thierseuchen-Vorlaqe ein. Trieft, 10. Mai. (N. fr. Pr.) Die Stadtrathssitzung behufs Wahl des Podestü, wurde für Montag an< gesetzt. Die Nachricht, Dimmer verzichte anf die Wahl zum Podeste, ist grundlos. Die Rechte kandidiert Dimmer, die Progresso-Partei Bazzoni. Die Chancen stehen für beide gleich. Eine absolute Majorität ist nothwendig, da andernfalls die Auflösung des Stadt-rathe« bevorsteht. Pest. 10. Mai. (Presse.) In Szegedin ist das Immdationswasser gestern nm zwei Zoll gefallen -auch die Nebenflüsse der Theiß nehmen ab. Die Pilo-tierungsarbeiten am Damm der Alföldbahn werden heute beendet, die Erdarbeiten längstens am 20. d.; Theiß-Wasserstand 24 Fuß. Agram, 10. Mai. Der ehemalige Direktor der küstenländischen Sparkasse, Polit, wnrde wegen Ve. truges und Veruntreunng zu drei Jahren Kerkers verurtheilt. Madrid, 9. Mm. Se. k. und k. Hoheit Kronprinz Erzherzog Rudolf wird am Sonntag einem Stiergefechte beiwohnen. Am Montag findet großes Galadiner, eine große Revue nnd Pferderennen zu Ehren des Kronprinzen statt. Paris. 10. Mai. Der „Agence Havas" zufolge wurde die egyfttische Frage durch einen Vergleich des Khedive's mit Frankreich und England geregelt. London, W.Mai. Der „Standard" meldet aus Lahore vom 9. Mai: Iaknb Khan acceptierte sämmtliche Friedensbedingnngen, bestehend in der Vorschiebung oer Kandahargrenze bis Kojakamram, inclusive Nojak-Pah und Pischinthales, in der Abtretung des Knrumthales bis Schuturgardan und des Khyber-Passes bis Loargi. Konstantinopel, 9. Mai. (Tr. Ztg.) Es wird versichert, daß der Kriegsminister Ghazi Osman Pascha mit eim-r größeren Snite nach Livadia sich verfügen wird. Man mißt dieser Mission eine außerordentliche Bedeutung bei. Telegrafischer Wechselkurs vom 10 Mai, Papier «Rente 6645. — Silber» Rente 67- . — Gold. Rente 78 95, 1860er Staats.Anlehcn 127 -. --Bant-Actien 328. — Kredit» Acticn 259 30. — London 117 40. — Silber — —. K. l, Münz» Dukaten 5 52. — 20 ' Franken < Stücke 3 36-,,. 10!»1iclchsmart 57 75.. Handel und MkswiitMstliches, Laibach, 10. Mai. Auf dem heutigen Markte sind «M nen: 2 Wagen mit Getreide und 14 Wagen mit holz. Weizen pr, heltolit. 6 50 8^55 Butter pr. Kilo . ,? ^ Korn „ 4 23 5 7 Eier pr. Stück > - ""^! ^ Gerste « 4 6 4 50 Milch pr. Liter . ^.3^ Hafer ., 2 7« 3j2?Mndsleisch pr.Kilo "^° ^ Halbfrucht „ ------ ü,—Kalbfleisch ., ^A ^ Heiden „ 4 23 4 53 Schweinefleisch „ ^A^ Hirse „ 4 3!> 4 3? Schöpsenfleisch „ ^"^ - Kuturutz „ 4 40 4 65 Hähnoel pr. Stuck -" ^ , ^. Erdäpfel 100 Kilo 2 85-------tauben ., "7;» ^ Linsen pr. Hettolit, 7 50-------Heu 100 Kilo (alt) 1 " ^ Erbsen „ 8----------Stroh « - - l t" Fisolen „ 7-----------holz, hart., pr. mer ^ Rindsschmalz Kilo - 92 - - Q'Meter ^ ^ ^ Schweineschmalz „— 70 - -weiches, « ' ^O-- Speck, fri,ch „ — 50 — - Wein. roth,, 100 Lit. ^ ^ ^ — anräuchert „ — 60 — - — weißer „ Angekommene Fremde. Am 10. Mai. ^H, Hotel Vtabt Wien. Hellmann, Koltany, 3'^)", bH^ Kaufleute, und Dr. Vavorovsky, Wien. — Alijanlli, ' Aaram. . as^aM' "" Mohren. Sühmann. Kfm.. und Cerjov Maria, "«' ^ lilmcr. Reis.. Nabiz, — Deschmann s. Frau, "iv", Bratusch. Private, Ftume. _^__^—-^—" Verstorbene. ^. Den 9. Mai. Dem Anton Bizovi^ar seitt K"° lichen Geschlechtes. Tricstcrstrahc Nr, ^. todtgcboren, ^ I.. Dcn l 0. M a i. Michaela hribar. 3'alcrslochl«. ,^ Diphlhciitis. - Peter Zdeöar, Inwohner. 62 I, ^" AI,, ttmiil.^omH pulm. — Johann Juliana. Armcnpfrünvncl, Zivilspital, (^utn,lrll, into»t,in «llrun. ^^^^-^' Lottoziehungcn vom 10. Mai: Wien: 40 73 71 76 82. Graz: 56 80 00 5 52. ^i W «z . ^ D ' ^ W !; 2 3^ D , " "7lI.Mä^^72iÄ'"^M4 SOT'schlöäch bewölk l^^ 10. 2 „ N. 722-29 -»-10 7 O. schwach bcwöitt M"' 9 „ Ab. 724 50 -<- ? l> NW. schwach ^beiuöll^^ ' 7U.Mg. 727 24 > 8 0 SW. schwach' bewiM > ^ ." 11, 2 .. N. 72758 ^-125 SO. schiuach bewölkt M" 9 „ Ab. 729 60 -l» 6 4 O. schwach bcwöllt ^, Den 10. Regen Tag und Nacht anhaltend, ^en l ^ mittag einzelne Sonncnblicke, leichte Äcwöllung ^ ^.zMlt" geschlossene Wolkendecke, Regen. Das vorgesmge ^» -^ ^ der Wärme -<- 0 6", das gestrige -j- 2 0°, beziehuNgS'^l 3 4' und 4 1° unter dem Normale._____ ^^-— »erantw,rtlicher Redacteur: Ott, m«r «amb^H^ Danksagung. > Tiefgebeugt lion dem schmerzlichen Verluste > meines geliebten Ehegatten, des Herrn M Oeorg Aozim, > l. t. Oberrealschul-Professors, » sage ich meinen innigsten Danl für die ehrende M^, > reiche Betheiligung an dem Leichenbegängnisie, > W die vielen schönen Kranzspenden, insbesondere/' M hochverehrten Lehrkörper der l. l. ObnrcaM)^ » den hochverehrten Herren Singern der EitaN « und der lieben Realschuljugend. M Ioftsinc Ko^ina geb^Gostl^V AlN'siM^PVll'^t' ^""' ^ ^^ ^ "^') ^^ ^°^ ^^ ^^ gestrige, durch eine Allarmnachricht bewirkte Störung bereits überwunden, nicht aber in qlcichcm Grade auch d" , »^ -<^«.sl.»lVl.».»^l. der Thatsache, daß eine Sensationsnachricht sehr zweifelhafter Glaubwürdigkeit eine so bedeutende Wirkung üben konnte. Der Verkehr blieb in engen G"^ Epeculation sehi reserviert. ^^^^' »eld lüar' Papierrente........66 7b 66 85 Eilberrente........6735 6745 Voldrente.........7910 7920 Lose, 1854........117 25 117 75 » 1860........125 - 12525 . I860 (zu 100 fl.) . . . 13025 13075 ^ 1864........161 50 161 75 Ung. Prämien.Unl.....103 — 103 50 Kredits..........172^ 173 _ ittudolfs-L.........,7_. 1725 Prämienanl. der Stadt Nicn 114 70 114 80 DonaU'Rcgulierungs.Lose . . 109— 10950 Domäner. < Pfandbrief« . . . 143^. 14350 vesterr. Schahscheine 1881 rück. zahlbar.........101 - — — Oestcrr. Schatzschcine 1882 rück» zahlbar . .......100— 100 25 Ungarifchc Goldrentc .... »290 ^3 -Ungarische Eisenuahn-Anleihe , 10? 30 108 .. Ungarische Eiscnbahn-Anleihe, Cumulativstückc......107 75 103-- Ungarische Schaßanw. vom I. ^^ ^^ Vlnlehen der Stadtaemeinde nu„. in « st .... 99- 9925 «'" .^ ^ ^ Silbcraulden , . 100 ^ -^ " Krainische Vrundcntlastungs'^« Geld 9150. Ware " ^ ils Nachtrag: Um 1 Uhr 15 Minuten notieren: Papierrentc 66-7l. bis S6 80. Tilberrente t»7'35 bis ü?4i. G»ldrente 79 10 bl» 79 15, Kredit 260 60 bis 2S0'70. slnll ^ 114 50. London 117-50 bis 117 80. Napoleons 9-»8'/, bis 9 »9. tzilb« 1W-— ii« 100-. ^