./»K «8V. Mittwoch am AS. December «85« Die Lailxicher 3eit,l»q" erscheint, mit Ailsmihim dcr Sonn- uni» Feiertage, täglich, >,„!> fnffct ninlmt den Vcilaqen im Gomvtoir c, an,jährig 11 fl halbjährig 5 fl 3« fr mit .ssreu^'ant, im (io»N't kr. m,hr zu entrichten. M i t der Post vo r t°, frei ganzjährig, unter Krcnzl'and >md gedrückter Mres> 1» fl halbjährig 7 ft. M fr. — In seration sgcbiih r fnr eine Svalten^ile oder ^en Nc»„„ dersell',, nr ,m-„,,lige <5m!ch.'tt»..g 't f'., fi'r zwe.n.al.ge ^ fr. „>r vre»,n>!,ge 5 kr E.. M. Inserate l'is 12 Zeilen losten 1 ss. f,,r 3 Mal, 50 fr. mr 2 Mal u»o 40 lr, s,.r 1 Vial ein.'n chalt n 3>l dies.» '.l'>,hren ist »ach dem „provisorische» (Aesche vm» <.. November <«50 für I»sertionsstä»,pel" noch l0 fr. snrleinc jcde^,«il>ge Einschaltnng hinzu zn rechnen Amtlicher Theil. <^e. k. k. apostol. Majestät haben mit allerhöchst unterzeichnetem Diplome den Hanptmann im Geniestabe, Heinrich Hentzi Edlen v. Arthurm, in den ihm bereits mit der allerhöchsten Entschließung vom 11. Inli d. I. znr bleibenden ehrenden Anerkennung des Heldemmtthes seines, in aufopfernder Vertheidigung der Festung Ofen gefallenen und dafür des Maria Theresien-Ordens würdig befundenen Vaters, des General-Majors Henyi Edlen v. Artbnrm, allergnädigst zugesprochenen Freiherrnstand zu erheben geruht. '"^/ '^^, Se. k. k. apostol. Majestät haben mit allerhöchster Entschließung vom 7. December d. I., dem Hofsecretär des Geneval-Nechnuugsdirectoriums, Richard Freiherrn v. Lazzarini, die k. k. Kämmereröwürde aller-gnädigst zu verleihen geruht. Se. k. k. apostol. Majestät haben mit allerhöchster Entschließung vom 10. December d. I.. den Nach des Mailänder Crimmalgerichtes, Altton v. Carcano, und den Prätor r». Tolmezzo, Johann Toffoli, zu Nachen dei dem Ober-Landesgerichte in Venedig aller^ gnädigst zu ernennen geruht. Bei der Staats-Centralcasse slnd von den verschiedenen Ländercassen 46,690.000 fl. in Neichsjchatz-scheinen und 1,07U.0l)0 fl. in 3perc. Centralcasse-Anweisungen eingeflossen, welche zu Zahlungen des Staates nicht mehr hinausgegeben werden dürfen. Diese Geldzeichen werden am l.'i. December d. I. in dem Verbrennhanse am Glacis öffentlich vertilgt werden. Dnrch diese Vertilgung wird jedoch keine Aenderung in der Summe des circulirenden Staatspapiergeldes bewirkt. Vom k. k. Finanzministerium. Wien, am N. December 18!!2. Nichtamtlicher Theil. Die Ginführung des bürgerlichen Gesetzbuches ,md Aufhebung der Aviticitat iu Ungarn. Im Zusammenhange mit der Einführung des bürgerlichen Gesetzbuches in Ungarn und den Neben-' ländern jst die Aufhebung der Aviticität unbedingt! der wichtigste Schritt zur Hebung der Prosperität dieser Länder, zur Feststellung eines gesicherten Besitzstandes und znr angemessenen und zeitgemäßen Ausbildung der Nechtsidee. Es ist bekannt, dast unter der Aviti-cität ein Inbegriff von Erb- und Heimfallsansprüchen verstanden wird, die gegen den Besitz adeliger liegender Gründe im Prozeßwege geltend gemacht, sehr oft bewirkten, daß derselbe umgestoßen und der zeitweilige ^bher gegen einen Eutschädigungsbetrag veranlaßt !""^n konnte, das Gut zu räumen. Wie unendlich Kniend ein solches Verhältniß auf den Werth der ^"ter u„d auf den Stand deS Besitzes im Allge-^eil,en einwirken mußte, ist zu augenfällig, um ver-/>unt zu werden. Wir entnehmen dem wichtigen kaiserl. patente vom 2!). November, wodurch die Aviticität '"Ungarn und ""geude wesentliche Bestimmungen: „Das nach dem früheren ungarischen Staatsrechte bestandene System der königlichen und Palatinal-schenkungen hat außer Kraft zu treten und das darans abgeleitete Heimfallsrecht wegen Mangel der in der Schenkung berufenen Erben und wegen der in den bisherigen Gesehen bezeichneten Treulosigkeit («uco^si« li^oi ix noil,) wird aufgehoben." „Private dürfen unter sich den Besitz von Gütern oder Gerechtsamen aus dem Grunde königlicher Dona» tionen, wie anch sonstiger königl. Privilegien und richterlicher Urtheile dnrch keinerlei neu einzuleitende Prozesse, als: <>x purilnle «ttnwlionj«, <>!' l-IklnacsUnam l'!»nlll ,^Inw!i(»n<>m, :,nl'M tw nolum o0lilr:> «-onlilzllilUionci!! «lululioni l»s»>»<»»i!,l>m lxcupntol-un,, l»nIU!»^1.<»,.iIit>Nl'N,, inVllIiM I«««lNN«Nli, ml i-^Iilic^Itt.n.'in ) geltend gemacht werden, wenn seit der Zeit des Entstehens solcher Ansprüche bis zur Wirksamkeit des allgemeinen bürgerlichen Gesetzbuches noch nicht 32 Jahre verflossen sind. Ueber die blsher noch nicht erfolgten Ansprüche dieser Art muß jedoch bei sonstigem Erlöschen derselben binnen Einem Jahre, vom Tage der Wirk-, samkeit des allgemeinen bürgerlichen Gesetzbuches an, der Prozeß eingeleitet werden." „Die vor der Wirksamkeit deS allgemeinen bür-gerlichen Gesetzbuches geschlossenen Eigenthumsübertragungen von Liegenschaften (lu«5w l'oi-WN"!,«, c«m-t)iu'N) ll'nnsgclw, konuen weder aus Ansprüchen, welche nach den bisherigen Gesetzen aus der Eigenschaft der Güter flössen, durch neu einzuleitende Prozesse, als: »n»s«ejmli«is),« noch wegen Mangel eines öffentlichen Siegels bestritten werden. Bis jetzt unter Prioat-siegeln geschehene Perennal-Uebertragungen haben dieselbe Kraft, wie die unter öffentlichen Siegeln er-richteten." „Hinsichtlich der Perennal-Uebertragungen «vegen tren geleisteter Dienste sm^sjpljo pl^'Nlml^ <»l» lj,'vllll<0) kann das Nückfallsrecht nicht mehr ausgeübt werden." „Auf dem Grunde deS früheren Besitzes und Genusses einer Liegenschaft, sowohl im Ganzen, wie in Bezug auf die Gränzen, kann der gegenwärtige Besitzstand, wenn seit dem Aufhören des früherm Besitzes bis zur Wirksamkeit des allgemeinen bürgert lichen Gesetzbuches 32 Jahre verstrichen, und ohne oaß in diesem Zeitraume gegen den Besiper der förmliche Prozeß eingeleitet worden wäre, durch neu einzuleitende Prozesse, als: »lolmuli« rcjwkjlion.'l!« ,>x U5U) motuli« ex nnn,« nicht mehr anqefockten werden." „Ist jedoch beim Eintritte der Wirksamkeit des allgemeinen bürgerlichen Gesetzbuches ein Znttaum von 32 Jahren noch nicht verflossen, so sind Pro^sse der erwähnten Art binnen Einem Jahre, bei sonstigem Verluste deS KlagerechteS, einzuleiten." Oesterreich Trieft, 11. December. Die h. k. 5. . d. M. wurden die schweizer'schen Telegraphen von dem Publicum zur Bemiynng übergeben. Wir vernehmen, daß sämmtliche waffenfähige Bewohner der von den Montenegrinern eroberten Fe» stung Zabljak niedergemacht, die Greise, Weiber und Kinder verschont wurden, die Kanoniere aber mit der Bedingung lebend blieben, daß sie von nun an die linkischen Kanone» zum Vortheile ihrer Eroberer bedienen werden. (Tr. Z.) * Wien, 12. December. Um den Parteien den Erlag der Militär-Befreiungstaie zu erleichtern, hat daS k. k. Kriegslninisterlum, im Einvernehmen mit dem k. k. Ministerium des Innern und der Finanzen, bewilliget, daß das für das Königreich Ungarn gemachte Zugeständniß, wornach die nach der a. H. Vorschrift vom 23. December 1849 zu erlegende Militär-Vefreiungstaxe, mit Ausnahme jener Orte, wo sich eme Kriegscasse oder ein Provinzial-Kriegs» Zahlamt befindet, bei alleu Sammlungs- und Steuer« cassen erlegt werden darf, auch auf andere Kronlcmder ausgedehnt werde. Ausgeschlossen sind die Recruti» rungsssüchtigen und die <^x oMeio Gestellten, von welchen letzteren jedoch die paßlos betretenen Individuen eine Ausnahme machen, da diesen die Mllitür»Be, R228 freiung gegen Tarerlag gestattet ist. Von den bereits assentirten Militärpflichtigen, die zum Tarerlage berechtiget sind, darf die Tare dann nicht angenommen werden, wenn der dritte Tag nach der Asseutirung des Befreiungswerbers bereits verstrichen ist. * Der 13. Ausweis der eingegangenen Beiträge zur Errichtung des Nadetzky-Monumentes beträgt 3321 fl. 37 kr., mit den frühern zusammen 13.188 Gulden 31 kr., und mit Zuschlag des Ueberrestes nach den bezahlten Auslagen bei der Restauration 18.474 fl. 44 kr., also zusammen: 31.663 Gulden 33 kr. C. M. " Aus Belgrad erfährt man, daß gegenwärtig die Frage in Verhandlung steht, ob in Hinkunft der Fürst ohne Erforderniß der Zustimmung des Rathes nicht seine Räthe selbst zu wählen und dieselben zu entlassen befugt sein soll, und ob die Minister nicht nur ihm allein verantwortlich sein sollen. In dieser Angelegenheit ist am 29. Nov. im Rathe Sitzung gehalten worden. Deutschland. Berlin, 9. December. Der „CarlSr. Ztg." wird von hier unterm 4. d. M. geschrieben: „Die Zollfrage neigt sich jetzt entschieden einer baldigen Ausgleichung zu. Die Verhandlungen werden zunächst zwischen Preußen uud Oesterreich geführt, welches letztere dabei zugleich im Namen und Auftrage der süddeutschen Verbündeten handelt. Als Grundlage der Einigung wird von beiden Seiten die Aufrechthaltung des um den Steuerverein erweiterten Zollvereins, nebst Abschluß eines umfassenden Handelsvertrags mit Oesterreich anerkannt." Hannover, 8. December. Wie die „Z. f. N." hört, hat das Consistorinm das Präsentationsrecht des hannover'schen Magistrates für die erledigte Prediger-stelle an der Kreuzkirche, zu der Prediger Steinacker gewählt ist, als verfallen erkannt und ist mit dem Cultusministerium bereits über Besetzung der Stelle iu Verbindung getreten. Großbritannien und Irland London, 7. December. In der gestrigen Siz-zung des Oberhauses seßte Marqnis von Clauricarde seine FreihandelSmotion anseinander, worauf Lord Malmesbliry die Umgestaltung der französischen Republik in ein Kaiserreich und die Erwähluug des Prinz-Präsidenten zum Kaiser in nachsteheudem Vortrage dem Hause anzeigte: „Es ist meine Pflicht, den edlen Lords ein Er-eigniß anzuzeigen, das Sie Alle seit lange erwartet haben müssen, welches aber, trotzdem es so lange erwartet und vorhergeseheu wurde, an seiner Wichtigkeit nichtS verliert; ich spreche von der Notification, welche der Negierung Ihrer Majestät vom Minister des Auswärtige» in Paris gemacht worden ist, des Inhalts, daß die franz. Nation beschlossen habe, ihre Verfassung aus einer Republik iu ein Kaiserthum umzuändern und die Würde des Kaisers auf die Person des Prinz-Präsidenten der Republik zu übertragen. Diese Notification wurde mir letzten Donnerstag gemacht; nachdem ich sie der Negierung Ihrer Majestät mitgetheilt hatte, haben die Diener Ihrer Majestät es für recht gefunden, ohne weitere Zögerung Ihrer Majestät herzlich («orcli»!!^) zu rathen, diese neue, von der französischen Nation, behufs ihrer eigenen Negierung gewählte Verfassung anzunehmen und an-zuerkeunen. Bekanntlich war es unsere Politik seit 22 Jahren — seit der Pariser Revolution vom Jahre 183t) — die verfassnngsgemäße Doctriu anzuerkennen, daß jede Nation das Recht habe, sich ohne fremde Einmischnng ihren Souverän zu wühlen, und daß ein derart frei gewählter Souveräu, möge er nun Souverän oder Herrscher, oder wie immer genannt werden, wenn er nur ä^ lucln der Beherrscher des Landes ist, als der Souverän desselben anerkannt werden soll. Wenn früher irgend ein Zweifel über deu deutlich ausgesprochenen Willen der Franzosen, bezüglich der Wahl ihres Souveräns obwaltete — wenn ein Zweifel über ihre bestimmt alisgesprochene Absicht hierüber in irgend einer frühern Zeit obwaltete, so muß ich sagen, daß es bei dieser Gelegenheit wenigstens unmöglich ist. ihre unzweifelhafte Bestimmung zu mißverstehen, da sie drei Mal in der soleunsteu Weise, bezüglich derselben Person in der öffentlichsten Weise, von der die Geschichte ein Beispiel geben kann, ausgedrückt wurde. Als die Revolution und die Ne> publik auf die Monarchie Louis Philipps folgten, befand sich der gegenwärtige Kaiser der Franzosen in diesem Lande. Er ging nach Frankreich, ohne den Hebel der Stimmbewerbung iu Bewegung zu setzen, der gewöhnlich bei Wahlen von minderer Bedeutung, oder auch bei so hochwichtige»! Wahlen in Anwendung gebracht wird. Er ging nach Frankreich mit nichts, wie ich sagen kann, als einem Namen — einem Namen, der aber so groß in Frankreich ist, daß ihn sichtlich ein Zauber umkleidet, dessen Wirkung Europa erst aus der Erfahrung schätzen lernen konnte. Wir konnten in der That wohl begreifen, daß das Schicksal Napoleons, in dem eine so bunte Mischung unermeßlichen Ruhms und Unglücks lag, wunderbar darauf berechnet war, alle Sympathien der menschlichen Natur anzuregen; es kann uus daher uicht wundern, wenn er einen dauernden Eindruck auf ein Volk machte, das er so lange und in so großartiger Weise beherrscht hat. Kaum aber hätte Jemand in Europa außerhalb der Gränzen Frankreichs voraussetzen können, daß der Zauber (i^liss«!) jenes Namens so lange, so anhaltend und so stark, 37 Jahre nach seiner Abdication zu wirke« vermögen würde, daß sein Neffe im Laufe vou vier Jahren in drei verschiedenen Charakteren vor der französischen Nation zu erscheinen im Stande war — zuerst ohne die Hinzugaben eines Hofes oder einer assistirenden Regierung als einfacher Präsident der französischen Republik mit einer Kammer, dann als absolnter Präsident der Republik, ohne irgend eine'constitntionelle Regiernngs-form, endlich als Kaiser desselben Volkes — und daß er zuerst von 6,000.000, dann von 7.000.000 und zuletzt fast von 8,000.000 Stimmen in seiner Macht bestätigt wurde, welche fast die ganze Gesammtheit der erwachsenen männlichen Bevölkerung Frankreichs repräsentirt. Es ist jetzt nicht an der Zeit, über den Grund einer so außerordentlichen SchansteUllNg der Gesinnung und Ueberzeugung von Seiten der französischen Nation nachzugrübeln; ich denke aber, daß der Grund, aus welchem wir seit so langer Zeit die Macht jenes Namens in Frankreich aus den Angen verloren, darin liegt, weil wir nicht hinlänglich beobachteten, daß bis zu dem jetzigen Augenblicke bei den Veränderungen, welche in jenem Lande Statt fanden, nur ein Theil der Bevölkerung befragt und berücksich» tigt wurde. Alle diese Veränderungen wnrden in Paris allem durchgeführt; in Paris allein sind die Schicksale Carl X. und Louis Phllipp'S entschieden worden; die alleinige Stimme der Pariser hat die Republik im Jahre 1848 eingesetzt; obwohl nnn beiden Regierungsformen nacheinander die stillschweigende Zustimmung des Landes zn Theil wurde, so wurde denu doch bei keinem Anlasse, bis zur Erwählung des Präsidenten der Republik im Jahre 1848, die ganze Masse, der ganze Körper der französischen Nation befragt, welche Negierungsform sie vorzöge, welche Art von Mann ihr Noth thäte. Eine, eine einzige Erinnerung schien unter deu Massen der französischen Nation beständig und gewaltig die Oberhand gehabt zn haben; der Grund hiervon dürfte nach meinem Vedünkeu leicht gefunden werden. Im Jahre 181!;, zur Zeit der Restauration, wurde die französische Armee, eine enorme Armee, aufgelöst; sie strömte wieder an die heimatlichen Herde, in Mitten der Bevölkerung in Massen zurück; zu Tauseuden und Zehntansenden kehrten die Gefangenen auS allen Theilen der Welt heim, und wir nehmen die Zahl durchaus nicht zu groß an, wenn wir sagen, daß 400.000— ÜU0.000 Menschen, die sämmtlich eine sire Idee, eine Verehrung im Herzen trugen, ihre Heimat wieder sahen. Zwanzig bis dreißig Jahre sprachen diese nur von einem Manne; der eine Mann war das große Ideal ihrer Einbildungskraft; obwohl sie nnn seine militärischen Verdienste und seinen Ruhm uicht übertrieben haben mochten, so schilderten sie ihn doch mit vollem Enthusiasmus, dessen sie nur fähig wareu. Alles dieses konnte an der nachwachsenden Generation nicht spurlos vorüber gehen; mir scheint es, daß der Same, den jene Manner in den Provinzen Frankreichs ausstreute», jetzt an der Frucht ersichtlich ist, die bei diesem Anlasse zu einem Kaiserthum herange- reift ist. Im Hinblick auf diese unermeßliche Gesin« nungsdemonstration von Seiten der französischen Nation, war es unmöglich, für die Regierung Ihrer Majestät, — selbst wenn dieß uicht die gebräuchliche Politik gewesen wäre — Ihrer Majestät nicht allsogleich und vom ganzen Herzen zur Annahme und Anerken-nnng des Kaiserthnms zn rathen. Eine, nur eine einzige Ursache hätte uns zur Verzögerung in Erthei-lnng dieses Rathes veranlassen können; ich freue mich aber, sagen zu können, daß dcr gesunde Sinn des jetzigen Kaisers, in Voraussicht der Schwierigkeit, der Regierung zur Beseitigung der Schwierigkeiten, die sich sonst hätten ergeben können, zuerst entgegen kam. Ich meine hier einen einigermaßen zweideutigen Ausdruck, der im Bericht des SenatSconsnltS vorkömmt, sich auf den Präsidenten der Republik bezieht, und mit dem Titel in Verbindung steht, den er anzunehmen gedachte — den Titel Napoleon lll. Dieß hätte der Regierung Ihrer Majestät Veranlassung geben können — wenigstens hatte sich Jedermann zu solcher Voranssetznng veranlaßt gesehen — wie man es in gewöhnlicher Ausdrucksweise versteht, und wie es gewöhnlich verstanden wird, wenn man von regieren» den Häuptern spricht — dem Träger einen Anspruch erblichen, retrospective,, Rechts anf den Thron zn geben — daß er nämlich in gerader, legitimer Linie abstamme, und kraft dieses Rechtö jetzt den Thron Frankreichs bestiege. In Voraussicht dieser Schwierigkeit hat nun der jetzige Kaiser die Iüitiatioe des ersten Schritts ergriffen und der Regierung Ihrer Majestät die offenherzige Versicherung gegeben, w,»ch das andere ^ unterjochen, eine Ungereimtheit 'st, daß das eine ^ so mächtig oder unabhängig ftin kann. lim das andett unterjochen zn können, "»d daß der Krieg daher m>^ los sein müßte - '""'los. weil er grausam. l»'d gransam, weil er "Ntzlos ist." Gsmnnischeft Ucich. a Vonstantinopel, 2!). November. Die b> Pforte hat am 2(i. Nov. l. I. (Mnharem 126!') eine amtliche Note den verschiedenen zu Constantino' 1229 pel residireuden Gesandtschaften zustellen lassen, worin der definitiv gefaßte Vcschlusi, die Stationsschifffahrt der fremden Dampfboote im Vosphorus zu uiuersa-gen, knndgethai, wird. Es wird sich in dcr Note auf den nenlichcn Artikel deS halbamtlichen „Ionrnal de Constantinople" ausdrücklich bezogen, übrigens darin erst vollkommen klar gemacht, das; es sich mir um die Zwischenfahrten von einer Station des Vospho-rus zur anderen, und nicht etwa um eine Beschrankung der allgemeinen, internationalen Seeschlssfahrt handle. Dessenungeachtet ist erst abzuwarten, ob die zunächst betroffenen Unternehmungen (der österr. Lloyd bleibt dadurch vor der Hand fast ganz unberührt) eben auS dem Grunde der bisherigen stillschweigenden Duldung, und weil die in dcr fraglichen Note angezogenen türkischen Reglements nichts weniger als klar und erschöpfend erscheinen, nicht eine schwer abzuweisende Veranlassung finden möchten, Schadenersatz zu verlangen. Einstweilen sind den betreffenden Unternehmungen drei Monate als Frist znr Einstellung der Vosphorusfahrten gegeben worden. Diese Frist wird am 26. Februar 18il3 abgelanfen sein. — Das türkische Ämtsblatt bestätigt in ziemlich ausweichenden Ausdrücken die Einstellung der Kriegsoperationen im Hauran bis zum nächsten Frühjahre. Neues und Neuestes. Wien, 14. December. Das a. h. Armee-Ober-commando hat beschlossen, das schöne, eine Stuude außerhalb Cilli gelegene Schloß Neu-Cilli für ein k. k. Cadetten-Iustitnt anzukaufen. Die benachbarte Gemeinde Sachsenfeld hat sich zur unentgeltlichen Bei« stellung von 2000 Sand- u. 100 Tagfnhren, 10.000 Dach- und 10.000 Mauerziegeln, dann die Gemeinde Dobritschendorf zur ebenfalls unentgeltlich?,, Abtretung des Gemeindegrundes, behufs Anlegung einer Schwimmschule und des Weges dazu, bereit erklärkt, welche Anerbieten allerhöchsten Ortes beifällig aufgenommen wurde». Telegraphische Depeschen. " Berlin, 111. December. Freiherr v. Vrnck ist heute durch den Grafen v. Thun dem Ministerpräsidenten v. Manteuffel vorgestellt worden uud wird nächsteus bei Sr. Maj. dem König Privataudicnz haben. — Paris, 13. December, 11 Uhr NachtS. Der spanische Gesandte übergab seine Beglaubigungsschreiben. — Madrid, 10. December. Eine kömgliche Cabinetsordre verbietet alle nicht autorisirteu Wahlversammlungen. * Vonstantinopel, 4. December. Die hiesige Nationalbank hat die Annahme des Staatspapier« gelbes als Zahlungsmittel plötzlich verweigert. Dem Vernehmen nach will die Bank liquidiren. Wegen des einfallenden Feiertages dürfte heute über die wahren Motive dieser Maßregel nichts zu erfahren sein. Eine Deputation des Handelsstandes begibt llch zum Großvezier, um Erklärungen einzuholen. Wechselaccepte der besten Häuser werden protestirt, alle Zahlungen müssen in klingender Münze geleistet werden. Omcr Pascha w,rd zunächst nicht nach Con-stantinopel gerufen werden, doch wird er das Commando gegen Montenegro übernehmen, und die Operationen noch in diesem Winter beginnen. Die Frage des heil. Grabes ist endlich dahin geschlichtet worden, daß, unbeschadet der freien Uebnng des Gottesdienstes am Grabe des Erlösers durch die Gläubigen aller christlichen Konfessionen, Frankreich das Protectorat und der katholische Patriarch den Schlüssel zur heil. Grabescapelle erhalten soll. — Der magyar. Sprachforscher Bczeuczy, der gegenwärtig hier verweilt, will den Ursitz der Magyaren in China entdeckt haben. ?" dmer Pascha'S Schwägerin, Frau v. Simunich, '^ in Begleitung eil'es ungarischen Flüchtlings nach ^vlidon abgereist. — Athen, 7. December. An der türkisch-griechischen Gränze haben sich große albanesische Räuberbanden angesammelt. Man fürchtet eme gewaltsame Verleyung des griechischen Gebietes. Feuilleton. Des Witzes Ursprung. ^s fragte Lucifer in altm Zcitcn: Ob iwcl/dn' Mmschhrit in dcr Schwäche Schranlcn Äiur Gott dem Hrrrn selbst beuge dic Ocdllntcn? Und wollte zur Einpönuig sic vcrlcitcn. Gcschlcchtcr sah' cr harmlos sich vcrbrcitcn Im Waldc glcich dcn wuchcrud jimgcn Rankcn; Voll willcu ZorncS, daß sic fcigc sankcn, Versprüht cr Funscn, dic scin Wort bcglcitcn. Und rasch hat cr dcS Witzcs Pfcil g.scndct, Das mattc Mcnschcubild dannt zu liöhucn; Doch ward bic Waffc jchncll zurückgcwcndct. Da licß scin Lachen dcn Granit crdröhncn: „Du schlugst mich sclbst! mcin Kind ist ccht vollendet, Und wird,' dcm Vatcr gleich, sich nic vcrsöhncn." Innsl'ruck. Anna Schuler. Untergang des Dampfschiffes »Vic toria . TTeber den Untergang des Dampfschiffes „Victoria" an der schwedischen Küste findet sich in „Gocheborg's Handels-och Sjöfarts - Tidning" folgende Meldung: „Das den Herren Brownlow, Pearson «l Comp. in Hull gehörige Dampfschiff „Victoria" von 240 Pferdekraft, geführt vom Capt. John Hurst, verließ am (>. Nov. d. I. mit eiuer Ladung Stückgütern, Maschinerien nnd Stahl, für Kopenhagener und Petersburger Rechnung bestimmt, Hnll. Bis zum Abend des «ten war die Reise ohne aUc Störung glücklich gegangen, dann aber traten Ereignisse ein, die das Schiff und einen Theil der Passagiere uud die Besatzung einen Raub der Wogen werden ließen. Das Schiff war glücklich um halb 8 Uhr Cap Skagen passirt, nnd nahm die Richtung anf das Leuchtschiff von Tnndeln. Um halb 10 Uhr kam anch ein Leuchtfeuer in Sicht, das man für das ge-nauute hielt, nud dem uach steuerte. Inzwischen erforderten Unreinlichkeiten, die sich in der Maschine gesammelt, daß diese gestopft werden mußte, und w^ihrelld man mit der Reinigung derselben beschäftigt wm-, u„ters.,chte der Capita,, das Meer uud den Horizont. Auf der ei„e>, Seite zeigte sich ih.„ «in heller Streif, in der Richtung »ach vorn aber glaubte er dunkle Wolkenschlchten zu erkennen, die Zweifel in ihm über den richtigen Cnrs des Schiffes erweckten; doch als er sein Mißtranen gegen den Steuermann anSsprach, behauptete dieser, daß sie wenigstens noch 16 Meilen vom Lande wären. — Die Maschine war inzwischen gereinigt, und begann zu arbeiten, und wurden außerdem, da der Wind günstig, 2 Segel beigesetzt. Kaum war jedoch das Schiff in Fahrt, als der Rnf ertönte — „Brandung vorn aus!" — Augenblicklich licß der Capitän die Maschinen rück-warcs arbeiten, doch vergebens, sie waren nicht im Stande, gegen den Sturm, der die Segel gepackt hielt, anzuarbeiten, und nach einigen Augenblicken stieß das Schiff sachte auf eine blinde Klippe. — Es war N Uhr Abends, die Nacht schwarz und finster, unter Angst und Schrecken stürzten die Passagiere, fast unbekleidet anf das Deck, ein Theil derselben, sowie ein Theil der Besamung bemächtigte sich des einen Bootes, um darin ihre Rettung zu versu: chen. Der warnenden uud befehlenden Stimme des Capitäns gelingt es jedoch, 12 Mann der Vesaynng zu ihrer Pflicht zurückzuführen. Kaum sind die 3 Passagiere nebst 5 Matrosen, wclche das Schiff verlassen, abgestoßen, so verschlingt sie das Meer. Alle Nothsignale, die man mit der blauen Laterne zu geben versuchte, waren vergebens; zusammengedrängt auf dem Hinterdeck mußten die Zurückgebliebenen eine lange Nacht des Schreckens und der Angst verleben; der Sturm nahm mit jeder Stuude zu; immer höher wälzten sich die Wogen über das Schiff, bald hier bald dort einen Theil desselben mit sich fortführend. Endlich graut der Morgen, es wird Tag, doch nun erst zeigt sich die Gefahr in ihrer ganzen Größe, dcr Fockmast nebst dem ganzen Vor-dertheile des Schiffes sind verschwunden. Vom Lande ist keine Hilfe zu erwarten. Die Brandung umtobt fürchterlich die nackten Klippen. Hilferuf dringt hindurch. ES ist tt Uhr, da entschließt sich der Capital,, die Rettung mit den ihnen gebliebenen 2 Booten zu versuchen. Drei Damen nebst der Aufwärteriu, die die ganze Nacht die größte Geistesgegenwart und Seelenruhe gezeigt hatten, nebst !l Mann der Be> satznng, verlasse» zuerst das Schiff. Ihr Muth wurde belohnt, sie erreichten glücklich das Land. Eine Stunde später wollen die Zurückgebliebenen mit dem letzten Boote (Lebensrettungsboot) daS Wrack verlassen, doch eS zeigt sich, daß es beschädigt, und nicht im Stande ist, Alle aufzunehmen, und der Capitan nebst fünf Mann der Vesatznng, bleiben ohne Aussicht auf Rettung zurück. Bis gegen Mittag trotzt das Hinter-theil des Schiffes den anstürmenden Wogen, doch dann bricht auch dieß zusammen, und reißt den Ca-pitän mit in's Meer. Es gelingt ihm eine Planke zu erfassen, uud sich so lange an dieser zu halten, bis er von Lootsen von Hönö in dem Augenblicke, als die letzten Kräfte lhn verlassen wollten, aufgefischt wird. Nachdem er sich erholt, gelang es ihm, die Lootsen durch flehentliches Bitten und Geld, daS er glücklicher Weise in seinen Taschen hatte, zu be-wegen, mit ibm nach dem Wracke zurückzukehren, und die Rettung der noch Uebrigen zu versuchen; diese gelingt ihnen; auf dem Dampfkessel, dem einzigen uoch aus dem Meere hervorragenden Theile, hatten die i> Mann den letzten Schuh gegen die Wogen gefunden, kurze Zeit, nachdem das Lootsenboot fie Alle anfgenommen, war auch dieser verschwunden. In der Lootsenwohnung auf Hönö fanden sich dann die Schiffbrüchigen wieder zusammen, und von den armen Bewohnern wurde ihnen die liebreichste Anfnahme zu Theil. Hier erhielten denn auch die Damen die nothwendigsten Kleidungsstücke. Am andern Tage gelangten sie Alle hier an, wo ihnen die herzlichste Theilnahme bezeigt wurde. ! Die 3 Damen, Misses Gooomann, Wing und Wilson, waren auf dem Wege nach Petersburg, um dort Gouvernantenstellen in vornehmen russischen Familien anzutreten. Durch den Schiffbruch aller ihrer Habseligkeiten beianbt, nnd in die dürftigste Lage versetzt, wurden sie durch Fürsorge des engl. Consuls nicht allein außerordentlich großmüthig unterstützt, sondern ihnen auch die Reise über Stockholm nach Petersburg ermöglicht. D«e Namen der Verunglückten sind folgende: Mr. Holmes, Iugeuieur und Leiter einer Leinenfabrik in Alerandrowsky; seine Leiche ist aufgefischs, er hatte einen Lebensretter von Gutta Percha n,n den Leib. Dann 2 BrüderHughes, ebenfalls in Alerandrowsky angestellt. Dann die Heizer Robert Hamkis, John Gardham. John Heron, Jos. Gumison nnd Schiffsjunge Ticket. Die Ladung des Schiffes war außerordentlich, eine vollständige Einrichtung einer Leinenweberei war am Bord; den Werth der Ladung schätzt man auf 200 Tausend Pf. St.; 200 Menschen sind beschäftigt, um drm Meere diese Schätze zu entreißen, und wird anch ziemlich viel geborgen. Die erste Auction brachtt 15.000 Thlr. schwedisch Banko. Jedenfalls ist das Unglück durch den Irrthum hervorgerufen, daß der Steuermann das Leuchtfeuer von Vinga für das von Trmdeln gehalten Hai; doch behauptet der Capitän, ein erfahrner und geprüfter Seemann, der seit vielen Jahren diese Gewässer befahren, daß Abweichnngen des Compasses, erzengt dnrch die große Quantität Stahl- uud Elsenwaren (40 Tons), die an Bord waren, die Catastrophe herbeigeführt haben. Wie dem aber auch sein mag, der Verlust bleibt groß, um so mehr, da daS Schiff uicht versichert war." Venefice , Anzeige. Laibach, 14. December. In der Theaterwelt hat der Name M osen-thal gleich bei dem Erscheinen des Volksschauspieles „Deborah" sich einen ehrenvollen Platz errungen, und sein „Deutsches Dichterleben oder Bürger und Molly" konnte denselben nur noch befestigen. — Nächsten Donnerstag am 16. d. wird nun „<«?«««» vn» ^> >>»«<>" von demselben Verfasser zum ersten Male ,n Laibach, und zwar zum Vortheile der ersten Liebhaber,,, Fräulein Vuckenau, vorgeführt werden, und mit Vergnügen machen wir alle Theaterfreunde auf diese Vorstellung besonders aufmerksam. Die Beneficiantin hatte sich zudem in vielen Parthien des Beifalles des Publicums zu er-freueu, was vereinigt mit der tresslichen Wahl ein stark besuchtes Hans, und somit einen genußreichen Theaterabend in Aussicht stellt. Druck und Verlag von I. v. kleinmayr uud F. Bamberg in Laibach. Verantwortliche Herausgeber und Redacteure: I. v. Kleinmayr und F. Vambera. Telegraphischer Eours«Bericht der Staatspapiere vom 14. December 1852. Staatsschuldverschreibung«« zu 5 plit. (in <5,M.) «4 betto .4«/2 . . 8^11/16 betto „4 „ „ 75 1/2 Darlehen mit Verlosung v. 1.1839, für 250 at. Livorno, für 30U ToScanische Lire. Guld, «12 G. 2 Monat. London, fur 1 Pfund Sterlm, Gülden i ^ ^ , ^ Bf ^ Monat. Mailand, für 300 Oesterreich. Lire, Guld IN Vf. 2 Munc,t. Marftlllc, si,r M) sslansen. . Ould. 133 Ü/4 Vf. 2 Munnt. ^.iris. fs» W0Fra»fcu , . (»uld. <34Vf. 2 Ml'iuil. K. ,ss. Mi'mz - Ducaten.....1» 1/8 pr. Cent. Agio. Gold- und Silber»Oourse vom 13, Dec. 1«52. Brief. Geld. Kais. Mimz-Ducatm Agio .... — 19 dcttu Rand- dto „ . . . . 1« 3/4 <^nlli »l m«rc« „ .... — 181/2 NapulconSd'or's „....— 9.7 Souvcrainsd'or's „ . . . . — 15.40 Nuß. Imverial „ . . . . — 9.20 Friedrichsd'or's! „ . . . . — 9.26 Gngl. Soveralngs „ . . . . — N.20 Silberagio ....... — 14 Fremden-Anzeige der hier Augekummene» und Abgereisten Den 13. December 1852. Hr. Brige, engl. Oberst; — Hr. Hildebrand,— und Hr. Casasi, beide Handelsleute, u. alle 3 von Wien nach Triest. __ Hr. Rotihetti, Privatier, von Wien nach Mailand. — Hr. Scaramarga, Privatier, von Gratz nach Triest. — Hr. Hö'lzel, Handelsmann, von Wien nach Udine. Den 14. Hr. v. Staler, Rentiei', — und Hr. Stumpf, Pi-ivatiel', beide von Wien nach Triest. — Hr. Moritz Jong, Handelsmann, — und Hr. Heinrich Sachi, Handelsagent, beide von Triest nach Wien. — Hr. Peter Iop, — u. Hr. Jacob Iop, beide Bürger, von Udine nach Agram. Z. 1784. (^l) Danksagung. Der Beamte der Laibacher Zucker-Raffinerie von Arnstein st Gskelcs, Hr. Stefan Aihovsky, ist nach einem zweijährigen Krankenlager heute verschieden. Obwohl nicht lange in dem genannten Etablissement angestellt, hat dennoch die Direction der Fabrik, wie schon bei vielen andern Fä'Uen, den Dahingeschiedenen wahrend der ganzen langen Bauer seiner Krankheit auf das großmüthigste mit allem Erforderlichen unterstützt, und dadurch einen neuen glänzenden Beweis des bekannten Wohlthä'tigkeits, sinnes geliefert. Im Namen des Verblichenen glaubt nun den gefühlten Dank für alle erwiesenen Wohlthaten aussprechen zu müssen ein freund des Verstorbenen. Laibach am >3. December 1852. Z. 1752. (3) Warn n n g. Es dlene hiemit für Jedermann zur Kenntniß, daß das unweit dcm Coliseum gelegene Ringelspiel mein, und nicht Eigenthum des Herrn Johann Auschltz lst, daher demselben weder etwas darauf geliehen noch in Kauf genommen weroen kann. Peter Gilly. Z. l?74 (l) Nothgedrungene Erwiederung. Die vom Herrn Peter (^illy gegen mich rllaffene Warnung weise ich mit Gntriistunst zurück und es diene hiemit Jedermann zur Kemttniß, daß ick der alleinige und rechtmäßige Eigenthümer des unweit dem Colifeum gelegenen Ni»a,e!spttles bin, dasselbe auch factisch besitze und nach Lehre des §. 323 a. b. G. zur Angabe des Titels nicht aufgefor dert werden kann. Johann Auschitz. 3. 1786. Für die Mitglieder und Tlieilnelimer des l'» Gewinnt £ i>" €¦ e w 1 ¦¦ ¦¦ t tm Hummer wi JVuntimep a i — 100 Die Aussolzuriff Moses. ()() Der Erznliler. c 201 ¦— 300 Die Ausselzimp: Moses. ! ff 3001---3100 Der Krzsililer. d 301 — 400 Der Erzähler. ffff 3101— 3200 !.>i« Hninnnirciürn. e 401 — .'500 Der Erziililer. ! lili 3201—3300 I)i(' K»m!inl«clür«. f SOI. — 600 Der Erzähler. ü 3301-3400 Die [{oiiianlecliire. g (jol — 700 Die Romanloclür«. I kk 3401—3Ö00 Die Komanlectüro. h 701 __ #()() ])ie Aussolzuri«? Moses. ü 31101—3000 Dio Aussetzung Moses. i 801 — 000 Der Erzähler. mm 3001 —3700 D<>r Erzähler. k 901-1000 Der Erzähler. nn 3701- 3800 Der Erzähler. 1 1001-1100 Der Erzs.hkr. oo 3801- -3000 Der Erzähler, in 1101-1200 Die Jiomanleclüre. . pp 3001- 4000 Die Koiminlcetüre. n 1201 — 1300 Die Ausselzuno- Moses. ; qq 4001—4J00 Die Koinanleotiire. o 1301 — 1400 Die Komarilectüro. rr 4101—4200 Der Erzähler, p 1401 — l.fi00 Dis,s 4201—4300 Der Erzähler. q 1801 —ißOO Die Romanleclür*;. It 4301—4400 Die Romanleclüre. r 1(501 — 1700 Die Ilomanleclüre. uu 4401 -41)00 Die Hornanleelüre. s 1701—-1800 Die Aussetzung Moses. vv 4JJ01— 4(>00 Der Erzähler. t 1801__1000 Die Aussetzung Moses. wvv 4001.......4700 Der Erzähler. u 1901—2000 Die Aussetzimg Moses. xx 4701-4800 Der Erzähler. Y 2001—2100 Die Romanleclüre. yy 4801 — 4000 Die Romanleclüre. w 2101—2i:>0)(DieRoinarileclüre(vor.i,r.Sc}»ri(v.) zz 4001—.'5000 Die Koinaiilecli'ire. 9 21S1—2200)!(DieR(Hrianlectüre(""'"i«"-Sohrist.)j A S001—S100 Die Romanleolüre. x 2201—230O Die Romanlectüre. ' B Kl01— K200 Die Romanleclüre. y 2301—2400 Die Aussetzung Moses. C .'5201—«300 Die Romanlectüre. z 2401—2.rJ00 Die Aussetzung Moses. i I) K301- —«400 Die Romanleclüre. aa 2Ö01—2ö00 Der Erzähler. E «401— ««00 Die Romanlectüre. bb 2601—2700 Der Erzähler. F ««01—««80 Die Romanleclüre. cc 2701—2800 Die Romanleclüre. Bis nun ist nur eine Parlhie des Kunstblattes: IlomaiilccÜirc» — von Wien hier eingelangt. Die zu dessen Empfang Berechtigten wollen dasselbe gefälligst in den näclifttcn Tajjo», VormittAgg von 10 bis II Unr oder \aolinii*cM*i]>tioii für da« neue Vereinwfalir 1853 angenommen, wciUsrs aber auch der, einzelnen Theilriehmern etwa erwünschliche ytuMtaiiMCli der ihnen zugefallenen Vereinsarescfieaike, der schon dermalen bezüglich der Aussetzung Moses und der Roinanlectüre Statt finden kann, nach Thunlichkeil vermittelt. Laibaeh am 13. December 18«2. Für das leitende Comite des Laibacher Filial - Kunstvereines der Vorstand: Andreas Graf Ilolienwart. Z. 1453. (6) Umsonst " sind zu haben die neuen Kaiser !>««« .lo«<»l ff. Silber-20", nämlich^ zu jedem :lfl.- Lose der Lotterie vom 16. December des ^n»-l5>>n<««'?' ^«litiir«llo« 8pit»z8 1 Stück 20' blank bei Gefertigtem, der sich auch empsichlr für den 2. November mit »4t5T«<5vz(;»,- 10 fi. Losen (Haupttreffer dießmal ausnahmsweise 44000 fl.); für den 1!>. December mit 3^8t^i'«>«»^- ^" ^ ^sw> für den 2. Jänner mit ^««no - Rentenscheinen n 14 fl.; für den 1l). Jänner mit HVaKl" »t^in- 20 fl. Losen :c. :c. :c. ^ ^ ^. Ioh. Ev. Wutscher, Handelsmann am Marienplatze.