Mbllcher W Zeitum. Nr. 13. Pr»num«lation«plei«: Im llomptolr zanzj. N äl, hl>lbj, ft, 550, ffilr die Zuftcllung in« H»»» h'lbj, «, lr. Mil d« Post ,»nzj, ft. 15, halbj. ? >0, Donnerstag, 16. Jänner. Inscilionsgebül: Für lleine 3ns«a^^^^ ">u "'"ßte e.ne Vere n- zufBn?/v^ergellen"' """' ^er Verfassung Dnrch- derT^iber'?^^ ^«'bt: „Wer d ^. 'l "' ^'ter der Publizistischen Anregung ncht"ad !ü/"^"^^lse" stcht, w'ss'en wir war PK ^. ^ '.?. ll""b kann angenomuicn werden, daß e^D'Herbst n.cht ist. Im übrigen bemerkt d H°^ ganz rrchtig, daß es dem Dr. Rieger u cht anstehe, ui derlei Verhandlungen zu treten Was aber dem emen nicht recht' ist, das ist den ande n mcht billig. Und Dr. Herbst ist der aller chte d r e was untertchnmt wurde, w^ chm nicht ^/st, Recht wä^«!5^'^7^r ^"""^" erklärt: „Mit Ebeu^ n "^ ^''' ^ das Äiandat hiezu brsitzl-u? wch^ ei.tt te!' '"^^'" bediugnnaslos m den Rnchs- hun s w^ i.^'" ""Z ^' ^'chen das Gleiche gemchenl" ^"" ""^"^ '"^l zum Nachthelle Handelsvertrag zwischen Oesterreich-Ungarn und Italien. Oes^.Vl^n"^ und Schiffahrtsvertrag zwischen ?H"ch° Ungarn und Italien vom 27 Dezember aeord"3 'ü'""^' °ls Reg.er.iilgsvorlage für das Ab-lagm'V7' i'n- Verthe.luug gelangt. Als Bei. L und c) -, n''^beu beigegeben: 1.) die Tarifes Ital^n di T "'^ d" ijoUe bei der Einfnhr'nach U ma n .n>>^^ ^' der lKinf.ihr nach Oesterreich. El cubahuverkehr und die Zollabfertigung auf E.seu bahnen, die Nichtzulassung der italieuilcheu rln e . hanen zum Hausierhandel, sowie den Vorbehalt, die Entrichtung der Zölle in Gold unabhängig von der Einführung der Goldwährung zu fordern w,^?l"/^V- 1 des Vertrages behandelt die w chselseltlge Glelchstellung der Angehörigen beider ^. Niederlassung, der Ausübung wi d^/^^^?^"ltrirgeschäfte,i :c. Im Art. 2 M «^l l"'l"^"/ der Geschäftsreisenden und das Matttbesnchsrecht e tgestellt. Art, 3 stipulierl die A steiung vo,l 3)iilitärlasten. Art. 4 regnliert die Er-weronng beweglicher und nnbeweglichcr Gnter. Art ^ du» Inrlsdlttion. Inl Art. 0 ist die Unznlässigkeit aller (tm-, Ans- und Durchfuhrverbote allsgedrückt ""0 m Art. 7 die gleichmäßige Einränmnng aller ijollbegnnstignngcn. Art. 8 jetzt die Vehandlnng der ^zarcl! nach den beiden Tarifen fest nnd Art. U die Ausnahmen davon. Art. l0 reguliert den Grenzver-«Hr. Art. 11 handelt von den Zollformalitäten, «M. 12 von dem Verhältnis der Handelswaren zu UN mneren Abgaben, Art. 13 von der Controlle der Goldschmied» und Schmnckwaren, Art. 14 vom Zoll-"rtell. Art. 15 vu,i der Unzulässigicit der Stapel-und Umschlagsrechte. Art. 16 von dem Marken- und ""tujterschutze und Art. l7 von der Behandlung der Schifte beider Staaten einschließlich der Cabotage. Art. 18, 19 und 20 bestimmen die weiteren Verhältnisse des Schiffsverkehrs. Die Art. 21, 22 und 23 enthalten die Bestimmungen über die Benützung der Kanäle, Chansfeen nnd Eisenbahnen. Art. 24 stivu-liert die Bahnanschlüsse. Declaralionen und Revisionen der Waren und die Zollabfertigung. Art. 25 regelt die Kousularvertretung und Art. 20 das literari'sche nnd artistische Eigenthum. Art. 27 setzt die Dauer des Vertrages bis 31. Dezember 1887 fest und Artikel 28 den Natlficatlonstermin zum I. Februar 1878. Das Organisationsstatut sür Bosnien. Das in nnsrrem gestrigen Blatte bereits kurz besprochene Organisationsstatut für Bosnien und die Herzegowina zerfällt, wie bereits hervorgehoben wurde, m zwe, Thell> Wahrend der erste Theil die Grnnd-züge einer deftmlwen Verwaltung der beiden Provinzen anf der Basis des Berliner Vertrages bringt, enthält der zweite die Bestlmmnngcn, mittelst de,cn unter Ankullpfnng an die bestehenden Verhältnisse die nenen besseren Zustände angebahnt werden sollen. Das politische Schwel-gewicht liegt nnstrellig in dem zweilen Theil. Die Uebergangsbestimmnngen beanspruchen chon deshalb das größere politische Interesse, weil ste die Richtschnnr für die Verwaltung der seit dem ersten dieses Monates fungierenden boinifch-herzego-wimschen ^ndesregierung luldm. wogegen die in dem ersten Theil enthaltenen G 6er Hauptsache uach zunächst nnr als Vm,^.^ einer znkunfligen Orgamjation zu betrachten sind. Pas ..Fremdenblatt" vom 14. d. M. widmet dem Statute nachstehende sympathisch gehaltene Besprechung: „Was dmch die Ueuergangsbcstunmungen sch-gesetzt wird, steht in vollem Emtwng mit den von der gelnelusmiieil Ncgieiling und ganz besonders von dem Reiche Fmallziniillster Baron Hofmann den Delegationen ertheilten Versprechungen. Als oberstes '^'U'z'P fur die Vcrwallnng ist der Grnndsatz ausgestellt daß Bosnien nnd die Herzegowina d,e Kosten oer Verwaltuug nnd Investition ane den eigenen Landeseinnahmen zu bcstleiten haben. Demgemäß ist die Landesregierung angewiesen worden, bei der Ein« nchtuug des Administratlonsapparates ein besonderes Augenmerk darauf zu richten, dah nach und nach die Forderungen der österreichisch.ungarischen Monarchie, vor allem die Kosten der Occupation, der Erhaltung und Repatriierung der Flüchtlinge, hereingebracht werden. Es versteht sich von selbst, daß über das Bestreben, die Monarchie möglichst zn entlasten, nicht der eigentliche Zweck der Occupation, die Herstelluug einer besseren, auf gerechteren Prinzipien beruhenden und Dauer und Stetigkeit verbürgenden Ordnnng beeinträchtigt werden darf; aber angesichts der nichts weniger als glänzenden Finanzlage in beiden Reichs» Hälften verdient es volle Anerkennung, daß die ge meinlamc Regierung an dem Grundfatz festhält, die auf Bosnien und die Herzegowina verwendeten Summen feien den beide,! Provinzen volgeschossen. und es müsse nicht allein möglichst vermieden werden, neue außerordentliche Ausgaben auf Kosten des Reiches zu Ettatz''fü"''dil"s 5? l" ""4 darauf hinzuarbeiten, lulten Mi, s, / b" ""wendeten Summen zu er-?^ H" Nudgetverhältnisse re.lich ^rbs .n i/. "'^Z ^"bwl Brille des D? Vlbst ange,chaut Oesterreich-Ungar,, hätte, selbst w n d.e occnpler en Lander niemals im stände sein MW,, die Verwaltnngskosten aus ihren eigenen Mit-trln zu decken, die bisherigen Zustände in' jenen Gebieten mcht länger dulden dürfen, und es wird für die Opfer, zn deneu es durch die bosnische Actiou gezwungen wnrde, anf alle Fälle ill der Ausbreitung seines wirthschaftlicheu und politischen Einflusses in! den Baltanländell, seine vornehmste Entschädigung sucheu müssen ' aber andererseits sind doch die Opfer welche die Occupation unserer Monarchie auferlegt )"t, viel zu groß, als daß nicht jedes Bestreben dieselben nach Thnnlichteit herabzumindern, mit Genua-lhnnng zn begrüßen wäre. „Die Uebergangsbestinimnngen stellen weiter als leitenden Grnndsatz auf, daß bei Anbahnung der neuen Zustäüde möglichst an die bestehenden Verhältnisse angetnüvft werde. Die frühereu Behörden nnd Ge. richte smd in den Nahmen der neuen Verwaltung emgcfügt worden; die ehemaligen türkischen Beamten slnd. soweit nicht die Interessen des Landes das Gegentheil forderten, in ihren Stellen belassen worden. Ebenso sind die bisherigen Gesetze und Normen in Kraft geblieben, doch ist dem Lanoeschef das wichtige Recht eingeräumt worden, im Einverständnis mit der gemeinsamen Regierung da, wo dies das Wohl des Landes oder die Interessen der österreichisch-ungarischen Monarchie gebieten, Aenderungen vorzunehmen. Die bisherigen Erfolge der Administration beweisen, daß die Prinzipien, von denen man sich bei der Einrichtung der Verwaltung leiten ließ, die richtigen waren. Die Behörden functionieren in beiden Provinzen uu-gestört; seit drei Monaten ist nirgends ein Fall von ernster Widersetzlichkeit vorgekommen; Christen und Muhamedaner sehen mit jedem Tage mehr ein. dah Oesterreich-Ungarn ebenso den Willen wie die Kraft besitzt, eine auf dem gleichen Recht für alle basierende Ordnung herzustellen. Der aus Serajewo telegrafisch signalisierte Bericht, den die in ihre Heimal zurückgekehrte bosnische Deputation über ihren Aufenthalt in Wien und Pest erstattet hat, ist ein neuer Beweis fur die sich immer mehr vollziehende Klärung der Ansichten. „Unzufrieden mit der Entwicklung der Dinge in Bosnien sind im Grnnde nur diejenigen, welche jedes Hinausgreifen Oesterreich-Ungarns M'r seine Glenze verurtheilen — die Gegner des Grafen Andrassy, welche noch vor kurzem profezeiten, nnsere Monarchie werde sich an der bosnischen Action verbluten, und die jetzt verdrießlich sind, weil sie als falsche Profrten dastehen. Wer überhaupt will, daß Oesterreich Ungarn, was es begonnen hat, auch vollende, kann es nur billigen, daß die gemeinsame Rrgiernng, sobald der eine Theil der uns übertragenen Aufgabe, die militärische Occupation, durchführt war. an die Aus-sühning des zweilen Theile, an dir Emrichttmg emer geordneten Aomimstlation ging. Die heute wieder laut werdende Anficht, die Regierung hätte mit der Em-richtnng des Verwaltungsorganismus so lange warten sollen, bis die staatsrechtliche Stellung der beiden Provinzen geregelt sei, ist uns nicht verständlich. Die gegenwärtige staatsrechtliche Stellung Bosniens und der Herzegowina basiert auf dem Artikel 25 des Berliner Vertrages, durch welchen unserer Monarchie ohne irgendwelche Beschränkung die militärische Besetzung und bürgerliche Verwaltung der beiden Länder über-, tragen wirb. Das Orgamsationsstatut aber beruht auf dem uns durch den Kongreß eingeränmtsll, von dem Snltan durch die Ratification des Berliner Vertrages anerkannten Recht. Allerdings ist die Möglichkeit nicht ausgeschlossen, dah sich die orientalische Frage in einer Welse entwickelt, durch welche das staatsrechtliche Verhältnis Bosniens und der Herzegowina, wie es der Berliner Bertrag fixierte, hinfällig wird; aber was die Zu-kunst bringen wird. kann. mag man die Entwicklung auch noch so zuversichtlich vorausjehen, für die Einrichtung der gegenwärtigen Verwaltung nicht maßgebend sein. Mit der Herstellung einer geordneten Verwaltnng in Bosnien uud der Herzegowina so lauge zu warten, bis es möglich ist, die staatsrechtliche Strllnng in beiden Provinzen definitiv zu regeln, hieße daselbst die Anarchie als ein Provisorium von vielleicht sehr langer Dauer proclamieren. Das entspräche aber wahrlich nicht den mit der Occupation übernommenen Verpflichtungen und noch weniger den Interessen der Monarchie. Die gemeinsame Regierung, indem sie die Iniliative zu der Einrichtnng der Administration in beiden uns l'ilier^ tragenen Provinzen ergriff, zog damit nur die Con-sequenzen der Occupation. Sie ist sich der Verantwor-tnng. die sie damit übernommen hat. vollbewußt, aber sie hofft auch, daß es ihr nicht fchwcr werden wird, die zn ihrer Controlle berufenen parlamentarischen Körperschaften zu überzeugell. daß. was sie zur Herstellung einer geordneten Verwaltung in Bosnien und der Herzegowina gethan hat, durch die Ehre und die Interessen Oesterreich-Ungarns geboten wurde." Vom englisa>afghanischen Kriegsschauplatze. Der afghanifche Feldzug dürfte fein vorläufige« Endergebnis haben -- Kandahar ist von den engl'-schen Truppe" ohne Widerstand besetzt woiom. D,e indo-britische Regierung »nag nun im Besitze vo" Djchellalabad und Kandahar ruhig die weitere 6'"-Wicklung der Dinge abwarten. Mazarisch''>',"" der flüchtige Emi'r Schir Ali mit dem ruff'schrn Vei -ral Rosganoff eingetroffen ist, liegt im ""/"'^..?„ ghanistan. also jenseits de, Hindutusch zw'sche" Khulm I 06 und Balk, und zwar nur zwanzig und einige Kilometer von letzteren» Ort, dem alten Bactra, entfernt. Die früheren Nachrichten, daß er den Oxus bereits erreicht oder gar überschritten habe, sind alfo verfrüht gewesen. Das „Journal de St. Petersbourg" erklärt in einer seiner letzten Nummern lurz und bündig, daß Rußland dem flüchtigen Emir die Gastfreundschaft nicht versagen, im weiteren aber ihn nicht im Unklaren lassen werde, daß e3 weiter für ihn nichts thun könne. — Dem „Standard" wird von seinem Korrespondenten über das Gefecht zwischen General Roberts und den Afghanen am 7. d M. bei Matund folgendes vom selben Datum aus Khost gemeldet: „Unser Lager hin ist in einer großen, fruchtbaren Ebene gelegen, die von Bergen umgeben lst. Hie und da sind wellige Bodenerhebungen in der Ebene, die mit zahlreichen Dörfern besäet ist. Früh morgens langte athemlos ein Bote von unseren Vorposten mit der Nachricht an, daß über tausend Mongols und andere in den Dörfern östlich von uns, nahe dem Fort Matund, versammelt seien und zu einem Angriffe auf unser Lager sich anschickten. Eine Abtheilung der 5. Pendschabreiterei ward zum Vorrücken gegen sie ausgesendet, um sie in die Ebene zu locken. Das Manöver gelang; der Feind strömte, angesichts der Geringfügigkeit der Truppe und ihrer anscheinen« den Ungeneigtheit vorzurücken, aus den Dörfern ill die Ebene hinab und eröffnete ein heftiges, aber ziemlich unschädliches Feuer auf die Pendschabs. Major Bulkelry galoppierte jetzt mit den Zehnerhußaren (Europäern) auf den Schauplatz. Die Mongols, wol 200^) an Zahl, verließen sofort die offene Ebene und nahmen Stellung an der Seite eines rauhen Hügels, der nordöstlich vom Lager liegt. Durch ihr wildes Feuer wurden zwei Mann getödtet. Die Hußaren und Penoschabs stiegen hieranf vom Pferde und eröffneten ein Feuer mit ihren Carabmern, so stetig, als wäre es enl Scheibenschießen. Die Wirkung war beträchtlich. Major Williams entschloß sich, einen An^ griff mit der Eingebornenreiterei zu machell, und stürmte direkt gegen den Hügel vor. Einige der Mongols wurden luedergesäbelt, aber die Reiter tonnten sich nicht halten, da die Afghanen gut unter den Felfen geschützt standen und vollkommen das Terrain beherrschten, bis zu dem die Reiter hatten vorstürmen können. Als General Roberts zum Schauplatze ritt, ward ein heftiges Feuer aus den Dörfern östlich des Lagers eröffnet. Es war jetzt klar, daß der Angriff ein ernstlicher war. Die 2s. Pmdschabinfanterie und die Gebirgsbatterie Nr. A wurden zur Nnterstützuug der Reiterei im Norden ausgesendet, und die 2i.Pend« schabinfanterie mit zwei Geschützen und einem Trupp Bengaltavallerie wurde zum Vorrücken gegen die Dörfer im Osten beordert. Kaum hatten sie sich in Bewegung gesetzt, als ein heftiges Feuer im Süden und Westen des Lagers eröffnet ward und wir so für dcn Augenblick die Zielscheibe für ein Feuer ringsum bildeteu. Der Femo ward um diese Zeit auf volle 5000 Mann geschätzt. Mehrere Kompagnien der 72er Hochländer mtt zwei Geschützen rückten gegen die Angreifer im Südwesten aus. Ueber vier Stunden hielt sich der Feind Mlt großer Standhaftigkeit, und wir tonnten nur wenig Boden gewinnen. Dann begannen die Feinde allerseits nach den Hügeln zurückzuweichen, unfähig, das Feuer unserer Hinterlader und die Wirkung unserer Granaten auszuhalten. Nahe den Dörfern im Süden machte Major Stewart mit 30 Mann von den 5. Pendschabrettern einen glänzenden Angriff auf einen Trupp von 1000 Afghanen, von denen 40 getödtet und eine große Zahl verwundet wurde. Nur Ein Offizier von den Eingebornen-regimentern ward getödtet, alle anderen kamen wohl-behalten zurück. „Als die Feinde sich gänzlich nach den Hügeln zurückgezogen hatten, ward Befehl gegeben, die Dörfer im Osten zu plündern und dann niederzubrennen. Nach der Plünderung wurden die Einwohner fortgetrieben; 90 Männer, die am Kampfe theilgenommen, wurden zu Gefangenen gemacht. Hierauf wurden die Dörfer angezündet. Unfer Verlust betrug: 2 Mann todt nnd 8 Mann verwundet, was als Ergebnis eines länger andauernden Kampfes zeigt, daß die Feinde, obgleich tapfer, einfach verächtlich als Schützen sind. DeZ Feindes Verlust muß sehr bedeutend sem. Ihre Verwegenheit, bei hellem Tageslichte anzugreifen, erregte allgemeines Erstaunen. Sie hatten ursprünglich einen Nachtangriff beabsichtigt, gaben aber, im Vertrauen auf ihre Zahl, glücklicherweise diese Idee auf. Sie sind zwar geschlagen, aber nicht gänzlich entmuthigt, so daß wir eines neuen Angriffes gewärtig sein müssen." Hagesneuigkeiten. -— (Herzog von Esvartero I') Der berühmte spanische Staatsmann und Heerführer, Marschall Don Baldulnero Esvarteru, Herzog von Vittoria, ist ain 9, d, M. in Logrono im Alter von 87 Jahren gestorben. Espartero kämpfte bereits im Jahre 1808 als Student in einem Freiwilligenbataillon gegen die Franzosen, kam später in die Militärschule zu Leon, wurde 1811 Offizier. 1815 im Kampfe gegen die Aufständigen Süd- amerika's Major, 1822 Oberst. Im Jahre 1833 wurde er nach Ausbruch des Bürgerkrieges Generalkomman-diereuder von Biscaya, 1836 interimistisch Armee-Ober^ kommandant, dann Vizeköuig von Navarra und General-tapitän der baskischen Provinzen. Er kämpfte siegreich gegen Don Carlos und wurde 1839 zum Herzog von Vittoria und Granden erster Klasse ernannt. Dann wurde Espartero Ministerpräsident und am 8. Mai 1841, nach Abdankung der Költtginregentin, Reg/nt von Spanien und Vormund der minderjährigen Königin Isabella. 1843 wurde er von der revolutionären Junta abgesetzt und floh nach England. Im Jahre 1848 wurde er wieder in seine Würden eingesetzt, 1854 wurde er abermals Ministerpräsident, 1850 zog er sich in das Privatleben nach Logrono zurück, wo er bis zu seinem Tode verblieb. — (Wenn man seinen Nekrolog liest.) Londoner Blätter bringen über den verstorbenen Lord Brougham, dessen hundertjähriger Geburtstag vor kurzem gefeiert wurde, folgende Aneldote: Lord Brougham setzte einst das Gerücht von seinem eigenen Tode in Umlauf. Er empfand eine heftige Abneigung gegen Mr. Barnes, den Redacteur der „Times", und war folglich sehr begierig, zu wissen, was Barnes, der seinen Haß erwiderte, über ihn sagen würde, wenn er todt sei. Im Laufe einer Reise nach Schottland benutzte er einen seinem Wagen zugestoßenen Unfall zur Ausspren-» gung des Gerüchtes, daß er getüdtct worden, und er trieb den Scherz so weit, daß er sich seinen Sarg be» stellen nnd alle Anstalten für sein Begräbnis treffen ließ. Damals gab es weder Eisenbahnen noch Telegrafen, uud einige Tage lang waren die „Times" ungläubig. Redacteur Barnes sendete indeß einen Reporter per Extrapost nach dem Norden. Derselbe begab sich nach dem Hause Lord Broughams, und als ihm der Sarg mit einein Leichentuche darüber gezeigt wurde, kehrte er überzeugt uach London zurück. Am nächstfolgenden Tage brachten die „Timel" eiue Biographie Broughams, von der jede Zeile mit in Gift und Galle getauchter Feder geschrieben zu sein schien, Brougham bereitete der Scherz — so wird wenigstens versichert — das größte Vergnügen, während Barnes immer erbitterter geworden sein soll. — (Die asiatische Pest) ist zwar nicht die älteste der Geißeln, von denen die Menschheit heimgesucht worden ist, aber vielleicht die furchtbarste; alle Kriege Napoleons haben zusammengenommen nicht so viele Menschenleben verschlungen, als eine der Pestepidemien des Mittelalters oder der Neuzeit. Die neuere Wissenschaft faßt die Pest als eiue coutagiüse Vlut-vergiftungstrankheit cuif. eiuzelne nennen sie eine „Kran-heit des lymphatischen Apparates". Das Auftreten der Pest ist ein so charakteristisches und von so grauen» erregenden Nebenumständen begleitetes, daß man das Entsetzen begreift, das sie allezeit eingeflößt hat. Die Pest ist — darüber ist mau heutzutage so ziemlich einig — eine contagiöse Krankheit, eine Austeckungs-trantheit. Sie wird durch Berührung von Kranken sowie durch Berührung von Dingen, die von Krauteu benützt wurden, leicht übertragen. Baumwolle, Seide, Kleider, häusliche Geräthschaften haben sich als gute Pestleiter erwiesen. Es scheint, als ob es in der Regel etwa sieben Tage nach crfolgter Aufnahme des Kraut-heitsstojfes bedürfe, um das Leiden zum Ausliruch ge, laugen zu lassen. Es treten nacheinander eiu Gefühl des Unbehagens und der Beängstigung, dann ohnmachtähnliche Znstände ein, donn bricht die Krankheit acut aus; am Halse, au den Weichen oder unter den Armen bilden sich, nachdem schon einige Zeit hindurch ein lokaler Schmerz vorhergegangen, die Beulen aus, die das charakteristische Merkmal des schrecklichen Leidens bilden. In der Regel zeigt der Kranke zwei Beulen, selten mehr als vier, sie sind manchmal von der Größe eines Gänse-Eies. Gleichzeitig mit den Pestbeulen, aber zahlreicher als diese, erscheinen am Körper des Kranken die Pestcarbunlcln, blau(nt.e 1'uul1w>'i»,nt,o" bemerkt — der Name erklärt zur Genüge diese Form der Krankheit. Anscheinend gesunde Leute, stürzen wie vom Blitz getroffen nieder, und sterben uach einigen Tagen, manchmal nach einic,eu Stunden, unter den olien geschilderten Erscheinungen, die im normalen Verlauf eine Frist von wenigstens acht bis vicrzehu Tagen ausfüllen. Heilmittel gegen die asiatische Pest hat man bis jetzt nicht. Europäische Aerzte haben Pestkranken die Beulen aufgeschnitten uud cauterisiert, allein es war kein Erfolg wahrzunehmen. Doch würde, sollte heutzutage die Pest irgendwo im zivilisierten Europa auftreten, gewiß Chinin und Digi» talin (im Fieberstadium) angewendet werden. Europa hat sich seit anderthalb Jahrhunderten hicdurch iu erfolgreicher Weise gegen die Pest geschützt, und ist jetzt infolge von lebhaftem Handel uud Verkehr die Ver-schleftpungsgefahr viel größer, fo stehen dafür auch den Regierungen ganz andere Mittel zugebote, um der Verschleppung entgegenzuwirken. Veil dem heutigen Staude der Dinge soll eiue erfolgreiche Bekämpfung der Pest durch Grenzüberwachuug, Isolierung verpesteter Örtschaften und Häuser keine unübersteiglichen Schwierigkeiten bieten. Pestfällc mögen vorkommen, aber die Pest wird auf europäifchcm Boden (von der Türlei und vielleicht Rußland abgesehen) uicht leicht mehr epidemisch auftreten, die Vorbedingungen hiezu fehlen, — (Die durchschnittliche Lebensdauer) beträgt nach gemachten Beobachtungen bei Geistlichen 65, Kaufleuten 62, Gelehrten und Landleuteu 61, Militär-Personen 5)9, Juristen 5)8, Künstleru 5)7 und Aerzten 56 Jahre. Nach den Ländern classificiert: für Nußland 21. Preußen 29. Schweiz 34, Frankreich 35, Belgien 36 und England 38 Jahre. Diese letzteren, scheinbar viel ungünstigeren Zahlen erklären sich leicht durch die große Sterblichkeit vor erreichtem 20. Jahre. Wir können die gesammte Einwohnerzahl auf Erden zu tausend Millionen abschätzen, davon sterben jährlich 333.333,333, täglich 91.824, stündlich 3730, iu jeder Minute 60, Einer also per Sekunde, Von diesen täglich und stündlich Sterbenden steht der vierte Theil noch im Kindesaltcr, zwei Viertel, also die Hälfte, vor dem 20. Lebensjahr, Von tauseud erreichen zehn das 65),, zwei das 80. und eiuer das 100. Jahr. Kurz, wie unser Lebe» sein mag, erscheint es doch lang im Vergleich mit dem Leben derer, die mit uns die Erde bewohnen. Nur der Walfisch, der Elefant, einige Vögel und Reptilien leben länger als der Mensch. Das Rl)i« nozeros und das Hippopotamos leben 70 Jahre, das Kameel 5>0, der Hirsch 30, die größeren Katzen, die Rinder, das Pferd, der Esel gegen 25, der Huud und seiu Geschlecht 18, Schafe, Ziegen, Gazellen ic. 12, die Katze 10, Hasen, Kaninchen, Meerschweinchen höchstens 8, Mäuse 5> bis 6 Jahre :c. fokales. Aus dem Vemeinderathe. Laib ach, 14. Jänner. (Schlich,) III. Berichte der Polizeisection. GR. Dr. Keesbacher referiert namens der Section über provisorische Verfügungen znr Regelung der städtischen Schlachtvieh- und Fleischbeschau und stellt folgende Anträge: 1.) Die hinsichtlich der Vieh- und Fleischbeschau der in der städtischen Schlachthütte zu schlachtenden Rinder von Seite des Magistrates bereits getroffene!« Maßregeln werden zur Kcmlmis genommen. 2.) Hlnfichtlich der Beschau des in Laibach geschlachteten nnd all» hiesigen Fleischmarkte feilgebotene» Fleisches von Kleinvieh hat u) der Vieh- und Flcischbeschauer die bekannte» Privatschlachthäuser mindestens an den Hanftlschlacht-tagen einer Revision zu unterziehen, und lst für die-selben eine Haufttschlachtstunde zu fixieren; d) sind die Gastwirthc und Fleischselcher zn verpflichten, Schlachlnna.cn, die sie m Häusern vornehmen, dem städtischen Vieh- und Flelschbeschaner anzumelden, damit derselbe oder sein geprüfter Stellvertreter die Beschallung gegen eine vom Magistrate zu bestimmende Taxe vornehmen kann; c) der Stadtmaglstrat wird ermächtigt, zur mikroskopischen Untersuchung von Fleisch uud andere» Gcnußmittelu ein kleines Mikroskop zu dem beiläufige» Preise von 50 fl. allzuschaffen. 3.) Hinsichtlich des vom Lande eingeführte» Fleisches hält der Gemeinderalh die in Oraz übliche (iamionshülterlegung an den städtischen Linien vo» Seite der Verkäufer für die einzig wirtsame Maßregel, um die Zufuhr und den Verkauf unbefchaute» Fleisches zu verhindern, und wird der Stadtmagistrat wulftragt, sich diesfalls mit der Verzehrungssteuer-pachlung ins Einvernehmen zu setzen uud über das Resultat dieser Verhandlungm, sowie eventuell übe» die Höhe dieser (taulioneu an den Oemeinderath zu berichten. Bis zur Durchführung dieser Maßregel jedoch ist der Grundsatz festzuhalten, daß das vo»> Lande eingeführte Fleifch ohne Besichtigung durch de» städtischen Fleischbeschauer und ohne Vorzeigung des Bcschauzettcls des auswärtigen Fleischbeschauers (ß 8 der Viehbeschau-Ordnung vom W. August 1839), bei Strafe nicht auf dem Markte verkauft werden dürst'. 4.) Der Gemeinderath sieht in der Durchführn»!» obiger Beschlüsse nur eine provisorische Abhilfe der bezüglich der Vieh- nnd Fleischbeschau hierorts bestehenden Ucbelstände; um aber in dieser hochwichtige» Frage den Boden zu definitiven und ausreichende» Maßregeln zn gewinnen, wird der Stadlmagistrat beauftragt, die Vorerhebuugen zum Baue eines allgemeinen, sowol das Groß- als auch das Kleinvieh umfassenden steinernen Schlachthauses zu veranlasse» nnd dein Gemeinderathe ein diesbezügliches Projekt sammt den Kostenvoranschläll,en sowie unter Angabc des approximativen Erträgnisses eines solchen Hauses nöthigenfalls anf Grundlage vorausgegangener Besicht tignng bestehender neuer Schlachthäuser durch de» städtischen Ingenicnr, sowie anch Plan und Koste»' Voranschlag und approximative Erträgnis einer pro' visorischen Kleinoichschlachthütte vorzulegen. ,07 GR. Dr. Bleiweis bezeichnet die von der Section vorgeschlagenen Maßregeln, obwol er dieselben gutheißt, doch nur als halbe, mit denen es nicht mög-uch sem wird, den beabsichtigten Zweck zu erreichen. Die wirksamste Maßregel wäre seiner Ansicht na^ öle. daß man dle Einfuhr von todtem Fleisch aus den Markt ganz verbiete. G3t. Regal» hingegen erklärt die empfohlenen Maßregeln als mmölhige, ebenso die Anschaffung emes M.troskops, da es keine Trichinm zu unter-luchen gebe. Schon vom Grundsatze der freien Con-currenz tonne uian den Verlauf von todtem Fleisch M. '0 sengen wle es die Section wünscht. Das Schla^N ^ "" Erbauui.g eines ordentlichen s.,^^'?^"PPan meint, das Verbot der Ein-m-dm». . n^" Fleisches würd.» gegen die Marktordnung verstoßcit. Die Regung der Cantionm biete aucy nur eme halbe Gewähr dafür, daß gesundes Misch eingeführt werde, und zudem fragt es sich, ob w,^M«""^""Mcht""g sich mit diesen Agenden werde befassen wollen. GR. Horak lenkt die Aufmerksamkeit auf die Wursteln u. dgl. Da werde alles '^cchle Fleisch zusannnengehackt und in die er Form an Mm.n gebracht. Redner ergeht sich in eine län-gne Krttit über die durch die Gewerbefreiheit auch unter den Lalbacher Fleischhauern geschaffene Misere und orden schließlich de.. Stadt.nagi trat auf darauf b"erN''n? '".^" Fleischbänken ,'nehr Reinlichk heische und nicht ganze Stücke Fleisch ausgehängt ,.,, ^-Dr. Ritter v. Kaltenegger ist der An-V'n ^""'" ^' ^'""ge der Sectiol auch nicht uua die Hnw-^ ""ärt sich gegen die Anschau-m' len d. ^?w ^ todten Fleisches qanz zil ver-Laib ,^ l^ .k ^"bot bn dm vülen Zugängen, die ^7'ch hat, ooch mcht durchgeführt werden könnte, di.f. f " Ä^ Schlachthauses sci das einzige Mittel, diese o wichtige Frage zil regeln. S.^"?^ ^' ^- "'eesbacher vertheidigt die gibt seiner Acfriedigung Aus- °""in als Ael der Abstilninung werden sämlntliHe Sec- ^^ "'l ^"^'"e dcs dritten KuM^ welche mtt großer Majorität abaclehnt wird an ?3s" Dr ^^ '" N,solutionsant?ag ^s Geuiemde-' !Ml>s Dr. Rllter v. Kaltenegger wird elnstim.nia 2''"'U'"m und hierauf die Sitzung wegen vor-gejchntteller Zett geschlossen. Aus der Handels- und Gewerbckammer für Krain. Oorts.) f.'^ ^^)„^ """ der t. k. Centralkommission in Wien auä" ^n"^ ^""'sstcllung zum Zwecke des An- dem A..^ n ^^"^""' ^^eUen ?c. überniittelte, ans oem AusstelluncMredlte bewilligte Beitrag von 300 fl.; Handel«.^. "!^""^ des t. t.'Landes- als Handelsgerichtes in Lalbach. und zwar: Anton Stare Gra^l " n ^ ^rsch^f ^?!!' '". ?"^che, ^^ann Josef Ti blck in ^ ^"' ^^"""^ ^""W" '" Stein, M Neuman i i' ?^^' I"°" ^^"""k in Stein ^m^' Z"^/"^ "' ^"bach und der vom Finnä. ^. ? .?"^ SpolMiö dein A.lgnst Spoljanc er- he.lten Procnra, Carl Pollat in Laibach. Josef M^ "ieu che in Laibach. Naunund Krisper in Kra nburg- . ^ dle Loschung der Einzclfirmen: Albert Ramm Laib^"^^"?'^^" Sava, Eduard Pom ^aibach, Michael Smole m Laibach, Aug. L Winkler in La! ^' ^^ ^^""e in Lmbach^Fra^P l "l«aibach, Sunon Smnt in Stein. A Vovov3 in Laibach. Christian Mally i.i Neuma ktl ' Ioscf Put u Lmbach Ios. C. Ratschitsch .n Laibach F a.n Mß Rver" mV' ?dolf„Z schko in Laib'ä^NmÄd « lspei m Lack; dic Lochung der Firma: Gcwerk-V?W des mi. Ioscf Baron Dietrich'schen Erbe,' Josef Maria Fürst Sulkovski in Neumarttl und de ^^5"?'^?!^^"""^ lind Friedr. Ankemius ertheilten Collectw-Prucllra; c) die Löschung der Gesollschaftsfirincn: Brüder «ocell in Laibach. Panschet <^ Cumv. in Laibach und oer dem Raimund Seunig zur Zeichnung dieser Firma ertheilten Procura; .^) die Löschung des Firmainhabers Josef Den und °ez Procuraführcrs Franz Deu in Nmmarktl uud "ntraguug des Franz Deu als Inhaber der Firma >l^ef Dcu; die Löschung des FirmainhaberS Carl ^amvornino in Laibach u,ld Eintragung der Anna 4anibornlno als Inhaberin der Nirma K ^.i,nl,nr. nwo; die Löschung des bisherigen Firmainhabers I. N. Podrekar in Stein und Eintragung der Maria Podrekar als Inhaberin; 0) die Aufhebung des Concurses grgen Johann Müller jun.; 1) die Eröffnung des Eoncurscs über das Vermögen des Meidermachers Josef Dolenc in Laibach; 13.) die vom t. l. Krcisgerichte Rndolfswerth gemachte Mittheilullg betreffs der Löfchung der Firma Johann Röthel in Gottschee; 14.) das Verzeichnis von 20 an die Kammer gelangten Drucksachen. Die Kammer nahm diesrn Geschäftsbericht zur genehmigenden Kenntnis. III. Der Obmann der ersten Section, Kammerrath Trenn, trägt vor den Bericht über die Zuschriften der Handels- und Gewerbctammern in Broou und Wien, betreffend den Wunsch, daß sich sämmtliche Handels- und Gewerbekammern Oesterreichs ans Anlaß der im April 1879 stattfindenden Feier der silbernen Hochzeit des Allerhöchsten Kaiserpaares zu einem Acte vereinigen würden, um ihreu loyalen Gesinnungen für nnsere Allerhöchste Herrscherfamilie Ausdruck zu verleihen. Die Wiener Kammer spricht sich für eine gemeinsame Adresse, die nnler Mitwirkung der in Wien anwesenden und speziell bevollmächtigten Vritreter der Kammern im Reichsrathe verfaßt und in der Form ausgefertigt werden würde, daß zedc einzelne Kammer ein eigenes Pcrgamentblatt mit dem Namen ihres Sitzes erhält, auf welchem sich alle ihre Mitglieder eigenhändig unterzeichnen; die Blätter würden dann, nach den Sitzen der Kammern alphabetisch geordnet, dem D'xte angeschlossen. Die künstlerisch ausgestattete Adresse wäre durch mehrere Kammerpräsidenten, die zu diesem Zwecke delegiert würden, zu überreichen. Die Errichtung von Stiftungen wäre jeder einzelnen Kammer zu überlassen. Der Berichterstatter stellt am Schlüsse des ausführlichen Berichtes folgende Anträge : l.) Die Handels- und Gewerbekammer in Laibach schließt sich den von der geehrten Wiener Kammer mitgetheilten Ansichten an und erklärt sich bereit, an einer gemeinsamen Adresse aller österrei-chischen Kammern für den gedachten Zweck theilzu-nehmeu; " ,,.?') "^sichtlich der Gründuna einer Stiftung behalt ste stch ihre Entschließungen vor; 3.) die geehrten Kammern in Wien und Brody stud hicvon zu verständigen. Diese Anträge werden ohne Debatte einstimmig angenommen. (Fortsetzung folgt.) — (Hoftrauer) Für weiland Se. königliche Hoheit Wilhelm Friedrich Heinrich. Prinzen der Niederlande, wird die Hoftrauer von Donnerstag den Ittten Jänner angefangen durch acht Tage. ohne Abwechslung, bis einschließlich 23. Iäimer getragen. — (Verleih nug der Gehe im raths würde.) Dem diesertage durch Vcrleihnng des Ordens der eisernen Krone erster Klasse ausgezeichneten Sectionschef im Ministerium des kaiserlichen Hanfes und des Aeuhern Josef Freiherrn v. Schwcgcl wnrde von Sr, Majestät dem Kaiser in Gcmäßheit der Ordensstatuten dir Würde eines geheimen Rathes taxfrei verliehen, — (Ucbersehung.) Der Oberlieutenaut vom nichtactiven Stande der lrainisch-lärntnischen Landwehr-Dragoner-Escadron Nr. 0, Konstantin Neycr, wurde zu den Landesschützen zu Pferd in Tirol und Vorarlberg übersetzt. — (Personaloeränderungeu in der Laibacher Diözese.) Herr Carl Iani'igar, Pfarrcoope. ratur in Alteiunartt bei Püllauo, wurde fiir die Pfarre Nessclthal präsentiert. - Herr Josef Gerzm, Pfarr-culipcrator in Nie», wurde in gleicher Eigenschaft nach Altcumarlt bri Pülland übersetzt, — (Schadenfeuer in Nepne.) In der zur Ortsacmemdc lUudic. im politisch,-,. Bezirke Stein ac- 7 Uü7 l"^"^"" 'an. a' Neu ahria ' un 7 Uhr abends ,n. Wohnha^' des Grundbesitz rs Andreas ^ m 7 ein Schadenfeuer zum Ausl'ruchc. welches das mit Stroh aedccktc Wlihn-M'd tz-tallgebändc des genannten Besitzt, sowie das Wuhnhans des Nachbars Matthä'uö Kristan uollstänoig einäscherte niid ersterem emen Schaden von 1200 fl. letzterem von 350 fl. zufügte. Vou den vcideu Beschädigten war Iceman bei der wechselseitigen Versicherungsanstalt in Graz auf 300 st. uud Kristan aus 100 st. versichert. (Aufgefifchter Leichnam.) Am 4. d. Ni. wurde ans dein Studcnabache, im Gnrtfeldcr Bezirtc, die Leiche des seit mehreren Tagen verschollen gewesenen Müllers Mathias Udouc aus Hünigstein. der in einer Mühle bei St. Barthclmä beoienstct war, ausgefischt. Die vorgenommene gerichtliche Untersuchung stellte fcst. daß tcin Gewaltact vorliege und daß Udonc in voll-truntenem Zustande seine VcrunMckung selbst verschuldet hatte. -^(l. (Theater.) Das an Genüssen der verschiedensten uno zweideutigsten Art übersättigte Lclien und Treiben der großen Residenzstädte, welches sich in den ersten Jahren dieses Decenniums sozusagen auf der. Hbhe der Situation befand, hat seme nachhaltig verderbliche Einwirkung auf den Kunstsinn der Probwzial-bevölterung in der bedauerlichsten Weise ausgeübt. Die gesunde und natürliche Geschmacksrichtung ist allgemach verloren gegangen; Extragenüsse sind zum Bedürfnis geworden. Ein Programm mit vorwiegend klassischer Musil vermag das Publikum im großen Ganzen ebensowenig in den Konzertsaal, als eine gediegene Schauspiel-vorstelluug in das Theater zu locken. Spestalel, Sinnenkitzel und höherer Blödsinn sind die Zugkräfte, welche sich heutzutage fast allein ftets mit Erfolg be» währen. Namentlich die Bühne, die wichtigste und tiej eindringendste Bildungsfchule des Lebens, wird balt wieder zu dem heraofinten, was sie vor Gottsched war: ein unbeschränkter Tummelplatz des Hanswurstes. de> sich jetzt schon breit auf ihr macht, wenn auch nicht ii oer Person, so doch leider desto mehr in der Sache Oder kann man die modernen und halb- oder viertel-modernen Operetten und Possen mit ihren fast aus' nahmslos unnatürlichen, unsinnigen und unschönen Handlungen, welchen zum Märchen nichts als die Poesi« fehlt, anders nennen als Hauswurstiaden, deren trüt> selige Defecte mit etwas Grazie und Witz. viel Ans' stattung und mehr oder weniger einschmeichelnder, effektvoller oder grotesker Mnsit auswattiert sind? Freilich gibt es auch hier wie überall Ausnahmen, allein nn, wenige haben Gnade vor den Angen des Publikums ge^ funden. Zu diesen scheint die am Montag- und Dienstagabende auf der hiesigen Bühne in Szene gegangen, Operette „Franz Schubert" von Hans Max, mi> der Musil nach Schubert'schen Motiven von Franz vm Suppe, nicht zu gehören, obwol sie in je^»er Beziehung den besten Produkte» des Operettengenres beigezähl! werden kann. Das Libretto behandelt eine Episode aui dein Leben des unsterblichen Liedercomponisten un! entspricht vollkommen allen Hieher gehörigen ästhe tischen Regeln, indem es Anlaß zu einer Fülll von herrlichen Melodien bietet, welche Suppc zuir größten Theile dem Liederschätze Schuberts entnommei und passend bearbeitet, variiert und zusammengestellt hat Einzelne Nummern, so das Terzett: „Ich schnitt' e! gern' in alle Rinden ein", das Duett: „Sei mir ge grüßt", und das Melodram: „Ständchen" sind von er greifender Wirkung; die ganze Composition vermag einei tiefen Eindruck hervorzubringen, indem sie einerseits ei> grschmuclooll arrangiertes Potpourri von Schubert'schri Arien produeiert. anderseits aber der lebhaften, inter essanten Handlung und Gestaltung nicht entbehrt, un! dem echten, kernigen Humor, ja selbst der burlrstei Drolerie ihr Recht einräumt. Die Aufführung verlies an beiden Abenden voll kommen zufriedenstellend, bezüglich einzelner Nummeri sogar geradezu ausgezeichnet. Diese letzteren brachte ii erster Linie Fräulein Massa (Marie) zur Geltung. Ge winnende Stimmfrische, Fülle, Reinheit und Wohltlan! des Anschlags auch in den höchsten Lagen, blendend Coloratnr und Gcfühlstiefe des Vortrages erhoben ihr gesangliche Leistung zur vollendeten Bravour, und ih Spiel ließ an der gewohnten Lebhaftigkeit und Innig teit nichts vermissen. Herr u. Massa sang den „Niklas mit großer Sicherheit, richtigem Vortrag uno edlen, besonders bei den getragenen Stellen sehr sympathischen Organ, welches eine seltene Höhe erreicht und niemal, seinen Wohlllang verliert, Herr Arenoerg bewältigt die Titelrolle mit viel Fruer und bewährte auch dies mal seine allseitige Routine. Recht gemüthlich crheiteln! wirkten Herr Selus (Gruber) und Fräulein Langho (Anaftasia). Dic übrigen Darfteller, unter denen Her Direktor Ludwig (Mayrhofcr) die Apologie auf Schu bert stimmungs- und wirkungsvoll oeclamierte, brachte» namentlich am zweiten Abende recht gelungene Leistungen Wir erachten es für unfere Pflicht, eine allsällige Rr prise dieses anmuthigen Singspiels allen Verehrern de« Schubert'schen Genius dringend anzuempfehlen. — (Erdbeben.) Das vorigen Samstag un 10 Uhr vormittags aufgetretene Erdbeben, das sich il Laibach bekanntlich nur in einem schwachen Stoße fühlbar machte und infolge dessen von vielen gar nicht bemerkt wurde, scheint seinen Höhepunkt im benachbartel Kärnten erreicht zu haben, woselbst eS an zahlreiche, Orten mit erschreckender Heftigkeit -auftrat. Von den viele» hierüber vorliegenden Berichten, die sich durchwegs mit großem Respekte über oas unheimliche Ele-mentarereignis aussprechen, lassen wir nachstehend zwei, der „Klgft. Ztg." zugekommene Briefe folgen. Der erste nus Eberndorf stammende lautet: „Heute früh bald uach 10 Uhr fand hier ein Erdbeben statt, dessen Heftigkeit die Bewohner bangen machte und sie unwillkürlich ins Freie drängte. Die mit dunnerähulichem Getöse begleitete undulatorische Erschütterung dauerte an drei Sekunde» und ging in der Richtung nach Norden, sehte schwebende oder hängende Gegenstände in Bewegung, riß selbst Fenster und Thüren auf. und man erzählt ich »llenorts fchuudernd die verschiedenen thatsächliche», doch unschadhaften Wirkungen der höchst ergreifenden, hier in d,ejer Heftigkeit noch nicht erlebten Erdzuckungen. Die fast wiegende Schwingung des Erdbodens h°>«e u. a. die Folge, daß dem Berichterstatter eine «" "" westlichen Gebäudewand hängende Bilderuhr m,t weu ausgreifendem Penoelschlttge, die im unbewohnten Zlil'm« seit den Wlntermouaten steht, in G«ng «eseht wuroe. Temperatur 5 Grad k. bei gänzlicher Wmdnme. I0si — „Völkermarkt, 12. Jänner. Das gestrige Erdbeben, welches sich auch hier sehr fühlbar machte, hatte weiters keine besonderen erheblichen Schäden an Gebäuden und Wohnungen verursacht, wol aber eine Katastrophe im Schulgebäude hervorgerufen, welche die traurigsten Folgen hätte nach sich ziehen können. Während der Erschütterung defanden sich sämmtliche Schulkinder der Stadt und Umgebung in der Schule und wurden durch dieses Ereignis geradezu von einem panischen Schrecken ergriffen, so daß sie aus den Schulzimmern unaufhaltbar hinausstürzten und in wilder Flucht unter Schreien, Weinen und Ausrufungen der Verzweiflung die Treppen mehr herabfielen als liefen, wobei es geschah, daß einige kleine Mädchen stürzten und sich, da die andern nachstürzten, nicht mehr zu erheben im stände waren, und es nur Wunder nehmen muß, daß sie nicht ganz zerdrückt und zertreten worden sind, Durch die gleichzeitige Flucht von über 40l) Kindern trat auf der Stiege cine Stauung ein, und wurden nur allmälig von herbeieilenden Personen die unglücklichen Mädchen aufgehoben und im bewußtlosen Zustande hinweggetragen. Sie erlitten nach eingeholten Erkundigungen keine Verletzungen am Körper, und war ihr Zustand mehr die Folge des Schreckens. Ein weiterer Schrecken überfiel bei Ausstreuung der falschen Nachricht vom Einstürze einer Ilmmerdecke im Schulgebäude die betreffenden Eltern von in der Schulc befindlichen Kindern, die nun nach dem Schullokale eilten. Daß dieses Ereignis, respective der 11. Jänner 1879, den Inwohnern Vüller-martts, besonders aber den betreffenden Schulkindern, ihren Eltern uno den Lehrern, nicht so bald aus dem Gedächtnisse schwinden dürfte, steht außer Zweifel." Neueste Post. (Original-Telegramme der „Laib.Zeitung.") Wien, 15. Jänner. Abgeordnetelchaus. In der Generaldebatte betreffs des Berliner Vertrages sprach Pacher gegen denselben und beantragte seine Ablehnung und Ucbcrgang zur Tagesordnung. Dunajewsti bestritt die (Lompctenz des Neichsrathes, Beschlüsse eines europäischen Kongresses anzunehmen oder zu verwerfen, und beantragte, das Haus wolle den Berliner Vertrag zur Kenntnis nehmen. Fux (Znaim) spricht gegen und beantragt Ucbergang zur Tagesordnung, eventuell be: Mnehllngullg des Vertrages eine Resolution betreffs coustuutioilell bedenklicher Ausführullg der Occupation. Die Debatte wurde sodann vertagt. Handelsmimster Hhlumecky beantwortet die Iuter-pellauou Ncuwirth mW Ruh betreffs der Handelsbeziehungen zu Frankreich und g,bt Aufklärungen über das Entstehen des Bruches. Frankreich hat nicht die Absicht emes Tariftrieges, beide Regierungen sind bemüht, dem gegenwärtigen Zustande baldmöglichst ein Ende zu setzen. (Beifall.) Versailles, 15. Jänner. Der Senat wählte Martell, den Kandidaten der vereinigten Linken, mit 153 gegen «2, dem frühern Präsidenten Auoiffret zugefallenen Stimmen zum Präsidenten und Nampon, Leroyer und Peletan von der Linken zu Vize« Präsidenten.__________ Wi en, 14. Jänner. Der Handelsminister em« pftng heute eine Deputation des kaufmännischen Vereins, welche ihn um Schutz gegen Frankreich bat. Der Minister erklärte, er habe noch am 28. Dezember auf eine günstige Wendung gehofft. Die Concurrenzfühigkeit, wie fte sich bei der Weltausstellung gezeigt, habe die Einführung des Geueraltarifes in Frankreich wahrscheinlich bewirkt. Er hoffe aber noch auf die Aufhebung des Gencraltarifes und auf die Herstellung eines Proviso» rium auf der Basis der Meistbegünstigung noch vor seinems Austritte aus dem Amte. Berlin, 14. Jänner. Die „Nordd. Mg. Ztg." kann nach eingezogener Erkundignng erklären, daß die Sprache der Wiener Blätter über den Entwurf betreffs der Strafgewalt im ReiHstage die deutsche Regierung zu keinem diplomatischen schritte veranlaßt habe. Prinz Reuß hat weder amtlich noch nichtamtlich dem Grafen Andrassy nahegelegt, auf die diesbezüglichen Urtheile der österreichischen Presse einen Einfluß auszuüben. Petersburg, 13. Jänner. (Presse.) Der Versuch des Emirs Schir Ali, die afghanische Angelegenheit vor ein europäisches Forum zu bringen, ijt gescheitert. Ebenso yat die hiesige Regierung die Uebernahme einer Friedensvermittlung zwischen dem Emir und England abgelehnt. Petersburg, 14. Jänner. Den beim Mini» sterium des Innern nnd dem Kriegsministerium eingelaufenen Nachrichten znfolge erkrankten in dem Dorfe Wetljanka im Gouvernement Astrachan bis 6. Jänner 292 Personen, von welchen 240 gestorben sind. Konstantinopel, 14. Jänner. (Presse) Wie in den Pfortenkreisen verlautet, werde die Unterzeichnung des Friedensvertrages mit Rußland Donnerstag mittags auf der Pforte feierlichst stattfinden. Freitag, nach dem Moscheeugange, werde dann der Sultan die Glückwüusche der Staatswürdenträger zu dem vollbrachten Friedenswcrke entgegennehmen. Karatheo« dory Pascha soll für seine Bemühungen beim Abschlüsse des Friedens den Grohcordon des Osmame' Ordens erhalten. Die Russeu haben begonnen, ihre bei Adrianopel errichteten Befestigungswelke abzutragen. New york, 15. Jänner. Nach einer Meldung des Newyorter „Herald" lud General Kauffnmnn drn Emir ein, nach Taschkent) zu kommen, wo derselbe am 5. Februar erwartet wird. Der Emir erhält täglich Berichte von Iakub. Glanbwürdigen Berichten zufolge beginnt das englische Gold wachsenden Einfluß auf Iakub auszuüben, welcher wahrscheinlich bald den Thron usurpieren wird. Telegrafischer Wechselkurs. vom 15. Jänner. Papier-Rente 6190. — Silber-Rente 6ü'30. — Gold-Rente 74 . — 1860er Ttaats-Anlchcn Ni. 25. — Vanl'Actien 783. — Kredit-Actien 222 40. — London 116-5.5. -- Silber 100—. K. k. Münz-Dukaten 5 53. — 20 ^ Franken - Stücke 9 33. - 100-Reichsmart 57 65. Kandel und Wolkswirthschaftliches. Der letzte Wochenausweis der t. l. priu. österreichischungarischen Bank weist im Verhältnisse zu dem der Vorwoche fol^ gcndc Veränderungen auf: Metallschatz st. 156,172,510, Zu^ nähme fl. 2.312.138; in Metall zahlbare Wechsel fl. l l,5(,7..".?5. Abnahme fl.42.1^4; escomptiertc Wechsel und Effclteli Hulden 1'; Forderung ans dcr tommissionswcisen Besorgung des Partial chypothctar-An- wcisuügciMschäftcs st......, Abnahme fl......; Stants- noten fl. 1.912,226, Zunahme fl. 310,907' Hypothekardarlehen fl. 106.042,124, Zunahme fl. 31,631; börsenmäßia angekaufte Pfandbriefe dcr ö.-u. Bank sl. 2.753.88?. Abnahme Gulden 81,967; Effekten des Reservefonds fl. 12.196,<^11, Abnahme fl. 24,294; Aantnotenmnlaus sl. 291.293.040, Zunahme Guide» 2.494,040; Giro «Einlagen fl. 333.963, Abnahme sl. 861.880; Pfandbriefe im Umlaufe sl. 105.882,470. Zunahme fl. 68.000. llaibach, 15. Jänner. Auf dem heutigen Markte sind erschienen: 7 Wagen mit Getreide, 4 Wagcn mit Heu nnd Stroh, 15 Wagen und 5 Schiffe mit Holz (48 Kubikmeter). _____ Durchschnittspreise,_______ 'Äill, Ulgz,- Nilt/« Hin," s!,,lr, fi/lr'! st,> ll. fl.! ll, Weizen pr. Heltolit. 6 50 8.34!Butter pr. Kilo . 8» -j ^ Korn „ 4 55 5! .".Eier pr, Stück .. -2^ -. Gerste ., 4> 6 4 23Milch pr. Liter . -i 7 Hafer „ 2,60 3 ^Rindfleisch pr. Kilo —54 -,- Halbsrucht „ —>- 5 80, Kalbfleisch „ —50 — - Heiden „ 4^71 4 47, Schweinefleisch „ —46 — Hirse „ 4 71 4 37^ Schöpsenfleisch „ — 36 — Kuturutz „ 4 60 ^WHähndel pr, Stück — 6u - Erdäpfel 100 Kilo A3-------iTaube» „ — 1? - Linsen pr. Hettolit. ?-----------iHeu 100 Kilo (alt) 1 «7 - Erbsen „ 7 50-------!Stroh „ . . I 50 Fisolen „ 7 50-------lHolz. hart., pr. vier Rindsschmalz Kilo - 90------, Q.'Meter ------- 9- Schweineschmalz „ -76 — 5 - weiches, „ ------ 6 — Specl. frisch „ — 54-------Mein, roth,. 100 Lit. — — 24 — — geräuchert „ — 70------^ - weißer ., — - 20 — «udolfswerih, 13. Jänner. Die Durchschnitts - Preise stellten sich auf dem heutigen Markte, wie folgt: ft. !lr^ ft^er, Weizen pr, Hektoliter 7 10! Eier pr. Stück . . - 2 Korn „ — — Milch pr. Liter . . — s Gerste „--------- Rindfleisch pr. Kilo . - 43 Hafer „ 2 25 Kalbfleisch „ 62 halbfrucht „ - — Schweinefleisch „ — 5li Heiden „ 4 20 Schöpsenfleisch „ - - Hirse „--------- .hähndel pr. Stück . — 40 Kuturuh „ 3 80 Tauben „-------- Erdäpfel pr.Meter'Ztr. — Heu pr, 100 Kllo . — - Linsen pr. Hektoliter — — Stroh 100 ., . - - Erbsen ., - .. holz, hartes. pr.Kubil- Fisolen .,---------Meter ... 2 71 Rindsschmalz pr. Kilo — 90 — wcicheö, „ — - Schweineschmalz „ - 80 Wein. roth., pr.Hcltolit. 7 - Speck, frisch, „ .. 60 > — weißer, „ 7 Speck, geräuchert, „ — — Hasen pr. Stiict . . 1 80 Anssekommene fremde. Am 15. Jänner. Hotel Stadt Wien. Formanet. Lieut., und R. v. Grabmayer, Bosnien. — Carl, Blaska. Kohn. Robitel und Vamberge«. Kaufleute. Wien, — Aigcltingrr, Verwalter, Stuttgarl. Hotel (klefant. Graf Barbo. Kroisenbach. — Panbans, Reis., Vradin, — Lengyel. Kfm., Kanischa. - Teufe. Reis., Wien. Tternwarte. Hribar, Unterkraill. - Oblat, Kfm., Rudolfs« werth. Vaierischer Hof. Schrämet, Beamter, Eebenico. - Veraer, Pest. Schmith. Treviso, Mohre». Milulie, Kamin, Hauptmann. Anditolit Maria und Mala Rosalia, Littai. - Ulmar, St. Marein. — Rohrachcr, Lienz. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Z lZ W ?k ^ ;° W T^lTMg. 7!l973 - 7 6 windstill Nebel" ^77 15, 2 .. N. 73744 - 2 0 SW. s, schlu, bewölkt ^."<1 9 .. Ab. 736 96 3 2 W, schwach bewölkt ^"^ Morgens Nebel, tagsüber bewölkt, nur einzelne E"M0ip blicke; nachts geringer Schncefall. Das Tagesmittel oer Tem' pcratur - 4 3«. um 19° unter dem Normale. Aernntwortlicher Redacteur: Ottomar Vamberg. »» Vom tiefsten Schuierz gebeugt, gebe» wir alle» M « Freundl,'» und Bekannten die höchst betrübende Nach W « richt, daß es Gott dem Allmächtigen gefallen Hal, W ^ unsern hcisigcliebten Gatten, resp. besorgten Familien- W ^ und Großvater, Herrn W » Johann Giontini^ I W Vuch , K u n st " u n d M llsi tal i enhän dler, ^ W durch plöhlichen Schlcimschlag, welcher ihn gestern M W ans seincnl Lieblingsspaziergang „Nosenbach" ge« M ^ troffen, in scinem 60. Lebensjahre in ein besseres W « Jenseits abzuberufen. W ^ Nas Leichenbegängnis findet Donnerstag den M ^ Kl d.M, um 3 Uhr nachmittags vom Trauerhausc M W Nr. 24, Mathausplcch. nach dem Gottesacker zu W M St, Ehristoph statt. M M Die heil. Seelenmessen werden in mehreren W W Kirchen gelesen werden. M M Möge man dem rastlo» Bestrebten ein freund W M liches Andenken bewahren -- cr soll in Frieden W ^ ruhen! ^ ^ Um stilles Beileid wird gebeten. W W Laibach am 15. Jänner 187«. W W Viaric (iliontini, Galtin. Hermine, Marie Ulrich M ^ geb. (iliontini, Olga. Severin, Rafael, Aurelie W ^ Giontini, Kinder. Josef Ulrich, Professor und W W Bergingenieur, Schwiegersohn, Camillo uud Marie W W Ulrich, Enkel. W i^i^'s/>«^o^l^i' Wien, 14. Jänner. (1 lll»r.) Im llllgemeinen noch iiunler gut disponiert, litt die Börse doch unter dem Niislgaugr einiger Eiscnlmhnactifn insujer». als dieser wol <)l)l s(lll)^l.l^)».. nur durch spezielle Verhältnisse verursachte Rückgang die Spcculationslust verminderte «elb Var5 Papicrrente........6195 62 05 Silberrente........6330 6340 Goldrente.........7415 7425 Lose. 1839........314 - 318 1854........109 - 109 50 " 1860........116- 11625 „ 1860 (zu 100 fl.) . . . 126 - 126 50 „ 1864........141 75 142 - Ung. Prämien-Anl.....8040 30 50 Kredit.L..........16075 16125 Iiudolfs.L.........1350 16- Prämienanl. der Stadt Wien 90-70 90 80 Donau-Regulierungs«Lose . . 10460 105 — Domänen »Pjandbriefe . . . 144-- 145 -Ocslerr. Schatzscheine 1861 rück» zahlbar.........9825 98 75 Oefterr,Schatzscheine1882rückz. 97— 97 50 Ungarische Guldrentc ... 8380 84 — Ungarische EiscnbahN'Änleihe . 102 — 102 50 Ungarische Eisenbahn-Anleihe. Cumulativstücke......100 — 100 90 Ungarische Schnhanw. vom I. 1874..........11785 N3-. slnlehen der Ttadtgemeinde Wien in B. V......95 75 96 - «eld Ware <^ruudeutlattungS'vbliaatianen. Böhmen.........102— 103 — Nicderösterreich......10450 105 — Galizien.........8550 86 — Siebenbürgen.......74— 75- - Ttmeser Nanat......75 50 76 25 Unaarn..........8025 8075 Actlen von Vanlsn Veld Wore Anglo.öslerr. Bank.....98 75 99 25 Kreditanstalt .......22260 22280 Depositenbank.......160 162 - Kreditanstalt, ungar.....220 25 220 50 Oesterreichisch-ungarische Banl 790 -- 791 Unioubaut ........68— 6825 Berlehrsvank.......105 50 1^6 - Wiener Nantuerein.....10750 108— Actlen v«n TransportUnterneh mungeu. Alföld-Bahn .......11725 117 75 D°nllukl,,Westbal,n.....15975 I6o25 «eld War« Ferdinands. Nordbahn . . 2070-2075 — Franz.Ioseph.Bahn .... 12975 130' Galizische Karl »Ludwig. Bahn 227 75 228 -Kaschau.Ooerberger Bahn . . 102 50 l02 75 Lemberg-(5zcrnowitzer Bahn . 123 75 l24 — Lloyd ' Gesellschaft.....601- 6>X'. - Oesterr. Nordwcstbahn . . . 1117.'. 112 - Rudolfs.Aahn.......118 118 25 Stlllltsbahn........247— 947 50 Südbahn.........67 - 6/50 Thciß'Bahn........186 25 186 50 Ungllr.-gllliz. Verbindungsbahn 82 50 83 Ungarische Nordostbahll . . . 116 25 11650 Wiener Tramway-Gesellsch. . 167 25 167 75 Pfandbriefe. Allg.öst.Äodenlreditanst.(i.Gb.) lI2— 112 50 „ „ „ >i,B,'V.) 96 25 96 50 Oesterreichisch - ungarische Bank 99 60 9U !)0 Ung. Booentredil In,t. (B.-V.) 95 - 95 25 PrlarltätK Dbligationen. Elisabeth'B. 1. Em.....9225 92 50 Ferd.-Nordb. in Silber . . . 103 80 104 - ssranz-Ioseph-Bahn .... 8510 8530 Gelb War« Gal. Karl^Ludwig.B,. 1. Em. 100 - 100 50 Ocsterr. Nordwest-Bahn . . 85 25 8.', 50 Zicucilbürger Vah» . . , . 63 75 64' - Staatsbahn 1. Ein.....160' - 160 50 Tüdbahn ^3«/,......110— NO 50 5°/,......96 90 z.7-10 Devisen. Auf deutsche Plätze..... 56 95 57 15 London, knrze 2,cht , , . . 116 50 11660 London, lange Sicht , . . . 116 80 l 16 00 Paris.......... 463i> 46 3i» Geldsorten. «eld Wnre Dukaten .... 5 fl. 53 kr. 5 fl. 53'/,tr. Napoleonsd'or . » „ 34V, ^ » ^ 35 -Deutsche Reichs- Noten .... 57 „ 70 „ 57 . 75 -Silbcrgulden . . 100 ^ - ^ 100 ^ — - Krainische Grnndentlastungs'Obligatlonen, Privatnolierung: Oeld 9150. Ware -^ Nachtrag: Um 1 Uhr 15 Minuten notieren: Papicrrente 6190 bis 62-. Silberrente 63 25 bis 6340. Goldrente 74 15 bis 74 25. Kredit 222 30 bis 222 40. Anglo 98?b «,'" 99-. London N6'ü0 bis 11690. Napoleons 9ii4'/, bis 935. Silber 100— bis 100' -.