sir. 292. Samstag, 20. Dczcmbci 1902. 121. IahiMg. Ombllcher W Zeitung. Prsnumeiatiünöpleis: Mi! ^ottucisendung: nui^jährin »0 ll,, halbjühli« 15 li. Im ttontvl: ganz» iührig «» li, halbjährig 1> K. g>,r d!e Zaslellung in« Hau« ganziähl,« » X. - InsertlonSgebühr: ^>>s llr!», Hnjllatc bi« zu 4 Zrill« bO k, grouse pci Zeül l» b ^ bf, öftrrell WisdsrholuiMN psi Zi»,!' s> l» Dir »Uaibachtl Zeitung» srjchcilil läulich, mit «u«l!lll,»t der Sonn unt, ^si,ll<^». Dil >d»i»lftl»ti«l befinde« sich lronni-rkvlah «c. 2, dir «ebattlon Dalmailn Gasse »k. K, Kp«chftu>!ben b« «edoll,,« 00» « bi» ll, llhl vülmiltagf Uufraiiliclls Brisis ws^dr» nich! angenomme», Vianuslrlpl» nichl zullielg-ftellt. Amtlicher Teil. Den 17. Dezember 1902 wurde in der l. k. Hof- und Staats» dluckerei das X<^Vl. Stücl der rumänische», das t^X, Ttücl der sloveuischen und das NXIl. urd <^XV. Sluct der böhmischen Ausgabe des ReichsgesetzblaiteS ausgegeben und velseudcl. Nach dem Amtsblatt« zur «Wiener Heilung» vom 16. De zember iW^i (Nr. 2^l)) wurde die Weiterurrbreitung folgender Preherzeugnisse verboten: Die im Verlage der Buchdrucker« «Knllltinkäln» nä, »n«i>l>. «lölnictv» (li. I'iUl'l V 1'l«2l,)» erschienene und in der» selben Druckerei gedruckte Flugschrift: ,/>l'», Nr. I4X «Deulschcs Voll»tum» vom 12. Dezember 1902. Die im Verlage von Johann ttünstner in B-Ueipa erschit' nenen Druckichliften, »nd zwar: 1) «Illustrierter österreichischer Fllmilieu.^alcnbcr fiir das ,;ahi N«>3 ! 2,j «Illustrierter deut» scher Hausfreund. Kalender zur Uülerhaltung und Äclehruug fur Stadt und Uand auf das gemeine I.chr von 36^» Tagen 1W1.; 3.» «Oesterreichischer Landdote l!>03»; 4) «Illustrierter kleiner Hansfreund. Kalender fill Stadt nnd Land fiir das Jahr 1W3» wegen der darin abgedruckten Annoncen, betreffend die Heilmittel: 1.) «Fichleil-Blllst'Zuciip» des Karl hoffenreich, «pothelers in Äaja: ii.) Wassersuchtpillen von Oslar Müller, Apocheler in Versecz (Ungarn), nnler der Aufschrift: «Die Wassersucht wird geheilt'; 3.) Eliasluid und Elsapillcn von Eugen V. Fcllci, Apotheker in Ttubira, unter der Ucberschrift: «Das «lehcimnis eines allen Mannes-. Nr. b ««.»to,!» I^lll-.-lin»» für November 1902. Nr. l?4 «Nuei^ii». Nichtamtlicher Teil. Die VerställdiglmgSallioll. Die Blätter besprechm die czechische Antwort auf die Verständigungsvorfchläge der Deutschböhmen. Gleichzeitig inelden dieBlätter, daft nunmehr die „Vcr-ständigungskonferenz" ehestens, und zwar durch die Negierung einbertifett nierden solle, da sich die zwischen dieser und den Iungczechen bestehende Spannung nn letzten Augenblicke gemildert habe, nachdem ein Koni' Proiniß in der Lehrergehaltsfrage erzielt worden fei. Eine a.roße Säpineri^keit liege aber darin, daß bisher nur die Deiltschböhmen ein? Crinächtisiunsl zu Vc'r» Handlungen fiir Pöhnirn srlbst haben, während die rzechisckfe Denkschrift sich nicht an diese, sondern an die Deutschen im allgemeinen im Sinne von Verhandlun- gen auch über Mähren und Schlesien wende, wao als Ausflus; der staatsrechtliäM ^usauimengchöngleits' tlieorie anzusehen, daher für die Deutschen so unannehmbar sei. Die Erörterungen der Wiener Blätter umfassen alle Töne der Slala, von entrüsteter Zurück-Weisung bis zur Begrüßung 006 czechischen Elaborates als einer neuen Etappe auf dem Wege zur Vea> ständigung. Die entschiedenste Halwng nimmt die „Ost-deutsche Rundschau" ein, die das czechische Elaborat als „maszlos begehrlich und herausfordernd", sowie als „Fußtritt" bezeichnet und den Deutschen einen „lühnen Sprung zurück auf den festen Boden der Forderung der deutsä>en Staatssprache für den ganzen Staat" empfiehlt. Auch der „OesterrciäMien Voltszeitung" gilt die Antwort als Beweisstück, daß die Czechen keine Ver> sländigung, ja nicht einmal eine ernste Verhandlung über eine Verständigung wünsä)en. Mit dem Datum dl'H Erscheinens dieser Antwort zeige die Krise in Oesterreich ihr wahres, erschreckendes Gesicht. Ebenso beurteilt „Die Zeit" die Antwort als „spitzes ^l'ein gegen die deutschen Anerbictungen", er-teilt aber dennoch den Deutschen den illat, in Berhand-lungen einzutreten und „die kriegerische Instrumen» tation des czcchischen Iriedensliedes zu überhören", damit sie sich nicht dem Vorwurf aussetzen, daß sie nicht bis ans äußerste Ende der Verträglichkeit ge« gangen seien. Die „Neue Freie Presse" sieht staatsrechtliche Heimlichkeiten in der Denkschrift, die. sie als „Haufen versteinerter Vorurteile" charakterisiert. Solle die Verständigung erreicht norden, dann müssen die Eze-chcn in der ilonjerenz selbst von dem sterilen Stand, punkte der Denkschrift abrücken. Die Hoffnung brauche nicht aufgegeben zu werden, sie beruhe aber hauptsäcl> lich nur darauf, daß jeder Tag eine neue Hrage bringt, die das czechische Volk in erster Neihe angeht und die nur vom Parlamente gelöst werden kann. Sie beruhe auf der immer deutlick)er hervortretenden Unhaltbar-keit der Obstruktion. Nach dein „Fremdenblatt" sind in der czechisä)en (Gegenschrift vielfache Annäherungen an die sprach» liclien Wünsckie. der Deutsche::, sowohl hinsichtlich der Ureiseinteilung als auch hinsichtlich des Wunsches, daß die „Beamten womöglich der Nationalität der Bevölkerung angehören", nach Tunlichleit „unter ihren itonnationalen wirken mogelt", zu gewahren. Damit sei die Basis einer Verhandlung gegeben. ^ Da» „Neue Wiener Tagblatt" beurteilt das Ela» borat in günstigem Sinne, denn „num schreibt nicht so ausführlich, wenn man den Abschied gibt". Die Frage sei jetzt, ob die strittigen Materien siegen werden oder die Idee der Verständigung. Das czechische, Ela> borat sei im Tonfalle von konzilianter Art. Dab „Vaterland" erklärt, es seien in dein Ela- ! borate leine prinzipiellen Gegensätze gegen die Vor» schlage der Deutschen enthalten. Insolveit verschiedene Auffassungen bestehen, sei zu bemerken, daß alle Ver» Handlungen ja damit beginnen müssen, daß zunächst dic gegensätzlichen Auffassungen llargrlegt toeroen. Das Blatt hofft, den Faden als angeknüpft betrachten zu dürfen. Das Illustr. Wr. Exrtablatt" ist der Meinung, es könne bei gutem Willen wohl gelingen, eilte Platt» form zu finden, auf der die Parteien zusailunen» kommen. Das letzte Wort jei der Verstandigungslon« ferenz vorbehalten. Das „Neue Wiener Journal" hält den Vzechen vor, sie würden, wenn sie sich auf das Erreichbare bs» schränken wollten, damit auf ihre weiteren Ansprüche keineswegs verzichten. Wer wisse, ob selbst dve von ihnen gewünschte Eriueiterung der legislattven Kom» petenz des böhmischen Landtages unerreichbar wäre, wenn sie den Deutschen SiÄ)erheiten für ihren natio» nalen Bestand einräumen würden. Die „Wiener Morgenzeitung" sagt, diesmal müsse der Verständigungsversuch zu einem positiven Re» sultnt führen und eS liege lein Grund vor, daran zu zweifeln, daß es den Ezechen ernst ist mit ihrem Wunsche, das „Gegeneinander" der beiden Nationen in ein friedliäies „Nebeneinander" umzuwandeln. Auch die „Reichswehr" glaubt, „man tön:« wieder einmal hoffen"! aber wenn es auch diesmal zu einer Enttäuschung komme, so werde man nicht überrascht sein dürfen; denn an das Zusammenbrechen solcher Hoffnungen sei man in Oesterreich gewöhnt. Feuilleton. Eugen Gras Aichelbmg. (Schluh.) Fer Warmherzige. Eine Dichtung von Eugen Giafen Aichelburg. Motto: «Gemehrt die Tage der Rosen!» ^n Blumen Prangt, festlich geschmückt, der Altar, hill flackern die brennenden Kerzen, in Liebe entflammend, gen Himmel empor laut pochen der Brautleute Herze?:. Da frägt sie der Priester, ob ernstlich gewillt sie seien, sich Treue zu schwören; ob fest sie entschlossen, in Freud wie im Leid einander sich anzugehören. Als schüchtern das Jawort geflüstert die Vraut, derhallt es im Naume ganz leise. Ner ist's, der ant Pfeiler der Kircl>e dort lehnt, bestaubt und erschöpft von der Reise? Spricht klar nicht des Fremden tiefschwarzes Gewand, nach Art einer .Nntte geschnitten: verrät nicht des Auges entsagender Blick, wieviel er im Leben gelitten V------- Auch er stand am festlich geschmückten Altar, "hellt von den strahlenden Kerzen, beglückt einst zur Seite der glückliclM Vraut, s'e durften sich küssen und herzen. Doch ehe die Sonne gewiäien dem Mond, bekränzt er die Tote mit Nosen; und hinter der Bahre, da grinste der Todi Nun kön,ü ihr Euch herzen und kosen! Gut, alter Geselle! Du raubst mir die Braut, die Gott nur fürs Leben erkoren, so möge entfä)eiden der Kampf zwischen uns; ich habe dir Rache geschworen. Nnd magst dll das Alter auch ungestraft mir ins bessere Jenseits entführen, die glückliche Jugend, zu leben bestimmt, nicht darf deine Sense berühren.. So lautet sein Schwur. In ein Kloster ei- tritt, sich weihend dem Dienste der Kranken, das Elend zu lindern, zu stillen den Schlnerz; das sind eines Fraters Gedanken. Er opfert den Tag nnd er opfert die Nacht, von Mitleid erfüllt und Erbarmen; so manclM der Greise ergeben verschied in seinen barmherzigen Annen. Doch schlich sich der Tod an ein jnnges Geschöpf, das gerne er hätte betrogen, hält Wache am Lager des Sterbenden er, das Schwert aus der Scheide gezogen. Und dank seiner Pflege, dank seinem Gebet, wie virirr geopferten Stunden, genefcn die Kranken, die er mit Gewalt den Händen des Gegners entwunden. Seitdem er auf Erden fein Liebstes verlor, das Glück seines Lebens begraben, eilt Tröster der leidenden Menschheit er ist, fiir Dürftige bettelnd um Gaben. Da führt' ihn sein Weg an der Kirche vorbei, lullt rief eine Stimme im Herzen: „Tritt ein in den Tempel, zu beten für fte am Bilde der Mutter der Schmerzen!" Und als er b<>treten den heiligen Ort, bleibt steh'n er am Eingänge weinend. Er sieht, wie der Priester die Ringe vertauscht, zwei Herzen fürs Leben vereinend. Ihr glücklichen Kinder, genießt euer Glück! Noch flackern die brennenden Kerzen, noch duften die Blumen am Tische des Herrn, noch dürft ihr Euch küssen nnd herzen. Doch seitwärts, da lauert der grimmige Tod: der Frater erkennt den Gesellen, der eben sich anschickt zu treten hervor, sich zwischen das Brautpaar zu stellen. „Halt inne, du Mörder, und hüte dich wohl, dies grünende Glück zu zerstören. Du rissest mir selbst einst die Vrant vom Altar, nicht soll dir auch diese gehören." Es lacht der Geselle, erwidernd darauf: „Befrage dein eig'nes Gewissen, wie viele, die, sterbend, ich mein schon geglaubt, dein beil'ger Neruf mir mtriisen. Laibacher tteiwnq Nr. 292._______________^^_________244ii_________________________________________20 Dumber 1902. Tie „Deutsche Zeitung" findet es bemerkenswert, das; das Elaborat bloß die Unterschriften der Jung-czeä>en trage. Das sei vielleicht besser so, denn ein Elaborat, welches die KloM, Choc und Hruby billi» gen, tonnte unmöglich eine Grundlage zur Verständi» gung abgeben. Die „Arbeiterzeitung" nieint, die Antwort ent-halte weder Zustimmung noch Absage. Tad czechische Memorandum sei von einer gewissen ruhigen Sach-lichteit erfüllt. So gros; auch der Widerspruch zwifchen DcutsäM und Czechen fei, die unerbittliche Gewalt der Wirklichkeit zwinge sie dennoch beide in die Vcchn, wo ihre Interessen zusammenfallen. Politische Uebersicht. Laibach, 19. Dezember. Die deutschb öh mifchen Reichs rats-abgeordneten haben zu dm czechischen Gegenvorschlägen Stellung genommen und folgenden Vefchluß gefaßt: „Tie DeutsäM haben durch ihre Vorschläge ein großes Maß von Entgegen-kommen bewiesen. Die czechische Antwort ist die Ablehnung aller deutsck)en Vorschläge. Tie Hoffnung auf eine Verständigung bestand darin, daß in den letzten Jahren von den führenden Czechen in allen Sprachenangelegenheiten die Grundsätze der Gegenseitigkeit in beiden Sprachgebieten gebilligt wurden. Tie Teutschen sind in dieser Beziehung bereitwilligst entgegengekommen. Tie Czechen gehen aber in ihrer Antwort weiter zurück auf ihren schroffen Stand» punlt: Unbedingte Zweisprachigkeit im ganzen Lande Böhmen nicht nur in Beziehung der cinßcren sondern auch der inneren czechischen Amtssprache. Sie rufen (besetze an, die den alten Streit über ihre Geltung wieder wachrufen. Sie stellen einen staatsrechtlichen Zusammenhang der böhmischen Länder auf und machen ihn zu einer Verhandlungsgrundlage, auf welcher eine Verständigung nie zu stände kommen kann. Aber nicht nnr der Inhalt, sondern auch die von den deutschböhmischen Abgeordneten vorgeschlagene Method« wird abgelehnt. Tie Czechen erklären sich bereit, zu einer gruppenweisen Behandlung der fragen einzugehen. Aber sie schieben die Verwaltungs-reform in den Hintergrnnd und den alten Rechtsstreit in den Vordergrund. Sie lassen die Bedürfnisse und die Zweckmäßigkeit ganz aus dem Auge und maa>n auch gleichzeitig die Erörterung der mährischen und schlesischen Verhältnisse zur Bedingung. Tadnrch zerstören sie selbst die Legitimation, mit den Teutschen zu verhandeln. Wir haben den Erwartungen, die man vielfach an uns gestellt hat, zu entsprechen gesucht und dadurch unserer Verantwortung gegenüber unserem Volke und dem Staate Rechnnng getragen. Tie deutschböhmischen Reichsratsabgeordneten können da« her nur auf Grnnd der von ihnen gemachten Vor-fchläge in Verhandlungen mit ihnen eintreteil." — Tiefer Beschluß wurde von der Teutschen Polkspartei zur Kenntnis genommen. Aus St. Petersburg, 18. Tezember, wird gemeldet: „Novosti" stimmen den Aeußerungen des Wiener „fremdenblattes" über die Mitteilung betreffs der mazedonischen ssrage zn und treten dafür ein, daß Mazedonien die volle Autonomie garantiert worde und ein Generalgouverneur oder ein ^ürst sich an der Spitze des Landes befinden müsse, das unter der Oberhoheit des Sultans zu stehen habe. Tie Be« merkungen der Negierungsmitteilung beziehen sich, wie das Blatt ausführt, nicht in gleiclMl Maße auf Serbien und Bulgarien. Serbien habe sich stets in den Grenzen rein diplomatischer Einwirkung auf die Pforte gehalten, dagegen dauere in Bulgarien die starke Gührung fort. Die verbündeten Mächte würden vielleicht genötigt sein, einen, verstärkten Druck auf Bulgarien auszuüben. Die Budgetkommission der französischen Deputiertenlammer beendete gestern ihre Arbeiten und erzielte das Gleichgewicht im Budget nnter anderem durch Streichungen in den Etats der einzelnen Ministerien im Betrage von 31 Mil. 3r. durch Verminderung der Eisenbahngarantien nm vier Millionen franken, durch Einstellung neuer Einnahmen ans der Erbschaftssteuer um Ili Millionen franken uud Einstellung eines Gewinnes aus den Erträgen von Nickelmünzen. Tagesucuigleitell. ! — (D e r it, ö n i g u o n P o r t u g a l u n d d i e M a -lerei.) Aus Madrid wird berichtet: Der Nesuch des Königs iiarl von Portugal hat die Gebrüder Amare veranlaßt, in ihrem Salon eine Ausstellung neuerer spanischer Gemälde zu veranstalten, in der die bedeutendsten Namen vertreten sind. König Karl, der selbst Maler ist, ließ es sich denn nicht ^nehmen, die Ausstellung in Begleitung Don Alfonsos zu bcsuchen, und vertiefte sich mit den anwesenden Künstlern in die technischen Einzelheiten der modernen Richtung, für die er eine entschiedene Vorliebe an den Tag legte. König Alfons eillärte indes, daß nur diejenigen Bilder, die sich möglichst weit von allem Skizzenhaften entfernen und ein abgerundetes Kunstweit darstellen, seinem Geschmacke entsprächen und emen dauernden Wert hätten. Als König Karl vor dem in start impressionistischer Manier, aber sehr interessant ausgeführten „Badenden Knaben" von Seralla angenehm überrascht stehen blieb, sagte Amare zu ihm gewendet, baß er das Bild nur seinetwegen ausgestellt habe, da er wohl wisse, daß e» lein Bild fürs Publikum sei. König Alfons entging diese Nemerlung nicht, aber er war ehrlich genug, seiner Ueberzeugung treu zu bleiben und zu ertlären: „Ich gehöre auch zum publilum!" — (Die Sprache der Vögel.) Ein Frankfurter Ornithuloge besitzt zwei Sprosser. ein Exemplar aus der Vulowina, das andere aus der Wolgagegend. Die Rufe beider klingen ganz verschieden. Einige Schläge des Sprossers von der Wolga lauten in Silben zusammengesetzt nach der „Frankfurter Zeitung": „Daävib, daävid, dauvid, taracl, taracl wrack tzum — Diterüt, diteiut, diterüt, tack tack tacl lrrrrrrrru — Fülip, fülip, fülip, scho tscho tscho tsch torrrrrroä — Stargard, Stargard, Stargard, zet. zet, zet, zeck." Der Bulowinaer Sprosser schlagt u. a: „Kuhdieb, Kuhdieb, Kuhdieb, schlir, schlir, schlot, lot tacl — Daahi ba-a-hi daahi, zrrr zil zrrr lmr — Tingdera. Tingdera, tacl. tack, tacl, qurrr, qurrr, qurr — Tschicla, Tschiäa. Tschicla brrrrr abend tzecl." Die Singdrossel 'I'ui-llu« inu«i<:u«, die als Krammetsvogel in der Schlinge gefangen wird — in Deutschland allein werden ihrer jährlich zwei Millionen Stücl verspeist — hat ähnliche Rufe wie der Sprosser, man spricht z. B. von einer David-Drossel; gemeint ist damit eine Singdrossel, die in ihrem Gesänge einigemal deutlich „David" bringt. Die bekanntesten Rufe, die jeder Spaziergänger im Frühjahr, besonders abends, leicht vernehmen lann, sind: „Judith", ! „Philipp" der Jäger — sieh dich für — schieß doch tot — , dürre Ficht — hack sie ab" u. s. w. Um diese Rufe deutlich, zu verstehen, bedarf es weniger der Phantasie als Gesangs-lenntnis. > — (Die Witterungslunde der Zugvögel.)^ Eurer der hervorragendsten amerikanischen Physiker, Pro- , fessor Trowbridge, hat sich in seinen Mußestunden mit der! Abhängigkeit der Zugvögel von den Witterungsverhältnissen! beschäftigt und darüber eine beachtenswerte Studie im „America» Naturalist" veröffentlicht. Es ist von früheren Forschern die Behauptung aufgestellt worden, daß die Zugstrahe der Vögel in ihrer Richtung, die durchaus nicht immer der geraden Linie folgt, nicht nur von der Vodtngestaltung, sondern im besondern von den Temperaturverhaltnissen beeinflußt wird. Trowbridgc macht darauf aufmerksam, daß dieser Zusammenhang eine erheblich geringere Bedeutung hat als die Abhängigkeit der Zugvögel vom Winde, wobei freilich zu bemerken ist, daß das Auftreten und die Verteilung der Winde wiederum von den Temperaturverhaltnissen bedingt wird. Der Gelehrte hat sich hauptsächlich die Flüge der Habichtsvögel ausersehcn. um seine Beolachtungen über die Witterungslunde der Zugvögel im allgemeinen zu ermitteln. Man lann wohl in gewisser Beziehung von einer Witterungslunde der Vögel sprechen, denn sie müssen selbstverständlich bei einem so bedeutsamen Unternehmen, wie es der Flug über viele Hunderte von Meilen darstellt, widrige Witte riingsverhältnisse ,',u vermeiden und günstige zu benutzen wissen. Die von Trowbridgc festgestellte Tatsache, daß die Windrichtungen den Zug der Vögel in erster Linie bestimmt, ist für die Wissenschaft nahezu neu, obgleich er so naheliegend erscheint. Er hat erlannt. daß die Wanderungen der Habichtsvögel stets von dem Eintritte günstiger Winde abhängig sind. die eben als Hilfsmittel ausgenützt werden. Ein widriger Wind verzögert nicht nur die Wanderung, sondern bringt sie fast völlig zum Stillstände, Die Auswanderung der Habichtsvögcl dehnt sich auf eine Zeit von vierzehn Tagen bis zu einem Monat hin. und innerhalb dieser Frist lverden die Tage mit günstigen Winden zur Abseglung ausgewählt. Auch die Art des Fluges richtet sich nach der Gunst der Windrichtung. Weht der Wind fast in derselben Richtung, in bei der Flug vor sich gehen soll, so fliegen und segeln die Habichte in großer Höhe und beschreiben gelegentlich auch Kreise in der Luft. Ist der Wind nicht ganz ungünstig, ab.r doch nur »venig förderlich für dieVögel, so müssen sie lavieren, was durch die fortgesetzte Beschreibung von Kreisen geschieht, Wichtig ist, daß die Habichte nur zur Tageszeit wandern und am häufigsten außerdem bei klarem Himmel. Herrscht bei Eintritt der Zugzcit gerade günstiger Wind, so lann die Abseglung sehr rasch vonstatten gehen, während anderenfalls eine Woche oder auch länger gewartet wird, bis ein Nachschub erfolgt. Sind die Vögel einmal aufgebrochen, so lassen sie sich durch Winde, die ihrem Fortkommen wenig günstig sind meist nicht ganz aufhalten, sondern schlagen einen kleinen Umweg ein. um der frischenden Luftströmung die beste Seite abzugewinnen. - - ((5 i n Affe. der Klavier spielt und auf der Schreibmaschine schreibt.) An Nord des „Kaiser Wilhelm" lam. wie Londoner Blätter erzählen, am Dienstag in Plymouth ein Amerikaner an, der einen merkwürdigen Affen (Schimpansen) mit sich führt, für den ihm bereits Angebote von über 100.000 Mail gemacht wurden, die er jedoch ausgefchlagen hat. Der Affe spielt Klavier und schreibt auf der Schreibmaschine. Sein Eigentümer ist nach Europa gekommen, um ihn in Berlin einer Operation a>< der Zunge unierziehen zu lassen, von der er hofft, daß sie dem Affen die Möglichkeit zu sprechen verschaffen wirb. — (E i n R i e sc n t u n n e l.) Oin Kabcltelcgramm aus Newyorl meldet von einem der großartigsten Projekte der modernen Technil. Es handelt sich um einen Tunnel, der sich von Ilrsey City unterhalb des Hudson River, sodann quer durch dic Insel Manhattan, weiter unterhalb des East River nach Long Island ziehen wird. Durch die Herstellung dieses Tunnels würde der Weg von Long Island nach Jersey auf laum den dritten Teil der bisherigen Strecke herabgesetzt werben. Manhattan ist bekanntlich der Name der Insel, auf welcher die Stadt Newyorl erbaut wurde, deren Gebiet sich freilich in der Folge auch auf das Festland und auf mehrere Inseln ausdehnte, so daß das westlich von Manhattan (jenseits des Hudson) gelegene Jersey und die westlich von der Stamm-insel (jenseits des East River) gelegenen Long Island und Brooklyn völlig zur Stadt Newyorl gehören, Die Insel Manhattan besteht aus Gneis- und Kallsteinfelsen und hat eine mittlere Breite von drei Kilometern. Der geplante Tun- Denn sieh, sie genasen und leben noch fort. die alle ich längst schon begraben. Was nullst du noch weiter? Ich weiche von hier nicht ohne ein Opfer zu haben." ,.Ein Opfer verlangst du? Hier nimm meine Hand, ich will sie dir freiwillig geben; doch lasse in Frieden die Glücklichen zieh'n, genügt dir zum Pfande mein Leben?" „Du opferst für diese dein eigenes Vlut? Ja, bist du der .Heiland auf Erden? Dem Tode die Hände zu reichen bereit, daß diese die Glücklichen werden? Der Glücklichen gibt es cmf Erden genug, die weiter ihr Glück noch vererben. Was nützt es der Welt, ob der Glücklichen viel, ob ihrer nnr wenige sterben? Mag manches auch bergen das menschliche Herz. Barmherzigkeit birgt es nur selten: und diese, sie bleibe erhalten der Welt! Der Himmel, er wird es vergelten. So ziehe getrost und erfülle die Pflicht, die euer Vernf dir gegeben. Gott felbst ist barmherzig; er lasse dich lang zum Wohle der Menschheit noch leben. Doch folltest im Alter Barmherzigkeit du bei anderen Menschen nicht finden, dann werde ich selbst der Barmherzige sein und dir die Erlösung verkünden. Wir sehen uns wieder, ich geb' dir mein Wort; inin las;' ich dich ungestört beten." So sprach der Geselle und zog sich zurück, so still, als hervor er getreten. Der Bräutigam reicht nun die Hände der Braut, sie heim aus der Kirche zu führen. Der Tod fchlcift die Sense, wie höhnisch, jedoch sich hütend, die Braut zu berühren. Noch lehnt dort am Pfeiler des Tores der Mönch und starrt in die brennenden Kerzen; dann läßt er sich nieder, zn beten für sie am Bilde der Mutter der Schmerzen. Und als er vollendet sein frommes Gebet, eilt wieder er hin, zu erfüllen aufs neuen die Pflichten des Klosterberufs, die Schmerzen der Kranken zu stillen. Im Hause der Hochzeit bei festlichein Mahl die Glücklichen scherzen und kosen: Genießet die Tage der Jugend, des Glücks, genießet die Tage der Nosen! - - Seit damals und heute, dazwischen nun ist ein halbes Jahrhundert gelegen. Der Krater ward Greis, nun zu schwach und zu lrm'l, um selbst noch die Kranken zu Pflegen. Und fieh'! Eines Tags er das Kloster verläßt, verabschiedend schwer sich von allen. Es war so sein Wille; nicht wollte er selbst zur Last seinen Mitbrüdern fallen. Er zieht seine Straße und pocht an die Tür der Reichen sowohl als der Armen, doch findet er nirgends, was einzig er sucht, das Mitleid, den Trost, das Erbarmen. Da führt ihn sein Weg an der Kirche vorbei, lant ruft eine Stimme im Herzen: „Tritt ein in den Tempel, zu beten für sie am Bilde der Mutter der Schmerzen!" lind als er betreten den heiligen Ort, erkennt er den alten Gesellen, am Pfeiler dort lehnend. Nnn tritt er hervor, sich ihm an die Seite zu stellen. Von Mitleid erfüllt, von Erbannen bewegt, spricht leife der Tod zu dem frommen: „Ich halte mein Wort, das ich einstens dir gab. nun ist deine Stunde gekommen. Lmtmctier Neiwna Nr. 292. 2443 20. Dezember 1902. Ntl luiirbe eil! würbigtii Gegenstück zu der großartigen Hänge-bliicle bilden, welche von Manhattan über den East River nach Brooklyn führt und die teils mit der Bahn, teils zu Fuße täglich durchschnittlich hunderttausend Personen passieren. Das Telegramm, welches die Ausführung dieses Pro« jellcö ankündigt, ist aus Ncwyorl datiert und ha! folgenden Wortlaut: Dcr Siadtrat genehmigte das Privilegium bei Pennsylvania Railway Company zur Anlegung eincs Tun« nels von Jersey City nach Long Island unter Manhattan Island hindurch. — (Ein Abenteuer der Königin von Holland.) Aus Rotterdam meldet man dem Londoner „Daily Expreß": Königin Wilhclmine hatte eine ungewöhnliche Begegnung, als sie Samstag in der Nähe der Residenz Het Loo Schlittschuh lief. Die Königin lief mit großer Ge-schwindiglcit und hatte dabei das Mißgeschick, gegen eine Äaucrsfrau zu rennen, die, ebenfalls auf Schlittschuhen, ihr cntgcgenlam. Der Zusammenstoß war so starl, daß die Frau sich nur mit Mühe aufrechterhalten tonnte, worauf sie in maßloser Sprache ihre Wut gegen die Königin ausließ. Die Königin war aber darüber gar nicht böse, entschuldigte sich für ihre Ungeschicklichkeit und sehte ihren Weg fort. Einige Minuten später erfuhr die Bauersfrau zu ihrem nicht geringen Entsetzen, wer die Dame war. gegen die sie so starlc Ausdrücke gebraucht hatte. — (Nie man iu Venezuela Gehalte aus -zahl t.) Zur Charakteristik der Zustände in Venezuela, welches jetzt durch die kriegerischen Ereignisse im Vordergründe des politischen Interesses steht, sei eine kleine Geschichte aus der Präsidentschaft Crespos, des Vorgängers des jetzigen Machthabers Castro, wiedergegeben. Als Herr Crespo, ein Mischling von Neger, Indianer und Spanier, am Anfang der achtziger Jahre von Guzman Blanco in die Präsidentschaft geschoben wurde, konnte er noch nicht lesen und schreiben, so daß er rasch lernte, seine Unterschrift zu malen. Crespos r»chte Hand imFinanzfachc war der Italiener OrsiMonbcllo. Vö'se Zungen behaupteten, daß er gar nicht so hieß. sondern aus dringenden Gründen seinen Namen gewechselt hatte, nachdem cr von Italien fortgegangen war. Ein anderer Italiener. Nuscalioni, ein hochbegabter Mathematiker und Direktor der Sternwarte, dcr während der üblichen Revolution, di»,- Crespo machte, lein Gehalt bezog und mit Frau und Kindern dem Verhungern nahe war, wurde, als Crcspo in Caracas einzog, sofort mit einem Monatsgehalt von 800 Franken angestellt. Da Äuscalioni krank darnicderlag, so ging seine Frau in die Stadt, um das erste Gehalt zu erheben. Orsi Monbello, das Finanzgenie, empfing sie. Szene: „Sie wollen «NO Franken haben?" — „Ja.'das Gehalt meines Mannes." — „Ach so! Aber Ihr Mann borgt mir 400 davon." — „Davon weiß ich nichts, er hat mir nichts dergleichen gesagt." — „Nicht? Wir sind so gute Freunde, er borgt sie mir sicher". -- „Mein Herr, ich will die mir zukommenden 800 Franken!" — „Nun, meinetwegen! Habcn Sie die Quittung mitgebracht, ohne die ich nicht zahlrn darf?" — „Ja wohl, hier ist sie!" Der kluge Finanzmann las sie und schob — 400 Franken hin. — „Aber das sind ja nur 400, die nehme ich nicht!" — „Nicht? Na, dann nicht, dann bekommen Sie gar nichts. Ich habe ja die Quittung über 800 Franken." Frau Vuscalioni konnte froh sein, bah sie schließlich noch die 400 Fransn bekam. Als Präsident Crcspo von der Geschichte hörte, wollte cr sich l)alb tot lacken übcr das Genie des Finanzmannes, der das schier unmögliche Kunststück fertig gebracht hatte, ein größerer Spitzbube zu sein als der Präsident selbst, — (Eine schlimme T e st a m e n t s t l a u s c I,) Als bor kurzem in St. Louis im nordamerilanischen Staate Missouri der Millionär Henri Hiemenz jun. starb, setzte ei sline Witwe als Universalcrbin der vier Millionen, die cr hinterließ, unter der Bedingung ein, daß sie an jedem Sonntag das Grab seiner ersten Gemahlin ebenso wie das seinige mit den schönsten Blumen eigenhändig schmücken und an den Todes- und Geburtstagen extra reiche Blumenspendcn auf dem Friedhofc niederlegen solle. Da nun die noch junge Frau ihren Gatten außerordentlich geliebt hatte, Barmherzisikeit, wie du stets selbst sie goiibt, wirst niedu bei linderen fiuden. Trum will ich min selbst der Barmherzige sein und dir die Erlösung verkünden." Die Vösslein umflattern ein friedliclM Grab, in Wonne sich wiegend, sie kosen' noch duften die Vlumen im karten des Herrn, es sind jn die Tage der Nosen! — Von Eugen Grafen Ui cheI b n ia. In dunklen Meerebfluten rauschen dier Menschen Web und Leid' des ^ri'chlina.6 Vlüten still belauschen der Menschen Seligkeit. j Was Jahre uns entrissen haben - ^ die Wellen rauscl^n fort' sie wollen unser !^eid begraben > in jene Tiefe dort, ! Doch ist ein altes Jahr vorüber, das reich an Muck uns war, i dann zieht durch Vlüten sanft hinüber ^ sein Hauch ins neue Jahr. ist ihr der Gedanke, bah der Verstorbene nun im Jenseits, an das sie fest glaubl, mit jener anderen eine selige Wiedervereinigung feiert, so schrecklich, daß sie im eisten Schmerz beim Anhören der seltsamen Klausel schluchzend erklärte, lieber auf alieb verzichten zu wollen, als diese Bedingung zu erfüllen. Mitfühlende weibliche Seelen, die der verzweifelten Witwe zur Seite stehen, meinten zu dem Rechtsanwalt, der das Testament eröffnet hatte, es wäre weniger grausam gewesen, wenn Mr. Hiemenz von seiner Frau verlangt hätte, iyrc Wäsche eigenhändig zu säubern oder jeden Sonntag einen Pjahl hinaufzuklettern. Hier aber mühte das Gericht einschreiten und die unerhört boshafte Klausel für null und nichtig erklären. Sollte dies nicht geschehen, so wird die unglückliche Witwe sich wohl noch besinnen und sich dem Willen des Toten, wenn auch mit Widerstreben fügen, anstatt den Millionen zu entsagen. — (Moderne F l a gc l l a n t i n n e n.) In einem dcr feinsten Häuser des Viertels Monceau in Paris wohnte seit einiger Zeit eine junge, tiefernst auftretende Dame. die sich auf ihren Visitenkarten „Frl, v. Florainval, ehemalige Nonne des Klosters U. L. Frau vom Berge Zion" nannte. Sie empfing in ihren luxuriös ausgestatteen Räumen täglich bon 3 bis 7 Uhr den Besuch vieler eleganter, tiefverschleierier Damen, angeblich um denselben Klavicrstunden zu geben. Vor einigen Tagen drangen nun bcr Polizcilommissär und einige Polizeiinspeltoren in die Wohnung der ehemaligen Nonne, um den Klavierstunden zuzusein. Es bot sich ihnen ein sonderbarer Anblick bar. Durch eine geschickt angebrachte Oeffnung im dunklen Vorzimmer sah man in dcn hcllcrleuchteten Salon, der ganz in Violett glhaltcn unb mit scltemn Gemälden ausgeschmückt war. In der Mitte stand die Exnonne in cincm priesterlichen Buh-lcslüm und hielt einer großen Versammlung junger, hübscher Frauen einen Bustvortrag. Diese hatten Schleier unb Kleiber abgelegt. Die Polizei beschlagnahmte eine Masse Marter-utcnsilien: Geißeln, Bußgürtel, Dornentionen, nebst einer großen Sammlung Bücher über Flagcllantismus. Einige alle Herren, die ebenfalls im Vorzimmer gefunden wurden, mußten sich identifizieren, während die ganze Flagellanten-schule nebst der geistlichen Professorin verhaftet wurde. — (A mcri'lani sche Neuigleite n.) Es ist wirklich erfreulich, daß uns ein lvenn auch fernes Lanb geblieben is:, welches bcn Winter unseres europäischen Mißvergnügens aushellt unb dafür sorgt, daß das Lachen nicht völlig aus-stirbt. Also zunächst: InAmerila ist berNazillus berTrägheit entdeckt worden, meldet das „Journal des D6bats". Bei bei in dcr Neuen unb in der Alten Welt so erstaunlich verbreitete» menschlichen Faulheit ergeben sich natürlich märchenhafte Schlüsse auf die Ausbreitung dieser Mikroben, unb bas Interessante besteht in bcm scheinbaren Widersprüche, daß diese Mikroorganismen, die die Trägheit weitertragen. selber äußerst emsig scin müssen. Die Schwierigkeit der Entdeckung lag, wie allen Ernstes versichert wird, bisher darin, baß der Foulhciterreger das Licht scheute unb seine behagliche Wirksamkeit am liebsten im Dunlcln betreibt. Das instinktive Bestreben, die Trägheitsmilrobcn nicht zu beunruhigen, soll nach dcr Meinung des hochverdienten amerikanischen Forschers nicht nur durch die Gewohnheit, des Nachts zu schlafen, sondern drastischer noch durch die Gepflogenheit der Orientalen, sich zu verhüllen, dokumentiert werden Darum fühlen sich auch die dichtvcrschleierten Frauen des Morgenlandes in dcr dämmerigen Beschaulichkeit ihres Haremlebens am wohlsten. — Dic musilalische Welt wird von einer anderen, aus Amerika zu uns gelangenden Nachricht in eine gewisse Aufregung veisctzt werden. Es handelt sich um eine Erfindung, durch die bcr Chef des Orchesters dcn Musilern blitzschnell seine Intentionen in Bezug auf Rhythmen und Gefühlsnuancen mitteilen kann. Der elektrische Apparat, der bem Kapellmeister zu Gebote stehen soll, besitzt drei Taster: Knopf 1 bedeutet ,>i»no. Knopf IN forti^imo. der Mitteltastcr vermittelt die Anordnung verschiedener Nuancen. Die Orchestermitglie-dcr erhalten demnach gleichzeitig die Wünsche des Dirigenten mitgeteilt. Der Erfinder ist ein amerikanischer Ingenieur. — (40 Grad Wärme) zeigte bas Thermometer in bcn letzten Tagen in EgYPten. Man schreibt uns darüber aus Kairo: Im schönen EgYPlcn herrscht himmlische Witterung. Alles grünt unb blüht unter ber afrikanischen Sonne: bie Temperatur erreicht in Obcrcgypten bis 40 Hitzegrabe, also ! Tropcnwärme, unb bas im Dezember. Während man bei ! uns im Pelz herumläuft, geht man im Lande der Pyramiden im Tennisanzuge. Die Aerzte, die gegenwärtig in Kairo an idem ersten egyptischen Aerztelongressc teilnehmen, sind beneidenswert. Lolal- und Provinzial-Nachrichten. — (Ernennungen im Finanzbienste.) Seine Exzellenz bcr Finanzminister hat. wie man uns aus Wien melbct, ben Finanzselretär Georg Konschegg zum Finanzratc. den Stcucroberinspeltor Heinrich Kittag unb dcn Finanzobcrlommissär August Reich zu Finanzselre-tären unb den Steuerinspektor Franz Gerstenmayer zum Steueroberinspeltor für ben Dienstbereich der Finanz-direltion Laibach ernannt. — (Staatssubvention.) Wie uns mitgeteilt wird, hat bas l. l. Ackerbauministerium ber Molkereigenossenschaft in Rau, politischer Bezirk Stein, eine einmalige Subvention von 800 X bewilligt. ___u. — (Postbien st.) D« Postabministrator Anton Iurlic' in Nassenfuh würbe zum Postmeister II. Klasse am gegenwärtigen Dienstorte ernannt; bic Postexpebienten-stelle' in Suhor würbe an Franz Pibernik dortselbst verliehen. Die Ortschaft Ratschach. politischer Bezirl Rab-mannsborf, wurde am 16. d. M, aus dem Bestellbezirle des Postamtes Kronau ausgeschieden und jenem des Postamtes in Weihenfels einverleibt. Gleichzeitig wurde in Ratschach eine neue Postablage errichtet, welche mit dem Post- amle in Weihenfels unb mit ber Vahnpost Tai-vis-Laibach 48 burch täglich zweimaligen Votengang zwi» schen Rntschach und Ratschach-Weißenfels Bahnhof im Anschlüsse an die Verbindungen des genannten Postamtes zu ben Zügen Tarvis-Laibach 1711 unb 1715 in Verbindung steht. — Anläßlich ber Hinausgabe bei Banknoten zu 100 X würbe eine neue Auflage der postamtlichen Gelbbiief-luverte veranlaßt, welche nunmehr mit dem für bi« Geld-spezifilation dieser neuen Gelbsorte erforderlichen Drutl-zusahc versehen sind. Mit ber Hinauögabe bieser texUich geänderten Gelbbrieftuverte wirb nach Aufbrauch ber gegenwärtig im Verkehre ftehenden begonnen werben. —o. " sM i l i < ä r l onze rt.) „Die Regimentsbanden sind wahre musilalische Missionäre, welche in stumme Gegenden mit Sang unb Klang einziehen, bas fröhliche Eban gelium ber Kunst zu predigen!" behauptet Hanslicl in einem Aufsähe über die Oefterreichische Militärmusil, der er begeistert nachsagt, dah s,< auf Flügeln ber hannoniemusit gar oft in bie Herzen ganzer Bevölkerungen eingezogen ist. Welche wichtige Rolle bie Militärmusil in Laibach spielt, welchen Mrt sie für unser Kunstleben hat, inbem sie einen wesentlichen Bestandteil der Konzertorchefter bildet unb bie Theatennusik besorgt, wie sie im Sommer burch Promenade-lonzerte im Freien eine zahlreiche Hörerschaft findet, haben wir wiederholt geschildert. Die Musikkapelle des 27. Infanterieregimentes steht zubem auf einer so hohen künstlerischen Stufe, baß sie zu ben besten Militärmusiten in Oesterreich gezählt tverbcn kann. Ihre ausgezeichnete Qualität verdankt sie auch bcm begabten, energischen unb tunsterfahrenen Kapellmeister, Herrn Theobor Christoph, ber sie in wahrhaft künstlerischem Geiste leitet. Es erscheint bähe? natürlich, bah bie Militärkapelle unb ihr Dirigent vollen Anspruch auf bie Dankbarkeit beS Publikums haben, unb biese zu beweisen, bietet sich jetzt willkommene Gelegenheit, da am 25, Dezember (Stephanitag) im Saale bei Tonhalle ein großes Militärlonzert zu Gunsten bes Mili -tärlapellmeifter-Pensionsfonbes veranstaltet wirb. Das Programm ist auserlesen, bie Mitwirkung einer ausgezeichneten Violindirtuosin gesichert! im Streiche?-ch^re wirken aus besonderer Gefälligkeit acht Herren ber Philharmonischen Gesellschaft mit. Es vereinigen sich daher alle Faktoren, um bem Publikum einen seltenen musikalischen Genuß zu verschaffen, unb wir sind überzeugt, bah unsere zahlreichen Kunstfreunde der Veranstaltung volle Anteilnahme entgegenbringen werben. «I. — (A bv e n t pre b i g te n.) Die interessanten Konferenzen bes hochw. I>. Roller S. I. finben allabendlich um 7 Uhr in ber hiesigen Domlirche statt. Der gefeierte Rcbncr behandelt zeitgemäße Themata: Klerilalismus, Dasein Gottes. Gottheit Christi, Christentum, Toleranz u. s. w. Morgen abends wirb ber letzte Vortrug abgehalten werden. — (Die Laibacher l^italnica) hält morgen um 11 Uhr vormittags im kleinen Saale bes «Narobni Dom" ihre orbenlliche Generalversammlung mit der üblichen Tagesordnung ab. — (V o r t r a g.) Der allgemeine slovenische Frauenverein veranstaltet morgen im „Mestni Dom" einen Vortragsabend über bas Thema „Die Physik in ber Küche" (Vortragender I. Macher.) Beginn 7 Uhr abends. — (Unter Menschenfressern.) Der für heut« angekündigte Vortrag bes Afrilareisenden Herrn West» mark findet wegen Heiserkeit und Ueberanstrengung bes Vortragenden nicht statt unb wirb nach Neujahr abgehalten werben, — (Eine neue Orgel) würbe in bei hiesigen deutschen Orbenslirche von bei Firma Mayer in Felbliich aufgestellt. - (Kilchenbiebstahl.) Am 7. b. M, nachmittags versuchte ber Buchbinberlehrling Heinrich Zorec aus Großsonntag (Sleiermark) in der Pfarrkirche in AbelLberg Opferstöcke auszurauben. Er hatte bereits zwei Kchlösier mit dem Inhalte von 2 lv 53 li aufgebrochen, während ei bas Vexierschloß bes dritten nicht zu sprengen vermochte. Zorec, dcr mehrerer Opfeistockbiebstähle verdächtig ist, wurde m Trieft verhaftet. —I. — (Gemeindevorstandswahlen.) Nei der am 30, Oktober vorgenommenen Neuwahl des Gemeinbebor-standes der Ortsgemeinde Unterwarmberg wurden Franz Maussei aus Unterwarmberg zum Gemeindevorsteher, Peter Huttcr in Rotenstein, Johann Kraler in Komutzen und Andreas Fink in Langenion zu Gemeinderäten gewählt. — Bei der am 20. Oktober vorgenommenen Neuwahl des Gc meindevorstandes der Ortsgemeinde Unter-Ibria wurden Johann Kenba. Besitzer in Uniei-Kamolja. zum Gemeindevorsteher. Franz ^alež in Unter-ttanomlja, Georg Gnjezba in Obei-Kanomlja unb Anbreas Kocin in Krni« zu Ge-meinberäten gewählt. -^ (De r Winter.) Reinh. E. Vetermann schreibt im „Neuen Wiener Tagblalt" u. a.: Der Westwettereinbruch. dcr sich schon vor einer Woche durch bie Schneestürme ange-lünbigt hatte, die über ben Kontinent von Nordamerika ba» hinrasten. hat in Wien einer wahrhaft russischen Winter-fteriobe ein Enbe gemacht, einer Kälte, bie genau bei Kälte bcs Dezember 1879 entsprach und in Wien seit 1775 , gegen im Dezember 1788 —8 Grab, im Dezember 1829 —7.3 Grab. im Dezember 1840 —9 3 Grab. — Natürlich wirb bas Tauwetter wieber vom Frost abgelöst werben. Gö ist aber sehr wahrscheinlich, bah die Hauptlälte dieses Winters nun doch gebrochen ist und baß sich heuer bei Wettergang bei Wintci 1879/1880 unb 1899/1900 wiederholen dürfte. Im Winter 1879/1830 folgte einem Dezember mit —0:9 Grab ein Jänner mit —2:1 Grad. im Winter 1899/1900 einem Dezember mit —4 6 Grab ein Jänner mit 4O'5 Grab Celsius. Mit solcher Herabminberung bei russischen Strenge auf bai uns zuträgliche mitteleuropäische Maß dürften »vohl selbst die Freunde bes Wintersports einverstanden sein. Laibacher Zeitung Nr. 292, ________________ 2444_____________________________________________20. Dezember 1902. — (Weih nachtsferien an den städtischen Voltsschulen in L a i b a ch.) Mit Bezug auf unsere gcstrige Notiz, betreffend die Weihnachtsferien an den Lai-bocher Voltsschulen, berichtet der „Tlov. Narod", daß der t. t. Stadtschulrat lraft der den Ortschulbehörden zustehenden Befugnis, im Schuljahre drei Tage freizugeben, auch den 27. d. M. als schulfrei erklärt habe, daß also unsere gestrige Notiz unvollständig sei. Wir nehmen diese Richtigstellung mit d«r Bewertung zur Kenntnis, dah unsere gestrige Notiz lediglich auf dem Beschlusse des l. l. Landesschulrates beruhte, daß uns aber seitens des l. l. Stadtschulrates bis zur Stunde leine Mitteilung über seine Verfügung zugekommen ist. — (T ou ri ste n b a ll.) Der slovenische Alpenverein veranstaltet Sonntag, den 1. Februar 1903, einen Touristenball, welcher in dem alpin ausgestatteten Turnsaale des „Narodni Dom" stattfindet, Beginn 8 Uhr abends. Am Balle wirtt die vollständige Üaibacher Vereinslapelle mit. Die Mitglieder sowie alle Freunde des Vereines, welche an dieser Veranstaltung teilzunehmen beabsichtigen, werben gebeten, hiezu entweder in Touristen- oder in National- oder Prome-nadeioilette zu erscheinen. — (Todesfall.) In Rudolfswert verschied gestern früh Frau Marie Detela, Gemahlin des Herrn Schulrates Dr. Franz Detela, im 40. Lebensjahre. Das Leichenbegängnis der durch gewinnende Charaktereigenschaften ausgezeichneten Dame findet heute nachmittags um 4 Uhr statt. — (T o de s f a l l.) In Leslovec bei Neichfelburg starb am 17. d. M. nach kurzer Krankheit der Gemeindevorsteher Anton Dremeljim Alter von W Jahren. Der Verstorbene war vier Jahre hindurch erster Gemeinderat der Gemeinde Leslovec und fungierte sodann über 36 Jahre, also durch zwölf Wahlperioden, ununterbrochen als Gemeindevorsteher dcr genannten Ortsgemeinde. Dremelj dürfte, was sein Wirten als öffentliches Organ anbelangt, der älteste Gemeindevorsteher von ganz Oesterreich gelve-sen sein. —ilc- — (Die Laibacher Vereinslapelle) veranstaltet heute abends um 9 Uhr ein Konzert in der Na-rodna Kavarna. Eintritt frei. * (Aus der Polizeiaufsicht entwichen.) Der im Jahre 1872 in Grohraöna. Gemeinde Raöna, Be-zirt Laibach Umgebung, geborene und dahin zuständige, wegen Verbrechens des Diebstahles mehreremale vorbestrafte Arbeiter Johann Zajc wurde von der l. l, Nezirlshauptmann-schaft Laibach unter Polizeiaufsicht gestellt und ihm zugleich dessen Heimatsgemeinde zum Aufenthalte angewiesen. Am 14. d. M. erhielt Zajc vom Gemeindeamte Rac-na eine 24ftündige Bewilligung, nach Unter-Ki^la seine Kleidung abholen gehen zu dürfen, von woselbst er bis nun noch nicht zurückgelehrt ist. Derselbe hat im linken Augenwinkel eine Narbe. * (Dieb stahl.) In der Nacht vom 18. auf den 19. d. M. schlich sich ein Dieb in das Wohnzimmer des Knechtes Michael Küsters an der Radetzlystraße, öffnete mit einem Stemmeisen den Koffer des Genannten und entnahm aus demselben 4 X. Im Koffer waren noch ein größerer Geldbetrag, eine Uhr und andere Effekten. * (Ei n reuiger Dieb.) Der Gärtnergehilfe Adolf Unger, bedienstet beim Korsika an der Bleinxisstraße, fand gestern die ihm am 9. d. M. aus dem Wohnzimmer gestohlene Taschenuhr im Garten in der Nähe. des Treibhauses liegen. Der Dieb war von Reue erfaßt worden, worauf er sie zurückbrachte. * (Kleine Nachrichten.) Bartholomäus Iert, 54 Jahre alt, Besitzer in Brezovica Nr. 54. schnitt sich beim Holzhacken mit der Hacke in den linken Daumen. — Der Tischlergehilfe Georg Jenlo aus Birmane, Gemeinde Altlack, sägte sich beim Holzsägen beinahe den linken Zeigefinger ab. — Der zweijährige Johann Krem^ar, Sohn eines Bahn-bcdiensteten der Staatsbahn, wohnhaft in Waitsch, fiel v^c. gestern im Zimmer vom Stuhle und brach sich den rechten Arm. — Anton ßinlovec. 30 Jahre alt. aus Sap, Gemeinde St. Marein, Arbeiter bei der Firma Tönnies, verunglückte vorgestern beim Holzfällen in Slaru<"na. Ein Baumstamm fiel auf ihn und brach ihm den rechten Fuß. — Johann Pe-terca, 20 Jahre alt, aus Mariafeld, Arbeiter in der Kosler-schen Vierbrauerei, glitt beim Graben mit einer Krampe aus und fiel auf eine Flasche, die zerbrach. Peterca erhielt an der rechten Handfläche erhebliche Schnittwunden. — Der sechs Jahre alte Josef Pugelj, Vesiherssohn in Struga. Gemeinde Reifnitz. fiel vorgestern vom Ofen und verstauchte sich hiebei den linken Arm. — Jakob Vidmar. Schneiderlchrling in Unter-Ki^la, stieß sich beim Nähen durch Unvorsichtigkeit die Nähnadel so tief in den Arm. daß er sich in das Krankenhaus begeben nnd diese ihm dort entfernt werden mußte. — Der 15> Jahre alte Anton Modic. Tischlerlehrling beim Tischler Johann Schuster in Udmat. fiel über die Stiege und brach sich den linken Unterarm. Theater, Aunft und Literatur. * (Deutsche Bühne.) Der deutschen Bühne bot sich jetzt die schönste Gelegenheit zu einer Wcihnachtsgabe für die Jugend, die ihre Dichter im Herzen trägt, und gewiß auch für die Mehrzahl der Theaterfreunde durch Vorführung eines Werkes der Dichterfürsten in sorgsamer Vorbereitung mit dem Gaste, Herrn Georg Re i m e r s. in der Hauptrolle. Die Gelegenheit wurde leider nicht ausgenützt, dagegen die sattsam bekannte Schouspielervirtuosen - Komödie „Kenn" aufgeführt, die mit wahrer Kunst nichts zu tun hat. Wir haben den „Kean" schon von den verschiedensten Virtuosen des Schauspieles genossen, ohne dah er uns besonderen Genuß bereitet hätte, denn ihnen fehlte zumeist die Haupteigenschaft des Künstlers für diese Rolle: vornehme Liebenswürdigkeit, die. frei von der Sucht zur Ueberladnng und Ueber-reizung. die zu krasser Uebertreibung nur zu leicht verleitende Rolle im Feuer edler Kunst läutert. Während die meisten Darsteller den „Kenn" durch Maßlosigkeit vergröberten, wußte Herr Reimers durch die Vertiefung des seelischen Gehaltes und weises Maßhalten den Schauspielerhelden zu ! verfeinern. Seine Sprechweise, seine Bewegungen waren lc- ' bendig. temperamentvoll, die leidenschaftlichen Momente zusammengedrängt und doch erschien seine ganze Darstellung stets plastisch. Das Technische drängte sich dabei nie einseitig virtuosenhaft hervor, der unmittelbare Ausdruck seiner Stimmung berührte immer natürlich, folgerichtig, nie gewaltsam. Wir haben auch selten eine so begeisterte Stimmung im Publikum erlebt; Beifallsstürme, ungezählte Hervorrufe ehrten den Künstler, der offenbar dadurch gleichfalls in die freudigste Stimmung versetzt wurde. Gerechten Anteil an dem großen Erfolge des Abendes hatten die mitwirkenden i Künstler, die den Gast durch ihre gewinnenden, liebenswürdigen Darbietungen aufs beste unterstützten. Wir tonnen natürlich die einzelnen Leistungen nicht nach Gebühr würdigen und müssen uns damit bescheiden, den in den Hauptrollen beschäftigten Damen Müller und o. Effner sowie den j Herren Olmar, N eihner und Lang warmes Lob l auszusprechen. In den Nebenrollen machten sich die Damen Gärtner und Iacobovits wie auch die Herren Rosen und Tragau um das Ganze verdient. Das Szenische war bis auf die Beleuchtung, die die Künstler besonders in einer Szene im Stiche ließ. ganz gut, die Regie des Herrn Tragau, abgesehen von einigen Verstößen der Komparserie, verständig. — Das Haus war ausverlauft. .1. — (Aus der deutschen Theaterlanzlei.) Morgen und übermorgen finden die letzten Vorstellungen vor den Feiertagen statt. Morgen gelangt, durch Kapellmeister Staps und Regisseur Lang neu einstudiert und in Szene gesetzt, die Strauhsche Operette „Eine Nacht in Venedig" zur Aufführung. Die Hauptpartien werden von den Damen Zinsen hofer, Werk und Paulmann sowie den Herren Rochell, Lerchenfeld, Lang und Walzer gespielt. — Am Montag gelangt, vielseitig ausgesprochenen Wünschen zufolge, die Operette „Die Geisha" zur Aufführung. Am 25. d. M. gelangt als Wohltätigleitsvorstelluilg die Oper „Hoffmanns Erzählungen" zum erstenmale in dieser Saison zur Aufführung. — (I' <» i, s> t n i k.) Inhalt der 12. Nummer: 1.) H. Schreiner: Analyse des geistigen Horizontes des Kindes und der psychologische Prozeß des Lcrnens. 2.) Dr. Janlo Äezjal: Ueber die Erklärung von Wörtern, Ausdrücken und Phrasen bei der Behandlung von Lesestücken in der Volksschule. 3.) Dr. Ios. Tomin« el: Zur Reorganisation des Mittelschulwesens in Frankreich. 4.) V. Neöel: Den Protettoren des ..Pravopis" von Levec zur neuerlichen Erwägung. 5.) Dr. Franz Ileüiö: Ueber die Originalität unserer älteren Iugcndlitcratur. 6.) Iv. Kega: Pädagogische Streiflichter. 7.) Umschau (Feuilleton. Pädagogische Nachlese. Chronik). — (Wiener Hausfrauen-Zeitung.) Unter den vielen Frauen-Zeitungen, welche in den letzten Jahren erstanden sind und um die Gunst der Frauen geworben haben, nimmt dieses älteste Familienblatt. die „Wiener Haus-fiauen-Zeitung", welche mit Neujahr den neunundzwanzigsten Jahrgang beginnt, einen der hervorragendsten Plätze ein. Und sie verdient ihn auch, denn was Reichhaltigkeit und Gediegenheit des Inhaltes betrifft, erhält sich dieses jeden Sonntag erscheinende Blatt auf voller Höhe und wird darum nicht bloß von den Frauen und Mädchen, sondern ebenso gerne von den Herren des Hauses gelesen und gewürdigt. Die „Wiener Hausfrauen-Zeitung" ist die Beraterin der Hausfrau in allen Angelegenheiten, sie ist die Lehrerin für die heranwachsende Jugend und bietet außerdem auch reichlich Stoff für geistige Unterhaltung in den zahlreichen Rubriken WZ Feuilletons, der Novelle, dcr Rätsel- und Schachzciwng u. s. w.; außerdem wirb dieselbe ab 1. Jänner eine eigene illustrierte Mode- und Handarbeitsbeilage bringen, ohne daß dadurch der Abonnemcntspreis erhöht wird, in der Z>c,ntkirch«. Sonntag, den21. Dezember (vierter Advent-sonntag), Hochamt um 10 Uhr: Choralmesse ohne Orgel, Graduate I'i-s)^ und mittellos und wurde zeitweilig in Güterwagen untergebracht. Hilfe für die notleidende Bevölkerung ist nötig. Vis jetzt sind 510 Opfer festgestellt; darunter befinden sich zehn Russen, die übrigen sind Eingeborene. Proviant wird in Margalan angekauft. Das Inventar wird aus Kolan gesendet. Es wurde angeordnet, daß den Eisenbahnbeamtcn Geldvorschüssc gegeben werden. Daö Erdbeben dauert noch fort. Dcr Generalgouvcrneur von Turkestan ist am 17. d. nach Andishan abgereist. Es wurde eine Suslription eröffnet. Wien, 19. Dezember. Der Landtag hat zu Landcs-auöschüssen gewählt: Aus der Kurie des Großgrundbesitzes ssranz von Sirlo; aus der Städteluric Geßmann; aus der i^andgemeindenlurie Mayer; aus dem Plenum des Hanse» V^opold Steiner, Scheucher, Pattai. Dann wurden die Nah l>n in die Ausschüsse vorgenommen. Wien. 10. Dezember. Die „Pol. Korr." erfährt aus Petersburg.- Graf Lambsdorff beabsichtigt, Livadia am ^'». b. zu verlassen, um seine Neisc nach Belgrad und Sofia anzutreten. Von Sofia begibt er sich nach Wien, wo er am 2,!, oder 20, d, zu mehrtägigem Aufenthalte eintreffen bürftc. Nom, 10. Dezember. Die Agcnzia Stefani meldet c ,s Venebig: Die Meldung des „Heraldo", Don Carlos hätte />>: Gunsten seines Sohnes auf seine Ansprüche verzichte», entbehrt jeglicher Vcgründuna,. Lissabon, 18. Dezember. Die Meldung von der Verhaftung Daurignacs in Fllnchal ist unrichtig. Washington, 19. Dezember. Staatssekretär Hay ei.ipfing von Großbritannien, Deutschland und Italien eine teilweise Antwort bezüglich dcr vorgeschlagenen schiedsrichterlichen Entscheidung. Die Antwort Englands ist einein Schiedsgerichte nnter entsprechender Vürgschaft günstig. Deutschland nimmt das Schiedsgericht im Prinzipe an, findet jedoch, daß diele kleinere Regelungen zu erfolgen haben, ehe auf eine Vereinbarung eingegangen werden kann. Italien ertlärt sich dem Vorschlage geneigt, wird aber wahrscheinlich durch das Vorgehen Deutschlands und Englands gebunden sein. Ueuiykeiten nom Uucher.^llkze Ta« l»ebeu Jesu, von Phil. Schumacher „,,5 ^ seph Schlecht, li 24. — Hnjel, Dr. M„ Patlwwaie U! 5 Therapie drr c»!z!n>dlichett ErlranlunaM der Nebenhöhlen d.v Nase, X 12. — Martins. Prof. Dr. Fr.. Pathonc'i.ft innrer Kranlheiten, li 2 4N. — Rubner, Dr. Max. ^ch>'< buch der Huqiene, Lief. 1, li 8'40, — Senator, Prof. Ps, H., Die Erlranlunqen der Niereu, k 14, Oppenheim, Prof. Dr. H,, Die Grschw,'!lst? dls Gehirns. K 10. — ii u< thl <-„. Di, Friedrich, Die ^ll^'web^verliästllnaen der Neu.ebur m'N, li 3'60. - Leydcn. Pros. Dr, E. v.. n»d Goldscheidcr, Pros, Dr,, Dir Erllcnilima/u d.'s Rilclcümmll'3 mlk d,r Medulia Oblo, aw, l( ?. — Hirsch, Dr. L,. I?<^r,» >I.rs>e-tx:», li 1 40. — Essqcbrscht, Dr. E,. !<>l)>!^ N?ßUss,!i,«. k 7-20. — Bernhardt. Prof. M., Pie Ellrai.tlmar!, der penph'rsch.'n Nerven. 1. li 14 80. — Chrol'al R., V richte llüs dl>r zweiten a/lnirtsl, < ttynsiloloqischcn Klinik m Wen, 2, li 6. '- Bühmc-rleE, Taschenbuch iiir I<,a.dfssunbe und Iäaer. li !U 20. — Knauth. Prof. Dr, H,. UebimMllcke zum Uet»'r>'khei! in das Latemische für ylbitiirn'iiloi li I'W, — Lanqer O, Teutsch.- ^iltierstoffe m Nusslchsurm. li 2'40. — Tllmlirz, Dr. K',. Die ^h,e vnn dn, T>l>pcn „nd FiaMen nebst einer lurMsafzten deutschen iUiclris, li 2. — Pruich, Dr. Franz. Geschichte der dentscheil Dichtung, li 2 60 Klllh A. und Gemp^lc I., Die alte und die n.u>! R>cht schreibung, li 1. — Veyer Otto Wilhelm. Deulschs Sch >l« weit des 19. Jahrhunderts in Wort und Bild. Uics, l/2, k li —-7b. — Fuhrmann M., Die Hülle im Pferdesllllie, li !l. — Nethge H., Der gelbe Nater, li 3 l>0. Vorrätig iu der Buchhandlung Ig, r». Kleinmayr 6 .'fet', Namberg in Laibach, Kongr»ßplay 2. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehöhe A0«>2 m, Mittl. Luftdruck 7.^-0 mm. k I^H Z3 ! ^ 3VD- ^ -k M ß'5 ! ! «nstch. ?3Z ! . 5 N^Z!^^ ^ ^^. ^.______^—- ,q ^ ll Vf 72» 7 2 1 ^ZVT^chwachl säst vewölll V » "' 732 7 U 6 NO. mäßig. I heite,________ 80.> ? » 5 > heuer >"0 Da« Tagetzmiwl 5ri gestri^-n Temoeratur 13", Nor* «-al,:-2 0". Verantwortlicher Nebalteur: Anton Funtel. Laibacher Zeitung Nr. 292.____________________________________2445 ___________ 20. Dezember 1902. Tonhalle der Philharmonischen Gesellschaft. Zu Gunsten des Pensionsfondes k. u. k. österreichischer Militärkapellmeister im grossen Saale der Tonhalle Freitag (Stephaüitag), 26.Dezem!:er) abends tall 8 Uhr grosses KONZERT. In besonders liebenswürdiger Weise haben hiezu ihre gefällige Mitwirkung zugesagt: Fräulein Martha Knpka, Violinvirtuosin aus Wien, sowie mehrere Herren der Phllharnionlsohen Qesellsohaft. Orchester: Reglmenttkapelle Nr. 27. Vortragsordnung. 1.) Goldmark: welche nach langem schweren Leiben, versehen mit den Tröstungen der heil. «eligion, i« Alter von W 40 Jahren, heute nachnnttags b Uhr ruhig im W Herrn entschlafen ist. ^ Das Leichenbegängnis findet Sonntag, den 21. b. M., um 4 Uhr nachmittags, vom lrauerhause, ^ Vahnhofgasse Nr. 3b, aus auf den Fiildhos zu W St. Christoph statt. M Die teure Verstorbene wird dem frommen Nn> W oenlen empfohlen. ^» Laibach am 19. Dezember 1902. W Handestyeater in AaivacH. 47. Vorstellung. Ungerader lag. Morgen sonnlag, den 21. Dezember. Neu ein studiert - Vine Nacht in Venedig. Komische Operette in drei Tllten von Johann Slrauß. «nfang halb 8 Uhr. Ende nach W Uhr. HEINRICH KENDA Laibach, Rathaasplatz 17. Mein neuest Damen- Modehut-Journal für Herbst und Winter 1902,1903 ist erschienen und wird aas Verlangen gratis nnd franko verschickt. (8960)11-11 1- UlVl» Schrey, l. l. Postmeiftsl und Nealitälen' bsiher, gibt im eigenen jowie im Namen seiner Glmahlin Vlarie die e,schulternde Nachricht, daß es Gull dem Allmächtigen gefallen Hal, sei^e innigst» geliebte Tochter 3 inta im Alter von 18 Inhirn nach kurzem Leiden in tin blffrreS Jenseits abzuberufen. Das Leichenbegängnis unsere« unvergeßliche» Lieblings findet Sonntag, ben L1. Dezember, um 4 Uhr nachmitlage vom lrauerh^use aus statt. «lhling am 19. Dezember 1902. (5031) Mit tiefem Echmerze geben wir, auch im Namen der übrigen Verwandten, hiemit die traurige Nach» richt von dem Ableben unserer innigftgeliebten Gattin, beziehungsweise Mutter und Schwester, der Frau Fanny Korsiö, geb. 2nidarsi6 f. l. Vergrats Gattin welche Mittwoch, den 17. Dezember, um l Uhr nachmittags, nach langem, mit Ergebung getragenen Leiden. im b5. Lebensjahre. versehen mit den heil. Sterbesakramenten, janft verschieben ist. Die irdischi' Hiille der teuren V'lblichrnen wirb Freitag um halb b Uhr nachmittags um Flird» Hofe zu St. Kreuz zur ewia/n Ruhe bestattet werden. Die heilige Seelenmesse wird Vamstaa. mi, 7 Uhr in der Barbaralilche gelesen. (5037) I drill am 17. Dezember 1902. ssofef »or»lü, l. l. Vergrat, Gatte. — ssolr». Hugo, Söhne. — GraNana, Tochter. — Vlaria Pavliü, l,l.PostmnfterK Gattin: Johanna «up. nil, Oberlehrersgllttin, Schwestern. Kurse an der Wiener Börse vom l!). Dezember 1902. «««d». ofst,l«u« «w^blaue. Dl« notierten 5urse vnIehen stch in »i°n»nn»ahlun,. Die «otlernn« <««tlichn «Men und der »Dioeilen ii^e» verpeht ftch pn Stwl. All»»«»ln» ztaal.schnld. "" ««« »inhettl. «ent« W«lll»t.F«br..«ug,Pl.«,4 >l"/o 1U, »i» 10l 4l> ..VUb.IHn..Iullt.pl,».4 »°/, ,n» ,s> lül li^ l»»4« ßta»t»I°I» »X» »l, » »"/«l»u - ««»4 ^ l»««,! „ ^00 ll. 4°/n ,kl «, ll»z> »<> »«««« „ loo ft. 4»/, ,«,-— l«ü — »»«4« „ t00 fl. . .»d0—«b4- dt». „ « fl. . ,»« — «« — Dom.Pfandbr, k 1«> fl d»/, . »»« ?» «)! ?!^ zlll»l>schnld t»tl l« Seich»« r»l» ,»lll»t»n»nAönlgr»ich, n»d zlnbtl. c>»fles,. «Polbrente, ftft.. loo fl.. ve« »asse.....4'/, !«> ?o !«»-»<) «t«. «,nt« ln ttronenwähl , stft,. t>« Kasse.....4°/» ioa 4« loo «o >'<«. bto. d»o, p« Ultw'v . 4°/» lvu Kronen , . 4»/, l18'— — — Manz Io!»l»«ahn ln Gllber lbiv, St.) ... 5'/,»? 5« l«8 «0 «uboUlbabn in Kr«nen»übl, steuerfrei (d!». 3t.) . . 4°/« 9» 5» ,oo »ü «orarlberzbahn ln Kronenwühr. Peuerfr., 400 Kronen . 4°/» 9» 4d l00 4b 6» «t»«»»sch»lbverlchrelb«n. »e« »b«»«t«p.« fl <> N, e,«, 3. . ö'/.'/,........4«4'«>4»8«, ^«.........4!«-— 4«'— »' K»ll.vudn>.« ««»si »Vl. b', »— — — »o» «loall ,»r ^nhln», kbrrno»me»e » btu. bt«. p,l Ultimo , , . . l»u »0 l«> ,0 4°/» bto, Rente iu Kronenwähr., strutlfret, per Kass» . . . »? »0 9t< ,0« sl. . . . — — — -dl,. Gt2lll».0bll,. (Un«. vstb.) d. I. l»7U....... — — -- bl». schllnlregal.'«lbl«l'0Uill. — — — — bto. Vrüm.'«. k l00 sl. » «(XIX «01 - »04 - bto. dto. k «sl. l--l0NX «>l—»04- lhe»b'«e«,.liose 4°/, . . . . ,b« 5tt li.« üo 4«/, unyar. «rundentl.' vblig. e»lu »» - 4°/, troal. unb slav«,. b^l, »»ov »« °o Ander» 2ff»»tl. ßnlehen. 5°/, Donau»««,.»nlelye ,«?« . »07 — l0? 5V «nleben oer ßtabt «sr, . . »»-- i00 - «nlehen dn Stadt «ien . . . lOb «1 lv« >o dto. dto. (Ollber ob, Volb) l« - l»5-?0 b»o. dto. it»"). . . . »?l0 «l»w dto. dto, 0elt .««>. 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KVl. . , . 87» - «78 - Dul.Vobmbacher «..«. 400 ll ü<» — b»» - »erblnand« Nordb l»00 sl. »Vl. o«»0 ^4^U öemb> Uzerxow, IaNy Otlenb.» Vef'Mchaft »00 fl, S . . . b«l> — .<«,».. «loyd.Oest., Ilirft, «X, sl.»U. ?«b — 7«9 - Oefterr, No'»westbabn » fl, O. 44» — <^g — dto, dto. (lit, K>!»0Usl,V. 4z,«>4l.««» Piagurer übl»»bn «« fl, L..... «« « «, «> Vüdnorbd. »erb.»«. »00 »l. «Vl. 404 — 40b -Iramn»y.«e1., NeueWr.,Vrio» ritOt«.«lti»n »00 sl. . . . ,4? — ,« - Ung.'aaKz, ,st s Hand. u.«. l<« sl. — — - — dlo, dlo, per Ultimo . , «<>» - »70 - Krebitbanl, «lllg, una, il!X) fl, , ?»>««> ?<»?«» Depositenbllnl, «ll,,. »!<»o fl, . 4«« - 41« - «»lonlpl».»»!., Nbr»«.. 4«, sl, 4»<» - 4»,'- Viro-ullllflrnv, ll».,c)eV.. »00 fl. «>»/,!». l»4 — l9» - LHnberbanl, vest., »W sl, , . »»4 — W4 z<, Nnionbanl »00 fl..... b»l — b«, ^. «ertehr«b»nl. «ll,.. »40 sl, . »44 b0 »47 »O ZndnNri».Vntel» »ehmnngen. vaugef,. «Na. »ft . l00 fl. . . l« — »« -< «gybler «i»e». und Vtahl.Ind. ln «Sien »00 fl..... l»b'— l»7 — «ii'nbahnw.lXhg.ltM,, l«»sl. e»? — »»»-— ,,«lben,ul,l", Papierf u, «,^>. »<»z.— l»ö-— lliestnaer Vraue«! llX» sl. , . ,,«— », — «l '»,1 «« «. ,440 ,4«» K»lao larj, Slelnfohlen »<»u N. «5 — »»5 — „Gchlo«l»ühl". Ü3avi,rs, »00 fl. ,«o-— «« — ,,Ste,,rer»,'.!li«pi»rf, «.»««. »bv — »»« « trifailer Kohlenm >«,<»!! 70 sl. N4 — >?<» — ««sfenf .» ,0e«,. — «»4-- »ienel Vm>,es»Mch»»t luv sl. < ,50 — «b4 — «ien«berger^i»«»l°»ttien-«e1. «?b — »Xt> — »e^se». Kurz» Sichln», «mfterbam....... l«« l»7<5 Deutsch, Pl»»e...... "? 0< ,,7 l» «ondon........ »»»»««»»45 P»ri«.........95 «» »« G». !ßeter«b«t,......— — — — ß«wl,». Dukaten........l, >» »« »« >0.^ra»e».O«l«e.....>»l<»! t»v« Deutsch, «e!ch«!>«nl»«le>, . . «<7«'>„7«» ItaKentsch, »anlnote, . . . »5 »l, l« 4« «ubel.sloten...... »5»., »»^ •W"- -and Tr«»rJc»iif »•« HfDlon, Pffendbrlvren, •»rlorli*l»n, AkUrn, !.«»••>¦ «>(«>., I>evl*#>n und VklalM. __('<>) Lot • Veraloherung.__________________ ^JT« €3m Mayer B»33iic- -u.ri.dL "^7"«cDa.«l«z-O-««cii.«vft Privat-DepoU (Safe-DeposiU) -u.ia.tor •lgr«*n.*3oa. "V*rsolxlvi»« Amx Z*«irt*l. VialiMH *•¦ Ur-ElilifM !¦ Snl*-C«rrait- •*« iif UriBtdi. Laibacher Zeitung Nr. 292. 2446 20. Dezember 1902. Verdauungsstörungen, Magenkatarrh, Dyspepsie, Appetitlosigkeit, Sodbrennen etc. sowie die Katarrhe der Luftwege, Verschleimung, Husten, Heiserkeit sind diejenigen Krankheiten, in welchen (6016) ^^ • ^ alkallKohep --------- Sk\iEBJB*\Jtttt nach den Aussprachen medizinischer Autoritäten mit besonderem Erfolg angewendet wird. Niederlage bei den Herren Miohael Kastner und Feter Lasanik in Laibach. Wir maohen unsere geehrton Leser auf das Inserat der Uhrenfabrik und Exporthaus Hanns Konrad in Brüx (Böhmen) aufmerksam, bezüglich den Bezug der von der genannten Firma hergestellten Waren, deren Güte sowohl durch goldene und silberne Ausstellungsmedaillen als auch durch Verleihung des kaiserlichen Adlers unzweifelhaft dargetan ist. Die Firma, welche sowohl im In- wie auch im Auslande ein wohlverdientes Renommee genießt, verschickt nur echte, vom k. k. Münzamte punzierte Gold- und Silberuhren und garantiert schriftlich für den Feingehalt des Goldes und des Silbers, sowie auch für richtigen und verläßlichen Gang. Reich illustrierte Preiskataloge werden auf Verlangen gratis und franko versendet. Siehe heutiges Inserat. (4986 a) Der Orient im Winter. Die schönsten Monate für eine Rdae nach dem Orient sind Jänner und Februar, zu welcher Zeit von Budapest besonders luxuriös arrangiere Gesellschasts-; reisen abgehen werden. Wir machen unsere Leser auf diese jetzt schon aufmerksam. (4786) 3—3