H.284. Dienstag, 10. December 1895. Jahrgang 114. LMcher !'^U?ll»No«sp«l«: Mit Postdersenduna: glmzlahri« st. l5, hllMbrlg fi, 750. Im Tomptolr: N.^."' halbjährig fl. 5b0. Für dle gustellun« in« H««« ganzjHhrig ft. 1. — InstrttonSgtbur: Fill ^"t ijnserate bis zu 4 Zeilen 25 lr., größere per Zcilc 6 tr.<- bet öfteren Wiederholungen per Mle 2 lr. Die »Lalb. Zelt.» erscheint täglich, mlt «usnahme b«r T«m« und Feiertage, Die Administration befindet sich TlliMes«platz Str.«, die «ebactlon Vahnbofgafse Nr. 15. Eprechstunden der Redaction von « bi« ll Uhr oormittaize. Unfrankiert, »riefe veioen nicht angenommen, Manuscripte nicht zuiMgestellt. Amtlicher Hheil. II,.,Ze. t. und k. Apostolische Majestät haben mit ^Mster Entschließung vom 1. Decmber d. I. den ^ ^enl Titel eines Hofrathes bekleideten Sectionsrath ^U'anzministerium Dr. Franz Ritter von Srbik .hofrathe und Lottogefälls-Director allergnädigst kennen geruht. Bilinski m. p. ^ ^e. k. und t. Apostolische Majestät haben mit ^Mster Entschließung vom 3. December d. I. ,. ^fgeologcn der geologischen Reichsanstalt, Bergig «arl Maria Paul taxfrei den Titel eines Ober-«lclthes allergnädigst zu verleihen geruht. 5l> Se. k. und l. Apostolische Majestät haben mit ^Mster Entschließung vom 26. November d. I. Procuristen und Disponenten der Großhandlung^ i^Neyer und Schlik in Wien Josef Winter in ^' ^nung seiner vieljährig.?« eifrigen Berufsthätigkeit i^lterkreuz des Franz-Ioseph-Ordens allergnädigst "leihen geruht. tz Te. f. und l. Apostolische Majestät haben mit ^Mchster Entschließung vom 2. December d. I. .^berlandesgerichtsrath in Krakau Julius v.Frey-^'eld.Ehitry und den Oberlandesgerichtsrath ^l?berg Julius Bernaczel zu Hofräthen des ^n Gerichtshofes allergnädigst zu ernennen geruht. Gleispach m. p. >!^e. k. und k. Apostolische Majestät haben mit 5 Mster Entschließung vom 26. November d. I. ,'^Mrer der evangelischen Kirchengemeinde A. V. '^^Mhota Gustav Adolf Stalskx zum ordent» !tl,sH "wfrssor der praktischen Theologie an der evan-geologischen Facultät in Wien allergnädigst zu ! ^ geruht.__________Gautsch m. p. ^^. k. und l. Apostolische Majestät haben mit ^Mter Entschließung vom 3. December d. I. ^Frstmeister und Entomologen an der forstlichen , !^,7^ustall in Mariabrunn Friedrich Wachtl zum ^ ^Vm Professor des Forstschutzes und der forst-'^Entomologie an der Hochschule für Bodencultur ^ "^igst zu ernennen geruht. ^ __________ Gautsch m. p. ^ ''ii^ k. und r. Apostolische Majestät haben mit ^ ^ Mer Entschließung vom 3. December d. I. dem ^ Kommissär Friedrich Schmid in Pisel anläss« lich seiner Uebernahme in den dauernden Ruhestand in Anerkennung seiner vieljährigen pflichttreuen Dienstleistung den Titel und Charakter eines Bezirkshaupt-mannes allergnädigst zu verleihen geruht. Badenim. p. Se. k. und r. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 29. November d. I. dem BtMsgerichtsdiener in Fondo David Michei anlässlich dessen angesuchter Versetzung in den dauernden Ruhestand das silberne Verdienstkreuz allergnädigst zu verleihen geruht. Der Ministerpräsident als Leiter des Ministeriums des Innern hat im Einvernehmen mit den k. k. Ministerien des Ackerbaues, des Handels, der Finanzen und der Justiz den Herren Karl Nellis, kaiserlich russischen Staatsrathe und Director der Naphtha-Pro-ductions-Gchllschaft Gebrüder Nobel in St.-Pelersburg, Josef Cantor. Chef der Firma Librach und Cantor in Wien, und Dr. Eduard Ludwig Majer, Hof- und Gerichtsadvocaten in Wien, die Bewilligung zur Errichtung einer Actien - Gesellschaft unter der Firma: «Oesterreichische Naphtha.Import'Gesell-schaft» mit dem Sitze in Wien ertheilt und deren Statuten genehmigt. Der Minister für Cultus und Unterricht hat den zweiten Vicepräses der Commission zur Abhaltung der zweiten Staatsprüfung für das Ingenieur-Baufach an der technischen Hochschule in Wien, Minifterialrath des Ruhestandes Johann Ritter von Rößt er zum ersten Vicepräses und den ordentlichen Professor des Brückenbaues an der genannten Hochschule Johann Emanuel Brit zum zweiten Vicepräses, ferner den Hofrath Friedrich Bischoff Edlen von Klammstein, Vor> stand der Baudirection für die Wiener Stadtbahn, zum Mitgliede der genannten Commission ernannt. Den 7. December 1895 wurde in der l. k. Hof« und Staats-druckerei das I.XXV. Stiick der böhmischen, das I.XXVII. Stück der rumänischen, das I^XXX. Stück der italienischen und das I.XXXI. Stück der böhmischen Ausgabe des Reichsgesetzblattes ausgegeben und versendet. Nichtamtlicher Mil. Der Statthalter von Böhmen. Das «Fremdenblatt» bespricht die Nachricht über den angeblich bevorstehenden Rücktritt Sr. Excellenz des Herrn Statthalters von Böhmen Grafen Thun und bemerkt: «Graf Badeni wollte sich den in Böhmen bestehenden thatsächlichen Verhältnissen nicht verschließen. Sofort in seiner am 22. October im Hause abgegebenen programmatischen Erklärung unterwarf der Herr Mi< Nisterpräsident auch diese einer Besprechung. Er sagte ausdrücklich, die Regierung gehe einer Erörterung über ihre Stellung zu jenem Complex der Fragen, die man als die böhmische Frage zu bezeichnen pflegt, nicht aus dem Wege. Sie bringe der czechischm Bevölkerung volles Vertrauen entgegen, und sie hoffe, ihrerseits auf jede Recrimination verzichtend, dass das böhmische Volk hilfreich die Hand zu einer für den Staat und dessen Völker gedeihlichen Entwicklung der böhmischen Verhältnisse bieten werde. Damit war über die erregten Kämpfe einer früheren Epoche der Schleier gebreitet.... Nunmehr steht Graf Aadeni auf diesem Stand" punkte, offen und vor jedermann, und es ist nur billig, hervorzuheben, dass der Statthalter von Böhmen Graf Thun selbst insofern an der Voraussetzung für dieses neue Verhältnis mitgearbeitet hat, als doch die Aufhebung des Prager Nusnahmszustandes von der neuen Regierung unter seiner Mitwirkung verfügt worden ist. Man weiß, in welcher Weise Graf Badeni aus dieser Situation für Böhmen selbst Vortheile ziehen will. Auch der schärfste politische Gegensatz legt der Negierung die Verpflichtung auf, sich über die Stimmung im Lande zu unterrichten und über viele concrete Angelegenheiten Informationen einzuholen, welche die Vertreter des Landes zu ertheilen am besten in der Lage und im Interesse ihrer Wähler mitunter auch verpflichtet sind. Der politische Gegensatz muss nicht zugleich den persönlichen dort bedingen, wo derselbe für die Verwaltung, wie für eine sachgemäße Behandlung böhmischer Angelegenheiten von Nachtheil werden müsste. Es entspricht ganz dem Wesen des Grafen Badeni, wenn er aus einem solchen, durch das Gemeinwohl beiden Theilen auferlegten Verkehre kein Hehl macht, vielmehr dem ganzen Hause Gelegenheit gibt, ihn zu beobachten. Aber von da bis zu politischen Transactionen, Conferenzen oder gar Vereinbarungen ist noch ein sehr weiter Abstand. Ein den parlamentarischen Sitten und den constitutionellen Pflichten entsprechender kloäu» vivendi mit Vertretern eines Volkes ist nach den bisherigen Erfahrungen allerdings ein erfreulicher Fortschritt, aber aus einem solchen erwachsen für keinen Theil etwaige Verpflichtungen anderer Art als solche, die sich aus einem naturgemäßen friedlichen Verkehre überhaupt ergeben. Sollte je die Möglichkeit irgend welcher politischer Vereinbarungen oder Transactionen gegeben sein, welche die Interessen beider Völker Böhmens berühren könnten, dann werden auch diese Jemlleton. y Weihnachtsgescheule. ^o. 'Wer vieles bringt, wirb manchem etwas bringen; Und ieder geht zufrieden auö dem Haus!» > ^ Worte des Directors im Vorspiel zu «Faust» ltj^H auch auf die heurige Ausstellung der Firma ^'".ayr H. Bamberg anwenden, die that° ^V/"em jeden Geschmack Rechnung trägt, und ^luch daher allen den vielen, bei denen das '>^d einkehren soll, aufs wärmste empfohlen ' h? möchten gern dem Publicum einige Winke ^>l?t'erung «eben. aber es ist recht schwer, eme X.^u classificieren, die sich vom unzerreißbaren ^.Vh bis zu Kants Kritik der reinen Vernunft 'Xz °der auf musikalischem Gebiete, von Relse rs ^ ?,ule bis zu Liszts Rhapsodien. Indessen, ver-'^^'r es immerhin und beginnen wir nnt dem >.,!! den unzerreißbaren Bilderbüchern haben wir ^Mochen; ha sind einmal solche auf Pappe m '^ ^,Mm; man stellt sie im Kreise auf und das H ^"nlein oder Fräulein mitten hinein; ferner H ^inen, die, was ihre Haltbarkeit betrifft, V." eines Hercules-Baby spotten. Aber das ciußerliche Vorzüge, auf den Inhalt muss man diese Freunde der Kinderwelt prüfen, und da finden wir denn neben vielen neueren, wie Meggen-dorfer und ähnlichen auch manchen alten Bekannten, der uns lebhaft an unsere eigene Jugend erinnert: «Als ich noch im Flügelkleide u. s, w., u. s. w.»; allen voran der altehrwürdige Struwelpeter. Für etwas ältere Kinder sind dann die wunderhübschen Bilderbücher vonBennet -Binder bestimmt, die im Geschmack der Kate Green away das Höchste inbetreff der Ausstattung leisten und die Maxime vertreten «Für die Kinder das Beste». Sie stammen aus der Verlagsbuchhandlung Theo. Straf er in Nürnberg, deren herrliche Lei» stungen auf drm Gebiete des Farbendruckes, ja auch durch die vielen geschmackvollen Salon-Kalender, wie Goethe, Shakespeare-Kalender ?c. zur Genüge bewiesen sind. Sind bis dahin für Mädchen und Knaben die» selben Bücher verwendbar, so trennen sich jetzt die Geschmacksrichtungen : Der ersteren Entzücken ist nunmehr das Töchteralbum oder die reizenden, ewig jungen Er-zählnngen der Ottilie Wildermuth; für die lebhafteren Knaben die diversen Robinsons, Lederftrumftf, Waldläufer oder die Lieblinge der Knabenwelt von Wöris hofer; aber auch ernstere Bücher, die mehr den Geist als die Phantasie beschäftigen, sich mit vaterländischer Geschichte befassen, in anregender Weise geographische Kenntntsse vermitteln, oder wie die zahlreichen hübsch illustrierten Naturgeschichten. Liebe zur Natur in den jugendlichen Herzen erwecken. Bis jetzt ist es verhältnismäßig leicht, für den oder die zu Beschenkende ein passendes Buch zu wählen, nun aber im Alter von 15 oder 16 Jahren wird die Sache schwierig; ein Werk zu nehmen, auf dessen Titel beispielsweise stände «für die Jugend bearbeitet», wäre gänzlich verfehlt, denn darüber sind die jungen Herrschaften ja doch nach ihrem eigenen Urtheil längst hinaus, wenn auch noch nicht ganz nach dem ihrer Eltern; was ist also für sie zu wählen? Da ist es nun eine Wohlthat, wenn man sich bei der Wahl auf feinen Buchhändler verlassen kann und in seinen alten Tagen keine Iugendschriften mehr zu lesen braucht, wo bliebe uns hiezu auch die Zeit! Nun, und dies Vertrauen kann die Firma Kleiumayr ^ Aamberg mit Fug und Recht für sich in Anspruch nehmen, hat sie es sich doch seit Jahren zum obersten Grundsatz gemacht, nur auf gediegene Bücher Ardacht zu nehmen, die von den Eltern unbesehen den jungen Leuten in die Hand gegeben werden können, die aber auch gleichzeitig fern von einseitiger trockener Belehrung, durch edlen anregenden Inhalt Freude bei den Beschenkten erwecken; wir erwähnen nur «Maienzeit» für junge Mädchen und «Das neue Universum» für junge Männer. Haben wir uns über die Iugendschriftcn etwas ausführlicher ausgesprochen, so können wir uns über alles andere kurz fassen: Die alten, ewig jungen Elassiker werden in ihren jchünen Ausgaben überall, wo der Sinn für die Ideale wohnt, Freude und Genuß verbreiten. Gute Romane, wie die Werke von Ebers, Laiwcher Zeitung Nr 284. 2466 10. December 1695^ keineswegs im geheimen abgemacht werden. Die ganze Charakter-Anlage des Grafen Badeni biirczt dafür, dass er nichts darauf Bezügliches hinter dem Rücken des einen oder des anderen Theiles auszuführen gefonnen ist. Es wird auf diefem die Lebensfragen beider Stämme gleichartig berührenden Gebiete für keinen «Ueber-raschungen» geben. Graf Thun ist mit den Intentionen und mit den Austastungen des Cabinetschefs über die wechfelfeitigen Beziehungen zwischen der Executive und den Vertretern des Volkes vollkommen vertraut. Er hat auch eine fo klare und fo hohe Austastung von den Aufgaben eines Statthalters und den Zwecken der Verwaltung, dafs seine vollste Bereitwilligkeit, die Ideen der Central» regierung zu fördern und zu verwirklichen, nicht an« gezweifelt werden kann. Auch liebt er zu fehr das eigene Heimatland, um nicht aufrichtig jede von der Regierung beabsichtigte Besterung der Verhältnisse in Böhmen bestens zu unterstützen und auch feinerfeits alles auf« zuwenden, was die Ueberreste der früheren Kampfesepoche beseitigen kann. . . . Man sieht, die führende Hand des Cabinetschefs strebt überall gleichen Aufgaben zu. Sie thut es offen und nicht verborgen, sicherlich weil der Ministerpräsident hiebei der Zustimmung aller gewiss fein kann und gleichfam der Vollstrecker der Empfindungen all jener ist, die selbst für eine leichte Besserung schwer lastender Verhältnisse volles Verständnis haben. Zu diesen darf der Ministerpräsident in erster Linie auch den Graben Thun zählen. Ergibt sich schon daraus die Unwahrscheinlichkit einer Statthalterkrise, so sind wir überdies ausdrücklich ermächtigt, eine solche in Abrede zu stellen.»___________________ Politische Uebersicht. Laibach, 9. December. Die politische Commission des Herrenhauses hat den Gesetzentwurf betreffend die Aushebung der zur Erhaltung des Heeres, der Kriegsmarille und der Landwehr erforderlichen Recruten-Contingente im Jahre 1896 in Berathung gezogen und stellt beim Herrenhause den Antrag, dem Gesetzentwürfe die verfassungsmäßige Zustimmung zu ertheilen. Bei der zweiten Landtagswahl des Städte-Wahlbezirkes Przibram - Birkenberg wurde der selbstständige Eandidat Blasius Mixa, Bürgermeister von Przibram, mit 319 Stimmen gewählt. Der officielle jungczechische Candidas, Reichsraths-Abgeordneter Kurz, blieb mit 276 Stimmen in der Minorität. Im ungarischen Abgeordnetenhause unterbreitete in der letzten Sitzung nach Erledigung von Petitionen Abg. Geza Makfalvay einen Beschlussantrag,' welcher die Regierung auffordert, im Sinne des Gesetzes die zollfreie Einfuhr von Weizen in dem Falle zu gestatten, wenn die Identität des importierten und des gemahlenen, zum Export gebrachten Weizens constatiert wird. Ackerbauminister Daranyi gab Aufklärungen und es wurde über seinen Antrag die Beschlusöfassung vertagt. Heute findet wieder eine Sitzung statt. Aus Berlin wird von gut informierter Seite versichert, der Kaiser habe sich bisher nicht entschließen können, den Rücktritt Kollers zu genehmigen. Verbleibt es dabei, so ist zuverlässig die Demission Hohenlohe's und sämmtlicher Minister, Miquel ausgenommen, zu erwarten. Augenblicklich ist noch Aussicht, dass eine Kanzler- und Cabinetslrise durch den definitiven Rücktritt Kölleis vermieden wird. Andernfalls dürfte der Reichstag am Montag vertagt werden. Die italienischeKammer setzte am 7. d. M. die Berathung über die in ein Gesetz umzuwandelnden Militärdecrete fort. Der Kriegsminister vertheidigte die ! königlichen Decrete, indem er ausführte, dass sich aus-! gezeichnete Generale und die beiden Chefs des General-stabs günstig über dieselbe ausgesprochen hätten. Der Minister wies ferner die Behauptung als unbegründet zurück, dass durch die Decrete die territoriale Recru-tierung beabsichtigt sei und widerlegte alle im Laufe der Debatte ihm gegenüber erhobenen Vorwürfe. Die Rede des Ministers wurde mit lebhaftem Beifalle aufgenommen. In der französischenKammer interpellierte vorgestern der republikanische Deputierte Chaudey in Angelegenheit der Aeußerungen des Advocaten Artons. Iustizmmister Ricard erwiderte, er habe bereits diese Behauptung dementiert. Die Wahrheit sei, dass er den Besuch des Journalisten Lefevre erhielt, der ihm den Vorschlag machte, die auf Arton bezüglichen Papiere herbeizuschaffen. Der Minister habe es für seine Pflicht gehalten, daraus Nutzen zu ziehen und Lefe'vre einen Brief übergeben, in welchem er den Special-Commissär in London aufforderte, Leföore bei feinen Recherchen behilflich zu sein. Die Kammer genehmigte mit 485 gegen eine Stimme eine Tagesordnung, durch welche die Erklärung Ricards gebilligt wird. Hierauf wurde die Budgetdebatte fortgesetzt. — Dem im Elysöe abgehaltenen Ministerrathe wohnte auch der Minister d s Aeußern, Verthelot, bei. Marinrminister Lockroy theille den Bericht des Untersuchungsrathes über das Stranden der Panzerschiffe der Escadre des Admirals Gervais mit. Der Untersuchungsrath ist der Ansicht, dass die Verantwortung den Commandanten des Admiralschiffes «Formidable», Capitän Puech, treffe, welcher sein Sch'ff nicht rechtzeitig schwenken lieh, macht jedoch Milderungsgründe für den Capitän geltend. Weiter hält es der Untersuchungsrath für nothwendig, dass unverzüglich formelle Instructionen an den Admiral Gervais ertasten werden, um Zufälligkeiten bei Nachtmanüoern zu ver» ! meiden, nachdem das Stranden ernste Folgen nach sich ziehen konnte. Obwohl sich die in Toulon zusammengetretene Untersuchungscommission dahin ausgesprochen hat, dass Capitän Puech seine Pflicht voll erfüllt habe, wurde über denselben auf Grund des Beschlusses des Untersuchungsrathes in Paris doch der einfache Tadel ausgesprochen; hingegen werden die Commandanten, Officiere und Bemannung der Schiffe «Baudin», «Coar-bet» und Reuters Office meldet aus Peking, dass kaiserlicher Erlass veröffentlicht wurde, nach welH' die Erbauung einer doppelgeleisigen, 72 Meilen la^ Eisenbahn zwischen Peking und Tientsin angeol^ werde. Die Kosten seien mit 3,000.000 Taels " anschlagt. ^, Tagesneuigleiten. ^(Erzherzog-Albrecht-Denkmal.) A aus militärischen Krisen verlautet, sind in den OW corps verschiedener Truppenlörper spontan Sammle eingeleitet worden, um aus freiwilligen Beiträge" ^ Ojficiere des Heeres, der Landmehr und der Malll" z großes Denkmal für den verstorbenen General-I"'^ l des Heeres, Erzherzog Albrecht, zu errichten. Do«^ i> soll in dem bekannten Lagerterrain von Vrucl a^ , Leitha, an der Grenze zwischen Oesterreich und U"s zur Aufstellung gelangen. ., l — (Vom Statthalter Fürsten S° l guszko.) Vet dem am 7. d. M. zu Ehren be« ^ Halters Fürsten Eanauszko veranstalteten Gala'^ >, brachte den ersten Toast Nürgermeist r Friedlel« ^ ^ Seine Majestät den Kaiser aus. Der Toast wurde, >^ den Anwesenden mit enthusiastischen Hochrufen ^ > nommen. Am 8. b. M. vormittag« besichtigte Stall» ^ Furft Sanguszlo das Asyl für verwaiste Knab^ jürftlich Luvomirsll'schen Stiftung in allen seinen »^, und drückte sich über die innere Einrichtung d^ sowie die musterhafte O dnung anerkennend aus. »^ h, landen weiters osficielle Vorstellungen im Sp^^ ^ Palais statt. Abends gibt der Statthalterei-Pelegal ^ !., lowsli zu Ehren des Landeschcfs ein Piner, an ^ tz verschiedene hervorragende Persönlichkeiten theils ^ werden. ^ H — (Das osterreichisch-ungarische ^ 5, schwader im Pi raus.) Wie man aus Athens K, wird das im Piräu« ankernde ofterrelchisch.una.arll«» ^, z, schwader wahlscheinlich noch einige Wochen basely tz^ bleiben. Die Osficiere des Geschwader« bilden 0"^ ^ den Gegenstand vielfacher Aufmerksamkeiten. ,«/ ^, — (Vrand un glück.) In VudapestH ^ am ?. December nachts in der Werlstätte des ^' ^, «misters Ludwig Kiri Feuer. Per Tischlermeister ^ y G.Hilfe, dessen Name bis jetzt noch nicht bekannt >!'' h, den den Tod in den Flammen. ^ — (Stürme und Hochwasser.) VolN°^i ^ wird gemeldet: Ueber Westfalen und das Rhei"^ ^ ein Wintergewitter niedergegangen. Per Oberrhei", ^ j! m und andere Nebenflüsse des Rhein« steigen bedeu^ lh, ist Hochwassergefahr vorhanden. Pie Mos?l M >^ tzl das Wetter ist stürmisch, der Sturm richtet g""^ ^t bäudeichaden an. Im Industriebezirle Mühlhause" ^ ^ durch das Hochwasser verursachte Schaden ein bed^. l! ^ Per Doller riss eine große Steinbrülle weg. ^,!' ^, III führt Hochwasser, ohne j'doch Schaden angels ^ haben; doch ist auch dieser Fluss in bedrohliches ^ begriffen. Die Telephonleitungen sind zerstört. "^/ ^t sowie die meisten Flüsse Vaierns sind infolge vo« / ^ güssen und Schneeftürmen ausgetreten. In Neuc^ ^ ^, und Ieining wurden durch BahndammrutschungeN ^. ^ ftöcungen verursacht. Vei herrschendem Schnees^ F !^ ^ gestern abends in Hof ein Schnellzug in bie^< ^ Dahn, Eckstein, Ganghofer und wie die vielen alle heißm, entziehen uns der oft trüben Wirklichkeit oder gestalten angenehme Stunden noch angenehmer. Baumbach und Wolff anzupreisen, erscheint überflüssig, sie sind längst die Lieblinge des Publicums. Und nun zum Schluss noch einige Worte über die Prachtwerke, welche die Firma in reicher Anzahl zur Ausstellung gebracht hat: Wer kennt nicht die Freude, die ein solcher stattlicher und eleganter Band beispielsweise in einem jungen Heim hervorruft! Die jungen Leute selbst haben freilich wichtigere und profaischere Ausgaben, sie dürfen sich leider einen folchen Luxus-gegenftand nicht gönnen, aber da sind ja die lieben Eltern, die doch gern den Salon ihres Töchterchens recht elegant haben möchten und auch wissen, dass man in einem auch äußerlich hübschen Buche viel lieber liest, als in einem minder schönen, und schnell werden die Wünsche dem Cbristkinde mitgetheilt. Das Christkind verhält sich überhaupt heuer gar nicht so ablehnend, wie manche recht pessimistische Leute uns glauben machen möchten, im Gegentheil: es will vieles Schwere, das uns im Laufe des Jahres betroffen, wieder gutmachen, darum wollen wir ihm nur getrost unsere Wünsche anvertrauen und wie in früheren Jahren uns auch diesmal freuen an dem brennenden Ehristbaum und den strahlenden dankbaren Augen unserer Kinder! Ein Bild aus dem alten Hamburg. Der Herbst des Jahres 1603 brachte viele Aufregung für die guten Hamburger. König Christian IV. beehrte die alte Hansastadt mit seinem Besuch und in diese bewegten Tage fiel auch in der Gegenwart des Königs die Einweihung des eben fertiggestellten Sanct Katharinen-Kirchthurmes. Und dabei geschah es, dass ein Altgeselle dem König prophezeite, dass Christian I V. fo lange leben werde, wie dieser Thurm stände. Lachend erwiderte Se. Majestät, dann müsse er ja so alt werden wie Methusalem und allseitiger Spott ward dem Altgesellen für seinen Aberwitz, wie das Volt es nannte. Vierundvierzig Jahre nach diesem Ereignisfe herrfchte in dem Haufe des Kirchenältesten Tilo Meinardus viel peinliche Unruhe. Erich, der Sohn des Haufes, hatte sich hinter des Vaters Rücken mit einem armen Mäl> chen versprochen, das wohl lieblich von Antlitz und Gestalt, aber arm wie eine Kirchenmaus nnr. Obgleich nun die Lchre des göttlichen Wortes dem gestrengen Hrrn Vater gerade diesen Umstand hätte genug erscheinen lassen sollen, so legte er doch alles Gewicht darauf, dass sein Sohn eine reiche Partie, und zwar die von ihm von Kindesbeinen auf für ihn auserfehene Partie schließe. Und das war nicht die Gunda des schlichten Godehard Ditmar, sondern vielmehr die Tochter des großen Syndicus Dömhoff, mit dem Herr Tilo Meinardus, als die zwei Kinder noch h/ Wiege lagen, bereits ein Abkommen getroffn dafs beide sich dermaleinst heiraten sollten. ^ ^ So überkam ihn die bündige Erklär^ Sohnes, dass er nur seine Gunda und nie u^ ^ eine andere heimführen werde, wie ein SturM^l' Erich hatte ihm sehr fest und bestimmt gesag^c ^ diese Heirat nicht zu denken sei und dass ^ „/, vermahlt zu Grabe gehen, als seiner Liebe entsag/ So war der Unfriede eingelehrt in da» , dus'sche Haus. «„.^V Frau Hildegarde faß mit verweinten M« ^'., Tilo durchmaß mit über den Rücken gefallt ^j'. das weite, aber niedrigbalkige Gemach, in ^ ,chl^'/ kleinen Butzenfcheiben trotz der draußen. ,^D Sonnenhelle nur ein mattes Tageslicht h^ <^ ließen. ^ .,^acb / .Aber, Mann,, ließ eben Frnu H"^ ^ wieder vernehmen, «wenn der Erich doch " z, ^ nicht will, fo stemm dich doch nicht auf "^BA" Aul den Münchener Friedhöfen wurden viele °°lreuze umgestürzt. ^ -- (Line Barke gescheitert.) «ine deutsche ° ^ von Kotla nach Rochester unterwegs, ist in der U vom 7. d. M. bei Kallandsoog gescheitert. Das ^'II wurde zerschmettert. Von der Bemannung wurden jtvei Personen gerettet. Vier Leichen find bereits an« Memmt. .. ^ (Ein Attentäter.) Der Kammer-Attentäter " Gilbert Lenolr und ist ein stellenloser Commis. ^.'Mint geistesgestört zu sein. Lenoir behauptet, er ^ niemandes Tod herbeiführen wollen, sonst hätte er ^llnd der Sitzung in den dichten Hausen der Depu« ^ geschossen und gewiss jemanden getroffen. Nach ,,/ Version wäre der Revolver nur blind geladen ge-^" thatsächlich hat man die Kugel bisher nicht zu ^!" vermocht. In der Wohnung Lenoirs wurden anar-"'He Druckschristen beschlagnahmt. > 7- (Der Verein der Industriellen und /lleute in Paris), welcher mehrere Deputierte 5» k °t°ren unter seinen Mitgliedern zählt, hat gegen «Perrsystem des Lagerhauses für zeitliche Einlage» ^" Protest erhoben. ^ ^ (Prinz Murat f) Prinz Murat erlag in ^" dem Sumpssieber, da« er sich im Feldzuge auf °°Mlar zugezogen hatte. iy "- (Dreysus entflohen.) In Pari« ver-^" sich da« noch uncontrolierbare Gerücht, dass der >?Män Dreyfus au« seinem Deportationsorte ent- Vocal- und Provinzial-Nachrichten. * Erster Kammermufik-Abend. l^ ^llt besonderer Befriedigung wird jeder Kunstfreund i^Men, das« unser Mahnruf nicht vergebens erscholl, ^ erste Production, mit der die Kammermusiker I^Mharmonischen Gesellschaft eine neue Saison ihrer l^sch-n Thätigkeit eröffneten, war ausnehmend gut h?. Der beste Erfolg, bleibt der Erfolg! Deshalb ^°" die wackeren Künstler mit freudiger Genugthuung j?Ul>wmmen haben, wie sich der Iuhörerlreis nicht nur U "weltert, sondern auch die Empfänglichkeit für da« ^ "Ne wichst, ja am letzten Kammermusil°Nbende eine !^e annahm, wie wir sie selten bei Aufführungen der M^ Kunstgattung, hie ja doch ein höheres musitalisches !t,, '"dnis bedingt, erlebten. Mit umso größerer That-'^ ^tden nun die Künstler aus der so erfolgreich be« ^! ^" Äahn weiterschreiten; sie finden wohl viele Arbeit ,^»n Wege, aber wie es sich zeigt, auch viel Ehre, 'M Danl. ^fl,"" neuer Zusammensetzung nahmen die Kammer-^i"l ihre erfolgreiche Thätigleit, ihr Ringen um die ^ ber Kunst, wieder auf. Und wie j^der Sache im ^' ^reicht auch einem Streichquartette die Auffrischung h, "°ue Kräfte, die Herz und Sinn für die Musik, hli.M minder tüchtiges Können besitzen, nur zum ^°'le. Herr Wettach, der nun den Vratschmantheil ktt 3""" hat, ist ein bekannter vielfeitiger Künstler, i^hrinel, der neue Cellolehrer der philharmonischen ^.Haft. bedeutet jchenfall» einen Gewinn für die l unb das C"ncertwesen. ^ ^ W eigentlich ein überflüssiges Vsginnen, wollten ^ herholen, was wir alle Jahre zum Lobe des sel->^nstlers, unseres Quartettprimariu« Gerstner ^ s^hab' ich dich^niein Alter!» trat Frau Hildegard ^ "e Seite und streichelte ihm über Wange und ^ ^ll^ meine ich ja eben nur. Sieh nur! Was ^ w > " Wei bei einander, die sich nicht lieb haben. >!>.'haben? Und würden wir so glücklich geworden K bne wir es doch geworden sind?» H^ wollte ihren Arm abwehren; er fühlte doch ^'hte Uebermacht; aber sie ließ ihn nicht dazu ^tAlo,. hat sie einschmeichelnd, «sei doch nicht so ?^?' ßöi' mich doch wenigstens an! Bisher war ''y e ein Streit zwischen uns. Soll dies der erste Ut "nser Erich lann die Ilsabe doch nun einmal ^ül» f en, weil er eine andere liebt. Und Liebe. Hfti'/asst sich nicht dictieren! Das wissen wir doch ^Ad ebenso wenig lasse ich mir dictieren, was ^z?ohn will oder nicht will!» schüttelte Herr Tilo "'«Hl7" Arm seiner Frau ab. «Der Erich heiratet ^ ,'«be. oder er hat rs mit mir verdorben für nun Xt W"dar! Und damit Punktum! ... Ah, da , k" eben, da s ich es ihm selbst erklären kann!. ^t^ war es in der That. Die Thür hatte sich ^et-V" letzten Worte des Alten geöffnet und der ^de war Erich Meinardus. (Fortsetzung folgt.) zu sagen haben. Mit immer sich verjüngernder kunstbegeisterter Frische seht er sein Neste« für das Gedeihen und Fortschreiten der Kammerconcerte ein. Daraus entspringt, wie sehr sein Beispiel aufmunternd auf die übrigen Kunfigenofsen wirkt und Leistungen geboten werden, wie sie nur Künstlern möglich find, zwischen denen ein inniger geistiger Contact besteht. Da« Programm des Abende« war im gewissen Sinne ein historisches: Von dem Classiler Beethoven der ersten Vtilperiobe, gieng man über den Romantiker Schubert zum modernen Grieg, um mit einem der «llermodernsten, mit Sinking zu schließen. Wie nicht ander« zu erwarten war, erwiesen die Künstler dem unsterblichen Schöpfer der schönsten und großartigsten Kammermusilwerle, Ludwig van Veethoven, den gebürenden Tribut, indem sie mit einem reizenden Quartette aus der ersten künstlerischen Schaffensperiode des größten aller Meister begannen. Wem ist die sonnenglänzende Schönheit des Wunder-holden Z-äiu-'Quartetles op. 18 mit der wehmüthigen Malinconia in ihrer seelischen Vertiefung unbekannt? Ahnt man nicht überall die Keime zu jener ungeheuren Entwicklung, die herbeizuführen Veethoven beschicken war? Mit einer Zartheit und innerli en Vertiefung, welche die Zuhörer entzückten, wurde das sonnige Werk durch die Herren Gerstner, v. Nickerl, Wettach und Syrinel interpretiert und vom Publicum mit freudigem Neifalle aufgenommen. Franz Schubert ist seit Jahrzehnten in aller Leute Mund. sollte aber noch viel mehr in aller Leute Ohr sein. In den letzten Jahren wurden manche herrliche Schöpfungen des Meisters gebracht, der ein ebenso unvergleichlicher Genius wie Mozart war und unserm modernen Empfinden näher steht als mancher Classiker. Das zeigte auch die Aufnahme des vortrefflich gespielten Quartettsahes (op. poutk.) in O-moli. Aus dem Streichquartett in O moll von Edvarb Grieg(op. 27) hörte man mit regem Interesse die poefieschöne Romanze, aus der die eigenartige, gesunde Vegabung des hervorragenden nordischen Componisten in gewinnendster Weise hervorleuchtet, ohne dass jenes forciert Originelle wie in seinen andern Werken über« wuchert. Der reizend vorgetragene Satz ließ den Wunsch aufleimen, das ganze prächtige Quartett demnächst zu hören. Den Beschluss machte das hochinteressante Quintett eines modernen Componisten, ein Werk voll lerniger Lebenskraft, das von ungewöhnliche« Können und origineller Begabung zeugt. Christian Sinding ist ein Norwege, etwa 36 Jahre alt; seine Composition"«, darunter auch eine Symphonie in I) moll haben überall große Ausmerlsamleit erregt, große Anerkennung, aber noch größeren Widerspruch gefunden. Sinking liefert mit dem Quartett den Beweis, dass er das Recht hat, viel von sich selbst zu halten. Er will durchaus leine ausgetretenen Geleise wandeln, wenn er sich auch ziemlich an die classische Form hält. Wenn er etwas Neues bringt, so soll das aus seinem Innern herausgeholt, nicht äußer« lich anempfunden sein. Zudem buhlt er nicht um Sinn« gefälligleit, um Wohlllang, im Gegentheil: lernige Dissonanzen find sein Element. Selbst die Cantilene, die viel» verheißend auftritt, enthält nicht viel Dreillang und Ruhe und begibt sich rasch aus Wanderungen durch verschiedene Tonarten. Die Sucht Dissonanzen zu häufen, neue Pisso-nanzen zu erfinden, die Auflösung von Dissonanzen zu unterlassen, der scharfe Gegensah zwischen grellen Schattie« rungen, kann getrost jeden conservative« Musiker, der starr an der Regel hängt, in gelinde Verzweiflung bringen. Gegen die Quintenparallelen im Schlufsfatz würde wahrscheinlich Ambros ein neues Werk über Quintenverbote schreiben. Dem Freunde moderner Tonalität lommt hingegen das alles nicht gar so schrecklich vor; er sieht vor allem die trefflich gruppierten Gegensatz?, charakteristischen Motive und den hinreihenden Schwung, der nur durch ursprüngliche Elfindungslrast erzeugt werden lann, wenn man auch Wagners und Vrahms Einfluss beutlich verspüren lann. Der Clavierpart ist reichlich, massig, aber nirgends konventionell. Vuntgestaltete Passagen, brillante Läuse, chromatische Tonleitern, wuchtige, vielstimmige Nccorbe, fluten dahin und wirken mit elementarer Gewalt auf die Sinne und Nerven. Nach der Stärke der Wirkung zu urtheilen wird daher — wie wir das sehr oft bei Wagner'scher Musik zu bemerken Gelegenheit hatten — Sinkings Werk auf Laien fast einen noch größeren Ein« druck als auf Musiker ausüben. Den größten Erfolg hatte der erste und zweite Satz. Gewinnt der erste durch seine brillante Mache, so geht durch das Andante eine Art Siegfried- und Triftanftimmung. die in einer fortwährenden Steigerung abwechselnd von Clavier und den Streichern getragen, von edlem Geist erfüllt ist. Dieses Andante ist harmonisch sehr interessant, während da« folgende Inter« mezzo am deutlichsten ein skandinavisches Gepräge und der Schlusssatz weniger Physiognomie trägt, aber von effcctvoller Klangwirkung ist. In den Seitenthemen steckt viel schöne Arbeit, doch die Steigerung gestaltet sich mehr äußerlich Prächtig als innerlich schwung« und machtvoll. Die Aufführung war durchaus würdig; ungeachtet der großen technifchen und rhythmischen Schwierigkeiten kam die interessante Schöpfung mit Glanz. Feuer und Geist zur vollen Geltung. Den — wie man schon aus dem früher Gesagten entnehmen lann — eminent schwierigen Clavierpart bewältigte Mufikdirector Herr Zöhrer meisterhaft, überhaupt giengen bei dem trefflichen Zu« sammenspiel der Herren Gerst ner, v. Nickerl, Wettach und Syrinel trotz der Klangmasse des Claviers die Feinheiten der Partitur nicht verloren. Das Publicum verfolgte mit anhaltendem Interesse die lebenssprühende Ausführung der einzelnen Sähe und sprach seine volle Anerlennung durch reichen, warmen Veifall nach jedem derselben aus. Jedenfalls ist die lunftsinnlge Zuhörerschaft mit uns einer Meinung, das« Sindings Quintett viel zu bedeutend ist. um nach einmaligem Hören so oder so abgeurtheilt zu werden: Es gibt zu denken und hinterlässt den Wunsch wiederholter Aufführung. ^. — (Velohnung für Lebensreltung.) Die l. k. Landesregierung hat dem Ignaz Kogej au« Idria für die von ihm am 24. October l. I. bewerkstelligte Rettung des Fuhrmannes Franz Mihevc aus Unterloitfch eine Belohnung im Betrage von 1b st. zuerkannt. — (Sitzung des l. l. Landesschulrathes für Krain am 28. November 1895.) Nach Er° öffnung der Sitzung durch den Herrn Vorsitzenden, theilte der Schriftführer die seit der letzten Sitzimg im currenten Wege erledigten Geschäftsstücke mit, welche Mittheilungen genehmigend zur Kenntnis genommen wurden. In Erledigung der Tagesordnung wurden die Jahresberichte über das hierländische Vollsschulwesen im Schuljahre 1694/95 zur Kenntnis genommen und deren Vorlage an da« hohe l. k. Ministerium sür Cultus und Unterricht beschlossen. Wegen Ernennung eines Vezirlsschulinspectors sür die Schulbezirke Gurlseld'Littai wurde dem obgenannten hohen l. l. Ministerium der Vorschlag erstattet. Bewilligt wurde die Errichtung einer einclassigen Volksschule in Erzelj und die Einführung des Halbtagsunterrichtes in der ersten und zweiten Classe der uierclassigen Volksschule in Mariafeld. Für die zweite Lehrstelle an der aus zwei Classen erweiterten Volksschule am Karolinengrunde wurde der definitive Lehrer in St. Martin unter dem Groß« lahlenberge, Franz Ernagoj, ernannt und der definitive Lehrer in Dorn, Stefan Ielenc. aus Dienstesrücksichten an die Volksschule in Vojalovo überseht. Mehreren Lehramtszöglingen wurden Staatsftipendien verlieheu. Schließlich wurden sür die Ertheilung des Nothschulunterrichtes im Schuljahre 1894/95 Remunerationen gewährt und in einigen Disciplinarfüllen die entsprechenden Beschlüsse gesasSt. — (Die Einlösung der Einsernoten.) Vis Ende November waren von den in Circulation be« findlich gewesenen Einsernoten 56,353.511 Stück ein« gelöst, vernichtet und als getilgt abgeschrieben, so dass mit Ende November 1895 noch im Umlaufe verblieben 1,529.850 st. — (Sicherheitsvorschristen bei Passagier-schlffen.) Nei der l. ungar. Seebehörde in Flume werden seit einigen Tagen Conferenzen der Vertreter der See-behörben in Trieft und Flume abgehalten. Gegenstand der Berathung bilden die Aenderungen, welche in den Ministerial - Verordnungen, betreffend die Sicherheits-Vorschriften für Passaglerdampfer eingeführt werden sollen. An den Verhandlungen nehmen als Delegierte der Triester Seebehörde die Herren nautischer Oberinspeclor Iamara und See-Oberinspector Kloß theil. — (Der erste LaivacherKranlen-Unter-ftützungs- und Versorgungs'Verein) hielt am vergangenen Sonntag seine Jahresversammlung ab, wobei der Bericht sür das Jahr 1894 vorgelegt wurde. An Einnahmen weist der Rechnungsabschluss 1470 st. 94 kr., an Ausgaben 1201 st. 97 kr. nach. Das Vermögen beträgt 5365 st. 74 kr. Der lrainischen Sparcasse wurde für die außerordentliche Unterstützung, dem Buchdruckereibesitzer Klein sowie den hiesigen Apothekern für Veiftellung der Drucksorten, beziehungsweise Arzneien, zu ermäßigten Preisen der Dank ausgesprochen. Der Verein zählt derzeit siebzig Mitglieder. Unter anderem wurde beschlossen, die Statuten entsprechend zu revidieren und abzuändern. Die bisherigen Functionäre wurden wieder« und Herr Eder neugewählt. — (Vieh markt.) Auf den gestrigen monatlichen Viehmarlt wurden 659 Pferde und Ochsen, 440 Kühe und 69 Kälber ausgetrieben. Der Handel war in Rindvieh und insbesondere in Mastochsen sehr lebhaft, jener in Pferden jedoch nur mittelmäßig, da die erschienenen italienischen Käuser nur leichte und wohlseile Pferde an« lausten. — (Gesundheitsschädlicher Wein.) Das Triefter Amtsblatt veröffentlicht folgende Kundmachung der l. l. Statthalterei: «Da in Fiume von Jahr zu Jahr steigende Mengen von Wein, welcher mit »nilin oder anderen Theerfarben gefärbt und gesundheitsschädlich ist, aus Iftrien. den Quarncro-Inseln und au« Dalmatien einlangen, so werden die Weinproducenten und Wein« Händler daraus aufmerksam gemacht, dass sie sich, nachdem die Einsuhr, beziehungsweise der Vertrieb derartig gefälschter Weine im Bereiche Ungarns verboten ist, schoi». durch die Beschlagnahme oder Denaturalifierung ihrer Weine eventuell auch bedeutendem Schaden aussehen.» Laibacher Zeitung Nr. 284, 2468 10. December 1895^ — (Verhaftete Staatsnotenfälscher.) Aus Trieft wird gemeldet: Die Quiislur in Udine verhaftete drei Individuen, und zwar die Agenten Luigi Mussig, Giovanni Vartolutti und den Wirt dal Iotto aus Godia, wegen Ausgabe falfchcr Fünfzig - Gulden« Noten. Der Erstgenannte ist der Bruder des kürzlich in Gtaz unter derselben Anklage verhafteten Giuseppe Muffig. * (Deutsche« Theater.) Vor mäßig gut besuchtem Hause wutde gestern zum zweitenmale die luftige Novität «Di? Chansonnettensiingerin» von Dellinger mit großem Erfolge aufgeführt. Neueste Nachrichten. Sitzung des Abgeordnetenhauses am 9. December. (Origlnnl-Telegramm.) Das Abgeordnetenhaus des Reichsrathes erledigte heute zunächst die in der letzten Zeit eingebrachten Nothstandsanträge gemäß den Anträgen des Budget Ausschusses und genehmigte sodann den Gesetzentwurf betreffend die Bestellung von Verg-Inspectoren in dritter Lesung. Hierauf begann die Generaldebatte über den Staatsvoranschlag für das Jahr 1896; bisher haben sich 18 Redner gegen und 20 Redner für den Voranschlag zum Worte gemeldet, In der Generaldebatte über das Budget klagt Abgeordneter Stransly (Iungczeche) als erster Contra-, Redner über die nationale Bedrückung des böhmischen Volkes. Er sagt, wenn der Ministerpräsident ein treuer Rathgeber der Krone sei, dann könne er für das 50jährige Regielungsjubiläum des Kaisers diesem keine größere Freude bereiten, als durch einen staatsrechtlichen' Act das Glück und die Zufriedenheit des böhmischen Volkes zu bewerkstelligen. ! Der conservative Abgeordnete Abt Treuinfels (pro) ^ hebt die Nothwendigkeit eines starken religiösen Lebens hervor. ! Der Antisemit Dr. Schlesinger griff Ungar«! heftig an. Redner wird vom Präsidenten zur Ordnung gerufen, der dm rohen Ton bedauert und fragt, wohin rs führen solle, wenn die Volksvertreter durch ihre z Aeußerungen das Ansehen des Hauses herabsetzen. ^ Abg. Demel (liberal pro) bezeichnet die Bewilligung des Budgets als Staatsnothwendigleit, welches nur im! Falle des Misstrauens gegen die Regierung verweigert werden soll. Wir haben kein Mlsstrauen gegen die Reg« rung, weshalb wir für das Budget stimmen. Nachdem der slovenische Abg. Gregorcik (conlra) über die Zurücksetzung der slovenischen Frage geklagt,! hob der Pole Abg. Milewski (pro) hervor, dass das! Budget nun zum achtenmale erfreulicherweise mit einem Ueberschusse abschließe. Redner besprach schließlich eine! Reihe finanzieller Fragen. Sodann wird die VerHand- i lung abgebrochen. — Nächste Sitzung morgen. z Die Vorgänge in der Türkei. lDnginal'Tclegrllinmc.) Constantinopel, 9. December. Sämmtliche! Botschafter erhielten neuerdings die Anweisung ihrer Regierungen, auf der Fermcm-Ertheilung für die zweiten Stationsschiffe zu bestehen. Ein neuer Schritt der Bot-! schafter iu dieser Frage steht unmittelbar bevor. Auf Grund einer gemeinsamen Vereinbarung üben die Botschafter keinen Druck auf Said Pascha wegen seiner Rückkehr aus, sondern lassen ihm vollkommen freie > Hand. Constantinopel, 9. December. Said Pascha ist abends in seine Wohnung zurückgekehrt. Velegraintne. Wien, 9, December. (Orig.°Tel.) Se. Majestät der Kaiser hat gestern die Fürstin zu Hohenlohe, die Gemahlin des Obersthofmeisters, im Augarten besucht. Wieu, 9. December. (Orig-Tel.) Gestern fand in! Anwesenheit Sr. Majestät des Kaisers und Ihrer l. und k. Hoheit der Frau Kronprinzessin-Witwe Erz-Herzogin Stefanie in der Kammerkapelle der Hof-^ bürg die erste Communion der durchlauchtigsten Frau ^ Erzherzogin Elisabeth statt. Wien, 9. December. (Orig.-Tel.) Dem heutigen Hofdiner wohnten außer den Geheimräthen Graf Julius Falkenhayn, Graf Schönborn, Lehmayr, Graf Eduard Palffy, weiters bei: die Herienhausmitglieder Abt Hauswirth und Lobmayr, die Reichirathsabgeord-neten Hallwich, Kübeck, Barwinski, Bareuther, Burg-staller, Dzieduszycli, Dipauli, Haase, Herold, Kaizl, Klun, Menger, Graf Pininski, Promber, Sczcepanowsli und Sueß. Wien, 9. December. (Orig.-Tel.) Gestern abends fand beim Nuntius Agliardi ein großes Diner statt, welchem Cardinal Grufcha und die neuen Cardinäle Sembratowicz und Haller fowie die päpstlichen Able-gaten beiwohnten. Cardinal-Fürsterzbischof Haller fährt abends nach Salzburg zurück. Agram, 9. December. (Orig>Tel.) Der Besuch der Slovenen, welche gestern etwa 300 Personen stark, mit dem Theaterzuge hier einlangten, verlief ohne Zwischenfall. Am Bahnhofe hielten die Abgeordneten Dr. Tcwcar und Hribar Begrüßungsansprachen. In den Toasten, welche beim Diner und bei dem abends abgehaltenen Commerse gesprochen wurden, betonten die Redner den culturellen Charakter der Feier, sowie die Gefühle der Eintracht und Brüderlichkeit beider Nationen. Die Politik wurde nicht berührt. Die Slovenen wurden überall sympathisch begrüßt, insbesondere bei der Festvorstellung im Theater, während welcher der Intendant Dr. Mi-letic im Foyer eine Ansprache hielt, in der er betonte, dass die beiden Nationen durch das gemeinsame Band der Kunst umschlungen seien. Nach dem Commerse, welcher sehr animiert verlief, verließen die slovenischen Gäste gegen 11 Uhr nachts Agram. Berlin, 9. December. (Orig.- Tel.) — Reichstag. — Reichskanzler Fürst Hohenlohe ist anwesend. Das Haus genehmigte die Anträge wegen Einstellung des gegen die Abgeordneten Liebknecht, Stadthagen, Bueb, Hirschl, Fischer und Möller schwebenden Strafverfahrens. Die Conservative« stimmten dagegen bezüglich Liebknechts. Sodann wurde der Reichshaushaltsetat vorgelegt. Berlin, 9. December. (Orig.-Tel.) Der Kaiser genehmigte das Abschiedsgesuch des Ministers des Innern, Koller, unter Velassung des Titels und Ranges eines Staatsministers und verlieh demselben den Rothen Adlerorden erster Classe. — Gleichzeitig wurde der Regierung« - Präsident Von der Recke zum Staatsminister und Minister des Innern ernannt. Verliu, 9. December. (Orig.-Tel.) Ein orkanartiger Sturm richtete in den letzten Tagen in der Umgebung von Berlin große Verwüstungen an. Zahllose Bäume wurden entwurzelt, Stroh« und Heuschober umgestürzt, in den Dörfern die Dächer abgedeckt, Scheunen und Stallungen niedergerissen. Am meisten litten die Gärtnereien. Der Schaden wird auf Hunderttausende beziffert. Madrid, 9. December. (Orig.°Tel.) Der Präfect von Madrid bewilligte die Abhaltung eines Meetings am Prado. Die gesammte Garnison ist consigniert. Sämmtliche Läden sind geschlossen. Die Vorbereitungen der Kundgebungen a/gen den Gemeinderath nehmen ihren Anfang. Es herrscht vollkommene Ruhe. Eine ungeheure Menschenmenge strömt nach dem Versammlungsorte. Die Gendarmerie hält die Straßen beseht. — Die Massenkundgebung gegen den Gemeinderath ist ohne Zwischenfall verlaufen. Die Zahl der Theilnehmer festzustellen, ist unmöglich. An der Demonstration betheiligten sich sämmtliche politische Persönlichkeiten von Bedeutung, der Adel, die Geistlichkeit, Vertreter der Künste, der Wissenschaften, der Prefse, der Städte und der Kaufleute. Belgrad, 9. December. (Orig.-Tel.) Königin Natalie hat ihren Aufenthalt in Paris verlängert und dürfte erst Freitag oder nächsten Dienstag in Belgrad eintreffen. Angekommene Fremde. Hotel Stadt Wien. Am 7. December. Seculich, Procurist; Schörmann, Glas, Schorn, Brauner, Eckstein. Wetzel und Illel, Kflte., Wien. — Mutti, Kfm., Mailand. — Engelmann, Kfm.: Haselsteiner, Bildhauer, und Grasmuk, Private, Graz. — Kohu, Kfm., Inns-druck. — Kitz, Ksm., Budapest. — Sauer. Ksm., Gr.'Kanischa. — Schwab, Elektriker, Laibach. — Dr. Treo, Advocat, s. Frau, Adelsbcrg. Am 8. December. Edler von Garzarolli, Rcalitätenbesitzer, Senosetsch. — Dulla, Director, Store. — Pettini, Bau-Unter-nehmer, Laibach. — Reiner, Kfm., Innsbruck. — Bock, Kfm., Iägerndorf. — Großmann, Dictl, Sanderlu, Hoffmann, Wirth, Schifler, Trebitsch, Holländer, Kflte., Wien. — Hauff, l. l. Post. assistent, Rudolfswert. — Lenzer, Gasthofbesitzer, Steyr. Hotel Elefant. Am ?. December, von Terbuyovic, l. u. t. Majors»Gattin, Kleinlack, — von Terbnlwvic, l. k. Gerichtsadjunct, Sittich. — Majdii?, Mühlenbesitzer, s. Frau, Krainburg. — Majdiö, Mühlen» bcsitzer, s. Frau, Cilli. — Majdic, Mühlenbesitzer, Iarse. — Senft, Maler, Berlin. — Bubal, Ing. und MaschineN'Inspector; Mantoc, Candellari und Georgio, Kflte., Trieft. — Kretinszky, Oberförster, Rnperthof. — Schnedih, t. k. Statthaltereirath, Graz. — Cerne, Oekonom, Tomaj. — Oregon?, Bcsitzer, Pcttau. — Faidutti, Beamter, St. Peter. — Mandl, Koblmüller, Berne und Fischer, Kfltc., Wien. — Ladstätter, Kfm., Florenz. — Hämisch, Privat, Hassberg. — Halvcrsen, Kfm., Paris. — Te-gischer, Kfm,, Morostika. — Schwimcr, Kfm., Budapest. — Gottardi. Kfm., Innsbruck. — Kozuh, Professor, Capodistria. — Selan, l, t. Marine'Vcamter, Pola, Hotel Lloyo. Am 8. December. Svoboda, Rsd., Wien. — Ungar, Nein-Händler, Fiume. — Goldina, Kfm., Istricn. — Rant, Agent, Klagcnfurt. — Laosin und Lusin, Besitzer; Kezele', Uhrmacher, und Geber, Reifnitz. — Repe. Kfm,, und Lerovc. Besitzer, Veldes. — Müller, Tarvis. — Cibul, Kfm,, Vülkermartt. — Klinc, Besitzer, Lukovitz. Verstorbene. Am 8. December. Franz Hlebs, Vesitzerssohn, 4 I., Hradetzlydorf 34, Diphtheritis. A m 9. Dece m ber. Antonia Gale, Verzehrungsstener-Aufscherstochtcr, 1 I., 1l Mon., Hühncrdorf 4, Diphtheritis.— Karl Iclocnik, Schuciderssohn, l4 Monate, Rosengaffe 39, Lroncniti« capillary. — Frnnz Winter, Gefangenaufseher, 49 I., Chröngasse 13, Pncumonie. — Francisca Grum, Arbeiterin, 42 I., Polllnadamm 44, Tuberculose. — Anton Vavdel, Besitzers»Sohn, 4'/, I, An der Stiege 6, Hydrocephalus. — Georg Taviar, alademischer Maler, 84 Jahre, Kirchengasse 21, Lmpkvnemk pulm. Volkswirtschaftliches. Llllbach, 7. December. Auf dem heutigen Markte sind "' schienen: 4 Wagen mit Getreide, « Wagen mit Heu und V'^-' 11 Wagen mit Holz. Durchschnitts^Preise. ^- ft. , lV fi, , lr,j ^ tt^ «^. Weizen pr.Meterctr. 7 80 «,—! Butter pr, Kilo .. —'78^ Korn » 7 50 7 50 Eier pr. Stück . . -- ^ "1 Gerste . 6 50 6 50 Milch pr. Wer. . ^ "^ Haser » 6 80 7!— Rindfleisch pr. Kilo - 64 - ^ Halbflücht .-----------!- Kalbfleisch . ^64-"^ Heiden » 7 50 7 50 Schweinefleisch » ib»^ Hirse . 7- 6 50 Schöpsenfleisch » -38^ Kukuruz » 6 - 6,90 Hähndel pr. Stück — 45 "^ Erdäpfel 100 Kilo 2 80—!—'Tauben » ^^^ linsen pr. Heltolit, 12-------j— Heu pr. M.-Ctr. . 2 50 ^^ Erbsen » 10-----------Stroh » .. 2^0^ Fisolen . 11-----------Holz, hartes pr. > ^ Rindsschmalz Kilo — 92------- Klnfter 7j40 ^ Schweineschmalz» —68—!— —weiches, » 5-^7?^ Speck, frisch . - 69-------Vein,roth.,100 Lit. - -^ A> - qeräuch-,,t > 64-------— weißer. » I^^' Meteorologische Beobachtungen in Laibach^ B UZ IZ" , tzZ «link "cht 'UZ " <-ö3 LZ» 3 ! """b de« Himmel« Z8ß I Z Z'K Z" l_____^ ^ „ft U.i»i, 736-5 ^-5 2 N. mäßig "ljeite'r ! 9 »Ab, 738 6 -15 NO. mäßig heiter ^^ 101? U. Mg, 73? 3 ,-4-4 > N. mäßig ^ heittt !^" Das Tagesmittel der gestrigen Telnperatur —0'3", 0 6° über dem Normale. ^___^ Verantwortlicher Redacteur: Julius Ohm-Ianuscholv^ Nitter von Wissehrad «Wenn die Könige bau'n, haben die Kärrner zu thA, - Bekannt sind die glänzenden Erfolge, welche das ViblH^, phische Institut in Leipzig und Wien mit seiner dreibaM, Volts- und Schulausgabe von Vrehms berühmtem «Thiers erzielt hat. Unter die Fittiche dieses, vom Vollömunde t»^ als der «kleine Vrehm» bezeichneten Buches, dem das H""^ nicht zum wenigsten seine echte und rechte Voltsthümlichkeu ^ dankt, hat sich neuerdings ein literarischcs Unternehmen ^, Firma «Verlagsanstalt Urania» (Inhaber: Gnadenfeld «^ in Berlin mit dem willkürlich entlehnten Titel: «Der ",^, Nrehm», herausgegeben von W. Lalowih, gestellt, ein eittba^H Werk mit Schilderungen aus dem Thierleben. Diese Th^ j, verträgt leine Kritik. Natürlich hat dieser virä von iirntlieker Leite ä1« wegen »einer M"" ^ . Wirkung lüeliir kezonavrL geeignet: ^. ,, ^ mit Vorliebe veroränet: dei Nlllßsnsilui's, ^ L>« 6N6U80 bei X»t»rrksn d«r I^uttriidr« unä l^ ^h< 3 » bn»tvn. (NollÄtk von I^ögcnner» ^lonoßrapwe ^ L-^ (IV) 6is88nün1 Zlluernlunn.) (^" l^^l___________________^-<^ Allen Verwandten, Freunden und Bekannten j" Nachricht, dass unser theurer Vater, Herr I akademischer Maler ! heute früh um 6 Uhr, versehen mit den hl. Sterb^ sacramenten im Alter von 84 Jahren im Herrn en fchlafen ist. . Das Leichenbegängnis findet Mittwoch °/.. 11. d. M. um halb 5 Uhr nachmittags von ^ Todtenlapelle zn St. Christoph aus statt. Laibach am 9. December 1895. Die trauernden HinterliliebeucN' (Statt jeder besonderen Anzeige.) Danksagung. l Für die vielen Beweise herzlicher Thcilnah^ anlässlich des Ablebens unseres innigstgeliebten " ters, Schwieger« und Großvaters, des Herrn Andreas Klauöcl l. u. k. Lieutenant d. R. für das ehrende Geleite und die schönen Kranzsp^, den sprechen wir den Herren Officieren s"wle " ^, Frennden uud Bekannten in Stein und Laibacy sern tiefgefühlte» Dank ans. Die trauernden Hinterbliebene!^ >^bacher Zeitung Ni. 284. 2469 10. December 1895. Course an der Wiener Börse vom 9. December 1893. «°4 be« oMenm C^«^ ^"«.HnlelM. Geld War. WZ^knte in Noten ^,, ^- Iänner'Inll l!X» 30 100 dl> 'ck»,^ - ' b« ft- t»»'—1»4 — ^,zUbrente, steuerfrei l« 90 I« 1« ^ui^ente. steuerfrei--------------- ^ it» "^^l>nen N°m. 98 uo 100-— '° p" Ultimo . . ,»«,100 10 ^Mhn in ^ ^ s^rf«, ^,^'Vllhn in Silber ^« ? ^°" ^e "5 »b ill» »l. ^«'"w,stmerf.(dw. !^lnW-f-lW fi. «om.------------>- ^X> »7?"nw, steuerf.,400 "'!'»»r.3iom, . 9,'-ioo>- i?«^ W. pr. Stüs - »t.9-.«S0- >hl.»,-, -.....«44» «b äU >l.5^00 fl,«. W, b°/. «4'- »3tt -^"">w.'A.2Ul,fl.CM, zi«X>L5)l»0 «eld Wore Vo« staate «lr Zahlung übern»«««« «iseni.'Pri«.' vbllgatione». EKsabetbbllhn «00 u. «000 M. sllr »uo M. 4°/,,..... 11?'— »17-5« Eltsabethblchn, 400 u. L0UN M. 200M, 4°/,..... 1«I?b122?5 Iranz Ioseph-A,, Em. 1884,4°,, l,»-50 100 50 Oalizilche «arl ° Ludwig»«ahn, 98 »5 4°/o dto, dto, per Ultimo . . 9» 70 88 9« bto. St. /,°/' 101-40 108 40 bto. Etallt«-Obll«, (Una. vltb.) u. I. 1876, 5°/o..... 1LI—1?2- b»»>.4'/,°/,LchanlregllI°«lbl.-Obl. 10« - l00!>o blo. Präm.Anl. b 100 st. ö. W. IK2 »L 11,4^5 dto. dto. ll 5N fi. «. W. IÜ8 Lö 1K4Ü!» The!h-Reg,'Lole 4°/« 100 fi. . l4l -»42 - tzrnndenll.«Vbligati«n»n (für 100 fi. EM.). 4°/, troatifche »mb slavontiche . Sil- - 10» — 4°/o ungarische (loo ft. ö.W.) . oe?S 37-76 Andttt VsstnU. Anl»h»n. Donau Nea.'Lose 5°/o.... I3l/— 13«-l>i, dtv. '«nleihe l878 . . 107-SO --'— «nleden der Etabt «ör,, . . 11»-- —-- «nleben b. Stabtyemewde Wien i«4't>0 105 lie Nnlebe« d. Stabwememd« Men (Silber oder Oolb) .... lL8!»0 1L9 liO Pramien'Nnl. d. Etadtgm. Men l6< ?» 1,'.»> Lb Vörsebau-Nnlehen, verlosb. b°/, »b?b 100-25 4°/« »rawer Lande»-«nleben . —.. 9»-ä0 «eld «are Psanbbrks» (für loo fl.). Vobtr.allg.«ft.luk0I.vl,4°/<.«. 1L0— — - 3?- «^i " lnbo „ <«/, S8?b V9«!> dto. Pram.°5chlbv. 3"/,. l, Vm. l'S- 11«?!, bto bto, 3«/„,Il. 0 N..öfterr.Lanbe«Hnp,.«Inst.4«/» loo-- 100«» 0eft.-ung, «anl veil. 4»/,°/, . _.— —'— bt«. bto. „ i°/„ . . loo — loo 8N bt«. dt«. 50j»hr. ,, 4«/ . , 100'— 1008« Spllllllssf,1.öft.,803. Ü'/,°/„Vl, 101-50 —-- Priorität,. PUigaNomn (für 100 fi.), sserdiuanbK'Norbbahn Gn«. 188« 9»'b0 100!>0 Oesterr, Norbwestbahn . . . lob 80 110 8« Etaatsbahn....... z^z ^ . , .„ Eüdtxchn k go/a..... 1Y7 IN IN« 20 dt«. k b°/a..... 131 — 181 70 Ung.°gal «°thmlrrs>iz,0est.Ves, v,, i0fi. 1770 18 — «othen «reuz, Una.Ges. v., 5 fl, 10'70 11 — «udolph'«ok' 10 ft, . . . . L8-. L4>_ Oalm°Lo-. i?-5N dto, bto, U. —-— dto, bto, per Ultimo Teptbr. 372 bo »73 z,z Treditbmll, Nllg, uiig., »00 ft. . 43«-. 43?.. Dehosttenbanl, Allg,, 200 fi. . 244 — 245 — Vscompte-Gel-, Ndröst., 500 fi. «44 — 845 — «alpine »4 Sl, 82'— Prager Gisen-Inb.-Ves. 20« ft. «!>8 — «l»? .. Salao>larj. steintohlen «a ft. L«5'—«75 — „Vchleglmubl^Papierf., »00 ft. 2>W .. 211— „TteNltrm/', Papierf. u. V.>«. in»-. 1«» —. Trifllller ltohlenw.»«es. 70 fl. ILS— ie^ .. Waffens.»«.,0eft.lnWien, 100ft. 2o8 — »I« — Waggon-Leihllnst., «llg., in Pest, 80 fl......... «0-- 48«-— Wr. «augejellschaft 100 ft.. . lill-— 12« — Wienerbergss Ziegel Actlen «es. 308 — »11-.. Amsterdam.......100 10 100'50 Deutfche Plätze......, 5^ h^^ 5V «,i» London........!i8i-90 122 2b Pans.........^«-27, 4» »5 Lt, Petersdur«......! —'- —'-. Halulen. Diualeil........ ü?L 578 2<^Franc»-Nti>ct<..... 9ü7 U,» Deutsche Ucich«banlnol>!!i . . 5»-5»» i>»-6» Italienische Vanwoteü . . . 4bl0 45 3« Vaplei-«ub,l......! l il9» l »0,. jjjjogledališèev Ljubljani.j *'• Dr, pr. 687. », Operna noviteta! torek dne 10. decembra ^ tft&ko in Metka. V%a v treh slikah. Zložila Adelajda *8lasbil Engelbert Humperdinck. l^ Poalovenil M. Markic". ol) polu 8. uri. Konec ob 10. uri. ^-Theater in Mach. ^ lAußer Abonnement.) Ungerad. Tag. ^lltwoch den 11. December Wr Friiul. Wilhelmine Lindner, sensationeller Lacherfolg! ^ Heißes Blut. ^h^e „lit Gesang in drei Acten (sieben °°n L. Krcnn und K. Lindau. — ^ Musik von K. Schenl. h^' (Im Abonnement) Gerader Tag. ^^ötag den 12. December ^jh^treten des ersten Xenor°Vufio üblichen Komilers Herrn Ar« ^ thur Vtrasser. >^^ Vogelhändler. ^ ^ drei Acten von West und Held. ^^Musil von Carl Zeller. lÄerber \ 2 fe Adressen an die Administration eitur>g senden. > '^nten auf * Partien mittelfeine ) und feine ^ischur-:s Schafwolle '^» . ressen an die Administration "^§5?ß "»den. ^eit. ^ Nr. 7399. ^ executive Feilbietung. 3i fruchtlosen Verlaufe der auf ^ß°i,^vcmber 1895 angeordneten ^d ?.'etung der dem Johann Kralj „^57 ^- ^ ^hörigen, gerichtlich ,ftr n^- klec. geschätzten Realität °zil V, der Cat.-Gde. Podzemelj , 3i" "us den 'Xetp member 1895 ^.3 oweiten executivcn Feilbie-^ l?ng geschritten, ^eltch °"ksgericht Mottling am ! Danksagung. Herr Franz Broili, Inhaber der mehrfach prämiierten Glockengießerei in Görz, hat im Auftrage der Gemeinde Prevoje in Oberkrain für die Localkirche in St. Veit bei Egg drei neue Glocken gegossen. Die gefertigte Gemeinde beehrt sich, dem Herrn Franz Broili die vollste Zufriedenheit über die gelieferten Glocken aus-r.usprechen und anzuerkennen, dass die neuen Glocken in Bezug auf die Reinheit der Töne und Schönheit des Accordes jede Erwartung übertroffen haben. Weit und breit in der ganzen Umgebung ist das melodische, träumerisch-süße Läuten der St. Veiter Glocken ruhmlichst bekannt. Herr Josef Klanèiè, Mechaniker in Podgora bei Görz, hat für unsere neuen Glocken ein eisernes Gerüste hergestellt, welches sich im Verhältnis zum alten hölzernen Gerüste sehr graciös herausnimmt und welches sich auch als außerordentlich praktisch erwiesen hat. Die gefertigte Gemeinde erfüllt demnach nur ihre Pflicht, wenn sie hiemit den beiden Herren Franz Broili und Josef Klanèiè den schönsten Dank ausspricht und die Glockengießerei des Herrn Franz Broili in Görz als vollkommen vertrauenswürdig und die Erzeugnisse dieser Gießerei als vollkommen preiswürdig allen Gemeinde-und Pfarr - Vorstehungen wärmstens anempfiehlt. (5493) Gemeindeamt Prevoje am 9. December 1895. Kaspar Kotnlk m. p. Josef Hak m. p. Josef Bas m. p. Franz Kveder m. p. + 1/"^ Wien, I. Graben 29 \f (Tr»ttacrbol). Fromme's Volks-, Geschäfts-, Haus-, Berufs-, Notiz-, Schreib-, Blatt-, Wand-, Block-, Schreibtisch-Unterlage-Kalender etc. Praktisch, geschmackvoll, solide. Fromme's Wiener Portemonnaie-Kalender in 34 verschiedenen Ausgaben. NeUf chromolithographierte (farbige) Umschläge. (5492) 6-1 Fromme's Kalender - Verzeichnis gratis und franco.________ In Laibach bei KJeinmajr •& Bamberg B-a.cliixaii.d.l-a.ii.g'. "(5379) 3-3 StTem Oklic. V izvršilnem postopanji Ivana Ben-èina iz Starega Trga (po pooblašèencu Francetu Strašku, c. kr. notarju v Ložu) proti Matiji Žnidaršiè iz Podcerkve št. 8, radi 80 gld. s pr. postavil se je neznano kje na Hrvaskem odsotnemu tabularnemu upniku Francetu Zgoncu iz Kadleka Gregor Lah iz Loža st. 18 kuratorjem na èin in taistemu dostavil tusodni dražbeni odlok z dne 4ega novembra 1895, St. 5960. C. kr. okrajno sodišèe v Ložu dne j 26. novembra 1895. (5502) 3-1 St. 1180. Razpisana je služba prvega mestnega policaja v Kranji z lefno plaèo 360 gold., prostim stanovanjem in službeno unit'ormo. Prosilci zmožni slovenskega in nemškega jezika naj vlož^ lastnoroöno pisane prošnje z dokazi sposobnosti do 1. januvarja 1896 pri ob-èinskem odboru. Dosluženi vojaki in žandarmi imajo prednost. Županstvo v Kranji dne 7. decembra 1895. litt* mit grösserer arbeitsfähiger Familie wird gegen ausreichendes Deputat und 200 fl. Jahreslohn aufgenommen. Deutsche Sprache Bedingung. (5498) 3—1 Gut Scheuern bei Steinbrück. (5476) 3—2 St. 7484, 7629, 7657. Razglas. Na tožbe: 1.) Ane Petric iz Bereöe Vasi St. 32 proti Jožetu Ivcu iz Gor. Suhorja ät. 17 radi 16 gold. 56 kr.; 2.) Ive Slobodnika iz Bojanje Vasi St. 23 proti Martinu Kramarièu tam st. 7 radi 7 gold.; 3.) Jožeta Golobièa iz Bereèe Vasi St. 15 proti Janezu Horvatu tam radi 490 gold., oziroraa izbrisa terjatev s pr. doloèuje se dan na 2 0. decembra 1895 ob 9. uri dopoldne pri tem sodišèu, m to ad 1 in 2 v malotnem, ad 3 pa v skrajšanem postopku ter se njim je postavil skrbnikom na ein gospod Leopold Gangl v Metliki in se njemu dostavili dotièni prepiski tožb. C. kr. okrajno sodišèe v Metliki dne 3. decembra 1895. "(5410) 3-2 liri2Ö47 Razglas. Nepoznatim pravnim naalednikom v Ameriki Tower umräega Antona Hrena iz Zagorice št. 16 se naznanja, da je Urša Hren iz Zagorice st. 16* proti njim tožbo de prae.s. 22. novembra 1895, št. 4204, zavoljo dolžnih 200 gld. s pr. pri tem sodišèu vložila, valed katere tožbe doloèil se je dan v skrajšano razpravo na 10. januvarja 1896, dopoldne ob 8. uri, pri tem sodišèu. Zapušèini Antona Hrena postavil se je za kuratorja na öin gospod Anton Benedik iz Velikih Lasiö, s kaferim se bo stvar razpravljala, ako se od stran1 zapuäöine ne postavi drugi zastopnik. G. kr. okrajno sodiäce v Velikih Lašèah dne 24. novembra 1895. (5424) 3—1 Nr. 9765. Curatelsverhiingung. Ueber Peter Wolf von Hornberg Nr. 12 wurde vom k. k. Kreisgerichte Rudolfswert ob Wahnsinnes mit Beschluss vom 22. October 1895. Z. 1212. die Curatel verhängt. Dessen Curator ist Mathias Ionle von Hornberg. K.l. Bezirksgericht Gottschee am 13ten November 1895. ^5319^3-3 Nr. 4302^ Bekanntmachung. Vom k. k. Bezirksgerichte Idria wird bekanntgegeben: Es sei über die Klage des Rudolf Selak aus Sairach (durch den Curator aä nctum Dr. Albin Suyer) gegen Johann Selak aus Sairach. derzeit in Ricketts Pa, Wyoming Co in den Vereinigten Staaten von Nordamerika, pcto. Leistung des gesetzlichen Unterhaltes s. A. 66 praes. 19. October 1895, Z. 4302, zur mündlichen Verhandlung die Tagsatzung auf den 23. December 1895, vormittags 10 Uhr, bei diesem Gerichte angeordnet und dem Geklagten Herr Franz Smkovec in Idria als Curator aä aotum bestellt worden. K. k. Bezirksgericht in Idria am 20sten October 1895. (5367) 3—2 St. 8003. Oklic. Ker k prvi s tusodnim odlokom z dne 17. oktobra 1895, St. 6467, na 22. novembra 1895 doloöeni izvräilni prodaji zempèa vlož. st. 150 kat. obc. Savica ni bilo kupeev, vrsila se bode dne 2 3. decerabra 1895 druga izvröilna dražba s pristavkom gorenjega odloka, C. kr. okrajno sodiäöe v Radovljiei dne 23. listopada 1895.