^^_________Donnerstag, 16. Jänner 1890. 109. Jahrgang. Mbacher W Zeitung. Na^iäb,^ n < "^ k^/^^°^"^^"^''''N^ licmzjnhnn si, 15>, lmlbMrin sl, 7^<>, Im Comptoir: ^t Dir >i.'ll>bachrl Zritun«. rrschrmt tilalich m!t «»«nntimr drr Tonn- und sseirNanr, Die «bministration lleine <5,'l/^I l>albial,nn fl, l.-5«. F»r d,c Z»st.I!»»n i"0 Haus nnuzjnlmn sl, 1, - Instrtimii-llebiil: ssür V bcflildtt sich llounrslsplah ü, dir Medaction Babuliusnassr ü4, Svlrchstunbr» brr Ncbllttio» <ä<,üch lwi, ^'„crall l»a zu 4 Zrilc» !^5> lr,, nri>s,cn- p!l ^rilc ! zum Polizeicommissär bei der Polizei-Direction in Oraz ernannt. Nichtamtlicher Mil, Streiks und Coalitiouen. Wien, 14. Jänner. In dem vor kurzem der Oeffentlichkeit übergebe-nen Berichte des ständigen StrafqesetMusschusses über den Entwurf eines neuen Strafgesetzbuches findet sich auch ein Gegenstand behandelt, dessen Bedeutung in unserer Zeit wohl nicht erst des längeren auseinandergesetzt zu werden braucht, nämlich die strafrechtliche Behandlung der Streiks und Coalitionen. Der Aus-schuss hat dabei einige Aenderungen nicht ohne Belang an der Regierungsvorlage vorgenommen. Letztere be-broht jene mit Strafen, welche andere durch Anwendung oder Androhung von Gewalt, Bedrohung mit ^chlswidriger Zufüguug von Nachtheilen, Beschimpfung. Behinderung in dem rechtmäßigen Gebrauche von Werk- Imill'eton. Ein Frauenherz. Skizze aus dem Wiener Leben. War sie schön? Nein, denn eine ebenmäßige Geltalt, sprechende Augen, schöne Zähne in ein^m ewig lachenden Munde und eine gesund-bleiche Gesichtsfarbe Ulachen noch keine Schönheit aus. Aber hübsch war ne. und das bedeutet zuweilen weit mehr als «schön», benn mit «schön» bezeichnet man zumeist nur die Form; bei «hübsch» ist immer auch der Ausdruck gemeint — und wo es Ausdruck gibt. da gibt es auch einen Ein« "tuck, was die Schönheit nicht immer von sich sagen kann. Kurz, Resi war ein flottes Kind. Sie hatte die Aunge und das Herz auf dem rechten Fleck uud nahm >lch daher nicht so sehr in Worten als in Handluugm Zusammen, was bei ihr wie bei anderen, die dasselbe Hun, zur Folge hatte, dass man sie nach ihren Worten Allein beurtheilte. Sie galt als leichtsinnig und wa, doch nur lebensfroh; als flatterhaft, und war doch Nur noch ganz ungebunden; was ihr kleines, lustiges herz anbelangt, das bislang noch für alle schlug — weil der Rechte, für den allein es schlagen wollte' nud >o begierig war, zu schlagen, noch nicht gekommen war. Aber er kommt, jetzt eben kommt er! Die Laden-Mr geht auf, über welcher in dicken Buchstaben zu lesen lst, dass hier Anna Wichuger Wäsche feilhält und dass mau hier putzt und plissiert. Ein jnngcr ^iann tritt ein. Resi, die Nichte und Ladnerin von ^ra.i Wlesinger. sieht ärgerlich auf. Eine Runduaht >ou jie unterbrechen — zu dumm! Uud was wird der "Ufen? Vielleicht eil.en Halskragen für 20 Kreuzer zeugen oder Gerathen, oder durch ähnliche Mittel zu bestimmen suchen, an Verabredungen, welche auf Einstellung der Arbeit oder auf Entlassung von Arbeitern, oder auf Erhöhung des Preises von Waren gerichtet sind, theilzunehmen oder ihnen Folge zu leisten, oder die andere durch gleiche Mittel an dem Rücktritte von solchen Vereinbarungen zu hindern suchen. Der Aus« schuss hat nun. wie nur zu billigen, das Princip der Regierungsvorlage acceptiert, dass nämlich die Coali-tion und auch die Einwirkung zur Theilnahme an derselben unter strenger Festhaltung der Parität zwischen Arbeitgebern nnd Arbeitnehmern straflos sein sollen, sofern zu letzterem Zwecke der Einwirkung nicht Mittel gebraucht werden, die der öffentlichen Ordnung widerstreiten uud auderen die Möglichkeit freier Entschließung entziehen. Ein Unterschied zwischen Regierungsvorlage und Ausschussentwurf tritt jedoch bei der Frage zutage, welche Mittel nach diesem Princip als unerlaubt gelten und demnach den Thatbestand einer strafbaren Handlung begründen sollen. Der Ausschuss hat nämlich hierbei, wie wir im «Fremdenblatt» lesen, einige bemerkenswerte Restrictio-nen vorgenommen, er will die Beschimpfung nicht als ein solches Mittel ansehen nnd hat auch die Worte «oder durch ähnliche Mittel» aus dem im Vorstehen» den mitgetheilten Texte der Regierungsvorlage gestrichen. Der Ausjchüssbericht motiviert die«, was den ersteren Punkt betrifft, damit, dass bei Arbeiterverab' redungeu gegenseitige Beschimpfungen oft vorkommen, was mit Rücksicht auf die bei Lohnkämpfen herrschende allgemeine Aufreg.mg leicht begreiflich sei; in prakti-schen Fällen werde rs meistens nicht möglich sein. zu ermitteln, ob uud inwiefern solche Beschimpfungen auf das Zustandekommen der Verabredung von Einfluss waren. Die Beifügung der Worte «ober durch ähnliche Mittel, brkämpft der Ausschuss endlich als unklar, da sich daraus auch nicht annähernd bestimmen lasse, was alles als noch nnter diesen Zusah fallend angeschen werden könnte; es wäre ferner nicht ausgeschlossen, dass man überhaupt alle stärkeren Verleitungsmittel daruuter verstehen würde, was dann praktisch der Bestrafung einer jeden Verleitung zur Theilnahme an dem Streik gleichkäme. Betrachtet man diese Bestimmungen und Verhandlungen, so wird man unwillkürlich an die bedeutende Aenderung uuscrer gesellschaftlichen Zustände zu Gunsten der arbeitenden Classen erinnert, welche in der Zeit der Steht gerade dafür, dass er die halbe Straße auf seinen nassen Sohlen mit hereinbringt. Fräulein Resi fühlt sich dennoch bewogen, seinen «Guten Abend» gegen einen anderen auszutauschen und freut sich. da sie bemerkt, dass er seinen triefenden Regenschirm in eine Ecke stellt, statt ihn an der «Budel» ablaufen zu lassen. Wie doch Amor spielt! Dies war der erste Streifschuss auf ihr unbewachtes Herz! Der zweite — aber der ist kein Streisschuss mehr — kommt jetzt. Der Mann trägt einen Zwicker, der natürlich dick anläuft, da sm, Träger von der kalten Straße in deu durchwä, inten Laden tritt. Dicht vor ihr stehend, nur durch die fühllose Holzplatt.! von ihr getrennt, nimmt er ihn ab. und Nug' in Aiuze stehe» einander zwei Menschen gegenüber, deren Stunde eben schlägt. Resi's Hände sinken auf die weihtanmne Platte nieder, und dann weicht sie. tief aufathmend, in einer unbewnssten Anwandlung von Scham bis au das Gestell zurück, in dessen Fäch.rn grüne Cartons mit Dameuhemden uud Hosenträgern nnd mit Strüm. pf»n und Nachtleibchen friedlich nebeneinander stehen. Von dorther mnss sie aber noch immer in sein schönes Gesicht schauen, in dem das Schönste die tiefblauen Angen sind, die sie znerst gleichgiltig. dann aufblitzend, dauu selig forschmd auf sich gerichtet sieht. Jetzt seufzt er, vielleicht nur deshalb, weil sie gar so tief geseufzt hat, uuo begehrt mit eimm unbeschreiblich freudigen Lachet» — eine weiße Cravatte. Wie im Traume stellt sie einen der grünen Cartons vor ihn hin. Da er ihr drn Deckel abnehmen hilft, berühren sich ihre Hände und bride zuckeu zusammen. Bis in ihre kleinen Ohrläppchen schießt das Blut und bis in seiueu weißen Halökrageu hiucin crröthet er. letzten Generationen erfolgt ist. Nicht umsonst hat ein großer englischer Staatsmann unser Jahrhundert die Aera der Arbeiterklasse genannt! Früher sollten Theil-nehmer an Coalitionen mit Zuchthaus» und Galeeren-strafe. im Falle hochgetriebener Widersetzlichkeit selbst am Leben gestraft werden, und England gebürt der traurige Ruhm. derartige Strafen noch in diesem Jahrhundert vollzogen zu haben. Im Unterschiede hiervon hat das Gesetz vom Jahre 1870 in Oesterreich volle Coalitionsfreiheit gebracht und nur die Strafbarleit für die Einwirkung durch Zwang uud Einschüchterung bei» behalten. Gerade aber, weil hirr ein Gegenstand vorliegt, in dem sich so leicht Befangenheit und Voreingenommenheit geltend machen und wo ein etwaiges Eingreifen der Staatsgewalt so leicht Missdeutungen und abfälliger Beurtheilung begegnet, ist es zu wünschen, dass die maßgebenden gesetzlichen Bestimmungen die möglichste Deutlichkeit und Klarheit besitzen, so dass sie dem Richter und jedermann eine vollkommen verlässliche und unzweideutige Richtschnur bieten. An Erfuhrungen darüber, dass beide Theile, sowohl Arbeitgeber als Arbeitnehmer, bei Lohnkämpfen die Klage erhoben, die zn einer Intervention veranlassten Behörden seien nicht völlig objectiv vorgegangen, fehlt es bekanntlich nicht und namentlich einige Länder, in denen sich die Streiks durch große Heftigkeit beider Parteien auszeichnen, so z. B. Frankreich, können Belege dafür bieten. Darum ist es also von großem Werte, dass aus diesem Gebiete vollständige Klarheit und Bestimmtheit herrscke, wäre dies auch nur zu dem Zwecke, um die Heiligkeit und Unparteilichkeit der Justiz gegen noch so unberechtigte Verdächtigungen zu schützen. Von geringerem Belange ist die durch den Ausschl.ss vorgenommene Eliminieruug der Beschimpfungen ans der Reihe der die Strafbarleit begrüudeuoen Mittel; auch hiefür lässt sich gewiss mauches vorbringen. Namentlich kann mit Recht, wie schon ähnlich der Ausschuss bemerkt, angerufen werden, dass in erregter Zeit leicht ein heftiges Wort fällt, ohne dafs demselben eine allzugrohe Tragweite beigemessen werden kann. Neben dieser sachlichen Seite bietet aber der Vor» gang sowohl auf Seite der Regierung wie des Ausschusses eine wichtige principielle Seite. Die große Zahl von Arbeitseinstellungen in jüngster Zeit haben namentlich im Auslande, das freilich davon ärqer be« troffen war, vielfach zur Aeußerung von Wünschen ge- Wie lange er sucht, bis ihm etwas passt! Dabei wechseln sie einzelne Reden; sie beziehen sich alle auf den Artikel, aber sie klingen doch ganz eigen. Es ist, als ob jedes Wort eine andere, eine tiefe Bedeutung habe. Dann hat er leine Ursache mchr zu bleiben, er findet wenigstens keine in seiner Verwirrung, er oe» gisst sogar zu bezahlen und sie — ihn daran zu erinnern. Da er fort ist, sitzt sie wieder an der Ma» schiue. uud diese klappert ihr einen lustigen Marsch zu den Gedanken, die in ihrer Seele festlich aufziehen. Jetzt fällt es ihr erst ein, dass sie gar kein Geld bekommen habe — aber sie lächelt sorglos und glück» lich. Der kommt schon wieder! Ei ja! Freilich! Da ist er ja schon! «Schon» kann man eigentlich nicht sagen, dc:in gut zwei Stunden sind seit seinem Gehen bri ihrem Träumen verstrichen. Die Uhr schlägt eben halb zehn. Schon so spät und noch ist er nicht zum Ball gekleidet, für den er feinen Einkauf gemacht. Nein, noch hat er deu Vureaurock au. der ist schon etwas mitgenommen, und an der einen Manschette sind Tinten-spuren. Welch hübsche Hände er hat! Fast so zart wie die ihren, die beim Nähen auch recht weich und weiß geblieben sind. Das alles sieht sie mit einem Blick, während die Uhr die zwei Schläge thut und er seine Börse öffnet. «Ich vergaß, meinen Einkauf zu bezahlen,' sagte er vellegeu. uud sie sagte darauf, ihr Denken laut fortsetzend: «Es ist schon spät und Sie sind noch gar nicht für den Ball gekleidet.» — «Ah! heute könnte ich doch nicht tanzen!» fährt er heraus und legt seine Hand auf die ihre. die ganz zwecklos in einer Woll-schachtcl herumsucht. und seht, ihr in die Augen schauend, hinzu: «Oder doch nur mit Ihnen!» Laibacher Zeitung Nr. 12. 94 Itt. Jänner 1890. führt, die auf eine Einschränkung der Coalitionsfrei-heit. beziehungsweise eine bedeutsame Einengung derselben durch das Strafrecht eingeräumten Grenzen abzielten. Von derartigen Einflüssen scheint sich die im Zuge befindliche Neucodification des Strafrechts frei halten zu wollen, immer sind es die beiden Momente der Gewalt und Einschüchterung, welche schon im Jahre 1870 als die Punkte bezeichnet wurden, wo erst die Strafbarleit beginne und die auch heute noc^, wenn auch in etwas veränderter Form. festgehalten erscheinen. Und dies gewiss mit gutem Grunde! So bedauerlich an sich auch die Arbeitseinstellungen erschn» nen, so schwer sie auch die Industrie zu treffen ver» mögen und vielleicht zahlreiche Arbeiterfamilien durch einen nutzlosen Kampf in Kümmernis und Elend stur-zen. so häufig auch. wie öfter berichtet wird. Parteigeist oder eine kleine aber entschlossene Minorität den wahren Willen der Majorität beua/n — das Straf, gericht ist nicht das richtige Mittel dagegen. Die Abhilfe liegt, wie so oftmals in neuerer Zeit betont wurde, auf einem andern Wege. und dieser ist wechselseitiges Entgegenkommen, maßvolle Beschränkung bei Wünschen und Forderungen. Verbreitung der Er» kenntnis. das« ein magerer Vergleich zumeist der Fehde vorzuziehen ist. Zu diesem gegenseitigen Einvernehmen wird aber das häufige Einschreiten des Scharfrichters gewiss nichts beitragen, es hilft sogar, wie die Erfah-rung lehrt, nicht einmal zur gewaltsamen Eindämmung bestehender Unzufriedenheit. Dem Gerichte soll daher verbleiben, was des Gerichtes Aufgabe ist: die Bestrafung von Rechtsbrüchen, von Fällen gewaltsamer Auflehnung gegen die bestehende Ordnung und gegen die Rechte anderer. Sociale Fragen und Uebelstände sind aber mit anderen Mitteln zu lösen und zu beheben. Dies auch in unserer Zeit der Streikcalanntät nicht zu verkennen, wird der gegenwärtigen Codification des österreichischen Strafrechtes nur zum Vortheil gereichen. Politische Ueberficht. (Sanctionierter Landtagsbeschluss.) Der Kaiser hat den Beschluss des steiermärlischen Landtages bezüglich der für den Landesfonds pro 1890 erforderlichen Steuerzuschläge und selbständigen Auflagen genehmigt. (Der Reichsrath) wird Ende dieses Monates zusammentreten und bi« Ostern an größeren Gesehes-arbeiten das Budget und das neue Strafgesetz erledigen. Eine Nachsession dürfte wahrscheinlich nicht staltfinden, besten Falles würde dieselbe von kurzer Dauer sein. (Die Nusgleichsconferenzen.) Trotzdem über die gegenwärtig im Ministerrathspräsidium stattfindenden Ausgleichsconferenzen seitens sämmtlicher Theilnehmer das strengste Stillschweigen beobachtet wird. taucht bald hier. bald dort in dem oder jenem Blatte ein Langes und Breites über den Verlauf dieser Con ferenzen, über den Standpunkt der beiden Parteien einzelnen Fragen gegenüber, über Aeußerungen der Minister u. s w. auf. Wie wenig Wert derlei Berichten blizumessen ist, braucht wohl nicht erst besonders hervor« gehoben zu werden. Thatsächlich weih außer den betheiligten Persönlichleiten niemand etwas Sicheres über den Fortgang der Conferenzen, doch lassen die officiellen Sie entzieht ihm ihre Hand nicht, wie sie es bei anderen thut. sie denkt nicht an die Nachbarin, die besonders an den Abenden, an denen sie Resi allein daheim weiß. gar häufig vorübergeht; se lauscht nur seinen Worten und weiß auf einmal, was Liebe, was Glück ist; weiß. wie gut es ist. wenn da« Herz so pocht, wenn die Pulse so jagen, wenn man es so genau fühlt, wie die Rothe auf den Wangen kommt und geht, und weiß nun. wie süh eine Menschenstimme sein kann und Menschenworte! Und da sie ihn gehen heiht. mit leuchtenden Augen und strengen Worten gehen heißt, gehorcht er ihr schmollend. Und da sie hinter ihm den Laden geschlossen, breitet sie die Arme wcit aus und jauchzt auf im seligen Empfinden ihrer jungen Liebe. Noch oft ist er gekommen. Der giftigen Greißlerin vi8-Ä-v!8. die fünf längst erwachsene Töchter besitzt, hat die Frau Wiesinger auf ihre tugendhaften Bemer. tungen erwidert: «Was wolln's denn? Er muss doch 's Madl kennen lernen! Keiner kauft eine Katz' im Sack.» Das war ihre Logik, keine unrichtige, wie man zugeben muss. Und er lernte sie kennen. Bald wusste er, dass ihr Herz gar mächtig schlagen konnte und dass unter der von lustigen Löschen umwehten Stirne ernste Gebanken lebten, zu ernst für seine Absichten, zu klar. um getäuscht oder verwirrt werden zu können. Nie schlecht und dumm die Männer sind! Jeder glaubt, jede verführen zu können; sie fühlen sich völlig berufen dazu, und jeder glaubt, gerade die, die er zu seinem Weibe macht, sei der Verführung entgangen. Moser war nicht schlecht, nicht schlechter als die anderen, denen Frauentugend Zeitvertreib ist; er liebte Resi. wie man eben zu lieben pflegt mit 25 Jahren, Communique's deutlich ersehen, dass die Berathung einen streng sachlichen Charakter trägt und ihren un« gestörten regelmäßigen Fortgang nimmt, ferner, dass der persönliche Verkehr zwischen den beiderseitigen Delegierten nichts zu wünschen übrig lässt. Das sind Äußerlichkeiten, die gewiss nur in günstigem Sinne gedeutet werden können. (Katholischer Universitätsverein.) Der Ausschuss des katholischen Universitätsvereines in Salzburg hielt jüngst unter dem Vorsitze seines Präsidenten, des Fürst-Erzbischofs Dr. Eder, seine erste diesjährige Sitzung ab. Nach dem zur Verlesung gelangten Casse bericht beträgt das Vereinsvermögen fl. 68.031. Der Mitgliederstand zählt im Stammuerein und in seinen bis jetzt constituierten Zweigvereinen 26 Stifter, fünf Gründer. 58 ständige und 2060 zeitliche Mitglieder. (Landes - Jubiläumsausstellung in Prag.) Daö Actionscomits für die Landes-Iubiläums-auSstellung in Prag 1890 veröffentlicht den Inhalt eines Schreibens der Franz Graf Thun'schen Domänenkanzlei, demzufolge dieselbe «in unbedingter An» erkennung der hohen Bedeutung und der Wichtigkeit der Jubiläumsausstellung für das wirtschaftliche Leben in unserem Vaterlande» zum Gründungsfonds des Projectes 500 st. widmet. (Fachschule in Teplitz.) Das k. k. Mini-sterium für Cultus und Unterricht hat. wie das «Prager Abendblatt» berichtet, einer Erweiterung des Lehrplanes der Fachschule in Teplitz seine Zustimmung ertheilt. Die Erweiterung besteht darin, dass für den letzten Jahrgang auch ein kaufmännischer Unterrichts' curs eingerichtet wird. (Im ungarischen N bgeordnetenhause) wurde vorgestern die Specialdebatte über da« Budget des Handelsministeriums fortgesetzt. Der Handelsminister erklärte, auf Bemerkungen Apponyi's reflectierend, das Elaborat bezüglich der Krankenversicherung sei vorbereitet, die Frage der Unfallversicherung werde studiert, die Institution der Fabriksinspectoren jedenfalls legislatorisch organisiert. Mit der Frage der Sonntagsruhe werde er sich beschäftigen, obzwar er im allgemeinen damit nicht sympathisiere. (Neue Bauern un ruhen inRumänie n.) Aus Rumänien werden wieder Bauernunruhen gemeldet. Es sollen nämlich die Einwohner des Dorfes Garcina revoltiert haben. Der gewesene Dorfprimar V. Neculau hatte seinerzeit von zahlreichen Bauern Gelder in Empfang genommen, um dieselben dem Credit Funciar behufs Tilgung der von den betreffenden Bauern contrahierten Schulden abzuliefern. Da jedoch, wie es sich nachträglich herausstellte. Neculau die fraglichen Gelder für seine eigenen Zwecke ver. wendet hatte, so wurden seitens de« genannten Instituts gegen die Bauern gerichtliche Schritte eingeleitet und deren Grundstücke auch zwangsweise verkauft. Die Reclamationen der Betrogenen sowohl bei dem Di-strictspräfecten als auch bei dem Verwalter der Creditanstalt blieben gänzlich erfolglos, und aus diesem Grunde bemächtigte sich der Dorfeinwohner eine so hochgradige Erregung, dass sie sich gegen die Behörden auflehnen. (Der Vatican und Frankreich.) Die Be-ziehungen zwischen dem Vatican und Frankreich haben in der letzten Zeit sich merklich gebessert. Zu Neujahr sind zwischen dem Papste und dem Präsidenten Carnot und forderte das, was alle fordern, die fo lieben — den einen höchsten Beweis ihrer Liebe, der eigentlich für gar nichts ein Beweis ist — denn wer kann auch nur in einem einzigen Falle sagen, warum und wofür dieser Fall geschah!? Moser schickte, wie sie alle es thun, alles ins Treffen, was zum Siege führen konnte. Die Schmeichelei, die Eitelkeit des Mädchens selbst, der Glück und Unglück des Betreffenden sozusagen in die Hand gegeben wird, die Liebe, das Gekränltsein, die Leidenschaft. Da er sich trotz allem zurückgewiesen sah, spielte er nicht ohne Glück den Kühlen, den Verletzten. Resi fühlte das alles bis in ihr leidendes Herz hinein; abhelfen wollte sie nicht. Wenn er sie jetzt seines geringen Gehaltes wegen nicht heiraten kann, gut, sie wird warten, aber auch er soll warten lernen. Er lernte es nicht. Eines Tages erhielt Resi ein Schreiben. Es zitterte in ihrer Hand wie diese selbst und wie ihr Herz. Das Mädchen war noch bleicher geworden, als es sonst war, nur war diese Blässe krankhaft. Die Tante beobachtete sie besorgt. Resi las schweigend zu Ende; ja. zu Ende — es war das Ende ihres Glückes, das sie in Händen hielt. Moser schrieb ihr. dass er. so zurückgestoßen von ihr, neben ihr nicht weiter leben könne. Wahre Leidenschaft und falsche Logik hatten in dlesem Briefe eine Folie von herzbrechender Sentimentalität. Ihn säuberlich zusammenfaltend, schluchzte Resi ein paarmal lrampfhasi auf. Die Tante weinte wie eine Salzburger Dachtraufe. «Lässt er dich richtig sitzen?» jammerte sie, und Rest's Augen schauten sie trübe an. dann nähte das Mädchen weiter. Es war ein wunderschönes Damenhemd, das sie auf der Maschine hattc — der Mm kam es plötzlich vor, als sei es ein herzliche Gratulationen ausgetauscht worden. Präsident Carnot drückte in seinem bezüglichen Telegramme die Hoffnung aus, dass die Parteistreitigkeiten iu Frankreich verschwinden werden und damit auch der religiöse Friede befestigt werden wird. In seiner Antwort hierauf erklärte der Papst, dass die Kirche jede Regierungeform respec-tiere. so lange ihre eigenen religiösen Interessen geachtet werden. (Russisches He^resbudget.) Die Heeres' ausgaben im russischen Voranschlag pro 1890 haben eine Steigerung erfahren, welche durch die für dieses Jahr ins Auge gefasste Erzeugung von Gewehren neuer Systeme sowie durch die Fabrication rauchlosen Pillvers bewirkt wird. Diese Gewehre sowie das Pulver werden zum größten Theile bei russischen Waffenfabriken, be-zirhungsweise Gießereien bestellt werden. (Das Vergiftungs-Attentat an dem Zaren.) Das Pariser «Echo» hat das Märchen verbreitet, dass der Zar. seit er die in Berlin für ihn hergestellte deutsche Uniform angelegt, sich unwohl fühle und dass die Aerzte eine Hautvergiftung diagnosticicrten. In Berlin betrachtet man diese Verleumdung nur alS »ine Fortsetzung der von französischen Journalen betriebenen Hetze, die öffentliche Meinung in Russlanb gegen Deutschland aufzustacheln. (England und Portugal.) England gab Portugal bloß ein 24stündiges Ultimatum, überdies erhielt Portugal Kenntnis vom Plane einer sofortigen Flottenaction Englands, wurauf es die Bedingungen Englands unter Protest gegen die Vergewaltigung annahm. Gleichzeitig behielt' sich Portugal alle Rechte auf die gesummten afrikanischen Gebiete vor. In , Lissabon fanden Unruhen statt. Die Menge durchzog unter den Rufen: «Nieder mit England!» die Straßen, > riss das Schild des englischen Consulates herab nnd zertrümmerte die Fenster des Ministeriums. (Belgien.) Ianson brachte in der belgische« Kammer einen Antrag ein, wornach den Arbeitern gemeinsam mit den Arbeitgebern das Recht der Ueber- ' wachung der Arbeit in den Bergwerken zustehen solle. > (Stanley) und Dr. Parke trafen vorgestern nachmittags in Cairo ein und wurden auf dem Bahn-Hofe von den Vertretern des Kh"dive und des diplomatischen Corps empfangen. Stanley besuchte alsbald den Khedive. Tagesneuigleiten. ^ Se. Majestät der Kaiser haben, wie der «M für Tirol und Vorarlberg» meldet, der Gemeint fraction Gazzadina zur Vollendung des Kirchenbauel und Anschaffung von Kirchengeräthen 100 ft. zu spen< den geruht. Se. Majestät der Kaiser haben, wie die «Kla< genfurter Zeitung» meldet, dem Ortsschulrathe zu Al" noldstein zur Herstellung der Schulwasserlntung 300 fl> zu spenden geruht. — (Ein seltsamer Process.) Fürstin Pauline Metternich hat im Jahre 1860 gegen die Direction der ungarischen Staatsbahnen einen Schadenersatzprocess ! angestrengt. In ihrer Klage gibt die Fürstin an, das« ' eine Locomotive des Schnellzuges auf ihrer Vajaer Hett' schaft die Gerste-Ernte angezündet und das hieraus er>t< standene Feuer die Fechsung auf eine Ausdehnung v^ Todtenhemd. Sie griff nach Resi's Arm. «Oelt, d»l thust dir aber nix desweg'n an?» schrie sie angstvoll-Resi schaute nochmals mit ihren glanzlose,, Augen aUI 5 und schüttelte, traurig lächelnd, den Kopf. Nein. sie würde sich nichts anthun, sie war ja nur unglücklich grenzenlos unglücklich; aber das Unglück allein geht nicht in die Donau, da muss die Schuld mit dabei seilt» Das Leben gieng seinen Trab weiter, nur wollte es Resi scheinen, als wäre die Sonne nicht mehr ft freundlich als früher, wenigstens frur es sie in de" . schrecklichen, ruhelosen Tagen, die nun kamen. Wie nia" ! nur so qualerfüllt sein kann und so müde und so lM mmgslos! Manchesmal wollte es ihr scheinen, als stä^ unter der Laterne drüben eine hohe schlanke Gest^' Sie beugte sich dann tiefer über ihre Arbeit und w^ stundenlang keinen Blick auf die Straße zu thun; delw das wusste sie. wenn sie gemartert, wie sie war, j^ auch nur einen Blick in seine Augen that, war sie v^ loren. Lange Zeit kam niemand mehr. dann brachte d^ Frühling erhöhte Lebenslust und Lebensfreudigkeit. N"' Rcsi wusste von beiden nichts. Da erhielt sie wietA einen Brief. Das Blut, das Denken stockte ihr. Da ,' ihn gelesen hatte, eilte sie, ohne ein Wort gesagt H haben, fort. Sie stich an die Leute an. die' sie nlO sah und die ihr wie einer Trunkenen auswichen. "^ einem der großen Spitäler hielt sie an. Man fübV sie in ein freundliches Zimmer, darinnen nur E' Kranker lag, .. Es war Moser. der sie in der Rücksichtslosiake' des leidenschaftlichen Verletztseins verlassen hatte "N der sie jetzt mit der Rücksichtslosigkeit alles iib" wuchernder Sehnsucht rief. An seinem Bette sank > ^Laibllcher Zeitung Nr. 12. 95 16. Jänner 1890. zehn Catastraljoch total eingeäschert habe. Der Process ist bereits beendigt ,md dürfte binnen kurzem spruchreif werden. '^ "- , -^(Einbringung der verlorenen Schul« zell-) Um die Schädigung des Fortschrittes im Unter, nchte. welche durch die infolge der Influenza nothwendig gewordene zweimalige Verlängerung der Weihnachtsferien hervorgerufen wurde, im weiteren Verlause des Schul-lahres nach Thunlichkeit zu beseitigen, fand der t. l. medeMerreichische Landesschulrath sich bestimmt, Nachstehendes zu verfügen: 1.) Der Schluss des Winter-ieme,lers wird von Samstag den 15. Februar aus «amstag den 22. Februar verlegt, und das zweite Se-gelter beginnt ohne Semesterferien sofort am 24sten Februar. 2.) Von deu zwei Ferialtagen. welche der Erector zu bestimmen hat, wird in diesem Schuljahre ^gesehen. 3.) Am Dienstag nach Ostern und am Samstag vor Pfingsten wird regelmäßiger Unterricht gehalten. ,— (Tin kluger Hausherr.) Es ist immer gut, wenn ein Hausherr seine Gäste kennt, er kommt dann nicht in Verlegenheit, wenn ihm eine Geschichte passiert, wie die folgende, welche in Budapest fich ereignete. Es war bei einem Feste, welches vor einigen Tagen in einem dortigen Hause stattgefunden. Arrangement, Souper, olles war über jedes Lob erhaben; Champagner und Rheinweine in Hülle und Fülle; Cigarren tadellos, die feinste Marke. Nun ist es bekannt, dass mancher Gast bei Cigarren eine ganz eigene Ansicht hat, "meint nämlich, es sei nur selbstverständlich, wenn man I'ch mit einer Cigarre nicht begnüge, cs könnte einem niemand verargen, wenn man einige in die Tasche gleiten lasse, um sich noch in den nächsten Tagen bei dem Dnste derselben an den angenehm verlebten Abend zu erinnern. So auch unser Gast. Er amüsierte sich köstlich und als es nach dem Souper zum Schwarzen kam und die Cigarren (beste Sorte von imponierendem Caliber) in zahlreichen Kistchen umherstanden, da bedauerte er es, nicht drei auf einmal rauchen zu können. Aber er wusste sich helfen, Bald griff er in dieses Kistchen, bald in jenes, doch be> merkte er zu seinem Schrecken, dass die Cigarren noch lmmer zn Hunderten umherlagen, obwohl er bereits ammtllche Taschen seines Fracks voll hatte. Das Herz wollte ,h,n schier brechen wegen der vielen schönen un-gerauchten Cigarren. Da ergriff er ein großes Zeitungs-Eiaa'^« ..'"" ^ Ameisen ihre Eier, begann er seine dir ^^'^ ^Magern. Nicht etwa jene, welche er in c^n« ^ ^^' nein. hiezu bediente er sich wieder des 5Vl.A - ^ verschiedenen Kistchen. Hernach machte er ein hübsches Paket und verbarg die Cigarren unter einem Sopha. indem er dachte, beim Nachhausegehen werde er es schon irgendwie mitnehmen können. Allein er irrte sich. Die Trennungsstunde kam, ohne dass er in die Nähe des Sophas hätte gelangen können, und so musste er die eingepackten Cigarren blutenden Herzens zurücklassen. Am anderen Morgen nach dem Feste wurden die Möbel w'eder an ihre Stelle gerückt, und da entdeckte man den 45aa nut Clgarren. Der Hausherr sah's, doch schwankte er leinen Augenblick. Der edle Cigarren. Liebhaber lag noch im Schlummer, da wurde bei ihm ein Paket mit Ci-»arren abgegeben: die gestern von ihm unter dem Sopha verborgenen Cigarren! — Wieso der Hausherr die rich, "ge Adresse traf. das ist sein Geheimnis, genug, er traf >'e, und wenn jetzt einer von beiden in Verlegenheit sein WUte, so dürfte es schwerlich der Hausherr sein. nieder. Er streckte ihr seine bleiche Hand entgegen und Nannte zärtlicher als je ihrcu Namen. Ein Äuffchrci Uefstrr Qual ans der Brust des Mädchens antwortete lym. Ihr war, als habe sie g.fehlt. weil sie nickt ge-Mt hatte; als müsse sie bereun, dass sie nichts zu bereuen habe. Herzzerbrecheud war diese grundlose R^ue. dle seiu hilfloser, elender Zustand in ihr erweckt hatte, und die eigentlich nichts als grenzenloses Mitleid, als selbstloseste Hingebung war. «Verzeih', verzeih'!» stammelte sie athem- und fassungslos, sich an seine Kissen klammernd. «Ich will la ulleö — was du willst — nur stirb nicht! .... Vielleicht hatte sich Moser nie so sehr in seinem rige Ribot und der 17jährige Ieantroux zum Tode verurtheilt worden. Der dritte Mitschuldige, der 19jährige Villat, kam mit zehn Jahren Zuchthaus davon. Die Strolche haben am 15. Juli die Wilwe Kühn ermordet. Ribot erwürgte sie, Ieantroux schnitt ihr den Hals in einem Ruck ab, bevor sie einen Laut von sich geben konnte. In den letzten Wochen si»d wieder mehrere Mordthaten durch ähnliche junge Strolche be« gangen worden. — (Influenza und C o m m e r z.) Die auf der Gefchäftstour befindlichen Reisenden melden, wie uns aus kaufmännischen Kreisen mitgetheil wird, übereinstimmend, dass der Warenabsatz infolge der Influenza empfindlich leidet. Die Kaufleute sind zurückhaltend in der Erlhei» lung „euer Aufträge und stornieren sogar früher ertheilte Ordres. Diese missliche Situation macht sich auch im Incasso geltend, welcher schon lange nicht so unregel' mäßig wie derzeit war. — (Schein todt.) Ungarische Blätter erzählen folgenden erschütternden Fall: In Velval, Udva,helyer verschlungene Isäöen. Nomcm aus dem EnMchrn von Hermine Kranlenstein. (N2 ssortschllng.) «Lassen Sie mich los und ich will cs Ihnen sagen,» cntgcgncte sie ganz ruhig, seinen Arm ab« schüttelnd. Dann fuhr sie in demselben einförmigen Tone fort: «Ich konnte nicht schlafen und machte daher das Fenster auf und schaute hinaus. Da fiel mir ein kleines Medaillon, das ich immer um den Hals trage, auf den Kies hinab, und ich gieng. um es zu suchen.» «Und haben Sie es gefunden?» «Nein, es muss irgend wo an den Schlingpflanzen hängen geblieben sein; denn es war auf dem Boden nirgend« zu finden. Ich muss von neuem zu suchen ansangen, sobald es Tag geworden fein wird.» Sie sprach in ruhigem, gleichmäßigem Tone, der fast dafür zeugen konnte, dafs sie die Wahrheit sprach, dann wünschte sie healp artig gnte Nacht nnd gieug wieder die Stiege hinauf, als wäre es die natürlichste Sache von der W'lt, um ein Uhr in der Nacht im Freien sein verlorenes Medaillon zn suchen. Healp wartete einige Minuten und gieng dann auf den Kiesplatz hinaus, um zn sehen, ob er Spuren ihrer Schritte entdecken konnte, was jedoch nicht mög' lich war. «Wo kann sie gewesen sein?» murmelte er, voll bitteren Verdrusses darüber, dass er nicht gehört hatte, wie sie aus ihrem Zimmer gegangen war. damit er ihr hätte folgen können. «Ich gäbe zehn Pfnnd dafür, wem, ich ausfind'g zu machen vermöchte, was sie heule Comitat, sollte der Gemeinbenotiir G. Szemes begraben werden. Plötzlich wurde der mit Kränzen geschmückte Deckel des Sarges gehoben, und der Todtgeglaubte erhob sich aus dem Sarge. Der Notar erfreut sich dermalen des besten Wohlseins und geht bereits seinen Geschäften nach. — (Duell.) Nus Turocz^Szt.-Marton. 12, d.M.. wird berichtet: Gestern hat hier zwischen dem Bezirksgerichts - Notar Reservelicutenant Georg von Malyus und dem Advocaturs-Candidaten Dr. Fuchs ein Pistolcn-duell stattgefunden, welches trotz zweimaligen Kugelwechfels unblutig verlief. Die Duellanten giengen — ohne sich verföhnt zu haben — auseinander. — (Oroher Brand.) Der der Northern» Central-Eifenbahn gehörige Vetreide»Elevator in Baltimore im Werte von 300.000 Dollars ist mit dem Getreide niedergebrannt. Der englische Dampfer «Sacra-basco», welcher sich in der Nähe befand, ist mitverbrannt. — (Zu guter Letzt.) Ein Opfer. «Ach, Fräulein Laura, wenn Sie wussten, wie sehr ich Sie verehre! Ich wäre imstande, das größte Opfer für Sie zu bringen.» — «Wirklich? Dann heiraten Sie doch, damit ich auch an die Reihe komme — meine ältere Schwester!» Local- und Provinzial-Nachrichten. — (Save-Regulierungen.) Die Save« Regulierungen, dir vor mehreren Jahren bei Laase und Lustthal unter Laibach ihren Anfang nahmen, wo bereits viele Grundstücke ein Opfer des Flusses geworden waren, haben nun die Tschernutscher Brücke und das Gebiet von Ieschza erreicht. Dieselben werden von da an unter fortgesetzter Leitung der Techniker des Vaudepartements der t. t. Landesregierung bis zum Großlahlenberge hin fortgeführt werden. Auf dieser Strecke sind weite Com-plexe verscholtert, und der Fluss beherrscht da ein sehr bedeutendes ebenes Terrain. Auch im Oberlaufe der Save, bei Mojstrana, wo das Hochwafser wiederholt großen Schaden angerichtet, haben Flussregulierungen aus Staatskosten staltgefunden — hoffentlich mit Erfolg. — (Reclamationen wegen Eisenbahnfracht-Ueberzahlungen.) Das Handelsministerium hat den Handels- und Gewerbelammern mitgetheilt, dass die anlässlich von Beschwerden über die langsame Erledigung diesbezüglicher Partei»Reclamationen eingeleiteten Berathungen der gemeinsamen Eisenbahn-Directoren llon-serenz zur Ausstellung einer Reihe von Grundsätzen gesührt haben, deren Beachtung seitens der Parteien die rasche Erledigung der Reclamationen wesentlich zu fördern geeignet wäre. Vor allem sollen die Parteien bei Ausfertigung der Frachtbriefe auf die Einsetzung der genauen tarifmäßigen Bezeichnung der Waren Bedacht nehmen, die Reclamationen möglichst bald nach Entstehung des Anspruches geltend machen und dir Frachtdocumente in kleinen Partien, nicht aber zu Hunderten gesammelt, vorlegen. Frachtbriefe mit Auf- und Abgabsstation einer Verwaltung mögen abgesondert von solchen, die den Transport von zwei oder mehreren Verwaltungen nachweisen, in Vorlage gebracht werben. Reclamationen sollen principiell nur bei der Bahn, welche als Abgabsbahn fungierte, eingebracht werben; bei Einreichung von Reclamationen seitens an sich nicht reclamationsberechtigter Personen sollen gleichzeitig die zur Reclamation legitimierenden Documenle (Cession u. dgl.) beigeschlossen werden. Nacht gethan hat. Wie dumm ich war, nicht besser aufzupassen!» Selbstvorwürfe waren jetzt jedoch nutzlos, und er gieng in sein Zimmer zurück und warf sich auf sein Laa/r. «Es nützt nichts, länger zu wachen.» sagte er ärgerlich für sich. «Heute Nacht wird sie nichts mehr unternehmen, denn das. was sie thun wollte, ist ihr gelungen, das erkannte ich an ihrem Bmehmen. Was es nur sein mag?» 4 0. Capitel. Und was war in all dieser Zeit aus Lionel und Adrienne geworden, die wir am Abend, als Fa^quhar ermordet wurde, in dem unterirdischen Gewölbe von Kings-Dene zurückgelassen haben? Die junge Frau war mit romantischer Vorliebe der Jugend für derartige Unternehmungen in den dunklen Raum eingetreten, uuo ihr fröhliches, silver-helles Lachen tönte von den Steinwänden wieder, während sie in dem unterirdischen Gang dahinfchritten. Lionel beleuchtete abwechselnd die beiden Seiteuwäude, eingehend untersuchend, ob nirgends ein Vorsprung oder ein anderes Zeichen vorhanden sei. das eine Thür, die in einen andern Raum führte, andeuten könnte. Sie waren etwa fünf Minuten lang durch den Gang geschritten, ale sir sich vor einer Pforte befanden, die ihnen den Weg versperrte. «Der Eingang zu einem geheimnisvollen Gelass!» sprach Lionel. «Oeffne dich. Zauberpforte!» Er hatte den Schlüssel kaum berührt, als die Thüre sich auch schon in den rostigen Angeln drehte Laibacher Zeitung Nr. 12.______________________________________96_________________________ IN. Iiinner 1890. Die österreichischungarischen Eisenbahnverwaltungen erwarten zuversichtlich, dass die Einhaltung dieser Grundsätze zusammen mit den von den einzelnen Eisenbahnen behufs rascher Erledigung der Reclamationen getroffenen Einrichtungen zur Beseitigung der erwähnten Uebelstände wirksam beitragen werde. — (Heimische Kunst.) Nus Wien berichtet man uns: In der diesjährigen, am 8. Jänner eröff< neten Aquarell'Ausstellung des Künstlerhauses finden wir das erstemal den vor zwei Jahren unter den Mitarbei« tern des Werkes «Oesterreichisch»ungarische Monarchie in Wort und Bild» öfters genannten Künstler Professor Josef Sturm mit drei seiner Arbeiten vertreten: «Cyftrefsen aus der Umgebung von Görz», «Südtiroler Landstraße bei Mondschein» und «Eine Herbstnacht» (Waldpartie bei Rudolfswert) sind diese in dem vom Künftlerhause ausgegebenen Katalog der ausgestellten Kunst» werke benannt. Diese Zeichnungen rivalisieren glücklich mit den farbenbunten Aquarellen, denn sie sind von einer fes» selnden Schönheit, welche die fehlenden Farben, die selbstver-ständlich bei einer Zeichnung ausgeschlossen sind, nicht vermissen lassen. Ich halte mich für verpflichtet, noch die Worte eines Mitgliedes der Jury des Künstlerhauses, welche dasselbe mir gegenüber äußerte, zu citieren. Pas betreffende Mitglied sagte bezüglich dieser Arbeiten: «Es find dies Arbeiten von einer Schönheit, wie wir sie in dieser Art der Ausführung schon lange nicht zugesandt bekamen und die deshalb auch von der ganzen Jury einstimmig für die Ausstellung aufgenommen wurden.» Dieses, einen einheimischen Künstler auszeichnende Lob muss in der Ueberzeugung bestärken, dass die reichbegable slovenische Nation für die bildenden Künste ein besonderes Talent zeigt, daher es auch äußerst wünschenswert wäre, dafür zu sorgen, dass, wie in den Fächern der Wissen« schaft auch in denjenigen der bildenden Künste, den Ta-lenten Gelegenheit geboten würde, sich ausbilden zu können. ?. ^. — (Deutsches Theater.) Der Laussische Schwank «Ein toller Einfall», Novität für unsere Vühne. wurde gestern von den Herren Gottsleben, Neher, Schenk und Rosenberg und den Damen Thomas« Sold und v. Wagner flott abgespielt. Heute wird die zugkräftige Posse «Die Gigerln von Wien», die bereits viermal bei vollem Hause gegeben wurden, auf allgemei« nes Verlangen zum fünftenmale aufgeführt. Morgen bleibt das Theater geschlossen. — (Ernennung.) Der praktische Arzt Herr Dr. Julius Dereani wurde zum Districtsarzte in Stein ernannt. — (Aus Krainburg) berichtet man uns unterm Gestrigen: Gestern um 9'/. Uhr abends wurde hier ein circa zwei Secunden anhaltendes Erdbeben ver« spürt. Die Bewegung war nicht besonders stark, doch war dieselbe von einem starken Getöse begleitet. Die Richtung des Erdbebens war Nord-Süd-West. — (Professor Alexander Strakosch.) der vor kurzem nach einer mit beispiellosem Erfolge absolvierten Kunstreise aus Amerika zurückgelehrt ist und gegenwärtig in Graz zwei Vorlesungen veranstaltet, dürfte nächste Woche auch in unsere Stadt kommen und an einem Abende, der erst näher bestimmt wird, hier re« citieren. Stratosch, der größte Recitator der Gegen« wart, hatte im Sommer des vorigen Jahres die Ehre, vor Ihren Majestäten in Ischl sprechen zu können und wurde sowohl vom Kaiser als von der Kaiserin auf das huldvollste ausgezeichnet. und eine kleine Zelle sich vor ihnen aufthat, die nicht einmal ein Fenster hatte und in der die Luft weit dumpfer war, als in dem weit besser ventilierten äußeren Gang. In vergangenen Tagen mochte dieser Raum wohl kaum etwas anderes als eine iterkerzelle gewesen sein, und Lionel schauderte bei dem Oedanlen. waK die Unglücklichen gelitten haben mussten, die hier Jahre ihres Lebens hinzubringen verurtheilt gewesen waren. Seine Laterne war klein und beleuchtete alles nur mit einem ungewissen Lichte. Dennoch entgieng eine grohe. mit eisernen Bändern verschlossene Kiste aus Eichenholz, die in einer Nische stand, ihren Blicken nicht. «Ich möchte wissen, was sie enthält,» rief Adrienne, darauf zuschreitend. «Ist sie offen?» Lionel versuchte, die Kiste aufzuheben, aber sie war sehr schwer, fast zu schwer, um sie nur vom Platze zu rücken. «Wer weiß,» flüsterte Adrienne ihm sehr ernst zu. «wer weih. ob diese Kiste nicht den verborgenen Schah enthält?. Derselbe Gedanke hatte sich auch Lionel ber«M bemächtigt, und sein Herz schlug erwartungsvoll, ob» gleich er aus Furcht vor einer Enttäuschung sich keinen allzugroßen Hoffnungen hinzugeben wagte. «Vielleicht ist sie nur mit Steinen angefüllt.» antwortete er in leichtem Tone. während er zugleich ein Stemmeisen au« der Tasche nahm. mit dem er sich versehen hatte und den Deckel aufzusprengen versuchte. (Fortsetzung folgt.) — (Der Laibacher Deutfche Turnverein) hält morgen 8 Uhr abends in der Casino-Glashalle seine diesjährige Hauptversammlung mit folgender Tagesordnung ab: 1.) Bericht über das abgelaufene Vereinsjahr; 2.) Neuwahl des Turnrathes; 3.) allfällige Anträge. Um einem mehrseitig geäußerten Wunsche zu entsprechen wird dieser Verein den für den 1. Februar anberaumten Familienabend in den Sälen der alten Schießstätte abhalten. Mit Rücksicht darauf, dass an dirsem Abende dem Tanze in ausgedehntem Maße gehuldigt werden soll, wird denselben nur eine kurze Vortragsordnung einleiten, in welcher seitens der Tängerrunde des Vereines mehrere neue Chöre zum Vortrage gelangen werden, worunter der von Thomas Koschat derselben gewidmete Chor «'s falsche Diandle» befonders hervorzuheben ist. — (Die Influenza) nimmt im Loitscher Bezirke immer mehr überhand; in der Gemeinde Holeder-schitz grassiert dieselbe derart, dass der l. l. Bezirksschul» rath auf die Dauer der Epidemie die Schließung der Volksschule dafelbst verfügen musste. — (Schuln achrichten.) Die Landes - Wein-, Obst. und Ackerbauschule zu Stauden in Unteikrain zählt heuer 23 Schüler, und zwar 12 Stipendisten und 11 Zahl-zöglinge. Der steigende Besuch beweist, dass die Bevölkerung den Nutzen dieser Schule zu erfassen beginnt. — Der slovenische Schriftsteller und Lehramtscandidat Herr Franz Gestrin wurde zum Supplenten am Görzer Gymnasium bestellt. — (Alpine Montan . Gesellsch aft.) Wie verlautet, unterhandelt die Alpine Montan «Gesellschaft wegen Verlaufes der ehemals freiherrlich von Fridau'schrn Kohlenwerle bei Gradaz, welche seit Jahrzehnten nicht mehr im Betriebe sind. Als Reflectant wird die Trifailer Kohlengewerkschaft genannt. — (Erdbeben.) Auch in Klagenfurt wurde vor« gestern um halb 10 Uhr abends ein heftiges Erdbeben verspürt. Im Theater entstand eine förmliche Panik. Die Nefucher rannten auf die Straße. Ein Brausen war vcr« nehmbar. — (Südsteirische Sparcasse.) Zum Kanzlei-director der «Südsteirischen Sparcasse» in Cilli wurde Herr Dr. Ludwig Filipic gewählt, weil Herr M. Versec auf diefe Stelle verzichtet hat. Neueste Post. Original-Telegramme der «Laibacher Ztg.» Wien, 15. Jänner. Das Reichsgericht wies die Beschwerde des Schuloereinks für Deutsche wegen Auflösung zurück. In der heutigen vierstündigen Ausgleichs-Conferenzsihung wurde die Berathung der Justiz-angklegenheiten fortgesetzt. Die nächste Schung findet morgen um 2 Uhr statt. — Kronprinzessin - Witwe Stephanie ist heute abends zu längerem Aufenthalte nach Ones bei Bozen abgereist. Berlin, 15. Iäimer. Die Eröffnung des Landtages erfolgte im weißen Saale des königlichen Schlosses. Minister Bötticher verlas die Thronrede, welche au drei Stellen, nämlich dort, wo sie über die Einführung der Rentengüter, die Streikbewegung, namentlich aber über das Verhältnis zu den auswärtigen Mächten spricht, von Beifall unterbrochen wurde. Der Herzog von Ratibor brachte ein Hoch auf deu König ans. Madrid, 15. Jänner. Das Bulletin von 1 Uhr morgens meldet: Die Symptome entschiedener Besserung im Befinden des Königs halten an. Madrid, 14. Jänner. Die hiesige geographische Gesellschaft hat sich dem Proteste der geographischen Gesellschaft von Lissabon gegen das Verhalten Englands angeschlossen und die ausländischen Gesellschaften aufgefordert, sich demselben gleichfalls anzuschließen. London, 15. Jänner. Die »Times» melden aus Cairo: Ueber Ansuchen Stanley's sagte der Khedive zu, Emin Pascha im egyptischen Staatsdienste anzustellen und denselben hievou telegraphisch zu verständigen. Athen, 15. Immer. Nachrichten aus Kreta zufolge haben alle Präsidenten der kretensischen Gerichte ihre Entlassung gegeben. Schakir Pascha hat den Prä« sidenteu des Gerichtshofes in Canea ins Gefängnis werfen lassen. Es herrscht darüber eine lebhafte Aufregung auf der Insel. Zanzibar, 15. Jänner. Der Zustand Emin Paschas ist äußerst ungünstig. Angekommene Fremde. Am 13. Jänner. Hotel Stadt Wien. Dr. Kladva, Gerichtsadjunct. Vischoflack. — Elberwein und Fischer, Villach. — Kellner, Srivien lind VaumaMcn. Wien. ^ Iavornil. LaMrah. — Nergcr. Frankfurt. — Filip, Kfm., Dombovar. Hotel Elefant. Nndolsek s. Frau, Graz. — Vauer und Rafael- Färber. Schaupp und Semen. Ksm.; Dr. Klinker. Advocat. Wien. — Vroglie, Kfm., Karlsruhe. — Stadel, Oberingenieurs' Gattin. Fohnsdorf. — Stern. Marburg. GaMos KMr von Oesterreich. Johann mvd kconhard Craifth«. und Moro, Italien. — Scholler, Kropp. — Megusar, Reis,, Prag. Hotel Vaicrischer Hof. Virant, Trieft. — Paper, Vindermeister, Rudolfswert. Hotel Silobahnhot. Heu. Marburg. — Salloter. Rudolsswert. — Tschrmer, Oberferlach. — Garzarolli, Adelöbcrg, Verstorbene. Den 14. Iänner. Angela Magister, ArbeiterS.Tochtet. 7 Mo,,,, Krakauergasse 7, Influenza. Den 15. Iänne r. Antonia Slioar, Inwohnerin, 68 I>. Petersstraße 57, Vitium cordi». Den 16. Icinner. Gabriele Svetic, Hausbeschers'Tochttt» 9 Mon., Polanastrasie «ti, Pneumonic. Im Spitale: ^ Den 14. Jänner. Agnes Vremsak, Inwohnerin. 79 I>. Marasmus. — Anton Cernr, Inwohner, 52 I,, kaüßlüin»; «enilis. ! Den 15. Jänner. Franz Kadunc, Arbeiter, 1!) I., T»' bcrculose. Wolkswirtschastliches. Rudolfswert, 13. Jänner. Die Durchschnitts Pwise stellte» sich auf dem heutigen Marlte wie folgt: fl. lr. s>. ll. Weizen per Hektoliter 7 «4! Vutter pr. Kilo . . . ^ B Korn . 5 36 Eier pr. Stück ... — 3. Gerste . 4 88 Milch ftr. Liter . . . .. s Hafer » 3 9 Rindfleisch pr. Kilo . — 4i Hnlbsruchi . ü 36 Kalbfleisch » . _ 4« Hnden . 4 22 Schweinefleisch » . — 44 Hirse . 4 88 Schöpsenfleisch » . — 32 Kukuruz . 4 55 Hähndel pr. Stück. . — 2« Erdäpfel pl.MctcrCtr. 3 25 Tauben » . . — is Fisolen per Hektoliter 5 69 Heu pr. M.-Ctr. . . 2 60 Erbsen , 5 53 Stroh 100 ... 2 ^ Linsen . 5 53 H>'lz, hartes, pr. Eubit- Leinsamcn » — — Meter..... 2 ^ Nindsschmalz pr, Kilo — 80 Holz, weiches, pr.Eubit- Schweineschlnalz » — 72 Meter.....__ -- Speck, frisch. » — 54 Wein, roth., pr. HM. — ^ Speck, geräuchert, » — 70 jj Wein, weißer, » — -" Die Wempreise variierten zwischen 10 und l2 fl. (neu) unl» ______________zwischen 20 und 24 fl. (alt). Meteorologische VeobachtiiUM in Lailiach. n -LZ 5 ZV 3Z m,,,. vlüsicht Z3Z K "Z W<-> Z" U""" be« Hi'mmrl« ^-ß "" VÜ^M^^ss^^-'g^ NÖ7MU ^^ 15. 2. N.! 7416 0 0 NO ichwach bewölkt 0'0s 9. Ab. 1740 5 -3-2 NO. schwach < bewölkt Schwacher Morgennebel, dann leicht bewölkt, geringer Sonnen' schein. Abendroth. Das Tagrsmittcl der Temperatur -3-1' um 07° unter dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: I. Naglic. , Weiße Seidenstoffe von 6l) kr. lns fl n ^ p.r Meter —glatt und gemustert (ca. 15tt versch. Qual.) --urvs roben» nnd stückweise portu- und zollfrei das Fabrils- > D.'püt tt. II«nn«I»«l-ß (t. u. t. Hoflieferant), ^üritili. Muftel umgebend. Briefe losten 10 lr. Porto. (5) 8—1 ————— t Schmerzersüllt geben wir die höchst betrübende W Nachricht von dem Hinscheiden des hochwürdigen > Masius Lencek > Pfarrers in Altenmarlt bei Laas M welcher am 15. Jänner l. I., versehen mit den hcili- > gen Stcrbesacramenten, selig im Herrn entschlafn, ist. W Die irdische Hülle des theuren Verblichenen wird D Freitag, den 17. Jänner l. I., nm 10 Uhr vur< «> mittags zur ewigen Ruhe bestattet wcrdeu. A Die heil. Seelenmessen werden in der Psarr- D tnche zu Menmartt gelesen. W Laibach, den 15. Jänner 1890. D W Die trauernden Verwandten. > Nesonbcie Palte wellen nicht auOgcncbcn. M ! Danksagung. > I Für die vielen Beweise inniger Theilnahme W > während der Krankheit und beim Ableben meines > > geliebten Watten. Herrn > ! Mathias Perdan V > sowie auch für die schönen Kranzspenden und die W U zahlreiche Beglelwna. zur letzten Ruhestätte sage ich > > allen Vlcheilisstc» mmlen besten Dans. D I L 0. iba ch am IK. Mm« 18W. » > Margarethe Pcrdan W ! geb. Vepon. D 97 Course an der Wiener Börse vom 15. Jänner 1890. na« dem 0^^ C^«««»« Vcld Ware Staats-Nulchen. ^°/, cwl,cit^°"'"'"°' s'N'crsrei . 10!»-«.. 108 85 ^"°?"«« Wsenbah«. Euldvtrsa,«il,unecn. ^"'i, ^useph Nohn in Silber . ,14 75 115.-8', ^ °"b^« Uaw. in Silber u>8 -' 04 - «ML?- Ung. Voldrente 4°/^ . I01«5 1(11-85 detto Papicrrentr 5°/„ ' ««,.<<> °» «» d° ^,. "'"."", «<"cke . . 95-20 U5-Kl. Nil!. ^stliahn.Priliriläte!, . —-„ —— °t. M""^I'N°t. v.J. 187U ,1« 50 1,».^ d ° 'l'"''' °«"l. il 100 si, ü. W, 1«6 f,« 137- ^"">"!)»N.°Lole 4",„ iW fi. _.^. ^...^ Geld War,: Gnmdcntl.-Otllillationen (für «><> fl. — 5"/„ »»„arisch!'...... 88 35, 88'?!^ Andere öffcntl. Anlchen. Donau-Mcg, Lusc 5"/„ ION st. , IL2'— 123 -> bto. «lulelhc !878 . . 10« 5,, in? 5<> Nnlche« der Gtadt Gttrz . . lin — — - Nnleycii d. Stlldtu.emei»de Wien 1<>« 8« Präm.-Anl. d. Ktadlssem, Wien 14« 75 143 — Vvr!cnbau.«illehs» verlu«, f>"/„ »7 L5> —'- Pfandliricsc (für ,. 4"/„ G . iiß-75 N740 dto. » 4>/,"/„ . . . K,c> 7N ll'I'8N d»0. » 4°/^ . , . 98>L5 98'7ü dto, Präm..NH,lIdverlchr. 3°/„ ,«8 25 1(>8'?K Oest. Hypothelrubanl l<»j. b<»°/„ is,i'«o — — Oest.'unss. Uaul verl. 4>/,"/<, . Is'l'?.»; <»L 25 drtto » 4"/„ . . 9l»>8« IOU'20 dttto 5!>jähr. » 4°/„ . . 9»>80 100 2« Prioritäts-Oliligatloucn (für 100 st.). ffrrdinand« Nurdl'llhn lim. 1888 lyy — 10« »« Oalizl!chc Karl-Ludwig-Vabn Em. 188, »!>» st. E. 4>/,°/» . 9l! 70 100 10 Geld Ware Oesteri. Nordwrstbahn . . . l<»?' 107 40 8»aat«bahn....... 1U»75 - — Eiidbahn k »°/o..... l47 »5 l48'— . il 5,°/n..... 11?-- N8 - Uüg.^aliz. Vahn..... 102— — - Diverse Lose (per Ltüct», Creditlose 100 st...... l»l — l82 — Llary «°se 40 fl...... 5«.5l> 5,9.3^ 4°/« Donau-Dampfsch. 10!» fi. . «z,?-^ I«8 - Laibacher Präm. «nleh. 2« ft. z,4 Li 25-25 Osener Lose 40 fi..... 5, .. 82 — Palffy-Lule 40 fl...... 57.5« k.»- Ruthen llreuz, öst. Ves. v., I« fl. ,9,5, ,9 75 NubulvhLose 10 fl..... ,g f.y ,(, 25 Eali:i Lc>!e 40 fi......____^... V<. Nriwi« Lose 40 fl. . , , ^,5« <,^.zn Walbsirm-Lose 20 fi..... 4025 4l 25 Wiüdüch GrähLose 2!» fl. . . z.-z^ ^^, 5« "/„«. i fi. K. 4U»/„ »,?'— »18 — llrdt. «»st. s. Hand. u. fl. «lb t>0 3»« — Cicbitbanl, «ll„. »n«, 2U0 fi, . 345 — »46 — Depoülciilill»!, UNg. 2l>0 fl. , «04-—«<»4bU liicompte G>!,^drüst. 500 st, . 589'—b»N'— Vilo ».Caljeüv., Wiener »uofi. »18-— »19 — H«vothelenb..üst. lll«N. 25°/„«. 71 ü<> —- Geld Ware Länoeiblml, «st. 200 fl. «. . . »«-»<» »3b es» oesterr.'ungar. Vanl «0« fi. . 931 — 9»» - Unionbanl 200 fl...... »53-»« 2b3 »<> Vrrlthr«banl. «lll«. l40 «. , . 1«U — <«1 - Actien von Transport« Uuternehmllunen. (ptl Etücl), Älbrecht-Äabn i!'«» fi. Gilb« . 5» 50 6« b<> Äl!«lb ^iumllN. Vllhn 200fi. E. ,oi'?i» 202 7.>> Vichm. Ätoidbahn 150 ft. . . . 2l7 — 218 ^- > Westbahn 200 fi. . . . 332- »33 — Vuschtlehraber Eis, 50« fl. IVl. »035 104» dtl». s!U, N.) »00 fl. . «3 — «7 — Donau. Dampfschifffalilt» V«s., oefterr. 50l» st. CM. . . . »7z-— 87? — Drau-ltis. (U. Db-Z.) » fl, E. ,99 — 200 — DuriUodenb. «tis.'U. »00 fi, V. —-- — — sserblnandiNorbb. 10«0fl.e Val.Ellrl.LubW.'V. 2lX,fi. «W. 18? !»v 188 50 Ltmb.. «zeinow.»Iuffy. V«en» bahn.«»ts«Usch. «UV fi. <3. . . »»« z« ,»? - Ulllyb,0st.«ung.,Ir 50 Prass-Duiel Eisenb. lbO fl. Lllb. 68'50 «» 5l> RudolphÄah» 2«» fl. Nlllier ._________ Llaatleisenbahn 200 fi. Kilber 23» 75 233 «!> Hüdbllln, 20« fl. Silber . . . iz«-?ü l3» »5 Lüb'Norbb.Verb.'Ä. 20<>fl,«M. ,«9?z i?o 25 lillmway.Grs.,Wr..17Uft.e. W. ^-^ ... — . neu« Nr.. Priorilüt». «lctien 100 st...... _.._ ,8 50 Un,..°allz. <«!enb. »ou fi. Lilbn ,,4 — l9b — Veld Ware Ung. Nordeftbahn 20» fl, Silber lUu 5n 19!-50 Un«,Weftb,(l»aab.«raz)»(«)fi.V. l!«75 l»4 — Induftrle.Actien (per Lrücl), «°u«es„ «lll«. Oeft. 100 fl. . 8» — 84 — Egybier «ilen. und Ttahl.Inb. ln Wien 100 fi...... I«»e»t l07»ü Visenbahnw.«L l 80,, Italienische Ullnlnoten (100 L) > 4« »5 «35