Nr. 297. Pl>numeral!oll»plt<«: Im Lomplolr ganzj, sl. ,l, halbj. N. 5 50, YUr b>« Zustcllun» ln» H«u, halbj. b0 lr. «iil dei Poft ganzl- fl. lb, halbl- fi. 7 bl». Freitag, 29. Dezember. Insert!on»glbür: Für Neln« Insnat« b!» »» 4 ZeNln «5 fl., «rohere Prr Zlill « lr.; bei öfte?«n llv!«d«holungen p»r Zcil« « lr. 1882. Mit 1. Jänner beglnnt ein neues Abonnement auf die „Kulmchcr Zeitung." Die PränumerationS-Bedingungen bleiben unverändert und betragen: ganzjährig: Mit Post unter Schleifen.....15 fl. — kr. Für Laibach ins Hans zugestellt. . 12 „ ^ ., Im Comptoir abgeholt......11 " " Mit Post unter Schleifen.....? fl. 50 kr. lZür Laibach ins Haus zugestellt - d „ — „ In, Comptoir abgeholt......., „ 50 ,. DM- Die Pränumeratisn» - Veträge wollen vortofrei zugesendet werden. Laibach im Dezember 1882. Jg. v. Kleinmayr öc Jed. Damberg. »M- ^n den ersten Wochen des kommenden Jahres Hessinnen wir mit dem Abdrucke einer span-nenden Orzählung. ,______ Nichtamtlicher Theil. Habsburg'Feier. Wien. 27. Dezember. Lestgottesdienst. Zur Feier des kdOjährige» Jubiläums der glor-reichen Herrschaft drr erlauchte» Dynastie Hnbslmra wurde heute um 10 Uhr voimittalis in der Metro-volitali'Kirche zu St. Stefan von S'. Excellenz dem hochw. Fürst-Erzbischof Cölestin Josef Gan gl bau er unter zahlreicher Assistenz ein solennes Hochamt celebnert. Se Muj.'stät der Kaiser. Merhöchsiwelcher am Cm. qange bei dem Riesenlhore durch das Domcapitel ehr-erbletlgst begrüßt worden war. Ihre l. u»d l. Hielten der durchlauchtigste Kronpnnz Erzherzog Rudolf und die durchlauchtigste Kronprinzessin Erzherzugm Stefanie, die durchlauchtigsten Herren Erzherzoge Karl Ludwig und höchstdefsen Gemahlin, Franz Ferdinand von Oesterreich-Este, Otto, Ludwig Victor, Karl Salvator, Leopold Salvator. Franz Salvator, Albrecht, Eugen, Wilhelm. Si gism und und Rainer mit höchstsemer Gemahlin wohnten dem Gottesdienste im Emporium der linken Chorkapelle bei. Im Pres« byterium, dessen Wände mit prachtvollen Gobelins bekleidet waren, halten Platz genommen: die obersten Hofwürdenträger mit Sr. Durchlaucht dem Ersten Obe,sthofmeister Prinzen zu Hohenlohe^Schil-lings fürst an der Spitze, dann Ihre Excellenzen die He»ren: Minister des kaiserlichen Hauses und des Aeußern Graf Kalnoky. Ministel-präsident und Leiter des Ministeriums des Innern Graf Ta äffe, Reichs-Finanzministcr von Küllay, die Minister: Dr. Frei» Herr von Ziemiulkowski, Graf Falkenhayn, Dr. Fre Herr von PraZäk, F-eiherr von Conrad« Eubesfeld. FML. Graf Welsersheimb. Dr. Ritter von Dunajewsti ui'd Freiherr von Pino; ferner in Vertretung Sr. Excellenz des erkrankten Herrn Reichs.K.iegsministers FZM. Grafen Vywndt-iNheidt Se. Exc,llenz der Herr Sectionschrf FML Freiherr lion Vlasits. Ihre Excellenzen der Herr erste Präsident des Oblrst^n Gerichtshofes Dr. Ritter von Schmerling und der Herr zweite Präsident Dr. von Stremayr, Se. Durchlaucht der Herr Präsi« dent des Obersten Rechnungshofes Fürst Adolf Auers-perg, Se. Excellenz der Herr Generalprocurator Dr. Glaser, Se. Excellenz der Herr Statthalter Freiherr von Ppssinger, die Generalität, der Herr Polizeipräsident Rille» Krliczta von Jaden und dessen Stellvertreter Herr Hofrath Ritter von Weiß, die Sectwnschefs und die übrigen Beamten sämmtlicher Ministerien, Se. Excellenz der Herr Präsident des Helrenhauses Graf Trauttmansdorff an der spitze zahlreicher Miigliedl'r des Herrenhauses sowie die «n Wien anwesende!, Mitglieder des Aba/oidneten» Hauses, der Herr Bürgermeister Uh l mit's-inen bei-den Stellvertretern und zahlreichen Gemeinde, äthen, die Rectoren der Hochschulen. Außerdem hatte sich i» den Seitenschiffen ein außerordentlich zahlreiches, distinguiertes Publicum elngefunden. Um 11'/, Uhr endete die kirchliche Feier, und fuhren Se. Majestäl der Kaiser in die Hofburg zurück. Auldigungs - Deputationen. Se. Majestät der Kaiser geruhten heute vormittags zahlreiche Huldigungs-Deputationen zu empfangen, die ehrerbietigsten Ansprachen derselben entgegenzunehmen und huldvoll zu beantworten. Die Ansprache des hochw. Fmst'Erzbischofs von Wien, Cölestin Ganglbauer, mit welchem erschiene» waren: der Bischof von Linz, Franz Josef Rudigier; der Bischof von S». Polten. Dr. Matthäus Binder; der Weihbischof von Wien. Dr. Eduard An-gerer; der Felbbischof D>. Aüwn Gruscha; der Dom-custos des Metropolitan-Clipilels von St. Stefan in Wien. infulierter Prälat Leopold Slöger; der Abt zu den Schölten in Wien. Dr, Ernest Hauswirth; der Propst von Klosterneubma. Ubald Kostersitz; der Abt von Heiligenlreuz, Heinrich Grünbeck; der Abt von Melk, Alexander Karl; der Propst von Herzogenburg, Norbert Zach; der Abt von Altenburg, Plncious Leid!; der Abt von Seitenstetten, Domini! Hönigl; der Abt von Lillenfrlo, Alberil H,dmann ; der Abt von Geras, Julius Plch; der Abt von Zwettl. Stefan Roeßler; der Propst von St. Florian, Ferdinand Moser, und der Abt von Kremi Münster, Leonharo Achleulhner, lautete: „Eu. k. und k. Apostolische Majestät! Voll des innigsten Dankes gegen Gott, den Lenker der Geschicke der Staaten und Völker, erachten es die Bischöfe der ältesten Kronländer der Monarchie, heute, am 6O0jährigen Ermnerungslage der feierlichen Belehnung der ruhmreichen Ahnen Eu. Majestät mit denselben, für ihre heiligste Pflicht, in ih'.em eigenen Namen, im Namen ihres Elerus und der ihnen anvertrauten Gläubigen Eu. Majestät die tiefste Huldigung, die Versicherung treuester An» hänglichfeit und Ergebenheit zu Füßen zu legen. Oesterieichs Völlel wisfeu und fühlen es tief, was sie dem milden Scepter ihres erlauchten Herrscherhauses danken. Sle liebten und v^reh'ten darum in den verflossenen Jahrhunderten in den glorrei-ben Ahnen Eu. Majesty, sie lieben und verehren jetzt in der geheiligten Prison ihres besten Kaisers den Hort ihre! Glaubens, den mächtigen Beschützer ihrer höchsten Güter und Rechte, den Träger und Förderer ihrer Wohlfahrt. Mit ganzer Hingebung und treuester Liebe hängen sie darum an ihrem Kaiser und flehen im Feuilleton. Der St. StesanSdom ein Denkmal der Habsburger. Von Franz X. «leindienst. Es ist bezeichnend für dcn Eindruck, welchen der erste Habsburger auf dem deutschen Throne m> Volke machte dass ihn. wie einst die Hohmstauftschen Fr,7driche die Voltssage. die Legende zu «hrem Helden e'loren hat. D>e herrlichsten Zeiten deutscher, la.se,. 'icher Größe, so hoffte das Voll, werden nun w.eder kommen. Und sie sind gekommen, «bcr "'cht lm S.nne der allen Hohenstaufeu! Eine der schönsten Legeren ist es. welche ein alter ClMN.st erzählt Konlg Ru-dolf habe bei feiner Krönung zu Aachen, da der Reichsmsiamen nicht zur Haud waren, das Kr.uz vom Mtär qe.'ommeu. damit d,e Fürsten darauf lhm den bulbiaunusc.o leisteten. „Dieses Zeiea, für die Beruhigung des römisch-deutschen Reiches? — Klein war das Wiener Mim« ster, unscheinbar gegen die mächtigen Dome, an denen die deutschen Lande so reich sind: aber seine Gedanken tonnten nicht mit dem Münster sich beschäftigen, denn Großes auf anderen Gebieten verlangte und erwartete von ihm das Reich, die Welt; und er hat sich bewährt. — Aber schon sein Sohn Albrecht, eben derjenige Fürst, welcher (sammt seinem Bruder Rndolf) anf dem Reichstage zu Augtburg am 27. Dezember 12^2 mit Oesterreich, Steiermart, Krmn und drr windischen Mark belehnt wurde, trug sich mit dem Gedanken, die Kirche, welche seit dem großen Brande im Iahie 1270 arg beschädigt war, umzubauen. Jedoch lieh der Drang der politischen Ereignisse die Absicht nicht zur That reifen. Erst unter Albrecht II., dem Weisen, kam der Eiweiterungsdau zustande. Für die Blüte von Kunst und Wissenschaft sind Friede und Wohlstand die erste» Bedingungen. Albrecht II., durch sein körperliches Gebrechen — er war lahm — mehr an die Geschäfte des Friedens gewiesen, hatte sein Hauplaugenmerl aus d,e innere Verwaltung seiner Länder. Allenthalben blühte der Wohlstand, als Folge der Ordnung und Gerechtigkeit, mit welchen der Herzog in allen Vrr. Hältnissen waltete. So geliebt war er von seinen Unterthanen, dass sie sich glücklich priesen, »hu gesehen zu haben und zu wissen, dass es lhm wohlgehe. Darum unterstützten sie ihn auch reichlich bet dem Neubaue des Chores von St. Stefan, der in der Osterwoche des Jahres 1340 summt dem neuen Hochultare ein-gewecht wurde. DeS Herzogs Schwester Vutta hatte zu diesem Chore eine Summe von drei Mark vermacht. A„f den sparsamen, in seiner Hofhaltung einfachen Albrecht II. folgte deffen Sohn Rudolf II., wegen seines eifinderischen Geistes „der Sinnreiche", wegen seiner Gründungen „der Stifter" genannt. Er hob nicht mmder als fein Vater den Wohlstand seiner Unterthanen, war dabei glänzend in drr Hofhaltung und unterstützte in großartiger Weise Künste und Wissenschaften. Der Umbau des Münsters von St. Stefan im gothischen Stile, wodurch es zu einem der großartig-sten Dome Deutschlands werden und seinen N.lmen. seine Hochachtung für die Kirche und seine Liebe für die Kunst verewigen sollte, war eine seiner ersten Unternehmungen. Schon wenige Monate „ach seinem Regierungsantritte, und zwar am I I. März 1359, begann er mit eigener Hand die Aushebung drr Erde. und nm 7. April legte er den ersten Stein zum neuen Dome. Ein mächtiger Hallenbau mit zwei hochaufstre-btnden Thürmen war das Ideal, welches vor des genialen Fülsten geistigen» Auge stand. Sein Grab-Denkmal sollte es sein, die Begläbnisstätte seiner Fa. Mille werden. Mit den auf seinen Reisen gesammelten kostbaren Reliqmen und kirchlichen Gerathen stattete er die Schatzkammer des Domes aus. Aber nicht nur für den Bau, auch für das U». ehrn der neuen Kirche sorgte Rudolf. Da er die päpstliche Bewilligung zur Errichtung eines BisthumK in Wien nicht erhalten konnte, übertrug er St. Stefan dem Propste und den 24 Chorherren seiner Hoflupelle und versah dieselben in munificenter Wcise nnt Einkünften. Durch die Giündung der Universität jollle d,c Bedeutung St. Stesans noch mehr erhöht weiden indem der Propst als Kanzler an die Sp>tze der Hoch-schule gestellt wurde. (Fortsetzung folgt.) llaibachcr Zeitung Nr. 297 2544 29. Dezember 1«»2 heißen Gebete Gottes Schutz, des Himmels Segen über Höchstdenselben nieder. Wir Bischöfe, vom menschgewordenen Gottessöhne gesendet, in seinem Namen die Gläubigen zu lehren: „Dem Kaiser zu geben, was des Kaisers, und Gott, was Gottes ist", theilen diese Gefühle der Völker und bitten, wie immer, so insbesondere heute, dem hehren Geburtsfeste Oesterreichs, den neugebor« nen Heiland, welcher der Welt Versöhnung, Frieden und Segen brachte, dass er diese seine Himmels« gaben in reichster Fülle Oesterreich und seinem edel« sten Kaiser zuwenden, Eu. Majestät erhalten und schirmen und Ihre edelsten Absichten, Bestrebungen und Bemühungen für das Wohl Ihrer Völker mit dem besten Erfolge krönen wolle. Für uns und unseren Clerus bitten wir um fortdauernde kaiserliche Huld und gnädige Förderung unseres Wirkens." Se. Majestät der Kaiser geruhten auf die Ansprache des Fürst-Erzbischofes von Wien zu ant« Worten: «Es ist Mir besonders angenehm, zu der heutigen Säcularfeier auch die Glückwünsche des Episkopates der ältesten Erblande Meines Hauses entgegenzunehmen. Ich kenne den frommen Eiser, mit welchem Sie Ihres geistlichen Hirtenamtes walten, und Ich weiß den loyalen Sinn in vollem Maße zu wür« digen, mit welchem Sie soeben an die erhabene Lehre unserer heiligen Religion erinnert haben, dass «dem Kaiser zu geben ist. was des Kaisers ist". Wie Meine Ahnen in den abgelaufenen sechs Jahrhunderten der Kirche jederzeit ihre schirmende Fürsorge zugewendet und der Gegenwart zahlreiche Denkmale ihrer frommen Gesinnung überliefert haben, wie Ich selbst die Kirche und ihre Diener ehre: so haben andererseits die Bischöfe und der gesammte Clerus es sich stets angelegen sein lassen, nebst der Lehre des Heils auch die Vaterlandsliebe und die Treue zum angestammten Herrscherhause in den Herzen der ihrer Führung anvertrauten Vläu-bigen lebendig zu erhalten. Ich baue darauf, dass Sie Ihre erhabene Mis« sion des Friedens unter Gottes gnädigem Beistände auch fernerhin in gleich segensreicher Weise erfüllen werden, und spreche Ihnen für die Mir heute dargebrachte Huldigung Meinen wärmsten Dank aus." Auf die Ansprache des Landmarschalls von Nie« derösterreich Dr. Freiherrn v. Felder, mit wel-chem erschienen waren die Landesausschuss-Mitglieder: Dr. Josef Ritter v. Bauer, Constantin Graf Gatter-burg. Dr. Josef Kopp. Dr. Wenzel Lustkandl. Josef Nilola und Josef Thomas, geruhten Se. Majestät der Kaiser zu antworten: «Mit hoher Befriedigung und dankerfülltem Herzen empfange Ich die Glückwünsche und loyalen Versicherungen, welche Sie Mir im Namen des Stammlandes der Monarchie. Meines geliebten Erzherzogthums Oesterreich unter der Enus. soeben ausgesprochen haben. Die Hoffnungen, mit welchen Mein großer Ahnherr Kaiser Rudolf von Habsburg vor sechshundert Jahren die Geschicke seine« Hauses für immer an das Schickfal der österreichischen Lande geknüpft hat, sind unter Gottes gnädigem Beistande sichtlich in Erfüllung gegangen. Das feste Band der Liebe und gegenseitigen Vertrauens, welche« die lange Reihe Meiner glorreich regierenden Vorfahren mit ihren Völkern ver-einigte, hat in den Stürmen von sechs Jahrhunderten die schwersten Proben bestanden und sich im Glücke wie im Unglücke als gleich start und mächtig bewährt. Die Innigkeit des auf solchen geschichtlichen Grundlagen beruhenden Verhältnisses zwischen Fürst und Voll tritt bei jedem Anlasse in der liebe-vollen Anhänglichkeit zutage, welche Mich und Mein Haut in dem Uns zur Heimat gewordenen Stammlande des Reiches allenthalben umgibt, und welche Ich als das kostbarste Erbe Meiner Väter betrachte. Entbieten Sie dem Landtage und der ge-sammten Bevölkerung Niederösterreichs Meinen tiefempfundenen Dank für die neuerliche. Mir heute dargebrachte Huldigung, und seien Sie Meines fortdauernden Wohlwollens und Meiner unabläfsigen landesväterlichen Fürsorge versichert." Die Ansprache des Landeshauptmannes von Oberösterreich. Dr. Moriz Eigner, mit welchem erschienen waren die Landesausschuss-Mitglieder Dr. Ritter v. Peßler und August Göllerich. geruhten Seine Majestät der Kaiser mit nachstehenden Worten zu erwidern: „Es erfüllt Mich mit freudiger Genugthuung, dass Mein liebes Oberösterreich sich mit Mir in der dankbaren Erinnerung an den Tag vereinigt, an welchem Mein großer Ahnherr vor sechshundert Jahren das Banner von Oesterreich der Obhut seiner Söhne übergab und damit die Geschicke seines Hauses für immer mit dem Schicksale der österreichischen Lande verknüpfte. Die damals geschlossene Verbindung von Fürst und Volk hat in sechs Jahrhunderten einer Wechsel-vollen Geschichte mit Gottes gnädigem Beistände reiche Früchte getragen. Die Liebe und Treue, welche das Land ob der Enns dem angestammten Herrscherhause zu allen Zeiten mit Gut und Blut bewiesen hat, und welche Mir selbst bei jedem Anlasse in der herzlichsten Weise entgengebracht wird, betrachte Ich als die Bürgschaft einer ferneren glücklichen Zukunft und als den schönsten Lohn Meiner der allgemeinen Wohlfahrt unablässig gewidmeten Reqenlensorge. Empfangen Sie meinen wärmsten Dank für die Mir heute dargebrachte Huldigung und überbringen Sie dem Lande, in dessen Mitte Ich so gern verweile, die Versicherung Meines fortdauernden Wohlwollens und Meiner steten landesväteilichen Fürsorge." Hierauf geruhten Se. Majestät der Kaiser die Deputation der Stadt Wien. bestehend aus dem Aür. germeister Eduard Uhl. dessen beiden Stellvertretern Dr. Prix und Steudel und den Schriftführern Värtl, Boschan, Landsteiner und Schlechter, zur Entgegennahme der Huldigungsadresse und der auf Veranlassung der Gemeinde in Silber gegossenen Gedenkmedaille zu empfangen. Se. Majestät der Kaiser geruhten auf die Ansprache des Bürgermeisters von Wien zu antworte«: «Es ist Mir ein erhebendes Gefühl, an dem heutigen Gedächtnistage die Glückwünsche und erneuerten Huldigungen Meiner allezeit getreuen Reichshaupt- und Residenzstadt Wien entgegenzunehmen. Mit dem österreichischen Stammlande ist die Stadt Wien seit den Tagen Kaiser Rudolfs von Habsburg unter der schirmenden Fürsorge Meiner Vorfahren aus kleinen Anfangen zu ihrer jetzigen Größe und Bedeutung herangewachsen, und Ich freue Mich, dass es Mir gegönnt war, mit dem der Stadterweiterung gegebenen Impnlse eine neue Nera der Blüte und steigenden Wohlfahrt für Meine geliebte Vaterstadt zu eröffnen. Mit innigem Dante erkenne Ich es an, dass die Bürger Wiens Mir und Meinem Hause im Glücke wie im Unglücke die treueste Anhänglichkeit bewahrt und dieselbe, so oft es noththat, mit Gut und Blut besiegelt haben. Der Rückblick auf sechs Jahrhunderte treuen und festen Zusammenstehen« von Fürst und Voll in guten wie in schlimmen Tassen g,bt Mir die Zuversicht, dass es mit Gottes Hilfe immerdar so bleiben und diese guten altösterreichischen Traditio« nen in den Herzen fortleben werden von Geschlecht zu Geschlecht. Ueberbringen Sie der Gemeindevertretung und der gesammten Bevölkerung Wiens Meinen kaiserlichen Gruß und die Versicherung Meiner fortdauernden Huld." Se. Majestät ließen Sich nach Entgegennahme der Ndresse und der Medaille durch den Bürgermeister die einzelnen Mitglieder der Deputation vorstellen. Von dem Bürgermeister-Stellvertreter Dr. Prix liehen Sich Allerhöchstdieselben den Stand der Wienstuss-Regu. lierung und das Project des Bauamtsleiters Äerger sehr eingehend darlegen. Bei Gemeinderath Boschan erkundigten Sich Allerhöchstdieselben um den Stand der Waisen und Armen und bei Gemeinderath Schlechter um die Arbeiten zur Erweiterung der Hochquellenleitung, worauf die Deputation in huldvollster Weise entlassen wurde. Die Ansprache des Rector-Magnificus der Wiener Universität Hofrath Professor Dr. Maaßen, mit welchem der Prorector k. Dr. Anselm Ricker erschienen war, lautete: «Eu. k. und l. Apostolische Majestät! Eu. k. und k. Apostolischen Majestät Allerhöch-stem Throne naht zu ehrfurchtsvoller Huldigung in dem freudigen Gefühle einer halbtausendjährigen Zugehörigkeit die älteste wissenschaftliche Stiftung des erhabenen Kaiserhauses. Begründet wurde die l. k. Wiener Universität in dem ersten jener sechs Jahrhunderte Habsburgi-scher Herrschaft, deren Ablauf in mehreren Krön-ländern Eu. Majestät getreue Völker in diesem Mo-mente dankbar feiern. Unsere Universität ist nicht nur Zeugin des allmählichen Erwachsen« dieser großen Monarchie gewesen: von ihrem Anbeginne waren ihr die Völker verbinde den und Vulksstäinme einigenden Grundsätze eingepflanzt, welche die Wellstellung ihrer Habsburglschen Schirmherren begründet haben. Denn ihre weisen Stifter haben die Angehörigen unserer Hochschule nicht nur nach ihrem Berufe in Facul-täten, sondern auch nach ihrer Heimat in Nationen geschieden; in einer, der ungarischen, war den östlichen und nördlichen Nachbarn Raum gegeben; ans den übrigen europäischen Bevölkerungen wurden Lehrer und Leinendc in den drei Nationen deutschen Namens, der österreichischen, rheinischen und sächsischen, willkommen geheißen. Auf Grund dieser hochherzigen und wichtigen Gestaltung ist die Wiener Universität unter dem zweiten der römischen Kaiser, die sie unter ihren einstigen Gebietern verehrt, unter Eu. Majestät ruhmvollem Ahnherrn Maximilian I. zu einem der Mittelpunkte der allgemeinen Cultur geworden. Als dienendes Glied hat sie dann ihre Stelle in der großen Kette von Machtmitteln gefunden, welche bei den nach allen Seiten geführten Kämpfen des Habsburgischen Kaiserhauses während der beiden folgenden Jahrhunderte in Thätigkeit gescht wurden. Mit der siegreichen Neugestaltung des Staates unter der großen Kaiserin konnte ihre selbständige Mitwirkung an den menschenbeglückenden Zielen der Monarchie in Anspruch genommen werden. Die Grundlagen der heutigen bürgerlichen Gesetz» gebung des Reiches vorzubereiten, ist eine Zeillang eine ihrer Aufgaben gewesen; als eine andere wurde ihr von ihren kaiserlichen Schirmherren der Beruf zugewiefen. Sorge zu tragen für die Leidenden aus den der Fürsorge besonders bedürftigen und des Habsburgischen Herrscherschuhes stets sicheren Schichten der Gesellschaft. Mit dem zweiten Regierungsjahre En. Majestät hat unsere Hochschule eine dem vielseitigen Dränge der zeitgenössischen Wissenschaft entsprechende Neugestaltung empfangen. Diese ermöglicht, dass sie auch ihrerseits den umfassenden Anfgaben gerecht werde, welche — den sechshundertjährigen Ueberlieferungen des erhabenen Kaiserhauses entsprechend — Eu. Majestät in harmonischer Einigung der vielgearteten Kräfte dieses herrlichen Reiches den Bürgern desselben zu edlem Wetteifer zuzuweisen geruhen." Se. Majestät der Kaiser geruhten auf die Ansprache des Rector-Magnificus der Wiener Universität zu antworten: „Ich danke dem akademischen Senate für die Huldigung, welche derselbe Mir namens der Wiener Universität an dem heutigen für Mich und Mein Haus so bedeutungsvollen Erinnerungstage entgegenbringt. Nach dem Vorbilde Meiner Ahnen betrachte auch Ich es als eine Meiner wichtigsten Regentenpflichten, den Universitäten als den eiqenllichen Pflegestätten der Wissenschaft Meine unablässige schirmende Fürsorge zuzuwenden. Es wird Mir eine besondere Befriedigung gewähren, der Wiener Universität in hoffentlich nicht ferner Zeit anstatt der alten zu eng gewordenen Räume ein neues Heim in weiten würdigeren Hallen anweisen zu können. Fahren Sie fort, Ihres Lehramtes mit lebendigem wissenschaftlichen Eifer zu walten, leiten Sie die studierende Jugend durch Lehre und Beispiel an, nach den höchsten Zielen menschlichen Wissens zu streben, und lassen Sie Mich darauf bauen, dass die Hochschulen Meines Reiches dem öffentlichen Leben Jahr für Jahr nicht nur gebildete junge Männer, sondern auch gute Bürger und treue Söhne Oesterreich« zuführen." 1282 — 1882. Die Miener Nbendpost" schreibt: Eine schöne, wahrhaft erhebende Feier ist es, welche die unter dem ruhmreichen Scepter der Allerhöchsten Dynastie vereinigten Völker und Stämme heute begehen. Scchs« hundert Jahre sind verflossen, seit der erlauchte Ahnherr de« erhabenen Kaiserhauses Rudolf I. nach der schweren kaiserlosen Zeit des deutschen Interregnums auf dem Reichstage zu Augsburg seine beiden Söhne Albrecht und Rudolf mit den wiedergewonnenen Rrichs-landen Oesterreich, Steiermarl, Kram und der windischen Mark belehnte und damit den Grund zur Habsburgischen Hausmacht in der Ostmark legte. In weihevollen, mächtig das Gemüth ergreifenden Worten führt uns der vaterländische Dichter Franz Grillparzer diesen ewig denkwürdigen Moment vor die Seele. Er lässt nämllch den glorreichen Kaiser folgende Ansprache an seinen vor ihm lnieenden älteren Sohn richten: „Sei start und aroß, vermehre dein Geschlecht, Dass cS sich breite ln der Erde Fernen. Und Hllbsburgs Name glänze bei den Sternen I" Was der glorreiche Ahnherr damals in wahrhaft prophetischem Geiste geschaut, das ist im Laufe der Jahrhunderte voll und ganz in Erfüllung gegangen. Der Keim, der am 27. Dezember 1282 auf dem Reichstage zu Augsburg gelegt worden, ist herrlich aufgeschossen, er »st zu einem mächtigen Baume herangewachsen, in dessen Schatten eine ganze Reihe von Nalionen groß und glücklich geworden und zu Macht und Ansehen gelangt ist. Weilhin glänzt der Name „Habsburg" in den Annalen der Welt, in der Geschichte Mitteleuropas, dem das erlauchte Geschlecht, das diesen Nainen trägt, eine Anzahl der edelsten, ruhmvollsten Regenten gegeben. Nicht durch blutige Eroberungen, nicht dmch diplomatische Künste, sondern durch die freie Entschließung der Völker, durch feierlich geschlossene Verträge und glückliche Familien-Verbindungen »st das llelne Erzherzogtum Oesterreich zu der großen österreich'sch - ungarischen Monarch" Lalbacher Zeitung N». 297 2545 29. Dezember 1882. emporgewachsen, die wir heute mit patriotischem Stolze unser Vaterland nennen. Unter der milden und ge. rechten Herrschaft der würdigen Enkel des erlauchten Ahnen wuchsen und gediehen die Voller, die unter den schirmenden Fittigen des Habsburgischen Doppel-aars Schuh gesucht. Mit ihnen wuchs und gedieh da« edle Herrschergeschlecht selber, das sich stets Eins gefühlt m,t seinen treuen Vollern und mit wahrhaft patriarchalischer Innigkeit Leid und Freud mit ihnen gelheilt. Mit Stolz und Verehrung nennt darum heute jeder Oesterreicher den glorreichen Namen, den sein erhabener Monarch trägt, denn wo ein Abkömmling des erlaucht^! Geschlechtes der Habsburger die Herrschaft geführt, dort hat er Gutes gestiftet und Segen verbreitet. Jedes Blatt der Geschichte der letzten sechs Jahrhunderte zeigt, was dic ritterlichen Abkömmlinge Rudolfs 1 für die allgemeine Cultur und Gesittung, für die Religion, für Kunst nnd Wissenschaft, für die Humanität, kurz für alle« Schöne und Gute geleistet. Die Voller, denen das Glück zutheil geworden. Uliter-thauen dieser erlauchten Dynastie z>l sein. haben sich das tief in ihr Gedächtnis eingeprägt und vererben darum die angestammte Liebe und Treue zu ihrem Herrscherhaus«» auf ihre Kinder und Enlel bl« m da« späteste Geschlecht. Mit welchem Stolze, mit welch freudiger Genua,Ihmmg hat vor fünf Jahren die Be« völlerung der Bukowina das Oedenkfrst ihrer hundert-jährigen Zugehörigkeit zur Habsburglschen Dynastie gefeiert! Wie erhebend waren und sind dle Kundgebungen echter Loyalität und wahrhaft dynastischer Gesinnung, mit welcher die allezeit kaisertreue» T'roler jeden Gedenktag begehen, der ihnen den Anfall ihrer Heimat a„ das ruhmreiche Habsburgischr Haus m Erinnerung bringt! Wie hat sich vor Wangen Woche,, die Triestmer Bevölkerung bemüht, da« E»„,»erung«fest der 50()jäh,igrn Vereinig»»«, ihrer Vaterstadt nnt den Stammlanden der Monarchie würdig zu begehen und dem erhabenen Kaiser- sowie dem erlauchte» Krön. ftrinzenpaare. welche das schöne Fest durch Allerhöchst. >hre Glgemva.t verheil licht haben, den 4r,but der allgemeinen Liebe u„d Verehrung zu zollrn! Und an das allgemeine Jubiläum, welches am heutigen Tage das aesammte Oesterreich feiert, w'rd sich >m nächsten Jahre das specielle Jubelfest des Herzog thums Kram anreihen, dessen Bevölkerung den sechs-hundertsten Gedenktag der Zugehörigkeit ihres Landes zum Hause Habsburg in besonders solenner Welse be- gehen will. , „ Wohin wir also unsere Blicke wenden. überall finden wir dasselbe Gesühl treuer Liebe und Anhang-! lichkeit für da« Allerhöchste Kaiserhaus, dieselbe Be-geisterung fllr Thron und Reich, welche allein e« rr« klärlich macht, das« alle Stürme von sechs Iari'liun-derten machtlos von den ehernen Mauern de, Ostmark abgeprallt sind. In keinem Staate der Welt ist die Dynastie in so hohem Grade das Symbol des Staates, da« einiaende Band für die gesammle Bevölkerung wie in jenem Oesterreich, dessen Reqeut einst den pro> Phetischen Sah zu seinem Wahlspruche erkoren : ^Ma ürit, iu orb« uMm» - Oesterreich wud bestehen b,s ans Ende der Zeilen! Ja Oesterreich wird bestehen im allen Glan". es wird blühen und gedeihen m verjüngter Krast; dafür bürgt d.e hehre L.chtges alt des erhabenen Monarchen, welcher heute d.e Geschicke Oesterreichs lenkt und als erleuchteter Regenerator des Ne.ch/s. als Schützer und Förderer von Kunst und W.ss^lckast als Vater der Armen und Bedrängten, als fmrt de'r Gerechtigkeit und Gnade, ein würdiger Spro^s en e^.chttn Geschlechtes .st. d.sse» W.egen-fest heu von den Sudelen bis zur Adr.a vom Nothenthurmp.sje bis zur Etsch. ja wett ubcr d,e Grenze., der Monarchie hinaus ,mt gleicher Imngwt und Weihe gefeiert wird. ___ Die Blätter, ohne Unterschieb der P"leifärbung. feiern den Gedenktag des lXDjahrigen Bestandes der erlauchten Dynastie durch schwungvolle F.start>lel und ander? patriotische ssundgebuugeu Das Fremden-blall" schreibt: ..Von der freudigen Bewegu»g und dem rhebenden Eindrucke, den das Fest m der Be-völlerung hervorruft, legen auch d<5 Dep» a w»en be-ledl Viö^e die Bevölkerung an diesem Tage d.e reiche und tvechselvolle Geschichte unseres Vlaates au sich vorbei-ziehen lassen und aus derselben die Zuversicht für d.e Hulunfl schöpfe»." . ,, a> . Die .Deutsche Zeitung" brme'kt: D « «eschlechl der Habsburger hat. mit l""M ^r 2^'"' g'r sich ve>.näl)le»d, die Jahrhunderte .iwda»er Welche gewallige Laufbahn wurde von den Sprosse» de« bescheidenen Schweizer Grafen durchm'sse!,! Die H'"terlassenschaft des herrlichen Stauslu-Geschlcchtes. die Krone des römischen Reiches deutscher Nat.on, ve'hulf ihnen zu der blühenden Ostmark; von h.er "us vereinigten sie einen reichen Länderbesih unter ihtem Scepter." . .„ _, ,,, Die Presse" sagt m e.nem längere» Ar.lel: «Eo ,st denn die heutige Jubelfeier recht eigentlich e.n Huldigung«-, ein intimes Familienfest zwischen dem wcitherrschenden Allerhöchsten Träger des Namens Habsburg und jenen gelreuen Landcn und Bcvölke-rungen, an denen der Name Oesterreich am längsten und engsten haftet. Am 27. Dezember 1282 war Oester-reich klein, aber dies kleine Oesterreich ist das Herz des großen österreichischen Staates geworden und auch geblieben." Das „Neue Wiener Tagblatt" schreibt u. a.: „Das war und das ist ja noch der historische Sinn der Habsburgischen Monarchie, dass sie Deutsche, Slaven, Magyaren und Romanen in gegenseitigem Frieden ?u erhalten bestimmt ist. was durch ihre Vereinigung ix ein g'^'ßes staclllichis GlMlinw,si'!l erreicht wurde. Und den Grund zu demselben Hal Rudolf von Habsburg an dem Tage gelegt, den wir heute, bei seiner nun 600jährigen Wiederlehr nicht mit lauten Festen zwar, aber mit desto treuerem Gedächtnisse begehen." Das »Extrablatt" bringt auf der ersten Seite die Porträts hervorragender Regenten aus dem erlauchte» Geschlechte der Habsburger und knüpft daran folgende Worte: „Ein Gedenktag, der allerorten, wo ein treues Oesterrricher Herz schlägt, mit Freude und Innigkeit gefeiert wird, ist mit dem heuligen Tage he,angebrochen. E>n Zeilraum von 60(1 Iahten liegt Mischen heute »ud dem Tage. da die Habsburger Reqrnlc» Oesterreichs wurden. Voll Stolz tonne» wir u»s dieses Tages freuen. Die Volke» eines mächtigen Reiches, die sich in Liebe und unverbrüchlicher Treue um den stolze» Thron der alten Habsburger scharen, senden ihr»» Glückwünsche in die Kaiser bürg unt> wiederholen den Schwur der Ergebeuheit und „uwandllbaren Anhäliglichkeit." Vom Ausland. Se. Heiligkeit der Papst empfieng am lehten Sonntag in herkömmlicher Weise die Neujlihrsioünsche des heiligen (5lil!ea.iums. Cardinal di Pietro, der älteste Cardinal Bischof u»d Decan des heiligen Col° leqiumb. verlas eine Adresse. Der Past beantwortete dieselbe i» folgeuder Weise: „Ich empfange die Wünsche de. Cardinals als ein Zeichen der Hoffnung auf bessere Z^ite». Der Gang der Ereigniss? enthüllt immer mehr u»d mehr die Kilhnheil der Feinde der Kirche. Mehrere italienische Dlöces'N sind ohne Hirten. Ein neues Attentat aus die Unabhängigkeit der Souve-ränetät des Papstthums wurde jüngst begangen. (An-spielung auf die Affaire Theodoli-Martinucci.) Heute sehe man die ehedem von der politischen Klugheit und Staatsraison dictierte Rücksicht bnseite. und wiewohl übrigens Vollsuertlitungen die groß? moralisch? Macht des Papstthum« v-rlünden. verzichten doch die Regie > rungrn auf die Beziehungen zu demselbe». U,,d doch habeu die Päpste Italien von den Barbaren errettet, demselben die religiöse Einheit erhalten und daraus eine ruhmreiche, beneidete Nation gemacht. Troh all dem werde der Papst seine hohe Mission forlfehen. die Rechte und die Interessen der Kirche zu vertheidigen." Schließlich fordert der Papst die Cardinäle, die Bischöfe und die Gläubigen zur Mitwir-kung auf. Ueber die Verhandlungen, welche seit geraumer Zeit zwischen der russis chrn Re gierung und dem päpstlichen Stuhle stattfinden, hatte die „Germania" jüngst gemeldet, die russische Regierung habe alle Forderungen des Vatican zugestanden, ein Te» legramm aus Rom aber halle diese Angabe als zu optimistisch bezeichnet. Das „Journal de St.» Petersbourg" ergreift nun in diefer Angelegenheit das Wort uud sagt. dass das Ergebnis jener Ver< Handlungen einerseits über- und andererseits unterschätzt werde. Das genannte Organ der russischen Regierung fährt fort: „Zwifchen den unwandelbaren Dogmen, Grundsätzen, Regeln und Traditionen der römischen Kirche und den civilen und administrativen Interessen uud Gesetze» des Staates sei nur Raum sür praktische Transactionen, welche auf thatsächlichen Frage» und den gemäßigten Intentionen der mit der Führung dieser delicaten Angelegenheit beaustragten Personen beruhe». Papst Leo X11I. zeigte sich beseelt von diesen guten Dispositionen, welche das kaise>liche Cabinet in ansrichtigster Weise aufnahm und erwiderte. Wir glau» ben, dies sei der wahre Charakter der fraglichen Arrcmgemclits, welche gewiss dazu beizutragen geeignet sind, die Schwierigkeiten zu beseitigeu und die gut»'» Beziehungen zwischen der religiösen und der civil»» Macht herzustellen Die Eintracht der letzteren ist in den gegenwärtigen Zeiten socialer Unruhe mehr als je nöthig Anderes in den Arrangements suchen, hieße sich Täuschungen aussehen," RusSlands Vertretung in Wien. Während der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts wurde» dle regelmäßigen Communicatlonen zwischen den beiden Ländern infolge der inneren Situation Rufslands und Oesterreichs seltener. Mit dem Regie, rnngsantrilte von Boris Gudunow begann für Rujsland eine Aera der Unruheu, und als Mlchael Romanow den Thron bestieg, musste er seine Sorge ausschließlich der Herstellung der für die Existenz des Staates unabwe'slich nothwendigen Ordnung widmen. Die Lage Oestreichs und bes deutschen Reiches war zu dieser Zeit keineswegs eine bessere. Kaiser Rudolf II. war während der Dauer seiner langen Regierung beständig gezwungen, innere Unruhen zu bekämpfen und sich gegen äußeie Angriffe zu vertheidigen. Der dreißigjährige Krieg, der im Jahre 1618 ausbrach, erforderte die ganze Aufmerksamkeit der deutschen Kaiser, und zwang sie. hauptsächlich auf den Schutz ihrer eigenen Sicherheit und Unabhängigkeit bedacht zu sein. Unter diesen Umständen erscheint die Seltenheit der diplomatischen Beziehungen zwischen Russland und Oesterreich sehr begreiflich. Die Entsendung von Botschaftern beginnt erst wieber vom Jahre 1654 an. als Zar Alexis Mich ailowitf ch den Thron bestleg. Von dlestm Zeitpunkte an wurden die Beziehungen zwischen den beiden Mächten wieder häusiger u»d die Negociationen, sei es inbetrrff Po» lens, sei rs inbrtrtff der Türkei, werden in permanenter Weise durch beiderseitige Entsendung von Botschaftern unleihalleu. Nach dem im Jahre 1697 erfolgten Abschlüsse des formellen Alliailzoerlrages gegen das oltomanische Reich beschränkten sich die Beziehungen zwischen Russlanb und Oesterreich bis zum Beginne des 18. Iahrhuodeüs uuf gegenseitige Informationen über den Ga»g der Operationen des Kriea/s, der 1699 durch den F, irden von Karlowih seinen Abschluss fand. Als Peter I. sich im Jahre 1698 persönlich »ach Wien begab, bemühte er sich, die Bande der Allianz und Freundschafl Mischen den beiden Staaten enger zu knüpfen. Kaiser Leopold I. legte friner-seits de» Wunfch an den Tag. die Veziehuilgen durch eine Heirat intimer zu gestalte». Überdies einigten sich beide Herrscher, beiderseits permanente Vcrtrrlungen zu ernennen. Im Jahre 170t entsendete Zar Peter I. den Fürsten Galitzyn in der Eigenschaft eines Gesandten nach Wien, womit die erste permanente Vertrelung Russlands bei dem Kaiserhofe in Wien creiert wurde. Die Lifte der russischen Vertreter in Wien seit diesem Zeilpunkle ist die folgende: 1701 —1705) Fürst Peter Alexcrwitsch Galitzyn, 1705—1708 Baron Heinrich Huyssen, 1708—1713 Baron Johann Urbijch, 1713—1715 Andreas Mattelew, 1715—1719 Abraham Wesselowsly. 1719—1720 General Weißbach. 1720 bis 1721 Paul Iagonjiüsky, 1721 — 1731 Ludwig Lan-czyi'st,, 1731—1732 Graf Karl Loewenwolo. 1747 bis 1748 Graf Andreas Brstujen«Rumin. 1748 bis 1752 Graf Michael Vestujen-Rumin (Botschafter), 1752—1761 Gr. Hermann Kaiserling (Botfchas'er). 1761—1792 Fürst Dimitli Galihyn (Botschafter), 1792—1799 Graf Andreas Rasumowsky (Volschafler), 179!,—1800 Stefan Kolytsche» (Botschafter), Hier trat eine sechsmonatliche Unterbrechung der diplomatischen Beziehungen ein. 1801 begab sich Iwan Mara> wiew-Aporlos in außerordentlicher Mission nach Wien. Hierauf folglen als ständige Vertreter Russlands in Wien: 1801 -1807 Graf Andreas Rafumowsly (Botschafter). 1807—1809 Filrst Alexander Kuralin (Bot-schaftel). 1810—1812 Graf Gustav Stackelberg. Folgt eine Unterbrechung der diplomatischen Beziehungen. Hierauf: 1812—1819 Graf Gustav Stackelberg, 1819 bis 1822 Graf Georg Golovkin. 1822—1842 Dimitri Pavlovilsch Talischew, 1842 - 1850 Graf Paul Medem, 1850-1854 Baron Peter Meyenborff, 1854—1850 Fürst Alexander Gortschalow, 1856—1858 Baron Andreas Budberg. 1858—1862 Victor Valubin. 1864 bis 1871 Graf Stackelberg. 1871 Fürst Nikolaus Orlow. 1871—1879 Eugen Nowilow (Botschafter). 1879—1882 Paul d'Oubril (Botschafter). 1882 Fürst Alexis Lobanow.Rostovsly (Botschafter). Locales. — (Die Khriftbaum-Feier) der freiwilligen Feuerwehr, welche am Dienstag, den 26. Dezember abend», inl Glabsalon der Casinoreftauration flaltfano. war sehr zahlreich besucht. Der Olassalon fowie die Nebenlocalitäten waren von freiwilligen Feu-rwehrmä,,. nern und ihren Familien sowie vo,< zahlreichen Flrun» den dicht beseht. Der vom 3tfqu,sitenme,fter der frei« willigen Feuerwehr. Herrn Ignaz ttlemens. äußerst geschmackvoll decorierte und prachtvoll beleuchtet, grohe Christbaum machte den zahlreichen Kleinen viele Freude, und in dichten Gruppe» staunten sie denselben an Feuerwehr-Hauptmann Grmeinderath Dober let be. grüßte die freiwilligen Feuerwehrmänner und die Freunde des humanen Institutes mit einer kurzen kernigen An-spräche, in welcher er die Hoffnung auSsprach, die Feuerwehr werde auch fernerhin treu und fest zusammenhalten nach ihrem edlen Wahlspruche: „Gott zur Ehr. dem Nächsten zur Wehr!" Insbesondere betonte Hauptmnnn Doberlet. sei im nächsten Jahre der freiwilligen Feuerwehr festes Zusammenhalten und strenge Disciplin noth« wendig, wo derselben anlüsslich der allergnübigft in Aubsicht gestellten hochbeglückenden Anwesenheit Seiner Majestät detz Kaiser» in Laibach ein nicht geringer Theil der Ausgabe zufallen wird, bei oer Ausrecht-Haltung der Ordnung, bei den grohen Vollbansummlun- Laibacher Zeitung Nr. 297 254« 29. Dezember 1882. gen freiwillig im Interesse des Gelingens brs Festes mitzuwirken Der Herr Feuerwehrhauptmann Dob er let schloss seine Ansprache mit einem herzlichen: „Gut Schlauch!", welches die Vereinömitglieder begeistert accla-mierten. Während die Musikkapelle deS 17. Infanterieregimentes Freiherr v. Kühn heitere Weisen spielte, wurden die Kinder der Feuerwehrmänner mit Gebäck und Spielsachen reichlich betheilt. Es folgte dann die gegenseitige Betheilung drr freiwilligen Feuerwehrmänner, wei-ters eine mit recht hübschen Gewinsten ausgestattete Tombola und zum Schlüsse eine Lotterie mit reichhaltigen Gewinsten. Bis gegen Mitternacht dauerte die fröhliche Stimmung der Theilnehmer des höchst gelungenen Festes. -i- — (Die Weihnachts-Feier) im Freiin von Liechtenthurn'schen Mädchen-Waisenhause, welche gestern abends stattfand, hatte auch heuer den schönsten auserbaulichsten Erfolg, Dicselbe war durch die Anwesenheit Sr. fürstlichen Gnaden des hochwürdigsten Herrn Fürst» bischofes Dr. Ioh. Ehrysostomus Pogacar. der Ge« mahlin des Herrn k. t Landespräsidenten Frau Emilie Winkler sammt Fräulein Töchtern Marie und An-dreana. des Herrn Landeshauptmannes Grafen Thurn und zahlreichen anderen Vertretern der Gesellschaft ausgezeichnet, und war außerdem der Saal. in welchem die Aufführung und Betheilung stattfand, vom Publicum aus allen Ständen dicht beseht. Die WW. EC. barm« herzigen Schwestern machten in gewohnter demuthsvoller und herzlicher Weise die Honneurs. Wir kommen auch auf diese Weihnachtsfeier noch ganz ausführlich zurück. — (Christfest in der Kl ein linder . Be-Wahranstalt.) Gestern hat das alljährlich wieder« kehrende Fest der armen Kinder in dieser Anstalt statt« gefunden, und ist es den Bemühungen der hochverdienten Frau Vereinsvorsteherin, der hochwohlgebornen Frau Antonie Freiin v, Codelli. gelungen, auch heuer namhafte Beiträge zur Bescherung der Kleinen zustande zu bringen. Um 11 Uhr vormittags wurde die Anstalt, wo sich auch viele Schuhfraucn eingefunden, durch die Anwesenheit der hochgeehrten Gemahlin des Herrn Landespräsidenten Frau Emilie Winkler ausgezeichnet Der Director der Anstalt, der hochw. Herr Stadtftfarrer I. Rosman, ermähnte die Kleinen in einer Ansprache, der vielen Wohlthaten stets dankbar eingedenk zu sein. welcher sie durch den mildthätigen Sinn der Stadtbewohner sowie der Förderer dieser Anstalt theilhastig werden. H«raus erfolgte die Vertheilung der Gaben an 91 Knaben uno 85 Mädchen mit 60 Paar Schuhen, über 100 Paar in der Anstalt gestrickten Strümpfen, Kleidern und Weihbrot. Wie immer hat auch heuer Se. fürstbischöfliche Gnaden der hochwürdigste Herr Fürstbischof Dr Chrysostoulus Pogaiar 50 fl, die krainische Sparcasse 200 fl.. die unterstützenden Frauen der Anstalt in einer Sammlung 211 st., dann die hiesigen Handels« firmen I. C Mcycr und Goricnik H Ledenig durch namhafte Geschenke an Stoffen zur Bestreitung der Auslagen beigetragen. Ihnen allen sei hiemit der wärmste Dank im Namen der Armen zum Ausdrucke gebracht mit der Bitte, ihre warme Theilnahme diesem humanitären Institute auch fernerhin gütigst bewahren zu wollen. — lGemeinderathssihung.) In Fortsetzung der Gemeinderathssitzung vom 21. d. M.. welche vor Erschöpfung der Tagesordnung geschloffen wurde, hält der Laibacher Gemeinderath heute nachmittags um 5 Uhr abermals eine Sitzung ab, wobei außer dem Reste der vorigen Tagesordnung noch einige neue Gegenstände zur Berathung und Schlussfassung gelangen. Im ganzen besteht die Tagesordnung aus folgenden Punkten: I. Mittheilung dcs Präsidiums. — II Berichte der Finanzsection. und zwar: a) über das Gesuch der Armeninstituts.Commission, betreffend die Bedeckung des Er« fordevnisses der städt. Armencasse im letzten Quartale l.I.; d) über den Voranschlag des Schlachthauses und des städt. Lotterie.Anlehens pro 1883; c) über das Gesuch des Pächters der Kolesia.Badc-Ailstalt um einen Nach« lass an Pachtschlllmg; ä) über den Antrag des Stadt-magistrates, betreffend dle Anschaffung eines Kehrichts» Wagens; o) über das Gesuch des östecr.»ung HilfsVereins in Mailand um einen Beitrag; i) liber die städt. Vor« anschlage für das Jahr 1883. - III. Bericht der Bau-section über die schließliche Abrechnung betreffs des Schlachthausbaues. — IV. Bericht der Polizeisection über das Gesuch einiger hiesigen Wirte um Bewilligung der Schlachtung von Borstenvieh außer dem Schlachthofe. — V. Bericht der StadtuerschönerungSsection, betreffend das Naturalquartier des pens, städt. Oelonomen im Schlosse Tivoli. — VI. Selbständiger Antrag des GR. Hribar auf Wahl eines fünfgliedrigen Ausschusses, welcher der Gemeindevertretung Vorschläge bezüglich der Wasserleitung fürLaibach zu erstatten hätte. —VII. Selbstständiger Antrag des GR. Dr. Suppan, der löbl. Ge« meinderath wolle beschließen: 2) Das Stadtbauamt werde beauftragt, die Differenz von circa 3000 fl., welche bei Vergleichung der in der Zeit vom 4. Juni 1881 bis 2U. Oktober mit jenen m der Zeit vom 3. Juni 1882 bis 28. Oktober i 832 auf Wochenlisten bestrittenen AuS-gaben für die Conservierung der Gebäude, Straßen, Gassen und Plätze. Canäle. Wasserleitungen, Brücken und Geländer, dann an Pflasterungen und Uferversicherungen sich ergibt, unter möglichster Detaillierung der w dcr einen wie in der anderen Periode vorgenomme- nen diesfälligen Arbeiten und ihres Kostenerfordernisses, insoweit dieses auf die Wochenlisten verrechnet wurde, aufzuklären; d) dieser Bericht des Stadtbauamtes ist sohin an die gemeinderäthliche Bausection zu leiten und von dieser mit den daraus sich ergebenden geeigneten Anträgen dem Gemeinderathe vorzulegen. — (Die Sylvester'Liedertafel.) veran« staltet von dem Männerchore der philharmonischen Gesellschaft in Laibach unter Mitwirkung der löbl. Musikkapelle des k. k, Infanterieregiments Freiherr von Kühn. findet morgen Samstaa. 30. d. M.. statt. Das Programm lautet: 1.) H. Reinhold: Margreth am Thore. Chor (neu). 2.) H. Jüngst: Durch's Grzweia. Chor mit Soloquartett; Soli die Herren: A. Razinger, A. Schäffer. I, Kosler. K. Till (neu). 3.) V. E. Becker: Trinklied, Chor (neu). 4) C. F, Konradin: Kurz und bündig, komisches Quartett mit Clavierbegleitnng; (neu). 5) F Gruber: Matroseuchor. Chor mit Tenorsolo; Solo: Herr A, Razinaer. 6.) (-ranci« 8inlonia ära-wittier (In! N^e^i 0 X V >5 (neu). 7.) Ios. Brixner: s'Fensterln im Winter, komisches Quartett. 8.) Rich, Genee: Italienischer Salat, musikalischer Schwank in Form eines italienischen Opernfinale, für Chor und Tenorfolo; Solo: Herr Dr. F. Kcesbacher. 9.) I. C Metzger: Franz. Iahl'n? Chor mit Ciavierbegleitung (neu), — Entree 50 kr. Die Vorträge der Regiments» lapelle beginnen um 7 Uhr, die Gesangsvorträge um 8 Uhr abendL. — Es wird höflichst ersucht, sich bis 11 Uhr deS Rauchens zu enthalten. — (Dr, L. Is 3 leib f.) Am 26, d. M. starb in Wien der Schriftsteller und Journalist Herr Dv, L Ifsleib, vor Jahren Redacteur der „Laibachcr Ici-tung", an einem Schlaganfalle im 56. Jahre seines Alters. Die „Presse" vom 27. d. M. schreibt bezüglich dieses Plötzlichen Todfalles wie folgt: Dr. Issleib oer< ließ gestern nachmittags im besten Wohlsein seine Familie und begab sich ins Kaffeehaus, wo er ganz heiter und guter Dinge war. Plötzlich sank er vom Stuhle und musste sofort in seine Wohnung auf der Landstraße gebracht werden, wo er auch nach kurzem verschied. Ein Schlaganfall hatte seinem Leben ein Ende gemacht. Issleib war ein fleißiger und sehr begabter Schriftsteller und zählte auch mehrere Jahre hindurch zu den Mit« gliedern der Redaction der „Presse". Er war zu Wolfs-berg in Thüringen geboren, kam jedoch, nachdem er an der Universität zu Jena seine Studien vollendet, schon 1856 nach Oesterreich, wo er fortan blieb Er übernahm zuerst die Redaction der „Laibacher Zeitung", gieng nber 1865 nach Klagcnfurt, wo er die „Klagensurter Zeitung" und die „Carinthia" redigierte. Die Gemeinde Feld in Obcrkärnten ernannte ihn damals zu ihrem Ehrenbürger. Issleib besah ein reiches und vielseitiges Wissen, das er meist jeuilletonistisch wohl zu verwerten verstand. Es sind auch von ihm mehrere Bände Gedichte erschienen, die ihm einen guten Namen gemacht. Issleib war in den letzten Jahren längere Zeit Mitarbeiter der „Wiener Zeitung". Zuletzt gehörte er dem Verbände der „Vor-stadt'Zeitung" an. Er hinterlässt eine Witwe und zwei Kinder. — (Landschaftliches Theater.) Gestern begann Herr Diettrich vom Theater an der Wien sein Gastspiel mit der Partie des „Eisenstein" in der „Fledermaus" und erntete für fein degagiertes charakt?» ristisches Spiel und seine gefällige Vortragsweise reichlichen Beifall. Herr Diettrich wurde gleich an diesem ersten Abende seines Hierseins dem Publicum sympathisch, und ist daher einer allseitig recht erfreulichen Fortsetzung seines Gastspielcyklus entgegenzusehen. Außer dem Gaste verdienen von gestern besonders hervorgehoben zu werden: die „Perle" unserer Operette Frl. v. Wagner (Adele). Frl. Weuh (Rosalinde). Frl. Karo ly (Prinz Orlofski) und Frl. Germain (Ida). Bezüglich der letzten Dame wurde das gelegexe Wortspiel des treff-lichen „Frosch" (Herr Auspitz): „So eine Idee war noch nie da" — auf die brillante Erscheinung deS Fräuleins Germain gedeutet — mit vielem Beifalle aufgenommen. Außer Herrn Ausftitz müssen noch die Herren Ewald (Frank). Oswald (Alfred), Gottinger (Falle) und Hopp (Blind) genannt werden. —c». Neueste Post. Original ^Telegramme der „Laib. Zeitung." Wien. 28. Dezember. Handclslnmist-r Pino erhielt in Anerkemnllig seiner allsgezeichnelen Dienstleistung den Orden der eisernen Krone erster Classe. Das Wasser im Donaucanal steigt in außerordentlicher Weise. weshalb Vorkehrungen zum Einhängen des Spersschiffes getroffen wurden. Prag, 28. Dezember. Alle Flüsse i» Böhmen steigen; m Prag droht noch keine Gefahr. Im Inul,-dallonögebiete sind alle Sicherheitsvorkchrungell getroffen, im Vororte Liebei« mussten 30 Delogierungen vorgenommen werden. Berlin, 28. Dezember. Der Rhnn und seine Nebenflüsse vom Vodensee bis Köln steigen fortgesetzt! in rapider Weise. Nom, 28. Dezember. Als der österreichisch-unga-rische Botschafter Graf Paar, von einer Audienz beim Papst? zurückkehrend, das zwischen dem Vatican und dem Hngelsfon gelegene VieNel passierte, wurde ein^ Stein qegen seinen Wagen qsschlruderl, ohne jedoch jemnnden zu treffen. Der Schuldige wurde sofort ver-haftet und einem Verhöre „nteizogm. Derselbe, ein junger Mann Namens Valeriani, ist ein Schneider aus Nncona; er erklärte, das« er wegen elender Lage außer sich war und nicht wusste, dass ei der Wagen des Botschafter« sei. Vei Untersuchung seiner Wohnung wurde nichts vorgefunden. Handel und Wolkswirtschastliches. Laibach, 27. Dezember. Au! dem heutia.cn Markte find erschienen: 4 Wagen mit Getreide, 2 Nassen mit heu und Stroh und 10 Wagen mit Holz, D u r ch ! ch ,i i t t s . P r c l s e. m,t, Mg,,° tzNl,.. Mq,.. N,!tl, ff, fl', Njff, «,,tr. Wetzen pr.Hestoli» 7 3l « «17 «utter pr. Kilo . -90-^-tt^rn ^ 5 04 5 «7 Eier pr, Stücl . . — 3 — Gerste (neu) , 4 39 4 8:'. Milch pr. «i«er . - 8------ baser . 2^W !l,27Rindfleisch ^r. Kilo b6 — tznlbfruch« ^ . ,jl?<» «cillisleisch „ 43 — hciden ^ 406 5 KO^chweincslcisch ^ -!46 — Hirse „ 4 8? 4 98,Hchöpsciislslsch 2« — Kuluruz „ b 60 ü 9ii ynhndel pr, 2tucl 40 Erdiipsel lft0 Kilo 2 50-------Tauben » - 16 Linsen pr ,^cttolit. 8-------hru 100 Kilo . . 3 0» -Erbsen , 8------ Vtroh ^.18? Fisolen , 9------- Holz. hart., pr, vier NindSschmalz Kiln — 96 — Q-Meter — ? -Schweineschmalz ^ — 38 — -weiche«,^ , __ 4 59 Ipeck. frisch , - 66-------Wcin. roth,. 1l»0^it.-------20 — l,eräuch,rt ^ — 75 — - — weiszer .. - 18 Theater. Heute (ungerader Tag): Gastspiel des ersten OpereltentcnorS Herrn Karl Dielt rich vom l. f. priv. Theater an der Wien in Wien: Der lustiac Krieg. Operette in :l Acten von und R. Genöe, Mnsil von I. Straus;. Meteorologische Beobachtungen in vaibach. ^ _Z NZ ZZ . —. z«tz ° ;ß M «^ 3 «^ kk-« ^ ^ if ° ?z ;« 7U.Mg. 73^86^-3 4 W. schwach bewöllt 28. 2 .. N. 735 18 -<- 6 6 O, schwach bewüllt <) 00 9 . Ab. 730 76 ^- 6 4 SW. schwach bcluüllt Anhaltend trübe, lein Sonncnbllcl. Das Tagesmittel der Wärme -j- 5 5«. um 8 4° über dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: Ott 0 mar Vambera.. Dr. itarl (^arzarolli ltbler u. Thurnlackh nibt ! in feinem und im hlamen feiner Familie die Nach» ! richt, dass sein aclielitcr Vater, Herr l MM LaiMlIi M?. MiOM am 27. d. M. nach lanqerrm schmerzhaften Leiden l und nach Empsana. der heil, Strrbcfacramcntc ver- ! schieden ist. l Das LcichcnbcaänaniS findet Freitag, den 2l)slen ! Dezember, um 3 Uhr nachmittags vom Stcrbehausc: l Gradasca.Massc M. 22 aus statt. Um stilles Veileid wird gebeten. Laiba ch am 28. Dezember 1882. Necidlssiinstsanstalt dc« stranz Dobcriel, Vaibach. ! Meine innigst geliebte Gattin Frau Oaroline Grünewald geb. v. Chiapo ist am 2«. d. M. um halb 5 Uhr abends nach Empfang der letzten Oeluna im Aller von 70 Jahren sanft entschlafen. Die Neerdiffnnss der Dahingeschiedenen findet Samstag, den .'!<), d. M,, nachmittags um 3 Uhr vom Traurrhaufe Niencrslmsir Nr, 15 aus statt. Die heil Seelenmessen werden in der Pfarrkirche Maria Vellündiguna. gelesen werden. Alle jene, welche die theuere Verblichene kann» ten, wollen ihr eine bleibende freundliche Erinnerung bewahren; darum bitten lsarl lyrlinewald, em. l. l Professor, der lies er schulterte Gatte. Hcnri^tte (Yrünewald, die trosl^ lofe Tochter. — Clemens, als Sohn. — Hermine, als Schwiegertochter, «ai b ach. 2l». Dezember 1882. Allen Freunden und Velannten geben wir die ! traurige Nachricht, das« es Gott gefallen hat, unser > einziges, innigst geliebtes Kind > Anna hcnle friih um halb 4 Uhr im Alter von 2'/< Jahren ! zu sich zu bcrusen. > Das Leichenbegängnis findet am 2lj. d. M. > nachmittags statt. > Trcsfcn. 27. Dezember 1882. ! Albin v. ssödranöpera, t. l. Steueramts-Admnct. l Vater. - Anna v. ssödranspera geb. Vlnrschall, l Mutter. Lascher Zeitung Nr. 297 2547 29. Dezember 1^82. Course an der Wiener Oörse vom 28. December 1 «»2. (^ ^ o^ ^bla«e, Geld Was? Tta«ts tlnlehe». >>olen»tnle.......7» 10 ?«»ü Eilbelrnilc.......?N»0 ?7 oli l»54« <»/, S l»«0« <»/„ M«ft«l l«»„ ,34»»l«k — l« l8«4er , . . b« , ,6« — ,c? — «omo.«lnttnlcht««»........ — — - — Ung. «olbltnle «"/, . . . , N»'5»» — !«!»«,> , Ofibah» Vlierltiitei, . , »»10 »»<« , Vt»al».Obl, (Ung. Oftb.) U»» — 10!» 5(< » , vom I, i«7« »5 l,n »4 — „ Pliimien.Nnl. ck ioosi.ö.W. N2 — 1,» 5,2 Thciß.Nlg.^'i'Ic 4«/« > ft- - - 10»'— !»» »b Grnndentl. Obligationen «lli l«i fi.il.M.). 5'V« dßhmüch«.......10« — 10?'— 5"/„ ssalizisch«.......»7 b« »8 - 5°/„ mähl!<><»-— 104 50 5°/«n,edcröslcvl»!chi odüösserltichischc , . , . 104 50 —'— 5°/n fteilijche.......10« — 105— b'/n frralisch« und ll<,V°Nt . 9» — 10« — ««/, fitbenbilrgische.....»7 5c »8 bc> 5»/» Teme»v<>r««anat« . . »7bc U» 50 5°,, unga«!cht......»7— «8 — Nnbere össentl. Nnleheu. D°N»U»«tg..i!os« ü»/„ 10« sl. il» 7b 114 »k blo. «nleihe I«7«. fteuei<«! , 10« !i0 10» l.l, Nnleh«n d, ^tadtgtmeinbe Wien 101 bo 103 KL ^lnlehcn b. Slablnemeinbe lll>i«n (Eilb« ob« Gold) . . . .-------— - Plämitn»«nl.d.Klab 1»» 70 1,4 »(. Pfandbriefe Mliuvfi.) Vobnlcr. »llg. österr. <'/,'/, Void Nl»-> - ii» 2« bto. in 50 , » 5»/, . — —------ bto. in 50 , , 4'/,"/« »«'^ »»ii, bto. in 5N „ „ 4°/„ . »» »0 »4 »0 bto, PrämieN'Schulbvetschr.»'/^ W— 9» 5»<> Ocfi, Hypolbelcnbanl lvj. 5>/,'/<, io<>'5c 101 »<< Otfi'UN«. Vanl veil. 5°/« . - ioi »5 ici 40 blo. , <'/,"/« - - »>» cticngcs, in Ptst w »< I. verl. 5'/,°/° —'— -'— Prioritäts» Obligationen. (flll icw ss.I, iililabtth'VcNbahn l. «mission 98 25 »U i« N«lb>n Ludwig > Vahn /,«/„ . , 9» 40 9»'70 Gel» llsare Viebenbürgn.....! ' ^ t0 90-7l> Sla»„bahn I, «kmisfton . . . l?5 75 »7«'5<, Sübbahn l^ »«/,......I«-Iv „4 b(. , »5°/,......,iz. . ^ __ Nn«..galiz. V»h».....„7z «,5 Diverse Lose (per SiÄcl). ,!, Ofen« ^ose 4« ff......^.^ ,l, z^ PaM^'o!« 4« st......,5,„5 zst_ Mudols.fole w fl..... 1,_ ,9 50 Salm.Lose 40 fl..... 5,.^ ^. __ St "Mcnoi«.i'ose4uN. , . . „.^ 47,,°, walt'sslin.^i'le «0 st. . . . 57,^ ,7-5u Wmbijchgläy.Vose «»st. , , ^ „« ««-^ lvanl - Nctien (pn Gtü^l). «N8lo»0efierl. Vanl izt« ff. . . 115 50 11» — «»nl.Gt!cllsch«ft, Wiener «0 st._________ Uanlvcrcin, wicn«, 100 st. . ,o«— K»N bo Vdncl.°»nft., Oeft,i!00fi. S,^»^ zol. i<. »>e üc. Depositen»,, Alla. i!»u st. . . . ,„i— ,<',«>— KscomPlü'Oes., iliicdelöst. 5,, 14« sl. , . i5,-7ü!,40'2b Gelb War« Artie« von Transport» Unternehmnngen cp» Gtücl). «lbrecht.Vahn ,00 «. Gilb» , — — — — »lf»ld<»i»»a«.V»00fl.Vilb. I«« »5 1»« ?i »u«ft«..lepl,«isenb, «l>o ff,«M.-------— — »öhm. Nordbabn 150 st. . . , 169 — i?i — , Wtttbahn »00 st. . . , l»»4 — ,»« - Vuschliehlllde, Ges. Otfierl. 50U st. «H«.....57, — 575 — Drau.«ifl»<»t..Dd..,z.)^l»0fl.«. 1»«'— 1«7 — Dur.«°brnbachtl«..N.»uofl.E,---------------- «lisaoetb.«»hn!»0 st, «Vl. . . 20» lk 208 75 „ i'inz'sublvei« »n»o st. ... i8K 50 i«7 — _Vl»b.'Iirol.III,sch»»«Obeib, Viscnb, z,»c>!l. S, itz l»ü 14» 75 Member» »Iasiy Eisen^ bahN'Gesell. l«00 N, ö W. . . 1»«>50 l«7 — ttoyd. öst.-unss., TricN ?,00st,o st. Silb. bi— l>i 50 Mubolf. «ahn xoo st. Silber . l«3 »5 1«» »(, Siebenbülger «iifcnb. »00 st. V, Ib7 >- 157 50 Vlaatsrüco^^bn «»u st, ö. w, . 5«»',k «3» 75 »«ld > «v«l, Glldbahn «»« st, Gl« — , wl , NNlt 70 fi. . . 46— 4» — Tr»n»poll»Veselll I»? — Ung. «orbofibahn »00 si. Gilb«, ib» L? 15» — Un,.weft»>.s«a«b««><,,)»<»ahnw.»^elha, l, i»oofi. 40°/» 102 — 10« — „sen°3nb » »50 Vllbn......... —-— -- Deutsche «eichlbanlnole«. . . 5« «5 »?b 3. Verzeichnis ! derjenigen Wohllhälci, welche sich durch Ab» uahme von Erlüslarlei, zuquilslen dcS Aai-bacher Artnenfo^de-H vun den ndlichcn Besuchen am Neujahrötage, dann zu den Na« men5 und Grburlsfcftcn losgrlaust. ! (Die mit einem Stern bezeichneten haken auch von Namens« und Ocl'urtstagsgratulaliunc» sich losgekauft.) ^ 'Herr Johann Pajl. l. l. Bezirfshauptniann. sammt Wattin, * Marie nnd Antoine Freybrrsser. Herr Emanucl Iaa,vdiz. l. t. Steuer« Ober« inspector, sammt Familie, „ Johann Scheliua. l. l. Landesa.erichts. hilssamlrr < Director in Pct's,on, sammt Familie. " Frau Marie Grunmia. *Herr Dr. Alfons MosM sam t Frau. * „ Ivan hribar sammt Fiau. *Frtlulcin Toni Rupert. * Familie Waldhrrr senior und junior. 'Herr Dr. EiSl. lais, Nath. sammt ssanulie. * „ Nussust Naion Nechliach jniumt Famille. Frau Maqdalrna Günzler. Herr Max wimzlcr. Frau Sofie Günzler. 'Herr Dr. Robert v. Schrey, Advocat. sammt Familie. * Frau Äaronin v. Rasiern. Es. ltzceNenz Fclbzeunmeiftcr Freiherr Piirclcr v. Pilllhain. "Frau Anna Baronin Pürcler. ^herr Dr. Max v. Wurzbach in Laibnch. "Frau Antonie v. Wurzbach iu Laibach. ' „ Marie L. Fridrich. *herr Lambert Fridrich, * „ Johann Voncina, * Familie Rchn. *Hl'»r Mathias hokevar, Pfarrer. 'Familie Mahr. *Hrrr Arthur Mahr saulmt Wemahlin. ' „ Michael z8igmunll vauor» W ^,«n, «erronss»«« 4M W z,st««u« d« b««»«« »" M ^> »in,»«««»'. .^ W «r«miln f>>r »M»l»l.°n« 4 W »r«.«.n, ,.^s«"-«««.°« «" f." W Belmmtmachung. Dcr Tabllla^iliod'^'i'l Maria Ha Plulnil nrbol»c Baljavc 00» Nupa und Nrchtanllchl>W.n unbclanntk.. ^lufoN^ h^l.g wmd< Hcrr Dr. B.uqn, Adooca, i"Krui»l)Mg. unlrrZnst.llm^dcbR^l, s"il)i.lu,'ll^e,chkides von, 3. N^n.w l^^2. ^. <;630, zum Cmlltor »ci u«lum «"f^sllllt. ^ . . ^i l. B^ill^e'icht ilral»b»l1, "M 23. Oezemdn Itttt2. Filz-Cyliiidcichiitc, N3H,",^',"p^Ä st. 4,50. „ 4,50. Ferner empfehle ich meine NriiMsi- ^ilT^-ftiits ""." ^l"' finster und sehr daue» c) l)/^ Ol.UKl.ll.l ^llz^Ml. haftcr Qualität .... per Stüs „ ^,^^1. ^nn^^^>iil«> "''s bestem steierischen Loden, unverwüst- «) ^)f^ x>Ulj0 '^IMl. lich...................pcr Stück „ ^,^V. aller Art, sehr billig. Postbestellunssc» werden proulpt und gewissenhaft ausgeführt, Nichtcorwrnables berrilwilligst zurüclgeiwmmeu. (5400) 4—1 Vrilsscln Hul-Uicdcrlugc, (5413) Nr. 9020. > Bclanntmachllng. Bom t. t. Landes- als Concurs-gerichle in Laibach wird bekannt gegeben, dass in dem über das Vermögen des Philipp Demberger in Neinnarktl mit Edict vom 5. Dezember 1882, Z. 8461, eröffneten Concurse der einstweilen bcstcllte Masseoerwalter Dr. Josef Sllppan in Laibach in diefer Ei-genschaft bestätiget und als dessen Stellvertreter Leopold Mally in Neu-marktl ausgestellt wurde. Laidach am 23. Dezember 1882. l^5328's" Nr. 27^8ö7 Firma-Eintragung. L^om k. k. Landes als Handelsgerichte Graz wird hiemit bekannt gemach!, dass bei der im diesgcrichlli-chel, Handclsr^gistt.r für Gesellschasts« firmen emqrtrdgencn Firma: „Lcykam«Iosefsthal, Acticngescll» schast sür Papier« u. Druckindustric" die Cllitragllng dcr dcm Buchhalter der Oesellsch^t Anton Ieg titsch mit dem Rechte zur statutenmäßigen Fnmazeichnlmg ertheiltenProcura ver-siigt woldcn ist. i^raz am 12. Dezember 1882. "(5159-^) Nr. l)365. Bckanntmachlmg. Nachdem das l. k. Lnlidl'ögrrichl Üinbach über Thrnsia Leüariü! vun Oevlc mit Vl'schlliss vom 24. Oltolirr 1^82. Z. 74«0. od SchwachsilUis« die Culatcl vcrhäxgt hat, nnudr derfrlben ei». Curator m dc, P.rson des Gco,g Llllarilö von Bevlc Nl. 5 bestellt. K. k. Vszi,lsge>icht Obrilaibach, am «. November 1662.' (5367) Nr. 1213. Firma-KintraMg. In das diesgerichtliche Handels« register für Vinzelnsirmen wurde die Nebertragung der bisher von Herrn ValentinOblakals Eigenthümer der unter der Firma „Valentin Oblak" betriebenen gemischten Kramerei in Rudolfswert an seinen groß' jährig erklärten Sohn H'.rrn Alfons Oblat sowie die dem letztern vom erstern ertheilte Berechtigung, vorstehende ge« mischte Krämerei unter der bisherigen Firma ohne Zusatz fortzuführen, eingetragen. K. l. Kreis- als Handelsgericht NudolfSwert, am 5. Dezember 1882. '(b^U—2) Nr. 592 l. Manntinachnng. Vom l. t. Bezirksgerichte Llchwiwald wirt, besmml ue>»mchl. dass mfol^e Be< >chl»,ss.<, dai, hoch!0bliche t l. Krcisgeric',< Cilli t>lto. 2^ Juli l8tt(). Z. AÜ0O, llder H'rvii ^!loi3 Ernies sen.. Nralilälexblsihl'r n, Bianca, wtg^,i Glül>sinmS dir ^u,altl vl^angl l)al und von, gcfrrligttil Gezivls glricht.' dermalen, Herr Anton Snirrler, Cioiliügenieur lnenz von Hrcnowiz zum Curator u.ä ucwm ausgestellt und demselben der Bescheid vom 4. September 1832, Zahl 21U4, zugestellt wmden. K. k. Bezirksgericht Senosetsch, am 28. November 1882. (5354—1) Nr. 7674. Bekanntmachung. Den Tabulargläubigrrn Theresia Oscl geborne Ieraj, Gregor Dobrauz von Srebach, Gcora Orodar von Hrastje, Dr. Johann Pollal von ssrainburg, Oeorg Ieraj von Dornze, Mlliianna Ieraj geborne Icrmann von Dornze und Rechts-«uchfolliern unbelannten Aufenthalts wurde Herr Dr.