^H________ Dienstag, 12. Miiiz 1895. Jahrgang 114. Mibacher ''°U'e I!,srra',,^'"Wn fl^ü<>, Für ble )j»sleNu„<, ins haus „anziahr!,, ft. 1. - Inserilonsgebür: Für ^^^^^^e z» 'l Zrilci! 2Ü lr., grijßcre prr Zeile e lr-1 bci »flercn Wleberholüiigen per Zelle » lr Die «Ualb. Zeit.» «scheint lüglich, mit Aulnahme der Sonn» und Feiertage, Die «bminiftration befindet sich «longreftplah Nr. 2, die Mtdnction Uahndosgassr Nr. Ib. Lprechstunden der Redaction von » bl» ll Uhr vormitt«««. Unfrankierte Vriefe lverden nicht angenommen, Vlanusrripte nicht zurückgestellt. Amtlicher Hheil. Majestät haben mit mit dem 3'. ,"^^'^ung vum 23. Februar d. I. dem "setärd" 3 ^n Dom«. "b"°2 Mazurak zum Domdechant ^ all32"? Johann Haus mann zum Dom- »Nüdlgst zu ernennen geruht. ^ ___ Madeyskim.p. U?!Mer E"nttl>^°st°lische Majestät haben mit sei?' Dr. Ek'.« ^e.bung vom 4. März d. I. dem W^ dleljäbri. ^'chter w Prag in Anerkennung zu?Hen ^ ^" humanitären Wirkens den Titel eines leihen a?s nnt Nachsicht der Taxe allergnädigst Am 9. März 1895 wurde in der l. l. Hof. und Staats» bruckerei das fünfzehnte Stück der kroatischen Ausgabe des Reichs». gesehblattes ausgegeben und verfendet. Nichtamtlicher ^heil Aus dem Abgeordnetenhlluse. Wien, 9. März. Die großangelegte Rede, mit welcher Se. Excellenz Herr Finanzmimster Dr. v. Plener heute in die General-Debatte über die Steuerreform eingriff, hat auf das Abgeordnetenhaus einen tiefen und nachhaltigen Eindruck gcübt. Mit gespanntester Aufmerksamkeit, mit ungeschwächtem Interesse lauschte das Haus den Ausführungen des Finanzministers, der mit durchsichtiger Klarheit nnd plastischer Deutlichkeit die große Reform in ihrem Aufbau, ihren Zielen und ihrer ganzen Tragweite vor den Zuhörern erstehen ließ. Rauschender Beifall erscholl, als Dr. v. Plener einen eindringlichen Appell an die Legislative richtete, die größte Aufgabe gedeihlich zu lösen, welche an das Parlament seit dreißig Jahren herangetreten ist, und durch diese That am wirksamsten jene verbissenen Stimmen zu widerlegen, welche sich namentlich in letzter Zeit darin gefallen haben, die Volksvertretung als eine unfruchtbare, unfähige und sterile hinzustellen. Nicht allzu oft war es einem Parlamente beschieden, in kurzer Spanne einer Session an die Lösung so weittragender, für das ganze Staatsleben bestimmender Probleme zu schreiten, wie diesmal der österreichischen Legislative; Probleme, welche nur durch das einträchtige Zusammenwirken aller Parteien ihrer glücklichen Lösung zugeführt werden lönntn. Die Reform der directen Steuern ist das eine, die Wahlreform das andere. Jene ist unter den verheißungsvollsten Auspicien in das letzte Stadium der parlamentarische« Verhandlung getreten. Der Verlauf der Ausschussberathungen sowie jener der bisherigen General-Debatte haben einen rühmlichen Beweis des einmüthigen und thatkräftigen Willens der großen Parteien gegeben. Die Steuerreform wird diesmal zustande kommen und das Parlament eine Schuld an die Bevölkerung abtragen. Und das rechtfertigt in der That auch die feste Zuversicht, welche Dr. v. Plener heute mit besonderem Nachdruck aussprach, dass dieses Abgeordnetenhaus gleichfalls seine zweite hochbedeutsame Aufgabe, die Wahlreform, einem positiven, befriedigenden Resultate zuführen werde. Der mächtige Wiederhall. den die beredten Worte des Finanzministers im Hause wecken, ist eine Bürgschaft dafür, dass die staatserhal. tenden Parteien sich der großen Pflichten gegen sich, dm Staat und seine Bürger voll bewusst, dass sie von dem Selbstvertrauen in das Gelingen der epochalen Actionen erfüllt sind, durch welche sich das Parlament ein dauerndes und weithin leuchtendes Denkmal in der Geschichte unseres Vaterlandes sehen wird. Nach achtzehn Jahren steht die Plenarberathung über die Steuerreform auf der Tagesordnung des Abgeordnetenhauses. Aber unter weit günstigeren Umständen schreitet dieses heute an die Verhandlung derselben. Viele der Schwierigkeiten, welche ehedem entgegenstanden, sind hinweggefallen. Es gibt heute nie« manden, der die Nothwendigkeit und Dringlichkeit einer Reform der directen Steuern verkennen würde. Parlament und Bevölkerung sind darüber einig, dass eine Neuregelung der directen Steuern nicht mehr hinausgeschoben werden darf, und selbst die Opposition, welche aus taktischen Gründen gegen das Gesetz ankämpfen zu sollen glaubt, wünscht im Herzen selbst nicht, dass durch ihren Widerstand die Reform gefährdet werde. Das Grundprincip der Reform ist die Gerechtigkeit; Gerechtigkeit gegen den Staat einerseits, gegen die Steuerträger anderseits. Der Staat, dessen «luf. gaben im Laufe der Jahre enorm gewachsen sind, kann auf feine bisherigen Einnahmen aus den dirscten Steuern nicht verzichten. Aber in dem großen Rahmen der gesummten Steuerleistung soll eine gleichmäßige Vertheilung durchgeführt werden, dadurch, dass die leistungsfähigeren Elemente stärker und allgemeiner herangezogen, die schwachen entlastet werden. Darin liegt der staatliche, wirtschaftliche und socialpolitische Zweck der Reform. Ihr wichtigster Theil aber ist die progressive Personal-Einkommensteuer. Hier handelt es sich darum, dass die Besitzenden, die ja vorwiegend in der Legislative vertreten sind, eine Belastung auf sich nehmen, welche es ermöglichen soll, für die schwachen Elemente Erleichterungen eintreten zu lassen. Ueber den Erfolg der Personal-Einkommensteuer liegen aber bloß Vermuthungen vor. Deshalb ist es nothwendig, wenigstens die Erwerbsteuer zu contingentieren, um nicht auch auf dem Gebiete dieser Steuer sich auf ein unsicheres Feld zu begeben. Es war ein kühner Schritt, und der« selbe wurde von dem gegenwärtigen Finanzminister unternommen, trotz der Ungewißheit über den Ertrag der Personal-Einkommensteuer, schon jetzt die Nachlässe und die Ueberweisungen an die Länder zu fixieren. Das war nur möglich durch die Aufstellung eines klaren Finanzplanes, welcher erst der Reform ihrm festen Aufbau gesichert hat. Die Nachlässe sowohl als die Zuweisungen an die Länder sind von den oppositionellen Rednern mit einiger Geringschätzung besprochen worden. Wie es sich damit verhalte, hat der Finanzminifter heute in klarer Weise beleuchtet. Er hat die große socialpolitische Ne- JeuNon. El Moienito. j III G . wach U. Theuriet. °l U bische !^ote i" der Vorstadt Trioma ein ki""enit^m?°.n achtzehn Jahren Namens Iuanito Trin? Geratbpw^/"" ^ler und Mutter her, war ^ ^ lus ia^l Wie das Gras auf den Straßen Bald schlief er bei Xen^"e MM,^" ^M eines Posada; heule ill U " einer M '." """ Handvoll süßer Eicheln, Unthat" 2^ die er billig erstanden. Um ^. barin b s/«°"le"d «eine Dienste, deren einträg-^ ^ ^fen" "" ^Uren der Theater ^H ?^'se?n^umpten Kleider war er ein hübscher kl il>' bem lrai.?a 'k""gen Augen, dem lächelnden ^ ^. den B?" H°°r und dem dunklen Teint. 6'Kun7?l'ch 2°"^" 'El Morenito. eingebracht. ?^rw!b!"^.2 '" Wnen Adern ein Tropftn l^ät "wichen A„f^ "lie Zigeuner, besaß er einen ^ U das Herumtreiben und ^ die StHämpfe. UhG Kr game^ Z°5 ""°^ er nun verdrossen, ^gt w gewch" " Passwnswoche waren die Theater ^berläH nÄ ^ " so sein Geschäft als '" Mcht hatte ausüben tNnn.n besass er keinen einzigen «Euarto» mehr in der Tasche. Seine Armut machte sich ihm umso fühlbarer, als gerade am Ostertage eine großartige Corrida der Stiere mit Mazzantini und Frascuelo als Spadas stattfinden sollte. Angesichts der Ebbe m seiner Tasche musste er sich nun sein Lieblingsschausplel versagen. Nichtsdestoweniger entschloss er sich. in den Straßen der Stadt auf ein Abenteuer auszugehen, schickte zur «Vierge de la Esperanza». der er sehr ergeben, ein inbrünstiges Gebet empor, schüttelte dann die Strohhalme aus seinen Haaren und beeilte sich, den Stall zu verlassen, darin er genächtigt. . Es war ein herrlicher Morgen. Auf dem tiefblauen Himmel zeichnete sich. vom Morgenroth um° glänzt, der schlanke Thurm des Domes mit wunderbarer Klarheit ab. In den Straßen wimmelte es schon von Landleuten, die nach Semlla gekommen, die Processionen der «Confradias» anzuschaucu. Als der Morenito über die «Plaza de Toros» kam, sah er schon den langen Schweif der Schaulustigen, die den Billetschalter belagerten, und das vermehrte noch seinen bitteren ! Kummer. ^ , ^. ^. ^ Vier Stunden lang strich er durch die Straßen und soa aierig den Duft des Braten« ein und der gimlmtbreheln, die gar lieblich in den Pfannen "schmorten, folgte er den Spuren der Toreadores, die selbstblwnsst gemessenen Schrittes vor den Ease's einherstolzierten in ihrer kurzen goldgestickten Jacke und den engen Hosen, die ihnen wie angegossen saßen. Er zerbrach sich den Kopf, wie er wohl ein anständiges Mittel, ein paar Pesetas zu verdienen, ausfindig machen könnte; vergebens machte er den Versuch, sich unter die Verkäufer zu drängen, die die Programme der Processionen mit den Namen der verschiedenen Brüderschaften ausriefen. Alle Plätze waren vergeben, und man wies ihn überall zurück. Schließlich drängte er sich — er war halb erschöpft — mit leerem Magen, den Rücken von der Sonne versengt, nach dem Marktplatz durch, wo die Processionen sich aufstellen mussten. Unter einem der Portale zur «Nudiencia» fand er einen fchattigen Winkel noch frei, und so beschloss er, hier auszuruhen und den Zug der «Eonfradia«, zu erwarten. .Wer schläft, speist,, heißt das Sprichwort — und da er nichts zu essen hatte, so leistete sich der Morenito wenigstens eine llichtige Portion Schlaf dafür. Bald war er dcnn auch fest eing« schlafen, und so sah er wirklich bildschön aus —der Länge nach lag er auf den weißen Fliesen ausgestreckt, den einen Arm unter dem schwarzen Krauskopf — die Augenlider mit den langen Wimpern waren geschlossen und um die halb« geöffneten Kirschlippen, darunter schneeweih die zierlichen Zähne hervorschimmerten, spielte ein unbestimmtes Lächeln. Während er schlief, kamen ein paar Touristen des Weges: Neuvermählte, das sah man aus der Art, wie sie sich untergesasst hatten. Laibacher öeituna Nr. 59. 486 12. März 1895. deutung der Gradation bei den Nachlässen in Ansehung der Erwerbsteuer dargelegt, er hat aber auch nachge« wiesen, dass eine analoge Abstufung bei der Grund» steuer zu Unzukömmlichkeiten führen würde und daher nicht durchführbar sei. Auch die Progression bei der Einkommensteuer verfolgt ein socialpolitisches Ziel. in« dem sie die maßvolle aber entschiedenej Heranziehung der leistungsfähigeren Classen beabsichtigt. Die Zuweisungen an die Länder, wie sie zunächst in Aussicht genommen sind, werden wohl den wachsenden Exigenzen der Landesfinanzen nicht das Gleichgewicht halten. Allein bei dem zu erwartenden günstigen Erfolge der Peisonal'Einkommensteuer werden sich im Laufe einer nicht allzu fernen Zeit auch die Dotationen der Länder erhöhen. Ueberdies hat aber der Finanzplan noch eine andere, weiterreichende Bedeutung. Mit der Aufnahme des Grundsatzes, dass ein Theil der Realsteuern den Ländern überwiesen werden soll, wird ein Princip ausgesprochen, dessen Eonsequenzen für die künftigen Gesetzgebungen und Regierungen gegeben sind und welches in seiner weiteren Entwicklung dahin führen muss, die gesummten Realsteuern den Ländern zu überlassen. Damit eröffnet sich also eine bedeutungsvolle Perspective für die finanzielle Consolidierung der Landes« sinanzen. Politische Ueberficht. Laib ach, 10. März Durch den im Abgeordnetenhause eingebrachten Gesetzentwurf betreffend die Gewährung von Unterstützungen aus Staatsmitteln zur Linderung des Nothstandes wird die Regierung ermächtigt, zur Unterstützung der hilfsbedürftigen Be« völterung in den vom Nothstande bedrohten Gegenden einzelner Königreiche und Länder Beträge aus Staatsmitteln bis zum Belaufe von 160.000 fl. nach Maßgabe dcs wirklichen Bedarfes gegen Rechnungslegung zu verausgaben. Dieser Betrag ist zur Gewährung nicht zurückzuzahlender Unterstützungen, insbesondere behufs Beschaffung von Lebensmitteln, von Saatgut und Viehfutter und nach Maßgabe der obwaltenden Verhältnisse behufs Wiederherstellung zerstörter oder beschädigter Objecte sowie zur Ausführung gemeinnütziger öffentlicher Arbeiten bestimmt. Das Subcomiti des zur Vorberathung des Urheberrechtes eingesetzten Ausschusses hielt am 9. d. M. eine Sitzung, in welcher eine vollständige Einigung der Mitglieder betreffs sämmtlicher Bestimmungen des ersten Hauptstückes erzielt und zum großen Theile die Anträge des Referenten Dr. Pietak, welche keinen principiellen Gegensah zu den Beschlüssen des Herrenhauses darstellen, angenommen wurden; es wurde ferner beschlossen, die Berathungen des Sub-comits ohne Rücksicht auf den Zeitpunkt, in welchem das Gesetz im Hause zur Verhandlung gelangen soll, zu Ende zu führen. Wie Präsident Freiherr v. Chlumecki am Schlüsse der heutigen Sitzung des Abgeordnetenhauses mittheilte, wird die heutige Sitzung von längerer Dauer sein. Es besteht nämlich die Absicht, die Ge« neraldebatte über die Steuervorlagen womöglich am Montag zu Ende zu führen. Die Abstimmung über das Eingehen in die Specialdebatte dürfte jedoch kaum vor Dienstag erfolgen. Wie aus Kronstadt gemeldet wird, hielten die gemäßigten Sachsen des Aurzenlandes am 8. d. M. eine gut besuchte Versammlung ab, in welcher die Organisa» tion der Partei beschlossen und zu diesem Behufe ein Executivcomiti gewühlt wurde. Die Umsturz-Commission des deutschen Reichstages nahm mit 15 gegen 6 Stimmen Art. 2 der Regierungsvorlage mit den Zusatzanträgen des Abg. Dr. v. Buchka an, wornach es zulässig sein solle, das besondere Militär-Gerichtsverfahren auch bei Beurtheilungen auf Grund des Strafgesetzbuches II, Abschnitt 1, betreffend Hochoerrath und Landesverrath, Abschnitt 2 und 3 betreffend Beleidigungen des Landes-! Herrn und der Bundesstaaten und auf Grund des § 271, Ziffer 3, 4. 5, 7 und 3, des Strafgesetzbuches anzuordnen. Die französischeRegierung beschäftigt sich nach einer Mittheilung der «Köln. Itg.» mit der Frage, das Budgetjahr anstatt mit dem 1. Jänner mit dem l. Juli beginnen zu lassen. Falls die Kammern einen dahingehenden Antrag annähmen, würde die Regierung für das erste Halbjahr 1896 sechs Monatsbudgets verlangen. Für das Budget 1896/97, das erst im Jänner 1896 vorgelegt würde, hätten die Kammern bis Ende 1896 zur Berathung Zeit. — Im Minister-rathe theilte der Kriegsminister und der Marine-minister mit, dass die Transporte nach Madagaskar in vortrefflicher Weise vor sich gehen und die Kosten der Expedition voraussichtlich die votierten Credite nicht übersteigen werden. — Präsident Faure wird sich nach dem Lager von Sathonay bei Lyon begeben, um den für den Feldzug in Madagaskar formierten Regimentern die Fahnen zu übergeben. Aus Madrid wird amtlich Verlautbart, dass in den ersten sieben Monaten des heurigen Verwaltungsjahres die Zolleinnahmen um 7 Millionen weniger als in der gleichen Periode des Vorjahres ergaben. Das englische Unterhaus hat den Antrag Pease, der einen Protest gegen die Fortdauer der Sclaverei in Zanzibar und Pemba bezweckt, mit 153 gegen 106 Stimmen abgelehnt. Aus Belgrad wird die Meldung eines Auda-pester Blattes von der angeblichen Vertagung der Skupschtina-Wahlen durch eine königliche Weisung als Misstrauenslundgebung gegen das Cabinet von authentischer Seite als durchaus erdichtet bezeichnet. — Von der gemeldeten Reise des Gesandten Garasanin ist in den maßgebenden Kreisen nichts bekannt. Nach einer amtlichen Bekanntmachung haben die Japaner die Garantie für die Sicherheit der Ausländer in Jinkow übernommen und eine Untersuchung über einige Rechtsverletzungen, die Ausländern während des Gefechtes zugefügt wurden, eingeleitet. Die fremden Niederlassungen in Jinkow werden von den japanischen Truppen bewacht. Die englischen und amerikanischen Kriegsschiffe haben den Schutz für ihre Landesangehörigcn in die Hände der Japaner gelegt. In Jinkow ist alles ruhig. Tagesneuigleiten. — (Auszeichnung.) Nach einem veröffentlichten kaiserlichen Mas wurde Karl Siemens, Mitinhaber der Firma Siemens « ^ glicd des Abgeordnetenhauses. Er war Ritter °" "^^ der eisernen Krone zweiter Classe und Comthur des o Iosef-Ordens. ^ — (Leopold von Sacher-Majoch "h O seiner Vesihung Lindheim in Oberhessm ist am u- ' ^ wie aus Frankfurt telegraphisch gemeldet wird, der steller Leopold v. Sacher-Masoch gestorben. ,^) — (Ein verurtheilter «bgeordn«^ Das Schwurgericht in Hannover erkannte gegen ^ maligen Reichstagsabgeordneten Leuß wegen ^ «M-zum Meineide eine Iusatzftrafe von vier Monate""^ hau« und gegen Frau Schruh wegen Meine've Monate Gefängnis. ^b — (Seherausstand.) Seit einigen W^.^l in Sofia wiederholte Ausstände von Seite lyp°g"^ ^ Arbeiter ersolgt. Während es sich aber bM" " ^. vereinzelte Arbeitseinstellungen in einigen Dru««" ^, belte. sind seit 10. d. M. sämmtliche typog"M"Attil heiter, alle Mitglieder des Syndicates, in oen^ ^ eingetreten, von welchem nunmehr alle Druse troffen find. ^ v°" — (Ein Dampfer angefahren) ^l Neworleans kommende Paketdampfer *2ongleu ^ze. am 6. d. M. gegen einen Pfeiler einer s'se"v"" soiB Sieben Personen find ertrunken; eine AnM ^ wird vermisst. gM — (Erdbeben.) Wie die «Kölnisch« ^ch Zeitung, meldet, wurde am 6. b. M. abends ^ 10 Uhr fast in der ganzen Rheinprovinz e'^ell erschütterung verspürt, die von Südost nach sleng- ^ean.)^! — (Kabel durch den großen ^ce B verlautet, würden sich Russland, Frankreich. ^ eil" Hawaii der amerikanischen Compagnie für U^ ^ ^c Kabels von San Francisco nach Hawaii «no MN nach Japan und den französischen In)"" .^he be" Ocean anschließen. Die Verhandlungen seien ° Abschlüsse nahe. ,^e "« — (Zerstörte strengen Winters wurden die berühmten ""^ell . « ^^outensaale, da« viel Neues und ^ül ^"^'lantes brachte, denn die Symphonie von l«ten. !».»« !^ llhornummern waren sür Laibach Novi-^eidosl!)^' ""^ete manchen das Programm etwas d"en die U,?"' aber wie kraftvoll, wie lebenssprühenb iinb lvir k- ?"' ^ ^° vorüberrauschten l Vor allem " Dwül« ""bsamen Concertdirigenten dankbar, dass ?"l!llhrun/b"r^ "p 60, zur Anderer Vl? ^ auch dem Publicum ward ein ^en«lreuk.,.. ^amit erwiesen, denn die warme lelbji den L«' 'l ^ irischempfundene Melodik nimmt üekngen w. >ü '°^^ ^^ lich ein und hält ihn noch da feiten u^!l^"'^ vollendeten contrapunltlichrn ^lvundtt..». . ^ "'ivolle Verarbeitung der Themen die !ie H^" Musilers erregen, ^"iühruna . b«"° Matica» hat eine lobenswerte neue ""° Wulär t.^"' "^m sie nebst dem Programme ^"phonie m> m Erklärung der einzelnen Sähe der . "schrill ? ^"ikichnung der Themen und Motive in °"lt genuin"" Publicum zukommen lieh. Wir sind ^ schönen N°^" ^ ^"lgabe enthoben, in die Detail« ^" Echildp. einzudringen und wollen uns mit ^°"t>. h^^"^< von allgemeinen Gesichtspunkten aus- in seinem «Ein Vierteljahrhundert s^Wäl ist ei >-"^ ^ Symphonie unter anderem: ^"lchllst jsf. ? "ymphoniler ersten Ranges und seine M°nt u d„l °^ D-moil-Symphonie (das lebendige ^l»en D..^ «'^ "N Meisterwerk auserlesenster Art. " schon "..^nssrlsche quillt in der That dem gu-9?"' der N^., " "ften Satze der Symphonie ent. ,! "«sreude >.. 1^" und Weben farbenprächtig schildert, ^^hrun« s-^ltrömt ^" ""lere Werk, in dessen !?5^lchlvz" '.^ ^"oi'äl als ausgezeichneter Meister in ^?'«inhe ^^""lschen Arbeit zeigt. Orga-?"schtozeri«tt' ^ ^eigt er ein glänzendes Spiel mit " VufgH" "us'lalischen Problemen, bis zum äußer-».^etvunb,«, ^""^ und Orchestermlttel. ?^lN b°n - "scheint die Vielgestaltigleit und W clÄ^ 'n s°uw.l°""^ ""en Bildungen, wie sie groß-Men Um "^ Beherrschung der genial erweiterten ? 1^ Umwc.^ Obacht werben kann. Mannigfache U ^»veiteru« ""°"' Verkleinerungen. Vergrößerun-lG«""^ des ^""l"°°° Engsührungen. steigernde z»?. ""« den «^°""' besonders im letzten Sahe. 3 "kenn"« deichen, ^lseitigen. absoluten ^°", einbildet einen lyrischen, poesievollen Ruhe-ei^ ^°s Eck,7 ^tlmmungsbild subiectiver Empsin-»ih^ llilrlnisch!^ bringt nationale Motive (tui-mny, W« ^ und /H V"ben Tanz von hinreißendem Mw t«ntt^.? D" Trio desselben bewegt sich in « »vobefV? "it einer anmuthigen Hirten-< ^Rschlu, k, "e Verwendung des Piccolo auf-^heiles '"^ eine stürmische Wiederholung des ^ feinem" ?""e krönt als Abschluss da« Husi '"sernt v..w "Elchen Inhalte mit dem ersten 5>^M relck "bt. "kennt man hier absolute -?-^ «, lln ^l^.«^ ^^^^ Interessant l der Rhythmus eines mittleren Themas, da« wie ein s fröhliches Iagdlied erklingt. Besonders hervorzuheben sind l die in modernen Symphonien so seltenen organisch auftretenden Uebcrleitungsfätze und Rückgänge, deren Mangel z bekanntlich von Hanslick wiederholt einzelnen Componiften, < so unter anderen Bruckner, Goldmarck, in dem Sinne > vorgeworfen wird, dass fle zu viel neue Motive bringen. < Die Verwendung nationaler Motive betreffend, haben l wir jüngst unsere «lnsicht anlässlich der Nutführung des l Quintettes von Dvorak zum Auedrucke gebracht. Man lese überdies die Besprechungen über die L äur-Symphonie («Aus der neuen Welt.) und die neuesten Quartette, in denen Dool'ät Melodien aus Nsgerliedern in genialster Weise verarbeitet hat. Bei Dvorak handelt es sich eben nicht darum, was. sondern wie er es verarbeitet. Das Mililärorchester führte unter der ausgezeichneten Leitung des Dirigenten Herrn Mathias Hubad das an Schwierigleiten reiche Weil vortrefflich aus. Man sieht deutlich, welche Fortschritte ein Orchester durch beständiges Zusammenspiel und ununterbrochenes Ueben unter der Leitung kunstverständiger Dirigenten macht. Ohne die Schwungkraft des orchestralen Körpers zu hemmen, wurden in plastischer Klarheit die bedeutenden Details verständnisinnig hervorgehoben. Im großen Zuge kam der erste Theil, discret das Adagio, vorzüglich das in wilder Lust dahinjagende Scherzo, in würdiger Weise das Finale zur Gellung. Sehr zustatten kam der Aufführung die vorzügliche Blechharmonie des Orchesters, dem sich im ganzen und großen, wenn auch nicht immer ganz ebenbürtig, die Holzharmonie anschloss. Bei dm Streichern, so Tüchtiges sie auch leisten, vermissen wir manchmal die intensive Klangfülle und Wärme, die nur durch eine entsprechend volle Besetzung derselben erzielt werden kann. Selbstredend sind das vorderhand nur akademische Erörterungen; bei den dermaligen orchestralen Verhältnissen ist an eine Verstärkung des Streichorchesters nicht so bald zu denken, und es entspricht auch die gegenwärtige künstlerische Leistungsfähigkeit des Orchesters den weitgehendsten Ansprüchen. Das zahlreiche Publicum verfolgte mit warmem, steigendem Interesse das schöne Werk und zeichnete den Dirigenten Herrn Hu bad nach jedem Satze durch rauschenden Beifall aus. Zwei Frauenchöre von Vrahms mit Horn- und Harfenbegleitung bildeten die zweite Programmnummer. Die Chöre zeigen tiefe und wahre Empfindung, die sich in der gewähltesten Form des Ausdruckes offenbart; das Düstere. Grübelnde ist diesen Compositionen des Meisters fern. Interessant ist der myxolydische Anfang des ersten Chores, stimmungsvoll die Farbenmischung der Hörner mit den Harfenllängen und Frauenstimmen. Eine wertvolle Bereicherung erhält die slovenische Chorliteratur durch einen neuen gemischten Chor von Stanko Pirnat, « Halost» betitelt. Die Composition verräth musikalische Intelligenz, seinen Geschmack, ist überhaupt ein schöner lyrischer Chor, der den besten Eindruck macht. Ein Männerchor von Vendl « Tambor » ersreut durch seinen srischen Rhythmus und die originelle, den Trommelschlag geschickt nachahmende Clavierbegleitung. Frisch und schwungvoll schreitet der Chor vorwärts und verseht den Zuhörer in die angenehmste Stimmung. Den erhebendsten Abschluss bildete Handels unsterbliches «Halleluja» auS dem Messias, das durch seine antike, hehre musikalische Schönheit und Großartigkeit in einer geil, wo Nervenreizung manchmal da« einzige Be- treben der Componisten ist, beruhigend und erhebend virlt. Die Vorzüge des großen und ftimmbegabten Thore« zeichneten auch gestern wieber die einzelnen Nummern ms. Reine Intonation, zarte, geschmackvolle Toniärbung mb verständnisvolles Eingehen auf die Intentionen des lomponisten. Es ist das auch nicht anders zu erwarten; )a der Dirigent Herr Hubad ein ungemein gewissen-)after und strebsamer Musiker ist, find die Resultate auch überraschend gut. Die Ton Qualität der Stimmen ist >chön ausgeglichen, und was Nuancenreichthum anbelangt, io bleibt nur noch wenig zu wünschen übrig. Der Klang st durchwegs edel, und manchmal gelingen dem Thor Vchwellungen, d. h. orsgoonäi und äimiuusuäi von ganz lvunderbar gleichmäßiger Abstufung. Reicher Beifall folgte daher auch allen Chorvor-trägen der trefflich geschulten Sänger, die — wenn sie so beim Studieren bleiben, noch manches Schöne leisten werden. Anerkennung verdient auch Herr Hoffmeifter für die wirkungsvolle, verständnisinnige Begleitung des Chores von Vendl und die Begleiter der Chöre von Grahms für ihr discretes Spiel. ^. — (Stempel.) Das k. l. Finanzministerium hat »nlässlich mehrerer Anfragen betreffend die Stempel-behandlung der Eingabm und Anzeigen zur Errichtung von Vereinen eröffnet, dafs die Gesuche um Bewilligung zur Errichtung, beziehungsweise die zu erstattenden Anzeigen über die beabsichtigte Bildung eines Vereines der Stempelgebür per 50 kr. von jedem Bogen unterliegen. Die diesen Gesuchen, bezichungswcise Anzeigen, angeschlossenen Slatutenexemplare und andere Beilagen unterliegen der Stempelgebür von 15 kr. von jedem Bogen. Für das mit Genehmigungsclausel zu versehende Statuten-exemplar aber ist gleichzeitig mit der Ueberreichung der Eingabe der Stempel per l st. für den ersten und 50 kr. sür jeden weiteren Vogcn beizulegen, welche Stempel jedoch erst dann zur Verwendung zu gelangen haben, wenn das fragliche Stalutenexemplar mit der Geneh-migungsclausel versehen wird, demnach diese Stempel zurückzustellen sind, falls die Genehmigung nicht erfolgt. —o. — (Unfälle.) Die Unfälle, welche sich im heurigen Winter infolge von Glatteis u. dergl. ereigneten, haben vorgestern einen bedauerlichen Zuwachs erhalten, indem der Landes-Nuchhaltungbeamle Vizjal vor der landschaftlichen Burg so unglücklich zu Boden fiel, dass er einen doppelten Bruch des rechten Fuße« erlitt. E« möge dieser Unfall neuerlich zur Mahnung dienen, die Reinigung der Trottoire fchleunigft durchzuführen. — Gestern nachmittags gegen 3 Uhr ist ein mit Mehlsäcken voll beladener Wagen eine« hiesigen Mehlhändlers an der Ecke des Urbanc'fchen Hauses an der Rathhaueplah. Seite in da« letzte Auslagefenfter gestürzt, zertrümmerte die Scheibe und drückte die ausgelegten Warenftücke ein. Das« der Unfall, welcher fich ob der beträchtlichen Vertiefungen in dem nicht genügend ent» fernten Schnee bei der Gassenenge leicht ereignete, eine große Menschenmenge herbeilockte, ist selbstverständlich, und es kann als ein wahres Glück bezeichnet werben, das« sich zur Zeit des Sturze« lein Passant an der Trottoir-ftelle befand. —c>. — (Kosten für Schneesäuberung.) Die Kosten sür das Säubern der Straßen vom Schnee und das Wegführen desselben betrugen in der Zelt vom 3. bis 9. März 1124 st. ^°n«,us. Klippen. ° der Gesellschaft von T.Tfchürn°u. ^7^ ^ ^u Worte kommen zu lassen, fuhr Ü^ntas^H^ftüm wirst du wählen? Ich denke. °t U^l n m ^ weiß, mit Gewinden von °5« Pech^^', Du wirst entzückend sein, ^/ Älunien^ Keme andere würde sich gerade ^M^tlschen 3Ä.'° 9"t eignen wie du mit K ä"er?^lchemmlq. Ich s^bst werde das ^F "bel ss"' " Mikadotracht die mir, denke », ?au?"f^. Die harren soll Sascha ^be ?l am a"'«^ nur irgend ein pikantes ^n 3,wird als U? '" Wmt, und die kleine '° elM lein N"u lsche Weinschenkin zum An-^ für .. niedlich^^ ^ Galanteriewaren habe ich >« d> "HZ " N°?^l. Ilsenburg ausersehen <> - ich denke, es lein - habe ich die qe- »n ""d londnN" No« gefunden -natürlich ^>V" no^^N?"3'gs^ufbrechen. Ich vor an" Machen u^i ^^ in der nämlichen zuerst zu dir, um "eme NetheUtgung zu sichern - «Die ich aber leiden versagen muss,» schob Tessa hier ein. Das farblose Gesicht der Gräfin Rabenau zog sich merklich in die Länge. «Ich verstehe nicht.» sagte ste pikiert. «Du sagtest doch vorhin —» , . «Nichts, soweit ich mich erinnere,» antwortete Tessa in einem hochfahrenden Tone, der durch ihre nicht mehr zu zügelnde Uugeduld noch mehr gesteigert wurde. «Ich habe mehrmals versucht, dich zu unterbrechen, du warst aber so eifrig bei der Sache dafs du e« nicht bemerktest. Dein Plan ist za seyr schön und wird auch ohne Zweifel viel Erfolg haben; ich muss dich aber. wie schon gesagt, bitten, bei der Realisierug desselben nicht auf mich zu rechnen.» Die kleinen, stechenden Augen der Gräfin nahmen eine grünliche Färbung an; sie erinnerten lebhaft an die einer gereizten Katze. . .. ^. ^ ... «Willst du mir mcht wenigstens den Grund deiner Weiaeruna nennen?» fragte sie, in nervöser Aufgeregt-heit'an ihren Handschuhm zupfend. «Sehr gern! Ich eigne nnch mcht für derartiges, ^ch bin zu schwerfällig, mein Wesen würde die Käufer abstoßen, statt sie anzuziehen - «O was das betrifft, du brauchtest dir gar keme besondere Mühe zu geben,» sagte die Gräfin, die wieder a si ^ z" lchbpfen,.-Der Umstand, dass du ^Baronin Zähringen und die fchonste Frau W.ens bitt würde vollkommen genügen, dir emen großen Cassen« er ola zu sichern, niemand würde wagen, dir weniger als ein Goldstück für einen deiner kleinen Blumensträuße anzubieten.» «Wohl möglich — aber ich liebe solche öffentliche Schaustellungen nicht.» «Auch nicht, wenn es sich um ein Werk christlicher Liebe handelt?» fragte die Gräfin gereizt. «Nein — auch dann nicht!» Lori Rabenau zeichnete mit der Spitze ihres Sonnenschirms allerlei Hieroglyphen auf den Teppich. «Fürchtest du nicht, missoerstand?n zu werben, meine Theure?» fragte sie mit einem Lächeln, hinter dem sich nur schlecht ihr heftiger Aerger verbarg. «Nein, nicht im mindesten,» erwiderte Tessa gelassen. «Oeffentliche Schaustellung,» wiederholte die Gräfin kopfschüttelnd, «das ist ein herbes Wort, wenn man bedenkt, dass eine Herzogin Louise sich gütigst herbeigelassen hat, uns ihr Protectorat über den geplanten Vazar zuzusagen. Die hohe Dame scheint also deine Ansicht von der Sache nicht zu theilen.» «Nein — schon deshalb nicht, weil die hohe Frau von ihrem Standpunkte aus vor allem den wohlthätigen Zweck im Auge haben muss.» „ .., , ,. .. «Und die zahlreichen Damen der Anstokratle, die sich zweifellos bereit finden werden, das ihnen übertragene ehrenvolle Amt zu übernehmen?» Tessa lächelte. «Sie denken eben über die Sache ander« und vielleicht richtiger als ich. Meine Ansicht ist eme rein persönliche, für die ich durchaus leine Anhänger zu werben wünsche, aber sie ist die meine, und deshalb handle ich nach ihr.» (Fortsetzung solgt.) Laibacher Zeiwna Nr. 59. 458 12. März M^ — (Geschäfts-Uebertragung.) Frau Ja« cobine Kastner hat ihr unter der Firma Michael Kastner auf dem Nurgplahe Nr. 1 hier bestehendes Spe» zerei» und Lolonialwaren'Geschäft an ihren Geschäfts« führer Herrn Julius lllbert und ihren Sohn Herrn Gustav Kastner im Verlaufswege übertragen. * (Deutsches Theater.) Per gestrige Abend brachte uns den Schwank von Rudolf Kneifet «Sie weiß etwas». Es ist dies eines jener harmlosen Stücke, die das Publicum in die angenehmste Stimmung versetzen und sich bis zum Schlüsse in der ungezwungensten, natürlich heiteren Laune fortbewegen. Gespielt wurde recht brav. Insbesondere traten durch ihre guten Leistungen Frl. Nellau, Herr Herrnfeld und Herr Femminger hervor. Erstere wurde vom Publicum für ihr anmulhigcs Geplauder durch lebhaften Veifall ausgezeichnet. Die gute Aufführung hätte ein besser besuchtes Haus verdient. — Pas Benefiz der Operettensängerin Fräulein Mral musste wegen Er-lranlung der Künstlerin bis auf weiteres verschoben werden. — Ueber vielseitiges Verlangen wird morgen das indische Meisterdrama «Vasantasena» wiederholt. U. — (Aus Adelsberg) geht uns die Mittheilung zu, dass im Bereiche des dortigen politischen Bezirkes der Schnee eine so außerordentliche Höhe erreichte, wie es seit vielen Jahren nicht beobachtet wurde. Beispielsweise beträgt die Höhe der Schneedecke in einer Stricke von zwei Kilometer bis zu sechs Meter. Iur möglichst raschen Nbräumung der Schnecmassen wurden seitens der politischen Behörde so viele Arbeiter und Arbeiterinnen aufgenommen, als solche überhaupt zu haben waren, und es ist die Strecke Adelsberg. Wippach seit 9. d. M. fahrbar. Die übrigen Strecken, mit Ausnahme der Birnbaum« Straße, sind am 10. b. M. frei geworben, und auch die letztere Straße dürfte trotz der sehr schwierigen Arbeit in zwei Tagen durchbrochen sein. —o. — (Oeffentliche Gewaltthätigkeit.) An« drea« Kozelj, 28 Jahre alt, lediger Schlosser in Velde«, ein wiederholt abgestraftes Individuum, drang am Aten d. M. gegen 3 Uhr nachmittag«, mit einem Messer be« Waffnet, in das Haus des Kleidermachers Franz Zuftan in Vetoes und bedrohte, während letzterer in der Kirche wellte, dessen Ehefrau Gertraud gupan und ihre drei Kinder im Alter von 1'/« bis 3 Jahren stehend, damit. Während Gertraud gupan mit ihren Kindern flüchtete, zerstörte der Unhold Iimmergegenftände und drang in die andern Localitäten der Wohnung ein. Bei seiner Verhaftung vergriff sich Kozelj an dem Gendarm und zerriss diesem den Mantel. —1 — (Strafverhandlung gegen Koppen-heler.) Gestern begann, wie gemeldet, in Graz die Straf« Verhandlung gegen Ignaz Msyer^ falsch Anton von Koppenheier genannt. Derselbe wird beschuldigt, eine Reihe von Geschäftsleuten durch Vorspiegelungen zu Warenlieferungen und sonstigen Creditierungen verleitet zu haben. Nus den Gründen der Nnllage geht hervor, das« May?r seit 1893 in Graz und Salzburg unter dem Namen Director v. Koppenheier lebte, sich in die besten Gesellschasslreise einzuschmuggeln wusste und zum Director der Salzburger «Fremdenzeitung» ernannt wurde. Mayer hat eine bewegte Vergangenheit hinter sich, wurde als Sohn eines praktischen Arztes in der Nähe von Temesvär geboren und zugleich mit seinen Eltern getauft. Derselbe verwendete sich in Ungarn als Journalist bei mehreren Pester Blättern, gab sodann in Wien ein Journal unter dem Titel «Katholische Gcsellschast» heraus, welche« an der Spitze die Bezeichnung trug: «Chefredacteur Arno Mayer, ausgezeichnet durch den Segen Sr. Heiligkeit Leo XIII». Da« Blatt hatte die Tendenz, eine Kirchen-paramenten.Niederlag'', deren Eigenthümer Juden waren, vor Angriffen zu schützen. In Wien wurde Mayer zu einem Jahre schweren Kerkers verurtheilt und aus Oesterreich ausgewiesen. Er tauchte sodann in Pest, später in Paris und schließlich in München auf, wo er eine Zeitung «Frauenheil» herausgab, welche mit einer Möbelniederlage in Verbindung stand. Seit 1893 verblieb er zumeist in Oraz, wo er im Hotel «Elefant» auf großem Fuße lebte. — (Vom Theater.) Heute wird zum Vortheile des Regisseur« und Opernsängers Herrn Nolli die Oper «Trovatore» aufgeführt. Herr Nolli, die Hauptstütze der sluvenischen Oper. feiert unter einem das Jubiläum seiner dreißigjährigen Bühnenthätigkeit. Es wird voraussichtlich an Ovationen für den verdienten Künstler nicht fehlen. — (Sanitäres.) In Vlutigenftein, Bezirk Gott-schee, erkrankten kürzlich in einem Hause sechs Personen an Typhus. --o. — (K. l. priv. Cüdbahn-Gesellschast.) Einnahmen vom 26. Februar bis 4. März 1895: 688.831 fl., in derselben Periode 1894 795.905 fl.. Abnahme 1895 107.074 fl., Gesammteinnahmen vom 1. Jänner bis 4. März 1895 6,118.212 fl., in der. selben Periode 1894 6,376.617 fl., Abnahme 1895 260.405 st. — (Stand der österr.'ungar. Bank vom ^. März.) Nanlnotenumlauf 466,287.000 Gulden l—lH?^^' Metallschatz 319,188.000 Gulden L°md«d 2?'.k°K"« 126 161.000 (^ 2.709.000), steuerte Nanw^n ^'".^ 1.195.000 Gulden). (- 980.000 ")^"' 03.249.000 Gulden — (2 iederabend.) Der von der Concertsängerin Fräulein von Pollak unter Mitwirkung der Herren IöhrerundGerftner veranstaltete Liederabend beginnt heute um halb 8 Uhr abends. Derselbe findet im großen Saale der Tonhalle statt. — (Mondes finsternis.) Die totale Mondes-finslernis konnte wegen des bewölkten Himmels nicht be» obachtet werden. Ein gleiches wird auch aus Wien und anderen Städten gemeldet. Neueste Nachrichten Sitzung des Abgeordnetenhauses am 11. März. Im Abgeordnetenhause des Reichsralhes beantwortete heute der Herr Minister des Innern Marquis Bacquehem eine Reihe von Interpellationen, u. a. jene des Abg. Wrabetz wegen der Versicherungspflicht von Krankheitsfällen der Beamten der Erwerbs- und Wirtschaftsgenossenschaften in bejahendem Sinne und die Interpellationen der Abg. Graf Alfred Coronini und Schamane! bezüglich der angeblichen Ve» gewaltigung der slovenischen Bevölkerung in Trieft durch die autonomen Gemeindebehörden, bezw. der czechischen Bevölkerung in Reichenberg durch dieselben Organe, dass derlei Anschuldigungen den thatsächlichen Verhältnissen nicht entsprechen. In fortgesetzter Generaldebatte über die Steuerreform vertheidigte Abg. Dr. Vyk die Steuervorlage, bemängelte jedoch die geringe Berücksichtigung der Gemeinden. Redner erklärt schließlich, filr das Eingehen in die Specialdebatte stimmen zu wollen. Abg. Dötz befürwortet die Herabsetzung der Grundsteuer-Hauptsumme auf 25 Millionen und empfiehlt, die Ausfälle aus der Börsensteuer zu decken. Redner erklärt sich gegen die Vorlage Nachdem noch Abg. Dr. Groß für die Vorlage gefprochen, wurde Schluss der Debatte mit 103 gegen 4 Stimmen angenommen. Abg. Dr. Lehmann bemängelt unter stürmischem Widersprüche und Unruhe die Abstimmung, da nur 80 Abgeordnete anwesend waren. Der Vorsitzende constatiert, dass richtig gezählt wurde. Zu Generalrednern werden sodann gewählt: Abg. Doctor Menger pro, Abg. Dr. Kramal- «cmtra. Nachdem Abgeordneter Dr. Kramäl- empfohlen hatte, in die Special« debatte nicht einzugehen, da die Vorlage nur einen schwächlichen, entwicklungsunfähigen Anlauf zu einer Reform nehme, wurde die Verhandlung abgebrochen. — Nächste Sitzung morgen. Der Krieg zwischen China und Japan. Newyork, 11. März. Wie «World» aus Tokio meldet, ist die chinesische Regierung von den allgemeinen Friedensbedingungen benachrichtigt worden, unter welchen die japanische Regierung einwilligen würde, Frieden zu schließen. Die chinesische Regierung hätte geantwortet, sie sei bereit, den vorgeschlagenen Vertrag zu unterzeichnen. Die betreffende Eorrespondenz werde durch die amerikanischen Gesandten in Tokio und Peking vermittelt. __________ GelsgratNins. Wien, 11. März. (Orig.-Tel.) Mehrere Blätter melden aus Berlin, dass Se. Majestät Kaiser Franz Josef über Einladung Sr. Majestät des deutschen Kaisers zur Eröffnung des Nordostfee«Canals sich nach Kiel begeben werde. Teschen, 11. März. (Orig.-Tel.) In der gestern beendeten Schwurgerichtsverhandlung wurden Pater Stojalowsli wegen Vergehens gegen die öffentliche Ruhe und Ordnung nach H 300 und gegen die Sicherheit der Ehre nach §§ 493, 488 und 491 St. G. zu vier Monaten, Helena Hempel wegen Vergehens gegen die öffentliche Ruhe und Ordnung nach tz 300 und Szpytko wegen des gleichen Vergehens wie Stojalowsli zu je einem Monate Gefängnis und Studencki wegen eines Pressdelictes zu eiuer Geldstrafe von fünf Gulden verurtheilt. Budapest, 11. März. (Orig.-Tel.) Der «Buda-ftester Correspondenz» zufolge trifft der österreichische Handelsminister Graf Wuimbrand im Laufe dieser Woche in Budapest behufs Fortsetzung der Verhandlungen mit der ungarischen Regierung wegen Ver« staatlichung der Südbahn ein. Falls die Verhandlungen, wie vorausgesehen werden kann, realisiert werden, würden die Verhandlungen mit den Bevollmächtigten der Südbahn unmittelbar folgen. Ngram, 11. März. (Orig.-Tel.) — Landtag. — In der heutigen Sitzung fand die dritte Lesung der Städte-Ordnung statt. Hierauf folgte die Specialdebatte über den Gesetzentwurf betreffend die Creierung von Baurathsstellen. Nach längerer Debatte wurde der Gesetzentwurf angenommen, Tarnopol, 11. März. (Orig.-Tel.) — Hochverraths' Process. — Infolge Erklärung der Angeklagten unter Pression des Untersuchungsrichters comvromittierende Aussagen gemacht zu haben, wurden die Protokollführer einvernommen, woraus sich ergab, dass weder eine Pression geübt noch verfängliche 3"«"./^" worden sind. Das Beweisverfahren wurde beenoel. Geschwornen wurden 58 Fragen vorgelegt. . ,.^« Verlin, 11. März. (Orig.-Tel.) Der Rel«^ nahm in zweiter Lesung den Post-Etat an. ^ secretär v. Stephan sagte gegenüber den M"^" h. Herabsetzung der Telegraftheugebüren, dass.^ A ^ setzung der Gebüren vorläufig schwierig s" ^""" .^ zel entgegengefahren. Auf dem Bahnhofe H"^MM' Kaiser, die Kaiserin, die Großfürsten und die ^ ^ keit eingefunden. Der Sarg wurde vom Vater ^ Brüdern des Verstorbenen' zum Leichenwagen" ^. getragen und sodann nach der Peter-Pauls^" u^ß, führt. In die Kirche trugen der Kaiser und a" fürsten den Sarg. ^M Alexandrien, 11. März. (Orig.-Te-) ^' ^ des Ex-Khedive Ismail-Pascha wurde heute "°^ ^ im feierlichen Zuge zur Eisenbahnstation üdel"" trifft abends mittelst Schnellzuges in Km" H ^Hl Athen, 11. März. (Orig.5""^i^2 ZW. schwach ^l" °" N.2.N. 7315 8-2 O. schwach tbe'lw ^^, 9. Ab. 730-7 1-8 O. schwach ."Z Me^,^ Meist bewölkt, wenig Sonnenschein, na«)^ dew>-< Tagcsmittel der Temperatur 4-4VM»^v^^^^e Verantwortlicher Redacteur: Julius Ohm - 3 " ^^ Ritter von Wissehrad. Wilhelm« antiartyritifter, a ^t^A Blutreinigungs-Tn* Don »ran* 2»Uf>dm, Styottjctec J« J^iii» *r' »iebevilftemüft, ist burc^ oac«fW .^,i. ---------- MCtt* tt« ßvoö.«agct in Zaibaä) ht\ ^rtU ^ ^frf %axx»tt>epot in «aiba^ bei ^^.'^Ä 9Hat,r unb bei «etrn «pother IIW»* (^^ H^H^ Ieitung Nr. 59._________________ 489 12. März 1895. Course an der Wiener Börse vom 11. März 1895. «««b«, 0^« 10«,«°«« zl°°t«^nlt.^n. «elb War. ,.. ., " mN'""'Iull IN, 2s. io,-4!> w«n z.,° " »°nz« Ü0U l, ,ü«7'i l^7z ^°^«..P>,bi ,,'<^l,^ ". 197- ,98 - ^!>»o»!l,'^ ."' struersre ^-______ ,°"°u"fre r''"r°»«.>wül)r.. ">° d'° w7^°''°''"°m. 1«140 1«1«(> vr Ultimo . . ,o,.g5 ^^.^^ '7'KNV»>'°«- WM — ,'.. Hfl» ft,»»,,.,./../ ü"-^ ""'Ufl^M 221- »82- »eld «m, Vu« Vtaatt »ur Zahlung übernommene lktsenb.'Prlor.» Obligatlüne». Llisabethbahn 600 u. »ONO M. für 200 M. 4"/»..... 121--1»2'> Clisabethbahü, 400 u. 2000 M. L00 M, 4°/„..... 12N6» 12? «0 Franz Joseph«,. 2m. 1884, 4°/« I - - — — bto bto, per Ultimo .... 124 10 124 30 bto. Nrilteln Kroneüwähr.. 4°/„, steuerfrei für200»ronenNom. »»IN 9» ?.u 4"/^ bto, dto. per Ultimo . . W-,0 W R> dlo. Et, C. Nl. Gold 100 ft., 4>/,"/„ 127-50 12«'30 dto, bto, Silber 100 fl,, 4'/,°/« 10430 105-30 bto. EtaatsObllg. (Ung. llstb.) V, I, 187», b"/„..... 1LK 40 125 90 dto.4'/i'/n Echanlre»al'«lbl..Obl. 101 10 ,0210 bto, Pläm.'Nnl. k IN« fl. «, W. IN2 l>» iLüi;« b<°, b!o, ä bnfl, 0. W. 16250 1«3'50 Tyris, Neg.-Lose 4"/„ 1«« fl. . 153- 103 90 Grundentl.»Gbligationen (für 10a fl. «cm.). b"/„ aallzische......------------— l>"/„ niebrruNerreichische . . , 10U'7b —-— 4"/„ lioalischc und slavonlschr , U«'2ü , ^-— 4«/„ ungarische (,!><> fl, ö.W.) , 9» 85 »9'2ü Andere üssentl. Anlehen. DoliauMeg,'«ose b"/„. . . . 133 7K 134 2ü dto. 'Anleihe 1878 . . 108 40 «09 40 Unlchen ber Stadt Vörz, . , Hl'« —-— Nnlehen d. Stabtacmeinbc Wien 10710 108 I« Nnledcn d. Vtadtnemelndr Wien (Silber oder Gold) .... 13» — 1»ll 7b Piämis» Nnl, d, Stadt«!,,, Wien 17450 175,-- Uorlcbau'Ulilch!-!!, vrrl°«b, 5°/„ 1022b 103-25 4°/, jlraincr Lalibr» Vliilclien . —— — — Gelb Ware ßfandbriOft (fül loo fi.). vober.allg,est.ln!»nI.vl,4°/„«. l»3-- 124- bto. „ ., !n50 „ 4'/,°/° —'— —'- dtu. „ „ in!>u „ 4°/n 9» »0 100-7« dto. Pram.'Tchlbv, 3°/„, I, Vm, 117-80 1,8 !>s, dto. dto. 8«/„, II. /,°/„ . 100— 10080 dtu. dto, „ 4°/„ . . 100 30 101 1« dtll. dto. bojähr. 4"/„ . . lO» 80 10,-1« Vparcasse. i.est,,80I.b'/,°/n vl. l01-bo — -Priorität«. Gbligationen (sUr 100 fl.). sscrbl»llnd«.Nordbahn ltm, 1886 100-30 W1 3l, Olstcrr. Noidwestbahn . . . 1,3-10 1,4-,« Slaatsbahn....... L»ü-. l«n bU Sübbahn ll 8°/»..... l7»'?b 174'«.^ dto. il »>/„..... 132 bO — - - Unu.-galiz. Nahn..... 110'— 111 — 4«/,. Ulilertrainei «ahnen . . 98-50 99 - Diverse z«se (per Stück), Bubllpest.Nllstllca (Dombau) . 8 70 89« Lreditlllsc 100 N...... Wo-—z<,l-— Clary-lloss 40 fl, fi,.u Palss», Lose 4« sl, LM, . , . t,9K0 00-5,,, «otwn Kreuz, Orsl.Ges. v., 10 fl. 18— l8«< Rothcn Krrüz, Ung.Ves.v,, ü st. ,1?b ,2 — Nudnlph'Lolc 10 fl..... «8"?5 L475 Snlm iio!r 40 fl, TM. . . . 71'- 78 — Et.<<»c,w!« Lose 4N fl, CM. . ?3'2ü 74- Waldstrin Kose »0 fl, LM. . . l>1'- b«bU Windllchssräh Lolc 20 fl, LM, , —'— —'— Oew,2ch,b, »"/„Präm.rTchuldv. d, Vodf!ii-rcbitll»stalt,I,»m, . 81— 22 — bto. dto, II. Em, 18»». . . «8— 81 — Lalbacher llose..... »5 — 2b «ü «ank^ettn, (per ««Nnfl„0es< ,200fl,T.40«/<> l>2l! — t«b — ?? ,08, UnionbllNl 20» fi...... 81« 2b 8,7 2!> Verlehrsbanl, Nllg,, 140 ss. . 18« — ,»» — Actien von Zraneporl» Unternehmungen (per Stück), NlbrechtVahn 20U fl, Ellber . —'- —- «lussia Irpl. Elsenb. 300 fi.. . ,?«o i?7l. V«hm, Nordbahn 1b« fi. . . »95».. »9»' - blo. westbahn 200 fi. . . . 418- - 419 - Uuschtiehiabrr Eis, b0U fl, «Vl. ,42N 142b bto, dtll. (lit, kl) 20« fl. . b87 —bi» — Vonau « Dampfjchiffahrt« - Ges., Oeslci-r.. 5.W fl, fl,L. ?3'50 74'«) Ferdinand» Norbb ,<»<><» fl, N, S, . . , 808 - 8»? — Llohb, 0rst,, Irifst, bONfi, IN, 588'— 548 - Orslerr. Uiordwestb, 2<«> fl, V. . 272 bO 274 — dtll. bto. slit,. 8) 200 fl, T. 27t»'7b 27« 2b Piaa,'D»lei Elsenb, ibU fl, L. . 914V 91-90 Siebrubuilllr ltilenbahn, Erste — — —- - Staatsslscnbahn 200 fl. S, . . 39» 75, 400-25 Lüdbalm »00 fi. E..... 10» 75 110-Lb Siidnordd. «erd. U. 20N fl. ltM. »lo-7b 21l-?b trllmwau Vcs..Wr.,170ft.«.W, 4IK — 42« . bto. Em. 1887,2 W«n lnu»»«d«u«r., Prlo> rttü»<«lcrlen 10« fi. . . . ,04 — iy« ^ Una.Hllllz. Usenb. 20» fi. »lber »0? 60 «« «» Nng.Weftl>.(«aab.Grb zndnstrl»>OtNen (per Vtück). Vauges., »llg. «st., 10» fi. . . 109 —llv — ltgnbler ltistN' und Vtahl»Inb. ln Wien 100 fi..... 78 — 75« Vllenbahnw.'Leihg.. «rfte, »0 fi. 1«» — ,„ — „«lbemühl", Vaters, u. ». G. S» — »4 «> Liestnaer Viauerei 1«0 fi. . . »» 50 l»6 — Monl»n»Ge!elIsch., O?sl..alpine 8»b0 84 10 Prag« «isen-Ind..»e<. 2«» fi. «,b — n», - Valao-Iaij. Kteinlohlen «0 st. ?iu — ?«<, — ..GchloalmNhl". Papiers., «00 st. Liü — ,^, _ ,,Eteyrerm.", Papiers, u. V.-G. lN» — ,71 — Irlsailer »ohlenw. - — »4z ^ Waggon.Lelhanst., «llg., in Peft, »« fi......... «b - 449 - wr. Vauaesellschaft 100 fi.. . 14< - ,44 — Wlenerberger Ziegel-Nctien-Ges. 842 b0 848 50 Devisen. Amsterdam....... 101 9b l0»l0 Deutsche Plätze...... 6« 4« «,-bb Uondon........ 128 4b 12« 30 Pari« ........ 4» 9b 49- Lt. Peter»bur«..... — - — — Valuten. Ducaten........ b 8» b »4 20-ssranc« Ttücl,..... 9 79 9'l»<', Deutscht «eichibanlnoten . . «N40 «) 4b Ilallrnilche Vanlnoten ... 4« 50 4« SO Papiei'Mubel...... 18» I«»»« ^^Hlgiedižèe v Ljübljani, tr Dr. pr. 649. ^ korist0rek' 12' marcU* *¦ 1-JP« Unii^11 režiafirju in pevcu nicen; "'^-Ju v proslavo tridesetlet-Je8°vega gledaliäkega delovanja. Opera v «• KTrUbadur' tIlno-UglaS;fTdejanjih. Spisal S. Camma- 7 Ä; Ver?- po"lovenil A. Stritof. 2«etek 'rigeat g- Hilarij ßeniäek. 00 ob poiu 8 uri kQnec K tei n a uri zve5er- Pred8lavi vabi najuljudneje h br«dstav, ¦ Jo«1? N°ul- Pešpolka liS? ?fkester slavneea c-in kr-ue°P°ld n., kralj Belgijecev gt 27 ^Heaw inLmbach. "^(73.Monn..Vorst.) Oer°der Tag. ^lttwoch den lli. März " '"^en Kün1ZM7' "ach einer Dichtung ^ lf. ^/'^"« frei bearbeittt von St. 1635. ue jCST- da se je v8led ^5 Proti ?vta Zajca iz Vel. Raène 8^Ra^Vhnnr Koäak' žuPan v ift Za **&Oni na èin in da «n öa »rajsano razpravo doloèil Sol^o2baqrila1895' ^jub]jana ' un' Pri tem sodišèi (9j^__^^291januvarja lg95 n, ŠT67." ^Ä0,^ eiT3^ lzvrs^a dra^ba vlo> :Wiške M cenJenega zem- » LŠt' ^B kat tar °d Klanca P°d «a kat- ol>6. Klanec preloži Ovkon, ^' J". Pri tern «odiftèi ^bra i894Odne8a odloka 7. dne ^l^obivStor upniku favli ' p0»tavil se i.P aVnim naHled~ Wtn' odveiniäk1 J 8?Hpod Konrad Ein Maschinenschlosser (986) und 3—1 in Landeiproduoten gut bewandert, finden Aufnahme hei Adolf Haiiptmaiili, I^albaeh Oelfarben-, Firnis-, Lack- und Kitt-Fabrik. Z. 3492. (919) 3-3 Verkaufsgewölbe-Vermietung. Donnerstag den 14. i M. vormittags 10 Uhr wird beim gefertigten Stadtmagistrate ein im hierortigen Bürgerspitalsgebäude (Kreisamt) befindliches, gegen die Schulallee gelegenes, derzeit als Fleischbank benutztes Verkaufsgewölbe für die Zeit vom A* Mi»* 1§B5 ab im öffentlichen Versteigerungswege vermietet werden. Magistrat der Landeshauptstadt Laibach am 4. März 1895. (916) 3—2 St. 34. Oklic. C. kr. okrajno sodišèe v Kranji daje na znanje, da se je na proänjo Jakoba Kastruna iz Nove Vasi (po dr. Prevcu) proti Francetu Gregoreu iz Maö v izterjanje terjatve 200 gold, s pr. iz plaè. povelja z dne 7. maja 1894, 6t. 2554, dovolila izvräilna dražba na 1831 gold, cenjenega ne-premakljivega posestva vlož. ät HO, 109, 208 in 231 zemljiške knjige kat. oböine Raundorf (Breg). Za to izvrgitev odrejena sta dva roka, na 22. aprila in na 27. maja 1895, vsakikrat. ob 11. uri dopoldne, pri tem sodiäci s pristavkom, da se bode to posestvo pri prvem röku le za ali nad cenilno vrednostjo, pri drugem pa tudi pod ceno oddalo. Pogoji, cenilni zapisnik in izpisek iz zemljiske knjige se morejo v na-vadnih uradnih urah pri tem sodibèi upogledati. C. kr. okrajno sodiäöe v Kranji dne 14. januvarja 1895. (881) 3—3 St. 366. Oklic izvršilne zemljišèine dražbe. G. kr. okrajno sodiöce v Èrnomlji daje na znanje: Na proänjo Ane Žalec iz Vrha štev. 1 dovoljuje se izvrSilna dražba Jure FJajnikovega iz Hrasta Stev. 11, sodno na 600 gold, cenjenega zemljisöa vlož. 6t. 38 kat. obö. Hrast, Za to se doloèujeta dva dražbena dneva, prvi na 5. aprila in drugi na 8. maja 1895, vsakikrat ob 10. uri dopoldne, pri tem sodišèi s pristavkom, da se bode to zemljišèe pri prvem röku le za ali öez cenitveno vrednost, pri drugem röku pa tudi pod to vrednostjo oddalo. Dražbeni pogoji, vsled katerin je sösebno vsak ponudnik dolzan, pred ponudbo 10 % varšèine v roke draž-benega komisarja položiti, cenitveni zapisnik in zemljeknjižni izpisek Iež6 v registraturi na upogled. Odlok za eksekuta dostavi se kuratorju Stefanu Zupanèièu iz Crnomlja. C. kr. okrajno sodišèe v Crnomlji dne 22. januvarja 1895. ^«^«n ^drel»» (993) Iwoi 8ott8tol!on mit foä«l-M2tl-2ti»n, iwsl liac^tkäztetlyn, ^2«cnka8<»n, Laröysobolcazton, Vrollonl, kiä»,ti«l:l,- c^on, ttänyolampo, vüono,- ote. Der (!es«rti^te d»t in »«m«m 3t»lle in ä«r 8t»ät Mouline ^r. 129 Sill ?2.2I ?0H7 l'orellkN'sokimmftl vovon 6ie 8tute 8 ^».tire unä 6« soklsn 1'/. ^kr» l^N i»t, ^vll«, ^bvr 10'/, ?«««t kocl» »inä. X»ullu^ize vollen »iol, «m äsn Lizon-tkümer ^«uäen. VlU^QNvi ?NX »SN. (983) 3-1 „Uttlln, ,n Unt«sk»-«l,. (654) 3—3 Nr. 1163. 1164. Euratorsbestellunss. Vom l. k. Bezirksgerichte Mottling wird dem unbekannt wohin nach Amerika abgereisten Mathias Iakljevik von SoiHal Nr. 9 und Niko Simonik von Draiit Nr. 38 Herr Leopold Gang! von Mottling zum Curator »ä aowm bestellt und ihm die diesgerichtlichen Grundbuchs» bescheibe ddto. 23. Jänner 1895, Z. 475 und 476, zugestellt. K. l. Bezirksgericht Vlvttling am 20. Februar 1695. (870) 3—2 St. 064. Oklic izvršilne zemljiške dražbe. C. kr. okrajno sodišèe v Vel. Laftcah daje na znanje: Na proSnjo posojilnice v Ribnici dovoljuje se izvrSilna dražba Janez Jakopièerega, sodno na 3430 gold, cenjenega zemljišèa, vpisanega v vlogi St. 105 kat. obè. Lužarje, in na 95 gold, cenjenih pritiklin na Hribu hiftna st. 5. Za to se doloöujeta dva dražbena dneva, prvi na 2 3. a p r i 1 a in drugi na 28. maja 189Ö, vsakikrat od 10. do 12. ure dopoldne, pri tem sodisèi h pristavkom, da se bode io posentvo pri prvem röku le za ali nad cenilno vrednostjo, pri drugem roku pa tudi pod to vred-nosljo oddalo. Dražbeni pogoji, vsled katerih je sösebno vsak ponudnik dolžan, pred ponudbo 10 °/0 varšèine v roke draž-benega komisarja poloziü, cenitveni zapisnik in zemljeknjižni izpisek \ei6 v registraturi na upogled. G. kr. okrajno sodisèe v Vel. La&ftah dne 16. februvarja 1895.