5 Vereinigte Laibach cr Z e t 't u n g. Nro. 44. Dienstag den i. Iuny 1819, > ^.^. x>-l 2 n l a n v. I l l y r i e n. Angekommene Schiffe in Trieft vom 9. bis i3. Mai. H^ie svamschs Brigantine, die »Probe/ von ,97 Tonnen, von BHrcellona in 20 Tagen, leer, auf Rechnung von Franz Gattorno. Mehrere Barken. ö si e r r e i ch. Wien. Se. k. k. Majestät haben mit allerhöchster Entschließung vom 12. d.M. zn bewilligen geruhet,daß der k. k. Nath und Professor an der medicinisch-chirurgischen Lehransialt zu Salzburg, Dr. Weißen-hach, das ihm von der königl. Bayerischen Universität zu Würzburg verliehene Ehrcn - Diplom emes Doctors der Medicin annehme. Se. k. k. Majestät haben die Assessoren des Küstenländischen Apvellations-Gcrichtes, Johann Ne-pomuk Schwarzkönig un6 Dr. Joseph Weilenbeck, in huldvoller Berücksichtigung ihrer bewiesenen Ge-schicklichkeit, eifrigen Verwendllng und Rechtlichkeit, zu Appellationä- Räthen in Fiume allergnadigst zu befördern geruhet. (W. Z.) Durch außerordentliche Gelegenheit haben wir gestern Briefe aus Neapel vom 12. d. M. erhalten, welche fortwährend die befricdigendstenNachrichten über das Befinden II. tt. MM. und der übrigen W gedachter Stadt, anwesenden hohen und höchsten Herrfchaften enthalten. Solmlags den 9. beehrten II< tt. MM. das Theater S. Carlo mit Ihrer Gegenwart^Ms^^/ de eins allegorische Cantate, und zum Beschltt^daz Ballet Orlando aufgeführt, wobei/ während Carl der Große den Eid aus den Händen seiner Ritter empfing, das Orchester das jedem Österreicher theure Volkslied: Gott erhalte Franz den Kaiser! anstimmte. (Östr. Beob.)j T y v 0 l. Innsbruck. Seine k. k. Majestät, Aller-höchstdessen Vorsorge sich über alle Unglückliche verbreitet, haben auch der Familie des vormaligen Sand-wirthes in Passeyr Andreas Hofer allergnadigst gedacht, und durch allerhöchste Entschließung vom 14» December 1616 der Wittwe eine jährliche Pension von 5«o fi. Conv. Münze, dann jeder ihrer vier Töchter eine Unterstützung von jährlichen 200 fi. Conv. Münze, die sich im Falle einer Vcrehelichung ü» 5oo si. Conv. Münze als Ausstattung enden, be« stimmt, und zugleich Befehl ertheilt, für den Sohlt Johann Hofer eine ansehnliche Wirthschaft zu erkaufen. (B. v. T.) Ausland. Italien. No m, den i5. Mai. Der berühmte englische Mahler Thomas Laurence ist hier angekommen; er hat von S. k. H. dem Prinz Regenten den Auftrat ein Portrait S. v. H. Pins Vll. in natürlicher Größe zu verfertigen. Gedachter Künstler wohnt im Quirinal-Pallast und wurde gestern bei S. H. aufgeführt. — Privatbnefe melden, daß zu Malta '?» «in tunesisches Schiff angekommen sey, an dessen Bord sich 7 Personen befanden, die mit einer ansteckenden Seuche behaftet-waren, wovon 4 sogleich starben. Man traf auf der Stelle alle Anstalten, um traurigen Folgen vorzubeugen. (B. v. T.) Nachrichten aus Neapel zufolge, waren Ihre konigl. Hoheit, die Prinzessinn Luise Charlotte, vermahlte Braut Sr. konigl.Hoheit des Infanten von Spanien, Don Francisco de Paula, am 5. d. M. am Bord des neapolitanischen Linienschiffes Capri nach Baec'elona abgesegelt. Der Staatörath und Obersthofmeister Ihrer konigl. Hoheit der Herzoginn von Calabrien, Fürst von S. Nicandro, begleitet die Prinzessinn in der Eigenschaft eines königlichen Ubergabs-Commissärs. Das Qwrnals äei Nt^na äeNs, Vue 3icNi^ vom 10 < d> M. enthalt eill Schreiben des Herzogs von Calabrien (Kronprinzen) an das königliche Ministerium in Sicilien, worin djeser Herzog anzeigt, daß der König, fein erlauchter Vater, die N-eise nach Sicilien auf das künftige Jahr verschoben habe, und er (der Kronprinz) ,daher nächstens wieder nach dieser Insel zurückkehren werde, um sein Amt als General-Lieutenant des Königs (Vice - König) wieder anzutreten. (Ostr. B.) Schwei tz. Eine Frau zu Hellikon, Bezirks Rheinfelden, im ehemaligen Frilthal, von untadslhaften Sitten, aber überspannten Begriffen, wurde ausSchll^nnurh der Welt überdrüsiig, ging am Abend vor Ostern, ohne Vorwissen ihres Mannes, mit dem sie sonst eine friedliche Ehe führte, von Hause weg, und-verkroch sich in einer Felsenkluft des nahe gelegenen Berges. Als sie, um Raum zu gewinnen, oder «veiter hinein zu können, einen großen Stein los-machen wollte, stürzte ein Theil der Höhle ^gemach als Stellvertreter beigegeben, ernannt werde und diese zu ersuchen/ey, die Eröffnung '79 ^ der, großherzogl. Sachsen-Weimar-EisenachischenBun: destagsgescmdtschafr, den gegenwärtigen Zustand der Universitäten betreffend, so wie auch 5ie Maßregeln, zn welchen dieselben die nothigeVeranlassung gebe, bald-möglichst zu einem gemeinsamen Einverständnisse vvrzu-,heretten. (5s bleibt übrigens lederCommission unbenommen, einen.oder mehrere der Herren Gesandten jener Staaten, in deren Umfange Universitäten liegen, zur Theilnahme an ihren Berathungen einzuladen. (Wdr.) Der Professor Oken ist in Carlsruhe angekommen, um eine Anstellung auf derUniversität Freiburg nachzusuchen. Er scheint aber Schwierigkeiten vorgefunden zu haden. ' Astr< ^.) Königreich Hunover. Alls Hanover schreibt man vom n. d. M.: Vorgestern wurde wegen der glücklichen Entbindung der Herzoginn von Cambridge in allen hiesigen Kirchen das TedeUin unter Adfeurung -der Kanonen und Läu-'tung der Glocken gesungen. Am Abend brachte das Corps der Ossiciers, an dessen Spike der Herzog von Clarence -sich befand^ Ihrer königl. Hoh. der Herzoginn von Cambridge eine Fackelmusik« Bey der heute Statt findenden Taufe des Prinzen voll Cambridge, welcher die Nahmen Georg Friedrich Wilhelm Carl erhält, wird der Herzog von Clarence für Se. ksnigl. Hoh. den Prinz-Regenten die Stelle vertreten. Die Gevattern sind: der Prinz-Regent, der Herzog von Pork und der Herzog von Clarence, und die Grosialtern des nsugebornen Prinzen, der Landgraf Friedrich von Hessen und dessen Gemahlinn. (Wdv.) F r s n k r e i ch. Das Journal de Paris, welches jetzt als ein Hauptorgan des Ministeriumsangvsehen wird,schreibt unterm i5. Mai: -„Se. Majestät der König, seit einiger Zeit durch die Gicht in Ihren Zimmern zurückgehalten, fangen nun an Ihre Kräfte wieder zu bekommen. Hente begaben Sie sich zum Frühstück, in Gesellschaft der Frau Herzoginn von Angouleme. Man vermuthet/ Se. Majestät werden bald Ihre Spatzierfahrten wieder vornehmen, und einen Theil der schönen Jahreszeit in St. Cloud zubringen können. (östr.B.) Großbritannien. Außer der neuen Expedition nach der Baffins-Bai, um noch ein Mal zu untersuchen, ob keine Wasserverbinvung mit der Bchringsstraße bestehe, wird noch eine andere Expedition zu Lande (die wir immer für die zweckmäßigste zu Erreichung obgedach-ten Zweckes gehalten haben) ausgerüstet. Letztere soll von den Etablissements der Hudsons-Bai-Compagnie ihren Weg längs der Küste nach Norden, und wenn er irgend wo nach'Wcsten umbiegt in letz« terer Richtung verfolgen. Bekanntlich haben die HH. Hearne und Mackenzie an zwei ziemlich weit vo« einander entfernten Puncten zwischen der Bassins-Bai und der Behrmgsstrasie Meer gesehen. Die schöne Enkasserinn des persischen.Bothschaf-ters soll sich alle Verwendung zu'Gunsten ihrer Frei« lassung höflichst verbeten und erklärt haben, daß sie mit ihrem Schicksale vollkommen zufrieden sei. Die sich auf sehr gründliche historische Prüfung des Gegenstandes stützende Rede des Hrn.Crokervoin 3. d. M. in der katholischen Angelegenheit wird im Druck erscheinen. Er war es, der 1L17 den Antrag, die Katholiken zu mehreren Ämtern zu befähigen, jedoch ohne eigene Überzeugung, bloß auf Verlangens anderer machte. Er war und ist noch der Überzeugung, daß in den schon vorhandenen Gesetzen, oder vielmehr den Milderungen derselben, den Hauptbeschwerden schon abgeholfen sei, und einemKatholikeit nichts im Wege stehe, Amter im Land - und Seedienste, ja selbst die Stelle eines Lord-Kanzlers zu bekleiden. (Ostr. B.) Rußland. Der Russische Senat für Finnland wird, zu Folge einer erschienenen kaiserl. Bekanntmachung, vom nächsten 1. October an, von Abo nach der neuen Hauptstadt Helsingfors verlegt werden. (W. Z.) Schweden und Norwegen. . Der neuerlich erschienene zweyte Jahrgang des Taschenbuches: „Europa" von L. Lüders, ent«, halt eine statistisch-heraldisch.genealogische Darstellung von Schweden und Norwegen, welche Hr. Lüders in seiner Vorrede eine historische Merkwürdigkeit i6a < nennt. In dieser Vorrede wirb bestätigt, daß dcr jetzt regierende König dieser beiden Reiche dicse Darstellung „zur wörtliche» Aufnahme in dieß Ta, schenbuch" dem Verfasser desselben habe zugchen lassen. Die Überschrift: „Skandinavien" belehrt uns, dasi dieser alte Nahme für jene Nordischen Staaten aufs Neue aufgenommen sey, und also kanzleyl mäßig werden soll. Man erfährt, daß Schweden teine auswärtigen Schulden mehr hat, da dis Jetzige Negierung sie alle getilgt habe; dasi die Landmacht Schwedens 123,000 Mann stark und immer Vollzählich sey, die Norwegische Armee aber ig/ooo Mann betrage; die Seemacht ist in einem achtungswerthen Zustande dargestellt. Man erfahrt, daß in der Schwedischen Armee ehedem alle höhern OfsicierZ-ftellen, wie auch die Ämter der Gouverneure in den Provinzen käuflich gewesen sind, daß aber die jetzige Regierung diesen Mißbrauch mit. grosien Aufopferungen abgeschaft, und den Armen wie den Reichen den Weg zur Ehre geöffnet habe, daß Ackerbau und Fa-triken seit der Ankunft des jetzigen Königs sich sehr. «mpor gehoben haben, daß beyde Reiche igoa Handelsschiffe besitzen, deren Hälfte im Kriege zu Ca-^ern ausgerüstet werden kann; daß die Landwirthschafts-Akademie vom vorigen Könige (Carl Xill.) «uf den Vorschlag des jetzigen errichtet, und von letzterem mit 100,00a Thl. Capital dotirt worden sey «. (W. Z.) Spanisches Ameril a. Die englische Fregatte Amvhion war am 4» d. M. von der Mündung des Rio de la Plata zuPorts-mouth eingelaufen.. Während diese Fregatte zu Rio de Janeiro lag , lief die Corvette der vereinigten Staaten, Ontario, aus Valparaiso auf der dortigen Rhede ein,, und ihr Capitän meldete dem englischen Consul, dasi Lord Cochrane's Escadre aus n wohlbe-waffneten und benannten Kriegsschiffen bestehe, die «lle auf den ersten Wink segelftrtig sind. Lord Coch-rane hat den amerikanischen Capitän einladen lassen .und ihn ersucht, ihm über verschiedene Dinge, namentlich darüber Aufschluß zu geben, wie viel Geld am Bord der englischen Schiffe Andromache und Blossonl eingeschifft sei. Er fragte ihn noch besonders, ob dieses Gcld der spanischen Regierung gehöre. Der. amerikanische Capitän schloß daraus, daß der edle Lord Lust habe, sich dieses Geldes zu bemächtigen. Lord Cochrane hatte zwei englische Capitans, Ho englische Lieutenants, und eine Menge englischer Matrosen unter seinen Befehlen. Er schien sich nach verschiedenen Puncten, vorzüglich gegen Lima wenden zu wollen, wo er für sich und seine geldgierigen Gefährten, ein- reiche Beute zu machen hoffte. Sobald Co.umodore Bowles (der die Station im la Plata - Strome commandirt) Kenntniß von dieser Meldung des amerikanischen Capitans erhalten hatte, segelte er sogleich ab, und um das Cap Horn/ um Lcrd Cochrane's Escadre aufzusuchen« Vereinigte Staaten von Nordamerika» Der Präsident war am 3a. März mit dem Dampfboote von Washington nach Norfoli abgereist. Von da geht er über den Pasquotank, Albemarle und Pan,lico - Sund nach Wilmington, Charleston und Saoannah, um wegen der zu errichtenden FortK und andern VertheidigNngsanstalten, die Küsten zu besichtigen. Die Wichtigkeit und Nothwendigkeit derselben hat, uns der letzte Krieg einleuchtend bewiesen. Der Kriegssecretär begleitet den Präsidenten und wird bei ihm bleiben, bis er die Reise nach dem Innern macht, und die neuen Staaten, oder wenigstens einige derselben, näher, kennen zu lernen, und sich mit de.n Zustande der Indianer, von denen die vereinigten Staaten voriges Jahr tractatenmä-ßig so große Stücke Landes erkauft haben, bekannt zu machen. In Georgia wird, dem Vernehmen nach, auch General Jackson deu Präsidenten begleiten. (Ostr. B.) Wechsel-Cours in Wien. vom 27. May i8l^ Conventionsmunze von Hundert 249 i^3 Oe.dvuckt bep Ignaz Alops Edlen von Kleinmayr.