Laibacher G Zeitung. Nr. 293. Vr»num«ratlon«plti< - Im komptoil gonzj. fi. ll. h»lbj. sl. 5 5". stüi die Zustellung 5. halbj. st. ? 5 tt.; bn öft««!' Wiederholungen »l. Zeile 3 tr. 1874. DiMUnmationö - Einladung. Mit l. Jänner 1875 beginnt tl» ntues Abonnement auf d:e ..Laibacher Zeitunss." Wir werden durch reichen und m ° nniafaltiae» ^nkalt. durch sorgfälilge Redaction des politischen Theiles, durch eingehende Behandlung aller wichtigen Tage «.3 ragen in Original Anilel/^ lnsbesondtre durch reichhaltige, thatsächliche und turze Berichterstattung über alle hervorragenden Neuigkeiten des In. und Auelande« der materiellen 8andeslnteresfen, durch schnelle Mittheilung thatsächlicher Provinz, und l> oca l. A n ge l e gen he l ten ^ Fragen au« dem Gebiete der Literatur, ttand, und Forstwirthschaft, Industrie uub Z-.tuna- auch fortan ihre Spalten bereitwilligst offnen wird durch Mittheilung von Orlgin ° l Telegrammen über alle w ch ige" Ereign ss du ch mue? e iMer. essameste Original-Romane enthaltende Feuilletons theils belehrenden, theils unterhaltenden Inhaltes, durch die Rubrik Stimm n^ zur Kundgebung der Wünsche und Beschwerden, wie bisher, bemüht sein, unserem Blatte ein allgemeines Interesse zu sichern Die vollinnaltlicke Mittbei »^ ?„ wichtigsten Reichs- und Landesge setze, Ministerial- und ttandeS-Pe r ord n un gen, wodurch Gchnelligleit, mit welcher die Verhandlungen deS Reichsrathe«, Landtages. Gemel nd era l hes, aller Vereine und Co^ "".^.^?7 ^ "«atbacher He.tuna' del: Vorzug vor anderen Blättern sichern. Die Besprechung in allen Rubriken wird eine endlich dte äußere Form eine anständige sein. " i«,«,^^^. Eine unserer ersten Aufgaben wlrb eS auch im Jahre 1875 sein, die Rubrik „Locales" mit thatsächlichen Berichten llbcr alle in der panke«l.au^s.«»>, saibach und im ganzen Lande Krain vorkommenden wichtigen und interessanten Tagesereignisse reichlich auszufüllln. <»"^^uu^,luot Wlr ersuchen deshalb alle Freunde unseres Vater- und Heimatlandes, alle Freunde des Fortschrittes auf der Bahn der Sta°tsarund«seke all, wiss-nli.«f. llchen. politischen, humanitären Vereine und Gesellschaften um ihre geistige und materielle Mitwirkung zur Erfüllung unseres Programmes und um aciüllia Miltd ?«.« von Original-Correspond enzen über besondere Ereignisse und Vorfälle, über die For.schrme werbe ans allen Bezirken deS Bandes Krain, damit die ,.«a.ba<5cr Zeitung ein Gemeingut des gesammlen Heimatlandes werde Wir unsererseits werden alles aufbieten, um die Verwirklichung dieses reellen patriotischen Programmes zu erzielen. Vie Prönumerations-Gedingungcn bleiben unverändert: VanMrig mit Post, unter Schleifen versenkt . . . 13 st. — lr. VanMrig ftir Laibach, in« Hau« ,u»eNellt ,5» ^ «°n,Ar,g lm Comptoir unter T«u«rt.....«2 „ — „ sanMrig im Comptoir ofien......,, ^ halbMn« ^«. ^^ .....S „ - „ halbjährig bto. b». . . . ' ' 5 ^! " Die Pränumerations' Veträge wollen vortofrei zugesendet »erden. «»'b'ch. <« D.,.mi« 1874,___________________________________Iglmz u. Zleiumllyi «I Ftd°l Vambtlg. Amtlicher Theil. <^c. t. und l. Apostolische Majestät haben laut Allerhöchsten Handschreibens vom lU. Dezember d. I. dem Kämmerer und Gutsbesitzer in Krain Joseph Grafen Nuersperg oic Würde eines geheimen Rathes mit Nachsicht der Taren allergnadigst zu verleihen geruht. Se. t. und t. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 19. Dezember d. I. dem gewesenen Curator des Ioanneums in Graz Karl Gottfried Ritter v. Leitn er in Anerkennung seiner viel' jährigen dichterischen und offcntlich'patriotischen Thätige leit den Orden der eisernen Krone dritter Klasse aller-gnüdigst zu verleihen geruht. Sc. k. und l. Apostolische Majestät haben dem t. l. Bezirtscomniissiir zu Rovcredo Raimund Frelhcrrn Hipp 0 litl di Paradis 0 die t. l. Mnlmrrerswürde allergnadigst zu ocrleiheu geruht. Se. k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 20. Dezember d. I. dem GectionSrathe Andreas Baum gartner cine systems sierte Ministerialrathsstclle und dem mit Titel und Charakter eineS Sectionsrathcs bekleideten Ministcrialsccrcliir Anlou Ritter v. Nievauer eine systemisiertc Sec-tionsrathsstclle im Finanzministerium allcrgnüdigst zu verleihen geruht. PretiS m. p. . Gc. t. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 20. Dezember d. I. dem Tettionsrathe im Finanzministerium Oeorg Walach ^n Anerkennung seiner vorzüglichen Dienstleistung den "tel und Charakter eineS MinisterialrathcS mit Nach' stcht dcr Taren allcrgnädigst z,l verleihen geruht. _________ PrctiSm. p. Ve. t. und t. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 20. Dezember 0. I. dc,n ^inistcrialsccretür im Ackcrbaumillisterium, Dr. ^eo Herz, m Anerkennung scincr vorzüglichen Dicnsllcistnng ^kfrei den Titel und Charakter eincs Eectionsrathts "llergnaoigst zu verleihen ycruht. Chlumecty m. p. ^Mcht^lcher7THM Ktundmachung. s^. ^l« Rinderpest wurde in der Oezirtshauptmann. ipr wegen Einführung der pol nijchen Sprache in Galizien jeine Unterschrift geseht izu haben. l Der ..Dz. polski" sagt. da« Reichsschusgeseh vom 25>. Mal !8(>8 überlasse die innere Organlle» rung auch von jenen wilden Slaven ?ip:cliert Ulude. deren aligcb^che clvilisielte AblömmUn^c das g nze italienische Wesen Dalmalirns briseite schaffen wöch en. Tie Action dcs Reichsralhcs. Vom 20. Ollvb?r bis V:ihüücht 1874 wurd?n in beidm Häuicrn de« österreichischen Reich« rutheS fegende Regierungsvorlagen elltdigt - bae G«- 2154 setz, betreffend die Eonsular.Gerichtsbar'eit in Egypten,., der Poranschlag für das Jahr 1875, das Mililarven. i fionsnormale; daS Gesetz, betreffend die Quinquennal« ! zulagm der Professoren an den theologischen Facultaten, das Gesetz betreffend die Quinquennal>ulagen der «ma« , nuenses an den Universitätsbibliotheken, und das Ge^ ! setz. betreffend die Rückzahlung des «nlehens der Stadt Tachau. Im Abgeordnetenhause wurde erledigt: das Nctien» gesttz und die Aufhebung der Suspension der Aantacte. Im Hcrrenhause wurde erledigt: das Gesetz, betref. f«nd das Börsenwesen und das Gesetz über die Börsen» maller. Unerledigt blieben folgende Regiern ngsvorla» gen: das Gesetz, betreffend die Rückzahlung des Anle» hens des bulowinaer Religionsfonds; das Gesetz, betref» fend die Oedübrenfreiheit bei Durchführung der Grund-aolbsung ?i!'. K,rchcnpfarren in Odcrösterrcich; das Ge» setz. betreffend die Abänderung des Wahlbezirkes Pracha^ titz'Winlerberg; das Gesetz, betreffend die Regelung der Verhältnisse des GrundenllastungSfond in Inrien, das neue Strafgesetz; das Gesetz, betreffend die Einrichtung neuer Grundbücher in Istrien, die Convention mit Ruß« land über den Schutz dcr Handelsmarken; die Oescye, betreffend die zeitweilige Stempelbefreiung bei Löschungen und die Abänderung der Gebühren bei Wechseln; das Gesetz, betreffend die Gewährung von Staatsoorschüssen für die Arlbcrgbahn, die Eonsularconoenlion mit Italien, daS Fischerelaesetz; das Gesetz, betreffend die Aenoerung der Licenzen bei ausländischen Tabaken; das G.setz, betreffend die Reiseaebühren für die Delegationömilglicder; d s Gesetz, betreffend die Peräußerung unbeweglichen Staatseigenthums; das Gesetz, betreffend die Eisenbahn Przemysl-Lupkow; das Gesetz, betreffend die Narenta» regulierung; das Gesetz betreffend Begünstigung für die Eisenbahn Wien-Pottendorf; das Gesetz, btlreeffend «b-ilnderungen in der Gebahrung der Staatsvorschußlasscn; da« Gesetz, betreffend die Verwendbarkeit der Obligationen des wiener Stadtanlehens; das Gesetz, betreffend die Gebührenbefrciung bei Ablösung von Giebigkmen auf einigen dalmallliischen Inseln; das Gcsey, betreffend die Erstreckung der Rückzahlungslermine für die den über» schwemmten Gemeinden Böhmens gewährten Vorschusse; daS Gesetz, betreffend die MurreMierung; das Ge< fetz, betreffend Maßregeln gegen die Verbreitung der Reb» laus und das Gesetz über den Vermaltungsgerichtshof. Im Abgeordnetenhause wurdei folgende selb stän« dige Anträge eingebracht: der Antrag des Abgeord« nelen Roser, betreffend die Pfandleihanstalten; des Ab geordneten Kronawetter über das Pereins- und Persammlungsrecht ; dee Abgeordneten Kowalski über die Gebüh renfreiheit des yaliz>sch:n LandeSanlehenS; des Abgeord reten Fux, betreffend Aenderungen des Gesetzes über die gemeinsamen Angelegenheiten; des Abgeordneten Klepsch, be reffend die Rechtsverhältnisse der Altl^lholilen; des Abgeordneten Foreager, betresscnd den Freimaurerorden; de« Abgeordneten Heilsberg, betreffend die Thieralznei» schu'en in dcn Alpenländern; des Abgeordneten Göllerich. betreffend die Erhebungen über den Stand der politischen Verwaltung; des «bgeordneten Czellawell über die Ge bührenbefreiung der Schlllftiftungen in Oalizien; des Nbgeoldnelen Sleudel. betreffend die Eiischarrung von Thiercadavern; de« Abgeordneten Heilsberg, betreffend die Erhöhung des Ma5imalbetraa.es beim Bagatellverfah« FeuiVeton. Drama aus dem Leben. Der Nepper. „Nepper" ist st und Verstellung. Der Nepper geht heute aus dem Hause als er selbst, morgen als tiroler Bauer und übermorgen al« Rheinländer od:r Russe, je nachdem eS ihm paßt. Ec spr>cht jeden Dia« ltct und jede Sprache, natürlich für die Dummen, denn dies« find der Acker, auf dem er erntet. Zuweilen j doch rühmt er sich, daß auch Kluge bci ihm „reingefallen." Dann war es entweder ein Pfarrer, der über seme Thco logle oder über seinen Bienenstand die Welt vergessen, oder ein stubengelehrter Professor, der die Welt vor Bäumen nicht sah. Der Professor hat ihm vielleicht gar au« Mitleiden abgekauft, dann ist er bei ihm ohnmächtig «worden oder in Krumpfen vor dem Hause des Pro. lessor« zusammengestürzt und seine Kumpane haben ihn ausp e« ler zuvor und im E« finden von G:schichtcn kein DamaS «der Eugen Tue. Denn lügen kann der Nepper wie ge« druckt; er erzählt z. V. ganz ohne Bedenken, daß ibm sein« i^rau und seine Kinder gestorben, die emweder sich frisch und munter befinden, oder die er gar nicht hat »nd d«ß er sein einzig i!,« übrig gebliebene« Kind nur d«hnrch retten lonne, daß er mit ihm nach Italien ziehe und um dies rasch ermöglichen zu können, sei er gezwungen, zu räumen und seine Waren unter dem Prli>e zu verkaufen. Ooer er erzählt, er sei ein dem Van'erotle naher Kaufmann, der ten Rest seines ^ages schnell zu Geld machen will, um nach Amerika zu entfliehen. Einem Socialdemokraten hält er schlvänncrische Reden über Vaialle und erzählt ihm, daß sein Geschäft nur Mittel zum Zwecke sei, um im Vanoe umher reisen und social-demokratische Ansichten verbreiten zu können, während er einem grübelnden Schuster erzählt, daß Iei'us Christus «hm erichienen und ihm mit «hellt habe, taß das echle Messiasreich bald beginnen werde. D>e Erzählung von 0 m va, lclo «en Kaufmann oder Fabrikanten spielt jedoch mit tue Hauptsache, und damit der zu Prellende sicht, oaß er nlilllch tillig verlaufen will, biet« er ihm, falls er ein Bauir ist, Faller- und Oclreidesücke. die das Dutzend 8—10 Thaler loslend die Säcke so spottwohlfeil slid, daß sie olles in de» Hintergrund dränaen. Der Ncppcr bat dem Bauer jedoch nur einen Probesack glzci^l, die v.rlanaten werde» erst gearbeitet werden müssen, und der Bauer fängt an, mietraulsch zu weiden, aber jetzt tritt ein Geh lfe dee Nepper« herein und bestellt, daß Kunze vier Duycno Eäcke mehr angefertigt huben wolle, al« er vorhin d«. ren auf 50 fl.; des Abgeordneten Wildauer, betreffend Ergänzungen zum Schulaufsich sgesetze; des Abgeordnelen Rydzowski, betreffend die Aufhebung des Gesetzes vom !4. Juni 1808 über die Wuchergesetze; des Hligeordne» ten Smß auf Errichtung einer Färbereischule in Sechs haus. Bismarcks Rücktritt. Den Aufregungen der politischen Gemüther, welche der Prozeß Arnim erzeugt, folgte sofort ein neucs sen< sateonelles Ereignis, — der glücklicherweise bereits be« seitigte Entschluß des Fürsten Bismarck: von der obersten Leitung der Geschäfte zurückzutreten. Die „Mon-tags-Revue" schreibt: „Bekanntlich wurde dieser Beschluß durch die Almat)me des Antrages Hooerbeck provociert, durch welchen der deutsche Reichskanzler sich persönlich verletzt erachtete. Die lirchenpolitischen Fragen bilden so sehr den innersten Kern seiner Politik, daß er nicht cin> mal in einer so nebensächlichen Angelegenheit, wie die der Verhaftung des Caplans Majunte, eine Haltung des Parlaments hinnehmen mag, die als scheinbare Opposi.ion gedeutet werden könnte. Von allen Seiten hat man sich beeilt, die Empfindlichkeit des Fürsten zu beschwichtigen. Von der Krone scheint er die Zustim« mullg zu einer eventuellen Auflösung des Reichstages erhalten zu haben und dieser selbst hat den Vorwurf der Unverläßlichleit mit einem wahrhaft glänzenden Vertrauensvotum beseitigt, welches cr mit einer namhaften Mehrheit der Politik des Reichskanzlers ausstellte. Der Zwischcnfall gilt darnach für geschlossen und ill Wirklichkeit hat es zu nichts anderem geführt, als zu einer neuen Befestigung der Stellung und der staats-männischcn Autorität des Fürsten Bismarck. Die Rede des Abgeordneten Benningsen in der Frcitagssitzung des deutschen Reichstages war ein parlamentarisches Plai' doyer für die Unentbehrlichleit des Reichskanzlers, für seine Unersetzlichkeit. Mit rauschendem Beifall hat das Haus einer Erklärung zugestimmt, welche die alten Beziehungen desselben zu allen reichstreuen Parteien wieder herzustellen bestimmt war. Niemals hat die Ancrlen» mlng der staatsmännischen und nationalen Größe des Fürsten Bismarck so unzweideutigen und so scharf aus-geprägten Ausdruck erhalten. Denn allerdings mußte sich das Haus sagen, daß, wie die Dinge lagen, sein Vertrauensvotum zugleich etwas wie einen Verzicht auf die Selbständigkeit seiner politischen Bahnen, auf die Freiheit seiner Entschließungen barg. Indeß auch Parla» mente können dankbar sein. Auch Parlamente können sich zu dem Gedanken aufschwingen, den natürlichen Drang nach Vergrößerung ihrer eigenen Machtattribute allgemeinen, politischen Erwägnngen unterzuordnen. Indem der deutsche Reichstag vor allem die nationalen Gesichtspunkte aufgriff ulld gewisse Opfer inbetreff seiner Auffasslltlg der Freiheitsfragcn nicht schellte, um den Bedürfnissen dcs deutschen Reiches gerecht zu werden, hat er Beweis und Beispiel einer patriotischen Gesinnung gegeben, die uus hoher Anerkennung werth zu sein schciut. Denn allerdings, je rascher die flüchtigen Träume von einem möglichen Ersatze des Fürsteil Bismarck zerstoben sind, je unwiderleglicher die Eorrcspoudcnzcll des ^rnim'schen Prozesses seine staatsmännisHe Ucbcrlegcn-heit, das Unvergleichliche seines politischen Blickes und seiner Nillenscnergie dargethan hatten, umsomehr war die Vertretung des deutschen Voltes berufen und ver pflichtet, an ihrem großen Führer bedingungslos festzu' halten. Das Vertrauensvotum vom 18. d. M. war der würdige, der einzig mögliche Epilog jcucs Prozesses. Mehr oder weniger ticfeingrcifcnoe Conscqucnzen für eine conservative Richtung ill dell inneren politischen Fragen werden allerdings davon untrennbar seil». Mehr noch als bisher werden bei den Entscheidungen des Parlaments die Gesinnungen der freiconseroatioen Partei den Ausschag geben. Allein an ein dumpfreaclionäres Regiment ist in Deutschland bei der gegenwärtigen Lage der Dinge überhaupt nicht zu denken und in dieser Richtung bedarf es keines Schutzes. In den wichtigsten Fragen hat die Regierung selbst die alles eher als revolutionär zu nelmcndc Führung übernommen. Daß dabei Begriff und Ansehen des Staates, die Autorität seiner vollziehenden Kräfte nicht zurückgesetzt werde, wird man auch von vorgeschritten liberaler Seite nicht als ein Uebel betrachten können. Der Rückiritt dcs Fürsten Bismarck wäre eine tief bellagcnswcrthe Thatsache für Deutschland gewesen. In« deß nicht für Deutschland allein. Der deutsche Reichskanzler gilt als die Seele jener politischen Gruppierung, die an die Stelle dcs ehemaligen pcntarchischcn Systems ge-treten ist, als kräftiges Bollwerk dcs europäischen Frie dcns. Wir in Ocsterrcich-Ungarn haben seit unserer Aus söhnung mit Deutschland seine Freundschaft als eine aufrichtige und verläßliche erprobt, und wenn auch unsere Beziehungen zum deutschen Reiche hoffentlich nicht mehr von Kr Einwirkung einzelner Persönlichkeiten abhängig sind, so gebührt dem Fürsten BiSmarck eben für dicsc Gestaltung der Verhältnisse der Dank dcs österreichischen Volkes. Ja, so seltsam es tlingt, nicht einmal in Franl reich hätte man Grund, sich zu dem Eintritte eines derartigen Ereignisses zu beglückwünschen. Man mag dort in dem deutschen Rcichstanzlcr den verhaßtesten Gegner erblicken, aber man muß ihm auch — wie gerade die jüngsten diplomatischen Enthüllungen oargcthan haben —^ als dcn loyalen Schützer des Friedens betrachten. Keine Verdächtigung — das ist nunmehr zu vollem Beweise erhärtet — war grundloser, als daß Fürst ViSmarck den Franzosen nicht Zeit zu ihrer Erholung gönnen werde, um aufs neue auf sie loszuschlagen. Wenn er im deutschen Reichstage vor kurzem seiner Ueberzeugung unverholenen Ausdruck gegeben, daß es früher odcr später zum Kriege kommen werde, so hat er dabei nicht Deutschland die active Rolle, die Rolle der Offensw zugedacht. Der Zwischcnfall ist, wie gesagt, beseitigt, und diese retrospective« Betrachtungen behaupten daher glücklicher weise nur untergeordneten Werth. Den politischen Ne-krolog des Fürsten Bismarck zu schreiben, wird Hofftnt' lich noch recht lange leine Veranlassung sein. Abcr t>/ Krisen, wie die abgelaufene, ist es immerhin statthast, wenigstens die Rollbilanz des staatsmannischcn Wirtes und der politischen Bedeutung eines Mannes zu ziche" und das haben wir insbesondere für Deutschland getyaN' Von allen Parteien des deutschen RcichcS wird es nM nur die ultramontane sein, die unseren Ausführungen ^ dieser Richtung die vollste und rückhaltloseste Zufti»"' mung zu versagen vermochte." stellt habe, und jetzt wird die Leidenschaft des Bauers für die billigen Säcke nieder rege, wozu sich auch «tlfel sucht auf Kunze mischt. Er bestellt so viel wie dieser, aber er stellt zur Bedingung, daß seine Säcke früher fertig werden müssen. Der Nepper kann darauf nicht eingehen, da er Kunze sein Wort gegeben, daß sel" Säcke zuerst in Angriff genommen werden sollen, aber der Gehilfe des Neppers winkt den Bauer bei S«lt und sagt ihm, daß er dafür sorgen werde, daß sei»" Säcke vor allen andern in Albeit gegeben werben Der ^a»er ist seelenoergnügt u. d schenkt dem O Hilfe» eine Wulst, lann empiehlen sich die Gauner. l«r Bauer wartet auf seine Lücke b»s «um jüngsten Tagt, und wenn er die gekaufte Wa«e näher besieht, findet el OllumwIlle anstatt Leinwand. Der Nepper »bcc velechl« im nächsten Wlllhsyauie seine., Veroienst und sl"dt'' daß er zufrieden sein kann. Er läßt sich ein gutes 3ruv' stück servllren, dann läßt er anspannen, um einen em' fernl wohnenden Gutsbesitzer zu beglücken, abends schrelv cr seiner Familie, denn er ist ei» zär'lichlr Galle u»'0 öaler und ich cki dieser den grillen Theil de» O.ll»"' er selbst verläßl sich, wie Napoleon, auf sein Olück, ««" neuer Tag gibt neue Dumme, denkt er, und der lle»' Gott verläßt keinen Deui,chen, der ehrlich durch die W"l will. denkt er weiter. Aber eS tommm doch Tage, «" die Dummen schwer zu finden sind, dann wandert !«" aoldene Kette und seine Diaman «nVuiennadel ins reiy' haus und seiner Frau schreibt er, sie mllge "" hrem Schmuck desgleichen thun. er mache schlech e «^ schäfie u«'d so we,ler. Wenn dann die 3"« " Neppes ihre goloene Kelle nicht mehr zur s«" «lägt. wissen die Nachbarn, we es stch, denn daß ° Kcl.e zu Hause aufbewahrt wird. während ihre ve!^ rin ausgeht, ist mchl abzunehmen, tue goldene ""« ' von der Hl au de» N.ppelS unzertrennlich, selbst aus" Htarll bet« limlaufm wird sie zur Gchan ««ras». 2155 Politische Uebersicht. «aibay, 27. Dezember. Im ungarischen Ovcrha^se wurden die sinan Men Ocsetzoorlagen erleoigl. Der Sieucraueschuß vcr> Zündelte über die Stempel- und Gcbührenoollage. Es vuxoe beschossen, daß die Conlocorrcntzinseu bei Gcl> lnsiltuten ul.blsl uerl ble.be«,. Der deutsche Reia,slcmz!er beantragte die Zustim-nung dcS BuuoesratycS zum Abschlüsse eines Hue »eferungsverlrages mit der nurdalnecitaniichcu Hawn an Stelle der früheren zwischen Nordamerlta uno >en einzelenen deutschen Slaaltn abgeschlossenen Vertraue, die Ul»lonsreg>erung eillarle chrc B.reltw,Uigleii, über linen solchen Bcrtrag zu verhandeln. — Im auewäM' >en Amle arbeit« man an der Oeichafteoronung für »eutsche Legatloncn im «uslande, um d«e oip oman» chen «gellten bezügl'ch der Registralursuhrung uuo Dr» lülchcnbcyandlung an bestimmte Nürmeu zu binoen. Eln ällaß des lö.l. bairischen ilriegSlniniste' iums vom 16. d. M. gibt bekannt: „In O^maehcll lkr für dle 3iegclung der milltärdielistlichm uno aomlu«« traliven Oeryallnlsse der Festung Ulm «.eider Uf r gc löffeln ^elcillbarungen vom l(>. Juni d. I. bilon >ie,e Festung vom 1. Jänner 1875 ad, vorbehaltlich tei öouverame.ülorcchie der hohen Tetrilotialhe reu oder der »estthelioen lHigenltiumsrechle, eil,en einhellllchen Wuff u-ilatz unllr einheitlichem Kommando und einheitlicher lkrwaltung durch Organe des Reiches." In der S'tzang der französischen National Krsammlung vom 19. d M- wurde der Ocsetzentwuri, »elrtsseud die Ernennung einer Commission behufs der Regelung der Bcrhüllnlssc in Algerien erledigt. — Die Nationalversammlung w»rd sich in nächster Zeit in dring icher Weise mit einem von Dr. Rvussel cingtbrachlel, Hesltzmtwurf beschäftigen, welcher die Ucberwachung der Säuglingspflege zum Hcgr,.sta,.de hat und durch >ie Coilstallcrung der enormen Seibllchleil veranlußl vutdc, von dcr dir Kiudec in Flai'lreich in den trften iedenejahren hingerafft werden. — (is bestü'igt sich, daß »as^ rechte Centrum auf lein Projl.ct einer mit dtm l,n ten Centrum glMelnsamen Action verzichten, die Per> sassun gSgeittze ausüben und wahicod der perlen oerluchen wird, sich der äußeisten Nichten zu nähern. Dcr schweizerische Natioualrath uuo dcr Staude-rath haben sich bis zum 8. März l.6?5 vertagt. Die ungünstige Witterung oeryludcrl dlc Wieder» aufnähme der Operationen im Norden Spaniens. Es oerlaulet, tatz der entschcidcnde Schlag der von Serrano bejeyliglen Evro-Armce versucht werden wird, und zwar soll Mll dem Elltiaye von Pampeluna begonnen werden. Dle Car listen f^gen j,tz. an, dicMmlerm'd Kramn »er Offiziere dcr llh.en Reserve n>e^zu,chllppm. Uebcr oas ^chlttsal dieser urmen muß mun umi^m.hc besorg« sein, als die Kampfer für Thion und Altar lürzlich in Iarauz auf off.nem Marlte zwei Frauen halb loot ge plügell haben, weil sie liberale Gesinlwngcn äuherlel,. Nachrichten über kriegerische Ereigüisje fehlen. Madrider Blätter melden, daß mi Maeltlazgo General Despujol^ auf Mo ella und in Katalonien General Wcylrr aus Vcrga mai schiert. Dcr schwedische Marineministcr Freiherr von Leijouhufwud hat seil« Dcmissioil gegeben. Dcr Capitiiu-Columaudcur Frederick von Otter wurde zum Maviue. minister ernannt. Nenn des Neppers Uhrleltc ,verseht" ist, wie dcr tech nlschc Ausdruck lautet, so tragt er den Rock bis zum hal>e him.uf zugel»opfl, macht er gute Geschäfte, so wochle er d»e «ctte am liel»sttl> über dem Ruck traget,, damit sie jcoermalm sehe. Wem, er zu Hause ist, trägt er gewöhnlich die Hände in den Hosentasche,,, damit der Nocl recht ueit ausriliandel stehe und lein Theilchcn der Kcllc veidcclt weroe. Die Garderobe dco Ncppcrs ift ansiän, dig, nur trägt er der Blqlmnlichtrit halber eine Mühe, om Hut styt er nur zu Hause auf bei a^ßerglwohllll. chen O.gcbel'heiten, ocer wenn er etwa eine vornehme Herlonllch'cit auS Geichäftsgriinden vorstellen will. Dcr Npper lrelbt sehr häufig noch ein Nebengeschäft, er sp»elt! uno da tommt es zuweilen vor, dah er irgend ttntn Baron oder Grafen vorstellt. Er nästlt dann wie ein Oardllieulenant, spricht in Kurlstauedlücken von Hun» den und Pferden, wech überhaupt den „Vormhlmn" ^rauezubtißcn, bw auf vie Sprache, denn mit der Gram, Hat»! suhl der Nepper immer auf ge!pam.tem F^ße, tbenso wlt den ubrlgcn Wlssrnscher Hm-Ncht jedoch lllinl er lein Erb rmen, er lockt frintm Opfer, '" es durch Spiel oder Verlauf sä.le4t«r Ware dcn letz« ltn Gro chcn aus dlr Tasche, auch wenn el weiß, daß n l»ä ^chtl'de Person an den Bellclstab dringt, und l,e "ul sich über ihn Hasselbe sagen, was Gltthe im.Mtz °n Blrl'chmgtn-llber -milleid'ge Personen so lnffeno ^lNlrlt, und wa« wir s«ner Drrbhnt wegen hier nichl ! Einem Telegramme des „Nord" aus Peters« bürg zufolge sind die Nachrichten über die Embcru» fung einer ucucn Confercnz nach Petersburg und über den Tag dcs Zuslli,„ncntrlttcs dcrsclbcn vrrfrüyt. Es ist darübcr bioycr noch nichts entschieden, da noch uicht allc Ncginuilgcn auf das russische Circularschrciben gcantwortet yabcu. D»e brasilianischen Kammern wurden zu einer uuheroidenllichen Session auf den 15. März ew-berufen. Einer bci der pariser Gesandtschaft von Peru aus ^ima vom 14. d. eingct, offenen Dtpcsche zufolge wurden zufolge wuroen die Äuf>ländischen am 7. De z mbcr volisländ g geschlagen. D^r Insusgel'tenchef Plerola entfloh nach Bolivia. Die Ordnung ist wie cer h.rttli:clll. Hagesneuigkeiten. — (Vom A. h. Hofe.) Ihre Mojlsiät dk K ° isliin feierte am 24 d. M. Nu>rhdchstlh>en Oeburielag. In d>n .Nirchrn Wie«,« wurde «>u« Aulaß diese« F sits felerlicher G.,tlcedienft ab< gshaXel!, — P slcr Vläller bringm folgende Hosanzcige: ,Im )i^mcn Ihier Mlljcsllilen weiden dic Neuj^hi«>grNc>tloncn »m! 30. D'zrmbcr zwlschril 8 und 10 lihr abends «n der budaprfter loiliglichen Burg cnlgrgengeüommen werden und zwar im Namrn sr. Mujrstill de« »aiscr« durch den erstri, Oderfthosmcifter Fiir» sten Hohelüohl.':SchlllingSjillsl, im Xiamen ihier M^i'ftäl dcr jtai: lecin über durch oie Stlrulreuzorbens: lind Palalld^me Ihr« Majssiiii, Frau Georg v. M^jlalh, als stelluerlrcllNde Obccftl,oj» intlfterin." — (V«rg 2 ladcm , e.) Se. l. und I. Apostolische Majftiit liaben die vom Ack llb^ilininift.'r vargelcnlen Olaluleu der t. l. Herlialademicn in ^eoben und Prlbram so wie den Prrso' »lll- »Mb V^oldlmgösla'lld dieser b.l0 n Bcrglllidemieu mil Ällrr» yöchjtcr Culschlllhung vom 15. Dezember l». I. allcrgiladigsi zu geuchmigtn geruht. — (Pcrso uc, luachricht en.) «i?e. Excellenz der Hrrr Äclerballlllllllst r Niittr v Chluniecly ist »m ^0. d. »ach Mr»»! loue llbgelelSl, wo er einiljt Wochen verwcllm wird. — Iu re 1866 mit jruei Vravour lämpstc, welche >ln dec ofterrcichlschen Arm?e auch von dem ftcgenden Fond stets ancrtaliul werde« muh. — «Todesfall.) In G< az siarb nach lliugerem Lcidrn Hcrr Franz Flrihcrr v. Gorizutli, willl. l. l. ilammnel, l. t. Frldmllilnsses zwifcheu Olf»rr«>ch und Uugaiu cluliilt, vurlluelglsltzl, duß eiln vollsländlge Olsichfttlluug t»e^ LouipaciKcelilcn ple Aufhebung de» Domtapilel« >n L> « lo > hurn uud dic ^»quldaliou de« BlslhUlneocrmUgenS. — (Ältettlot.) Die neueste Post bringt Nachricht, daß auch grgcn den it <, i f e l von Oraslllen ein Moldplau angl^gl war. Duich anooyme Vrirfe ,st man am 15. November ,u Rio dc Iancllll uütlrrlchicl worde», duß ein Ätienlat auf oen H>»,scr Dom Pedro II. und deu gegeuwa^lgen Uini>lcr dco wiederholen wollen. Schätze erwirbt dcr Nrpftcr selten, cr gevrailcht viel lind scinc <)aillillc cdcnfaUs. kxim cr dahcr im Allcr erwerlisimMM >st, faUl cr dem Mulciocn dcr jüugcrcn Mucratlou >clmr Collcgen zur ^ast, wcnn jcine iimocr il)u llicht uitlcrjlutzcn tönncn oder wcun il)M tciil (^lüctsiinlsilliid zu Hllsc tummt — und oics ist nicht scltcil dcr Fall. T as Olüä ist einmal ein sondcrbarcs Ding, an cincm armen, ymlgrigcn <^)al,l, dcr iln Schweiße st,ncs 'cs weiß cs besser, aber cr vertraut cs nur scmcm Kopf-llsscu. Wenu das Kopjlisseil redcn tonnte! Doch wie bemerkt, in den mchleu WUen fristet der Nlppcr ein kümmerliches Dasein, wenu cr seinen Geschahlcn nicht mehr nachgehen taun. Stirbt der Nepper vor seiner Zeit, so yiulcrlabt cr seine Familie im ^tmd; sehr oft jetzt jedoch die Frau das Gejchajt ihres Maunrs fort und sür diesm Fall haben wir eS nicht mchr mit cincm Nepper, soudcru mit ciiur Ncppcrin zu thun, sie der?' taust regelrecht wie ihr Mann, unechte Kcllnvano, un-lchtc Tuche und dcsnndcrs, wcnn sie Mode sind, unechte ostilldischc ^ongshawls für echte. Auch ^chtmlMowasser vertäust src und bcsondcrs stcllcn Dicnsllliao i.ru das Honliugcul sür ihre ^uclrugcrcuu. Nebenbei legl sic auch itartcn, wosür sie aber lci^ Honorar verlangt, un» ihre, Inner«, VistoMte von «io Bronco, zu, «uSfuhrung «elangen solle. Den 9ieche«chsN der Poli,ei isl e« gi-lungn,, ,n der Pelson eine« Illlllener« den mulhmoh'ichcu «tlenliller zu oelhaten. Daß Verbrechen wirl von el>l>m g>oß'U Thile der Vroöll^rung den Mttanwntllnm :,l die schuhe g'schoben; d»h diese die lul/llecluellen U'bebsr sl-i'n. le^wns''!! n«m»!,d Locales. Sanitstswochenverichl des laibacher VtaHt- vom 13. bis lucllchvt 1i^. Dezember 1874. I. Morbililat. Dirs'lb? wir in dieser'Noch? mäßig. D'rhchrrilis in leicktspidr,,, sch.'M Giarr «nd snl;tt»>de und mod ficierle Vlattern II. Mortalität. E« ftarben in dieser Woche 15 Person« (stgen l8 in der Vorwoche), davon waren 6 männlichen vnd i) weiblichen Oischlrchtes, 10 llrivlichsene u>,d 5 ilinder. k-ahsr w dieser Woche do« weibliche G.sch!,cht u»d d« Liwachsenm llb«' wicgcud an der slerbiichl>it rartlc'plsrlen. Im eisten keben^jadre ft«>b I Kind an keben^schwäche; vom L. bis 20. Iuhre stalbn 4 Pers, nen, und zwar « Diphlheriti« 3, an brighlhisch» Nielrnlranlheit I Ptlson; vom 20. l>« U0. Jahre starben 3 Personen, an Vauch»-wcisscrsucht, Entartung der Untrrleibeorgane «id Lungenentzkn» dung je 1 Penon; llber t»0 Jahre alt starben 7 Personen, und ,w»d k.bcrtreb» ie I Person. AlehaufigsteTodtsulsachk lrslen ans: Diphtberltl» nnb Maraemus je 3mal, ,d.,. iiO-0 PZ< ; Wassersucht ilmal, d, i. 13 3 PZ!,; i'unglnenlzlludung, i!tbertreb» lc. je l»«l, d. i. 67 pZt. allcr Vslftcrben^n. Im Civilspitale starben 5 Polsonen, im Ellsub'th^Kmdel' spilale 1 Kil'd. im ftHeslschen ArmenversorgungthHus« 1 Pfrilnd» n-rin, in o?r Stadt und den VorstilL en 8 Personen. Disse leH» lereren vertheilen sich, wie folgt: Innere Vlabt 3, St. P^erV» vorfladt 1, Polanevoifladl 0. itapu^ine,Vorstadt 1, Grnbi?cl>»l» volft^idt 0, Hlllt<»!5 und Tlinalworslaol l, «arlstlldteivorstadt «^ Htthneldorf 2, Moorgrnnd 0. ' - (Ll er befall.) Am 23. b. st«d in i!aibach Ftau Äioisi» l^reiiu o. Schmldburg, geb. Freiili von Schweiger» Lerchrnsklo. Wilwe nach dem im Jahre I85U verstorbenen Victor tlloi« Freiherrn v. Schmidburg. l. l. StalchaltelekPiceprnsideil-ten in Trmrevar, im Ü5. Lebcn^a^e. Dcm feielllche:. teichen! blgäi'unissc a,n 2U. d. wohnten bei die niichstoerwandten Ltid? lragendn,, Berirettr der Adel«familien Hhorinsly, «uerfpll^, Wmmlnand, Hoyos. Oozani, Rechbach u. ».. der tondcsregie lniigsleiter l. l. Hofralh Ritter v. Wldmann, der Lanbeshaupll mann Ritler v. »ll, »n der Tagech, vldnnug stchl die Frftftct!u»g dc« OtNlfluocvolaujchlag«« pro ^U7^ — Erster « am m rlmujllobent».) K««nd« e«l)<»r ^in. mermusil uerlcbteu am 5!ü. d. emcn »echt vera.n»igltu «bend. Die Herren Zohrer (Clavier), ) mld M l l,bll.,r (Cello) vlmitlien eiu vvtzllgllch gljchulll» uud nngeubtt«» ,stmdi«, ! Opfer geneigter zum Kaufen zu machen., Sie versteht rs ausgezeichnet, Ohnmachten zu bekommen und dir toll-slcu Mlchichtcu ooil vcrrulhelicr ^ielie odcr dcu» durch gebrailulcil Ehemanne zu erMlcn. ^ugen Sue sagt im „Ewigen Juden": „its gibt noch etwas schlimmeres als emeu Jesuiten, nemllch cme Icsuitin"; wir meinen, cs gibt noch etwas schlimmeres als einen Nepper, nemlich eiiic Nepperiu. Sle ist lulM wie eiu Maun; und wlr lcuucn ciuen Fall,, dah e^le NcMrm dic Frau ciilcs Pollzislcu „auschmlcrlc", deren Manu zur Zeit auf sie fahndete. Elnc andere verlauste der Frau rmes Arztes reines Brrmncnwasser als Mittel gegen Sommersprossen und einem Äpolhckr, und Hufer ^aU kam in Hamburg vor, gewöhiUlchrs OliociM iilr Rosenöl, allcrdiligs war die Verpackung sehr ähxllch und Flacons und iiästchell überall mit cchtcu» Roseno^bt' lupft. Dculllich wird cs dcr Nrppcrin schwerer, öüs'Gt' fchafl zu betreiben, als dem Maim. Sic ist ein iOeib uud den Strapazen uicht gewach/cu; sie zieht daher den Oroschcu mchr zu Ralhc. Bei ihr heißt cs nicht, „wie gcwouucn so zerroliucn", uud sie befmoct sich m cnligcn Iahrrtr im Wohlstand. In Ausuahmcsällrn tnibl die Frau auch das Mschäft mit ihrem Manne ix Co«< pagnie und dann ist das Ende gewöhnlich rin plälh-tiges Haus m dem vornchmstcu Theile der Stadt. Wir gönnen ihnen das Hu us. denn so groh es isl, so findn, stc doch lein PlätMn darin, auf dem sie so saust ruhen tönncn, wie dcr, dcr im Schweiße sriues tlnglfichls ge-zwungeu ist, sein Brot zu crwcrbcu, dcllu von allen Sprichwörtern bewahrheitet sich leims mehr als b^tz: „Elll gutes Ottvisslll ist ein sauftcs RuhclisslU." Uud somit <^oll bcfohlcu, uud wenn jetzt cin ^cppcr odcr ciue Ncppcriu zu uns lomml, so wlsscu wir, w.as wzr zu tyuu yabcu: wir weisen ihn«, die Thür! ^ , . S. Vch,rr'u^., 2156 hielten mit gediegenem «»«druck, mit correct« Präcision. Im Stteichquartetl von I. Haydn (opn, 7b) machte da« «riginelle «lenuet elellrische Wlrlung. Herr Meißner spielte die elegante, schwungvolle Gonate vau F. MendelssohN'Vartholdy mit Herrn Zilhrer tfeelleut. Feinsten Hochgenuß gewährte da« große Veeth ° oen' sch« Trio (opu, 9?). welche« mit richtigstem Ver-ßilndnis der großartig angelegten Tomposttion. mit großer Pietllt und in allen Theilen »nsterhaft vorgetragen »urde. Der «oagi«: s«tz »rächte »ohl da« Gediegenste, da« Schiwste, wa« in Kam-«rnmfit gebot« «nben lann. Der gewählte Zuhörerlreis ver-«,« <»h«» befriedigt d«n Toncertsaal. — (3«»r den lrainischen Schulpfennig) sind jeit ^« l der deutsch«, Bühnenmitglieder beginnen morgen. D« jnnge talentierte und »ielbeschllftigt« Schauspieler Herr steidner wählte Fnedrich Halm« vieractige« effectvolle« Drama ^Die Krone von lastilien.« Diefe Verstellung gewinnt durch da« Nuftrelen de« Frl. Nmalia Oie«li»g »l« «aft in der Rollt der „Donna Maria de Molina" erhöhte« Interesse und läßt deshalb einen recht zahlreichen vesuch erwarten. — (Zui Faschingsfaison.) Die hiesige junge Iuri-fienwelt beabsichtigt, im Jänner l. I. ein Jurist,nlrilnz-chen i« Vege der Subscription zu arrangieren. — (Ein ftarle« Gewitter) enllnd sich am 20. b. abend« in «ub«lf«werth; e« hielt von 8 Uhr abend« bi« 2 Uhr «acht« an. Der Vlih schlug in die a« Gurlstnffe befindlich« Kaserne ein, ohne zu zünden. Am selben Tage ging ein Gewi«« auch über Treffen nnd schlug der Vlih in die dortige «». Peter«lllpelle ein. — (Theater.) Die deutsche Vuhne feierte den rief in ernster Scene die Heiterkeit de« Hause« »ach. Vann »ieder wird «n« Gelegenheit gegeben »erden, »«« ei«er durchau« Nappeuden The«terv«tftellung «ericht erstatten M l»»»en? Offenbach« ^SchSne Helena" machte gestern ein volle« Hau«. Fräulein Ianuschowsly »xcellierte im Titelparte in Gesang u«b Lostll». Die Spiße der Herren I»»l» (Vlenelaus) u»» Veiß ^«alchaej fanden beisälllge« Ohr, Herr Daisy (Pari«> »ar lckht gut bei StiV«e. Frilulei» Fr« h (Orefte«) sang ihre» Part K«nZ g»t, Herr Pinales »ar ein tapferer Achille«. Da« Public»« ze«chnett die „schöne Helena" durch Hervorruf au«. Hn» r werben wir wohl auf da« gewohnte Feinc in der Opereltr »»d a»f «inen jungen, gefälligen und fti»«beg«bl«n Operetten» sänger verzichte« »tifsen? — (Auch «in ^0 rigin«1«rtilel"l) Ein Partei-il»N. dessen Abonnentenzahl abfällt, wie i« Herbste da« Laub »o» de« VOumen; ein Vlalt, dessen bedrohte llriftenz nur mehr »«rch verkauf von Schrift »nd Inventar gefristet wird, verfuchl «, i» niedriger und gehässiger Weise und oh^e zu selch' verweis liche« Vorgange herausgefordert worden vf.ssor. * Frau Hermingiloe Zupantii, geb. v. Neft. ' » Ioseftnt schuftelschch m,t Tochter. « ^ Ursula Klementli, HausbesilHerm. * Herr Ferdinand «llmeniit. Ot,er«ngenie»r bei der dal«al!nifchen Staatebahn in Sebemco (Dalmatien) * Familie Friedrich. * Jeanette Marquise Vozaui be St. Georges. * Fräulein Lhiossmo. * Herr I. V. Schmiedl. Hausbesitzer, sammt Gattin. * , Jacob Smolej. l. t. Ochnlrath uud t. l. Gymnasial- director, sammt Familie. ' ^ Anton Freiheir v. Codell« fammt Gemaliu. * , Josef o Paglorucc« sammt G.m^lm. * , Al«i« Negul. jubil. t l. Gtaal«buchhaltung«'Xtchnung«: rath, sammt Gemalin. » ^ F ori»n N'tdl. stiller v. «aite»fel«, jubil. l. k. Staat«» duchhaller, sammt Tächlern. ^ Director Schelina scimnit Familie. ______________(»only»««. fol«t)__________________ «eneste Post. (Oriainal.Telearamw d« „Laiiacber Zeituua.") Constantino pel, 26. Dezember. England forderte die Pforte zur Erlasung eines Firmans aus. womit dcn Donausürsteuthttmern das Nccht zur Schließung von Handclbverlrägrn grwührl wird. Wien, 24. Dezember. Die «N. Fr. Pr." meldet, daß die im Prozesse Arnim nur in geheimer Verhandlung verlesenen dreizehn kirchenpolitischen Erlässe, auf welche lediglich sich das über Arnim verhängte Straf-ausmaß stützt, ausschließlich die SediSvacanz des päpst-lichen Stuhles betreffen und die Stellung zeichnen, welche beim Tode Pius IX. das deutsche Reich zur Wahl Ks neuen Papstes zu nehmen gewillt ist. London, 25. Dezember. Gestern entgleiste bet Shipton ein Erpreßzug auf der Ostbahn. Mehrere Waggons stürzten in den Canal. Visher wurden 30 Todte aufgefunden. Es gibt viele Verwundete; wahrscheinlich sind noch mehr Mitreisende umgekommen. Pernambuco, 25. Dezember. Die Jesuiten wurden aus der Provinz Pernambuco ausgewiesen. Telegraphischer Vechselcurs vom 24, Dezember Papler-Rente «9 60 — Gilber-Nente 74 90 — 1»6tter Staals-Nnlthen 109 50. — Vanl-Nctien 985 - llredil-Uctien 23« 25 London »10 85 —Silo« 106 2« !t «36 ?5 Anal« 143 50, Ulnon N3 50. Kraucoliant lb50. Handel,»»»., ?N5,0, Berelll«banl l8 75, Ht)polhel«rrentenl,anl—- , allqemeu. vaugesellschaft 3N 75. Wlener «axbanl 40 50 Unionbaubanl s'» — Nechslerbaubans 14 -, Vrigittenaner 9 —. Gtaatsbahn »l/s —< ^oml>«rdn, 1'?8 5ft «lnmmnn<,«l«s, —. Fest Theater. heute: Die Zauberwelt. Oroste außero, deutliche Vorftelluu« in der höheren Magie ohne Apparate von Vrofrssor Herman« au« London. Zum erfteil male: Durch! Gchwanl in 1 Act von «. Ve>,6. Zum Tcllluh: Der leyte Trumpf. Luftfpiel in 1 Ncl von Alerander Wilhelm». Metcorololjische Beobachtungen in Laibach. e Ü.Vlg. 736,7 -15« , NW. schwach Nebel 24. 3 „ N. 737», W 4 W schwach heller 0^u 10 ^«b 736«, —17 g NtS. schwach, Nebel ! o U. »t«.' 73,.« -16,4" O. fchwach Nebel 25. « „ «. 733„ —lis N schwach heiter 0«o __11^_?^ __.^«» l ^lS^ ! W schwach ^ heiter ! V ll. M» 73 ' L» —13 a NW. schwach b,wülst ' ",« 26 , « sst. 727 o.. - 6,? W. schwach Schnee j "" 10 . «i». - 7-i« f5 ! - bo W. schwach , Schnee ^^"" Den 24. morgens Nebel, bis gegen 6 Uhr anhalten», dann heiter, Sonnenschein, abend« Nebel. Den 25. Vlolgtnnebel, bl« „e^eu 9 Uhr anhaltend, dann heller, Sonnenschelu. avend« Hlhen nebel. Den 26. morgen« tiewüllt. nach 10 Uhr dlt,me Sch»tt' stucken, nachmittag« starter Schneefall. abend« 10 Uhr «och tend. Da« Tage««lltel der Temperatur am 24. und 25. — 14 7', am 26. - 8 2', beziehungsweise um 121». 11 9'und b0'«ler de« Normale. Ver»ntm»rtl , > geb. 3reiin v. Schweiger-Z'erchenseld » W drNclen wir all,« Freunden und Vclanuten unseren W M liefgefUhlteften Danl a»,«. W W Dle trauernde Familie. » ^ > Kerzlichen Zank > W allen p. t. Oönneln und Freunden fitr das a» M « 27. l». »r'olgte llbstau« zahlreiche und ehrende Oeleile M M zur Ruhestätle der leider zu früh verftorbeneu W > lUurik 8 « Lthcumtscandidaliu in La,bach. W W Die trauernden Angehörigen. » U^vf^nl^^i^t Wie«. 23 Dezemb«. Die Vilrfe war et»«« belebter al« gestern. Die Actieu de« Vanloerein« »urden l>,g,hrt. «ngl« desgleichen, von vabn,avieren waren «a»"^ <^V«.sv»^^vllU/t. «»rlLudn,,g-Vahn » zen de« günstigen «u«n>eift« beliebt. Im Uebrig» war di« Tendenz bei mllßige« Umsatz fest. G«ld W«« .««i. >- . l.....6985 6^95 G«»t»«r.j ''"" (.....69 80 69 90 «pril- ) «<"»«»" ( . . 74 85 74 95 l«ft. 1889........ 268- 272 - » 1854........ 10475 105 - . I860........ 109 5' 10975 . l««0 zu I00fi. . 11475 I'5- « ,««4........ 135 ,3550 D«»«n«N'Vs«ndbri«fe . . . .12350 ,24 — Prilm»e»a«lehen der Otadt Wien IO2 75 K13 25 Vbhm«, l H«. . l. . 98— 98 50 V,li,<« l"""' l. . 84 ~ 84 50 « - wlg. PrümiM'Anl...... 8l 0 8175 »,«ur «o»«»nal' «nlehen . 89 50 89 7b «etl«» tzs» vanle«. «««»«'««»........142 — 142 25 »«llnerei«........10,— 104 - VIV,«l,Mt«l«M 10s - 110 - «redilanftalt........23« 5" 23<» 7^ «reditanftall. ungar.....224 < 5 225 25 Depvfilenbanl.......— — ^ - ««««pteanstall......86^ — 870 — F>ane„«ant .......»4— 5425 H«nd,l«banl........70 — 7050 Nati««albant.......99»— 997 — Oefterr. Vanlgesellschaft ... —'—- — — Unionbanl ........»1375 114 - Vereinsbank........19'- 19^5 «ertehr«b«ut .......!06' - 10650 «ctle» »«» t«n«p«rt'U»ter»e>' »»»«e«. »«» V«« «lfilld-vahn........139 - >4<» - Kall-Ludwig.Vab«.....24450 245 — D«mau.D«mvschiff., Gesellschaft 432— 434 — k Lfmb.'«,eln..Iufl,.Vahn . . 143— «43 50 elo,».«esllllch........«1 - 4<«» — Oefterr. Nord»eftbahn . . . 155 25 l5»7' Rudolf«,««hn.......I5l — l5l 50 Vtaalsbahn........808 '5 309 25 Sudb^hn.........137 75 l2«'-. Thelß-«»hll........,94 — »9450 Ungarische Nordoftbahn . . . I2l — 122- Ung«l,sche Ostbahu.....bi — 5»l»0 Ira«way,Ocsell— — — v«gelellfch«lte». Nllg. llsterr vaug s.llschaft . . ?6 — 2« 25 Wie»er lvaugesellschaft..... 41 75 42 — Vl«»dbrlese. «ll>. dfterr. vsdencredit . . . 96 — 96 50 d«o. in «3 Jahren 86 — 8625 National»»«!' 6. W.....94 45 94 60 Uug. ,rbb'S.......105.7l» Iv«»» ' ftr»n,'I°feph'V.......,00-25 lO0-50 »^l ««il.Ludwla.V., 1.«». . 103— 104' - , Qefien. N»iP»eft.V, . 9b - »K« ! SiebenbNrger.......?725 7^3 Sta°l«b°hn........,3950 1^ 6""«hn' M......l.^ lzzzz «utbatm. Vou« !! ' - - - 2s' ?' '3'?5 Un,. Oflbahn.......6?b0 67?l> Privattpse. _, llredil.e..........»66 50 167" «ndolfs'k.........l3- "" Nuqsburg.........92 " AA Franlfurt..........927^ 9j.s?. 0«mbur,........." l0 b« y V° '. ' ' ' ' '. '. ' 'i3,1 "" «eldsorten. Ducaten ... 5st. 23 lr. b ft. " "- Mp°l,««d'or . . 8» 9< „ s ^»»»" Preutz ltassmscheine , «6«'