fmbllcher Leitung. Nr. 282 Priiu merationeprei«: Im Comptoir ganzj, N. li, !,..lhi. ss. 5.5». >fi!r dic^uflclUiug i»5 Hiuiv b.Ubi. , ii tr. Mit der Pos! ganzi. N- >5, halbj. ss. ?.5i>. Montag, 7. December Insertt onogedilhf b<« 10 Zeilcn: lmal «0 lr., »m.SOlr., 3«. i ft.!. lu lr. u. s. w. 3nsertion>?!1<»!pl!l iedel>ni. 3« l,. 1868. WG5" Des h. Feiertages wegen er scheint die nächste Ätnmmer am Mittwoch. Amtlicher Theil. 3e. k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 28. October d. I. über Antrag des Reichskanzlers, Ministers des kaiserlichen Hauses uud des Acnßcru, den Handclsmaun Joachim Dietrich Meyer zum unbcsoldctcn Viccconsnl i» Trinidad dc Cuba mit dem Rechte ^iim Bezüge der tarifmäßigen Eon-sulargcbührcn allcrgnädigst zu ernennen geruht. Sc. kaiserliche Hoheit dcr durchlauchtigste Herr Erzherzog Raiucr habcu sich in Höchstihrcr Eigenschaft als Protector des k. k. Museums für Kuust und Industrie im Sinne des F 1ll Gulden, pr. Kopf „ 95.7, „ 121 Gulden, ans d i e P e r ft f l c g u u g mit Brol: in Oesterreich 5.2, Norddeutschlaud 5.4 Mill. Gulden, Pr. Kopf „ 18,7, „ 17.2 Gulden,' Geld und Brot zusammen^ in Franlreich 110 Mill. Gulden, pr. Kopf 282.1 Gulden. Unterkunft und Service: in Oesterreich 5.6, Norddcutfchland 8,4, Frankreich 10.8 Mill. fl. pr. Kopf „ 20,1, „ 26,7, „ 27.7 Gulden. Montur, Rilstung und Waffenwcscn: iu Oesterreich 7.6. Norddrutschlaud 9.6) iu Frankreich unter audc^ pr. Kopf „ 27,3, „ 30,6) reu Nubriteu erscheinend. ' Es bedarf wohl keiner ausfilhrlichm Bemerkung darüber, daß die gleichartigen Ausgaben bei den einzelnen Staaten iu ungleichartige Fächer ringelragen nscheineu, waö besonders vou Franlleich gegenülier den beiden denlscheu Staate» gilt. Wcuu wir uich! in die kleinsten Details eingehen wollen, so müssen wir Nüt< dringlich der beiden deutscheil Mächte mit einem ziemlich gleichinä'sngen, bezüglich Franlrcichi< aber blos mit einem appro-xiiiiaiiu gleichgestellten Maßstab begnügen. Mit Brrücksichlignng des Agiu'i« ist der preufzischc Thaler zu 1 fl. 70 l'r., der Frank zu 46 kr. ö. W, gerechnet. ' Im üstelr.ichischcn Budget erscheint unter ähnlichem Titel ein Betrag von 2,704 W5> st eingestellt. Der Uebereinstimmung mit Norddcntschland ivegen mußten jedoch »ulc Posten von hier in andere Fächer ilbertrngen werden, wonach „lir die obenstehcude Kiffer von 1,00<».00(» fl.' verbleibt, Umgelehrt erscheint in dieser Nnbrik die französische Ziffer überraschend niedrig; dort sind aber viele ArmcebehUldrn in andere Nlibrilen ringetbcilt, so namentlich auch iu den (ttcneralstab. fur welchen eine gegen nnderi^ivo iinucrhällnißmäßiss große Anögade (mehr als 22 Millionen Frcs.) lyeilweise aui« deni genannlen Ornnd hcrslamml ' Daß ui^geachlet der M'ilauö größeren Wohlfeilheit dc3 Getreides in Oesterreich doch die Ausgabe für Broo hier höher ist, alö zenc iu Prenszcn, erklärt sich ans dem Umstände, daß in Preußen die läßliche Vrodgebühr 1"/,,, iu Oesterreich dagegen l'">2, Zollpslmd belrägl. ^ Das französische Budget hat diese beiden Postcn bei jeder Truppe vereinigt nnd hat noch einige andere Beträge, welche sonst anderswo vorkommen, iu die gleiche Rubrik ciugtslrllt. S'lchzen <,us der Pariser Welt.* II. Junge Männer. In der That, mein Herr Neffe hat seinen Cm-Pfangötag, ganz wie eine hübsche ssrau. Ich betrachtete ihn, wahrcud er sich im Zimmer hcrnmbcwcgtc und seine befehle ertheilte. In Wahrheit, worin nnlcrschcidct er sich denn von einer lMschcn Fran? Er ist weniger hübsch, das ist alles; im übrigen stcheu sie auf gleicher Stufe. Ihre Gcdaukcn sind nahezu dieselben; wenn er über seine Toilette, sein Amcublcmcnt uud seine Ncfträscntalion nachgedacht hat, ist er mit seinen Ideen zu (5udc. Er hat ciuen ganzen Schrank voll Stiefel uud Halbslicfel; Wei Jahre schwankte er zwischen den Fnßküustlcru Nc-nard uud Dusautoy hiu nnd her, um sich eudlich bei Ncuard zu firircu mit dem Vorbehalt, wieder zn Dusautoy zurückzukchrcu; im Puultc der Gilctö hat er. wie '"an sagt, Genie; der erste Zuschneider von Nciwrd schätzt ihn, nnd der schöne „Iwmma (^cl,)'0ur," der dcin Magazin als Affichc dient, ist nicht stolzer auf seinen T°rso, als er auf den seinigcn. Ich betrach'ctc sein !^arcit, oder anch wohl an seine ober den Schläfen cmmnth'g gewellten Haare. Er kennt fein lächeln, dämpft cs, daß es die Mitte hält zwischen Sichgehenlassen und Gclaug-wciltscin. Er weiß wie er den Hals zu neigen, die Beine zn kreuzen, das Kinn anf die Hand zu stützen »nd sich in einen Fautcuil hinzustrecken hat, nnd er versteht cs Albernheiten zn hören lind zu sagcu ohne zu gähucn. Mein theuerer Neffe, wie liebcus!''ürdig sind Sie! Und wie wenig hätten Sie noch zu lernen, wenn Sie Plötzlich Frau und Salondainc geworden, genöthigt wären, sich ml ^>i(!n zu eoiffircn, falsche Haarflechten zu tragen, eine bauschende Nobc zu ruudeu uud mit der crfordcrlichcu Mischung von Anmuth nud Würde sich durch das Gczicr und Geschwätz eines Empfangsabcnds hindnrchzuwindcn. Womit verbringt er seine Zeit? Er steht um !> Uhr anf, zieht feinen Schlafrock an und der Bediente bringt ihiu die Chocolade. Er liest die Journale, raucht Eigarctten, dehnt fich bis 11 Uhr uud kleidet sich an. Das ist eine ganze Operation. Er hat in seinem Toi-lcttccabiuct ciucu l> Fuß laugcu nud vcrhältnißmäßig brciteu Tisch mit 3 großen Waschbecken uud ich weiß nicht wieviel Büchsen, Fiolen und Spiegeln aufrichten lassen. Er hat drei Bürsten für den Kopf, ciuc für den Bart, eine für den Schnnrbart, eine Zange zum AuS-ziehcu der Haare, Pomadcu, Essenzen "uud Seifen; als ich dort eintrat, glaubte ich in einem Arsenal zu sein. Dann frühstückt er, raucht uochmals, blättert in einem Roman und macht einige Besuche. Im vergangenen Jahre hat er seine NcchtSstudien vollendet, das nahm ihn zwei Stunden dcS TagcS in Anspruch, er schleppte die Kugel mit gelangweilter Miene, es war das letzte Stück der Uuiocrsitätskctte. Nun ist er frei uud eS behagt ihm sehr wohl, nichts mehr thun nnd lesen zu müssen. Ich glaube, daß er das „Leben Jesu" durchgeblättert hat, aber nur um darüber sprechen zn können. Er hat iu diesem Jahre eine große Erfindung gemacht, einen Stocktnopf; er hat ein Dntzcnd Nohrstäbc, die man mir von Brasilien geschickt hatte, zn Vcrdicr getragen uud im Anstansch dafür jenen Stockkuovf bestellt, der ihm iu sciucu Gesellschaftskreisen ciuigcrmaßen berühmt gemacht hat. Eiumal in den ersten Tagen der schönen Jahreszeit machte er mit ciuigcu 20 jungen Leuten seines Kreises in Folge einer Wette einen Aus-stug; alle vollständig gleichmäßig gekleidet; weiße Gilets, weiße Jacken uud weiße Hüte von hoher Form; diese Expedition bcgrüudctc die Mode nnd er ist nicht wenig stolz auf seine Kühnheit nud sciucn Erfolg. Gcgcu 4 Uhr machl er eine Tour ins Bois dc Bou-loguc; sein Pferd ist erträglich; er ist ein gntcr Reiter uud macht keine üble Figur. Gewöhnlich speist er im „Eerclc." Iu der Ncgcl ist er um Mitternacht zu Hause. Zweimal in der Woche besucht er das Theater, er zieht das „Palais Royal" vor. Er lebt iu geordneten Verhältnissen, wie er eben sagte; cr hat keine heftigen Lcl» 2088 3t e m onti v uli g : in Oesterreich 0.6, Nordocntschland 1.7, Frankreich 2.8 Mill.fi, pr. Kops „ 2.^, „ 5.4, „ 6.1 fl. ' Alle sonstigen Anülagen:" in Oesterreich 24,8, Norddmtschlcmd 46.8, Frankreich 38 Mill, ft, Pr. Kopf „ 80.2, ,. 14!», .. 97.5 fl. Bei Zu sam m enr e ch n n n g sämmtlicher Posten ergibt d a ö Budget: in Oesterreich 75,4, Norodcntschland 110.8. Frankreich 160 Mill.ft, pr. Kopf „ 271, „ li5Z, „ 412 Gulden. Wcnn man, wie der Kriegsminister in scincm Ep pos«'' cs that, die 4217 Personen der Militärgränzucr-waltnng wegen ihrcs fast rein politischen Wirkungskreises uou dem Fricdensstandc der Armee abwicht, letzteren demnach nnt 274.000 Mann ansetzt, so ergeben sich ans jeden Soldaten erst 27b fl. Selbst nach Einrcch-nnng von ein paar besondern Posten in das Militärbudget, in welches sie im strengsten Sinne nicht zn reihen wären, erreicht dieses erst eine Höhe uon 77'/^ Millionen Gnldcn, nnd es entfällt nach diesem, wie erwähnt, sehr weit gehenden Begriffe von MilitärauSlagcn der jährliche Aufwand für jeden einzelnen Soldaten erst anf 282 fl., ist sonach nm 71"/^, bczichnugswcisc nm 130 ft. per Kopf, oder mit einem andern Ansdrnck nm 25, resp. 46 Proccnt, wohlfeiler als die Kricgsvcr-waltung im Norddeutschen Bund nnd in Frankreich. Alle Hccrsystcmc müssen selbstverständlich auch mit Aczng auf die uon ihnen zn erreichende Kriegsstärke geprüft werden. Mit Einrcchnnng der Mobilgarden oder Landwehren wird die französische Armee etwas mehr als 1'/u Million, Preußen mit dem Norddentschcn Bund, ebenso auch Oesterreich je 1 Million Streiter zählen. Diese Kricgsständc, die allerdings noch nicht vollständig sind, es aber eben durch die aufgestellten Systeme werden sollen, ergeben in Vcrglcichnng zn dem Friedens-dndgct das Ergebniß, daß in Frankreich die Ausbildung cincS Mannes für den Kricgsstand anf weit mehr als 120, ' in Preuße.« anf fast 111, in Oesterreich dagegen bloS anf 75 oder 77 fl. zn stehen komme. Endlich wollen wir noch die Stcncrlcistnng prüfen welche jedem Staatsbcwohucr zur Erhaltung der Armcc auferlegt ist. Wir nehmen in rnndcn Ziffern die Be-uölkerung von Frankreich mit 40, jcuc uon Prcnßcn und Norddcntschland mit 30, von Oesterreich mit 34'/2 Millionen Seelen an. Demnach hat jeder Franzose 4, der Prenßc 3^, der Ocstcrrcichcr bloß 2^ fl. in das Militärbudget zu zahlen. Wcnn man diese Ziffern, die mit ihren todten Lippen wie eherne Monumente zu uns sprechen, neben einander betrachtet, so muß man sich wirklich mit Stan-ncn fragen: ob es denn ernst sein wollenden Männern möglich fei den Hccrcöanfwand in Oesterreich als etwas ganz ungeheuerliches zu verschreien! Derlei Leute müsseu, falls fic überhaupt bis zum Denken sich versteigen, wirtlich der Ansicht sein, daß man in Oesterreich mit einem Gulden mehr leisten könne als in andern Ländern mit einem Thaler; oder sie müssen annehmen, daß in andern Staaten das Geld bei ' Die österreichische Armee hat, von den Officicrsftfcrden abgesehen, 38,100, die norddeutsche 05.000, die fr.inMsche l'.8.<)00 Pferdc (Manlthlere :c.) in Verftfkgnng. Die Kosten der Nmiontn'nng auf dc Pferde vertheilt, ergibt für jedcö Stilck einen jährlichen Ersctznngösondö von 1>« alü Basis angnionnnrn, n'ährend liekanittlich daö nächstfolgende namhaft vergrößert sein wird. allen Fenstern hinausgeworfen werde, und daß es nirgends anßer an der schönen blauen Donan einsichtsvolle Volksvertreter gebe. Knrz, derlei Stimmführcr des Pulks fallen ganz in den von ihnen so scharf gerügten Fehler der ehemaligen Bureaukraten, nämlich in den Kindcrglanbcn, daß Oesterreich ein Schlaraffenland sei, in welchem nnch ohne die in andern Staaten gcbräuch-lichcu Anstrcngnngcn und Leistungen alles anf daS beste gehen müsse. An thatsächlichen Verhältnissen kühl vorübergehen, dabei aber doch das große Wort führen, auf der einen Seite das ärmste Kriegsbudget einer europäischen Großmacht nach allen Nichtnngen nm Tnnscndc nnd nm Millionen beschneiden, andcrnthcilö aber gleichzeitig ein Mustcrhecr au Zahl, Ausrüstung, Ausbildung und Schlagfcrtigkcit verlangen — dies ist nnn jedenfalls ein Gcbahren, welches weit besser in einem komischen Zanbcrmärchcn seinen Platz fände als auf jener ernsten Staatsbühnc wo es sich um das Wohl und Wehe, nm die politische Existenz und Freiheit vieler Millionen von Menschen handelt, wo also ein heiliger Ernst bei Erforschung von Thatsachen, nicht aber ein Spielen nnd Tändeln mit hochklingendcn Gemeinplätzen Bedürfniß ist. Jus dcn Di'lWlwncn. Pest, 3. December. (Fortsetzung derSitzung der Reichs rath s-dclcgation.) Für Titel 2 Post 6 wcrdeu nach langer Debatte über Antrag Hormnzacki's 100.000 Gulden bewilligt , die übrigen Posten des Titels 2, sowie die Titel 3 und 4 werden nach dem Ansschnßauträgcn an-gcnommcn. Für Titel 5 werden über Autrag Gablenz' 354.438 Gnldcn bewilligt, Titel 0 nnd die Resolution werden nach dcu Ansfchußanträgcn angenommen. Hierauf folgt der Ausschußbcricht über die Vorlage des Kriegsministers betreffs Gcbahrcn mit dem Ordinarium für 1868. Der Anoschnß schlägt weiter vor, die Vorlage verfassungsmäßig zn behandeln nnd das Ansnchen des Kriegsministers, dcn Abgang von 3,700.000 Gulden aus dem Stcllvcrtrctcrfonde gcacn ratenweise Rück-zahlnng zn decken, abznwcifcn. Der Antrag dcs Ans' fchusscs wird angenommen. Die Sitznng wird nach 1 Uhr geschlossen. Morgen um 0 Uhr Nachmittags ist die nächste Sitzung. Der Ansschnß der Ncich sralhsdelegation hat in der Nachmittags abgehaltenen Sitzung beschlossen, eine Eommission ans sieben Mitgliedern zu wählen, welche mit einer von der ungarischen Delegation in gleicher Anzahl gewählten (Commission wegen Anö-glcichung der Differenzen zwischen dcn Beschlüssen beider Delegationen sich in's Einvcrnchmcit z» setzen habe. Gewählt wurdcu der General-Berichterstatter Dcmcl, sämmtliche Berichterstatter mit Graf Wrbna als Ob--mann. Pest, 4. Dezember. Die ungarische Dclcgation hat im Ordina-rinm für das Acußcrc 4,082.903 fl., für das Laud-hecr 09,777.092 fl., für die Mariue 7,40l. 132 fl., für dnS Fiuanzministcrinm 1,080.205 fl., für den Obersten Rechnungshof 101.905 fl. eingestellt. Im Extras Ordinarium wurden für das Acnßcrc 101.481 st. für das Heer 4,739.081 fl., für die Flotte 1,289.028 fl., für das Fiuanzministcrinm 13.830'ft. bewilligt. Hic-nach hat die nngarischc Delegation für die Landarmee im Ordiunrium um 203.522 fl. mehr, dagcgcu im Extra-Ordinarinm nm 90,000 fl. weniger bewilligt als die reichsrälhliche Delegation. dcuschaften, nicht einmal Iugcndfcucr; fast alle juugcn Leute uon heute sind so, gemäßigt in allem, selbst in ihren Thorheiten. Das Uebermaß macht ihnen Furcht, sie cana-lisircn ihre Laster; es sind Bürger, die cS gern vermeiden, sich zu langweilen, noch mehr aber sich bloszn-stellen. Die Eitelkeit, welche die Hanftttricbfcdcr ist, treibt sie wohl, aber nicht zn weit. Wcnn mein Neffe 30 Jahre alt sein wird, wird er an seine Heirat denken. Einmal verheiratet, wird er scchs Monate von zwölf sich auf dem Lande mästen. Man hätte ihn bei seinem Austritt aus dem Eollcgium verheiraten können; er ist ein gesetzter Junge von der Wiege an. Wozu ist er tanglich? Zum Teufel, wenn er je die Idee gehabt hat, etwas zn lernen, ans sich selbst und nach eigenem Ermessen zn handeln. Spreche man ihm uon einer großen Reife, einer Vergnügungsreise, zum Beispiel einer Tonr nach Jerusalem oder Eairo, rr wird cine Grimasse machen; wenn er Wahr sein will, so wird cr zngcbcy, daß er cine Decoration uon S^chan in der großen Oper vorzieht. Ich habe ihn nach London geschickt, der Nebel nud die Besuche, die er zu machen hatte, nahmen aber seine Kraft zn sehr in Anspruch, und da er überdies fand, daß Theater nnd Casino's dort kaum für Handclscommis gut acuug seien, so kehrte cr sobald als möglich wieder zurück. Er liebt einigermaßen Landpartien nnd das Leben anf einem Schlosse; cr hat dort Erfolge, weil er frische Handschuhe trägt und nicht übel tanzt; was cr dort vor allem schätzt, das sind die anscrlcscncn und reichliche» Diner's und dic großen Sliihlc mit hohen geschweiften Rücklchncn, wo man fo l'.qucm verdaut, indem man seine Eiamrc raucht nnd l'ie frische Lnft cinalhmct. In seinem Alter waren wir rcchte Narren im Punklc der Politik und Lite,atm; ich war Mlülieo einer Gcscll« schaft zur Regcnciatim, dcs Mmschciigcschlechts, und hinsichtlich der „Orientes" von Victor Hugo bcarbci-lctcn wir nus im Eolkgium mit Fanslschlägcn. Was ihn betrifft, so behandelt cr die Lilcratnr wie die L,ebe, sie dient zum Zeitvertreib cincs Abends, wenn man cinen Abend frei hat; cr bedarf unterhaltender Romane, die weder traurig nrch schwer zu verstehen sind; er hat „Madame Vovcny" gelesen, ^ird sich abcr hüten, es wieder zn lesen; wcnn ein Paul de Kock erschiene, etwas mchr nach dcr Mode dcS Tages, etwas sauberer als der andere, so würde man Roman? uon dieser Gattung auf seinem Tische finden. Was politische Theorien betrifft, so sind sie im Jahre 1848 ins Wasser gesallcn; in seinen Augen sind dic Phrasen, die mm, über öffentliche Amiclcgcuhcitcn macht, nichts als ein Miitcl, cine Stcllc zu erjagen. Ich fprcche ihm zuweilen uon ciner Earru're; er wird sich darein ergeben, wcnn es sein mnß, wie in eine Frolmc, welche es auch sei; nur dürfle cs uicht außerhalb Paris und nicht gar zn nntcrjochcnd scin; cr wünscht seine Abende, seine Morge», den Sonn-taa, und noch cincn Tag in dcr Wochc fre!, nnd zwci Monate Ferien zu habcn und cr macht mir bcmcrllich, daß cr schlecht uerdaut, wenn er genöthigt ist, in dcn Zwischcnstuudm der Malzcitcn, daS heißt zwischen cilf und fünf Uhr zu arbeiten. (Schluß folgt.) In dcr heute 7 Uhr Abends abgehaltenen Sitzung der RcichsrathS-Delegation wnrdcn alle Titel in der Weise angeuommc», wie sie die Eommissiou dcr beiden Dclcgatiouen znsammcn vereinbart nnd die nngarischc Delegation in ihrer heutigen Sitzung cndgiltig angenommen. In dcr auf morgen 10 Uhr früh anberaumten Schlußsitzung wird die Sanction dcr Beschlüsse verkündet wcrdcn. Oesterreich. Wien, 4. December. (Die cr 0 atischc Hof kanzlci.) Die „Wiener Ztg." schreibt: Einige Blätter brachten die Nachricht, daß das bisher von dcr Hos' kanzlci für Eroatien nnd Slavonien inncgchMc Local am hohen Markt am 20. d. gcräumt wcrdc» würde. Insofernc damit etwa die Annahme cincr Anflösung dcr betreffenden Hofstcllc in dicscm Zcitpuuktc vcrbuudcn wcrdcn solltc, sind wir zu erklären in dcr Lage, daß der Ausgleich zwischen Ungarn nud Eroaticn allerdings dic Anfhcbung dcr köuiglich croalisch-slavonischcn Hofkanzlei bedingt, die factischc Auflösung derselben jedoch, so wie anch die erst nach dieser Anflösung mögliche Räumung ihrer Amtslocalitätcn aus dem Grunde nicht in allernächster Zuknnft in Anssicht gestellt werden kann, weil der an die Stelle dcr Hofkat^lci tretende ncnc Regie ruügsorgauismns noch nicht gcschaffen worden ist. So lange dieser nicht ins Leben getreten, kann dic Hofkanzlci ihrc Amtswnksamkcit nicht einstellen. — (Delegation.) Die Worte, welche Scinc Excellenz Rcichslricgsministcr Freiherr v. Knhn in dcr Sitznng vom 3. d. M. gcsprochcu nnd welche wir im telegraphischen Anszugc mittheilten, lantctcn.- „Anch ich habe Krakan im Jahre 1858, als cs sich um die Art dcr Befestigung Krakau's handelte, besichtigt nnd habc selbst jeuc Höhen bcslicgcn. Die nächsten Höhen, von welchen aus ,^rakau mit dcn jctzigcn Geschützen bcstrichen wcrdcn kann, bcfindcn sich in den Händen Oesterreichs, nnd durch die Befestigung dicscr Höhcn durch zwci Wcrle würde Krukall vollkommen beschützt. Mit dcr Bcfcsti-gnng wcitcr zu gchcn ist nicht nothwendig. Dicscr Punk! flautirt fcrncr das ganzc Glacis uon Galizicn und wir dürfen nichts versäumen, was die Sicherung Galizicns nnd dcr ganzen Oslgrcuzc anbahnt, denn wir stchcn vielleicht am Vorabende sehr wichtiger Ereignisse und ich muß bei dieser Gelegenheit anf dcn möglichst baldigen Ausbau der Bahnen, welche Ungarn mit Galizien vcr binden sollen, das größte Gewicht legen und dabei das Hauptgewicht legen auf die Operationslinic, welche Pest, Kaschau nnd Przcmysl verbindet. Anch in Rnßland versucht man dic Bahnen dcr österreichischen Grenze so uahc wic möglich zu bringen; cs mag wahr scin, daß dics für dcn Handcl geschieht, abcr Haudclsbahnen si»d auch KricgSbahncu." Pest, 3. December. (Sitzung deS U n tcr -Hauses.) Das Referat der Eisenbahnscction über die Ujhcl-Przcmislcr nnd Stnhlwcißcnbnrg - Grazer Linie wird ucrlcscn. Die Section empfiehlt bezüglich der ersteren Linie, das Ministerium zn beauftragen, nach cin-gchcnder Erwägung aller Momente für nnd gegen dicfc Linie dem nächsten Reichstage cincn Bericht uorzulegcn; bezüglich letzterer Linie wnrdc dem Ministerium die Indemnität ertheilt. Dcr Gesetzentwurf über die schwebende Schuld nud die Modificationcn znm Wchrgcsctze wurden in lctzlcr Lcsung angenommen. — In dcr Abcnd-sitzung wird das Nnncinm dcS Oberhauses über die Aunahmc dcs ExpropriatiousgcsctzcS, das Referat der Fiuanzscction über dcn Gcsctzcntwnrf bezüglich der Vcr-wcuduug dcS Eiscnbahnaülchcns und die Tilgung dcr Thciß-Eiscnbahnschuld ucrlcscn. Dcr Gcsctzcntwlirf über die Expropriation für Pcsl-Ofcn wird iu driltcr Lcsung, dcr Postocrtrag mit dcr Schweiz in dcr General- nnd ! Spccialdcbattc angenommen. — 4. December. (Obcrhans.) In dcr Vor mittags abgchaltc»cn Sitzuug wurde das Natioualitälcn-Gcsetz illid in dcrAbcndsitzung dcr Gcsctzcntmnrf über dic Union nlit Sicbcubürgcn, dic voin östcrrcichischcn Reichs-rathe vorgenommenen Aenderungen im Wchracsctzc, das Gcsctz übcr dic gcmcinsamcn Pensionen, das Gesetz über die Eontrolc dcr schwcbcndcn Schnld nnd das EM0-priations-Gcsctz für Pcst angcnomnicu. — 4. December. (Sitznng dcSUn t erhausc s.) Das Nuncium des Oberhauses bezüglich dcr Aunahn'^ dcr Gesetzentwürfe übcr die Ehcschcidnngspvoccssc, Ml dic Inarticnliruug zwcicr ncncn griechisch-katholischen Bi^ thümcr uud übcr dic Sicbcnbürgcr Bahn wurde vcr-lescu. Gegcu dcn Gesetzentwurf über die Eompctcuz der Vtilitärbchördcn bringt Simonyi ein anderes Elaborat ein. — In dcr Abcndfitz n n g gelangt das R'cfcrat dcr Eisenbahn- uud Finanzcommission übcr dic Stnhlwcißcn-bnrg-RaabGrazcr- nnd Przcmislcr'Linie, wonach dc-züglich dcr crslcrcn dcm Vtinislcrium dic Vollmacht z""' Ausbaue gcgcbcn, bczüglich dcr lctztcrcn abcr dcmsclbc' dic Eouccssion nicht ertheilt, sondern diese mit dcn übrigen Linien zugleich zu.n ciugchcndcn Stndinm cn^ pfohlcn wcrdcn soll, zur Verhandlung. Ein lithogrn phischcr Abdruck einer an das nngarischc Eominnn"^ tionsmiuistcrium gerichteten Zuschrift des gcmcu'sauu Kriegsministers, in welcher dcrsclbc cö als wnnMn werth erklärt, daß die Ujhely-Przcmisler-Linic noch u Lanfc dcr Session conccssionirt wcrdc, wird aus Bänken dcr Abgeordneten colportirt. Ernst Smioi^ 2039 erblickt darin cilic constitntionswidria,c Pression auf die Entschließung des Hanfes, wvdnrch cinc längere erregte Debatte entsteht, Endlich wird der Antrag der Eisenbahn-commission bezüglich ersterer Bahn fast einstimmig nnd beziiglich letzterer init 126 gegen !^) Etimmcn angenommen. U us land. Vcrliu, 4. December. (Sitzung dctz Alige-ll r d n et c nh an sci>.) Der Minister dcö Innern lcgl cincn Gesetzentwurf vor, wclcher das Rückfall>-recht a» den Staat und die bcschr^ü!^ Verwüidnng der Zinsen der im Jahre 1847 zn Gnuste» der Provin^ialhnlf,?' cassc iibcrwilseuen 2'/2 Millionen Thaler anfhcbt und daö angcwachscne Etaüünueiüiögen den Prouinzialstän-den z-ilwcist, nm anch die alten Provinzen mit rigcncn ssondö ausznst^lten. Graf Bismarck erschien in der heutigen Sitzn»g; die Ncchie erhol) sich bei scincin Er° scheinen Der Abgeordnete lind Appellationsgerichtsprä-sident Lette ist gestorben. Stuttgart, 4. December. (Thronrede.) Die vom Könige be: der hentc c>folgten Eröffnni'g der Kammern gehaltene Thrc,nrede limdigt eine ^tcihc von Gc-setzvo» lagen an, darnnlcr die über Bcscitignng der Ehe-Hindernisse, über die Nechtöucihältnissc leligiöscr Vereine, nbcr die Maß- nnd Gcwichtsordnnng, über die Aufhednng dcr Perjonalc^eention in Wcchsclsachcn und vci heißt cinc zeitgemäße Vösnng der Frage über die Aenderung, der Berf^ssnüg. Die Tbronrcdc schließt mit folgenden Motten: Im Vereine mit dem Volte weide ich die Selbständigkeit Wnrtembergs wahren, die nativ' nalcn Interessen pflegen nnd mit ihm die Pflichlcn gegen daö weitere Vaterland tren und patriotischen Sinnes erfüllen. Paris, 4. December. (Die Verhaftung.) Entgegen den Aehauptnna.cn dcö „Figaro," welcher die gestern vorgenommenen Verhaftungen anf 3(X) schätzt, wird versichert, daß mit Einschluß der Kinder, Studenten und der Indiuidncn, die ihre Wcinzcche nicht bezahlt hatten, im ganzen unr l>2 Personen veihaftct wnrdcn. Die Mehrzahl der Verhafteten wird wieder freigelassen werden. — DaS Iourn»l „Pnblic" sagt, daß uou 02 Verhafteten nur 25 in Haft behalten wnrdcn. — Gegen das „Aocnir national" wnrde ncnerlich cinc gerichtliche Untersuchung Angeleitet. Vtadiid, 4. December. (Ein neues Eircu-lare dc(< Mixistcre l>cs Innern S a g a st a) elnvfichlt den Oonvcrnenien, nber die Nespectirnng des Versamml»n>,t>ltt, das Wasser hatte aufquoll zu fließen, die Damme "nhtl'N sich drr Vollendnnc,, ohne daß Spulen einer Unter-waschun., (Auelaugung) derselben wahrnehmbar gewesen wären, und die Arbeiter stimmten linen Lobg,sang an. Am 2. Vormittags li.s lin Telegramm bci dem Finanz-winistelium ei», nach lmlchem dcr Velschluß dctz crsten Damnns g.Iungcn und der Wasscrznsluh abgesperrt war. ^"der daueitc die Freude nbcr düsen Erfolg nicdt lange. Nock cm demselben Tage Abends folgte ei» Telegramm nach "Ut der Nachricht, daß der Damm uom Wasser ,'mlaugt worden sei und das Wasser die sämmtliche,, tic! u Vaue iu erlicinlen drohe; Maschinen zur Wasseihebung norden butch öffentliche Ausfoldetuna zu btschassen gesucht und die ^tatthail^ei >>' Lemberg beantragte die Eolsendung ei»cr sachmünüijchen Commission »wch Wicliczia. Am 3. wurde auch schon der Oemralinspcctor für das Berg-, Hütten- und SalineirweslU Freiherr v. Beust vo» Hr. ^'cellenz dem Fina,>zmiui,llr i» Äeglcitunc, des Berg-rallies Franz Fötterle von der k. l. geologische Ncichsanstalt nach Williezta entsendet, wohiu der dort o.findtich^ Ministerial-rath v. Nittingcr auch schon dcn Odertunftmeist^r Nuvüt auö Pribram berufen hatte. Diese Commission Hut nun die Maßregeln sowohl fl!r die Erhaltung dcr Grube, als fur die Produktion und die sonstigen öffentlichen Nüctsichten zu treffen. — Se. Majestüt der Kaiser und jiünig haben der resormirten Füialgemeinoe Äpahe^y im Szalmurcr Co-mitat zum Baue cine« Schulhaustü jammt Lehrcrowohnung 200 fl. allergnüdigst zu bewilligen geruht. — Ihre Majestät die it a i f e r i n und Königin haben in Velüclsichtigung des wohlthätigen u»d segei^lei» chen Willens dcö Vereins zui Äcfördelung dcr Erwerbs-thälisslcit im böhmischen Crz- und Niejengebirge die Dedication dcs von diesem Vereine für das Jahr 1609 herausgegebenen Jahrbuches allergnädigfl anzunehmen und gleichzeitig zu Zwecken des Vereins cincn Beitrag von 300 sl. zu bewilligen geruht. — Ihre Majestät dic Kaiserin Karolina Augusta haben zur W'edcrcrbauung des durch Äcand zerstörten Elijtcs Fiechl in Tirol 500 fl. glspenret. — Die „Salzb.Ztg." enthält folgendes Bulletin: „Die hohe Wöchnerin, Ihre l. l. Hoheit die durchlauchtigste Frau Glohheizogin Alice von Toscana, und der erlauchte Prinz befinden Sich, wie am gestrigen Tage, so auch beute im besten Wohlsein. Salzburg, 4. Dee^mber 1808. Prof. Dr. Suatzcnegger." Wie dacjelbe Blatt meldet, sindet die feierliche Taufe des durchlauchtigsten Prinzen, Sohnes Sr. t. l. Hoheit des durchlauchtig»^! Grojzherzogö Feidinand lV. von Toscana, Sam«tag, den 5. d. M., Mittags 1 Uhr im Thronjaale der kaiserlichen Winterresidenz statt. — (Zur Verhütung von Eisenbahn, uns ü llen.) Dieser Tage haben bei dcr l. l. Gencral-In. spection fül österreichische Elsenliahnen Berathungen mehrerer österreichische» C'isenoahn-Velwallungen staltgefunden, welche namentlich eine Vt'luollsta'ndigu,^ der bestehenden Signali' siiunsss-Votschristen silr Fülle des Nacheinandelfahrens von Zügen zum Zwecke Halter,. I>, letzterer Zeit sind brtannt-lich gerade durch d,cses Nachfahren die meisten Unfälle auf österreichischen Vahnrn entstunden : aus der Sudbahn I?, auf der Slaatsbahn 7, auf der Norddahn 3, und aus de, böhmischen Wlstbahn das große Uuglrick bei Horowitz, E^ wulde nun, wie wir hören. Folgendes beschloss,n: 1. Länc^s dcr Linien telegraphische Glockensignalc bei den Wächtechau-sern allgemein ciüzusühren. 2. Deckunssssignale, um uon den Stationen aus das Einfahren der Züge in die Station bei Hindernissen zu verbind.,!!. 3. Als Maßregel qeqen daö Zusammenstoß''!, von Züa^n wurde nach längerer Debatl,' di'l A,Urag del V.trilb^.-Dislctiou d< r dübmischcn Westbahn angenommen, welcher die Einführung cines eigenen Dlcl!«ng<" signals silr die bei den Vahnwächlern oorlwerfahrendel, Züge verlangt, woduich es dahin gebracht weiden tann. das, zwei nacheinander fahrende Züge stets durch zwli WächlcrstrcnVil ausiinanver gehalten werden Schli.hück wuroe beschlossen, für die üsler»!ichischen Bahnen eine ganz neue Signalisnuna,6.-Volsch,lft auszuarbeiten. Endlich haben die Bahliucrwaltlingen sich anheischig gemacht, an den Locomotive» eine ei^cne Älarmdampipftife mit schrillem, weithin schallendem Ton eiiizillühr,». — (Soll und Haben — Handbuch sür Geschäftsleute.) I" der änßeisl rühtigen Verlags-hanDlring vo» 3l. v. Waldheim sind soeben oie elften zw,, Hlfte der sechste", vielfach rcim.hrl»» und veibesseiten Auf-laqe von „2l>l! u,id Haben," praktisch,' L-ctionen sür Gt-sch^.!tsleutl', elschi'Nen. Der »asche Absalz dec früheren Auslagen beweist schon die Gemeiünützigkeit dieses Weites, waches besonders zum Sill'slunlrrrichle fül llcinere G.sckäüs-und Gewcrbelrcibendc sich eignet und dah, nichts übrig, als den gerichtlichen Weg zu betrctcn, um Her». In Linz würde er, wie miltb »Ille. »nr im Clavie'spi^l unter-richl.t unv dat sick a!!' Aulooidact auf d>l Züher späl^r sclbst ve>sucht. S,in jüngerer Bruder iagl ihm die Noten vor, u»d auf di.s>> eig^nthüinlick^ Art stuont cr die Piece» ein. Die B üder, wooo» dcr ältere 20 Iahl Supa»c>c und sind aus Nudolföwerlh gcbü'ti^. — (Fe ue 1 sb r u n st,) Stein, l. December. Nach der heutige» Anzüge des k. k. GendarMi ri!post»ns ,u Tlln kam silstelN Nachmittags 2 Uhr in der Kunslmül'le rcs P,ler Äl,nd>c v«m Obe>ja>sche au! unbekannte A>l Feuer zum Äusbrnch, wclchcs u»g>achl»l ciller A<,stlengu»g!.'», dasselbe zu löschen, bis beute fortdauerte und das ganze G^büuoc bis auf die Mauern nebst bedeutenden Vorrälven a>< Mehl u»d WeijiN .inäleterle. N"ch der Anzeige d^3 Gendarmeüe-Postens soll sick v^r G>sammtschade auf 64.000 fl, belaufen und eö soll P.t<>r M.''dic für 32.000 fl. assecurirt s.iu. U(bHebung cingellitct.______^^ — (Ucbc 1 d i e P r esche r n fei e r in Glaz> schreibt das „Gr. Volksbl." unteim 4. d. M: Geslecn fano im Saale dcS Tbalia-Gebäudes die übliche Preschernfrier bci zahlreicher Betheiligung der hiesigen Slaven slatt. Die Feier wurde in dem elegant geschmückten Saale dnrch eine slooenische Anrcde ei öffnet, woraus ci„ Croate cincn sthr beifällig aufgenommene» Vortrag hielt unv ein Vöbme sich als tüchtiger Dcclamatoi rrwicö. Der Sängerchoc der „Slov. Btseda" trug sodann einige Livdei nuss eliolgleichsle vor und das Zithcrspiel eines Untersteirers rief einen wah-,,n B^isallsslulm blivor. Die Fcier wurde mit lincm Tanztränzchcn becndct. "- iGeistlicheö.) Aus dem Francislanelllosler zu Maria Nazcnclh sind adgegangen die Heilen: P. Sofronius Me,k, bisbcnger Gua,oian und Oitscurat. nach Laib ach, P. Otto Slola. cmeiitiitcr apostol'schcr Missionär, von Nord-aM'lita nach Tschlelt: dafür sind daselbst eingetreten die H»rre,:: P. Thaddäus Gregoiitsch von L a i b a ch als Ouar< dim; und P. Thlodor Saitz als Aushilfspriesler. — (Landwi 1 thschaftlichcr A u f! ch w" " g) Es unterliegt .gar keinem Zweifel, daß die bciocn letzten 2090 Fllebensjahre vereint mit dem reichen Crntesegen auf allen Gebieten einen milchligen Aufschwung bewirkt haben. Ganz vorzüglich ist dieses Vorwältsscbreilen auch aus dem Gebiete der Landwirlhschast sichtbar, wo uom Acterbau-Minisletium bis zum lchten landwirthschaftlichen Vereine ein rühriges Leben herrscht. Den deutlichsten Wiederschein dieser Nilhlig-lcit liefern die „Wiener landwirthschaftliche Zeitung," die so wie das viel verbreitete Guldenblatt „?er praltiscke, Land-wilth" von der l. I. LandwirthschaltsgefMchaft in Wien herausgegeben weiden und unter einer uinftchtigcn Nedac-tion und über reiche Hilfsmittel verfügend »inen seltene» Aufschwung genommen haben. — Theater. Die vorgestrige Aussübrung von Do»i> zelti's „Li ebestr a nl" müssen wir im ganzen als gelungen bezeichnen und sühclc insliesondere die Vcneficiantin Fll. Icllinek, welche mit lan ganhallenden Applause und zahlreichen Vlumenspenden empfangen wurde ihren Part in UolNommen zufriedenstellender Weise durch. Ihie lleinen Tone, wundervollen Verschlingungen, Triller, Läufe und Cadenzen brachte Frl. Iellinet mit einer Geläufigkeit und Reinheit zu Gehör, die fast nichts zu wünschen übiig liehen und wofür sie auch durch 6—Vmaligen Hervorruf verdienterweise ausgezeichnet wu»de. Ganz voszüglich im Gesänge wie im Spiele war auch der Nemoriüo des Heun Ander und sorgte er fast ausschließlich sin die Heiterkeit des Abends. Herrn Gott ick fehlt es für die Spielopel vor all^m an Spiel, und so tonnte er auch mit seinem „Vclcore" nicht durch-greifen. Dem gesanglichen Theile seines Pailes ward e> ziemlich gerecht. Wie aber Herr Pichon, ohne die geringste Spur von Komik zu besitzen, unter die „Vuffo's" gerieth, können wir nicht begreifen. Sein „St. VoiS" und „Orovist" sind gewiß gute Leistungen, aber Herr Pichu» versuche die Götter nicht und halte sich künftighin derlei hochkomlsche Rollen möglichst vom Leibe. Der Chor, besonders der männliche, sowie das Orchester hielten sich wieder ganz wacker. Im zweiten oder hier im dritten Acte hatte oer Nolhstist rtwas gewirthschastet. Wenn Frl. Weih auch nicht den unbedeulendslcn Rollen ohne Abstriche annähernd gerecht zu werden vermag, so ist es schwer einzusehen, wie wir mit einer solchen Altistin weiterhin das Auskommen weiden finden können. Vor Beginn der Oper wurde eine Ouvertüre von un» serem tüchtigen Kapellmeister, die einige recht hübsche Go danken enthalt und uns auf die dazu gehörige Oper neu« gierig machte, mit vielem Veifalle aufgenommen. — (D rnck f c h l c r - Be r i ch t i g uu g.) Im Feuilleton vom verflossenen Samstag 3. Sftalle, ft. Zeile von oben wolle statt: „Modelle" gelesen werden: Modell. Neueste Psft. Wien, l». December. Die „Wiener Zeitung" ucr-üffclitlicht ein kaiserliches Handschreiben, welches den Reichskanzler Vcnst aus Anerkennung und zum Äcwcisc besonderen kaiserlichen Wohlwollens in den erblichen Grafenstand erhebt. — Das „Neue Wiener Tagblatt" schreibt: Wie wir hören, hat die englische Mittclmccrfloltc dcn Befehl erhalten, sich in Bereitschaft zn setzen, um in die griechischen Gewässer abzugehen, nnd derselbe Vcfchl ist Pariser Nachrichten zufolge auch an die französische Mittelmecrflottc ergangen. Admiral Tcgctthoff soll sich ebenfalls mit dcr Zusammensetzung cincr üstcncichischcn EScadrc beschäftigen. Ohnc Zweifel wird ein gcmcin-schafllichcs Auftreten der Mächte dcn Conflict zwischen der Türkei und Griechenland fiir den Augenblick zu beseitigen im Stande sein. Pest, 5>. December. In dcr hcnligcn Schluß sitzuug dcr Neichsrathsdclcgatiou theilt dcr Reichskanzler mit, der Kaiser habe die Beschlüsse dcr Delegation sauctionirt. Venst spricht im Auftrage des Kaisers die Bcfriedignng desselben mit den Bcrathnngsrcsnltatcn ans. Der Kaiser weiß die Bcrcitwilligtcit zu schätzen, mit welcher die Delegation den dringenden Staatsbcdürf-nisscu Abhilfe zu schaffen wußte, und anerkannte mit besonderen! Wohlgefallen die aufopfernde Thätigkeit dcr Delegation. Beust fahrt fort: die Voraussetzungen, die mau au die Thätigkeit dcr Delegationen geknüpft, erwiesen sich als berechtigt. Zwischen dcn Mitgliedern beider Delegationen zeige sich ein freundliches wahrhaft collegiales Verhältniß. Durch die Ausführung des Gesetzes, welches bestimmt ist, der Gcsammtmonarchic einen festen Halt zu gcbcu, haben die Delegationen eine neue Fricdensbürgschaft gc-gcbcu (großer Beifall). Niemand im Iulaudc oder Auslande wird ernstlich denken, daß die Vertreter beider Ncichörathsucrsammluugcn und der Delegationen das Wchrgesctz angenommen, dasArmccbndget in dcr verlang-ten Höhe bewilligt habcu würden, hätten sie Grund zu glauben gehabt, daß dcr Krieg die Absicht der Regierung sei. Die Vertreter gaben dcm Ministerium nicht Waffen in die Hand, damit dasselbe Streit suche oder dcn angebotenen Streit leichthin anfnchmc; die Vertreter wollen nur, daß, wenn wir uuscrc Stimme erheben für die Erhaltung des Friedens, zur Abwehr oon Fricdcns^cfahrcn — diese Stimme nicht ertöne als Hilferuf eines Wehrlosen, verlassenen, sondern als Mahnruf cincs Staates, dcr ein Recht hat, gehört zu werden, wenn er uom Frieden spricht. Wir werden die mit dieser Bedeutung übernommcnc Pflicht nicht vergessen. Telegraphische N5echselcoursr vum 5), December. 5pcrc. MelalliqueS 57.80. — 5prrc. M.talliaucö mit Mai- nnd Novemlier-Ziuseu59.10, —5pcrc,Natloual-AuIeheu 63,80. — 186üer Staatsanlrhcn 88.80. — Bankaclien 675. — Credilaciieu 241. -London 119.25 — Silber 117.50, — K. k Dncatcu 5,52, Handel und Wolkswirthschastliches. Gedörrte Zwetschken als Handelsartikel. Von H. Mit dieser Gaituug Keruobst trieb unsere Provinz seit jeher einen ziemlich erheblichen Handel; dasselbe bildete eium Wichts gm Aussnhrsamlel nicht allein nach den, benachbarten Seehasen! Triesl , dann K ä r n t c n , O b r r st e i c r m a r k, Salz - ^ bnrg nnd Tirol, sondern wir concurrirten in gewissen Iah-, rcn sogar nach Vaiern und Württc m b e r g. Wir lo".n-ten im verflossenen Dccennium dnrchschiiilllich per Jahr 16.000 Etr. Zwetschken an« unserem Kronlandc zur Ausfuhr gebracht haben. Freilich gab es alich Jahre, wo wir eine AnSfuhrs-ziffer von nahe an 30.000 Ctr. erzielten. Leider zeigte rö sich, daß liainische gedörrte Zwetschken den Terrain des Absatzes fortwährend verlieren; es ist Thalsache, daß i ans Slavonien, die Wojwooina, Serbien, namentlich abrr Bos-! nie», in nenerer Zeit sogar Böhmen, illiähreu nnd Oberöster-rrich aus dein Felde schlagen; ei» herzlich schlechtes Compliment > filr uns Kraiucr Wir als Fachmanu wissen genau, daß die! Zwelschlc ans der nördlichen Vlonarchie, wrnu diescllie zur Mus-! zubercilung (Legnar oder Powidel») verwendet weiden, einen Zusatz von Honig, Syrnp oder Zucker haben müsse» Bei lehtge-nannlcr Süße tonnte man beiläufig 4 Loth Zucker Pr, ei» Psnnd gedörrte Zwetschken veranschlagen. Nimmt mau nnn an, daß ans 1 Pfund Zwetschken 2'/. Pfund Mus bereitet werden können, so hat man sich ans Grundlage der heutigen Zucker- nnd Zwelschkenprcise das bezügliche Obst um 5 kr verthmrrt; natürlich, deuu die Hausfrau mußte um 5 kr. Zucker lausen, um dot« Zwelsch'eniuus genießbar zn machen. Diese. Zuthaten an Zuckerstoss sind bei kraiuer Obst über-ftilssig, weil dasselbe von N^lur aus start sl!ß ist. Der Grund, weshalb wir mit unserm Zwelschkeurrport so stark zurückgehm, liegt in der mangelhaften Dörruug des Ob: strs. Uuser Landmnnu hat, >r>ir es vielleicht ciust nnsere Patriarchen thiiu mochten, einen simplen Oscn, darüber einen Korb und das nächstbeste frische oder griluc Holz zum Uuterhei;>'u; so wurde nnd wird noch bis heule uuser schönes Obst, die herrlichen blauschwarzcu, egalen, mit lleiucm Kern ausgezcichncten Zwetschken gedörrt oder geselcht, wie Sie lieber wollen. Es ist für jemanden, dcr die Qualität des Obstcö kenut, und Fachmann, d. h, Commissiouär ist, der da sieht, daß mit wenig Opfern da6 Uebel abgeschafft werden könnte, demüthigend, zu scheu, nnd fast jeden Tag zn erfahren, daß rölhlich»,', essigsaure, mit große» Siciueu und weuig Fleisch versehene mährische oder böhmische Zwetschken Nansito Wie» oder Uansilo Salzburg mil fl. 8'/, und fi. 9'/, (Salzbnrgrr Preis) pr, 100 Wr. Pfd) willig bezahlt »verdeu, während wir für unser edle«, durch die Indolenz linse: rer Producenten buchstäblich verhnnzles Obst mit ^ioth fi. 5>'/, bis fl 5',^ erzielen töuuen Wir wiederholen, daß dies filr nnsere Prodncenteu ein sehr miserables Compliment ist, den» hente sind nur wir Krainer, ein Theil der Vewohm'r der wiudischen Äcart uud die ^ruatell in dieser Richtung gegen alle iibrigm Zwetschken prodncirenden Länder zuriick. Diese Wirthschaft muß endlich einmal ein Ende nehme», da bei dcr hohen Besteuerung und den hohen Trauöportloste» (mau muß bedenken, daß so ein Zwetschkenbauer mit einer Ladung von 16-^20 Ceulueru ost 10 — 15. Meilen WegeS zum Nbsatzort Laibach - zurilckzulegeu hat), dem arme» Mann schließlich nichts andcreü übrig bleiben wird. als seiuc Zwelschkenbänme zu fällen n»d einfach zu verbrennen. Mau braucht leiu großer Rechner zn sein, um coustatireu zu könncn, daß ein Produeent, der f»!r >0 Centner gedörrtes Obst 40 ft. in Laibach löste, cn» Eude nicht N'ciß, was man ihm mit diesem Betrage be;ahlle, ob die Mühl, (5apitalözi»sen, Fracht, oder Frachtretourspescu, oder den Werth ncr Waare. Wir haben am Lande zwei Classen von Menschen, welche iu dieser Richtung, besonders aber dnrch cigcueö Beispiel, dein ar-nieu Produc^uteu a» die Haud gehen könnten oder vielmehr soll -ten, d. i. drrPfarrer nnd derSchullehrcr.WirlasfrnnusdieWahrheit uicht bcstreiteu, daß untcl Umstände» die Belehrung des Bancrs, wie er sein Obst zn dörren, wie er seine Fluren besser bestellen oder sich vor Hagelschaden, ftin Gehöfte znm Theile vor Fcnerögefahr schützen könne (nämlich durch Assecnrirnng mint estens rinci« Theil-belrages de« Werthes) besser am Platze wäre, nw cindcrc Dinge, deren Erörlerniig hier uicht am Platze ist. Wir habeil i» unserm Kroulaude vielleicht 5> oder 6 Dörröfen neuer Construction, uud wir löiiuen Sie versichern, daß uuö Obst aus einem solchen Ofen, dessen Besitzer Cdl, v, L a n g e r i n P odgoru ist, nnter-lam, welches jeder bosnischen Pflaume nud sogar den berühmten Brillier Weiugarleu-Zu'ttschen ebenbürtig zur Seite gcstcllt wer^ den lonulc. Wir hal,eu »ns die Freiheit genommen, den erwähnten Heirn Großgrundbesitzer zn diltc», derselbe »volle uns einen Plau sciue« Dörrofens Überlassen, und zwar im Grnndiiß, im Durchschnitt nud im Ansriß. und ferner eiueil auuähl'rungöwl'isru Äosteuüberschlag dieses Baues zu überlassen, welchem Äilsnchen Herr v. Laug e r freundlichst entgegenznkommlii versprach Wir beabsichtigen, diesen Plan uud Kosteuüberschlag iu circa tausend Exemplaren, welche slowenisch und deutsch beschrieben sein würden, anthographiren zn lassen und dieselben gegen Einsendung uou 5 kr, ö. W. pr, Stück, was den Eisatz für 'die 2 kr Briefmarke, Papierkoste» nud Druck bildet, de» Oclouomeu »»screS und der benachbarte» Kronländcr ;nr Perfügling zn stallen. Wir haben nur noch hiu^uzufiigeu, daß wir uns b,ti Meeies gegründete?l»>varlschaft anf Vesserwerdcu jeglichen Verkehrs, nud we'uu mau dcm Wohle des Volles dient, hat man Gott gedient. kailxlci,, 5>, December Aus dcm heutige» Markte sind er-schieuc»: 7 Wageu mit Getreide, 23 Wage» uud 5 Schiffe (30 Klafter) mit Holz, D urchschn ills-Prei sc. Mlt.- Mgz.- Vi'lt^'Aitg'," fi. lr. fl. !r. fl. lr. st. lr. Weizen pr, Metzen 4 »!0 5 20 Bnller pr. Psnud 42 — — Korn „ 3 15 3 30 Eier pr, Slitck — 2z - — Gerste „ 2 40 3 Milch pr. Maß -10 !— Haser „ 1 «0 1 l»4 Rindfleisch pr, Pfd. 21— — Halbfruchl „ 3 8" Kalbfleisch „ 24...... - Heiden „ 2 503- Schlueinesleisch „ 22------- Hirse „ 2 00 2 «6 Schöpsmsteisch „ ^14- Kuturntz ,. — — 3 20 Hälmdel pr. Stück -30^- Erdäpfel ,. 1 s>0------- Tande» „ .13 ----- Linse» „ 3 20—^— Heu pr. Zentner - <)<> .-. Nrbsen „ 4 20 — — Stroh „ — 70 - ..... Fisolen „ 4 80— Holz,hart.,prKlft. - -^ !< 5l> Niudsschmalz Psd, - 4tt---------------- weiches, „ —-- 7 50 SchN'^iueschmal; „ — 46 "^- Mei'.l, rother, pr, ^ Speck, frisvh, „ — 34> —i- Eimer - ! ^ - - geräuchert „ — 40^-' - ^ n>eißer „ - ^10 landschaftliches Theater. H e ute: Mar^avetli».' uud Fäustliug. Parodic-Burlrsle >uit Gesang in 2 Akten, Musik von Capell^ meistrr Julius Hopp. MttletNllllMschtt ^elillttchlllll^l'll ill Lmliuch. >! 32,"!.^, ^ 3.5 SW. schwach! ganz bew. 5 2 „ N. 328,50 -l- 7,5 SW, mäßig ganz bew. 0.,,., >0„ Ad. !'>28z.» ! ^. 7.« ^SW. mäßigj gauz bew. ! <;u. Mg. 327,93 !-<- 7.U SW. mäßig ganz bew. , <'>, 2 „ N, 327,?!i ! -^ 8.1, S2i>, mäßig s.'g. bewöllt 0.0» 10 „ Ab. 327,.,^ ! ^ 7.^ ZW. mäßig ganz bew. j An beiden Tage» mäßiger WSW. Die Alpen wolkenfrei von der Soune beschienen, sonst die Berge bis H>>')0 Fnß herad in Wollen gehüllt. Das Tagesmittel der'Wärme am 5. .j-0,0", um 5-4", am l!. -<-7 7", u,n 7-1° über dem Normale. Hjerllniwortlicher Nedalleur: Ignnz u. Kleinmar,r, Volstnbcricht. Wien, 4. December. Nur einzelne Industriepapicre und namentlich Credit-Actien, sür luclchc ein erstes Haus als Käufer auftrat, haben bessere Notirnnge» zu verzeichne!!, die ilbrigcn Gattungen abcr uud Staalöfondö schlössen großeillhcilS matter. Devisen und Valuten theurer eröffnend, ermäßigte» sich zur gestrigen Notiz. Geld flüssig. Geschäft bedeutend. Oeffentlicke Schuld. k. dcs Staates (für 100 fl,) Geld Waare Iu 8. W. zu 5p(lt. fllr 100 fl. 55.65 55.75 detto v. I, 186tt .... 60.60 60.70 oetlo rückzahlbar (?) . . . :»5.— 95.5>» Silber-Anlcheu von 18»;4 . . 71.— 72.— SUberaul. 1W5 (Frcs,) rückzahlti. w37I.zu5p(5t. sür100fl. 74.50 75.- Nat.-Aul. nül I^u.^oup. z» 5"/„ 64,50 tt4,?0 « „ ,. Apr,-(loup. „ 5 „ 64.25 <;4.35 Meta l.ques . . . . „ 5 „ 58.70 58,80 de o m,t Mai-Eouft. „ 5 „ 60.15 »;0.25 Mit Verlos. V.J. 1839 ,".^" ,^0 ^).7. " " " i^^ ' ^ ' "4.50 85.— „ „ „ „ I860 zu 500 ss. 91.50 l»i.7() „ « „ /, 1cj"l) „ 100 ., <)7.50 I^ — „ „ ., 1«64„100„ 104.20 10440 Eomo-Rcntellsch. zu 42 l^. »u»t. 24.— 24,5)<» Dumainen 5perc, in Silber 113,— 113.50 N dcr Kronländcr (fiir 100 fl.) Gr.-Entl.-Oblig. Nicderösterreich . zn 5«/« 88.50 8^,^ Oberöstcrreich . „ " „ 88.— 8^0 Salzburg .... „5„ «7.— ««. - Geld Waare Vijhmen .... zu 5°/« 91.75 92.50 Mähreu .... „ b „ 89. - 89.50 Schlcstcu .... „ 5 „ 88.50 89,— Steicrmarl ... „ 5 „ 88.— 89.- Ungarn.....„ 5 „ 78.— 78.^5 Temcser - Banat . . „5 „ 76,— 77.— Crnatien uud Slavonien „ 5 „ 78,— 79.— Galizicn .... „5 „ 68.50 69.— Siebenbürgen ... „ 5 „ 72.50 73.— Bnkovina .... „ 5 „ 68,50 69. Ung. m. d. V.-C, 1867 „ 5 „ 77.- 77.25 Tcm.B.m.d.V.-E. 1867,, 5 „ 76.25 76.50 Actic,« (pr. Stück), Nlllionalbant...... 680.— 681.— Kaiser Ferdinauds-Nordbahn zu 1000 fl. CM, . . . 1990.—1995 - Kredit-Anstalt zn 200 fl. ü. W, 248.40 248,50 N,ö,E6c°m.-Gcs.zi'500fl,ö,W. 665- 670.— Statsciseub.-Gcs. zn 200 ft.EM odrr 50u Fr...... 3U.50 312.— Kais. Elis. Bal,n zn 200 si. CM. 176 ^ 176.50 lKttd.-uordd,Ver,-B.200., ., 154.75 155,— Süd.St,-, l.-vcu. u, z,-,.E. 200 fl. ö. W. oder 500 Fr. ... 200.75 201.— Geld Waare Gal.Karl-Lud.-B. z.200fl.LM. 215.- 215.25 Vöhm. Westbahu zu 200 fl. . 164.— '.64.50 Oest.Dou.-Dllmpssch-Ges. 3« 543.— .545.— Oesterreich. Lloyd iü Trieft Z I 258,— 260.— Wien.Dampfm.-Actg, . I . 350.— 360.— Pester Kettenbrücke . . . , 525.— 530.— Anglo-Austria-Baut zu 200 fi, 179,50 179.75 Lcmberg CzcruLwitzcr Actim . 174.50 175.-- Vrrsichcr..Gesellschaft Donau . 250,- 252.— Pfandbriefe (sür 100 fl.) National- l baut anf ^ vcrlosbar zu 5"/.. 97 70 97.80 i C. M. j j Natioualb.üufö.W.vcrloSb.5„ 93.90 94,10 Uug.Bod.-Crrd..Aust. zu5'/, „ i<2.— 92.25 Mg. öst Vodeu-Credit-?Iustall verloöbar zu 5°/« iu Silbcr 106.25 106 75 dlo. iu33I.rückz.zu5pCt.in ö.W. 86,75 87,-^ Vose St. Genois „ 40 „ „ . 33,50 34.-- Wiudischgrätz „ 20 „ „ . 22.— 22.50 Waldsleiu „ 20 „ „ . 21 50 22.50 Keglevich „ 10 „ „ , 14.R» 15.5^ Rudolf-Stiftung l0 „ „ . 13.50 I4,2li Wechsel (3 Mo») Augsburg für 100 fl südd. W. 99 - - 99.25 Frantfurt a,M. 100 fl. dello <,!».30 99,^ Hamburg, silr 100 Mark Banlo 87 40 87.60 Loudou sür 10 Pf, Sterling . 118 70 118.80 Paris für 100 Franks . . . 47.15 47,2" (5o„^H der Geldsorten Geld Hyaare K. Miiuz-Dncateu . 5 fl. 58 kr. 5 si. 58^' Napolronsd'or . . 9 „ 46 „ 9 ,. 47 '' Russ. Imperials . ^, „ - „ _ ^, ^ " Vercinüihlllcr . . 1 .. 73z „ 1 „ 7^^ " Silber . . H7 „ 25 „ 117 „ 50 " Kraiuische GruudcnUllstlings-Obligat,oneli, '^^' vlltuotnunst: 86.50 Geld. 90 Waare