' Nr. 58. Freitag, 12. März 1909. 128. Jahrgang. Mbacher Zeitung VrllnumrrationSpfciS: Mit Poslverfendnnl,: ganzjakrlss 30 «. hallijcihnn 15«, Im Kontor: nanziährin ^X. hnlbjälnin n «. ssiir die ZusteNunn ins Han« nanzjährig 2 X. - Insertlonsssebiihl: ssilr lleme Inserate Iiis zu 4 geile» 50 li, «rösiere per Zelle l2t>! l>el öfteren Witbeiholunsscil per Zeile 8 t>. Die «Laibacher Zcitunn» erscheint tnqlich, mit ?lu«i!lll,mc drr Voim- und sseierlnsse. Tie Ädmlniftlniion befinde! sich Milll,8iüsterprä'sident Freiherr von Vienerth eine Pro. M'Mumrede, über die uns folgender Bericht vorliegt: Miilifterpräfident Freiherr Mm Bienerlh betont, "nß die !,('„(> ^i(>^i(>v,l!iq i» ernster lind schwerer Zeit ^r das Haus trete. Der Ministerpräsident skizziert die "»swärtige Lage uild sagt, die Stellung der öslerrei-u)>!chen uild un'garische» Monarchie lverde in der trisen-'laste» Periode, die wir dnrchlansen, gegenwärtig durch ^w" Alte charakterisiert, durch den Erfolg des Ab-!U)l»„es der Verständigung u,it der Türkei und durch °N' von ünserein Gesandten in Belgrad abgegebene Er-Haruns,. ^.^ ^^'sc» Abschluß des Übereinkommens mit l" Türkei wurden zweifellos große Opfer gebracht, um aus friedliche!» Wege zu dieser Verständigung zu Klangen. Enoägt mail, daß uns durch dieses Überein. ^'"">en ein unantastbarer Rechlstitel sür die Anner.ion "usniens und der Hereegovina gegenüber jederinanil , "l'ehen und für di/Monarchie d'ie sichere Aussicht er-W'et wi>d, ,„^ ^,^ ^,^^-i „och freundschaftlichere und I^zllchere Beziehungen als bisher aufrechterhalten zu u,,'?"'/ '" ^lN's '""" U'"bl ^«geben, daß diese Opfer »licht i'/"^< gebracht »vurdeil. Es sei zuversichtlich zu envar-^ daß die Signatarmächle die Nachricht von diesem ^/^''ltumnien »nil Befriedigung anfiiehmen werden. ^ ^ hat die Spannung der auslvärtigen Lage, wenn ^ ""ch noch nicht gescl,,on»den ist, durch dieses Über-nl, '?'"' "'" "n bedeutendes nachgelafseil. Ungeklärt ^" s'l'd heute noch die politischen' Beziehnnge» mit "U"en liud Montenegro, die eine Reihe dnrchwegs "l'lllbarer und undurchführbarer politischer ?.-oroe° d'v m! ""fgestellt habe». sRufe: Sehr richtig!) Getreu sj.i.'^'lh^'' die sich bei der Türkei bewährt Hal, be-"ll^^"' 's'^'" bor Monarchie voil allein Ansang die bm Ä ' "'^ "'il S"bien ans de.n N'ege direkter Ver. ) oninqen zu ^iu^ Wiederherstellung nor,»aler Bezie-^"'^cn z» gelange». Die Regier»l,g hat in diesem <.,, '","!)"'!''"'""" "»lch die Erklärung unseres Gesandte» in /Mad ^l'leqenheil zu einer unmittelbaren Aussprache ä' qeuen. Dank den Natschläqeu der Mächte ist in Ser-nn l',ne Naudlunq zu einer realen und praktische» ^u>'til nicht ansqefchlosse». In dieser Annahnie wird -^erreich.UmM',1 qerne bereit sei,l, die »ene» Verha»i> 'U'^n »lit d^il Königreiche über wirtschaftliche l»ld l'rlehrsfraqe» mii den, qroßte» Wohllvollen z» führe», ön>" ^"'bie» seine Haltnnq, betreffend Bosnien, qe° wert n»d die Erllärnnq abqeqebeil habeil ivird, daß ^ wieder zn einem korrekten nnd freundnachbarlichen ""haltnifst. zur Monarchie zurücklehren »volle, l^u-! unlillinl-,.) Durch die vorher skizzierte Haltnnq qegen» Ni^-^ Türkei und Serbieil qlanben Uür iu eminenter ^'>>e im Interesse des enropäischen Friedens gewirkt ')" Wben und die Billigung aller Mächte hiefiir zn ! ,"^'>l, mit denen loir freundschaftliche Beziehungen »»-"'Halle,,. Wen» sich also mit der Vesserimg der a»swär° W'n Lage die Anssichle» ans ErhaK»»g des ^riedeos ^)uden habe», so s,»d die iuiernalionaleil verhält-^',!!l' doch inich ininier so geartet, daß sie die Wachsam-z> /.^reitschasl »nd ^)»sm»!»ensassn»g aller staatlicheil ^aflc gebieterisch erheische», ^'^lstimmniig.) Ei» sol-f.'" ^>lie»blick mnß alle» znr Mitentscheidnng beru° ! '^'n Halloren, eingedenk der schwere» Nechenschafl für ^ ^erhalteii den, !^a»de nlld der Ankunft gegeuüber ^l Auge» halten, wie unsere Stellung im europäischen "nateususlem erfolgreich znr Gellnng gebracht werden "">,, w(>m, das ganze Aufgebot der i»nere» ilraft a,l s^n > ^' ^ inneren Dunstes tritt. Lebhafter Bei° U!>^ ^"""" ^ilt es jetzt, Wassenstilisland zn hallen " zurückzustellen, ioas uns sonst zn entzweien ver-^ ",!1, >vie es anch in ailderei, Parlamenteil i» ähnlichen ^ltt'n geschieht. lZnstimmnng.j N'' ^'^ ^'^' 'unerpolilische Lage übergehend, betont dee . Mllsterpräsidenl, daß angesichts der iu letzter Zeit ^Ü zugespitzten Gegensätze, die eine programmatische ""uuing, der Parteien uud somit die Bürgschaft des Bestandes einer Koalilionsregiernilg ansgeschlossen haben, Männer in den Nal der ,^lrone bernfe» wurde», die »ach ihrer »alio»ale» Herknilft nnd politischen Über-zenguug als volllvertige Vertreter ihres Volkslnms gel-ten'miisseu nnd kraft einer mnsassende» Belätigung >m öffentliche» Dienste berufen find, die guten Überliefe-ruilge» der österreichischen Verwalumg z» pflegeil nnd die Pflicht ihres Amtes sachgemäß wahren zn sönnen. So wnrde, wie der Ministerpräsident hofft, ei» gang. barer Steg von der Regierung zur Volksvertretung »nd nmgekehrt gelegt und die Regierung wünscht und arbei. tet'daraus'hin, daß dieser Steg durch eiue dauerhafte »nd feste parlamentarische Brncke ersetzt werde. In die-sei» Strebe» wird fie weder die Anzweiflnng ihrer Ab-sichten, noch die Aussicht auf persöuliche Opfer beirren. lLebhaster Beifall.j Die Regierung hält es für ihre oberste Pflicht, in allem und jedem streng versassnngs-nnd gesetzmäßig vorzugehen. lBravo! Bravo!) Die Ver-sassnng ist unser Leitstern, die Gesetze unser Schild nnd unsere Wehr! Ist die Regierung auch leine parlameu. tarische im landläufigen Sinne, so ist sie doch durchaus erfüllt von den lautersten konjlnnlionellen Absichten. Darum ist es ei»e Gewissenspflicht, die vollwertige Wirksamkeit des Parlamentes und seiner Entwicklung n. sichern, aber alle Bürgschaften zn schassen, kann nicht Ansgabe der Regiernng allein fein, das mnß uul dem gleichen Maße der Verantwortung auch der Beruf dieses Dauses »nd seiner Parteien sein (Beifall). Als stärksten Beweis sür die Lebenskraft des Parlamentes erwarte die gesamte Össentüchteit, daß es an Stelle einer veralteten Oeschäslsordnnng neue ^ormeu schaf. sen werde, welche die Freiheit und Ordnung des Par» lamentes und seine Existenz nicht mehr vom Belieben verschwindend kleiner Minderheiten abhängig mache». «Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Um ihrerseits die Voraussetzungen für eine gesnnde Enlwicklnng des Parlamentes'zn'schaffen, müsse und werde die Regiernng znnächst trachten, Bernhignng nnd Ordnung dnrch eine nnparteiische, strenge, gesetzmäßige, jeden Verdacht, als ob ihre Tätigkeit unler irgend einem Velo stünde, ansschließende Verwaltung herbeizuführen. Wir »vollen und werden gerecht gegen alle se,n. Im Einvernehme» »lit dein Reichsrate strebt die Regierung die. Dnrchfüh. ruug eines engeren und weiteren Arbeitsprogrmumes a» 'Das engere für die Zeit von Ostern umfaßt die baldige Erledigung des Rekrutenkonlingentes, einer Vorlage die als slaalliche Se!b,tversla»dllchkelt bezeich-»et werde» muß, da die Machtmittel des Staates gege» jede Aufechtunq gesichert sein müssen. Deshalb md d,e Bedürfnifse der Wehrmacht mehr denn ,e Staats- und Vollmache, nicht Regiernugs. und Parle.srage. — ,^e,n Parlament wird sich in Gegen atz z» e.ner ,olchen staatlichen Hanpt- >md .^ard'na!lrage stellen »vollen. Eine weiterv befristete Angelegenhell s,nd d.e E.sen. bahnverstaatlichungsvorlage». Das weitere Programm umfaßt eine große Anzahl Ge.etzeu wur^e, vo» allge« mei.ie». Interesse juslni'o.idere das Ailnez-.o'isge etz, d.e Cpracheiworlagen, die ilal>en>,che Rechtsjatultal. Der Ministerpräsident bespricht die Lage der Staatsfi»a»ze», die neben weiser Sparsamkeil emen weilsausgreifenden ^inanzpwn ,ur d>e le.ls begon° nenen teils bevorstehenden wichtigen Ausgaben ersor» dern, und bemerll, daß der ^ma»,'.mi»lsler nber die pro-visorischen ^inanzmaßregeln, lielre,je»d die Ausgabe vou Schatzscheiueu, eingehend und genuß vollan^ be,r,e. digende Auskünfte geben >verde. ...,..,. ' Der Miiiisterpräsident appelliert ,chlietzl,ch a,l oas Hans sich dnrch Arbeit >md positive Willensäußerullg, durch Befriedigung der Vollsbednrfnisse, dnrch Ver-besseriing der Lebensbedingxngen der Staatsbürger die gebührende Position zu schaff"'., Die Regierung laoet Sie zu einer Session der Arbeit cm, überzeugt, da^j gemeinsames hingebungsvolles Wirken fnr das Gesauu-wohl zugleich die beste Vorarbeit sür den mneren frieden ist. Vereinige,, Sie sich m,t uns zur Erre,-chuug dieses Zieles und Sie werden damit dem Valer° lande eine schöne und segensreiche Zukunft bereiten. ^in Herrenhause besprach der Ministerpräsident die auswärtige Lage nahezu m derselben Welse wie im Abgeordnelenhause. Ans die »mere Politik über. gehe»d'wiederholt der Min'stervrastdent, daß die Ver-waltnng im Geiste der Gesetzestreue und Unparteilichkeit sowie des gleichen Wohlwollens für alle Klassen der Bevölkernng geführt und von Emflussen freigehalten werde» wird, die außerhalb der sachlichen Verwaltnngs' zwecke liegen, wobei die Wahruug der Autorität im administrativen Beamlentörper zu sichern sein wird. Die politische Vergangenheit der ehemaligen Parlcmien> tarier des .Uabinetts bürgt dafür, daß die Regierung jeden einseitig nationalen oder parteimäßigen (5ha. raller vermeiden, keinen Vollsstamm dnrch nationale Maßnahmen überraschen wird und daß in ihrer Mitte die wohlverstandenen berechtigten Interessen aller Volts» stamme ihren wirksamen Anwalt finden werden. Nicht minder bürgt sie dafür, daß die Regierung uicht ohne oder gegen das Parlament, sonder» mit ihm arbeiten uud die parlamentarische Prärogative iu ihrer Reinheit wieder herstellen wolle. Diese Prärogative verstehe sie allerdings nicht in dem Sinne, daß jede noch so kleine Minderheit einen Rechtsanspruch haben soll, die Tätig, keil des Reichsrates zn störe» (Beifall), suudrrn in den, Sinne, daß jedes der beiden Hänser des Reichsrates durch legale Mehrheitsbeschlüsse sein entscheidendes Votlim über die in seine Zustäudigleil fallenden Ange» legeuheiten abgeben kann. Der Miiiisterpräsident ver> weist darauf, daß die Regierung den Versuch erneuern wird, eine nationale Auseinandersetzung auf dem wich» tigsteu Kampfgebiete in Böhmen herbeizuführen, daß sie zn diesem Zwecke die früheren Gesetzentwürfe vorlegt nnd daß sie fest entschlossen sei, die sozialen Reformen nicht dem Parteikamvfe zu»! Opfer fallen zu lafsen. Der Ministerpräsident erörtert das nächste Ar» beitsprogrnuim des Reichsrates, betont die Notwendig» keit einer rasche» Erledigung des Resrutensonlingentes, namentlich, weil angesichts der gegenwärtigen inter« nationalen Lage keinen Augenblick ei» Zweifel eut-stehe» darf an der Fähigkeit der Monarchie, jederzeit entsprechend für ihre Machtmittel vorzuforgeu, erörtert Weiler die Notwendigkeit der Erledigung der Eisei:-bahnverstaallichnngsvorlagen vor dem !N. März, wovon auch die wichtige Enlfcheidung über die weitere Gestal» tuug des Eisenbahnwesens in Österreich abhängig sei. Eine Hinansschiebnng der gegebene» ^rist würde übri» gens anch im Hinblicle aus die sür die Durchführung der wichtigen Nestimm»»ge» der betreffende» Überei»» kommen »nverriickbar gegebenen Termine lanm über» wiüdliche» Schwierigkeiten begegnen uud die Regiern.'g könnte daher eine Bürgschaft für den Erfolg neuer Ver. haudlungen nicht übernehmen. Eine Verzögerung der Entscheidung über diese Frage sei gleichbedeutend mit dem ^alleulasseu der begonnenen Verstaatlichungsaktion ans unabsehbare Zeit. Der Ministerpräsident erinnert daran, daß oic siaalssinanzielle Lage große Vorsicht »nd Znrüclhaltung erfordere lZustimmung), betont, daß die Regierung ncmentlich angesichts der Erfordernisse der militärischen Vorkehrungen aus den Kajsenbeständen Vorschüsse neh> men mnßle, die nnnmehr zurückerstailet werden müssen, und rechtfertigt die Ausgabe der vierprozentigen Schatz, fcheine, tritt den Bedenken bezüglich deren Beschaffung lind Verwe»dung eutgegen, indem er darauf verweist, daß die Regierung von der legislativen Bewilligung von Reutenemissionen im Betrage von ^20 Millionen provisorisch durch Emission der Schatzschcine Gcbranch mache, wobei ein Ersparnis von 15 bis 20 Millionen Kronen erzielt wurde, nnd erklärt, daß die Regierung auf dem Staudpunlte stehe, daß es durchaus im Rah. men der von der Gefetzgebuug gegebenen Anleihevoll, macht geblieben ist uud daher leine Urfache habe, für die Ausübung dieser Vollmachl eine nochmalige legis» lative Bewilligung in Anspruch zn nehmen. Aus dein Erträgnisse der Schatzscheine werden die sür Investitionen Millionen Kronen zurückerstattet wer. den uud der Rest wird der Durchführung diefer Investi» lionen im Lause des Jahres und zu Beginn des nächsten Jahres dienen. Die vom Parlamente bewilligten An» leihen werden also ansschließlich jenen Zwecken zuge» wendet werden, denen sie der Reichsrat gewidmet sehen »volle. — Der Ministerpräsident bittet schließlich das Herrenhaus, das stets ei» Anwalt des Volkswohles uud der Bewahrung maßvoller besonnener Auffassung wa,, der Regierung ill ihrer neuen Zusammensetzung eme wohlwollende'Unterstützung zu gewähren. l^et'ya,tel Beifall und Händeklatschen.) Laibacher Zeitung Nr. 58. 498 12. März 190«. Politische Uebersicht. Laib ach, 11. März. Das „Fremdenblatt" weist auf den Ernst des Augenblicks hin. ill welchem sich das österreichische Parlament wieder versammelt. Wird das Parlament sich fähig und willig erweisen, um die Erwartungen der Bevölkerung zu erfüllen? Die Vahn für das Parlament freizumachen, wird die erste Sorge der neuen Regierung sein. Die Beratung des normalen Netrutenkontingents, die in anderen Parlamenten den Gegenstand einer ernsten Diskussion überhaupt nicht bildet, wird die dringliche Aufgabe der österreichischen Legislative darstellen, um so dringlicher, als die auswärtige Lage keineswegs dazu angetan ist, diese Frage in den Streit der Parteien zu verwickeln. — Reichsratsabgcoroncter Du. Anton Pergelt spricht in der „Neuen Freien Presse" die Ansicht aus, daß die Nekrutenvorlagen, die Verstaatlichungsvorlage und vielleicht auch die Annerionsvorlage im Abgeordnetenhause vor Ostern ihre ordentliche Erledigung finden werden. Anders liege die Sache nach Ostern, wo die Gesetzentwürfe über die Sprachenfrage, das Budget oder ein neues Budgetprovisorium das Haus zu beschäftigen haben. Wenn dann die radikale Strömung im czechischen Lager die Oberhand behält, dürfte die Obstruktion einsetzen. Dann werde es sich aber vielleicht um mehr als um eine Schließung oder Vertagung des Reichsrates handeln, Zum Handelsverträge mit Numänien bemerkt die „Neue Freie Presse": Wenn man aus der beiderseitigen Absicht, zu einem Vertrage zu gelangen, einen Schluß zieht, müßte mal» eher annehmen, daß sich die Differenzen überwinden lassen werden und ein Abbruch der Verhandlungen oder eine Kündigung des Vertrages nicht wahrscheinlich ist. Österreich-Ungarn ist gewiß geneigt, gerade Rumänien gegenüber das äußerste Entgegenkommen zu beweisen. Allein der starke Agrarismus in beiden Paria-meinen zieht dem guten Willen schwer übcrsteigbare Grenzen. Österreich-Ungarn hat die ursprünglich in Aussicht genommene Importmenge erhöht, so daß sie sich dem serbischen Kontingent sehr nähert, wenn sie es auch nicht erreicht. Dann ist auch der Gedanke ventiliert worden, daß ein Progressives Kontingent vereinbart werde. Bei den letzten Instruktionen ist man hier unter dem Eindruck der guteil politischen Beziehungen zu Rumänien schon außerordentlich weit gegangen, und es ist fraglich, ob noch größere Reserve vorhanden ist. Selbst im Falle einer Kündigung des gegenwärtigen Handelsvertrages seitens Rumäniens würden die Verhandlungen schwerlich lange rnhen. Der bulgarische Ministerrat soll sich, wie aus Sofia gemeldet wird, in den letzten Tagen mit dem Plan befaßt haben, gelegentlich der in Konstantinopel nach Abschluß des russisch-türkischen Übereinkommens aufzunehmenden Verhandlungen auch gewisse Garantien für die Behandlung der in der Tür-! kei lebenden Vulgären zu verlangen. Diese Forderung würde der türkischen Forderung nach Erweiterung der religiösen Rechte der in Bulgarien lebenden Muselmanen (nach dem Muster der bosnischen Muselmanen) entgegengestellt werden. Tagesueuigleitm. — lIiinf Generationen unter einem Lache.j Fünf Generationen zu sehen, unter ein lind demselben Dache v»er Mütter zu finden, die in „lugischer Reihenfolge" ein und demselben Stamme enlsprossen sind, das isi sicher nichts Alltägliches. Ein Redakteur des „Matin" hat ein solches Phänomen in einer in der Vendee lebenden französischen Familie enldectl. Hier die Ge» schichte dieser »lertwürdigen Familie, die wie ein Kapitel ans der biblischen Genesis anmutet: Eine Fran, die sich mit 16 Jahren verheiratete, hatte mit 17 Jahren eine Tochter; diese Tochter verheiratete sich mit 17 Jahren und hatte mit !9 Jahren eine Tochter; diese verheiratete sich mit 17 Jahren und hatte eine Tochter mit 19 Jahren; diese endlich verheiratete sich mit 13 Jahren nnd hatte mit 20 Jahren einen Sohn nnd ein Jahr später eine Tochter. Alle vier Mütter sind an. Leben. Die Mutter ist 27 Jahre all, die Großmutter 46, die Urgroßmutter 66, die Urnrgroßmnller 84. Es ist gar nicht unmöglich, das; die Ürnrgroßmnller die General ion noch weiter wachsen sieht nnd zur Ururur-gloßmutter wird. Nenn nämlich das Mädchen, das hellte sechs Jahre alt ist, mit 17 Jahren heiratet, könnte es iil dem Jahre, in welchem die Ururgroßmutter ihr 95. Lebensjahr vollenden würde, eiu Kiud zur Well bringen. In diesem Falle könnte die ehrwürdige Matrone das berühmte Wort sprechen: „Tochter, sage der Tochter deiner Tochter, daß die Tochter ihrer Tochter weint!" ^- lToudcrbarc Postsendungen.j Der „Thnrg. Ztg." entnehmen wir nachstehende Notiz: Meilschliche Post-lolli. (5s ist wahrscheinlich nicht allgemein bekannt, daj; die englische Post gesetzmäßig berechtigt und verpflichtet isl, auch die Beförderung von Menschen durch Eilboten vorzunehmen. In der letzten Zeit haben sich in Eng. land die Fälle gemehrt, daß Wickellinder nnd iusbeson» dere taube Personen durch die Post befördert wurden, »nd so kam eine vergessene Maßregel wieder ans Licht der Öffentlichkeit. Eine jnnge taube Londonerin sollte bei einem Vrantznge als Kranzdame sein. Da sie aber >n einem entlegenen Vororte der Stadt lebt und zur Kirche einen weilen Weg gehabt hätte, wollten sie ihre Angehörigen die Reise wegen des starten Nebels nicht antreten lassen. Plötzlich erinnerte sich die Brautjungfer, die auf ihr Vergnügen nicht gern verzichten wollte, an die Pustverordnnng nnd ließ sich ohne ».'eiteren Ve^ ,'^ug als Erpreßware befördern. In Begleitung eines Spezialboten, der von der nächsten Posistation gel>U worden war, erreichte sie anch sicher ihren Bestimmungsort und kam gerade noch zur Zeit, nm der Trauung beiwohnen zn 'sönnen. — llkin vierjähriger Junge — Mördcr.j Aus Pw> jeschti (Rumänien) wird gemeldet: Das Ehepaar Nitzn mußte seine beiden Kinder, den vierjährigen Nilolans nnd die zwei Jahre alte Marie, allein zu Hause lassen. Es gab jedem einige Zuckerln in die Hand, damit sic sich recht brav verhallen möchten. Der Knabe halte die seinigen bald verschlungen und verlangte dann von der kleinen Schwester, daß sie ihm anch die ihrigen geben soll. Da die Kleine davon nichts »rissen wollte, ergriff der Knabe ein Messer und brachte damit seiner kleinen Schwester drei liefe Stiche bei, »vorauf er ihr dann die Znckerln entriß und sie mit der größten Seelen-ruhe verzehrte. Ein Nachbar, der die Schmerzensschren' der Kleinen hörte, kam in die Wohnung nnd sah, was geschehen war. Das unglückliche Kind wnrde blutüber» strömt in das Spital gebracht, wo es nach wenigen Stunden starb. sAus Aufrequnq über dns Debüt der Tochter gestorben.1 Aus Alte'nbn'rg wird gemeldet: Die Muller der am hiesigen Hustheater auf Engagement gastieren» den Sängerin Johanna Oberreich aus Leipzig geriet infolge des Debüts ihrer Tochter derart in Ansregni'g, daß sie einen Schlagansall erlitt und sofort starb. ^ Mne lustige Leichenfeier.) Das Lokalblatt >» dem Augsburg benachbarten Mark! Znsmarlshanse» berichtet folgendes: „Kürzlich war in .^'. eine Veerdi» gung mit Musik. Nach dem Trauerakl hielt man einen lleinen Leichenschmaus, und nm über die herbe G^« siihlsregnng ein bißchen hinwegzulommen, hat die Musil zn einem kurze» Tänzchen ausgespielt, welches dann eine leichtere Climmnng in die Versammlung brachte. — iDas Schicksal des Mindcrhutes.j Die Pariser Hnlhändler sind in lebhafter Aufregung. Der Verlaus von Zylinderhülen hat nachgelassen und insbesondere die vornehmere Knndschasl scheint sich von dem alllradilw-nellen Eeidenhnte abznwenden. Man trägt ihn nnr »"'!) bei offiziellen Gelegenheiten; bei Heiraten, Begrab' nissen, Galcworstellnngen nnd dergleichen. Die Abm'i» gnng gegen den Zylinder hat mancherlei Ursache»; l)»' Äetiler belästigen die Herren ans den Straßen; aber vor allem wünscht die vornehme Lebewell nicht mit den Geschäftsreisenden und deu lleinen Kommis verwechsell zn werde», die neuerdings den Zylinder zn ihrer Lieb' lingstopsbedeckuug erkoren haben. Die vornehmere» Gesellschaftsklassen kehren daher fiir den täglichen ^» brauch immer mehr zn den einfachen steifen Hüten oder zu dem weiche» Filzhul zurück. Man ha! dieselbe El-scheinung anch in London längst beobachtet, aber du' Londoner Hnlhändler haben sich mit diesem Wech!^ des Geschmacks rasch abgefunden. Der offiziellen ^'« legenheiten, bei denen der Zylinder unentbehrlich i>l/ sind so viele, daß die Pessimisten, die lranernd das Ende des Zylinders prophezeien, nie recht behaX"' werden. — " forscher, der gegenwärlig in Paris weilt, äußerte swi einem Ixterviewer gegenüber sehr wenig schmeichelhai' für die Engländer. „Was mir neben der eigentlich^' ^orschersrende b?i meiueu Entdeckungen in Tibet d><' größte Genugtuung bereitet", sagte Hedin, „ist, ^'" Engländern eine kleine Lellion fiir ihren oft recht ln'° dcinerlichen Mangel an Wißbegierde gegeben zu habe»^ Da sitze» sie seit einem Jahrhundert in Indien, >^. Die junge Exzellenz. Roman von Georg Hartwia. (ll)2. Fortsetzung.) «Nachdruck ucrbolcn.) „Meine Huld?" rief sie dazwischen und drückte die Hände ineinander. „Und ich, meinst du, sollte ihn willkommen heißen? Ich ihn? Und das, was ich gelitten —" „Ich tröste dich ja!" lächelte der Freiherr beschwichtigend. Sie warf ihre ^lrme leidenschaftlich um feinen Hals und drückte sich an seine Brust. „Las; ihn nicht kommen! Er soll nicht kommen. Ich ertrag's noch nicht. Später, wenn ich seinen Namen ruhig hören kann nnd auch ruhig ausspre-. chen Aber ihn jetzt sehen, was er nun geworden ist. Und ich —" Herr von Lücken umarmte sie zärtlich. Zwischen seinen küssen flüsterte er halbscherzend: „Er ist ja noch gar nicht da, Närrchen. Und vermutlich wird von einem kommen überhaupt nicht die Rede sein. Nnr in dem ganz unwahrscheinlichen Falle, daß er sich hier einfändc, müßte ich auf eine verständige, kleine Frau rechnen können. Leb' wohl, Liebling! Ich muß zum Herzog. Sodann nach Großminten. Es ist jetzt wirklich keine Zeit zu törichten Erinnerungen." Er gab sie rasch frei und eilte fort. -5 Unter allen Rechtsgelchrten und Beschauern, welche das tragische Ende des Grafen Wechting an dessen Lager führte, vermochte keiner das düstere Geheimnis unter dem grünen Damastbaldachin aufzuhellen. ^ . , . Der da jetzt für immer schwieg, sagte zu allem „Ja" - sagte zu allem „Nein". Der über den Bettrand gesunkene Arm de Toten, dessen erkaltete Hand den Dolch fest umklammert hielt, gab lein Zeugnis, weder für einen Mord, noch für einen Selbstmord. Der letzlere lag Psychologisch begründet am nächsten. Die krankhaft ausschweifende Phantasie des Grafen, welche durch die jähe Zerstörung seines Lieblingswcrtes bis zum äußersten gereizt wurde, hatte ihm sehr wohl die Waffe in die Hand drücken können, nachdem seine Erbitterung die Grenze der Zurechuuugsfähigteil überschritten. Hatte man doch ein ähnliches Beispiel an seinem Vetter Eginhard in jüngstverflosscncr Zeit gehabt. Die auf dem Nachttisch gefundene Umhüllung eines von dem Grafen genosfenen Schlafpulvers gab Kenntnis von dessen aufgeregtem Gemütszustand, welcher zudem von dem Kammerdiener, der ihn entkleidet, durchaus glaubwürdig geschildert wurde. Nicht minder sprach die Körperlage des Inders gegen einen Mord. Von einem ungewohnten Geräusch herbeigelockt, schien er mitten im Gemach, entsetzt dunb den sich ihm darbietenden Anblick, sich wieder der Tür zugewandt zu haben, Hilfe herbeizurufen — als der empfnndene Schreck den Blutsturz herbeiführte, welcher ihn leblos zu Boden warf. . diesen Annahmen entsprechend stieß die fcier^ liche Bestattung des Grafen auf keinen Widerstand seitens der Kirche. Ms die eiserne Toppeltür des Familienbegräb-msses nch hinter seinem Sarge geschlossen, wandelte ein kleiner Zug Leidtragender an, Spätnachmittag, da die Sonne zur Rüste ging, hinter der Bahre ^anas dem Torffriedhof zu, aus dessen Gräber-kränz die kleine Kapelle wie eine freundliche Mutter unter ihren Kindern aufragte. Neben dem wuchernden Efeugewebc der Stein^ maner, wo hochaufgeschossene Königskerzen '^ gelben Flammen leuchten lassen, zwiseyen Esv^n gezweig und wildtreibenden Rosen, war oem u»' gläubigen das kühle Grab geschaufelt. ., Ohne Gebet noch Glockenklage ist sein ^'^ ^ hineingesenkl. Keine befreundete Hand slreule w' die letzten Erdengrüße auf den schmuckleertN ^cNsp deckel. Hastig und widerwillig schaufelte ^er Totengräber die Gruft des Heiden zu. I 5i. K a P i l e l. Schnell verglimmende Mendröle streift "^ magischem Feuerblick die offene Szene des Schl^ theaters im herzoglichen Palais und hüllte ^ Prospekt derselben, Thebens stolzen Konigspm"'^ in schaumigen Rubinglanz. Die Portalsäulen l wuchsen aus dieser Beleuchtung wie Goldgeb'U ' ihre Kapitale wie Purpurtronen. Der blaue V"'^ mel, der sich darüber spannte, schimmerte wie l". Nosenglut überhaucht. . ,^ Noch war's still ringsum. Seit der ^struv Generalprobe hatte kein Fuß mehr die Bühne "^ treten. Im Zuschauerraum des Saales war Rohrstuhl des fürstlichen Regisseurs entfernt wo^ den und hatte einem umtränzlen Sessel ^'^^'^ macht, zn welchem die Herzogin, diese seltene n > spielgabe ihres Bruders und ihrer Getreuen ^ gcgenzunehmen, geleitet werden sollte, da^ ^ Phokleische Tranerspiel an sich vl,n'überziel)en ^, sehen, darin die Tochter Ödipus, Antigone, ^ Liebe zum erschlagenen Bruder, Trotz bietend ^ Verbot des königlichen Oheims, den scholl ä"'^'! ^ ten Leichnam des Polyneikes mit eigener Hano hebt und in die Erde bettet, für welche Lievesta ^ Strafe lebendiger Einmanernng sie trifft, oc durch selbsterwählten Tod entflieht. (Fortsetzung folgt.) Laibacher Zeitimg Nr. 58, 499 12. März 1909. leine»! ist es eingefallen, unch nach der Lhassa°Erpedilion »icl't, daß gelvisse Flußläuse auf das Vorhandensein einer bedenlenden Bergkette, besser, einer Reihe bedeu-lender Bergketten, schließen lassen. Beherzt sind die Briten — niemand macht es ihnen streitig — aber recht schwerbeweglich, >vo es gilt, eillem rein »vissenschastliche» Zlv.'cle förderlich zu sein. Nuil »verde» sie ans ihre» ! T'betkavlel, an Stelle des Wertes ,Unerforscht' die >wn inir TranShilnalaja benannte Berglellenreihe ein->maen und sich dainil bescheiden, den F-orscher» ande-^'r Nationen, die nach Tibet »vollen, nnallgenehm ,',» l^'rden, >ni< den Eingeborenen nn> die Wette' ich spreche lU's Erfahr»»g." Ei» KnilM für amcrikauischc Millionäre. keilte, die ihr ganzes Lebei, nnr dainil verbracht haben, Meid ans Geld z» Hänsen, »vissen »veder mit sich uoch lnil den Nebenmenschen ellvaS Ersprießliches zn "ginnen. Das hat uus jüngst Eliruegie im Ernst er» M)l<, nnd nnn erzählt es nns Mr. Erowuiushield im scherz. Dieser Herr hat ein Vnch nnler den, Titel „Mnnners for the Metropolis", zn dentsch et»va „Der W'te Ton in der Hauptstadt" l)eransgegeben, eine Sammluug satirischer Siltenvorschriflen, an die sich die "^'N'n vierhundert halten sollen nnd an die sich die -"üllionäre, wenn man die groleSkeslen Übertreibungen ^ ihre Grenzen weist, anch »virklich hallen. Mareello Plali machl in der „Ctampa" in einem längeren Arti^ n'l ans dieses vorzügliclie Nnch ansmerksam, »nd nnr Zunehmen diesen, Aussatz einige charakteristische Stellen. Wenn Damen einander oorqestellt »verden, gilt sol» Mds Vorschrift! Dem Vorstelluugsakt darf teinerlel '>»f»ierlslu»leit zngelveildel »verden. Man hält den Facten s^'is >„^ ,^l den Kops elivas znrück, ans Art ^^'slschlanqen, die sich z»m Angrifs ans einen Feind ^"^bereil^,. Die Konversation soll einfach nnd lonven- ^U'll s^,^ ^,<. Ansdrnck des Lobes gebrauche man ^'^r das franzosische „<'<»i»!»c it ln»t". AIs Klub-^!p>ache loerde» empfohlen- „Es hat eine Hnndekälle. " Werden Sie trinken?..... Haben Sie eine Zigarre?" 7' "on sichrislcr Wirkung aber ist der Satz: „Kellner, ""e» Whisky!" Wenn das Gespräch zufällig über ein ^'am« gl'wt, veriileide >na» es peinlich, sich in lange "st»!sionl'n einzulassen. Lange bespräche sind ple-'l'Ilsch. Wen» men voi, Dämel, der oberen Vierhundert lpl'chl, bedient man sich nnr der familiären Bezeich. m»,g ,h^.^. ^^,^i„,^,^ ^^, ^ si„d. Virdie, Baby, Pof>,, 7^!1>) nnd so fort. Damit dokuinenlierl man die Ans-'"U>^s;!ichseil des Kreises. Vesondere kegeln gelten siir die Millionäre ans l" ^wvinz, die nach der Hanplstadt t'ominen. Diese ^"usins cuis dem Westen"'»oerden belehrt, das; du ,,/!!'">"': „»Venn's gefällig ist", „ich bitte", „ich frene "1, Sie zn lresse,',", „einpsehlen Sie mich zn Hause" '^^dergleichen, nicht mehr modern sind. Anch ist d,e w.'"!' "bgetommeil lnit den, Messer zn essen. Erbsen ^roen mit der Gabel gegessen. Indessen sollen dem ^,"', Provinz zugereisten Mnlliinillionär alle Be° m>. ! '"'^" Zugehörigkeit znr hohe» Geldarislolralie ,^)nen werden. Die Söhne der hauptstädtischen Millio-^öiul>r ^ln-,)l trenzen, seine Zigarre» "'chen n»d ihn, so viel Aktien als nnr möglich ver-Muse». ^ Ein eigenes Kapitel des Nnches sind die „I >!!>!><>' '"'"'"". ^^ ,.^ ^,^ ^,^^,,,,^ ^^„ sauber gekleideten ^"'N'» und Damen, die keine,. Hunger haben nnd zn ^ >u) geladen siud. Die erste ^rage, die siel, dabei er-,'!''' 'st die Sit;ord»nng. Wer silU oben, »ver nnte», ^'^ mdnet man die Reihe? Um dieses Problem zn "N'", gibt es nnr ein Mittel: die Arithmetik. Es ist "lach wie Stieselwichse. Man stellt znerst eine Wert-!^",ans >i»d dann setU man die Gäste in der ^olge ^,.ch»en zugestandenen Wertes zu Tisch. Hier ein ^'!p>el: Eine ^oge in der Oper zählt 0 Points, eine ^'l>l 5, ein Palais in der Stadt 5), eine Villa 4, jedes ''Uloniobil 3, jede Million Dollar ^, ein Brillanten-',^'"' 1, ein Ballsaal in der Stadt I, ein beriihmter ^Mvandter '/., Geistesknllnr '/.. Alls Grund dieser ^'lN'rn stcl.lt man dann die Berechnung aus. Eine ^ran " großer Kultur mit vier bernhmlen Verlvandten n»d ein^, Million Dollar zählt 4'/., eine mit einen, -pnlais ii, i)^^ Stadt nnd einem Brillantenkollier ^, Poiuis. Sie steht hinter einem Herr» mit einer ""'hl und zwei Automobilen znrnct, denn dieser Herr ^ > > Points. Nud so fort. Die höchste Pointensumme ''Mo, die niedrigste, die nur aus geistiger Knllnr de> M- Vx. Dies ist praktisch nnd wissenschaftlich zngleich. "a)te, die sich verspäten, haben znr Entschnldignng zwei ur,ach(>„ ,^> >vählen. Enlweder eine Perhaftllng »vege» uzenden Echnellsahrens in, Anlomobil oder eine Partie fridge. Andere Enlschnldignngsgrilnde sind nicht fair. ^'»n s>^ Punschen den Tischnachbarn lein Gespräch eni-^'U!l, siud folgende Ankiliipslülgsivorte zn einpsehlen: "^!> dies Ihr Brot, oder meines?" Wenn ma» der ''"chbarlichen Dame nicht vorgestellt wurde, zeigt man !,slne Meniikarle mit den Worten: „Dies bin ich. Wer lind Sie?" Wl'„n jelnaiid et>vas in französischer Sprache ^"l)It, uluß l»an herzlich lachen. Das ist eine probate ^Mchmaßregel gegen die folgen der Unkenntnis der Nemden Sprache. Weiln nach dem Kafsee eine Daine ge- '"^» ivird, zn sillgen, und sie lehnt ab, dann darf man >',»ler keinerlei Umständen ans der Bitte bestehen. Denn "^ zci^i erstens den Gipfelpunkt der schlechten Er» ziehnng nnd es bringt zweitens die Gefahr mit fich, daß die Dame schließlich ^olgc' leisten könnte. Den Abend verbringt man ans diefe oder jene Weise. Etwa im Theater. Man begehe niemals den fehler, das Stück zu tadeln oder ihm überhaupt auch mir die geringste Beachtung z» schenken. Man wnndere sich nicht, wenn die Schauspieler in die ^vgen, in denen während der Vorstellnng lanl gesprochen wird, ungednl-dige Blicke senden' Schauspieler sind zumeist schlecht er» zogene ^elile und haben leine Ahnung davou, was sich in' seiner Gesellschaft schickt. Man kann den Abend auch beim Bridge oder ans dem Ball verbringen, ^-ür das Bridge ist 'Vorschrift: ein Gesellschaswanzng, ein großes Paket Banknoten, eine Zigarette, ein Aschbecher, eine blonde, imbewegliche Begleiter,!,. Wenn man die Feh-ler des Partners kritisiert, beschränke man sich aus technische Ansstellnngen nnd man halte sich immer vor Angen: ein wahrer Gentleman beleidigt niemals ohne Absicht. Eine Landpartie, etwa ein Besnch in einem be-freundeten Landhaus, ist cine kostspielige Sache nach den Vorschriften des Knigge Mr. Erowninshield. Man zahlt an Trinkgeldern: 1« Dollar dem Ehanfsenr, N» Dollar den, Hanswart, 5 dein Koch, 3 den, Stiesel« picher, 5 dem "Kammerdiener, 2 dem Türsteher, 2 dem Tlnbenmädchen, > dem Slallbnrschen und 2 dem Groom. Machl in Snmma 40 Dollar oder 2W Kro»en. Wir beschließen die heitere Auslese aus diesen, Knigge snr die oberen Vierhundert der amerikanischen Gesellschaft mit den, ansdrüctlichen Hinweis darauf, daß die Realität, die Mr. Erowninshield persifliert, von ihrer Karikatur keineswegs allzu entfernt ist . . . Lokal- und Provmzial-Nachrichtcll. " stlnertennun.q.i Wie wir erfahren, hat der l. l. ^andesschulrat für Kram den t. l. Bezirksschulrat in Krainbnrg beauftragt, dem Direktor der viertlassige» Kuabenvolkch'hnle in Krninbnrg Herrn Johann Pez° d i ,"' für die langjährige musterhafte Instandhaltung der reichhaltigen Bezirkslehrerbibliothek sowie den Herren Lehrern dortselbst Willibald Rus und /sranz Ivane für ihre eifrige Verwendung im Lehramte im Namen des Landesschnlrates die Anerkennung anszusprechen. -- jTodcsfall.j Wie bereits gemeldet, isl vorgestern i» Laibach der Oberst i. »t- Herr Franz Ritler K» ob loch von Südfeld gestorbe». Im Jahre 1«3<» in Laibach geboren, trat Knobloch in, Jahre 1848 als Kadett beim 'Infmilerieregimenl Nr. 17 ein, rückte im gleichen Jahre zum Lenluanl vor und machte die italienischen ^eldzüge des Jahres 1848 uud 1849 mit. Im Jahre 1853 wnrde er z»m Oberlenlnanl nnd in, Jahre 1859 zum Hanplmann befördert' als solcher be-kiligle er sich am Feldznge des Iahreo l859. Auf der Fahrt von Venedig nach Verona wäre er beinahe vom Tode ereilt worden. Der Eisenbahnzng, der einen znm Regiment nachrückenden Transport von 3W Mann nach Verona brachte, fuhr nämlich infolge falscher Weichen-stellung vor Veroua an einen mit Pulver und Gra-naten 'beladenen Wage» an. Tie Mittelwage» wnrde» dnrch die Explosion ganz zerstört' 25 Mann blieben tot n»d !4l1 Mann erlitten schwere Verlegungen. Im Jahre I80U stand ^anptmann Knobloch bei Enstoza. wo er mit der ersten Kompanie des ersten Bataillons die »restliche Höhe stürmte nnd ein Geschich erbeutete. Hie° siir wnrde er durch den Eiserne» Kronenorden dritter Klasse ausgezeichnet. Im Jahre 1870 avancierte er znm Major, sechs Jahre später zum Oberstlenlnanl, wnrde in, >ahre l878 Reservelommnndant des l7. Infanterie» regiments, in, folgenden Jahre Oberst nnd „n Jahre 188" Kommandanl des Regimenls, das zn ,ener Ze» i» Wie» garnisonierle. I'» .^'chen ^ahre 'chl'ns dritter Klas,e snr ^ssi'iere der Julnlänins-Erinnernngsmedaille, des Inbiläninskrenzes" solvie der Papstlichen Erinnerungs-medaille vom Jahre ,849. M't ihn, ynll e,ner der angesehensten Offiziere ""seres heimischen Regiments !N5 Grab. Sein Heimgang wird von den zahlreichen Frennden, die er stch dnrch !>>>" Militärische Offenheit nnd dnrch sein lonziliantt's Wesen zn erwerben ver. standen, aufrichtig bedauert. ... iMschicdsseior.j Am U». d. M. vormillags ver-abschiedete sich der in den bleibenden Rnhestand ver-sekte .s^err Oberposlkontrollor G r o i; e l j vom Amte nnd seinen Kollegen. Der Abschied gestaltete sich über-ans innig »nd herzlich und zeugte von der außer-ordentliche» Wertschätzung, deren stch der Scheidende in der gesamte» hiesigl'» Pvstbeamle»schaft erfreute. Um I I Uhr vormittags versammelten sich in der zn diesen, Nehnse geschmackvoll dekorierten Direktions-kanzlei Abordnnnge» der einzelnen Amtsabte.lnngen wwie eine Deputation der Posld>ener,chasl, worans stch ,^err Direktor Leba» in gewählten nnd warm-empfundenen Worten von ihm verabschiedete. Er betonte, wie Oberpostkontrollor Gro^el, über 3« Jahre laug au dieser Anstalt unermüdlich nnd erfolgreich tätig ge-Wesen und nahezu de» ganzen Nachwuchs an Beamte» und sonstigen Bediensteten herangebildet habe. Auch den Redner selbst binde die angenehme Pflicht besou-deren Dantes für die ihm während seiner Amlssüh-rlmg dnrch den scheidende» Oberposllontrollor zuteil gc-wordene Pflicht- uud zielbewußte tatkräftige Unter-stützung. Die Abschiedsworte klangen in den Wunsch aus, Oberkonlrollor Gro^elj möge die Früchte seiner ersprießlichen Amtstätigkeit noch eine lange Reihe von Jahren in voller Frische genießen. Sichtlich gerührt dankte der Gefeierte für den ihm so herzlich gebotenen Abschied nnd bat alle, ihm eine freundliche Eri»»eruug zu bewahren. — Abends veranstalteten ihm die Kul» kgen znr Feier seiner anläßlich des Kaiserjnbilänms ei folgten Allerhöchsten Auszeichnung sowie anläßlich sei-»es Abschiedes ein Bankett im Hotel „Ilirija", woran uuler Führnng des Herrn Direktors Leban 50 Kol-legen teilnahmen. Die Feier wurde durch die musita-lischeu Leistungen des Laibacher Sextetts noch erhöht. — as Abgeordnetenhaus) verhandelte gestern über den Dringlichkeitsantrag des Abg. Dr. Küster-5i<"-, betreffend die bosnische Agrarbank. Der Antrag-steiler erklärt in seiner Negründnngsrede, es handle sich ihn, nicht darnm, die Gründung eiuer ungarischen Bank in Bosnien zu verhindern, sondern die Privilegierung der Bank, »vie sie von ungarischer Seile intendiert wird, hintanzuhalten. Die Befreiung der Bevölkerung Bosiiieiis n»d der Hercegovina soll als ein gewinn-bangendes Geschäft behandelt werden, die ungarischen Nörsespelnlauten sollen den armen Kmelen ausbeuten nnd den Veg und Aga in ihre Hände bekommen. Nur ein ungarischer Reichssinanzminisler, dem man die Ver-wallnng Bosniens anverlrant hat, sei sähig, dies zu gestatten. Es stehe hier ein eminentes österreichisches Interesse auf dem Spiele. Österreich habe die ungeheu-reu Opfer an Geld und Menschenleben »licht gebracht, damit Bosnien nnd die Hercegovina aus einmal eine Beule für Uugaru uud die ungarifchen Börsespelnlau-teu werden. Redner richtete an die Regierung die Frage, was sie bisher getau habe und was sie tnn »volle, um dieses Attentat zu verhiudern. Das Parlament müsse zeigen, daß es in dieser Frage hinter der Regieruug steht, wenn sie energisch und rücksichtslos gegen die uuga-rischeil Übergriffe einschreite. Redner forderte von der Regiernllg die Erfüllnng ihrer Pflicht uud appellierte an das Hans, ebenfalls seine Pflicht zu erfülleu. — Im Lanse der Erörterungen ergriff unter anderen auch Finanzminister Ritter von Vili » sli das Wort. Er erklärte, die Regiernllg habe sich von, Aufaug au auf deu Standpunkt gestellt, daß sie uicht bloß berechtigt, sondern verpflichtet fei, von ihrem ihr vom Gesetze em-geränmten Rechte, betreffend die Feststellung der Rich-tung uud der Prinzipien der Verwaltung in Bosnien uud der Hereegovina, Gebrauch zu machen. Hierzu ge-höre zweifellos auch die Frage der Kmetenablöfung. Allerdings sei dieser Slandpnnkt vom gemeinsamen Fi»anz!»inisterinm nicht rückhaltlos anerkannt worden, allein die österreichische Regierung kann sich von diesem Slandpnnkle nicht abbringen lassen. Sie sei der Ansicht, daß in erster Linie der bosnische Landtag dazu berufen sei, in dieser so überaus wichtigen Angelegenheit das Urleil zn fällen. Es wäre zuuächsl die große Frage zu lösen, ob es überhaupt angezeigt sei, die Grundablüsung i» Bosnien eiuem Fiuauziustitute zu übergeben. Vor allem sei die Frage zu lösen, ob das Land oder ein Privatinstitut die Ablösung vornehme,, soll. Sollte das gemeinsame Finanzministerium aus dem bisherigen Eut» schlnsse beharren, die Sache im Wege eines Finanz-instilntes z» machen, werde die österreichische Regierung die Nraft anzuwenden haben, nm bei der gegebene». Lage die österreichischen Interessen entschieden zn wah-ren. Dann wäre die Möglichkeit nicht ausgeschlossen, daß ein österreichisches Fiuanzinstitut mit paritätischem Einflüsse bei der Lösnng der ganzen Frage in Aktion liilt. — Dem Antrage wurde die Dringlichkeit fast ein-stimmig zuerkannt, »vorauf iu der Verhandluug über das Meritum des Antrages Abg. Dr. 5 u st e r 5 i ö er-klärte, deu zweiten Punkt seines Antrages, worin die Regieruug aufgefordert wird, ihre Stelluuguahme zu dieser Frage belanul zu gebeu, zurückzuziehen, da dies henle geschehen sei. Den ersten Punkt seines Antrages aber, worin die Regierung aufgefordert wird, alles zu tun, um den Plan der bosnischen Agrarbank zu ver-hiuderu, bittet er, anznnehmen. Bei der Abstim,n,inl^ wird dieser Punkt des Autrages eilistimmig angenom-men. — Eine längere Debatte entspann sich über den Driliglichfeilsaiitrag des Abg. Dr. S l r a n s t y, be-treffeild das Eiogreife» der Iustizverwaltnug iu einen beim Wiener Landesgerichte anhängigen Zivil-Prozeß. Hiezn ergrissen auch die Minister Dr. H ärdtl nnd Dr. von H o ch enburg e r das Wort. Die Dringlichkeit des Antrages wurde abgelehut. Für die Dringlichkeit des Antrages stimmten 182, dagegen >5<> Abgeorduete. — Nächste Sitzung heule um 11 Uhr vormittags. — iOffentlicher Bortraq.j Am Dienstag abends hielt Herr Dr. Robida in, großen Saale des Hotels „Union" einen Vortrag über Explosiv- uud Spreug-stosfe uud ihre moderne Verwendung. Der Redner streifte zu Begiun feiner Anssührnngen die linetische Gastheorie, ging sodann ans die Druck- und Spannnugs-Verhältnisse erhitzter Gase über, erklärte das Wesen der Erplosion nnd kam hernach ans die Sprengstoffe über-hanpl zn sprechen. Er schilderte in allgemeinen Um-risse» ihre Eigeiischaste» uud erwähnte der Forderi'»-gen, die an ein gntes flelll werde» könne». Wege» ihrer hohe» ^" '< ^ Te»de»'„ bei der geringsten (5rsch..te>> überhaupt, orgauische Stoffe, die durch Eiuwirluug vo» hochkonzentrierter Salpetersäure bei Anwesenheit der wasserfreundlicheu, start verdichteleil Sch>vefelsäure durch die sogenannte Nitrierung explosibel gemacht werden. I>l diese Kategorie gehören die Schießbaumwolle, die Sprenggelatine, das ^iitroglyzeriu ^richtiger Salpeter-sänreglyzerinj uud die durch Träuluug von Kieselpulver, Holzmehl, Iufusorienreste n. dgl. mit ^itroglyzeriu hergestellten Dyuamile, ferner die sogeuanuteu rauchloseu Schieftpulver. Deu Nitrosen schließen sich als »ächsle Gruppe die Pitrate au, die jedoch hiilsichtlich ihrer Wirluug sämtlich vou der reinen Pilriilsälire, lvenn diese lMch der Entdeckung des TurpiueS) im Gesäße eingeschmolzeu oder unter hohem Truck eingestampft, dnrch kräftige Iuilialzünduug zur Erschütterung nud Explosion gebracht wird, bei weitem übertroffeu wer» den. Iu neuerer Zeit hat endlich auch flüssige Luft als Spreugmi-ttel Eingang gefuudeu. Die uächste Gruppe der Explosivstoffe bilden die äußerst empfiudlicheu ^l>I» miuale, die vor allem durch ihreu rapiden Zerfall ge» kennzeichnet siud nud even wegeu dieser Eigenschaft höchstens als Iuitialznnder, nicht aber als Explosivstoffe Verwendung finden löuuen. Doch auch von den ^ulmi-ualeu ist in der Technik nnr das Knallquectsilber ein» geführt, währeud die übrigen Verbindungen der Kuall-scmre wie das Knallsilber oder das sogeuauule, uuter Wasser explodierende kuallsaure Silberamouial, sich vou der techuischen Verwendung selbstverständlich völlig aus» schließen. — Am Schlüsse des Vorlrageö wurden die einzelnen Zündschnüre, dic Zeit. uud Momenlzüuder, die Hündnugeu uud Züllder durch Perkussiou, ^riktiou, Elettrizitäl und Chloratmischnuge» uuter Zutritt voil Schwefelsäure in Betracht gezogen. Der Vortragende er-, örterte noch die Auwendung der Spreng» nud Explosiv»' swffe ill der moderneu Kriegstechnik, besprach die A». läge voll technischen lind Kriegsminen und demoilstrierte uuter anderem das Modell eiuer Seeiuine, die er zur Explosion brachte. Eiue durch Nurf zum Entzüudeu ge» brachte Schwefelsäurebombe beschloß deu iuleressauleu Vorlrag. — Die zahlreichen Temouslrationeu nud Experimente wurden infolge des hohen ^euchtigleilsgehai-tes und der Unruhe der Luft, die sich au deu Zünd» flammen bemerkbar machte, zum Teile iu unliebsamer Weise etwas verzögert, was ja selbstversläudlich ist, da ein Vortragssaal ebeu leiu Laboratorium darstellt. ^ lNcuc Vrüclen in Laibach.j Die Ausschreibung der Arbeiten für die Eulwässeruug^des Laidacher Moores ist nunmehr erfolgt uud schon im heurigen Sommer wird die Exkavierung des Gruber-Kauales iu Augriff geuommen werden. Die Vertiefung des Gruber» Kauales dürfte iu zwei Iahreu durchgeführt sein, »vorauf fodaun mit der Regulierung und Exlaviernng des Laidacharmes begonnen werdeu wird. Sämtliche Arbeiten werden voraussichtlich iu süuf Iahreu vollendet sein. Infolge der Vertiefung des Laidachflusses ergibt sich aber auch die Notweudigleil, die Mehrzahl der besteheudeu Nrückeu im Stadtgebiete, uämlich die ärarische St. Ialobsbrücke, daun die im Jahre 1842 cms Ouaderu erbaute ^rauzeusbrücke nud die aller-diugs scholl stark baufällige hölzerile Petersoriicle, zu demolieren und durch neue moderue Brückeu zu er° fetzen. Die im Zuge der Uuterkraiuer ^»eichsstraße be» fiudliche St. Ialobsbrücke Ivird voui t. l. Straßeuärar neu hergestellt, werden uud die erste Rate für diefeu Brückenbau ist iu den Staatsvorauschlag bereits eiu» gestellt, ^ür die Kosteu der uenen ^-rauzeus» uud der Petersbrücke aber wird die Stadtgemeinde auszutom-lueu habeu. Die Gemeiude hat mit deu llötigeu Vorarbeiten bereits begonnen uud mehrere bekaunle Vrückeuvaufirmeu zur Kouturreuz eiugeladeu. Bisher liege» Offerte, bezlv. Pläne und Kosteuvorau schlage von folgeuden Firmen vor- Eduard Ast H Komp., Ianesch H Schnell, N. Nella ^ Neffe fowie von Ways;, Westermauu ck Kou,p. -^ Wie nur vernehmen, wird der Gemeinderat schon iu eiuer der nächsten Pleuarsijungen die eiugelaufeneu Offerte iu Verhaud» lung zieheil. — Generalversammlung der Kleidermacher» b)enossenschaft.j Am fommenden Sonntag halb N> Uhr vormittags findet i», Garteusalou des Hotels „Ilirija" dil' diesjährige ordcniliche Mitgliederversammlung der Genossenschaft der Kleidermacher, Kleidermacherinneu, Kürschner, Hut- und Haudscl,!ihmacher in Laibach statt. Au der Tagesordnung stehen außer deu übllcheu Be- richten der Aulrag auf Gründuug eiues Ullterstüluillgs-fouds, die Errichluug eiiler Arbeitsvermittlungsstelle sonne die Wahl des Vorstandes. — !,Hof» und Stnatshandliuch der österr.»ungar. Monarchie für das Jahr .) Verlag der t. k. Hof° und Staalsd'llckerei in Wieu. - - Das Hof» nud Staats-haudbuch <85. Iahrgaug! bietet ill der gewohuteu An-vrdllung eiue deu gallze» Organismus der Monarchie »iusasfeude Ausllluft in betreff des t. u. k. Hofstaates, der gemeiiisame» < 40 >,^ ^ h^is gebnildene Exemplar ^..' K. ^ u Vallburenu unter deu Kolouuadeu des Erzherzug Ludwig Vittor°Bades aus» gegeben oder vou deu Portiers der Hotels uud Peusio» neu vermittelt u,ld zugestellt. Ballloilette Bediuguug. ^er Nel»ge>uiuu fließt ausschließlich dem Kraukeu'sonds zli. Hie Ballluusik besorg! die Knrkapelle »liter persöu» I'cher Leiluug des Herrn Professors Hellmesberger-wahrend der Pcinse Grinzinger-Qmirlell. - Ballanfaua halb I') Uhr abeuds. sZur Voltülicwcssunq in Krain.j Im Laude Krain !5<)8.tü<, Einwohner) 'fanden im vierteu Quartale des vorigen Jahres 650 Trauungen stall. Die Zahl der Geborenen belies sich auf 46<>5, die der Verstorbenen aus 33<»3, daruuter I I52 Kinder im Alter voll der Geburl lns zu 5 Iahreu. Eiu Aller uuu 50 bis zu 70 Iahreu erreichtem 704, vou über 70 Iahreu 730 Persoueu. Au Tuberkulose starben 425, an Lnugeuenlzündung 247, au ^lphlherilis ItO, all Keuchhusten JO, an Scharlach ^, au Älc>seru 55, au Typhus 21, ail ))iuhr 18, dnrch zi'iallige tödliche Veschädiguug 57, durch Selbstmord 8 »nd durch Mord uud Totschlag 5 Persoueu, alle übrigen au sonsligeu verschiedenen Krantheilen. — Im poli-t'lcheu Bezirke L a i b a ch Stadt (40.117 Eiuwoh» ner) fandeil im verflosseneu Jahre 536 Trauunge» statt. Die Zahl der Geborenen belief sich auf 1121, die der Verslorbeueu auf 1120, daruuler 246 Kinder im Aller vou der Geburl bis zu 5 Iahreu. Ein Aller von <)0 bls zu 70 Iahreu erreichleu 255, von über 70 Iahreu 228 Persuueu. Au Tuberkulose starben 202, an Limgeneulzündung 52, au Tiphlheritis 7, an Scharlach 4, au Maseru I, au Typhus 2, durch zufällige tödliche BeMdigiing 27, durch Selbstmord 5 und durch MorK uud Totschlag 1 Persou, alle übrige» au sonstigen ver-schiedeueu Krankheiten. ' >-. " lSanitäreö.j 3iiie mau uus milleill, siud iu eiuem Hause in der Ortschaft Goric'a Vas, Geuieinde )1ieifuil'„ politischer Bezirk Gollschee, vier Persoueu im Aller von 13 bis zu 20 Iahreu an Typhus erkrankt. Behufs Hin!-anhallung der Weilerverbreilung der Krankheil wurdeu sauilälspolizeiliche Vorkehrui'gell gelrosseu. __,-. " lHundrtontumaz.j Die k. l. Bezirkshaliptluann-schast in Stein hat, nachdem an drei Hunden aus der Gemeinde Vodice die HuudSwut konstatiert wurde, über sämtliche Ortschaften ^der Gemeinde» Vodiee, Ra^iea u,ld Cuhadole sonne über die Ortschaft Topole der Ge» meiude Maunsburg eine dreimonatliche Huudelontuma^ verhängt. _^,.. " lGewalttätiqe Burschen.! ^>orgesleru uachmittags stellte in der Schießstätlgafse ei» ^nhrman» deu 20jäh° r,ge>i Taglöhner Valeillin instar aus Softro, der in leiuer Truitleuheit exzedierle und Gott lästerte, zur 'Kede. Als hieraus >l Häudeu des CicherheitSloachiuaunes entreißen. Es entstand eiu Balgen uud Sloßeu zwischeu deu Nurscheu uild de»l ^icherheilswachmauu, der auch dell zlveilen Bursche» als verhastet erklärte. Nuu kam ei»e vou eiuem Ofsi» zler gesührte Abteilung des LaudN'ehriusaulerieregl^ ments^vorüber. Der Offizier befahl einigelt Soldate», deu, ^icherheilc'orgaue zur Hilfe zu eile», woraus die Exzedeuleu endlich auf die Zeulralwachlstube gebracht werdeu kouuten. " iVcrloren» lourden drei Geldtäschchen mit 5 l<, ^0 >^ und 6 !< sowie ein Fünfkroneulaler. , " «Gesunden» wurde: ein Handläschcheu mit 3 K, eine goldene Tamenuhr, ein Geldtäschchen mit 5 !< uud eilt goldener Tameuohrring Theater, Kunst und Literatur. "- lDeutsche Bühnc.j Sonntag »achmillags N'ird zum Beste» des Ehorpersunales die lustige Operelle „75rühli!!gslust" ausgeführt werdeu. Die pflichlgetrem'U Äiitglieder des EhoreS lvaren iu dieser Spielzeit i»° folge der Operuvorstellnngen besollders stark iu Au» sprnch geuomme», eiu uamhaster Teil aus ihrer Mitte »virkle ill Prosawerteu ill Episodeil luit. Bekanntlich ist der Ehor einer Bühne »ichl auf )1ioseu gebellet, weS« halb auch ail die Meuscheusreuudlichleil des Publikums, die fich stets bewährt hat, appelliert wird. Das Wert» vollste für die Beuefiziauleu ist ein zahlreicher Besuch der Vorstellung uud die Besucher löunen dabei das Augenehme mit dem Humauiläreu verbinden. ' — l.Mettra" in Nreslau.» Aus Nreslau wird ge-meldet: Das Richard Straßsche Musikdrama „Elektra' faud gesterll bei seiner Premiere im hiesigeu Stadt« theater einen großen, slürmischeu Erfolg. Thran Ver» h u n e sang die Elettra. — s„X i, ^ i / n i> i ^ I< >.") Diese soziale Revm', als deren Redakteur Herr Dr. Anton Dermota >» Görz fungiert, hat uach einjähriger Pause wieder z» eischeiueu begonnen uud ist hiemit iu ihreu sechste» Jahrgang getreten. Iuhalt der 1. Nummer: I.) ^'-Termola: GeleiUvorl. 2,) Der Auarchismns. 3.j Dr. H. Tuma: Zum 80. Geburtssefle Tolslojs. 4.j Dr. Dragotiu Loui'-ar: Aus der politische» Korre» spoudeuz Dr. Johauu Nleiweis'. 5.) Umschau !?s- ^-T u ui a: Volkswirtschasl- Aulou K r i st a »: Geuosse»' sMaflSiveseii' Schullvese»^ Polililj. l>.j Omer 7.»pa»' »^i<^: Omer liest Achmeds Buch. Meteorolossische Veobachtunssen in Laibach. Seehühe Z0« 2 in. Mtttl. Luftdruck 786 0 mm. 11 ^U."N. "7ä5'2 4"ö «vTschwach > RMi l ^ ^' 9U. Ab. 7302 1-8 . bewvltt lii.s ? U. F. " 728 1 ^"1^4 ^ Nebel"' 5'3 Das Tagesnnttel der gestrigen Temperatur 2 4°, Normale 2 8°. Wettervoraussage für den N.März: Für Steier» marl. Warnten und Krain: Trübes Wetter, sthr lühl, «n° deständiss; für das Küstenland: trübes Wetter, lebhafte Winde, milde, unbeständig. Teismischc Berichte lmd Veobachtunssen der Laibncher lirdliedcnniartc qi'Nriüid!'! vu>, !>l'r Nvai», Tvorlasjc >«»?), K2 ^H. I ^° "ä3 «78 "Z ^ ^^2 Z ^' llM l> m 8 t, IN 8 l, IN » l> m » lim ^^ A aibc, ch: 10. '00 2!j37b9-----------23 40 28 2A 41 0l>, 00 1b ^ bei I I. 80(10 01 08 04 01 18 20^0! 3? 07 01 51 5» 02 30 N ! ! (4'8) 10. 500 ^ 42 00------------------------23 4:^ 30 23 46 V (30) 11. 9(00 0! 07 38 01 17 44 0l 36 30______^- ^ Wien: 10. 1000 23 8----------------------------23 41 - 23 5<1 ^ l t, <^00 01 07 --------------- 01 50 - 02 30 ^ l0. — i>^ 36 1b!-----------23 40 11 2X 40 l 8 23 4b ^ N - 011^18------------------------0l52 27 0lb8^ Vebeuberichte: ** Am 2. März grac» 4 Uhr. <' Uh 15 Min.. « Uhr 4b Min. und « Uhr 10 Min, m Grav", ^Dalmatien) schwache Erdstöße. — Aiu 8. Mär; gegen ^ ' ^, Erschütteriiiig zwntcn Grades in Mineo. aufgezeich«" Catauia und Tarent. — Äm 10. März lMe" <" A 3? Min, wurden in ganz Bulgarien eine Anzahl >l"^ Erdstöße verspürt. l^Vergt. odige Beobachtungen.) «z»,,keln Die Vodcnunr u h c am 12, März cm alle» Pen" «sehr schwach». V — Miliusriomonvap!, lUicc»!!,,,, W — Wirchcr! Pc»dl'l. ^ ,vcrdc« " Ti^ tt!'i!a,!,ia!x',l lirzir!,^» sich ans »lilincoruvüiichl' Z"! »' »u„ Mil!l'r„!,ch, bi«z Mi!!cr»acht 0 Uhr bis li4 Uhr «cMlt. Laibachei Zeitung Ni, 58 "01 12, März 1W9, Telegramme des k. k. Telegraphen-Korrespondenz-Bureaus. Dic Valkaufrassen. Paris, ll. Mävz. „^iqarli" schrridt z»r serbischen ^ut^! Durch dic (trtlärimq Sl'rbicliö, dnß l's o>.',i Östcr» rrich.Nngcnl! scilil'rll'i tcrriturialc oder smlstiqo .^vn-^1'jiui, dl'rlanqc und daß cs in Frieden lnit Ostri-N'ich'Nnqlirn leben und seine Nachbarpslichteü erfüllen wulle, erhält die dsterreichisch'linqarische Dipll.nnlilie iu M'i »ueseullichen Pnnllen wenuqlu»!!^. Mn>: ninsse an» "'lenneu, das; die serbiscl,e Neqierunq aiiqesichls der aus-Nl'reqleii össeiiilicheii Meinung ernste Anstreiuiunqen l>»ier»!.,!!!!»e!> habe, liin das Vl,,Is >>„ ^)auüie zn halleü. ^slerleich°U»qarü hat erreicht, was es Ni>.illle. (5's lveiß hrute bestimmt, daß die serbischen Ve^ierde» nicht mehr ^'lsl'sselt werden. Wenn Qsterreich-Unqarn auch jel'.t »och >,il' Konferenz ablehnen oder hinausschieben wallte, wäre dies eine fiir die Nuhe Europas unzulässige Her» ansfurderuiui. Köln, !l. März. Über die serbische Note saqt die .„^üln.^^j^/^ ^^. inssislhc Neqiernng billiqe die ser» njche TchN'enl'unli, n,n'd»rch an Stelle Serbiens in sei^ "^» .^ader mit Ostelreich'Unqarn das europäische .^on> ''") 5!'^'^^» >verden soll. Durcl» den verzicht Serbiens ^>! österreichisch.»nqavische Entschädiqnnqen werde der "^'iltüche Versuch »icht ausgeschaltet, Österreich vor "u Tribunal zu ziehen. ^ ^onstantinapel, I I. März. Dem „Tabnh" znsolqe, y^, "' »'iliiärischer Hinsiclil qnl informiert ist, hat der ^'iMcider Militärattache telegraphiert, das; Serbien ",^'NcM seiue militärischen Niistnngen sehr beschien-'''^l habe. r '^onstantinopl'l, I I. März. (Nestern haben 20!) >lo. ,'"', ">il ^ Offizieren, ^reiuiilliqe für Serbien, Non-! mUlinip(>i p^ssi^i. Weitere Freiwilligenznqe ans Snd° 'INnnd und dem Kanlasns sollen folgen. ..,, '1'"m, >i. März. Hente nnirde eine amtliche Mit-l> »ng des päpstlichen Stuhles veröffentlicht, welche in siir? ^'Mlanhang die besondereil Veslimmnngen der n ^'^ ^'^ Sedisvatanz des Heiligen Slnhles nnd ^ ^"l'stwahl ^,^^^ ^^,s,> Nestimmnngen sind in <1 .'"' -'^'glement und in drei Konstitutionen nieder-^ ^it, ^>,.^^ ^>ij^ ^^> (5o!iftilntio eominissnn, nobis ^'".-'O. Jänner l9<>4, sich gegen das Veto lehrt. Die P^''"tiun "-innert zunächst an die Vemiihnnge» der tin,' ' ^"' "^'torecl)! genannten Mif;brauch zu besei» sic /,'^"' ""zelne weltliche Mächle bei der Wahl hin-^,'Uch der Wählbarleit von Kardinälen aus den päpst-^," Eluhl geübt haben. ------- ßtAüstÜUÄ, auf ÖUc«pt ia^Ua ctfoUwÄ<Ä ei den Herren Miohael Kaatner und Peter Lassnik in Laibaoh. (641) Angekommene Frcnlde. Hotel Elefant. Am 10, März. Arnberger, l, l. Tierarzt, Görz. — Nichter, Thc'atcrdircttor. Klagcnflirt. — Leonhardi, Hofmeister, Nückers. - Zhxber v. Qlioq. Forstmeister, Vinöd. — Springer, Nfm., Nömerstadt. - Fliedläildcr, ttfm., Aqram. — Toniato, Nfm., Parma. — Lenici, Privat, Vischoflact. — Kwedcr, Kfm., Cilli, - Dobnal, Ksm., Vriinn - Flaniiiisser. Kfm., Trieft. — Klrmcn, Disponent. Viktrina.. — ZnttaN), Privat, f, Frau, Budapest. — Ulcar, Nahnwiizipist. Wr. Neustadt, Kares, Kfm., itranichsfeld. — Mayer, Nfm,, Wraz, - Schlächter, Mangolt, Wcmlich, Kollenz. Gröger, Lüftncr. Weiß. Kslte.; Beer, Ins,.. Wien. Am 11. März. Dr. Spanii. Adv.; Varto. Cafrtier, Äs,ram. - Pöhl v. Föhrenau s. Tochter, f, n, l, Oberstleutnant, Rutwlsswert. — Chierigo, l. l. Komrollor, Trieft. — Zcher, Vcamter, Görz. Schwaiger, Priv., Lroben. — Krummer, >!fm,; Bieter, Vildhauer. München. Steinitz, Kfm., Berlin. — B!ttina.hau5, Nachbaubcr. .Alte., Mraz, — Gottlieb, Kfm., Budapest — u. Weis, Fricdläuder, Priv.. Berlin. — Pampl, t, n. t, Fcldwedrl, Klagcnfult — Nlcar, Priv., Wr, Neustadt. Goldschmidt f. Tochter, Nothmann, Kohn, Neuer. Burian, Hc> bcnstrcit, Jedermann, Blaha, Xlfltr.; Bo«iowitz, l, l. Kommerzien» rat, Wien. Verstorbene. Im Zivilspitlllc: Am 7. März. Maria Sirca, Bedienerin, ll« I,, 'I'n- ^andcstheater in Laibach. !^. Vorstellung. Ungerader Tag. Heute Freitag den 12. März I9tt» Der König in Paris. Komödie in vier Alten von G, A, dc Cnillavet. l Anfang um '/^ Uhr, Ende um 10 Uhr. Kurse an der Wiener Börse (nach dem offiziellen Kursblatte) vom 11. März 1909. Die »oUrr«.,, Mm'e ucvstch.» sich u> nro,,.,»M!,r,»>n, Ti. N°!icn»>N >ä»,t!ichrv Altir» i,„d d„ r> ucrslchs sich per S.ück,___________________________________ («rld l Narr Allgemeine Stnatöschnld. d"'° sVä.m ^^'" ""'N' ^ ' «4'4<> !,4«l. '"«:«««,^.«.,„,o,.,i '»>°«", lKL4tt " ^ ", , . 2»',«-- !i?ij i.U N^^lchuld der im N""' "crtretenen ^'"»rr.chc »„d Bänder. vtttrrr W' , , , , 4 V« l,5<'!> l!5 liü s!r>,^js'''' '" Kro,»>!,wäl,., ^dttlo/„" ' p" ziasjc, 4«/« Nl4<> »,'<;<> 2cs! I,,^,,l!I,!!»u , . <°/„ 944!' !!4«"'!dvr,sch.<-il.unnen. zr«,.^"«>>" '!, , , , 4>v, !14 -115'- ^Uz'!ch. ..^ >^ ^ ^ 5>//V„ 11t'»0I,!'3" l,!! s ,5""",' >l> «ro»c»,vül,r. Ä ^ ""».. s,.'uer!roi. '»"' »»wstlmprltc Eisen- dMu ^".' .^'^". l>V/V„ . -üi»'- 427 - ü ^"'^»rn-Tiru, W0 ,1. Nrr,,^° '".Eild«. l>"/,, , .<21-42»- ^^^V......!!)3-li»5^ G<-!d Ware Vl'i» Staate ,^ur Zaliluna, übrr,»'mmc»e ltiseuva!»»» P>!l,li, 400, Ä»a« », IU,0U0 nruurn 4"/, ^'^' !1<>üb Elisadrlh Änl)» »>UU u, 3000 M, 4 ad lU V„...... 116 25 1,7 25 (tlijnl'^h-Äal),! 400 li, 2UW Vl, ,,,„,........ litt üi, 117 25> ^ldiiia'ilbö.Nurdbahn ltl»,i»»U W — ^ <»'/ - d,,,lu liM,N»U4 U5-7U !,s,7l> ssrnnz Iosrph-Vah,' (tm,1«»1 . Sill'cr. 4«/« , 95 75 !!U75> Walizüchl' Karl Vubwin-Vahn ,did, S«,i, Eill^r, 4"/„ . »ü^!, !'« 15 U»n,Glll!z,Va!i!, liUl' sl,2, 5."« 1«4- «>5 - d^tt' -!»<> », 5«N" >< «>/,/'/„ »U 6« «7 <>0 Burarlvcrncr Bal>» C»>, 1»«l (t>iu, 2!,), Silber, 4",<, - 95 40 W 40 Staatsschuld der iinnder der unssnrischcn Krone. 4"/n ><»N Muldiliül» p^r «as>e . !K'— 111 20 4«/„ drltu prr Ullimo 11»' - 111 li0 4"/n »»ss, ^lil'üll' >» Nrul!l'»wä>)r,, steüciirei. Pcr »as,«,' , , !»l «l, >.», «5 4"/,, dellu per Ullinw !N !>ü !» ^^> »>/,"/„ drl,,!»5! 75 Nü! 7i> Tl,cif!,-Ne!i,-«u!c 4«/„. , , , 142-75 146 75 4"/„ Ullss, Olllüd 'Ü-Obüss, , !»2 55 <1« 55 4"/„ lrual. u, slli Griliidrutt, Obliaalwm'n , , , . 83 75 84'7ü Andere öffentl. Anlchen. Vuün, Laiwcönülelien (div/> 4"/„ 9175 »2-75 U'Us»,- I>l'r>,'e,i, liijeül',-Laobes- A„IeI)ei! ldiu,, 4>/,,"/n , , «>7'ZH >.,«!!5 5"/„ Du»a,, ?«ra,-?li»el,l-!i 187« ><>2 2U —-- Wiener Vrrlel,röa»lrlie,> 4"/„ . »5 !!5 96 «5 ds,,o 1MU 4"/„ !'b'45i w! 45 '.>!,,>l'l,!'i! der S!ad< W>eü , , I": l>"!il>^ 50 deüo , !!^!>u brüll (Gas, l>, I, l«W , U5 <5 R! >5 dellli (Elellr,! t>, I, 1!»N0 N^!»5^ !'5 Ü5 del!» (Ii'l,,-?!,! U, I, 1«U2 95'4<>l W 4» dcül! u, I 1!»W . . , 95-40 !V >5 Vürsexba» Anlelieil uerlusb, 4«/„ 95,Ul, !!UXl> »tüisilche L!an!N6 j. ,00 X per «lasse , 5"/<> 9<>S!> 87'1I> deüu per Ulümo 5"/,^ !'6'l>5 !!?'— BülnLlaa!^ Hl>pull,eiara,!lel,r» ,«92......6"/,j 120^5 >21'»5 «eld > HSure öO.ln, LwalO.stwIdanlcihc 1!'07 s, IN« uruüett, . 4V2VN »u b0 87 50 Pfandbriefe usw. V°de„iredi!. allss, üst"'r„ i» 5« Jahre,, nerlu^bar , 4"„ W !>0 4 W VülM, ^wo'wlend,, ucil.^ ^6 75 ll, ,5 Ze„w'I,.^«t>,.,«reb,.Äl,."s^.7 5.. »red -^»si l'sterr . f,2, j ,!' iisieitt,, Arl>, »Nt^ ^> 4"/" 93 50 94 5" La,,deel,, d, itümar, Oalizici, ,1. Ludom,.57>/,I,r»cl«,4«c. 96 50 4 50 N,.österr,La„de».HNP,-«"st-^> " ü>l.b0 Iah« ^ ^^. Sparl,. Eiste ijst„«uI-!v«l.4°/n ««" ^ Eiseulinhn-Prioritiits-Olllissationen. Oeslerr, Nordwestlmlm 200 fl, 2- »"'" 1<'b'-Elaalöl'al», 500 ssr^ , ^ - - "" 2icl) Verbindliche ««!>- .^^ttedil^seM.,^««^^^«^' 2erl',Präm,.Ä«I,P,U>«^,2"/,., t>9 50 95 50 lllttirlziniüliche Lose. ^,»dap, ^asüila ......77^ <^ ^ C,an,Luse l0 ,1, i!,-M, , - A - 155-Oseiier i^ujr 4« s>,. ^ - - ' ,,^,^ "^ " No>-> ,ire„z. üst, Ges, v„ K' > ü! ^5 55-^. Nute» Nreuz, »"«. Ges, °„ 5 fl. ^0 5o ^l>« RübulfLose 10 II, . . > - - °° -- ,0-Lalm«u!c 40 sl, K-M, , - "b - 25.« -I-iii-l lf !i< .Fl»!,-Pra!»,-Ul>I>N, «nssr^'erHfe , '«"""" d«4 40 ,^> ,z<, Oeld War, H^icner z!o„„»,-L^'e u, I, 1874 487— 4»? -Gew,-Eci, d, :>"/„ Pram,-Schuld, d, Bl'de,!lr,-«l!it, ^m, 188« 7Ub0 74 50 Alticn. Tranöpurtunternelimungen. ! A»ss>a-Tep,i^cr Eisenl', 500 fl, ^2240 — ^5!»- Äül,»,ilchr Nurblial,» 150 s!,, 1, 4l!i-5N 403--V!,ich,l,c»0fl,k,-M, 27^0—^740-— dello .lit, Ui ü<>0sl, per UK. 1008— ,014 — Du»«» Dü!l!p!schi!fahr<ö-Oes,,i,, l, l, priv,. 500 sl, K,-M, . »l,2'— 900 — Düx.Budeol'nchcrEiieill,, WNKr. !->50— bSO- sserdiiiande ^!mbl', 1U00fl,zlM. 5185 — 5220-Kalchail - Oderbrrqer Cisrudllh» 200 jl, S.......35N — 857 50 Lemb, Vzeril,-Illssu - Eifsnbahn- Wcjrlllchas«, 2"N sl, L, . 552— 550 — LImid. üsterr,, 400 Krone« , . 415— 417 — Oes!crr,Nordwrsldal,,!,A»0i!,N, 450— 45«— drllo lüt,, >-!) 200 sl, L, p, Ult, ! -»50— 4,i:< - BranTuxrrEüenl,, !00!l,al'nN, 2,9.',0 220 50 ^!aal«ei!e»l', 200 sl, 2, per Ult, U7ü 4u «80 40 Vilddalü, 200 fl, 2, per Ullimo 102-iü ,0310 Nüdüurddcltt'che AeibinduiiM, 200 fl, tt,-M, , >, , , ^ »!<5" 397 — Trlmepurlnclellschlll!, internal,,! ?I, M,, 200 «rone,! , , ,! U0— 110— U»nar. Weslliali» (Naab-Oraz» 200 sl, S.......40U'— 411" Wiener Lo!all'-'.'lf<,-Ges, 200 sl, ^— 200— Vanlcn. Äi,ss,o Orslerr, Bnul, !2N sl, . Ü9!!— 29S— Vnnluerci», Wiener, per Kaffr —-— — ^ deüo per Uüimu 521 10 52210 Bode!!ls,.?l!,s»,,nlla,ö!!,.:<0NKr, 1079- 1«8.'»— Ze,ttr,-Vud, «lredI)l,.üst,,LNN sl, 530— 5»5— Nreditanstal! für Handel und Gew,, .'!20Kr,. per Kasse . —— —— de«o per Ultimo > <^7?:> «28 75 «redillianl, »na, alla., 200 ttr, > 7»3 50 73450 Depvsilenl'N,,!, nNss , 200 sl, , > 4t7l>0 44!'— Wlumpte - Orjelllchaf!, nieder- üsterrei^ische, 400 z,rune» 583— 584 90 («ir» n, ziajjcM',, Wr,, 200 fl, 451— 453 — Hypollülsi,!.'!,, us»,, 200 5lr, 5"/« 285 — 287 — Lnnderlmnl, oft . 200 il,. p, Kasse — - drüo per Ullimu 43375 434 75 .Merinr.. Wech!elst>ll,,-'.'lltir!i- OcsrNschaft, 200 sl, , . . iil>!nijche, 100 fl. , 246— 247 — Hierlehrsl'anl, allg,, 14«> sl. . 3W — 34! 50 Geld Ware Industliculitcruclimunnen. Vanaesell'chaf!, allgem, öslerr,, 100 ll........ 174'-- 1?? — Briixrr Nlililendernbau-Oeselllch. 100 fl........ 70S — 718' - Ei!enl>ah»l)erlelirs-«ilsl,,ös!,,,rrN!', 100fl, 200-50 20I-. .Elbemnh!', Papieriabril und Vcrl, wriellschaft. U)0 fl, , 17N— 178— Eleltr,-Grs, nlla öslerr, 200 fl, 388'— 38» 50 Elrl!r,-Ges,, iltter,,,. 200 fl, . —— —— Eleltr Altien-Oef,, liereiniatc , 210— "14— Hinlcrl'erssei Pn!r,-, Zünd!),-», Mrl, Fal'ril, 400 »ronen , 1!>4f'— 1052 — Licsinsser Branere! 100 fl, , , 217— «20— Moutnü Grs,, öst, alpine, 100 sl, 63425 «3525 «Poldi-Hiiüe., Tics,,!n»s!s!llh>. ss,.Al!,.Grielllchaf>. 200 fl. 413— 417'— Praaer Eisenindustriealsellschasl 200 fl........ 2375— L38b— Nima M„ra,in-Salno Tnrjaner (5i»enw 10<» fl..... 525 25 52S' - 2alao Tarj, Steinlohlr» 100 fl, 554— 557— '2chlÜ!,cIM!!l>l',Vapirrl,,2N0f>, 30L— »OS — »2chodniea», ?l,-G, für Petrol,- Industrie. 501, Xiour,, , 405— 406 — >2lryrermuhl», Papirrfadril u, ^erlcisssnesellichaft , . . 425'— 430 — Trifailer «ol)ls„!l>, Grf, 70 fl, 267— 26850 Tüll, Tal>nirenienrs, 20» Fr, per Nasse....... —-— —'— deüo per Ullimo 343— 345'— Waffenf-Grs,, üslcrr,. 100 fl, , «17- 61s— Wiener Ba»l,r!cll,'chnft, <0N sl, 14»— 15050 Wieuerl'rrger Zieaclf, Ält-Wes, 680 - 695— Devisen. «lllzr Tichten und Schecks. 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