Tatb ach er I ettuMß Dienstag den 24. December 1622. L a > b a ch. Eemäß des eingelangten hohen Hofcanzleydecretes vom li., Erhalt 23. l. M-, Z. 21,692, haben Se. k. t. Majestät mit a. h> Entschließung vom 2. l. M. geruhet, dem Emil Magnan, Handelsmann m Paris, Gasse Vorullnil Nro.29, gegenwärtig w Wien bey Fries «d Comp., auf die Entdeckung „einer excentrischen hin-und hergängigen Tuchscheere, oder Tuchschcermajchinc nnt Penduldcwegur.g, wo das Princip einer oder mehrerer Hauptschneioen in einer oder mehreren schrägen Klingen auf einer Achse bestehe, deren durch den Me. chamsmuZ der Maschine bewirkte Pendulbewegung im Hin° und Hergehen die Maschine durch ihre Bewegung mit ^wey geraden und paraUell an ihrer Achse angebracht ten und gegen einander gerichteten Klingen zum Schneiden bringe, welches Princip der Schneiden sich auch zum Scheelen von Zeugen, nach was immer für einer Lage, nach der Länge, Quere und Diagonale anwenden lasse," ein fünfzehnjähriges Privilegium, nach den Bestimmungen des a. h. Patentes vom 3. December »820, zu verleihen. Vom k. k. illyrischen Gubernium. Laibach am 29. November 1622» Schifffahrt in Trisst. Angekommene Schiffe zu Trieft seit i5. bis 22. Octo- her 1822. Die neayol. Brigantine, h. Joseph, Cap. Cosmus Roll». vonCattanea, in i5 Tagen, mit Mandeln, M«° "Uen, Manna und Leinsamen. Die österr. Brigantine, l>Utte« v.Stahl, CüP-Andreas Wucovich, vonSt.Iago 'n Cuba. in 98 Tagen, mitZucker, Baumwolle, Färbeholz und Tabak. Der pcipftl. Pielego, von Ancona, mit Neis, Mandeln, türk. Weihen, Fisolen und Käse. Der papstliche Pielego^von Ragusa, mit Wolle, altem El' sen, Wachs und Unfchlitt. Der papstliche Pielego, von Pesaro. mit türk Weihen, Honig, Mandeln, UnschMt und Käse. Der österr. Pielego, von Monopols mit Ahl, Branntwein und Mandeln. Der österr. Tartanone, von Venedig, mit Neiö. Die österr. Brigantine, der Besorg, te, von Durazzo, in 7 Tagcn, mit Feigen. Der päpstl. Pielego, H.Anton, Cap. Ioh. Balena, von Chiarenza, in 17 Tagen, mit Weinbeeren und Leinsamen. Die ame« rikan. Brigantine, Cyno, Cap. John Tear, von Philadelphia, in 67 Tagen, mit Kaffeh, Zucker und Färbe» holz. Die engl. Brigantine, Marie, Cap. John Danson, von Havannah, in n5 Tagen, mit Zucker und Färbe« holz. Die österr. Polacre, von Salona, mit Weindee» ren, Ohl, Wachs, Seife, Wolle, roher Seide und Kupfer. Die neapol. Brigantine, h. Maria, Cap. An» dreas Gamhardella, von Crffalonia, in i2 Tagen, mit Ohl, Leinsamen und Wein. Die österr. Nave, die östr. Kaiserinn, Capit. Marcus Goicovich, von Cisme, mit Rosinen. Die engl. Brigantine, Csmmercial, Cap. Da» vid Talbot, von Fernambuco in 90 Tagen, mit Zucker. Die ötterr. Brigantine, der Unschuldige, Capit. I. B. Matcovich, von Alexandrien, in 54 Tagen, mit Leinsa» men. Der sardin. Pinco, h. Joseph, Cap. Prop. Brig« nati, von Malta, in 18 Tagen, mit Eisen, Weingeist, Leder, Leinsamen und Baumwolle. Die neav.Briganl., die Mutter Gottes, Cap. Rant-Paollilo, von Messina, in i5 Tagen, mit Limonen, Mandeln, Pomeranzen, Leinsamen und Leinwand. Der neapolit. Pielego, von Bari, mit Mandeln, Öhl und Weinbeeren, Der oftcrr. Schoner, der Graf Saurau, Cap.Ant. Giurovich, von Smyrna, mit Rosinen und Weinbeeren. Die dänische Galeazza, die Hoffnung, Cap. Asmus Brodersen, von Lissabon, in äo Tagen, mit Zucker, Färbeholz und Eacay. Die ionische Brigantine, die Schwalbe, Cap. Demct. Mangagna, von Calamata, in 25 Tagen, mit Feigen Der österr. Pielego, von Venedig, mit Weihen. Die österr. Brazzera, von Capo d' Istria, mit Alaun und Vitriol. Der österr. Pielego, von Gielsa. mit Wein, Sardellen, Branntwein und ö)hl. Die österr. Brigantine, Perikles, Cap. Marcus Naiencovich von C'sme, in ,g Tagen, mit Rosinen. Die sardin. Brigantine, der Ge> neral Dosasco. Cap. Iac. Sartorio, von Smyrna, in 454 «6 Tagen, mit Knoppern, altem Kupfer und Weinbee^ ren. Die französische Brigantine, Gottlieb und Albine, Cap. I. B. Gubert, vonCypern, in 5i Tagen, mit Wolle, Seide, seinsamen, Wein, Baumwolle, Senfsamen, Öyl und Käse. Lombardifch-venetianifcheS Königreich. Venedig, den i5. Dec. Gestern um Z Uln Nach' Mittags kam Se. Maj. der König beyder Sicilien mit einem zahlreichen Gefolge hier au, und stieg im Gast> Hofe Europa ab; auch die Herzoginn vonFloridia, Ge« mahlinn Sr. Majestät, kam mit Ihrem Gemahle glcich, zeitig an. Lombardisch < ve netianisch es Königreich. Verona den ia. D»°c. Am 14. d. werden Ihre Majestäten von hier nach Venedig abreisen, wo Höchsi-dieselben bis zum 22. zu verbleiben gedenken. Kaiser Alexander wird etwas früher v«?n da abreisen, indem Hochstderselbe<,m i5. Jänner in Warschau eintreffen will. Königreich Sardinien. Turin, den 3. Dec. Se. Majestät haben dem Ar» tillerie-Qbcrsten Joseph Ponafioe, D'rector der k. Waf» fenfabrik, vie Decorationen des St. Mauriz - undLa^a» rus-Ordens zustellen lassen. — Am 2. d. kam aus Verona der Herzog von Wellington an, besah am folgen» den Tage den k. Pallast und das Arsenal, und speiste beym k. großbritannischen Minister. Königreich beyder Sicilien. Neapel, den 29. Nov. Sc. Majestät der König haben mit Decret vom io. dieß aus Verona verordnet, daß alle aus dem Auslande kommenden Getreide - Gattungen einen Zoll von i Ducato vom Ceutncr, wenn sie «uf NatwnallSchiffen, und von 2 Ducati, wenn sie auf fremden Schiffen eingeführt werden, bezahlen müssen- — Eine große Menge Ardelter ist jetzt beschäftigt, den von der Lava überschütteten Boden umzugraben, der vielleicht dadurch an Fruchtbarkeit gewinnen wird. Am 25. dieß bestieg Se. Majestät der König von Preußen , der sich seit dem 21. hier befindet, mit seinen Prinzen den Vesuv. Am H6. besuchte Derselbe das k. Museum und andere merkwürdige Institute, uud speiste hierauf en Familie tey Sr. k. Hoheit, dem Herzog v'tindisch <> n C 0 mpaqn' e zu Elde r« feld wieder eine Versammlung. Aus dem Varcrage. den der Subdirector, Hr. Pecher, hierbey lm'lt, geht hervor, daß die Compagnie-Geschäfte in Pcrt-au-Prmce >hren geregelten Gang gehen. Die Waarenaubfuhr der Compagnie dslauft sich sett ihrem Einstehen an Waaren für eigne Rechnung derselben auf 509,000 preuß. Thaler, an folchcn, welche ihren auswärtigen Agenten consignirt sind, auf Z25,ooo prcuß. Tl?lr., mithm in aUem auf 624,000 preuß. Thlr. D^e Maaren beflanden aus Leinen für Z5i,4Zo preuß. Thlr., WoUe für 8Z,ooo , Baumwol« le für 122,540, Sewe für ?2Za, Halbseide für 5^a», Eisen und Stahl für 26,600, kurze Waaren für 10,60a Lederwaarcn für 6900, Hüte für ZoZu, Porzellan un> Glas für 11,000, Schreibmaterialien für i35o, Essenzen für 44oo, verschiedene andere Waaren für io,0»opreuß. Thaler. Aus Nheinpreußen wurde ausgeführt für 179,68c, prei'ß. Thlr., aus Westphalen für 20600, aus Ostpreußen, Schlesien ic. für 204,750, aus Sachsen für 163,540, aus Baicrn für 10,950, aus Hannover für24,5oo, aus Braunschweig für 1600, aus Churhessen für 10.060, aus Rheinhessen für 5aa, aus Vaden für 200, aus Böhmen für 6700, aus Neufchatct für ,700 preuß. Thaler. Die Zahl der Actien steht jetzt auf?ao, und ist daher feit der letzten Zusammenkunft um 5o gestiegen. Au» Wiesbaden wird vom 20. Novsmber geschrie« h«n: Zu den merkwürdigen Erscheinungen, welche uns dle Natur in diesem Jahre schon so manigfnltig darboth, gehört unstreitig auch die zweyte Reife der Trauben. Vor ungefahe vierzehn Tagen besuchte ich den auf ein,r kleinen Anhöhe zwischen Schierstem uno Eltvill im Rhein-gau gelegenen Nürnberger Hof, und fand zu meinem nicht geringen Erstaunen die Bestätigung dessen, was schon früher von andern Orten her durch öffentliche Blätter berichtet wurde, nähmlich denselben Weinstock, welcher gegen End« des Monath Iuny die ersten rei» fen Trauben lieferte, nun zum zweyten Mahle mit völ« lig gereiften Trauben geschmückt. Aus den Augen de« jungen dleßjaftrigen Reben sproßten währenddes Sommers die neuen Schößlinge, welche diese zweyte, nicht unbedeutende Ernte lieferten. Niederlande. Das ^tturual ollrciel schichte Frankreichs begonnen; die jungen Leute empfingen ihn mit großem Beyfall. DcrMoniteur theilt eine Stelle mit, in welcher der Professor die Ehre der Koni» ge Frankreichs in der Gefangenschaft rühmt. »Der hei, l'gc Ludwig ward gefangen, aber sein Unglück und sein Muth gewannen die Achtung und Bewunderung seine« Sieger, d?r Sarazenen, und in demselben Augenblick, wo sie ihre eignen Fürsten mordeten, warfen sie sich vor «mem abendländischen Könige nieder. Der Ksnig Johann ward gefangen, als aber dieser geklönte Regulus, de» Vertrags müde, der die Unabhängigkeit seines Volks verletzte, nach London in seinen Kerker zurückkehren wollte, fand er bey den l3nglan.dern Bewunderung seiner See« lengröße. Ludwig XII. büßte, bevor er König ward, im Gefängniß die Verirrungen seinerIugend, aber die Er-, innerung seines Unglücks gab ihm Gelegenheit, das schöne Wort zu sagen: der König von Frankreich hat das Um recht des Herzogs von Orleans vergessen. Franz I. ward gefang««, aber im Gefängniß schrieb er jene bewunder, ten Zeilen: Was auch verloren sey, nie sei's dis zeigen an, daß der Ganges ausgetreten war, und das nicht weniger alü loo.ooo Menschen ertrunken wären. Die Indigoernte war gänzlich vermchtet worden, und der Preis dieser Farbwaarc war sehr bedeutenv gestiegen. S p « n i e n. Dem gegen den MilitärfiscalDon JuanParede« zuMadrid ergriffenenBefcklusse znfolge, bleiben nunmehr bloß i6 Gardeofficiere unter der Gcrichtsdarkeit des Mi» litär-Tribunals. Darunter befinden siHauch die Gebrü« der Mon. Der Graf von Moy soll mit drey ander» Gard-officieren, als Maultiertreiber veetlewet, zuAl« maraz^und der Marquis v. Castellar zu Grenada verhaf, tet, und wie bekannt, nach Madrid gebracht worden seyn. Ein Schreiben aus P uycerda vom 2Z. 'Kovember (im Journal des Debats) bestätigt die Nachricht von» Vorrücken de5 Generals Milans von Vich über Torello, welchen Ort er wegen des dort geleisteten Widerstände« der Royalistcn einäschern ließ, nach Rlpoll. w» er am 21. einrückte. Sein Plan scheint zu seyn, durch das Thal von Ribcs nach der (spanischen) Cerdagna vor» zurücke». Nomagosa hat sich entschieden im Fort vo» Urgel eingeschlossen mit dem festen Vorsatze, fich unter dessen Trümmern zu begraben. Die Durchreise vo» Flüchtlingen, selbst von den höchsten Ständen, die au« Catalonien nach Frankreich gehen, dauert fort. — Da» Echo du Midi meldet aus St. Gaudcns, daß dort täglich spanische Officiere durchziehen, welche aus Ca» talonien stch zur Glaubensarmeevon Navarra begeben. Der Constitutia nne l meldet aus Bayonne nnterm 28. November, daß daselbst noch immer sehr große Munitionbvorräthe eintreffen, und daß oas bis« herige Mttitargefängniß in eine Caferne umgcsialtet wer» de. Die Gefangenen wurden nach dem Schlosse von Dax gebracht. Der junge Bertram de Lys, den die Polizcy kürzlich mit noch zwey Spaniern aus Paris verwiesen, mußte sich zu Bayonne und Behobie neue Durchsuch««« gen seiner Effecten und Papiere gefallen lassen. Dem Journal des Dtbats zufolge, soll der naH Rom bestimmte spanische Gesandte, Hr. v. Villanuevcl (Verfasser cincs zu Rom convemnirtcn Buches über die Rechte des heiligen Stuhles in Spanien) bey seiner Durchreise durch Turin von dem dortigen apostolischen Nuntius officiell benachrichtiget worden seyn, daß er m seiner Eigenschaft als Gesandter beym heiligen Stuhle nicht angenommen werden könne. Hr. v. Villanuev« begab sich hierauf nach Genua, von wo au« er den Fall n»ch Madrid berichtete, und nun daselbst weitere Ver-Haltungsbefehle erwartet. >56 Der Etoile vom 6. December enthält folgende Nachrichten: »Der Baron d'Eroles, welcher bey Bel-ver stand, wurde von den Constitutionellen mit überle-gener Macht angegriffen, und zog sich daher mit Zurück-lassung eines schwachen Corps, das sich nur eine halbe Stunde zu halten vermochte, zurück. DieConslitutionel-len haben Puycerda am 29. November um die neun« te Vormittagsstande besetzt; die Besatzung leistete, aus der Stadt gedrängt, nur gelingen Widerstand aufspanischem Gebiethe, allein bey Vourg-Madame, wohin sie zurückgeworfen ward, sehte si« sich abermahls, wobey sie die Gartenmauern als Rückhalt hatte, und begann ein lebhaftes Feuer auf die nachsehenden Feinde, welches von diesen erwiedert wurde. Der Bataillons Chef, Da-vid, (Lavit noch dem Moniteur) vom 6. leichten (französi-schen) Infanterie-Regimente, der auf diesem Punct befehligte, geboth nun den Glaudenötruppen, die Waffen «bzulegen, bevor sie auf französischem Gebiethe zugelassen würden. D>e Constitutionellen hielten ebenfalls sogleich wit Feuern inne, und stellten hart an der französischen Gränze bey der Brücke vor Bourg-Madame einen Posten auf. Die commandirenden Officiere der Constitutionellen begehrten den französischen Commandirenden zu sprechen, Und legten demselben ihre Äbslcht an den Tag . das fran. zösische Gebieth zu respectiren. Die Royalisten, welche Von den Constitutionellen in die Vedirge links von Puy« cerda bi« zum Dorfe Ur verfolgt worden waren, leiste» ten hart an der Gränze noch Widerstand; und legten dann gleichfalls die Waffen nieder. Mina commandirte in Person , «r hatte 3 bis 4000 Mann bey sich ; 5ac,o Individuen, wovon 2«oo Glaubenssoldaten, haben sich von «llen Seiten nach Frankreich geflüchtet. Si? kehren wieder nach Spanien über St. Laurent°de.Ccrda , woselbst noch Royalistcntruppen stehen, zurück. Die französischen Truppen standen unter Gewehr und in Position wäy» «end dem jenseitigen Kampfe. Die Royalisten - Regentschaft hat Befehl erlassen, die Neutralität des Nalle de Andorra zu respectiren. Mina hat gleicherweise bis jetzt die Absicht an den Tag gelegt, die Privilegien dieser unabhängigen, aber unter französischer Schutzherr-schaft stehenden kleinen Republik in Ehren zu halten. Die Sitzungen der Cortes bis zum Z3. November biethen, außer den bereits erwähnten Sitzungen am 14. »,nd i5. nichts von besonderer Wichtigkeit dar. Die Be» lothungen übe« den Militär« Codex wurden an letztgenanntem Tage geschlossen, und der ganze Codex mit manchen Abänderungen genehmigt. Die Cortes empfin» «r,i ministerielle Mittheilungen über die Vorfälle vom Zo, Iuuh bis 7. Iuly, und über die VorfäUe inCatalo. wen; die über die Handelsconsulate und die Landstraßen von den Commissionen erstatteten Gutachten wurden genehmigt; von dem Decrete, wodurch alle Klöster in den Pfarrcyen unter /i5a Seelen aufgehoben werden, wurde das Klosterim EZcurial, theils wegen Erhaltung dieser prächtigen Gebäude, theils weil sie zum Theiles-niglichcs Eigenthum sind , aufgenommen, und eine Deputation ernannt, welche dieses Dccret dem Könige zur Sanction überbringen soll. Das Echo du Midi vom 2. December enthält fol» gendes Schreiben aus Llivia vom -7. November: «Es ist Mittag, und eben trifft .'in Eilbothe aus der Citadelle von Urgel hier ein , welcher gestern Nachts um 10 Uhr von Nomagosa, der, wie bekannt, daselbst befehligt, an die Regentschaft abgeordnet worden ist. Er hat der Regentschaft gemeldet, daß zwischen Mina Und Rom^gosa ein lebhaftes Gefecht Stattgehabt hat; Mina hat die" Stadt geräumt, viel Mannschaft verloren, und von, dem Feuer der Citadelle hart bedrängt, seinen Rückzug angetreten und einen Theil der Beute, eine Frucht feiner Näubereyen und Erpressungen, zurückgelassen. Romagosa hat ihn durch ein Detaschement bis zu seinem Vorposten verfolgen lassen."/ Dasselbe Blatt meldet aus Bayonne vom 28. No> vember: „Das Hauptquartier des Commandirenden in Navarra, Generals O'Donnel, befindet sich jcht imIn-nern dieser Provinz, in der Stadt Lumdier (in der Merindad de Sanguessa, am Arragon) an der Scite nach Arragvnien zu. AuS einem aufgefangenen Vliese haben wir ersehen, daß die Negierung dem General TorrijoS befohlen hatte, zwey Regimenter von seiner Di» Vision nach Madrid abzuordnen, woselbst ihre Gegenwart nöthig sey. Die Constitutionellen in der Hauptstadt waren m der größtcn Bestürzung, da sie erfahren hatten, daß die Royalisten der Mancha bis nach Occma(a,» der Heerstraße von Madrid nach Mancha, in der Provinz Toledo) vorgedrungen waren." In einem andern Schreiben aus Vay 0 nnc, gleich' falls vom 28. November, heißt es: ,,Di? Berichte aus Navarra lauten sehr befriedigend, Q'Donnel hat ein neues Regiment orgcmisirt und seine Truppen neu mon-tirt; es steht also jetzt ein ansehnliches RoyalistencorpS in dieser Provinz, wohl equipirt und von dem besten Geiste beseelt. Das Gerücht von der Einnahme von Sa' ragossa hat sich nicht bestätigt; indeß vernehmen wir, daß die Glaubensarmee sich dergestalt in Arragomen verstärkt hat, daß die Constitutionellen nicht Truppen genug disponibel haben dürften, sie in Sckach zu halten. T>>'e Bewegung, die sich in der Provinz Murcia kund gegeben 457 ^en hat, nimmt gleichfalls einen schr ernsten Charakter an; kurz alle Provinzen des Königteichs wetteifern, das Joch der Ncvolutionsmänner zu zerbrechen, und ihrem geliebten Monarchen die Freyheit wieder zu schenken..» O 6 m a n i sch e s N e i ch. Im österr. Beobachter vom 18. Octoder liest man Nachstendes: Den neuesten Nachrichten aub Constan^ tinopel vom 26. November zufolge, scheint die Un» gnade des bekannten Halet Efendi hauptsächlich der Feindschaft derIanitfcharen sowohl,, als derUlemas zu--geschrieben werden zu müssen, Veren Haß er seit länge« rer Zeit in einem hohen Grade auf sich geladen hattt^ Seine Entfernung aus der Hauptstadt war jedoch m>t keiner strengen Behandlung verbunden. Sein Vermö: -gen, seine Besitzungen blieben unberührt, und statt der ihm anfänglich als Vcrwelsungsort bezeichneten Stadt Nrussa, wurde Halet Efendi sogar erlaubt, sich'in das Kloster der Derwische des Ordens der Mewlewi, wel« chcm er vor einigen Jahren sich einverleiben ließ?, nach Konja (Icouinin) zurückziehen zu> dürfen^ Der Fall Halets zog auch jenen semes Bonners^, des Berber Vaschi, wie wir letzthin gemeldet nach sich, welcher durch seine. Ernennung zum Silihdar (Waffenträger des Sultans) zwar dem Anscheine- nach deform dert, in der That aber von der Person des Sultans- entfernt wurde. — Dem vorigen Großwesir ist Gallipoli, dem abgesetzten Mufti Nicomcdien als, Verweisungsart «ngewttsen». Der neue Großwesir Abdullah Pascha, fand glefH nach seiner Erhebung zu diesem Posten Gelegenheit, seine Thätigkeit und seinen Eifer in Erfüllung feiner Amtspflichten anTag zu legen. Bey einer am n. November m der Iudenvorltadt Chasskoi ausgebrochenen Feuers-brunst war Abdullah Pascha so unablässig bemüht, die Arbeiter durch Geldspenden und durch sein eigeneSBey-spkl zur Anstrengung aller Kräfte zu ermuntern, daß der Wuch der Flammer, schon- »^ zwey Stunden Einhalt geschah ; der Großwesir selbst aber zog sich dabey «we nicht, unbedeutende Unpäßlichkeit zu. - Das Com> "^0 des d>sher ten Truppencorps auf der asiatischen Küste des Vosphors,, 'ft dem Kiaia d'Z Mcü)UN.PMM' Commandanten des, Veo^achtungZla^rs von VujuWere. Wchmcd Pascha, verliehen worden. V«schied«ne andere Verändenmgen in den Stcl-. lcw des Innern, slnd als Folge der Entfernung Halet. betrafen. So ist der bisherige Intendant der Stückgie, ßerey von Topchanc,, Ahmed Aga , nach Amasia verwiesen, und dieser Posten dem vormahligen Kiaja Bei, Mustafa Efendi, das von ersterem zuglei'ch versehene Amt eines Mutbach Emmi (Oberlüchenaufschero) aber dem Iussuf Aghiah Efendi verliehen worden. Dagegen wurde mehrere durch Halets Einfluß aus der Hauptlladt ver« wiefene Mitglieder des Corps dcr Ulema, und darunter nahmentlich der ehemahl,ge Hekim Baschi,, odrr Leibarzt des Großherrn und Ex Kadileskier von Natolien , Behd» sched Efendi^ aus ihrem Exil zurückberuftn. Während dieser ganzen Zeit hat fortan in derHaupt« stadt und ihren Umgebungen vollkommene Ruhe und Ordnung geherrscht, die nur in einigen Quartieren durch Einbrüche von bewaffneten Diebesbanden gestört wurde., D»e Wachsamkeit der PoUzey hat jedoch diesemUnwese« bald Einhalt gethan *). Aus Asien sind kürzlich keine weitern Nachrichten üöer die Fortschritte der persischen Waffen angelangt. Die Befehlshaber, der osmamschen Truppen in der Gegend von, Erserum befinden sich mit dem größten Theile ihrer Streitkrafte in jener Stadt, welcher sich die Per» ser genähert haben, ohne jedoch ctwas Ernstliches gegen sie zu unternehmen» Dasselbe ist der Fall in den Umgebungen von Bagdad. Dagegen hat ein wtit gefahrliche» rer Feind, nähmlich die unter dem Nahmen ckalora mor. k«5 bekannte, verheerende Seuche, welche früher nur in den,, wsiter gegen Osten gelegenen Ländern gefürchtet ward^ sich bereilS tief in die asiatischen Provinzen der Türkey verbreitet, und in Mardin und Urfa solche Sterblichkeit veranlaßt, daß man selbst in Aleppo über-die fchneUen Fortschritte dieses dort neuen Übels« große Besorgnisse zu schöpfen ansing. Obwohl, die Pforte über, die Ereignisse auf dem *),, Von den blutigen Auftritten und andern schwerem Unordnungen, deren angeblicbe Briefe aus Eonstantinopel vom lo. und 11. November in deut-, fchen Zeitungen so freygebig erwähnen, wußte man also zu, C 0 n sta ntl n 0 pe l selb st edcn so wenig, als von den in>Nro. 297 der allgemein ne« Zeitung vom 24. Octoocr angeführten un-menschlichen Greuel? und Schreckens^enen, we!» che, nach einem a n g c d i i ch auH Enucrn vom i5. August üder Eorfu^ zu Ttlest t,>ic^laufene Briefe , im Monath August auf der Insel Cypern Statt gefunden haoen sollten. Da alle bis zum 21. September reichenden Bericdte aus Cyperw »ucht d>e geringste Spur davon entHatte^, s-> zeigt M ttttch, d!<:s,e N5chllHl M re,! n 5 6l.d, ch t UN'3' 453 .<>clt>^schc:ustlatze in Griechenland und Vlorea daS einmahl angenommene stillschweigen zu beobachten fort» fährt, so waren doch auf andern Wegen Berichte aus jinen Gegenden zu Eonstantinopel eingelaufen, welche über die dortigen Ereignisse hinlänglichen Ausschluß g«< währen. Diesc Nachrichten, weit entfernt von furcht-baren, Niederlagen der türtischen Truppen, oder von Siegen der griechischen Insurgenten zu sprechen, kom^ men vielmehr darin überein, daß die ottomanischen Be-fehlZhaber ohne bedeutenden Verlust mehrere im Auf-stände begriffen« Districte zum Gehorsam gebracht, und insdesonder« dir, an der westlichtn Küste Griechenlands gelegenen Provinzen Acarnanien lmd Ätolien zur Un terwerfung und Annahme der Amnestie dewogell haben, welche auch von Seite der türkischen Anführer gewissen-haft gehalten wild, wahrend die griechischen Haupt» .> Ausrufung des Prinz - Regenten von Brasilien zum Kai-ftr, die bis zu dessen Geburtstag (12. October) verfchs' ben bleiben sollte, schon am 25. September erfolgt sey, und daß gedachter Prinz an diesem Tage zum constitu« lionellen Kais« von Brasilien, mit dem Titel: Peter l. (Duu peäl-u pi'iuieiru) ausgerufen worden. (Ost. B>) Iremden ^ Anzeige. Angekommen den ^s. December. Herr Ioh. Bapt. v. Rosmini, Advocat, mit VrtV Töchrsrn, von Triest nach Wien. Den 19. Fräulein Caroline Edle v> Nottenstätter, k. k. Rechn. Naths ° Tochter, von Wien nach Trieft. Den 20. Hcrr Fean-, Huber, Professor der Mathe' matik, mit Familie, von Fi ume nach Przemisl. Abgereist den 16. December. Seine Excellenz Herr Robert Gordon, Minister und königl. großbritannischer Gesandter am k. k. öfteer. Hofe, mit dem Bothschafls-Attach« Herrn Vliah, n"O Wien. .....................^ ,_____ __________,-«^, Wechselcurs. Am 19. Dec. war zu Wien der Mittelpreis det Staatsschuldverfch«eibungen zu5 pCt- ,n CM. 83 i5/»b) Darleh.mitVerlof. vomI. 1620, für zoofl. inEM.is»"^ detto detto vomI.l8H,,füriooss.inCM. "5,'. Certif. f. d. Darl. vom I. l82i,,für ioc> st. ,n CM. »"^ ^! Wiener Stadt'.Vanco«Oblig. zu 21/2 pCr. in CM.2" ?^" ^ Conventionsmünze pCt- 249 ?/8. Vank?Acticn pr. Stück 942 w CM. Ignaz Aloy« Edl. v. Kleinmayr, Verleger und Redactenr. Wegs« den eintretenden Weihnachtsfeyertagen, wird die künftige Freytass-Zeitung erst Montag den Zo. d. M. ausgegeben. Pränumerations-Anzeige. * ^' ———— « ^ :. ,,' Der Pranumerations,-Preis dieser Zeitung, sammt Illyrischem Blatt und Bey-lagen, bleibt forthin derselbe, nähmlich: , in der Stadt für das ganze Jahr 6 fl. 3o kr., für das halbe Jahr 2 fi. iZ kr. mit Couvert im Comptoir , 7 « 3« ^ „ ,. . .„ , ,„ 3 „ ^5 „ portofrey mit der Post 9 „ - „ „ „ , ,. . „ ^ ,^ Zo ^ Das Illyrische Blatt wird, wie bisher, auch ferner auf Verlangen besonders (ohne Zeitung) verabfolgt. Der Pränumerations-Betrag ist: im Comptoir ganzjährig 2 fl. — kr., halbjährig mit 1 fl. — kr. "it Eouvert „ 2,, 3o .. „ „ 1 „ ,5 „ mit der Post „ 3 3« , /<^ Bestellungen können entweder, mit der Pranumerations- Gebühr, im Zeitungs-Comptoir, oder beym hiesigen löbl. k. k.Ober--Postamte, so wie «uch bey den zunächst liegenden k. k. Postämtern geschehen. .,. - Laibach am 10. December 1822. ""^ pr. Edel v. Kleinmayr'schen Zeitungs-Verlag. Im Comptoir der Laibacher Zeitung, so wie auch bey den hiesigen Herren Buchhändlern und Buchbindern, ist zu haben: Schreib-Kalender alle Religionsgesellschaften '" '^ des Königr ei ch s I l l y t i'e lt . . auf das Gemeinjahr . - ' ' '"' .823,^ ' W^<^,, Md die Polhöhe der Hauptstadt 3albach berechnet von ^S... Professor Frank./ ^^ ., Sack-Kalender " /^ - für das Jahr - '' .4, . , t ü r 7 Ferner sind, im, Comptoir der Laibacher Zeitung nachstehende Verlags - Artikel zu haben: Abhandlung über dlc Weinbereitung nach , Elisabeth Gervais; aus dem Französischen übersetzt von Freyherrn v. Maskon, nebst einem Anhange der Hummel'schen Ankündigung des Wein- und Bier-Apparates. Aerarial - und Domestical - QuittUMN (Nro. 1 und 2). Exhibiten-Bögen, c. ^ , ^ ^ Kirchenrechnungen. detto summarische Extracte. wibacher Schematismus von allen Jahr- gangen.« Prodinzial- GeseMmmlung des Laibacher Gouvernements für das Jahr 1819. Pupillar-Tabellen. Sperr-Relationen. Summarische - Ausweise der Getrauttn^ Gehörnen und Gestorbenen. Wirthschastsämtliche - Vorlüduttgetl.