Nr. 292. vl»n«mclatlon«plt!«: Im «lomptoll ganzj. fi. ,,, halbj. st. »50. Fllr bll Zustellung in« H«u» halbj.«»lr. Mit der Post ganzj st. 15, halbj. fi. 7 50. Donnerstag, 21. Dezember. 3nleltlon»>«bür: Flll Nein« Insnot« bl» zu » Zellen »5 lr., »rößere per Zclle « lr., bei ßsleren Wiederholungen p«l Zeile 3 l». l«82. Amtlicher Theil. Ge. k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchst unterzeichnetem Diplome dem Major und Commandanten des böhmischen Landwehr» Infanterie-bataillon« Nr. 47 Wilhelm Hollansku den Noel« ftand mit dem Ehrenworte «Edler" allergnädigst zu verleihen geruht. _________ Se. k. und l. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 3. Dezember d. I. ben Bibliothelscustos Dr. Ludwig von Hörmann zum Unive»sität«.Bibliolhelar >'n Innsbruck allergnä-^'9st zu ernennen geruht. Conrad.Eybesfelb m. p. Erkenntnisse. T>as l. k. Landesstcrlcht alS Pressgericht in Graz hat aus «ntran ber f. l. Staalsanwaltschast mit dem Erkenntnisse vom / Dezember 1882, Z. 21202, die Wcitervribreitung der Druck jchrift „Das Land der Freiheit. Ein Zulunstsbild in schlichter, ^rzählunsssforln, versasst von Fcrdinnnd Amersin, Vraz 1874. fommiisionsvcrlaa. lleylam-Iosessthal" nach den 88 65 » und b, l22 » b. 302. 305 und 303 St. G. verboten. Das l. l. Landesgcrlcht als Pressgericht in Graz hat aus «ntraa. der l. l. Staatsanwaltschaft mit dem Erlenntnlsse vom b. Dezember 1882, g, 21224, die Weltervcrbreituna der Zeit. «chrift „Kobold" Nr. 23 vom 3. Dezember 1882 wegen des ^rlllcls „Vertrauliche Anfrage an den Kriegsminister" nach » 491 St. G. und Art. V des Gesetzes vom 17. Dezember 18«2 verboten. Nichtamtlicher Theil. Se. Majestät derKaiser haben, wie die »Grazer tteitung" meldet, der Gemeinde Pernihen zum Schul-Hausbaue 300 fl. zu spenden geruht. j Se. Majestät der Kaiser haben, wie der «Bote für Tirol und Vorarlberg" mittheilt, die Errichtung einer StandrsschützenEompagnie zu Hotting auf Grund» läge der vorgelegten Statuten zu genehmigen geruht. Wien, 20. Dezember. (Orig.-Corr.) Dab Verve»begcseh, der Actiengessh'Entvurf und die beunruhigenden Gerüchte iiber die Weltlage bieten genug Stoff zu publicistischen Discussionen. Die Gegner des Gewerbegesetzes erschöpfen sich in ihren ietrospcl> liven Artikeln gleichzeitig in Prophezeiungen für die 9ukunft, welche natürlich nicht sehr freundlich klingen. Was haben sie aber seinerzeit nicht alles über die Segnungen der Gewerbefreiheit prophezeit, und doch mussten sie selbst zugestehen, dass die Lage des Ee-werbestandes sich in der Periode der Eewerbefreiheit von Jahr zu Jahr verschlechterte. Allerdings saqen sie, nicht diese sei schuld daran, sond-rn andere Um» stände, dagegen lässt sich aber e,widern, dass bann die Gewerbefreiheit doch nicht die ihr zugeschriebene segnungsvolle Macht besessen haben mnsste, wenn sie jene fatalen Umstände nicht paralysieren konnte. Und auffallend bleibt es immer, dass die Iiterrssenten selbst mit seltener Emmüthigleit für das Gesetz eintraten, welches die Theoretiker als den Ruin drs Gewrrbe-standes bezeichnen. Noch war die Berathung dieses eminent Wirt« schaftlichen Gesetzes nicht geschlossen, als bereits ein zweites von ebenfalls hoher Bedeutung auf den Tisch des Hauses gelegt wurde. Es ist dies das Actiengeseh, welches eine Lücke in unserer Gesetzgebung auszufüllen bestimmt ist. Von Seite der Geschäftswelt wurde ein solches Gesetz schon lange gewünscht, da bei dem gegen» wälligen Concessionssystem sich manche Urbelstände zeigten. Für die Interessen der Actionäte wird j'tzt in ausreichendem Maße gesorgt sein. da das Gesetz, soweit es eben menschenmöglich ist, jedem Schwindel steuert. In der letzten Zeit wu»de die Welt durch allerlei Gerüchte über Verwicklungen und Rüstungen in Aufregung verfetzt, die jedoch sämmtlich eines reellen Hintergrundes entbehren. Zum Theil trugen sie den Stempel der Unwahrheit und Uebertreibung so deutlich an sich, dass man sich wundern musste, dass ernste Blätter dieselben erlisthast registrierten. Man kann ein solches leichlfertiges Gebaren nur tadeln und anderer« seits das Publicum zur Vorsicht mahnen, alle derlei Sensationsmeldungen mit jener Vorsicht aufzunehmen, welche schon durch die wiederholt gemachten Ersah, rungen dringend geboten ist. Der Lärm beginnt auch bereite wieder zu verstummen, ,>nd jene, welche ihn erhoben, versichern nun mit der unschuldigsten Miene von der Welt, sie wussten nicht, was er zu bedeuten gehabt hätte. Reichsrath. 69. Sitzung des Herrenhauses. Wien, 18. Dezember. Präsident: Graf Trauttmansdorff: Auf der Ministerbank Ihre Excellenzen Graf Taaffe, Dr. Freih. v. Prajäl, Graf Welsers. heimb und Freih. v. Conrad-Eybesfeld. Im Einlaufe befinden sich drei Zuschriften, und zwar die eine von den Mitgliedern der Verfassung«» Partei, der conservatives» Partei und der Mittelpartei in der Unierrichtscommission; dieselben zeigen an, dass sämmtliche Mitglieder dieser Commission ihre Mandate niederlegen. Freih. v. Scharschmidt und Freih. v. Hein zeigen mittelst Zuschriften an, dass sie aus Gesundheitsrücksichten auf ihre Mandate als Mitglieder der juridischen Commission verzichten. Graf Fallenhayn beantragt, dass zur Vorberathung der Vollischulgessh-Novelle eine Special-commission llä doc, bestehend aus 15 M>tgl,edern, gewählt werden möge. Dadurch entfalle selbstverständ-lich die auf der Tagesolbnung stehende Wahl von 7 Mitgliedern in die Unterrichlscommission. (Angenommen.) Es wird hierauf zur Tagesordnung geschritten. Der Gesetzentwurf, betrrff^nd die Erhöhung des Bau-credites für die Allberg-Bahn. wird in der zweiten und dritten Lesung angenommen. Dem Gesetzentwurfe, betreffend die Aushebung der RelruteN'Eontingente im Jahre IK83, wird ebenfalls in zweiter und dritter Lesung die Genehmigung ertheilt. In die Commission zur Volberathung der Ge-werbegefeh - Novelle werden grwählt: Graf Blome, Freih. v. Engert, Freih. v. Fluck. Dr. Habie-tinel, Freih. v. Haerdll, Ritter v. Hasner, Freih. von Helfert, Graf Kuesstein und Graf Wodzicli. In die Commission zur Vorberathung der Volks« schulgeseh - Novelle werden gewählt: Fürst «dolf Auersperg, Graf Belcredi, Ritler von Brücke, Graf Coudenhove, Fürst Czartoryski, Graf Fallenhayn, Ritler v. Hasner. Frech. v. Helfert, Frech, v. Hye. Fürsterzbischof Ganglbauer. Abt Karl, Fürst Friedrich Lichtenstein, Graf Montecuccoli, Freih. von Tomaschek und Graf Leo Thun. Die nächste Sitzung wird im schriftlichen Wege bekanntgegeben werden. Der am 16. d. M. im Abgeorbnetenhause zur Vertheilung gelangte Antrag der Abgeordneten v. Pacher und Genossen hat folgenden Wortlaut: „Das hohe Haus wolle beschließen: In Erwägung, dass unter den wirtschaftlichen Uebelständen, welche das Gedeihen des ehrlichen Ge-werbeS erschweren, die Irreführung des con-sumierenden Publicums durch planmäßig betriebene Fälfchungen der Quantität vieler Gattungen von Gewerbserzeugnissen, namentlich solcher, welche in geschlossenen Pcickstücken von helkömmlichem Umfange in Handel kommen, eine größere Ausdehnung und gesteigerte Bedeutung für das wirtschaftliche Leben der weitesten Kreise von Producenten und Consumenten gewonnen hat; Feuilleton. Der Weihnachtsmann und seine Tanne. Von Harriet Grünewalb. (Gewidmet meiner Freundin L. 6.) Der heilige Abend stand vor der Thüre. Weihe-volle Weihnachtsstimmung herrschte in einem eleganten Salon, wo eine liebevolle Mutter eben die letzte Hand °n die Weihnachtsbescherung legte, indem sie d,e bunten Wachslichter zwischen die Gold. und S'lbergehänge einer schmucken Tanne steckte. - Unter dem rclchen Kinderspielzeug, da« neben dem Ehristbaume lag, be-land sich auch ein Weihnachtsmann, der au« emem »roßen Tannenzapfen angefertigt war; er lag neben einer Puppe mit riesigen Glasaugen, die ohne Wärme und Leben zu der Zimmerdecke emporstarrlen. Der Weihnachtsmann hingegen warf glühende L,cbesbl,cke Nach her prächtigen Christtanne. Er hatte ln chr zu seiner unsagbaren Freude die Geliebte aus dem Walde erkannt. Damals halte sie nur ein einfaches, grünes Kleid, heute herrfchte sie wie eine Kön'gm m dem Talon reicher Leute. — Doch so sehnsuchtsvoll auch bes Kleinen Liebesglfllister war, es wurde von der bolzen Schönen mit stiller Geringschätzung Übergängen. Der kleine Narr besaß nichts als ein rauhes Schuppen, tzewand. dazu hatten ihm die Menschen auch noch den Stempel des Alters aufgedrückt: Einen langen, weihen Varl! Der Kleine warf jetzt einen fchweren, müden ^lick durch da« Bogenfenster des Gemaches hinauf zu bsm grauen Winterhimmel, von dem weihe Flocken herniedertanzten. Er dachte an seine Heimat den Wald, sein Vaterhaus eine uralte Edeltanne. Hoch oben nahe dem Baumwipsel führte er einst ein freies, fröhliches Leben mit seinen Brüdern. Die Sonne war ihre beste Freundin, sie lächelte zuerst am Morgen, zul'tzt am Übend durch die Baumkrone der Edeltanne, deren Wappen mehr als zwei Jahrhunderte sich durch die Ringe des Stammes schlang. Drunten im Thale auf einem kleinen Hügelvorsprung stand einsam und allein ein schmuckes Tannenmägdlein. Des Edeljunlers Herz in der luftigen Höhe schwoll in Liebe für die Einsame. Als einmal die Sonne noch einen letzten Rosenschim« mer um sein Vaterhaus wob, riss er sich von den Semigen los, um. nur dem Zuge seiner mächtigen Leidenschaft folgend, dcr Geliebten sein Dasein zu weihen, zu ihren Füßen ein stieseliges Wald. und Lirbesträumen zu führen. — Ach, drin süßen Hoffen des Junkers folgte schickliche Enttäuschung. Die Baumkrone hüllte wohl noch ein heller Glutenschimmer ein, doch dru»t«'N in dem Forste mit den buschigen Pfaden herrschte bereits dämmervoller Abend. In der Dunkelheit war es nicht möglich, das Tannenmägdlein zu finden. Der Hügelvorsprung sah aus der Höhe so nahe aus und lag doch Gott weiß wie ferne seinem Vaterhause. Iohanneskäfer umschwärmten den trostlos Irrenden. Seine Liebesgeschichle rührte die kleinen Käferherzen so sehr, dass sie ihm freundliche Führer sein wollten, aber ihr Licht war zu matt, um sich auf den unwegbaren Pfaden zurechtzufinden. Er sehte seine Hoffnungen auf ben Mond. aber d?r lag heute recht träge hinter einer Wolle, die den Wald in undurch- dringliche Finsternis hüllte — die ganze lange Nacht hindurch. Das erste Tagesgrauen führte holzsuchenbe Kinder durch den Wald. Ein Knabe bückte sich nach dem irrenden Tannenritter; er fasste ihn um den schlanken braunen Leib und rief, ihn hoch emporhaltend: »Der prächtige Tannenzapfen l Ei, welch' einen hübschen Weihnachtsmann wird er abgeben." Klapp — verschwand er in dem Holzlorb. Niemand vernahm sein Klagen und Bitten, ihm doch die Freiheit zu schenken. Unzählige Wandlungen und Leiden musste der Arme später bestehen, bis man aus ihm den Weihnachtsmann geformt. Dann kam er auf den Markt, wo er zum Verkaufe ausgebolen wurde. Ein Herr fand Gefallen an dem Kleinen, kaufte ihn und trug ihn in der Tasche seines Pelzrockes nach Hause. Alle diese Erinnerungen flogen durch des einstigen Waldjunkers treues Herz, während die Christtanne nur von den Triumphen des herannahenden Abends träumte. Sie war allezeit stolz und hochmüthig auf ihre Abgeschlossenheit gewesen und wollte niemals mit den andern Waldbäumen Freundschaft pflegen. Sie hielt sich für eine Hochgeborne, da sie allein den Hügel beherrschte, wo sie das Licht der Welt erblickte — harrend auf ein großes Glück, ein fchönes Ziel! Jetzt erfchien wieder die Hausfrau mit dem Gatten in dem Salon. Beide zündeten die Wachskerzen an dem Baume an. Das war ein Funkeln und Glitzern ein wahres Slrahlenmeer, welches von der Tanne ausgieng und das der Spiegel in unvergleichlicher Schönheit zurückwarf. Der Hausherr zog ben Weih-nachtsmann unter der Puppe mit den dummen, geift- Laibachcr Zeitung Nr. 292 24N8 2l. Dezember 1««2. in feinerer Erwägung, dass sich diese unredlichen Vorgänge namentlich dadurch der strafgerichtlichen Verfolgung entziehen, dass die Verkürzung des Publicums zwar in einer häufigen Wiederkehr von Fällen, alier meistens in minimalen Quantitäten erfolgt, während die Hilfeleistung zum Betrüge durch irreführende Verpackung gewerbsmäßig und im großen betrieben wird und die Spur vom Erzeuger durch den Zwischenhändler zum Kleinhändler sich leicht verwischen lässt ; in weiterer Erwägung, dass Speciala/setze sowohl zum Schutze des consumierenden Publicums als der ehrlichen Producenten diesbezüglich bis heute gänzlich mangeln; und in endlicher Erwägung, dass bei der Gemein» samkcit des Handelsgebietes von Oesterreich und Ungarn und bei dem Umstände, dass das letztere Land ein Hauptabsatzgebiet solcher betrüglich verpackten Ge-werbserzeugnisse bildet, eine wirksame gesetzliche Ab« Hilfe jener Uebel nur im Einvernehmen mit der un« garischen Gesetzgebung zu erzielen ist, sei a) ein Specialgesetz zu erlassen, dahingehend, dass alle Waren, welche in geschlossenen Packstücken in Handel kommen, dergestalt, dass beim gewöhnlichen Kaufe die Menge ihres Inhaltes weder nachgezählt, noch nachgewogen, noch nachgemessen wird, auf ihrer Verpackung die Angabe ihrer Menge in deutlich er« sichtlicher Weise zu tragen haben und dass der Verkäufer für die richtige Inhaltsangabe unter Regress gegen seinen Lieferanten haftbar ist; d) seien für Erzeugnisse der Textilindustrie, welche in Strähnen in Handel kommen und an denen daher eine Mengenangabe praktisch undurchführbar ist, den Marktbedürfnissen der einzelnen Warengattungen entsprechende, gesetzliche Strähnlängen zu bestimmen; c) sei dem Strafgesetze eine Bestimmung einzuverleiben, dahin gehend, dass eine vom Producenten oder dem Zwischenhändler ins Werk gesetzte Verpackungsart von Gewerbserzeugnissen, welche nach ihrer Anlage und Durchführung dem Zwecke zu dienen bestimmt ist, einer Irreführung des taufenden Publicums bezüglich der enthaltenen Menge und einem Betrüge desselben durch den letzten Verkäufer Vorschub zu leisten, entsprechend den Strafbestimmungen für Betrug verfolgt werde. ä) sei die hohe Regierung aufzufordern, im Sinne des österreichisch.ungarischen Zoll- und Handelsbünd-nisfts mit der kön. ungarischen Regierung das Einvernehmen zu pflegen, damit letztere den Anträgen n. und d entsprechende Gesehesvorlagen auch in den un« garifchen Vertretungskörpern einbringe. In formeller Hinsicht wolle das hohe Haus be« schließen, diesen Antrag dem volkswirtschaftlichen Ausschusse zuzuweisen. Zur Lage. Die «Neue freie Presse" wetterte am 19ten d. M. in einem mehr als drei Spalten langen vom» bastischen Leitartikel gegen die von der Majorität des Abgeordnetenhauses gefassten Beschlüsse insbesondere gegen die Gcwerbegesetz-Novelle, und bemerkte unter anderem: «Innerhalb der kurzen Spanne von vierzehn Tagen ist ein ganzer Foliant beschlossen worden, und wenn es nicht anders gegangen wäre. würde die Rechte die Nächte hindurch berathen haben, um die gewerbliche Frage noch vor Weihnachten zu lösen. Wir kennen sie jetzt, die positive Arbeit. . . . Die positive Ar« beit hieß einst Reaction. Es ist ein neues Wort, aber ein alter Feind." — Die passendste Antwort aus diesen Erguss liefert die «Deutsche Zeitung", iu deren Leitartikel vom selben Tage über die Genicrbe-gcsctz-Novelle wir folgende Stelle finden: „Wir halten die Einführung des Befähigungsnachweises gewiss mcht für ein Unglück und meinen, dass der Popanz der Reaction, der bei dieser Gelegenheit vorgeführt wurde, geradegutgenug ist, umkleine Kinder zu schrecken. Die Wiener Morgenblätter vom 19. d. M. besprechen mehr oder minder eingehend den im Abge« ordnetenhause eingebrachten Entwurf des neuen Actien -gesetzes. Die „Die Neue freie Preffe" re< sumiert ihr Urtheil über den Enlwurf folgendermaßen: ..Der Associations - Frclheit gegenüber sullm Bürg-» schaften gewonnen werden durch gesetzliche Regelung zahlreicher Verhältnisse der Gesellschasl, welche biöhe'r der freien Vereinbarung überlassen waren, durch Verschärfung der Haftbarkeit der Gründer und ersten Zeichner, durch Steigerung der Verantwortlichkeit der Leiter der Gesellschaft, durch weitgehende Control- und Klagerechte des einzelnen Actionärs; endlich durch drakonische Strafbestimmungen." — Die „Presse" be« merkt: „Der Entwurf' eines Actiengefctzes, welchen die Regierung dem Nbgeordnetenhause vorgelegt hat, sucht den Anforderungen, welche man an ein solches Gesetz stellen muss, gerecht zu werden. Das neue Actiengesetz zeigt das Bestreben, Uebervortheilungen und Irreführung der Actionäre zu verhindern, Gründer und Verwaltung dem Actionäre gegenüber haftbar zu machen, ohne die geschäftliche Freiheit der Actien-gesellschaft zu behindern." — Die „ Vorstadt-Z e i-tung" bemängelt wohl allerlei an dem Entwürfe, constatiert jedoch, dass derselbe im Principe einen Fortschritt, eine Befreiung von der bisherigen Fessel der staatlichen Eoncessionierung enthält. — Das „Extrablatt" sagt: „Ungeachtet seiner Schärfen machte das neue Actiengesetz in Finanzlreifen einen be« friedigenden Eindruck. Sind doch die wichtigsten Bestimmungen desselben schon seit Jahren von der ministeriellen Vereinscommission in der Praxis eingehalten worden, und die Begünstigungen, welche auf der einen Seite nach dem Inslebentreten des neuen Gesetzes den Nctiengesellschaften erwachsen, würden reichlich aufgewogen durch die erhöhte Verantwortlichkeit des Ver« waltungsrathes der einzelnen auf Aclicn gegründeten Unternehmungen." — Die „Wiener Börse" schreibt: „Man muss es, wenn man auch gewünscht hätte, dass die Vorlage zu einem günstigeren Zeitpunkte erfolgt wäre, in welchem sich demselben ein höheres Maß von Sympathien zuwendet, als dies gegenwärtig der Fall ist. mit Genugthuung begrüßen, dass endlich gegründete Aussicht für die Beendigung eines Verhältnisses vorhanden ist, welches das Actien« wesen geradezu unter einen Ausnahmezustand gebeugt hat und der Entwicklung des Associationswesens im höchsten Grade schädlich gewesen ist." Die „Gazette de Hongrie" bespricht die innere Lage in Oesterreich und bemerkt unter anderem: „Es scheint wirklich, dass rin unwidersteh« licher Zug nach socialen Reformen, nach wirtschaftlichen Verbesserungen das österreichische Abgeordneten» haus ergriffen hat. Man ist iu der That versucht, zu glauben, dass nach einer dreijährigen Legislaturperiode, die vielfach mit Kämpfen, mit gegenseitigen Recrimi« Nationen verbracht wurde, die verschiedenen Parteien des Reichsrathes nunmehr den nichtigen Streitigkeiten, den unfruchtbaren Wortgefechten zu entsagen gedenken. Alle Anzeichen sprechen für die Richtigkeit dieser An- schauung. Es ist unbestreitbar, dass die Negierung, die fortwährend Proben davon ablegt, wie fehr ihr das Volkswohl am Herzen liegt, zu dieser erfreulichen Bewegung den Anstoß gegeben und zuerst muthia. und entschlossen die Bahn der socialen Reform betreten hat. Das Cabinet Taaffe hat, indem es dies-falls den Wünschen der Bevölkerung zuvorkam, einen entschiedenen Beweis politischen Scharfblickes gegeben." Das Blatt behandelt fodann die Gewerbegesetz-Novelle und fährt hierauf fort: „Fügen wir hinzu, dass dieser Gcsetzenlwuif nur die erste einer ganzen Reihe von Vorlagen sein dürfte, welche die Regierung noch in der laufenden Session dem Reichsrathe zu unterbreiten gedenkt. Die Negierung scheint einen umfassenden Plan wirtschaftlicher und socialer Reformen vorbereitet zu haben, welche auf den Handel, die Industrie, den Ackn'bM. die Finanzen und — was nicht zu unterschätzen ist — auf die Arbeit Bezug nehmen. Es liegt kein Grund vor, daran zu zweifeln, dass die Durch< führung dieser gewaltigen Aufgabe dem Miuisterium gelingen wird." Vom Ausland. Bei Gelegenheit eines Rundblickes über die poli-tische Situation in Europa kommt die „Moskauer Zeitung" des Herrn Katkow auch auf die Reife des Herrn v. Giers und das Verhältnis zwifchen Rufsland und Deutschland zu sprechen. Es wird in dem Artikel, auf welchen, wie bereits tele-graphisch gemeldet, auch die „Norddeutsche allgemeine Zeitung" näher eingeht, constatiert, dass eine persönliche intime Auseinandersetzung zwischen den beiden leitenden Staatsmännern, Herrn v. Giers und dem Fürsten Bismarck, nothwendig geworden war, nachdem Jahre hindurch zwischen den beiden engverbundenen Mächten die wunderlichsten Missverständnisse entstanden waren und wie bei einem Liebespaare im Vaudeville jede Aufklärung vermieden worden war. Die „Moskauer Zeitung" erkennt an, „dass die Rnssen nicht dem deutschen Kanzler die Schuld an diesen Missverständnissen beizumessen haben; nicht er war es, der sich abwendete, nicht er lehnte die Erklärungen ab". „Sei es wie es wolle — schließt der Artikel — jedenfalls war es nothwendig, die internationalen Beziehungen Russlands von allen Beimischungen zu reinigen, welche weder etwas mit seinen Interessen noch mit seiner Würde gemein habe»; es war erforderlich, sie zu einem klaren, genauen, nüchternen Ausdrucke zu bringen. Es ist statthaft, zu hoffen, dass die Zusammenkunft ors neuen Ministers unserer auswärtigen Angelegenheiten mit dem deutschen Kanzler den Boden zu einer für beide Theile fo wünschenswerten Verständigung zwischen beiden Reichen gereinigt hat. Zur Aufrechterhaltung des historisch entstandenen Verhält« nisses zwischen Russland und Deutschland sind weder Bemühungen noch Anstrengungen, noch irgend welche Conventionen erforderlich. Es bedarf nur des gesunden Menschenverstandes und des Patriotismus der leitenden Personen. Weder Zeilungsgeschwätz zur Täuschung des Publicums noch die Machinationen böswilliger Parteien werden die beide Reiche verbindenden Bande schädigen." Aus Rom wird unterm 18. Dezember gemeldet: Anläsllich des Urtheiles de« Avpellgerichlshoses in der Affaire Theodoli und Martinucci wird den beim Papste beglaubigten Diplomaten eine Note seitens des Vatican 3 überreicht werden, in welcher dieses Urtheil juridisch widerlegt werden soll. (Es handelt losen Glasaugen hervor. „Du gehörst unter die Tanne!" Damit lehnte er ihn an den vergoldeten Stamm des Baumes. Nun lag er in Wahrheit seiner Geliebten zu Füßen! Durch die Zweige der Tanne gieng ein leises Aeben vor Lust und Wonne über das herrliche, wunderholde Bild iu dem Spiegel voll flimmernder Sterne! Die Mutter zog eine kleine Glocke, während der Hausherr die Flügelthüren des Gemaches öffnete, um die ungeduldige Kinderschar einzulassen. Mit entzückten Iubelrufen begrüßten die glücklichen Kleinen die Gaben des heiligen Christ. Sie hielten noch an dem süßen Märchenzauber fest, der köstliche Baum käme direct aus dem Himmel! Der Weihnachtsmann schloss plötzlich die Augen, ihm wurde so bang um« Herz, als die Kinderhände stürmisch in die Tannenzweige griffen, um sie ihrer vergoldeleu Näschereien zu berauben. War das der schöne Zukunftslraum? Lächelnd schauten die Eltern dieser Plünderung zu, sie sprachen kein Wort zugunsten der Tanne. Sie neigte sich mit einemmal bedenklich nach der rechten Seite. Die Kinder hatten sie zu rauh angefafst. Aus einem Wachslicht fiel ein Funke nieder, gerade in den weißen Bart des einstigen Edeljunkers. Sogleich schlug ein Flämmchen aus dem leicht zündbaren Stoffe empor. Es züngelte, ehe es jemand verhüten konnte, an dem vergoldeten Stamme empor, erfasste das über den Baum gebreitete Silbernetz, schoss immer höher und hoher hmauf in rasender Eile — bald stand der ganze Tannenschmuck in hellen Flammen'. Der Baum weinte glühendheiße Nadelthränen über das trostlose Ende mitten in Lust und Freude all den strahlend stolzen Glücksträumen! Er war rettungslos verloren, und man musste nur trachten, die anderen Spielsachen und Geschenke aus dem Bereiche der Flammen zu bringen. Eines der Kinder stieß den Weihnachtsmann unter die brennenden Tannenzweige, wobei es mit zornig leuchtenden Augen unter Thränen rief: „Garstiger, du hast mit deinem langen Bart uns den Christbaum angezündet, dafür sollst du nun auch sterben — in Rauch und Asche ausgehen!" Still und ohne Klagen ertrug der Weihnachtsmann den Tod; sein letzter Gedanke war: „Nur Rauch ist das Leben, nur Asche war mein Liebesglück, mein Sehnen, Hoffen und Träumen!" Dabei vergrub er sein Gesicht in die glühenden Nadelthränen. „Süß ist nur der Tod, mein Ende!" hauchte der Arme, als die Flammen über der kleinen Schuppen» gestalt zusammenschlugen — er starb wie ein Held in den Armen seiner Geliebten! — „O das ist das Ziel meiner Träume, das Ende meiner Glückseligkeit, meiner stolzen Hoffnungen von Himmelslust und Herrlichkeit !" klagte die Tanne, ihr Haupt mit dem verkohlten Morgenstern neigte sich in schwerer Todesangst tief herab auf die vor Leid und Weh jetzt bebenden Zweige. — Die Seele des stolzen, eitlen Baumes entfloh, da sie den furchtbar entstellten Anblick des jetzt grausam wahren Spiegelbildes nicht länger ertragen konnte — das ihr statt eines bezaubernd schönen Märchenbaumes nur eine kahle Tannenleiche entschleierte. Eine österreichische Rundschau. Vor wenigen Tagen ist iu Wien eine neue Mo< natsschrift ins Leben getreten, die wohl den Anspruch erheben darf, in Oesterreich mit besonderer Freude begrüßt zu werden. Es ist dies die von dem Wiener Schriftsteller Antun Ed linger im Verlage von Karl Graeser herausgegebene ..Oesterreichische Rundschau", Monatsschrift für das gesummte geistige Leben der Gegenwart. Während Deutschland, Frankreich, England :c. eine ganze Reihe von Revuen und belletristischpopulär-uiisscnschuftllchen Monatsschriften aufzuweifcn haben, war in Wien und ganz Oesterreich biöher keine einzige zu verzeichnen, an welche der Maßstab einer Revue gelegt werden tonnte. Die deutschen Zeitschriften sind allerdings auch die unseren; einen Mangel wenigstens werden sie aber doch immer empfinden lassen: die geringe Rücksichtnahme auf unfere Heimat, sei es in Gegenwart oder Vergangenheit, in Politik und öffentlichem Leben odcr in Wissenschaft und Kunst. Von einer engherzigen Betonung des österreichischen Standpunktes will auch die ..Oesterreichische Rundschau" nichts wissen und das erste Heft lässt dies zur Genüge erkennen. Es soll den heimischen Vcrhälluissen eben nur jene Aufmcrksainkcit geschenkt werden, die sie thatsächlich beanspruchen können und die ihne» bisher entzogen wurde. Das uns vorliegende erste Heft der „Oefterrei-chischen Rundschau" biaucht dl>n Vergleich mit den deutschen Coucurlenz-UlUerneljmu.na.en — obwohl der «aibacher Ieltnug Nr. 292 2^»9 21. Dezember 1882. sich in diesem Processe bekanntlich um eine For-derung. welche Martinucci, der frühne Architekt des Vaticans, gegen den päpstlichen Obersthofmeifter Theo« doli einklagte. Die Klage wurde angenommen, aber für unbegründet erklärt, und gegen die Competenz» erklärung der italienischen Gerichte richtet sich eben die Einsprache des Vatican«.) Eine päpstliche Encyllika an die spanischen Bischöfe erklärt es — wie die „Agence Havas" meldet ^— als einen unrichtigen Vorgang, die Kirche mit irgend welcher politischen Partei zu verknüpfen. Die Kirche steht in einer über die menschlichen Leide»» schuften erhabenen Region; sie verurtheilt leine Mei-nung, welche die Religion und die Gerechtigkeit achtet. In der italienischen Abgeordnetenkammer brachte am 16. d.M. der Finanzminister Magliani den Gesetzentwurf über die provisorische Budgetbewilligung bis Ende März k. I. ein. Die Kammer genehmigte ohne Debatte den zwischen dem Finanzminister und der betreffenden Commission vereinbarten Gesetzentwurf über die Einstellung der Steuer» erhebung in den jüngst von Ueberschwemmungen heim« gesuchten Gemeinden. In der französischen Abgeordneten, tammer brachte am 16. d. M. der Finanzminister Tirard einen Gesehentwurf über die Bewilligung von 3l Millionen Francs für die Kosten der Occupation von Tunis ein. was einige Unruhe erregte. Ferner verlangte der Finanzminister einen Credit von 900 000 Franc« zur Erwerbung eines französischen Äolschafls-Hotels in Madrid, dagegen zog er oie Creditforderung von 1400 000 Franc« für ein Votschaftshotel in St. Petersburg zurück. Das «Journal des Dcbats" freut sich, constatieren zu können, dass in England die Aufregung über ein eventuelles Einschreiten Frankreichs in Madagascar sich zu legen beginne und dafür die Einsicht platz, greife, dass England weder ein Recht noch einen Gewinn hätte, sich in die Angelegenheiten Frankreich« Mit den Madagassen zu mischen. Dafür dringt das genannte Blatt auf Befchlrunigullg der Expedition nach Tonkin, über welche die Kammern fu schnell als Möglich Beschluss fassen sollten. Es bestätigt sich, dass die chinesischen Truppen infolge der ihnen aus Peking zugegangenen Weisungen sich aus Tonkin zurückgezogen haben. Die Beziehungen zwischen China und Frankreich sind aus« gezeichnete. China wird eventuell mit Frankreich coope-rieren, um die Piraten zu vernichlen. Aus Kairo wird unterm 18, Dezember berichtet: Zur Vervollständigung des Entwurfes der Organi, sat ion der Polizei und Gendarmerie tritt in den nächsten Tagen eine aus dem Kriegsminister, dem Minister drs Innern, ferner Sala Pascha und Colvin bestehende Commission zusammen. AuS Constantinopel wird untetm 18. d. M. gemeldet: Die Pforte richtete unter dem 16. d. M. eine Note an die Botschafter, in welcher sie die Aufmerksamkeit derselben auf die wenig correcte Haltung und fast durchaus böswilligen Correspolidl'nzen der Telegraphen-Agentien und Iour-nalberichterstatter lenkt. Die Pforte will die Fremden in der freien Ausiibung ihres Berufes nicht bchin- dern; diese Ausübung dürfe jedoch nicht die Grenzen des Gesetzes, der Vernunft und Rechtlichkeit überschrei-ten, welche von der Mehrzahl der Correspondenten nicht eingehalten werden, indem die Mittheilungm derselben, in einem feindseligen Geiste abgefasst, die Thatsachen im Auslande entstellen und, in die Türlei zurückkommend, einen misslichen Eindruck hervorbrin-gen. Um der gegenwärtigen Sachlage, gegenüber welcher leine Regierung, die auf ihre Würde und auf ihre Pflichten hält, gleichgillig bleiben könnte, ab« zuhelfen, werden die Iournal'Correspondenten in einem im Ministerium des Aeußern eingesetzten Special» Pressbnreau sich in Vormerk nehmen lassen müssen, um dorisrllist Nachrichten entg^genznüehmen und ihre eigenen Beurtheilungen und Meldungen nach Maß. gäbe der Möglichkeit der Veröffentlichung zu berichtigen. Cs wird demnach jeder Correspondent, der uu-geachtet dieser Erleichterungen fortgesetzt unrichtige oder entstellte Nachrichten verbreiten sollte, zuerst eine Verwarnung erhalten, mit der Aufforderung, wieder auf den Weg der Wahrheit und Mäßigung zurückzukehren. Im Wiederholungsfalle wird sein Name in der Türlei und im Auslande veröffentlicht, und bei '.abermaliger Wiederholung wird die kaiserliche Behörde zu seiner Ausweisung schreiten. Die Pforte bittet die Botschafter, diese Maßnahmen den ihrer Nationalität angehörigen Correspondenten bekannt zu geben und sie ein für allemal aufzufordern, dass sie sich von dem vernünftigen Wege, den jeder kluge und gewissenhaste Publicist einschlagen soll, nicht entfernen sollen. Der gegenwärtig in Constantinopel weilende bulgarische Minister des Neuhern Vulkovic' hat die Mission, die Anerkennung des bulgarischen Ritter« Ordens seitens der Pforte und die Verleihung eines türkischen Ordens an den Fürsten von Bulgarien zu erlangen. Hagesnemgkeiten. — (HabSbura.-Feier.) Eine Art Vorfeier zu dem am 27. d M. stattfindenden Hclbsburg »Jubiläum, die in sehr solenner Weise verlief, wurde am 18, o M, nachmittags in Wien im großen Musiluereinssaale ab« gehalten. Ein zahlreiches distinguiertes Publicum füllte den Saal bis auf das letzte Plätzchen. Das Festconcert, das durch die Kapelle Strauß und die Rcgimcntsmusil Freiherr von Handel aufgeführt und von dem Hofball-musil Director Cduard Strauß dirigiert wurde, wurde mit dem Prinz Eugen-Liebe eingeleitet und erreichte seinen stürmisch acclamierten Höhepunkt, als die vereinigten Kapellen einen neue", aus Anlass des bevor« stehenden Jubiläums componierten Marsch: „Mller-treue", spielten. Während diese Musilviöce exekutiert wurde, fiel die Hülle von dem durch den Maler Petto» vit angefertigten Bildnisse Kaiser RudolsK I, und in diesem Augenblicke durchbrauste stürmischer Jubel den weilen Naum. Die Kapellen spielten sodann die Volls-Hymne, die von den Anwesenden stehend angehört wurde, mit welchem loyalen Acte die eigentliche Festfeier ihr Ende erreicht hatte. Ihre kais. Hoheiten Erzherzog Karl Ludwig mit Gemahlin Frau Erzherzogin Maria The-resia, die Erzherzoge Friedrich und Engen sowie Herzog Karl Theodor in Baiern mit Gemahlin wohnten dem Feste bei. Samstag, den 23. d. M.. finden an den Mittelschulen Vrünns anlässlich des 600jährigen Jubiläums der Zugehörigkeit der österreichischen Erbländer zu dem erlauchten Habsburgischen Herrscherhause Feierlichleiten statt. Auch die Grünner Vilrgeroersorgung»anftalt wird das (il)Ojährige Jubiläum d?r Angehörialeit der öfter-reichischen Erbländer an das Allerhöchste Kaiserhaus festlich begehen. — Au» demselben Anlasse finden an den Mittelschulen in Olmüh, Salzburg. Linz und an» deren Städten am 23. d. M. Feierlichkeiten statt. — (Gedächtniefeft für Marschall Ra-dehly.) Am ü, Jänner sind e» 25 Jahre, dass in der Villa Reale zu Mailand FM. Graf Radehly gestorben ist, Das ReichK'Kriegsminist'rium hat an die Lerri-torialbehürden der Monarchie die Weisung ergehen lassen, dass aus diesem Anlasse bei den Truppen kirchlich-militärische Feierlichkeiten abgehalten werden. T^S in Par-dubih liegende 5 Husarenregiment, welches bekanntlich für immerwährende Zeiten den Namen des großen SiegeS-MarschallS zu führen hat, veranstaltet bei dieser Gelegen« heit ein besonderes Gedächtnisses!. — (AuS Prag) wird unterm 19. Dezember gemeldet: Heute mittag« hat die feierliche Installation des Rectors der böhmischen Universität unter Intervention deS Statthalters Varon KrauS. der gestern nachts auS Wien zurückgelehrt ist, stattgefunden. — (Todesfall.) Am 18. d. M. starb in Wien Dr. Friedrich Fieber, der bekannte Eleltrotherapeut, Privatdocent an der Wiener Universität und ordinierender Arzt im allgemeinen Krankenhause, nach kurzer Krank» heit im 47. Lebensjahre. — (Die Fechtlunft beS Diplomaten.) AuS Paris wird berichtet: „Ein Mitarbeiter de« „Evenement" macht den Versuch, den eben erst auS London eingetroffenen italienischen Botschafter. General Menabrea, zu interviewen, und wurde von ihm auf das liebenswürdigste empfanden. Die Unterhaltung war sehr belebt, so lange sie sich um die Fechtlunft drehte; als dann aber der Besucher auf den politischen Voden hin-übergleiten wollte, gab der alte Diplomat ihm zu verstehen, dass hier seine Gesprächigkeit ein Ende hätte, und ergieng sich weiter über den Unterschied zwischen der französischen und italienischen Fechtmethode, wäh' rend der Journalist gewünscht Hütte, seine Ansichten über die italienisch französische Allianz zu erfahren." — (Der NdrefSkalender der Bettler.) Die innere Organisation der Londoner Bettler wird durch folgendes authentische Geschichtchen prächtig illustriert. Ein Deutscher in London wurde von einem LandSmann aufgesucht, der einer pecuniären Unterstützung bedürfte. Er stellte einige Fragen an den Bittsteller und erfuhr dadurch, dass derselbe erst am Tage vorher in England angekommen war. „Wieso wussten Sie dann. mich aufzusuchen?" fragte er erstaunt. Der Vettler zögerte mit der Antwort. „ES wäre besser, wenn Sie mir die Wahrheit sagen," fuhr der Fragesteller fort. «denn sonst gebe ich Ihnen nichts, während Sie so eine halbe Krone erhalten " — „Nun denn," antwortete der Mann, „ich sprach nach meiner Ankunft in einem Hause in White-chapel vor. ob man Vuch darüber führt, wer in London den Deutschen gibt und wie viel gegeben wird. Man zahlt dort im Verhältnis zu der Summe, die man zu erhalten hoffen darf. Für Ihre Adresse musste ich. da Sie gewöhnlich eine halbe Krone zu geben pflegen, einen Shilling an die Speculation wagen." — (Warum regnet eS so viel?) Der Pa-riser Akademiker Faye sagt: Der Komet ist an allem schuld. Nach jenem gelehrten Astronomen wäre die große Menge Kometen, die eS seit einiger Zeit gibt, die einzige Ursache der atmosphärischen Stbrung im heurigen Herbste. Diese Sterne, die sich um die Sonne bewegen, würden nach Faye einen großen Theil der Sonnenstrahlen absorbieren. Die Wärme wäle schon nicht mehr groß genug, um die von unserem Planeten angehäuften Dämpfe zu lbsen, und eS würde darauS fortgesetzter Regen resultieren. Wenn die Kometen fortsahien sollten, während einer gewissen Zahl von Iuhren die Sonnenstrahlen zu hemmen, so würde die Erde unproouctiv werden und sich in einen ausgelöschten Ball verwan-deln. der lichtloS im Weltall segelte ic. Zum Glück ist eS noch nicht so weit. Auch schreiben andere den Kometen geradezu eine Wärme fördernde Wirkung zu (Ko-metenwein ic.) Locales. — (Gemein derathsfi hung.) Auf der Tagesordnung der heute nachmittags um 5 Uhr stattfindenden Sitzung beS Laibacher VemeinderatheS stehen folgende Gegenstände: I. Mittheilungen deS Präsidiums. II Wahl eineS SpecialausschusfeS zur Ermittlulig der Vorbereitungen, welche von der Stadt anlässlich der 600jährigen Jubelfeier für nächstes Jahr in Aussicht zu nehmen sind. III. Ersahwahl in die Finanz». Vau-, Polizei- und Stadt-verschönerungS-Section an Stelle deS GemeinderatheS Hribar. beziehungsweise des ausgeschiedenen l, l. Vau-ratheS Potoknil. IV, Bericht der Finanzsection: k) über den Stand deS städtischen Lotterie.AnlehenS; d) wegen Anschaffung eines KehrichtwagenS V. Bericht der Polizei-section über daS Ansuchen einiger Wirte, betreff-nd die Schlachtung der Schweine auher dem 5l5MH«n dern. für seinen Bruder in Ratschach Kohlen. Als sie beide nach Haufe lamen, gab ihnen ihr Arbeitsgeber eine Jause, bestehend aus Obftmost und Brot Odlazek entfernte sich bald und gieng zu seiner Familie, lehrte aber auch bald wieder zurück und begann mit seinem Bruder zu streiten und sich mit ihm zu balgen, bis es endlich gelang, denselben aus dem Hause zu schaffen. Anton Oolazel versuchte nun das Hausthor zu erbrechen, was ihm aber infolge der vereinten Gegenbemühungen der Hausbewohner nicht gelang. Da Anton Odlazek leine Ruhe gab, erbot sich der im Hause befindliche Freund desselben. Michael Trost. Odlazek nach Hause zu bringen. Kaum herausgekommen, versetzte der Angeklagte Trost dem Odlazek mit einem Stocke einen Hieb auf den Kopf, fo dass dieser zusammensank nnd in einer Viertel» stunde seinen Geist aufgab. Trost gesteht die That ein. Die Aerzte bezeichneten den Gesundheitszustand des Odlazek als einen vollständig derouten. dessen Lebens« dauer wäre nur eine sehr kurze mehr gewesen. Die Ge« schwornen (Obmann Herr Laßnik) verneinten einstimmig die Schuldfrage, und der Gerichtshof sprach den Angeklagten Michael Trost frei. Am 16. Dezember nachmittags war der 34 Jahre alte Bauernbursche Johann RoHanc aus Märtensbach bei Zirkniz des Verbrechens des Todtschlages angeklagt. Der Angeklagte half am 16. September d. I. im Ver« eine mit mehreren anderen Burschen auf der Dreschtenne des Grundbesitzers Coetko beim Hirse Nustreten. Unter den Burschen befand sich auch Mathias Modic, welcher eine Mundharmonika bei sich hatte und diefelbe zuerst dem Bauernburschen Avigelj lieh. welcher sie nach einiger Zeit dem Angeklagten Rotzanc gab. dass er auf derselben zum Tanze aufspiele. Als Modic, der nach Hause gehen wollte, vom RoZanc die Mundharmonika zurück» verlangte, entstand zwischen beiden ein Streit, und der Angeklagte No^anc versetzte mit einem an einem Strick angebundenen Hammer zum Steinklopfen dem Modic mehrere Hiebe auf den Kopf. Infolge dieser Verlehun» gen. welche zumeist schwere waren, ist Modic am 29sten September d. I. im Laibacher Civilspitale gestorben. Rozanc leugnet nicht. Modic geschlagen zu haben, der ihn angeblich bedrohte, jedoch nur mit einem bereits gespaltenen Dreschflegel, nicht aber mit einem an einem Strick angebundenen Eisentheil. Die Geschwornen (Ob« mann Herr Laß nil) bejahten die Schuldsrage einstim» mig. und der Gerichtshof verurtheilte den Angeklagten zu vier Jahren schweren Kerkers, verschärft mit einem Fasttage in jedem Monate, Dunkelarrest, hartem Lager und Einzelnhaft an jedem 16. September. x- — (Landschaftliches Theater.) Wie wir es in der gestrigen kurzen Besprechung der „Iauber-stöte" bereits constatierten, war auch die heurige Auf' führung diese» unvergänglichen Meisterwerkes eine recht gute. und erzielten fast alle darin Neschäitigtm die ver- diente Anerkennung ihrer insgesammt braven Leistungen. Dies gilt natürlich insbesondere von den Trägern der Hauptrollen: Herrn Gottinger (Paftageno), Herrn Oswald (Tamino). Herrn Haschlowetz (Sarastro) und den beiden Damen: Frl, Emerich (Pamina), Frl. Atzger (Königin der Nacht). Frl Emerich ent. zückte die Zuhörer auch diesmal wieder mit ihrer brillanten Höhe, und brachte ihre sämmtlichen Lieder, Duette, kurz jede Note ihrer Partie glockenrein und mit durchdachtem Vortrage zu Gehör, insbesondere gelang ihr das Duett mit „Papageno": „Bei Männern, welche Liebe fühlen"; dass ihr schöner Gesang auch stets von einem leb» haften Mienen« uno Geberdenspiel begleitet ist. ist ein großer Vorzug dieser ousgezeichneten Sängerin. Fräulein Atzger war auch sehr gut disponiert, und es sang die so überaus jugendliche „Königin der Nacht" ihre schwierigen Coloraturarien recht rein und sauber; beide Damen hatten auch äußerst geschmackvolle Toiletten gewählt. Herr Oswald sang und spielte den „Tamino" sehr lebhaft, war gut be» Stimme und trug insbesondere das Lied „Dies Bildnis ist bezaubernd schön" stimmungsvoll vor, ebenso die Duette mit „Pamina." Herrn Got-tingers „Papageno" haben wir ebenfalls schon in der ersten Recension nach Gebür gewürdigt, und wir können daher blos das bereits Gesagte wiederholen: Es war eine einheitliche, sehr anerkennenswerte Leistung, die beste, die wir bisher von dem stimmbegabten Sänger hörten. Seine Laune war brillant u»d infolge dess.n erzielten auch alle seine Scherze die gewünschte Wirkung. Wir kommen bei dieser Gelegenhet noch einmal auf die schönen Kranzspenden zurück und bemerken, dass die eine derselben, ein großer Lorbeerkranz aus Graz, besonders pompös ausgestattet war, es schmückten den« selben drei Schleifen (grün, weiß, blau), deren eine in Silberstickerei die Aufschrift „Paftageno" wies. sowie die beiden anderen die Buchstaben C. und L. in Gold. Herrn Haschloweh können wir gratulieren zu seinem Erfolge, denn auch ihm trugen feine mit Würde und richtigem Verständnisse der Composition vorgetragenen Arien: ,.O Isis und Osiris" und „In diefen heiligen Hallen", mehrfache und verdiente Hervorrufe ein. Die drei Damen (Frl. Weuh, Frl. Wille und Frau Wall« Hof) wirlten verdienstlich, fowie die drei „Knaben" (Frl. Karoly, Frl, Gerra und Frl Heim) nichts verdarben; es ist für Nichtopernkräste fchon ehrenvoll, in einer Mozart'schen Oper überhaupt mitwirken zu können! Frl. v. Wagner sah allerliebst aus als „Papagena", brav war Herr Paul mann als „Mononstatos". Das Orchester hielt sich tapfer, was man vom Chor der Priester nicht behaupten kann; wo war der geheimnisvoll klingen« „sollende" Beginn der Chöre, wo da» mächtige Entsalten zu brausender Stärle? —i— — (Literatur.*) „Das Parlament". Die erschienenen Hefte 9 bis 14 dieses Sammelwerkes über die politischen Persönlichkeiten Oesterreich-Ungarn» in Wort und Bild. herausgegeben von Adolf Eckstein (Wien. Getreidemarlt 10) enthalten die künstlerisch ausgeführten Porträt'Lithographien und authentischen Biographien der Herren: Leopold Harmer. Karl Hladil, Fürst Ferdinand Kinsky, Dr. Valerian Waygart. Graf Ernst Hoyos» Sprinzenstein, Graf Ladislaus Koziebrozki. Cduard Uhl, Dr. Dominik Vitezii. Dr. Michael Ritter v. Gnoinsti. Anton Josef Peitler, Prinz Emerich von Thurn und Taxis, Dr, Kasimir Ritter v. Grocholsli, Johann Ku« luljevit - Salcinsli. Johann Heinrich Steuoel, Dr. Franz Iunterer. Dr Stefan Apathy, Karl Georg Schindler, Paul Schürer, Dr. Johann Ritter v. Zolta, Karl Klun, Dr. Victor Mlady. Josef Pöck, Thaddäus Romanovicz. — („Centralblatt für das gewerbliche Unterrichtswesen in Oesterreich".) Se Excel« lenz der Herr Minister für Cultus und Unterricht hat sich bestimmt gefunden, vom Oktober l. I an die Her« ausgäbe einer im Ministerium für Cultus und Unterricht redigierten und im Verlage der Beck'schen l, k Hof» und und Universitäts'Vuchhandlung (Alfred Holder) erscheinenden Zeitschrift zu genehmigln, welche den Titel führt: „Eentralblatt für das gewerbliche Unterrichtswesen in Oesterreich". DieseT Blatt hat die Aufgabe, alle ein« schlägigen legislativen und administrativen Verfügungen zu verlautbaren. baS reiche Ml'teriale der SitzungS« berichte der „Eentralcommission für Angelegenheiten des gewerblichen Unterrichtes" weiteren Kreisen zugänglich zu machen, authentische Daten über alle für die Gründung. Organisation und Entwicklung der gewerblichen Lehranstalten in Oeste^eich belangreichen Momente mitzutheilen und wichtigere Personalverändcrungen anzuzeigen. Dasselbe wird auch über die commerciellen Lehranstalten Mittheilungen bringen. Hierdurch soll einerseits der Fach» mann in die Lage verseht werden, sich über die Orga< nisation und den Stand des gewerblichen Schulwesens in Oesterreich sowie über die bei der Gestaltung desselben maßgebenden Principien zuverlässig und eingehend zu informieren, anderseits soll im Publicum jene Vertrautheit mit der Bedeutung des Gegenstandes, jene Würdigung der leitenden Grundsätze und Motive, sowie jene Kenntnis der Einrichtung der Gewerbeschulen, ihrer Aufgabe und ihrer Forderungen herbeigeführt werden, welche einen wesentlichen Factor für das Gelingen der * Alles in dieser Rubrik Anqez^qte 1st zu beziehen durch die hiesige Buchhandlung Jg. v. Kleinumyr He Fed. Äamberg. Reform auf diesem Gebiete bildet. Das „Centralbsalt" wird sich in der Regel in folgende vier Hauptgruppen gliedern: I. Sitzungsberichte der Centralcommisfion für Angelegenheiten des gewerblichen Unterrichtes. II. Gesetze, Verordnungen und Regulative (Statuten, Lehrpläne, Prüfungsvorschriften, Instructionen, Approbation von Lehrmitteln u dgl). III. Schulnachrichten (Jahresberichte, Gutachten, einzelne Mittheilungen aus Ilispec-tionsberichten, ferner aus den Protokollen der Inspec« torenconferenz. statistische Materialien, AusstellungS-berichte. Studienreisen der Fachlehrer, fachmännische Abhandlungen :c). IV. Personalien (AnSzeichnungen, Ernennungen, Sterbefälle). Das Blatt wird periodifch (in Zwischenräumen von etwa zwei Monaten) in vier bis fünf Druckbogen starken Heften, deren je vier einen Band bilden, erscheinen und lostet pro Band 4 st. Die Pränumerationen werden von fämmtlichen Buchhandlungen fowie direct bei der obigen Verlagshand« lung (Wien. I., Nothenthurm-Straße Nr 15,) entgegengenommen. Neueste Post. Original-Telegramm dkr „Laib. Zeitung." Berlin, 20. Dezember. Die „Nordd. allg. Ztg." kommt auf den bekannten Artikel der «Moskauer Zeitung" zurück und bezeichnet es als erfreulich, dass jene Zeitung die öffentliche Meinung in Russland aufklärt. Das herzliche Entgegenkommen beim Empfang? Giers entsprach den nahen persönlichen Beziehungen der Staatsmänner beider Reiche und war auch der natürliche Ausdruck der Beziehungen beider Cabinette. Wien, 20. Dezember. Einzelne Commissionen des Herrenhauses werden trotz der Weihnachts-ferieu ihre Verathungen nicht unterbrechen. Insbesondere gilt dies von jenen Commissionen, welche sich mit Angelegenheiten dlinglicher Natur zu befassen haben. Die zur Vorberathung der Gewerbegeseh.Novelle eingesetzte Commission hat sich bisher noch nicht consti-tuiert, dürfte aber zu diesem Vehufe schon in den nächsten Tagen ein Sitzung abhalten. Trieft, 20. Dezember. (Presse.) Oberdanl wurde heute morgens 8 Uhr 30 Min. hingerichtet. Die Execution wurde vom Scharfrichter Willenbacher aus Wien vollzogen. Kandel und Volkswirtschaftliches. üaibach. 20, Dezember. ?Iuf dem heutigen Marlle sind erschienen: I!< Waffen mit Welreibr, 7 Waaen mi< Heu und Stroh. 24 Wagen und 4 Schiffe mit Holz (4b Cubilmctcr). Durchschnitts.Preise. Mlt,° Vlss,,- Mlt.. Hg5.'. st.l lr, ft. "lr,, fi,,ll. f!.,ri. Weizen pr.heltollt. 7 47 8 95 Vutter pr. Kilo . - W-j— Korn . 504 5 73 Eier pr. Stück . . - 3 -,— Oerste (neu) . 4^39 4 78 Milch pr. Liter . - 8 — haser , 2 9« »27 Rindfleisch pr. Kilo 56 — halbfrucht , -^ 6 l»0 Kalbfleisch . —4g------ Heiden , 4 23 ü9!l Schweinefleisch „ — 46 — birse . 4 87 5 20 Schöpsenfleisch - 28------- Kukuruz „ 5 60 6 ^ha'hndel pr. Stuck — :i5 — Erdäpfel 100 Kilo 2 77-------Tauben „ - 1« Linsen pr heltolit. 8----------heu 100 Kilo . . 3 03 -Erbsen . 8-------Stroh » . . i!t!7 Fisolen „ 9-----------holz. hart., pr, vier Rindsschmalz ssilo — 96 — - Q.-Meter-------7 — Schweineschmalz ^ — 88 — — weiches, „ - — 450 Speck, frisch „ - 70------Nein. roth.. lOOLit.-------20 -— geräuchert, — 80 — — Weiher . -------18 - Anftekommene Fremde. Am 111. Dezember. Hotel Stadt Wien. Iungingcr. l. l. Militär-Rechnung«» Official, Graz. — Schmidt, Villach. Laurii. Realitäten- besiher sammt Frau. Rakel. — Fuchs. Gutsbesitzer, Ober» gürtschach. - Wciringer, Reisender, Wien. Hotel Olefant. Candolini, Privat. Wien. — Fracaucr, Auch« Händler. Brcslau. ^ llalbach. Kausm., Stuttgart. — Nagy, v. Schmidt und Arledter, Ingenicure, Marburg. — Prasch» niler. Gutsbesitzer, Stein. Mohren. Petruschmgg. Klagcnfurt. — Tllrl. Privatier, Fimne - Novnl. Student. Wien. — Perlo, Kfm., Unterlrain. Verstorbene. Den 18. Dezember. Anna Kristan. Schncidcrslochter, 9I, 6Mon.. Rümerstrasze Nr. 19, Lungen undDarmwbcrculosc. Den lUDczember. Georg Kosmerl, pens. Pfarrer, 91 I., Kuhthal Nr. 11. U»lHumuu »unili». Theater. heute (gerader Tag): Canncbas. Komische Operette in einem Auszüge nach einem französischen Snjet. Musil von Franz v. Suppi. — Diesem geht vor: Recept gegen Schwiegermütter. Lustspiel in einen» Auszüge nach den» Spanischen des Don Manuel Juan D'ana von Dr. Fastenrath. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. ?U.Mg. 745^77 0 «elb Ware Slants Nnlehe«. «ottNKnte....... ?5 ?s< ?K 9l Gilbert«!«....... 7«50 ?« «<> l»l>4»l <"/, Staatslosl . »50 fi. »7 ?b :,» »5 »8m«r 4°/, aanz« 5on , iz» — l«9 70 l8«0ci «»/, ssll«< „ INS 75 »«7 «5 >8«4« „ . . 20 „ I«6 — ls,7 — somv'Ncliteiischtlne . per St, <0 — <2 — <°/, 0>:ft. Voldrentt. fteunjiei . »4«.^ »< bn Vefterr, iNotcnrentl, stcuerftt« , «» »» üe 10 ^>/, Ocft. Schahschlin«. rü«l,ahl» bar 188«........ — — - — Nn», Voldr«n«e «"/, .... 117 80 118 — . <«/,.... 845« 84 ?<, „ Paplerrentc »«/......83 «i 85 80 , «lftlid,.«nl, 1i!<'fi, ö.w.S. 133 »0 184— „ Qftdnh» Plioritälen . . 8« 1b 88 40 «, Staal».ObI, (Ung. 0fil>) — — ,,o — , „ vom I, 187« 9» 25 n» 50 , PtHmien-Nnl. k looft.ö.W. li« 75 N3 25 thtih<««g,.Voft <"/° llX)fi, , . io? 7«: 1W in Grundentl. - Obligationen (sül >oo fi, aalizilch«.......»7-bo 9» - »«/« mährllcht.......,o<, - il.4 bl. 5°/« niebtlöfierrlichlsch«. , . .104 50 1« — l>°/, obnöfitlreichifcht . , . . 104 50 —'— »»/, fteirische.......,0,— I« — 5°/« lroatisch« Ullb slavonisch, , 9» — 10« — «ll^ wa« «»/, fiebenbillssische.....»? »5 »8 — 5»/„ Tcme»var«Van»ter . . »7K(, l«8 5«/, ungarische......9?b0 »8 — Nndere össcntl. Anlehen. Dc>nau.Nen,'l!o"/„ ,0N sl, . II» 7K !,<»,> dto. »lnlcihe 187», fteuersrei , 10« s>0 in» l,(< «lnleben d, GlaNgemembe Wien 10"» 7l> io> 75» «nlehen d, Gtadtnemeindc lvien (Silber oder Gold) . . . .-------— - Priimien.«nl.b.Stabtzem.»bi«n 1«« 75 1«3 lb Pfandbriefe l> dto. in 50 . „ 4«, . 9» »0 9« z<, dto, Plämicn.Schulbvcrschl.»»/» »9 00 v» 5><, Oefi. Hhvotbelcnbanl I0j. 5'/,°/° '00 5c ,l.i s.l, 0tfi..ung, Vanl Verl. 5°/, . . 100-9« ici l>,. dlo. „ 4>/,«/n. . 9? 10 9» x5> bto, „ 4°/, , . 93- 98 15. Ung. allff.Vobencrcbilülctiengcl. in Peft in 34 I. vcrl. 5>/,«/» . — — — — Pri«ri<äts. Obligationen. . «llisabelb'Wcftbahn 1. «milflon 98 »5 98 s>0 sttlt>i«c>!!d<<'Vti)idb»hn in Eilb. 1l<4 76 I0f> 5«, ßianz ^°j.<'Bal>n.....101 30 101 55 Galizischc ^larl' Ludwig. Vahn >tm, >»<81 ,10U ft, S, 4 >/,»/,, . 9»'»0 »970 «tl>> warf Oesteri. N»rd»efibahn . . . . ><,i »c in» — GiebenbOlger.......N, — >«0 ls> k!aal«dabn I, Vmisfion . . . ,?s> 75 ,7« 5< Stiddahn ^ »«/«......>«» no i»4 — « ^.^"/°......<1s - ,18 3c N»«..«all, V»h,.....«H70 «>,<> Diverse Lose (p« Sl«<«50 Osener i'ose 40 sl...... ^ ^ ,9 ,,» Palffh.^osc 4« N...... ,<^, ,^_ Mul'Kls.fol« w fi...... „ ^ ,,50 SlllM.t'ost 4« fi......zz.^l, — — Sl.Ocnl,!«'»'»!« 4«ff.....^,._ ,7.^ Waldftcin i'?l!' »n sl.....,7.^ ,750 Windischnräh.l'ose «> ft. , . , ,g ^ z,... Vanl Nctie» (per eeüt). «nssw'0lNtrr. Vans I»« fi. . , ,i« — II« »<> Banl.Gc!cll!s. i»o fl. ^7, 5^ zi7« 8» elb!,nl oft. !i««ft. G. «,»/,«. ^.^ _.__ Oefterr..Ung Vanl.....«»7 — «50 — Unionbanl 10» fi......,09?l li^ — Verlcvr»t>a«l NN^. 140 N, . ,„ z,z ,»9 7b Nctien von Transport Unternehmungen (per «tils, «N,l«cht«»»b» «« N Silder — — — — «l« ^ahnllnyfi.Gilb i«z 7b l»4 50 »usNa,.Tevl.«t'!,'!ib »ooil.LVt---------------- Vöhm. »tor^bahn 15« N, . , i,y — i««, .. „ wessbab" »0« ss. . , »»2 — »85 — Buschtiehlaber «ill« .«0 N. «Vt---------------- , DomvNOiftahN . Gcs. «Deftelr. 5W»! 2M.....57» — 575 — Dl»».0 fi. HM. . . ,0N 50 «07 5» „ ^in,«>ftut>»ei« »00 1. . . »«7 0 1«» >.<. „SI,l>.«lirol.III.L.iu?»«00fi.O 17» — i?», -sserdinanbs.Noreb. I<»<>0 ». «M «««!>. ., str»n»'IoIe<>Vahn »uo fi. Silb ,«„ k„ 1«^ MnMrcheN.VHrclerVis.zonfi.S «,^ ^« „« ,,,, Galz.Küll.i'ildwig.V »uoN, u««l. G. ,tb zz 140 7b »t!»0 fi ö W. . ,«5 — ,««-z?l°vt>. öft.'UNg.. Trie« 50CN «ii.'.'. «'., — »l.n — Oeflerr, iNoldv.tNb. lf»N fi. Gilb, ,»« s.0 19? bc. bt«. <»» «) lluu N. Silier , „z —>«,8 »>s> Pra,«Dufrr Lisenb. >5>ui!. 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Haupttreffer: bar 10 000 Gulden oder 1750 Ducaten. 4. Haupttreffer: Halsband und Ohrgehänge mit Brillanten, Wert 10 000 fl. Vier Treffer: (Joldschmuck mit Hrillanten und Perlen im Werte von je 5000 fl. Fünf Treffer: Diverse SchmuckKe^en.stände im Werte von je 3000 fl. 987 Treffer im Weile von je 1000, 500, 300, 200, 100, 50 und 25 Gulden. Zichiiiig am 5. Januar 1**3. Preis des Loses 5O Kreuzer. Bestellungen unter Beifügung ron 15 kr. für Postportospesen sind zu richten an die pg™Ä2 Lotterie-AbtheüunR der Triester Ausstellung p.JSÜsU WKT Wegen Uebernahme des Loseverschleisses wende man sich sofort an vorstehende Adresse. "VI Lose sind zu haben in Laibach bei der löbl. krainiachen Escompte Gesellschaft, J. C. Luck-mann, Ed. Mahr, Joh. Ev. Wutschers Nachfolger. (&m> 12 b I -^ °^"S Q. o> w S i do ^i^» fa 'S3 d HViSl», l«l9) 10-10 k. li. Illllll^pr. l^lupoil-^tjlili. Petroleum-Lampen«Luster in reichster Auswahl. Niederlage in WIEN. Stadt WrihbiirffffHsse 1. 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