^«^3^>> Hamstag ^ den 14. August 1830. (Lützow's »vilde Jagd.) >"2j <2rn^,ej is ßojsclll lo v' luu^n 1>1l^Iil? ^8Iium blisliej !>ijs na vlliela. ^5ein 6o1i l« v' verltali tamuili äervi, kojojc» roZovi trobeuta t»u^i, lle lllilka v' porlili le ltrela. 2!in ^»ra^Iia ^Iierue ^unal^e li.c1, ^8« vltavi triuoß 52 voäaini, Iu rellion dit,' luilii, ko ßrom perlet», .80 ver5l»ejc> v' voclc», iu pluvZ^c» ti I^ilov2 ltrelii lilui, ^reäersui lo tä. Ii.aj ML2K0V roL^iauj« ^oweni? lluota je proll-alti il^ru, in Icoj ,3« vskiza v' l^orvavim plameui.. 2!ie ^iralkH xl^oruo 1»,«^ui^e ^c!ü, K,clo zäilia t»in, ^emi^e c><1 loli?.2 liovc», 8preniiu^2 lruert, Ü22, 52^>er2 o^ü, ^8oj ^»roltolt is lmeit,i isvira. Äie pia^Iia kliern« luorlixlio I^llü, I^l2ov» ltrei^i Lilui, ^reclersni lo tu! ?c» uellllli^ili je streliov tro^> Ltrasii2N, kadeiue «atret' iu tiraue. Xc!6r Ijubi unl, ta naj uo Iioci'odzlilllvan, Desiieiil je ^rolt», uu^oxliii je llan, - kelkile lo llueit,ue jc> raue. 8üta Ul>j oä vnu1i.a lio vnuk.2 llovl, Dr. p. —^-----^-----^ ,.,--------- Nn ver Veresin». (Nach dem Französischen, von E. Spindler.) Der Marschall Victor hatte am 28. November 1812 gegen 9 Uhr Abends die Höhen von Studziantza, die er den ganzen Tag über vertheidigt hatte, verlassen, und nur noch 1000 Mann dort aufgestellt, die bis aus's Aeußerste die noch bestehende Brücke über die Beresi-na beschützen sollten. Diese Nachhuth that das Unmögliche, um eine Menge von Nachzüglern zu retten, die, vom Frost gelähmt, die Bagage der Armee nicht verlassen wollten; aber der Heldenmuth von Victors 120 Soldaten war unnütz verschwendet. Das ausgeloste Heer, das in schweren Massen die Ufer des Stroms überschwemmte, fand daselbst unglücklicherweise die unermeßliche Menge von Wagen, Karren und Vorräthen aller Art, welche das Centrum der Armee hatte zurücklassen müssen, bei dem Uebergang uom 27. und 28. November. Die Nachfolger der bereits glücklich jenseits Geflüchteten sahen sich plötzlich im Besitz von nie geahnten Reichthümern. Ihre Thatkraft war durch Kälte und Elend vernichtet, und Ruhe., ein Schlaf von wenigen Stunden das einzige Bedürfniß, der einzige Wunsch dieser Unglücklichen. Darum quartirten sie sich in die leeren Bivouacs ein, errichteten Hütten, machten Feuer an mit allem, was ihnen unttr die Hän« de siel, verzehrten die Leichname der Pferde, deckten sich mit dem Tuch oder dem Lcder zu, welches sie von den Wagen und Karren raubten, und schliefen, statt ihren Weg fortzusetzen, und ungestört zur Nachtzeit über die Veresina zugehen. — Die Apathie dieser armen Soldaten läßt sich ganz nur von denen begreifen die jene weiten Schneewüsten durchschritten haben, de-5?n Getränk, deren Bett, deren Nahrung seit mehreren Tagen nichts als Schnee gewesen. Gefrorne Rüben, eine Hand voll Mehl oder ein Stück Pferdefleisch waren schon beneidenswerthe Leckerbissen. So gelangten also die Verspäteten, durch Hunger, Durst, Müdigkeit und Jammer erschöpft auf dem Uftr an, wo sie Holz, Lebcnsmittel, Feuer, Hütten —? kurz Obdach und Nahrung fanden. Das Dorf Studzianka war von Grund und Boden aus zerstückt, und auf die Ebene heruntergebracht worden. Mit den Trümmern, die das fliegende Heer zurückgelassen, bildete es eine improvisirte Stadt; eine Stadt des Gräucls, aber immer noch besser, als die !Auc getränkten Eisfelder draußen. Dieses weite Lazareth , wo der stille verbissene Schmerz vorherrschte, dauerte zwanzig Stunden iang. Seine Bewohner, obschon in ungeheurer Anzahl, theilten ein Gefühl: Eckel vor dcm Lcbcn, und Drang nach Ruhe. — Indessen beschoß der linke Flügel der Russen unaufhörlich diese dunkle im Schnee weit verbreitete Masse; aber die niederfallenden Kugeln kümmerten dic Halberfrorncn nicht,, Sie verachteten den tödtenden Strahl des Geschützes, weil er ohnehin höchstens auf Kranke und Sterbende treffen konnte. Unaufhörlich kamen neue Schaarcn von Nachzüglern an; wandelnde Leichen, die von Feuerstell.: zu Feuerstelle einzeln um einen Platz bettelten, meistens mit Gewalt zurückgewiesen wurden, sich dann von neuem vereinigten, und ein Obdach zimmerten, um eine Nacht darunter zuzubringen. Taub gegen die Stimme einiger Offiziere, dic ihnen den Tod am nächsten Morgen prophezeiten, verschwendeten sie also den Nest von Muth und Kraft, brin- gen können. Die Furcht vor dem Tode schreckte sie nicht aus ihrem Stumpfsinn, denn sie konnten ja eine Scunde lang schlafen, bevor sie starben, — Dieses ging noch alles gut, so lang noch Holz, Feuer, Leinwand und Nahrung zu sinden war; bald aber hatte alles seinen Herrn, und um den Besitz brachen hin und wieder Kämpfe aus^ worinnen die Schwächeren unterlagen. Die Letzten, die da kamen, fanden nichts mehr für sich übrig, als den Schnee, und legten sich darein, um nie wieder davon aufzustehen. — So hatte sich unmerklich die Masse von Menschen dergestalt bleiern und erschlafft, aber immer noch furchtbar durch ihre Anzahl, dem Marschall Victor selbst in den Weg gelegt, daß er sich mit 5000 Mann, die er noch über die Veresina dem Kaiser zuführen konnte, mit Gewalt hatte durchschlagen müssen, ohne Rücksicht auf Landsmannschaft und Unglück. Aber die Elenden ließen sich lieber zertreten, als daß sie nur dem Truppencorps ausgewichen wären. So starben ihrer Viele, und dachten nicht mehr an Frankreich, und ihr letztes Lächeln galt dem auslöschenden Feuer neben ihnen. Der Marschall Victor erreichte erst um 10 Uh« in der Nacht das jenseitige Ufer mit den SeinigenZ Ehe er nach 3'embin vorrückte, vertraute er das Geschick seiner tapfern Arrieregarde den Händen des Generals Ebl^. Gegen Mitternacht verließ dieser unerschrockene Führer seine kleine Hütte neben der Brücke, und, von einem einzigen much gen Offic'er begleitet, nahm er das seltsame Lager, das sich zwischen dem Ufer der Veresina und der Straße von Borizof hin dehnte, in Augenschein. Das russische Geschütz schwieg; unzählige Feuer, deren Gluth der ringsumliegende Schner, abdleichte, beleuchteten hie und da Gestalten, die kaum mehr etwas Menschliches an sich hatten, 50,003 Un^ glückliche, von allen Nationen, die Napoleon auf den 'russischen Boden hingeworfen hatte, standen hier zusammengedrängt, und wagten ihr Leben mitdersium-pfesien Sorglosigkeit. — «Das alles muß gerettet werden!" sagte der General: »Morgen früh sind schon die Russen Meister von Sludzianka, und die Brücke muß im Augenblick ihres Erscheinens- in Rauch aus-gchcn. Muth also, mein Freund. Dränge Dich durch bis zu dcr Anhöhe. Sage dcm General Four-nier, daß er seine Position zu verlassen, und sich Luft bis zur Brücke zu machen habe. Wenn er sich in Marsch gesetzt hat, wirst Du ihm folgen, und von einigen rüstigen Leuten unterstützt, ohne Mitleid alle diese Hütten, Karren und Wagen niederbrennen. Jage diese ganze Menschenmenge auf die Brücke! zwinge Jeden, der noch gehen kann, sich auf das jenseitige Ufeo z" flüchten. Der Brand ist jetzt noch unser einziges Net- 13l tungsmittel. Wenn Berthier es schon vorgestern zugegeben hä'tte, so hätte der Strom keine Seele verschlungen — als meine arme Pontoniers; fünfzig Helden, die das Heer gerettet haben, und die man vergessen wird!« Der Adjutant ging weg, und hatte kaum hundert Schritte gemacht, als der General Ebl6 mit fünf oder sechs seiner Soldaten schon die der Brücke am nächsten stehenden Vivouacs in Vrand steckte, und die faulen Schläfer zwang, über die Veresina zu gehen. — Indessen gelangte der Adjutant nicht ohne Mühe zu dem einzigen hölzernen Haus, das in Studzianka aufrecht geblieben. Ein Officier stand davor und hieb mit seinem Säbel in die Baumstämme, woraus es verfertigt war. «Ist die Baraque voll, Kamerad?« fragte der Adjutant. «Mußt sehr geschickt seyn, um noch Platz zu findenj« antwortete der Officierohne sich umzuwenden oder in seiner Beschäftigung aufzuhören. »Bist Du es, Philipp?« sagte der Adjutant, einen seiner Freunde erkennend. "Jawohl;« erwiederte Sucy, derOfficier: »Und Du hier? ich glaubte Dich schon am jenseitigen Ufer. Bringst Du uns Confect zum Dessert? Du sollst willkommen seyn.« Bei diesen Worten schlug er ein großes Stück Baumrinde vom Hause los, und fütterte da-nnt sein neben ihm stehendes Pferd. Der Adjutant meldete, was er hier zu thun habe, und als Sucy von dcr Marschordre hörte, rief er: «die Neuigkeit macht mir warm. Ich habe zwei Freunde zu retten, ohne die ich schon todt wäre. Denn um ihretwillen allein pflege ich noch mein Pferd, statt es zu schlachten. Aber, Freund, hast Du nicht vielleicht eine Kruste Brod in Deiner Tasche? seit dreißig Stunden habe ich nichts zu mir genommen; dagegen schlug ich mich wie ein Verzweifelter, um das bischen Wär-me und Muth das mir übrig blieb zu erhalten.« «Ich habe nichts, armer Philipp; wo ist aber der General? in diesem Hause?« »Gehe nicht hinein! unsere Verwundete liegen in dieser Scheune. Steige auf jenen Hügel, Du wirst zu Deiner Rechten eine Art von Schweinstall sehen; — bort kampirt der General. Adieu mein Alter. Wenn wir uns jemals in einem Salon zu Paris wieder singen sollten —« ' ' Er vollendete nicht, denn ein tückischer, eisiger Zugwind blies so scharf über die Höhen, daß der Ad-lutant davon eilte, um nicht das Gesicht zu erfrieren. Stille trat ein, nur unterbrochen von den lauten Kla--Len der Verwundeten, und von dem dumpfen Knirschen, womit Sucy's Pferd die gefrorne Baumrinde zermalm-te- Der Major steckte den Säbel in die Scheide, faß-te rasch den Zügel des kostbaren Thiers, und entführ- te es, trotz seines Widerstandes, von dem erbärmli< chcn Futter, womit es zufrieden schien. „Marsch, marsch, Vichctte! Du nur allein, schönes Pferd, kannst meine Julie retten! vorwärts darum! wir dürfen später ausruhen; nur jetzt halte aus!« Kaum halte dcr Major sich auf 500 Schritte entfernt, als er ein stark loderndes Feuer auf der Stelle wahrnahm, wo er am Morgen unter dem Schutze eines alten unerschrockenen Soldaten einen Neisewagen zurückgelassen hatte. Eine fürchterliche Ungewißheit bemächtigte sich seiner, und er eilte was er konnte, einem Erdaufwurf zu, hinter welchem er vor den feindlichen Kugeln eine junge Dame, die Gefährtinn seiner Kindheit, sein theuerstes Gut aufErden, geborgen hatte. — Der Reisewagcn stand noch da, aber unfern hatten sich ungefähr dreißig Nachzügler um ein großes Feuer versammelt, welches sie mit herbeigeschleppten Pulverkarrcn - und Lavettentrümmern unterhielten. Diese Soldaten waren ohne Zweifel zuletzt angekommen, und hatten wahrscheinlich, von Hunger und Verzweiflung getrieben, den Neisewagen mit Gewalt durchsucht, denn Julie und, der alte General, ihr Gatte, die in Mäntel und Pelze gehüllt, im Innern des Wagens verblieben waren, saßen in diesem Augenblick zusammen gekauert am Feuer. Der Wagen stand offen, und eine Schlagthüre lag zerschmettert zu Boden. — Sobald die Männer bei dem Feuer den Hufschlag des Pferdes hörten, tönte einstimmig aus ihrem Munde der wüthende gierige Ruf: «Ein Pferd! ein Pferd!« Zwei oder drei von ihnen zielten auf das Rosi, mit dem Geschrei: »Fort, Officier! Achtung!« Philipp stellte sich vor sein Pferd, und donnexte ihnen zu: »Ihr Schufte! soll ich euch in euer eigenes Feuer jagen? dort oben liegen genug todte Pferde, holt sie herunter!« »Ein wahrer Spaßvogel, der Officier!« erwiederte ein riesenhafter Grenadier der Garde: „Wirst Du Platz machen? Eins! . . zwei! . . nicht? wie es Dir also gefällt!« Er schoß, und ein weiblicher Angstruf überschrie 'den Knall, l Zum Glück war Philipp nicht verwundet, aber die arme Bichette rang mit dem Tode. Drei Soldaten stürzten herzu, und gaben ihr mit Bajonett' stichcn den Nest. »Kannibalen!« schrie Philipp verzweifelnd: »Laßt mir wenigstens die Decke und die Pistolen!« »Meinetwegen die Pistolen!« erwiederte der Grenadier: «aber die Decke geho"rt diesem wackern Volti-geur, der seit zwei Tagen keinen Bissen über die Zungc gebracht. Wir haben ihn zu unserm General gemacht und er friert schmählich in seinem dünnen Nock.« 132 D Philipp schwieg, da er den Mann sah, dessen Schuhe und Kleider erbärmlich zerrissen waren, und der auf dem Kopf nur eine elende mit Reif überzogene Mütze trug. — Während Sucy die Pistolen in seinem Gürtel befestigte, wurde Vichette bereits zum Feuer geschleppt und zerhauen; die verschiedenen Stücke wurden geschickt abgelöst, und auf Kohlen geworfen, um daselbst zu rösten. Der Major eilte zu Julien, die durch einen Schrei ihre Angst um ihn verrathen hatte; er fand sie unbeweglich auf einem Wagenkissen sitzend und ihre Hände wärmend. Sie sah ihn stillschweigend an und — lächelte ihm nicht einmal mehr zu. Unfern lag der Soldat, der den Wagen vertheidigen sollte, verwundet darnieder. Die Menge hatte ihn überwältigt, und er hatte endlich Theil an dem Naube genom« nien, und sich aus einem alten Stück Tuch einen Mantel gemacht..:Zßo eben rostete er am Feuer ein Stück des Pferdes, und nicht die Schmerzen der Wunde las man auf seinem Gesicht, wohl aber die Freude an dem bevorstehenden Gastmahl. Neben Julien saß auf einem Kissen der General, ihr Mann, der seit drei Tagen völlig kindisch geworden war. Mit trübem trockenem Auge sah er stets in die Flamme, und weder der Schuß des Grenadiers, noch die Ankunft Philipps hatten seine Aufmerksamkeit erregt; nicht einmal das Gebalge um seinen Wagen und die Plünderung desselben. Philipp ergriff die Hand der jungen Grasinn, sitzend auf einem Schneehaufen der langsam am Feuer schmolz und schwieg, und überließ sich selbst, alle Gefahr vergessend, der Wonne, sich wärmen zu können. Noch mehr: er erwartete mit Ungeduld den Augenblick, wo das Fleisch gar seyn würde, welches sein Soldat röstete; der Geruch dieser Speise reizte seinen Hunger, und vor dem Hunger schwieg sein Herz, sein Muth und seine Liebe. Alle, die um das Feuer versammelt standen, beobachteten ein fürchterliches Stillschweigen. Jeder bekümmerte sich nur um sich. Die Gesichter, ohnehin von Frost und Mangel entstellt, waren häusig von einer Maske von Schmutz überzogen, durchfurcht von den Thränen, die häusig und unbewußt flößen. Die unsaubern langen Bärte machten den Anblick noch abscheulicher. Die Kleidung eines jeden Soldaten hatte immer etwas Lächerliches an sich; der Eine hatte sich in Shawls eingewickelt, der Andere in Pferdedecken, oder in gefrorne Lumpen, von denen das Eis geschmolzen herabtropfte. Männer- und Weiberkleider, aus dem Wagen des Grafen geraubt, waren bunt vertheilt, wäh: rend die Diamanten, die Goldbörse und das Silbe^ zeug der Gräfinn unangetastet im Wagen,lagen; ztt' rissene Pelze, verkehrt angezogene Kleider, machten das , abenteuerliche Kostüm von Vielen aus; Einige trugen an einem Fuß einen Stiefel, an dem andern einen Schuh oder Pantoffel. Aber niemand dachte daran, den Nachbar auszulachen. Das Schweigen wurde nur von dem Krachen des Holzes, dem Aufsprühen derFlat«-me, dem fernen Gesumme des Lagers und den Säbel' streichen unterbrochen, womit die hungrigsten Sold«' ten die besten Bissen von der armen Bichette abtrenN' ^ ten. Einige dieser Armseligen, ermüdeter als die, A^ deren, schliefen. Wälzte sich ein Schlafender in ^ Flammen, so zog ihn Niemand heraus; die militä^ schen Logiker hielten dafür, daß den noch nicht Gestol' benen der Schmerz schon an und für sich zur Retilü' de bewegen werde. Erwachte der Unglückliche im FeU^' und ging darinnen zu Grunde, so bedauerte ihn M> , mand; höchstens sahen sich einige Soldaten an, ^ ob sie ihre Sorglosigkeit mit der Gleichgültigkeit del andern rechtfertigen wollten. Sogar die junge Grasig sah zweimal eine ähnliche traurige Scene und blieb lt' gungslos und stumm. (Der Beschluß folgt.) Nie Stauberve ist eines der besten Mn< ! gungs- unv Reizmittel. ! Die Erfahrung überzeugte, daß der Staub vo« den an Farbe und Eigenschaft ganz entgegengesetzte" todten Erdarten das beste Düngungs- und Reizmittel ist, wobei noch der Vortheil besteht, daß dadurch dec Grund für immer nach und nach verbessert wird. Nän^ lich, auf einen zähen, festen Thon-Grund werden Kal^ erde oder Sand, und auf einen lokern Sand- odel trockenen Kalkboden, Thonerde gebraucht. Diese ""s der Tiefe gegrabenen todten Erden werden auf kleine Haufen geschüttet, bleiben so durch mehrere Woche" liegen, und wann ihre Erde dann ganz ausgetrocknet isti so wird sie zu feinem Pulver gestossen und aufden Grunb ausgestreut. Eine solche Erdmischung leistet bessert Diensie, als Kalk, Mergel oder Gpps, und ist tvoh^ feiler. Die Kraft wird noch vermehrt, wenn die tod^ Erde vor ihrer Pulverung im Ofen gebrannt wurb^ Vorzüglich wirken jene Reizmittel auf die Blättert ne; und werden sie der Erde beigemischt, so muß bies^ bei oder nach der Aussaat seicht auf die Erdoberfläche durch deren Bestreuen geschehen. Nevatteur: M. Vav. Heinrich. Verleger: Dgnaz M. Vvler v. RleinmsVr-