M RR« SsMtag, dm IS. Septemver 1872. Jahrgang. Die „Marburger Zeituna" erscheint jeden Sonntag. Mittwoch und Freitag. Preise — fi!r Marburg: ganzjährig 6 fl., halbsthrig 8 fl.. vierteljährig 1 fl. 50 kr; für gustellu«« _int Hau» monatlich Z0 kr. — mit Poswersen^u.g: ganzjährig 8 fl., halbjährig 4 fl., vier^eliährig 2 fl. ZnsertionSgebühr 6 kr. pr. gelle. Mtertands-Lieöe, Wotksöildung und Wolksweyr. Morbursi, 14. Seplembrr. Als Rechbauer von riner Abordnung der Grozer Militärpcnsionistcn ersucht wurde, ihre Petition an die Delegationen, betreffend Elhöhu»»g deS RichegkhaltcS Vorzulegen, erklärte er. daß ir kein Vertheidifler dlS daß dieseS nur b«i Patriotismus und Volksbildung durchführbar sei, welche in Oesterreich zur Stunde noch fehlkn. Ja! sie fkhlen noch! Wer aber trägt die Hauptschuld? Wer anders denn, a!S daS slrhcnde Heer und daS politische System, welches dieser Stütze nicht entbehren will, nicht eutbeliren kann Ttbt unS Patrioten und ein gebildetkS Volt und wir schaffen daS stehmde Heer ab. errichten die BoltSwehr — sagt Rcchbauer; wir aber ent-gegmn: Hkbt di,scs Heer auf und ersej^t dasselbe durch die VolkSwetir und Patriotismus und Volksbildung find in Oesterreich nicht mehr unbekannte Wir finden hier dasselbe Frage- und Avt Wortspiel, wie unter dem reaktionären Bach zwi schcn den Bertheidigern und Gegnern der Verfassung. ES mangelt an Patriotismus und Volts bilduug und darum ist eine!!!?crfafsung noch nicht zuläffig — heuchelten die Reattionäre; schafft unS verfassungsmäßige Zustände und Patriotismus und VoltSbildung werden nicht mehr fromme Wünsche bleiben — entgegneten die Freunde der Verfassung. Und dics< Wahrheit tann auch heute Niemand bestrei-ten und hatte sie gelviß im staatlichen Leben Oesterreichs sich schon als solche geoffenbart, war' unsere Verfassung bester, entspräche sie mehr dem VoltS« rechte. In der Entwicklung eineS VolkeS muß vor Allem angestrebt werden. ivaS daS dringendste Bedillfniß desselben erheischt. Wer dieses Be-dürfniß kennt, wird rasch und mit größter Bestimmtheit vorschlagen: Elleichtert die Steuern — vermindert in sühltiarer Weise den HeereSaufwand ! Der gemeinsame Kriegsvoranschlag für 1973 fordert eine Steuer von siebenundneunzig Mill. Gulden. Eine Volkswehr von einer Million Wehrmänner. wie sie sein muß; »vohlauSgerüstet und geübt — eine solche Wehr braucht jährlich nicht mehr als siebzehn Millionen Gulden. Hätten wir also kein stehendes Heer, sondern bloS eine solche Voltswehr, dann tonnten wir in dem einen Jahre 1873 allein ganze achtzig Millionen Gulden ersparen. Ob die Steuerträger und die Wehrpflichtigen aufalhmeten — ob sie wüßten, daß und »varum sie eine Verfassung haben — ob sie für eine solche Verfassung einstünden im Augenblicke der Gefahr — ob sie das Land schützten, wenn der äußere Feind eS bedroht — ob sie mit Schiller zu reden ein Vaterland hätten, ob sie Ursache hätten, dasselbe zu lieben? Ob eine VoltSlvehr dieser Art nicht ein unübertreffliches Mittel der VoltSerziehung selbst wäre — ob wlr bei so geringen HeereSkosten nicht im vollsten Maße die Mittel zur Volks« bildung gewännen? Arauengeist und Irauenbildung. lv. Warum nun gerade jetzt in unseren verschiedenen Kulturländern die Frauenfrage besonders lebhaft hervortritt, wird sich lvie zu anderen Zeiten aus der Noihwendigteit einer weiblichen Ergänzung gewisser BildungSzustände wohl erklä-ren lassen. In Nord-Amerika und England bedarf der Merkantilismus und IndustrialiSmuS, kurz der praktische UtiliSmuS des LebenS gar sehr eines idealen lNegengewichtS; nnr Mithilfe einer außergewöhnlichen Einmischung der Frauen in die so« ziale Entwicklung wird diefeS Gegenwicht gesundet» werden. UeberdieS bedarf unter der dortigen Herrschaft rücksichtslosen UtiliSmuS die ungebundene Selbstzucht einer Zügelung durch die edleren Gefühle menschlicher Mitempfindung; eS ist bekannt, wie bedeutenden Antheil daS Mitgefühl l>er Frauen in Amerita an der Befreiung der Sklaven ge« habt hat. Rußland wäre ohne die Empfänglichkeit der Frauen für die neuen weltbewegenden sozialen Ideen schwerlich auS seiner alten Starrheit herausgerissen worden; und wenn der Bruch mit dem Alten vielleicht allzu rasch zu einer völligen Umkehrung natürlicher Verhältnisse geführt hat und der neue LebenSstrom jetzt einer starken Eindämmung bedarf, so war doch der Beginn der sozialen Reform eine Nothwendigkeit und die lebendige Theilnahme der Frauen an derselben daher ein Segen. An dem Versall deS französifchen BolkeS trägt die Leichtfertigkeit der Frauen tn den herrschenden Ständen eine Hauptschuld; durch sie ist der Grund und Boden eineS gesunden VolkS-und StaatSlibenS, daS Familienwohl, unterwühlt. Nur durch sittliche Reinigung dieses BodenS werden sich die edlen Anlagen deS gefallenen Nachbarvolkes wieder heben und gute Früchte tragen. Ebenfo habeu auch tn der Kulturarbeit Deutfch-landS die Frauen jetzt eine bedeutungsvolle Aufgabe. Bei uns ebensallS gilt eS dem überwuchernden UtiliSmuS und der engherzigen beschränkten Fachbildung gegenüber an die idealeren Gütern gemeinsamer Menschenbildung mit Nachdruck zu erinnern. Die Männer, welche im Gegenstrom der Zeit die Fahne des Idealismus hochhalten, bedürsen der Aeuilleto«. Mercedes. Von A. Melb. (7. Fortsetzung.) Ich sah wohl ein, daß ich die Beantwortung dieser Frage eben so wenig wie die Erklärung aUeS deffen. waS mich seit meiner Ankunft im Schlosse ost in Erstaunen gesetzt, finden würde und ich saßte den Entschluß, welchen der Leser Vielleicht nicht billigen wird, einen Strich unter die Rechnung zu machen, vaS ganze Abenteuer aufzugeben und daS Schloß am nächsten Morgen schon zu verlaffen l Ich wollte vielleicht noch 24 Stunden in Velez el Rubio verweilen und die Rückkunft Don Pablo EjeaS daselbst abwarten; sollte diese jedoch länger dauern, alS ich Vermu-thete. so lvar ich entschlossen, eine entsprechende Summe Geldes für seine Behandlung seinem Diener z^u übergeben und gleich nach Granada welter zu reisen. Merkwürdiger Weise kamen mir den ganzen Nachmittag über die Warnungen Wolfs unaufhörlich in den Sinn und gegen Abend war ich nahe daran, in'S Städtchen hinunterzugehen und ihn aufzusuchen; doch ich schämte mich vor mir selber und unwillig packte ich meinen Koffer. Auch mit meinem Wohlsein ging eS nicht so recht an diesem Tage, denn alS die Magd mir mein frugales Abendbrod brachte, welches nach den Anordnungen Don PabloS nur aus zwei weich gesottenen Eiern und einem Glase Wein bestehen durfte, schlürfte ich zwar die Eier hinunter, jedoch der Theergeschmack deS WeineS, an den ich mich seit meiner Anlvesenheit in Spanien schon gelvöhnt hatte, ivar mir an diesem Abende so unerträglich, daß ich kaum einen Schluck trank und den Inhalt deS GlaseS zum Fenster hinauS-schüttete. Gegen zehn Uhr begab ich mich zur Ruhe; alle meine Sachen waren in Ordnung und am nächsten Morgen tonnte ich mir den ersten besten Mauleseltreider auS der Stadt hcraufbestellen und ihm mich und mein Gepäck bis Velez el Rubio übergeben. Obgleich mein Kopf ungewöhnlich schwer war, so wollten mir meine überreizten Nerven doch keinen Augenblick Schlaf gestatten, ich »varf mich auf meinem Lager hin und her, ich machte all die mannigfaltigen Versuche, tvelche der Leser kennt, um den rebellischen Schlaf herbeizurufen und als AUeS mißlang, stand ich auf, — Mitter- nacht mochte eben vorüber sein, — schte mich ans offene Fenster und rauchte einen Papelito. Seit ungefähr zehn Minuten saß ich so und starrte in die Nacht, da schien eS mir, alS ob die Pforte des Schlosses sich leise öffnete und einige Personen hinaus schritten, auch war eS mir. alS ob ich durch die Stille der Nacht ein leiseS Geflüster vernähme. Aufmerksam spähte ich, indem ich Mich etwas vom Fenster zurückzog, doch eS gelang mir weiter nichts zu entdecken, als daß zwei Schatten, der eine ungewöhnlich lang, der andere sehr kurz, dem Dunkel der Mauer sich entzogen und einige Schritte weiter, wo mehrere größere Steine lagen, sich verkürzten, waS mich schließen ließ, daß die Inhaber dieser beiden Schatten sich auf einen jener Steine gesetzt hatten. Daß Don Diego einer jener Beiden war, unterlog keinem Zweifel für mich, denn nur ein Riese wie er, konnte einen solchen baumlangen Schatten schlagen, aber tver war der andere? Länger alS eine Stunde blieben die beiden unbeweglich auf derselben Stelle; mein Auge hatte sich nach und nach an die Nacht gewöhnt und obgleich der Mond immer noch von Wolken verhüllt war, sah ich doch ganz deutlich die zwei Figuren auf dem Steinblocke sitzen. Wie gesagt, es war mir unmöglich, diese Nacht die Augen zu schließen und da ich hier vielleicht einen Aufschluß Theilaahme und Unterstützung, und die für alleS Gute und Schöne so leicht erregbaren Frauen vermögen ihnen dieselbe zu bieten und besonder» in der Erzlehunst deS zukünftigen Geschlechtes zur Geltung zu bringen. Bor Allem aber haben unsere Frauen die Aufgabe, mitzuwirken, daß der entbrannte religiiSse Entwicklungskampf unserem Volke und damit auch der Menschheit zum Segen gerciche. Sie werden dieS thnn, wenn sie durch geistige Bildung sich freimachen von der Herrschaft eineS blinden Autoritätsglaubens, und wenn sie zugleich die Wärme ihrer Empfindung verwerthen. um die geistige Gleichgiltigkeit der Männerwelt zu überwinden. 3n diesem Sinne können -wir auch jetzt im Hervortreten. der Frauenfrage die Stimme deS gnten Gewissens erkennen, daß die Männer in ihrer Kulturarbeit antreibt. Versäumtes nachzuholen und in Gemeinschaft mit den Frauen das weitere Ziel wahrer Menschenbildung zu erstreben. Im Heschichte des Hages. Der Bericht, welchen der KriegSmini-st er den Delegationen vorlegen wird, zeigt, daß die Wunsche dieser Körperschaft in Be-zug auf Rechtspflege beim Militär, Verpflegung, LieferungSverträge und normalen FriedenS-Vor-anschlag gar keine Beachtung gefunden. Wie lange wird eS noch dauern, biS die Delegationen zur Einsicht kommen, daß hier nur die bindend^ sten Beschlüsse helfen und daß nur die furchtlose Anwendung der gesetzlichen Mittel die Durch-führung erzwingt. Das Verbot, dieGründung der ersten französischen Republik zu feiern, be-rührt namentlich die Blälter dieser Partei sehr peinlich; sie fragen den Minister deS Innern, wie er zu diesem Verbot komme, während er sich den kirchlichen Festen «egenüber so nachsichtig verhalte, trotzdkM diese fast immer zu erregten poli tischen Kundgebungen ausarten. Je näher in Amerika die Stunde der Präsidentenwahl heranrückt, desto mehr hofft die Partei Grant's. Den Ausschlag geben dieSwal die Farbigen und die Deutschen, deren große Mehrheit sich für letzteren erklärt. Der günstige Erfolg im RkchtSstrelte mit England kommt auch dieser Partei zu Gute. erhalten tonnte über AlleS, waS mir bisher räth-felhaft geblieben, so beschloß ich auf guteS Glück auf Entdeckungen auszugehen. Ich zog mich ge^ schwinde an, steckte meinen Revolver zu mir und da ich meine Brieftasche aus dem Tische liegen sah, steckte ich auch sie ein, öffnete leise die Thüre und stieg behutsam die Treppe hinunter! Mein Plan war ganz einfach solgender; Ich wollte bis in den Garten gehen, dort aus einer Leiter, die ich gesehen, die Schlohmauer er. klettern, welche gute drei Fuß Breite hatte und auf der Mauer mich so behutsam wie möglich bis zum Gchloßthore schleichen, von wo auS ich nicht allein sehr gut sehen, sondern auch hören tonnte. waS unter mir vorging. So unbedacht« fam dieser Plan auch auSgesonnen war, denn daS geringste Geräusch hätte mich den unten Sitzenden verrathen können, so gelang er doch vollständig. Fünf Minuten später lag ich langgestreckt auf der Mauer, nahe dem Thorwege und trieb das sehr wenig ehrenwerthe Geschäft eineS Lauschers. Schon im ersten Augenblicke halte ich die beiden Personen erkannt, welche unter mir saßen ; — ihre ersten Worte hatten sie verrathen und meine Aufmerksamkeit aufS äußerste gespannt. „Diego, ich habe Furcht", sagte MercedeS, seit halb zwölf könnten sie hier sein." Ruhig. Sennora, ruhig. Ew. Gnaden Unruhe beschleunigt ihre Antuust nicht!" Nermifebte Ntachrlchten. (Viehpest in O st-S i b i r i e n.) In mehreren Bezirken Oft'SibirienS hat die Viehpest ungeheure Verheerungen angerichtet. Die Aahl der Rinder und Schafe, die allein im Bezirke Minusin erlegen, wird amtlich auf 800.000 an-gegeben; nicht Viel geringer waren die Opfer in anderen Bezirken. (Zolleinigung zwischen Oester-reich'Uugarn und Deutschland.) Die Meldung, detreffend Unterhandlungen über die Zolleinigung zwischen Deutschland und Oesterreich-Ungarn wird trotz aller Ableugnungen vom Berliner „Börsenkourier" aufrecht gehalten. „Man geht dabei", schreibt dieses Blatt, „beiderseits von der richtigen Anficht auS. daß ein freundschaftliches Verhältniß zwischen beiden Reichen am besten auf dem Boden der ivirthschaftlichen Intereffen sicher und dauernd erhalten iverden könne. Bei den Verhandlungen werden folgende, vom Volks-wirthschaftlichen Vereine in Wien vor einigen Jahren aufgestellte Punkte in forgfame Erwägung gezogen: 1. Um ein einheitliches Zoll- und Han-delSgebiet herzustrllen. wäre vor Allem ein gemein-samer Zolltarif an der Außengrenze zu vereinbare« und empfiehlt sich eine fünf Jahre nicht über-fchreitende UebergangS»Periode für die Verivirk-lichung der völligen Verkehrsfreiheit im Innern deSseltiea. um a) den verschiedenen Industriezweigen durch stufenweise Herabminderung von vorläufig beizubchaltenden Zwischenzöllen Zeit zu gewähren, sich auf die gänzliche Freiheit deS inneren Verkehrs vorzubereiten; um b) unter der Herrschaft eine» gleichen Zollsystems nach Außen bei der vorläufigen separaten Berechnung der Zolleinkünfte mehr statistische Anhaltspunkte für eine gerechte Bertheilung der späteren gemeinsamen Zolleinkünste zu gewinnen, um v) die im Ferneren noch bestehenden Hindernisse der Zolleinigung, wie namentlich das Salz- und Tabakmonopol, ohne Kapitals-vetlust beseitigen, die Herstellung einer frsteu me-tallischen LandeSivährung auf Grundlage eineS neuerdiugS mit Deutfchland zu vereinbarenden MünzsystemeS durchführen und eine rationell' Reform de» gesammten SteuerwesenS inS Werk f.tzen zu können. 2. Als höchst wünschenSiverth für die definitive Gestaltung deS HandelSbundeS empfiehlt sich die Schaffnng eineS österreichisch« ungarisch-deutschen Zollparlaments mit einer auf die Zoll-, Handels-, Münz« und BertehrS-Ange-legenheiten fest begrenzien Kompetenz. Jedenfalls wäre eine permanente gemeinsame ZollverivaltungS-Kommisslon und eine aus Abgeordneten der beider- „Ich fürchte alleS, — jener Mensch tann erwachen unv dann?" „Seien Sie ohne Furcht, Sennora: Etv. Gnaden sagten mir. ich solle nur vierzig Tropfen in den Wein gießen, ich habe fünfzig hineinge-tröpfelt und er wird bestimmt erst erivachen, wenn alles in Ordnung ist." Eine Pause folgte. Bon wem sprachen sie denn? und ivarum nannte der Kastellan seine Tochter Sennora? wen erivarteten sie? Meine Begriffe fingen an sich zu oerwirren. „Ist auch oben in der Cueva alleS besorgt?" fragte MercedeS. „Gewiß Sennora, er wird dort wie ein Fürst einige Tage lang wohnen, cr hat eine Aussicht. wie er sie nur ivünschen kann und Platz hat er auch, haha! zur Franzosenzeit verbargen sich mehr als zweihundert Personen dort!" „Habt Ihr auch für seine Bequemlichkeiten g's-r«'?- ^ ^ „Gewiß Sennora I Wein, Zigarren und Bücher und da er daS Zeichnen so sehr liebt. Hab' ich ihm auch Papier und Bleifedern hinaufgebracht." Ich fing an zu begreifen, daß von mir die Rede sei und meine Aufmerksamkeit verdoppelte sich. „Hat daS Heicrchen Etv. Gnaden nicht von seitigen BertretungSkörper zu gleichen Theileu zusammengesetzte Zolldelegation sofort int Leben zu rufen, wahrend jene wichtigeren Angelegenheiten auf diesem Gebiete, welche mit neuen Lasten der Bevölkerungen verbunden sind oder wesentliche Aenderungen der Tarife und deS Zollgebiete» be-abfichtigen, der Entscheidung der kompetenten Ver-tretungSkörper vorbehalten blieben." (Ein deutsches Theater inLem-berg.) Lemberg zählt unter seine» Einwohnern 30.000 Deutsche, die Stammgenoffen der Besatzung nicht mitgerechnet. Die deutschen Bürger dieser Stadt beabflchtigen, ein deutsches Theater auf eigene Kosten zu errichten. (L a n d'B r i e f t rä g e r.) Vom Handelsministerium ist die Einführung der Land-Vrief-träger beschlossen worden. Diese Briefträger wer-den täglich von den Postämtern sogar noch den einsamsten Gehöften entsendet, um Briefe. Zeitungen, Sendungen verschiedener Art (Geldbriefe. Geldan-iveisungen. Nachnahmen . . .) abzuliefern und zu übernehmen, Marten, Briefumschlage . . zu verkaufen. Die Zustellungsgebühren find gering: von 1 kr. (für Zeitungen) bis zu 6 tr. (für ein Frachtstück bis zu 3 Pfd). (Stenerwes en.) Die Borarbeiten für die Vefetze. betreffend die Steuerreform werden eifrig betrieben, dürften aber vor Beginn deS nächsten JahreS schwerlich zur Vorlage kommen. Der Fiuanzminister soll beabsichtigen. daS Steuersystem wenn auch keiner gründlichen Umgestaltung, doch sehr tiefgehenden Aenderungen zu unterziehen. ES heißt, daß eine Reform der Einkommensteuer, verbunden mit einer Art Klassensteuer, geplant wird, und daß auch die mittelbaren (indirekten) Steuern nicht unberücksichtigt bleiben sollen. Marburger Berichte ^ (Ehrenmitglieder deS Männergesa n g v e r ei nS.) Vom hiesigen Männergesangverein sind folgende Herren zu Ehrenmitgliedern ernannt worden; Baron Kübeck. Statthalter — Ritter von Rcupauer und Ritter von Göbel, Statthalter,irüthe — Friedrich Brandftetter — Koch von Langentreu m Wien — Gchmölzer in Ober-Kindberg — H. Reckheim, A. Lantus, F. Ruhri m Marburg. '^(GaSbeleuchtungS Frage.) Dieser Gegenstand ist endlich von der Tagesordnung unseres GemeinderatheS verschwunden und dürste die Liebe gesprochen? sragte Diego und ich hörte wiederum sein »viderwärtigeS Grinsen. ,DaS bekümmert Euch nicht", erwiderte MercedeS trocken. „Ich meine nur, Sennora, ich meine nur", sagte Diego und seine Stimme hatte einen säst demüthigen Ton angenommen. „Glücklicherweise haben sich seine Zahnschmerzen von neulich gelegt, denn ich »väre vor Angst vergangen, wenn ich ihn nur einige Augenblicke mit diesem Lobo ollein gewußt hätte!" „O, ich hatte schon meine Maßregeln getroffen, Sennora, — ihm hatte ich gesagt, daß Lobo ,ein Spion der Karlisten iväre und dem Sennor Don Salvador Lobo sagte ich, daß wir einen Gast Hütten, welcher . . . „Nun. was sagtet Ihr ihm ?" Diego grinste. „Welcher ein Spion der Karlisten wäre'', sagte er, ,uud da Ew. Gnaden die Furcht deS Zahnarztes kennt, sich mit irgend einer Partei zu kompromittiren, so hätte er dem Caballero dreist einen Zahn ausziehen können, ohne ihm auch nur ein Sterbenswörtchen zu sagen l" Ich hatte die größte Lust dem langen Hallunken den Schädel vermittelst meineS Revolvers zu plombireu. Doch ich blieb regungslos liegen, bat jedoch in meinem Inneren meinen KönigS-berger Freund um Verzeihung sür meine Zweifel an seiner Loyalität. Vevölferukg sich befriedigt fühlen. Die wesevt-lichsten Bestimmunge« dieses Ausgleiches sind: Beide Theile ziehm sämmtliche Klagen zurück, die sie gegen einander erhoben und verzichtet die Gemeinde namentlich auf die bisher verhängten Konventionalstrafen. Dagegen verpflichtet sich Herr Graff. von den gegenwärtig bestehendeu lS2 GaS» laternen binnen zwei Iahren diejenigen, welche dern Musterexemplare nicht entsprechen, auf seine Kosten zu beseitigen und anstatt derselben neue und brauchbare TaSlaternen in jener Form herzustellen, von welcher bereits ein Exemplar an der Domkirche (N. 149) arigebracht ist. Die Zahl der ösfentlicheli Gaslaternen wird auf 202 fest« gesell ; sollte sich aber eine Erhöhung dieier Zahl als nothwendig herausstellen, so verpflichtet sich der Uvternehmer, die von der Gemeinde neu geforderten GaSflamiNlN gegen Vergütung deS im Aertrage vom 18. März l86S bestimmten Preises herzustellen und zu dem in diesem Vergleich vereinbarten Preise zu beleuchten. Bis zur Abschließung deS Vergleiches betrug der Preis für eine Flamme und eine Stunde kr.« dem leisten Uebereinkommen gemäß soll künftig sür öffentliche Laternen bezahlt wer« den: vom 1. September 1872 b»S 31. Dezember 1S82 te., vom 1.Jünne1873 biS3l.De-zrmber1892 1^^/»Oo.. nnd von dort an während der ganze« Dauer deS Vertrages 1"/,<»gkr.--Privat-tonsumenten zahlten bis jetzt für je 100V englische Kubitfuß 4 st. 60 kr. ; vom l. September 1872 bis 31. Dezember 1882 entrichten sie 4fl. 40 tr. (also für einen Kubikmeter 1b^/„ kr.) und vom 1. Jänner 1888 biS zum Ablauf deS Vertrages 4 st. 30 (für einenKubikmeter 12^/,^. kc. (Brand.) Beim Grundeigner Franz Falesch in Ternitzen, GerichtSbezirt Marburg, bracy am 6. September Feuer auS, welches auch uach der Vesil^ung seines RachbarS Michael Komeritsch sich verbreitete; die Wohn- und WirthschastSgebäude liegen eingeäschert nnd beläuft stih der Gesammt-schaden auf 4700 st. Die Gebäude waren ver-ftchert. (S ch a d e n f e u e r.) In der Wiazerei dcS GrvndbefttzerS Obergmeiner zu Praßberg entstand neulich auf unbekannte Weise Feuer. Die LölchungS-versuche erwiesen sich aiS fruchtlos und verbrannten daS Wohnhaus und die WirthschoftSgebäude sammt Einrichtung. Futler und Vieh. Der Schaden betrügt 1200 st. (Pferdezucht.) Am 10. September hat in Mureck die Bertheilung jener Preise stattge' ^Hören Sie, Sennora ?" schrie plötzlich Diego, „hören Sie die Schritte? man nähert sich." .Lauft, lauft. Diego l" rief MercedeS mit bebender Stimme, „lauft, sagt ihm, daß ich hier bin und daß mein Herz vor Ungewißheit zerspringt." Ach jllh wie Diego den Hügel hinuntereilte; Mercedes fiel fast ohnmächtig auf den Stein zurück. „Heilige Jungfrau Maria l" murmelte sie, „gib mir nur noch einige Minuten Leben, damit ich lhtl sehen, ihn in meine Arme schließen, ihm sagen kann, wie unendlich ich ihn liebe!" Ja. nun begriff ich, warum mein Antrag mit solcher Verachtung zurückgetviesen worden war l Die Festung war schon besetzt und man sah mich nur sür einen sremden Eindringling an. Ich begriff eS gar wohl und dennoch empfand ich ein unnennbares Gefühl, tvelcheS vielleicht ein Jeder kennt, aber wofür man keinen Namen hat. ES war ein unterdrückter Zorn, als wenn Mercedes hätte auf mich warten müssen ; nicht ihr Herz verschenken, ehe ich kämet Und wiederum stellte Meine ganze Lage sich mir vor Augen. Was wollte man mit mir machen? Man hatte die Idee gehabt, mich schlafend nach einer Ge-birgShöhle zu bringen, doch warum? aus welchem Grunde? Und ivte konnte ich mich der Gefahr jetzt entziehen, da ich ihr so wunderbar einmal entgangen war, indem ich daS GlaS Wein zum Fenster hinauSschüttete? Diese und hundert andere funden, welche der „Verein zur Hebung der Pferde« zucht in Steiermark" ausgesetzt. (Viehseuch e.) In Heimschuh bti Leibnitz ist unter den Rindern die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen. (Brandlegung.) Am Freitag 9 Uhr Abends tvurde von unbekannter Hand beim Grund, befltzer N. Stelzer in Strichowetz Feuer gelegt und dadurch ein Schaden von 900 st. bewirkt. Dir Gebäude waren nicht versichert. (Neuer W e i n b au v e r e i n.) Die Satzungen deS „WeinbauvereinS deS Save- und SottlathaleS" in Rann find von der Statthalterei zur Kenntniß genommen worden. (A r b e i t e r-B i l d UN g S verei n.) Heute Nachmittag 2 Uhr findet eiuc Sitzung dieses Vereins statt und wird u. A. ein Bortrag über Lehr-Werkstätten gehalten. (AuS der G e m e i n d e st u b e.) Die Sitzung deS Gemeinderathe«, welche am Freitag behuss Verhandlung über die Aufnahme eineS AnleihenS stattgefunden, wird morgen Vormittag 11'/, Uhr sortgesetzt. »^Schulfest.) Am Donnerstag Nachmittag wird in GamS ein Schulfest gefeiert und ist der Platz vor dem Felsenkcller dazu bestimmt ivorden. (AuSsührlicheres im nächsten Blatt.) »^(L ehrerschule.) Absolvi rten Gymnasial-schütern. tvklche sich dem Lehramle der Volksschule widmen, können ohne die vorgeschriebene Aufnahmeprüfung sogleich in den letzten Jahrgang der Lehrerbildungsanstalt eintreten und erhalten im Falle ^er Dürftigkeit ein StaatSftipcndium von 100 fi. Vewerbir mögen ihre vorschriftsmäßig belegten Gesuche biS 28. d.M. bei der Direktion der Lehrerschule einreichen. Setzte Nost. ^Die Abhaltung einer Massenversammlung unter freiem Himmel, die in Rontsche stattfinden sollte, ward von der «ezirkshaupt Mannschaft GVrz wegen derProgrammSpunktee „Bildung eines KronlandeS Slovenien und Nationalitätengesetz" verboten. In Galizien befürchtet «a» eine Hungers noth. Das ungarische AbgeordvetenhanS hat die DelegatlonSwahlen vorgenommen. Gedanken beschästigten mich eine Zeit lang und ich hatte aufgehört, meine Aufmerksamkeit aus den Weg zu richten, welcher vom Städtchen den Hügel hinaufführte, — hatte nicht gesehen, daß am Fuße desselben sich einige Männer zeigten — daß einer von ihnen seine Gefährtin verlassen und in hastigem Lauf den Berg hinauseilte und daß. sobald Mercedes dieS wahrgenommen, sie sich erhoben hatte und den Weg hinuntergestürzt war. Doch der Fremde ivar schon nahe bei ihr und ich sah ganz gut, daß er die Arme öffnete und daß MercedeS sich an seine Brust warf. .Schen Sie, Sennora, daß ich mein Versprechen halte", sagte plötzlich «ine Stimme, welche ich mit dem höchsten Erstaunen als die Don Pablo lKjeaS erkannte! „Hier ist er und wer^n Alles so geschehen ist, wie ich eS angeordnet habe, so können Sie versichert sein, daß er vollkommen in Sicherheit hier ist." „Gott und die heilige Jungfrau vergelte es Ihnen. Don Pablo", sagte MercedeS, „Sie haben ein armes Frauenherz von unendlicher Pein errettet. Ol Bernardo, wenn Du wüßtest, waS ich gelitten habe!" „Theure Seele", ertönte eine wohlklingende Mannesstimme, „nur der Gedanke an Dich hat mich das Leben ertragen lassen ! Wenn die Sonne sich am Morgen erhob und die infamen Ketten der Galeerensklaven beschien, dachte ich darar:, daß dieselbe Sonne daS holde Antlitz meiner Wom Mchertisch. Allgemtiar /amitiro-Zkituag, Zahrgaog 1872. (Verlag: Hermann Schönlein in Stuttgart.) JnhaltSverzeichniß von Nr. 46. Tezt: Ein Hohenzoller im Süden. Historische Erzählung von W. Passauer. (Fortsetzung.) — Das Ozon und seine Bedeutung. Von Emil Sommer. — Ein Wüstling auf dem Throne. Geschichtöblatt von Dr. Georg Hagen. — AuS den Annalen der Stiergefechte. Skizze von E.Eckstein. — Frau Domina. Erzählung von iölaire v. Glümer. (Forlsetzung.) — Ruiz Zorilla. königl. spanischerMinister-Präsident. — Der internationale Kongreß sür Gefängnihwesen zu London. — Sommer-Moden 1872. — Aus Belsort. — Die Blumenverkäuferin. — Der König der Thiere, — Chronik der Ge,ienwart. — Offene Korrespondenz. — Eharade. Bilder-Räthsel. Illustrationen: Ruiz Zorilla, spauischcr Minister-Präsident. — Die Verhastung der Anna Boleyn. Eine Sitzung deS internationalen Gefängniß-KongrefseS zu London. — Moden der Sommer-Saison 1822. Skizzen auS Belsort. — Blummenverkäuserin. Nach einem Gemälde von g. Girard. — Löwen und Löwinnen auS Afrika. Eingesandt Die Unterzeichneten fühlen sich angenehm ver-anlaßt, der Leiterin der Nationalküche beim Volksfeste in Rothwein (Maria Predan) öffentlich daS Zeugniß zu ertheilen. daß sie alS tüchtige 'Köchin sich bewährt und durch ihre Umsicht und ihren Eifer wesentlich zum Gedeihen dieses FesteS beigetragen hat. Marburg. 13. September 1872. Mehrere Festgenossen. MercedeS beleuchtete und in diesem Gedanken fand ich neue Energie, meine Leiden mit Geduld zu ertragen." „VamoS! VamoS !" rief eine mir unbekannte Stimme, „wir müssen an'S Werk gehen, um nicht überrumpelt zu iverden, — wie weit sind wir mit dem Fremden?" — „Er schläft^', antlvortete Diego. „Nun gut", sagte der andere, „geht in seine Stube, bindet ihm Hände und Füße und bringt ihn hierher ; wir werden von hier auS Euch helfen ihn bergat, zu tragen, wo meine Leute ihn auf den Maulesel binden und nach der Cueva sühren werden; aber schnell! er muß oben sein, ehe ver Morgen graut." Diego entfernte sich — und ich betzriff, daß die Katastrophe herannahe. „Wie gelang'S Dir. mein Bernardo. den Wächtern zu entkommen?" fragte MercdeeS. „Du weißt, meine Liebe", erwiderte dieser, .daß durch Mittel, die Don Pablo in'S Spiel gesetzt, ich als Zeuge zur Audiencia (Gerichtshof) ?on Almeria gerufen, von Ceuta dorthin gesandt wurde! Nun wohl, vorgestern kam ich an — Don Pablo und Don Gines hatten alleS vorbereitet, ich fand Scheidewasser und eine Feile in meinem Brote und in der Kirche gab mir ein Mönch eine Navaja. (Forseßung solgt). Der Wehrausschub der freiwilligen Fnicr-wchr ersucht daS?. I. Publikum, die Anzeige eines ZimmerbrandeS bei Tage am Magistrat, in der Nacht im Wachlokale der freiwill, geuerwthr (Pfarrhosgasse) machen zu wollen. Marburg, 14. September 1872 Der Wthraußschuß. Pettau. IL. Sept. (Wochenmarktsberich».) Weizen fl. 5.SV, Kori, fl. S.70, Gerste fl. 0.—, Hofer fl. 1.80. Kukiirutz fl. 3.70. Hirse Heiden fl.V.—. Erdäpfel fi. 1.20, pr. Metz. Fisolen 10 kr., Linsen Erbsen 26, Hirsebrein l? kr. pr. Maß. Rindsckmalz ö0, Schweinschmalz 43, Speck frisch —, geräuchert 44. Bntter frisch 40, Rindfleisch 23, Kalbfleisch 30, Schweinfleisch 30 kr. pr. Pfd. Milch, frische 12 kr. pr. Maß. Eier 6 Stück 10 kr. Holz 36" hart fl. 10.—, weich fi. 8.-— pr. Klafter. Holzkohle» hart 50, weich 46 kr. pr. Me^. Hen fl. 1.80, Stroh, Lager fl. 1.20, Streu fl. 0.80 pr. Cnt. Stadt-Theater in Marburg. Die französische Lustspringer-, Ballet- und Pantomimen- Gesellschaft unter der Direktion des Louis Galitier gibt auf ihrer Durchreise einige Vorstellungen. Heute qrvHe Borstellung. 710) Anfang 8 Uhr. Montag letzte Borsteknng. Dank. Die gefertigte Bereinsleitung spricht im Namen der 17 Deputations-Mitglieder des Klagenfurter Männergesaug'VereinS den Bewohnern von Marburg für den freundlichen Emtzfang bei dem Fest Einzüge der Sänger vom 7. d. M. hiemit ihren verbindlichsten Donk auS. 716 Klogenfurt, den 10. September 1872. Der Vorstand des Männergesangvereines: Dr. Gustav Traun. Joh. Leopold, Sekretär. Schönste« Dank für die höchst ehrende Aufnahme beim SangeS-Jubelfkst bringt Allen in Marburg der 713) ..Litderkravz Mahreuberg." Heute Sonnlag den 15. September Nachstier des Jabelststes zu Rothwew. Die städtische Mufikkapelle wird die neuesten Piecen zur Aufführung bringen. Carl Joch. Logen-Lizitatiou Samstag den 21. September l87Z Nach-mitt«!; 2 Uhr im Theatergebände. 720 K. ll. Aaats-Olitrrelllschule in Marburg. Das Schuljahr 1872/3 beginnt mit Eröffnung der fünften Klasse am 1. Oktober. Die Aufnahme der Schüler erfolgt in der DirektionS« kanzlei am 28.. 29. und 30. September von 9 biS 12 Uhr. 711 Die Direktion. Aubolk«»t-^ott«r!o. Die Ziehung der Jubslfcst-Lotterie findet Samstag den 21. September 6 Uhr Abends 'N Th. Götz Bierhalle statt. — Loose a t0 kr. sind bis zum Ziehungstage zu haben: bei den Herren Janschitz, Massatti, Ulrich, Gaißer, so-lvie !n allen durch Plakate gekennzeichukten Verkaufslokalitäten. Gewinnstgegenstände werden im Lomptoir deS Herrn Janschitz entgegenge- nommen. LvrtlKvr llörrsnklöiäsr vigonvr Lrttugnng vwptielilt äie XleiäorHanälunA von 670) in- unil »nsILmliseller »«Vit-, II«SVN» 6,^ 8t»kr« navti IXlass lur /Anfertigung Kedeikl, klerreuZassv. K. k. konzessionirte jN^ivat-Agentie, Gentral-Heschästs-Kanztei des Anton Koinigg! DienA-Bermittlung. !Dienstplät^e und Stellen, sowie zD ie nst- und Stellen suchende ljeder Kategorie befinden sich stets in Vormerkung. Gtschiistzsthrer. Für eine große Bau tischleret ?wird ein Sachverständiqer, der des ^Lesens, Schreibens u. Zeichnens kundig M, unter gilten Bedingungen sogleich ^aufgenommen. W ohnungSmiethe. ^ Mehrere Wohnungen, bestechend aus 1--5 Zimmern s. Ztlgehör, zwerden zu miethen gesucht. Zu kaufen gesucht: Ein kleines Hau», wenn auch Zebenerdig, mit 4 oder 5 Zimmern s. ?Zugehör, nebst Keller u. Garten in ^der Grazervorstadt. Zu verkaufen. Eine sehr schön gelegene »große Weingartrealität in einem berühmten Weingebirge sehr 'schön gelegen, mit 2 solid gebauten ^Herrenhäusern, großen auSgezeichucten Kellern, vier Wiuzereien ; 24 Joch Rebengruud mit edler Rcbensorte bc pflanzt, daher die Qualität deS Wei ueö vorzüglich ist', große Obstgärteu, Aeckcr, Hochwald m. Bucheu, Lerchen, Fichten, Tannen, u. eine große Wiese. Ein ebenerdiges gut gebautes Haus mit 3 Zimmern. Sparkiiche, Dachboden und Stallung, Alles im besten Bau-zustaude, mit Ziegeln gedeckt, dann schöner Garten und circa 5 Joch Aecker und Wiesen; nal)e der Stadt. Eine zinSe rtr äg liche Realität mit einem storkhohen u. einem ebenerdigen Wohngebäude, Stallungen, Srhupfen, VorrathSkammern, 2 Kellern, mit Ziegeln gedeckte Hof n. großem Gemiisegarten, an der Landstraße gelegen, worauf da» Wirtl»S-geschäft mit Erfolg betrieben wird. Eine sehr erträgliche Hub-Realität, nur Stunden von einer Bahnstation entfernt, mit einem gut gebauteu Wohnhause mit großem Keller und Presse, zwei WirthschaftS-gebäuden, eineni Herrenhanse mit Keller, Presse und einer Winzerei; ein Grundkomplex von 27 Joch, da-darunter 8 Joch Rebgrnnd mit vor-ziiglichen Reben beflanzt; nachgewie- sen 10°/g Reinerträgniß: — sammtz tuoüus ivZtruvtus. Ein stockhohcS, in einer sehr belebten Gasse stehendes, zu jedem' Geschäfte geeignetes Stadthaus^ mit 2 Gassenfronten sammt Stallung,j Gewerbölokalitäten nnd Keller; daS? ZinSerträgniß kann dnrch geeigneten^ Zubau vo:: 8 bis auf steigen.^ Zwei Fenster, Balken n. Gitter,! zniei Geldkassen, ein Fächerkasten zum. anschrauben, ein Nachtkasten, einj Sparherd, ein Kaffeebrenner, billig.^ Loos-Natknbritse vom Wechselhause der „österr.. ung. Eökompte- n. Creditbank" zn L, 4,? 5, V, 7 und 11) fl. monatlicher Raten-^ zahlung. mit Treffern bis 250000 fl.? Verfichernngen. I. Hypothkl^arverficherang zur Hebung deS RealkrediteS, Bcleihnng der Realitäten bis 70 ihres reclen Wertlieö. II. Gegen Feuer-, Aagel- und Transport-Schüden. III. Ltbeasvtrsicherungtn mit verschiedenen Kombinationen zu billigst gestellten Prämien. Auskunft tvird schriftlich nur gegen Einschluß von 50 kr. ertheill. Ntlllgymllasliim il» PettlNl. Die Schüleranfnohme in fämmtliche vier Klassen findet am 28., 29. und SV. Sept'mber von 8—12 Uhr Vormittags in der Direktions« kanzlei statt. (712 Pettau im September 1872. Bon der Direktion. VIuu»i»»Slor (698 aus 6er bekannt deLtrenomwirtea k'abrile äss Herrn in ßßarburg, »IleiniKer Detail-Versotileiss bei fontsns Lrillvvitivl' ia ^srburK. R«« «lft. S«zöMg-S schH«eK Buchenhotz a ff. 7 sind im Ganzen oder klaftertveise zu verkaufen bei Tetscher in OberpulSgau. (715 Eine Wohnung mit 2 schönen Zimmern ohne Zugehör ist sogleich zu beziehen. 714 uskunft im Comptoir dieses Blattes. Gin Gärtner mit guten Konduiten wird mit 1. Oktober auf. genommen. Auskunft im Comptoir d. Blatt. (719 Schlosser gesucht. Ein Schlosser, welcher sich über Geschicklichkeit und solides Betragen ausweisen kann, findet sosort dauernde Beschäftigung. (679 Zu erfragen in der Expedition dieses BlatleS. Geschäftslellte öi Private, welche sich mit dem tßßsttt btsaffen wollen, lverden ersucht, ihre Osferte unter Chiffre ll V KSS an VvAler, Annoncen-Expedition in HVlvi» zu richten. (698 Mehl- und Getreide-Jöcke mit und ohne Naht in allen Größen und Qualitäten sind billigst zu haben in der Mannfakturtvaaren-Handlutig vvissvn am Haupt platz Nr. 9ö. (708 Till oder Wei Kojil^naltea, für deren Erziehung. Unterricht und Pflege gewissenhast Sors,e getragen tvird, werden aufgenommen. Anfrage: Marburg a.D., Färbergasse Nr. 134, ebener Erde links. (703 Weinstein, Hadern, altes Zinn, Messing, Kupfer, Blei, Eisen, Kalbselle, Schaffelle. Schaftvolle, alle Gattungen alte und neue Tuch-. Lcder- und Papierabfälle, Knochen, Klauen, sowie alle hier nicht angefilhrten Landesprodukte kaust im Großen und Kleinen zu den höchsten Preisen Jakob Schlesinger, 598) in Marburg. Burgplatz Nr. 8. Mit einer Beilage. Veranttvortliche Redaktion, Druck und Berlag von Eduard Janschitz in Marburg. 2^. vi. St. S. ^age zu Nr. t11 der ..Marburqer Zeitung." x(187S.) Lizitattons-Edikt Mit Bewilligung des k. k. Bezirksgerichtes Marburg vom 7. August d. I. Z. 12881 wird von dem gefertiglen k. k. Notar als Gerichtskom-missär am R V. September 1372 Vormittags 11 Uhr die freiwillige gerichtliche Veräußerung der zum Nachlasse deS am 21. Dezember 1871 verstorbenen Grundbesitzers Michael Wutschak vulgo Perschel gehörigen, aus 3213 fl. 87 kr. ö. W. geschätzten Rkalitäl Urb. Nr. 113 aä Faal, sowie der auf 24 fl. 40 kr. bewerthcten Ahr-niffe in dem erblafserischen Hause C. Nr. 30 in der Gemeinde Kumen vorgenommen werden. Hiezu werden Kauflustige mit dem Bemerken eingeladen, dc»ß jeder Lizitant auf die Realität ein Vadium von 10°/„ des SchützwertheS M Händen deS Lizitationskommissars zu erlegen, die Fahrnisse aber sogleich baar zu bezahlen habe. Die feilgebotene Realität hat ein unverbürgtes Flächenmaß von 27 Joch 1042 Qkl., daruntkr 10 Joch 115 Qkl. theilweise schlagbarer Wald in der Nähe deß Radlbaches bei St. Lorenzen. Das Schahprotokoll. Grundbuchsauszug. Ka-tasterausmaßbogen. sowie die Lizitationsbedingnisse können in der Kanzlei deS unterzfichneten Notars täglich in den Amtsstunden eingesehen werden. Marburg am 23. August 1872. Ludw. Ritt. v. Bitterl, bLS , _k. r. Notar al» GerichtSkommiffär. Buchbtnderlehrjunge wird sogleich aufgenommen. ^717 Auskunft im Comptoir dieses Blattes. Herrengaffe Nr. 115 in Marburg. Ich sage hiemit den ?. I'. Gästen, wel^e mich bisher mit ihrem Besuche gütigst beehrt haben, meinen verbindlichsten Dank für daS mir geschenkte Vertrauen. Anläßlich meiner Verehelichung erlaube ich mir neuerdings, das „Hotel Mohr" zu recht zahlreichem Zuspruch ergebenst zu empfehlen und werden ich und meine Gattin, welche mehrere Jahre lang in einem der berühmtesten Hotels der Landeshauptstadt Graz als Köchin gewirkt hat. immer bestrebt , sein, das Publikum prompt und solid mit schmackhaften warmen und kalten Speisen und frischen Getränken zu bedienen. Zugleich mache ich bekannt, daß bei mir täglich ein guteS und billiges Gabelfrühstück zu haben ist und daß auf den Mittagstisch im Lokal und über die Gasse abonnirt werden kann. Schließlich empfehle ich den ?. r. Reisenden meine mit allem Komfort ausgestatteten Passagier« zimmcr zu den billigsten Preisen. Marburg, 27. August 1872. Hochachtungsvoll 668 HotelpSchter. n einer höheren Beamten-^Familie wird ein Knabe auS gut^m ^^MHause in Kost, Quartier und sorgfältige ^^^Aufsicht genommen; Gymnasialschülern der ersteren Klaffen könnte mehrseitig an die Hand gegangen werden. — Gefällige Anfragen sind an die Adresse: „L. Zahngaffe Nr. 5, Graz" zu richten. (704 Lrstv Mvntlivkv tivksw W Mklf«, Die Lehranstalt besteht auS 2 «btheilunaen: ») Die Tcbule; b) Die Tpecial-Knrse. Der Unterricht beginnt Anfangs Oktober. Die Tct»ule umfaßt 3 Jahrgänge. die Melmi, Sachg-«-nftänd-> -l«. Buchführung, N n Wechs,»««». in Tag.», u. Ab.n»-««.s.n. ^ntvirielitti-llamptoii' fiii' Ksntlkljj^iszensellsfteii, für Jene. d»e durch Alter, Stellung. Vorbildung und Beschäftigung der Schule entrückt find. In diese finden fortwährende Aufnahmen statt. Seit zwei Jahren bestehen an der Lehranstalt Lehrfurse für den vommvnzivllvn L!8vnbakn öoil'lvbs - unä 1^vlvgpasonl!ion8t für 2en^ die sich um Anstellungen bei Eisenbahnen bewerben. Der Lehrt^per ist aus bewährten Beamten der t. k. a. pr. Stordbahn gebildet und ein 692 spvviAKuns lidvi' lia8 VvnZiviivi'ungswsLvn. SIns»r»ib«,,g«n sindtn i,°m ««. Srptember an statt. straß« B-LschenUiiiversltäts.Buchhandliing, Skothethurm- «n».» Btgüiistigmig de» einjährigen Freiwilligen-Dienste« in der k. l. Armee, oyne fich der zreiwilligen-PrSfung unterziehen zu müssen. ' " " " ' 3. 1L03e. (SSZ /reiVilligt VersteigtNlvg. Von dem k.k. Bezirksgerichte Marburg wird hiermit bekannt gemacht, daß über Ansuchen der Ehegatten Johann und Marie Windisch um freiwillige öffentliche Versteigerung ihrer Realität Urb. Nr. 2 aä Rothwein sammt Wohn- «ud WirthschaftSgebäuden die Tagfatzung auf den >V. September d. I. Vormittags 9 Uhr an Ort und Stelle in Roth wein angeordnet wurde. Diese Realität liegt eine Biertelstunde vom Kärntnerbahnhofe und eme Stunde von der Stadt Marburg entfernt, an der von Rothwein nach Marburg führenden Staße, im Dorfe Roth-wein und besteht auS zwei gemauerten Wohnhäusern sammt WirthschaftSgebäuden, dann mehreren abgesonderten Aeckern, Wiesen und Waldungen; dieselbe ist zum Betriebe deS Gasthaus- und Bäckereigewerbes vorzüglich geeignet und wird in zehn Abtheilungen und zwar; da« eine Wohnhaus sammt WirthschaftSgebäuden und einem Garten um den Betrag per 1200 fl., daS zweite Wohnhaus sammt WirthschaftSgebäuden und ebenfalls einen Garten um 1000 fl.. die Aecker, Wiefen, die Waldungen aber in acht verschiedenen Abtheilungen zum Verkaufe auSgeboten. Die Lizitationsbedingnisse können in der Kanzlei des Herrn Dr. Johann Kotzmilth, Advokaten in Marburg ei^eseden werden. K. k. Bezirksgericht Marburg am 3. September 1872. Nr. 12877. (687 Ltn uQä Vvnkkuf, sovis L?mtarisel» »llvr «»ivtirovävll Llaatspspisrö, ?i'iosNSls»Ot)Iixgtion6n. Vkvic- u. luäustrls-^vtisu. Liulövlla^ von Loupovs AuNiÄgo klli- i«v >(. k. Söi-8v Wsrävll v»»r oävr oiuo 10 i^roovot »usssvkadrt. (zlattullxvQ I.00SV vsräsv eszell movLtUokv K»t«ll-»liluuzov vou «. k »ukvtrt, ,ork»u5«. km»z «»ernrlnL SR Editt. KeelwIMg« Vom k. k. Bezirksgerichte Marburg wird bekarlnt gemacht, daß über Ansuchen der Frau Maria Pachernig die freiwillige Feilbietuna ihrer Realitäten, u. z. a) der in GamS gelegenen 3ub C. N. 45 behausten, im Grundbuche sud Berg Nr. 6 u. 7 aä Stadtpfarrgilt Marburg und sub Berg Rr. 46aä Faal vorkommenden Realitäten um den AuSrufSpreiS pr. 4600 fl., und d) der in GamS gelegenen unbehauSten Realität Berg Nr. 46^/^ aä Faa! um den AuSrufSpreiS pr. 2500 fl. — bewilligt und hiezu die Tagsatzung auf den RS. September l. 3. Vormittag von 10—12 Uhr an Ort und Stelle der Realitäten angeordnet wurde, wozu Kauflus^tige mit dem Bemerken eingeladen werden, daß diese Realitäten nur um oder über den Schätzwerth hintarigegeben werden, dann, daß jeder Lizitant ein 10°/g Vadium vom AuSrufSpreife zu erlegen bat, ferner, daß den versicherten Gläubigern ihr Pfandrecht ohne Rückncht auf den Verkaufspreis vorbehalten bleibe und daß die übrigen Lizitationsbedingnisse hiergkrichlS oder beim k. k. Notar Bitterl, oder am Tage der Lizitation beim Lizi-tationskommissär eingesehen werden können. K. k. Bezirksgericht Marburg am 29. August 1872. Eil! Kost- und Lehrmüdcheu vom Lande findet unter gewissenhafter Obsorge Aufnahme. Eine gute Nahmaschine ist daselbst um nur 43 p. verkäuflich. Anträge beliebe man unter Adresse V. an die ELpedition dieser Zeitung zu richten. (688 ^ntl,oilsvkvmo kür »Iis odvo vsltors 40stsl L. k. östorr. Lta»ts-1.oosv 1839«^ S. 6 » Lvstsl It. k. östsrr. Lt»st8-I^ooss 1360»' S. g LvstsI IInLs^r. ?rämisQ-I^oo»o 1870«' S. 7 20sts1 ^'ürlrigvlis Livvvdt»dv-1»ooss I870vr . L. 4 ZNalzextrokt, IU«nd«iis mit Mäificht avs die Ausspfüche vou Pros vppol^r und Llvllvr a« der Wiener Klinik, mit der IDoAkschen <^I>u»Iata»«rßV ^__nicht )v verwechselll, besser als alle üdriaen, besonders als die sog. Mal)t»onbons von ^eithner, Feker zc. (ohne Malzextrakt). — Ins 11 Ansstellnngen prümiirt.— Gegen Husten, Heiserkeit. Verjchteimulig tc. AIV. Malzextiakt ist wohlschmeckender Ersah des schwer verdaulichen Leberthrane» nach Prof. Nieme^er in Tübingen, nebst Skoda Deuiichlandö bedeutendster Lungenkliniker. ) per Carton 10 kr. ( Rr. II. in Schachteln 22 kr., seiner in Büchsen 21, 40, «6 kr. ^ 7S4 Anerkennung: „Obdach, 18. Febr. 1870. Da mir Herr Dr. Mar." „tin vsn Wolfsberg für meinen blutarmen Kna." „ben Ihren Malzextrakt und Chokolade nebst Bonbons" „anordnete, so . . . F. Wagner, Kaufmann." Depot für NI»rburK dvi Vexett k o f« t r« »»«. ilhtlmsdorfer Malzprodnllten Falirik von ^08. Xilffhslv^ (ist. Z. 14930. Edikt. (7l0 ! ^MKNVAN-pjll^ liZ^ VÜlllt. Weine Uffanzen-WÜ^en zur Blutreinigung. Ernciierung des Stoffwechscl». Entfernung gestockter schlechter Säfte, Schleime, Rücklässe zc. Zur Herstellung der weiblichen Regel, wenn selbe stockt. 1 Schachtel <72 Pillen) 1 fl. 50 kr. Echt zu haben bei: I. Kozdera zum rokhen Krebs, hol)er Markt 12 in Wien, .3. o. Törijk, KiinigSgasse 7 in Pest und I. Purgleitner zum Hirschen in Graz. KOIck'8 amerikanische gegen RheumcitiSmuS, Zahnweh ,c., sowie zum Einreiben (» 30 kr. und 1 fl.) ebenfall» bei Obigen unter Garantie der Echtheit. 671 Eine renommirte Sebe«Sverficheru»tgS Ges-«schaft hat General-, Haupt- und Lokal- A^enturett zu vergeben. Auch würden thätige und intelligente lQ»psk^orvQ (Acquisitcure) Stellung finden. 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L000 fl., II. am PösniKbache im Ausmaße pr. 4 Joch 319 Qkl. um den Aus-rufspreiS pr. 2000 fl. und III. im Ausmaße p!^. 7 Joch 100 Qkl. um 6000 fl., solvie auch der sämmtlichen beim Hause befindlichen todten und lebenden Fahrnisse bewilligt und hiezu die TagsaKung an. Ort und Stelle der Realitäten auf den 28. September l. I. u. z. rücksichtlich der Realitäten von 9—12 Uhr Vormittag, rückfichtlich der Fahrnisse von 1 Uhr Nachmittag ant,cfangen, anberaumt tvurde, «vozu Kauflustige mit dem Beifitgen eingeladen werden, daß die Lizitanten der Realitäten ein 10^/«, Vadium vom Au^rufspreise zu erlegen liaben und den auf den Realitäten versicherten Gläubigern ihr Pfandrecht ohne Rücksicht auf den Verkaufspreis vorbehalten bleibe. Die übrigen Lizitationsbedingnifse können entweder hicrgerichts oder in der Kanzlei deS k. k. Notars Dr. F. Radey eingesehen »Verden. K. k. Bez'rksgericht Marburg am 4. Sep» tember 1872. tiilÜediiiiz ^«8 svkilllt vs von allvn Lviton! Du Willst doch vor ThoreSschluß noch einmal dein Glück Probiren, dachte ich mir und schrieb auf Anrathen eines verständigen Freundes (der bereits ein Terno ge-wann) an den Professor der Mathematik IT. V (674 in Serlin, Wilhelmstraße 5. Nur ziv.i Gulden kostete mich der Spaß und likute habe ich ÄIÄoUtokvr ein gemacht und Tausende gewonnen! Mögen sich auch audere den Spaß machen und ^ sich vertrauensvoll an den Herrn Professor der " Mathematik k. v. Vrßlev in Berlin (Wil-helmstraße 5) wenden, der ja auch x^erne vorher sgratis Auskunft iiber seine Instruktionen giebt. Marburg. Kranz BuzynSkv. -r^vr psrsiinliekv Lokuti. Von Laurenttus. Heilung von Tchwäcbezn.tänden dcS männlichen zc», 3T. Ausi. Bor d?n zahllosen Nachahmungen dicseS weltbekannten BnchS und anderen Sndelfchriften wird gewarnt. Jedesmal darauf achten, daß die Oriftinal-AuSgabe von VanrentinS, welche einen Oktav-Banv von S3S Seiten mit anatom. Abbildungen in Stahlstich bildet, mit dessen vollem Namensstempel verfiegelt tst. 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