MbacherMMuna. cv, ^^^ Pränumerattonöpreiö: Im Eomptoir gaxziäbn.i fl, i l, <> vl.^4 ^l^^r. ^ Mil del Pos< ganzj. st, 15, halbj. fl, ?,:',o, ^v»l»»^!^4 »4H, i^^^ ^i/^^4A^V^^ ° pr. Feile 3 tr, ^.^_KH«^. D^» Tcr h. Weihunchts-Feiertagc wcgcu erscheint die nächste Nttmmcr Ntoiital; den 28. Dezember. ^ Nichtamtlicher^Theil."" Weihnachten. Gegrüßt sei uns, du Fest des Lichtes und der Liebe, herrliches, heiliges Weihnachtsfest! Du nahest uns. und mitten im starren Wintergrauen wird alles belebt uud erheitert. Die nüchternen, düsteren Straßen und Plätze kleiden sich in freuudliches Grün, als ob der Wal> den sie einstmals hier verdrängt, durch Zauber sein altes Reich wieder eingenommen hätte. So zahlreich, so frisch sind die Tannenbäume, die eben noch im einsamen Forst den: Schrei des Habichts gelauscht und mm bald im Lichterglanz die Iubelstimmen entzückter Kinder vernehmen werden. Und wie der Wald durch seine Sprösslinge in die Städte, so scheint die goldene, märchenduftigc Vorzeit in die prosaische moderne Welt zurückzukehren. Die Familie, aus dercu Schoß die immer mächtigeren Ge< bilde des Stammes, des Staates, des Reiches emporgestiegen, tritt wieder in ihr Herrscherrecht, nud mit ihr das, was der Grund und der Schmuck der Familie ist, die hingebende Liebe nnd die uuschuldsvolle Kindheit. Wir fühlen lebhafter, tiefer denn je, wie unser Glück und Heil auf der ewigen Sittlichkeit der Familie beruht, wie die alternde Menschheit immer dou nenem verjüngt und wiedergeboren wird in uu-scrcu Kindern. Uud gleichsam als Dank für diese unaussprechliche Verklarung, deren höchstes Symbol das Kindlein von Nazareth ist, weihen wir die Nacht — und gar maucheu Tag, der ihr vorausgeht uud nachfolgt — dcr Freude, dein Glück miscrer Mansch,,'!!-blumeu. In Winters Mitte ein Liebesfrühling, deu wir allein uns schaffen uud mit grünen Tauueu, mit bunten Farben, mit silbernem Flitter uud goldenen Lichtern gar sinnig zieren. Die Poesie sei aus dem Leben geschwunden, so klagt Ihr? Wandert nur eiumal mit ein Paar Büblein uud Mägdlein au der Haud durch deu Weihnachtsmarkt, oder tretet gar mit ihnen vor den strahlenden Christbaum, und ihr werdet die Wunder der Phantasie mit klopfendem Herzen empfinden. Was sind gegen den Eindruck dieser bunten Holz- nnd Pappstückchen alle Schätze in den Zanbcrschlössern derTau-srudnndeine Nacht? Wie nach mühevollem Tagwerk die Abendruhe, wie nach saurer Woche der Souutag, so kommt nach all den Arbeiten, den Sorgen und Leiden des Jahres dies liebe Fest mit seiner Freude, seiuem Troste und seinem Frieden. Es legt gleichsam seine sanfte Hand segnend auf unsere Häupter, dass wir deu Blick ans all der Kleinlichkeit und Wirrnis emporheben zu den: reinen und hohen Ideal des ewig Menschlichen! Da schweigen anf einmal Zweifel und Bedenken, da weichen lang genährte Vornrtheile, und da erlöschen Streitigkeiten und Feindschaften, die nus — hcnte sehen wir es klar — grundlos das Leben verbittert, die Kraft gelähmt haben. Die Erhebung der Seele, sie ist zn-gleich Vefreinng von den Ketten der Alltäglichkeit nnd Versöhnung mit allen, die dnrch Blut oder Gesinnung nns nahe stehen. Ehre sei Gott in der Höhe, Frieden auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen! Dieser Sang ans Himmelshöhen hat nur Bedeutung, wo uoch die Liebe herrscht; Humanität, Edclmuth und Wohlthätigkeit, zu dercu Bethätigung das Weihnachtsfest reichen' Anlass bietet, sie sind nur dienende Schwestern der Liebe, die ewiglich währt, weil sie ein göttlicher Funke ist, der gute Herzen weitet, gleichgiltigc aufrüttelt und selbst in das böse nnd verstockte Herz einen Strahl des ewigen Lichts nnd der Freude sendet. Gott gab uns die Liebe nnd seilt eingeborner Sohn das Evangelium der Nächstenliebe, das ist nnd bleibt des Weihnachtsfestes dan-ernder Inhalt, und darum ertönet alle Jahre wieder der dankbare Nnf: «Ehre sei Gott in der Höhe!» Frieden wird es wieder werden, sahen wir doch zwischen England nnd Russland in Indien, zwischen Deutschland nnd Spanien und sehen soeben anf der Balkan-Halbinsel die Sache dc3 Friedens triumphiereu, Auch in uuserer inneren Politik schwindet mehr und mehr die ungesunde Schärfe, die Erbitterung, der Hass, — Fricde in der Monarchie ist das Gebet der besten Mäliner im ganzen Reich. Die gute Sache ist die ge-gerechte, und sie wird siegen! Es ist die Sache der Liebe! Der Stern der Liebe, der den Weisen im Morgenlande den Weg znr Hütte zeigte, in welcher sie fromm und beglückt die Schätze dieser Welt für eiuen eiuzigeu Blick der Liebe aus den Augen des Christ-tindleins eintauschten, er ist nicht untergegangen! Mil-lioueu Lichter glänzen von den Tannenbäumen hernieder, aber heller und glänzender strahlen Glück und Liebe ans den Augen der Zufriedenen. Wohl dringt aus Milliarden Tannenzweigen ein Stückchen von des Waldes Duft und Poefie in die Herzen und in unser Familienleben, aber poetischer und dnftiger ist der Hauch der Liebe, welcher inniges Glück und freundliche Milde verbreitet. So sei uns den gegrüßt, du herrliche, gna-dcnbringcnde und frohe Weihnachtszeit und nähere uns der Erfüllung deines Sanges der himmlischen Heerscharen: «Ehre sei Gott in der Höhe, Friede auf Erden und den Mrnfcheu ein Wohlgefallen!» Der Waffenstillstand zwischen Serbien und Bulgarien ist auf Gruud der vou der Militä'rcommissiou vereinbarten Vestimnmngcn bis 1. März k. I. vorgestern abends unterzeichnet worden. Der serbisch-bulgarische Krieg ist sonnt definitiv becudigt; deuu dass die Krieg» führenden an eine Wiederaufnahme der Feindseligkeiten auch uicht im cutfcrutesten deuten, das geht aus der langbemessenen Dauer der Waffeustillstandsfrist ebenso sehr hervor, wie aus dem Umstände, dass die sofortige Ernennung der Delegierten für die Fricdensverhand-lungcn ausdrücklich in die Waffcnstillstands-Bedingun-geu aufgenommen ist. Was jetzt zur Ausführuug dieser Convention au militärischen Maßnahmen noch zu folgen hat. ist von untergeordneter Bedeutung. Der Schwerpunkt des Interesses ist nun wieder in die diplomatische Action verlegt, für welche die Aeeudigung des serbisch-bulgarischeu Krieges nur die Beseitigung einer störenden Episode bedeutet, allerdiugs eiuer sehr ernsten und bedenklichen. aber immerhin doch nnr einer Episode. Die Diplomatie steht heute da, wo sie vor Aus« bruch des Krieges gestaudeu, vor dem ungelösten Knoten der ostrumelischeu Frage, an der der Krieg uichts geändert hat, als die Gesichtspunkte, von welchen aus die Lösung uuteruommen werden muss. Die Erkenntnis, dass Völker, welche um ihre Freiheit und Selbständigkeit ringen, nicht mit diplomatischen Kunstgriffen nach Belieben hin und her geschoben werden können, wie die Figuren auf einem Schachbrctte, ist vorläufig die einzige Frucht dieser blutigen Episode. Nur wenn diese Erkenntnis von den Mächten vollauf gewürdigt und ihrer Entscheidung über das Schicksal der Balkanstaateu zugrunde gelegt werde» wird, dann ist dieser Krieg uicht umsonst geführt worden, selbst von deu Besiegten nicht. Der Waffenstillstand wnrde unter folgenden Bedingungen unterzeichnet: «Die Militär-Commission hat, nachdem sie die am Tage der Einstellung der Feindseligkeiten eingenommenen Stellungen uud die von den Vulgareu erfochtenen Siege in Erwägung zog, beschlossen: Feuilleton. Das Wcihuachts-Märchen. Ohne Frage ein wenig zweifelhaft klingt die liebliche Stimme,'welche spricht.- «Dürfeu sie alle mit hereinkommen, Taute?» Der Arm des im dunklen Nahmen der Thür crschieneueu Kiudcs macht eine so weitbedeuteudc Beweguug, dass die Zurückhaltung wohl begründet erscheint, mit der die im Zimmer Befindliche sich erst erkundigt- «Wie viele seid Ihr denn?» Dranheu auf dem schon'fast lichtlus im frühen Dämmerjchem drs Dezcmberabeuds liegenden Vorflnr des klemen Hanfes veranlasst die Frage flugs eiu allgemeiues Anstrengen ber Addierkünste, ein Durcheinander zählender, heller Alumnen. „.. . Aber noch ehe die letzteren zur Eliugung, zum eudgiltiaeu Resultat gelangen können, klingen ste alle Wammen in einem' Aufschrei jubelnden Eutzückeus. ^uer über die Straße, durch deu tiefen, lockeren Schnee stampfend, ist eine rothbäckige Dicustmagd m das Haus gekommen, mit frendig verklärtem — wer "der was trüge dies letztere heute uicht? — Gesicht Meldend: «Die Klciueu vou Secretärs möchten hcim-tuuuneu: es würde beschert!» Und die Kleinen von Sceretärs uicht nur, nein, ^e ganze muntere Schar stürzt in unbeschreiblicher Aufregung von danuen. auf dass nur ja die kommcudeu M'udeu um keinen Augenblick verzögert werden; kaum bass dem so überströmend gastfreundlichen Töchterchen ""ch ein hastiges Adieu zugenickt wird. Mit den braunen, rundlichen Händen am Schürzchenzipfel drehend uud zerrcud, sehusüchtigc Erwartung im Blick und um deu kleinen, rothen Mnnd, schmiegt sich das Kind an die Knie der Fran, die im letzten Licht des scheidenden viernndzwanzigsten Dezembers immer noch fleißig die Nadel durch das Linuen gleiten lässt. «Warum geht das Christkiud erst zu Secrctärs uud dann zu uns? Wann kommt denn das Christkind zu mir? Kommt es bald?» Die Augen des kleinen Geschöpfes schweifen ungeduldig zum grauverhangenen Himmel hiuauf uud dann durch das Zimmer, bis sie an dem Märchenbuch hängen blcibeu, das vor Klein-Hanuchen auf dem Fenstersims liegt. «Ich werde dir unterdes etwas vorlesen, Tante Maria!» Von den jungen Lippen ernsthaft und mit einer gewissen feierlichen Würde vorgetragen, klingt durch den Raum eine der lieblicheil Weisen, die den Valid füllen — in deueu das Volk stets das Wunder zum Sieger über alles Widrige, auch über deu Sensenmann mit der Hippe macht nnd die Freude zur Köui-giu der Welt nud deu Kiuderglauben an das Uebcr-natürliche zum Zauberer erhebt, der die Erde mit gol-deucn Schleiern und duftenden rothen Rosen bedeckt. «Du musst nicht denken, dass die Natur still uud «todt ist die ganze Zeit hindnrch, dass der Winter «da ist nnd der Schnee liegt. In der Nacht, in «welcher der Heiland geboren ward, erliält in der «ganzen Schöpfung alles, was da ist, Stimme und «Leben. Thiere, Pflanzen, selbst die Steine, was «immer sonst stumm ist. vermag dann zu sprechen, «damit es den Herrn loben kann. Auch stehen in «der heiligen Nacht die Bäume im Laubschmuck, die «Sträucher voll Blüten, selbst das kahle, abgestorbene Holz beginnt wieder zu grünen und zu «schwellen —» Die rascher sinkende Dunkelheit veranlasst die arbeitende Hand wohl, sich plötzlich über die Seite des Buches zu decken. «Lass, es wird für dich zu dunkel zum Lesen wie für mich zum Näheil!» Das Kiud hebt die Augen groß nnd lächelnd empor. «Wolleil wir aufpassen, ob das Christkiud am Fenster vorbeifliegt?» Sie thun danach. Ganz still und unverwaudt schauen sie in die graue Dämmerung, die draußeu vor deu Scheiben liegt. Uud Hannchen schmiegt sich in bangfrendigcr Erwartung immer enger in ' den Arm, in dessen Umschlingung ihre kleine Gestalt ruht. Einmal trippelt eine weißlockige Frau herein, Maria's Mutter, die dcu ganzen Tag über schon in der guten Stube schafft und kramt uud entsetzlich viel zu thun hat. weil sie darauf besteht, niemanden in das geheimnisvolle Reich ihrer Thätigkeit zu lasseil und alles allein und als Ueberraschnng für «die Kinder» zu bereiten, für die Tochter, für Klein-Hannchrn nnd deren Vater, den juugen Witwer, der zum Fest von weit her in das stille Häuschen gekommen ist, um sein Kind zu sehen, das dort erzogen wird. «Ist Fritz nicht hier? Er sollte mir etwas ans-snchen helfen!» fragt die alte Frau geschäftig. «Pst! Leise!» macht die Kleine besorgt. «Ich habe ihn nicht gesehen!» sagt Maria, und Laibacher Zeitung Nr. 394 2424 24. Dezember 1885. 1.) Einen Waffenstillstand bis znm 1. März behufs Abfchlnsfes des Friedens. Wenn der Friede bis dahin nicht unterzeichnet wnrde, fo ist der Waffenstillstand von Rechtswegen verlängert. Sollte derselbe jedoch nach dem 1. März gebrochen werden, fo müsste die Kündigung desfelben zehn Tage vor Wiederaufnahme der Feindseligkeiten erfolgen. 2.) Die Ränmung Bulgariens feitens der Serben bis zum 25. d. M. nnd die Räumung Serbiens feiteus der Bulgaren bis zum 27. d. M. Die geräumten Gebiete werden füuf Tage nach crfolgtcr Räumung von den nationalen Truppen befetzt, während die administrativen Behörden ihre Thätigkeit am Tage der Räumung wieder aufnehmen. 3.) Die Grenze beider Staaten dient zur Ab-grenznng einer zn beiden Seiten der Grenzen anf eine Entfernung von drei Kilometer zu errichtenden neutralen Zone. 4.) Die ferbischen und bnlgarifchen Delegierten werden die Fragen inbetreff der Verwundeten und Gefangenen regeln. 5.) Die mit den Friedensverhandlungen betranten Delegierten werden sofort ernannt. Politische Ueberftcht. Inland. (Die österreichisch - ungarifche Zoll-conferenz) hielt vorgestern mittags im nngarischen Handelsministerium die zweite Sitzung ab. Die letzte Sitzung fand gestern statt, nnd kehrten sodann die Vertreter des Ministerinms des Aeußern und des österreichischen Finanz- nnd Handelsministeriums nach Wien zurück. (Niederösterrcich.) Se. Majestät der Kaiser hat die vorjährigen Beschlüsse des niederösterreichischen Landtages, betreffend die Abänderuug der Wiener Gemeinde-Ordnung, fanctioniert. Dnrch die revidierte Gemeinde-Ordnung wird das Gemeinde-Wahlrecht auf die Fünfgnlden-Mänlier ausgedehnt nnd den Lehrern das Wahlrecht für die Gemeindevertretung znerkannt. (Ans dem galizifchen Landtage) liegen erfreuliche Meldungen vor. Derselbe hat den Ruthcncn Bereznicki in den Laudesausschuss gewählt, so dass jetzt die Ruthem'n anch in dieser wichtigen Körperschaft vertreten sind. (Die Pressc Oestcrreich - Ungarns nnd Serbiens.) Die Belgrader Journale erheben, und nicht ohne Grund, bittere Beschwerde über das Verhalten einzelner slavischer Blätter Oesterreich-Ungarns gegenüber Serbien während der Daner des Krieges mit Bulgarien. Die politischen Beziehungen, welche Serbien zn Oesterreich-Ungarn seit Jahren nntcrhält, hätten doch mehr Rücksicht nnd Objcctivität verdient, als sich bei der Serbophobie uud Bulgaromanie einiger Journale kundgab. Speciell den kroatischen Blättern wird in Belgrad znm Vorwurfe gemacht, dass sie durch solches Auftreteu alles andere erzielen werden, als die Beilegung des serbokroatischen Stammcsstreites, welche gerade in Agram — allerdings mit mehr Emphase als Aufrichtigkeit — so driugeud gefordert werde. Anslaud. (Der Waffenstillstand zwischen Serbien und Bnlgarien) ist unterzeichnet, die Räumnng der occnpierten Gebiete im Zuge, nnd die Ernennung von Frirdensnnterhändlcrn hat sogleich zu erfolgen. Der Weihnachtsspruch: «Friede deu Meuscheu auf Erden!» kommt uun auf dem serbisch-bulgarischeu Kriegsschauplatze rechtzeitig zur Gcltuug uud wird dadurch wohl auch auf der übrigen Baltan^Halbinsel iu Geltuug bleiben. Eiu willkommenes Weihnachtsgeschenk, das Europa den von Erfolg gekrönten Friedensbemü-huugen der Großmächte zu verdaukeu hat. (Frankreich.) Aus den bisherigen Verhandlungen der französischen Abgeordnetenkammer über die neuen Tonking-Credite von 80 Millionen Francs ergibt sich, dass die Regierung, welche aus dereu Bewilligung eiue Cabiuetsfrage macht, uur eiuen kleinen Theil der Rechten für sich, den größeren aber sammt den Nadicalen gegen sich haben wird, wodurch das Schicksal der Vorlage bereits sehr gefährdet erscheint. (Die madagassische Frage.) Ein in Paris vorgestern cingetroffenes Negicruugstelegramm meldet deu Abschluss des Fncdeus mit deu Hovas. Ein Gerücht will wissen, der Friedensvertrag gestehe Frankreich das Protectorat über ganz Madagaskar zn. Frankreich würde deu französischen Ministerresidenten mit Escorte uud einem Geschäftsträger für Aeußercs in Tananarive nntcrhalten. Die Franzosen würden Tama-tave bis Bezahlung einer Kriegsentschädigung von zehn Millionen occnftieren. Tagcsncmgtcitcu. Se. Majestät der Kaiser haben, wie das ungarische Amtsblatt meldet, für die durch eiueu Bergsturz verunglückten Bewohner von Grahovo 500 fl. zn spenden geruht. — (Schutzmaßrcgeln gegen die Cholera.) Die infolge des Auftretens der Cholera im Venetianischen angeordneten Schntzmaßrcgeln in den österreichischen Grenzstationen, über die nns bereits telegraphisch berichtet wnrde, sind, wie in der «Wiener Zeitung» mitgetheilt wird, auch in den Eisenbahn-Stationen Pontafel nnd Cormons getroffen worden. Diese Maßregeln betreffen die Einstellung des directen Verkehrs von Personcnwaczgons zwischen Italien und Oesterreich, die ärztliche Revision der ans Italien kommenden Reisenden nnd ihres Gepäckes in Ala, Pontafel «nd Cormuns, eventuell die Desinfection von mit Excrcmentcn verunreinigt bcfnn-dener Wäsche, Kleidungsstücken uud Effecten in diesen Stationen, und in Ergänzung dieser Maßregel die sanitäre Revision des nnter Zollvcrschlnss ans Italien anf den Inlands-Zollämtcrn anlangenden nnd des an den Grenzstationen nnrcvidiert gebliebenen Reisegepäckes. — (DasDnell in der preußischen Armc e,) Berliner Blätter verzeichnen folgenden Veitrag zur Anf-fassnna. der Dncllfragc: Bei verschiedenen Armeecorps, wenn nicht bei allen, werden ehemalige Studenten, die einer Verbindung angehört haben, welche den Zweikampf verwirft, gar nicht zum Ofsicicrs-Examen zngclafscn. — (Ammen dien st eines Hnnd es für ein Reh.) Auf der Villa der Gchcimräthin Frau Gräfin von D'Onell bei Salzbnrg brachte ein Bancrswcib vor einigen Jahren ein eingcfangencs, einige Tage altes Rehkitz, Die Fran Gräfin versuchte das Rehtitz einer Hündin, , schwarzem Rattler, die gerade geworfen hatte, unterzulegen, Die Hündin ließ das Reh ohne besonderen Widerstand sangen, und so wurde das Rehkitz mehrere Wochen ansschlicßlich von der Hundsmilch genährt nnd aufgezogen, Annnc und Pflegekind blieben immer, einige Jahre, traute, innige Gefährten und Freunde, Noch heute zeigt das Reh, die Hündin ist eingegangen, für schwarze Hunde besondere Vorliebe und Zuneigung, während es Hunde mit anderen Farben stets flicht nnd fürchtet. — (Der Winter in Italien.) Aus Genua wird geschrieben: Seit einigen Tagen herrscht in ganz Italien eine Kälte, wie sie wohl ähnlich seit vielen Jahren uicht ins Land gekommen war. Nördlich vom Apennin in der Po-Ebene steigt das Thermometer anch iu den Mittagsstunden nicht über 0 Grad. Die ihres milden Klimas wegen berühmten Küsten Liguricus verzeichnen Schnecfällc, Eis und eisige Tramentaue. Iu den Straßen von San Nemo lag der Schnee einen Tag hindnrch, der klimatische Curort Neroi hat Eis schon seit einer Reih«-' von Tagen, und selbst am Fnße des Aetna, in Messina und Catania, hatte zum größteu Erstaunen der Bevölkerung die Landschaft ein weißes Winterkleid angelegt. An der geschlitzten Riviera, welche in dieser Zeit den Norden mit frischen Vlnmen versorgt, ist alles erfroren nnd die großen Vlnmenhandlnngcn dürfen sich also nicht wundern, wenn in nächster Zeit die Sendungen von Italien nur spärlich eintreffen. — (Ein praktischer Tenorist.) Aus einer österreichischen Provinzial-Hauptstadt wird uns geschrieben: Es ist wohl nichts Seltenes, dass sich Künstler und Künstlerinnen die Nlnmen selbst bezahlen, die man ihnen auf der Bühne überreicht. Einer unserer Sänger, dem Vlnmen nnd selbst grüne Lorbecrkränze für sein Ruhmes-bcdürfnis nicht gcnngcn, licß sich jüngst bei seiner Ve-nesiz-Vorstellung einen silbernen Lorbccrkranz überreichen, der ihm nichts weiter als eine kleine Leihgebür bei dein Juwelier kostete. Villig und cffectvoll! — (Ein Schatz aufdem Mccresgruude.) Im Februar d. I. scheiterte der von Cadix nach der Insel Cnba bestimmte Dampfer «Alfonso XII.» unweit der canarischcn Inseln und saut schon nach wenigen Stnnden, Da derselbe drei Millionen Francs in Gold an Bord hatte, so engagierten die Eigenthümer des Dampfers den berühmten Taucher Lambert», damit er das Gold aus dem Wrack heraufhole. Wie mm spanische Blätter melden, ist es Lamberw jetzt endlich gülnngcn, in das Wrack, das 4(i Meter ticf auf dem Grnnde lag, nachdem er dasselbe durch Dyuamit gesprengt hatte, zn gelangen und so die Kisten mit dem Golde, die dasselbe barg, an die Oberfläche zn bringen. Lambcrto bediente sich bei dieser Arbeit einer eigens von ihm constrnicrtcn Tanchergloclc. — (Schwer glaublich.) «Wir sind willens,» heißt es in einem in Ohio erscheinenden Blatt, «einen großen Theil der Berichte über die jüngsten Wirbelstürmc glänbig hinzunehmen. Wenn abcr eine Zcitnng ans Arkansas nns erzählen will, dass kürzlich eine Brise eine Bettdecke an ttU Meilen weit fortwehte nnd dann zurückkam, nm anch das Kopfkissen mitzunehmen, müssen wir uns doch Bedenkzeit ansbittcn.» — (Diegrüßtc und die kleinstc Orchidee,) Vor kurzen« gelangte eine Orchidee nach England, welche die Matrone bekümmert sich im stillen, dass die Antwort so knrz und ihr Ton so gleichgiltig ist, indes sie das Zimmer wieder verlässt. Sie weiß es nicht, die Dunkelheit verbirgt es ihr, was Maria jäh nnd fast erschrocken fühlt: dass bei dem Plötzlichen Hereinklingen des genannten Namens in ihr stilles Hinfinnen mit einemmal ein Paar Rofen auf ihren Wangen erblühten, fo glühend, wie sie dies Gesicht besessen, als es noch achtzehnjährig nnd lachend und aus jedem seiner Züge von juugem Liebesglück redend war — als nichts in ihm daranf deutete, dass es einmal kühl nnd nüchtern, verständig schaueud werden würde, wie es nun geworden ist. Weiter warten die beiden auf das Christkind. Das fliegt draußen wirklich dnrch die Nacht, die von altersher ill uuserer Vorstcllnng voll erfüllt vou Geschäftigkeit und thätiger Eile. und die viel tansendmal stärker noch beherrscht nud durchdrungen ist von der Freude unzähliger Herzen am Geben und Nehmeu uud Wirken der Liebe. Wem cs begegnet, den segnet es; wo es vorübcr-streicht, da beginnt das Blühen nnd Singen der Crea-tnr und des Ünbeseelten, von dein das Märchen spricht. Kindcraugen meinen wohl. einmal Christkinds Sternenmantel, die weißen Engelsflügcl zn fchauen. Die Alten. Großen sehen das nicht mehr, aber der Weihnachts-zanber pocht ihnen doch an die Herzen und löst das Weiche, Linde, Lichte darin aus deu Fcfseln, in die es das Leben und dessen Bitterkeit schlug, uud lässt mit der Erinnerung an die selige Kinderzeit die Sehnsucht nach dem Licbesreichthnm nnd der Herzenswärme vergangener Tage erwachen. Das Gewesene, das «Einst» erhebt sich unter der grauen Nebeldecke, welche die Zeit darüber spann; das Bewnsstsein, dass cs war, wird znr Macht, die lebendig in das «Jetzt» eingreift. Es war! Es bestand, es gehörte dir eiumal, was dciu Herz als süßesten Traum geträumt, Viaria! Abcr die fremdartige Gcnugthuug, die jetzt deiu ärmer, kältcr gewordenes Dasein stützt, entspringt nicht daraus, dass du cs eiust bescsseu hast. Sie erwuchs aus der Stuude. in welcher dir d.'r Strom des Lebens das seit Jahren schon Verlorene so nahe wieder zuführte, dafs du uur die Haud auszustrecken brauchtest, nm cs festzuhalten, uud ill der du dich abwandtest und es vorüberziehen licßcst in stolzem Verschmähen. All einem Weihnachtsabend begann, an einem Weihnachtsabend schloss der Lebensabschnitt, an den Maria zurückdenkt. An dem ersten geschah es, dass sie die Braut eiues jnngcn Verwandten, des heimlich gclicbtcu ciu-stigeu Kindheitsgespielcn wurde lind iu ihrer eigcucu Glückseligkeit ein Wuuder zu seheu vermeiute, das, zu groß und schön für diese Erde, als Weihuachtsgabe gcradewcgs vom Himmel gekommen war. Bis zn dem zweiten, crcignisschwcren Heiligabend giengen sonnige Jahre dahin, welche dem Mädchcu iu dcr Erinucruug eudlus crschciucn. Aber sie haben cin Ende geumumen. Des Bräutigams Briefe, die er von der großen Stadt alls, in welcher ihn sein Bernf fesselte, in das stille Halls richtete, wurdcu scltcuer. kälter. Maria las zwischen den Zeilen, wie sciue Liebe zu ihr cin Struhfeuer gewesen, das mm verflackert war. So kam es, dass sie in den Stuudeu eiues viernudzwauzigstcu Dezembers deu Brief schrieb, in dem sic ihrcn blonden Fritz frcigab; nicht zu sciuer Vcrzwciflung, wie die Zukuuft lchrtc, denn nach welligen Monaten heiratete er eine andere. Maria lächelte, als sie davon hörte; es störte keinen Augenblick die sichere Haltung, mit der sie durch das Lcbeu gieug — ohue ihu. ! Das freundliche, verwandtschaftliche Vcrhältuis dcs M juugcn Mannes zu dcu bcidcn Francn iu dem kleincn > Hause bcsiaud fort trotz dcs gelösten Verlöbnisses. Sie W warcu cs, die ihm mit ihrer Theilnahme zur Seite ^ standen, als dann ciue Zeit der Trübsal uud dcs Schmerzes über ihu kam, — sie wareu es. die nach dem frühcn Tode seiuer Frau seiu kleines Mädchen ZU ^ sich nahiueu uud erzogen. > Ulid wcitcr rollte das Rad dcr Zcit. Dann und ^ wauu sah Maria dcu Manu, dcu sie geliebt, wcuu er besuchsweise zu seiueu Verwandten nnd zu sciucin mutterlosen Kinde kam. Und jedesmal erfüllte ihre zärtliche Sorgfalt für das letztere ihn anfs neue nnl Dankbarkeit iiud Achtuug für sic, bis aus dcr Dam- ^ barkeit uud Achtuug Licbe ward. ^ Wie? Wcr will crgrüudcu, wic Licbe kommt! Oe^ ^ nlig, sie war da; sie vcrmochtc, dass Fritz iu cim'lU i Mumeut leidenschaftlicher Bewegung Maria zum zweiten- » mal um Herz lind Haud bat. Vicllcicht bcwcgte ihn ^ dazu der Gedauke, Auzeicheu, die er bcmcrkt zu habc» glaubte, dass sie ihu immer uoch liebe. Wcuu das seiue Meinuug war, so cuttäuschte der Erfolg ihu frel" lich. Maria richtete ihre duuklcu Augeu über ihu hll^ weg ills Blaue, uud voll ihren Lippe,: fiel das herbe ^ Wort, von dem sie wusste, dass es ihu uud sic f"l > inilncr trcuute: «Ich will nicht znm zweitenmal vei- > lafsen seiu!» « Seitdem ist alles aus. Es ist Winter nm sie gc- » worden, eiu Wiuter. auf den kein Leuz folgen kan". » Denn der Lenz — der Lenz ist er, der Einstgcliebte. » Laibachcr Zeitung Nr. 294 2425 34. Dezember 1885. bei einer Höhe von 180 Centimeter einen Umfang von 210 Centiinetcr besitzt, das größte Exemplar, welches bisher gefunden wnrde. Dasselbe stammt ans einem Garten in der Umgegend von Karthago und trng, als es von Sanders zuerst gcfehen wnrde, nicht weniger als 1500 offne Blüten. Der Baum, an welchem diefe herrliche Schmarotzerpflanze wucherte, ward unterhalb nnd oberhalb der Orchidee, welche zn den prachtvollen Catt-leya-Arteu gehört, abgehanen nnd nach England geschickt. Die Blume wog mitsamt der Verpacknng 600 Kilogramm. Hier war es nöthig, ein eignes Treibhaus zu baueu, iu welchem der Koloss an einer Kette von der Decke herunter-hängt. Die zwischen den Blättern fitzenden Blüten find Purpurroth. Im Gegensatz zn diesem Riesen stehen die kürzlich von N. King bei Port Jackson nnd später von Haweetl anch am Richmond River in Australien entdeckte Orchidee, welche dort auf Sandsteiueu zwischen Moosen gedeiht nnd nur vier bis fünf Millimeter im Durchmesser haltende Knollen treibt, anf der die eigentlichen Blätter in Gestalt zarter kleiner Fäden erfcheinen. Diese Orchidee ist nicht nnr die kleinste ihrer Art, sondern gehört überhaupt zu den wiuzigsteu Blutenpflanzen, welche man kennt. — (Vor der Hochzeit.) Die Mutter: Meiu Kind, dn behandelst deinen Bräutigam nicht gut. Jetzt darfst du mit ihm nicht so viel hcrumcommandiercn. Dn sprichst mit ihm immer im Imperativ: Geh' hin! Thn' dies oder jenes! Das ist falsch! Mit einen: Bräutigam mnss man immer hübfch in der Zukunft sprechen. Später freilich. . . .__________ Aphorismen. An dem Manna der Anerkennung lassen wir es uns nicht genügen, nns verlangt nach dem Gifte der Schmeichelei. Die Anfgabc vieler Dichtergenerationen ist keine andere, als das Werkzeug blank zu erhalten. Begeisterung spricht nicht immer für den, der sie erweckt, und immer für den, der sie empfindet, Die Geschichte hat Helden und Werkzeuge uud macht beidc unsterblich. Besondere Stände haben sich gebildet, um uns zu vermitteln, was nur durch die unmittelbarste Einwirkung in nns lebendig werden kann. Diejenigen, die, voll Empörung über die Greuel, die hcute uöch begangen werden, den moralischen Fortschritt leugnen, vergessen, dass ihre Empörung es eben ist, welche ihn bestätigt. Nichts bist du, nichts ohne die anderen. Der verbissenste Misanthrop braucht die Menschen doch, wenn auch nnr, um sie zu verachten. Was du bekrittelst, hast du verloren. Die Katzen halten keinen für eloquent, der nicht miauen kann. Wie theuer du eine schöne Illusion auch bezahltest, du hast doch einen guten Handel gemacht Wir tonnen es im Alter zu nichts Schönerem bringen, als zu einem milden uud anspruchslosen Quietismns- Bei den Hottentotten ist nicht einmal Napoleon berühmt. Und sie wünscht, des Ringens müde, nur das Eine, dass sie stark uud eingedenk des Unabänderlichen bleibe: dass das Blühen nun vorbei ist. Oder wäre es das nicht? Wie sagt das Märchen von dem Wunder der Weihenacht? «Das Stumme erhält eine Sprache, das Abgestorbene beginnt wieder zn blühen!. Vermagst du das zu wirken, göttliches Weihnachtskind? Indes neigt sich die schwere Geduldsprobe, welche das Warten für Hannchen ist. ihrem Ende zu. Im letzten Augenblicke, ehe das Kind mit einem Iubelschrci iu das lichtdurchstrahlte, geheimnisvolle, wonnebergende Zimmer stürzen darf, kommt Fritz, und dann thun sich die Thüren auf und Großmütterchens «Kinder» dürfen eintreten in Christkindes Neich. Lichterglanz, Klein-Hannchens laute Freude, Gaben, die geschenkt, Galen, die empfangen werden wollen, — die Wirklichkeit umfängt Maria wieder. Sie lässt sie schauen uud reden wie sonst, sicher und heiter, dass sie es selbst kaum zu begreifeu vermag, wie die Erinnerungen vorhin mächtig über ihreu kühlen, verständigen Kopf werden komiteu. Die traumweckende Dämmerstunde ist vorüber, des Märchens Herrlichkeit scheint vorbei. Scheint! Denn in Wahrheit ist das Weihnachtsmärchen nicht draußen im Dunkeln geblieben; es ist Mit hereingehuscht in die helle, stimmcudurchwirrte Slnbe. Ob'sie gleich sagen, es sei eigentlich ein Hciden-tiud, seit Jesus Christus auf Erden wandelte, ist es den Spuren des Erlösers gefolgt. So braucht es auch hier nicht fern zu verharren. Es steht uuter dem grü-nen Tannenbanm, mit großen, lächelnden Augen still drs Momentes wartend, iu dem es vortreten wird, um den trotzigen uud verzagteil Herzen, die da an kein Local- und Provmzial-Nachrichtelt. — (An unsere Freunde.) Die .Laibacher Zeitung» tritt heute in neuen, Gewände vor ihren geschätzten Leserkreis. Indem wir uns an der Neige des Jahres verpflichtet fühlen, allen Frcnndcn nnsere's Blattes ein Wort des Dankes für die mehrfachen freundlichen Anerkennungen ansznsprechen, ersuchen wir gleichzeitig um die Fortdauer dieser frcuudlichcu Gefiunnng, um weitere Beiträge uud Mittheilungen alts allen Gauen nnscres schönen Vaterlandes. Je größer nnscr Freuudeskreis seiu wird, desto mehr werden wir zu leisten vermögen. In eminent patriotischer Mission wird unser Blatt auch in Zutuuft seiue Pflicht als vcrlässlichc Zeitchrouik sich stets vor Augen halten. Dass wir hierbei auch dem localen Theil des Blattes eine besondere Aufmerksamkeit zuweuden werden, braucht wohl uicht erst besonders betont zn werden. Die Knnstrubrik wird allen Vorkommnissen am Theater nnd in der Musitwelt sowie bemerkcuswerteu Erscheinungen auf dem Felde der Literatnr die eingehendste Pflege znwcnden. Endlich wird das Feuilleton nebst einem stets laufenden Roman täglich einen abgeschlossenen Aufsatz briugcu. Unser Feuilleton hat bisher schon allgemeinen Anklang gefunden; wir werden bestrebt sein, die diesbezüglichen Hoffnuugen und Erwartungen anch in Hin-knnft nach Möglichkeit zu befriedigen. Das ist nnser Programm. — (Die Cholera in Trieft.) Die Acfürchtun-geu, dass die Cholera, die in Vcuedig vor kurzem wieder aufgetaucht ist, auf österreichisches Gebiet verschleppt werde, war leider keiue uubegrüudete. Schou vorgestern circu-lierten in Trieft beunruhigende Gerüchte über Cholera-Erkraukuugen. Eine neuerliche, gestern nachmittags aufgegebene offieictte Depesche meldet mm: «Ein älterer Kohlcnarbciter, welcher anf dem am 20. d. M. aus Venedig in Trieft angelangten uud am 21.d.M. mit vorangegangener Revision zur freien Pratica zugelassenen Lloyd-dampfer «Triefte» beschäftigt war und angeblich durch zwei Tage an Diarrhöe litt, erkrankte gestern morgens nntcr allen Symptomen der Cholera und starb hente früh im Krankenhanse anf einer vollständig isolierten Ab-theilnng. Die strengste Separiernng der 'Wohnnng und der Mitbewohner des Verstorbenen ist veranlasst.' Ein anderer, 25 Jahre alter Kohlcnarbeiter, dessen allfällige Ansteckung nicht eruiert werden konnte nnd der nach eon-ftatiert längerem Unwohlsein am 21. d. M, früh, mit Krumpfen und Diarrhöe behaftet, ins Hospital aufgenommen, von einer städtischen Scmitätseommission aber als nicht choleravcrdächtig erklärt worden war, starb gestern morgens. Die heute vorgenommene Section ergab kein positives Resultat.» — (Die Handels- und Gewerbcka mmer für Krain und die Uufallvcrsicherung.) Die bevorstehende Wiedereiubringuug der Regierungsvorlage über das Unfallversichernngsgefetz im Abgeorductenhause hat die Laibacher Handelskammer veranlasst, in einer Petition an das k. k. Handelsministerium ihre Wohlmeinung abzugeben. Unsere Kammer kann nur iu eiuer allgemeinen Versicherung der Arbeiter nnd der unteren Beamten gegen Unfälle und Arbeitsunfähigkeit die einzige solide Fürsorge für das Wohl der Arbeiter nnd die alleinige Gewähr gegen das Ueberhandnchmen socialer Strömungen erblicken. Weil aber die auflaufenden Lasten Wunder für und in sich glauben wollen, zu beweiseu: .Seht, ich bin da, ich bin in Wirklichkeit, ich lebe!» . Maria beschäftigt sich beharrlich mit Klein-Hann-chen und den Herrlichkeiten, über welche diese Stnnde dieselbe znr Königin gemacht hat. Ihr Herz will dabei schier springen von Zärtlichkeit für das glückselige, ge-schäftlge kleine Wesen; ihr kühler, verständiger Kopf findet seltsamerweise fort nnd fort keinen anderen Gedanken, als den einen, beständig wiederholten: dies Kind all ihr Lebelang zn lieben/ lieben, lieben. Fritz starrt in den bunten Kerzcnschein; die alte Fran beobachtet. Sacht rinnen die Minuten vorüber. Und zwischen den harzdnftenden Tanneuzwcigen lanscht das Märchen nnd wartet. «Ein jedes Jahr bringt folgende Blätter, ein jedes absterbende, ein jedes nene Freuden!' Es ist Grohmntterchcn, die so spricht nnd die ill dem Zinnner eingetretene Stille unterbricht, lind ihre frenndliche Stimme fährt fort: «Die Liebe höret nimmer anf!» Was ist es, das plötzlich wonnig wie Veilchen-dnft und Maifonue das Zimmer erfüllt? Ein Früh-lingswnnder in der Winternacht! Die Gewalt des Märchens, das sich hoch nnd strahlend anfrichtet! «Nimmer!» wiederholt Maria. Ihren Fingern entsinkt das Spielzeug, ihr Vlick sucht Fritz, ihre Hand findet die seine. 'In einen, Schlag einen sich ihre Herzen. Das Märchen ist Wirklichkeit geworden, und die Zanberniacht, welche dieses Wunder vollbracht, es ist die Liebe, welche nimmer anfhört, die Liebe, die ewig, endlos ist. einer solchen Versicherung nnr dann zn erschwingen sind, wenn diese auf breitester Basis geschieht, so ist die Errichtung einer Reichsversicheruug nothwendig, sowie dass alle Arbeiter des Gewerbes, der Iudustrie, des Handels nnd der Landwirtschaft (bis zur Grundsteller von 100 fl.) hiezn obligatorisch herangezogen werden. Die Kammer schlägt daher die Errichtung eines Reichsversicherungs-amtes uud mehrerer Provinz-Versicherungsämter vor und legt über die Organisation dieser Behörden ein vollständiges Statut bei. Damit jedoch diese Organisation keine zu complieierte werde, schlägt die Kammer vor, dass dieselbe in folgender Art gefchehe: 1.) nach bestimmten Ge-bürenclassen; 2.) nach diesen Classen entsprechenden Pro-centsätzcn - 3.) nach bestimmten Lohnäqnivalenten, beziehungsweise Lohnclassen, Der Gcbürcnclassen hätte es sieben zu geben, nnd sind der Petition hierüber in einer Beilage detaillierte Berechnungstabellen beigefügt. Die Versicherungskosten selbst haben vom Arbeiter und Arbeitgeber getragen zu werden, und zwar im Verhältnis wie 1:2. — Einen ausführlichen Bericht über die jüngste Kammer-sitzung werden wir demnächst nachtragen. — (In Sachen der Nenjahrsgratnlatio-ncn,) Der Stadtmagistrat hat vor kurzem wie alljährlich eiueu Aufruf ill deu Zeituugen veröffentlicht, worin zur Löfung voil Enthebnngskarten bezüglich der üblichen Neu« jahrs- uud Namenstagsgratulation eingeladen wird. Wir crlanben nils, die Aufmerksamkeit unserer geehrten Leser auf diesen Anfrnf zu lenken, nnd bemerken insbesondere, dass heller die erwähnten Enthebungskarten, deren Erlös in den städtischen Armenfond fließt, nicht bloß wie bisher bei Herrn Ka ringer am Nathhausplatze nnd bei Herrn Sch äffer am Congressplatze znr Abnahme bereit liegen, sondern infolge Gemcinderathsbeschlnsses auch ins Haus werden zugeschickt werden. Schon des wohlthätigen Zweckes wegen mnss man wünschen, dass die Enthebungskarten großen Absatz finden, aber anch im eigenen Interesse sollte das P, T. Pnblicum den nmfassendsten Gebranch von diesen Karten machen, damit der abgeschmackten Sitte oder vielmehr Unsitte der Vifitkarten-Ueberschwennnungen, welche sich seit einigen Jahren eingebürgert hat und immer größere Dimensionen anzunehmeil droht, ein Ende gemacht werde. Allerdings müsste sich zu diesem Behufe jedermann des Rechtes, das er dnrch Lösuug der Ent-hebnngskarten erworben, auch factisch bedienen, er dürfte also seine Nächstenliebe nicht — doppelt bethätigen. — (Hilfe für Oberkrain.) Für die Ober-krainer, welche dnrch das Anstreten der Wildbächc so arg geschädigt worden sind, hat der Bezirksvorstcher des Sanct-Iatobsviertels, Magistratsbeamtcr Herr Karl Lahainer, den Betrag von 44 fl. 64 kr. gesammelt nnd dem wohlthätigen Zwecke zugeführt, für welche Weihnachtsgabe die armen Obertrainer den edlcrn Spendern herzlich dankbar sein werden. — (Christbanmfeie r.) Mittwoch, den 6. Jänner, lllll 4 Uhr nachmittags findet im hiesigen ElisabethKindcr-spitale eilt Christbaumfest statt, zu welchem alle Gründer, Wohlthäter lind Freunde dieser Anstalt eingeladen werden. Die Spenden, anch die geringsten Gaben zu dieser Feier, welche zn Gunsten der armen trait ken Kinder abgehalten wird, übernehmen dankbarst und bereitwilligst die Vcrwaltnngsräthinnen: Fran Iakobinc Kastner (Vurg-platz Nr. i, I. Stock), Fräuleiu Iosefiue v. Naab (Alter Markt Nr. 9, 1. Stock) und Frau Iakobiuc Sup an (Schcllcnbnrggasse Nr. 3, II. Stock), sowie die Oberwär-term im genannten Sftitale (Polanastraße Nr. 18). — (Vereinswesen.) Im Laufe des Monates wnrden eiil Lcseverein in St. Martin bei Laibach und eine Bundesgruppc des deutschen Vöhmcrwaldbundes in Laibach gegründet. Die vorgelegten Statnten erhielten die Bestätigung der k. k. Landesregierung. — (Die Christ baum feier der hiesigen freiwilligen Feuerwehr), welche am Samstag, den 26. Dezember (Stcfanitag), nm ll Uhr abends beginnt, findet im Glassalon der Casino Rcstauratiou statt. Bei der Feier wird die vollständige Musikkapelle des 17. In-fauterie-Regimeutes Freiherr von Khnn mitwirken. Für die nach der Christbanmfcier stattfindende Tombola und Lotterie, deren Reinerträgnis dem Feuerwehr-Kranken-fonde gewidmet ist, sind seitens der zahlreichen Freunde der freiwilligen Fellerwehr eine große Anzahl schöner und wertvoller Gewinste gespendet worden. In Aner-teunuug der humaucn Tendenz dieses Institutes ist seitens des Pnblicums eine rege Betheiligung zu erwarten. -— (Weihnachten der Armen,) Für die Laibacher Volksküche haben anlässlich der Weihnachtsfeiertagc gespendet: Frau Jeanette Rech er als oberste Patrcmcsse dieses Institutes zur Beschaffung von Weihnachtsbroten den Betrag von 10 fl; der Herr Landtagsabgeordnete Ritter von Gutmansthal-Nenvenutti den Betrag von 20 fl; die Frau Johanna Freiin von Rastern den Betrag von 10 fl., Herr Rudolf Kirbisch spendete der Volksküche 25 Kilo Mehl, Herr Bäckermeister Jean Schrey 173 Stück Vretzcn, Herr Restaurateur Rudolf Köuig ein Hektoliter Bier. — Für die Pfründner im städtischen Armenhause Hal Herr Restaurateur Rudolf König ein Hektoliter Bier gespendet. — (Ein Wechsel falscher.) Vom Landesgerichte ill Klagenfurt wird der 43jährige Eisenhändler Franz Roß mann steckbrieflich verfolgt, weil er Wechselaccepte Saikdjer 3citiutß Wr. 294 2426 24. Dezember 1885. im Betrage uou mehreren tausend Gulden gefälscht und sich sodann geflüchtet hat. Nußmann ist mittelgroß, hat blonde Haare, blonden Schnurr- und Kinnbart. — (Renovierung der St. Ialvbskirche in Laib ach.) Die St. Iakobs-Stadtpfarrkirche in Laibach, welche anlässlich der Anwesenheit Sr, Majestät des Kaisers in Laibach durch die uueriuüdliche Fürsorge des Herrn geistlichen Rathes, Stadtpfarrers Rozman von anßcu geschmackvoll renoviert worden ist, soll unu auch von innen stilgerecht hergestellt werden. Die Pläne für die Renovierung sind vom Baumeister Herrn Faleschiui in Laibach und dein Architekten Herrn Robert Milovics in Graz entworfen, und wird sofort nach Neujahr mit den Reuovierungsarbeiten begonnen werden. Die Arbeiten wnrden dem Herru Baumeister Faleschiui übertragen. In erster Linie soll die im Jahre Kilil) seitens des Iesuiteuordeus erbaute, dem heiligen Fraueiscus H'a-verius geweihte schöne Kapelle, welche prachtvolle Stucea-turarbeiteu am Plafond nnd an den Wänden birgt, die aber dnrch unverständige Ueberweisuugeu total ruiniert worden ist, vollkommen in den früheren Stand verseht werden. Sodann gelangt das Preöbytenum, welches die künstlerisch schönen Gemälde unseres verstorbenen heimatlichen Künstlers Johannes Wolf birgt, uud hierauf das Mittelschiff an die Reihe, welches bis nnn jedes male^ rischen Schmuckes entbehrte. Das seitens des hochwürdigcn Herrn Stadtpfarrers Rozman bethätigte Streben, die schöne St. Iatobskirche in künstlerischer Weise stilgerecht zu renovieren, verdient alle Anertenuung uud allseitige Unterstützung. — (We ihnachts "- Vorstellungen im C v l> legium Mariauum.) Alljährlich werden in dieser Anstalt zu Weihnachten entsprechende Vorstellungen gegeben. Heuer tommt das reizende, von S. Purschkc gedichtete nnd von H. G. eomponierte Liederspiel «Hoch Oesterreich!» zur Aufführung, das wegcu seiner patriotischen Tendenz Aufmerksamkeit verdient. Nacheinander treten als Vertreter der einzelnen Kronländer Knaben in Landestracht anf, prcifcn ihre Heimat, woranf der Chor den angeregten Gefühlen musikalischen Ausdruck gibt. Für die Kostümieruug wurde viel Sorge getrageu; das Auf treteu der einzelnen Kronländer bietet einen überraschenden, die Gruppe aller aber einen imposanten Anblick dar. Das Liederspicl wurde für deu Waisen-Hilfsvereiu in Wien gedichtet und eomponiert, im vorigen Jahre znm ersten male im Mnsikvcreinssaale anfgeführt und errang einen glänzenden Erfolg. — Die Anfführnngen — in dentscher sowohl als slovenischer Sprache — werden durch Einladungskarten nnd Placate bekanntgegeben werden, — (Ans dem Armee-Verordnungsblatt e.) Das gestern erschienene «Verordnungsblatt für das k. t. Heer» ist ziemlich umfangreich. Es publiciert die Ernennung vuu 631 neuen Reserve-Lientenants in der Infanterie. Ferner wurden ernannt: 114 neue Reserve-Lientenants iu der Cavallcrie, 9!) in der Artillerie, !) in der Genie Truppe, 2 im Pionnier-Negiment, 7 im Eisenbahn- uud Telcgrapheu-Negimente, 17 in der Sanitäts Trnppe, !!1 in der Train-Truppe nnd 4 in den bosnisch herzegowinischen Truppen. Ferner publiciert ciue Verorduuug des Reichs-Kriegsministeriums eine Auzahl vou Ernennungen zn — (Christbaumfcicr der Kleinen.) Im Erziehungsinstitute der Fräulein Victorine, Gabriele uud Emma Nchn wurde gesteru abends für die Zöglinge des Institutes ein prächtiges Christbaumsest veranstaltet. Eröffnet wnrde das Fest dnrch Bewegungsspiele der Zöglinge des Kindergartens, welche, gut nnd anmuthig ausgeführt, seiteus der auwesenden geladenen Gäste lebhaften Anklang fanden. Sodann öffnete sich das Thor des anstoßenden Gemaches, nnd in einem Meer von Lichtern erglänzte der prachtvolle Weihnachtsoanm deu stauuendcn Kleinen, welche sodann reichlich mit Wcihnachtsgaben betheilt wnrden. Die größeren Zöglinge des Institutes sangeu in gelnngener Weise ein Weihnachtslied, worauf die Schülerin der fünften Classe Engenie Treo ein vom Herrn Regiernngsrath Dr. Keesb acher verfasstes Wcihnachtsgedicht recht innig vortrug. Gegen halb « Uhr war das fchöne Fest zn Ende. — (Ein diebisches Ehepaar) wurde vorgestern von der städtischen Polizei verhaftet. Es siud dies der 37 Jahre alte Wertmeister in der Schueiderablheiluug der Strafanstalt anf dem Laibacher Schlofsberge, Johann Ncmec, nnd seine Fran Anna Nemec. Am 22. d. M. abends erfuhr die städtische Polizei, es seieu an, Ufer des Laibachflusses auf der Prulawiese große Valleu vou ver-schicdencu Stoffeu durch zwei Persouen, eine männlichen, eine weiblichen Geschlechtes, deponiert worden. Sofort begaben sich der Wachmann L n ck m a n n nnd der Detectiv Schuber auf den bezeichneten Platz uud warteten im Verstecke anf die Personen, welche diese Gegenstände abholen dürften. Nach einer halben Stunde erschienen die früher Genannten, ergriffen aber schleimigst die Flucht, als sie die Wachmäuuer bemerkten. Die Flüchtigen wnrden jedoch eingeholt uud verhaftet. Der verhaftete Werkmeister Iuhauu Nemec gestand, als ihm die bei der Hansdnrch-snchnng gefundenen Stoffe, Stoffreste, Lcinwandstücke, verschiedenes Zugehör für Schneiderarbeiten, als Zwirn, Seide, Knöpfe, Scheren, Pasfcpoils u. s. w., vorgewiesen wnrden, welche einen Wert von mehr als 60 fl, repräsentieren, dass er dieselben in seiner Eigenschaft als Werkmeister ill der Strafaustalt im Verein mit seiner Fran gestohlen habe nnd die Diebstähle schon längere Zeit betreibe, die gestohlenen Gegenstände aber verschiedenen Trödlern verkauft habe. Iohaun und Anna Ncmee wurdeu wegeu Verbrechens des Diebstahls gesteru dem Landesgerichte übergeben. — (Ein wüthender Hnnd.) Die Bevölkerung der Stadt Warasdin wurde jüugster Tage in große Anf rcgnng versetzt. Ein wüthender Hnnd trieb sein Unwesen in der Stadt lind richtete viel Unheil an; sechs Personen wurdcu vou demselben gebissen. Der kroatische Pastenr — Niemcic, dessen Cnr schon viele Erfolge anfweist, wnrde auf Kosten des Magistrates nach Warasdin entsendet, da die gebissenen Personeil sämmtlich der ärmeren Vollsclasse angehören. — (Landschaftliches Theater.) Im landschaftlichen Theater wurde vorgestern uud gestern die komische Oper «Gillette de Narbonne» vor einem glit besnchten Hause gegebeu. Die Aufführuug des Stückes am ersten Abeude war sozusagen eine Generalprobe: den Darstellern sowie dem Pnblicum war die Eigenart dieser neuartigen Mnsit fremd. Der gestrige Abend hatte Besseres aufzuweiseu, trotzdem nnr Frl. Wild au uud Frl. Neidhardt vollkommen befriedigten. Eine ans-führliche Besprechung dieser Novität müssen wir Ranm-mangels wegen für die nächste Nnmmer zurücklegen. Neueste Post. Original-Telegramme der Laib. Zeitu ng. Wien, 23. Dezember. Graf Taaffc ist so weit hergestellt, dass er ill den nächsten Tagen das Bett wird verlassen lönneu. Wicn, 23. Dezember. Seit einigen Tagen ist der Ackerbml minister Graf Falken h a y n durch eine Entzündung der Lymphgefäße an das Krankenlager gefesselt. Die Krankheit, welche infolge eines Sturzes umi der Treppe, den der Minister im Sommer gethan hat, entstanden ist, nimmt einen günstigen Verlauf. Tricsl, 23. Dezember. Nach der gestrigen Ge-lueinderaths-Sitzuiig kam es auf der Straße zn Demonstrationen gegelt und für den italienisch-nationalen Gemeiuderath Nascovich. Die Polizei uahm fiiuf Verhaftnnqcn vor. Tlirst, 23. Dezember. Die gegen Seeprovenienzeu aus dem Veiietimlischen uud das Morale bestehende 24stülldi!i,e Observation wurde mittelst telegraphischer Verfügung des Haudelsmulisterinms auf fünf Tage erhöht. (Aaz, 23. Dezember. Ill der Dynamitfabrik bei St. Lampn'cht explodierte die Waschhüttc. Drei Arbeiter bliebeu todt, drei wurden verwundet. Im Stifte Lam-precht wurdeu zweihundert Fensterscheiben zertrümmert, im Markte ebenfalls viele. ^Miduil, 23. Dezember. Die Monu'liblatter veröffentlichen eill Scheiben Forsters, ill welchem er die Meiniimi. ausdrückt, die Herstellung des Hume-Rule würde die irische Frage nicht lösen, auch mit Gefahren für Großbritannien sowie Irland verknüpft feil«. Cmlslmttiiwpcl, 23. Dezember. Ghazi Mnkhtar Pascha ist abends uach Egypten abgereist. Athen, 23. Dezember. Die Banken werden Bankscheine, im Vetrage vuu 1« Millionen, in 20 Annuitäten rückzahlbar, emittieren. Von mm au werden Noten dreier Banken im ganzen Königreiche cireulieren. LlNldschlistlchcs Theater. Freitag, 25, Dezember (gerador Tag), zum Besten der hiesigen Stadtarmcn: Der (Glöckner vou Notre - Da m e. Romantisches Drama in 6 Tableaux von Charlotte Virch-Pfciffer. Tams tag, 26. Dezember (ungerader Tag): Das Spitzen tuch der Köuigi». Operette in !5 Aeteu uon Bohrmanu Niegeu lind Richard Geuee- - Musik von Johann Strauß. Clirresplilidenz der Redaction. Karl H. in L,: Das wnudert Sie? Wer nichts nach der Welt fragt, nach dem fragt die Welt am meisten. L. Tch. in ltt.: Ueber das Gedicht wird sich Ihre Laura sicherlich mehr frenen als wir. Meteorologische Vcoliachtnugeu in ^aibach. d ^ .3 °3 ^ " " 2.^ ' 7^7M^"M,32^"-ii^^NVMaH"^^Msse?"^ ^a^ 2». 2 , N. 741.86 — 5,4 windstill Nebel ^5," " . Ab. 742.20 - 7,8 windstill Nebel Schnee Nrbrl anyaltend, Höhenrauch, nachts Schnccfall. Das .^ ^'" ?^^^ue —8,1«, um 5,6« unter dem Normale. Verantwortlichcr^Ne^ctenr: I N^a g ll c. Schwarz- und weiszseidencr Atlas 75 kr. per Meter bis fl 9.W sin je 18 vcrschicdo>n>n Qualitäten) versendet in einzelnen Roben und ganzen Stücken zullfvei ins Hans das Seidenfabrils'Depot von G. Henuebere (tö,l, Hof-licferant) in Zürich. Muster umgehend. Briefe nach der Schweiz tosten 10 lr. Porto. l159) ?-? Ostgalizicn, Grzymalow, an» 22. März 1885. Herrn Iul. Schauman», Apotheker, Stocker au. Fast durch 25 Jahre habe ich au Magenkatarrh und an damit verbundenen liebeln qualvoll gelitten. Nachdem alle Cu^ ratiousmittel, welche ich laut ärztlicher Anordnung uud der in den Zeitungen veröffentlichten Autüudiguugen versuchte, nichts geholfen hatten, gab ich fchou jede Hoffnung auf, und in Iahreu vorgerückt, zitterte ich. abgemagert, geschwächt und schrecklich ans sehend, vor dein mit Melancholie verbundenen traurigsten Ende. Doch der Erfolg Ihres Magensalzcs, den ich an H.... bemerkle, verleitete mich, noch dies Mitlel zu versuchen. Und Ihr Magen-sal', hat an mir Wunder gewirkt. Jetzt bin ich bei Kräften, im Gesichte roth — gar nicht mager — bei bestem Appetit und Ver< daueu, am Körper und am Geiste erfrifcht, nud teuue keines von meinen Leiden mehr. Jeder Dank ist zu wenig. Aber der all» wissende Vater unser möge Ihnen jene Wolilthat, welche Sie den Leidenden erweisen, tausendfach vergüten. — Mit der Vitte nm 2 Schachteln für mich uud um 2 Schachteln für meinen Sohn Paul, wohnhaft in Lcmberg, .Nlempnergasse (Ill-idi-li-»!^!, ulkülj Nr, 2, 2. Stock (beides gegen Postnachuahme), verbleibe ich Ihr dankschuldigster Diener Anton Dziopinski m. i>, cmer. Bürgcrschnllrhrcr. Zu haben beim Erzeuger, landschaftl. Apotheker in Stockerau, und in allen Apotheken Oesterreich Ungarns. Preis einer Schachte! 75 kr. Versandt von mindestens zwei Schachteln gegen Postuach« nähme. Von vertrauenswerten Abnehmern und Cousumenten kam mir die Nachricht zu. dass ab uud zu vou Eonenrrenten, die tcine Idee uon der Zusammeustellung des Maqensalzes habru, Präparate ohne irgend welchen Heilwcrt, in Schachteln, die den uon mir verwendeten ähnlich sind. verkauft werden, weswegen ich bitte, genan darauf zu achten, dass anf den Schachleln mein Namenszng sich befinde. (4A42) In lins Schau mann. ^ Julie 2itnik gibt im eigenen Namen und im ^ Namen ihrer Verwandten die üefbetrübende Nachricht, ^ ^W dass es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, ihren >W W> innigstgelicbten, nuvergesslicheu Galteu, beziehungs« W D> weise Schwager und Cousin, Herrn > 8imon litnik > ^> Gerichtsbcamteu im Nuhestaude ^^ »» nach langen qualvollen Leiden, versehen mit den ^ heiligen Tterbesacramenlen, heute um 8 Uhr früh ^ »» im 54. Lebensjahre in ein besseres Jenseits ab» W ^ zuberufen. ^ ^W Das Leichenbegängnis findet Freitag, den 25. De- D» »> zember, unl 4 Uhr nachmittags vom Trauerhause W W> Schießstättgasse Nr. 14 aus statt. ^ ^3> Der theure Verblichene wird dem frommen An< « W denken aller Freunde und Bekannten empfohleil. >> W Laibach, 28. Dezember 1885. W In uufcrcm Verlage ist soeben erschienen und durch unsere Buchhandlung zu beziehen: Urn» lllWa ill käki« »1iil!iU c. kr. vlaäni 8V6tov»,l6<: in reä»i ^avui prolesor paruclo' Liavjn,, vochl». in plim».!^ clkielnili clolirc>ll Dieses, den nenesten Standpunkt in diesem hochwichtigen Fache durchwegs wahrende Werk ist deu Mauen des Begründers der Anliseptik in der Geburtshilfe, Philipp Semmelweis, gewidmet. Damit ist die Richtung des ganzen Bnches geleunzeichnet, dessen gründliches Studium uon Seite der hiezu Berufenen ge-wiss dem Wohle unserer Franen zuträglich sein wird. Eiue sicherlich zweckmäßige Beigabe bildet ein kurzer Abriss über die erste Hilfe bei Uuglücksfälleu. Das Werk ist 20 Bogeu gr. 8" stark, mit 34 Abbildungen erläutert und kostet 2 fl. 50 lr. Laibach, 22. Dezember 1885. (5084) Jg. u. Meinmayr sl Fed. Damberg. 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