UDK 929 Smolnikar A. B.: 929 Rapp G. A LETTER OF ANDREAS BERNARDUS SMOLNIKAR TO GEORGE RAPP Karl J. R. Arndt Clark University, Worcester, Massachusetts In seinem Buch Denkwürdige Ereignisse, welches im Jahre 1838 in Cambridge erschien, stellte sich Smolnikar auf dem Titelblattt wie folgt als Verfasser dem Lesepubiikum vor: »zehnjähriger Professor des Bibalstudiums neuen Bundes am k. k. Lyceum zu Klagenfurt in Kärnthen dann Seelsorger der deutschen katholischen Gemeinde in Boston, (Hauptstadt Massachusetts in Nordamerika)«. Wie ernst ihm die Sache des Weilitfridens war und wie er diese Welt zu überzeugen versuchte, dass sie sich blind ins Verderben zu stürzen bevorstehe, ist heute noch in der Liste sedner Werke dokumentiert, wie wir sie in der Bibliographie der National Union Catalog Pre-1956 Imprints verzeichnet finden. In der Literatur der Vereinigten Staaten hat ihm Longfdllow in seinem Hyperion das VI. Kapitel mit dem Titel: The Story of Brother Bernardus, gewidmet, woraus die Einleitung als weitere Beleuchtung seines Lebens zitiert wird: »I was bom in the city of Stein ,in the land of Krain. My pious mother Gertrude sang me psalms and spiritual songs in childhood; and often, when I awoke in the night, I saw her still sitting patiently at her work by the stove, and heard her singing those hymns of heaven, or praying in the midnight darkness when her work was done. It was for me she prayed. Thus, from my earliest childhood, I breathed the breath of pious aspirations. Afterwards I went to Laybach, as a student of theology; and, after the usual course of study, was ordained a priest. I went forth to the care of souls, my own soul filled with the faith that ere long all people would be united in one church. In einem Brief von Isaac Heoker an Orestes Brownson in 1844 lesen wir: »Andreas Bernardus Smolnikar is a man of remarkable learning and curious genius.« Profesor Janez Stanonik von der Universität Ljubljana hat Longfellows Anerkennung von Smolnikar in seinem Artikel Longfellow and Smolnikar, in Acta Neophilologica, No. 1, 1968, nachgewiesen, Professor Jon Alexander, 0. P. und David Williams, haben ihre Forschungen über Smolnikar unter dem Titel: Andreas Bernardus Smolnikar: American Catholic Apostate and Millennial Prophet, in The American Benedictine Review, März, 1984, veröffentlicht. 47 Der deutsche Pionierverein hat seine Tätigseit während seiner Lebzeit unter dem Titel: Andreas Bernardus Smolnikar, von C. F. Huch, in den Mitteilungen des Deutschen Pionier-Vereins von Philadelphia, Sechzehntes Heft, 1910, beschrieben. Die Acta Neophilologica, im Jahre 1981, No. XIV, hat seine Beziehungen zu den Nordamerikanischen Christlichen Kommunisten dokumentiert, wo eine der bedeutendsten Schriften Smolnikars ausgelassen wurde, weil sie damals noch nicht entdeckt worden war. Dieses soll nun hier nachgeholt werden, nachdem wir die grosse Bedeutung von Rapp's Harmonie Gesellschaft für Friedrich Engelsens Forschung kurz vor seiner Mitarbeit mit Karl Marx am Kommunistichen Manifest erwiesen haben. Am 2. Juli des Jahres 1841 schrieb Smolnikar am Georg Rapp, den Leiter der Harmony Society zu Economy, Pennsylvania, um Hilfe zur Verbreitung seiner Friedensarbeit. Er wollte finanzielle Hilfe finden um sein Buch Eins ist Noth zu drucken und der verblendeten Welt vorzulegen. Sein Buch entnahm seinen Titel sehr sinnvoll aus der Heiligen Schrift, worin die Begegnung des heute fast vergessenen Lehrers unserer Welt dokumentiert wird. Ich zitiere Luk. X, 42: »Es begab sich aber, da sie wandelten, ging er in einem Markt. Da war ein Weib, mit Namen Martha, die nahm ihn auf in ihr Haus. Und sie hatte eine Schwester, die hiess Maria, die setzte sich zu Jesu Füssen, und hörte seiner Rede zu. Martha aber machte sich viel zu schaffen, ihm zu dienen. Und sie trat hinzu, und sprach: Herr, fragest du nicht darnach, dass mich meine Schwester lässet allein dienen? sage ihr doch, dass sie es auch angreife. Jesus aber antwortete, und sprach zu ihr: Martha, Martha, du hast viele Sorge und Mühe. Eines aber ist Noth. Maria hat das gute Theil erwählet, das soll nicht von ihr genommen werden.« Es handelt sich hier um zwei Personen, die sozusagen unsere gespaltene Welt vertreten, nämlich die auf die materiellen Dinge des Daseins mehr besorgte sowie die auf das seelische besonders besorgte: Maria und Martha. Jesus hört die Klage Marthas an und spricht dagegen: »Eins ist Not«. Er verdammt nicht die Sorge um die materiellen Nöte des Lebens, schliesslich war er obwohl Gottes Sohn, dem Wein nicht abgeneigt, das beweist doch dass er bei der Hochzeit von Cana als der Wein ausging, auch Wein im Überfluss beschaffte ((Joh. II, 1): aber das bessere Teil ist doch das was den Menschen über das rein Materielle hebt, nicht zum Asketen macht, sondern ihn als höheren Menschen kennzeichnet: Eins ist Not. Nun lesen wir Smolntikars Brief und bedenken dabei, dass er zu seiner Zeit die Nordamerikanische Welt so tief beeindruckte wie wir in der Bibliographie seiner Werke in: The National Union Catalog Pre-1956 Imprints ersehen können. July 21, 1841. Andreas Bernardus Smolnikar to George Rapp. DAS GOLDENE ZEITALTER ZUR ALLGEMEINEN ERLÖSUNG DER VÖLKER IM GROSSEN ANZUGE. Es hat den 21. Juni, 1841 die Presse verlassen: »Eines ist Noth, nämlich die glorreiche Erscheinung unsers Herrn Jesu Christi, wie sie sich in unsern Tagen durch vielfältige Zeichen, deren Erklärung in diesem Buche zu finden ist, zum allgemeinen Frieden für alle Völker wunderbar offenbaret, möglichst weitbekannt zu machen. Geschrieben von Andreas Bernardus Smolnikar, Professor des Bibelstudiums »Neuen Bundes« und Apostel Christi. Philadelphia, mit Stereotypen gedruckt im Jahre 1841. 48 Es heisst in den »Vorläufigen Bemerkungen« zu diesem Buche: »Der Leser soll versichert sein, dass er durch gehöriges Studium dieses Buches so grosse, von der himnilischen Schar Offenb. 19, 14. unter der Leitung unsers Herrn Jesu Christi vorbereitete und ausgeführte Dinge zum allgemeinen Frieden für alle Völker erfahren werden, als er es unmöglich hätte erwarten können.« Es verkünden schon seit mehreren Jahren Viele diese Erscheinung Christi, und zwar, auf verschiedene Art: Einige verkünden, dass er schon da sei: Andere, dass er sehr nahe sei und bis zum Jahre 1843 offenbar werden müsse. Alle vrsuchen, zu erklären, wie er erscheinen werde. Allein davon hat er ihnen nicht mehr eröffnen wollen, ausser, dass die Zeit seiner Erscheinung da sei: Im Übrigen hat er aber von dieser seiner Erscheinung schon durch den Apostel Johannes voraussagen lassen: »Siehe, ich komme wie ein Dieb.« Offenb. 16, 13. Ebenso, wie der Dieb, um seine bösen Anschläge auszuführen, nur seinen Mithelfern das Nöthige mitzuthei-len pflegt, hat auch der Herr bei seiner jetzigen Erscheinung denjenigen, die er als seine Werkzeuge gebrauchen wollte, nur das von seinen weisesten Rathschlüssen zum allgemeinen Frieden aliler Völker mitgetheilt, was ihnen zu wissen nothwendig war, um das zu thun, was er durch sie ausführen wollte, und es geschah Alles, was vorausgehen musste, damit von nun an eine grosse Bewegung zum allgemeinen Frieden anfangen kann, auf eine solche Art, dass die Meisten, die Augenzeugen waren, entweder nichts oder sehr wenig davon verstehen konnten, was es bedeutet und wohin es führe, und viele grosse Dinge als Zeichen der jetzigen Erscheinung Christi sind nur so vielen Zeugen, als nöthig waren, bekannt geworden. Bald im Anfange des angeführten Buches erzählte ich zum Beispiele eine Todtenerweckung als Zeichen zur Bestätigung der Erscheinung Christi, die ich verkünde. Die Person ist wirklich gestorben und ist so lange, als Christus im Grabe, todt gelegen: dann ist sie vor hinlänglichen Zeugen im Namen Christi zum Leben erweckt worden, und sie lebt und die Zeugen loben: aber die wenigsten Menschen wissen etwas davon; indem es Christo gefiel die Sache lange im Verborgenen zu halten, bis sie Alle aus dem nun erschienen Buche im Zusammenhange mit andern Zeichen erfahren werden, denn diese Todtenerweckung, obwohl sich Jedermann von deren Gewissheit leicht überzeugen wird, ist nur ein sehr geringes Glied in der langen Kette vieler tausend anderer Zeichen, welche Christus bei seiner jetzigen Erscheinung gethan hat und von denen so viele, als in dieses Buch, um es nicht zu gross zu machen, aufgenommen werden konnten, darin erklärt worden sind. Es waren verschiedene Menschen von verschiedenen Zeichen Zeugen, von denen einige diese, andere jene Zeichen gesehen haben aber es hat so wenig irgend Jemand den Zusammenhang dieser Zeichen erfasst, als man das erfasst hat, wie der Tod des letzten des Präsidenten der Ver. Staaten mit andern Zeichen der jetzigen Erscheinung Christi zusammenhange, bis man auch dieses Geheimnis in Verbindung mit tausend andern Zeichen der jetzigen Erscheinung Christi aus meinem Buche verstehen lernen wird. Man hat gleich nach dem Tode des Präsidenten zu fragen angefangen, wohin das Dampfschiff, der Präsident, verschwunden sei? Auch dieser Präsident ist zur Beleuchtung der jetzigen Erscheinung Christi gerade damals in der Tiefe versunken, als ihm das Schiff mit der Urkunde des Cleophas Tobias von Europa entgegen fuhr, welche Urkunde mir Christus schicken und am Geburtstage des Kaisers von Oestreich in seinem 7. Regierungsjahr, den 19. April 1841 einhändigen liess, um mir die Verschwörung des Dr. Joseph Pietz, theologischen Studien-Directors und Burgpfarrers des östreichischen Hofes mit einigen Andern zur Verhinderung der Verbreitung meiner Bücher zu entdecken, und der Geist Christi hat mir nach Empfang dieser Urkunde gezeigt, dem Anton Alois Wolf, Fürstbischöfe von Laibach in meinem Vaterlande Krain, das Schafskleid, womit er seine Wolfshaut bedeckte, auszuziehen und ihn in diesem Buche auf der Schaubühne in seiner wahren Gestalt allen Geistlichen zum warnenden Beispiele und zu einem viel grösseren Zeichen, als wenn ich hundert zur Beerdigung bereitete Todte zum Leben erwäckt hätte, aufzustellen, aus welchem sie lernen können, was er Ihnen wenn sie, nachdem Alles gehörig aufgeschlossen worden ist, anstatt seine Erscheinung zum allgemeinen Frieden unter alle Völker zu verbreiten, sich erfrechen würden, wie es ihr Collega Anton Aloys Wolf gethan hat, die Vorbereitung derselben zu hindern, in seinem gerechten Grimme thun werde. 4 Acta 49 Es ist jedoch in dieser Anzeige nicht Raum, mehr darüber zu sagen, ausser das ich noch aus den »Vorläufigen Berxnerkungen« S. 5 Folgendes anführe: »Jedermann wird sich aus diesem Buche überzeugen, dass er durch möglichst schnelle Verbreitung desselben unter den Christen grössere Verdienste erwirbt, als wenn er in die entferntesten Länder der Heiden das Evangelium predigen ginge. Da es 636 Seiten stark geworden ist so bezieht man im Einzelnen jedes Ecken und Rücken in Leder eingebundene Exemplar durch die Buchhandlungen zu 1 Dollar. Ich habe es den Buchhandlungen C. F. Stollmeier, Philadelphia, Pa. South 4,h No. 64, und Samuel Colman, New York. No. 14 John Street, near Broadway, um es möglichst zu verbredten, anempfohlen, aber zugleich den rühmlich bekannten Herrn Friedrich Klett zur Beförderung des allgemeinen Wohles ersucht, von denjenigen, welche mehrere Exemplare des Buches gegen gleiche Bezahlung so wohlfeil wie möglich zu erhalten wünschen, Geld in Empfang zu nehmen, und in Bücherverlag die Ordre zu geben, ihnen so viele Exemplare, als er Geld dafür empfängt, zu schicken. Auf diesem Wege kann man, wenn man mit der Adresse: »An Herrn Friedrich Klett, Apotheker in Philadelphia, Pennsylvania Geld schickt, mein Buch Dutzendweise zu 75 Cents, oder 50 Exemplare zusammen für 30 Dollar. 100 Exemplare aber für 55 Dollars erhalten. Um diesen erhält man auf diesem Wege eingebundene Bücher, und uneingebundene, wenn man zu 100 zusammen gegen gleiche Bezahlung erlangt, erhält man jedes Exemplar für 35 Cents.« Herr Klett wird die Güte haben, die Briefe derjenigen, die ihm für meine Bücher Geld schicken werden, zu meinem Gebrauche aufzubewahren, damit ich die Verdienste derjenigen, die sich bei der Verbreitung des neuen Reiches Christi auf Erden dadurch auszeichnen werden, zum Tröste ihrer spätesten Nachkommen in der Geschichte aufbewahren werden, wie auch, wenn sie es, was ich zuversichtlich erwarte, aus reiner Absicht thun, ihre Verdienste im Buche des Lebens aufgezeichnet bleiben werden. Jeder Zeitungsherausgeber wird ersucht, diese Ankündigungen in sein Blatt möglichst bald aufzunehmen, dafür er in der nächsten Buchhandlung 1 Exemplar dieses Buches auf meine Rechnung gegen 1 Exemplar der Nummer, welche diese Anzeige enthalten wird, zu nehmen hiermit eingeladen wird, damit die Buchhandlung die Nummer anstatt des Geldes für das Buch schicke und ich diese Nummern zur gelegenen Zeit dazu benützen werde, um bekannt zu machen, welche Zeitungsherausgeber sich durch die Verbreitung der glorreichsten Erscheinung Christi zum allgemeinen Frieden aller Völker Verdienste gesammelt haben. Der Friede Christi mit Allen, welche sich aufrichtig zu ihm bekehren und zur Verbreitung seiner Erscheinung das thun werden, was ihnen in ihrer Lage zu thun möglich ist: im Gegentheil hat Christus durch vielfältige in dem in diesem Aufsatze angekündigten Buche erklärte Zeichen kund gethan, dass Er Alle, welche die Verbreitung seiner jetzigen Erscheinung auf was immer für eine Art hindern, aus seiner Kirche ausschliesse, und sein Apostel sagt dazu: Amen. Andreas Bernardus Smolnikar Philadelphia den 21. Juli 1841 Ehrwürdiger Vater! Aus der gedruckten Anzeige sehen Sie dass ich in dem jetzt erschienenen Buche auch von Todtenerweckungen als Zeugnissen rede, dass auch Christus jetzt in Erfüllung der Zeiten so erscheine, wie ich seine Ankunft verkünde, und dass Er dabei so grosse Zeichen wirke, dass auch die Todtenerweckung als ein geringes Glied in der langen Kette von Zeichen, die jetzt geschehen, zu betrachten ist. Alle diese Zeichen geschehen so im Verborgenen, wie es Christus Offenbar. 16, 15 und auch an andern Orten der Schrift von dieser seiner Ankunft vorausgesagt hat: sie geschehen doch nicht deswegen im Verborgenen, um immer verborgen zu bleiben, sondern damit sie in der von Christus bestimmten Zeit im Zusammenhange bekannt gemacht werden. Was durch meine Bücher, die ich unter höherer Leitung schreibe, geschieht — Sie werden sich erinnern, dass ich auf meiner langen Reise, an der ich mit den Indianern in Arbre Crochue das Pfingstfest feierte dann auch Ihnen einen Besuch machte. Auf jedem Orte, den ich besuchte, geschahen viel- 50 fältige Zeichen und das ist auch in Economy der Fall gewesen, ohne dass Sie oder Jemand von Ihren Leuten etwas von diesen Zeichen hätte bemerken können: aber von nun an kann Jedermann auch diese Zeichen, die bei meiner Ankunft in Economy geschehen sind, aus dem jetzt erschienen »Eines ist Noth« verstehen lernen; indem sie darin dem Willen Christi gemäss angeführt und erklärt worden sind; aber sie bilden ein noch viel geringeres Glied der langen Kette von Zeichen, die in diesem Buche erklärt worden sind, als das Zeichen der von den Todten erweckten Person; indem diese Todtenerweckung keine gemeine Todtenerweckung war, sondern mit Ausnahme der Auferstehung Christi unter allen Todtenerweckun-gen die allermerkwürdigste; indem die Person früher von meinem Auftritte im Namen Christi und von meinen Büchern erstaunliche Dinge weissagte und endlich zur Bestätigung, dass ihre Weissagungen gewiss in Erfüllung gehen werden, auch ihren Tod und wann sie von den Todten zum Leben erweckt werden soll. Daher ist das, was Christus bei seiner jetzigen Ankunft durch diese Person zeigen liess, viel beteutender, als das, was Er bei meiner Anfunft in Economy zum Vorschein kommen liess; obwohl Er mir schon, ehe man meinen Koffer vom Ufer des Flusses bis zum Wirthen gebracht hat, die Tiefen Ihrer Economy und wie es mit Ihren Leuten vor den Augen unsres Herrn Jesus Christus stehe, durch Ihre eigenen Leute so aufschliessen liess, dass Sie während Ihres ganzen Aufenthaltes in Eco nomy es zu erfahren nicht im Stande waren. Das werden Sie mir zwar nicht glauben; aber das rührt nur daher, weil Sie meine Bücher nicht studiert haben; sonst würden Sie demjenigen glauben, den Christus bei seiner jetzigen Ankunft durch Zeichen aller Art als seinen Apostel zeigen liess; wie es in den 3 Bänden, die Sie von mir gekauft haben, durch eine lange Reihe von Zeichen erwiesen worden ist. Aber Ihr vom Satan verblendeter Oekonom, der mich auch bei Ihnen sorgfältig bewachte, damit ich ihnen nichts Nützliches unter vier Augen sagen konnte, sagte mir im Voraus, dass in Ihrer Economy Niemand meine Bücher studiren werde. Ich schrieb Ihnen darum von Pittsburg einen Brief. Haben Sie ihn erhalten? Ich erhiölt auf meinen Brief an Sie eine Antwort Ihres Oekonomem, die mir zum neuen Zeugnisse seiner schrecklichen Verblendung diente — dieses schreibe ich Ihnen, Vater! nicht deswegen, um Sie zu betrüben, sondern um Ihnen Gelegenheit zu verschaffen, bei der jetzigen Ankunft unsres Herrn Ihrem Berufe zu entsprechen. Das wird geschehen, wenn Sie unverzüglich den Befehl ertheilen, Ihnen mein Buch auf dem schnellsten Wege, auf dem man es von hier erhalten kann, zu schicken, damit Sie es ohne Zeitverlust durchstudieren und dann das thun, was Sie daraus lernen werden, dass jetzt Christus von Ihnen verlangt, damit Sie Ihrem Berufe gemäss mit allen Ihren Untergebenen den grössten Antheil an der Verbreitung der Bitschaft der Ankunft unsres Herrn haben werden. Sie hätten sich von der Wahrheit meiner Verkündigung aus meinen früheren 3 Bänden überzeugen sollen. Da aber das nicht geschehen ist, so möchten Sie doch wenigstens jetzt so viel Zutrauen zu mir haben, nachdem Sie mich auch persönlich kennen, um gleich so viele Exemplare des jetzt erschinenen »Eines ist Noth« kommen zu lassen, als hinreichen würden, um dieses Buch durch Ihre Leute auf verschiedenen Wegen zu verbreiten und das bis jetzt Versäumte möglich schnell einzubringen. Dieses Buch hat man gleich aus den Probebögen in die Englische Sprache zu übersetzen angefangen, und da für die Ausgabe meiner deutschen Bücher meine Erleuchteten in Boston Geld vorgestreckt haben, so lade ich hiemit Sie ein, die Ordre nach Philadelphia zu geben, es für die Englische Ausgabe gegen die Versicherung vorzustrecken, dass es aus dem Bücherverkaufe zurück bezahlt werden wird. Wenn Sie es unverzüglich thun, so werden Sie als ein Erleuchteter Andere zuvorkommen. Sollen Sie im Gegentheile Andere übertreffen, so können Sie es dann für das Weitere bei der Gründung des Reiches Christi thun. Die Briefe an mich sind an Hrn. Friedrich Klett zu schicken. Mein Name steht an der ersten Seite gedruckt etc. etc. 4« 51