str. 297. Freitag, 29. Dezember 1903. 124. Jahrgang. Aibllcher ^«UmeraliunopvciS: Vtt P ott ve r! e » du ng : qailzjäyvi,, »« ii, halbjährig 15 X. Im Noinor: „anz. "mg ».< x. haidjüvrig 1l k, ^ül die ^üsttllliiig in« Haus gan^jäh^n 2 X, Inserne,,tl>nl,l: ,>»r llemc Inklllie bi2 >u 4 Zeile» üO k, «röücre per Zrile lL d: bei öfteld, Hiiederlwlungen per Zeilr (» l>. Tie «^nibach»".' Zeilmig» rrjcheilit täglich, mit Ausnahme der ^o>m und Feiertage, Die Administration befinde! ttcli liougrekplal.', Älr. Ä, die Medaltiou Talmatiügalse Nr. 10 Spiechstuildc» der ^rballiu» von » bis 1!) Uh» vormittass«, Unsranlicrtl Briefe werbe» »icht angenommen, Manu^lripte nicht zurüllncstellt. Mit 1. Jänner 1906 beginnt ein neues Abonnement auf die Dailmcher Zeitung. Die Pränumerations'Vedingungen bleiben "verändert und betragen: mil Dostvtlsendung: für Kaibach: Zünzjährig . . »« X — d ganzjährig . . 22 II — d halbjährig ..!»»—» halbjährig . . »t » — » vierteljährig . 7 » »0 » viertelzährig . » » »O » Monatlich. . . » » 3tt » monatlich. . . I » 8il » ^. 3ür die Zustellung ins Haus für hiesige "vnnenten per Jahr 2 Kronen. ^ «W^ vie ^«numeration,-»et,zge wollen P0ltol,ei "se>e«l»e, we, Fed. Kamberg. Nichtamtlicher Teil. Stimmen über die Wahlrcform. ... In der „Neuen Freien Presse" schreibt der fbss. Freiherr d'Elvcrt, die Frage sei nicht mehr ob, wndorn wie die Wahlreform durchgeführt werden Me. Was diese Durchführung anlange, so müsse die "egierung in der Erkenntnis, daß große Ziele auch ^gewöhnliche Mittel verlangen, sich entschließen "nnen, den neuen Inhalt auch in neue Formen A kleiden, und daran festhalten, daß über die 'wrm nicht das Wesen der Sache gefährdet oder gar preisgegeben werden dürfe. Vei der ungeheuren Belegung, welche die Wahlreformfrage ausgelöst habe, und angesichts der bindenden und in solenner s^orln abgegebenen Erklärungen der Negierung sei! eine Zurückstellung der parlamentarischen Vehand- > lung dieser Frage völlig ausgeschlossen. Die einmal ins Rollen gebrachte Wahlreform müsse auf verfassungsmäßigem Wege ausgctragcn werden, solle der Staat nicht der Gefahr innerer Wirren ausgc-scht werden. Die schwierige Aufgabe der Deutschen aber bestehe darin, den Forderungen einer neuen Ait gerecht zu werden sowie gleichzeitig unter der Umgestaltung der Dinge ihr Volkstum für die Zukunft zu schützen. Das „Neue Wiener Tagblatt" veröffentlicht ^!,nen Artikel des Abg. Dr. Lecher, welcher ausführt, die Devise des Herrn Ministerpräsidenten „Erfolg oder Sturz" sei mutig gedacht, aber unvollständig. Denn selbst ein Sturz des Miuisteriums könnte das Durchdringen des allgemeinen Wahlrechts nicht verhindern. Darum habe Freiherr von Gautsch die Pflicht, zu siegen; am sichersten aber sei der Sieg nicht auf dem Wege der Unterhandlungen und Zugeständnisse, sondern uur in offener parlamentarischer Auseinandersetzung zu erreichen. Getragen von den Sympathien aller fortschrittlich gesinnten Bürger des Reiches brauche Freiherr von Gautsch weder irgend eine Konzession an reaktionäre Bestrebungen zu inachen, noch habe er es nötig, den Kampf für eine reine Reform ohne die Unterstützung der breitesten Öffentlichkeit zu führen. Der Herr Ministerpräsident habe in glücklicher Weise eine Politik großen Stils inauguriert; nun möge er auf dein einmal betreteuen geraden Wege unerschrocken bis zu Ende schreiten. In der „Österreichischen Volks-Zeitung" bespricht Abg. Graf Stürgkh die politische Lage und lncint, angesichts der Unklarheit in den Beziehungen zwischen Österreich lind Ungarn sei der Zeit-Punkt für die Inangriffnahme einer radikalen Wahlrcform nicht glücklich gewählt worden. Der italienische Kabinettswechsel. In einer Betrachtung über den Kabinettswechsel, der sich in den Weihnachtstagen in Italien vollzogen hat, führt das „Neue Wiener Tagblatt" aus, es möge selten vorkommen, daß einer rem ökonomischen Frage wegen der Minister des Äußern zum Opfer falle. Allein man dürfe nicht übersehen, ! daß heutzutage Systeme herrschen, und nicht Per-> sonen. Der italienische Minister des Äußern, welchen Namen immer er trägt, wie seine persönlichen Neigungen anch beschaffen sein mögen, er kann sein Amt nicht übernehmen, ohne eine Art Eid auf die vertragsmäßig festgefetzte Politik Italiens abzulegen. Die Verträge sind stärker als die Menschen und stärker als die Minister. Der Dreibund ist erneuert. Er ist in Kraft und so «nächtig ist kein italienischer Staatsmann, an diesem i-oc^r üt: drouc^ des europäischen Friedens zu rütteln. Das ist wohl das Urteil, das bei Bekanntwerden des Ministerwechsels in Italien im Deutschen Reiche gefällt werden wird. Gegen die Gerüchte, daß die Beziehungen Italiens und Österreich-Ungarns sich gelockert hätten, sprächen aber die Tatsachen. Gerade in den letzten Jahren ereignete es sich wiederholt, daß Fragen, die zwischen den beiden Staaten schwebten, und, wie diplomatische Fragen ja gewöhnlich sind, nicht allzuleicht zu behandeln waren, auf die freundschaftlichste Weise gelöst und beantwortet worden sind. In erster Reihe gebührt das Verdienst davon allerdings Herrn Tittoni, den: in dein Augenblick, da er seinen Posten verläßt, in gleicher Weise das Lob der Heimat, wie der Respekt der europäischen Diplomatie gebühre. Sein Nachfolger, Marchese San Giuliano, sei gerade in den Tagen vor seiner Berufung bemüht gewesen, in den ihm nahestehenden publizistischen Organen zu betonen, er sei nicht nur ein überzeugter, treuer Anhänger des Dreibundes, er werde auch die besten Beziehungen zur ö'sterreichifch-uugarischen Monarchie Pflegen, und er verwies darauf, daß er dies auch bisher getan habe, ohne die Pflichten feiner neuen Würde. Es geziemt, von diesen Erklärungen Akt zu nehmen, ^chon aus dein Grunde, weil der Marchese San Giuliano zu seinem Spezialgebiete die Balkanpolitik gewählt hat, also jenes Departement der internationalen Politik Italiens, das die österreichisch-ungarische Monarchie ganz besonders interessiert. Diese Neigung des Marchese San Giu-liano kann ihn übrigens nicht übersehen lassen, daß ein separates Einverständnis der beiden Staaten, und zwar unter Visconti-Venosta, gerade über diesen kritischesten Punkt erzielt worden ist, und der neue italienische Minister des Äußern wird wohl am besten tun, wenn er an den Verpflichtungen, die seine Vorgänger eingegangen, festhält. Mazedonische Finanzkontrolle. Aus Konstantinopel wird berichtet: Die Note der Pforte vom 22. d. M. ist als der definitive Abschluß der Frage, betreffend die Finanzkontrolle fur die mazedonischen Provinzen, zu betrachten. Sie besagt nach der üblichen Einleitung und Bestä-tlguna. der Kollektivnote der Botschafter vom Ili. d., die türkische Regierung halte es für ihre Pflicht, die Vertreter der Enteutemächte zu verständigen, daß sie die nötigen Instruktionen gegeben habe, um das finanzielle Räderwerk der drei Provinzen Feuilleton. Hanna Dews' Sylvester. Novelle«« von Säte von Finz. (Fortsetzung.) , Er versuchte anfangs mit unendlicher Geduld ^s alte trauliche Verhältnis zurück zu zwingen. ^ machte ihr sanfte Vorwürfe; er schalt und drohte chlleßlich-, zuletzt, als sie die Kleider der Erwach-»enen bereits mit kokettem Anstand trug, und der ^tterGutsbesitzer davon sprach, sie demnächst ili die Gesellschaft einzuführen, gab er die vergeblichen s Nsuche auf und wurde nun, gleich ihr, kalt lind ttemd.-------So ging es ein langes Jahr hindurch. 'Vanna nahm unentwegt Eisen gegeil ihre Mt-s'Lkeit ein und trank Milch, um frische Farbe zu ^kommen. Die kleinen Mittel zeigten sich lvir-lungslos. Da brachten ein paar heiße Sommertage Einquartierung lind mit ihr Lachen und Scherzen in ^ Gerwitzer Einsamkeit. Ein Teufelchen fchloß Mnnas heißes, sehnsüchtiges Herz fest zu und "Usterte ihr ins Ohr: . ^Behandle ihn noch schlechter . . . bevorzuge Aen anderen . vielleicht kommt er zu dir und °utet um deine Huld!" s. Die Hofdirnen draußen auf dem Feld sne^en "") zu jener Zeit mit den Harken an und erzählten ""ander geheimnisvoll die große Neuigkeit: „Dat "uwemnäken het et seihe. Uns' Hannig satt nut einem von de Riders in de Luw und hei hett er Hand tau hüllen . . ." Damals konnte Wilhelm Knute auf dem linken Ohr noch hören. Er sagte sehr vernehmlich „Wicwerdröhnen" und erzählte Herrn. Rattenbcrg später doch zur Vorsicht auf dem Speicher eine Geschichte, in der ein fremder Kater ein Hühner-kücken aus dein Nest mauste, weil die alte Glucke nicht ordentlich auf das Junge aufgepaßt hatte. Er konnte ja nicht wissen, daß Hans Rattcnberg wohl aufgepaßt hatte und nur aus Stolz uicht dazwischen sprang, als der junge Leutnant Hannas Hand nahm. Kaum war die Einquartierung fort, da erbat Rattenberg, unter dem Vorwand, anderweitig ein glänzendes Angebot zu haben, seine Entlassung, die er anch erhielt, weil Herr Dews dio günstige Aussicht nicht zerstören wollte. Der Abschied wurde den beiden Männern schwer. Sie verstanden sich gut und hatten Achtung vor dem wirtschaftlichen Verständnis des andern. Hanna fnhr vor seiner Abreise zu einer Freundin. Der Abschied unter den Augen des Vaters war kühl und förmlich. Monatelang wurde nicht von, Nattenberg gc« sprochcn. Da kam er durch den Ankanf des Gerwitz benachbarten Gntes Burt wieder in Hannas Nähe. Die Herren fprachen sich auf der Grenze; in das Dcwsche Haus kam er nicht. So wurde es möglich, daß Hanna ihn noch nicht wiedergesehen hatte, trotzdem er drei Monate in der Gegend saß. Der Rittergutsbesitzer Delvs hatte anfangs oft genug den Versuch gemacht, ails seiner Hanna den Grund des Nattenbergschen Fernbleibens herauszubringen. Schließlich gab er es endgültig auf, und entfremdete sich dem jnngen Nachbarn ebenfalls. So hätte man ihn also in Gerioih allmählich vergessen, wenn der boshafte Teufel jener Eommer-tage Hannas Herz nicht wieder aufgeschlossen uud mit heißer Sehnsucht uud Reue erfüllt hätte. Darum wollte sie auch den Versuch wagen, von dem Mamsell Fi'nchen und Wilhelm Knute ihr so^ft erzählt hatten.--------In den Gerwitzer Tannen stand nämlich ein verwittertes Kreuz mit einem aus Holz aeschnitzten Engel schon von alters her. Von diesem Engel ging unter den Leuten die Rede, daß er alljährlich um die Jahreswende hcrabsteiqe und alle Liebenden, die sich aus eigener Kraft nicht zusammenfmoen konnten, zueinander führe. Frei-lich nicht ganz ohne menschliches Zutun. Der eine mußte die Photographie des anderen Geliebten mit dem eigenen Namen versehen und 20 Zoll tief in die Erde neben das Kreuz graben. Dann kam die Sache langsam in Ordnung. Hanna schlug sich vor die Stirn, als ihr das alte Märchen wieder durch den Sinn ging: „Das ist ja so unsinnig, wie nur irgend möglich. So nnsagbar lächerlich, eigens gemacht für die Dummen, die niemals anssterben." Daß sie damals dem verliebten Leutnant die Hand gelassen hatte, weil sie genau wußte, daß Rattenberg eo sehen »mißte, war viel verächtlicher. Und dennoch — warum es unversucht lassen? Ihre glatte Stirn legte sich in krause Falten. Laibacher Zeitung Nr. 297. 2718 29. Dezember 1905.^ gemäß dem Reglement in Bewegung zu setzen. Was die dreiprozeiltige Erhöhung des Einfuhrzolles anbelangt, so sei dieselbe, da sie die von der Pforte übernommenen Verbindlichkeiten garantiere, unerläßlich (iu6i8pl5N8adI(5). Der freundliche Standpunkt der Ententemächte in der letzterwähnten Angelegenheit ist bekannt. ^ Von den anderen Regierungen sind in der letzten ^ Zeit dm türkischen Botschaften Erklärungen abgegeben worden, welche gleichfalls im Prinzip entgegenkommend lauten, die Zollerhöhuug jedoch von dem Verhalten der übrigen Mächte abhängig machen. Nur in England stößt der Wunsch der Pforte auf Schwierigkeiten, da das Londoner Kabinett für die Auuahme der Erhöhuug verschiedene -Bedingungen aufstellt. Auf einen neuen Schritt des türkischen Botschafters im Foreign office und seinen Hinweis, daß alle übrigen Mächte bereits ihre prinzipielle Zustimmung erteilten, wurde erwidert,! daß die englische Einfuhr nach der Türkei und ihre! sonstigen Interessen in der Angelegenheit größer seien, als diejenigen der übrigeil Staaten. In den diplomatischen Kreisen glaubt man jedoch, daß es der Pforte, nachdem die Frage der Finanzkontrolle gänzlich erledigt wurde, schließlich doch gelingen werde, die Emwilliguug Englands zu erlangen.! Weitere Schwierigkeiten könnten vielleicht .nnr dann entstehen, wenn die Erhöhung in verschiedenen Staaten erst von der Zustimmung der Parlamente abhängig gemacht werden müßte. Politische Uebersicht. Laibach, 28. Dezember. Die „Narodni Listy" heben mit Genugtuung' hervor, daß die bislang zerklüfteten czechischen Parteien sich unter dem Zeichen des alIgem.ei -nen gleichen Wahlrechte wiedergefunden hätten. Die Verwirklichung desselben werde den baldigen Sturz des Zentralismus und in nicht ferner Zeit eine verständige föderative Gliederung zur Folge haben. So könnten denn die Ezechen auf den 'Nnbruch einer besseren Zukunft hoffen. — Die Politik" führt alls, man vermeine dem österreichischen Parlamentarismus jetzt aufzuhelfen, wenn man seine unnatürliche Grundlage erweitere; das Gebrechen werde aber dadurch nur verschlimmert werden. Wenn das Parlament wirklich das getreue Abbild des Staates fein soll, müsse es zugleich eine Volksvertretung und ein Länderrepräsentant sein. Das sei die einzig richtige Lösung, die geeignet erscheine, Österreich zu konstitutionellen Formen emporzuheben und es seiner Mission wiederzugeben. -— Der „HIas Naroda" meint, die gegenwärtige Situation biete zu schweren Besorgnissen Alllaß. In Böhmen sei keineswegs eine Wendung zum Besseren eingetreten und auch sollst sei die Lage unerfreulich. Die Verwirklichung der Wahlrcform sei zweifelhaft, ebenso die Lösung der Frage der czcchischcn Universität ill Mähren. Gegenüber den Nachrichten über Schwankungen, welche die Stellung des russische n M i n i st erprä si d en t en, Grafen Witte, erlitten habeil soll, versichert eil« der „Pol. Korr." von vorzüglich unterrichteter Seite aus Petersburg zugeheude Mitteilung, daß seine Position gegenwärtig vollkommen gefestigt ist. Graf Witte genießt ^ das volle Vertraueil des Zaren und er hat auch nicht das Geriugfte voll dein Popanz der „Hofkama-! rilla" zu befürchten, da bezeichnenderweise der Hof- l minister, Baron Fredericks, sowie Großfürst Nito-laj Nikolajeviü, Graf Iguatiew u. a. die wärm-steu Freunde des Ministerpräsidenten sind. Aus Petersburg, 27. Dezember, wird gemel- ^ det: Durch einen kaiserlichen Ut'az wird das W a h l^! recht zur N e i ch s d u m a auch folgendeil Klassen ' gewährt: 1.) Besitzern von Immobilien, die,der ^ Besteuerung unterworfeil sind, sofern sie mindestens ' ein Jahr in deren Besitz sind. ^.) Eigentümern von! industriellen Unternehmungen, die der Besteuerung ^ unterliegen. 3.) Den Personen, die Wohnungs-! steiler zahlen. 4.) Den Personen, die Gewerbesteuer! zahlen. 5.) Den Personen, die eine Wohnung auf! eigeneil Nanlen haben. l>.) Den Personell, die ein! Gehalt vom ^taate, den Semstwos, den Gemeinde-! behörden oder den Eisenbahnen beziehen. Diese! Personen haben auch das Recht, an den Konferenzen ' der städtischen Wähler teilzunehmen. Die Arbeiter von Fabriken, deren Gesamtzahl nicht weniger als 50 beträgt, haben das Recht, Beauftragte in die Wählerversammlungen zu entsenden, und zwar entsenden Arbeiter von Fabriken, die wenigstens 50 nnd bis zu 1000 Arbeiter beschäftigen, einen Beauftragten und die Arbeiter in Fabriken, die über 1000 ^ Arbeiter beschäftigen, einen Beauftragten auf je 10lX) Arbeiter. Die eigentlichen Wähler werden von diesen Beauftragten gewählt. Die erste Sitzung! der Duma kann eröffnet werden, wenn der Senat eine Liste veröffentlicht haben wird, die zumindest die Hälfte der Gesamtzahl der Mitglieder der Reichsduma enthält. Der Kaiser ordnete die Ve-schleuuigung der Wahl an nnd beauftragte den Minister des Innern, Maßnahmen zn ergreifen, damit die Duma sich so rasch als möglich versammeln könne lind Sondervorschriften für die Ergänzungswahlliste bekannt zu geben. Zur Frage der künftigen Gestaltung der d i p l o in a t i s ch e n Beziehungen zwischen R n ß-l a ll d und I a p a n, beziehungsweise der Anerkennung Japans als Großmacht seitens Rußlands, wird aus Petersburg gemeldet, daß zwischen den beiden Regierungen folgendes Vorgehen vereinbart worden ist: Die beiderseitigen diplomatischen Vertreter werden in der Eigenschaft als kaiserliche Gesandte und bevollmächtigte Minister ernannt. Sobald die neuen Gesandten ill Petersburg und in Tokio installiert sein werden, erfolgt ihre Erhebung zu Botschaftern, womit sich implicite die Anerkennung Japans als Großmacht vollzieht. Tagesneuigleiten. — (Eine 84jährigc Vraut.) Di? 84jäh-rige ungarische Schauspielerin Frau Kornelic Priclle hat sich am ersten Weihnachtstage mit ein?m Herrn Koloman Rozsnyai trauen lassen, der netto um ein halbes Jahrhundert jünger ist als seine nunmehrige „junge Frau". Vci der Trauung stützte sich die Braut auf einen Stock und zu beiden Seiten auf je /in Stubenmädchen. Die Trauung hätte schon friibel stattfinden sollen, aber auf Einspruch der Verwandte" ^ mußte sich die greise Braut, erst einer Untersuchung ! ihres Geisteszustandes unterziehen, die für sie günstig ausgefallen ist. — (Der Minister und sein Portier,) Große Verwirrung herrscht im französischen .Nric^' Ministerium, seitdem sich herausgestellt hat, dah del ^ neue Kriegsminister genau so heißt, wie sein Porti" nämlich Eticnne: nur daß der Minister Eugene ^' rufen wird, während der Portier auf den Ncnn^ Camillc hört. Die Gleichheit der Familiennamen ^ bereits zu unliebsamen Verwechslungen gcführt:^ ! unliebsamste passierte diescrtage, als für Herrn ^ mille Eticnne, den Portier, ein vor der Zeit abgcsclM' tes Wcihnachtspakct eintraf. Das Paket wurde t'^' lich nicht dem Portier, sondern dem Minister ausg<^ fert, und obwohl Herr Eugöne Etienne nicht lvuß^ wer in der Ferne so liebevoll seiner gedacht ha^ konnte, ließ er sich den Inhalt des Paketes, lösM Würste und einen gekochten Schinken, gar w^ schmecken. Warum sollte nicht auch ein Kricgsmiins^ einen unbekannten Freund haben, der ihm eine El^ wurst schickt? dachte Herr Eticnne (Eng^nc). ^ Ccmüllc Eticnne dachte anders- ihm war die Äbs^ dung des Weihnachtspakclcs brieflich angemeldet ^ den, und als es nicht ill seine Hände gelangte, erl^ diäte er sich nach dem Verbleib bei der Postvcrioaltu^ Nun kam der ganze Jammer an; Tageslicht. Da ^ Eugene die verzehrten Würste nicht mehr intakt ^ ausgeben konnte, kaufte er seufzend neue — das d^ pclte Ouantum - - und überreichte sie mit einer h^ voll humoristischen Ansprache dem ob solcher EHN>^ außerordentlich gerührteil Namensvetter. Auf ^ Dauer wird sich aber ein gedeihliches Zusammen«^' ten der beiden gleichnamigen Staatsbeamten nichts möglichen lassen, und man fragt sich jetzt nur n^ wer zuerst gchen wird, Eugene oder Camillc? — (Ein Opfer zu großer Schneids keit.) Ein heiterer Vorfall wird auZ einer hollii^ schen Garnisonsstadt berichtet, wo ein Unteroffi^ das Opfer seiner Schneid!gleit geworden ist. Der ^ teroffizier stieg in Begleitung von zwei Damen ^ einer Eisenbahnstation aus, wo, wie gewöhnlich, ^ Gendarm bei der Ankunft des Zuges anwesend N'^ Dieser scheint den Unteroffizier nicht gesehen ^ l)aben, er unterließ wenigstens den einem Vorgcse^ gebührenden militärischen Gruß; der Unteroff'^ ging auf ihn zu und fragte, ob er seine Pflicht n^ kenne. „Gewiß", erwiderte der Gendarm, „aber '^ habe Sie nicht gesehen." — „Sie hätten mich ^'', seheil sollen", lautete die Antwort, „und jetzt ma^!, Sie vor mir die Honneurs, und zwar zur Stl"', zweimal." Der Gendarm, um den sich indessen ^ große Volksmasse versammelt hatte, da der Unt^' offizier seinen Unterricht im militärischen KoiniN^ mit sehr lauter Stimme erteilt hatte, gehorchte >^ salutierte zweimal in der vorgeschriebenen 5M^ Dann aber näherte er sich dem Unteroffizier ^^ Nein, nicht versucheu. Sie war nun bald neunzehn Jahr und der Iugendgarten mit seinen brennenden und goldschimmernden Märchenblüten verweht und verschlossen. Als der letzte Tag des alten Jahres mit grauen Armen die weiße Erde umfing, machte sie sich doch auf den Weg. Der Schnee wimmelte klein und fein vom Himmel herunter. Hanna ging quer über den alten Kleeschlag ails den Tanneilwald zu, vor dessen Eingang, hart vor dem Privatweg nach Bnrt, der Sil^ vesterengcl Wache hielt. Ab und zu fühlte sie in das Täschchen ihrer Pelzjacke, ob sie auch noch Natten-bergs Bild, auf dem nuu ihr Name stand, habe. Und jedesmal errötete sie und dachte mit himmlischem svieber: wenn der Vater mir nicht merkt, daß ich es aus seinem 3l5bum genommen habe. Schon sah sie den Engel und den breiten Grenzgraben, der ihres Vaters Besitz von der Rat-tenbergschell Scholle schied, dicht vor sich, als ^ine Stimme an ihr Ohr klang: „Heee! ... ach bitte, kommen Sie doch mal her . . . ich bin hier anscheinend in einen Graben gefallen und kann nicht heraus!" Eill Weilchen schwankte Hanna, ob sie nicht zuvor das Bild vergraben solle. Dann schämte sie sich ulld ging doppelt eilig der Stimme nach. Ohne Mühe entdeckte sie, vom Schnee fast verschüttet, eine ^raiiengestalt. Ein gütiges, nicht mehr junges Gesicht sah aus weißem Schneerahmen bittend zu ihr empor: „Bitte, liebes Fräulein, reichen Sie mir doch mal die Hand!" (Schluß folgt.) Das Kreuz auf dem Berge. Eine Liebesgeschichte. Aus dem Slovenischeu des Ivan Cankar, übersetzt von F. Koch. (32. Fortsetzung.) „Sieh, jene Fliege ist's, die ich ein wenig aufhoben und schütteln wollte! Bis zum slacken hat er den Scheitel gezogen und seine Haare eingefettet!" Plötzlich verstummte das Klavier, ein dicker Herr an der Tür klatschte mit schweren Händen, daß cZ einsam durch den Saal dröhnte, hierauf klatschte mit den dünnen Händchen auch die Fliege, die den Scheitel bis zum Nacken gezogen hatte. Die Glocke ertönte, der Vorhang hob sich und es traten die Sänger auf. Hanna streckte sich mit dem ganzen Körper vor und erzitterte. Oller über die ganze, Bühne stand die Neihe der Sänger und unter ihnen etwas mehr nach hinten stand Matthias in kurzem Sammctrocke: lange helle Locken fielen ihm ails die Schläfen. Hanna ergriff Antons Hand und drückte sie heftig. Der Amerikaner biß sich in die Lippen und zog die Augenbrauen zusammen. Kraftvolle Männerstimmen tönten im Saale: die Gesichter klärteil sich ans und jede Arust atmete freier. Es ertönte ein schönes altes Lied - - als schiene die Sonne über dem Felde, als rauschte verhalten der Wald aus der Ferne her. Gerade in seine Augen heftete Hanna ibrcn Vlick, doch seine Aligen waren fremd und kalt, sie fühlten ihre Vittc nicht lind antworteten nicht. „Erhöre mich, sich mich an!" Sie regte auch ihre Hand, erhob sich ails dem Stuhle, Anton schaute auf die Vühne, aber er sah sic auch ganz genau und seins Stirnadcrn schwollen ^ Er faßte sie am Arme und drückte sie auf ihren ^' nieder. „Sei gescheit, demütige dich nicht vor ihm!" Das Lied war zu Endc und die Sänger vorb^ teil sich: sie sangen noch ein zweites, noch ein drills gaben noch zwei zu, uild begeistertes Klatscheil ^ aus dcm Hintergründe des Saales; der dicke H^'l"., der Tür klatscht?, er atmete schwer und brach in ^' aus, sein Gesicht glänzte vor Frendc. Zuletzt vcrl'">3 ten sich die Sänger noch tiefer, so daß die ganze O^,,, des alten, rotbärtigen Oberlehrers zum VorM' kam, und gingen. .<^ Matthias blieb an der Kulisse stehen und b '^ in dcn Saal. Er zuckte zusammen, erhob erstaunt ^, Augenbrauen, als hätte er sich an etwas eriiU^ lächelte und ging dcn anderen nach. „Wasser!" rief der Amerikaner. Hanna war's unwohl geworden. Sie trank ein Glas Wasser, öffnete weit ^ Augen und rote Flecken erschienen auf ihren 2""'', .)- „Sollcn wir nicht licbcr nach Hause gevc" fragte sie Anton. „Ich bleib' bis zu Ende!" ^ H. Die Näherin aus dcm Dorfe neigte sich 5"r "u barm und flüsterte: beide blickton auf Hanna. „Nicht einmal angesehen hat er sie!" . Wiederum setzte sich das ältliche gramem ' Klavier, die langen Finger hastctcn übcr die ^"' hin ulld traurige Tönc erschallten, als lautete weitem eill kleines Sterbcglöcklein. (Fortsetzung folgt.) Lmbacher Zeiwng Nr. 297. 2719 29. Dezember 1905. sragte: „Darf ich Ihren Urlaubspaß sehen?" Ein ^ndarm hat nämlich das 3K>cht oder vielmehr die flicht, jeden Militär unter dein Range eines Offi-i^rs in einer anderen als seiner Garnisonsstadt nach einem Urlaubspasse zu fragen. „Ich habe keinen", 'Ngte der Unteroffizier. „Dann muh ich Sie bitten, ^ur zu folgen, und ich rate Ihnen, dies freiwillig und °hne Umstände zu tun, da ich sonst Gewalt brauchen ^Ußte." Der Unteroffizier ging init, hinterher folgten ^e beiden Damen. Der Garnisonslonnnandant schickte ^n Unteroffizier sofort in den Arrest, und an» an-"kven Tage wurde er in seine eigene Garnison zurück-^bracht, wo er von seinem Negimcntskommandaitten ^ht Tage Arrest erhielt, weil er seine Garnison ohne Erlaubnis verlassen hatte. ^ (Lord Nothschild und die Omnibus-'utsche r.) Schon seit Jahren erhält jeder Londoner ''Vutz", auf deutsch Omnibuskntscher, von Lord Noth« Md. dem Chef der Londoner Weltfirma, als Weih-Nachtspräsent einen Fasan. Ein sehr anständiges Prä° ^ut, wenn man bedenkt, daß es mehrere tausend Om» j ^buskutscher in der Thcmsestadt gibt. Die Verteilung fieses Festbratens geschieht an den Haltestellen und M den T-epots, und jeder Kutscher lässt den Fasan ^n Tag über. an dem er ihn bekam, an seinem Kutsch-?^ zu öffentlicher Schau herabbaumeln. Um aber T^li edlen Lord ihre, Dankbarkeit zu bezeigen, tragen ^nitliche Kutscher an diesem Tage eine gelb-rote gleise, die den Rotfchildschen Wappenfarben ent-'bricht. ?olal- und Provinzial-Nachlichten. Handels» und Gewerbekammer für Krain. ., ^ Die Handeln un) Gewerbelannner für Krain hielt gestern nachmittags im städtischen RathauZsaale > "ne ordentliche öffentliche Plenarsitzung ab. Den Vor-! '^ führte Kammerpräsident Lenaröiö, als Regie-! ^UigZv^l-trewr fungierte LandeZregierungZrat Gustav ^ ulavics. Zu Verifikatoren des Sitzungsprotokolls ^Urden die Kammerräte Rohr man und Tön» ^ ^cs nominiert. Nachdem das in Druck gelegte Protokoll der letz-^u Sitzung genehmigt worden, machte der Präsi-^ n t die Miteililng, daß der Kannnervoranschlag sür "ns Inhr 19(X^ die Genehmigung des k. k. Handels. Ministeriums erhalten habe. Kammerrat Luck-^u.a n n. welcher verhindert war, der gestrigen Sitzung "zuwohnen, übermittelte der Kammer einen Bericht ""er wne Tätigkeit im Staatseisenbahnratc. ^./«^'"""^ Kregar brachte folgende selbstän» eis?nb^n^-""' ^ ^ I" t>"s Verzeichnis der Staats-^noalinstationcn sind auch die slovcnischen Orts-f^ ""^""c^n aufzunehmen. Den Absenden sei es '^geitllt, die slovenische oder die deutsche Orts-"mennung zu gebrauck)en. 2.) über Auftrag des k. k. Nenvahnminifterium5 halxm die Eisenbahnverkehrs, rettionen die Wnsnng erhalten, durch hiezu dele-tn^ "lgane mit den Handelsinttressenten in Kon-°N zu treten, um dieselben über wichtigere Verkehrs« ^ssen zu informieren sowie Wünsche und Beschlverden gelben entgegenzunehmen. Für Krain find als ^w)c Informationsstationen bloß Laibach, Rudolfs-^rt und Gottschee in Aussicht genonnnen. Das Kam-^rpräsidinm fei dal)er zu beauftrage,:, an berufener ^lelle dahin zu wirken, daß in Krain noch die Sta-""N'n Treffen, Neifnitz, Loitfch. Adelsberg, Ober-^ubach, Stein, Nifchoflack, Krainburg und Aßling als ^ufurinationsstationen aktiviert werden. 8.) Das laintuerpräsidium wird beauftragt, bei der Süd bahn-^Nvaltung dahin zu wirken, daß die Zustellung von "v.'sos an Sonntagen eingestellt werde. — Die An-^age wurden der Sektion zur Vorberatung zugewesen. - Der sfanimerpräsident erstattete hierauf " ausführlicher Weise Bericht über die Tätigkeit der Pudels- und Gewerbekammer im Jahre 1905. Der dl^^ wurde zur Kenntnis genommen, desgleichen ^ V?richt des Sekretärs Dr. Murnik über die ^llgkil des Kammerbureaus. Auf eine Anfrage des '"Minerrates Kregar, weshalb die Anzahl der in Nn> ^^lbesektion zu wählenden Kammermitglicder Ni^ Bestimmungen der kürzlich beschlossenen Kam-^wnhlreform nicht im Einklänge stehe, erwiderte Niw ""setretär Dr. Murnit. daß über Anord-. , ng ^Z f s Handelsnnnisteriums die Mitglieder ' Nack^''^"^ zweiten .^iategorie der Gen>erbesettion fiins/^" Steilerleistnng eingeteilt werden mußten; ^^! hoher Besteuerte wurden in die zweite neue Katern/' ^""^ "under Besteuerte in die dritte Kategorie uerriht N^ ^ seinerzeit ausgelosten, beziehungs-b^ti ^°" ^"^" '"^ Schluß des Jahres zum Austritt? hyh ""Uten Kannnermitgliedern entfallen drei auf die zw>i^'/""" auf die niedere Klasse; deshalb wird die yliek "^«°ne drei, die dritte Kategorie zwei Mü- " 3" wählen haben. i tzren!^'" ^"nd^sderbande für die Förderung des ! '"^nverkehres in Krain wurde in Anbetracht sei- ner gemeinnützigen Tätigkeit für das Jahr liXXi eine Subvention von 500 X (Referent Kammerrat Me» ja c), dem kaufmännifchen Vereine „Merkur" in Laidach eine Subvention von 50l) K (Referent Kammer-ratFürsage r) bewilligt. ^ Kainmerrat Meja ^: berichtete writers über den Sektionsantrag auf Gewährung von Tenerungszu-lagen an die Kammeruediensteten und stellte den An° trag, dasz nnt Rücksicht auf die zunehmende Teuerung in Laibach den Kannnerbeamten Zulagen im Aus« ^ maße von 8 A> für die erste Rangsklasse, 10 L? für, die zweite Nangsklasse, 12 <^? für die dritte und 15 frage, ob der Kredit von 500 K, welcher bisher all« ^ jährlich für Remunerationen in das Kannnerbudget eingestellt worden ist, auch lünflighin beibehalten! lvcrden wird, welche Anfrage vom Vorfitzenden bejaht! wurde. Bei der Abstimmung wurde fodann die bcan° tragte Teuerungszulage einstimmig genehmigt. Kammersekrctär Dr. Murnik referierte über die Wahl von Vertretern der Kammer in den Schul-ausschüssen der gewerblichen Fortbildungsschulen und wurden über dessen Antrag folgende Vertreter ge» wählt, und zwar: für Krainburg Schneidermeister Lorenz Rebolj, für Vischoflack t. t. Notar Niko Lenöek, für Neumarltl Gerber Franz Deu, für Mottling Realitätenbefitzer Leopold Gangl, für Adelsberg Buchbinder und Photograph Max ^e b e r, für St. Veit ob Laibach Schneidermeister Simon I o-v a n, für Rudolfdtvert Handelsinann Adolf Pauser jun., für Stein Spengler Anton Stabler, für St. Martin bei Littai Handelsmann Wenzel Arko, für Radlnannsdorf Schlofsermeister Iol)ann Sar» iori und für Veldes Handelsniann Johann Nu s. Kammerrat Schrey berichtete über die Verleihung von 18 Kaifer Franz Joses-Stiftungen für er» werbsunfähige Gewerbetreibende und von fünf Kaiserin Elisabcth-Stiftungen für erwerbsunfähige arme Witwen lrannM'r Gewerbetreibender. Stiftungen zu 50 X wurden an folgende Bewerber.verliehen i Schneidermeister Philipp Saveli, Schneidermeister Andreas Slnolnik, Schuhmacher Anton Slovak vulgo Elabina und Schuhmacher Ignaz Kosem — sämtliche in Laibach; Gärtner Franz Kos in Honig-stein, Schneidermeister Michael I azbec und Schuhmacher Johann Iazbec in Rudolfswert, Gerber Johann Dekleva in Wippach. Stiftungen zu 20 X erhielten: Schneider Michael Pajsar in Laibach. Schuhmacher Franz Jaklii: in Sittich, Hutmacher Anton Sußnikin Reifnitz, Strohhutniacher Johann l Niedl in Domfchale, Tischler Gregor Kobilca in Mannsburg, Hutmacher Matthias MegIiö in Loka bei Tschcrnembl, Schuhmacher Urban Grom in Idria, Schneider Andreas Ravnik in Wocheiner-Feistritz, Schuhnmcher Theodor Faul in Bischoflack und Schneider Johann Puh in Lipljene. — Di? Kai» ferin Elisabeth'Stiftnngen nn Betrage von je 40 X wurden verliehen an die Witwen: Helene Perko, Katharina Maze k, Ursula BrcceInik und Agnes Slovßa — sämtliche in Laibach und Katharina > Rozman in Nudolfswert. Schließlich berichtete Kammeradjunkr Dr. W i n» d i scher über den Stand der gewerblichen Fortbil. dunZsschulen in Krain. Zweck dieser Schulen ist es, dem gewerblichen, be!ziehungslveise! kaufmännischen Nachwuchs Gelegenheit zu bieten, seine allgemeine und fachliche Ausbildung zu vervollständigen. In Kram gibt es fast ausschließlich nur allgemeine gewerbliche Fortbildungsfchulen, in lvelchen Lehrlinge der verschiedensten .Genierbe unterrichtet werden; nur die Grcnn'al°Hcmdelsschule in Laibach ist als Fachschule eingerichtet. Der Unterricht wird zumeist in den Abend, stunden erteilt und umfaßt in der Regel fechs bis acht Stunden wöchentlich. Der Schulbesuch ist obligat, läßt aber häufig viel zu wünschen übrig. Im abgelaufenen Schuljahre gab es in strain außerhalb Laibach 16 gelverbliche Fortbildungs-, beziehungsweise Vorbereitungsschulen. In Laibach be» steht eine gewerbliche Fortbildungsschule und drei gewerbliche Vorbereitungsschulen. Kaufmännische Lehr« linge besuchen die Gremial-Handelsschule. Außerhalb Laibach bestehen Iortbildungs-, beziehungsweise Vor« bereitungsschulen in Veldes, Zirknitz, Stein, Gottschee, Krainburg, Gurkfeld, Mottling, Rudolfswert, Adelsberg, Nadmannsdorf, Reifnitz, Bischoflack, St. Mar-tin bei Littai, Neumarltl, St. Veit ob Laibach und Sagor. Die Handels- und Gewerbekannner hat für die Erhaltung diefer Schnlen einen Gesamtbetrag von 3300 X bewilligt: die restlickM Erhaltungskosten tragen die Staatsverwaltung, das Land Krain. die betreffenden Gemeinden und Genossenschaften sowie verschiedene Geldinstitute. Der Unterrichtsersolg ,si im allgemeinen befriedigend. Der Bericht, welcher in Druck gelegt und unter die Kammermitglieder verteilt worden N>ar, wurde genehmigend znr Kenntnis genommen. Vor Schluß der Sitzung dankte Präsident L?» ^naröil' den Kammermitgliedern für ihre rrsprieh-! liche Mitwirkung und wünschte denselben ein glückliches Neujahr. ! Vizepräsident KoIlmann dankte namens der ^ Kammer nnd erwiderte die Glückwünsche des Präsi» denwn, worauf die Sitzung um ^4 Uhr nachmittags geschlossen wurde. ! ----------------- — (Briefpost verkehr zur Neujahrs« Periode 1906.) Behufs Erzielung einer beschleu« ! nigten Vriefbestellung zur Neujahrsperiode 1906 und znr tunlichsten Erleichterung der damit verbun» ^ denen Manipulation, wird das Publikum dringend i ersucht, die Briefmarken nur in der rechten oberen Ecke der Adreßscite der zur Aufgabe gelangenden ! nicht rekommandierten Brieffcndungen aufzukleben. ! Der Umstand, daß einzelne Briefe die Marke auf der Vorderseite, andere auf der Nückfeite tragen, erschwert die postämtliche Behandlung sehr, weshalb von der Benützung der Briefmarken als Verfchlußmittel. so» wie von dein Aufkleben derselben auf der Rückseite der Briefumschläge überhaupt Unigang genommen werden wolle. Hiebei wird darauf aufmerksam gemacht, daß Korrespondenzkarten und Drucksachen» karten, welche die Frankomarkon aus der Rückseite tragen, als den vorgeschriebenen Versendungsbedin-gungen nicht entsprechend anzusehen sind, und demnach die ersteren als Briefe behandelt, respektive mit dem in der betreffenden Vcrkehrsrelation für ungenügend frankierte Briefe entfallenden Ergänzungs-porto belegt, die letzteren aber voii der Beförderung ausgeschlossen werden. Auf Briefpostsendungen nach größeren Orten ist die Adresse des Empfängers nach Straße, Hausnummer und Lage (Stiege, Stock, Tür» nunnner), auf Sendungen für Wien außerdem auch unter Anführung des betreffenden Stadtbezirkes und Postbestellbezirkes anzugeben. Briessendungen, deren Adresse den vorstehenden B^timmnngen nicht ent» spricht, können zumindest eine Verspätung in der Bestellung erleiden; es liegt aber auch die Gefahr nahe, daß sie überlMUpt unbestellbar bleiben, wenn die der Postanstalt zur Verfügung stehenden Hilfs« mittet zur Ausforschung der Adressaten versagen. Es ist daher ein dringendes Erfordernis, daß die Adres» sierung vorschriftsmäßig erfolgt, nicht nur im Inter» esse der Parteien, sondern auch der Postanstalt, für welche die Behandlung der vorschriftswidrig adres» fiertcn Postfendungen bei dein namentlich zur Neu« jahrsperiode eintretenden Massenverkehre' eine außer» ordentliche Erschnxrnis des gesamten Abgabedienstes bedeutet. Bei dieser Gelegenheit wird darauf auf. merksam gemacht, daß Korrespondenzkarten, aus deren Inhalt sich die Absicht von Unanständigkeiten, Ehrenbeleidigungen oder sonst strafbaren Handlungen ergibt, oder aus denen Abbildungen oder andere Zufätze angebracht find, die einen unanständigen oder ehrenrührigen Charakter haben, von der Beför. derung ausgeschlossen find. Desgleichen sind auch Korrespondenzkarten, welche in Htuverten mit Aus» ! schnitten zur Obliterierung der auf den Karten be» findlichen Frankomarken versendet werden, von der Beförderung ausgeschlossen. Korrespondenzkarten, die den sonst vorgeschriebenen Versendungsbedingungen nicht entsprechen, unterliegen dem Briefporto. Woi-ters wird bemerkt, daß es gestattet ist. aus Visitkarten, welche zum Drucksachentarife versendet werden sollen, Glückwünsche, Danksagungen und andere Höflichkeits. formeln, die in höchstens fünf Worten bestehen, oder durch die herkömmlichen Abkürzungen (p. f. usw.) ausgedrückt sind, beiznfugeu, desgleichen auf unter offenem Kuvert beförderten Neujahrskarten Hand» schriftliche Widmungen anzubringen. Auf andere i Drucksachensendungen (Ansichtskarten) erstreckt sich jedoch diese Begünstigung nicht. Gedruckte Karten von der Größe und Form der Korrespondenzkarten, die mit der Auffchrift „Korrespondenzkarte" oder „Postkarte" versehen, jedoch nicht in einer für Korre» spondenzkarten ausreichenden Weise frankiert sind, unterliegen, wenn sie sonst den Versendungsbedingun« gen für Drucksachen vollkommen entsprechen, der He« Handlung als Drucksachen und sind daher je nach der Höhe ihrer Flankierung als genügend oder als un. zureiclMd frankierte Drucksachen anzusehen; die Anfschrift „Korrespondenzkarte" oder „Postkarte" haben die Postämter in solchen Fällen zu streichen. Gedruckte Karten von der Form und Größe der Kor» responoonzkarten mit schriftliche!, Mitteilungen oder anderen bei Drncksachen nicht gestatteten Zusätzen und dergleichen unterliegen, auch wenn sie den Aus» druck „Drucksache" tragen, unter der Voraussetzung, daß sie nach ihrer sonstigen Beschaffenheit, zum Bei. spiel Versendung nicht unter Umschlag, Schleife und dergleichen, den VersendungsbedinZungen für Korre- Laibacher Zeitung Nr. 297. 2720 29. Dezember 1905. spondenzkarten entsprechen, der Behandlung als Korrespondenzkarten und sind daher je nach der Hohe der Frankatur als genügend oder unzureichend frankierte Korrespondenzkarten anzuschcn. Den Aufdruck „Drucksache" haben die Postämter in solchen Fällen zu streichen und insofern es sich um andere als für den inländischen, Verkehr bestimmte Karten handelt, durch den Vermerk „Korrespondenzkarte" zu ersetzen. Schriftliche Mitteilungen auf der Vorderseite der Korrespondenzkarten (abgesehen, von der Adresse und Postdienstlichen Angaben) sind auf Ansichtskarten, deren Vorderseite durch einen senkrechten Strich in zwei Hälften geteilt ist, auf der linken Hälfte zulässig. Diese Begünstigung gilt im inländischen Verkehr, im Verkehr mit Ungarn und dem Okkupationsgebiet und mit allen Ländern des europäischen Kontinents. In den meisten außereuropäischen Ländern werden Karten mir schriftlichen Mitteilungen auf der Vorderseite als Briefe tariert. — (Wichtige Weisungen für Telephon ab o n n e nt en.) Die mangelhafte Korrespondenzabwicklung auf der interurbanen Telephon» lcitung hat vielfach zu Beschwerden Anlas; gegeben. Es wurde konstatiert, daß der Grund der mangelhaften Korrespondenz in den meisten Fällen nicht dem schlechten Zustande der interurbanen Leitungen, der Lokaltclephonlcituugen oder aber der Teleplionappa-rate, sondern mehrfach den Abonnenten selbst zuzuschreiben ist, welche sich bei der Abwicklung ihrer Korrespondenz nicht an gewisse Regeln halten. Um diesen: Ubelstande abzuhelfen, empfiehlt es sich im Interesse der Abonnenten selbst die nachfolgenden zwei Normen anf das genaueste zu beobachten, 1.) Das an dem beweglichen Mikrophonarme befestigte Mikrophon- ^ gchäusc soll sich immer in vertikaler Lage befinden, sei es für Personen großer oder kleiner Statur, was durch das Heben oder Senken des beweglichen Mikrophonarmes zu geschehen hat. Bei dor schiefen Lage des Mikrophongehnuscs kommt das Kohlenklein, welches sich im Mikrophon befindet, auf den unteren Teil des letzteren zu liegen, infolgedessen die Membrane desselben durch Hineinsprechen nicht in entsprechende Vibrationen gebracht und die Stimme des Sprechen» den vom Partner nicht gut vernommen werden kann. 2.) Damit die Vibration der Membrane des Mikrophons durch die Stimme das Maximum der Intensität erreiche, beziehungsweise damit die Lautüber-' tragung eine deutliche werde, ist es notwendig, daß der Sprechende die Oberlippe an den oberen Teil des Mikrophontrichters anlege, denn je weiter sich der Mund vom Mikrophon befindet, desto schwächer wird die Lautübertragung. — (Militärisches.) Ernannt werden mit 1. Jänner 19tX> zu Lcutnanten im nichtaltiven Stande die Kadetten (Offiziersstcllvertreter) im nichtaltiven Stande: Fcdor Gcrtschcr, Alois Vchovc, Karl Püring e r, Franz V i d i c, Johann ZapIotnik U"d Dr. Iur. Franz Bicek, alle des Landwehr-In-fanterieregimcntsLaibach Nr. 27, Silvester Matt. webe r, Karl W o u k, Johann Höpp 2 r 3 er, Titus Ham m c rschm i dt, Franz Vlaxek, Heinrich Meglitsch. Karl H a n a u c r, Julius Lukes, Robert Winkler und Dr. Phil. Otto Reich, alle des Landwehr-Infanterieregiments Klagonfurt Nr. 4, dann die nichtaktivcn Unteroffiziere: Alois Veöaj und Matthias Miklic- (dient präsent), beide des Lanowchr-Infanterieregiments Laibach Nr. 27, und Richard Kramer des Landwehr-Infanterieregi' nients Klagenfurt Nr. 4. — (Der Laibacher Gemeinderat) hält morgen um 5 Uhr nachmittags eine außerordentliche Sitzung mit folgender Tagesordnung ab: 1.) Berichte der Personal-- und Rechtssektion: n) über die Präsentation für die Georg Schmeidsch? Ttudentenstiftung (Referent Svetek); d) über die Ergänzungswahl in den Verwaltungsrat der städtischen Sparkasse (Referent Plan tan); ^) über die Zuschrift der t'. k. Landesregierung, betreffend den Beschluß des Gc-meinderates vom 2. April 1905 hinsichtlich eines Zaunes (Referent Dr. Majar 0 n): <1) über die Statutenänderung der freiwilligen Feuerwehr- und Net-tungsgesellschaft in Laibach (Referent Dr. Maja-ron): r) über die Annahme der Dr. Maderschen Armenstiftnng (Referent Dr. Majaron). — 2.) Berichte der Finanzsektion: u) über den Voranschlag des städtischen Fondes pro UM (Referent Senek 0 . v i ?): l>) über das Gesuch des Cyrill Globoimik nm Rückerstattung des zuviel eingezahlten Kanfschiuings (Referent Lenke). ^ 3.) Bericht der Polizeisektion über das Gesuch der freiwilligen Feuerwehr- und Rettungsgesellschast um Ankauf der Drehleiter „Donau" (Referent Dr. Ritter von Nleiweis.) — 4.) Berichte des Direktoriums des städtischen Elektri-zitätswerkes: n) über den Voranschlag dieses Wertes pro 19W (Referent Senekoviiy; d) über den Voranschlag des Stadtmagistrates, betreffend die Beleuchtung der Wasserleitnngsstraße> (Referent Mally). 5.) Bericht der Personal- und Nechtösektion über die Verleihung von fünf Wachmännerposten (Referent Plan tan). — (Todesfälle.) Gestern starb hier der in den weitesten Kreisen bekannte und geachtete Rentner und Verwalrnngsrat der Krainischen Baugesellschaft, Herr Karl Leskowitz, im 71. Lebensjahre. Wir wollen auf die verdienstvolle Tätigkeit deo Verblichenen namentlich auf humanitärein Gebiete noch morgen zurückkommen. — In Kronau starb am 27. d. M. der dortige Realitätenbesitzer, Handelsmann, Ob' mann des Ortsschulratcs und des VeteranenvereineZ, Besitzer des goldenen Verdienstlreuzes ?c.. Herr Franz Budinek, nach langwieriger Krankheit im 51. Lebensjahre. — (Eil: Amtsblatt des k. l. Handels-ministerinms fstr die Handels- und G ew erbeverwa ltu ng) wird mit Beginn des Jahres 1906 herausgegeben werden. Es werd?»: jährlich 10 bis 12 Hefte im Gesamtumfange von etwa ^0 Quartdruckbogen durch die Manzsche k. k. Hof, Verlags- und Universitätsbuchhandlung, Wien, I., Kohlmarkt 2<), znr Ausgabe gelangen. Abonnement jährlich 7 Iv. * (K 0 m missi 0 n i. n betreff der Über -n a h m e der N u s cb a lias e r n e.) Wii. man nns mitteilt, tritt am 3. Jänner um 10 Uhr vormittags gemäß ß 85 des Einquartierungsgesetzcs eine gemischte Kommission wegen Übernahme der Nuschalkaserne an Ort und Stelle zusammen. —r. — (Vereinswesen.) Das k. k. Landesprä-sidium für Kram hat die Bildung einer Ortsgruppe deö Verbandes der Tonarbeitei" und verwandter Gewerbe in Österreich-Ungarn mit dem Sitze in Laibach nach Inhalt der vorgelegten Statuteu im Sinne des Vereinsgefetzes zur Kenntnis genommen. —«. * (S ta atZ - U n t er g y m n asiu m in G 0 tt« schee.) Der k. t. Landesschulrat für Kram hat den Feldwebel des k. k. Landwehr-Infanterieregiments Nr. 27 il' Laibach Lorenz Svetlin zum definitiven Schnldiener am Staato-UnterMnnasiuin in Gottschee mit der Rechtswirtsamkeit vom 1. Jänner 1906 ernannt. —r. — (Ch ristba u m feier im Elifabeth-K in d e r sp i tale.) Auch den ärmsten unter den Armen, den kranken Kindern dieser Anstalt, wnrde anläßlich der Weihnachtsfeier eine Freude bereitet.! Durch gütige Spenden nnd persönliche Anteilnahme mehrerer Damen wurde Sonntag, den 24. d. M,, nachmittags eine einfache, aber würdige Feier des Wcihnachtsfestes veranstaltet. Die Freude über die erhaltenen Geschenke ließ den armen Kleinen ihre mitunter recht schweren Leiden vergessen und Frohsinn herrschte an diesem Abende in den sonst so ernsten Räumen dieses Spitales. — (Vom L a n d c sw ei n tel l er.) Bei der gestrigen öffentlichen Weinkost waren u. a. sehr viele fremde Gäste aus Unter-, Ober- und Inncrkrain anwesend, denen die Weine, insbesondere der weiße und der blaue Burgunder, der Rnländer nnd von den neu-ausgestellte» Unterkrainer Weinen der Wälschriesling von I. Pfeifer aus Haselbach, der rote Schilcher des Herrn Bezirkshanptmannes Del Cott aus den Weingärten Augustincrhof bei Landstraß sowie jener des Herrn Dr. Ooöevar in Gnrkfeld, sehr mundeten. — Die nächste Weinkost dürfte am künftigen Donnerstag stattfinden. —iu— — (Unterstü'tzungenan die freiwilligen Feu erwehren) aus dem Landcd-Feucr'-wehrfonde pro 1905. Verteilt wurden 10.100 lv und es erhielten: Laibach 000 k; je 200 1<: Vrunndorf. Gamling, Reifnitz, St. Martiu-Tacen, Zirklach (Un> tert'rain), Laufen, Reifen, Oberlaibach, Kaltenfeld, Ledine. Weinitz, Landstraß, Vodice, Adelsbcrg, Hor-julj, Vigann, 3tudolfswert, Hl. Kreuz bei Landstraß, Ratschach bei Weißenfels, Scmiö, Aischoflack, Woch.-Feistritz, ^kofeljca, Slavina, Veldes, Moräutsch, Mött-nig, Stra/.i«öe, St. Ruprecht, Kronau, Oberloitsch, Dobra^evo nnd Gottschce: je 175 K: Pirnitsch, Altlack, Stephansdorf, Woch.-Vcllach. Gereut, Karner-Vellach, Aizovik. Trata-Gorenja Vas, Franzdorf, Vil-lichgraz, St. Marein, Ic/ica, Gntenfeld, Kropp, Hö-nigstein. Moistrana. Graflinden und Unterlag: je 150 K: Göttenitz, Büchel, Lusttal. Vreznica, Doiniiale, Schwarzenberg, Löschach, St. Gregor, Obcrgurk, Hru-^evje. Präwald, Mitterdorf in der Wochein, Waitsch-Gleinitz, Möschnach, Vixmarje, Niederdorf bei Rcif-nitz, Soderschitz, Konnuenda, Zirknitz, St. Georgen bei Krainburg und Brezovica: je 100 X: Oblack, Nuß-dors, Littai. St. Veit ob Laibach, St. Barthelmä, Nassenfuß, Oberinösel, Lengenfeld, Haselbach, Vcrd, Smrach, Unter-^i^ka, Tschernembl, Ill.-Fcistritz, Eteinbüchel, Obcrgörjach, Weichselburg, Eisnern,'Ho-henegg, Aich, Moste, Niederdorf bei Zirknitz, Nesseltal, Gurkfeld, Treffen und Wintlern. - t. "^ (D i e s l 0 ve n isch e un d d i e lr 0 a t i sche „Matica".) Der Snbausschuß der „Slovenska Matica" hat kürzlich darüber beraten, wie e5 möglich wäre, ein Zusammenwirken der slovenischcn und !^r kroatischen „Matica" herzustellen. Der Subausschuß hat den Beschluß gefaßt, den Ausschüssen der „Slo< venska Matica" und der „Matica Hrvatska" folgende Anträge vorznlegcn: Die „Slovenska Matica" möge jedes Jahr auf eigene Kosten je ein kroatisches Vu6> für ihre Mitglieder, die „Matica Hrvatska" aber ein slovenifches Buch herausgeben. Diese neuen Edition?« hätten die Namen „Slovenska lnjixnica", beziehung^ lveise „Hrvatska knji/nica" zu tragen. Der Nedatt?nr der „Slovenska knji/>nica", welche die „Matica A> vatska" herauszuZeben hätte, soll ein Slovene, i>^ Redakteur der „Hrvatska knjixnica", welche die „Sl0' venska Matica" herauszugeben hätte, hingegen ^ Kroate sein. Die betreffenden Redakteure hätten dn' beiden Vereine völlig frei zu wählen und ihre Hon" rare wären nach den Statuten der Vereine zu bc> stimmen. — (Gefährliches Wei h n a ch ts schie' ßen vom Kirchtürme.) Am 25. d. M. nacht-feuerte der 15 Jahre alte Michael Babnik in St. V^ bei Laibach vom Kirchturme aus einen: Revolt fünf Schüsse ab, jedoch nicht mit der Absicht jemand zu treffen. Hiebei drang eine Kugel durch das Fcnst^ ins Schlafzimmer des Oberlehrers und blieb ^ einer Stellage liegen. l- — (Alpine Z.) Vier Mitglieder des Sloven'' schen Alpenvereines unternahmen am vcrflosM'^ Sonntag die Partie zum Krcdarica-Schntzhause (25^ Meter). Zu diesem Zwecke schlugen sie unter Führu»? des Franz Urbas aus Mojstrana den Weg dnrch ^' Krmatal ein und erreichten nach 14stündigcm, orn^ dende,n Marsche im weichen Schnee, nm ^ ll!'^ abends das erwähnte Schutzhaus. Ein prachtvoll Sonnenaufgang, eine inärchenhaft schöne AbcnodcU" merung sowie die kristallreine Aussicht lohnten die b? schwerliche Tour. Die obigen Ausflügler waren hein'l die ersten und die letzten Besncher des Kr^dari^' Tchutzhauscs. — (Neue Märkte.) Alls den: Freudenb^ bei Sai:kt Ruprecht wurden drei neue Märkte, u>'^ zwar an: 27. April, an: Donnerstag vor Pfmgs^ und am 27. Oktober eingeführt. Sollte an ein^' dieser angeführten Tage ein Feiertag sein, so fin^' der Markt an: nächsten Tage statt. ^ — (Eingestellte V orn n tor such un^ Die gegen Johann Cerar aus Ocplje bei Egg ob P^ pe? eingeleitete Voruntersuchung wegen Verbrecht des Diebstahles von 2500 1< zuni Nachteile des Fost'l Goljev^cck wurdl: gemäß 8 109 der Strafprozeßol"' nung eingestellt. — (Die Oitalnica in Krain burst hielt an: il>. d. M, ihre diesjährige Generalversain^ lung ab. In der Begrüßungsrede gedachte der V^' sitzende, Herr Vinlo Majdiö, der drei Mitglied die der Verein durch den Tod verloren: des (M^ Mitgliedes Bischofs IosefStroßmayer, des ehemalig^ Vorsitzenden der s'italnicn Ferdinand Sajovic u^ der städtischei: Lehrerin Viktoria Praprotnik. - Äü" dem Berichte des Schriftführers, Herrn H. Rebo^ über die Tätigkeit des Vereines in: 48. Beständig ist zu entnehinen, daß der Ausschuß in elf Sitzung die Vereinsangelegenhciten erledigte: ferner wun^ vier Unterhaltu!:gsabende mit drainatischen Vorst^ lungen nnd Tanz und ein Konzert des Männerch^' verai:staltct: der Verein beteiligte sich weiter an ^,, Enthüllungsfeier des Preßeren-Denkmales in Lai^ sowie an anderen Veranstaltungen. Die Mitglied zahl belauft sich auf zwei Ehrenmitglieder, 71 ordct' liche und 10 auswärtige Mitglieder und 40 SaN^' fomit zählt der Verein 123 Mitglieder. — Der Vctt" hatte in diefem Jahre 2535 k 51 n Einnahmen "" 2459 I< 58 li Ausgaben, was einen Kassarest vo 75 1( 93 Ii ausmacht. Das Gesamtvermögen des ^e eines beträgt 19l5 Iv 39 Ii. — Darauf erfolgte/' Wahl des neuen Ausschusses, der sich folgender!""^ konstituierte: Vorsitzender Professor Mar Pir"^ Stellvertreter Großindustrieller Vinko Majt'^ Schriftführer Adjunkt der Staatocisenbahn H ^j< b 0 lj, Kafsier Steneranttsadjnnkt I. N 0 v a l. ^^ bliothekar Lehrer W. Rus, Ökonon: Handelsma'^ I. Majdic-, Ausschußmitglied Dr. I. K»'"" . Stellvertreter Prof. I. Ianc, Lehrer Fr. I""., und Oberlehrer Fr. Luznar. .^,,< — (SiIvesterfei e r.) Die s'italnica in >"' bürg veranstaltet Sonntag, den 31. d. M., "'" " 9 Uhr abends eine Silvesterfeier mit folgo"d"N ^ grämn:: 1.) Nndri vo. M. gehaltenen Generalversammlung dos slovenischcn ^eseveroines in Sagor wurde Herr Dr. Thomas " arnit, DistriltZarzt daselbst, p^r ^eeluililUiouoiu zum Vereinspräsce. gewählt. — Aus diesem Anlasse bracht? dem Gewählten, der auch die Obmannstelle ^s Turnvereines „Zaaorski Sokol" in Sagor be-Leidet, der genannte Turnverein unter Mitwirkung ber WerkZkapelle und des Gesangschores von Sagor einen Fackelzug mit Serenade dar. —ik. — (Verbrüht.) Am W. d. M. war die Berg. ^rbeiterogattin Paula Praßnikar in PotoZka Vas, gemeinde Kotredcsch im Bezirke Littai, mit d^n Wä-chewaschen beschäftigt. Als sie ein Schaff heißen Wafers auf den Boden stellte, kam zufällig ihre dr?i Jahre "ltc Tochter zum Schaffe und fiel ins Wasser. Obwohl bon der Mutter sofort herausgezogen, erlitt das Kind ^n Unterleibe fo schwere Brandwunden, dah es tags» barauf starb. —ik. — (Öffentliche Gewalttat.) Am 21. d. 3eMn 10 Uhr abends kamen mehrere Burschen aus ürr Ortschaft Pokojnica zur Wohnung der Inwohn> ^n Anna Prelogar in Pokojnica, Ortsgemcinde Pod-^l^t, und warfen in ihr Schlafzimmer mehrere ^ustgrohe Steine dnrchs Fenster, ohne glücklicher-wrisc die Schlafmde zu beschädigen. Desgleichen b"-Harfen sie die übrigen Fenster des Wohnhauses mit deinen und demolierten mit Hilfe einer Mistgabel "nigo Fensterläden und Fensterflügel. Die Burschen, "ltt twnen Anna Prelogar nicht im besten Einvernch-'Ueil ledte, wurden eruiert und dnrch eine Gendarme-^'Patrouille dem Bezirksgerichte Weichsclburg einge» "efert. —ik. «. ^ (In der Fremde verunglückt.) In ^ort Slnith in Nordamerika fiel dem in einem Steinbruche beschäftigten 22 Icchre alten Grundbesitzers-whn Franz Maril aus Tnle, Gemeinde Treffen, ein Nrohcr Stein mit solcher Wucht auf den linken Fuß. ^N er ihm amputiert werden mußte. Nach mehr» Essigen furchtbaren Leiden erlag der Anne trotz >er Operation seiner schweren Verletzung. 8. ^(Verloren) wurden eine silberne Offiziers« 'ette, eine braune Geldtasche mit 8 1< Geld, eine gol° "^NL Krawattennadel nnt Brillanten, ein Zwanzig, klonrngoldstiick, ein Portcmomrme nnt 5N X in Bank» 'wteu und ein grünes Geldtäschchen mit l>0 bis 80 K. ' (Gefunden) wnrde ein goldenes Armband. Telegramme des K. K. Helegraphen'Korrespondenz'ßureaug. Rußland. Berlin, 28. Dezember. Das Wolff-Vurean meldet aus Mookan: Der allge Aufführung im ganzen und großen würdig ^l'lief. jeder Darsteller sein Bestes bot, und wenn das ^.'cht immer gut war, die Schuld nicht ihn. sondern ^ Verhältnisse trifft, die eine gleichwertige Besetzung "^' Nollen nicht gestatten, Fränlein Anna Storm, "'U' stattliche Bühnenerscheiiuing. verfügt über ein l"ngd»ile5, sympathische? un') modulationsfäbiges ^t-.inn, das auch in den Steigerungen der Leiden- fä)aft und Erhebung edel tönt; ob es der tiefsten und unmittelbaren Empfindung Ausdruck zu geben oer« mag, müßte noch in anderen Rollen erwiefen wer» den. Die Darstellung der unglücklichen Schottmlöni-gin war jedoch weit davon entfernt in schablonenhafte Nachahmung gewisser Vorbilder zu verfallen, die stilvolle Auffassung zeigte die begabte uud den» kende Künstlerin, welche Seelenleid, Gram und Kummer ergreifend zu malen versteht, ohne die Hoheit der töniglichm Dulderin außer acht zu lassen. Den Höhepunkt ihrer Leistung bildete die große Abrech» nungsszcne mit ihrer Schwester, die sie zur vollen Wirkung brachte. Die Künstlerin wurde durch rau-sehenden Beifall und viele Hervorrufe gechrt. Fräulein Osten fehlt für die Gestaltung der Elisabeth die Reife und sonst auch noch so ziemlich alles. Sie hatte die Rolle fleißig memoriert, das war auch das einzige Anerkennenswerte an, ihrer Leistung. Herr Lischka bewies als Mortimer, daß in ihm Talent, viel Talent steckt. Er wußte den durch sinnliche i>ei-dcnschast für Maria Stuart, und Haß gegen ihre Gegner fanatisierten halb verrückten Schwärmer mit vielen packenden Einzelzügen auszustatten, die darauf hinwiesen, daß er sich in die dichterische Gestalt hineingelebt hatte. Freilich haftete seiner Darstellung manche Übertreibung an: seinen Bewegungen fehlt das edle Maß, er vergißt, daß es auch in dem Be« streben nach elementarem Gefühlsausdruck, für die leidenschaftlichste Erregung in der Knnst imm'r eine Schönheitsgrenze gibt, die nicht überschritten werden darf. Herr Lisch ka nahm verdienten Anteil cm dem Veifalle. Der Leicester des Herrn K a m m -auf erschien anfänglich zn bieder, spießbürgerlich angehaucht und ließ das Listige, Glattzüngige des charakterschwachen Günstlings und Hofmannes ver- , missen. Die Gefühlsszenen des Schlußaktes spielte er jedoch mit schöner Innerlichkeit. Herr Mahr charakterisierte den Hüter der Maria mit ritterlich-soldatischer Halkung, Herr Weißmüller den menschlich gesinnten Grafen Talbot mit milder Würde. Um die Vorstellung machten sich ferner die Herren K ühne und M n y e rh ofcr und Frau Stein verdient. .7. — (Der Kalender des CyrilI» und M eth odv ? r ein e 3) ist soeben erschienen und kann bei der Vereinsleitnng um den Preis von 1 I( 2l) ^ (ohne Postgebühr) bestellt werden. Er enthält nebst dem Kalendarium drei Artikel über Pre^cren von Tomo Zupan. Ivan Vrhovnik und I. P o-boljkar, schließlich den Vereinsbericht, der unter anderem anch alle Vercinsfilialen anführt. — Das nett ausgestattete Büchlein wird gewiß zahlreiche Abnehmer finden. Neuigkeiten vom Büchermarkte. Meyer Dr. I., Einführung in die Theimodynamil, X 7-20. — Vergold Eugen, Vruchrechnen und Iweisatz. k —-60. — Gide Charles, Orundzüge der Nationalölonomie, X 6. — Gottfried M., Die iisterr Gebilhienvorschriften für Erwerbsund Wirtschaftsgenossenschaflen, X2. — ZechnerFriedr.. Leit< faden für den Unterricht im iisterr. Bergrechte, li 1-80. — Scapinelli Paul Conle, Das oberösterreichische Iagdgeseh und die herrschende Spruchpraxis, K 3 40. — Waal Ant. de. Itnm» »acl-a, K 14 40. — Wiesner I., Deutsche Literatur» lunde fiir osterr. Mittelschulen, k 2-60. — Zenz Dr. W,, Methodik des Unterrichts in der Elemenlarllasse, kl.— Nudrian Ferdinand von, Die Altausseer, k 6. — Holger Dr, Ivan, Das kommerzielle Nildungswesen im Deutschen Reiche, l( 11 60. — Schada Johann. Der Einjährig-Frei, willige und Reserveoffizier, 2. Teil. K3. — BailleyIames, Wie man sich heutzutage noch selbständig machen lann? X 2 40. — Formänel I.. Die qualitative Spektralanalyse, K, 14 40. — Fournier Prof. Dr. A., Die Syphilis eine soziale Gefahr, k —72 — Jäger Th.. Praktische Anleitung zur Obstlultur, k —-96 — Müller Dr. Ihs,, Beruf uud Stellung der Frau. k'3-60. — Caspari Dr. W., Physiologische Studien über Vegetarismus, li 3 60. Vorrätig in der Buchhanblung Jg. v. Kleinmayr <^Fed. Vambergin üaibach, Kongreßplah 2. Verstorbene. Am 27^ Dezember. Anton Dermastja, Besitzer. 28 I. Sallocherstrahe 3, 1'udyronl. pulln. Im Iivilspitalc: Nm 24. Dezember. Anton ltolednil. Besitzer, 32 I., ?«litnniti» aük»u»iv» Lmdolia. — AnWnill Hllvii. Dienst« mannsgllttin, 34 I.. Vitium ooräi». Nm2 5. Dezember. Emma Rabic. Hebamme, 32 I,, lüummotio et «uuw«i« uorubli. — Anton Medveset, Arbeiter, 63 I., I^MZil»^»«!«^ pullN. Landestheater in Laibach. 51. Vorstellung. Ungerader Tag. Freitag, den 29. Dezember. Neu einstudiert: Hie Geisha oder: Die Geschichte eines japanischen Teehanses. Operette in zwei Akten. Text von O, Hall .— Musik von Sidney Jones. j Anfang halb 8 Uhr. End« '/< !0 Uhr. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehühe 306 2 m. Mittl. Luftdruck 736 0 mm. 3 Z^ «3 3^i ^__^^HI^______j "Z^ I^AA7^M"2^4^W7WvmH ^ewdV^^^" 9 ' Ab. 730 7 , 3 o' .________Rtgen > 29l? U.F. I 727-3, 2 4^ SW.schwach j Nebel i b 4 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur 3-1 , Noi« male -26'.______________________________________ Verantwortlicher Nedalteur: Anton Funtel. Tiefbetrübten Herzens geben wir allen Ver. wandten, teilnehmenden Freunden und Bekannten die erschütternde Nachricht von dem Hinscheiden unseres geliebten Vaters, beziehungsweise Schwiegervaters. Bruders und Onkels, des Herrn Karl Deskowitz Besitzers des gold. Verbienstlreuzes mit der Krone, Rentners und Verwaltungsrates der Krainischrn Ballgesellschaft welcher heute um halb 7 Uhr morgens nach langem, schwerem Leiden im 71. Lebensjahre selig im Herrn entschlafen ist. Die irdische Hülle des mwerssehlichen Verblichenen wird Samstag am 30. d. M. um 3 Uhr Nachmittag im Trauelhause Vleiweisstraße Nr. 7 eingesegnet und sodann bei St. Christoph in der eigenen Gruft zur letzten Ruhe bestattet werden. ! Die hl. Seelenmesse wird Dienstag am 2. Jänner 1906 um 9 Uhr Vormittag ill der Kirche zu Maria Verkündigung gelesen werden. Laibach, am 28. Dezember 1905. Karl «emy LeSlowitz, Advokaturslandidat, Hugo Leskowitz, k, u. t. Oberleutnant im Div.» Art.'Rgt. Nr. 7, Sühne. Gusti Leskowitz, geb. Treo. Lola LeSlowiH, geb. Nadda, Schwiegertöchter. Franz LeSlowitz, Industrieller in Udine, Bruder. Amalia verw. Haussen, geb.Leskowitz, Schwester. Eiimtliche Neffen und Nichten. Beerdigungsanstalt de« Franz Doberlet. Der Laibacher Vislanf-Verein giebt hiemit geziemend Nachricht von dem Hinscheiden seines vielverdicnten Ehrenpräsidenten, des hochwohlgeborenen Herrn Karl Leskowitz Rentiers, Besitzers deö goldenen Verdienstlrenzcs mit der it roue «. «. Das Leichenbegängnis findet Samstag, den 30. d. M., um 3 Uhr nachmittags vom Trauerhause Nr. 7 Bleiweisstraße aus statt. Laibach, am 29. Dezember 1905. (5296) Der Ausschuß. Der Kaufmännische Kranken» nnd Unter, stützungöverein in «aibach gibt hiemit die traurige Nachricht, dah sein vieljähriges. verdienst-volles Mitglied. Herr Karl Oeskowitz Besitzer des goldenen Verdienstlreuzes mit der Krone, ^ Rentner und Verwaltungsrat der Krainischen Bau-gesellschafi heute um halb 7 Uhr morgens nach langem, schwerem Ueiden im 71. Lebensjahre verschieben ist. Die irdische Hülle des unvergeßlichen Verblichenen wirb Samstag, den 30. d. M., um 3 Uhr nachmittags im Trauerhause Nleiweisstrahe Nr, 7 eingesegnet und sodann bei St. Christoph in der eigenen Gruft zur letzten Ruhe beigeseht. Der Dahingeschiedene wird dem frommen Andenken empfohlen. Laib ach, am 28. Dezember 190b. Ivan Knez Alois LiNeg Mrellur. Sekretär. Lmbacher Zeitung Nr. 297. 2722 29. Dezember 1905. Der Verwaltnngsrat der Krai-Nischen Vangesellschaft gibt hiemit Nachricht von dem Ableben seines langjährigen, verdienten Mitgliedes, des Herrn Karl Leskowttz Rentiers, Besitzers des goldenen Verdienftlre»zes «it der Krone ?c. ». Das Leichenbegängnis findet Samstag den 30. d. M., um 3 Uhr nachmittags vom Hause Nr. 7 Bleiweisstrahe aus statt. Laibach, am 28. Dezember 1905. Die Philharmonische Gesellschaft in Lai« bach gibt geziemend die traurige Nachricht von dem Ableben ihres einstigen langjährigen Direktion?» Mitgliedes, des Herrn Karl Leskmmtz Vesitzers des gold. Verbienstlreuzes m. d. Krone welcher heute um '/,? Uhr morgens verschieden ist. Das Leichenbegängnis findet Samstag den 30. d, M, um 3 Uhr Nachmittag vom Trauerhause Nleiweisstraße Nr. 7 aus statt und werden die P. T, Mitglieder unserer Gesellschaft zur Beteiligung höflichst eingeladen. Laib ach, am 28. Dezember 190b. Die Direktion. (5281) H. Hiemit geben wir allen Verwandten, Freunden und Velannten die traurige Nachricht von dem Ableben unseres geliebten Sohnes, bezw. Vrubers Barthol. Novak Schülers der III. Klasse der l. l. Oberrealschule welcher gestern, den 28. d. M., um 5 Uhr frllh nach langem, sehr schwerem Leiden in seinem Ib. Lebens» jähre, versehen mit den hl. Sterbesakramenten, in ein besseres Jenseits abberufen wurde. Die sterblichen Überreste des teuren Verblichenen werden Samstag, den 30. b. M.. um 3 Uhr nach» mittags vom Trauerhause Nr. 113 in Unterschischla auf den Friedhof zu St. Christoph übertragen und dort zur letzten Ruhe beigeseht. Die heil. Seelenmessen werden in der Kirche zu Maria Verkündigung gelesen weiden. Laib ach, am 29. Dezember 1905. Die trauernden Hinterbliebenen. Kurse an der Wiener Börse vom 28. Dezember 1995. «««v"««oMenen Kn^a«. Die notierten Kurse verstehen stch ln Kronenwährun«. Die «olierun« sämtlich« «Men und der «Diversen Lose» versteht ftch per Stuck. KUßtNttin» Staatsschuld, »eld War, tinheM. sienle in Noten Mai. siovember p. K 4^ . . . 99 70 98 «n inNilb.Iän.-Iulipr.K.4'L"/„ 99 70 »3 8» „Not Febl.-«ua..pi.K,4-2 100 9ü < l»«Nlr ,. t00 fi. 4°/« 189 — 191- l«64er ,. 100 st. . . WU - »»1-- dto. „ 50 fl. . . 28s'5l. 23<< 50 Oom, P'nndbr. k 120 fi. 5°/« . »»2 üll «84 — htaalsschuld der im Kelch»- rut» vertretenen Königreich» und ziwo«. ^slerr. «oldrente, stfr., 100 fi., per Kasse.....4»/<, 11? 30 117'5u »lo.NenteinKronenwühr., stfr., r«i Nasse.....4°/, 89 70 »9 90 «o.düi.dlo. per Ultimo . 4"/« 99 ?ü «9 92 Oesteir.Ilwestitions-Nrnte.ftfr., ver ftasse . . , . »>/,°/« 90 75 vc Sü «s«ubahn.Vta»«schnlb. verschreibnnge«. »Ksabethbalin <„ G.. steuersrel, zu 20.000 Kronen . . 4°/« 118 40 119 40 .Zillnz Josef-«ahn in Silber (biv. St.) .... 5'/,°/« 127-- 12» -jiubolMahn in Kronenwähr. steuerfrei (bid, 3t.). . 4°/« 99 70 100'7l> Lorarlbergbahn ln KronenlvHhr. fteuerfr., 400 Kronen . 4«/« »9 70 100 70 Ü» Staatsschnlvoerschreib»». ^n »b«tftemp.»ilenb.»«ttten. tlisabethbahn »00 fl. «M. b^ /» von 200 fl.......48« — 48« — Ol«. Linz^lidw. 200 fl.«. W. ^. ü'/4°/„........456 5«, 4^8>50 bto. Vlllzb.'Tlr. «X, fl. 0. W. <->, 5°/».........429 »,i 441 »0 5. ttarl-Lubto.»«. lt00 fl. KM. 5°/« von »00 fl......—- - — — «llelb W«li< Vo» Ltaate zur Zahln»» übernommene Elsenb.'Prior. Obligationen. LKsabethbahn 600 u. »000 «t. 4°/o ab 10"/«...... !Ib-9« 116-90 «tlisabethbahn, 400 u. «000 M. 4"/u......... 117 7Ü 11«'?ü Fraiy Josef.-«.. ^ (div. St.) Sllb. 4°/u . . . 99 95 1<>0 Vi, Vorarlberger Äahn, lim. 1884 (div, St.) Bilb. 4°/» ... 99 ?ü 100?ö Staatsschuld d> Ihtih-sieg.'Lost 4"/« . . . . 1i>9 25 1«l2i. 4°/„ ungar. «runden».-Obllss. 95 75 U« 75 4»/, lroat. und slavon. detto W — 97- Andni Ifflntl. Hnleheu. 5°/,DonllU'«rg.'«lnle!ht !8?8 . 10b 50 10« n0 «nleben der Stadt V0rz , . —'— —'- «nlehen der Stab» Wien . . . 10^ «0 103 S« dto. dto. (Silber od. Gold) 121 40 »22 4» blo, dt°. (1894). . , . 99 —100' bto. dto, (1898). , . . «9 45 100 4Ü «öls»bau°Nnlehen, verlosb. 5°/<, VS,5 100'2b 4"/,, Krainer Uande« Nnlehen , '—> - '—^ ««ld W»r> Vsandbri»f» »tt. «odtr. allg,öft.in50I.verl.4°/« 9b^ü ,00-»^ N.»österi.Lande«^HyP.'«lnst.4°/<, 99x0 ilx> 90 0«st.-un«. Vant 40'/^jahr. verl. 4«/^......... lU0-»b1«1 2b dto. dto. 50jühr. verl. 4°/, 1 101 25 Oparlllfs«. 1. üst., 60I., verl.4°/» 100 «5 iu,'«!> EisenbahnwPrialitit«-Gbligationen. FerblnanbK-Nurbbahn «M. 188« 1002« I01'5l' Oesterr. Nordweslbahn ... 100 4<1 101 4«. Staalsbahn....... 42« - 4«2-— Sübbahn k »«/i, verz.Iünn.'Iuli 314 40 »16 40 dtll. tl5°/„...... 184 4l) 12540 Ung.-galiz. Nahn..... —— — — 4°/» Untertrawer Uahnen . . —-— —-— Divers» zss» (per Stült). Verzinsliche.ose, »«/„ Uodenliettt'llose ltm. 1880 291 — «>»- 3°/„ „ „ ltm. 18«» »91 - »01 - 4°/u Donau-Dampfsch, 100 l>. - --— —'— 5°/, D°nau>«?gUl..U«se . . . 2K4 50 267'50 Nnv«rzin«lche li»se. Vubap.'Vasilica (Dombau) 5 fl. »4l5 i»«'15 Krcbiilose 100 sl...... 474 — 484 — Llarl,-^ost 40 fl. KM. , . . 147 — 157 — ofener Lose 40 fl..... 1«5 — 175 - Palffy-Lose 40 fl. KVl. . . 173-—1s2 - NotenKreuz, O«ft. «es., viofl. 5l 50 53 ü« „ „ UNg. „ „ 5fl. »1«5 »2 25 «ubolf-Losc 10 fl...... 6«- «4-- Salm-Lose 40 ft...... 203 —21'/- Vt.-«enlli«-Lose 4« fl. . . . —-- —-— Wiener llomm.«Lo!e v. I. 1874 225— 525-Vewiustsch, d. »"/« Pr.'Schulbv. d. «Dbenlreditanfl., Em. 1889 SS'— 1l,ll 5« Lalbacher Lose...... —'—> —»— Velb Ware Nltien. Gran»portunl»r« n»hmnntz«n. «ussig.Tepl, «isenb. 50« ,1. . . 2270 »290 Vau- u. Vetrlebs'V«!. für ftabl. Strahenb, in Wien ltt. X . — - —'— dto. dto. dto. M. lt . --— — - ««hm. Norbbahn 150 fl. , . 8« - 3«4 — «ufchtiehradtl Tts. 500 fl. »N. »0l«l- 2iao dto, bto. (Ut. U)200fl. 1120- 112»-DonaU'Dampfschiffabrte. Gesell. Oeftrrr., 500 fl. «M. . . . 100» 1008' Dui «odenbacher lt.-B. 400 X 5i» 524 -- sserbinand^Nurbb. I000fl. KM. 5/4N- 5780 Lemb^llzernow.-Iassq-Etfenb.» Gesellschaft 20« sl. 2. ... 580 — 582 - Lloyb, Oesl., Iriest, 5rbb. «erb..». 200 fl. KM. 411 — 412-Tlamwali-«es.,NeueWr.. Prio- r!tiit2..(Naab'«laj)200fl.S. 404-50 4<^ 5U Wiener LololbaHntn°«M.«es. . ib0 — 160 — W«l< Aänonbanl, Oeft., 200 fl. . . — - ^>- oeflcrr.'ungar. Banl, 700 fl. . l»»9> 15»l Nnwnbanl L00 fl..... 5b< —565^ VerlehrObanl. «lllg. 140 fl. . . 35« — l<^> " Industrk-zlnkr. iuhmung««. Vauaes.. Äll«. öft., 1 N. . . ,«7 5^1?«^ «laydier Eisen, und Etahl-Ind, l» Wien 100 fl..... —- - -'^ ctiscnbadnw.-Leihg,.Oesell. 70fl. L?«,-- «?l " Vaffenf,-«..Oefi.i»witn,100sl. üov - b»»'" Waggon-Leihanst.. «lllz. in Pest, 400 X........ 585'— »«" ^ Wiener Vaugesellschaft 100 fl. . ,«i —«S»"' WienerblrgerZieatl'Mtien'Gcs. »20- »»^ D»Viftn. Kurze Dichten. »mslerbam....... 198 50 1»«^ Deutsch« Platz«...... »7?» '1?'^ London........ «40 »o i4« A Pari«......... 9ü l« 9b ^' St. Petersburg...... —---'" Valntn». Dulaten........ 112» il'A 20FranIen «tülte..... 19-16 is'z Deutsche «eichsbanlnoten . . 11? ?N l1''H Italienische «anlnoten . . . »5 ?« »b^ Rubel-Noten..... «-51" »" foa Kent«n, Pfandbriefen, l'rlorlt&ten, Ahtlxn, I Kiosen ftc, I>evla«n and Vnlnien. [ | (16) Lofl-VerBioherun«. •P. Cm Mnyei* S«,xx3c- -a.33.dL TTŠ7"»clxsl«x-CI-«»c3xAft Lalbaeb, SpitulfcaAne. Privat - Depots (Safe - Deposit«) unt»r •lg-«n.«i2CL V»iBch.luaa Aar Pii.rt«!' Virztauig vn lir-EliiiiH I* Ititi-limot- ¦¦< ill MrHUitt.