^ »5«. Donnerstag n,n 38. December »HHO. Hcr;agthum Krain. Haibacd, am 27. December. ?lachr,chtcn «us Olmütz zu Folge ward der krainisch. ständischen und der Laibacher städtischen Deputation am 22. d. V. Vormittags das Glück zu Theil, Seiner Majestät, Kaiser Franz Ittftpb , '" "n^r Audienz ihr, Adresseil zu überreichen, und die Gefühle treuer Ergebenheit und Anhänglichkeit ihrer Emittenten aus. zudrücken. Die ständische Adresse lauttt folgender. '"^"'' (suere Majestät! Der Entschluß eines Monarchen, dessen Andenken Millionen beglückter Unterthanen dankbar ftgnen, hatEuere Majestät in einem Momente aus den Thron AUerhöchstihrcr Böller berufen, in welchein sl'ir ganz Europa eine neue Acra beginnt. Euere Ätajcstät sind von der Vorsehung bestimmt, ein Werk des Segens zu vollenden, das von Allerhöchstihrcm erlauchten Vorsahrcr in so erhabener Weise begonnen wurde. Geruhen Eucre Majestät in diesem feierlichen Au genblickt den Ausdruck der freudigsten Gefühle gnädigst hinzunehmen , in welchem der verstärkte krainisch-ständische Ausschuß im Einklänge mit dcn Gesinnun-gen der Gesammtbcvölkcrung Allerhöchsteren Regie-rungsalttritt begrüßt und die Versicherung treuer Anhänglichkeit an den Stufen MIcrhöchstihres Thrones niederlegt. Elicre Majcstät werden, die Freiheit Ihrer Vö!» kcr auf eine den Stürmen der Zeit trotzende Grundlage stellend, sich des Monarchen reinsten und darum herrlichsten Ruhin, die Dankbarkeit Allerhöchstihrer Völker gewinnen; Sie werden, gestützt auf deren treue Liebe und Anhänglichkeit, Sich jene Krone sichern, welche die Wettgeschichte einst Ferdinand dem Gütigen nicht versagen wird. Eucre Majestät werden Sich ein Monument in den Herzen Ihrer Unterthanen setzen, die freudig Ihnen entgegen jauchzen: »Hoch unser constitutionelle Kaiser Franz Joseph I.!« Vom verstärkten krainisch-ständischen Ausschusse. Laibach am l4. December «848. Die städtischen Adressen sind bercits in unserer Zeitung vom Samstag dcn 30. Dec. mitgetheilt worden. Die Antwort Sr. Majcstat auf beide Adressen lautet wie folgt: Ich empfange mit wahrem Vergnügen dcnHul-digungs-Gruß des verstärkten krain. stand. Ausschus-ses und der k. k. Hauptstadt Laibach.« Treue Anhänglichkeit an dcn Monarchen hat von j"her die Bewohner Krains ausgezeichnet. Beseelt von der wahren und echten Vaterlandsliebe begleiten sie jetzt die Wiedergeburt der Gesammtmonar-chie mit ihren heißesten Wünschen, und ,vcrden, Ich zweifle nicht daran, wie Jeder in seiner Sphäre, zu dem Gelingen des großen Werkes beitragen." Die Deputation ward von Sr. Majestät äußerst huldvoll empfangen, lind es wurde Hr. Hosratl), GrafHohenw art nebst zwei stand. Deputirtcn : Herr GrafAu crs perg und Herr L uck man n, dann Heu Magistratsratl) Guttma n nc^st zwei städtischen De< putirten, Herr Bau mg artn er und Herr Holzer, zur kaiserlichen Tascl gezogen. Am 23. beabsichtigte die Deputation sich nach Prag zu begeben, um auch Sr. Majestät, Kaiser Ferdinand, 'hre Adressen zu überreichen. Die ständische Adresse an Se. Majestät, Kaiser Ferdinand, ist folgenden Inhaltes: Euere Majestät! Reifliche Ucbcrlcgung und die Ueberzeugung, daß !Z jüngerer Kräfte bedürfe, um das von Euer Majestät so ruhmvoll begonnene Werk der Umgestaltung derbster, reichischen Staatsformcn zu fördern und einer gedeihlichen Vollendung zuzu,ühren, haben Euere Majestät zu dem Entschlüsse bewogen, dem österreichischen Kai serthume zu entsagen. Die getreuen Stände des HerzogthumS Kram von der den Ge- sinnungen der Gesammtoevölktlung Aufdruck zu ge-ben, ehren die Beweggründe, die Encrc Majestät zu diesem Schritte bestimmt haben; allein sie blicken zu rück aus daö viele Gute, das Euere Majestät in ei-iiir dreizehnjährigen Regierung Allcrhöchslihrcn Unter-thancn angedcihen ließen, auf die wahrhajte väterliche Liebe, mit welcher Allerhöchstdleftlbcn den Wün-fchen Ihrer Völker ill den jüngst entschwundenen Märztagen entgegen gekommen sind, und stille Weh muth umfaßtihrHerz in diesem hehren Augenblicke. Un» vermögend ihre tief gefühlte Dankbarkeit auf würdigere Weise darzuthun, legen dieselben in die Hände Eucrer Majestät das feierliche Gclöbniß nieder, die unerschütterliche Anhänglichkeit an den Thron, welche Krain stets un,wandell>ar zu bewahren wußte, auf Allerhöchstihren Nachfolger im ungcschwächlen Maße übertragen zu wollen. Geruhen Eucre Majestät diesen Allsdruck der tiefsten Ergebenheit und Dankbarkeit mit gewohutcrHuld hinzunehmen, lind eine jederzeit gnädige Erinmrung den» Lande zu schenken, das aus vollen» Herzen sich in dem Iubelruf vereinigt: „Gott erhalte lange Ferdinand den Gütigen, den Beglücker seiner Völker!" Vom verstärkten krainisch-ständische», Ausschüsse. Laibach am l4. December »848. Die provisorischen Landtagöausschüsse von Kärn-ten und Krain überreichten den, hohen Ministelium Vertraucnsadrcsscn, die wir hier mit den betreffenden Antworten des hohen Ministeriums mittheilen: Hohes Ministerium! Das vom hohen Ministerium am 27. November d. I. veröffentlichte Programm enthält alle Bürg. schaften constitutioncllcr Fmheit und eines gesicherten Rechts-Zustandes. Die Offenheit, mit welcher das hohe Ministerium den Weg bezeichnet, den cs in der gegenwärtigen so verwickelten und schwierigen Lage des Staates zu gehen gesonnen ist, erfüllet das Land Kärnten mit Beruhigung und Vertrauen. Indem der provisorische Landtags. Ausschuß diese Gesinnung der Provinz zur Kenntniß des hohen Mi nistcrinms bringt, fügt er die Versicherung bei, daß Hochdasselbc bei dcn Maßnahme» , welche zur Verwirklichung der,ausgesprochenen Grundsätze führen sollen, auf die aufrichtigste und eifrigste Mitwirkung der Vertreter des Landes Kärnten und auf jene seiner ganzen Bevölkerung mit Zuversicht rechnen könne. Die Wünsche Kärntens würden eine besondere Befriedigung erhalten, wenn die vom hohen Mini stcriuin in Aussicht gestellte Einigung aller österrcichi. schen Länder zu einem kräftigen Gcsammtfiaate, so wie die Autonomie der Gemeinden und Provinzen so bald als möglich zur Auslührung kommen würden. Damit das im Reichstage begonnene Verfassungs» werk, dessen Beendung die öffentliche Mrinung täg lich dringender fordert, keine weitere Verzögerung er leide, erlaubt sich der Landtags-Ausschuß, hieran noch die Bitte anzuknüpfen, daß in dcn, Falle, alo die Weisheit des hohen Ministeriums in irgend ei nem Zweige der Legislation vor Vollendung der Eon-stitution die Erlassung von Gesetzen sür mwerschieblich erkennen sollte, Hochdasselbe es vorziehen möge, selbe provisorisch unter eigener Verantwortlichkeit hinaus-iugcbrn, Klagenfurt am 6. December 1848. (Folgen die Unterschriften) Die Worte des Vertrauens und dcr Beistimmunf,, welche der provisorische Landtags ^ Ausschuß Kärntens an das Ministei-iilm gerichtet, können demselben nur ^ur besonderen Befriedigung gereichen. Es süh!t sich hiedlnvb geehrt und ermuntert, auf der von ihm betretenen Bahn mit Krast und Beharrlichkeit fortzuschreiten. Grosi ist die Aufgabe, welche das Vertrauen d.'s Kaisers, die Stimmen der Nationen Oesterreichs, die Bedürfnisse der Gesammtmonarchic ihm vorzeich-„en, .iber durch ähnliche Bewtis, der Anerkennung sciner Bestrebungen gekräftigt, wird es, mit Aufge. dot alkr seiner Kräfte, sie zu lösen begriffen seyn. I„ del erleuchteten Mitwirkung der legalen Vertreter sämmtlicher Stämme und Lande Oesterreich's .rk.nnt das Ministerium die sicherste Bürgschaft sür die Entf.'ltlmg der verfassungsmäßigen Freiheit, sür c>ie steigende Wohlfahrt des großen gemeinsamen Vaterlandes. (Hez. F, S cl) w a rz l n b e r g >n, z> ) H o h e s k. k G e sc> m m tministeriu m ! Von inniger Liebe für die dcn Völkern Oester» reich's in dcn Märztagcn gewordene Freiheit durchglüht, hat der gefertigte verstärkte krainisch. ständische Ausschuß stets die dringende Nothwendigkeit anerkannt, die Zügcl der Regierung in die Hände eines Ministeriums gelegt zu sehen, welches die Forderungen der Zeit erfassend, dcn Willen und die Kraft besitzt, dieselben in ihrem vollen Umfange zu befriedigen, welches aber auch gleichzeitig entschlossen ist, mit Entschiedenheit den anarchischen Bestrebungen einer Partei eutgeglll zu treten, welche del, Namen des Volkes zum Deckmantel selbstsüchtiger Zwecke benutzend, das Banner d,s Aufruhres bis in die ehrwüidigc Metropole des österreichischen Kaiserstaates zu tragen sich erkühnte, und durch die schändlichsten Mittel dieser, nichtung jenes großartigen Baues anstrebte, welcher so vcrlchiedene Nationalitäten mit dem Bande brü« derlicher Eintracht umfassend, als leuchtendes Beispiel in der Weltgeschichte dastehen sollte. Der verstärkte kramisch-ständische Ausschuß hat diese seine innigste Ueberzeugung in Ucbcieinstimmuug mit der Gesinnung der Gesammlbevölkerung des Her. zogthumsKrain auch jederzeit offen ausgesprochen; er hat sich verpflichtet gehalten, bei Seiner Majestät die Bitte um Abberufung der österreichischen Deputir-ten aus dem Frankfurter Parlamente zu stellen, cils Letzteres in cmmaßendcr Willkür dcn Fortbestand der österreichischen Monarchie in Frage stellend, dcn, treue, stcn Bundesgenossen Deutschlands den Frhdchand-schuh hinwarf. Mit der ungetrübtesten Freude mußte daher der verstärkte krainisch-sländische Ausschuß durch das Programm dcs hohen Ministeriums erfüllt werden, welches unter Gewährleistung der gleichen Berechtigung und unbehinderten Entwickelung aller Na-lwi'.alitätcn ein großes, einigcsOesterreich als Gesammt. Vaterland aller sciner verbrüderten Nationen sich zum Endziele nehmend, diese erhabene Aufgabe im echt constitutioncllcn Wege zu lösen, und die Entwickelung der jungen Freiheit vor jeden, fremden Einfluß zu wahren verspricht. Derselbe begrüßt die von dem hohen Minister!» zugcsichcrten Gesetzvorlagen als dcn erfreulichen Beginn jener Maßregeln, welche den sämmtliche!, vor dcn, Gesetze gleichberechtigten Elassen von Staatsbür« gern die Segnungen der so freudig begrüßten Freiheit zuzuwenden gceignct sind, von welcher dieselben bisher leider nur die Schattenseite wahrzunehmen in der Lage waren. 788 Möge das hohe Ministerium gekrästiget, durch die vertrauensvolle Anerkennung jedes wahren Vaterlandsfreundes ein Werk vollenden, welches die Größe, Macht und Einheit des österreichischen Kaisrrstaates in dauernder Weise begründe« wird; möge es einstens den Lohn seiner Bemühungen in der dankbaren Verehrung von Millionen zufriedener und beglückter Staatsbürger finden Vom verstärkten krainisch-ständischen Ausschüsse. Laibach, am 14. December 1848. (Folgen die Unterschriften.) Ich beehre mich, im Namen des Ministeriums dem verstärkten krainisch-ständischen Ausschüsse sür den Neweiß des uns eben so ehrenden und ermunternden Vertrauens zu danken, wclchen wir in der geneigten Zuschrift desselben vom 14. d. Mts. ausgedrückt finden. Nichts vermag die schwierige und ernste Ausgabe der Regierung Seiner Majestät wirksamer zu erleichtern, als das Vertrauen der gesetzmäßigen Vertreter der Gesammtmonarchie. Mit ihrem erleuchletcn und patriotischen Beistände hofft das Ministerium die Grundsätze seines Programms einer ersprießlichen Ver? wirklichung entgegen zu führen. Ein großes, freies, einiges Oesterreich sey das gemeinsame Ziel unserer Bestrebungen. (Gez. F. Schwarzenbcrg m. p.) Sc. Excellenz, der hochverehrte Landesgouverneur, Herr Leopold Graf v. W el sers heim b, hat aus Anlaß der eingetretenen kälteren Jahreszeit zur Anschaffung des Brennholzrs sür wahrhast bedürftige Stadtarme den Bcitrag pr. Einhundert Gulden EM. an die Armeninstitutscommifslon heute eingesendet, welche im Na inen der Stadtarmcn Hocbselbem den wärmsten Dank dafür aussprickt, und diesen Beitrag seiner Bestimmung durch den löblichen Stadt,magistral zuführt. Von der Armeninstituts- Eommission. Laibach den 23. December I8l8. Laibach am 27. December. Gestern Nachte um I I Uhr ist unser allverchrtcr bisheriger Militär Commandant, Herr F M. 3 Edler von Schulzig, ciner gestern Nachmittags aus Wien erhaltenen Ordre gemäß, dahin abgereist. Die Eapelle der hiesigen N^-tionalgarde brachte dem geliebten Militär-Eomman danten nach 9 Uhr Abends noch ein Abschiedsstand chen und die zahlreich versnninelte selige rief dem (51)-renmanne die marinsten »Lebehoch's" beim Scheiden zu. Die Ossiciere der Nationalg>»rde begleiteten ihn zum Neisewagen, den er gerührt von so vieler Theilnahme bestieg, um seiner nenen, ehrenvollen .Bestimmung zur Donau-Armee entgegen zu eilen. Das hohe k. k. Ministerium des öffentlichen Unterrichtes hat mit Erlaß vom l l. d. M., Z. 8137, die iichrkölper aller Facultäts - Studien anßerhalb Wien ermächtiget, jene Studierenden, welche in Wien wegen Schließung der dortigen Hochsclinle ihre Stu-dien fortzusetzen außer Stande sind, über deren An suchen nachträglich sür das lausende Studienjahr auf» zunehmen. Eine gleiche Ermächtigung wurde auch bezüg lich der sonstigen in Wien noch nicht wieder eröffneten Unterrichts-Anslalten ertheilt. Welche hohe Anordnung hiemit zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird. Vom k. k. illyr. Gubernial-Präsidium. Laibacb am 23. December 1848. Herr Martin Stibil, Steuereinnehmer bei dem l. f. Bezirks. Eommiff.niatc Prcin zu Feistritz, hat sich bereit erklärt, von seinem jährlichen Gelitte Pr. lil»0 fi. sür die gegenwärtigen Staatsbtdürfniffc die Halfle mit 500 fi. auf die Dalier von 4 Jahren als tin unverzinsliches, mittelst monatlicher Gehalts Abzüge zu 25 si., vom l. Jänner 1849 angefangen, zu rcalisncndts Darlehen dem Staate belassen zu wolle». Indem die Ncalisirung dieses Darlehens nach dem Willen de5 Osserenten unter Einem veranlaßt und zur Kenntniß des hohen Finanz-Ministeriums' gebracht wird, sieht sich das Landespräsidium ver. pflichtet, dem Geber hiemit öffentlich die Anerkennung für seine ehrenwerthe Gesinnung auszusprechen. Vom k, k. illyr. Gubernial-Präsidium. Laibach am 23. December 1848. W i e n. Wir Ferdinand der Erste, von Gottes Gnaden Kaiser von Ocstcr- rrich; König von Hungarn und Böhmen, d>> ses Namens der Fünfle, König der Lombardei und Venedigs, von Dalmaiien, Eroatien, Slavo-ilicii, Ga!i,ilN, iludomerien nnd Illyrien; König von Ieius^lem ?c. ; Erzherzog von Oesterreich, Gioßheizog von Toscana; Herzog von ^otylin-gen, von Salzburg, Sleyer, Kärnten, Krain; Groß. sülst von Siebenbülgen; Ma>kgr>.f von Mähren; Herzog von Ober' und Nieder-Schlesien , von Modena, Pa,m>l, Pialcnza und Guastalla, von Auschwitz und Z^lor, von Teschen, Zriaul, Ra, gusa und Zara; gefürstcier Gras von H^b^bu,^ und Tyrol, vo» Kyburg, Göiz und Gr.idi^c.1 ; Füist vonTnein und Buren ; Markgraf derObei' uiid ^I.ied.r' Lausitz und in Mien; G».f von Hohcnembs, Feldrirch, Bregenz, Sonncnoeig ,c Herr von T>icst, Eallaro und auf der windischen Ma,k. Zurückblickend auf den über dreizehn Jahre dauernden Verlauf Unserer Regierung, beruhigt UnS das reine Bewußtseyn, daß jede von der göttlichen Vorsehung Uns verliehene Kraft und Fähigkeit, jede Absicht Unseres Herzens, und jede Herrschergewalt stets einzig und allein auf Beförderung der Religiosität, der sittlichen und materiellen Wohlfahrt Unsc-rer Völker, auf Ermäßigung ihrcr Lasten, auf ^er-brcitnng der Achtung sür Recht und Gesetz, alls Vc>.-befferung der bürgerlichen Einrichtungen und deren gemeinnützige und vernünftige Entwickelung gerichtet war. Der Herr des Weltalls hat Uns die Gnade seines Segens nicht vorenthaltcn, denn rs ward Uns gegönnt, die erfreulichen Resultate Unserer unablässigen Bemühungen, die sich in Unseren Reichen und inmitten Unserer Völker, in ihrer erhöhten und einem freudigen Fortschritte zueilenden Wohlfahrt offenbar-ten, mit eigenen Augen zu schauen; es wucde Uns die dankbare Anerkennung Unserer treuen Unterthanen zu Theil, und überdies; wird Unser Herz von der fe sten, lohnenden Zuversicht erfüllt, daß die heilbringenden Folgen Unserer Bestrebungen treulich bewahrt lind sorgsam gepflegt, auch aus die kommenden Geschlechter übergehen, sich auch der späten Nachkommenschaft lruchtbringend erweisen, und vor dem Rich-terstnhle der Nachwelt die Reinheit Unserer Absichten bleibend bczengen werden. Beseelt von diesen Gesinnungen, war der Schmerz, der Unsere Brust erfüllte, tief und herbe, als Wir in einigen Theilen Unserer Reiche, und namentlich im Königreiche Ungarn, die Herrschaft der Gesetze und die öffentliche Ordnung durch freche Aufwiegler gefährdet, viele Unsrer Unterthanen durch solche irregeführt, in Folge hiervon den inneren Frieden dcs Reiches, die öffentliche Sicherheit und das gute Einvernehmen Unserer Voller gestört, Uns selbst ferner in Unftrcn gesetzlichen und constitutionellen tonigli-chen Rechten angegriffen zu sehen, gezwungen waren. Zu welchen Maßregeln Wir im Gefühle Unfcrer königlichen Pflichten und Rechte zur vollständigen Ansrcchthaltung der Macht und Sicherheit Unserer Krone, und zur Vcchütung und Heilnng der erwähnten verderblichen Zustände zu greisen gcnöthigct grwc-sen seyen, ist allen Unseren ungarischen Unterthanen, mitttlst Unserer am 22 und 2 5. September, am 3. nnd 20. October, am 6. lind 7, November l I erflosscncil töniglichen ^iescriptc und Manifeste be. reits bekannt gegeben worden. Das reine Bewußtseyn, daß auch bei dem Anlasse dieser Versiignngen > nur das wirkliche und bleibende Wohl Unserer Vol. tcr Unseren Angcn vorgeschwebt und Unsere Absichten geleitet habe, minderte zwar die, durch die Statt gefundenen bedauerlichen Vorgänge erzeugte Betrübniß; indessen liabcn die aus ciner solchen Vereite-lung Unserer auslichtigsten Absichten entsprießenden traurigen Ersahrungen zugleich jene Ueberzeugung in Unserem Inneren hervorgerufen, daß es Uns nicht mehr möglich sey, fortan sür das Glück Unserer Völ-ker im Einklänge mit den Wünschen Unseres Her. zcns thätig zn seyn, und dem zu Folge nach reifii» cher und ernster Erwägung , den unabänderlichen und festen Entschluß herbeigeführt — den Wir hiermit allen Unsere!' Unterthanen kund gegeben und feierlich erös/net wissen wollen — Unsere kaiserlich, königlichen Kronen und Macht niederzulegen und Unseren Herrscher-Thron zu verlassen. Nachdem ferner Unser geliebter Bruder, der durchlauchtigste österreichische Herr Erzherzog und kö-nigl. ungarische Prinz Franz Earl, der stets ein treuer Theilnchmer an Unseren Bemühungen war, von gleichen Ueberzeugungen geleitet, Seinerseits aus seine Rechte, welche Ihm, in Ermangelung Unserer directen Erben, in der Eigenschaft Unseres natürli. chen und gesetzlichen Nachfolgers, in Folge der durch die pragmatische Sanction geregelten, durch die Ve» fassu:>g und die Gesetze des Reiches angenommenen, anerkannten und festgestellten Erbfolge-Ordnung zu. kommen würden, aus rigemm Antriebe, unter Ei» nem für alle Znkunst Verzicht geleistet hat, und hie-durch die Krone, und jede mit derselben verbundene Macht, Berechtigung und Würde aus den crstgcbo. renen Sohn Unseres geliebten Bruders, Unseren viel« geliebien Neffen, den durchlauchtigsten kaiserlich-österreichischen Herrn Erzherzog und königlich-ungarischen Prinzen, Franz Joseph, in allen Unseren Nci-cbcn vcrsasslingsmäßig und gesetzlich, thatsächlich und in Wirklichkeit übergegangen ist; so wollen Wir dieß allen Völkern und Unterthanen hirmit mit dem Zu« satze bekannt geben und eröffnen, daß die hierüber verfaßte feierliche Urknndc durch Uns, Unscren er. wähnten viclgclicbtcn Bruder, und mehrere durchlauchtigste Mitglieder Unseres Hses unterzeichnet und mit Unseren, kaiserlich-königlichen InslVgcl be. kräftigt, auf Unscren Befehl in Unserem geheimen Hof- und Staats-Arcdiv hinterlegt ist. Zugleich entheben Wir sür alle Zukunst alle Unsere Unterthanen im Allgemeinen, und insbesondere Unsere Beamten, Angestellten und Diener jeder Gar» tung von dem Uns geleisteten Eide der. Pflicht, der Unterwürfigkeit und des Gehorsams, mit welcher sie Uns als ihrem gesetzlichen und erblichen König und Herrn verbunden waren, übergeben und übertragen ebenso alle Unsere Berechtigung und Macht auf den natürlichen, gesetzlichen und verfassungsmäßigen Er-ben Unserer ^rone, Unseren erwähnten, aufrichtig geliebten Neffen, den dnrchlanchtigstcn , kaiserlich-östcr. rcichischen Herrn Erzherzog un) königlich-ungarischen Prinzen, Franz Joseph, wie Wir andererseits allen Unseren Unterthanen im Allgemeinen, lind insbe« sondere allen Unseren Beamten, Angestellten und Dienern hiedurck gnädigst besehlen lind auftragen, daß fie mit jener Unterwürfigkeit, jenem Gehorsame und Treue, die sie Uns, als ihrem gesetzlichen und erbli» chen König und Herrn schuldig waren, sich in Zu^ kunft dcm natürlichen und gesetzlichen Erben Unserer .ttrone, Seiner kaiserlich-königlich apostolischen Majestät Franz Joseph dem I. verpflichtet ansehen nnd anerkennen sollen. Mit Kundm.nhnng dieses Unseres lönigli. chen Entschlusses und Befehls drücken Wir jenen Unserer treuen Unterthanen , die Unsere Absichten würdigend, mit Uns in ihren verschiedenen Spdären bereitwillig lind aufrichtig zusammengewirkt haben, lind für ihre in Handlungen sich offenbarenden Beweise des Dank>,cfü!)les, welche Unser Herz so hänsig erfreuet haben, hiemit die verdiente Aner» kcninmg ans, und höre» nicht aus, Uns zugleich an den allmächtigen Gott mit dem demüthigen und hei« ßen Gebete zn wenden, damit Er die Herzen, die Absichten und den Willen, sowohl Unseres vielgeliebt ten Neffen, als jene seiner Völker, immer zum Gu, ten lcitcnd, den Äerl.uis der Regierung desselben durch Kräftigung der wahren Religiosität und S Unserem Her zen getragen haben, und auch künftig mit der wärm sttl, Theilnahme bis zum letzten Augenblicke Unseres Lebens begleiten werden Gegeben in Unserer königl, Hauptstadt Olmütz, am zweiten December, im Jahre des Hcils Ein tausend acht hundert und acht und vierzig, Unserer Regierung im Vierzehnten Ferdinand (1^, 3.) Frau; (5arl (I^ 8 ) Wir Frui,.! Joseph der Erste, von Gottes Gliaoen Kaiser von O^'stl'Vl reich; König von Hunga,» Uür ^)öb>ncn, Kö,:i<,der Lombardei und Venedigs, von Dalmalie,,, (öroaiien, Slavonien, Galilei,, Lodomeuen U!,d ^llynen ; Kö-nig von Jerusalem tt-; Er^hes.og von Oesterreich, Großber^og von Tosca^a; Her,-,o>, von Lolhringen, uon Sc'l.bu g, Steicr, Kärnten, Kraii,; Grohsürsl von Eiebenbüigen; Markgraf von Mäbre»; Hcr^ zog von Ober^ und Niederscblesien, von Modena, Parma. Pialenza lind Gu.ist.'.lla, von Auschwitz und Zalor, von Teschcn, ^>i>'Ul, ^Itagusa und Zara; ge'ü'steter Giaf von Habsburg, ron Tirol, vonKyburg, Görz uüd G,adisca; Fmst von Tnenl „i,d Briren; Madras von Ober- und Nieder--Lausig u»d iü Istiien; Graf v0!i Hcheucml's, Feld» kilch/ Bregcuz, Sonnenber., ^'.: Herr vo» Tii.st, (Zaltaro nnd au! der winoisehe,, M^k. Nachdem es Unserem allerburchlauchtigsten Herrn Oheim, Sr. Majestät, Kaiser Ferdinand dem I, dieses 9iamens dem Fünften, Könige von Ungarn und Böhmen, ans den im allerhöchsten Manische vom heutigen Tage ausgesprochenen Beweggründen gefallen hat, dem Throne der österreichischen Gc-sammtmonarchie, und somit auch dcr mit dieser un alifiöslich verbul,de>ie>, K>0l,e dccl KölNgreichs Ungern zu clUsagln, llnd Unser, gemäß dcr dlirch die präg. malische Sanction geregelten und die Landesgcsctze bestimmten Thronfolge zur Regierung bcruscnc durchlauchtigste Herr Vater, Erzherzog Franz Earl, k. k. Hoheit, auf sein Recht zur Krone unter Einem feierlich Verzicht geleistet hat, — habcn Wir kraft Unseres n seres erlauchten Vorgängers verhöhnend, nachdem sie durch die verwerflichsten Mittel den offenen Aufruhr hervorgerufen, und im Bunde mit Empörern Unsere getreuen Truppen anzngrcisen gewagt — in ihrer hochvcrrälherischcn Widersetzlichkeit — die gehci--liglen Namen des Königs und des Vaterlandes frcch mißbrauchend — fortan bcharrt — gibt Uns die schmerzliche Ueberzeugung, daß die große Mehrzahl der wohlgesinnten Bewohner UugarnS und Sieben-bürgens die ererbte T^uc und Anhänglichkeit an ih-ren König nicht zu bethätigen vcrmau, bevor sie von den, tyrannischen Druck dcr Empörer mit dcr Gewalt dcr Waffen befreit wird. Tief betrübt über dieß Gebot dcr Nothwendig-feit, das Uns die schwerste dcr königlichen Pflichten auferlegt, schreiten Wir dennoch mit ruhigem Gewis sen zur Ausübung dcssclbcn, denn »ur auf diesem Wege zeigt sich Uns — nach den beklageuswerthen Ergebnissen dß sic den verbrecherischen Verleumdungen selbstsüchtiger Empörer kräftigst widerstehen, in dcm Kreise ihrer Thätigkeit Unsere nur ans ihr Wohl gerichteten Absichten unterstütze!,, und die Herbeiführung des von Uns heiß ersehnten Augenblickes földern werden, wo es Uns unter dem Schutze Gottes vergönnt seyn wird, Worte dcs Friedens, dcr Einigkeit und des Vertrauens an sie zu richten. Gegeben in Unserer königlichen Hauptstadt Ol-mütz den zweiten December im Jahre des Heils Ein-tausend Achthundert und Acht und Vierzig. Franz Joseph. (I.. 8.) Se. k. k. Majestät haben über Vortrag des Justiz-Ministeriums folgende allerhöchste Entschließung vom »5. December !8i8 zu erlassen geruhet: „Ich finde den 1. Präsidenten dcs nied. öster-»reichischen Appcllationsgcrichtes, Hermann Freiherrn »v. Heß, über sein Ansuchen in den wohlverdienten »Ruhestand mit dcm Genusse der normalmäßigen Pen-„sion zu versetzen, und bezeige demselben für seine „durch eine lange Reihe von Jahren in dcn verschiedensten Zweigen mit ttcts gleicher Treue und gleichem Eifer geleisteten schr trspneßlichen Hicnstc Meine „besondere Zufriedenheit." ,,^en Posten cines ersten Präsidenten dcs nied. „österreichischen Appellations,- und Gefallen.Obcrgc-„richtes mit den svstemisirtcn Bezügen verleihe Ich in „Anerkennung seiner besonderen Verdienste und be. „währten Vaterlandsliebe dcm bisherigen zweiten Prä-„sidenten dieser Stelle, Franz Freiherrn von Som „maruga.» Se. k. k. Majestät habcn mit allerhöchster Ent schlicßung ausOlmütz, vom l. December l. I, den General - Major, S tepha u S uplitac, zum Woi wodcn dcr serbischen Nation zu ernennen geruhet. Franz Stock Hammer, aus Botzcn in T». rol gebürtig, 27 Jahre alt, katholisch, ledig, ohne Profession, ux pl^riilj Feldwebel dcs Greuadicr-Ba-taillons von Richter, bci der Division dcs Infants ric-Rcgimcnts Großhcrzog von Baden, wahreno seiner 8jährigcn Dienstzeit öfters im Disciplinarwege, besonders aber wcgln Schuldenmachcn bestraft, ist l'ei vollkommen hergestelltem Thatbestände theils durch Geständniß, theils durch erhobene Zeugenaussagen übcrwilscn, daß er, nachdem das Grenadier-Bataillon von Richter dnrch meucerischc Auflehnung gegen dcn angeordneten Maisch nach Prcßburg am ti. Oc< tobcr d, I. dcn nächsten Anlaß zu dcm blutigen Gefechte zwischen einer Abtheilung k. k. Truppen, und cincm zusammcnM'oltcle» Pölclhausen gegeben hatte, zur Ucbergabe dcr Betlfournilliren in der Gumpei, torfer Eascrnc zurückblieb, au, nächsten Tage aber anstatt dcm ihm ertheilten Befehle zu Folge zu dcm im S chwa rz e n b erg'sche» ("arten aufgehellten Trup« p"! El'ips einzurücken, sich i» meineidiger und treu» loser Absicht (iivilkleidcr zu ve>schasset, wußte, in die. ser Verkleidung sich auf die Universität begab, daselbst m dir eben m der Errichtung begriffene, größten Theils ans abtrünnigen Soldaten bestandene Mobilgarde sich einschreiben ließ, daß er sodann von den, Obersten jcnri Eorpö, Preß lern v. Sternau, zum Lieutenant mit der täglichen Gebühr von 2 fl. E. M., spättl aber zum Hauptm.inn mit dem Tagsgehalte von 4 fl. E M. ernannt wurde, in dieser Eigenschaft mit der ihm anvertrauten zweiten Mobil-Eompagnie an dem ziiiu offenen Widerstände gcdiehenen Aufruhr bis zum :io. October ununtcrbrochen und bewaffnet Theil nahm, während jener Zeit mit seiner Malmscbaft mehrere Linien Wiens gegen die vorrückende k. k. Be» lagerungs - Armee vertheidigte, der von Sr. Durchlaucht, dem Herrn Fcldmarschall Fürsten zu Win-dischgrätz, erlassenen Aufforderung zur Nicderlcgung dcr Waffen nicht Folge leistete, sondern erst uumittel-bar vor dem Einrücken der k. k. Truppen, aus Furcht mit den Waffen in der Hand ergriffen und stand» recbtlick erscbossc!, zu werden, seine Uniform ablegte, und sich bis zu seiner am 4, November erfolgten Vcr» hastung in Wien herumtrieb. Es ist demnach Fran z Stockhammer wegen des Verbrechens des bewaffneten Aufruhrs, erschwert durch die treulose und meineidige Entweichung, nach Vorschrift dcr bestehenden Militärgesetze durch ein-stimmiges Kriegs« Urtheil von» ll). December, der <;x i>!-«»>»i'!l« Feldwcbclsstelle mittelst Degradirung zum Gemeinen entsetzt und zum Tode durch den Strang verurtheilt, am 22. d. M. aber mittelst Erschicßens durch Pulver und Blei hingerichtet worden. Brieflicher Mittheilung zu Folge haben der Reichs, minister v. Schmerling, dcr Unterstaatssecrctär von Würth und dcr außerordentliche Gesandte der deut. schcn Ecntralgcwalt am englischen Hofe, von'A n dr ia n (alle 3 österreichische Abgeordnete), ebenso dcr Unter-staatssccretär Basscr »n a n n (Abgeordneter aus Mannheim) am l4. Dec. Abends ihre Dimiffipn eingereicht, am Vorabende dcr Sitzung, in welchcr das Reichsministcrium in der Nationalversammlung die österreichisch-deutsche Frage zur Sprache bringen und die Ermächtigung verlaugcn wollte, mit dem österrei» chisckcn Ministerium in directe Verhandlung treten zu können. Durch diesen Rücktritt dürste die erwähnte Ver. Handlung hinausgeschoben oder ganz zurückgenommen worden seyn. Bedauern müssen wir den Rücktritt v. S chiu cr l i nq's, der sich in seiner außerordentlich schwierigen Stellung mit so viel Einsicht und Tact, Entschiedenheit und Muth zu benehmen wußte, der sich in seinem Amte als tüchtiger Staatsmann bewährt hat. Man drängt in Frankfurt förmlich auf dcn Austritt Oesterreichs, und Bescler soll im Ea. sino Elubb -rechtes Centrum) sogar den Antrag ge, stellt habcn, Herrn v. Schmerling um seinen Rücktritt schriftlich zu ersuchen! Die deutschen Unita» ricr verargen es Oesterreich, dem gewichtigen Dritt« theile Deutschland's, dasi es Bestimmungen, die mit dcm Fortbcstande Oesterreich's durchaus unverträglich sind, nicht annehmen wollc. Sonderbar! Wir Oester» rcicbcr wollen die deutsche Sache fördern, jedoch nicht um jeden beliebigen Preis, wir wolle», sie fördern mit unserem Leben, mit unserer Größe und Kraft, nicht mit unserem Tode, unserem Untergänge und unserer Zertrümmerung. Und das wollen die Herren in Frankfurt nicht einsehen. Sie drä'ngeu den Ocster-reicher hinaus, der bisher Deutschland gehalten, und wollen es nun versuchen, ein Zwcidritlel Deutschlands zu constituiren. Und warun,? weil Oesterreich den Grundsatz dcr Vereinbarung (zwischen Volk und Fllr« sten) ausgesprochen hat, einen Grundsatz, z>, dein sich doch der Elubb der Rechten und des rechtcn Centrums selbst bekennt, und den nach der Hand wohl alle andern deutschen Fürsten und Einzelstaatcn ebenfalls in Anspruch nehmen werden. Wir glauben nicht zu irren, daß auch Baicrn, Hannover, Sachse,, oder was noch sonst lcbensfähig ist, das Princip dcr Vereinbarung, das bci einer Eonföderation constitutioncllcr Staaten, V9«> allein staatsrechtliche, allein mögliche Princip des Vertrages ansprechen wcrdrn. Die nächste Zukunft wird dieß bei der Wahl des deutschen Neichsoberhauptcs zeigen, es wird sich auch bald zeigen, ob Deutschland ein KleinrDeutschland mit einem preußischen deutschen Kaiser und dcm ganzen Gefolge von Antipathien, Rückhalten und Separationsgelüsten dcs weiland heiligen römischen Reiches, oder ob es eine große Staa-ten-Consöderation mit gleichmäßig gegliederter Bercck. tigung aller Theile unter dem historisch, geographisch und politisch angewiesenen österreichischen Primate, dein starken und gesammten Oesterreich werden solle. Wir unsererseits müssen aufrichtig wünschen, daß Deutschland die Schule des unglückseligen Rheinbundes nicht nochmals durchmachen werde. Wir werden die letzten seyn, die Deutschland den Rücken kehren. V ö h m c n. Prag. Das Princip der Oessentlichkeit und Mündlichkeit im Gerichtswesen soll nun bald ins Leben treten. Der Richter, bisher dem Auge dcs Pu-blicums entzogen, muß min als Priester und Wach' ter des Gesetzes in seine Mitte treten. Der Advocat, bisher auf den Civilprozeß verwiesen, wird nun als Ankläger und Vertheidiger die Tribune betreten; die Macht des lebendigen Wortes, die schlagfertige Wi^ dcrlegungskunst soll ihm zu Gebote stehen. Die Be, amtcn des ssiscalamtcs haben daher einen juridischen Verein geschlossen, um sich durch mündliche Vortrage über Gegenstände staatsrechtlicher Natur in freier R> de zu üben. Die Debatte wird, von einem Ausschusse rebigirt, der Oeffentlichkeit übergeben werden, — Auch die juridische Facultät entwickelt eine zeitgemäße Be-wegung und ist eben mit dein Entwürfe einer Ge-schästsordnung der Facultätcn bescl'ästigt. I»re en^ gere Verbindung mit dein erst erwähnte» Vereine würde das Interesse für beide Kmper erhöhen — vielleicht zu einem zeitgemäßen juridischen Blatte An laß geben. Sricgoschauplatz aus Ungarn. Von der Save, 20. December. Der magyarisch-österreichische Kampf scheint im Süden allerdings „ur partiell der Entscheidung näher zu rücken. Alles bestätigt die Thatsache, daß sich die Magyaren mit aller Macht auf den s üdcn geworfen und hier ihr Schicksal entscheiden wollen, bevor sie den nördlichen Armeen entgegengehen. Arad und Temesvar sind bedrängt (nach Mittheilungen eines durchreisenden Of-ficiers^ und brauchen Hilfe aus Siebenbürgen. Das Toma,^evcer, Dolibl^er und Alibunaer Lager sollen zerstört und die Magyaren unter furchtbaren Barbareien bis nach Ncudorf vor Panczova vorgedrungen seyn. Carlovitz wurde durch drei Tage abgegriffen. Schon hatten die Magyaren die erste Schanze inue, als es doch dein Heldenmuthe der Serben gelang, die Feinde in die Festung zurückzudrängeu. Gestern fand zwischen dem Corps dcs Generals Todorovic und der Esseker Besatzung ein Gcsecbt Statt, welches um die ?)>ittagsM begonnen, bis zur anbrechen^ den Nacht dauerte. Indem wir dieses berichten, ist der Erfolg noch nicht bekannt; der Kampf muß indessen wüthend gewesen scyn, da er, nach dein Vorbcricht der Vorposten, lange an demselben Terrain geführt wurde. M ä h r e n. Kr e msier, l8. December. Bas Ministerium fährt fort, geeignete Männer für die Angelegenheiten der Sü'dslawen in Verwendung zu ziehen und sich als Gcsamlntministerium für die Monarchie zu con-stituiren, — Vor wenigen Tagen erfolgte die Ernennung dcs Hrn. von Ozegovich zum Ministe-rialrath, gestern die des slavonischen Landcsadvoeaten Svetozär Kusevich zum Concipisten im Mini sierium des Innern. Letzterer geht mit wichtigen Depeschen als Courier an den Patriarchen nach Carlo-Witz, wo die Aufnahme volksthümlicher, sür die Sache der Südslaven wohlverdienter Männcr in das Mi msterium den günstigen Eindruck niebt verfehlen wird._________ Das „Central-Organ f Handel u Gew." vom 20. berichtet aus Krem sier: In den Grundrechten steht eiil Paragraph von wenigen Zeilen, dessen Inhalt in keiner Vcrfassungsurkunde irgend eines Staa tcs vorkommt; derselbe garantilt jedem Volksstammc Nationalität und Sprache. Es würde mich wundern, wenn dicscr Absatz ohne harten Kampf durchginge. Die Deutschen weiden nicht dagegen seyn, wohl liber die Polen. Man hört, bei den Berathungen in den Abtheilungen war diesen der Paragraph nicht ganz genehm. St.'tt „Vollsstamm" sollte »Nation" stehen, denn in Galizien ist die „polnische Nation" die be rechtigte. Andererseits verlangten die Ruthcnen den Beisatz eines unscheinbaren Wortes, nämlich des Wortes „Schrift," so, daß jeder Volksstamm das gleiche Recht hätte, zur Wahrung und Pflege seiner Spn> chc und seiner „Schrift." Was kümmert dieß Wort dcn Tiroler oder den österreichischen Deputirten? Der Ruthcne aber, der mit dem Polen entschieden brechen will, dachte, daß seine Schriftart , die As-buka, mit eine Scheidewand gegen den Polonismus werden müsse, wie sie es gegen den Latinismus der römisch-katholischen Kirche ist. In der That ist der Beisatz angenommcn worden. Das staunende Europa erfährt wieder bei dieser Gelegenheit, daß Oesterreich das Land der Wunder ist, und daß hier die Dinge anders sind und eine andere Bedeutung haben, alo in jedem andern Theile dcr Welt. Olmütz, den 18. December. Die Angelegen hcit dcr serbischen Nation ist entschieden. Seine Majestät haben nachstehendes Patent zu crlasscn geruht. Wir Franz Joseph von Gottes Gnaden Kai scr von Ocslcrrcich ?c. Unsere tapfere und treue serbische Nation h.it sicl? zu allen Zeiten durch Anhänglichkeit an Unser kaiser liches Haus, und durch hrldenmüthige Gegenwehr gegen alle Feinde Unseres Thrones und Unserer Reiche rühmlichst hervorgethan. In Anerkennung dieser Verdienste, und als be sondern Beweis Unserer kaiserlichen Gnade lind Für-sorge für den Bestand und die Wohlfahrt der serbi schlil Nation, habcn wir beschlossen, die oberste kirch liche Würde dcs Patriarchates wiederherzustellen, wie sie in früheren Zeiten bestand und mit dcm erzbi-schöfiichcn Stuhle von Carlowitz verbunden war, und verleihen dcn Titel und die Würde eincs Patriarchen Unsevm lieben und getreuen Erzbischofe von Carlo-witz, Joseph Rajacsich. Wir finden Uns ferner bestimmt, die auf Unsern General - Fcldwachtmcistcr Stephan Supli ta c dc Vitez gefallene Wahl zum Woiwoden der serbischen Nation untcr Wiederherstellung dieser altge-schichllichcn Würde, zu bestätigen. Es ist Unser kaiserlicher Wille und Absicht, durcb die Wiederherstellung dieser obersten geistlichen und weltlichen Würden, Unserer treuen und tapfern serbischen Nation, eine Bürgschaft sür eine nationale, il> >en Bedürfnissen entsprechende innere Organisation zu gewähren. Gleich nach hergestelltem Frieden wird es eine der ersten Sorgen Unseres väterlichen Herzens seyn, eine solche nationale innere Verwaltung nach dem Grundsatze der Gleichberechtigung aller Völker zu regeln und festzustellen. Gegeben in Unserer königl. Hauptstadt Olmütz am l5. December 18-18, Franz Joseph »>. p. Franz Gras Stadion in. n. Reichstags - Berichte. Vom 19. December «8^8. Auf dcr Ä/inistcrbank: leer. Das Protocol! wird verlesen und genehmigt. Hagen au er, als Vorsitzer des Finanzaus schusses, stellt bei dcr Wichtigkeit seiner Arbeiten, der Prüfung des Staatsvoranschlagcs, den Antrag, daß diejenigen seiner Mitglieder, welche zugleich dem Eon--slitutions-Ausschüsse angehören, optiren mögen, wel cbem von beiden Ausschüssen sic ki'inftiqln'n ibre Krä te weihen wollen. Der Antrag wird unterstützt, wird in Druck gelegt, und an die Deputirten zur weitern Be. rathung vertheilt werden. Klaudi, als Berichterstatter d,s Ausschusses für beanständete Wahlen, berichtet über eingelaufene Proteste, die auf dessen Antrag nd «ola gelegt werden Die 3. Lesung der Geschäftsordnung ist an der Tagesordnung. Brauner beantragt am Schlüsse derselben einen neuen Zusatzparagraph: „Selbstständige Anträge auf Abänderung der Geschäftsordnung können nur dann zur Berathung kom» men, wenn sie schriftlich und von wenigstens 50 Mitgliedern unterzeichnet dem Präsidenten übergeben werden, und das Haus die Zulassung des Antrages zur Debatte ausspncht." Paul frägt, warum in diesem Falle 50, sonst nur 20 Mitglieder zur Unterstützung eines AntragcS verlangt werden? Brauner. Weil die Geschäftsordnung, welche drei Mal gelesen worden ist, nur in dem diingenc> sten Falle und bti der begründetsten Nothwendigkeit nocl) ein Mal zum Gegenstände einer Debatte ge» macht werden soll. Borrosch erklärt sich mit diesem Antrage als vollkommen einverstanden. Er erkenne wohl die verschiedenartige!, climatischcn Veränderungen c Bravo und Gelächter), welche die Geschäftsordnung erlitten,— wünsche aber zugleich, daß die Geschäftsordnung endlich als ein fertiges Ganze dastehen möge. Die Unterstützung von 50 Abgeordneten werde sich bei wirklicher Drinqlicbkeit leicht finden lassen. De>> Antrag Brauner's wird angenommen. Mayer berichtet übcr einen Paragraph, wel» chcr a>, die Commission i,och ein M» der Debatte nie berührt werden." Ein Minoritäts-Antrag ist folgender: „Die Person des Monarchen, als solche, darf we-der direct noch indirect, weder ausdrücklich, nocl) anspielungsweise in die Debatte gemischt werden.« Endlich: „Die Unverletzlichkeit und Nichtverant--wortlichkeit des jedesmaligen Staatsoberhauptes ist in den Debatten strengstens zu beobachten." — Dt> ser Antrag Wildner's erhält die Majorität und wird als §. 7? neuer Fassung nach dein 3. 65 aller Fassung eingeschoben Die Geschäftsordnung wird, als zum dritten Mal gelesen, einstimmig angenommen. F a ch i n e t t i legt sein Mandat nieder, da er das hiesige Klima nicht vertagen kann. Schuselka beantragt, daß das Gesetz zur Si-cberung drs Reichstags und der Abgeordneten dem Constitutions - Ausschusse überwiesen werde. Wenn wir, bevor die Volks rechte festgesetzt sind, noch früher ein Gesetz zu u n scre m Schutzc berathen, nachdem wir vorher einen Monat lang die Geschastsord-nung debattilt und sodann auf Ferien gehen, — so lann das dem Lande und dcn Völkern gegenüber keinen günstigen Eindruck hervorbringen, (Beifall.) Mayer stellt dcn Antrag, die erste Lesung die-fcs Gesetzes auf (i Monate zu vertagen, wird aber nicht unterstützt. Ricger und Strobach wollen, daß die erste Lesung geschäftsordnungsmäßig erfolgen folle, und s» dann das Haus bestimmen könne, ob eine zweite Le» sung Statt zu finden habe. — S ch u se I ka's Antrag wird angenommcn. Da der Constitutions Ausschuß die Berathung der Grundrechte gestern noch nicht vollenden konnte, wird die Sitzung geschlossen, um demselben die Be» endigung seiner Arbeiten möglich zu machen. Morgen findet die Wahl des Vorstandes und dcr Ordner Statt. Sodann werden noch die Berichte dcs Petitions-Ausschusses auf die Tagesordnung gesetzt. .«deute: ..Ein G a st h a » s - A ben teu , r." Verleger: Ign. 2ll. H! l e i u m a y r. — Verantwortlicher Ncdacteur : Leopold Kord e s ch. Anhang ^ur IailmHevSeitnnH Vetrcid - Durchschnitts - Preise in Lail^ch am 23. December »848. M a l t t p r « i s e. Ein Wiener Mehen Weizen . 5 fl. ,9 kr. — — KutulUtz . — » — « — — Halbslucht . — « ^ . — — Kur» ...-»« — » ^. ^ Gerste . . . H » 54 > .__ — Hirse . . . 2 .» — " _ ^ Heiden . . ll « 2»'^ ^ s _» — Heiser . . . « . 42 » K. KlHott^iehungen. In Trieft am 2s. December »848: «5. 7N 31. 8». 37. Die Nächlte Ziehung wiro am 5. Jänner 184» in Trieft «ehalten werten___________ Z. 236U. (1) Kundmachung. In Folge des Wunsches mehrerer Herren Gesell-schaftSmilglieder werden nach dem Directionsbe-schluffe vom 1. Jänner !84U an, sowohl durch! die Faschings- als Fastenzeit, alle Montage im Gesellschaftssaale Abcndunterhaltungcn Statt haben ; nur im Fasching mit der Abwechslung, daß am 8. und 22. Jänner, 5. und l9. Februar Abendunterhaltungen mit Tanz, — am 15., 2l>. Jänner und 12. Februar l. I. aber Balle Statt finden werden. Von der Casino-Vereins-Dircction. Laibach am 27. December 184«. ö. 2350. (Y -Än die in und um Laib ach. Wir beeilen uns jetzt schon, die evangel. Glaubensgenossen in Kenntniß zu setzen, daß aus Anlaß des Thronbesteigung Sr. Majestät, Franz Joseph I., «,u Sonntag den 7. Jänner R84V ein Gottesdienst gefeiert wird. Dic dabei abgehaltene Predigt wird im Druck gleichzeitig zu haben seyn. Laibach 23, December 1848- Vom Ausschusse. Nachstehende Wünschen zum neuen Jahre 1849 allen ihren hochverehrten Gönnet« und Freunden Glück und Segen von Gott dem Geber alles Guten, und Habensich durch Lösung dcr Neujahrs - Billeten für die Armen von allem sonst üblich eu Ucu.jahrswünschen losgesagt. Anmerkung. Die mit St,ruche» B,zeichl,et,n habrn sich du'ch Abnahme bss?u?eiei- Crlasikarten auch von den Glückwünschen zu GeburtS« und Vtamensfesten für daS Jahr »84l> loSgesagt. s 5 o r t s e y u „ a. ) * Herr Matthäus Fmdeis, sammt Kamille. * » Joseph Ianda, k. t. RlttmeMer, s.mnntGattin.^ * » Simon Pey, Carastral'Schähuugö.^clnmlssHi',! sammt Faimlie. * u Dr. Carl Kals«r Edler v. Trauenstern, k. k. Kamtll^procuratllis.-Asillnct, sammt GattlN. * „ vr. Anton Rack, ?ld?l,cat, samml Galt»n. * ,) Fia»,z Wetclso. Professor. » » Florian Gestrm, sammt Fr^u und Tochter. Ios.'pd Schasscr, M^glstralsbeamte. * ^' C^I No5luann, Stadtquanlermtlstcr und Vbt. spainis Comnnssär, sammt Faiml»,. » Thomas KapuS, sammt Fauulle. * »> Joseph Forstner, Lederhändler, sammt Familie. * Frau Max,ml!ia»e Schwachhofer, Groschaudl.Wltlve. Fraul. Louise Makoril). * Herr A »ton Frechen o. Zois, mit Familie. ^ Joseph Schanll. FraU Amalla Schantl. Herr Jacob Fndr,ch. Frau Marie Fr,drich, " Famll'c Clementschitch in Oberlaibach. * Herr I^pb Edler v. Emberger, k.k. Landrath, samml Famili''. ^ A>de>t Trmkcr. Frau Thelese Trliirer, dessen Gattin, l Herr Carl v. llrbamhky. k k. Be^gerichts^Actuar, Frcu W'Ib.'lmme v. Ulban.hky, dessen Gattin. Herr »r. F"»^ Schrey Eoler v. Redlwerth, k. k. z^^ütecommlssar in Neumarktl, sammt Gatt,n. A!era»der Strangfeld, t. k. Gubernial, Concerns Pratt>rant. * ,> Gut,ern,al.L>ecr,tar «Pauker, sammt Familie. * ,> l)r. L"'dner, sammt Gattin. „ RechüU'iasrath K»lnberger. * „ Ode. Ileme,.a„t' Pl>l>,er.l,spector Schribeck. " Dssse» Gat„n Al",a Lch'ibeck. * Dessen Schn HauptNiam.. Aud.cor Schr.beck. * Herr Carl ^aron v. Flödnig, Oubermalrach. * ^ Carl Pachner und Fanxllc. " « Ioseod Schwarz, Bränermeister. " F>au Iosl'pda Schwarz, dessen Gattin. * Caroline und Amalle Schwarz. Herr V>l,c,..i Tressenschädel, t. t. StrafhauS')erwalter il, iialbach, sammt Familie. * Frau Gräfin Franziska Slubenberg. * Herr Simon Heimaun, sammt Familie. * „ Vincei'j Fischer, sammc Frau und Schwester. » ^ Graf und Wläfi» Welsirsi)c-. Antoi, Pfefferer u»d Fa-ml" zu ?a,bach. * . A>,ton Pfefferer, Hörer der Rechte zu Innsbruck. * Franl. Cacille Rutter. Herr Friedrich Faber, t. k. Major. * ,> Dr-. A>idr,as Naprcrh, sa,nmt Fannlie. ^ , Thomas Namousch, sammt Frau. „ AndrcaS Gregorltsch, I. Stadtarmenwundarzt, sammt Flilliilie. „ Thomas Ral), B.rgqerichts. Substitut. Frau Emma N^y, dess^i Gemahlln. Herr Graf Feidlnaxd Alchelburg. Frau Grafin Antome A'chelburg. Herr Graf Wolfgang A>chelbll>'a,. «- Frau Mari.' i.^pnsch!y, sammt Tochter. Herr DomlniÜ Ni^oll,. Pächter dcS BadeS T'öplll) be, Neustadtl. Frau A^na Steiner, k. k. Auditors.Gattin. * Herr Vincenj Karnrst, sammt Frau. „ Carl p. Petrcncgg, Präsident des k. k. Sradt^ und Landrechc.'S. ^ Frau Mar,e v. ^ettei,cgg, geb. Freiin de H.rau^ dessen Gemahl,». * Herr Cajetan Baron Iurttsch. * , Johann Nauluer. »an.mt Famine. ^ Frau Anna Edle v. Walcerau. * Herr Staatsbuchhalter Nledl. sammt Töch^rn. > » I°h. Kheck o. Schwa, zbach, k. k. Oberstlwltenant. l * » Peter v. RaditS, jubll. t. k. Slrapencommissär, ! sammt Frau und Sohn Peter. * Herr Joseph Mayr u»d Gactin. Fräul. Marie Zltterrer D. Herr Dionps. Ma>r, Bezirtsrichter in Münkendorf. j, ?lloi^ Haan, l. k. Cameral - und KriegsHahl» anits-Controllor, sammt Frau. „ Camera! »Verwaltel- Plchs m Sittich. Frau Cölestine PichS in Sittich. * Herr Alej Münzel, k. k. Straßenbau. Commissar in Vlllach. Frau Franziska Wallanb. * Herr Carl Zorn^ Dompfarrer. ^ » Fl'^nz Strom. * p Ignaj ^u^ften» und Gattin. * » Joseph Ket, Ordinariats.Notar. ' ^ Michael Pocozhmt, f. b. «aplan. * „ Caspar V^ltarerch. f. b. Kaplan. „ A"ton PoeolschlXk. Pr,e,t> (5omv. Hill, Joseph. Hofmann <>l Söhne. Holger, N.xl..,u. k. k. Professor, Philipp Ritter von. Kellermann, Georg. Kerzkowsky, Johann. Küfferle, Ignaz. ^ämel, Leopold, ^.'aglisius, Johann Georg von. Landauer, Joseph. Liebenbelg, Carl Emanml Rit^ ter von. Müller, Ioh. Nep. Murmann'v Erbe, S. Neuper, Franz. Poller, A. Franz. Puch-bergcr, Maximilian. Rothschild, S. M. Freil). von. Schaup,F Echloißnig, Frcih. von. SMer, (Z. Laib, Ztg. Nr. ,55 v. 28. December iL^g) 75>2 Alexander. Schmidl, Georg. Schuller el. Comp. I. G. Sina, Georg Freih. von. Sina, Ioh. Freiherr von. Spar-Caffc, erste österriechische. Sparcassc-Vcrin zu Obcr-Hollabrunn. Stamctz pl,<öomp., I. H. Stände, die nicder-östcrrci-chischci: drei oberen Herren. Sternikel <-«, Gül-cher. Todesco's Söhne, Hermann. Tredisch, Sohn, Max Wagner, Anton. Weniger, Sabdaö. Wertheimstein, Leopold Edler von Wiener magistra-tischeüOberkammeramt, ,n>>n. des allgemeinen Vcr° sorgungö Fonds. Wieser, Michael. Wodianer, Moriz von. Zdekaucr, Moriz. Zorn, I. B. Die seit lli. December 1848 eingetretene Sperre für Umschreibungen und Vormerkungen von Actien, jo .wie jene der (5oupons-Hinau5gabe, Hort am K. Jänner l^Ulauf.— Unmittelbar nach der Entscheidung des Vank-Au6schufses, wird die für das laufi'nde zweite Semester l^4^ entfallende Dioidende bekannt gemacht »>nd erfolgt werden. — Wicn am 2». December 18 ls. Mayer - Gravenegg, B r u ch m a n, Ba»k»Diieclor. Z. 2:t47. (l) Nr. 2X51«. Gubern ial - Ku ndma chun g. Mit Beginne des Schuljahres 16"/,,, ist d«r elste Platz der vom Johann Pn'schcrn, geive-1 neu Donlpl^pst zu Laibach, errichteten Students, stlstling, im dermaligen (Zrtrage jährlicher l5,4 ^!. ln delen Ermanglung aber für arme Studierende überhaupt bestimmt, — Der Genuß derselben ist aber auf die Gymnasial- und die philosophischen Studien beschrankt und kann nach l^rm Vollmdung nur noch in der Theologie sott l'ezoa.ei< werden. -— Das Präsentationsrecht st^hl iem fülstoischösilchcn Ordinariate zu L^ibach zu. — Bewerber um dieses Stipendium yaben ihvc, mit dc,n Taufscheine, dem Armuth« - und Impflings,^ ugnilse, dann mit den Schulzeugmfsen von ^l, deiden lehlverstojsenen Semestern Itj^/i» <,nd im Falle sie aus cem Titel der Verwandtschaft dasselbe m )fnspruch zu nehmen gedenken, !>.!i dem Etammbaume documentirten Gesuche n'ln,ittelbar bei d (Ulen s.edöriac», im SchätzMl.qsvlolvcolle vom 6. Srptllnbn- l. I,, Z. "l^7, auf «.'i si. bewel-ihelen F.-hrmss«', atZ:, clncs Ecl'wcintK, eines Ochsen, einer Kul) und eineb Nillhschafiöw^gells— wegen au« dem w. a'. äicrgleiclie vom 5. Oci^er »8l5, Nr. »35, der Helena Preschern schuldiger 13 fi. <-. «. <^. bewilliget, lind ^u deren Vornahme rie drcl Tügsal^ungen ciuf den 10. Jänner, 24. Jänner und 6. sscbmar k. I., jedesmal Vormittags um 9 Uyr im Wohnorte des Erelulen angeordnet. Hicuon weiden Kausinstigc init dem Beisätze in die Kennlmsi gesetzt, daß das Schatzunstsp.otocoll während dcn Amtsstunden hier. ^ericklß linqeftben wclden könne, und daß die fraglichen Fährnisse nur bei der dritten Tagsatzung auch unter dein Schähunssswerlhe gegen bare Aezah' lung l'i'ntanqegel'cn weiden K..ss. Bezirksgericht Radmannsdorfdcn 26- 9lol'. 1848. Z. 2355 (.) Nachricht- Ich tisuche, für die Zukunst Niemanden mehr auf Mtlnen Namen ohne Zalüuna etw.is ^u gcbcn, weil d.nnlt ein bedeutender Mißl'r.nlck qein^cdl wurde. Georg Lacker T lschIer m c i >i e r. z Wohnungen zu vermiethen. ' Im H^use Nv. >^7, am Jahrmarkt. «Platz, sl>!d soglttch, oder ^ll Hcvrgi ,849 ^^ schöne Nohnun-gi'n, sammt Kuchen und Hvlzlcgen zu vnnmthcn. 3. 2342. (I) D^° In Olmütz und Kremsier erscheinen °"K^ Oesterreichi scher ^l^u^ HA^ HM W^ ^" ^ HA^ HA> HH^ HH^ H^. HH^. ^ und das als Gratisbeilage. Der „österreichische Correspondent" hat sich in der kurzen Zeit seines Bestehens, mit einem Absätze von 4MW Exemplaren, bereits zu einem der qelesensten Journale in Oester« rcich erhuben. Diesen glanzenden Erfolg schreiben wir nur der consequent durchgeführten Tendenz zu, welche dem entschiedenen, aber besonnenen Fortschritte huldigt Wir werden fortwährend bemüht seyn, innerhalb dieser Tendenz den politischen Gehalt des Blattes zu jener Höhe zu steigern, auf welcher die bedeutendsten Journale Oesterreichs und Deutschlands stehen, und hoffen dleses umsomehr, als mehrere der hervorragendsten Mitglieder des Reichstages uns ihre fortgesetzte Mitwirkung zugesichert haben, und der Kreis unserer Coirespone denten sich nun ebenfalls nicht allein über alle Provinzen der Monarchie, sondern auch der vor< züglichstcn Städte Europa's verbreitet hat. Vom ncuen Jahre an werden wir auch in der äußern Form jene Verbesserungen und Erweiterungen eintreten lassen, welche die Ansprüche an ein großes Journal befriedigen. D Abonnenten des Korrespondenten wird das in Kremsicr wenige Stunden nach jeder 3ih!?n^ t'rsä.'eitN'nde, fast stenographisch genaue Reichstagsblatt gratis gegeben. Die Prä< nmni ration kann bei aLen k, k. Postämtern, Buchhandlungen und in folgenden Expeditionen gesch'hcn: Mm«'.; mittlere Pilten Nr. 572. Kremsier in der Filialbuchhandlung des Hcrr» ! Mr,M« bei Herrn I. Drucker, Schwarz- Wien^Ver Expedition deS Lloyd, Grünangeradlergasse Nr. 4^2. gasseNr.85N. ^ Der Pränumeranonsbetrag ist vierteljährig 3 fl. — halbjährig «st- — ganzjährig 12 ft., wofür den Pränumeranten diese Zeitung täglich mit der Briefpost portofrei zu-q<'ft„d.t wird. In dcn Expeditionen, bei welchen auch monatliches Abonnement angenommen wird, bcrräqt cs für einen Monat 5N kr. — vierteljährig 2 st. 3« kr. — halbjährig 5 fl. —- , ga^jäl)l-,g w st. (5. M. ! 2IZ" Auf das Rcichstagsblatt allein wird keine Pränumeration angenommen. Geld-briefs ribittet man unter dcr Bezeichnung „in Zeitungsfachen." 3Z" Inscrtionen werden für em Mal mit 3 Kreuzer, jedes weitere Mal mit 2 kr. C. M. für dlc dreispaltige Pttitzeile berechnet und durch die bezeichneten Expeditionen oder pr. Post crbctcn. ! Z. 2»:z«. (2) Pränulnerations - Einladung «-—>— auf die slovenische Zeitschrift: Diese beliebte und ungewöhnlich stark verbreitete Zeitschrift, herausgegeben von dcr Landwirth-schaft-GMschaft in Laibach, wird mit dem Beginne des neuen Jahres ihren siebenten Jahrgang antreten. Ihre Tendenz ist Belehrung im l a n d w i r th sch a ft l i ch e n und industriellen Bereiche, ncbstdem aber Volksbildung überhaupt, die in unserer neuen Zeit mehr denn jo ein dringcndcs Bedürfnis; geworden ist. Durch die Einhaltung der richtigen Mitte zwischen bloß trockener Belehrung und gediegener Untcrhaltungs-Lecture, so wie durch cine corrccte, leicht verständliche Sprache und cine ruhige Besprechung unserer vaterlandischen Interessen hat sich dicsc Wochenschrift, welche Slovcnicns anerkannt bestcn Schriftsteller zu ihren Mitarbeitern zahlt, zur vcMeitclstcn slov^'nischcn Zeitschrift aufgeschwungen. Dic' Redaction wird Allcs aufbieten, dic Beliebtheit des Blattes auch in Zukunft zu erhalten. Die Prämmm-ation für dcn ganzen Jahrgang sammt allett Beilagen beträgt, wenn die Zeitung, dic jcdm Mittwoch crschmit, im Vcrlagsorte abgcholt wird, 2 st.; in Laibach in'o Haus gcstellt, 2 si. 20 kr.; durch die Post wöchentlich versendet 2 st. 4U kr. Man pvännmmrt l^'i allcn k. k. Postämtern, dann in dcr Kanzlci der Landwirthschaft>-Gcscllfthaft in Laibach, Salcndcrgasse Nr. N>5; in dcr Buchdruckcrei des Hcnn IosephBlasnit am Rann Nr. lW, und bei Hcrrn Joseph Geiger, Buchhändler in Cilli. B^'stcllunqsbl icfe wcrdcn nur portofrei angcnommcn, und bei Bestellungen durch dieP 0 st ersucht man auch dic Nccepisse-Gebühr pr. 2 kr. bcizulcgcn, da bei dem geringen Pränume-rationsbttvagc keine wcitcre A'uslagc gctragen werden kann. Laibach am ltt. Dcccmber 1^-18. In der St. Petersvorstadt, Kot^gaffe Nr. 132, sind zwei neu herqcrichtcte Wohnungen, eine größere und etne kleinere, zu vergeben. — Das Nähere erfährt man daselbst im 1. Stocke. ^ei FAOzsUV ^ls^« MF^MFF«FU?/U* lll Lalbach ist zu haben: Aurora, Taschenbuch 1lW. Wien. 3 fl. Gedenke mein. Taschenbuch IMg. 18. Jahrgang. Mils Stahlstichen. Wien. 8 ft. 12 kr. C. M., Wo gel, Volkökalender, österreichischer. Wien ^0 1349. 36 kr. C. M-