^ 297. Dinstag am 28. Dezember l858. ^i. «backer ^cituna" erscheint nut Ansnabmc oer Sonn- „no Feiertage, täglich, und tostet jammt „Blätter auS Krain" und den Beilagen im Comptoir ganzjährig >1 fl., halber, <, '. ss 'ittfr mi< Kr'eu,baud im Comptoir ganz j ä hri., 12 st.. h a ll, jä h r, g 6 st. F.ir oic Z>utcllm,g i»'s Haus sind halbjä hrig 30 kr. mehr zu entrichten. Mit der VoN vo'rtofrei a a nziäl» r >q, unter Kreuzl'and mw gedrnckter Adresse l5 ll., halbjährig 7 ff. 3N kr. C. M. — Inse r i io n sg eb» hr für eine Spaltenze.lt oder den Nium der clben ist für einmal qe Einschaltunq strie. Erzeugnisse anzuwenden. Er kann dieses Nccht auch ganz oder tbcilweise an Andere übertragen. Auf Muster, die Jemand, sei es aus dem In> oder Auslande, widerrechtlich an sich gebracht hat. kann er das in diesem Gesetze bestimmte ausschließende Benutzungsrecht nie erwerbe,, (§. 11, lit. <^). 3. Auf Muster, welche bloß in Nachbildungei, von sell'ststäl'digen Werken der Kunst bestehe,,, wird ein ausschließliches Recht uicht anerkannt. 4 Das ausschließliche Benutzungsrecht dauert ohne Unterschied des MnsterS drei Jahre, vom Zeitpunkte der Rcgistrirung des Musters. Il Hinterlegung der Muster. 3 Wer sich das ausschließliche Recht auf die Benützung eines Musters sichern will. muß bevor er ein nach demselben verfertigtes Zeugniß m den Verkehr bringt, das Muster in der K""z et d Han-dels/und Gewerbekammer, '" ^ en B ztt er wohnt, oder scin znr Anwendung des M ers be« stimmtes Etablissement gelegen lst, Wiegln. Es stebt der Partei frei. das Muster offen oder unter einem versiegelten Umschlage zu uberrnche.. Das hier;u bestimmte Organ der Hände skam« wer trägt das Muster oder Packet nach der lausen, den Zahl in das Musterreglsttr ein. Ueber die Hinterlegung wirb ein Protokoll auf. genommen, wclchcs den Namen oder die Firma und den Wohnsitz des Hinterlegers, den Tag und die Stnnde der Hinterlegung und die bezügliche Zahl des Registers zu enthalten hat und von der Partei mit» zufertigen ist. Das hinterlegte offene Muster oder versiegelte Packet wird durch einen unter Siegel be> festigten Bindfaden mit dem Protokolle gehörig in Verbindung gebracht und darauf die Nummer des Registers unter amtlicher Fertigung augemerkt. Das Protokoll wird im Archive aufbewahrt uud ein. die gleichen Angaben enthaltendes amtliches Zer> tifikat der Partei ausgefertigt. Hat die Partei das Muster offen und in zwei Ercmplarcn überreicht, fo sind die obigen Angaben auf dem Duplikate selbst unter amtlicher Fertigung anzumerken, uno dieses statt des obenerwähnten Zer« lifikates der Partei auszuhändigen. 6. Die Negistrirung unterliegt für jedes Muster einer Taxe von Zehn Gulden, welche in die Kasse der Handelskammer stießt. 7. Es ist gestattet, unter Einem Umschlage meh< rcre Muster zu überreichen, doch muß in diesem Falle die Anzalil der Muster auf dem Umschlage angemerkt sein und die Tare für jedes einzelne Muster entrich» tet werden. Jede. diese Tare beeinträchtigende unrichtige Angabe auf dem Umschlagt wird au dem Hinterleger mit dem dreifachen Betrage der umgangenen Gebühr geabndet. 8. Derjenige, auf dessen Namen ein Muster rcgistrin wurde (der Hinterleger), wird so lauge als der wirkliche Eigenthümer des Musters angesehen, bis das Gegentheil erwiesen ist. 9. Innerhalb eiuts Jahres nach der Hinter» gung muß der Schutzderechtigte das Muster im In» lande auf Industrie «Erzeugnisse anwenden und die letzteren in Verkehr bringen. Wahrend dieser Zeit werden die unter versiegeltem Umschlage hinterlegten Muster in diesem Zustande aufbewahrt. Nach einem Jahre werden die Siegel in Gegeuwart von zwei Zeugen und unter Aufnahme eiueS Protokolls avge» nommeu und es ist die Einsicht der Muster, wie Dei deu offen hinterlegten schon ursprünglich. Jedermann gestaltet. ,, ,.. -Z< ?" lll. Ungiltigkeit der R e g istr lrnng. Verlust des Muster.'N echtes. 10. Die erfolgte Negistrirung eineS Musters ist uichtig und ohuc Wirkung, weuu einer der nächste-hcndcn Umstände bewiesen wird: u) daß schon vor dem Zeitpunkte der Hinterlegung nach dem hinterlegten Muster verfertigte Industrie« Erzeugnisse im In« oder Auslande im Verkehre waren; b) daß schon früher das Muster in einem verössent-lichten Druckwerke erschienen ist' e) daß dasselbe schon früher auf den Namen eines Anderen im Inlande registrirt worden ist; 0) daß dcr Hinterleger das Muster widerrechtlich an sich gebracht hat (§ 2.) 11. Das Recht des ausschließlichen Gebrauches eines Musters erl'scht: n) wenn der Hinterleger das geschützte Muster binnen einem Jahre nach oer Hinterlegung im Umfange des österreichischen Rcichsgcbielcs nicht benutzt; d) wenn der Hinterleger nach dem Mustsr im Aus< lande verfcriiglc Waren in das österreichische Reichs« gebiet einführt. lV. Eingriffe, Uc b e r tre tu n g e n und Strafen. 12. Jeder Eingriff in d.is Muste, recht, sei es durck unbefugte Ueberlr.'gung oder Nachbildung eines geschützten Mnstcrs. sei es durch den Verschleiß der tnernach verfertigten Waren. begründet für den Ver> letzten das Recht, auf die Einstellung der ferneren Anwendung des Musters und deS ferneren Verschleißes dcr betreffenden Ware zu dringen. Auch kann er verlangen, daß die zur Nachbildung ausschllcßlich oder vorzugsweise dienlichen Werkzeuge und Hilfsmittel für diesen Zweck unbrauchbar gemacht werden. — An» sprüche des Verletzten auf Ersatz deS durch den Ein« griff in sein Musterrecht erlittenen Schadens sind nach dem bürgerlichen Gesetze zn beurtheilen. 13. Eine Nachbildung hört deßhalb nicht auf. eine verbotene zu sein. weil bloß die Dimensionen oder die Farben des Musters verändert wnrden. 14. Ist der Eingriff wissentlich begangen worden, so ist gegen den Schuldigen nebst der dagegen etwa auch nach dem allgemeinen Strafgesetze eintretenden Bestrafung eine Geldbuße von 26—500 ft. zu ver< hängen. 15. Bei einem Rückfalle kann die Strafe ver« doppelt werden. Bei einem neuerlichen Rückfalle itt wider den Schuldigen nebst der Geldstrafe auch eine Arreststrafe von einer Woche bis zu drei Monaten zu verhängen. Wurde der Eingriff in das MuNerrecht durch einen Arbeiter oder Angestellten des Verletzten oder sonst mit Mißbrauch seines VertraueuS begangen. so ist dieß bei Bemessung der Strafe als ein besonders erschwerender Umstand in Anschlag zu driugen. 16. Wenn die Geldstrafe den Vermögens. Um. ständen oder dem Nahrungsbetliebe des zu Verurthei« lcnden oder seiner Angehörigen zum empfindlichen Ab» bruche gereichen oder ihn an der Ersüllnng der aus der strafbaren Handlung entspringenden Entschädigung hindern würde, ist sie in Arrest — von einem Tag für je 3 fi. — umzuwandeln. 17. Die Strafbchörde kaun auch verfügen, daß das Straferkenntuiß veröffentlicht werde. 18. Die Strafbettäge fließen in den Armcnfond des Ortes der begangenen Uebertretungen. V. Behörden und Verfahren. 19. Die Verhandlung und Entscheidung über Ein» griffe i» das Musterrecht, so wie die Untersuchung uno Bestrafung derselben, wenn sie sich nach K. 15 zu einer Ueberlretung gestalten, Neht den polilischen Verwaltungsbehörden erster Instanz nach den für das Verfahren und den Instanzenzng bei GewerbsNörnngen und Gewerbsübertrelungen bestehenden Vorschriften zu. Die politische Behörde entscheidet auch über die Un« giltigkeit der Hinterlegung oder den Verlust des Muster« rechtes. Ueber die im §. 12 erwähnlen Entschäoi. gnngsansprüche und über Streitigkeiten in Ansehung des Eigenthnms eines Musters, steht die Entscheidung dem Zivilrichter zu. 20. Ergibt sich während der Verhandlung oder Untersuchung, daß die Entscheidung von einer Vor» frage abhängt, über welche das Zivilgericht zu spre» chcn hat, so verweiset die politische Behörde die Par» teien an das zuständige Zivilgericht, und kann in ei» nem solchen Falle nur nach hierüber vorgelegtem rechtskräftigem zivilgerichtlichen Spruche ihre eigene Entscheidung schöpfen. Uebngens dient dem Verletzten die rechtskraftige Entscheidung der politischen Vebörde, womit Jemand des Eingriffes in das MuNerrecht schuldig erkannt wurde, znr Gcllendmachuog »er Enlschädigungsan« sprüchc vor dem Zivillichter. 21. Eine Strafverhandlung wegen der in diesem Gesetze bezeichneten Gesetzüberiretungen darf. insoweit nicht eine nach dem allgemeinen Strafgesetze von Amtswegen durch die Strafgerichte zu verfolgende strafbare Handlung unterläuft, nur auf Anlangen deß Verletzten eingeleitet werden. Wenn jedoch derselbe sein Ansuchen um Veslra. fung noch vor der K>l»dmc:chu!'g der bel'örrlichen Gnt« scheidung an den Angeklagten widerruft, so bat es. linl'eschadel der privatieckllicken Ansprüche oeS Ver> letzten auf Entschädigung, von jeder Bestrafung ui'd auck von jer>er weiteren Untersuchung zum Vebufe der Veslrlifnng abzukommen. 22. So oft es sich znr Konstalilunq eines Ein« griffeS um ric Vergleichung zwlier Muster bandelt, vat die Behörde einen Befiow durch unbefangene Sachverständige zu veranlassen. Zu der Aufnahme !des Befundes si"d auch die Parteien beizuziehen und mit ihren Ausklärungen und allfälligcn Einwendungen «R85 zu hören. Ein Befund kann nur wegen Bedenken gegen oie Sachverständigen oder wegen Formgebrichen angefochten werden. Ist er mangelhaft oder undeutlich, kaun auf dessen Vervollständigung gedrungen werden. Eine Ucberschau findet uicht Statt. 23. In allen Streitfällen ist sowohl die politi« schc Behörde, als das Gericht berechiigt. die Ueber» mittlung des binterlegicn Mnsters uo>, der Handels-und Gewerbekainluer gegen Empfangsbestätigung zn vn'laugci'. Bei der cliva nöthigen Eröffnung de^ Mustnumschlages ist der Hinterllger vorzuladeü. Er> scheint er nicht, so sind zioci nnbcfangene Zeugen be>> zuziehen. Ueber die Eutsiegelung ist ein Piotololl anfznnebmen. 2^. Der Verletzte ist berechtig!, noch vor der Entscheidung über seiue Beschwerde cie Beschlagnabine oder sonstige Verwahrung dcr von ihn» als nut Ber> letznng srines Milsterrechics verfertigt bezeichneten Er> zeugnisst lind der dazu ucrivendeten Werkzeuge und Hilfömiitel (K. 12) zu verlange,,. Die politische Be' Horde b«t dieselbe über Vorweisung des uach §. >'i binau^gegebenen amtlichen Zertifikat«'s, beziehungsweise Duplikates, sogleich zu veranlassen. — Es bleibt je. doch idrem Ermessen überlassen, frübcr eine Sicher-stcllnng für Schimpf und Schaden des Geklagten ^ii verlange,,. Gleichzeitig mit der Anordnung der Ve< schlaguahme orcr sonstigen Verwahrung hat die Bc> hone die Einsendung des bei der Handels» und Gc> werbckammcr erliegenden Musters im Sinuc des §. 23. zu veranlassen. 28. Wird erkannt, daß ein Eingriff in das Mn> sterrecht stattgefuudeu habe. so haben die betreffenden Gegenstände bis zum Ablauf der Schutzfrist uuter amtlichem Siegel zu verbleiben uno es ist fur dere» Verwahrung auf Kosten uud Gefahr des Vermtbc,!' ten Vorkebrung zu treffen, iusofcrue uicht zwischeu den Belbeiligtei, durch Uebercinkommcn etwas anderes ucr> fügt wird. oder die entsprechende Umstaltnng unter amtlicher Aufsicht bewerkstelligt wird. 2li. W>rd der Geklagte für schuldlos uud die Beschwerde zugleich als mulhwillig erkannt, so kam, die Vebörde den Beschwerdeführer iu eine in deu Orls^Armenfond fließende Geldstrafe bis zu dem Be« trage von 300 ft. verfallen. uubeschadct des Anspru» chcs des Geklagten auf Genugthuung. NichtMtllcher Theil. Laibach, 27. Dezember. Zur augenblickliche,, Orientiruug in den serbische» Wirren geben wir unsern Lesern eine von der ,,O. D Post" zusammengestellte, gedrängte Uebcisicht der re» volutiouarcn Geschichte. welche Serbien durchgemacht, seit es seine nationale Selbstständigkeit errungen. DieL geschah in einem achtjährigen Kampfe (1801 — 1808) unter Czcrny Georg, der durch den WaffenstNIstano vom 8. Juli 1808 von der Pforte als Fürst von Serbien anerkannt wurde. Der russisch-türkische Friede von Bukarest (28. Mai 1812) erweiterte dic Freihci. ten Serbiens. Allein Czcrny Georg strebte nach völli» ger Unabhängigkeit und begaun im Juli 1813 den Kampf gegeu die Pforte auf's Neue. Er wuldc geschlagen und mußte mit seiuem Anhange aus dem Lande fliehen. Die Türken übten nun grausame Rache, so. daß die Serben unter Milosch Obrenowilsch sich zum Vcrzweifiungskampf erhoben, der chneu im I. 1816 wicocr die Selbstständigkeit errang. Das Jahr darauf wurde Milosch zum Fmsttn crwäblt; Czeruy Georg war schon früber als Opfer dcs Meuchelmor» des gefalle,,. Milosch wußte sich so zu befestige», daß er im Jahre 1827 von einer großen Nalionalucrsamml lung zu Kragujlwacz zum erblichen Fürstcu ernannt wnrde. Obwohl er sich 1828 weigerte, reu Krieg der Nüssen gegen die Pforte mitzumache» . verschaffte ihm doch der Friede vou Adriauopcl (1829) die Bestall« yung aller Nechte und Freiheiten uuo die Rückgabe von sechs Distrikten. Auf vcm Gipfel seiucs Glückes beleidigte Milosch sowohl die Pforte als Nußlaud uuo verlor nberdieß durch Habsucht nnd grausame Härte die Zuuciguug des elgencn Voiles. Es bürcte slch eine NalionalOppositiou gegen idn. dic von NuLland unterstützt und von der Pforte gern geftden wurde. Im Jahre 1838 wurde durch einen großherrliche» Hattischerif ein von der Nationalpailci anegcarbcilclcS organisches Statrit eingeführt, welches een an schra»< kenlose Willkürherrschclft gewöhnten Fürsten von eiuem mitregierclideu Senat abbäugig machte. Milosch sollte Rechnung legen, da dankte er zu Gnusten seines ä!> testen SotincS Milan ab und verließ das Land (l3. Mal 1839). Milan starb schon am 7. Juli desselben Iadreö, und uun wurde Milosch's jüugstcr Sohu Michael als Fürst ansgcrufen uud von der Pforte bestätigt. Er wußte jedoch wcdcr die Parteien zu beherrschen, noch die Liebe beS Volkes zu vertuen und wurde am 8. September 1842 dnrch eine Revolution gezwungcu. nach Semün zu eutfiichen. Hier» auf erklärte eine Versammlung der Notabein des Laudeö im Einverständnisse mit den türkischen Behörden die Hamilie Obrenowitsch der Regierung verlustig mil wählte Czerny Georgs zweiten Sohu. Alexander Ka> rageorgcwilsch, zum Fürsleü. Rlißlano versagte längere Zeit die Aucrkcnnuug. gab aber endlich nach. Der gesetzlichen Form wegen unterzog sich Alerter Kara> georgewilsch am 27. Juli 18^3 einer neuen Wahl uuo wurde durch cineu neuen Hattischerif bestätigt. Serbien hat uutcr der Regierung dieses Fürsten sehr beoeutenoe Kulinrfortschritic gciuachi, so wie auch ocr vcrstäudigeu äußeren Poiitil desselben, zumal während des orientalischen Kricges, oie gerechte Anerkennung nicht u.rsugl worden ist. Die jetzt eingetretene Katastrophe ist des Nesu>> tat langjähriger Intriguen, deren Symptome oft zu Tage getreten, deren Urheber und Zwecke allgemein bekannt sind. Ieoes Urlheil über die Folgen des Er-eignisscs wäre verfrüht. Die inneren und äußeren Verhältnisse Serbiens sind durch anerkannte uno ga-rantirte Gesetze normirt. Der reooluiionärcn Untcr> brcchung des gesetzlichen Zustandes gegenüber hat zn> nächst die su^ränc Macht, die Pforte, ihr Recht auö> zuüben lind im Emver»lh:l>e» mit den Mächte», ihr entscheidendes Wort i» letzter Instanz zu sprechen. — Die „Oesterr. Corr." vom 20. Dez. schreibt: I» c>cm den östlichen Kroüländcrn Oesterreichs benachbar-ten Fürücnlhume Serbic» entwickelte sich in den letzten Tagen eine Reihe von Ereignissen, die — nach dein Vorangegangenen — deu ruhigen Beobachter nicht überrasche» können, die aber eben deßhalb jeder freund der Ordnung uno der Gesetzlichkeit nur um so tiefer beklagen muß. Es erscheint uns überflüssig, vom politischen uud vom rechtlichen Standpunkte aus das Vorschreiten einer Volksversammlung zu kennzeichncu, welche sich herausnimmt, eiuen auf Lebensdauer gewählten, von dem Snzcrän eingesetzten Fürsten abzusetzen, einen auderu. überdikß »och iu erblicher Eigenschaft, auf den Fürsteustubl zn berufen, und endlich durch An> maLung der Ekckuliugewalt ihrem Gcbareu den nnoer» lcinibarsten Stempel ocr Revolution aufzudrücken. Wie bedauerlich solche Vorgänge seien, wie sehr sie auch der ernsten Aufmerksamkeit beoürfeu. so steheu sie doch allzu sehr iu Widerspruch m>t der glücklicher Weise gegenwärtig uorherrscheuecn Richtung der Kab>> ncte, wle der öffentlichen Meinnng Europa's. um ir< geno eine weiter gehende Besorginß zu begründen. Was gegenüber ren Ereignissen in Serbien nnd deren weiteren Entwicklung zn geschehen hat. stihl zunächst oer suzeräneu Macht, der hohen Pforte, zn bestimmen zu. Wir setzen voraus, daß sich dieselbe bestimmt finden wild, darüber mit deu Mächten, welche das lraktatmäßige Verhältniß Serbiens verbürgt ha-beu, gemeinsam zu berathen. Wir glauben versichern zu dürfe», daß dic k. k. Regierung bereit ist. sich an solchen Berathungen mit den wohlwollendsten Gcsin« nui,gc» und der festen Absicht zu belheiligeu. daß all> seilig den lraltalruä8lgc» Rechlen euliprochcn und ix Serbien ein geordneter Zustand hcrgestcut werde. Abgesehen von den iuternalioualeu Pflichten, welche der k. k. Regierung gleich den übrigen pohen Kontrahenten des Pariser Friedens vrm 30. März 1836 obliegen, macht die gegenwärtige 5!age der Dinge in jenem Fürstenthume, für Oesterreich — zur Sicherung uuo Wahrung seiner Grenze und für jede Evlotualiiät — noch wettere Fürsorge nöthig. Zu diesem Zwecke sind einige militärische Vorkehrungen angeordnet worden. — Möchte zugleich die ernste, b.sonncne Haltung Oesterreichs dazu beitragen, iu oc:n Nachbarlande die aufgeregten Leidenschaften zu beschwichtigen, die einander entgegenstanden Parteien zur Besonnenheit und damit zur Eikennluiß der Pftich. tc» gegcu idr eigcues Land und gegen 5csscn Obcr> Herrn zurückzuführen. Q e st e r r e i ch. Wien. 23. Dez. Es sind in manchen Krci-sen der Bevölkerung Besorgnisse aufgetaucht, daß die VesUlNmungen des neuen Heeres > Ergänzung'Gesctzes uon, 29. September l. I.. welche die Beschränkung der flüher gcltcndcu VefreiungSUlcl von l)cr Wehr-pfiicht betreffen, bei dc„ uoll)!cl>c»oc„ Organci, eine ul^zu strenge Auslegung finden und dadurch orückcnd gemacht werden könnten. Diese Besorgnisse knüpften sich insbesondere an den §, 13 des neuen Gesetzes, welchcr die Bedingungen feslsctzt, nnter deucn Stel' IungSpftich!!ge als die ciuzigeu Stützen und Erhalter ihrer Familicu anerkannt uiw aus diesem Titel von eer Pfticht zum EmlriUe in daS Heer befreit werden sollen. Es ist allerdings anch bei der sorgfältigsten Wahl der Ausdrücke in derlei gesetzlichen Besl!n>mun> gen unabweislich. der selbstständigen Auffassung ?er zlir Dlllchführui'g des Gcsltzes berufenen Organe dcn gebührenden Spielranm zu gewähre,, u»d nicht thu», lich für die Beurtheilung gewisser Vcrhältmsse, wie die Fragen: «ob von der Anwesenheit dcs Siellungs» Pflichtigen in der Familie die Erhaltung seiner Eiln», Großtuern oder Gcschwistcr abdäugl", „ob die un> bc'lbarcu geistigen oder körperlicheu Gebrechen der Välcr oder Großväter oder Brüder zu jedem Gewerbe lnfahig machen", dann „ob ein verehelichter Stel« uugöpfllchligcr zur Erhaitlillg seiner Gattin oder ei' les Kindes zu Hause iiücutbcbrlich ist" — unabän» )erliche. allgemein geltende A,'hallöpunkte uorzuzeichncn. Dagegen muü heruorgebobcn werden, daß ge< l^adc der in Ncde stehende 8- ^3 des »euen Gesetzes !m Wesentlichen keine nenen Bcstinimnngc» aufgestelN. 'oncern sich rücksichNich tes Begriffes der cinzigcn Siützen und Erbaltcr ihrer Fanulien dein bisherigen Staude der Gesetzgebung i„ allen Kronländern des ftmz'M'laates angeschlossen hat. Gleichwohl habeo Se. k. k. Apostolische Majestät i>, landesoätcrlichcr Finsorge auch grundlose» Befürch» lnngcn der Velheillgten, die hie nnd da vielleicht ans silier irrige,, Auffassung des bi^berige» Vorganges bei der Hcercsergä'„zm,g enisprlingcn, jeden Vorwand ?,!tzichcn wollen, und ocödalb mü Allerh. Entschließung c>om 16. d. den zur Entscheidung über Befreiung-Wle! dernfcm'n Kommissionen bei den Krcisbehöroeli.Komilat''!' liehörocn nnd Provinzialoelegationc!') die Weisung rr> theilen zu lassen gcrudt. bci Anwendung der vorer» wähnten Bestimmungen Des 8- ^" des Heerescrgän-ziüigugescßes mit aller billig.,, Berücksichtignng der Famiüeuuerhällnlsft iiivbescndere dann vorzugehen, wenn es sich iu der That um einzige' Södne und nicht um die ihnen glcichgchaltencn Stclluügspftichti' a/n danoclt. Mit derselben allerhöchsten Entschließung haben Se. Majestät ferner iu der gleichen aUcrguädigstcn Absicht der Zerstreuung hie und da vorgekommener Befürchtungen nnd Vcdcnkeu. eine weitere Verücksich« tigung des verehelichten Stcllnugspstichtigen in eini« gen Kroüländern zustehenden Vcfreiungstitels eintreten zn lassen geruht. Dic Kronländcr, auf welche sich diese Verfügung erstreckt, sind daö lombardisch - vene« tianischc Königreich, dic Königreiche Ungarn, Kroatien, Slavonien und Dalmatien, die Wojwodschaft Serbien init dem Tcmescr Banat nnd das Großfürstcnthum Siebenbürgen. In allen oicscn Ländern hat nach den bisherigen Vorschriften eine nach vollendetem 22. Lebensjahre geschlossene Ehe die Militärbcfreinng dcs Stelluugspftichtigcn begründet. Nach dem neucn Hce-rcs-Ergänzuugsgesetze kauu erst cine nach dcm Aus« tritte dcs betreffenden Stellnngöpstichtlgen ans der zweiten Altersklasse geschlossene Ehc nnter dcn im §. 13 dcs Gcsctzes aufgestellten Bedingungen cincn Bc> srriunqsgrund bilden; dcr Allstritt ans dcr zweitcl« Altersklassc fällt jedoch keineswegs nothwendig mit der Vollendung des 22. Lcbcusjahrcs zusammcn, da die- erste Altersklasse mit dem 1. Jänner dcs auf das vollendete 20. Lebensjahr folgcndcn Jahres bc^i,n,t. Es ist ferner dic ForNvirknng früher erworbener nnd noch immer gehörig nachweisbarer Vefreinngs« titcl, welche durch das neue Gesetz anfgcbobcn wurden, nur jcncn ucrchclichtcn Stellungspflichtigcu zu» gestanden, welche sich vor der Kundmachung dcs ncucn Gesetzes, d. i. vor dem 7. Oktober d. I. uer« ehelicht haben. Stcllungspflichiige. die im 22. Lebens, jayre, jedoch im Sinne des nenen Grsetzcs noch nicht in dcr dritten Altersklasse stehen, würden nnn dnrch eine nach dcm 7. Oktober d. I. geschlossene Ehe die Militärbefrcittng mich dann nicht mehr erlaugt haben, wenn dicsc Eheschließung noch vor Beginn dcr Wirk« samkcit dcs nencn Gesetzes, d. i. vor dcm 1. Novem« bcr d. I. erfolgt wäre. Auch den in solcher Lage befindlichen Stellungs« Pflichtigen in den oberwähnten Kronländcrn ist durch dic allerhöchste Gnade unumchr dic Militärbcfrciung im Grnndc cincr vor dcm 1. Novcmber d. I. cin» gcgaitgcncn Ehe ausnahmsweise gcwährt worden. — Aus Görz, Iti, Dez.. wird dem «Wanpe» rcr" geschrieben: Die gan^e Bahn von Nabresina über Görz bis Udine soll längstens im Herbst I860 vollendet sein. De» Schlußstein bildet die Ison^o« brücke bei Görz, die wohl zuletzt fertig werden dürfte. W>e ich höre, soll dieselbe 12 Bogen von je 12" Spannweite (?) und eine Höhe von 22 Metres erbal« tl». Da dlis Bett dcs Isoüzo ans Gerölle von sehr dcdcntcnocr Mächtigkeit beNcdt, zur Unterlage aber dichte Felsen dat, läßt sich eine Pilotage nicht güt .imvcnden. Es arbeiten daher Baggcrmaschinen das Gerölle, wo die Pfeiler errichtet werden solle», his auf den fcstcu Grund aus, worauf Kisten mit hy. draulischsm Kalk und Bruchsteine versenkt werden. Diese Arbeiten litten einigen Schaden dnrch die gegen Ende November einbrechenden Hochivässer. Es wer« den dadurch nicht nur dic Arbeiten augenblicklich ein> gestellt, sondern anch die Grundauöbaggerungeu wie» dcr mit Gerölle gefüllt. Wollen Sie übcr die Thä> tigkei: bci unscrn Bahnarbciten einen ziffermäßigen Ausdruck habe», so erwähne ich. daß hier eine Strecke von beiläufig 800" iu Angriff genommen ist. wöbe !000 Aibeiicr u»d gegeu 300 meist zwcirädcrige ssar reu in Aniueüdnng sind. Durch die Bahn dürfte für die hiesigen auSge dcbnlen Staatsforste eine ncne A^satzqurlle von Brenn und Banholz, so wie werlbvolleu Mastbänmen naci Triest »lud Venedig sich eröffnen. besonders da nun die vom hiesigen Forstmeister Koller projeklirte unc ausgeführte großartige Waldstraßc ihrer Vollendung «R8V ,n Kürz? entgegensieht. Hierdnrch. so wie durch den übergroßen Holzoorratv. der sich ans Mangel an Ab> ' sah auhälift/. wiro das Eiträgniß der hiesigen Starts. > forste um riii Bedeutendes crhöbi^ uuo da mehrere < große Onschaftcu hier fast ausschließlich uou ärari« l scheu Holzarbciten und Holzfracht leben, wird auch m dieser Beziebung eine günstige Rückwirkung nicht aus. bleibe». Vordcrbaud dürfte Görz und Umgegend der Vahn wenig Frachten bieten, da die Gegend wenig irdustriös ist, und außer etwas Neiu und Rohseide wenig cxportirt. Nur die Zuckerfabrik des Ritter vou Zahori dürfte hicrduich einen größeren Aufschwung erleben. — Wie der «Vlahowest« mittbeilt, werden >n allcu Diözesen Böhmens die nöthigen Vorl.crei^ tungcn zum nächsten Prooinzial. Konzil getroffen, das im Herbste dcs Jahres 1839 abgehalten werden soll. Frankreich. Paris 20 Dezember. Die außerordentlichen Gesandten uno bevollmächtigten Minister der Ncpu. l)lik Ecuador und des argeutiuischen Buudcs, die Herren Corvaia und Alberdi. überreichten gestern dem 5^aiscr ihre Beglaubigungsschreiben. Auch der außer, ordentliche Gesandte von Nicaragua. Herr v. Mar< colcia. und der außerordentliche Gesandte von Mmco dattcn' gestern beim Kaiser Andieuz, . , ^ , ' Paris. 21. Dez. Das „Pays" hat Nach--richten von Manilla. 22. Oktober, wonach am 10 Oktober der Mandarin. welcher die a»amltl,che Armee kommandirt. dem Admiral Seitens des Kaisers den Vefehl eröffuet batte. sich sofort wleocr em> uschiffcn. indem er ibm erklärte, daft, wenn er da> bei beharre auf anammschcm Territorium zu^blclben. „er vernichtet werden wird. er und ""e die Ve.neu nd daß er dieß dann nur semer ''H"""ack gke. zu> schreiben dürfe, da cr loyal gewarnt "". Man rwiederte dem Mandarinen, er möge /omm n -aber er kam nicht. Ueber die Absichten dcs Admnals Rigault de Genouilly verlautet nichts. Türkei. ' Einer Privatmilthcilung aus Belgrad vom 2!> December zu Folge war die Restauration des cbcmaligcn Fürstc» M'losch unter dem Freudcuge.chrcl ^ M './prollam^ worden. E>ne provl,orl,che R a.eruua l'cstcbend aus den Herren Garaschamu, S ä m'd Ugr.c,c. ist gebiet. Es herrscht äußere Nu,,e E,»e militärische Gcgenbeweguug. lic.ßt es. sei cbon im Beginne erstickt worden. Der Fürst Ale» Lander befindet sich uoch in der türkischen Festung. Ueber das Pevbaltcu dcs Senates gegenüber diesen ,.c..c,cn Vorgang" 'N uns zunächst »och kciue Ku»l?c zugekommru. Amertka. Der Botschaft des Präsidenten Buchauau. welche i„. Ncpräsentauttnhause zu Washington l>ei Eröffuu.'g ^ Kong'css^ "M 6. d. M^ cutleh. "" förderst wird dcr „allmächtigen Vorsehung Ylnlaß der Sllavenfrage zwüchc» dem Noidcn uno dm Süden wüthende» S.re.te wenigstens m.owe.t c,u E c gemacht bal'e, daß de,se,l>e d.e Ruhe u»d cn F lbestand der Uu.ou uich' mehr bedrohe Nach o.e. r Einleitung wild auSfübilicher aus die Ka»,asnage ,ge gen. Kansas ist bis jct)t noch ei. Terrnonum aüs .m chem die Sklaverei mcht verbannt .,t Cs f.nu e n freier Staat werden, abcr uur durch dte ^mmcu'lncr Mehrheit 0. Bürger denn es M ^dailtig cn'.sch'cdcu wordc», daö dcr AuSdchmn.g d r SNave?ci ke.ue geographische Grenze zlt sttzeu s, Dcr oberste Gcrichisdof hat nämlich deu Vpruch ge> fallt «daß alle amerikanische» Bürger cm «lciches Recht baden. in d.e Territorien alles das hmulicrzu. „cvmeu. wag kraft der Gesepc in irgeno riucm rer Slaaleil für stalldaft gilt, l dcra,t!gcs Eigenthum daselbst unter der Oohul der Bundesverfassung so lange zu behalten, wie dcr Tormorialzustand fort. dauert." „Dicß". bemerkt rer Präsident, „ist jctzl cine fcststthcudc Ncgcl und cs bedürfte nur dcr Vor» gäuge der vcrfioss.uen Session, um ihr prallische Gcl> lung zu verschaffen." Es ist dieß ein für die Abo» tionislen kcineswegs erfreulicher ^ap. Dlini sö wird mit nackten dürren Wortc» ausgesprochen, l^aß dic Sllavcnw.rlbschafl dcr normale und das Vcrlwt dcr Sklaveret der nur als Ausnahme zu betrach.eude Zu-sta d t. Ueberall auf ucucm Boden wo das Vun> / .. il> ^>. ^,si,incrc lsiso t.lclo statlyail. gcgeuwärt,g mit dem !"""."' öNiege z'^,»/ """ f^r' lcheiut cs Mit Utal) auszusehen Der ^^ sch den Gcsemu der U"ion zu fugen. ___________ Demnächst kommt der m>t China abgeschlossene l Vertrag an die Reihe. Dcr Vertreter Amerika's. ' beißt eS in der Botschaft, war dabin iustruirt. iu dem ^ Zwilchen Großdricauuicn uno Frankreich einerseits und , China andererseits stalthaDcuden Kampfe eine ueutrale ! SleUuug einzuoehmeu. Dabei sollte er jedoch herzlich mit ocu Vertretern Englands und Frankreichs bei allen friedlichen Maßregeln koopenreu, wo es sich darum bandelte, auf vertragsmäßigem Wege jene gerechten Zugeständnisse an deu auswänigeu Handel zu erzielm. welche zu fordern die Nationen der Welt eiu Recht haben. Dem Präsidenten war es, wie er sagt, un> möglich, aus eigcucr Machtvollkommenheit weiter zu grhen. Er würde sich sonst die Mccht, Krieg zu er« kläreu, augemaßt haben, die kraft dcr Verfassung ausschließlich dem Kongresse gehöre. Die Bcschweroc» punkte Amerika'S gegen China seien nicht driugeno uno erheblich gcuug gewesen, um den Kongreß zu rechtfertige»,. Krieg nut China anzufangen, oyne vor> her deu ernstlichcu Versuch gemacyi zu habeu, daS. was mau crrclchru wollie, auf ocm Wege der fried« lichen Verhandlung zu erlauben. Dcr Gang dcr Er> ligmsse habe deu Beiveis geliefert, daß dicsc Neutra» lilät ciuc wcisc gewesen sei. Dcr Vertrag werde dem Senate so liald wie möglich vorgelegt werdeu. Elu Gleiches wird in Bezug auf den japanischen Vertrag versprochen. P>e Botschaft geht sodain, ans die Aezichnngcn zu Großbritannien über uud spricht zuvöroersl ocn Wunsch des Präsidenten ans. alle zwischen den beide» Ländern obwaltcüden Zwistigkeitcu rasch auf friedli« chcm Wege zu erledige». Mit Befriedigung wiro die Schlichtung der wegen dcs Durchsuchungsrcchles cut« slandeueu Haiwcl erwähut uno die von Euglaxd deol)> achtele Mäßigung anelkauut. Danu kommt Spanien an die Reihe. »Unsere Beziehungen zu Spauicn", heißt es gleich zu Anfang des betreffenden Mschnmes. „bkibcn forlwa'breud uu< bcfriedigcuo." Ferner wird gesagt, ein aasgezeichue' lcr Bürger des Staates Kentucky werde sich uuvcr» züglich als Gesaudter uach Madrid begeben, um ciuen neuen uno lehte» Versuch zu machen, Gerechtigkeit von der spanischen Regierung zu erlangen. Herr Bu> chanan, dcr in seinem eigenen 5'aildc mehrere Milli»' ncn Sklaven beherbergt, ist entrüstet über Spanien, well ihm Cuba gehört, das einzige Laud i» d«r zivi> lisllle» Welt. welches oen Sklavenhandel duloe. Dem Uebel sei leicht abzuhelfen, memt dcr Pläsidcut. weuu Cuba au die Vcrcimgteu Staaten abgetreten wcroc. Der sür eine solche Abtretung sprechenden Griiuoe gebe es viele. Zunächst die geographische ^agc dcr Iüscl. soon»» oer lelihafle Haüdclsuerkehr mtt den Velcinigten Staate». Drittens der Umstand, daß sie lütter den jeyt obwaltenden Verhältnissen ciue fort» währende Qaellc dcs Unheils nud der Verlegenheiten für daS amerikanische Voll sei. „Die neulicheu eru» sten Handel mit Großblitauutcu hätten nicht entstehen können, wenn Cuba nicht ei» Sklaoeninarkt gewesen wäre. So lange dieser Markt fortbesteht, ist a» keine Zivilisation für das ui uächtiger Finsterniß umhcrlap« pcndc Afrika zu dcnkc»." Wohlwoll.il gegeu die Schwarzen. daS GcDot oer Meuschlichkcil, drängt Herrn Buchaua» als gebieterisch zinu Erwerb vou Cuba. Aber nicht dicü allein, sonoern auch Freund« schafl sür die — Spanier. Den»!: «Uüscrc Bezicbun« gcn zu Spanien, die vou der freimoschaftlichstcn Art sein sollten, werden stetS gsfäbrdet sein, so lauge die in der Insel bcstchenoe Koloulalrcgirrui'g in lhrci» gcgenioärtigen Znstaiwc vcrbllibi." Das gutherzige WoblwoUcu des Hcrru Blichauan ist erstaunlich. Wenn Cuba auö reiuer Mcnschenlilbe vsrspeist werden muß, so gilt das Gleiche in noch höherem Grade von Mmko. Ein u.ucr Theil dcs GcbictcS ocr Republik soll Tc^as u»d Califoiuieil t'olge». Die Vanlcc haben ciucn guten Magcn. der viel vertragen kaun. Fin's Erile wollen sie Sonora n»d Chihuahua verschlucken, welche zwischen dem kalifornischen Meer» busen uuo Tckas licgeu. Die Zilständc daselbst sind so zccrütttt. und die mmlanliche Regierung ist sl? wcuig dazu im Slande, tic dasclbst hauscndcn Iu> diaoerhordcu dauon abzuhalten, ihre Raubzüge vis au ' das Gebiet dcr Vereinigte!! Staaten auszudehucu, daß l drr Piasiositt cs für wünschensweith hält, ein vox läufiges Pioieklorat ül>ir die dciren crwähutc» üörd-l,chtü Laürichaftc» z» übernehme» und ricselbcn mili' tärijch zu l'cscßen. < Zeiural' Amerika anlangend bebt die Bolschaft >ervor, daß der Kongreß den Präsidenten durch eine Ukle ermächtigt habe, die Lano> nnd Seemacht der bereinigten Staaten zu uerweudeu, wenn es darauf ulkomme, irgend ein Hlud'rniß binweg zn räumen, velcheS die Straße über den Isthmus der mittel-ame» i-ikauischen Landenge sperre, die Truppen jedoch zurück» zuziehen, sobald die Gefahr beseitigt sei. Die Be» Hebungen zu Costa Rica, Nicaragua, Neu'Grauada uud Paraguay werden als nugünstig geschildert. Der einzige amerikanische Staat, mit dem die nordameri» kanische Union dcr Voischaft zufolge auf vollkommen freundschaftlichem Fuße steht, ist Vrasilicu. Die Staatseinnahmen während des am 3V. Iuui 1838 abgelaufeucn Finanzjahres betrugen 70.273.869 Dollars. Rechnet man dazu noch die zu Anfang des Jahres im Schahe befinollche Summe uon 17,710.114 Doll,, so erhält man den Ocsammtbetrag von 87.983.933 Dollars. Die Ausgaben belaufm sich auf 81.683.667 Doll., wovon 9,684 337 DoU. zur Zahlung der öffenl» lichen Schuld und Einlösung von Schahnoten verwandt wurden. Im Schatze befanden sich am 1. Juli 1838, d. b. bei Beginn des laufenden Finanzjahres. 6,398.316 Dollars. Wie aus Newport umterm 8. d. M. gemeldet wird, bat die Botschaft in den Vereinigten Staalm im Allgemeinen eincn günstigen Eindruck hervor« gebracht. Vermischte Nachrichten. , Wien. Slit Kurzem wird hier in den stehen» den Gewässern ein daS Wnsser blutrotd färbendes Infusorium (LnAla<>n« «»nAuinv«) massenhaft beob« achtel. — Es ist bekannt, daß die englische Vank nnr vier Banknoten, von denen jede cincu Werth von 100 Tausend Pfd. St. repräsentirt, ausgegeben bat und daß nach deren Abdruck die betreffende Kupferplatte vernichtet worden ist. Von diesen vier Vauknoten befindet sich eine im Vcsiß des Hauses Rolhschilt» - die zweite ist Eigenthum der Erben des vor Kurzem oer« storbeueu Mr. Coutts; die dritte wlro in der Schaß< kammrr dcr Bank aufbewahrt und die vierte King in einem goldenen Nahme» in« Salon des Londoner Dichters und Bankiers Rogers unlcr sehr wcrthvollen Gemälden unl> zog seiner Zeit nicht weniger als diese die Anfmerksamlcit der Kennlr auf sich. — Einen seltenen Fall erzählt der „Schweizer« botc" aus Villmergen (Kanton Aargau). Daselbst lcl'te ei» armer Maun, der nicht weniger als fünf Frauen nahm. In seinem 77. Jahre heiratete er die letzlc und halte sie noch acht Jahre. Er blieb nie länger als 3 bis 6 Wochen Witwer. Das war we« nigstens auch eine nachsichtige Gemeinde, falls del „arme Mann" etwa nicht zu jener Klasse von Armen gehörte, die in der Schweiz keine gar seltenen Ne< präseutanlcn hat. die nämlich auswärts betteln uno zn Hause tin recht artiges Vermögen haben, wie tin vor nicht langer Zeit gestorbener Bettler mtt Krücken, der. vou Zeit zu Zeit in seinen HeimatS > Kanton zu> rückgfsclnckt, dem Verbote seiner t'«tttlnden Wander lust immer die Drohung — die Gemeinde zu vcr> lassen. entgegensetzte. Üeuantinische Post. Ko n st a n t in ope l. 18. Dez. Das „Iourna! de Constantinople" widerlegt das Gerücht von Ans gäbe neuer Kaimc's zu fünfzig Piaster. Dcm Ver nehmen nach hat die Pforte eine Zirknlardcplsche in Betreff dcr Suezkanal «Unternehmung erlasse,!. Die Ailfrcgung auf der Insel Caudia ist beschwichtigt Mustapha Pascha, Gcuera!«Gou?cr»cur von Smyrna ist in gleicher Eigenschaft für die heiligsn Städte er nannt worden. Die ottomanische DampfsäMabrts Gesellschaft wird reorganisnl werden. Es ist dei Dampfschiffen verboten worcen. im Bosporus uacl Sonuenuutergaug zu fahreu. Em „ems i!lnienschis ist auf bicsigcr Weifte gelegt worden. Teheran. 22. Nov. Der gestürzte Sadrazair wird muibmaßlich nach dcni Auslands geschickt wer l-en. Der französische Gcsaudtf. Hi-rr Pichou. hat am l6. o. M. cinc dc>rt anbelangte franz. militärische Mission dem Schab vorgestellt. Athen. 16. Dez. Sir Gladstone wiro morgen hier erwartet. Deu Kammern wird ein Geseyenlwnrf über dic N'krulirung uud ci» mit der Odessaer Dampf« sch,fffahltS-Kompagnie abgeschlossener Vertrag vorgc. legt wcrd/n. Mctcorslogische Beobachtungen in Laib ach. Tag ^^g Barmu^rstand ^^tur ^,.^ Witterung bmn^tN.« in ______ " ______________^_______________________________________________Pariser Linien 'itt Dczcnü'er U Uhr '^>g. :j^«»,24 -s- <>. A (Är. 080. > ill Schü« H .. Nchm. ^25.0» ^l.<» ., W8W. still Rlgcn 25.64 IN . ?lb->. :i24.47 > 0 .5 ..___VV3W, still Höh.'nnel'cl 27. ^, 0"sshr^Mrg. 522^24 -j- (). 5 («r. VV. still lnibc ^" 2 ., Nchin, 32l.54 -I-2.« „ W. still thcilw. luwülst 0,00 !0 ., Md. 7.20,34 ^l.0 ., 030. schwach Höhcmn'l'll Dcii 2N. Alands zwischen 6 und 7 Uhr Vlitzcn, Um !<)'/, Uhr schöncs sugslförmigcS Lichtmttcor in der Richtung vl'n 8s), nach !>»>V. "»^-^-----^ VcNüg^ou'I^nttz v^ ^ielnmttnr ck A^Vaml.er^in '^aibach. — Veraunvortlicher Redakteur- F. V«,ltti'cra. " Effekten - Kurse vom 27. Dezember 1858. 1. Wefentliche Schuld. ^. des Staates. Aus dcm National-Nülcht» zu 5°/» für >0<» fi. 85,95 ü. W Metalliqncs....., 5°/« detto 8^,7.) ö. N Ä',it Verlosung: Vom Iah« »839 dctto !^7. ü. W, „ <«54 detto l^5,75o. N, L. Der Kronländcr. ^ Grundeutlllllungs-VbUglltiouen. ^-» Ungar«......5,/, dctto 84 l0 ö. W. „ T n«st>, Van.it Kroatien mio S auoiu.il „ 5'/, delta 8^.25 ö. W. ,. G.ü.len......5°/, dc,tu ^3.65 ö. W. 2. Actien. Der Nationalbauk..... pr. Stück. 10N2, ö. W „ Kredit-Anstalt für Handel und Gewerbe A'....... dctto 2^7. ö, W. ,. Kaiser Frrd. Nordbahn l0«0ss. dctto >7ij2 ö. W. „ Staats-Eisenba »-Gesell. )c. dctto 254.d0 ö. W 3. Pfandbriefe. Der Natonalb. auf CM, verlrsb. zu 5°/, für 100 ff, 90.75 ö. W. DerNationalb. aus öst. W. verlo l'.zu57. für 1^0 st, 8«35 ö. W 4. Lose. Der Krcdit'Anstalt für Handel und Gewerbe ......pr. Stück. 102.30 ö. W, Wechsel-Kurse vom 27.. Dezember 1858. 3 Monate. Amsterdam für 100 holländische Gulden 8«,50 Augsburg. . für 100 fl. füdd. Währung . 8>.8<) Mailand . . „ 100 fi, österr. Wäl/ruiig . <»9.50 Marseille . . „ U)0 Franken . . . 40,40 Paris ... „100 Franken .... 40,45 3l. Tage. Bukarest für 100 walachischc Piaster . . . 14,?0 Constantiuopcl für 100 türkische Piaster . «.36 Kurs der Gold-Sorten. Kaiserliche Müuzdukatcn ........ 4,kü ., vollwichtige Dukaten...... 4.80 Kronen - -.......... l3.U3 Fremden-Anzeige. De» 24. Dezember »858 Hr. Biehl, k. k. Professor, von Marburg. — Hl'. Maikoricsch, Kauflnann, von Karlstadt. — Hr. Perlhäflel-. Kaufmaiill, und — Hr. Fabiam, Spediteur, von Tliest. Den 25. Dezembet. Hr. Mark, k. k. Beamter, r-o» Klagenfurt. — Hr. Detzi, und — Hi-. Schwarz Vauunternehnler, von Littai. — Fr. Mettel, Glltsbesitzerin, von Txest. Den 26. Dezember. Hr, Gl'^bner, Gulsveiwalcer, von Gö>z — Hr. Strechl, Handelsmann, von Göiz. — ^»r. l^akncr, Privatier, von Spital — Hr. Kaipeles, Handels^ mann, von Wien. — Hr. Schotten, Haüdelömani', von Triest. Z. «83. u (2) Nr. «72«, Zur Bermiechung zweier gemauerter Markt Hütten Nr. 4 und 5 am Iahlmarktplatze, von Georqi l859 angefangen, wild am l2, Jänner l859 Vormittag um lN Uhr Hieramts die '.'izi» tation adq. öst. Wahrunq geschätzten, beiläufig 8Ml Eimer betru^ genden Weine von dcn Jahrgängen 18^8 und l852 diö einschließlich 1857, wie auch auf soun! Eimer eisenbereifter Fässer dewilligt, und hiezu die Tagsatzung auf den IN. und ll. Jänner »859. jedesmal von 9 Uhr Früh bis 4 Mn Nachmittags in dem Pfalrhauö Et. Anna, Ge-meinde Pctrovina, anberaumt. D»e ^edinginffe sind: sogleiche bare Bezahlung und Abfuhr des elstandcu,n Ncincs binnen Monatöftist ^ cllil.c> der Feilbietung, Nähere Bedingnisse können täglich in den Amtsstllnden, und bei der Feilbietung in sil-ci« !^c:i eingesehen werden. Iaska (in Kroatien) am 27. November ^ »858. Anzeige. Den verehrten Mitgliedern des Casino-Vereins wird bekannt gcgeden, daß im ^aufe des Faschings l859 in den Vereinslokalttäten neun Tanzunterhaltungen, jedesmal um 8 Uhr Abends beginnen werden, und zwar: am l2. Jänner lttl»9 Unterhaltung mit Tombolaspiel; » «9, » » Ball; » ^«- » , » Unterhaltung mit Tom- bolaspiel; » 2. Februar » detto detto » 9. » » Ball; » l«. » ^ Unterhaltung mit Tombolaspiel ; » 23. » » detto detto » 2. März » Ball; » 7. » » Unterhaltung mit Tom- bolaspiel. Laibach am 22. Dezember l858. Von der Direktion des <3asino - Vereines. Z. 23^6. (l) In der Kothgasse Haus-Nr. 11ä und in KtVGiK'R'sT^ liegen bedeutende Vorräthe von vollkommen trockenem gescheiterten Buchenholze zum Verkaufe berett, welche klafterwelse m beliebiger Schetter-länge UM die bllltgsten Prelse gegen Barzahlung ins Haus gestellt werden. 3.2186. (ß) Mnempfä)hm$l Stt bet ©:pegerei=, WlaUxiaU, 2Sem* unb £)eüfatesfen - £anbfang De3 Johann Klebcl, nm $miptplafce, ifmb soeben friste 3ufut»rcn uon uadjbeuauiUcn uii$«kit unb ICaisiCpfloiscli, beste ©orten yon franx., ciig'l. unb ICrcBÄisep-Sonf, Essig-- Cäup- kon, grüne unb [d;ii)arje Oliven, tun auSgc[ucl)tc I>attclti, NultaiifVig^eii, Iflala$>atrau- E>eu, Mandeln , IIa.HelBiü$ise, Ito^inen mit unb olmc cteru, IWeiiiheeren, I'is>noli, Oranatapsel, Orangen, Itiinonieii; c\q-- schalte 5Iir«ic»i», Pflauinen unb Pfirsiche, ; lipiinnep^wetscliReii, l;art> unb iucid)=eau- dii-tes Obst in eleganten i>ot; cd;t vitff. C^aravanen-, Pecco-, !§oiiclioiifj;-, Perl- u\\i> Ilaysoi&- Tliee, feinsten cd)tcn Jainaica - IUiuibi, Puaiscla-Kssenz, nebst ben beliebtesten ©orten Dessert- it. Mag'eafi-Uqueurs, fronjösifd;er Cliaingias^siiei*, Stlaeiia-. Mosel- im& an- Dcre K»L4i*aweine, fd;öne 9Iu6iunl;l tn Ta- pok-, 'Whist- unb Piquet-K.arten, Meer- inu^clKotn , ueüfi ben rteiuütjultd;cu QIrttfeln, JU billigsten greifen 51t I;abeu. 3. 653. » (5) Nr. 8448. An die verehrten Bewohner der k. k. Landeshanptstadt Laibach. Der feit vielen Jahren hierorts bestehende löbllche Gebrauch, sich von den Neujahrs-, Oeburts- Mittelst einer 'Armenspende zu befreien, hat dem Armeninstltute eine ergiebige Beihilfe zugewendet, der Armenverwaltung aber möglich gemacht, manch' Armen tn die Versorgung zu übernehmen, was sonst nicht möglich gewesen wäre. Das herannahende neue Jahr, und der mit diesem eintretende größere Nothstand bietet der ölrmenverwaltung den Anlaß, sich an den stets bewahrten Wohlthatlgkeilsfmn der verehrten Bewohner Lalbachs mit der höflichen Einladung zu wenden, für obige Anlässe sich auch für das nächste Jahr in üblicher Weise betheMgen zu wollen. Die dießfälligen Erlaßkarten für die Neujahrs-, Gebutts- und Na-mensfcst-Gratulationen, ohne der Großmutd Schranken zu setzen, mit je 20 kr. Conv. Münze oder 35 kr. österr. Wahrung, sind vom 15. Dezember l. I. bis 15. Jänner k. I. tn der Handlung des Herrn Josef Alchholzcr am Hauptplatze zu bekommen. Die Namen der Wohlthater so wie der eingegangene Betrag werden durch die Laibacher Zeltung zur öffentlichen Kenntniß gebracht werden Von der Armenverwaltung zn Laibach am R. Dezember R858. Z. 2246. (3) z DH" Große Weinlizitation. ^Z ^ z Am H. Jänner 1839, K R5 und nöthigen Falls am davcnissolqcndcu Tagc wcrdcn i» dcn Kclllrcic» dcr Ttteinhandlullss ,,zur Traube" in D D iteibnitz (Stciclmarf) mehr uls 200 Startiu ausgezeichneter Weine .ms dc» Ilihrz,.n>cil» 185^, !83