^N »»3 1843 Tall» ach ev I e it unA Dinstag dc n 23 Dcce m b c r. ,,^ ,^ H l l v r i en. ^u-m 2l.d. M. Abends, ungefähr 40 Minuten noch » Uhr, wurde die hiesige Bevölkerung durch eine so heftige Erderschütterung, w>e ma» seit Menschengeden-ket! nicht erlebt, in n,cht geringe Bestürzung versetzt. Die Erschütterung erfolgte ohne besondere Vorboten plötzlich edch»< teren, darauf kür;eien, sehr rasch auf einander fol, gendeu Stoszeu der Erdbod,», d>,s Gemäuer dcr Ge, däudc bebte auf und nieder, Geschirr und Gerälhe hörce >nan in geräuschvoller Bewegung. Voll Schreck und Angst über das machtige Oscilliren des als sicher gewohnte» Bodens, stürzten d,e meisten Einwohner ans ihren Häusern und suchten das Freie zu gewiu. neu. Nach einer, gröstten Theils unter Wachen ver» brachten ü)»achc zeigte der Morgen mehr als tin Halb^ hundert Schornsteine cingestm^c, Schutt und Trum-lner davon in den Strasien; »vies nicht unbedeutende Nlsse und Sprunge im Mauerwerk vieler Gebäudc; AiM'Uif und Tünche fand man häufig iu den Woh' nungen von Decke und Wänden gefallen; Gegenstände von ziemlicher Schwere, Meubel «Aufsähe u. dgl. oft mehsere Zolle vom Platze gerückr, im Kreise qe, dreht oder zerlrüinmert. Einen zweire», aber schwächeren Erdstoß wollc,, viele Einwohner La.bach's g,ge„ 2 Uhr nach Mittcr. nacht wahrgenomllien haben. Auffallende Lltttersch,in»na.en wurden ll'cdcr vor, noch während der Erschütterung beobachtet; d«e Witterung war von frnh Moia.cn« bis gegen Abend regne» lisch, und der Himmel, obwohl zur Zeit des Stos;,s kein Regeu fiel, mil dichten Wolke,, überzöge!?; der chr schwache Luftzug kam von Süden. Der Baronnter war seit dem l8. allmallch van 27^ 8,0"^ bis auf 27" 3,0'" (nicht reducirt) herabgegangen, welch'.ley? tern Stand er auch den gauzen Tag, vor und nach dem Erdbeben, ohne mindest auffallende Aenderung beibehalte,, hatte; das Tl)elmen,ettr zeigte Abends 2" N. Wärme. ?lm 20., das ist am Tage zuvor, konnte man nach Eintritt des Sirocco, wobei die Mittags Temperatur 7" über 0" erreicht halte; vo>, 7 bi5 ge-a.e» 10 Uhr ?lb."ds, unlel schil'clchcul Regen, aus schweren, mcht geschlossenem Gewölke, bei 4° Wärm.-, ein häufiges Blltzeu ohne hörbaren Donner beobachten. Wl i r n. Se. k: k. Majestät haben laut allerhöchster Ent-sä)liesülng vo», 6. d. M., den, Gnt'ersxalsecictar, Peter Tuschner, die in Böhme» erledigte Klattauer Kreiöhauptmannsstelle allergnädigst zu verleihen ge» rllhel. Se. k. t. Ma/estäl haben de», Füistbischofe von Trient, Johann v. Tschld^rcr, mit allerhöchster Ent--schlies:»ng von, 2. December d. I., die all,rgnädigste Bewilligung zu ertheilen geruhet, den »hm von Seiner päpstlichen Heillgkeit ertheilte» Titel eineö ^i'ue-lali l!om««ll<:i ft»te außerordentliche Lehrkanzel vel'» I,.l,'.,, worden, >st derselbe ,„nqe Gelchile, den Sie in Ihren Blättern vom 7. Mal l. I. Ihism l?eser^ .H?4 reise mit folgenden Worten aufführten: „Dr. Anton Voller ans Krems in Niederösterreich beschäftigte sich seir einer Rtihe von Jahren schon aufs Enisigste und Enthusiastischste mit den» i> so reichem Flor stehenden Sanscritstudium, lebte aber bis jetzt ill tiefer Zurückgezogenheit, selbst von reinem der hierortigen Orientalisten gekanin, ll»d obscho» er sicher« lich vor Bop p und A. W. Schlegel (seitdem dahmge-schieden) und Lassen l>. s. f., als einer ihrer gründliche sten, aurodidakcischen Schüler ungescheut hintreten dürfte, beginnt seil! Name erst sell einiger Zeit hie^' (in Wien) bekannt zu werden. . ." ?lus ?lnl^s; dieser Mittheilung über da) erste öffentliche Auftreten des Sanscritstudiums in Oesterreich drängt sich m>r dieBe-merkung auf, daß es em Uotcrösterreicher ist, wel, 'Her als der erste europäische Beaibeiter der Sanscrit, ßrnMmatik angesehen werden darf. < ^ ' e^ r o ll t l e n. ynu^^Agram. In dem hiesigen Institute der Barm-herzigeN'Schwcstern sind die Vorbereitungen zur Krankenpflege so weit gediehen, daß von, I. Jänner des nächsteintretenden neuen IahreS 1846 zwölf Kranke zur Hellung und Ve'/pflcgung in dasselbe aufgenom.- 'Men werden können. Die Aufnahme findet Statt ohne .unterschied der Religion und Gott zu Lieb' unentgeltlich; jedoch erlaubt es derZweck des Institutes nicht, sieche, nnt chronischen oder sonst sehr langwierigen Krankheiten behaftete Personen aufzunehmen. Auch wird sich vor der Hand die Aufnahme nur auf weibliche Kranke erstrek-ken, und sofern kein leeres Bett vorhanden wäre, wird, den Ordensstatute» gema'ß, ganz mittellosen Personen der Vorzug gegeben. Die zur Aufnahme Geeigneten haben sich bei der Oberin deS Instituts zu melden. — Auch fühlt sich das Institut nunmehr im Stande, dem Unterricht der Jugend durch Eniführuug der Sou». tagSschulen eine weitere Ausdehnung zu geben. Es »vird demnach vom besagten Termin, namllch den l. Jänner 18-46 angefangen, armen Kmdern welblichen Geschlechts, welche an Werktagen die Schule zu besu-Hen nicht im Stande sind, >uie auch Dienstboten und , andern Mädchen, so der Schule schon entwachsen sind, alle Sonntage unentgeltlicher Unterricht ertheil», wer-d'/^i; dieser wahrt zwei Stunden lang, und zwar von 2 bis 4 Uhr Nachmittags. Die erste Stunde ,st der Religions.- und Slttcnlehre, die zweite dem Lesen^ Schreiben, Rechnen und wo möglich auch andern nütz-lichen Lehrgegenstanden gewidmet. Diejenigen, d«e dlese Gelegenheit zu eigener Ausbildung benutzen wollen, haben sich ebenfalls bel der Oberin des Instituts vorzustellen. Agram den 14. December 1845. Im Namen des Barmherzigen^ Schwestern .InstitutS zu Agram. (Agr. Z.) Pesth, 14. December. Die Schiff-Zahrt >st als geschlossen zu betiachten. Mlt dem morgigen Tage hoien auch die Assccuranzen auf der Donau lind den Nebenflüssen auf; Dampfschiffe fah^i, n,chc m.hr von hier donauabwäitS, wohl ab^r „och aufwaüö so lange es die Witterung gestaltet, was üdü-gens auch bald cu> Ende haben U'lrd, ^,, ivir !.cc zwci Ta.^'n kalic-' Wind «luc ^lost h^v,>. >,iir die Wiener Dampssch!eppsch,ffe Ilegcu noch uichrcle l,ni-srud Cenlnel Ware:, aus den milvvn Donau.- Gec,^:!.-de» h>cr, die schwerlich mchr clliV allf d.r V5ass>,'lsti.,>'!>! an ihre Bc>nmmuna, befördert werden rönnen. — B<'i dem unlieheucren Andrang von Gütern au5 dim «me-rcn Stacioucu ist von einer Expedition hiesiger GüM' Mlt Dauipfschlff nach W«en gar r'eiüc N.de, was d.'» hiesigen Handel^stand zu B^'ch>verden vcranhHen düi fre. — Die Administration der 'österieichischen Donaudanipf.-schiss'Fahltsgesellschafc schcinc b,l d.-r Herabsetzung /der Frachtpreise, wodurch sie die gewöhnlichen Sch ffer verdrängte, nicht gehörig in Erwägung a/zogen zu h^ben, ob sie hinlänglich Schleppschiffe besitze, um die Masse von Gütern spcdire» zu könnei,, d,e ihr bei del,, billigern Lohne von allen Seiten zuströmen, — Wie inin aber, wenn die Ausfuhr »ou ungarischen Produccen diesen Herbst so bedeutend gewesen wäre, wie in än. dein Jahren? (I. d. öst Lloy^) V a lma ti en Ragusa, 5. December. Am I. dieses um 4 Uhr 42 Minuten Nachmittags ist be» heiterem Himmel und leiser Bewegung des Windes van Südwest ein starkes Erdbeben wellenförmiger Art und von der Dauer von 3 Secunden hier verspürt worden. An dein näm» lichen Tage um 10 Uhr 27 Minuten AbendS vernahm man in der Lufc ein dumpfes verlängertes Heulen, woraus zuerst ein empfindlicher Stosi uad dann eine leichte Schwingung des Erdbodens durch drei Secu», den folgte; um diese Zelt wehte der Wind vo>, We. sten, und das Thermometer, welcheS in, Laufe des Tages ^ 14' R. wieS, war gegen Abend auf-^- ll" gesunken, während das Barometer die Höhe von 28 Zoll 3 Linien unverändert behielt. Heute um halb 1 Uhi Nachts wurden fast sammt, liche Einwohner vom Schlafe geweckt durch einen starken Erdstoß ' üccelntcr Art, vou der Dauer von drei Se. cunden, von und nach welchem sich e«ne Detonation vernehmen ließ; von diesem Augenblicke an schlug der von Nordost wehende W,nd um, und wehte seitdem von Eüdost. Endlich heute um 4 Uhr 20 Minnten Nachmittags wurden die Gemüther der hiesigen Bevölkerung von Schrecken ergriffen durch das Eintreten elner im 675 pouirenden Erderschüttermig, welche ein einmaliges ?ln-schlagen Kes,,,^chwel,lgels an d,e Glocke.,.der Th^m-uhr veranlaßte, was seit dem September 18 l3 sich nicht mehr ere>gi«t hatte; dc,s heliti^e Erdbeben, wel< ches zwei bis drei Minuten daucrce, war von elnem schreckenerregenden Brausen der Luft begleitet. , T>er , Sciiocco wehte dabei hefclg, das Thermometer ß.a!,d . anf-j-12°N. und das,Baro>»eler auf veränderlich,D» ,, .n»hl».',O?ach, d<«?> Behauptung de.r. Krankn, im hiesigen. Gtndtsptrale solle» sich von, Isten bis .5ten d. M. des ' TageS sowohl als des Nichts andere..,lachte .^rder.- ,, schütterungen häufig ergeben HabW^dq g^,ffd<»ch.njcht > allge^nein wahrgenomnien würden, so woll,» wir jie hier lncht bezetchüen. > Uebrigens erlllr d,e öffentliche Muhe hierdurch kcine 3>törlli,g, u»d k«e. Beoöll-crung, welche ttne rellglöse Ergebung a„ d<«,z.Tag l^gte,, pst chre Wahllunge» nuht vel^asss^ ,,. ' "' '^Rom, 4. December. -Wie äl»i ,sich ^it^mig/l, Tag«, erzählt, soll sich hi" hohil»-Orts eine ver^" derte Ai'sicht h»,slchcllch der Elseobahnei, tlü'd gegeben > haben, zualcich aber sey ausgesprochen worden, das; »venn je die Concess>on znr ?lnlegung von (3i!eubah" nen erfolgen soUce, d»ese an keine fremden Unternch--mer würden vergeben werden, so wie man <">ch »ie erlauben werde, daß fremde Arbeiter dabei iveschäftl--gnna finde«. H° sebl- lli'k! diese plötzlich eiügctretel'e SlnneSveranderung der hiesigen Negierung anch überrascht, so wnd das Gerücht doch von glaubwürdigen Perjonen mitgetheilt. Das, die Römer höchst vergnügt darüber sind, brauche ich nicht erst zu versichern, ja viele behaupten, der Papst werde an, 2. Febr., als am Jahrestag seiner Thronbesteigung, die Erlaubniß zu den Eisenbahnbauten publiciren lassen. (Allg. Z.) Palermo, 4. December. Dle Abrelse des Kaisers ward auf gcstein festgesetzt, dann auf heute ver« schoben, eS stürmr aber d,e See so heftig aus Nord-westen, daß man die ?lbfahrc wohl für einen andern Taa verschieben wird. Man sagt, der Kaiser hätte ge^ wünscht hier die Ankunft des Großfürsten Nicolaus, welcher taglich mit seineu Schiffen eintreffen kann, zn erwarten. Der Kaiser kann übrigens, vernimmt er die Ankunft des Großfürsten, von Neapel wieber hierher zurückkehren. Dle beiden Prinzen, Brüder des Königs, sind mit dem russischen St. Andreasorden ge. ziert worden. Im Theater erschien der Kaiser mit dem großen Band des neapolitanischen Ianuariusordens, der König dagegen mit dem Stern des St. AndreaS-ordenS. — Sonntag, 30. Nov., AbeudS II Uhr, ') An dem nämlichen Tage will man auch in Madrid eine kleine Erderschütteiung wahrgenommen haben. (Anmerf, d. 3t,d.) fühlten wir zwei lejch,^s. Melle,nförm>qe. (aus Osten nach Westen geche,l>de) l^r fühl- te man wiederholt,in elnige» Theilru -der Stadt Erd-erschüllei ungen,. — Es ist3)?,ttag, ln»d noch raucht keines der russlfchen Dampfschiffe, «in sicheres Zeichen, daß der Ka^M sich noch nicht emzpfchiHm gedenk^ ^c,(Meä p'e l, 4. December. Kaiser Nicolaus wird Oefrü'^Abend.'Palermo verlaffrn, und V?orgen i^»t-tag,..h« unS eintreffen, es sey de^in/daß dei' heftige Scirocco, »vescher 'gegenwärtig blast, die ?lb-rvife verzo'gert. (3m Festprogranlin ist nicht vorhanden-, älles wird den augenblicklichen Wünschen des Kaisers gemäß angeordnet werden. Die Anwesenheit desselben wird 3 bis 4 Iag'e dauern, dann gehr die Neise weiter über Nom und Florenz zu Lande. In Now beab-Mtigite 'der Kaisel'"große EintZufe und BesteUuugeu zü machen. Heute ist der russsche Handelslractat pl>» bllz,rt worden. Wichtiger als dieser russische Vertrag lst die mir so eben zugekommene Nachricht, daß gestern der Trättat mit den bereinigten ^kaaten von 'Nordamerska abgeschlossei/worden, ^luch hier ist Ne-ciprocität die i!)asis. Die Details smd mir noch uicht bekanNt. Die amerikanische Baumwolle, die bi^ jetzt 20 Duc. Zoll zahlte, sott daiin auf 'io herabgesetzt nnd somit der ägyptischen und ostlndischen gleichgestellt seyn. Neapolitaulsche und sicilianische Weine werden fortan ln ?lmerika zu' gleichem Zoll ls,it andern Wei» nen zugelassen u. s. w. — Der Vertrag mit Schweden und Norwegen ist ebenfalls weit vorgeschritten. — Die 8000 FrcS., welche der Km/er KMatllch in Palermo für drei Institnte bestimmt hat, sind sehr achtbaren Männern zur Vertheilung zugewiesen, so daß au keinen Unterschleif zu denken. Man schreibt aus Neapel vom 6. December, Mittags l Uhr: Die königlichen Wagen stehen an der Darsena, um den Kaiser in Empfang zu nehmen; er ist gestern Abends (des stürmlschen Wetters wegen nicht vorgestern) UM. tl . Uhr von Palermo abgefahren. Der Kaiser kommt mit dem Dampfschiff «Befsa-rab«,," obschoi, es kleiner ist, als der »Kamtschatka,« um dem Capitän des »Bessarabia« keine Zurücksetzung zu Theil weiden zu lassen. Den Kaiser begleiten hierher Graf Nesselrode, Graf Orloff, Fürst Mentschi-k^ff, Adlerberg, sonst Niemand von Bedeutung. Zum Dienste der Kaiserin bleiben in Palermo Graf Schu-walloff, Graf Apraxin, Baron Meyendorff, Cham-ben. Der Großfürst Constant!!, wird mit einem klei. Dampfbooten u. f. w.) in Palermo erwartet. Am letzten Sonntage war Fest und Ball bei dem Kaiser und der Kaiserin. Außer dem Luogoknente Generale Majo mit Frau und Tech.- e>676 ter waren anweftnb^'bes Iniendalit,^er Prätor, der Marchese 'Forceliä , 'Marschall Vias und vicle den angesehensten Famlien angehörige Mitglieder. ^W. Z.) ^'-' Neap el, 'S. Dece.nber. Abends 6'/, Ilhr. So " et'cn fahrk der Kaiser mit dem Höiug »ns Schloß, wo alles z« seinvm Empfang' aufs festlichste bereitet worden. Des dicken Nebelsinegen soh man das Dampf.- . Wff'erst,'als^eS ganßsin dei-,,l)iäh,.'des Casseiip.il>H.)' "^ ,- K ch.W ei ,. ^,,,,, ., ^., ,...^.,, Ein Schreien, Ms. If^jbu rg Meldet z,n^,,^en ^. am 8. December «»fönten T»ß d,eS BlschcfS von Genf «nd Lausanne. ,,, (AUg,,.Z.) V e « t s ch l » n v. l <,,../. .... ^egensburg. Nach der hiesigen Zeitung ha-l«n d,L Carmcliccr chr flllhcies, »n, "fl»erei,Zcir zu «^i,er FloHnkste umgewalitelleS Kloster.l^ln die^mni.e yon 39,000 Gulden »vledcr qekanft, und pon. ^r. sy?aj. dem König die Geneh-nigung des Kaufes und des Ueber-siedelung der Frohnfeste in «in anderes Gehaude er.-halttn. Das ini schönstei, Theile der Stadt gelegene, von Kcilse»' Ferdinand lll. uno seiner Gemahl»,, 164! gestiftete Kloster wurde im Jahre lsltt aufgehoben, . ls^6, aber tpic^er eröffnet. Die, Entfernung der Per-brechcr, mit denen die Mönche bl5h<,r das Gebäude ihelleu, waid längst gewuuschr. (.Allg^Z.) ^D r r u y c n. ' Das „?lnnsblall -der königllchen Regierung zu Potsdam« roll, 12. December, Abtheilung fur die Kircheiiverwaltung, enthalt Zeigendes: ^Dcs Königs Majestät haben mittelst allerhöchster Ordre vom 8. Juli v. I. den Ban einer zweiten katholischen Kirche li, Berlin, welche zugleich GariusoüKkliche weiden soll, zn genehmigen,. uiid mit Vorbehalt der Bestimmung des dazu zu gewähsenden alle, höchsten Gna^«,!üesch.!,kes, der katholischen Gemeinde zu Berlin eine kathollfcheHaus, und Kü chencollectc ,n, Unn'augc der aan^en Monarchie zu bewilligen geruht. Zur Ausführung deS'Baues ,st unter dem Voisitze des komgl. Gcl>eialmajcr5 Finsten Wilhelm von Radziwill Durchlaucht eln ron dem Herrn geheimen Staat^numster Eichhorn Ercellenz bestätigtes Comil«' gebildet worden. Wn fordern o«e Herren i/and. rathe und die Magistrate au^, die Hauscollect, be, den kathrlischen Hausvätern zu reranlaiscn und den Ertrag an d>e hiesige Haupt-Instituten - u»d Comm'unalcasse, miltxist porschiiftsmäsiigen Lieferzettels, einzusenden. Von Seiten der Magistrate wird der Ertrag der Col-lecteil unmittelbar an die gedachte Casse eingesendet." (Oest. B.) V e l a i c n. ^" Vrüssel, 10. December. Im ^Organe des Flane dr^s'^vom gestrigen Tage liest man betrübende Nach» richten. Räuber haben in den Bezoken von Audenarde, 'üni» namentlich zo Neoerzwalm, Nederbrakel und Steen« '''hliyje.'Wynhl'yze die schrecklichsten Ercesse bedangen. Eine bewaffnete Verbrecherbande >n>t geschlvarzten Gesichtern bl'äng in der Nacht vom 6. bis 7. d. M. oer« mittelst ciusiern Einbruches in eiixi, Mclclhof zu Ne« derzwaln» und forderte uuter Drobuugeu den sachter und seine beiden Schwestern auf, ihnen ihr Geld zu ' überliefern. Auf die- Weigerung des PachterS nnschan-delten sie die ll'nglüsr'!iche» auf die enlpöiendste Welse. Die Nauber wurden d„ Excesse ^ufs Aeuüerste getrie.-ben haben, wen» mchh eißer rder.Diwstleute, der im Gcalle^tchlies, «ns H»rn gestosien und dic Nachbarn zweckt batte. Dle Elendon ergriffen die Flucht und nähme:, Kleidungsstües»,' und Esjwaren mit. —- Zu Ne» delblakel drangen um 7 Uhr Abends fünf bewaffnete Räuber ebenfalls l„,l c,eichwäl^t,n Gestchtern in eine Wohnung ein und c> presilei, duich Drohungen und Ge-wallihäliqkellen ungefähr 600 Fr. und nahmen dle vorzüglichsten Möbeln uud r»e Fliule deS Einwohners mit. Wahrend dieser Operation, die länger a!s eine Stunde säuerte, war das Haus ron andern Räubern umzin-a/ll. — Zu Sleenhuyze^Wynhuyze erpreßten Räuber in einer Wobnung l 70 Fr. und nahmen einige Klei? dunqsitnck.,' und llne O.uantität Schiv.inefteü'ch mit. Der Polizei und Gendarmerie ist es gelungen, einige der Diebe festzun.hmel'. D>c Einwanderung der fianzöslschen Iesliiten, sagt der Obsel-valeui-, wählt forl. D>t ra^u, 40 betrug, belauft sich jeyt auf ungefähr 150, Die meisten begeben üch nach N^mur. (Oest. l!5.) V r a si l i c n Daö »Journal do Commerce" von» t^ Oct. zeigt an, daf; Hr. Hamilton u»d Hr. Galrao se«. fens der e„g!,lchen und der brasilischen Regierung als Bevollmächtigte ernanin sind zur Abschliesinng einer lleberelntuüfl, oon welcher man hoffe, daft sic dlcc"Obliqatiol,. zu 2 ijl j»c!'.. 65 Actien der österr. Dolia»-Dampfsch'N' ^ fahrt zu 5oa fi. C. M. . . 69, »j2 fl. in C. M. Slttreid Durchschning Vrcise in Lalbach am 20. December i6^:?. M a r k t p r e l se. Gin Wiener Mehen Weiyen . . 3 st. k^sl. — — Kusurust . . 2 »> 5u » — — Haldsrucht . — « — » — — Korn . . . 3 » 7"/» « — — Gelsse... — ^ — « —. — Hilse . . . 2 „ »2^/4 » — — Heiden . . » » 3"/^ » __ — , Hafcr ...»,» 2^"/^ » H^renlven Nnzeigr dil hll^Angekcn, me» ,n und Abgereisten. Am <9. D«ccmli«r 8^5. .< Fr. kollisc Gläfini» von Praschma, Hofdame Ihler Majestät dtr Kaiserinn Multtr, — und Mar-l«n Nambauslk, I ürger; beide von Wi,n nach Tlicsl. DlN 20. Hr. Joseph Graf ron Polocki; .. Hs. Johann Sombulchi. Befiher. — und Hr. Iokph Müll«r, Handelemannj alle H von Triest nach Wien. Hr. Ma,cuS Lanfl, Handelsmann, von Grah nach Villach. -_ Hr Salamon Wollheim, handtlsmann, yon Gratz nach 5ricst. D«n 2l. Hr. Bernhard Klocke, Kaufmann, von Wien nach Fiume. — Hr. Franz Herrmann von Herrmannsthal. quiescirter Camera!» Eecrelar , n«ch Wien. — Hr, Stbastlan Fliri, V.slhcr.ven Witn nach Mailand. Vermischte Verlautbarungen. Z. 2l09. (1) Anzeige. Der eraebenst Gefertigte zcigt hiermit ei^em hochverehrten Publikum an, daß er von einem lobl Magistrat dali Schlei-ferbefuglnß erhalten hat, uno empfiehlt fich zu geneigtem Anspruch, indem er hiermit auch den Preis-Courant deischließr. 1 hohles engl. Rasiermesser . . 10 kr. „ halbhohles.........6 .. ,. Feoermesserklinge......1 „ „ kleine Sckeere ...... 2 „ « mittlere «........ä ,. ^ große, auch Vamcrschcere . . . 6 ,. für Poliren und Schleifen eines Messers u:»d emer Gabel . . . 2 „ (Z. Laib. Zeit. v. -3. Dec. 1845. ) Für Reißzeuge und chiruraische Instrumente verspricht erden billigsten Preis, ohne im mindesten dasselbe zu beschädigen IiCoiihard Cfrcigcr, hat sein Gewölbe bei,« weißen Rüssel, viz-» ^>z de» Stern-Allee. 37^37. (3) ^ Weine, rother Gonobizer; Vinarier vom Jahre 1M1; Schmil^bcrger vom Jahre 1iN. Dann alte österreich. Weine: Weidlinger, Grinzmger und rother Vöslauer, werden im Hause Nr. 233 am Kundschaftsplal^e in Boulcil-len verkauft. Laibach am 5. December Ml5. Z. 20797 ^3) C#« atm iß a ei n er9 von cmcr schr dellebten Nal^ao, in vorzüalichcr Qualität, ist zu dcn billigsten Prelsen stets vorrathig bei Z. 2ll)l. (3) Bei Ferd. Ios. Schmidt in Un-terschischka, im elgenen Hause Nr. 76 , befindet sich die Niederlage von echtem französischem ^lllnn^Alil'^ Wein, der gut und auch billig ist. Auch sind mehrere Startin sten-rischer Weine vom Jahrgang ltül zu verkaufen. Steinkohlen von Hi-^witz und vul, bester Qualltat, kosten die hun-d^Pfund 28 kr. C. M. Im Hause Nr. 6 an der Wiener-Straße ist ein geräumiges Magazin sammt dazu gehörigem Schüttboden, so-alelch, oder zu Georgi ,846 zu vermiethen. Das Nähere ist im selben Hause bei der Hauseigenthümerinn im l. Stock zu erfahren. — 678 — 93 e i ' •JV/. Ms. Edlen v. Fileinmanr Buch-, Ku»st- uno Mllsikallenyänoler am Congreljplcll) in 5!awach, ist zu haben: Die erste Lieferung von I. €• 1 (1 e I ii n s s neuestem und vollständigem Handwörterbuch der deutschen Sprache, mit Hinzufügung der üblichsten Fremdwörter, die ,n der deutschen Schrift und Umgangssprache vorkommen, in welchem zugleich die richtige Betonung, Prosodie, Rechtschreibung und Artung nach oen besten uno neuesten Quellen, vorzüglich nach Hemsius, Perri, (Vchade, Volweding, Campe, Heyse, Sommer, Kallschmidt :c. :c, angegeben lst, vermchrt mit einem faßlichen Unterrichte, jedes deutsche Wort in kurzer Zett rechtschreiden zu lernen, nebst besonderen Bemerkungen über die richtige Abfassung und Einrichtung der Briefe, besonders schriftlicher Aufsatze des gemcmen Lebens, und einer kurzen>Ueber- sicht der noch üblichen weltlichen und geistlichen Titulaturen. Ein unentbehrliches Handbuch für alle Stande, besonoers aber für Beamte, Kaufleute und Studierende, wie überhaupt für alle Freunde der deutschen Sprachrichtigkeit.-Fünfte, mit mehr als Z000 Artikeln vermehrte Original - Auflage. DaS aanze Werk erscheint in 6 Lieferungen, gr. 8., zu dem Preis von 3 fl. Zur leichtem Anschaffung icdoch kann es auch lieferungsweise zu dem Preis von 2tt kr. pr. Lieferung bezogen werden. Monatlich werden 2 Lieferungen ausgegeb!e n. IGUimÜL«™, Buch-, Kunst«- uno Musikalienhändler in Lai-, ba.t), ist haben: Encyclopädie, allgemeine, für Kaufleute, Fabrikanten, ööcschaftöleute, Handels-, Industrie-, Gewerbe und Realschulen, oder vollständiges Wörterbuch über den Handel, Wir Fabriken, Manufacture«, Künste und Ge« werde die Warenkunde, den Acker- und Gartenbau :c. lc. lc, bearbeitet von einer Gesell' schaft Gelehrter und practischer Küusteute, yerauKgcgebc.» v^n !>-. Wilhelm Hoffmann. Siebente durchaus vermehrte, umgearbtitlte und verbesserte Austaqe. — Diese neue, umglarbeitete unv stark vermehrte 7. Auslage erscheint zur leichtern Handhabung für den Les.r in 2 Bänden, jeder Band in 18 diö 20 Lieferungen 5 5 Bogen, in 4. Preis «iner Lieferung in Umschlag geheftet 15 kr. Dietrich, Fr., Encyclopädie der Han- delöwiss.'nschafrel,, oder gedrängter Unterricht für Handluiigsl<'l)rlinge und Cmnmis zur Erlernung der kaufmännischen Wissenschaften, als der Handelögcographie, drr H^ndelsgeschich« le, d^r Mün^ell , Maß.- und ^icwichtskunde, deö kaufmännischen Rechnens, der Corre-spondtnz und der Buchhaltung, nebst gründlicher Anleitung, in kurzer Zeit eine schöne, geläufige und feste kaufmännische Hand« schrift zu erlangen; durch vier Mustervorschriften erläutert. Leipzig brosch. 8. Prei5 , ft. 8 kr. Wagner, Ioh. Iul. Der k. k. Com- merzlalwaren . Scämpel - Har'ff, sammt den eingetretenen Aendenmgcn n,ld mit Angabe der stämpelfreien Warcn, nach den Waren-gattungen alphabetlsch qeoronet. Mit einer kurzen Belehrung rücksichllich der Commer-zialwarencStampclung. «. brosch 15. kr. 679 Wagner, Ioh. Iul. Der österreichische Zoll, und ungarische Dreißig!?-Tariff, mit Rücksicht auf die niesten Talisss'Aen« derungcn und Erläuterungen, alphabetisch zu« sawmengestcllt. Mit einem Durchfuhrs Zoll« Tariffe über die gewöhnlichen Artikel der Durchfuhr. Brosch. 8. l fi. 20 kr. Happack, Jos. Was lehrt die katholische Kirche? Beitrage zu dem, in den kalsell. königl. östelreichischcn Staaten btim Übertritte zu einer tolerirrcn Confession gesetzlich vorgeschriebenen scchswöchcntlichen RcligionsulUclrichtc. gr. 3. br. 1 st. 20 kr. Probst, Ferdinand, die sogenannte Reformation und die wirkliche Reformation. Ein Beitrag zur 300jährigen Jubelfeier der allgemeinen Kirchenoersammlung von Trient am l3. December »6^5 Nebst einem Anhang: Kurzer Uedcrblick über die Untcrschei« dunc,s!ehlen t'er Katholiken und Prolestanten, br. ki. 8 Pl.-,s 3o kr. Cretlneau-Ioli, S., Geschichte der Gesellschaft Jesu in religiöser, politischer und litcrarischer Beziehung, nach authentischen, noch nicht veröffentlichten Urkunden. Aus dem Französischen. I. Band, l. und 2. Hcft, gr. 8. l". l st. 47 kr. Sämmtliche Werke des heiligen Franz von i?aleg, Fürstbischofs von Genf, nach der neuesten vermehrten französischen Original-Ausqal'e, überseht von Michael Sinhcl. I. Band: Philochea. gr. 6. br. 1 st. 20 kr. Stelzhammer/Franz. Mein Gedankenbuch. Regenübilsa U. dl., Preis » fl- >5 kr. -------Sebastian, der Spatziergänger. Novelle« < Oycluö. 1. Vano. Regcnsburg 6. br.. Preis I li. 4o kr. Moshammer, I. A. Die Erde und ihre Bewohner. Das W>sse»swüldigste auö der Nallnkunte und dem M«»'schel>lcdcn, in ge« meinfahlichen Abhandluligen nocl) dem ge« genlvälligen Stande der Wlssenschaft. bf. L» 4o kr. Kaiser, Friedrich. Die Industrie-Ausstellung. Voltöstück mit lÄesang in 2 Acten. 8. , br. 24 kr. Eckel, Dr.G., Fr. Veterinär- Receptir« u»'d Dispcr'siskulist, oder U,ll<»lung fül Thier-älzte zur Velscdreibung der Arzneien. 2. Auf« läge. bl. 12.. Preis 2 ft. Briefe des Hans Mlch^ aus Obersteyer, an seinen Göd, den ^>cnsf„sHmid in der Oed, über Stkyermalk u-Orah. ^s üändchen ü., Hr. t^ tr. Die Gymnastik. Faßliche Anleitung zu flymnastlsche», Uebungen; enthaltend: das Turnen, Schlittschuhlaufen, Schwimmen. Rudeln ' Rcicc,,, F^h en, Schießen, Jagen. Nach Walter bcalbcitll von Julius Kunzs. M,t vielen Holzschnitten, ll. 8. , bloschin, 1 ss. 2o sr. Wehle, S./ der Schnellrechenlchrer und ber systematische äTopfrech„er, zum Gebräu» che sür alle Stände. Ome uinfdfscnde theoret. pract. Anwc sun.;, die Rechcnlunst nach den lurjlsien Hanoaliffen und in schnellster Zeit zu erlernen. Durch mehrere laaa Beispiele erläutert, mit vielen Nechnungsvorthcilen berelchert, und mit einem UcbungKbuche.ver. sehen. >.u, 2. Vandchen.gr. 8., br.Preis pr. Bändchen 1 ft. ferner ist vasclbst ju haben: Handels - Lexicon, oder Encyclopädie der gesammten Handelswissenschaften. Herausgegeben von einem Verein gelehrter und practischer Kaufleute. 5teS Hefe. Preis »5 kr. Vice« Director, Spiritual u. Professor im Preß« burger Seminar zum heil. Emerich, Der Geist unserer Zeit und des wahren Christenthums. gr. 6. dr. , ft. 45 tr. Jos. Salomon, t. k. Professor, die osterreich. Staatspapiere, und insbesondere die Staats - Lotterie - Anleihen. Ein nützlicher Leitfaden und Nathgever für Bauquürs und Capitalisten. gr.6. bl.PreiK2ft.2okr. _____ Be» E. Flemming ist erschienen, und in Laikacd durch die Buchhandlung des IgNHj Die doppelte italienische Vuchhal lunq. bearbeitet von Ü W> Serge r. Preis 2o tr. Dltses We^k ist oie llldeit eines lüch. ligen pracllscbc,, Kaufmanns, und tann Je« dem. der sich in diesem Zweige deS tauflnän. nischen W'ssenö ausbilde« »oer vFlV»lltsMM« nen will, empfohlen werben- — 6S0 — Einladung zur 'Subscription. Im Verlage von IS». HZ. VN. V. lilSt«,«,»^,, Buch., Kunst-und Musikalienhändler in Laibach, erscheint tm Sudscnptionswcge: Systematische Darstellung der Gesetze und Verordnungen öffentlichen geistlichen Angelegenheiten in ihrem vollen Umfange. Für die gesammten deutsch- erblanoischen Provinzen der österreichischen Monarchie. Herausgegeben von einem Gukernial- Conceptsbeamten. «Obiges Werk wird enthalten, alle Gesetze und Verordnungen seit dem glorreichsten Neqlernn g s . Antritte der Kaiserin« Maria Theresia, bis in die neueste Zeit, über öffentliche geistliche Angelegenheiten in ihrem vollen Umfange. Namentlich umfaßt dasselbe alle Äesetze und Verordnungen über Diöcesan- Angelegenheiten — Bisthümer — Domcapiicl — Pfarren — ^uratien — Beneficien — Feldcaplane — Iurisdictionsver-hältnissc — Patronats' und Vogteiicchte. — Ge-stlze aus dem Studienfache, in so fern d»c-selben den Unterricht und die Bildung der dem geistlichen Stande sich Widmenden betreffen. — Concurs - P'üfnngen m»d Anstellung dcr Gelstlichkei:. — Geistliche Wahlen. — Wahlconsirmationö- und Insiallaiionstnren. — Geistliche Pensionen, Deficiemen und H>crlassenschaftcn. — Gottesdienst. .- OessenNiche Andachtcu. — Fest-und ?«eiertaae. — Fasten — Polizeiliche Anordnungen, ln so fern dieselben die Hellt-aung der Feiertage, die Hintanyaltung der an Fest- und Geda'chtnlßtagcn so wie bel kirchlichen Handlungen bestehenden unzulässigen Gebräuche, die Aufrecht« Haltung der Sittlichkeit lc. betreffen. — Gesetze aus dem Censurfachc, belangend den Druck und die Verbreitung geistlicher Werke.— Publication geistlicher Verordnungen. Kirchendisciplin, Knchenstr'afcn, Kirchcnbuße, Kirchenbann. —. Valialul- geistlicher Pfründen. — In- tercalarc. — Rcligionsfond-----Kirchen- und Psrün- denvermögen, Kircheneinrommen, Kirchenc^sscn. __ Im Baufache: Kirchen-, Pfarrhvf- lln d Schulbauten. — Ehesachen, Tmif-, Twnung- und Todtenbü'cher. „ Klöster, Slifte, glisllichc Ovden und'ihre Geistlichkeit. — Barmherzige Bmder. — Brüderschaften. __ Erjesuiten. ^ Geistliche und stomm« Stiftungen. Akalholiken — und Toleranz überhaupt. — Außerdem umfaßt dieses Wer? alle Gesetze, welche unter die hier bczeichntten Gegenstände nicht gereiht werden kmme» und inir dc» Hochwül» digen Klerus vermöge der Eigenschaft seines Standes betreffen. Diese Gesetzsammlung ist nach Ncgicmn.qöpee noden eingetheilt, und bietet im fraglichen Fachc in wenigen Theilen Alles, was Maschinen (in oiälZlii 8<.li<:0-l«cnici ocolZoinicl). — H. Dem L^lNilläci l5i«!>cittl und dem 1'Icl.l0 Lo»^»^-coni, wohnhaft in Malland, Nr. 242, für die Dauer von fünf Jahren, auf die Erfindung ei-ncr neuen Brücken^rt zum Uebersetzen dcr Flüsse. — 4. Dem Carl Wolf, dürgerl. Maschlncn. kratzen Fabrikant, wohnhaft in B»ala, ln Ga-lizicn, für die Dauer von drci Jahren, auf die Erfindung, das Let^r adgcnütztir Krämpcl-Belege (sogenannter Kamme, Maschlueukiatzen!c), für Baum» und Schafwollspinncreien, mittelst Setzmaschinen mit neuem Draht zu versehen. — 5. Dem l^c»v«li^ro (^inlo ^illUcn^c:^ Pro^ feffor der Experimental - Physik, wohnhaft in Pisa (durch (^>,8el>l><: LlnZ^koui, Clv>l-In-stenieur, wohnhaft in Mailand, Nr. l8^2), für die Dauer von einem Jahre, auf die Erfindung eines ueuen rlectrischcn Telegraphen. — 6. Dc-M Joseph Siegl, Chemiker, wohnhaft 'N Otlakling, Nr. 62, bei Wien, für die Dauer von zwei Jahre,,, auf die Erfindung in der Er, zeuguna einer neuen Art Spi»lk«rltn (»vasser'» dlchte Waschkarten genannt), durch Anwendung bisher nicht gebrauchler Mlttel und eines eigenen Verfahrens, ohne d^ß dieselben hiebei durchsichtig oder mit Oelsarbe bedruckt w.r^en, womit der Vortheil verbunden s.y, daß solche Karten, welche die F.uchtigkeit nicht annchmen und nicht so ltichc kl^drig werden, von jed.m Schmutze mittelst einic Farl,'c oder das Papier gereiniget werden können, das zu- fällige oder absichtliche Markiren nicht zulassen, und wegen ihrer dauerhaft«»,! Glätte zum Austheilen und Spielen angenehmer seyen. —- 7. Dem ^uronxo Kocovil,, Kupferstecher, wohn« haft in Bergamo, für die Dauer von zwei Jähren, auf di« Erfindung von Vorrichtungen zur Anfertigung von Scämpeln, um mit Wachs oder trocken, mit unauölöschbarer Tinte, mit be« weglichen Buchstaben und Fiauren Papiere, Urkunden, Stoffe und Häule zu siegeln. — 8. Dem Heinrich Pint^s, Privatier, wohnhaft ill London, Cavendish - Platz, (durch Dl-. Hor-nlkcr, Hof- und Gerichts - Advo.at, wohnhaft in Wien, 3tadt. Nr. 1ll8), für die Dauer von drei Jahren, auf die Erfindung und Verbesserung im Baue atmospharlscker Schienenwege, mit Anwendbarkeit auf Canal- und Straßenfahrten, bestehend: l) im Baue einer Linie atmosphärischer Schienenwege mit wechselnder Moblsication in dem Mechanismus; 2) in einer mehr ökonomischen Verwendung der bewegen« den Kraft, und ci) in einer solchen Einrichtung, wodurch überhaupt eine größere Elsparniß erzielt weroc. — !). D.m Heinrich Lehner«Boltza-ni, Goloardciter, wohlchast i», Wien, Laimgrube, . Nr. 66, für die Dauer von einem Jahre, auf dle Erfindung in der Erzeugung von lH^ld,, Silber- und Sroncc-Kettcn mittelst neuer Vor« richlnngen auf der Drehbank und durch Preßma» schlnen, wodurch sich dieselben, insbesondere jene von Gold, an Schonh.it, Neinheit der Arbeit und Leichtigkeit auszeichnen, und wegen schnellerer Verfertigung auch billiger zu stehen kommen. — M. Dem Johann D. Barbulowitz, Ilihabcr einer Fabrik französisch.r Cra'xttcn, wohnhaft in Wien, Scadl, Nr. 5^9, für die Dauer von einem Jahre, auf die Erfindung, anstatt der «n den Manner Hals Cravatten bisher zum Befestigen Vorsilben angebrachten Schnalle, in dcr Cravatte scldst eine, elastische Fcdcr aniu« bringen, wodurch sich die Cravatte fest, sicher und schmiegsam um den Hals lege. — l l,. Dem Johann Schmidmayer, Appreteur, wohnhaft in Wien, Gumpendorf Nr. 223, für dle Dauer von einem Jahre, auf die Erfindung in der Appretur, wobci scbst die größten Shawllücher mittllst dampfcrhitzter Plaques nur m«t einem einzigen Buge (Millelbuge) der Art gepreßt wer^n. daß seldst die empfindlichsten Farben nichl darunter leiden, vielmehr grösitentheils an Flische und Le^hafligk.ir g.'ivi'nnn, u»d wo« bei endlich die Ware geschmeidiger als gewöhnlich iverdc. — »2. Dem Ios.ph C^erny, Litho« grapy, wohnhaft in Wien, Schottenfeld, Nr. (Z. Amts-Bl. Nr. »55 r. 23. Dec. »6^5 ) 1150 45l, für di«> Dauer vcm drei Iahrcn, auf dic Erfindung und Verbesserung in dcr Verfertigung detz Farbensticktups.-s, welcher bisher im, mer mil frcier Hand gemalt werden mußte, wo» bei derselbe mittelst Maschinen und Vorrichtun« gen schneller uild diUiger alä disher erzeugt werde, und wudurch übri>ien5 auch Gold- und Silberpapier auf die nämliche )lrt mittels dcr-selden Maschine sehr dillia. hergestellt werden tonne. — l3. Dem Ouolli« ^imluleon« ll«. tz»l5lilli, Maschinen'Fal>likant, wohnhaft in Somo, in der Lombardie, für die Dauer von fünf Jahren, auf die Erfindung eines mit Was« serdampf erwärmten Ofens, um trocken die Puppen der Beiden-Cocons zu todte». — öaidach am 27. November 18'l5. Jose pH Freiherr v. Weingarten, Landes - Gouverneur. Carl Graf zu Welsperg, Ra,tenau und Primör, k. k. Vice-Präsident. Öl-. Georg Mathias Sp»rer, k. k. Gubernialrath. Z. 2,04. Nr. 30,246« Ueber Veränderungen bei verliehe-nen Privilegien — Zufolge emgelang. ten hohen Hofkammcr » Decretes vom 27. u. M., Z. 46.646, hat Johann Dietrich das E'glNlhum des »hm unlelm 17. December i6l4 verliehenen Privilegiums, auf ,,ne Erfindung und Verbesserung an Bparherden und Oefen, mittelst mündl'Her Schenkung an Ellsa-delh Z'ßerzu Köfiach in >Vlel)e>mark, u.Thadaus Zlßcr. Töpfermeister in Wien, abgetreten. — Ferner wurden die folgenden Plnnleglen verlan. gert : ,. Am »/,. v. M., Z. 45,37», das dem Joseph Schaoelbaucr, öffcnillcden Handlungs» fitscllschafter in W,en, unlenn 14. November 18/^0 v,rl>ehcne Pr,v>legium, auf e»ne E siln dung in der Erzeugung von Stahlmlederfe-dern, auf d,e weltcre Dauer zwcle, ^ahre, d. i. des 6 und 7. Jahres. — 2. Am l^. 0. M., Z. /»5,l43, das dem Adolf Nürgermel-fier, Techlnker zu H^l>«rspl>k ,n ^öhme,', unterm »7. October ,U/»2 vclllehene dreijahrlg« Privilegium, auf die Verbesserung der unte>m 9. Iun« 16^0 privilegirten Maschinen zur Schnellgärberel, und anderer Mu'chinen, auf dll weitere Dauer eines, d. i. des ulerien Iah res; und 3. am ,4. v. M., Z. 44,6)7, das dem Parfümrriewaren ^ Fabükanleli T>eu - Nu> glisch ol. Eomv 'n Wien, unteem l6 Novem« der »8^2 verliehene dreijährige Poullegium, auf eine Entdeckung und Verbisse,ung in der Erzeugung von Oelcn, Pomaden Ulid Seifen, auf dlt weitere Dauer dreier, d. l. d<5 /,. , 5. l»nd 6. I^heil. — ?l»io^cb am ^. Dec. 1646. Z. 2lo3. (l) Nr. 29,351. W a , ,1 u »1 ^. Dutch besondere Ve,saumn>sse »n dcr gebotenen sircngcn Alttsickl , h>>t sich be, c,r-er B^ucrlnviiihschafl »ii Kiain 0er bellüdende Fall rr^cbe.'^ , daß em pl^'hl'ch umg,lta,!t>tlicl, Ochse vcrscbar't rvelden sollte, dagcgcn aber durch 4 Bewohn-r jener Gege> l> n,^h>ere Stücke von dem ^lelschr d>eses lodcn Thieres „ach ac!ch,hcner A^halNUNg ve'schlervl irur-den. Kurze ^e,t nach dem Genusse d>cscs Fl.l-schcs sl) 3 «on dxsen )nd,mduen an den 3.^elglftu gsfolgen vtt!^0lbcn, und dc, vierte ^alte s »ne Erhaltung nur dem Umstände der fierlngen Menge des genossrnen franken Fleisches ,u danke«,, lie amlllben Erhebungen haben nachgewiesen, daß der Unfall Folge des lnchl elkannlen Milzbrandes gewiscn sy, Und daß somit durch ?ntz!chung der gcscyll.-then Fltischbcschall dre» Menschenleben als Opfer de« Umvjshung bestehender strenger Vornend<- Be«sp cl erweisen, wtlche Felgen die Nlcdtbe.'chtUlig woh!gcm^>nlcr Verbote herbrijitht. - Vc>m k. f. lllyr. GubelNlum. — Lalbach am 5.Dcc. i845. Vermischte Verlautbarungen. Z. 2»o3. (») Nr. W5. I d i c t. Vom k- t. Bezirtsgeliclite Weißensels ,u Kro» nau, als Ubhaneluiigslnsianz, wird hicmil de« talint gemacht- Man habe über den Nachlaß des am 2. Februar 1Ü45 zu Ahling al> !lilol>l«tc> ver. slc»lde»,e« «Äefällenwach - Aufseders Mathias Meß» „arilsch, zur Ll^uieilunq mil den aNsallia.cn Ver-lahgläudigern und zur Abhandlungspftege die Tag. sayung auf den lc>. December t. I., Vormittags Um 9 ^lhl vor riesem (^e,ichte festgesehl. Da „u" der ^u^eolhalt der Gsbel» Thomas und Vincenl Mehnarilsch eiescm Gerichte ^„besannt ist ^ so werden sie hiem't erinnert, sich hinnen Iahreg, flist bei olescm Gerichte um so gewisser zu mel' den, u,'d ihre Srbsansplücke aeltend zu machen, als svl>ria.ens n^ck Verlauf eieser Frisl oie V,r» lassenschaft mit den für sie in te, Person des Her»n C.'jetan Lilleg aufgestellten Ouralo^s «ach denbesledenten Gcseycl'adgehanoell werden rvürde. Die alUäNiqen Ve'laß^laubiqer aber haben bei obia.es Taqsayung ihre Ansprüche, «velche sie auf diesen Nachiah ,u steNen vermeinen, anzumelden, rvldrlqtns sie sich die Folgen deS §. 6>