MMia pfaCana v folovtaL /y# Miiiiyung Erscheint wöchentiicb sechsmal (mit AtMoaliiiM der teierlage). Schrift-leituDg, Verwaltung und Bucbdruckerei Tel. 25-67, 25-68 und 25-69. " " r. KopaUllM ulica t Mannskrip«e werden nicht retourniert. Aniragtn Bückporto beilegen. EAll f ö-iö lail TTT. Nr. 14S Mittwoch, den 28. luni 19Sf Inseraten- und Abonnements-Aunabme m Maribor, Kopaliäka ulica J (Verwaitung). Bezugspreise: Abholen monatlich 23Dinj zustellen 24 Dii\ dureh die Post monatlicb 23 Din, für das Ausland monatlich 35 Dia Einzekiimimer 1.50 und 2 Din. Prete Oht T50 Preis Din l'SO SRoribom Mtung Unrutiiaer ®tiiler Ö^ean __uta— Nicht nur das Mittelmeer ist in unserer Zeit ein »Meer der Spannungen«. Fast in stärkerem Maße noch und bereits seit geraumer Zeit ist der Pazifidc ein mit Spannungen geladener Ozean. »Japan fühlt sich eingeikreist« ist der Qrundge-danike einer in einer angesehenen Zeitschrift Tokio's kürzlich publizierten umfangreichen Studie von militärisch-poHtl-scher Seite. Die militärisclic Bedeutung des Stillen Ozeans, heißt es u. a. in dieser Ausarbeitung, ergibt ein Blick auf dfe Karte. Anfangend im Norden n*it den Aleuten, bestehen amerikanische Marinestützpunkte in Klska, Uitala^a, Sitka, Kodiak, Fuget Sound, Toitgue Point (Oregon), Alamenda und San Diego an der Küste, nach Westen sind es Hawaii, Mid-way-, Wake- und Guam-Inseln sowie die Philippinen. Insgesamt ein Dreieck von einigen 15.000 Seemeilen Lflnge, das Japan von Norden, Osten und Süden einschließt. Im Südwesten beherrscht England mit der Festung Singapore das westliche Tor zum Stillen Ozean, während das östliche Tor, der Panama'kanal, im Besitz der amerikanischen Marine ist. Die letztere verfolgt schon seit längerer Zeit den Plan, die Insel Quam in ein Gibraltar des westlichen Pazifik auszubauen. Quam mit seinen Flug- und Ubootstatio-nen liegt 5000 Meilen von der amerikanischen Küste, aber noch keine 2000 Meilen von Tokio entfernt. Auf den Philippinen, die Japan am näch sten liegen, sind starke amerikanische Marinestützpunkte in Cavite, in der Manilabucht und Olongapo, 50 Meilen nördlich von Manila. Die Hauptverteidigungslinie und die Basis für eine amerikanische Offensive ist nach Westen Hawaii. Pearlharbour besitzt Docks für die größten Kriegsschiffe, eine erstklassige Flugzeugbasis, Brennstoffdepots und große Vorräte an schweren Geschützen. Die Sorge um die Sicherung seiner Stellung in Indien und den Dominien ist einer der Hauptgründe, weshalb England im chine-sisch-japanischen Konflikt auf.seiten Chinas steht. Es hat deshalb Singapore nicht nur als Festung für defensive Zwecke, sondern auch als Stützpunkt für seine ostasiatische Flotte zu angriffsweisem Vorgehen ausgebaut. Schon jetzt sind dort Vorräte an Munition und Betriebsstoff für einen sechsmonatigen Bedarf der Flotte gestapelt. Englands Ostasienflotte umfaßt das China-Geschwader, das Ostasien-Ge-schwader, die australische Flotte und das Neuseeland-Geschwader. Hongkong und Singapore ergänzen sich gegenseitig als Flottenbasen. Australien und Neuseeland verstärken ihre Verteidigungen zu Land, zu Wasser und in der Luft in bisher nicht gekanntem Ausmaß und Tempo. Frankreich erwägt die Aufstellung einer Ein-geborenenarmee von 50.000 Mann in Indo-china. Nimmt man zu alledem noch die Bedrohung von Ruß Uä n d her und durch ein jopanfeindliches China, so ist Japan von allen Seiten von tatsächlichen oder potenziellen Feinden eingekreist. »Trotzdem will Inpnn an seiner Lebenslinie Im Pazifik festhnltcn und ist entschlossen, die Mission, die das Zeitalter des Stillen £onDon l^ot allen OTlodfouer SorDerungen sugeflimnit ? 3BI&frfl>rf<^cii&r !>n:ei6ungrii Oi^ 5ie ISfoKtoerl^anöiungen / gegangen Berlin, 27. Juni. Nach Meldungen aus London faßte die englische Regierung den BeschhiB» allen sowjetrussischen Forderungen nachzugeben. Die heutigen Mor genblfitter achreiben, daB auf Grund des In der geatrigeii Kabinettssitzung gefaßten Betddfiiscs der en^fliiche Botschafter in Moskau Seeds die Anweisung erhielt, um eine nette Unterredung befan Außen-kommtoalr Molotow anzusuchen. Der Bot schafter wird der Rftteregierung mitteilen, daß daa Londoner Kabinett bereit sei,* die baltisdien Staaten ausdrücklich und na-nHmttkh zu garantieren. Das Protokoll darüber soll nicht veröffentlicht werden. Nach Unterzeichnung des Abkommens werden unverzüglich Besprechungen zwischen den beiderseitigen Generalstäben aufgenommen werden. In London ist man der Ansicht, daß eine vollständige Einigung in Moskau schon in wenigen Tagen wird erzielt werden können. Die grund-sfitzliche Entscheidung über die russischen Forderungen Ist, wie versichert wird, schon in der vergangenen Woche gefallen, doch habe man Jetzt noch die ausdrückliche Billigung des Kabinettsrates einholen wollen. London, 27. Juni. (Avala.) In Verbindung mit der gestrigen Sitzung des Ministerkomitees für Aeußeres erfährt man, daß in dJeser Sitzung in erster Linie der Stand der Verhandlungen mit Mot kau geprüft wurde. Es heißt, daß die englische Regierung ihren Vertretern in Moskau noch keine neuen Instruktionen erteilt habe. Die neuen Weisungen werden ergehen, sobald Premierminister Chamber 1 a i n und Außenminister Lord H a-lifax die Angelegenheit noch einmal überprüft und die neuen britischen Vorschläge endgiltig redigiert haben werden. feine fh^t&ore Sntfpan nung Im fernen Often ENGLISCHER UND NEUSEELÄNDISCHER PROTEST IN TOKIO — CHAMBER-LAIN: DIE LAGE IN TIENTSIN UNVERÄNDERT — DIE STADT TSCHAU-TSCHOU BEI SWATOW VON DEN JAPANERN BESETZT — NEUE LUFT-KÄMPFEN AN DER MONGOLISCH-MANDSCHURISCHEN GRENZE T o k i o, 27. Juni. (Avala.) Wie die Agentur D o m e i aus Swatow berichtet, nahmen die Ja|>aner heute um 6 Uhr die Stadt Tschau-Tschou, 42 Kitometer nördlich von Swatowf ein. Die Stadt ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt an der nach Swatow führenden Eisenbahn. Tschau-Tschou wurde schon gestern am Abend erreicht, doch rückten die Japaner erst nach der Vertreibung der chinesischen Trupf>en in die Stadt ein. P e k i n g, 27. Juni. (Avala.) Reuter meldet; Unter der Bevölkerung von Peking findet die von den Japanern eingelei tet antienglische Boykottbewegung keinen rechten Anklang. Die einberufene große Volksversammlung, der Tausende von Stu deuten, Professoren, Beamten und Kauf-lleuten beiwohnen sollten, hatte einen voll Ikommenen Mißerfolg zu verzeichnen. An-jwesend waren nur gegen 500 Personen. 'Auch die antibritische Propaganda in an-'deren ehinesischen Städten, die von den Japanern kontrolliert werden, hat keinen Erfolg. I L o n d 0 n, 27. Juni. (Avala.) Reuter 'meldet aus Moskau: In hiesigen amtlichen Kreisen wfa'd behauptet, daß bei den gestrigen Luftkämpfen an der mongolischmandschurischen Grenze 25 Japanische Flugzeuge abgeschossen wurden. Das mongolisch-russtsche Geschwader vermißt 3 Maschinen. L o n d o n, 27. Juni. (Avala,) Reuter meldet; Nach einer nach^äglichen Meldung t)eteiligten sich an den gestrigen Luftkämpf^ über dem Buimor-See auf mongolischem Gebiet 60 mandschurisch-japanische und 50 mongolisch-rusSische Flugzeuge. Die Luftkämpfe dauerten fast zwei Stunden und flauten erst ab, als sich die japanischen Apparate zurückzogen. Rom, 27. Juni. Die Lage im Femen Osten hat nach italienisct.er Auffassung nicht nur keine Entspannung, sondern eher eine Zuspitzung erfahren, da einerseits Japan nach wie vor auf seinem Stand punkt verharrt, und andererseits England erklärt, daß von einem Kompromiß kc^ne Rede sein könne. Die italienischen Blätter schreiben, Großbritannien stehe in der Chinafrage auf einem gefährlichen Scheidewege. London, 27. Juni. Premierminister Chamberlain erklärte in der gestrigen Sitzung des Unterhauses, die Lage in Tients'n sei im allgemeinen unverändert. London, 27. Juni. Die englische und die neuseeländische Regierung legten in Tokio einen scharien Protest gegen die Mißhandlung des neuseeländischen Konsularbeamten Cecll Davis ein. Dieser Beamte wurde bekanntlich beim Passieren der Blockade In Tientsln von japanischen Soldaten In unwürdiger Weise behandelt. ^btoertunp 2)onar0 W a s h i n g t 0 n, 27. Juni. (Avala.) Agence Havas meldet: Der Senat nahm ge Stern einen Antrag an, wonach die Verordnung über den Kursausgleichsfond um zwei Jahre verlängert wird und demnach bis 31. Juni 1941 gilt. Der Fond beträgt Ozeans ihm seiner Überzeugung nach in Ostasien auferlegt hat, zu erfüllen.« Soweit die Ausführungen der japanischen Zeitschrift. 'Der Japaner sieht also bereits die Sturmzeichen Uber dem Stillen Ozean. Rußland liegt in Ostasien auf der Lauer. Den Amerikanern und Engländern aber ist ein russisch beherrschtes China ebenso unerwünscht wie ein China unter japanischer Hegemonie. Weder den Angcl-isachscn noch den Russen ist es gleich- gültig, was aus den 450 Millionen Chinesen mit den unbegrenzten Möglichkeiten ihres Landes einmal politisch und wirtschaftlich werden wird. Diese Einstellung der rivalisierenden Großmächte macht den Stillen Ozean zu einem Meer der Spannung und zwingt selbst die reinen Kontinentalpolitiker, jenen fernen Wellraum schon jetzt in ihre Kalliulationen einzustellen. zwei Milliarden Dollar. Der Senat lehnte gleichzeitig einen Antrag ab, womit dem Präsidenten der Vereinigten Staaten das Recht eingeräumt wird, eine Abwertung des Dollars durchzuführen und den Preis des im Inlande erzeugten Silbers festzusetzen. Eine besondere, aus Mitgliedern des Senats und des Repräsentantenhauses zusammengesetzte Kommission wird die Einstimmigkeit der Auffassung beider Häu ser in dieser Frage zu erreichen versuchen Der Senat setzte den Silberpreis mit 70 Cents pro Unze fest. W a s h i n g t 0 n, 27. Juli. (Avala.) Agence Hav. meldet: Der Senat nahm mit 57 gegen 3i Stimmen einen vom Senator Adams eingebrachten Zusatzantrag zum Gesetzentwurf über die Goldvollmacht des Präsidenten der Vereinigten Staaten an, wom't der Präsident des Rech tes, eine Abwertung des Dollars herbeizuführen, entkleidet wird. 3flr 3ufamm(narb(it &er Kopenhagen, 27. Juni. Gestern wurde in Kopenhagen der 10. Kongreß der Internationalen Handelskammer eröffnet. Der Tagung wohnen Vertreter von 40 Staaten bei. Der Präsident der Interna tionalen Handelskammer Dr. P Ire Iii hielt eine Rede, in der er die Wichtigkeit der Zusammenarbeit der Wirtschaft der ganzen Welt betonte. Die Ursache für die gegenwärtige Spannung sei vor allem im Fehlen eines Ausgleiches zwischen den Wirtschaften der einzelnen Staaten zu erblicken. Todesfälle. Ro m, 27. Juni. (Avala.) In Borgo Ma-riano in der Toskana starb der Präsident des Korporationspariaments Graf Lucca Costanzo Ciano, der Vater des Außenministers Grafen Galeazzo Ciano. Graz, 27. Juni. Auf Schloß Nechel-heimb bei St. Lorenzen im Mürztale verschied der Landespräsident im ehem. Herzogtum Kärnten i. R. Otto Maria Freiherr Fraydt von F r a y d e n e g g - M o n-z e 11 0 im Alter von 89 Jahren. Z ü r i c h, 27. Juni. Devisen; Beograd 10, Paris 11.7525, London 20.77, Newyork 443 elf Sechzehntel, Brüssel 75.45, Mailand 23.34, Amsterdam 235.55, Berlin 177.05, Stockholm 106.025, Oslo 104.35, Kopenhagen 02.725, Prag 15, Sofia 5.40, Warschau R3.fi2, Budapest 87. Athen 3.90, Istanbul 3.60, Bukarest 3.25, Helsinki 0.1475, Buenos Aires 102.75. Mittwoch, den 27. Juni 1930 2 >Mariborer Zeitung« Nummer ^145 6an^f(^af SlKran&rrtte •oaHcfM OKhihon TURifEt aluandrfttf rRaSfiBosif LADIKUE- ^ir-BEIRUT JHosFau ift mi§trauifdj ;oNEUE ZÜRCHER ZEITUNO« ERKLART: SOWJETRUSSEN FORDERN EINBUCK IN DIE KRIEQSPLÄNE ENGLANDS UND FRANKREICHS. — NEUE BLATTERSTIMMEN OBER ANGEBLICH BEVORSTEHENDE VERHANDLUNGEN ZWl-SCHEN BERLIN UND MOSKAU UND ÜBER VERMITTLERTATIGKE1T BECKS. In Ankara wurde das Abkommen unterzeichnet, mit dem Frankreich den Sand-schak Alexandrette an die Türkei gibt. Unsere Karte zeigt diesen an der Mittelmeerküste an d. Türkei angrenzenden Bezirk Syriens. (Eißner-Wagenborg-M.) Zürich, 27, Juni. Wie die »Neue Zürcher Zeitung« berichtet, ist es nicht nur die Frage der Garantie für die baltischen Staaten, die die Moskauer Paktverhandl-ungen behindert, vielmehr gibt es noch einige andere Probleme, Über die die Moskauer Verhandlungspartner nicht hinwegkommen. Unter diese schwierigen Fragen falle insbesondere die sow-}ctrussische Forderung nach Einblick in die englisch-französischen Kriegspläne, da die Moskauer Regierung sich vor Abschluß eines definitiven Abkommens mit England und Frankreich von deren Plänen im Falle eines Krieges überzeugen wolle. Sowjetrußland wolle wissen, ob England und Frankreich überhaupt imstan de seien, dem sowjetrussischen Staate wirksame Hilfe zu bringen, wenn dieser auf Grund der neuen Vereimbarungen mit den demokratischen Westmächten in einen Krieg verwickelt werden würde. Wäh rend England bereit sei, den Sowjets dies- ^ bezüglich an die Hand zu gehen, lehne Fran4creich die Moskauer Forderung nach Einblick in die englisch-französischen Generalstabspläne ab. Paris, 27. Juni. Der Pariser »Figaro« meldet aus London, daß die Berliner Regierung den Sowjets den Abschluß eines politischen Abkommens, eines Nichtangriffsvertrages, in Vorschlag bringen wolle. Die Verhandlungen sollen In Kürze beginnen. London, 27. Juni. »Daily Express« weiß zu berichten, daß der polnische Außenminister Beck demnächst nach Moskau reisen werde, um dort zwischen Rußland und den baltischen Staaten in der Garantiefrage zu vermitteln, was eine Beschleunigung der englisch-franzö-sisch-sowjetrussischen Paktverhandlungcn zur Folge haben könnte. 3afl ein 3ai^r in 3t«u-(duineo0 (IrlvaiOern S i d n e y, im Juni. Wie aus den Radioberichten aus Neu-Guinea hervorgeht, wird Richard Archbold, der Enkel eines Mitbegründers der Standard Oil Company, in diesen Tagen seine Rückreise von Neu-Guinea nach Amerika antreten. Elf Monate hindurch hat er dieses große Inselreich durchstreift und überflogen. Denn Archbold hatte als Millionär genügend Mittel, um mit einem eigenen Flugboot nach Neu-Guinea zu fliegen und dort Fest Stellungen zu machen, die einzigartig zu nennen sind. Auf Grund früher gesammel ter Erfahrungen (er suchte vor Jahren den Paradiesvogel und seine Lebensgewohnheiten zu erforschen) benutzte er sein Flugzeug, um neue Zonen zu überfliegen, um dann erst eine Abteilung zu Fuß vorstoßen zu lassen und die Kolonne regelmäßig mit Lebensmitteln und Werkzeugen zu versehen. Der Ausgangspunkt der Expedition war San Diego in Kalifornien, und die Forschuncfsbasls war Hollandia auf Neu-Guinea. Das Flugboot kostet die Kleinigkeit von 250.000 Dollar, die größte Summe, die bis jetzt für ein Forschungsflugboot ausgeworfen wurde. Suftarniregrneral 'Salle in Berlin Stuöolf abrr Ne (euifd^e Tiolf0S(meini(()aft E g e r, 27. Juni. Anläßlich des Deutschen Volkstages hielt der Stellvertreter des Führers Rudolf H e ß in Eger eine Rede, in der er das Recht eines jeden Volkes betonte, auch zu seinem Volkstum außerhalb der Grenzen zu stehen. Die Deutschen außerhalb der Reichsgrenzen könnten sich zum gemeinsamen deutschen Volkstum bekennen, ohne jeden Schaden für ihre Haltung gegenüber dem Lande, in dem sie lebten. Das Wirken der Deutschen in der Welt sei den bezüglichen Ländern ebenso zugutegekoinmen wie sonnabendvormlttag traf auf dem Flugplatr Staaken der Kön^ch HaHmiiClie dem deutschen Ansehen in der Welt. Dort, 'stagt5ae|a.etär der Luftfahrt, Luftarmeegeneral Valle, ein. — Luftarmeegeaeral V«l-wo die Deutschen im Ausl. Reichsdeutsche ^ (Uoits) verläßt in Begleitung von Staatssekretär Generaloberst Milch den Flug- pblieb^n seien, seien sie heute fr^ Na- (WeltbiW-Wagenbofg-M.) tionalsozmlisten, wo sie die neue Staatsbürgerschaft angenommen hätten, seien sie Bürger der fremden Staaten geworden. Der Redner sprach von den Amerika-Deutschen und von Blutopfern der Deutschen für ihre Wahlheimatländer. Das Erstarken des deutschen Volkes hätte seine Lebensfreude neu erweckt, aber auch viel Neid hervorgerufen. — Der Redner schloß aus dem deutschen Volkstum sei eine neue deutsche Gemeinschaft sozialer Taten und nationaler Unabhängigkeit erstan den. AtttounfaU des Ehepaares ErrOÜ Pfyim — Lily Damita. Hollywood, 26. Juni. Das Filmehepaar Erroll Flynn und Lily'Damita erlitt in der Umgebung von Hollywood einen ernsten Autounfall. Erroll Flynnn trug Ver letzungen im Gesichte davon, die genäht werden mußten. Lily Damita erlitt leichtere Quetschungen und Hautabschürfungen. Sonnrld QIppen an Die 9ran)0frn FRANKREICHS AUSSENMINISTER ÜBER AUSSENPOLITISCHE FRAGEN P a r i s, 27. Juni. In einer Bankettrede vor dem Radikalsozialistischen Verband für Südwestfrankreich lehnte es Außenminister B 0 n n e t ab, über den Stand der 3:raurrfefer fflr Oie Opfer 6er britisch-französischen Verhandlungen mit Rußland zu sprechen, und betonte nur, Frankreich tue, was in seiner Macht liege, um sie zu beschleunigen und zu einem | günstigen Abschluß beizutragen. Bonnet sprach eingehend über den französisch-türkischen Vertrag und .hob hervor, Frank reich habe sich niemals verpflichtet, anderen Mächten seine Aufgabe in Syrien und im Libanon-Gebiet zu überlassen, mi^ denen es in tiefster Freundschaft verbunden sei. Bezüglich der gegenseitigen Verpflichtungen nach den neuen Vereinbarungen im Falle eines Angriffs führte der Minister aus, diese Verpflichtungen würden im endgültigen Abkommen festgelegt wer den. Der türkische Außenminister selbst habe die Bedeutung der Vereinbarungen hervorgehoben, durch den Hinweis, daß fortab die stärksten Bande die Türkei und Frankreich verknüpften. Die Interessen be'der Länder sein identisch, beide Länder seien durch viele gefühlsmäßige Bande verbunden. Bonnet fuhr fort, die britisch-französische Zusammenarbeit auf allen Gebieten sei enger als je. Um den Frieden zu sichern, trachte Frankre'ch möglichst viele Freunde um sich zu sammeln. Der Redner forderte schließlich die Franzosen auf Am 23. Juni 1939 fand in Paris in der Notre-Dame-Kathedrale eine Trauerfeier für sich in Disziplin und Eintracht um Dala- die bei dem Untergang des französischen U-Bootes »Phenix« umgekommenen Seeleute statt, an der auch der Präsident der Republik und die Regierungsmitglieder teilnahmen. Nach dieser Trauerfeier begab sich eine Abteilung französischer Ma-rinesoldateii zum Grabmal des Unbekannten Soldaten und legte zu Ehren der »Phe-oix«-Opfcr einen Kranz nieder. (Unser B,ld.) CAssociated-Preß-Wagenborg-M.) dier, den Schöpfer der nationalen Erneuerung, zu scharen. rtelief Kopfl Hraktischet Sinnl titserieren bringt üewmnS 8te{i^e^n|äört(ie erlebt F^luflfataftroptien ZlgarettenbUder erleichtem die erste Hflfe Von der Duplizität der Ereignisse zeu£;t das merkwürdige Schicksal eines englischen Landmädels, das innerhalb eines halben Jahres zweimal auf fast der gleichen Stelle Zeuge einer Flugkatastrophe sein mußte. Die Duplizität der Ereignisse ist ein beliebter Gesprächsstoff. Als in den letzten Wochen dreimal hintereinander furchtbare U-Boot-Katasrophen die Kriegsmarinen der Welt heimsuchten, entzog sich niemand dem seltsamen Eindruck dieser Duplizität oder besser gesagt Triplizität des Unglücks. Aber das Schicksal der jungen englischen Bauernmaid Kathieen Snow stellt in dieser Hinsicht die Kette der U-Boot-Kalastrophen noch in den Schatten. Kathieen Snow war innerhalb eines hal ben Jahres an fast der gleichen Stelle die einzige Zeugin von zwei entsetztllchen Flugkatastrophen. Sie leistete jedesmal er ste Hilfe, soweit man überhaupt noch nach einer tödlichen Flugkatastrophe Hilfe leisten kann. Das Schicksal wollte es, daß das 17jährige Landmädel außerdem noch eine begeisterte Flugenthusiastin war, die sich für Flugzeugmarken in der gleichen Weise interessierte wie andere für Briefmarken. Zwar hatte Kathieen noch niemals in ihrem Leben in einem Sport- oder Verkehrflugzeug gesessen und Flugzeuge bis vor kurzem immer nur aus weiter Ferne erblickt. Dennoch kannte sie alle Flugzeugmarken der Welt auswendig. Ein Album mit Zigarettenbildern belehrte sie Uber die englischen, amerikanischen un^ü deutschen Typen in gleicher Weise wie lin Briefmarkenalbum einen Philatelisten über die in Japan, Argentinien oder Bulgarien gebräuchlichen Freimarken aufklärt. Vor gut einem halben Jahr sollte Kati^ leen zu ersten Mal ein Flugzeug aus der Nähe sehen. Allerdings nur in Form rauch geschwärzter Trümmer. Vor ihren Augen erlebte sie mit, wie ein englischer Bomber nur wenige hundert Meter von ihrem väterlichen Garten entfernt abtrudelte und zertrümmert auf einem Acker liegen blieb. Als erste eilte sie zur Unglücksstätte, ohne allerdings aus dem verbrannten FlugzeuR mehr als eine Kassette mit Papieren retten EU können. Ihr Flug-Enthusiasmus wurde allerdings bei dem zweiten Unglück auf eine noch härtere Probe gestellt, als dieser Tage ein Mtttwoch, den 27. Juni 199L »Mar!borer Zettungt rvummec »Hurrlcane« gleichfalls vor Ihren Augen abstürzte. »Die drei Sekunden des Absturzes glichen elfiem fMizen Leb«n«, erklärte Kathleeo, um Ihren Eindruck befragt. %lch erksinnte noch während des Sturz»« daß es skh un ebien »Hnrricaa«€ handttn jmiBtf.« Dirt Kenntnis der Rugieugtypen trug übrigens zu der effolgrelchen Hiife-teistung wesentlich bei. Es gelang Kath-leen, den toten Piloten noch rechtzeitig aus dem brennenden Flugzeug herauszu-ziehen und ihm so ein ehrenvolles Begräb nls In seiner Heimatstadt zu sichern. ©odljeit auf @ut)fJrt)Jtiot!... Aus dem türkischen Dorf Elazlz floh vof einiger Zeit ein Bauernbursche mit sehier. Braut In die Wfllder, well die beiderseitigen Familien, die miteinander seit Jahrzehnten heftig verfeindet sind, die Eheschließung nicht zugeben wollten. Zwei Wochen blieb das Liebespaar im Walde versteckt und galt als verschollen, weil alles Suchen nach den beiden vergeh lieh blieb. Inzwischen lebten die beiden Im Walde zuerst ein wahres Märchenleben, denn sie hatten sich mit reichlich viel Lebensmitteln versehen, dann fristeten sie ihr Da sein mühsam von Waldbeeren, bis sie schlleßUch so sehr vom Hunger drangsa-lisiert wurden, daß sie Im Dorfe die Hilfe von Freunden in Anspruch nehmen wollten. Dabei wurden die Halbverhungerten ergriffen. Der Jüngling, der Jetzt allgemein nur noch ^^der Waldmensch« gerufen wurde, mußte sich wegen Entführung vor Gericht verantworten, wurde aber frei gesprochen. Der Fall der romantischen Liebe im Walde war durch den Prozeß in die Zeitungen gekommen. Das junge Mäd chen, das seinen Eltern zurückgegeben worden war, weigerte sich, von seiner Lle be zu »dem Waldmenschen« abzulassen, und trat, sehr mordern, in den Hungerstreik. Darauf gaben die Eltern klein bei, In-flem sie sagten, sie stimmten der Hoch-jcelt zu, wenn der junge. Bauernbursche den Besitz von dreihundert türkischen Pfund nachweisen könne und so auch zeige, daß er imstande sei, seine Frau zu erhalten. Sie meinten damit, die Ehe unmög lieh zu machen, denn so viel besaß der Junge nicht, so viel konnte er sich auch nicht verschaffen. Aber der »Wald-mensch« war weitläufig genug, um den Wert der Zeitungen für die Oeffentllchkeit zu verstehen. Hatten die Blätter nicht die romantische Flucht der Liebenden in den Wald gebracht? Schön, • dann sollten sie auch die neue Not des Liebespaares aus dem Wald erfahren. Er wandte sich mit der Bitte um Veröffentlichung an eine Istanbuler Zeitung und hat nun den Erfolg, daß im ganzen Land öffentlich gesammelt wird» um den Liebenden die drei hundert Pfund und noch darüber hinaus ein Hochzeitsgeschenk geben zu können. Hochzeit auf Subskription — das kam in Tausendundeiner Nacht noch nicht vor. Aecfvptens Außenminister in Bukarest. Bukarest, 26. Juni. (Avala.) Der ägyptische Außenminister Jahia Pascha war gestern abends Gast des Außenministers G a f e n c u und dessen Gemahlin. Im Laufe des heutigen Tagts wird der ägyptische Außenminister dem Miiit-sterpräsidenten C a l i n e s c u einen ye-, su'h abstatten und auch vom König Ca-roi ir Audienz empfangen werden. Es ist nich: ausgeschlossen, daß dar ägyptische Außenminister bei dieser Gelegenheit den König Card und den Außenminister Ga-fencu im Namen seiner Regierung einladen wird, Kairo offiziell einen Besuch ab zustatten. Urwaldriesen als r— Hochzeitsjj^äste B u k a r e s t, 27. Juni. Hier fand dieser Tage ein originelles Hochzeitsfest statt. Der im Zirkus Busch beschäftigte Artist Rudolf Ortmann und die Artistin Erna Engelhardt hatten beschlossen, zu heiraten. Im Hochzeitszug, der das Brautpaar zum Standesamt brachte, marschierten aucli zwei festlich geschmückte — Ele fanten, sowie einige Dromedare, Affen, Pferde usw. Der seltene Hochzeitszug erregte in den Straßen Bukarest großes Auf sehen. !7teue ^laufet öed Salfati&unörd? AUCH PCR DEN FALL EINES ANGRIFFES SEITENS MACHT. EINER NICHTBALKAN- W i e n, 26. Juni. Deutsche Blätter verzeichnen eine Reuter-Meldung, derzufolge der rumänische Außenminister Q a f e n-cu die Ausgestaltung des Balkanbundes in militärischer Hinsicht vorbereite. Er solle, nachdem er bisher nur für den Fall eines Angriffes seitens eines Balkanlandes gegolten, nunmelir zu einem Verteidigungspakt erweitert werden, der auch im Fall eines Angriffes auf einen der Paktstaaten seitens einer Nichtbalkanmacht wirksam würde. jährige Sohn ergriff in einem unbeachteten Augenblick die Waffe und hantierte damit so unvorsichtig, daß ein Schuß losging. Die Kugel drang der Mutter in die Schläfe. Die Unglückliche stürzte zusammen und verschied sofort. In der Aufregung Uber das angerichtete Unglück, drückte der Kleine noch einmal auf den Abzug. Durch den zweiten Schuß wurde diesmal der Vater schwer verletzt. Nachbarn eilten herbei und nahmen sich der Kinder an. Der Mann wurde im hoffnungs losen Zustande ins Krankenhaus transportiert. ßß 3tDanodlDrife berfteiratet! SIAM HAT DIE EHE ALS POLIZEISTRAFE EINGEFÜHRT. — 44 Wie einige ausländische Blätter berichten, wurde in Slam die Ehe in besonderen Fällen als Polizeistrafe eingeführt. Mädchen, die bis zu ihrem 30. Lebensjahre keinen Gatten gefunden haben, können sich an die Behörden zwecks Beschaffung eines Ehemannes wenden. — Die Regierung gibt nun an die Strafanstalten Weisungen, die für eine Ehe In Frage kommenden Sträflinge auszuwählen. Besonders kurlo« klingt die Bestimmung, daß Sträflinge, welche wegen eines geringen Deliktes eine Strafe abbüßen,' sich Unter dem heiratslustigen Mädchenkranz selbst eine »Schöne« auswählen dllrfen. Ein Sträflinig, der eine Reihe von schweren Verbrechen auf dem Gewissen hat, besitzt jedoch keinerlei »Wahlrecht«. Das Mädchen wird auf dem Gefängnishof umhefgeftihrt, es werden ihr die Delikte der Missetäter aufgezählt,' u. sie hat nun das Recht, den Mann, der ihnen gefallt, zju bestimmen.. Ob dieser rtun will oder nicht, das bleibt gleichgültig, er wird eben zwangsweise verheiratet. Die Regierung von Siam ist zu der Ue-berzeugung gekommen, daß diese »Strafehen« stets günstig ausfallen, well der freigelassene Sträfling sich In dieser neuen Ehe zu einem besseren Lebenswandel bekehrt. Die »Strafehen« erfreuen sich bei den sogenannten »sitzengebliebenen« Siamesinnen angeblich großer Beliebtheit. Im Gegensatz zu den glücklich ausgefallenen Strafehen wird berichtet, daß kürzlich ein Sträfling wieder in die Strafanstalt geflüchtet kam und händeringend flehte, man möge ihn lieber wieder hinter Kerkermauern setzen, denn diese Fra« die ihn »vermählt« hatte, sei ärger als eine lebenslängliche Kerkerstrafe. Doch all das Bitten half dem armen Mann nichts, die Gesetze von Slam kennen in diesem Fall keine Gnade, der Verzweifelte wurde mittels Wache wieder zu seiner »Xantippe« zurückgeschleppt. 0(artet „Otafetenae&irge' aum Ollonö? WEtTRAÜMSCHllT MUSS EINE MILLION TONNEN WIEGEN Schreckensszene vor einem Gerichtsgebäude. Lyon, 26. Juni. Vor dem hiesigen G&» richtsgebäude spielte sich eine Schrek-kensszene ab. Der 40iährige Bauarbeüer Jean-Francois Pontoglio, der fflelchzeitlg mit seiner Frau zu einem sogenannten Ver söhnungsversuch vor dem Scheidungrichter erscheinen sollte, gab auf der Straße vor dem Eingang in das Gerichtsgebäude eine Reihe von Revolverschüssen auf seine Frau ab. Die Frau brach blutüberströmt zusammen und verschied bald darauf In einem Kaffeehaus, in das man sie gebracht hafte. Pontoglio, der sich in das Gerichtsgebäude geflüchtet hatte, schoß sich in der Halle eine Kugel in den Kopf und wurde in sterbendem Zustande ins Krankenhaus transportiert. ' Ein amerikanischer Professor '■ ' hat ausgerechnet, daß ein Raketenschiff m'ndestens eine Höhe von 4000 m haben muß, wenn es zum Mond hinauffliegen soll. Die Phantasiepläne, zum Mond oder zum Mars emporzufliegen, sind in den letz ten Jahren in der Weltöffentlichkeit nur noch selten erörtert worden. Der Grund dafür liegt darin, daß die Einsicht von der Unmöglichkeit solcher Projekte ständig im Wachsen begriffen ist. Nur in den Vereinigten Staaten spricht man hier und dort noch von Mond- oder Marsausflügen oder auch, wie ja bekannt ist, von Überfällen, die von den Marsbewohnern auf unseren Erdball vorgenommen werden sollen. Ein amerikanischer Professor hat sich jetzt die Mühe gemacht, »auf streng wissenschaftlicher Grundlage« auszurechnen, wie ein Besuch auf dem Mond dennoch und trotz aller bisherigen Mißerfolge gemacht werden könnte. Er erklärt, daß alle bisherigen Pläne daran scheitern mußten, daß die Raketenschiffe viel zu klein gebaut worden waren. Um zum Mond aufzusteigen, bedarf es mindestens eines Weltraumfahrzeuges, das eine Höhe von 4000 m hat und in der Breite etwa das Doppelte mißt. Sehr originell ist auch die Begründung für diese phantastische Raketengestalt. Der Professor glaubt nämlich, daß man den Mond nur dann erreichen könne, wenn man sozusagen das ganze Schiff verschießt und verknallt, mit dem man sich in den Weltenraum hinaufbegibt. Das Fahrzeug muß einem einzigen Munitionslager von Riesenraketen gleichen. Ganze Stücke des Schiffes, die eine Größe von Häusern und Kirchen haben, müssen in die Luft gefeuert werden, damit die Weltraumarche erstens sich überhaupt vorwärts bewegt und zweitens nicht aus der R'chtung gedrängt wird. Wenn man auf dem Mond ankommt, so ist sozusagen alles Pulver bis auf einen geringen Rest verschossen. Falls der Pilot aber die Absicht haben sollte, wieder auf die Erde niederzufliegen, so muß er mit einem Raketenschiff aufsteigen, das die doppelte Größe des geschilderten aufweist. Dieser Vortrag, den der USA-Professor vor der »Königlichen Gesellschaft in Kanada« hielt, wurde teils mit wissenschaftlichem Ernst und Erstaunen und teils mit einem unbändigen Gelächter aufgenommen, denn d-e Ausführungen bedeuten ja nichts weniger, als daß alle Weltraumträume, die bisher noch gehegt wurden, durch einen Wissenschaftler zerstört wurden. Vielleicht handelt es sich bei dieser wissenschaftlichen Erörterung um das Finale übersteigerter Phantasiepläne, die Jahrzehnte lang von technokratischen Köpfen in Amerika gehegt wurden. Noch vor drei Jahren wurde aus Washington berichtet, daß ein Professor der Clark-Universität einen Motor für Raketenflugzeuge konstruiert hatte, der mehr als 200 PS für jedes Pfund seines Eigengewichtes leistete. Die Geschwindigkeit, die mit diesem Motor erreicht werden sollte, wurde auf 1120 km angegeben. Zu einer wirklichen Iirprobung des Weltraumflugzeuges scheint es jedoch gar nicht mehr gekommen sein. Es sei denn, daß das »Mondschiff« sich nur einige Meter über den Boden erhob, wie das auch schon bei früheren Versuchen der Fall gewesen ist. Bei vielen Gallen- u. Leberlefden. 3a|. lensteinen und Gelbsucht, regelt das natürliche »Franz-Josef-Bitterwasser die Verdnuung und fördert die Tätigkeit de? Darmes. Klinische Erfahrungen bestätigten, daß eine häusliche Trinkkur wirksam ist, wenn das Franz-Jostf-Wasser morgens auf nüchternen Magen/ mit e^'vas heißem Wasser gemischt, genommen wird. Reg. S. br 15.485/35, 3edn|dDrfarr rrfd^iel^t frtne Olluitfr Paris, 26. Juni. In Gardanne bei Aix-en-Provence ereignete sich ein trauriger Zwischenfall. Der 35}ährige Kosorog Wy-koslav, Vater von drei Kindern, legte einen Revolver, den er ständig bei sich trug, auf einen Tisch und kümmerte sich dann nicht mehr um die Waffe. Der zehn- Auch ein Scheidungsgrund. London, im Juni. Vor dem Scheidungsrichter von Greenock erschien unlängst ein Mann, der sich von seiner Gattin scheiden lassen wollte. Auf die Frage nach dem Grund seines Begehrens, erklärte er dem Richter, daß er es nicht mehr aushalten könne, daß seine Frau immer unter das Bett kriecht, wenn sie wütend wird. Nach Aussage des Gatten sei sie drei Viertel des Tages in diesem Versteck verkrochen, worunter der Haushalt sehr zu leiden hatte ... Relseschachspiel mit neuen Vorzügen. Mancher Schachspieler wird es schon bedauert haben, daß die Reise-Schachspiele trotz ihrer vielen Annehmlichkeiten niemals eine Unterbrechung des Spiels gestatten, denn vor jedem Zusammenklappen des Spiels mußten die Figuren an Ihren Aubewahrungsplatz gesteckt werden. Auf der kommenden Leipziger Herbstmesse (27. bis 31. August) wird ein neues Reiseschachspiel herausgebracht, das in einer eleganten Lederhülle steckt. Es handelt sich um eine Papierfaltarbeit, die Figuren sind aus Pappe und können auf jedes Feld senkrecht aufgesteckt werden. Be'm Zusammenfalten des Spiels legen sich die Figuren flach, man kann also auch eine unbeendete Partie abbrechen oder Problemstellungen für späteres Nach denken zurückstellen. Die einfache Art der Herstellung macht das Spiel so billig, daß es sich vorzüglich auch als Werbegeschenk eignet. Kindertragödie. Bukarest, 27. Juni. In der Nähe von Galatz ereignete sich eine erschütternde Kindertragödie. Fünf Knaben im Alter von 9 bis 13 Jahren wurden auf der Wiese während des Spieles von einem Platzregen überrascht und flüchteten in eine Sandgrube am Donauufer. Eine vom Regen aufgeweichte Wand der Sandgrube stürzte ein und verschüttete die Kinder, von denen nur noch ein einziges lebend geborgen werden konnte. Die übrigen vier sind erstickt. Irrfahrt einer russischen Emigrantenfamilie B u k a r e s t, 27. Juni. Vor dem Militärgericht in Cernauti (Bukowina) wurde das traurige Schicksal einer Familie aufgerollt, das schließlich eine unerwartete Wendung nahm. Die jetzt 43jährige Russin Maria Traianova überschritt im Jänner vorigen Jahres mit ihren i6 und 6 Jah re alten Töchtern die rumänische Grenze, nachdem s'e aus Sibirien, wo ihr Gatte von der GPU erschossen worden war, unter unbeschreiblichen Entbehrungen geflüchtet war. Die Frau landete mit ihren Kindern schließlich in Constanza, wo sie und die ältere Tochter Dienststellen annahmen. Da jedoch ihre Papiere nicht in Ordnung waren, wurden sie nach Bulgarien abgeschobeji, von dort jedodi wieder M'ttwoch, den 27. Juni 193ö ■ i... I ( nach Rumänien zurückgeschickt. Dieses Schauspiel wiederholte sich einige Male. Kein Staat wollte sie haben und so kehrte die Frau mit ihren Töchtern wieder nach Rumänien zurück. Jetzt stand sie wegen unbefugter Grenztiberschreitung vor dem Militärgericht. Und nun wandte sich plötz lieh das Blatt: e'n junger rumänischer Be amter, der der Gerichtsverhandlung beiwohnte, erklärte sich bereit, das ältere Mädchen zu heiraten und für die ganze Familie zu sorgen, worauf das Militärgericht die Angeklagten nach kurzer Beratung freisprach. Sfir 6ie 33efferftenuno Orr 3lnser Arbeiter-Armee gegen Heuschrecken. Bukarest, 27. Juni. In zehn Komita-'AUSSERORDENTLICHE TAGUNG DES BANATSRATES ZWECKS VERABSCHIE fen Beßarabiens und der Moldau traten dunO DER NEUEN WINZERORDNUNa — DER STANDPUNKT DER WEIN- ungeheure Heuschrecken-Schwärme auf, AARTPNBESITZER' zu deren Bekämpfung aUein im Komitat Orhei ein Arbeiterheer von 20.000 Mann In Nordslowenien und vor allem an der herangezogen wurde. Auf Anordnung des Staatsgrenze kommt dem Winzerstande Ackerbauministeriums werden die Schäd- besondere Bedeutung zu. Mit geringen linge mit Flammenwerfen bekämpft. Ausnahmen hat der Winzer stets mit ma- Kolilengasverglftung einer ganzen Famflle Schwierigkeiten zu kämpfen, da B u k a r e s t, 27. Juni. In der Gemein- s«'"« E'ma'i'nen herzlich gering sind. Die de Baililesti-Muscei wurde eine sechs- Notwendigkeit, die Winzerfrage endgiltig köpfige Familie unter schweren Vergif- lösen,^ läßt sich nicht mehr von der tungserscheinungen aufgefunden. Die be- weisen, zumal gerade in den letzten hördiiche Untersuchung ergab, daß die Monaten dieses Problem an der Staats-Familie durch ausströmende Kohlenoxyd- besonders aktuell geworden ist. gase betäubt worden war. Der 51jährige Lösung der Frage stehen große Schmied Oprea Zidaru und seine Frau Schwierigkeiten im Wege. Einerseits ist starben bald nach der Ueberführung ins Besserstellung des Winzers dringend Krankenhaus, desgleichen zwei Kinder des geworden und verträgt keinen Aufschub Ehepaares, während die zwei anderen andererseits haben jedoch die Wein noch mit dem Tode ringen. Produzenten mit dem sinkenden Absatz . „ , ,. ' . und den stets wachsenden Gestehungsko- Flugzeug mi Sumpfgebet veiwhollen. jten, vor allem aber mit der Uberhand- London, 26. Juni. Auf dem Fluge von „ahmenden Konkurrenz der billigen Wei-Heston nach New-Castle ist ein Flugzeug 8,33,^5 der Imperial .Airway verschollen Man ver ,,3^ Weinbau rentiert sich in un mu et, daß das Flugzeug inWge eines Gegenden Immer weniger, es leben Motordefsktes in einem sumpfigen Gelän- jausende von Familien von diene in der Orafstadt Yorkshire zu einer Not Landwirtlandung gezwungen war und möglicher- g^ide Momente sind gleich wich-v-o,..e im Schlamm versunken ist - Ein ^^^alb ist es außerordentlich Flupcuggeschwader und motorisierte Po 3«beiderseitigen Interessen Lzcmbteilungen, die die ganze Gegend miteinander in Einklang zu bringen. nach dem vermißten Flugzeug absuchten, ^ ® konnten bisher nicht die geringste Spur entdecken. An Bord des Flugzeuges befanden sich 5 Personen, darunter auch ein Jockey des britischen Königs. *>16 Spielbank gesprengt u. Um diese Frage endlich einmal zu lösen, hat die Banatsverwaltung den Ba-natsrat gestern zu einer auRerordent-lidien Sitzung einberufen, um den Mitglie dem Gelegenheit zu geben, zu diesem gesfiorben. aktuellen Problem Stellung zu nehmen. B u k a r e st, 26. Juni. Dieser Tage gab ßanus Dr. NatlaCen gab in der Taps im Spielkasino von Sinaia große Auf- gung ein ausführliches Exposee über regung. Ein Spieler, der große Einsätze den gegenwärtigen Stand der Winzer-gewagt hatte und dabei von einem ge- fpage und besprach den Entwurf der neuen radezu unheimlichen Glück begünstigt Winzerordnung, mit dem die biswurde, sprengte schließflich die Spielbank, herigen Bestimmungen bedeutend abge-Der Gewinn ging in die Hunderttausen- ändert werden. de. Als dem glücklichen Gewinner das ßanus besprach in seinen Ausfüh- Gewinnergebnis mitgeteilt wurde, ver- mingcn die bisherigen Bestimmungen, die färbte er sich iplötzlich und brach lautlos Landesgesetzen aus den Jahren zusammen. Der sofort alarmierte Arzt |ggg iggg winzerord- konnte nur mehr den Eintritt des Todes nung des früheren Mariborer ' Kreisaus-feststellen. Ein HeT7Schlag infolge der scjjusses aus dem Jahre 1928 fußen, und Aufregung und übergroßen Freude hatte verwies auf ihre Unzulänglichkeit. In der 'dem Leben des Mannes ein jähes Ende jjjj Maribor stattgefundenen En- gesetzt. Der Spielgewinn wurde ^ugim- der Vertreter der Winzer u. der Weingartenbesitzer wurde in einer Reihe von Frage eine Einigung erzielt, doch gibt es noch zahlreiche Momente, die bereinigt werden müssen. Nach dem Entwurf der neuen Winzerordnung hat sich der Winzer bei Dienstantritt mit entsprechenden F ä h i gk e i-t e n auszuweisen. Bedingung ist die Absolvierung der Weinbauschule oder eines neunmonatigen Winzerkurses oder eine dreijährige Praxis mit abgelegter Winzer-prOfung, Die Minimallöhne werden festgelegt, wobei die Arbeitszeit und die Entlohnung der Ueberstunden festgesetzt wird. Der Winzer erhält eine relative sten der Hlntert>liebenen von der Spiel-banik in Verwahrung genommen. üe iHn F T lUnniileii' In der heutigen Nummer der v>Marl-borer Zeitung« legen wir für die auswärtigen Abonnenten einen Posterlagschein bei. Wir ersuchen unsere P. T. Abonnenten, die Bezagsgebühr, soweit sie noch nicht beglichen sein sollte, sobald als möglich anweisen zu lassen, um in der Zustellung des Blattes keine Unterbrechungen eintreten zu lassen. Verwaltung der »Martborer Zeitung«. Für Reisen: leiMtog, 6« n. 3uni Gangart verleiten ließ. Nach vier heißumkämpften Runden hob Mma den Neger aus dem Stand aus, doch nützte dieser die brenzliche Situation blitzschnell aus und drückte im Ueberrollen Mma rettungs los auf die Schulter. Ein tosender Beifalls stürm überschüttete den abermals siegreichen Exoten, der sich natürlich unverzüg lieh die gewonnene Börse auszahlen,ließ. Zu einem kräfteraubenden Duell gestaltete sich auch die Begebung zwischea Pero Kop und dem polnischen Meister P i r n a c k y, die beide nahezu 300 Kilogramm mit in den Ring brachten. Kop schien der stärkere, Pirnacky der kampffreudigere Gegner gewesen zu sein, die sich schließlich nach vier Runden mit einem Remis zufriedengeben mußten.^ Der deutsche Herkules Benold hatte gegen M i 1 e u s n i Ä ein derart kfasses Uebergewicht, daß dieser keine Möglickeit hatte, irgendwie seine Niederlage abzuwehren. Viel Tempo und Abwechslung brachten dagegen j a n e § und K i r 11 o v, die sich eine Zeitlang recht wüst bekämpften. Ja-neS glänzte durch technische Feinheiten, die ganz an Bognars Fertigkeiten erinnerten, während der Russe mit fast jugendlich anmutenden Kräftereserven überraschte, obgleich er sich nach zwei recht flott verlaufenen Runden als geschlagen bekennen mußte. Heute, Dienstag, abends um 20.15 Uhr treten zunächst zwei Amateure des SSK. Marathon auf und zwar der jugoslawische Staatsmeister im Weltergewicht Frani V e r l» 0 81 und der vielversprechende Josef Ules. Nachher kämpfen Kirilov (Rußland) gegen M i 1 e u s n 16 (Jugoslawien), Pirnacky (Polen) gegen AH ben Abdu (Afrika) . und B e ij 01 ^ (Deutschland gegeti Kop (Jugoslawien). Dazwischen geht als Entscheidungskamp? das Treffen Mrna (Böhmen-Mähren) gf-gen J a n e $ (Jugoslawien) vor sich.. m. EvanifCilscheB. Am 28. d. wird antäO lieh des Vidov dan um 10 Uhr In der Chri^ stuskirche ein Festgottesdienst stattfindet! m. Noch heute» Dienstag, den 27. d. bi« 18 Uhr wcfdeo in der Verwaltting def »Mariborer Zeltnngc sowohl die itroBen, alt anch die Idehien Anielgen ffir die morgen, JVIHtwoch, ersthehiende Feiertags-nmiiiiier dea Blattes entgegeneenommen. Erst morgen, Mittwoeh, Ms 9 Uhr vormittags einläutende Inseratenanftritfe können mtr ta dringenden Fitten berücksichtigt werden. Dte geschltzten Inserenten werden deshalb hOflichts ersacht, dte Anzei-fifen ffir cfle morgige Nommer so rasch als möglich der VerwaHtmg des »Blattes« vorzulegen. — Dte Verwaltung der »JMa-riborer Zeitung«. m. Todesfille. Im hohen Alter von 89 Jahren Ist gestern die Private Rosalie M u r S e c gestort)en. Femer verschieden die 56jMhrige Bahnbeamtenswitwe Marie S a n c i n und der 57jährige Bahnangestellte Martin V a u p o t I C. Friede ihrer Aschel m. Neuer Ingenieur. An der Zagreber Universität hat Herr Egon S o r e c, ein Sohn des Schulverwalters Sorec In Sele bei Ptuj, das Diplom eines Tsgenieurs der Agronomie erworben. — Wir gratulieren! m. Siebzigster Geburtstag. Heute feiert im engsten Kreise ihrer Angehörigen Frau Anna E c c a r i u s, die Mutter des hiesigen Uhrmachers Albert Eccarius am SlomSkov trg, in voller Rüstigkeit ihren 70. Geburtstag. Die Jubilarin, die auf ein arbeitsreiches Leben zurückblickt und lan ge Jahre bei der hiesigen evangelischen Gemeinde bedienstet war, erfreut sich in ihrem Bekannten- und Freundeskreis ob ihres bescheidenen und leutseligen Wesens allseitiger Beliebtheit. Den vielen Glückwünschen schließen auch wir un« gerne an! m. In Slov. Bistrica gastiert morgen, Mittwoch, den 28. d. das Nationai-theater aus Ljubljana mit dem Sozialdrama »Attentat«. Die Vorstellung, für die sich in dortigen Kreisen das lebhafteste Mtttwocn, dca 17. Juni 1039 5 »MarIt>orer ZeUung« Kummer 14b 2)rri etrolenunfäHe SCHWARZER TAO DfiR MOTORRADFAHRER Interesse kundtut» findet um halb 19 Uhr im Slom§ek-Helm statt. In dtn Hauptrollen sind Ivan L e v a r und Mira D a n i 1 o beschäftigt. Man rechnet mit einem starken Besuch der Vorstellung. m. Im Stadtpark findet morgen, Mittwoch, zwischen 20.15 und 22 Uhr ein Abendkonzert statt. Es konzertiert die Mu sikkapelle der Elsenbahnarttelter und -angestellten unter der Leitung des Ka-pellmelsters Max Schönherr. m. Neuer Pfarrer in St n|. Zum Nachfolger des verstorbenen Pfarrers von 5t. Ilj Ewald Vraöko wurde der bisherige Prosivor Anton R a v $ 1 ernannt. m. Die Geldinstitute in Marit)or bleiben morgen, Mittwoch, den 28. d. (Vidov dan) und Donnerstag, den 29., d. (Peter- und Paul-Tag) den ganzen Tag über geschlos sen. m. Der Parastoe ftir die gefallenen Kosovo-Helden findet am 28. d. um 9.30 Uhr in der prawoslawen Kapelle in Melje statt. m. An allen Volksschulen in Maribor findet die Einschreibung für das Schuljahr 1939/40 am Freitag, den 30. d. von 8 bis 12 Uhr statt. Die neueintretenden Kinder mögen in Begleitung von Erwachsenen erscheinen, die den Taufschein vor zulegen haben. m. Zwei VolkBauffühniagen Im Theater. Im Theater wird Donnerstag und Freitag, (den 29. bzw. 30. d.) jedesmal um 20.30 Uhr, vom Theaterverein »Ljudskl oder« das Volksstück »Mlklova Zaia« zur Aufführung gebracht. ni. Diebstähle. Der Schauspielerin Da-iiica Savin kam gestern vom Balkon ihrer Wohnung in der Dvofakova uUca ein Teppich Im Werte von 600 Dinar ab-. banden. — Dem Privatbeamten Albln LovrenClö wurde vor einem Gasthause in der Frankopanova ulica ein Fahrrad, Marke NSU, gestohlen. m. Unfälle. In der Koseskega ullca fiel 'der 5jährlge Arbeiterssohn Marjan P e r-h a V e c über mehrere Stufen und brach 5lch den Untenkiefer. — In Plvola stiirzte die 40jährlge Bahnbeamtensgattin Johanna P a n e vom Kirschbaum und zog sich hiebe! einen Armbruch sowie schwere Innenverletrangen zu. — In RoSpoh 'wurde der 43jährlge Taglöhner Johann DetiCkovlC von scheuen Pferden umgerannt, wobei er innere Verletzungen und einen Bruch des linken Armes erlitt. — In Zgr. Lozinca wurde der 38jahrige Hiilfsarbeiter Marko K a p o n bei Fun-dierungsarbeiten von einem herabkoHern-den Stein getroffen, wobei er einen Oberschenkelbruch davontrug. — In Maren-berg fügte sich der 25jährige Holzarbeiter Christian B r e z o v n 1 k mit der Axt eine klaffende Knieverletzun^jj zu. — Alle wurden ins Allgemeine Krankenhaus eingebracht. m. Gefunden wurde von einem Spaziergänger auf dem Wege zum >Wolfzettel« ein Paar AuRengläser. Der Verlustträger möge sich beim Schalter 9 des Hauptpostamtes melden. m. Wetterbericht M a r i b o r, 27. Juni, 9 Uhr: Temperatur 18 Grad, Luftdruck ■ 740, windstill. Gestrige maximale Temperatur 27, minimale 13.5 Grad. — Wet-tervorhersage: Ruhiges, aber be-^^'«Iktes Wetter zu erwarten. He'»ere Ecke In Gedanken. i^Sie sind natürlich geflüchtet, als die nächtliche Explosion erfolgte!« »Sofort nicht, ich hatte den Kopf verloren!« »Ach, und haben Sie ihn in der Dunkelheit wiedergefunden?« Der Anfang »E'n nettes Haarwuchsmittel, das Sie oiir verkauft haben! Haare sind nicht ge-lei zum Sturz und blieb mit einem Schulterbruch bewußtlos liegen. Man fand ihn erst am frühen Morgen und schaffte ihn dann ins Spital nach Murska Sobota. Esptanade-Toakfaio. Dienstag u. Mittwoch die Wiederholung der reizenden Operette »Die Li£?iC des jungen Nosty« mit Magda Schneider, Paul Kemp, Paul Javor u. a. Ein entzückendes Lustspiel mit temperamentvoller ungarischer Musik, Tanz und fröhlicher Stimmung. — Es folgt :»Zigeunerchen«, ein Film mit goldenem Humor, prachtvollen Tänzen und virtuoser Musik. Burg-Tonkino. Heute, Dienstag, zum letzten Mal der großartige Prunkfilm »Rote Orchideen« mit Olga Cehova, Camilla Horn und Albrecht Schönhals. — Ab Mittwoch der größte Film aller Zeiten, das grandiose Monumentalwerk »Kö' lüg aller Könige«. Unlon-Tonkino. Bis einschließlich Samstag »Einen Tag lachen«. Ein lustiger Film in deutscher Fassung. Die drei besten Komiker Amerikas — die Brüdef Marx — sorgen für einen Bomben-Lach-Erfolg. Die lust'ge und flotte Filmgeschichte ist mit gelungenen Scherzen, gesundem Humor und prickelndem Witt so reich durchwoben, daß der Zuschauer aus ganzer Herzenslust unentwegt lachen muß. Es folgt der Kriminalfilm »Der Vam* •pir von London«. Qlpotl^elennaif^töitnft Bis Freitag, den 30. Jimi versehen die M a r 1 a h i 1 f - A p o t h c ke TMap. pharm. König) in der Aleksandrova Costa 1, Tel. 21-79, und die St. Antonius-Apotheke (Mag. pharm. Al-bane2e) in der Frankopanova ul. Tel. 27-01, den Nachtdienst. Mittwoch, 28. Juni. Ljubijana, 9 Schüleraufführungen. 12 Volksmusik. 18 Jugendstunde. 18.40 Vortrag. 19 Nachr., Nationalvortrag, 20 Slawische Musik. — Beograd, 18 Vortrag. 19.05 Volkslieder. 19.30 Nationalvortrag. 20 Konzert des Gesangvereins »Stanko-vid«. — Bertin, 18 Leichte Musik. 19 Klavierwerke von Liszt. 20.15 Kammermusik. — Beromünster» 20.15 Alte Lieder. 21.05 Vortrag: Sarajevo. 21.40 IV. Sinfonie von CajkovskJ. — Sofia, 18 Konzert. 19 Flötensolo. 19.30 »Manon«, Oper von Massenet. — Budapest, 18.15 Vokalkonzert. 19.25 Radioorchester. 20.10 Lehar-Abend. — London, 19 Studentenlieder. 20 Bunter Abend. — Leipzig, 18.15 Klavierkonzert. 18.45 Konzert. 20.15 Bunter Abend. — Mailand, 19,25 PI. 21 Operettenkonzert. — München, 20.15 Konzert. 21 Vortrag. 23 Tanzmusik. — Prag, 18.30 Kosovo, Hörspiel. 19.20 Jazz. 21 Konzert. — Rom, IS Konzert. 21 Hörspiel. — Strasbourg, 19.30 PI. 21 Sinfoniekonzert. — Wien, 18.20 Hörspiel. 19.05 PI. 20.15 Kammermusik. Sduuk_ Schachturnier in Bad Harzburg. Bad Harzburg, 27. Juni. Im hiesigen Kurhaus begann Sonntag das Interna tionale Schachturnier des Großdeutschen Schachbundes, das als letztes Wertungs-tumier für die Zulassung zur Meisterschaft von Deutschland geführt wird. In der ersten Runde verlor Sämisch überraschend schnell gegen Reilstab, der schwedische Landesmeister Stahlberg verlor gegen Dr. Lange, der holländische Meister Cortlever gegen den Münchner Zollber. Die Partie Paulsen (Dänemark) gegen Reinhard (Hamburg) endete ebenso unent schieden wie Ahues (Kömgsburg) gegen Eliskases (Innsbruck). Meisterschaft von Deutschland Dieses Turnier, an dem die hervorragendsten Meister Deutschlands teilnehmen, wird vom 9. bis 23. Juli in Bad Oeyft hausen ausgetragen. D'e .^enderungen in den Terminen dei Veranstaltungen des Großdeutschen Schachbundes sind auf die Verschiebung der Länderkämpfe in Buenos Aires zurück zuführen. Die Münchener Großveranstaltung findet erst Ende Oktober statt. □ □ llättLufLtM» Af|5 MSP c. Reifeprüfungen am Realgymnasium. Die diesjährigen Reifeprüfungen fanden unter dem Vorsitze des Gymnasialdirektors Franz Mravljak vom 12. bis 23. Juni statt Von den 55 Kandidaten und Kandidatinnen, die zur Prüfung antraten, wurden 14 Schüler und Schülerinnen (Anna BrataniC, Hans Detiöek, Georg Detiöek, Sonja Drassal, Sonja Drofenik, Julka Oa§-per, Clrila Hodiar. Johann Kramer, Anton Lesjak, Dragotin Loibner, Jelka Mravljak, Maria Musar, Ognjeslav Pukl und Martin Toplliek) auf Grund der sehr guten schriftlichen Arbeiten von der mündlichen Reifeprüfung befreit. Ein Zeugnis der Reife erhielten ferner: Karl Angren-Sek, Rudolf Bablf, Fina Cemelä, Miljcva Delakorda« Erich Diermayer, Karl Fojain, Leandra Franca, Walter GajSek, Alfred Gorschegg, Zvonimir GorSek, Franz Ha-nuS, Karl Jost, Franz Koöar, Justin Krajnc, Franz Kri2nik, Paul Kudisz. Gustav Luthar, Vinko Majdiö, Boris Miku§, Romeo MiloSeviö, Alois Nendl, Mirko Ostro2nik, Dragomir Peöovnik, Ludmilla Pepeljnjak, Franz PSeni^nik, Sre2ko Puc, Olga Rustja, Alexandra Simerl, Josef Stare, Friedrich Strohmeier, Romuald Svarc, Johann UrbaSek, Julius VastiC, Savo Ve-sel, Johann Vrabiö und Fedor Vreöko. Ihnen allen rufen wir zu: Glückauf zur Fahrt Ins Leben! Schlagen auch oftmals des Sturmes Wogen Über das Lebensschifflein, geb's Gott, daß immer wieder sein weißes Segel nach oben zeige und hell im Lichte leuchte! c. Amtliche Nachricht Die Rathauskorrespondenz schreibt uns: Alle im hiesigen Stadtbereich wohnenden Männer Über 40 Jahre, die in Bergwerken gedient haben, müssen s'ch bis zum 5. Juli im Zimmer Nr. 19 melden, insoferne sie für den Militärdienst untauglich erklärt wurden. c. Beschlösse der Stadtgemeinde, die auf der letzten Ratsherrensitzung am Freitagabend gefaßt wurden: Der Friedhof des öffentlichen Krankenhauses wird aufgelassen werden. Der Fünfjahresplan des Stadtverschönerungsvereines und Frem-denverkehrsverbandes wurde aus finanziellen Gründen abgelehnt Das Leitungsnetz der städtischen Wasserleitung wird bis zum Weingartenhaus des Herrn Westen auf dem Nikolaiberge verlängert werden. Im Gebäude der Bürgerschule werden die Zimmerdecken verstärkt werden; für die .Arbeiten sind 50.000 Dinar vorgesehen. Die kürzlich beim städtischen Armenhaus in Medlog errichtete Obstdarre wird dem hiesigen Obstbauverein über geben. Es wird e'n zweites Spritzauto angeschafft werden, das aber nicht mehr als 220.000 Dinar kosten darf. Das städtische Freibad »Diana« an der Sann in Breg wurde dem Bademeister Herrn Grad in eigener Regie überlassen. Die S'edlungen Polule, KoSnica und Trenierje sollen elektrifiziert werden. Den Strom wird Fala liefern, dessen Fernleitung über diese Ortschaften geht, und ihn mit den Kraini-schen Elektrizitätswerken verrechnen. Die Interessenten haben 45.000 Dinar beizusteuern. c. Das Schültrmusizieren von Rudolf PUllch im Ljubijanaer Rundfunksender am Sonntag mittag bewies den Zuhörern die Sinnfäll'gkeit, mit der ihre Musikerziehung beh-ieben wird. Rudolf P11Iich, unser Meister im Handharmonikaspiel, führte vier seiner vierzehnjährigen Schüler vor, Toni Hofbauer und Jelko Kramar aus Celje, Rudi Schm'dt aus Breiice und NIko Prijatelj aus Ljubljana, die bereits über eine große selbständige musikalische Vorstellung verfügen und ganz ausgezeichnet spielen. Rudolf Pillich ist ein hervorragender Musikpädagoge. Die technischen Fertigkeiten, die hundert schweren Künste auf der Handharmonika werden im gleichen Schritt mit der inneren Erfassung des Kunstwerkes, mit der seelischen Durchdringung der Form erworben, erweitert und zur Reife geführt. Rudolf Pillich kann mit großer Befriedigung auf das in allen Teilen sehr gut gelungene Rundfunkkonzert seiner Schüler zurückblicken, (hp.) c. Der Tag des Helligen Veit (Vidov dan), der auf den 28. Juni fällt und im Gedenken an d'e Schlacht auf dem Amselfelde (1389) im ganzen Staate als Feiertag begangen wird, sieht in Celie von 7 Uhr 30 bis 9 Uhr 30 eine Geschäftssperre vor; während dieser Zelt hat in sämtlichen Betrieben die Arbeit zu ruhen. ' c. Die Durchsicht aller Kraftfahrzeuge, die dem öffentlichen Verkehr dienenden (Kraftstellwagen und Kraftdroschken), sowie aller heuer noch nicht amtlich Über-I prüften Kraftfahrzeuge aller Art beginnt am 3. Juli um 15 Uhr 15 vor der Stadtgarage in Sp. Lanovz u. zwar so, daß in der Zeit von 15 Uhr 15 bis 16 Uhr 15 alle Fahrzeuge aus dem Bezirk Celle an die Reihe kommen und nachher erst alle Fahrzeuge aus den Bezirken Smarje, Konjice, »Gornj'grad und aus dem Polizeit)ereich der Stadtgemeinde Celje. c. Verlegung des Marktplatzes? wie man hört, soll sich unsere Stadtgemeinde ernstlich mit der Verlegung des Viktualien marktes vom Hauptplatze auf den Platz hinter dem alten Kreisgerichtsgebäude befassen. c. Kino Metropol. Dienstag und Mittwoch schaüspielrische Meisterleistungen, glanzvolle Ausstattung, spannende Handlung in dem Großfilm »Die große Katharina«, ein Film, den Sie sehnen müssen! In den Hauptrollen Conrad Veidt (!) und Francoise Rosay. j (S^röenfei 5er l^lntituberfulolen »Stjja! »Mariboref Zettnng« Nummer 14& Mittwodi, 4m 27. jtnti loao UktsthoMUke Jtukästltüu i!SupotiatDi(nd Sr^rridilum Beograd, 26. Juni. Der Aufbau der jugoslawischen Industrie insbesondere im Laufe des letzten Jahres hat zu einer Verknappung der Rohstoffe geführt, Die Einfuhr aus dem Auslande mußte wegen der schwierigen Devisenlage im gleichen Zeltraum um etwa ein Fünftel gedrosselt wer-den. Deshalb sind die Anstrengungen, die Forderungsergebnisse des einheimischen Bergbaues zu steigern, wesentlich vermehrt worden; das geschah nicht nur durch Mehrleistung der schon im Betrieb befindlichen Bergwerke, sondern auch durch die Suche nach neuen Roh^toff-lagern, die mit Hilfe deutscher Geologen intensiv betrieben worden ist. Derzeit werden bereits gewonnen Kohle, Eisenerz. Blei- und Zinkerz, Kupfererz, Chromerz, Pyrit, Manganerz, Antimonerz lind Molybdänerz, gold- und silberhaltiges Quarz, Bauxit, Magnesit, Phosphat, Hrdöl, Erdgas und Asphalt. Noch nicht ausgebeutet, aber bereits festgestellt sind T,nger vnn* Eisenerz, Wismut, Schwefcl, Quecksilber und Graphit. In den letzten Wochen wurden nun — und zwar zum ersten Male in Jugösläwie'n — Lagerstätten von Blei und Zinkerzen entdeckt, die 0.5 Prozent Nickel enthalten. Nach Inbetriebnahme der zur Zeit im Bau befindlichen neuen großen Bleihütten in Zveöan im südlichen Zeta-Banat soll bei der Verhüttung der dortigen Blei-Zink-Erze aus den Lagerstätten der TrepCa Mines Ltd. auch das in diesen Erzen enthaltene Wismut gewonnen werden, wobei etwa 10—12.000 kg Wismut, der nationalen Rohstoffwirtschaft jährlich zugeführt werden können. Unlängst wurde mit der Ausbeutung eines zweiten neuen Manganerz-Rergwcrk'es in der Nähe von Skoplje begonnen, Bisher mußten- die erforderlichen Manganerze aiis dem Auslande (insbesondere^ aus Britisch-lndien) eingeführt werden.'Die beiden genannten Werke, die sich bisher In französischer Hand (Gesellschaft »La Dalmatienne«) befanden, sind kürzlich für einen in elf Monatsraten abzuzahlenden Betrag von 4.15 Millionen Dollar in die Hand des jugoslawischen Staates übergegangen. 3nD!?f>f?efrf5f(e auö Oirbeller-berfisf eruuaßfsipöerii? In der letzten Versammlung der Zentrale der Industriellen Korporationen erstattete einer der Referenten, Dr. 2iva-dinovic, ein interessar.tr:s Referat über ('i.? Stellung der Industrif? zur Institution ['er Arbeiferversicherung. In der darauf folgenden Debatte wtirdd fast einmüt';' der Standpunkt eingenommen, daß es Auf gäbe der Arbeiter^'erslcherungsztintraie 'Suzor) wäre, aus seino'i Reserven der Irciustrie Kredite zu gewähren. Obzwar keine diesbezüglichen Resolutionen 0{ldr Rc'schuisse gefaßt wu'*dcn, entstand de:: • itoch in ein^^'m Tele der Arbeiterpresse eine gespannte Stimmung, welche sich gegen jegliche Kreditierung der Industrie aus den »Arbeitergeldern« richtete. Diese Presse gab allgemein der Ansicht Ausdruck »daß die Reserven der Arbeiterver-sicherung nicht dazu dienen können, daß der Industrie, dejn Handel und dem Gewerbe Kredite gewährt würden, sondern daß dieselben ausschließlich für die Ver-vollkommung der Sozialversicherung bestimmt sind. Die Sozialversicherungszen-Irai. süi keine kapitalistische Bank, sondern ein soziales Institut. Der »I n d u s t r i j s k i K ii r i r« veröffentlichte darauf eine kurze Replik mit einigen interessanten Feststellungen. Er sclireibt; »Fast 'n allen Ländern werden Reserven aus Sozialversicherungen auch für In-dus'rickredite verwendet. Das Internationale Arbeitsbureau hat sogar durch ein Speziaikomitee von Experten für die Anlage von Sozialversicherungsvermögen das Anlegen derselben sowohl in Handelsund Industrieaktien in Gesellschaften mit langjährigen Konzessionen und Monopolen. als auch in Handels- und Industrie-obiigationen bei genügender Garantie anempfohlen. Daraus ist zu ersehen, daß Jugoslawien keineswegs der erste Staat wäre, welcher die Anlage des Arbeiterver-sicherungsvcrmögens in Wirtschaftskredite praktizieren würde. Es gibt aber noch etwas Wichtigeres. Das Kreditieren der heimischen Industrie ist direkt im Interesse unserer Arbeiter. Das sollen uns folgende, aus dem »Kom-paßtr 01tilropa-(£uv In die zweite Runde dieser größten Fuß ballkonkurrenz Europas steigen a. Grund der sonntägigen Resultate »Bologna« und »U j p e s t« auL »Bologna« fertigte, wie berichtet, die Bukarester »VenuS« mit 5:0 ab, während »Ujpest« in Budapest gegen die Mailänder »Ambrosiana« mit 3:1 siegreich blieb. Die Frage der beiden übrigen Gegner wird erst später entschieden und zwar absolvierten »Sparta« und »F e r e n c V a r 0 s« ihr Rückspiel am 1. Juli in Prag, wo am 3. Juli das zweite Treffen zwischen »S1 a v i a« und dem BSK folgt. Während »Sparta«, die bereits im ersten Match die Oberhand behalten hatte, als haushoher Favorit gilt, dürfte der BSK angesichts seine 3:0 Vorsprunges genügend (Chancen hkben, sich den Wer» in die zweite Runde zu ebnen. Sludiua au« (tn Ttinalampf-reneTn Erlaubt sind alle Griffe mit der flachen Hand vom Scheitel bis zur Hüfte. Besiegt ist, wer mit beiden Schultern gleichzeitig die Matte berührt und mindestens 2 Sekunden sichtbar festgehalten wird. Ein Überollen von einer Schulter auf die andere, gilt nicht als Niederlage. Bes'egt ist auch, wer den Kampf ohne Grund, vorzeitig aufgibt, es sei denn, daß er durch einen harten Fall oder Aiifschlag außerhalb der Matte sich verletzt und dadurch am f M'tfwoch, den 27. Juni 193t Weiterringen verhindert ist. Ist diese Verletzung durch böswilliges Verhalten des Gegners verursacht, so ist dieser sofort zu disqualifizieren und dem Verletzten den Sieg zuzusprechen. Gerungen wird in Gängen von je 7 Minuten mit einer Pause von 2 Minuten. Sollte ein Kampf nach 3 Gängen nicht entschieden sein, so wird derselbe abgebrochen und an einem der nächsten Abende bis zur Entscheidung ausgetragen. Bei Entscheidungskämpfen muß, sollte nach 4 Gängen keine Entscheidung gefallen sein, der Kampf ohne Pause bis zum Resultat fortgesetzt werden. — Verboten sind folgende Griffe: Das Umbrechen der Finger, das Beinstellen, das Einhacken mit den Beinen, das Sirangulieren des Halses (die :>Krawatti«( ein dem Strangulieren ähnlicher Griff, Ist erlaubt), das Ausdrehen der Arme üb?r den rechten Winkel, das heftige Aufstoßen des Kopfes in der Brückenlage. Bei Anwendung beim griechisch-römischen Ringkampf verbotener Griffe erfolgt Warnung. Dreimalig;/^ Verwarnung zieht Disqualifikation für den betreffenden nach sich. Es können v«ich Geldstrafen ausgesprochen werden, Disqualifikation erfolgt ferner bei ungebührlichem Verhalten gegen Kampfgericht oder Publikum. Wer mehr als zweimal disqualifiziert wird, scheidet aus der Konkurrenz aus. In besonders schlimmen Fällen kann die Disqualifikation von der gesamten Konkurrenz auch sofort ausgesprochen werden, Eine Disqualifikation bei Endkämpfen kann durch Beschluß des Schiedsgerichtes, ohne Rücksicht auf die hierdurch erlittene Niederlage, in eine Buße bis zu 1000 Dinar umgewandelt wefden. : SK. Rapid. Die heutige Hauptausschuß Sitzung entfällt. Die nächste Sitzung des Hauptausschusses findet am Dienstag, den 4. Juli statt. : In Zagreb spielten am Sonntag :>Grad janski« und »Concordia« 3:5 untenschieden. : Zagreber Boxer auch in Augsburg ge-9chlagen. Die Zagreber Boxstaffel wurde in Augsburg mit 11:5 geschlagen. : Ostmark — Schweiz 0:0. In Zürich spielte die Auswahl der Ostmark gegen das Nationalteam der Schweiz 0:0. : »Sevilla« gewann den Fnuico-Pokal. Im Endspiel um den Fußballcup des Ge-neraJs Franco schlug »Sevilla« das Team von Barcelona mit 6:2. ; In Kraaj fertigte der SK. Kranj die Ljubljanaer »Svoboda« mit 3:1 ab. : Die Leitung des Snboticaer Fußball-Ulitorverbandes zurfickgetreten. Die gesamte Leitung des Suboticaer Unterverban des hat am Mitwoch abends abgedankt. D'e Abdankung steht mit der für den 2. Juli einberufenen Hauptversammlung in Zusammenhang. : Einen neuen jugoslawischen Rekord stellte beim leichtathlet'schen Meeting am vorigen Sonntag in Subotica Lenert (BSK) im Weitsprung auf, indem er die jugoslawische Bestleistung auf 7.14.5 ver besserte. : In Osljek bes'egte die dortige »Slavi-ja« den Ligaverein »Zemun« mit 8:0. : In Split schlug die Auswahl von Split den ASK mit 6:0. : Der Boxtitel aberkannt. John Henry Lewis wurde von der National Boxing Association die Halbschwergewichts-Welt melsterschaft aberkannt, da er den Titel, wie ihm aufgegeben worden war, nicht innerhalb einer halbjährigen Frist verteidigt hatte. Der Titel wurde für vakant erklärt. Inzwischen hat sich herausgestellt, daß Lewis, der bei einem seiner letzten Kämpfe eine Augenverletzung erlitt, auf dem linken .Auge völlig erbl'ndet ist. : Einigung im tschechischen Sport Der Vertreter der »Nationalen Volksgemeinschaft« berichtete auf einer Pressekonferenz in Brünn, daß die Parte'leitung Schritte unternommen hat, um die Eini-i?ung im tschechischen Sport durch Gesetz 2U gewährleisten. Nur dadurch sei es mög lieh, auf alle, die s ch einer Dachorganisation in den Weg stellen, einen Zwang aus •'Hüben. Det StiuA mH jäik moMUA SotdaieH San Marino, die seltsamste RepubNk Europas Kurz und bündig. Herr: »Mein Fräulem, ich liebe Siel« ' Dame: »Danke — gleichfalls!« San Marino, 26. Juni. ' San Marino ist die seltsamste Republik Europas. Und die kurioseste obendrein. Das Wahrzeichen dieser Spielzeugschachtel-Republik, die sich auf dem 800 m hohen Monte Titano erhebt, das sind die verwitterten Kastelle, deren drei mit silbernen Federn geschmückten blauen Türme weit hinein in das Land leuchten. Ein wundervoller Fernblick bietet sich von hier aus über die weite Tiefebene des Po. Auf der einen Seite erheben s'ch die grau-' en Berge des Apennin, auf der anderen dehnt sich die Po-Ebene aus. Ganz rückwärts schimmern die blauen Fluten der Adria mit dem langgestreckten Strand von Riccione und Rimini. An klaren Tagen, so wie heute, bevor die Sonne untergeht, werden hoch im Norden sogar die rosig und violett schimmernden Steilhänge der Dolomiten sichtbar. Ein Märchen der Natur! Die Gründung eines Mönches. San Marino blickt auf eine sechzehnhundertjährige Vergangenheit zurück. Damals machte sich ein Mönch aus Dalma-tien, der Heilige Marino, auf den zerklüfteten Höhen des Monte Titano ansässig. Sicherlich hat er sich nicht träumen lassen, daß in etlichen Jahrhunderten sein kleines, entzückendes Bergnest e'ne Kuriosität Europas darstellen wird. Lm Laufe der Jahrhunderte entstand hier eine kleine Ansiedlung, aus der sich schließlich ein Staatswesen en m'niature entwickelte. Die Französische Revolution ging an dem kleinen Freistaat ziemlich spurlos vorüber. San Marino wurde auch in die Kämpfe der Gar'baldianer verwickelt, behielt aber seine Unabhängigkeit. Durch Konvention vom 22. März 1862, die inzwischen mehrmals erneuert und mit Zusätzen versehen wurde, hat sich die Bergrepublik unter den Schutz des Kön'gs von Italien gestellt. Und ist es bis heute geblieben. Die »bewaffnete Macht« Der »Rat der Sechzig Mariborer Zeihjng« Nummer 145 8 Mittwoch, den 27. Juni 193£ I Familie mit deutscher Um- 'saxigssprache übernimmt solche Personen, welche sich in dieser Sprache vervollkomm-, nen wollen. Adr. Verw. 5855 Ataeifet Kl«ln* Ani*lg*n koaton 60 Para pro W«rt In d*r RUtorIk „Korr*. | jL, aä^^A^Ää/Siga» •pondanx" 1 Olnaf i Ol« (3 Dinar kla 40 Warla^ 7'BO Dinar Iüp grAsaara Anialgan) wird baaondara barac^nat / Dia MIndaattaxa fOr aina klalna Anxal0a batriat 10 Dinar / FOr dia Zu* tandung von ehlffr. BHafan lal aina OabÜhr von 10 Dinar zu arlagan , Anfragan lat •lnaG«bGhrvon3DlnaplnPoatfnarkanba1cuachliaaaan I Gebrauchte Schulbücher kauft iBuchhandlime W- Heinz- Go- flaus in der schönsten UmKC biinff von Celle zu verkaufen mit 1(X)0 m' Garten u. Obstbäumen. 15 Minuten v. Bahnhof. Ziischr. unter »Sparsiel-kultur« an die Verw. 5851 iu Kaufe altes Gold. Silberkronen. falsche Zähne zu Höchstpreisen A. Stumpf. Qoldarbelter. Koro§ka c. 8. Lsposka 26. 5852 VffSfitifdfMs |»Pizenski dvor« — A. Senlca |— ladet ziu neuelneelanKten ausgezeichneten Weinen ein. Ueber die Gasse — wie stets bedeutend ermäßigt. 5864 Fahnenstoffe — in Wolle — echtfärbis:« kaufen Sie billle bei lObnova«, F. 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Anträge unter »Rechtes Drau ufer« an die Verw. 587i -y-r" - , - WMv Suche Stellung als Köchin, (auch für Gasthaus) oder Be-dionerin tagsüber Resi AnCiö, Pobrefje, Aieksandrova 8. ffffiene Hetttk Dienstmädchen, welches kochen und aJle Hausarbelten verrichten kann, wird aufgenommen. Geschäft Mernik. Ptuiska c. 1.__ 5853 Intelligenter Lehriunge oder Lehrmädchen wird aufgenoni men bei A. Stumof. Qoldar-beiter und Juwelier. KoroSka cesta 8. 5813 Oute Köchin iür alles bei guter Bezahlung über die Sommermonate D. sofort gesucht. Adr. Verw.___58^ Köchin oder Kocb. perfekt u. selbständig, wird für größere Pension bei Oubrovnik gesucht. Adr. Verw. 5868 Lehrmädcheo für Damenschneiderei wird aufgenom-mM . im Modesalon JanSek, Wildenralnerlevt 8. 5878 Erstklassige Schneiderin wird sofort aufgenommen. Anzufr. Rotoviki trs 5-1. 5879 Aoshlllskvlloer und Kellnerinnen werden aufgenommen. — Hotel Orel. 5882 Qemelnsamea Haushalt oder Ehe mit charaktervoll. 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Können Sie denn das?« Bernd war aufgesprungen und stand nun neben ihr. »Ich habe, ehe ich nach Afrika ging, vielen Kindern Klavierstunden gegeben«, sagte die junge Frau. In Bernds Augen war ein heißes Leuchten. Dann erlosch es plötzlich. »Es hat ja doch keinen Zweck. Vati »vill es nicht.« »Warum nicht, Bernd? Wenn du so inu sikalisch bist und die Musik so sehr liebst, dann kann dein Vater doch nichts dage-Rcn haben?« Der Junge schwieg. Seine starken weissen Zähne gruben sich in die Unterlippe. In diesem Augenblick kämpfte er mit der Versuchung, nichts zu sagen und Frau Rühle zu bitten, ihm die so sehnlichst ge-wünsciiten Stunden zu geben. Sie hatte es ihm doch freiwillig angeboten, und man brauchte ja daheim nichts zu sagen? ROMAN VON ELSE 3UNG-LINDEI1ANN 15 GERNOT-BUBEN Es war ein harter Kampf, aber die innere Anständigkeit siegte. »Es geht nicht ... wir haben außerdem kein Instrument zu Hause, auf dem ich üben könnte«, wich er den fragenden Augen aus, die voller Anteilnahme auf ihm I ruhten. »Du könntest bei mir üben, Bernd.« Warum machte sie es ihm so bitterschwer? Mußte er es wirklich sagen, war um sein Vater seinen Wunsch nicht erfüllen wollte? Er mußte es wohl, und so erzählte er von Onkel Harry. Wenn dieser Bericht auch stockend und etwas karg über seine Lippen kam, so verstand Roswitha jetzt Friedrich Gernots Sorge, wenn sie ihm auch nicht beistimmen konnte. Doch war es nun selbstverständlich, daß sie nichts gegen seinen Willen tat. Sie nahm sich nur vor, einmal mit Bernds Vater zu spre chen. Dem Jungen sagte sie*nichts davon, um nicht Hoffnungen zu erwecken, die sich vielleicht doch nicht erfüllen ließen, aber sie versprach ihm, öfters für ihn zu spielen. So war es abgemacht, daß die Buben jeden Nachmittag, wenn sie ihre Schularbeiten hinter sich hatten, für einige Zeit zu Frau Rühle herüberkommen durften. »Ich werde eurer Mutter einen Besuch machen und sie bitten, daß sie es erlaubt, ist's so recht?« fragte sie und gab Bernd /:um Abschied die Hand. »Sie wird es schon erlauben. Mutti ist froh, wenn es im Hause und im Garten still ist, und wenn sie weiß, daß wir gut untergebracht sind. Darf Ekkehart auch mitkommen? Er hat sich schon furchtbar viele Fragen Uber Afrika aufgesdirleben.f »So, hat er das?« Roswitha lächelte. »Ich kann es mir denken, daß es einen Jungen in Ekkeharts Alter lebhaft interessiert, von Afrika zu hören. Grüße deinen Bruder von mir. und wenn ich am Nachmittag nicht zur Stadt fahren müßte, dann hätte er heute noch ein Stündchen herüberkommen können.« >Ich werde es ihm sagen . . . und ich danke auch noch inmal recht sehr, Frau Rühle. Jetzt muß ich aber sehen, wo Klaus steckt. Lieber Himmel, es ist ja schon gleich 1 Uhr! Wenn Vati bloß noch nicht zu Haase ist?« Bernd lief aus dem Zimmer und rief nach Klaus. Doch der meldete sich nicht. Roswitha und Bernd mußten ihn suchen und fanden ihn oben im Badezimmer, wo er den Hahn des elektrischen Heißwasserspeichers aufgedreht hatte und sich über dem Waschbecken mit Hingabe und mit Roswithas feinster Seife die Hände wusch. »Du . . . guck mal, Bernd ... wie heiß das Wasser da rauskommtl« sagt eer vergnügt. »Menschenäkind . . . laßl Du darfst dir doch hier bei Frau Rühle nicht deine schmutzigen Pfoten waschen I« Bernd war das Benehmen seines kleinen Bruders sehr peinlich, aber Roswitha lachte. Sie hatte längst bemerkt, daß der kleine Knirps auch ihrem Haarwasser in Leibe gegangen war, daß er sich förmlich damit den Kopf gewaschen hatte, denn seine blonden, krausen Haare waren noch naß, und es entstieg ihnen ein schwerer Duft. »Meta und ich haben doch gestaubsaugt, und dann haben wir den Dreck ausgekippt, und dann habe ich schmutzige Finger gekriegt, und dann mußte ich sie mir doch waschen, nich, Bernd?« erklärte Klaus. »Selbstverständlich!« Roswitha schien das auch ganz in Ordnung zu finden und nahm selbst das Handtuch vom Halter und trocknete dem Buben die Hände ab. Zu WlederholunKsorUfungen aus Matiiematik. Latein. Qrie chlscht Französisch. Deutsch. Slowenisch gründliche Vor-bereituntr. Professor, Koro-SCeva 23. 5815 »Meta is überhaupt sehr nett. Sie hat gesagt, ich darf auch mal Teppich klopfen mit der elektrischen Klopfermaschine . .. und bohnen darf ich auch«, plapperte Klaus weiter; Er war ganz erfüllt von diesen herrlichen Versprechungen, und die Enttäuschung, die Lina ihm bereitet hatte, war vergessen. So gingen denn die beiden Buben sehr zufrieden heim, und sie kamen genau in diesem Augenblick vor ihrem Hause an, als der Vater aus dem Auto stieg. »Na, ihr Trabanten ... wo seid ihr denn gewesen?« »Nebenan ... bei Frau Rühle aus Afrika«, erklärte Klaus und tat sehr wichtig. Gernot legte ihm die Hand auf den Kopf und zog sie rasch wieder zurück. »Bengel ... du bist ja ganz naß? Hast du etwa bei Frau Rühle ein Bad genommen?« »Nee . . . riech' mal, Vati.« Klaus stuppste dem Vater seinen Kopf gegen den Bauch, und Friedrich Gernot, der heute bei bester LauneVar, tat ihm den Gefallen, bückte sich und beroch das Haupt seines Sohnes. »Riecht gut... nich?« »Wunderbar!« »Das ist Frau Rühle ihr Haarwasser. Sie hat noch mehr Flaschen, aber ich habe nich alle probiert.« »Das lass' auch gefälligst bleibe, mein Sohn, sonst setzt dich Frau Rühle an die Luft. Und nun kommt, ich habe Hunger.« Gernot ging voran. Frau Rühle hieß die junge Frau.. richtig. Mit einem Male sah er das flüchtige Bild wieder vor sich, das ihn gestern nacht noch lange beschäftigt hatte, ehe er eingeschlafen war. Es hatte eine Sehnsucht in ihm geweckt, die ihn heute zu Leonorp Lindt getrieben hatte. Gernot schob den Schlüssel in das Schloß und schnappte die schwere Tür auf. Jetzt würde es gleich wieder da sein, dieses Gefühl der Beklemmung. (Fortsetzung folgt.) oAm dÄn Herausgeber und den Druck