Ns. 39« Vrän!,merat!on«pr«i«: Im Lomploli «anzj. ss, ll, hnl^I. ft. l>'50 ssili d<« .^uficNung ln« Hau« hn»'«. si<> rr. MI« der Poft »anzj. fi. l5, halbj. 7 50. Mittwoch, 29. Dczembei. 1880. Mit 1. Iäuuer beginnt ein neues Abonnement auf die „Kulmchcr Zlitnng". , Die Prännmerat ions - Bedingungen "leiben unverändert und betragen: n_. Ganzjährig: K" Post imter Schleifen.....l5 fl. — kr. M Laibach ins Hans zugestellt . . , 12 „ — „ ^'N Cumpwir abgeholt......N „ — „ «... Halbjährig: ^ Post unter Schleifen .... 7 fl. 5l) kr. H"r Laibach ins Hans zugestellt . . . 6 .. — „ ^>n Comptoir abgeholt......5 „ 50 „ ,..« ^^ ^ic V»iin!»mcrations-Veträlie wollen portofrei '''»elcudct wcrdc». Laibach im Dezember 1880. Jg. v. Klcinmnnr öc Fed. Damlierg. Amtlicher Theil. Erkenntnis. y. Dns k, s Llllidesqellcht nls Strafcirricht in Pran bat cms 'Uttrnss dei,- f, s. ElacilScuiwnltschafl n,it dc,n Elsci,nlniss>,' voi» ^- Drzoilbel- 1^60, ^. '.l!1'>>8. die Wcitriucrb^iiling di>r in öu'ich crscheim'nt»,'!! Zctsänist „Der Sucmldl'MDti al" ^/r 45 vom ^ ^>, dann wegen c>cr Aititct „Ein write,lcr Schutt zum Endc", ""cuDliiliul, uoer Reform" und „Irantlcich" uach 8 305 St. G "Obolen. Nichtamtlicher Theil. Se. Majestät der Kaiser haben, wi- die „Kla-Nens»ll bisherige Glwcrbe-Orduung die Nachweisung dir Befähigung zum Antritte von concessionierten Gewerben im Gesche selbst enthielt, wurde in dem neneu Entwürfe der Behörde überlassen, im Verordnunnswege sestzuschen, in welcher Art dilser Nachweis geliefert werden full. Dieser Vorgang ist deshalb vorzuziehen, weil bei dem Fortschritte in der Technik der Gewerbe sich die Bestimmung für den Nachweis der Befähigung schwer stabilisieren lässt. vluch bei der AufMlnng der Gewerbr, bei welchen die Genehmigung der Bttrirbsaulage nothwendig ist. ersch.int die Zahl solchrr Gewerbe mit stücksicht auf die seit 1859 gemachten Erfahrungen und diesfalls erlassenen Vursch'iften verm,hrt. Dagegen tonnte der Antritt der bisher freien Gewrrbe an den N lchwris einer Befähigung nicht ge. knüpft werden, so sehr anch vielfache Petitionen von Klei!,g,'werbelreili"nd.i! auch diese Aenderung der Gewerbe Oidnuug vom Jahre 1859 austteben. Abges'h'N davon, dass diesen Petitionen eben so zahlreiche P.'tiliomn und Aeußerungen von Handels, kammcrn nud alls den Krisen der G.hilf.n entgegen, stehen nnd dass die B co,poral!v^'u Verbäuüe (der Genossen, schaften) sich emw,ckeln weide. Dmt sollen dle jetzt bestehenden Klassengegensätze zwlschen den Gewerbetreldelidei! nnd n,re„ HilsH. arbelteril ausgeglichen, durch R-q.lung des Leh,l.»a«. Wesens und durch fachliche Ailsl'ils.'ng bcr Leh>lll,c,e die Elemente z,l einem inlelli^eoten Gewe,bestände hl'ran^zogeli und übel Haupt da.ch die anzuhoffende Thaiigkeit der Geuossellschaslen weitere Nefmmm im Gewel belebrn vo, bei eilet werden. Auf die Organisierung der' Genossenschaften und chre Zwecke ,,t dah.r die vorzügliche A..f'.:'.<,tiamlm deS ^..lwnrfes genchtet, wie noch weiter eitert werden wird. Die Abschnitte 1 und II des neuen E,„wu> fes -«El»ll)e,lung der G>'werbce Genossenschaften eine rcsormatorische Wirknng auf das Geiuerbeleben äußern, so muss der Emtiitt der Gweibetreibenden und dsrei« Hilfsaibeiter ein obligatoiischer sein, daher müssen neue, die bis» l),'ric,el> g'luesblichen Orciane ergäozeuden Organismen gebildet werden. So wenig bei anderen zur Vertretung bestimmter Iateressen schau bestehenden Organismen, wie der Handels- und Gewerbekammern, Ädvocalen» und Notmiat^kammeru, die Angehö'igteit vom Willen der betreffenden Iüteressenteu abljängig gemacht wer-deu kann, mass auch bei den a/weitlichen Genossen-s lmslen die Aüqebörilikeit eine imperat ve sein, wenngleich bei der Bestimmung d?« territorialen Umfanges der Genoss llschajteu uuo der Zasamm^nleguug mehrerer uerwand!en Gewerbe zu einei Genoss nschast der W>Ue der Be!he,ligten möglichst berücksichligt werden soll. Da die Gelwss.nschaslen jedoch vorzugsweise für das Emporbringen der Kleingewribe willen sollen, so mag immelhin für die fablikemähia. betriebenen Go I werbe-Uilternehmungrn uud deren Hilfsarbeiter, welche Zeuilleton. Die Irre von Wardon-HaU. Neman von Albrecht hendrlch». (07. Fortscßuna.) 18. Lapitel. Das Geständnis. , Als Luitqard a,l Ottos Seite in das Schloss ° lucttch,-^ kam ihnen der Giaf im Garten ent-N,??' ^^' ^"^le Otto gesucht und ihn auch dort ver- h^. "Ah, sieh' da, Luitgard. Ottos Gegenwart scheint ^^^.. einen heilsamen Einfluss auf dich auszuüben. 3>.,/'"l) heraus? Mich wuudert es, bafs das deine "'. ^iuegeben haben." ^ ^ lächelte matt, aber fprach kein Wort; es t,^ 'h'' unmöglich, einen La»t über die Lippen zn lHj, ,^'^ Graf nahm Otw mit sich, um ihn seine neuen Zwingen zn zeigen. e,,^ "ltMd schallle ihnen nach, ein tiefer Seufzer "''Nsich ihrer Brust. «"i"s sl'll nun werden?" ^)en , ^ '"^^ die F>age, welche sie sich unnnterbro-d,,. c> ^^' "'s sie' langsamen, müde» Schrittes !,rh,"lppe hinanstieg. Das konnte lein gutes Ende ^A,st!''!^'n trat genau zur bekannten Stunde in das schwer '^''.''"'^' Sie trug ein schwarzes Kleid von ldnde, reich mit Spitzen garniert und der gelbliche Schein derselben hob die blendende Weiße ihrer schönen Arme noch mehr hei vor. Als Graf Herbert mit Otto eintrat, war er von Luitgards Anblick ganz überrascht uud entzückt. Er machte ihr ein sehr aufrichtig gemeintes Compliment nud fchlang fcherzend seinen Arm um ihre schlanke Taille. Ein heißes Noth stieg in Luitqards Wangen, sie sah Oilo an und Thränen traten io ihre Augen, __ sie fühlte sich namenlos unglücklich. Das konnte nicht so bleiben. Nach dem F,ühstück zog Graf Hubert sich nach seinem Arbei sz'inmer zurück. Wie er vorgab, hatte er einige nulhwenoige Kleinigkeiten zu ciledigen und bat Luilgard, seinen Gast zn unt-lhallen. Da erhob sich Luitgard p!öhlich von ih>cm Sil)?. „Ernst, können diese Kleinilileiten nicht aufgesckw. ben werden?" fragte sie mit zuckeudeu Lippen. „Ich muss dich sprechen." „D"?" eutgegncte er. sie mit der höchsten Verwunderung betrachtend. „Nun, so sprich gleich, mein ssl'ild. Wir sind ganz uxler nns. — Du wirst Olw doch als ein Familienglied betrachten und ihn Nicht von einer Cuufereuz auischli.ßen." Luitgard wu,de abwechselnd roth und bleich. Olto halte sich abgewandt und schaute zum Fenster hmaus. „Nicht doch, Ernst, es ist etwas — ich möchte dich allein sprechen," sagte sie bebend. Graf Herbert lachte. „Nan. die Sache wird nicht fo große Eile haben. Ich habe wüklich keine Zeit. Heule Nach. mittag — oder morgen, dann stehe ich dlr zur Verfügung." Laitgard athmete tief und schwer, Dan n war sie mit O«o allein. ! „Wollen wir in den Park gehen, L'litgard?'' fragte er. «Ernst hat mich deiner Freundlichkeit an« empfohlen." „Nein." entgegnete sie fest, »erst muss ich mit Ernst gesprochen haben?" I Sie hatte das Gemach verlassen und war fort« lgeeilt in die Einsamkeit ihres Thürmzimmeis, um dort ! lhren Jammer und ihr Herzeleid auszuweinen. Sie war der Veizwelslnng nahe. Otto war allein in dem Salon zurückgeblieben, voll düsterer Gedanken, nm Laitgard von chrem Gatten loszureißen. Jahrelang h'lle er vergeblich versucht, zu vergesse»!. Ja Glück und F^ude, in Noth und Tod sah rr sie stets vor Augen. Wenn er nachts wachend in seinem Gemach lag, sah er ihr bleiches Antlitz vor sich aufleuchten, aus dem Nauschen der Bäume klang es ihm: „Du hast mich elend gemacht — ich hasse dich!" Er hatte nie in die Heimat zu» rücklehren wollen, doch zog es ihn mit unwioeistehliHer Gewalt heim. Jetzt wnsste er, dass sie ihn liebte. Eine einzige Secunde der Schwäche hatte ihm alles ve>rathen. Su hängt das Wohl n»o Wehe im Menschenleben von einem Zusalle ab. Hätte Herbert eine Stunde flüher das Schloss verlasse», so würde er seinem Frelliide begegnet sein und m der Gegenwart ihres Galten hä>te Lllitgard ihre Nuhe b,wihrt. Sie würde sich gefasst haben und das unselige Geheimnis würde sie ins Grab begleitet haben. So sollten beide denn ihrem Schicksale nicht entgehen. 2516 nach dem Umfange und ihrer Beschaffenheit überhaupt an den Zwecken der Genossenschaften nicht betheiligt sind, der Eintritt als ein facultativer vorbehalten bleiben. Nnr dort. wo örtliche Verhältnisse die Bildung der Genossenschaften unmöglich machen, weil gewerbliche Unternehmungen nur in sehr geringer Zahl nnd sporadisch zerstreut vorkommen, kann von der Bildung von Genossenschaften abgesehen werden. Mitglieder dcr Genossenschaft sollen die selbständigen Gewerbetreibenden und die eigenberechtigten Ge« Hilfen, d. i. jene Hilfsarbeiter sein. welche bereits eine die Fertigfeit des Lehrlings überragende Verwendung im technischen Betriebe des Gewerbes haben, während die noch minderjähngen Gehilfen, die Leh'linge und die zu nntergeordneten Hilfsdiensten verwendeten Personen nur Ängehmige der Genossenschaft bilden nnd den Vorschriften der Genossenschaft unterworfen sind. Dass die FMiksunternehinungen sich den Genossen^ schaften der Kleingewerbe anschließen werden, dürfte ein feltener Fall sein. Wo dies aber dennoch geschieht uder, was wohl wahlscheinlicher ist, wo mehrere Fabrilsu!tle>nchmnnm I I. Mai 1809, N.G. Bl. Nr. l!3, bei der Bildung von gewerblichen Schiedsgerichten den Hilfsarbeitern die Hälfte der Stimmen im Schieds-lynchte eingeräumt und auch anderwärts, wo gewerbliche Schiedsgerichte bestehen, werden dieselben in ähnlicher Weise gebildet. Auch der Art. 34 des im vorigen Jahre vorgelegten Gesetzentwurfes enthielt das Piilnip, dass die Streitigkeiten aus dem Arbeits« und Lrhrvcrhältnisse, wenn die Strcittheile einer Genossenschaft angehören, von einem Schiedsgerichte zn ent« s.!,riden sind, in welchem unter dem Vorsitze des Ge< nossenschaflsvmstehcrs die Gewerbe^Inhaber nnd die Hilfsarbeiter in gleicher Zahl vertreten sind. Soll das Institut der Genossenschaft nicht im vornherein dein Misstrauen der Hilfsarbeiter begegnen und diese in der Genossenschaft verlrelen sein, glaubte die Commission, sich dafür entscheiden zu müssen, dass auch bei dcr Geschäftsführung der Ge« nossenschaft den Gchilfen die Hälfte der Stimmen sowohl in den Genofsenschafts-Verfammlungen als in dem Ausschüsse der Genossenschaft unter der Leitnng des jedenfalls ans den Gewerbe-Inhabern zu wählen« den Vorstehers eingeräumt werde. Nur bei dem ge-nossenschaftlichen Schiedsgerichte wurde eine Modification dahin vorgeschlagen, dass der Vorsitz in diesem Schiedsgerichte zwischen dem Gewerbe Inhaber und Gehilfen nach einem im Gesetze bestimmten Turnus, jedoch derart abwechseln soll, dass der Vorsitzende aus der Klasse der Gehilfen durch die Gewerbe-Inhab.r, jener aus der Klasse der Gewerbe-Inhaber durch die Gehilfen gewählt wird. Die Zahl der Mitglieder der Gcnossenschafts'^ Versammlung soll durch die Statuten festgesetzt nnd derart bestimmt werden, dass aus jeder der beiden Klass'N nicht weniger als 20 und nicht mehr als 50 Mitglieder als Theilnehmer der Genossenschafls» Versammlung gewählt werden. Zur Wahlfähigkrit ist bei beiden Kategorien der Mitglieder die Großjährigkeit nnd eine mindestens drei-jährige Verwendung als selbständiger Gewerbe-Inhaber, beziehungsweise als Gehilfe nöthig. Durch eine solche Organisierung dcr Genossen« schastsleitung glaubte die Commission sowohl der nenen Institution der Genossenschaft das Vertranen der Mitglieder gesichert als für eine geregelte Geschäftöfiihrnng geforgt zn haben, zumal weiter im Gesetze Bestimmungen enthalten sind, welche eine Majorisicrnng der einen Kategorie der Mitglieder durch die andere, namentlich in Fragen der Vermögensverwaltung, ausschließen, und durch die von der Gewerbebehörde zu pflegende Aufsicht über die Genossenschaften so wie durch Zulassung des Necurses gegen die Beschlüsse der Genossenschaft an die Gewerbebehördc der Gefahr überstürzter Beschlüsse, begegnet ist. Der VI., VII. und VIII. Abschnitt des Entwurfes: „Gewerbliches Hilfspersonale". „Gewerbe-Infpec-toren" nnd „Gewerbliche Hilfikasseu" so wie der An« hang „Normativ-Bestimmungen für registrierte gewerbliche Hilfskasfen", umfaffen die Bestimmungen, welche fchon »n der vorjährigen Regierungsvorlage unter denselben Titeln enthalten waren, und bedürfe» keiner neuen Motivierung. Es wird nur erwähnt, dass einzelne Bestimmungen nun ihre» Platz in dem Abschnitte über Genossenschaften fandeil, wie z. B. jene über Bildung des genossenschaftlichen Schiedsgerichtes, dann dass einzelne Aenderungen, welche bei der Berathung des Ausschusses des Abgeordnetenhauses gemacht wnrdcn nnd welche meistens minder wesentlich sind, anch von der Commission beantragt werden. — Die wesentlichste Aenderung wurde schon im Ausschüsse des Abgeordnetenhauses an dem die Haftpflicht der Gcwelbc-Iu' Haber regelnden § 94 in der vorjährigen Novelle, Artikel 4, vorgenommen, wonach der Gewerbe'Iichaber, wenn er aus der Haftpflicht einen Eisatz an den Hilfsarbeiter oder dessen Angehöige zu leisten hat, berechtigt sein soll. in diesen Ersatz dann jene Leistungen zur Gänze einzurechnen, welche der Eisatzberech-tigte von einer Versichrnngsanstall, gewerblichen Hilfs-lassc oder ähnlichen Unlerstütznngskasse anläsölich des Unfalles zu erhallen hat. wenn dcr Gelöotete oder Verletzte bei diesen Anstalten nnter Mitleistung von Prämien oder anderen Beiträgen versichert ist und wenn weiters die Mitleistuug des Gewerbe-Inhabers nicht uuter einem Drittel dcr Gesammtleistnng beträgt. Die Bestimmung wird um so mehr von der Commission empfohlen, weil dieselbe einen wohlthätigen Anreiz zum Abschlüsse solcher Versicherungen zugunsten der Hilfsarbeiter enthält. Eine weitere wesentliche Aenderung hat die Commission in der Fassnüg des H 92 (Art. 2 dcr vor-jähiigcil Vorlag!) dnrch die Eintheilung der Hilfs» arbeiler in die Kategorie: ». Gehilfen, >). Lehrlinge, <:. Fabrikscnbeiter und ä. Aibeitspersone» für untergeordnete Hilfsdienste im Gewerbe vorgenommen, weil hiei'ach das verschiedene Verhältnis, in welchem diese Lnitgard ließ sich heute nicht mehr sehen. Wenn Otto gedacht hatte, dass sie ihm in den Park folgen würde, so s'ch er sich getäuscht, sie kam nicht — auch nicht zum Diner. Gleich nach Tische ließ Luitgard fragen, ob ihr Gemahl nicht ein paar Augenblicke Zeit habe. „Wirklich!" rief der Graf aus, „ich fange an, neuqicrig zu werden. Das ist während der ganzeil Zeit unserer Ehe noch nicht passiert! Wo ist die Gräsin?" fragte er die noch harrende Kammerfrau. „In ihrem Gemache, aber die gnädige Frau möchte zn Ihnen in das Arbeitszimmer kommen." Der Graf murmelte etwas von Grillen und begab sich in fein Arbeitszimmer, jetzt felbst gespannt und neugierig, was diese Laune seiner Gemahlin zu bc« deuten habe. Nicht lange nachher hörte er ihren elastischen Schritt, dann das Rauschen ihres Gewandes und — sie stand vor ihm. „Mein Gott! was ist dir, Lnitg,nd?" fragte er erschreckt. „Dn siehst ja entsetzlich ans!" „Nichts, Ernst, nichts, ich bin körperlich ganz wohl, aoer die geistigen Qnalen ertrage ich nicht länger." Sie sprach das sehr ruhig, aber es war eine erzwungene Nuhc. Ihre Lippen bebten, ihr ganzer Körper flog wie im Fieber. „Sprich deutlicher. Luitgard. ohne Umschweife," entgegnete er rafch. „Du weißt, ich bin kein Frennd solcher Scenen — die Zeit liegt lange hinter mir." „Elnst." kam es über ihre Lippen, „ich habe dich betrogen." Sie hatte vielleicht gedacht, er würde erschrocken zulückllrlen. Aber nicht« derartige». In seinem Gesichte prägte sich freilich eine große U berraschung ans, aber weiter war darin auch nicht das AUerminocste zu erblicken. „Du, Luilgard? Kind, sage mir klar und deutlich, was ist geschehen?" Sie athmete tief auf. Hätte cr doch anders zu ihr gesprochen, es wäre ihr leichter geworden, sich der Last zu entledigen, welche auf ihrem Herzen lag. „Ernst, weißt du noch, was ich dir an unserem Verlobnngitage sagte, dass meine Li»be begraben sei und ich versuchen wolle, meine Pflicht zu erfüllen." „Ach, Luitgard. lafs' doch die Vergangenheit," fagte er beinahe gereizt. Luitgards Herz zog sich krampfhaft zufammen. Was sollte sie jcht noch sagen. „Ernst, sprich nicht so," bat sie, „wenigstens nicht in diesem Augenblick, wo ich mein Herz so schwer belastet fühle. Du mufst mich anhören, oder ist es dir wirklich gleichgillig, wenn ich einen anderen liebe?" Sie hatte die letzten Worte kanm hörbar hervorgestoßen, aber Herbert hatte sie verstanden. Wie ein Wirbelwind brauste es vor seiuen Ohien. „Luitgard!" rief er aus. „O, mein Gott, — welche Ahnung!" Er schlug mit der Hand vor die Stirn. Er griff nach der Lehne des Stuhles, um sich zn stützen. Ach, er hatte geglaubt, dass er lange genug verheiratet sei, um nicht mehr an dergleichen Dinge zu denken nnd nun? — Bei der ersten Berührung fühlte fein Herz, wie ihm sein wü'de, wenn er sie verlor, aber — auch fein Stolz war beleidigt. lFortsetzunn folat.) Hilfsarbeiter zur Genossenschaft stehen. in dem Abschnitte über Genossenschaften geregelt wnrde. Der IX. und X. Abschnitt des Entwurfes entsprechen dem 8. und 9. Haupllheile der Gewerbe-Oll)« nung. Wir können am Schlnsse nnr wiederholt den Wunsch ansfprechen, dass die Neformaclion auf dem Gebiete der Gewerbegtfehe dnrch den Nelchsralh z" einem baldigen und gedeihlichen Refultate führe. Zur Lage. Trotz der krampfhuftcsten Aüstrengungen der W'^ ner ?pposilioncll.'n Piesse, die jede dem Mimsw'^ Taaffe gnnstiae Stimme als eine Inspiration hmM^ len sncht, lassen sich die tonangebenden ciigllM"' französischen nnd deutschen Journale in ihren» ol)^ tiven Urtheile übcr die derzeitige innere Lage > Oesterreich nicht wankend' machen. So bringt °> „Morning Post" einen längeren Artikel uv' Oesterreich, der mit folgenden Betrachtungen M"?' „Wir haben häufig die absolnte Noihwendigleit cw tert, in welche die österreichische Regiernng versetzt li. allen Nationalitäten des Reiches gleiche Gunst z" " gen. Die Zeit ist sür immer vorüber, ausgenonnn mau wollte riskieren, der vanslavlstlschen P"p^??„ in die Hände zu spielen, in welcher das österreickl ^ ! Gouvernement durch Begünstigung des deutschen äl!, les s'iner Unterthanen regieren kann. Es «st h"l l die Deutschen, den Rangverlust, den sie zn "IM haben, zu ertragen. Tie Stellnng der Slaven aus l! ! chem Fnße mit' der «llen herrschenden K^ste "!^„. ihnen gleichbedeutend mit cmer Art von Znrückiey" ^ der letzteren. Der Slave muss nichisdlstowlNiger gl",^ Behandlung genieße», und es scheint nicht, b"'" z Vorschläge der liberalen Führer etwas enthülle", "^ etwas mehr bezwecken winde, als der Schwalls temporär zu entgehen." ^, ^ Im gleichen Sinne äußert sich ein Wiener ^ < des „Journal des Dcbats". Es heißt M,' „In der inneren Poliiik CisleilhanienS haben M ^. Dinge sichtlich gedesse.t. Das Mimsterinin Taa '^ welches die centrallstischen Blält.r m, DnrM"'^ zwei- oder dreimal in der Woche begrabe», ^,' sich bei vorzüglicher Gesundheit und hat gar ,^ Liist zn swben. Seine versöhnliche Politik gen"'''" ^ Gegeiithrile namhaft all Buden unter allen, ^"^«^< Palteileidenschaft nicht blnld macht. . . . Die «^ kernng begreift, dass sie bei neuen Krisen lüch" ^, winneu kann. Sie ist nnhr als jemals der ^"^ ^ dürftig, um sich ihren Gcschäflen zu widmen lN" , noch unter den Folgen des Jahres 1873 lelde"^ Handel neu zu beleben. Deshalb unterstützt sie ^., cm besonnenes und uninterlssieUcs Ministerium, ^, ches ihr den Frieden gewährt, indem es alle» .^ tionalitäten dieselben Rechte und dieselben F/elY ^, zusichert. . . . Die Rcichörathsmajorltä't ihrers"" ^ greift, dass sie alles Interesse daran hat, eil"g " . compact um das Ministelium geschart zu ble'b"'''^ So bleibt denn die Situation unverändert: ^'!,'',^lc> bewegt, ein wenig aufgeregt, aber im ganzen '" Besorgnis für die Zukunft einflößend." ,s«,lil. Ein Wiener Brief der „Nurdd. sl/^,, in Zeitung" beschäftigt sich mit den Vorgang" ^ der letzten Sitznng des österreichischen vlbgeo . ncten Hauses und schließt mit fulgendcn ^V , „Wegen secuudärer Fragen wird das Parla»"'' -^ rade von den Liberalen, die sich als die ^'"1 ^ Träger uuo Hüter des Parlamentarismus g^ ^, zum Schauplätze wüste» Lärmens gemacht. De»" ^ denn aus der linken Seite gar nicht daran, ^ gefährliche Berechtiguug man den Conferva!'^ ,^ die Hand gibt für die Zeit, da sie in dcr ^f'^icl sein werden? Offenbar nicht! Man scheint ","! ^, Seite die kluge Voranssicht und staatöumn»'!"". ^ wägung leider überhaupt nicht mehr palteigenw! finden." H^til Die „ Monlags - Nevne" widmet der ^ ^. des Grafen Taaffe einen längeren Artikel, "^ ^,l< Folgendes entnehmen: „Graf Taaffe fand eine v . ^,, lichcre Sitnation vor als alle feine Vorgänger- ^ terher ist leicht zu behalipten, die Czechen ^Me alle Fälle in den NeichSrath gekommen. ^ ^ sie bleibt, dass sie bis dahin nicht erschienen, uno ^« einmal die Bedingungen für ihre Theilnahnic I .,^„ lierten. waren dieselben der A,t, dass sie die ^eu^^ ans dem Aligeordnctrnhanse verjagt hätten. ,^> man nun auch alles gellen lassen will, ""A!!.„ Ei> Zerkliilschnng in dem Momente ihres winlicy ^^^, triltes erzählt wird, so daif man doch die ^ ^ lung ausstellen, dass sie die Foidernng "d"'' ' ^» mildeste Wort zn wählen, den Wnnsch ""s^ .„si haben, ihr Erscheinen solle nicht der Alisaan^,^ nener Maßregeln gegen sic fein, man "'^ ' al, ls als unterjochte Eapi'lnlm'lrn behandeln. ^ ^,,,,,<>. nur einen Ausweg für einen Realpolitiker. ^ h., wenn ,hm neben der Verfassung anch der F ^^„ Völker etwas bedeutete, gar nichts ""bereS, . ,„. Waffenstillstand auf Grund des 8tlUu8 P" ° ^ ^ge" Damit ist dic Richtnng der Taaffe'.che'' P^',/de>>' ben. Die angebliche Plogrammlosigkeit "c! ">»' ^cht-»festen, nach rechts und nach links gleichmäßig «" 2547 Mrhaltenden Willen, zu der Verfassung nich's hinzu» zuthun, von ihr nichts hinwegnehmen zu lassen, son« bern ihr eine Tradition von weniasten« so viel De-lennien zu sichern, als in anderen Ländern Iahrhnn« ^rte dafür qewonnen wmden. An diesem Gedanken ywen anderthalb Jahre bitteren Kampfes nicht ge-ändert." Der „Sonn- und Feie rta gs-Courier" Wculiert den Verlauf der letzten Sitzung desHerren -Kaufes und bemerkt: ..III der Wahl der Mittel Mn die Regierung herrscht bei der Verfassungspartei lMllswegs jene Uebeleinstimmung, welche zu dem ^ispruche, das« die deutsch-liberale Opposition des Abgeordnetenhauses mit ihren Gesinnungsgenossen im Irrenhause ein aeschlossencs Parteiganze bllde, bcrech-llgen löüute. Während im Abgeordneteuhause die ^laatsnuthwe„digleit für die Partei, welche gegen die provisorische Budaetbewilliaung stimmte, nicht vor-Miden war, haben »hre Gesinnungsgenossen im Herren-Mse mit Nücksicht auf die Staalsnolhwendigkeit, die ^ Fortführung des Staatshaushaltes erforderlichen "lttel bewilligt. Vergebens sucht man diesen auffal« lenden Contrast aus der vermeintlichen Verschieden-yeit der Stellung, welche die beiden Häuser des Reichs-llllh.z ^m Budget gegenüber angeblich einnehmen, zu erllüsen. Der Slaatsnolhwendiqkeit gegenüber kann es Ullr die eine Stellung geben, dass die Bedürfnisse des Staates den Bedülfmssen der Partei unter allen Umstän« "en vorangehen lnüff, i«. I,idem die Liuke des Abgeord« UrtrnhlNlse'e bei der Abstimmung über das provisorische Vüdgrt chr Pariei-Iutcressc über die Staalsuothweudig-^'l zu stylen siir ^„t fand, hat sie nicht nur einen Mvrren politischen Fehler begangen, der ihrer Negir-""göfahigte t kaum zugute kommen wird, sondern sie M sich dadurch auch in eiuen offenbare» Gegensatz zu der Velfl.sslingspcnlei dcs Herrexhauses gebracht." ^, Der juugczechische Abg. Dr. Inl. Gregr, der ^'grmhümcl der ..Nnooiil Lisly", hat sein Reichs-l"U)imu»düt niedergelegt. Wie der ..Pr.sse" aus Krems gemeldet wird. M>de die Eiuberufuug des n i e d e r ö st e r r e i-^ lschen Banerntages bis nach erfolqter Ge-^limigmig d^^ Siatuten des in Allduug le,.r.ffeuel, n»ede» öste rre i chischen Bauern bu ,ldes ^'schoben. Zur griechischen Frage. Die Mehrzahl der während der Feiertage ein« Aaugten telegraphischen Berichte beschäftigt sich mit °er Schieozger »chtsfrage. Niicksichilich der Siel-^gllahme Griechenlands und der Piurle zu dem ^iledsgerichlsprojecte lanten die bezüglichen Mel» dunkln ziemlich widerspruchsvoll, und auch was sunst "'Nachrichten über die verschiedenen da und do»t "'stauchenden Wünsche und Absichten vorliegt', ist eb.>n «^cyt geeignet^ ein klares Bild der Sachlage zu liefern, "r" Großmächten, welche dem Schiedsgerichts oiecte zugchlinmt h.chcu. hat sich mm auch Russland M'ler °?r gleich«,»,,, auch uuu auderer Seile aufgestellleu Be-^''gllüg angeschlossen, dass sich Griechenlaud und die 'psulte bereit ^klären, sich dem Schiedssprüche zu UlUerwersru. Das „Journal de St.Pitersbourg" vom 25. d.M. "'kldet, dais die russische Negierung sich zu. HU'lstm des Projectes eines Schiedsgerichtes zur "uslragung der griechischen Frage aus'prach. u»d zwar U»ter dem'Vorbehalte, dass da« Schiedsgericht vou f'en sechs Giußuiächten wie von deu streitenden Par-^'''n angeüuinlueu werde, wobei die letzteren von vorn» Alein ihre Unterweisung n»ter den Schiedsspruch ver-l^kchen müssen.— Die „Agence gine'rale russe". welche ^>,rlbe Nachricht bringt, fügt noch t>i. die seitens ^"'.ch^nlauds erfolgte Ablehunng betreffe nicht dieses ^l^l, sondern die von der Pforte verlangte schiede» H^eillche Austragung. Was ül'ligeus sonst von den ^W,»m,a.s„ des gli'echischen Cabinels ve,lautet, ist ^Vu.schlage eiue« Schiedsgerichtes nicht eben günstig. ^'.'Tlm.s^Correspundeut in Alhen berichtet, der "/"llswpiäsideüt Kumunduros habe ihm selber erlläit. yM r.it Schiedsgericht absolut zu refusiere,,, ohne die ^'ngungen uud Grenzen der von Griechenland mög. ^'wclse verlangten Concessionen zu kennen, würde h /Me Zandern' ein Schiedsgericht ablehnen, welches e>,, ^'enzslage wieder eröffne. Griechenland habe sich , 'k" Krieg vorbereitet, um vou dem ihm von Europa rui??"!em'U Territorium Besitz zu ergreifen, und ^°r jch.,g ^,„^ vettnüpfle Risico auf sich nehmen. . "lie griechischen Journale sprechen sich ebenfalls bo.?? ^ Schiedsgericht aus; der Schiedsgerichts. 'Wag ^ ^ blllnlken sie — werde die Frage ver. Nii >>"'. die Kriegselllärnng sei u»verme,d!lch. Die tis'''^>sclinl Volbercitungen werden in Gliecheululd tai?'^ lorlgescht, mehrere Lager gebildet und Vor-n,,^ ""N'ichüsfl. u,„ 80.000 Man,» an der Grenze '«'Wellende Truppen zu verpflege». ^ ^" Konstau lino pel de'ht es, einem Tele-schl !'" öufulg.', der tü.k.sche Mluisterrath habe be-kri« '"' ^"« Schiedsgericht bezüglich der gr'echischen .? V evrnlueU abzulehnen und die iu der Note vom ^n, r zugestaudenen Concessionen ausrechtzuhalten. "la" splichl in Konstantinoprl ferner davon, dass der Vorschlag Saint V^lliers, wonach die Pforte die i Griechenland von ihr selbst zugestandenen Gebietsiheile sofort überlassen und bezüglich der übrigen in Vcr» Handlungen treten möge, wieder aufgenommen werden soll. — Die militärischen Vorbereitungen der Pforte nehmen, wie der „Allgemeinen Zeitung" aus Kon« stanlinovel gemeldet wird, ihren melhodischen Verlauf; kürzlich wurden die schweren Pusitionsgeschütze, welche bei Tschalaldja aufgestellt waren, an die griechische Grenze geschafft. Prlvatcorrespondenzen aus Ianina und Üarissa melden das tägliche Eiuti-rffen der alba» nesifchen und anatolischen Redifs nebst den W^ffen-sendungeu aus der Hauptstadl, An der Grenze unmit' telbar stehen 15,000 Mann; denn so groß ist die Zahl der Rationen, welche der Lieferant für diesen Trnppentheil zu beschaffe«, hat. Die Hauptmacht des türkischen Heeres ist jedoch im nördlichen Thessalien und Macedonian echelloniert. Oassesneuisskeiten. — (Die Vertagung des Neichsrathes.) Wenn nuch der Erlass des Ministerpräsidenten, m«t welchem der Neichsralh vertagt wurde, vom 26. d. M. datiert ist, wird die Vertagung benlioch schon von, 24sten d. M. gerechnet werden, das heißt, von diesem Tlige an wird der Bezug der Diäten eingestellt werden. D>'U Abgeordneten wcrdeu jedoch Neisegedüren (1 fl. per Meile) uusbezllhlt. uie i>n glinzei, 30.00l> st, ausmachen D., di? Dläteu für i-!4 Tage ru»d 85.000 st, betröge,,, stellt sich das durch )ie Vertagung erzielte Ersparnis auf 49.000 st, > — (Versorgung der Officiers Witwen und »Wai le»,) Wie man dem «Pester Lloyd" mittheilt, nnrd gegciiwältig im Reichs Kriegsmiuisterium an dein Elitwllife l,ues Oeseh.s z>,r Versoraung der Oifi. cieriwitweu un.. .Waisen geartieilet. Ärla>,»tllch sind n.ich d.n i'h!g<''i Nolluen nur die Generulswitwen pen« sianssäbig. während die Witwen nach alle» O ficieren vom Obersten abwärts vom Staate gar nichts erhalten und lediglich auf die Iüterll der eigenen Heirats-caution beschränkt si„d. Auch die verwaiSlen Süli»e ge-»ichen uur eine bediogle Aei,'orgu,lg. iusufern dieselbeu die lüiperliche uud ge,st,ge E'gnllng zu», Eintritt iu die Milltär.Vllduilgslmstalten besitze,,; die verwaisten Töchter endlich, insofern im Hernalser Erziehungslustl, tute. wo bloh für 1^5 Mäochen Naum ist, sich ein Platz ergibt. Der nun in Albeit genommene Gesetzes. Vorschlag bezweckt, die Witwen und W^iseu der Osficiere bezüglich ihrer Versorgung von S<-ite des Staates jener dcr Veaiiiteil vollluuolle» aleichznstlllrn. — (PlünderungelneöIuwelierladens.) Iu dcr Chlistnacht wurde iu Wie» in das Vell.,«fs. gcwölbe des Juweliers Adolf Nix auf dem Flelschmaikte vum Hauetanale auS. in welcheu der Dieb durch d-n Straß.nkaual gelangt war, eiugebrochen uud Pretioseu ,»> Werte von 3".()00 fl. entwendet. Der Thäter wuide bereits an, „ächstfolgruden Tage in der Persou des 40jährigen Kaualräumcrs Michael Wesjely. aus Sk.,,itz gebürtig, iu der Ärlgittencm eruiett und uerhnflet. Derselbe haltte im Rausche dem Piluteujchlägci Komoln,l die Juwelen in Verwahrung gegeben uud dicjer hatte hieuon der Polizei die Anzeige echutlel. Wcss.lu legte ein voll-ständiges Geständnis ab. — (Obligationen, Fälsch er.) Während der Weihnachts.Feiertage wurdeu in W,en von Seite des S'cherheitebnreauH dcr PuIizei0ilect,o!l drei Pelsänlich, le,teu wcgrn Fälschung bc.ielijcher Obligationen verhaftet. Au, 24. d. s.tzte e,u Telegramm de«. baierischei, Pulizei« direction in München das Polizeipräsidium in Wien in Kenutnis. dass sich ein Wiener Wechselstubenbcsitzer im Besitze von 15.000 Mark gefälschter 4V,P'occntiger Bod.'ucrcdit'Obligationen der baieriichen Vercinebaut blfinde uud eisuchte zugleich nm vorläufige Beschlag-„ahme der F.'lsifimte und um Necherchierung „ach deu Verfertigern u>,o Verschleißecn dieser unechten Obliga« tionen. Die Erhebüiige» wurden nnuerzüglich in Au. griff genommen, uud wenige Stunden später wurden bei eiliem Banquier auf dem Franz I^cs Q„ai 77 Stück gefälschte Obligationen der liorermäh»tcn Gattung, welche der obeubrzeichnete Wechselstube».Besitzer dort in D.pot gegeben hatte, mit Beschlag belegt. Durch die fortgesetzte,, Recherchen wurde coustatiert. dass die falschen Obl,. gatiunen bei dem Wechselstuben. Besitzer von einem Kaufmauue und zugleich Theateragenteu Namens Karl N'nippcnberg verpfäuet wiildeu si„d, ttnippenberg wurde am 25 d. M. f'üh vou einem Pol'zeicommissär in seiuer Wohuung auf der Wirdeu verhaftet uud iu da3 Sicherheitebureau gebracht. Hier wurde nuu festgestellt, dass Ki>'PP»ubcrg die falschen Obligationen, welche er gc^eu eiu Darlehen von 8>)00 st. bei dem eingangs bezeichneten Wechselstubeub« sitzer verpfändet hat. vuu dem Hofglasmaler Anton Kuchrureiter erhallen. Diese Erhebungen führten «och am 25. d. M. zur Verhastuug der eigentliche» Fälscher, und zwar des Antun Kuchen, reiter uud des Architekten uud Zeichners für Kirche,,. Decuratiouen uud Glasmalerei, des Freiherr», Emil u. Eck. zu Berlin gebürtig. 50 Jahre alt, verheiratet I„ der Wohnuug des Barons, die sich ebenfalls a»f der Wieden befindet, wurden sämmtliche zur Fabrication der Obligationen nothwendige!« Utensilien, uud zwar: eine lithographische Handpresse. eine Satiniermaschine, Stein« und Kupferplatten, ein Numerikr.Npparat und 25 Stück noch nicht vollkommen volleudete Obligationen der baierifchen Vereinsbanl voraefuuden und fächert. Paul Freiherr v. Eck. Sohn deb Emil Freiherrn v. Eck. welcher bis zum 24. d. M. in Wien wellte und an diesem Tage nach München abreiste, wurde, da er der Mitschuld an der Fälschung drinqeud verdächtig ist, auf telegraphische Requisition in München verhaftet. — (Selbstmord des Bunde«.Prü-sidenten der Schweiz.) Der Selbstmord de» BundeSrathes Fridolin Anderwerth i» Bern. der bereits telegraphisch gemeldet worden ift. erscheint um so auffallender, als Auderwerth zum Vunoespräsidenten oer Schweiz gewählt worden war. Der Selbstmord geschah am 25;. d. M. abends auf der fogfnaunten lleineu Schan» zenprorucnade i» Bem. Auderwerth stammte aus Emmis, Höfen im Thurgau und war früher Rechtsanwalt. Im Dezember 1875'war er zum Mitglied des BundesratheH gewählt wordeu. Er war eist 52 Jahre alt. An seine Slclle wird. wie man der „Köln. Ztg." schreibt, voraussichtlich Viccpläsident Numa Droz aus Lachauxoesond» gewählt werden. Locales. — (Militär-Personalveränderungen.) Der HauptMlMU'Auditvl erster Klasse Maximilian Palm vom Garniiousgerichte in Wien wurde mit !. Jänner I86l zum Infallterielegimenle F,e>herr v. Kühn Nr. 17 übersetzt. — Dcr diplomierte Th>elnrzt und Reserve.' Zugösuhrer der Sauitätsabtheiluug Nr. 7 Franz Rau-ultar (Domicil PleS iu Krai») wurde mit I. Jänner Ittttl zum thierärztlichen Pralticanten iu der Rejeroe beim 12. Artillerleregimente ernannt — (M o r a st a u s s ch u s s) Dunnerstag. den ^3>>. d. M.. fi'det im städt,scheu M^stratSsaale eine Sitzung des Morast C»lturau5schusiee slatt. — ( I r r e u a n st a l t iu S t u d e n z.) Gestern uud vorgestellt fand die Uel'r'si'dlung der bisher in ' llaibach llütergebrachtc» Geisleekranlcu iu die ueue Lqn» des.Irrenaustalt iu Studenz slatt, die hiemit gleichsam als eloff„et anzusehen >st. — (Bau deS Ccntralschlachlhoses.) Der Laibacher Gemeinderath hat bellmutlich in seiner letzte»,, am 17. d. M. abgehalteilsu Sitzung einstimmig die Er, bauung eines Centralschlachthofes auf der Polaua be» schlissen, dessen Gesammtlosten einschlieklich des hi-sür j beleits vor längerer Zeit cmgrlV.ufteu Baugrunde« sich , auf I50< bis 160.00^ fl. belaufen dürften. Bei Ein-!fiihrung der zwangsweisen Velpstichtung, in Hinkunft ^alle Thiere aneschlirßlich nur iu diesem neuen städtische:, Ceutralschlachthose zu schlachten, steht den angestellten Äcrechuungeu zufolge eine volle 5proc. Verzinsung des llnfgewexdeteu, be», Lotterie»A»lchenefo»de entnommenen Baulapitals iu sicherer Auesicht. Betreffs Uebernahme der Bauausführung, die bis 1. Nuuember 1d8l voll« endet sein mus?. wurde von, Stadlmag,strate auf den ! 10. Jänner l. I. eine schriftliche Offerwerhaudluua. aus-! geschrieben. Der im ganze», auf I44.v-i1 st 3K kr. berechu-te Noslenvuranschlag ist in 13, »ach den verschiedenen Hand-weilen gesonderte Puste» getheilt, lere» Z ffernaujütze aus einer i» unseren, heutigen Amtsblatte vellautbarten Kuudmachung zu rrsehen sind. Die bedentsnosteu derselbe» entfallen auf d»e Erd' und Maurerarbeit mit ruu^ 53.000 st., die Eiscugcwichtzlieseruüg mit 2(5.000 st., die Iimiuermaunsarbeit mit 20,000 fl, und die Steinmetz» und Maichi»s»arbe,t mit je 10,000 st. D,e Offerte sind. wie üblich, mit einem 5proc. Vadium zu ver>ehe» und läuncu sowohl auf eiuzelne oder mehrere Arbeitepaltien als auch auf den Gesammtbau lauten. D>e Gexrhmigung derselben hat sich der Gcmeinderath unbeschränkt u»l> ohne Rücksicht auf den angebotene» größeren oder geringeren Procentennachlass volbehalten. — (Die Bierp rodu ction in Kra in.) Unser engeres Heimatland Krain zählte im Jahre 187!) i) Bier. brauercieu mit 2^>.727 Hektolitern cider 3^pf der Veuüll,g rnlfirle» in Kra,n 7 Liter und vou der Blelstrner 0.14 st. An Oerfle verbrauchte Krain 8260 uud au Hovfeu 54 Meter» zeutner. — Uuser Nachbarland Sleierm.nk braute lm gleichen Jahre iu ^0 Brauereien 522.0V3 H.lioliler oder (i.838.9l)7 Hellolilergrade Vie,wüsze, wofür an Steuer iu Gr,iz sammt Zuschlag 1.143.093 fl. g.zahlt wurden; Kärntrn weist l!2 Brauereien nut einer Er» zeuguug von U)!).33^ Hektolitern oder 1294.845 Helio. l'teigrade Vierwürze und 2I5.55lj fl, Struelleistung sammt Zuschlag anf. A»f deu Kopf der Bevölkerung euifielcn in Stciermalk 45. iu Kärnlen 32 Liter uud von der Biersleuer 0 99. beziehungsweise 0l53 ft. U», Geiste v rbranchte Steiermark l^3.03l. Kärnte» 32,289 Me-ierzeutner und an Hopfen 890, beziehungsweise 189 M terzentner. — Ganz Oesterreich Ungar» probucierte >m Jahre 1879 in 2297 Brauereien 1l. 180.08! Hektoliter Bier. gegen 1878 um 142.703 Hektoliter meniger. und zahlte an Productioxssteurr 20.832.297 st also um 209.334 sl. weniger als im Vo,j>>hre. Impor. liert wurden nach Oesterreich 3827 gegeu 2774 im Vorjahre, und exportiert wurden 242,015 Hektoliter gegen 214.422 Hektoliter im Jahre !87tz. 2513 — (Theater.) Die Oper „Die Afrika« nerin" von Meyer beer. deren erste Aufführung für morgen, den 30. Dezeckber. festgesetzt ist. wurde in Laibach bekanntlich bloh in einer Saison hunter Director Hohly) einigernale gegeben, darf somit nahezu den Reiz einer Novität für sich in Anspruch nehmen. Auch steht angesichts der großen Sorgfalt, welche Herr Director Urban bei allen musikalischen Vorstellungen, deren Inscenierung er persönlich überwacht, bisher bewährt hat, mit Sicherheit zu erwarten, dass sich auch die Auf» führung dieser großen Mcyerbeer'schen Oper. welche wegen ihrer vielfachen scenischen Schwierigkeiten kleineren Bühnen in der Negel ganz verschlossen ist, zu einer Glanzleistung der heurigen Saison gestalten dürfte. Zur Erhöhung des mnfilalischen Effectes wird bei der „Afri-tancriu" das Orchester um mehrere Musiker verstärkt, behufs deren Unterbringung in dem bekanntlich jehr liejchräntten Orchesterräume die Gasleitung auf der rechten Seite des Orchesters abgeändert werden musste. Einschließlich der heute stattfindenden Generalprobe wurden im ganzen sieben vollständige Orchesterproben abgehalten. Auch in decorativer Hinsicht hat Herr Director Urban leine Kosten gescheut, um die Oper windig auszustatten, indem er alle fehlenden Decora« lionen von einem renommierten Theatermaler in Wien dcn hiesige» Bühnenverhältnissen entsprechend neu an» fertigen lieh. Der erste Act der Oper spielt im großen Sitzungssaal« des geheimen Naths im Negierungspalais zu Lissabon, der zweite Act in einem unterirdischen Gefängnisse im Inquisitionsgebäude, der dritte Act auf dem Verdeck des portugiesischen Kriegsschiffes „Artemisia", der vierte Act in einer indischen Gegend mit dein großen Tempel des Brahma und der fünfte Act vor dem vielgenannten todbringenden Manzanillobaum. Von diesen fünf Decorationeu wnrden drei, nämlich jene zum ersten, dritte» und fünften Acte, neu angeschafft und lvrrdcn morgen zum erstenmale auf der Bühne er< sch, inen ' namentlich die Decoration mit dem Mauzn» nillliliauine zeichnet sich durch sehr effectvolle Malerei aus und dürfte allseitigen Anklang finden. Was die Darstellung des Kriegsschiffes im dritten Actß betrifft, so weicht die vom Herrn Director Urban h ezu angekaufte Decoration von der unter Director tlotzly in Laibach gesehenen allerdings darin ab, dass erstere bloß das obere Verdeck des Schiffes zeigt, wich' icnd bei der letzteren zwei Etagen, nämlich die Kajüten und das Oberdeck sichtbar waren. Doch wählte Herr Director Urban diese einfachere, übrigens auch in vielen nndercn, selbst weit größeren Theatern in gleicher Weise eingeführte Darstellung des Schiffes aus dem Grunde, well einerseits die Errichtung eines zweitheiligcn Bäh» nenraumes mit bedeutend größeren Kosten verbunden gewesen wäre und andererseits auch der Aufbau und Abliruch des Gerüstes in den beiden Zwischenacten vom zweiten zum dritten, beziehungsweise zum vierten Acte mindestens 30 Minuten in Anspruch genommen nnd daher die schon an und für sich sehr lange dauernde Volstellnng noch um ein Bedeutendes verlängert hätte. Im Interesse der Direction, deren Umsicht und eifriges Bestreben, dem Püblicnin möglichst Gutes zu bieten, in der That die vollste Anerkennung verdient und von letz' terem bisher auch durch andauernd guten Besuch der Vorstellungen vollauf gewürdigt wurde, wolleu wir Hof» fen, dass die Aufflihrung der Oper auch in gesanglicher und musikalischer Beziehung hinter den gehegte» Vrwar» tungcn nlcht zurückbleiben werde, so dass sich die „Afri» kanerin" in der zweiten Hälfte der Saison als ein wohlverdienter zugkräftiger Magnet für das Publicnm bewähre» dürfte. — (Kaufmännisches Lexilo u.) „Hartlebens Handlexikon des ganzen kaufmännischen Wissens" liegt uns in seinen Schlusslieferungen zur Besprechung vor. Diese rechtfertigen in jeder Hinsicht das günstige Urtheil, welches dieses Unternehmen allseits gesunde» hat. Jeder Kaufmann und Industrielle gewinnt durch Hartlebens Handlexikon des ganzen kaufmännischen Wissens ein sehr schätzbares Hand- und Hilfsbuch, einen zuverlässigen Freund und Berather in allen Berufsangelegenheiten. Das ganze Gebiet der Volkswirtschaftslehre, des Handels und Wechselrechts, des Verkehrswesens, des Va»t-, Industrie« und Gewerbewesens, der Warenkunde, der Handelsgeographie, des Eontorwesens, ferner anch des Seewesens, sowie des Staatsfinanzwesens, so weit diese Gebiete den Kaufmann irgendwie berühre», sind in dieses Werk hineingezogen; bei jedem Artikel werden mit gewissenhafter Erwägnng Umfang und Wichtigkeit desselben in Uebereinstimmung gebracht, das Neueste mitgetheilt, alles Veraltete dagegen ausgestoßen. Wer dasselbe besitzt, für den wird es wohl kaum irgend eine Frage des Handels- und Verkehrslebens geben, über welche er sich nicht in diesem Handbuche eingehend und zuverlässig informieren könnte. Erwähnt möge noch die „Neueste Karte der Erde" in vier Blatt werden, welche der Verleger gegen geringe Nachzahlung deu Pränume» ranten auf Wunsch als Prämie liefert. Diese bildet eine würdige Ergänzung des genannten Werkes. Neueste Post. Wien. 28. Dez-mber. (Wiener Zeitung.) Se. k. und l. Apostolische Majestät haben laut Allerhöchsten Handschreibens vom 25. Dezember d. I. dem Leiter des Unterrichtes Ihrer k. und k. Hoheit der durchlauchtigsten Frau Erzherzogin Marie Valerie, Titular-Bischof von Sztodär und Propste von St.-Martm zu Pressbm g Hyacinch Johann 3l 6 nay die Würde eines geheimen Rathes mit Nachsicht der Taxen aller-guädigst zu verleihen geruht. Se. t. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung uom 23. Dezember d. I. dem Schriftsteller Eduard Mautner in Anerkennung seiner mch»faltigen patriolischeu und literarischen Lei» stungen das Ritterkreuz des Franz.Iosef-Ordens aller-gnädigst zu verleihen geruhc. Prag, 27. Dezember. In der heutigen Stadt-verordneten«Versammlung berichtete Äürgermeister Stramllk über seine Audienz bei Sr. Majestät dem Kaiser. Ferner theilte derselbe mit, dass das Prager Festprogramm zur Beglüßnng Sr. k. und k. Hoheit des Kronprinzen Erzherzogs Rudolf znr Allerhöchsten Genehmigung vorgelegt wurde und ehestens herab» gelangen werde. Klagenfurt, 28. Dezember. (Wr. Allg. Ztg.) Heute wurde der hochwürdigste Hrr Fillstv!>chof Wiery mit den heiligen Sterbefacrameuten versehen. Die Aerzte zweifeln an seinem Auskommen. Linz, 28. Dezember. (Presse.) Heute mittags ist die aus sieben Delegierten bestehende Bauern-Deputation nach Wien abgegangen, um in Angelegenheit des Versammlungsvribotls bei Sr. Excellenz dem Herrn Ministelpläsioenten Grafen Taaffe Audienz zu nehmen. Madrid. 27. Dezember. Es wird als wahr-scheinlich betrachtet, dass Spanien bei den Schieds« g'richts-Conferenzen znr Anstraguna der griechischen Frage den Vorsitz sichren werde. — I,l Coinmia wurden durch die Uebcrschwem mull g große Verheerungen angerichlet. London, 28. Dezember. Die „Times" melden aus Durban, dass die Nachrichten ülier die Nieder« läge des 94. Regiments übertrieben sind. Es wurden nur oleihlg Mann gelobtet und verwundet, die illiri« gen aber entwaffnet und wurde denselben gestattet, sich nach Pretoira zu begeben. Dublin, 28. Dezember. Siebenunddreißig irische Parlamentsmitglieder (Homcruler) haben gestern Par-nell zu ihrem Präsidenten und Mac Carlhy zum Vlcepräsidenteii wiedergewählt. Die Vei sammlung beschloss ferner, die irischen Parlamentsmitglieder sollen auf den Oppositionsbänk.'N Platz nehmen, der An-nähme der Zwaugsbill jeglichen Widerstand entgegensetzen und zur Adresse ein Amendement beantragen, worin die Königin um Inhibierung der Exmissionen während der Debatte über die Landbill ersucht wl«. Petersburg. 27. Dezember. Dem "Golo» zufolge steht -im» Verordnung bevor, wonach dieT"' gung der Staatsschuld an die Reichsbank im « von acht Jahren vom I. Jänner !88l angefangen i« 50 Millionen jähilich stattfinden soll. , Konstantinopel. 27. Dezember. Heute haven die Botschafter der Großmächte der Pfo"^ die Lösung der griechischen Frage durch em e"^ päifches Schiedsgericht mündlich vorgeschla' gen und empfohlen. Der SchiedsgesichisumWag wird einem heute abends zusammentretenden MinM' rathe unterbreitet werde»; die von Said Pascha ^ Botschaftern gegenüber gemachten Emwenduügeil la»e indes die Ablehnung des Vorschlages vm hersetzen- Telegraphischer Wechselcurs vom 28. Dezember. «.sh. Papler.Rente 73 -. — Silber-Rente 73 80. ' .^ M-nte 87 90.— 1860er Staats.Anlchen I3l-. - ValM^ 821. — Krcditactien 287 50 — London 117 75. — Sllbf ^ — ss. f. Münz-Ducaten 553. — 20.Franlcn.Stücke 9"-100.Reichsmarl 58 20, _______^ Kandel und Volkswirtschaftliches. iNudolfswert, 27. Dezember. Die Durchschnitts«P«ist M" sich auf dem heutigen Marlte wie folgt: ______ ----------------------------------—-----------------------------------^, Weizen pr. Hektoliter 8 9? Eier pr. Stiicl . - ^ ^ Korn , 6 5l Milch pr. Liter . . ^ ^ Gerste , — — Rindfleisch pr. Kilo . " ^ Haser „ 2 7? Kalbfleisch , ^ zochcnegg. «^. Hotel Elephant. Hecht. l. l. Mlilänntendant. Vraz. ^ "^< mann, Nciscnoer, Marburg. — Pleiwcih, ObcrbUlg^ ^ liidll. Nciscildel-, Vcldcs. ,,ss^, Hotrl Europa. Dclle»a, Privat, Vraz. - Vupan, P"'^' Wlllllsdin. ^^^^ Verstorbene. , Den 27. Dezember. Fraücisca Gregursa. Mag^ „^ Petersstrasze Nr, 2.^, ^unssriitubcrclllusc, — F»a»z ^Ache, Slaoliuachmaunssol!». iii Tage. Polmiaslraßc Nr. l3, f^„M, - I..cub llircr. Adlebcr, ü? I,. Schwarzdolf. OcyinM«^ Theater. ln. heute iuiisserader Tag) zun, fmifienmalc: Die ".?,^ ll> Pusfe mit Gcjulig in 4 Actcu uon L. Held. — M!" Millöclcr. ^^^-?: Beobachtungen inLaiba^ ! N m sZ - ^ H ^ 7U.Mg 7^937 ^^l^4 ^O.'schwach' theilw.ht't" ^,^ 28 2 ^ N, 7^l8 28 > 4 7 windslill bewöltt 9 „ Ub. 7li8i8 4-4 0 windstill bewöl» ^ Vormittags ziemlich heiter: schone Beleuchtung d" ^ abends tiübc. Das Tagesmittel oec Temperatur -t' ^ ' 5'^° über dem Normale. Verantwortlicher Redacteur- vttomar Vai«^^, Curse an der Wiener Korse vom 27. Dezember 1880. (Nach dem officicllen Cursblatte.) Vaplerrent«........73^5 7« 80 Oilbe?rente........7885 74- »oltrtnte.........87 90 8805 vuse, 1854........l?250 12? . 1860........1:tl— 13150 , 1860 (zu 100 fl) . 1 «öhmen......... 104 Ü0 - — Nieberösterrelch...... 1«b - 105 K0 — Unionbanl ........114 50 11475 Verlehrsbanl.......134 75 1N5 25 Wien« Vanlverein.....129 25 139 75 «lctle» v«n Tran»tz NlfSld.Vllhn .......15825 15850 Donau.Dampfschiff..Vesellschast 57? - l>7o - «lis»b«th.W«>,tbal,n.....2U6^ 2 >« 50 F«di„and«.Ä?orl.bahn . 34^ 24l<<5 25 ^ Ut. V. . 240 75 2^> 2^ Rubolf-Vabn....... lll.V— 165,5» Ttaatsbahn........ 280 250 5" Biidbahn......... I'X)-?5 l^2?> Lhelß.Ällhn........ 247 ?'. 248 2'. Ungar..gnllz Verbindungsbahn 145 ??. I4'>^» Ungarische Nordostbahn . . . '47 3'. ,47 75 Ungarische Westbahn .... 15450 155 — Wiener Tramway-Oescllschaft . 212 50 2!? - Pfandbriefe «lla.öft.Vodencrebitllnftil.Vb.) N6 75 - ^ ^ , «i.H.'A.) l0<> - 100 50 Oesterreichisch < ungarische Vanl 102 l0 1"2:'.0 Ung. »ttooencrcoit.Inst. (V..«.) 96— 98l»0 PrlsrltätsVbllgatisnen. «lijabeth.V. 1. ,v^ ^ranz.I°sevh.Nabn .... !"^o,^ <«al. Cacl.L.ldwiss.^,, 1, Em '^/" ,M'" Oesterr. Nord,u »üdbahn K3-/.......i33l1il"' «Nus deutscht Plätze.....NA ^7.^ London, turze Ächt . - - ^' ^bd Pari«.........- *" «el^ssrte». Ducaten .... 5 st- " " °/' 38 - Napoleonsd'or . 9 . s^'/,- Deutsche Neich«« ^ üs ^ 2b ' Noten .... 5» . 1b . ^ ^. - Gilberftuldsn . . —- » -^ » Krainische HlundentlastunavHllgat 0"