Nt. 286. Donnerstag, 12. December 1889. 1tt8. Jahrgang. Zeitung. b»u,»l„tt,„5,,„. »llt «!>«v«,<«nb»n,: «anzjüdll« fl. 1», hall»l»h»»« sl. 7,«>. I« «owploil: '"'«»hr!« ' ""h"bjähr<« Zuft.llu3« f°« bau« ««°«j»hr<« ,l i. - I«f«.l.^,,«., »«. N'«»« Ill,««at« bi« ,« feilen «lr., ,,rö««" vcr.^«!!.«sr ! »c. «tt.r.n «l,l,d«h°Inna.u v., Z«ll« , l.. Dl« ,,«a<»»ch« glltnn," »lsch«<»l t«,llch «lt »n»n«bm« be. Sonn» und Y,<«t»»e »le «b«»»«K»»t««» blftnbet Nch songressplah >. b<» Ueiaitt«« Nahnhosgasse >«. Gpiechftunbtu b« »eboctlon täglich vov lo bl» 12 Nhr volmitlag«-^ NnsranN««, »»<«<» w«b« nicht a»z«nom««n and Ul»llll<«lpt« »lch»»»«ß«,«st«lll Umtlicher Hheil. Ve. k. und l. Apostolische Majestät haben den ^ernannten königlich sächsischen außtrordentlichen Ge-^tm und bevollmächtigten Minister, königliche 5l>">Merherrn und Rittmeister z. D. Hans Grafen von T^llwitz am 5. d. M. in besonderer Audienz zu Klangen und sein Vealaubigunsschreiben entgegenzll-"khtnm geruht. 3,, Der Minister für Cultus und Unterricht hat den Moiuär an der Bibliothek der technischen Hochschule ,^'en. Lehramtscandidaten Johann Ma yr Hof er '"N Amanuensis dieser Bibliothek ernannt. °, 6s wnd hiemit bekannt gemacht, dass das l. k. Reichs, ^cht (I.. Schillcchrahe Nr. 4) im Jahre 1«W seme regc -I^^uartalMunm am 18^3^^^^ i!1. Apnl, 14. Iul. ^- October beginnen wird. ^W i en am 2. December 1889. _____ Nichtamtlicher Weil. Krainischer Landtag. Sechzehnte Sitzung am 22. November. (Fortsetzung.) tz 3m Sprengel der landwirtschaftlichen Filiale ^ Mein vernichtete der Hagel am 28. Juli in dm ^ " Kalchberg. Veternik, Gunte, Witauz. Martouz. Wgraben. Gimpel. Schmarzna und Vrhovo ein tM s ^r Feld- uild Weingälten Producte. Die Kar« y'^ faulten schon auf den Aeckern. so dass einige ^."" kaum den Samen erfechst haben. Das Er-yM ber Wintergetreide< und Kukuruzernte war e,n g^"ts in den vom Hagel nicht heimgesuchten Ge-tll^ Die Mohren sind im allgemeinen schlecht ge->v^i '^'chfutter war reichlich vorhanden, jedoch waren bl','2t so glücklich, dasselbe trocken unter Dach zu UN., ^'solge starker Regengüsse haben E'dabrutsch« 8ttiü. Wunders in den Weingärten viel Schaden an-^^."t. am meisten aber die Peronospora, infolge wel-> ben w ^wonnene W^in f.'st nicht trinkbar ist; für t>^ . ^"' w>rd daher kein Erlös erzielt werden. Nach-"secks!" porigen Jahre außer den Nüssen kein Obst llilch/ """be. muss die heurige Iahresernte der F^ld. >^a,!igenomml'n das Viehfutter. als eine schlechte bezeichnet werden, weil um Zweidrittel weniger er» fechst wurde, als bei einer guten Iahresernte. Die Weinfechslmg ist ohnehin ganz wertlos, somit mit einer guten Ernte nicht zu vergleichen. Besitzer größerer Huben werden bei sorgfältiger Sparsamkeit keinen Mangel leiden, es wird jedoch eine Oeldüoth eintreten, da man außer Vieh wird nichts verkaufen können. Be» sitzern kleinerer Huben, den sogenannten Häuslern, wird es jedoch schlecht gehen, und man hört vielfach die Frage, was werden wir Arme ohne Nahrungsmittel anfanqen? Namentlich wird es an Geld fehlen behufs Anschaffung des Kartoffelsamens, sür Steuern und sonstige Bedürfnisse. Im Sprengel der landwirtschafllichen Filiale Land« straß war das heurige Jahr wegen allzugroßer Nässe für den Landwirt wohl nicht güustig. denn seit den ersten Tagen des Monates Juni bis Ende October hat es a/regnet, und sür den Landmann war es schwer, das Heu, das Getreide, das Grummet und andere Feldfrüchte unter Dach zu bringen. Was eingeheimst wurde, musste sozusagen vom Felde oder von der Wiese gestohlen werden. Wegen allzu ergiebiger Nässe hat auch der Rost beim Getreide, namentlich beim Weizen, bei der Gerste und auch beim Kukuruz großen Schaden angerichtet, denn infolge des allzu schnellen Reiswerdens war das Getreide kleinkörnig und leicht. Die Ueberschwemmungen haben aber auch den an der Gull gelegenen Dörfern viel Schaden zugefügt, weil das Wasser in 3 Monaten dreimal über die Ufer ge> treten ist und viele Necker und Wiesen mit Schlamm überzogen hat. An Ka,toff,ln wurde wenig erfechst und noch diese waren faul und faulen in den Kellern. Am meisten haben die Weingärten gelitten durch die Philloxera und Peronospora. Im Frühlinge war au« den Weingärten noch ein Ertrag zu erwarten; was jedoch die Phillcxera verschonte, vernichtete die Perono» spora, und die Wlinfechsung, welche vor wenigen Jahren in dirsem Bezirke gleichsam die Ha»pteinnahms-q ielle bildete, verdient nicht mehr erwähnt z„ werden. Früher hat der Landmann aus dem Erlöse für den verkauften Wein die Steuern bezahlt, sich selbst und den Seinigeu die nöthige Kleidung angeschafft und auch noch einen Sparpfennig zurückgelegt, jetzt aber, und namentlich heuer, können alls dem Ertrage nicht einmal die Kosten für die Bearbeitung der Weingärten gedeckt werden. Die heurige Iahresernte muss im E"tgcgen> gehalte zur guten als eine schlechte bezeichnet werden, namentlich betreffs des Wintergetreides und der Kar» toffeln. An Obst wurde außer einigen Pfirsichen in den Weingärten und Zwetschken in der Pfarre St. Kreuz im ganzen Bezirke fast gar nichts erfechst. Die Bevölkerung wird im allgemeinen an Hungersnoth nicht leiden, indem noch immer etwas Grot, wenn nicht Weizen», so doch Heiden- oder Kukuruz-Brot vorhanden sein wird. Schlechter daran wirb jedoch die Bevölkerung in den Weingärten sein, welche nur vom Er« trägnisse des Weingartens lebt; bort werden Hunger und Noth entstehen, und infolge dessen ist auch das Auftreten von ansteckenden Krankheiten zu befürchten. Der Sprengel der landwirtschaftlichen Filiale Ourkfeld wurde zweimal vom Hagelschlag heimgesucht, welcher an einigen Orten viel, an anderen theils mehr, theils weniger Schaden angerichtet hat; sämmtliche Gr-treidearten, namentlich der Weizen, wurden vom Roste vernichtet; vom Obste wurde gar nicht« erfechst; die Weingärten find theils vernichtet, theil« nahe der Ver« nichtung durch die Reblaus und Peronospora. Auch die reichliche Nässe hat viel geschadet; die Kartoffeln. Rüben und Mohren hat der Engerling stark angefressen. Der Gesammtschade ist sehr groß; im Vergleiche mit den guten Iahresernten muss die Ernte als eine schlechte bezeichnet werden. Die Bevölkerung, insbesondere jene, welche Weingärten besitzt, wird Hunger leiden und auch nicht das nöthige Geld behufs Anschaffung der Kleider haben. Im Sprengel der landwirtschaftlichen Filiale Nassenfuh'Neudegg wurden Schäden an sämmtlichen Feldfrüchten, namentlich an Kartoffeln und Zuckerrüben, durch die massenhaft auftretenden Engerlinge verursacht. Wegen des fast beständigen Regenwetters war eine rechtzeitige und trockene Einbringung de« Erfechsten nicht möglich. An den eingebrachten Kartoffeln macht sich die Nassfäule sehr stark bemerkbar. In den Weingärten machte die Peronospora ungeheuern Schaden, umsomehr, als der Traubenansah heuer ein äußerst guter war. Der Rost kam auf allen Getreide-Arten, namentlich am Hafer, sehr stark vor. Der beiläufige Minderertrag gegen gute Jahre beträgt bei Erbäpfeln 80 w.l?^ ö" "nem Schleuderpreise verkauft, um m ^elt, '""be, ihm nur dem Namen nach bekannte "lll sf°hlts-Gesell,chafteu bezahlt werden, 'w ^ cr einträglichen Menschenfracht bedürfen, haben beims.^ lN't Luckllngen zugesetzt, bis er bereit war, k n Get». »5" ""lassen. . '". In ^ "lägt er die Beschwerden einer mühe-sschttt ?l"Me, den Gedanken auf das neue Land M ez'^" dem die Verführer ihm erzählt haben, ,">lil j^gen für jedermann in Vorrath halte und tMch U ^'N'elst nur Noth und kalte Theilnahms-l> ? Hen^ '^ und die Seinigcn erwarten. Es gibt 2"' ihn^"' selche nicht nur den traurigen Muth "N in ü" be« Gewinstes willen mit erlogenen "e Ferne hinauszutreiben, es gibt noch schlimmere, die ihm das wenige Geld, dessen er bedürfen wird. um dort den allerersten Bedürfnissen zu ge-nügen, betrügerisch abjagen, die das Gewissen nicht drückt, wem, si,- Hunderle. Tausende von Mitgeschöpfen dem Hungertode preisg bm. E» gibt Menschen, die in Ruhe den Gewiuu verzehren Wunen, den sie durch die schamlose Ausbeutung dieser Armen, durch ihre Auslieferung an den sicheren Ruin erwolben haben. Man fragt sich, wie solche Menschen beschaffen sein müssen, und oli es ein Verbrechen gibt, das mehr Unmenschlichkeit, mehr Verderbnis voraussetzen würde als dieses. Gewiss nicht alle der Angeklagten sind in gleichem Maße schuldig; bei manchem mag jene sträfliche Ge> danlenlosigkeit geherrscht haben, welche Leute von un° ausgebildetem Rechtssinn oft zu Helfern der verwerf. lichstcn Thaten werden lässt. Im ganzen aber gehört das Md. das die Anklageschrift des Staatsanwaltes in Wadowice vor uus hinstellt, wohl zu den ab» schreckeudsten. die auch den lichtscheuen Classen der Gesellschaft überhaupt entnommen werden können. In Oswiecim. welches die Grenzstation Galiziens gegen Preußisch Schlesien ist, hatte die große Organi-sat'ion von Menschrnhändlern ihren Mittelpunkt. Dort strömten die Auswanderer zusammen, dort wurden diejenigen, welche eine andere Reiseroute gewählt hatten, durch List und Gewalt hingezwungen, wobei die Gen-darmerie, welche von den Geschäftsleuten bestochen war. mitwirkte. Zwei Unternehmungen gab ei m Oswiemn, welche miteinander um die unglücklichen Opfer stritten, nicht nur mit Worten, sondern oft im Handgemenge, wobei die Lente. die sie für sich erobern wollten — ganze Scharen, wie sie der Auswanbererzug brachte, am schlechtesten wegkamen. Angellagt sind siebenundsechzig Personen, darunter die Hauptangeklagten meist polnische Juden, wie Klau», ner, Herz. Löwenberg. Landerer und Landau, welche in dem Grenzstädtchen Oswiecim Bremer und Ham-burger Schiffsagenturen besaßen. Durch zahllose Winkel« agenten überredeten dieselben Tausende von Bauern zur Auswanderung und transportierten sodann l^tere mit Hilfe bestochener Gendarmen und Eisenbahnbeam« ten zwangsweise nach Oswiecim. Hier wurden die armen Schlachtopfer bis aufs Hemd ausgeplündert, soweit möglich ihrer Barschaften und Habe beraubt und dann uuter Drohungen mit Nmerika-Schiffslarten weiter nach Hamburg geschickt. Allein im Jahre 1887/88 wurden in solcher Weise 12.500 Personen aus Oswiecim expediert, wobei der betreffende Agent allein an die Hamburger Nmerika-Paketfahrtgesellschast 600.000 Gulden Passagiergelder zu entrichten hatte. Unter den siebenundsechzig Angeklagten befinden sich Grenzzoll Eoxtroleure. Gendarmen und Beamte der Staatsbahn, Nordbahn und Karl - Ludwig«Bahn. Dieselben bezogen von den hauptangeklagten Menschen. Händlern regelrechte feste Mouatsgehalte für «energische Beihilfe» bei deren niederträchtigen Geschäften. Jetzt sind sie angeklagt wegen Raub, Betrug. Missbrauch öffentlicher Amtsgewalt, Bestechung. Freiheitsberaubung u. s. w. Außerdem scheinen auch unter zahlreichen Zeu^ gen noch manche mitschuldig zu sein. Die Dauer der Processverhandlungen wird auf drei Monate geschätzt. Ein besonderes Holzgebäude musste zum Zwecke der Gerichtsverhandlung aufgerichtet werden, um die zahlreichen Betheiligten aufzunehmen. Bei den Angeklagten wurde mehr als eine halbe Million Gulden beschlagnahmt zur Deckung der staatlichen Processkosten. Au« dem Anklage-Acte sind Einzelheiten zu ent> nehmen, welche die Haarsträubendr Dummheit der Lllibllllln Fettnng M. 286. 2454 12. December 1889. Jahren. Das Volk wird heuer entschieden Mangel leiden, und zwar an allen Nahrungsproducten. nament lich an Erdäpfeln, Weizen und Wein. Die landwirtschaftliche Filiale Ratschach berichtet: Unter den verschiedenen Kalamitäten, womit die krai' nische Landwirtschaft in diesem Jahre zu kämpfen hatte, verdient die zum groh-n Theile misslungene Kartoffel« ernte eine ganz besondere Beachtung. Wenn auch m manchen früheren Jahren der Ertrag der Kartoffelfelder mehr oder weniger ungünstig aussiel, so lässt sich dies doch nicht mit den jämmerlichen Resultaten des heurigen Jahres in Vergleich bringen, in welchen die ausgepflanzten Kartoffeln durch Fäulnis stellenweise ganz zugrunde giengen. in glücklicheren Fällen aber eine Einbuße von 50 bis 60"/, erlitten haben. Auch der Filialbezirk Ratschach wurde von dieser Calamität be. sonders stark heimgesucht, und viele bäuerliche Besitzer befinden sich schon jetzt entblößt von den für ihren Haushalt nothwendigen Kartoffeloorräthen. An gutem Samen für den künftigen Anbau fehlt es aber durch-gehends, und dies ist jener Punkt, welcher am drin« gendsten Beachtung und geeignete Vorkehrung erheischt. Da auch der Heiden durch den Reif derart litt, dass man kaum den Samen erntete und die Weinlese kaum 50 pEt. von dem gewöhnlichen Ertrage ergab, der Wein überdies noch von schlechter Qualität ist, so ist im Frühjahre ein Nothstand zu befürchten. Im Sprengel der landwirtschaftlichen Filiale in Sittich hat in der Kopajner und Vurker Pfarre der Hagel sämmtliche Feldfrüchte vernichtet, die Ueber« schwemmnng aber nur theilweise in der Kopajner Pfarre und in den Dörfern der St. Veiter Pfarre: Dob, Pod» borst, Rann, Selo bei Dob, Polojnica, Dobravica, Pristavica, Fitsch, Zagorica. Im ganzen Filial-Spren-gel haben der Rost und der Engerling auf den Feldern und Wiesen viel Schaden angerichtet, in den Wein« gärten die Ungewitter, welche das Erdreich weggeschwemmt haben, die Senge und die Peronospora. — In der Gurker und Kopajner Pfarre wurde fast gar nichts erfechst. An anderen Orten war das Ergebnis um die Hälfte geringer als in einem guten Erntejahre. In diesen Pfarren wird der Mangel an Nahrungsmitteln und insbesondere an Samen zutage treten. (Fortsetzung folgt.) Verhandlungen des Reichsrathes. Wien, 10. December. In der heutigen Sitzung de« Abgeordnetenhause« beantwortete Landesvertheioigung«-Vlinister Graf Wel-fers heimb die Interpellation de« Abg. Lippert wie folgt: Die Herren Abgeordneten Lippert und Genossen haben anlässlich der unter besonderen Umständen erfolgten Arretierung und Disciplinar«Bestrafung eines nicht-activen Unterofficiers der Landwehr an den Minister für Landesvertheidigung folgende Anfragen gerichtet: <1.) Er« kennt derselbe in den angeführten Thatsachen eine Ueber« schreitung der Competenz eines militärischen Vorgesetzten? 2.) Gedenkt derselbe über diesen Fall Erbebungen ein« zuleiten und eventuell die entsprechende Ahndung dieser Ueberschreitung zu veranlassen? 3.) Welche weitere Schritte gedenkt derselbe zu thun, um solche, die Rechtssicherheit de« Bürgers schwer erschütternde Vorfälle für die gu-lunft hintanzuhalten?» Ich bin in der Lage, die gestell- ten Anfragen sofort zu beantworten: Nach der dem Mi« nisterium für Landesvertheidigung dienstlich zur Kenntnis gelangten Darstellung des Sachverhaltes hat der nicht-active Landwehr-Feldwebel Cmil Eisner gelegentlich seines Erscheinens bei der Landwehr - Evidenthaltung in einer dienstlichen Angelegenheit durch anstands- und achtungswidriges Benehmen allerdings seine Maßregelung pro« vociert, gegen seine Bestrafung übrigens leine dienstliche Beschwerde, sondern eine Geldentschädigungs»Klage ein« gebracht. Nichtsdestoweniger erscheint die Art der Vor« gangsweise gegen denselben durch die Bestimmungen des Landwehr.Iurisdictions« und des Wehrgesehes, welche die Fälle der Unterstellung unter die Militärstrafgewalt festsetzen, sowie durch jene des Landwehr'Gesehes, welche die Heranziehbarleit nichtactiver Personen zum Dienste begrenzen — nicht zu rechtfertigen. (Beifall.) Es liegt daher die Inzicht der Comftetenzüberschreitung vor, und wurde dieser Fall bereits vor Einbringung der gegen« ständlichen Interpellation behufs Anordnung und Durchführung deS gerichtlichen Verfahrens an die gesetzlich berufene Instanz geleitet. (Beifall.) Durch die Verpflichtung zur Kenntnis der Gesetze und Vorschriften und durch die strenge Verantwortung für deren Beobachtung, welcher alle militärischen Functionäre unterworfen sind, wird auch gegen bezügliche Außerachtlassungen im allgemeinen am wirksamsten Vorsorge getroffen. (Lebhafter Beifall.) Abg. Baron Gödel urgierte die Erledigung des Berichtes über die Petitionen, betreffend die Errichtung von Aerztekammern. Abg. Gniewosz, der Obmann des betreffenden Ausschusses, erwiderte, dies hänge vom Prä' sidenten ab. Das Recrutengesetz wurde ohne Debatte genehmigt. Ueber Antrag des Abg. Dr. v. Plener ersolgte die sofortige Vornahme der ersten Lesung des Antrages Tausche wegen Abänderung des Thierseuchengesetze«. Nach der Begründung des Antrages durch Tausche und He Vera wurde der Antrag einem 24gliedrigen Sonder» ausschufse zugewiesen. Das Haus stimmte ferner der dringlichen Behandlung del Antrages Coronini, betreffend die zollfreie Einfuhr von Kupfervitriol zur Bekämpfung der Peronospora, bei. Der Antrag wurde nach der Begründung durch Coronini dem Zollausschusse zugewiesen. Es folgte die Fortsetzung der Debatte über die Seemannsordnung. Abg. Borcic' erklärte, das vorliegende Gesetz sei von dem analogen deutschen Gesetze abgeschrieben. Besser wäre es noch gewesen, das italieni« sche Gesetz zu benutzen. Anstatt eine specielle Seemanns-ordnung einzubringen, hätte man überhaupt alle Bestimmungen über das Marinewesen in ein einheitliches Gesetz zusammenfassen sollen. Jetzt werde das Chaos fortdauern. Per Redner erklärte sich gegen die Annahme der Vorlage. Handelsminister Marquis Vacquehem entwickelte zu« nächst die Ursachen, welche die Regierung veranlasst haben, eine Teemannsordnung vorzulegen. Es handelte sich bei dieser Reform darum, die bestehenden Lücken auszufüllen und eine fystematische Einheitlichkeit in die verschiedenen Bestimmungen zu bringen. Der Minister knüpfte an das unter der Kaiserin Maria Theresia er» lafsene Läitw politico äi nilvi^axions an, wies auf die seitherigen sehr verschiedenen gesetzlichen Maßnahmen hin, und erklärte es für nothwendig, dem allseitig laut ge-, wordenen Streben nach einer Reform zu entsprechen. Als maßgebend wurde es festgehalten, dass nur solche Aende- rungen an dem Bestehenden platzgreifen durften, welche durch die Erfahrung bereits erprobt worden seien, und dass aus die einheitliche Ordnung des Stoffes das Haupt' gewichl gelegt wurde. Der Minister, wies nach, dass diese beiden Grundsatz- bei der Abfassung der Seemanns» ordnung streng im Auge behalten wurden. Es tM delte sich insbesondere um drei Punkte: ersten« um die Bestimmungen, welche da« Recht zur M" rung der österreichisch-ungarischen HandelsflaM, ^ Einlheilung der Schiffslategorien und die Schiffsdocu' mente betreffen, zweitens um die Rechte und Pflicht" der Schiffsmannschaft, sowohl in öffentlicher als in P"' Vater Beziehung, und endlich um das eigentliche Prirat' Seerecht. Der erste Punkt sei durch das Gesetz vom ?ten Mai 1879, betreffend die Registrierung der See Handys-schiffe, geordnet worden, der zweite Punkt werde in deM vorliegenden Gesetze behandelt, und der dritte Punkt werde in einen» besonderen Gesetze vorgesehen werden, das der Minister dem Hause vorlegen werde, sobald die UM' fassenden Vorarbeiten beendigt sein werden, die jetzt ^' pflogen werden, was binnen kurzem der Fall sein werde. Der Minister wies die Vorzüge des vorliegenden Gesetzes im einzelne» nach und empfahl dessen Annahme. Er spraH die Hoffnimg aus, dass das neue Gesetz sich ebenso be-währen und ebenso lange dauern möge, wie seinerzeit da Editto vom Jahre 1777. (Lebhafter Beifall.) Abg. Ma' sovcic erklärte die Vorlage für unzureichend, trotzdem werde er für das Eingehen in die Specialdebatte stimmen-Die Verhandlung wurde hierauf abgebrochen. Bei den Ausschuftwahlen wurden gewählt: in de« Bubgetausschuss Dr. Magg, in den Spracheng/seha"^ schuss Pscheiden, in den Wahlreformausschuss Dr. 3«^ jancic, in den Görsensteuerausschuss Baron Sternen, in den Ausschuss, betreffend die NaturalverpflegsstationtN, u. a. Kottulinsky, Dr. Heilsberg, Karton. Hock U" Reicher, Die Abgeordneten Moscon, Adam eh "'^ Genossen interpellierten den Ackerbauminister, ob er s^ neigt sei, den vom Statthalter Steiermarts namens dc Regierung zugesicherten Gesetzentwurf, betreffend ^'^ ' jährige Grundsteuerfreiheit für Neuanlagen von M gärten mit amerikanischen Reben ehebaldigst einzubring und welche Mahregeln er zur Erhaltung und Neusch^ fung des Weinbaues zu treffen gedenkt. Abg. Pl^' den interpellierte die Regierung wegen der Verbreit^ des Blattes «Freie Glocken» unter den Arbeitern, °a unter im Arbeiter.Lesrvereine in Leoben. Dieses W leugne die Existenz Gottes. Der Interpellant f"ste. die Regierung vom Importe dieses ausländischen Arbe« blattes wisse und dessen Verbreitung verhindern wolle/ Ueber eine bezügliche Anfrage Haverman" theilte Dr. von Tonlli mit, dass der Iustiza"^^ demnächst daö Bergschadengeseh berathen werde. 2)oc Steinwender ersuchte den Präsidenten, die MYl ^ worüber Berichte bereits erstattet sind, auf die ^ ^ odnung zu setzen und interpellierte gleichzeitig ^ber, Stand der Berathungen bezüglich der beanständeten^ len. Dr. Smolka erwiderte, er könne die WaM"" erst nach Erledigung mehrerer wirtschaftlichen ^.Ag auf die Tagesordnung sehen. — Die nächste Slß findet Donnerstag statt. Schlachtopfer und die unglaublichen Schwindeleien der angeklagten Agenten verblüftend illustrieren. Zum Bei« spiel wurde mit Hilfe eines fchnarrenden Uhrwerkes den Auswanderern vorgeschwindelt, dass soeben der «amerikanische Kaiser» telegraphierte, er könne keine Auswanderer mehr gebrauchen. Auf dringliche Bitten telegraphierten dann jene Agenten in Gegenwart der schwer geängstigten Auswanderer an den «amerikanischen Kaiser», welcher umgehend zurücktelegraphierte, er wolle ausnahmsweise noch diejenigen herüberlasfen. welche sofort 25 Gulden bezahlten. Ferner verkleideten sich die Agenten als Militärärzte und Vezirkshaupt« leute und bedrohten in falscher Uniform die vorher wie Schafe in Keller und Ställen eingesperrten Auswanderer, um deren Sparpfennige zu erpressen. Angesichts des ergiebigen Geschäftes der genannten Agenten der Hamburger Schiffsagentur bemühte sich der reiche Großgrundbesitzer und ^ezirksabgeordnete Vincenz Zwilling im Mai 1888 um eine Subagentur des Norddeutschen Lloyd, die er als angeblich angesehener Mann auch erhielt, und begann dann ebenfalls gemeinsam mit mehreren bereits mit Zuchthaus bestraften polnifchen Juden Gebrüder Eykmeyer. Deutschburger und Stammberger dasselbe Gauner« geschaft. Seitdem erhoben sich auf dem Vahnhofe Oswie« cim. sobald Nuswandererzüge ankamen, geradezu blutige Schlachten zwischen dem Personal der Hamburger und Vrcmer Auswanderungsagenturen, um sich gegenseitig die Beute zu entreißen. Zufällig in einen Aus wandererzug gerathene fremde Personen wurden eben-falls völlig ausgeraubt und ganz gegen ihren Willen zur Auswanderung gezwungen. Die bestochene Polizei kümmerte sich um nichts. Unter den getauften öffent lichen Functionary erhielten einzelne 4000 bis 12.000 Gulden Iahresgehalt als Bestechung von Ageniuren. Allerdings verdienten die Inhaber der Hamburger Agentur' selbst jährlich (laut ihren Büchern) 240.000 fl. Reingewinn von ihrem Menschenhandel. Als Gaunerbanden auch preußische Grenzbeamte bestechen wollten, geriethen sie gelegentlich an einen ehrlichen Mann, der seinen Vorgesetzten die schrecklichen Vorgänge ent-hüllte. Was den armen auswandernden Teufeln nach Ausraubung in Oswiecim noch blieb, wurde ihnen dann in Hamburg von dortigen Helfershelfern der Osviecimer Bande abgenommen. Die Anklage-Acte nennen dabei ausdrücklich einen Hamburqer Qiartier. wirt Ludwig Fries. ... In der neuen Welt, üt>r See. kamen schließlich die Aermsten völlig hilflos und miwllos an und giengen dort nach Taufenden zugrunde, wie Berichte der österreichischen Consulate ausweisen. Die gerichtlichen Voruntersuchungen dauerten bereits ein Jahr. dreihundert Zeugen wurden persönlich vorgeladen und vierhundert schriftliche Z,'uqenaussaqen eingefordert. Zwischen den auswärtigen Aemtern in Berlin und Wien über diese Angelegenheit wurde eiu längerer Schriftwechsel geführt. Möglicherweise findet infolge dcfsen fortan eine Reform des Auswandcrunqs« wesens statt, und zwar unter Beihilfe der Directionen der großen SchiffsgeseUschaften in Hamburg und Bremen. Das Gesetz wird mit aller Schärfe strafend einschreiten; abrr nicht nur zur Slrafe mahnen die traurigen Geschehnisse, sondern sie mahnen auch zur Er» füllung der Pflichten, welche gegenüber den Armen und Unwissenden zu erfüllen sind. . * , Nachdruck«""»" Verschlungene Mden. Roman aus dein Englischen von Hermlne Kra«" (94. ssortsehunn.) ^ ^, Und Isabella sank zu Vod.n. Bestürzt eilte M- U^ ton herzu. In der nächsten Secunde sah ", vm ^t Worte Wahrheit waren, denn dort auf dem ^ > .^„, sich ihm der grausigste Anblick dar. den er '» i Leben jemals gehabt halte. , ,e de^ Eilbert Farq»har lag der Länge "ach « ' ^eit Boden hingestreckt, sein Hut war einige Schl^^„b weggeschleudert; die eine Hand war gebaut. ^ die andere krampfhaft ein Moosbündel 6^" ,z d" als hätte er es ,m Todeslampf eifasst, uno Stiroe war Blut geflossen. . «^re ^ Es war eiu entsetzlicher Anblick, eine N" ^„^ sjalt. hn,g streckt in der nächtlichen Stllle. ""lalle" w^ihe Tootengesicht mit den weit glöff"ete". ° ^ebl^' Augen zum Himmel emporqewandt. die O 9. ^. jiK wie in Marmor gehauen, die Gl'eder ^ ajaelMell" Tode! So hatte sich die Prophezeiung der O» erfüllt s-autigsl^ Mr. Egerton stand einige Minuten "^ ^.,„e wie fchgrbannt; als er wieder sprach, ^ Stimme hohl und gepresst. . ^t sei"' «Er ist nicht todt! Er kann nicht " sagte er. ^. ;„ SH< Diese Worte schienen Isabella, die. " ^ !^ versunken. m,f ihren Knien lag. """ Mge« " sprang auf und rief mit wild funkelnden heftig wogender Ärust: . .,Mt ha^ .Er ist todt! Der Schuss. den «M ^y he'S^ hat ihn getödtet, und wrnn wir sogle^ " Llltdllcher Zettuny M. 286. 2455 12. December liHv. Volltische Ueberficht. (Das Herrenhaus) wird nach den bisherigen Dispositionen vor Weihnachten nnr eine Sitzung halten. 'N welcher das R^lrutsNgesey und das Vudgetproviso» lium erledigt und die Commission zur Vorberathung ber Sülnovrlle gewählt werden soll. (Die Lemberger Handelskammer) be« Mftigte sich diesertage mit dem ihr zur Begutachtung vorgelegten Gesetzentwürfe über Wandergewerbe. Die Kammer beschloss, dem Ministerium verschiedene Aende» llmgen zur Vorlage zu empfehlen und sowohl im In-Aesse des Handelsstandes als auch des kauflustigen Publicums insbesondere gegen die Bestimmung Vei. Ehrung einzulegen, wornach herumziehenden Agenten gestattet werden soll, auch von Privatkunden Aufträge lur Effectuierung entgegenzunehmen. . (Zur Sprachenfrage.) Infolge eines spe-"llen Falles, dass ein mährisches Gemeinde-Amt die «Ntiahme einer magyarischen Eingabe verweigerte, gab s,er Statthalter Mährens einen Erlass heraus, dass Amtliche autonomen Behörden Eingaben in ungarischer Sprache annehmen müssen und di.selben. wenn sie sie "'cht übersehen können, der betreffenden Nezirkshaupt« Mannschaft zu übermitteln haben, n, (Das Relchsqesehblatt) publiciert eme ^"o,dnung der Ministerien des Innern, der Justiz, des Ackerbaues und des Handels, betreffend Maßregeln zur Mllnhaltung der Verschleppung der Maul- und Klauen-'luche durch Schweine aus Galizicn nach anderen Län-^rn. Diese Verordnung ist giltig für sämmtliche im ^kichsrathe vertretenen' Königreiche und Länder, mit "Usnahme von Dalmatien. ^ (Parlamentarisches.) An Stelle des Abg. twlherrn von Hayden, der aus dem Budgetausschuffe ^'sgstreten ist. wird in denselben von der Majorität "r Abg. Dr. Tbenhoch entsendet werden. ,, (Das österreichische Ha ndelsministe. ^UNl) wandte sich. wie das «Novoje Vremja» wissen ?!'U. an die russische Regierung mit dem Ersuchen, dass sMbe einer österreichischen Eisenbahn-Specialcommls. , " gestatte, die russischen Elsenbahnen zu befahren "b auf denselben administrative Fragen zu studieren, ß., (Die Steuerpflicht der Südbahn.) Im 3"ne des zwischen der ungarischen Regierung und der Mbahn im Jahre 1880 abgeschlossenen Velträges ?t die Steuerfreiheit der ungarifchen Linien der ,<."dbahn mit Schluss des Jahres 1889 auf. Da be-Wch der Erstickung der Steuerfreiheit eine Vor. U"digung zwischen der Gesellschaft und der ungari-fM Regierung nicht zustande gekommen, tritt vom ' "änner 1890 an die Steuerpflicht der Südbahn für U" aesammteu ungarischen Linien ein. Finanzmmister "r. Weckerle hat die Steuervorschreibung für die Süd« °M mit 520,000 fl. für das nächste Jahr bemessen. N (Papst Leo XIII.) hat dem Prälaten Msgr. ^!.olli. welcher in seinem Auftrage den Feierlichleiten "Msijch der Eröffnung der katholischen Universität m ,7°'hington beiaewohnt hat. den Auftrag ertheilt, vor !>'"er Rückkehr nach Rom die latholifche Universität m Fl"burg i„ d„ Schweiz, sowie die Universitäten von ^kn und Innsbruck zu besichtigen. . ^ . Q„.(Im deutschen Reichstage) wird da« ^'"istengeseh vor Weihnachtell nicht mehr an das ^um gelangen Welches Schicksal dem G^fetze schließ. lich zutheil wird, ist immer noch ungewiss. Die Regie-rung soll entschlossen sein, an der Ausweisung fest. zuhalten, während die Mehrheit des Reichstages ihr darin nicht nachgeben will. Es mehren sich übrigens die Stimmen, welche behaupten, die Regierung werde auf die definitive Gestaltung in dieser Session verzichten und die Entscheidung dem nächsten Reichstage überlassen, für desfen Lebensdauer die Frage unter Um« ständen entfcheidend fein würde. (Au» Serbien.) Das Belgrader Amtsblatt veröffentlicht ein Decret der Regentschaft, wodurch der Vettrag mit der Salzmonopols» Gesellschaft aufgelöst und der Finanzminister beauftragt wird, mit den Monopolspächtern wegen der Rückzahlung des An. lehens und der Ablösung der Bestände Verhandlungen zu Pflegen. Die Verwaltung des Salzmonopols geht provisorisch in die Hände der l. k. Tabatmonopols-Verwaltung über. — Die Flugschrift «Bombe» findet reißenden Absah, macht aber nicht den von gewisser Seite gewünschten Effect. Die Richtigkeit der publi-eierten Namensliste wird mit Bezug auf viele Persönlichkeiten, darunter Garasanin, selbst von politischen Gegnern ernstlich bezweifelt. Von den in der Flugschrift Genannten prolestleren viele und erklären, den Verfasser wegm Verleumdung gerichtlich belangen zu wollen. (In London) circuliert das allerdings ganz unverbürgte Gerücht, dass die brasilianische constitu» iereiide Nationalversammlung sofort nach ihrer Con-stituierung den gewesenen Kaiser Dom Pedro, um die Gefiihle der Achtung und Dankbarkeit für denselben zum Ausdrucke zu bringen, zum lebenslänglichen Ehren-Präsidenten der brasilianischen Republik zu ernennen beabsichtige. (In Japan) ist man anf dem Gebiete des Heerwefens eifrig damit beschäftigt, immer mehr sich nach europäischen Mustern umzuformen. Jetzt ist auch die Nildung eines großen Generalstabes angeordnet worden. Der Chef des Generalstabes ist Vorgesetzter des Kriegsministers und hat nur den Kaiser von Japan über sich. Tagesnemgleiten. Se. Majestät der Kaiser haben, wie das «Prager z Abendblatt» mittheilt, der Gemeinde Wlctow zum Baue einer neuen Ortslapelle 100 Gulden zu spenden geruht. Se. Majestät der Kaiser haben, wie die «Klagen-furter Zeitung» mittheilt, der freiwilligen Feuerwehr in Olsach 60 Gulden zu spenden geruht. — (Fürstliche Gäste au« Japan.) Der kaiserlich japanesische Prinz Arisugawa Lakehito ist vorgestern vormittag« von Sr. Majestät dem Kaiser in der Hofburg in Privataudienz empfangen worden. Prinz Nrisugawa wurde um '/.11 Uhr nebst Suite in Hof'Equipagen von seinem Logis «Hotel Imperial» eingeholt. Die Audienz währte 10 Minuten. Bei der Auffahrt wie beim Verlassen der Hofburg trat die Haupt, wache zweimal ins Gewehr. Gestern sand in der Hof» bürg zu Ehren des Prinzen bei Sr. Majestät ein Diner statt. — (Seltsamer Unglücksfall.) In Balatun im Bezirke Njelma ereignete sich auf eine merkwürdige Weife ein Unglilcksfall. Die Wilwe Milosavljevic brachte kürzlich einen Klotz aus dem Walde nach Hause und legte ihn, ohne zu bemerken, dass in demselben eine geladene Pistole steckte, in das Herbfeuer. Als der Klotz zu brennen begann, gieng die Pistole los, und traf die Ladung den dreijährigen Sohn der Witwe Stana Paniiil, welcher neben dem Feuer saß, so unglücklich, dass er in wenigen Stunden verschied. Die Pistole dürfte während der Zeit des letzten Aufstandes in dem Walde versteckt und vergessen worden sein. — (Bordeauxwein au« Dalmatien.) Einer Mitheilung des «Dalmata» entnehmen wir, dass von der Ernte des Jahres 1888 aus dem Hasen von Spalato allein nach Celte 3166 Fässer il 6 Hektoliter, nach Rouen 7046, nach Bordeaux 7183 und nach deut» schen Häfen 2041 Füsser Wein exportiert worden sind. Aus ganz Dalmatien dürfte der Weinexport nach Frank« reich 300,000 Hektoliter betragen. — (Von der Peters'schen Expedition.) Wie der «Vossischen Zeitung» berichtet wird, find alle in Zanzibar einlaufenden Mittheilungen dazu angethan, die Wahrheit der Meldung über die Niedermehelung der ganzen Peters'schen Expedition zu bestätigen. Es scheine, dass ihr Lager um Mitternacht von 12.000 Somalis umzingelt worden sei und dass niemand entkam. — (Verbreitung der Influenza.) Die Wiener Professoren Nothnagel und Kahler führten in ihren vorgestrigen Vorlesungen an Influenza erkrankte Personen vor. Neide bezeichneten die Influenza als an« steckende Krankheit, die im allgemeinen einen gutartigen Verlauf nehme. Gegenwärtig leiden 2b Aerzte des Wiener allgemeinen Krankenhauses an Influenza, außerdem viele vom Wartepersonale. Auch Pros. Schrötter ift an Influenza erkrankt. -» — (Voulanger auf Reisen.) Eine Londoner Depesche des «Matin» meldet, Voulanger habe sich con« tractlich verpflichtet, in Amerika über den Voulangismus Vortrage abzuhalten; er erhält 1200 fl. per Abend. Die erste Vorlesung soll in Newyorl stattfinden. — (Im Kerker gestorben.) Der ehemalige Nauernführer Hans Kirchmair, welcher im December 1887 wegen Militärschwinbeleien zu siebenjährigem schweren Kerler verurtheilt wurde, ist vorgestern in der strafanstalt Suben nach zweijähriger Haft gestorben. — (Macht der Gewohnheit.) Mutter: Warum schickst du deinem Vrüutigam den Vries so heim« lich durch die Krüutlerin, anstatt offen mit der Post? — Tochter: Ach, da« bin ich von der Pension her so gewöhnt. Local- und Provinzial-Nachrichten. — (Aus der Section «Krain».) In der am Montag abgehaltenen gut besuchten Versammlung der Section «Kram» des deutschen und österreichischen Alpen-Vereines schilderte Prof. Wilhelm Hal laba eine Ersteigung der Ojstrica in den Sannthaler-Alpen. Ueber Stein und durcb das Erna < Thal wurde die Klemeniel - Alpe erreicht und von hier die Spitze des Hochgipfele. Die besonders beachtenswerten Punkte, wie der Krajnsli Rak, der romantische Fels «Die Nadel», der Rinlafall und andere, fanden eingehende Besprechung und wurden durch sehr schön ausgeführte Photographien den Anwesenden vergegenwärtigt. An die Nabel knüpft sich eine recht hübsche Sage, die vom Vortragenden mitgetheilt wurde. Die Vegetation der Ojstrica war zur Zeit eine spärliche; ?>n. anstatt zu warten, so hätten wir den Morder 'l""cht noch ertappt.. 'Den Mörder?» wiederholte Mr. Egerton. ^ 'Den Mörder oder die Mörderin — wie S«e "oUen. ja!. ^ 'Aber warum sprechen Sie so? Das» und er /^schaudernd auf die leblos hingestreckte Gestalt. ^7 kann ja auch das Ereignis eines unglücklichen " '""s sein.. abkn^?" 'st es nicht! Mein Bruder ist am Vor-^ >'" b°chze't in dem Heim seiner Braut er-tich? wurden; das steht für mich fest, aber.' und ste H ' 'Ve Gestalt hoch auf, «ich werde fe.nen Tod ^"' das gelobe ich hier bei feinem Leichnam!» Und ^beschwörend streckte sie ihre beiden Arme gen ch l^' 'Ich schwöre es bei allem, was m,r heilig d^°K/ch nicht ruhen, noch rasteu will, so lange ich "b^ c er meines Bruders nicht der Gerechtigkeit v°n n!^) h"be. Ich will au nichts anderes den en. !°nde^ °"derem träumen, auf nichts anderes hoffen 5>eil>" 3" Leib und Seele mich dem Rachewerl d'eits im^l "" der einzige Verwandte, den ich "' ">^?elt ^... und ihre Stimme klang geprefst «r ^°" Schmerz durchbebt «und er liebte m.ch, wenn dit^ ^weilen hart geg.u mich war; jetzt hat 'hn ist K"d eme« feigen Meuchlers hingestreckt, und er l »miner für mich verloren!» _, beiz I^er sank sie neben dem Lnchnam ihres Vru-^lnch> ' l" aufrichtig geliebt hatte, zu Boden und ^3. "? stöhnte, halb wahnsinnig vor Schmerz und Q^ r" semen jähm. qrässlichsN Tod. >fand 5? ?^ Eger.on keinen so hef'igen Schmerz ' "d. wie sie. war fein Enljetzen doch mcht mmder groß. und es gelang ihm nur mit großer Mühe, feine Selostbeherrfchung zu bewahren. Er rleigte sich zu Arabella nieder, ergriff sie beim Arm und versuchte sie aufzurichten. «Kommen Sie fort von hier. Miss Farquhar.» sagte cr sanft. «Ich werde Sie ins Haus führen. Sie dürfen nicht hier bleiben.» Sie stieß ihn fast wild zurück. «Gehen Sie ins Haus und holen Sie Hilfe; mein Platz ist hier, bis sein Leichnam fortgebracht wird. Sie können mich getrost hier lassen.» fügte sie hinzu, als sie sah. dass Mr. Eqerton zögerte. «Ich fürchte mich nicht, denn der Todte ist mein Schutz!» Mr. Egerton erkannte, dass ihm nichts anderes übrig blieb, als zu gehorchen; es musste nicht nur der Leichnam ins Haus geschafft, fondern auch unverzüg. lich nach der Polizei geschickt werden, sollte Licht in dieses Geheimnis kommen. ^ 3 4. Capitel. Als Isabella Farquhar mit dem Todten in der Finsternis allsin zurückblieb, verharrte sie noch eine Wcilc in derselben Stellung, in der Mr. Egerton sie ^urücka/lasscu hatte. Ihr Kopf war geseukt. ihre Häude verjchluugen; all ihre Gedanken waren nur auf die Lösung der einen Frage gerichtet, wer diese schändliche That vollbracht haben konnte. ' Troh der schrecklichen Lage. in der sie stch be-fand, befchlich kein Schatten von Furcht chre Seele. Ihr erste« Gefühl, als sie ihrrn Bruder ermordet auf dem Boden liegen sah. war natürlich ein heftiger Schmerz gewesen, aber demselben folgte sofort, nicht minder heftig, der Gedanke an die Rache. Ja, sie wollte den Thäter autfindig machen und der Gerechtigkeit überliefern; sie wollte e«; sie mustte es um jeden Preis! ! Sie erhob sich plötzlich aus ihrer knienden Stellung, nahm die Lampe, die auf dem Boden stand, und beleuchtete das Moos ringsumher, hoffend, eine Spur zu finden, die zu einer Entdeckung führen könnte. Es war nirgends etwas zu entdecken; in dem ungemein dichten und üppigen Moose, dal den Boden bedeckte, ließen selbst Schritte leine Spuren zurück. Obwohl der Leichnam auf einer mehr offenen Stelle lag. war dieselbe doch ringsum von Gebüsch und Bäumm hinlänglich umgeben, so das«, angenom« men, Farquhar habe sich auf das Brückengeländer ge-stützt, der Mörder genügende Gelegenheit gehabt hatte, sich hinter demselben zu verbergen, um sicher auf ihn zielen zu können. «Wenn ihn der Schuss eine« Wildschützen traf, so war es nur ein Flintenschuss, und man kann sich darüber leicht Gewissheit verschaffen.» sagte Isabella. Sie neigte sich wieder über den Todten und untersuchte die Wunde auf feiner Stirn. Obgleich dieselbe start geblutet hatte, war es doch leicht zu erkennen, dass die ganz kleine, runde Oeffnung nicht von einem Flintenschuss herrühren konnte. «Nein,» rief Isabella laut für sich, «da» ist kein unglücklicher Zufall, sondern eine wohlüberlegte That gewesen!» Wieder suchte sie zwischen dem Gebüsch und auf dem Boden, ohne jedoch etwas zu finden, bis sie plötz. lich an einen Baum kam, der einen hohlen Stamm hatte, in welchem sich etwa drei bis vier Fuß oberhalb des Bodens ein mehrere Zoll breiter Spalt befand. (Fortsetzung folgt.) Mbacher Zettung Nr. 286. 2456 12. December M9. doch wurde (^mpauni» 2oi3ii und auf der Slarja sehr lurzstieliges Edelweiß beobachtet. Von dieser Höhe eröffnet sich ein prächtiger Blick auf den Glockner. Der Abstieg erfolgte zunächst zum Ursiö, dann nach Prädassel, das mit recht seiner Naturschönheiten wegen gerühmt wird. Professor Wilh. Hallada schloss seine, die Anwesenden sehr interessierenden Ausführungen mit dem schönen Ge< dichte Nnastasiu« Grüns, in dem die verschiedene Art des Alpenwanderns und des Alpenschauens geschildert wird. Im Anschlüsse an diesen Vortrag besprach Herr oanä. prok. Albin Velar einige geologische Verhältnisse del Ojstrica-Stockes und des Logar-Thales, wobei er auf Gtintsteine und Mergelschiefer — jenen der Krma sehr ähnlich — sowie auf den Umstand hinwies, dass in diesem Gebiete der Sannthaler Alpen Petrefacten noch nicht beobachtet wurden. Schon Hacquet berührt diese Eigen« thiimlichleit in seiner «Oi-MoßnosiH carllioIioH». Zum Schlüsse fügte Herr Anton Ritter von Oariboldi einige touristische Mittheilungen über dieses Terrain bei und gab seiner Freude über die mitgetheilte schöne Sage sowie dem Wunsche Ausdruck, dass unsere Touristen derartigen Volkssagen besondere Aufmerlsamleit schenken mögen. — (Parlamentarisches.) Wien, 11. Decem« ber: Der Strafgeseh'Ausschuss verhandelte gestern über den Antrag des «bg. Dr. Iaques, betreffend die Entschädigung unschuldig Verurtheilter. Iustizminister Graf Schönborn erklärte, keinen Grund zu haben, von den diesbezüglichen Ansichten seines Nmtsvorgänger« prin« cipiell abzuweichen, d. h. im Principe anzuerkennen, dass dem unschuldig Verurtheilten eine billige Vergütung vom Staate zu geben sei. Sollte aber vielleicht das Herren» haus bei seinem frühern Beschlusse verharren, so würde es vielleicht im Interesse, der Sache liegen, wenigstens irgend einer Instanz es zu übertragen, im einzelnen Falle eine Entschädigung aussprechen zu lünnen, was auch das Herrenhaus angestrebt zu haben scheine. Sodann wurde der vorliegende Gesehentwurf angenommen. — (Gemälde « Ausstellung.) Unsere hei« nlische Künstlerin Ivana Kobilca, die mehrere Jahre als Malerin in München zugebracht, gedenkt, wie wir vernehmen, nächstertage hier, in ihrer Vaterstadt, eine Ausstellung ihrer Gemälde zu veranstalten, Wir erachten es für unsere publiciftische Pflicht, Üaibachs kunstsinniges Publicum schon im vorhinein auf diese Ausstellung auf» merksam zu machen. Die Ausstellung soll neben mehreren Genrebildern auch einige gelungene Porträts hiesiger Damen enthalten. — (Gemeinderathswahlen in Agram.) Die Agitation für die vorgestrige Gemeinderathswahl im dritten WalMrper im ersten Wahlbezirke war eine bei« spiellose. Dem entsprechend belief sich auch die Anzahl der abgegebenen Stimmen auf mehr als 1000, während sonst kaum 400 Wähler ihre Stimmen abgaben. Die oppositionelle Liste ist zwar durchgedrungen, doch erzielte die Regierungspartei eine ansehnliche Minorität. Gestern, im zweiten Wahllörper, wählte vorwiegend das Veamten-Clement; die Entscheidung über die künftige Majorität des Gemeinderathes wird von dem Ergebnisse der heu« tigen Wahl in der Classe der Höchstbesteuerten abhängen. — (Personal Nachricht.) Se. Majestät der Kaiser geruhte die Uebernahme des Feldmarschall'Lieu» tenants Johann Groller von Mildensee, Vom» Mandanten der 32. Infanterie-Truppendivision, auf sein Ansuchen in den wohlverdienten Ruhestand anzuordnen und anzubefehlen, dass demselben bei diesem Anlasse in Anerkennung seiner langen, stets pflichtgetreuen Dienst« leistung der Ausdruck der Allerhöchsten Zufriedenheit be< lanntgegeben werde. — (Philharmonische Gesellschaft.) Das letzthin verschobene erste Gesellschafts'Concert findet nun morgen abends im Saale der alten Schießstätte, und zwar mit dem bereits mitgetheilten Programme statt. — (Gestorben) ist der hochw. Herr M. Glaser, Ehrendomherr, Ritter des Franz.Iusef.Ordens, fürst, bischöflicher wirklicher Consistorialratt, und Pfarrer zu St. Peter bei Marburg, am 9. b. M. abends. Per Ver« blichene war geboren in Maria Rast am Listen April 1306 und wurde in Oraz zum Priester geweiht am 3. Mai 1829. Seit 4. April 1843, fomit bereits da« 47. Jahr, war er Pfarrer zu St. Peter bei Mar> bürg. Im Jahre 1879 feierte er sein 50jährige« und h sangstomiker Herrn Ootts leben vom Iosefftädter Theater in Wien, welcher in den verschiedensten Rollen, insbesondere aber als Hieronymu« Nengstlich, das Publi« cum zu wahren Lachsalven hinris« und hiesür wohl« verdienten stürmischen Beifall erntete. Von den übrigen Mitwirkenden ist in erster Lime Fräulein Pitsch zu nennen, welche sür den vorzüglichen Vortrag eines Liedes im vierten Bilde durch wiederholte Hervorrufe aus« ^zeichnet wurde. Sehr gut absolvierten ihre Rollen Frau Thomas-Söld, dann die Herren Exel und Schenk, welch letzterer als Gigerl und Blumen« Mädchen Herrn Gottsleben wacker unterstützte. Die übrigen Darsteller hatten nur unbedeutende Partien, trugen jedoch nach Kräften zum Gelingen des Abends bei. — (Verband der Bezirks - Kran ken« cassen.) Im Sihungssaale des Nörsegebäudes in Trieft findet am 28. December nachmittags um 6 Uhr die erste Delegiertenversammlung des Verbandes der Nezirts« Kranlencassen im Sprengel der Arbeiter»Unfallversiche-rungsanstalt für Trieft, Küstenland, Krain und Dal« matien statt. Zweck der Versammlung ist die Beschlussfassung über die Festsetzung des Procentausmaßes der Beiträge der Verbandscassen zur Ansammlung des Ver» bands'Refervefondes und zur Deckung der Auslagen des Verbandes, ferner die Discussion über die Frage der Unterstiitzungspflicht rücksichtlich der Wöchnerinnen und über die Ausdehnung des freiwilligen Wirkungskreises des llassenverbandes. — (Aus dem Gerichtssaale.) Wie wir gemel-det, warf vor einigen Wochen ein Bauermädchen aus Orle die Leiche eines neugebornen Kindes in den Gruber» schen Canal. Die vom k. k. Landesgerichte gegen die Netreffende eingeleitete Untersuchung wegen Kindesmordes wurde jedoch eingestellt, nachdem die Aerzte ihr Gutachten dahin abgegeben, dass das Kind todt zur Welt gekommen sei. Die Inhaftierte wurde sohin dem städtisch-delegierten Bezirksgerichte überstellt und von demselben wegen Ueber« tretung der Verheimlichung der Geburt zu einer Arrest« strafe verurtheilt. — (Be fitz Wechsel.) Die Trifailer Kohlenwerls« gesellschaft hat die Kohlenwerte Römerbad » Tüffer des Herrn Eduard Geipel um den Kaufpreis von 78.000 fl. an sich gebracht, und sie soll die Absicht haben, in Untersteiermark noch andere Werke zu erwerben. Weiters wird gemeldet, dass die Gesellschaft auch bei Gottschee ein Kohlenbergwerk angekauft hat. — (Neuer V erei n.) Die k. k. Landesregierung hat den Statuten des «Katholischen politischen Vereines in Laibach» die Genehmigung ertheilt. — (Podraga.) Wie wir in der alten «Soca» lesen, haben dieserlage 80 Familien der Gemeinde Po« draga ihren Entschluss, zur nichtunierten Kirche zu über« treten, widerrufen. — (Eine Riesenforelle.) Aus Flitsch wird uns geschrieben: Im Isonzo wurde von den Fischern des Postmeisters Sorc eine Forelle, die ein Meter lang und 12 Kilo schwer ist, gefangen. Selbe wird mit mehreren anderen Fischen für die nächstjährige Wiener forst« und landwirtschaftliche Ausstellung aufbewahrt. — (Der juristische Verein «Pravnil>) hält die bereits angekündigte Versammlung am Samstag den 14. Dece mber ab. Aunfl und Aiteratur. — (Ley kam« Kalender.) Eine ganze Reihe ebenso praktischer wie zum Theil sehr eleganter Kalender liegt uns aus der Verlagsanstalt des Leylam in Graz vor. Alle Ehre macht seinem Titel «Leylams eleganter Taschenlalender», der, mit den Porträts des jilngsten Brautpaares in der lais. Familie, Erz» Herzogin Valerie und Erzherzog Franz Salvator, geschmückt, auher sonstigem nützlichen kalendarischen Inhalt auch noch die Einrichtung eines «Tagesbuches» sür ssamilienchronil, Geburts-und Namenstage u. s. w. enthält. Allerliebst ist «Leylams Portemonnaie < Kalender», sehr bequem «Lchkams Brieftaschen» Kalender», sür Schreibtische vortrefflich geeignet «Leylams Vlatltalcndcr», für jedermann verwendbar die «Wandkalender» in verschiedenen Grüßen, durch geschmackvolle Ausstattung aus« gezeichnet «Leytams Vlocklalender» und «Leylams Wochen»Notiz< Blocklalender.» Neueste Post. Original-Telegramme der «Laibacher Ztg.» Wien, 11. December. In dem Gesinden des Cardinals Oanglbauer ist in den letzten Stunden eine der« artige Verschlimmerung eingetreten, dass jede Hoffnung auf Genesung fast ausgeschlossen erscheint. Der Verfall der Kräfte nimmt rapid zu. Der Cardinal liegt seit 5 Uhr nachmittags in Agonie. Wien, 11. December. Ungeachtet gehäufter katarrha« lischer Erkrankungen, namentlich im allgemeinen Krankenhause, wird allseitig consiatiert, dass die In. fluenza.Eftidemie bisher in Wien nicht vorhanden ist. Prag, 11. December. Cardinal G>af Schönborn kündigt m einem Hirtenbriefe seine Romreife an und mahnt von der Betheiligung an der Hus'Verlhrmtg! ab. Da« Prager Stadtoerordneten'Coliegium genehmigte! heute mit allen gegen die Stimmen der geistlichen! Mitglieder eine Petition an den Landesausschuss um ^ Einfügung der Hus-Gedenltafel, an dem Museum« a/bäude. Paris, 11. December. Ein ärztlicher Bericht con« statiert, duss die Epidemie im «Maqazin Louvre» einfache Grippe fei. In anderen stark besetzten Localitäten! herrscht die gleiche Epidemie, doch flößt dieselbe keiner« i lei Bennruhigung ein. l Paris, 11. December. Die Blätter berichten von der Ausbreitung der Gl5-, Polanadamm 50, U^eiitig.^ — Meteorologische Neobachtunssen in Laibach^ ____5 «-« > " I !_______^------ ?U7M'g" 731 2 —2 0 35. schwach ! bewölkt Z' W 11.2. N. 7ii9 6 2 4 NW. schwach bewölkt ^gen 9 . Ab. 730-4 36 NW. schwach bewölkt Sehr trübe, abwechselnd geringer Regen, Thauwetler. D° TageSmittel der Temperatur 1.3", um 19° über^em^Norm»^ Verantwortlicher Redacteur: I. ----- Uemgkeiten vom Diichermarkte. Dreher, Kirchweih. Gedichte in o verbaler'-scher Mundart, illustriert von Münchener MN" lern. Geb. fl. 6-20. , „,.. Köstliche, humorvolle Schilderungen au« dcr DoN'«" < Weihzeit sind es, die Koniad Dreher in dem anheimelnden, <^ bermann leicht verständlichen oberbaierischen Dialekte h'", ,' »ge bietet, wozu Künstler wie Defregger, Lützncr u. a, ong'" Illustrationen lieferten. ».^ Mappe, Münchener bunte. Originalbeltrau Münchener Künstler und SchriftsteN^. Nene Ausgabe. Ein stattlicher Quartband nnt a^> farbigem annnlthia/n Umschlagbilde von Fneoru/ Stahl. Eleg, cart., mit Goldschn.. fl. 6' 20. Die neue Ausgabe der «Münchener bunten Mappe' ^ einigt in sich die reizvollsten künstlerischen und ltt"'"', ^ Beiträge dcr beiden Bände der früheren Ausgabe U'"^ bereichert um eine Anzahl neuer Rlproductionen nach ^'^ ^„e Vodenhanirn, v. Brandt, Fehr. Kauffmann. sowie um fsssrlnde Künstlernovelle von I, Grosse. c.' l, ll ^ Ebers, Zlosua. Eine Erzählung aus tno scher Zeit. Geb. fl. 4 34. . ,^ «M he,l'a»nl, sg. « ^ Leichelwcgängnisjc unserer inuigstgcliel'ten, u» ^ « W lichen Gattin und Mutter, sowie auch für ^ ' .»en W W Kranzspenden sagen wir allen unfern aufriß »' « W Dank! W M Karl Nom. > W «osalia Mahr geb. Krisch,«""»' » W Höre auf, um mich zu klagen, W >W Trennung ist dcr Erde Los, M M Lerne deinen Schmerz ertragen, ^ W geige dich im Unglück grof,! M W Blicke glaubend zu den Sternen, « W Such' im düstern Grab mich "M, » W Denn ich wril' in jenen ssernen, ^ M Wo kein Schmerz die Herzen brlchi- ^ 5. W 2457 Course an der Wiener Börse vom 11. December 1889. «^ b«« ^«en«, «our.««««. «eld War, Etaats-Nulehen. 3^ einheitliche Nentr in Noten »5'75 8b 95 ^'«Ntnti' . . »« 80 86 5« U« 4"/., T!aat«l°se , 250 fl. 1»2 3o'i82 »" «^"''^ ' n°^e 500 st. 18!»'. ,8?s>" ^" ' ' ssünftel 100 ft. 144 - l44 ?.»> ""N Etaal«lose , . i0Ofi. ,73—172/b «' » , , 50 ft, 173 50I>4«s' ^°«°M,.Pfbbr. ll120fl. . . 151 - 101 s.« ^est, Gmbrrnte. steuerfrei , 108 1« '«8 8" '''"lNolenrente, steuerfrei , «00 «0 I'»0 «" ^«runtitlte sslsenbahn- ««uldverschreibunyen. Wabelhbal,,, i» «steuerfrei . 12» 50 12» - 3"n^Il>Ieph.Val,!! in Silber . 111.--- »10 - lm^^nrr Uabn in Silber 102 »o N»2 »'. '' "rthbahn i!<><> fl, CM. . . - - "" - d.« ^^..Uubwei« 2l!<> st, ö, W. »17 - 2,8 - - «,ii°^°l'b, lirn! !ioo st. «, W. 209 - ll'N - "'Mbethbah,, für 2 Marl , IK - 112 ?«° fur NX, Marl 4"/„. , . ,,?. 1i'/75 L "'«^°!eph Ällbn «M. 1884 . 9« 40 »?— """lberger «ahn «n,«ss, ,U»4 -.— 94^k ?Z.?°ldrente 4«/„ , , . . K«, 80 101 - Un ^"""nt, 5°/« , . , 97 90 V^U> ^ bl° c>r.° cumul. Stucke , . »5- Ub" ^^tkal,,, Prioritäten . . 99 8«, 100 1^ U° ^°" ^l>!i«at, v, I, l«7N ,l» lib N2 7t. d!° "^N'^lül, il lW fl e,W, <3»'l>"<»^- tb",i,w"" ^ bl>si «, W, l88KN lU»'- >«'!«„,.Lose 4" „ IN« fl. l«7 «l, 1^?'7l» Vtld War« Gnmdentl.-Obliglltionen (für lno st. EM.). 5°/« »alizlsche...... ,04 - !05'— 5°/n mährifche...... l«1U50llU- 5"/^, ltrain und Küstenland , . — — — — 5°/s, niederüNerreichifche . . .109 5011050 5"/, ftcirifche...... -'— —-- K°/„ klilltilche und slavonische . lOb - — — 5"/n sicbenbülllische .... 10450 105 10 5°/« temeser Vanat .... — —-------- ö"/n ungarische...... 88". 83 60 Andere öffentl. Anlehen. DonauMeg.-llole 5°/^ 100 st. . 122-123. dt°, N,:leihe 1»?8 . , 10« 5u 107 b<> «lnlehen der Stadt Oörz . . Ill)-— —-— «lnlehei, d, Vtadigemeinbt Wien 105 — 106 - Präu,,'«nl, d. Ttadtnem, Wien 144 ?<» I4i L<> Uürsenbail'Anlehen verlo«. 5°/, 96-- - 97-- Pfandbricft !ft>r 100 ft.). Uodeiu-r, allg. «st, 4°/„ «. . . »! — 101 !^0 Oest.'ilnn, Va„l verl, 4»/,"/i> . 10185 10, 75 detl« » 4«/, . . S>» 8» 100 — detto 50j«hl. » '4»/, . . »» 80 100- Prioritäts-Obligationen (sür 100 sl,), Ferdinand« ^tordbahn Gm, 188« 9950 100 -«llalizische Karl. Ludwig.«ahn Vm. 1881 800 fi. L. 4>/,°/, . S»— 99 59 »elb »»lm Oesterr. Nordwestbahn . . . lOS 6» 10?-. 8,aal«bahn....... 19» bO >«» k» Eüdbahn k 3«/»..... 144'?.'» 145?!, ' 5 5°/,..... 117 — 118 - Ung,<«llll,. Nahn..... »9 90 1U0 !»'>> Diverse Lose (per Stück). Kreditlose 100 fl...... ,8575 ,86 50 lllaro-Losc 4« ft...... z»., ««._ 4"/« DonaU'Dampsfch. 100 ss, . 1«? — I«» — Laibacher Präm,-«nl«h. »0 jl. z.za ,z zc, Ofener Lose 40 st..... ^i _ «/ _. Palffy-Lose 40 fi...... 57... 57 ^ Rolhcn ttieuz. «st. «es. v., lO fi. 1935 ,9 75 «ubolph Lose 10 fi..... ,n üo «1 5>. SalM'Lose 4« fl...... „_. ^,,^ Lt,°«cnoi«;L°!r 40 fi. . . . «^_ «5 _. Waldstein.Lofe 20 fl. . . . . «... A.- WiiwischGräh Lofe 20 fl. . . zz-_. ... , Vsw,Sch, b, .1«/,». 14? 5» 147 »<» Banlvrrein. Wiener 1!>o fl. . . liv ?z 118 »b Vdül-r. Anst, öst. 200 fl. E, 40"/, !»»» — «92 l,<> (lrdt.-Vlnst. f, Hand, u, .. »-l> ««« «Hnberbanl. »st, 200 fl. ». . . 219 ,<< »19 »<» Oesterr, ungar. Nan! S00 fl. . »»0 - «»» - Unionbanl 200 fi...... »4U?l241 — Verlehribanl, «lll«. »40 fi. . . 1b9 bv 1«/ — Nctieu von Transpott' Unternehmungen. (per Nrllck). Mbrecht'Vahn »00 fl. Gilb« . « «, 5? — «ll!eld«ssiuman. Nahn »00 fi. V. »00 »z »0« 75 Vöhm. N«rbbahn 150 fl. . . . »l« — »13 — . Westbahn »00 fl.. . . »30 - 331 - Vulchtiehrader 2« 50 » neue «ltr., Prioritüt». «lctien 100 st...... 98 — »3 50 Ung-aali». «llenb. 200 st. Silber 1»! »5 191 75 Un«. «orb»ftb«hn X» fl. Gllb« »»?— l» — Un,.weftb,(«»»b'<»raj),00il.V. 1»0 .- i,l — Inbnftrle.Uctle» (per Vrü. W Vien 100 st...... »4»z »4?» »istnbahnw'lieil,«,. erste. «o fl. 89-- « — .«lbemühl», Papiers, u. «..«, «1 - »0 «, Liesinger »rauerei 1«i fl. . , »8 - »85«, Montan' Gesell, ifterr,. alpine »3 5l> »> »V Prager «tisen Ind..<»«s, »00 fi 413 50 »i«»ühl»,Pap<«f.u.V.' st. . . ,»50 »3 — Wienirberger Zit,el'»ctb i »»«, Italimlsch, »anln^en (l« 2.) 4« 1 «» »?