Nr. 296. Dienstag, 28. Dezember 1909. 128. Jahrgang. Zeitung VrHnumeratwnsprcis: Mit Postveisrndung: günzjHhnn 30 ll, halbjähnn 1b K, Im »ontur: ganzjährig «! li halbjähr!ss 11 «,, ss'ir dir Zxstrllung n bsfixdcl sich Milloziöstraw Är «0; dir «ebaltion MitloöiDiahe Nr. 20. Lprechstuübeü der Rcbattim, lloi, « bl« ,0 Ub» vormittag«. UnsranKertr Briefe werben nicht angenommen, Mllüuslriple nicht zlirüllgettellt. Telephon-Nr. der Redaktion 52. Amtlicher Heil. Kaiserliches Patent vom 22. Dezember 1909 betreffend die Einberufung der Landtage von 3c ie- dcröstcrreich, Obcrösterreich, Salzburg, Steicru>art, Krain, Vukowina, Mähren, Schlesien, Tirol und Görz und Gradisca. Wir Franz Joseph der Erste, von Oc»tte5 Gnaden AcLtsev oc>n Gsteri7eich; Künic^ von Uilgarli und Vöhlnen, von Dalmatien, Kroatien, Slavonien, Galizien, Lodomerieil und Illyrien; >^önig von Jerusalem usw.; Erzhcrjog von Österreich'. Großherzog von Toscana und Kra-kau-, Herzog von Lothringen, von Salzburg, Steyer, Kärnten, strain und der Bukowina; Großfürst von Siebenbürgen; Martgraf von Mähren; Herzog von Ober- und Niedcrschlesien, von Modcna, Parina, Piacenza und Gnastalla, von Auschwitz und Zator, von Teschen, Friaul, Nagusa und Zara; gefürstcter Graf von Habsburg und Tirol, von Kyburg, Görz ilnd Gradisca; Fiirst von Tricnt und Vrixcn; Markgraf von Ober- und Niederlausitz und in Istricn; Graf von Hohencmbs, Fcldtirch, Vregenz, Eonncnbcrg usw.; Herr von Trieft, von Cattaro und auf der windischcn Mark; Großwojwod der Woiwodschaft Serbien usw. usw. usw. tun kukd und zu wissen: Die Landtage der gcfürsteten Grafschaft Tirol und der gcfürstct'en Grafschaft Görz und Gradism sind auf den 27.. der Landtag des Herzogtums Ober- und Niederschlesien auf den 28. Dezember 1909 in ihre gesetzlichen Versammlungsorte einberufen. Ebenso sind die auf Grund Unserer Entschließungen vertagten Landtage des Erzherzogtums Osterreich ob der Enns auf den 27., des Herzogtums Steicrmarl, des Herzogtums Kram und der Markgrasschaft Mähren auf den 28., des Herzogtums Bukowina auf den 29. Dezember 1909, des Erz-, Herzogtums Österreich unter der Enns auf den :l. Jänner, des Herzogtums Salzburg auf den ^ 4. Jänner 1910 zur Wiederaufnahme ihrer Tätigle il in ihre gesetzlichen Versammlungsorte einberufen. Gegeben in Unserer Neichshaupt- und Residenzstadt Wien am 22. Dezember im Eintausendneun-hundertundneuntcn, Unserer Reiche im zweiundsechzigsten Jahre. Franz Joseph i».;». Vienerth N. p. Vilinsti in. p. Ocorgi m. p. Haerdtl m. p. Schrciner in. p. Wrba in. p. Stürgth m. p. Nitt m. p. Weistirchner m. p. Hochcnburger in. ;>. Dul«.! ba m. p. Pup in. i). Seine k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 23. Dezember d. I. dein in der Dienstleistung im Justizministerium stehenden Hofratc des Obersten Gerichts-nnd Kassationshofes Franz Emil Eonte Smcc-ch i a und dem Ministerialrate im Justizministerium Karl Ianowitz das Ritterkreuz des Leopold-Ordens, dann dem Scktionsrate im Justizministerium Dr. Emanuel H e l l m a n n den Orden der Eisernen Krone dritter Klasse, und zwar sämtlichen taxfrei, allergnädigst zu verleihen geruht. Seine k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 22. Dezember d. I. den Landtagsabgeordneten Dr. Alois Ritter Pajcr von M onriva zum Landeshauptmanne in der gefürstcten Grafschaft Görz und Gradisca und den Landtags-Abgeordncten Dr. Anton Grc -gor<"i<'' zu dessen Stellvertreter in der Leitung des Landtages allcrgnädigst zu ernennen geruht. Haerdtl ">. i». Seine k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 2!l. Dezember d. I. dem Ministerialrate im Justizministerium Dr. Johann Michael Scharff den Titel und Eharalter eines Sektionschefs allcrgnädigst zn verleihen geruht Ho ch e n b u rg c r n».,». Der Finanzministcr hat den Kontrollor des Lnnoeszahlamtcs in Laibach Rudolf Vefel und den Kassier dieses Zahlamtes Emanuel Iosin in die achte Nangtlafsc versetzt. Der Finanzministcr hat für den Vereich der Finanzdirektion in Laibach die Sleucrverwalter: Rudolf A chtschin , Anton K raP ^ und Johann M u « i ^ zu Stcucr-Oberverwaltcrn ernannt. Der Minister für öffentliche Arbeiten hat den Vcrgmeister Dr. Mont. Vartholomäus Granigg zunl Vergverwaltcr im Stande der staatlichen Man-tanvcrwaltungs-Veamten ernannt. Dcn 24. Dezember 1W!> wurde in der l.l. Hof< und Staats« druslerei das I^XXXVU. Stück dls Reichsgesehblattes in deutscher Nusgnbe ausgegeben und oirsendet. Den 24. Dezember 1Wl< wurde m der l. t. Hof« und Staats« druckrrei das I.XXVI. Stück d?r polnischen nnd daS I.XXVIII. Stück der böhmischen Ausgalir des Ncichsgesel)blattes des Jahr» Naiiges I^U'^ ausgegeben und versendet. Nach dem Amtsblatte ^nr «Wiener Zcitnnq» uom i!4. und 25. Dezember ÜK'i) zeichnung: «Veilage zum Numburgrr Tagblat!». Nr. 28!) «Deutsches Vollsblatt' vom > 8, Dezember 1909. Nr. 15' .^l><»öt!«I<5 0^^» vom 18. Dezember 1WU. Nr. 22 .IIIu» I>>^». vom 2". Dezember 1K0U, Nr, 21 «Xov/ I'o^wvüi <^!»/os» voni U'>, D^zenibsl 1909. Das in Przeüiyül am 24. November 1W9 erschienene Pla» lat mit der Aufschrift: «Kc>'«ll»» vom 2Z. November 1909. MchtamMcher Geil'. Die Lnge in Ostasien. Aus Petersburg wird der „Pol. Korr." geschrieben: Die jüngst zum Zwecke der Beruhigung vom russischen Ministerium des kichern veröffentlichte Mitteilung über die Lage in Ostasien hebt Feuilleton. Einsamer Silvester. Hmnorcsle von Vci„l,ol'i> Orilnnnn. (Fortsetzung.) (Nachdruck vrrbotrn,) Vtwas Vesseres! Wenn er die Wahl gehabt kätte unter allen Genüssen und Vergnügungen der Welt lo würde Rolf Vrendel doch leinen Augenblick 'qezögert haben, dieser Einladung den Vorzug n, aeben Denn ein Abend in Fräulein Helene Har wigs Gesellschaft bedeutete in Wmr Vorstcl-lunc, nicht viel weniger als einen Aufenthalt n„ Nnradie e Aber eben, weil es so war, sagte er ob». „lies Besinnen und in emem sonderbar trok- en/n Ton Woll^ Sie die Liebenswürdigkeit en d r Frml Doltor meinen herzlichsten Dank ür ihre roe Güte z.l über.nitleln! Ich lve„> oiese neue ^reundlickteit nacl' ihrem ganzen Werte zu ch e^aber'ich^ ich wür^ den Damen heut. em zu wenig unterhalisamer Ve uchcr sem, und ,ch möchte es daruni vorziehen, allein in meinen vier Pfählen zu bleiben." . . . ^ ,. Es war imn.erhin gut, das; er "enmcd, Fräulein Helene anzusehen, denn wer weiß, ob mä der Ausdruck schnierzlicher Enttäuschung au 'hr m lieben Gesicht doch vielleich "ll senie schw r r-lmnpften heroischen Entschlüsse ""«"" letzten Mo-inent über den Haufen gewoifen hatte. In derselben Stunde, da er sich seiner zärtlichen Liebe zu der Tochter der srcundnachbarlichen Helferin bewußt gc- worden war, hatte er sich auch gesagt, das; er als rechtschaffener Mann diese Liebe niemals durch ein Wort oder einen Vlick verraten dürfe. Denn er würde nach aller menschlichen Voraussicht noch in« vielen, vielen Jahren nicht daran denken dürfen, einen eigenen Herd zu errichten. Nun aber, da er sich allein in seinen dürftigen vier Wänden sah, überkam ihn eine so gewaltige Traurigkeit, wie er sie wohl noch an leinem Silvesterabend seines Lebens empfand. Er hatte nicht einmal Energie genug, die Lampe allzuzünden, und er lag noch im Finstern auf der Ottomane, als ihn ein energisches Klopfen aus feinen wehmütigen Grübeleien auffahren ließ. Er ging hin, um zu öffnen, und war nicht wenig erstaunt, als er einen sungen Menschen mit einem wohlgefüllten Flaschenkorbe vor sich stehen sah. „Einen Gruß von Herrn August Plümte, und Sie sollten sich's schmecken lassen. Trinkgeld darf ich nicht annehmen. Guten Abend!" Der Mensch sehte den Korb nieder und stolperte schon wieder die Treppe hinunter. Eine nähere Besichtigung ergab, daß Herr Plümke drei Flaschen Punsch-Extrakt, zwei Flaschen Rheinwein und eine Flasche deutschen Ehampagner geschickt hatte. Das war mehr, als Rolf Vrcndel nach seinen bisherigen Gepflogenheiten im Laufe eines ganzen Jahres hätte konsumieren können. Und für den heutigen Abend bedeutete es ihm jedenfalls ein völlig wertloses Angebinde. Seufzend stellte er den Korb in eine Ecke und wollte eben zu der Ottomane zurück kehren, als es abermals klopfte. Diesmal war es einer seiner näheren Vekann-ten, der junge Bildhauer Hans Letten. Sein erstes Wort war: „Du erwartest doch keine Vesuche? Denn alsdann würde ich gleich wieder gehen. Andernfalls aber wäre es mir lieb, wenn ich eine Weile dableiben dürfte. Vloß um mich vor mir selbst zu schuhen. Denn ich bin in einer verteufelten Stin^ mung und ich weiß nicht, was ich angestellt hätte, wenn ich in meiner ungeheizten Vudc noch länger allein geblieben wäre. Im übrigen werde ich dich durchaus nicht genieren. Du tätest mir sogar einen Gefallen, wenn du von meiner Anwesenheit nicht im geringsten Notiz nehmen wolltest. Ich sehe ja, daß du dich ungefähr in derselben Gemütsverfassung befindest wie ich." Rolf hatte sich nun doch entschließen müssen, di> Lampe anzuzünden, und es war sehr zweckmäßig, daß er's getan hatte, denn zwei Minuten später klopfte es abermals, und auf seinen Zuruf erschien in der Tür das blihsaubere Dienstmädchen des Herrn Geheimrat Krabanter mit einer Schüssel voll warmer, appetitlich duftender Pfannkuchen. „Die gnädige Frau Gehcimrätin hat gehört, daß Sie heute ganz allein wären. Da schickt sie Ihnen das, damit Sie wenigstens nicht zu hungern brauchen". Rolf Brendel durfte den mächtigen Hausherrn natürlich nicht durch eine Ablehnung kränken; aber als das Mädchen hinaus war, rief er: „Hat sich denn heute alle Welt verschworen, mir gegen meinen Willen Teilnahme und Wohltaten zu erweisen? Laibacher Zeitunq Nr. 296. 2712 28. Dezember 1909. hervor, daß selbst die eigenen amtlichen Organe von der Befürchtung ergriffen worden sind, daft dem Fricdenszustand des russischen Reiches eine neue Gefahr von Japan drohe. Diese Politische Infektion hat in dcr Tat den weitesten Umfang angenommen. Alle Politischen kreise sind von der Sorge ergriffen, das; die Alarmrufc dcr russischen Presse, vor allem der „Novoje Vremja", doch die wahre Lage verraten. Man sucht irgendwelche besondere Vorgänge hinter der Reise des russischen Finanzministcrs nach dem fernen Osten, wo er bekanntlich mit dem bedeutendsten japanischen Staatsmann, pursten Ito, eine durch das Mordattentat jäh unterbrochene Zusammenkunft hatte. Vergeblich erklärt Herr von Ko-kovcev, das; er am Vorabend seiner Abreise noch nichts von der bevorstehenden rein zufälligen Begegnung mit dem Fürsten Ito gewußt habe und daß er keinerlei Politische Mission hatte. Daß die Reise des japanischen Botschafters am Zarcnhofe, Baron Motono, mit der schweren Erkrankung seines Vaters begründet wurde, erschien der öffentlichen Meinung als ein leerer Vorwand. Auch die Nachricht vom Tode des Vaters Motonos hat nicht die Wirkung, das Publikum in seiner vorgefaßten Meinung zu erschüttern. In einer Unterredung, die Ihr Korrespondent mit dem Baron Motono am Vorabend seiner Heimatreise hatte, äußerte sich dieser in einer Weise, die mit den späteren Erklärungen des russischen FinanzministersKokovcev vollkommen übereinstimmte. Der Vervollständigung dcr Wehrmacht Japans sei ebensowenig die Bedeutung einer Feindseligkeit gegen irgcndcine Macht beizulegen, als die Rüstungen, die von allen Staaten betrieben werden, eine derartige Auslegung zulassen. „Japan" — so führte der Botschafter aus — „denkt an keinen Krieg, kann gegenwärtig und in absehbarer Zeit keinen Krieg führen. Wir strcbcn nichts an, als in Frieden und Freundschaft mit Rußland zu leben, und wir sind glücklich, daß sich unsere Beziehungen zu Rußland ersichtlich immer besser ausgestalten." Wer die Lage in Ostasien ohne Voreingenommenheit beobachtet und die in Betracht kommenden Momente nüchtern prüft, wird an der Nichtigkeit der beruhigenden Äußerungen, zu denen sich die berufensten Vertreter der russischen, wie der japanischen Diplomatie veranlaßt fanden, keinen Zweifel hegen können. Tagesneuiglciten. — lDie älteste Studentin.1 Ein neuer amerika» nischer Rekord wird aus Washington berichtet. Dort hat sich zu Beginn des neueu Semesters an der Uni» vcrsilät eine Dame regelrecht immatrikulieren lassen, die auf den Titel der „ältesten Studentin der Well" Anspruch erheben kann, denn sie kann auf nicht wenigem als 69 Jahre .zurückblicken. Die 69jährige „Füchsin" gedenkt, ihr Studium gan,', regelrecht durchzuführen und nacheinander die verschiedenen Grade zu erwerben, die die amerikanischen Universitäten verleihen. — Mne originelle Nctlame.j Eine große Tee» Handlung in Hamburg hat eine originelle Reklamidee ür ihr Ladengeschäft verwirklicht. Am Eingänge im Innern des Ladens steht nämlich die Figur eiues ebensgroßen Ehinesen. Diese Figur ist mit der Laden» ür verbunden. Sobald die Tür von einem bunden ge» »ffnet wird, beginnt der Chinese mit dein Kopf zu oackeln, sein Mund öffnet sich und man hört laut und »ernehmlich eine hübsche Rede in Versen, die den Tee >er Firma lobt und ihn den K'unden anpreist. Der 5ffelt bernht aus folgendem: Sobald die Ladentür sich iffnet, wird in der Figur des Chinesen ein Hebel aus» ;elöst und eine Phonographenwalze seht sich in Vewe-zung, auf die vorher jene Reklame gesprochen war. Ist )ie 'Walze abgelaufen, wird sie wieder an ihren Ansang ranspurtierl und sobald die Tür sich wieder öffnet, xginnt der Chinese sein Neklamegedicht. — setzte Mr. Cnrran. Einst ritt er mit Norbury, der — und nicht ohne Grund — als der „Hänge-Richter" be> taunt war, an einem Galgen vorüber. Norbury zeigtc auf dieseu und fragte: „Wenn dort hinge, wer dahii gehört — wo würden Sie dann sein?" Ohne eim Miene zu verziehen, erwiderte der Advokat: „Icl würde dann allein reiten." Nicht weniger Gereizlhei verrät die Antwort, die der gleiche Advokat demselbei Nichter gelegentlich einer Gerichtsverhandlung zuteil werde:: ließ. Norbury bückte sich bei einer Rede Cur» rans zu seinem Hnnde nieder, dem ein Platz neben dem Sitze seines Herrn eingeräumt worden war, um den Vierfüßler zu streicheln. Der Redner hielt, als er dies bemerkte, in seinem Vorlrag inne. „Aber bitte, sprechen Sie doch Weiler, Mr. Eurran," sagte der Richter, „wir hören ja zu!" — „Ich wollte uur warten," versetzte der Nechlsanwalt scharf, „bis die Konferenz der beiden Lords beendet ist." — Ein Pastor fühlte sich dadurch getränkt, daß einige seiner Gemeindemitglieder während der Predigt ihres Seelenhirten an einem heißen Sonn. tag eingeschlafen waren, und begann eine gehörige Strafpredigt. „Wenn selbst," rief er den Schuldigen zu, „diese arme Seele, der närrische Willie, loir Ihr ihn nennt (damit »vies er auf den Dorsidioten), sich wach» halten konnte, so werdet Ihr doch erst recht nicht ein-zuschlasen branchen!" Der Irre fühlte, daß man von ihm sprach, versland aber den Sinn nicht und glaubte, sich gegen einen Vorwurs verleidigen zu müssen — laut rief er daher dem Geistlichen zu: „Ich kann nicht dafür, wenn ich nicht Idiot wäre, hätte ich ja auch geschlafen!" — ^Seltsame Nanien eines Lanbjunlers.j Mai' schreibt aus London: Vor ellua einem halben Jahr» hundert lebte in dem Dorfe Ärigthling in der Nähe von Hastings ein gewisser Fuller, ein Mann von betracht-lichen, Vermögen, der infolge seiner Exzentrizitäten, die sich besonders in der Aufführung ganz merkwürdiger Bauten äußerten, von der Bevölkerung den Namen „Mad-Iack", das ist der „verrückte Jack", erhielt. Noch heule sind die Monumente eine Kuriosität des Dorfes. Da gibt es eine Nadel der Kleopalra, einen Riesen» obelisk aus Sandstein aufgebanl, einen Salomons» lempel, ein Observatorium mit einer Camera obseura, vermittelst derer der Gutsherr seine Landarbeiter be» anffichligle, und so weiter. Das Merkwürdigste ist der Znclerhultnrm, ein Turm von beträchtlicher Höhe in der Form eines Zuckerhutes. „Mad.Iact" hatte den ange-nehmen Einfall, einen Mann in den Zuclerhul ein» mauern zu lassen- dieser sollte sieben Jahre darin ver-bringen nnd sich während dieser Zeit weder rasieren, noch waschen, noch irgendwie mit der Außenwelt im Verkehr flehen. Seine Nahrung sollle ihm durch ein Fensler gereicht werden. Es fanden sich auch mehrere Kandidaten für diese ungewöhnliche Stellnng, aber die, Behörden machten dem exzentrischen alten Herrn einen Strich dnrch die Rechuuüg. Das Grabmal Futters ist genau so seltsam wie die übrigen Gebände. Es hat Pyramidenform und der Sarg steht im Innern auf einein Steinsundament. Laut Testamentsbeslimmung wurde nach der Beerdigung der Schlüssel zum Eingang vernichtet. * Wn „ener Dirbstrilt.j In den letzten Wochen ist es in Paris aufgefallen, daß in großen Naulhäuß'rn zahlreiche Banknoten in dem Augenblicke verschwanden, als Geschäslsdiener das ihnen anvertraute Geld dem ' Kassier beim Schaller aufzählteil. Es kam vor, daß ein Geschäftsdiener einen Betrag von 3l>.<><»0 Franken - an der Kasse eines Bankhauses abzuliefern hatte. Er ' halte beim Empfange die Summe überzählt, sie in die - Geldtasche gesteckt, die Tasche versperrt und erst geöffnet, ' als er beim Schaller stand. Vei der Ablieferung fehlten ' nun mehrere Tausendfranleunolen. Das Verschwinden > >var ganz unerklärlich. Die Schalter wurden strenge ' beobachtet, aber ohne Erfolg. Jetzt erst ist es der Pa» 1 riser Polizei gelungen, einer internationalen Diebs-l bände das Handwerk zu legen, die diese Gaunereien ! ausführte. Ei» Kriminalbeamler, der mit der Über» > wachung in einem der Bankhäuser belranl war, be» Was, um des Himmels willen, soll ich mit dem Zeug beginnen?" „Du kaunst es ja zum Fenster hinauswerfen," brummte der lcbcnsüberdrüssige Bildhauer. „Aber ebensogut können wir es auch essen. Allerdings — wenn man nichts hat, um das süße Geschlccker hinab-zuspülen--------" Rolf deutete auf den Flaschenkorb in der Ecke. „Bitte — du magst dich bedienen. Gläser findest du dort im Schrank." Hans Lettens düster umwölkte Stirn begann sich aufzuheitern: aber feine Stimme klang noch immer grabeshohl: „Du bist also ein heimlicher Alkoholiker! Ich habe mir schon immer so was gedacht. Aber meinetwegen! Wenn du gelobst, daß wir ihn schweigend trinken werden, braue ich uns in Gottes Namen einen Punsch." Gleich darauf flackerte das Spiritusflämmchen unter dein Wasserkessel, und in schwermütig stummem Brüten saßen die beiden Freunde einander gegenüber, wobei Hans Letten jedoch nicht unterließ, von Zeit zu Zeit dumpf stöhnend einen Arm auszustrecken und sich einen Pfannkuchen von der Schüssel zu holen. „Pfui Teufel!" fagte er jedesmal, wenn er ihn aufgegessen hatte. Und zwei Minuten später nahm er einen weiteren. Eben fing das Wasser an zu singen, da kam es von mehreren festen Schritten die Treppe herauf und hämmerte alsbald von kräftigen Fäusten gegen die Tür. „Du hast also doch Besuch erwartet, Verräter!" fuhr Hans Letten auf. „Aber ich bleibe trotzdem. In meiner Stmunung ist mir nun schon alles eins." lSchluh folgt.) Christoph Schutzes Brautschau. Eine heitere Geschichte mit ernstem Hintergründe von E. Fischer«Marlaraff. (20. Fortsetzung.) (Nachdrncl ucilwk-,,,) iDe Pferde waren nervös und unruhig. Esther llopfle das ihre beruhigend auf den scidcnglänzen-den Hals. „Ich werde schlechtes Wetter für meine Fahrt nach V. haben," sagte sie leichthin. „Gnädigste gedenken zu verreisend" „Nur auf ein Paar Tage. Ich will mich an dem Frauenkongreß beteiligen, der in dieser Woche in B. tagt, auch gehöre ich dem Klub dcr Nictzscheancr an, den ich wieder einmal besuchen will. Zudem haben sie mich für einen Vortrag im Frauenverein zu S. gepreßt . . ." „Und wovon handelt dieser?" „Die verheiratete Lehrerin ist das Thema..." „Und wie denken Sie darüber?" „Ach, es ist doch einfach. Gibt es nicht ver-heiratete Lehrer in Menge, denen die Familie nichts von ihrer Vcrufsfreudigtcit raubt? Nehmen Sie schon allein die Praktische Seite. Wieviel mehr Lurus, wieviel mehr Schönheit des Lebens kann sicl) eine Familie verschaffen, wo Mann und Frau gleichzeitig ihrer Berufsarbeit nachgehen, prosaisch ausgedrückt — Geld ins Haus bringen." „Und die Familie, die Kinder?" „Ach, gehen Sie doch! Wozu gibt es denn bezahlte Leute? Darum arbeitet ja die Frau, um sich diese unangenehmen Pflichten möglichst vom Halse schaffen zu können ..." Der Nechtsanwalt schwieg. Er hatte in den letzten Jahren, von seinem Beruf in Anspruch genommen, wenig in Frauenkreiscn verkehrt, so daß ihm diese modernen Anschauungen etwas gan^ Neues waren. Wo er jemals davon gelesen, hatte er sie für Auswüchse einer Zeitungsschreiberphantasie gehalten. Icht fiel das Gehörte mit einer überraschenden Fremdheit über ihn her — er mußte sich erst sammeln. Und wieder, urplötzlich, stieg die Erinnerung an sein Vaterhaus in ihm auf. — (5r war ein sehr tiänlliches Kind gewesen — er sah die Mutter an seinem Vcttchen wachen, ihr Gesicht sich über ihn beugen, wenn er fieberte, hörte ihr geduldiges, tröstendes Sprechen, und suchte sich zu vergegenwärtigen, wenn fremde Hände, fremde Stimmen ihm diesen Liebesdienst erwiesen. „Darf ich vielleicht eine Zwischenfrage tun?" Er sprach zuvorkommend mit einer gewissen geflissentlichen Höflichkeit- die schöne Frau bejahte bereitwilligst. „Wie denken Sie sich denn die verheiratete Lehrerin, die — abgesehen von der Zeit vor dcr Geburt eines Kindes — den Säugling -^ Pardon — selbst nähren möchte . . ."? Frau Esthers Mundwinkel bogen sich abwärts: „Wie veraltet, Herr Rechtsanwalt! Möchten Sie diese unästhetische Unsitte wirklich wieder belebt sehen? Gibt es nicht vortreffliche Surrogate dafür? Nehmen Sie nur den Sorlcth-Apparat. Kann es Besseres geben?" „Und die Liebe, die nimmermüde Fürsorge der Mutter? Wird diese ebenfalls durch den Soxleth-Apparat ersetzt?" Sie öffnete die Augen weit mit einer Art überlegenen Erstaunens: „Aber erlauben Sie. Herr Doktor, wie kommen Sie mir denn vor? Was ist denn solch Neugeborenes anders als ein kleiner Flcischkloß, dcr sich nur durch die Gestalt vom Tierchen unterscheidet? Sollle es dem nicht gleich sein. Laibacher Zeitung Nr. 296 __________2713_________________________________ 28, Dezember 1909. merlte an cinem Montag, wie sich ein seingekleideter Herr in der Nähe der Geschästsdiener ausstellte. Der Herr beschäftigte sich augenscheinlich auf einem Vlatt Papier mit langlvicrige» Rechnungen, während er einen Stock mit kostbarem Goldl»opf vor sich ans den Tisch hinlegte, so daß der .^lllopf dieses Stackes dicht neben den, Geschäslsdie»er zu lieben lam. Der Krimi»al-beamte sah nun zil seiner Überraschung, wie ans dem Goldknopf eine seine Spitze herauskam, sich den Vans» noten näherte nnd sich in eine lleine Zange verwandelte, die ein Bündel Banknoten ergriff. Zlvei Srlnilden später war das ganze Bündel in die Überziehertasche des Gentleman verschwunden. Der Kriminalbeamle verhaftete daraufhin den Mann und brachte ihn anf das Polizeilmnmissariat. Im Hotel, wo der Mann logierte, fand mall etwa 20.000 Franken nnd zahlreiche Stockknöpse, deren Inneres einen kunstvollen Mecha-nismutz auswies. — <>,-,^,>l,m i» die dritte Naugstlasse eingereiht wor» dc» war, diese Stelle mit jener eines Seklionschess i»l Ministerium des Innern, die er bis zu seinem 1905 erfolgten Übertritt in de» dauernde» Nuhestand bekleidete. Gras Paee wurde im Jahre 1897 durch die Verleihung der Würde eines Geheimen Nates, 1898 durch dr» Orde» der Eisernen Krone zweiter Klasse nnd 1901 dnrch das Großlreuz des Franz Josef. Oldens ausgezeichnet. Graf Pace ist bekanntlich ein Schwiegersohn des Landespräsioente» a. D. Freiherrn Andreas von Winkler. — jVom Finanzdicnstc.j Seine Exzellenz der Finanzminister hat die Finanzsekretäre Dr. Wilhelm K r eft, Dr. »iudols N oschnik und August M e i ch zn Finnnzräten, weiters den Nechnnngsrevioenlen Anton P e t r o v<"'i <"' zum Nechnungsrate ernannt. — lNeqelung des Versorgungssystems für Tabal» regiearbeiter und ihre Hinterbliebenen.) Mit Aller» höchster Entschließung vom 21. Dezember 1909 wurde auf Antrag des Finanzministeriums gleichzeitig mit der Neuregelung der Aluhebezüge der Tabakregiearbeiter eine Versorgung für die Hinterbliebenen nach solchen Arbeitspersune» geschasfe». Das »eue, auf dem Lohn» llaffensystem basterende Provisionsschema ist aus ful» genden grundsätzlichen Nestimmungen ausgebaut: Behufs Nemessuug der Provisionen wurden sechs Lohnklassen mit Grulldlöhne» im Ausmaße vu» 50 bis 100 Krone» per Mo»at »ormiert- die Provifionen werden auf Grundlage eines Betrages bemessen, der 80 Prozent des Grundlohnes der betreffenden Lohnklasse gleich, kommt. Bei Herabsetzung der bisherigen Karenzzeit von 10 auf 5 Jahre und bei Statuierung einer Gesamt» dienstzeit von 35 — statt wie bisher 4s» — Jahren beträgt die Minimalrente nach vollstrecttem 5. dienst, jähre 25 Prozent der Vemessungsgrundlage nnd erhöht sich für jedes Weitcrc Attivitätsjahr um je 2,5 Prozent, so daß nach vollstreckten! 35. Dicnstjahre der Maximal-bezug lW0 Prozent der Bemessungsgrundlage) erreicht L iibacher Zewmq Nr. 29k 2714 2«. Dezember 1909, wird. Gegenüber dcn bisherigen, erst nach 4l> Dienst» jähren aiifallenden Mafimalbezügen im Ausmaße von 30 bis 54 Krone» nwnallich weiseii die ilenen, schon nach 35 Tienstjahren gebührenden Vullrenten moiiat» licher 40 bis 8» Kroneii eine nicht unbelrächtliche Er» höhlilig auf. Jene Arbeitspersunen, welche vor dem voll» streckten 5., jedoch nach dem vollendeten 3. Dienstjahre arbeitsunfähig werden, erhalten eine einmalige Ab-sertigung, die mit dem dreifachen Betrage der lohn» klassenmäßigen monatlichen Vollrente bemessen wird. Was die neugeschaffene Versorgung der Witwen und Waisen nach Arbeitspersoneu der Tabakregie betrifft, so bestehen deren Versurgnngsgenüsse teils in Provi. sionen, teils in einmaligen Abfertigungen, je nachdem die verstorbene Arbeitsperson im Zeitpunkte ihres Todes provisionsberechligl gewesen ist oder nur den An» spruch aus eine Abfertigung erworben halte. Tie monat» liche Witwenprovision beträgt die Hälfte der monat. lichen Provision des verstorbenen Gatten, die monatliche Waisenprovisio» dagegen für "Doppelwaisen ein Drittel und für einfache Waisen ein Sechstel der monatlichen Provision des verstorbenen Ellernteiles. Das Ausmaß der Abfertigung für die Hinterbliebenen ist mit der Hälfte des Abfertigungsbetrages, welcher der verstor-benen Arbeitsperson gebührt Hütte, normiert. In den neuen Provisionsnormen kommt auch eine Fürsorge für uneheliche Waisen nach Arbeilspersonen der Tabakregie zum Ausdrucke, indem solchen Waisen unter gewissen Voraussetzungen der Anspruch aus einmalige Capitals, betrage ^sechsfacher, bezw. zwölffacher Betrag der monat-lichen Provision des verstorbenen Elternteiles) zn-erkannt wird. — Die nenen Normativbestimmungen treten vom 1. Jänner 19M an in Kraft. * lVom Volksschuldienste.j Der k. k. Landesschulrat für strain hat den definitiven Lehrer der einklafsigen Voltsschule in Scharfenberg Herrn Franz F a b i n e zum Oberlehrer an die zweiklassige Volksschule in Do» brova bei Laibach, den definitiven Lehrer an der drei» tlassigen Volksschule in Altlag Herrn Josef 5t ran» land zum Oberlehrer an die zweiklassige Volksschule in Weißenfels und den definitiven Lehrer an der zwei» tlassigen Volksschule in Lalna Herrn Josef Svetina zum Oberlehrer dortselbst ernannt, ferner den defini-tiven Oberlehrer an der zweiklassigen Volksschule in Unter-Idria, Herrn Johann Vajee, über eigenes Ansuchen nnd in gleicher Eigenschaft an die fünstlassige Volksschule in St. Veit ob Laibach versetzt. —r.' — iVakate Regimenter.) Durch den Tod des Königs von Velgien, des Großfürsten Michael von Rußland und des G. d. I. von Morawetz haben die Infanterieregi' menter Nr. 27, 26 und 61 ihre Inhaber verloren und cs beträgt die Zahl solcher vakater Regimenter jetzt nicht weniger als vierzehn. Außer den genannten Regi-mentern haben noch die Infantcrieregimenter Nr. 16, 70, 76, 83, 92, 98 und I'^2, das 14.Husaren», l 3. Ulanen-13. und 14. Feldhaubitzregiment keinen Inhaber. Für das 27. Infanterieregiment kommt in Fortsetzung der Tradition, diesen Truppenkörper nach den Regenten Belgiens zu benennen, ebenso »vie dies beim 14. Infan-terieregimeut bezüglich der Großherzoge von Hessen, bei Nr. 28 bezüglich der Könige von Italien, Nr. 50 der Großherzoge von Baden der Fall war, als neuer In» Haber König Albert von Velgien in Betracht. Für die Ehrenstellen bei den anderen Regimentern herrscht an berufenen Anwärtern kein Mangel' sind doch von den Korpslommandanten allein fast drei Viertel noch nicht Inhaber. FZM. Potiurel wird bekanntlich Inhaber eines Feldhaubitzrcgimentes werden. — lSpihen» und Hauöindustrieverband.) Die glänzenden Erfolge, welche der 19 I< ausgeführt. Die vorgenommene Belastungsprobe ergab ein sehr günstiges Resultat. Die Stadt Krainburg hat durch die neue, in ihrer äußeren Erscheinung ebeusosehr dem Charakter der Stadt als auch dem landschaftlichen Bilde Rechnnng tragende ge-wölbte Brücke, nunmehr auch ein modernes Baudenkmal erhallen. — lMochenviehmarkt in Laibach.) Ans den Wochen-vichmarkt in Laibach am 22. d. M. wurden 20 Ochsen, 16 Kühe und 4 Kälber aufgetrieben. Auf dem Rinder-markte notierten die Preise bei den Mastochsen 70 bis 74 K, bei den halbfetten Ochsen 60 bis 68 l< uud bei den magereil Ochsen 54 bis 59 l< für den Meterzentner Lebendgewicht. — iLandwirtschaftliche Kurse.) Der train ische Landesausschuß wird im Lause dieses Winters 15 drei-bis viertägige populäre landwirtschaftliche Kurse in allen Landesleiien veranstalten. — sOffene Baugründe.) Infolge Abtragung des alten Hauses Nr. 13 an der Poljanaslraße stehe» für Baulustige neue parzellierte Baugründe zur Verfügnng. Aii der Wiener Straße werden nach Abtragnng der allen Verpflegsmagazinsobjette im nächsten Jahre schöne, umfangreiche Bauplätze freigemacht werden. Außer die> seu liegen im Zentrum der Stadt mehrere Bauparzellen offen, so an der Wiener, der Resst'l- und der Mitlo«i5» straße. x. — lHochwasser auf dem Lande.) Gleichzeitig mit der auf dem Laibacher Moor eingetretenen Überschwem-mung trat, eingelangte!' Berichten znfolge, auch der Uneefluß im Planinatale aus den Ufern und über-schwemmte das Tal. Seit zehn Tageil wird der Ver-lehr zwischen Ober- und Unter-Planina, Jakoboviea und Laze nur mittelst Kahnfahrten anfrechl erhalten. Dasselbe gilt für die Verbindung Ratek-^PIanina— Haasberg. Der Zeierbach erreichte am 23. d. M. einen Stand von 2,50 Meter ober dem Normale und überschwemmte zwischen Zeier und Rete^e alle Felder, was schon seil Jahrzehnten nicht der Fall gewesen. Daß die Mühlenbesitzer au der Save ihren Betrieb einstellen mußten, ist selb st erklärlich, da ja die Save gleich an-deren Gewässern über zwei Meter über den' Normal-stand anschwoll. Hiezu trugen auch die geschmolzenen Schneemassen ans dem Gebirge viel bei. x. — sTanitätS'Wuchcnbcricht.) In der Zeit vom 12. bis l8. Dezember lamen in Laibach 19 Kinder zur Well i24,7O pro Mille), darunter 2 Totgeburten, da-gegen starben 20 Personen (26,00 pro Mille), und zwar an Tuberkulose 4 <1 Ortsfremder), an sonstigen Krank-heilen 16 Personen. Unter den Verstorbenen befanden sich 7 Ortsfremde t^5/)i) und N Personen aus An-stalten <55 A,). Infektionserkranknngen wurden gemel-del! Scharlach 1, Typhus 1 laufgeuommen ins Landes-spital aus der Umgebung Laibach), Diphlheritis l saus-genommen ins Landesspilal ans der Umgcbuug Laibach), ägyptische Angenkranlheit 2. " Mitteilungen aus der Praxis.) Die Mitglied-schasl von Dienstmännern, und zwar auch von louzes» sionierlen, zu einer Erwerbs- und Wirlschaftsgenos° senschaft der Tienstmänner ist anch ungeachtet des Mangels irgendeiner Entlohnung als ein gewerbliches Arbeilsverhältnis auszufassen uud begründet somit die Kranlenversicherungspflicht. —r. - sFcnsterschciben eingeworfen.) In der Nacht auf den 27. d. M. kam es im Gasthause des Franz Vizjan, vulgo Marinkov, in Unter^i^ka zwischen dem Pacht-Wirte und mehreren Arbeitern zu einem Streite, »veil dem Wirte einer der Gäste den Sessel weggezogen hatte, so daß der Wirt zu Boden fiel. Selbstverständlich setzte er alle Gäste, die nur dem Arbeiterstande angehörten, an die Luft, um so mehr als auch die Polizei-stunde schon überschrillen war. In der irrigen An-nähme, daß die Wohnung des Wirtes im ersten Stuck-werke liege, begannen die Arbeiter in die dortigen Fenster Steine zu werfen, wodurch bei drei Fenstern alle Scheiben in Trümmer gingen. Bemerkenswert ist, daß sich unter den Stürmern auch eine Franenspersun kamt ihrem Galten befand. Dieser wurde bereits ver-hastet. -!>— * sDen eigenen Vater bestohlcn.) Als sich Sonntag nachmittags der 15jährige Schuhmacherlehrliug Max. Rozman in Gesellschaft seiner Angehörigen in einem Gasthause in Unter-^ka befand, verließ er heimlich das Lokal lind begab sich nach Hause. Zivischen 6 und halb 7 Uhr abends brach er die Wohnung und die Geldlade auf, nahm seinem Vater, dem Schnhmacher-meister Johann Rozman, eine große rotlederne Brief» tasche weg, worin sich Banknoten im Betrage von 2000 l<, ferner ein Laibacher und ein serbisches Los sowie Silbergeld im Betrage von 160 l< befanden, zog einen schwarzen, seinem Brnder gehörigen Anzug sowie neue Sliesletlen an und wnrde flüchtig. Der Bnrsche ist 15 Jahre alt, sehr groß, hat große grane Augen, kurze dunkle Haare, trägt eine» schwarzen Winlerrock mit Samlkragen und eiuen schwarze» Hnt. Die Polizei lei-tete sofort die umfassendsten Nachforschungen nach dem flüchtigen Burschen ein 5nd verständigte auch tele» graphisch zahlreiche Polizeibehörden und Gendarmrie-Posten. " Mn eigentümlicher Fund.) Als vorgestern ein Mann über den Rathausplatz ging, blieb ihm, ohne daß er es gemerkt hätte, eine silberne Taschenuhr nebst solcher Kette aus dem Nockknops hängen. Der Mann übergab den auf so eigentümliche Weise gemachten „Fund" der Pulizei. " sSelbstmord im Eisenbahnwagen.) Sonntag abends hat sich auf der Eisenbahnfahrl von der Staats-bahiislation Görz gegen Slanjel der beim Konfektionär Alois Kune in Laibach als Geschäftsführer bedienstete 26jährige Hermann Kersche aus Marburg erschossen. Das Moliv des Selbstmordes ist unbekannt. " ,<>,'Gürz 3,4, Trieft 4,6, Pola 5,8, Zara 10,0, Agram 1,6, Sarajevo --2,9, Graz - 1,4, Wien 5,4, Berlin 5,6, Paris 8,5, Neapel 11,9, Petersburg — 9,4; die Höhenstationeu! Obir — 4,6, Connblicl -10,7, Säntis ^5,6, Semmering 2,0 Grad Celsius. Es steht besseres, kaltes Wet er mit nordöstlichen Winden und weilerer Temperatnrabnahme zu erwarten. Theater. Kunst und Literatur. "" lDentsche Bühne.» Die seine, graziöse Musik Audrans kann als eine glückliche Fortsetzung der esprit-vollen „Musette" von Henu> angesehen werden. Nie sein Vorgänger verfügt Andra» über eine zarte melo. diöse Ersiuduilg; befleißt sich eines sorgsamen Stimm-satzes und einer charakteristischen Orchestrierung, welche mit der Zartheil eines Mozart jede Überladung ver-meidet und den Singstiuimeu volle Freiheil gewährt. Manche glückliche musikalische Einfälle, wie die Lieder des Marimns und Lanzelots gemahnen n» die herzliche Gemütlichkeit Lortzings und bilden eine goldene Brücke zwischen Spieloper und Operelle. Die anmutige Fabel ist von gesundem Humor, der sich iu einigen Figuren bis zur drastischen Komil erhebt, gewürzt. Die ver. gcmgene» Spieljahre brachten einigemale das anmutige Wert bald in ansprechenderer, bald in weniger anziehen, der Gestalt. Die gestrige Ausführung reihte sich ihreu guten Vorgängerinneu au, überragte sie jedoch durch sorgsame Vorbereitung und geschmackvolle Änsslallung. Die Inszenierung onrch Herrn Olbat und die musi-lalische Leitnng durch Herr» Kapellmeister v. Albri ch »lachten sich um das Gelingen der lustigen Vorstellung wohlverdient. Anerken»e»d sei auch des Mäilnerchores gedacht, der die hübschen Chöre der Kunvenlmitglieder korrekt uud diskret scmg, wobei er eine kräftige Stütze a» Herrn Felda fand, der die gemütvollen Lieder des Maximus eindrucksvoll vortrug. Fräulein R uschi tz k a war als Puppe vo» pikantem Reize, spielte, sang und tanzte die anmntige Partie mit schallhafler Beweg-lichkeit. Herr Olbat spielte den kurzsichtigen Meister Hilarius mit natürlicher, wirlsamer Komik. Herr SPiegl gab de» schüchterii'Naiven Lanzelut in den ersten Akte» ganz gewinnend, »ur hätte er dann des „Löwen Erwachen", den Übergang zum Liebhaber stärker hervorkehren und ans seiner Zurückhaltung hervortreten sollen. Das idiotisierte Onkelpaar Ullibachcr Zeituna Nr. 29N. 2715______________________________ 28. Dezember 1909. win0l> voll dcn Herren Voller ln,d Seidl mil drastischer .^ioülil «„sliestaltel. Den Lehrlinq ^ab ssräu» lein Hoppe >»>t liiadenhaften, Übermut. — Das Theater war ausoersansl, das Pildlilum in der besten Stimmnnq und deisall^lnstia.. >^. — lÄuo der slooenischcn Theatcrkanzlci.j Hente und ildermmMN N'ird nach lälisierer Pause die zuq» kräsliqe Operelle „X^ll^ov <«»>-" Malzertraum) vun O^lar Straus unter der Neqie des Herrn Povh^ wiederhult luerden. Die Partie des Joachim lieql in den Händen des Herrn Pol,, H5, die Prinzessin Helene sinql zum erstenmale Fräulein Lviva, den Nil, Herr ssi'ala, den Muntschi Herr Il!<'!<>, die 5tapell. Meisterin ^ranzi ^ränlein Hadrblil <">eva, die In-sterburc^ Fräulein Thalerjeda und den Lothar Herr Ä o h u s I a k. Die heutige Vorstellnnq fällt aus unqeraden, die lidermorqifie aus geraden Taq. — l^lus der deutschen Theaterkanzlei.j Viorqen findet die oritle ^tlassilerourslelluil^ der lausenden Spielzeit statt. Zur Alisführuna, qelanqt in der sorq. fälligsten Vordereitunsi das Meisterwerk Friedrich Hebbels „Maria Ma.) ^euilletou. N.) Mitteilungen der Leo-Gesellschast. Geschiifts^ituny. " lÄusstcllllu.q in Odessa.» Die 5tn»st°, Geux'rbe° und Indnslrie.Ausslellung in Odessa wird nicht, wie unlängst lnilgeleil», vom 15. April bis 15. Mai l!)U', sonder» vom 15. Mai bis 1. Ollober 191l> stattfinden. Informationen über diese Ausstellung sönnen nn Bureau der Handels- und Gewerbetammer », Laibach eingezogen werden. ' -' lWasserlrafikatastcr.j Das l. l. Ministerinn, sür öffentliche Arbeiten beabsichtigt einen Wasserkraft, tataster herauszugeben, um ein authentisches, von der Behörde verfaßtes Verzeichnis über die Wasserlräfle zu schassen und damit in erster Linie den vollswil'tschasl» lich so außermdenllich wichtigen rationellen Ausbau der österreichischeu Wasserkräfte zu fördern. Interessenten steht im Bureau der Handels» nnd Gewerbelammer in Laibach ein i» der „Österreichischen Wochenschrift sür den öffentlichen Bandienst" erschienener Arlilel über den österreichischen Wasserlraftlataster zur Verfügung, der über den Kataster, dessen erste Blätter in Bälde erscheinen werden, des näheren orientiert. Telegramme des l. r. Tclearaphen KorreZ LZ» H^, d»«Himm'I« jH^z ^7 L U. N. 737 b 2-1 O. schwach s bewüllt " 9 U. Ab. 7A6-5 11 NW, mäßig 2«l 7 U. F. j 736-3, 11 NO. mahlg z . j 00 Das Tagesmittel dei gestrigen Temperatur beträgt 13«, Normale -25°. Seismische Berichte und Beobachtungen der Laibacher Erdbebenwarte (Ort: Gebäude der l. l. Stauts-Obrrrealschule.) Lage: iiiördl. Ärrite 46« W' -. Ostl. Länge von Greenwicli 1-l« -<1'. Beginn 3 -^« . -wb» ZK ! ZK ! Zff -Zs^ss ^ ^ diswnz 5Z ^ SZ ^ «,3> Z',F5 ^. 3 ^ " 3? .3 » ^^- T Z H lllll !> I» « l> lll » l> II! » l, Nl « I, III "^ H' tt d u a: 24. N0 1840-!--------------------------------1«4b V ! ! (b'O) Boden un ruhe: Starl. <1 -- Mil!'!>!,'!i!!M>N!lN>l> ^i!'s,,!>,,!, N' — Wisch,',, T, a Magen-Essenz verfertigt iu Augsburg von J. G. Kiesow. Ein vnrzügl. bewährtes, Appetit anregundeB und die Verdauung beförderndes Mittel. Ohne Rezept d. alle Apotheken in Flaschen /u K 1-20 und K 2 4l> erhältlich. Warnung: ?Ian.r[la"^ aus- Kiesow! -----------S__driickhcli d. Isainen__________ Depots : Laibach : Apoth. z. gold. Hirschen, Apoth. z. gold. Adler; Gilli: Apoth z. Maria (4428) 12—2 Hilf; Marburg: Maria-Hilf-Apoth. Eine schöne vierzimmrige Wohnung ist sogleich oder zum Februartermin zu vergeben. (444) 3-1 Anfrage bei der Administration dieser Zeitung. Lalbacher Zeitung Nr. 296. ___________________ 2716_________________________________________28. Dezember 1909. Kurse an der Wiener Börse (nach dem offiziellen Ourslilatte) vom 27. Dezember W09. Die notierten Kurs« »erstehen sich in Kronenwährung,, Die «otierung sämtlich« «ltien >mb der „lüdersen Lose" versteht sich per Stück. «eld Ware «llgemeiue Staats» schuld. «inheitlich« «ente: 4°/. lonver. steuerfrei, Kronen (Mai-Nov.) per Kasie . . 94 95 95 15 dttto (Iilnn.-Iuli) per Kasse 94 95 95 15 4-»»/, ö. W. Noten (Ftbr.-«ug.) per Kaff......99 - S3 »a 4'll»/» 0. W. Silber («pril-vlt.. per Kasse......«b 05 99 2l> 1860er Otaatllose 500 ft. 4°/» :?i ?« >?5 70 18«0« .. 100 fl. 4°/„ »H4— »58— »8S4er .. 100 st. . -328 »34- 1864er .. 50 fl. . , ,28 - 334 - Dom.-Nfanbbr. k 120 sl. 5«/„ 289'5« 291-5» Staatsschuld d. i. «eich«. rate vertretene« König» reiche und Länder. Hfterr. «olbrente fteuerfr., Gold per Kasse .... 4»/„H?40l17U<> ^fterr. Rente in Kronenw. stfr., per Kasse.....4°/« »4 95 95 15 detto per Ultimo . . . 4°/« 94 9t> »5-1 b bft. Investition« l«ente, stfr., Kr. per Kasse . . »>/,°/<> 80 50 «5 7« Glftni»hn>zt»»t»schnll!> »«lchltibnnztn. «l«sa«th.«ahn i. «., steuerfr.. zuiU.ottvfi.....4»/„ —------------ Franz Iofepb-Vahn /<°/<> 11S i0i«'3o «llllz. Karl Ludwig-Bahn (div. Stück«) Kronen . . . 4°/« 95 15 9« 15 siubolf-Vahn in Kronenwühr. fteuerfr. Vorarlberg«! «ahn, stfr., 400 und 2000 Kronen . . 4«/« 95 10 9« Ob z» lt»nl»schnld»nschl»ibnnlll« Ellfabeth-«, 200 fl. KM. 5'/.°/« von 400 Kr.....«2 - 454 - dttto Vinz-Vubwei« »00 fl. ö. W. N. 5'/^°/n . . - 42? 504»«--detto Saljbxig-liiol »00 fl, ». W. O. 5°/a ... 420 50 422 — Premstal-Nahn »00 u. 2000 Kr. 4»/,..........lSI - »92 - «eld War,- ff«» z»»nt, znr 3al>lun« übn» »»»»«« GilnUmhn-PliolMt,- Gbli,llU»nen. «öhm. Westbahn, Em. 1895. 400, 2000 u. 10.000 Kl. 4°/l, 95 35 9« 3b Elisabelh-Bahn «00 u. 3000 M. 4 ab i0"/„......lie 5N!i? do Elisabeth Nahn 40V u. 2000 M. 4°/«........,15-75 IIS 75 ZerbinandK-Nordbahn Em. 188« 97 in 98-1« detto Em. 1904 86 1« 97 10 Franz Ioseph-Vahn Em 1884 (bid. Et.) Lilb. 4»/,,. . . 9« «X 97 eo Nalizische Karl Ludwig. Nahn (div. Et.) Silb. 4"/» . . . 95 55 96 35 Ung.-galiz. Nahn 200 sl. E. 5"/» 104 75 ,«5 75 detto 400 u. 500« Kr. »'/»°/n 87- «8 9«' «orarlberger Nahn Em. 1884 (dlv. Et.) Silb. 4°/, . . »5 15 96 15 Staatsschuld der Länder der ungarischen Krone. 4°/„ ung. Gllldrcnte per Kasse . 11» 751,3 95 4°/z detto per Ultimo 113 75115 9l, 4°/« unssar. Rente in Kronen- Nähr. stfr. per Kasse . . «2 5L 92-75 4°/„ detto per Ultimo 92 f^5 92 76 ä>/,°/<, betto per Kasse 82 4b »s e», Ungar. Vramien.Nnl. k 100 fl. 2isxl>222^5 dttto k 50 fl 21S8s>,l2«^5 Ihtlh-Ntg.-Lose 4"/„ . . . . 15L'«k!bs2l> 4°/n ungar. Grunbentl.-Obllg. 9325 94 25 4°/«lroat. u. slav. Vroentl.-Obl. 94— 95- Nudere öffentliche Nnleheu. «ll«n. Lanbes-Anl. (div.) 4°/» 92'«5 9» «5 >8o«n.-herceg Gisenb. -Landes- «lnlehen ^blv.^ 4'/,°/„ . . «9-zs> ,00 50 5«/„ Donau-Reg.-Anleihe 1878 102'- - -- Wiener Verlehrs-Anl. . . 4°/„ 95^7l> 9S75 dtttll 1900 4°/, 95 5l! «6 50 Änlehrn dtr Stadt Wien . . 100-50 »N'50 detto (V. oder «.) 18'4 12070 >2i ?s, dett, <1894).....98 15 »4 <5 detto .-«.)V.I.1902 9«5n 97 5« «örsebau-Nnlehen verlosb. 4°/„ 9« 2k 97 2k Russische Etaatsanl, v. I. 190« f. 100 Kr. p, K, . . 5«/« 10, 95 10i 4» detto per Ultimo .. 5«/« 101-9510i-4ft Bulg. Etaat»-Hypothekar Änl. 1892..... e«/„ 122 25 123 Ll, «eld Ware >8ulg. Staat« - Voldanltih« 1907 f. 100 Kr. . . 4>/,°/<, 93 - 94 — Pfandbriefe usw. Oodcntr.,all„.üsl.i.50I.vl.4<>/« 95-- 9S- Vöhm. Hupothelenb. Verl. 4°/» 9? - 97'5N Zenlral-Äod.-Kred.-Vi.. österr., 45ss. uerl.....4>/,«/n 1N2'25 108 0 »7-s>« detto inll, 2«/„ Pr. veil. 3'/2"/° 8? 7ö »8'?l bettn K,-Schu>bsch, verl. 3>/,"/° 87'5<, 88-5« detto vcrl......4°/° 9625 97'25 Öfteil. unglll. Vanl 50 Iah« vell. 4°/» ü. W..... 98-70 9S-?0 detto 4"/„ Kl...... 98 50 99 5l, Spart.. Erste «st.. evI.verl. 4°/« 99-1« 100 1« Eisenbahn.Prioritäts» Obligationen. Osten, «ordwcstb. »00 fl. S. . 10» 70 104-?« ^taatsbahn 500 ssl..... 586 - —-- Züdlialin ». 3"/« Jänner-Juli 50« Fr, (per Et.) . . . 275 40 27? 4« Züdbllhn k 5°/<, »00 fl. S. o. V. 120'- 180-2« Diverse Lose. Ptlzw»llche f»se. 30/5 Vobentrebit-Lose 5N 5"/« DllNllU-Regul.-Lose 100 fl 277-5« 283-50 Serb. Pläm.-Nnl.p 100 Fr.2»/o 100 90 106 9c D»»liM»llch» f»s». Budllp.-Vüstlila (Dombau) 5 fl. L3 ?L 27-75 Kreditlose 100 fl...... 540'- 5b» — Claiy-Lose 4N fl. KM. . . . «20-— 2,0 - Ofener Lose 40 fl...... —'- ---- Palffy-Lose 40 fl. KM. . . . K38-- Noten Kreuz, öst. Ges. d. 10 fl. 6»'L5 «725 >«otcn Kreuz, ung. Ges. v. 5 fl. 5« 50 40-5l> Rud°lf'L«se 10 fl...... 70'- ?S- Lalm-Lose 40 fl. KM- . . . L?4- «84-türl. dcttc> per Medio . . . 221'8l> i>2»'8L Geld Ware Mener «oi>m..Lose v.J. 1874 5»»— 549- «ew.-Ech. b. 5°/„ Präm.-Schuld d. U°be,il .-Nnft. 0« fl. KM, 2«5V - l»«5' dctto (lit. M 20« fl. per Ult. 97? - 980 -Donou - TampsschMbiis-Ves., I., I. l. priv., 500 fl. KM 1N3l-- 1034 Duz-Uobenbacher E. B. 40« Kr, 585-— 5»9 ^erbinaiidil-Norbb, »000 fl. KM, 54uo-^ 544L 50 waschau - Oderberger Eisenbahn 200 sl. <2....... 359 bll z«1'üv Lemb.'Lzeln.-Iassy-Gisenbllhn- Gesellschaft, 200fl.E. , . 55«- 5»',a - loyb, Ust., Trieft, 500 fl., KM. 54«-— 549 50 Östeir, Nordwestbahn 20« fl. S. — - --- dctto (lit. L) 200 s!, S.p. Ult. —-— —-- ^rass-Turer Lisenb, inosl.abgst 22S-— 227 5« Ltaatscücnl,. 200 fl. S. per Ult. 74S -»0 747-70 3üdl>lll,!i 200 fl. Silber per Ult. 12S 5n 1«?>5U Lüdnordbeutsche Ntrblnbungsb. 200fl,KM...... —'- —-- Iianöpult-Ges,, intern,, N.-V. 200 Kr........ 95- 115 — Ungar. Westbahn (Raab-Vraz) 200 fl. S....... 40S-— 4V8-' Vr. Lollllb.-Nltitn-Ves. «00 fl. »2» - «30-- Vanle». «lnalo-Österr, Vanl. 120 fl. . »14 50 3l5 50 Bantuerein, Wiener per Kasse —'— —' - detto per Ultimo 54«'50 544 5» >tt°de»lr.-«nst. »st., 300 Kr. . ,146-- ,150' jjentr.-Vlld.-Krebbl. »sl,, »OO fl. 5?»-- 574-»ltbitanslal! für Handel und Gewerbe, »20 Kr., per Kasse —-— —'- detto per Ultimo 6?»ö0 f.72 k><> Kreditbank, ung. allg., 200 fl. 7«L- 790 — Depositeubanl, all«., 200 fl. , 4a?>. 4S« H«lomp!e - «esellschast, niebel- »sterr., 400 Kr..... »43 — «46 «0 Gi,»- u. Kassenverein, Wiener, 200 fl........ 465- - 46? - Hypothekenbank, eft. 200 Kr. 5«/« »20'- »»4-. «anberbanl, üsterr.. 200 fl., per Kasse....... -- -'- detto per Ultimo 504-50 5"5 üu „Merkur". Wechs«lftub..«lltlen. Gesellschaft. 2U<> fl. . , . «»?' «4^, 5n csterr.-ungar. Vanl 1400 e»r, ,7?»^ <78 - «,ld Ware Unionbanl 200 sl...... 58« 5N 584 50 Unionbanl, böhmische 10« fl. . 253 50 »54-50 Verlehl«banl, allg. 14« fl.. . »59 — »S2 5» In>«flil»»Inteineh«nuV»u. Naugesellsch.. allg. »st., 100 fl. 904 - »l>8 — «rlilerKohlcnbeigb.-Ges. loofl. ?i6 — ?«l — Eisenbahnverkehr«' Anstalt, üst., 100 fl........ 451- 455 — Elsenba!)nw,-Lelha.., erst». 100 fl. >«»-— ll0»-- «8» — Wi. VaunesellschllN, 100 fl. . . 17,-- 17»-— Menerberge Ziegels.-««..««». ?,l-... 754— Devisen. znr,« Hlchlln »nü Hcheck». Amsterdam....... 1»8-»5 ,98 10 l»«utsche Äanlplähe .... 117-80' ,18-— Italienische «antplätze . . . 95-<2' 9527» London........ «40-72'ü40 bb Puri«......... 95Ni«' 957?» Vt. Petersburg...... 254 »7 855'6?» Zürich und «asel..... »5 4?» 956»» »alnte». Dukaten . ..... 11« H'40 20-ssranlen-Ttülle..... I« 1» »»'»« 2N.Marl.Tt«cle...... «'»» »»»s Deutsche «elchsbanlnoten . . 11? 8» 117 9» Italienische Banknoten . . , »51«» 9530' «ubel-Noten..... . »-54 «5 I ».....«.-"'"^„^««"rVr...,.,«.». o jr. O. Mayer 0 Privat-Depots (S.Je-DeposlU) Aktien, Loten «tc^evlien un4 VitluUn. "JT E(ank> und WechslergeBChÄft "Jf unter eiienim Virtahlul d«r Parttl. I I Loi.Vtrilcherunt.___________**_________Laibwch, Stritargwuwn._________~____Tifzlmij »i< liniil«|ii ;¦ ttiit-lirriit ni lit Wr»-iNl>. I